[S] gutes Multimeter mit "Dioden-Beep"

OP #7108946
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Hi,

ich schaue in letzter Zeit häufig Videos von NorthridgeFix (sehr 
empfehlenswert!) [1] und mir ist da aufgefallen, dass er beim 
Fehlersuchen oft das Multimeter im Diode-Modus verwendet, um z.B 
Kondensatoren auf Kurzschlüsse zu testen. Bei gutem Kontakt beept das 
Multimeter einmal kurz und bei nem Kurzschluss gibts nen langen beep. 
Ich glaub er verwendet da ein Fluke Multimeter. Doch Fluke (zumindest 
als Neugerät) ist leider außerhalb meines Preisbudgets.

Kennt jemand von euch ein preiswerteres Gerät mit gleicher 
Funktionalität bzw. weiß jemand wie das Feature heißt?

Vielen Dank!

[1] https://www.youtube.com/c/NorthridgeFix
Beitrag #7109055 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7109069
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Bernhard B. schrieb:
> Fehlersuchen oft das Multimeter im Diode-Modus verwendet, um z.B
> Kondensatoren auf Kurzschlüsse zu testen. Bei gutem Kontakt beept das
> Multimeter einmal kurz und bei nem Kurzschluss gibts nen langen beep.

Das piepsen ist nicht das Zeichen, das man einen guten Kontakt hat, 
sondern entsteht weil ein entladener Kondensator niederohmig wie ein 
Kurzschluss ist, das Multimeter lädt den Kondensator, der Widerstand 
steigt und das piepsen hört auf, bei kleinen Kapazitäten, ist der 
Kondensator geladen bevor das Multimeter mit der Messung fertig ist, von 
daher piepst dort gar nichts und bei großen Kapazitäten kann es sein, 
dass das Multimeter mehrere Sekunden piepst.

Ich benutze auch gerne die Dioden-Testfunktion bzw. den Durchgangsprüfer 
an Kondensatoren, man darf sich aber nicht auf das piepsen verlassen, 
sondern sollte auch die Anzeige interpretieren können. Zudem gibt der 
Piepser keine genauen Informationen über ESR, Leckströme und Kapazität.

Eine Empfehlung kann ich nicht geben, mein Messgerätepark ist so alt, 
das es einige Hersteller nicht mal mehr gibt.

In der Firma haben wir verschiedenste Flukes, da ist mir kein Piepser 
irgendwie negativ aufgefallen in Hinsicht auf Geschwindigkeit oder 
Empfindlichkeit. Habe zwar noch ein Keysight Tischmultimeter, aber 
tatsächlich noch nie davon den Durchgangsprüfer verwendet.
Gast #7109072
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Wenn's wirklich nur um den Durchgangsprüfer geht, tut es ein preiswertes 
DT-830B. Die kosten zwischen 5 und 10 Euro und sind sogar erstaunlich 
genau. Wenn es nicht sogar besser funktioniert, denn die mit 
automatischer Bereichsumschaltung haben nicht selten eine Verzögerung 
bis sie piepen. Wie es bei den Fluke ist, weiß ich nicht.

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_nkw=dt830b&_sacat=58277&_sop=15&rt=nc&LH_PrefLoc=1
Gast #7109124
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Jörg R. schrieb:
> Im Durchgangs- bzw. Diodentest macht vermutlich kein Messgerät einen
> automatischen Bereichswechsel.

Natürlich nicht. Ich bemerkte ja nur, dass nicht selten bei diesen 
Geräten eine Verzögerung auftritt. Vielleicht durch den Prozessor mit 
suboptimaler Software. Bei den Geräten mit Drehschalter ist der Piepmatz 
oft separat aufgebaut und funktioniert zuverlässig.
#7109279
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Bernhard B. schrieb:
> Bei gutem Kontakt beept das
> Multimeter einmal kurz und bei nem Kurzschluss gibts nen langen beep.

Was soll der Unterschied zwischen gutem Kontakt und Kurzschluss sein ?
Was ist mit einem guten Kontakt zu einem Kurzschluss ?

Marc X. schrieb:
> Das piepsen ist nicht das Zeichen, das man einen guten Kontakt hat,
> sondern entsteht weil ein entladener Kondensator niederohmig wie ein
> Kurzschluss ist

Das könnte eine Erklärung sein.  Bernhard ist also völlig auf dem 
Holzweg. Er sucht einfach ein Multimeter mit normalem Durchangspiepser. 
Bei mit das 
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Metex_M-3800,_Hillegersberg,_Rotterdam_%282020%29_01.jpg


Tim D. schrieb:
> Wenn's wirklich nur um den Durchgangsprüfer geht, tut es ein preiswertes
> DT-830B. Die kosten zwischen 5 und 10 Euro und sind sogar erstaunlich
> genau.

Seit wann hat das einen Durchgangspiepser ? (Ich habe davon 4). Es ist 
das DT832 mit Durchgangspiepser 
https://elektrotanya.com/m832_digital_multimeter_sch.pdf/download.html
#7109438
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Bernhard B. schrieb:

> ich schaue in letzter Zeit häufig Videos von NorthridgeFix (sehr
> empfehlenswert!) [1] und mir ist da aufgefallen, dass er beim
> Fehlersuchen oft das Multimeter im Diode-Modus verwendet, um z.B
> Kondensatoren auf Kurzschlüsse zu testen.

In der Diodentestfunktion piepsen die Fluke bei einer Diodenstrecke kurz 
und zeigen die Durchbruchspannung an. Bei einem Kondensator piepsen sie 
kurz (während der Aufladung). Bei einem größeren C kann man die 
zunehmende Spannung bis Overload beobachten und die Kapazität grob 
abschätzen. Wiederholung durch Umpolen der Messleitungen.
Bei Kurzschluß ist Dauerpiep.

In der Tat kann man damit schnell einfache Fehler finden. Ich liebe für 
Reparaturen mein altes Fluke 12.

Die neueren Fluke mit Holster (11x) piepsen leider recht leise :-(

Uwe
Moderator #7109558
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Tim D. schrieb:
> Ich bemerkte ja nur, dass nicht selten bei diesen Geräten eine
> Verzögerung auftritt. Vielleicht durch den Prozessor mit suboptimaler
> Software.

Das ist kein Bug, sondern ein Feature: Dem Piepser ist eine Ein- und
Ausschaltverzögerung vorgeschaltet, damit man auch dann, wenn man die
Kontakte leicht gegeneinander bewegt, immer ein sauberes "Piep" und kein
"Piegrriegrrrriep" hört.

Das Feature ist zwar gut gemeint, aber auch ich bevorzuge Geräte, die
sofort mit dem Schließen des Kontakts anfangen zu piepsen und sofort mit
dem Öffnen wieder damit aufhören. Die manchmal entstehenden
Kratzgeräusche bei unzuverlässigem Kontakt stören mich nicht, ganz im
Gegenteil: Auch das Kratzgeräusch trägt eine Information.
Gast #7109772
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Michael B. schrieb:
> Seit wann hat das einen Durchgangspiepser ? (Ich habe davon 4). Es ist
> das DT832 mit Durchgangspiepser
> https://elektrotanya.com/m832_digital_multimeter_sch.pdf/download.html

OK, wie ich sehe heißt meins M830D-GS. Ich dachte die wären gleich. Gut 
zu wissen, ich wollte mir nämlich selbst ein bis zwei weitere kaufen. 
Ich hoffe der TE ist nicht bereits auf meinen Irrtum hereingefallen.
OP #7109888
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Danke für die Tipps!

Mir war nicht bewusst, dass die neueren Fluke die Funktionalität nicht 
mehr haben. Echt schade :/

> Gute Multimeter, die ein Stück preiswerter als Fluke sind, sind Geräte
von Brymen.

Von denen hab ich auch schon einiges gelesen. Doch leider scheinen die 
Geräte von Brymen die Funktionalität nicht zu besitzen.

Ich fürchte da bleibt mir wohl nur ein gebrauchtes Fluke.
Gast #7109966
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Hab mal wieder vergessen das Foto zu meinem Beitrag hochzuladen. Das ist 
meins mit Durchgangspiepser. In der kleinsten Preiskategorie.

Edit: Das DT-832 kostet ja auch nicht mehr als das DT-830, wie ich 
gerade sehe.
Angehängte Dateien:
OP #7110160
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Uwe B. schrieb:
> Bernhard B. schrieb:
>> Mir war nicht bewusst, dass die neueren Fluke die Funktionalität nicht
>> mehr haben. Echt schade :/
>
> Wer sagt das?
> Das neueste Fluke hier ist ein 115, das ist aktuell. Piepst wie sich das
> für ein fluke gehört.
>
> Uwe

Wurde weiter oben erwähnt. Ich hab jetzt auch noch kurz ins online PDF 
Handbuch geschaut und konnte da diesbezüglich auch nichts finden (beim 
Fluke 85 z.B wird die Funktionalität explizit im Handbuch erwähnt).
#7110251
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Harald W. schrieb:
> Marc X. schrieb:
>
>> Das piepsen entsteht weil ein entladener Kondensator niederohmig wie ein
>> Kurzschluss ist, das Multimeter lädt den Kondensator, der Widerstand
>> steigt und das piepsen hört auf,
>
> Ich hatte mal ein analoges Multimeter, bei dem der kurze maximale
> Zeigerausschlag auf einer extra Skala den Kapazitätswert des Kon-
> densators anzeigte.

Das funktioniert tatsächlich bei allen analogen Multimetern, deren 
Widerstandsmessung über eine Strommessung realisiert wird (erkennbar 
daran, das die Skala bei Kurzschluss Vollausschlag hat). Genauigkeit ist 
ein anderes Thema, die Realisierung ist denkbar günstig, man benötigt 
nur eine zusätzliche Kapazitätsskala, fast schon schade, das viele 
analoge Multimeter diese Skala nicht haben. Ich trauere den analogen 
Geräten aber nicht hinterher, mich wundert es, das dafür überhaupt noch 
ein Markt vorhanden ist.

Ich erinnere mich noch daran wie ich vor einigen Jahren mit einem 
Labornetzteil, einem Multimeter und der Stoppuhr im Handy extrem große 
Kapazitäten (einige hundert mF) über die Ladedauer vermessen habe, die 
Kollegen haben komisch geschaut, was ich da treibe, aber man muss halt 
das nehmen was gerade da ist ;)
#7110363
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Tim D. schrieb:
> Das ist
> meins mit Durchgangspiepser. In der kleinsten Preiskategorie.
>
> Edit: Das DT-832 kostet ja auch nicht mehr als das DT-830, wie ich
> gerade sehe.

Offenkundig nennen die einen es DT832 und die anderen M830D.

Hier ein paar Multimeter der Klasse, die besser aussehen als der neuere 
DT830 Billigschrott Beitrag "Re: Multimeter DT830 aus China"

 http://informatik.rostfrank.de/rt/lex03/m830.pdf

und besonders interessant finde ich die Variante mit Temperaturmessung 
und Durchgangspiepser. Ob der mit Temperaturmessung auch einen 
Kaltstellenkompensation macht ?
Gast #7110448
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Ideal sind eigentlich alle alten Multimeter OHNE Datenschnittstelle. Die 
Piepsen noch sofort.


Bei denen MIT Datenschnittstelle fallen viele raus, da die viel zu träge 
sind oder waren.
Mein Mastech gehört zu den schnellen.
Von den alten z.B. ein Voltcraft oder Metex M-3650B oder alle anderen 
aus der eckigen gelben Serie
Gast #7110458
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KArl Fred M. schrieb:
> Ideal sind eigentlich alle alten Multimeter OHNE Datenschnittstelle. Die
> Piepsen noch sofort.

Aber nur "eigentlich", denn folgende sind es nicht:
Tektronix DM250
Green Multimeter VC-300
Manche Hioki sind grenzwertig


Yalu X. schrieb:
> Das ist kein Bug, sondern ein Feature: Dem Piepser ist eine Ein- und
> Ausschaltverzögerung vorgeschaltet, damit man auch dann, wenn man die
> Kontakte leicht gegeneinander bewegt, immer ein sauberes "Piep" und kein
> "Piegrriegrrrriep" hört.

Ein Feature (wenn es wirklich so ist) auf das ich gerne verzichte. Geben 
die Messspitzen keinen richtigen Kontakt, kann die Verzögerung sehr 
hinderlich sein.

Es scheint aber Unterschiede zu geben. Mein M380D kratzt. Mein altes 
DT-3800 piepte recht sauber. Man kann den Ton ja auch verzögert 
abschalten, statt verzögert reagieren zu lassen. Ich denke es ist weder 
ein Bug noch ein Feature, sondern einfach schlechtes oder billiges 
Design.

Als Boss würde ich meinen Entwicklern so einen Prototypen um die Ohren 
hauen. Das käme mir nicht auf den Markt.
#7110491
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Uwe B. schrieb:
> Marc X. schrieb:
>> Ich trauere den analogen
>> Geräten aber nicht hinterher, mich wundert es, das dafür überhaupt noch
>> ein Markt vorhanden ist.
>
> Mit Zeigerinstrumenten kann man Tendenzen und Verhältnisse besser
> abschätzen und "zappelige" Werte besser erfassen als mit
> Digitalanzeigen. Ganau können sie auch sein.
>
> Uwe

In allen Anwendungen, in denen es mir wichtig war Tendenzen zu erkennen, 
war auch der Bargraph meines Normameter MP14 ausreichend und das Gerät 
ist ein >30 Jahre alte Hand-(Digital)multimeter. Ich denke auch in 
dieser Hinsicht werden sich die Geräte noch verbessert haben die letzten 
30 Jahre.

Ich habe nie gesagt, das ein Analogmultimeter ungenau sein muss, ich 
denke der Ablesefehler wird der größte sein. Immerhin kann man mit 
langen dünnen Zeigern und einer feingeteilten mit Spiegel hinterlegten 
Skala hier noch einiges kompensieren.
#7964854
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Ich hätte auch Interesse an einem Multimeter, das beim Dioden-Test "erweitertes akustisches Feedback" beherrscht. Aktuell gibt es wohl ein China-Handheld (AlienTek DM40 A/B/C) das das ganz gut beherrscht. Einfacher Biep bei Dioden, dreifach bei erhöhtem Wert (>1V), durchgängig bei Kurzschluss. Ich fände es äußerst nützlich für die Fehlersuche komplett akustisch arbeiten zu können. Gibt es in der Richtung gar nichts? Weder bei High-End Messgeräten noch als Selbstbau?

#7964866
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Marco F. schrieb:

Ich fände es äußerst nützlich für die Fehlersuche komplett akustisch arbeiten zu können. Gibt es in der Richtung gar nichts? Weder bei High-End Messgeräten noch als Selbstbau?

Es gab schon Multimeter mit Sprachausgabe. Wahlweise auf Knopfdruck an der Messspitze, bei einem neuen Messwert oder als Dauerdurchsage. Das ist gelegentlich recht nützlich. Und beim "Durchgangsprüf" sollte man sich von Mr. Pease inspirieren lassen. Der ist deutlich besser als ein "Diodentest".

#7965022
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Cartman E. schrieb:

Marco F. schrieb:

als Selbstbau?

Es gab schon Multimeter mit Sprachausgabe.

Ich habe mir vor Jahren mal was aus Spaß zusammengebastelt. Basis war ein Multimeter das seine Messwerte über USB aus gab. Auf dem Linux-Rechner lief ein kleines Script um die Messwerte zu dekodiere, einen String daraus zusammen zu setzte und den String per TTS vorzulesen.

Ich fand es nicht besonders nützlich. Daher habe ich es nie ernsthaft verwendet. Als Spaßprojekt war es die Arbeit von einem Nachmittag.

Mittlerweile ist die Technik so weit dass man Sprachausgabe in einigen Gadget-Multimetern bekommt. Aneng, immer gut für merkwürdige Gadget-Multimeter, hat ein paar. Z.B. diverse Stromzangen PN10x und AT619, den AN3009 "Popelstift" oder Multimeter wie das SZ08+ oder M109.

Die beiden letzteren bekommt man für jeweils unter 10 Euro. Wirklich gute Multimeter sind das nicht. Aber mit Sprachausgabe. Was ich an Sprachausgabe in ein paar Youtube-Videos gehört habe war OK aber nicht wirklich gut. Z.B. das M109 https://www.youtube.com/watch?v=W7nMz1h-KA8

#7965031
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Es geht mir nicht um eine Sprachausgabe. Das wäre unpraktikabel. Wenn man einen großen Bereich einer Platine im Diodentest-Modus nach Fehlern absucht ist es sehr nützlich zu wissen, ob am 0,0V-0,4V oder 0,7V oder höher misst. Jedes mal am Display ablesen kostet Zeit. Eine akustische Ausgabe bspw. im Bereich von 1kHz bis 3kHz für den Bereich von 0V bis 2V wäre dagegen sehr praktisch. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase könnte man dann ohne das Display im Blick haben zu müssen genau einschätzen, ob es sich um einen Wert für P-N Übergang, Schottky, Fast-Kurzschluss o.ä. handelt. Ähnlich könnte man das auch für den Durchgangstest zwischen bspw. 0 und 100 Ohm anwenden.

#7965043
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Marco F. schrieb:

Es geht mir nicht um eine Sprachausgabe. Das wäre unpraktikabel.

Das kannst du, ohne soetwas jemals ausprobiert zu haben, noch gar nicht beurteilen. ☺ Ich musste die Speisung eines LNB auf einer Leiter stehend prüfen. Das war mit dem kleinen Multimeter mit Sprachausgabe tatsächlich am einfachsten. Das passte nämlich in die Hemdentasche. Mit einem externen T.T.S. auf einem Desktop/Notebook, ist das natürlich nicht zu haben.

Wenn man einen großen Bereich einer Platine im Diodentest-Modus nach Fehlern absucht ist es sehr nützlich zu wissen, ob am 0,0V-0,4V oder 0,7V oder höher misst. Jedes mal am Display ablesen kostet Zeit. Eine akustische Ausgabe bspw. im Bereich von 1kHz bis 3kHz für den Bereich von 0V bis 2V wäre dagegen sehr praktisch. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase könnte man dann ohne das Display im Blick haben zu müssen genau einschätzen, ob es sich um einen Wert für P-N Übergang, Schottky, Fast-Kurzschluss o.ä. handelt. Ähnlich könnte man das auch für den Durchgangstest zwischen bspw. 0 und 100 Ohm anwenden.

Du erwartest in der Summe etwas viel, aber der Durchgangstester aus "Troubleshooting Analog Circuits" von Mr. Robert A. Pease, leistet schon beachtliches. Dessen Schaltung kann man für solche Extras ja auch noch schaltbar modifizieren.

Und heute könnte man diese Schaltung ja tatsächlich über eine digitale Ausgabe, z.B. in CW (aka Morsealphabet) oder per Sprachausgabe, die gemessenen Werte auch akustisch ausgeben lassen.

Was dann Schnelligkeit und (bedarfsweise) Präzision vereint.

Ein komplettes T.T.S. wird man dafür auch nicht brauchen. Ziffern und Bereich passen bequem in einen nicht zu kleinen Flash.

Nur nach einem /Fertiggerät/, wirst du noch seeeeeehr lange suchen.

#7965055
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Marco F. schrieb:

Wenn man einen großen Bereich einer Platine im Diodentest-Modus nach Fehlern absucht ist es sehr nützlich zu wissen, ob am 0,0V-0,4V oder 0,7V oder höher misst.

Wenn man einen größeren Bereich einer Platine auf Durchgang ab sucht, geht das so schnell, dass das Multimeter gar keine Zeit hat, bei einer vorhandenen Verbindung mehrfach zu piepsen.

#7965115
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Bernhard B. schrieb:

Gute Multimeter, die ein Stück preiswerter als Fluke sind, sind Geräte

von Brymen.

Von denen hab ich auch schon einiges gelesen. Doch leider scheinen die Geräte von Brymen die Funktionalität nicht zu besitzen.

Ich hab ein Brymen BM789 und das hat einen Diodentest mit Pieper.

Der Piepton im Diodentest (und auch beim Durchgangsprüfer) reagiert sehr schnell, man kann also Netze mit und ohne Kondensator unterscheiden.

Wenn ich das selber (ohne große Messtechnik) vergleiche mit nem älteren Fluke 115 dann ist der Diodenpiep vergleichbar schnell.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7965143
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Ich hab so vor 35Jahren, noch bevor ich beruflich was "mit Elektrik" zu tun hatte, irgendwo einen Piezobeeper ausgebaut, der direkt an 3V töötet.

Eingebaut in eine kleine Blechschachtel liegt das Ding hier immer noch auf dem Basteltisch. Damit lässt sich z.B. auch die Kapazität in einem MOSFET hören. bei solch kleinen Kapazitäten gibt der Pieper nur noch ein kleines Knacksen von sich.

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