STO 23 MOSFET bei 0.5A

OP #7098265
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Hi,

Ich muss ein Ventil schalten, was um die 0.5A bei 24V zieht. Vom Platz 
her wäre ein SOT 23-3 ideal, welcher direkt mit 3.3V vom uC geschaltet 
werden soll.

Gefunden habe ich z.B diesen hier:

https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/PMV30ENEA.pdf

Nach der Figure 9 sollte der doch passen oder, ein RDSon von um die 
maximal 75mOhm @ 3V ergibt ein Verlust von nur 20mW, oder übersehe ich 
da was?
Angehängte Dateien:
Gast #7098272
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Bert S. schrieb:
> Nach der Figure 9 sollte der doch passen

Tja, er wird auch mit Logic Level beworben, aber garantiert werden nur 
Daten für 10V UGS, nicht für 4.5V LogicLevel und schon gar nicht für 3V.

Ich würde einen nehmen, der für 2.7V garantiert ist, Si2356DS oder 
AFP7401S oder was man in knappen Zeiten halt bekommen kann.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7098275
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Bert S. schrieb:
> oder übersehe ich da was?
Du musst sehr schnell schalten und dafür sorgen, dass die Energie, die 
im Ventil gespeichert ist, nicht den Weg zu diesem Winzling findet. Denn 
das Schmelzintegral dieses Winzlings ist doch recht gering.

Aber Obacht: nicht zu schnell schalten, sonst klingelt dir die 
Spannungspitze den 40V-FET zu Tode.

Oder andersrum: mir wäre der für eine dauerhafte zuverlässige Funktion 
zu klein.
#7098388
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Lothar M. schrieb:
>> oder übersehe ich da was?
> Du musst sehr schnell schalten

Nö. Selbest wenn man mit Absicht mit 1ms Schaltzeit arbeiten würde, wäre 
das immer noch problemlos. Denn die im schlimmsten Falle der 
Leistungsanpassung von 24V*0,5A*0,25=3W PULSleistung tun auch so einem 
kleinen Transistor nicht wirklich weh. Schon gar nicht bei 
Wiederholperioden von vielen Sekunden.

> und dafür sorgen, dass die Energie, die
> im Ventil gespeichert ist, nicht den Weg zu diesem Winzling findet.

Das tut sie nicht, wenn man die ELEMENTARSTE Schutzfunktion in Form 
einer Freilaufdiode verwendet.

> Denn
> das Schmelzintegral dieses Winzlings ist doch recht gering.

Ja und?

> Aber Obacht: nicht zu schnell schalten, sonst klingelt dir die
> Spannungspitze den 40V-FET zu Tode.

Was los? Ist heute Hypochondertag? Ein 40V MOSFET ist zum Schalten einer 
24V Last, auch einer induktiven, vollkommen OK.

> Oder andersrum: mir wäre der für eine dauerhafte zuverlässige Funktion
> zu klein.

Jaja, am besten TO3 und größer.
#7098402
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Jens G. schrieb:
> 
https://fscdn.rohm.com/en/products/databook/datasheet/discrete/transistor/mosfet/rq5h020tn-e.pdf
>
> Der sieht gut aus.

Ja, ist er. Aber auch wenn der Milliohmfetischismus grassiert, so ein 
Schalttransitor DARF auch ein paar Dutzen mW verbraten. Niemand rettet 
hier mit einem 10mOHm Transistor das Weltklima. So ein SOT23 darf um die 
300mW verbraten, also kann man ihn ohne in Grübeln zu kommen auch mal 
mit 100-200mW dauerhaft belasten. Spielen wir Weltklimaretter und sagen 
100mW.

R = P/I^2 = 100mW / 0,5A^2 = 0,4R

Soviel darf der Transistor haben, davon gibt es mehr als genug. Er muss 
halt nur bei 2,7V schon offitziell schalten, siehe

https://www.mikrocontroller.net/articles/FET#Gate-Source_Threshold_Voltage

Deiner hat max. 250mR bei U_GS=2,5V. Passt. Und der schaltet mal GANZ 
SICHER 100mal schneller als für diese Anwendung nötig. Und man braucht 
keinen Reihenwiderstand am Gate, ein normaler 3,3V Logikausgang kann den 
direkt treiben. Der EINZIGE Grund für einen Reihenwiderstand am Gate 
wäre ein ZUSÄTZLICHER Schutz für den eher unwahrscheinlichen Fall, daß 
der MOSFET, warum auch immer, durchbrennt und die 24V den Weg aufs Gate 
finden. Da sind dann vielleicht 1k der Rettungsanker, zusätzlich zu 
Klemmdioden nach 3,3V und GND, z.B. BAV99. Aber das wird nur selten so 
gemacht.
#7098404
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Bert S. schrieb:

> Ich muss ein Ventil schalten, was um die 0.5A bei 24V zieht. Vom Platz
> her wäre ein SOT 23-3 ideal, welcher direkt mit 3.3V vom uC geschaltet
> werden soll.
>
> Gefunden habe ich z.B diesen hier:
>
> https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/PMV30ENEA.pdf
>
> Nach der Figure 9 sollte der doch passen oder, ein RDSon von um die
> maximal 75mOhm @ 3V ergibt ein Verlust von nur 20mW, oder übersehe ich
> da was?

Du vergisst, das es sich bei obiger Kurve um einen Mittelwert
handelt, der durchaus gewissen Schwankungen unterliegt.

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