Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Schafft die IG Metall 6 Prozent


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Agit (Gast)


Lesenswert?

Hallo Leute,

bald beginnen ja die IGM Verhandlungen (für mich interessant BW). Sind 6 
Prozent Lohnerhöhung (an der Bandgrenze) realistisch? Wenn ja, ab wann 
würden diese ausgezahlt, also beginnend mit 2023 oder?

VG

Agit

: Gesperrt durch Moderator
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Lesenswert?

Warum so ungeduldig? Warte einfach die Ergebnisse ab. Viel beeinflussen
wirst du daran sowieso nicht können.

von Joachim B. (jar)


Lesenswert?

klar, für 2 bis 3 Jahre

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

Na ja, im anderen thread redet man von +66%

Beitrag "100k Gehalt ist das neue 60k"

Und wenn man das Rumschreien der Kapitalismuspolitiker hört, dass 
Arbeiter und Angestellte nun keinesfalls mehr Lohn fordern sollten 
sondern mit ein paar hundert Euro 'Entlastung' zufrieden sein sollen,

dann wundert man sich warum es nicht genau so viel Geschrei gab als nach 
Finanzkrise und zu CoVid Geld gedruckt wurde bis die Notenpressen 
glühten - mit bekannten Folgen wie Aktienhausse und explodierender 
Hauspreise getrieben durch institutionelle Anleger die jedes Geld gratis 
kriegten so dass kein Normalsterblicher sich mehr ein Haus leisten 
konnte, und nicht mal mehr die Miete für eine Hundehütte

+10% wäre zu wenig, mein Fernwarmeversorger erhöht mal eben den 
MWh-Preis um 100%.

von Thilo L. (bc107)


Lesenswert?

> +10% wäre zu wenig, mein Fernwarmeversorger erhöht mal eben den
> MWh-Preis um 100%.

Prozentuale Angaben, die sich auf unterschiedliche Grundwerte beziehen, 
sind nicht vergleichbar.

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

Man muss die Chance jetzt nutzen, die Löhne in der Industrie noch zu 
erhöhen, solange es hier die Industrie gibt. Deren Tage sind dank 
Morgenthau-ähnlicher Pläne nämlich gezählt, jedenfalls was Export angeht 
und damit die Größe und Renditen. Die Zukunft sieht einen stark 
reduzierten EU-Industrieinselbetrieb mit notdürftiger Energie- und 
Rohstoffversorgung angeleitet von Uncle Sam mit EU-Auflagenbürokratie 
und Schutzzöllen vor, mit dem Rest der Welt kann man preislich und in 
der erforderten Quantität nicht mehr konkurrieren.
Und das liegt nicht den Löhnen.

Beitrag #7112907 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Inflation Juni angeblich nur 7,6%
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/06/PD22_272_611.html

Lauterbach hat eine Anhebung der Zusatzbeiträge zu GKV um (nur!) 0,3% 
versprochen.

Die Grünen wollen die Beitragsbemessungrenze deutlich anheben.
Die Grünen wollen den Spitzensteuersatz deutlich anheben (man munkelt 
von 57%).

Und ihr gebt euch mit 6% zufrieden?

von Rente mit 76 (Gast)


Lesenswert?

> Und ihr gebt euch mit 6% zufrieden?
Ihr mit eurer Igittmetall. Die 6% gibt es ja sogar schon bei der 
Rentenversicherung, habe gerade gestern erst den Bescheid erhalten.

von alterweissermann (Gast)


Lesenswert?

Agit schrieb:
>  Sind 6
> Prozent Lohnerhöhung (an der Bandgrenze)

Ogott, so eine Angst eine nackte Zahle auszusprechen! Und das in einem 
Ingenieursforum!?

Wie so ein kleinpimmliger Autobahnraser, der erwischt wurde... ich bin 
nicht zu schnell gewahren ich habe nur alle Toleranzbänder ausgenutzt 
...  Jajaja  und alle Toleranzen addiert. 50 km/h + 10% 
Ablesegenauigkeit + 10% Anzeigegenauigkeit + 10 % Radumfangfehler + 10% 
Ersttäterbonus + 10% Heilige Margarethe Gnade ...

Wenn wenigstens genannt würde ob nun die obere oder untere Grenze 
gemeint sein könnte. Und warum überhaupt relativ? Jeder 6000€ 
Jahresbonus und gut.
👴

von OldMan (Gast)


Lesenswert?

Was seid ihr hier für Witzfiguren.
Anstatt 6% Lohnerhöhung zu fordern, sollte ihr euch mal Gedanken über 
eure sehr nahe Zukunft machen.
Nur Tagesschau-Verdummung hilft dabei 100%ig nicht.

von alterweissermann (Gast)


Lesenswert?

OldMan schrieb:
> Was seid ihr hier für Witzfiguren.
> Anstatt 6% Lohnerhöhung zu fordern, sollte ihr euch mal Gedanken über
> eure sehr nahe Zukunft machen.

Genau, die Lohnerhöhung könnte ja auch an Hinterbliebene Gezahlt werden. 
So wie die Witwenrente in Wilmersdorf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilmersdorfer_Witwen#Inhalt

👴 💰

Beitrag #7113021 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7113034 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Agit (Gast)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Und ihr gebt euch mit 6% zufrieden?

Zufrieden nicht aber realistisch

von Agit (Gast)


Lesenswert?

alterweissermann schrieb:
> Wenn wenigstens genannt würde ob nun die obere oder untere Grenze
> gemeint sein könnte. Und warum überhaupt relativ? Jeder 6000€
> Jahresbonus und gut

6 prozent sind auf Lange Sicht ertragsreicher als jedes Jahr 6000. In 10 
Jahren sind deine 6000 nur 3000 Wert, wenn überhaupt

von alterweissermann (Gast)


Lesenswert?

Agit schrieb:
> alterweissermann schrieb:
>> Wenn wenigstens genannt würde ob nun die obere oder untere Grenze
>> gemeint sein könnte. Und warum überhaupt relativ? Jeder 6000€
>> Jahresbonus und gut
>
> 6 prozent sind auf Lange Sicht ertragsreicher als jedes Jahr 6000.

Naja in meiner Sicht sind halt Jobwechsel enthalten, 
eigenverantwortliche wie erzwungene. Was nutzt eine Projektion von 6% 
auf 8 Jahre wenn der Standort wegen Strukturwandel in 3 Jahren 
geschlossen wird. Beispiel Kathrein. Und bei Bonus fett auf die Hand 
kann man selbst entscheiden wie man den anlegt (bspw 'Frührente') und 
muss er nicht monatsweise ansparen.

👴 🥌

von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Und ihr gebt euch mit 6% zufrieden?

Wo würdest du denn hinwechseln? Welche Firma bietet dir mehr als 6% und 
wieso arbeitest du nicht schon längst dort?

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

6% für IGM ist wie 50% für FB

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

MaWin schrieb:
> +10% wäre zu wenig, mein Fernwarmeversorger erhöht mal eben den
> MWh-Preis um 100%.

Dann kaufe halt kWh.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Weich W. schrieb:
> Shorty schrieb:
>> Und ihr gebt euch mit 6% zufrieden?
>
> Wo würdest du denn hinwechseln? Welche Firma bietet dir mehr als 6% und
> wieso arbeitest du nicht schon längst dort?

Der Punkt ist doch der: Die Gewerkschaft wird (wieder mal) ein Ergebnis 
unter der Inflation einfahren. Muss man damit zufrieden sein?

Beitrag #7113246 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7113283 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7113306 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7113325 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7113332 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Manfred (Gast)


Lesenswert?

Schweinehoden schrieb im Beitrag #7113332:
> Ich bin ökobauer und waehle immer Gruene. Die haben mich zum Millionär
> gemacht mit ihrer Klientel Politik

Du bist kein ökobauer sondern ein Dämelsack.

Andernfalls wüsstest Du, dass die ideologisch überzogene Umweltpolitik 
auch etliche Bauern in Existenznot bringt.

von Schlachtplatte (Gast)


Lesenswert?

Manfred schrieb:
> Andernfalls wüsstest Du, dass die ideologisch überzogene Umweltpolitik
> auch etliche Bauern in Existenznot bringt.

Und das ist auch gut so. Schluss mit der Tierquälerei und der Zerstörung 
unseres Planeten.

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Weich W. schrieb:
>
>> Shorty schrieb:
>>> Und ihr gebt euch mit 6% zufrieden?
>>
>> Wo würdest du denn hinwechseln? Welche Firma bietet dir mehr als 6% und
>> wieso arbeitest du nicht schon längst dort?
>
> Der Punkt ist doch der: Die Gewerkschaft wird (wieder mal) ein Ergebnis
> unter der Inflation einfahren. Muss man damit zufrieden sein?

Man muss noch mit viel, viel weniger bald zufrieden sein, wenn unsere 
G7-Musterstrategen weiter Porzellan unwiederbringlich zerschlagen.
Folker Hellmeyer hat das vor Kurzem detailliert ausgeführt. Wir gießen 
unseren noch prallen und einzigen Wohlstandsapfelbaum mit Salzsäure und 
führen dazu noch wie die Geisteskranken einen Freudentanz drum herum 
auf. Das hätten noch nicht mal die Schildbürger hinbekommen.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Jetzt mal ehrlich, das ist doch weinen auf hohem Niveau.
Die IGM sind sehr gut und wenn man sehr gute Gehälter etwas erhöht 
bleibt trotz höherer Inflation mehr im Sack.

Von meinen 5000 netto + 1200 der Frau (TZ) + 400 Kindergeld, also in 
Summe 6600 Euro geben wir in Summe maximal1000 Euro aus für Dinge die 1. 
von der Inflation betroffen sind und 2. Lebensnotwendig.

Wenn ich jetzt großzügig mit 15% Inflation rechne sind das also 150 Euro 
mehr im Monat.
Bei 6% mehr Lohn hab ich aber schon pi mal daumen 300 Euro mehr Lohn.
150 im MOnat mehr und das bei einem eh schon guten gehalt.

Was soll jetzt jemand sagen der zur Miete wohnt, mit dem StinkeDiesel 
50km am Tag pendelt?
Der kein IGM Gehalt hat sonder wie FB in der ABzocker KMU Butze und vom 
Chef maximal 50 EUro brutto mehr bekommt?
Der hat vielleicht 2800 netto. Frau und Kids lass ich mal gleich also 
Summe 4400.
Mit Miete und pendeln usw und heizen mit gas oder Öl geht da dann 3000 
euro drauf die voll von der Inflation betroffen sind.
Also keine Erhönung oder kaum plus viel mehr Ausgaben.

Also ich kann mich da nicht beschweren.
Ein Inflationsausgleich wäre schön klar, ist aber eher Wunschkonzert. 
Mit 4-6% je nach Laufzeit bin ich zufrieden und das lässt mein Säckle 
auch nicht kleiner werden.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Also ich kann mich da nicht beschweren.
> Ein Inflationsausgleich wäre schön klar, ist aber eher Wunschkonzert.
> Mit 4-6% je nach Laufzeit bin ich zufrieden und das lässt mein Säckle
> auch nicht kleiner werden.

Das sehe ich ganz genauso. Man muss auch nicht gierig werden, 5% mehr 
würden mir als Gehaltsanpassung vollkommen genügen. Ich fühle mich eh 
schon sehr großzügig bezahlt für eine Art Hobby-Arbeit, und habe eine 
hohe Sparquote von ungefähr 2/3 ohne auf etwas verzichten zu müssen. Das 
übrige Geld von ca. 40k € p.a. wandert stetig ins Depot für den 
langfristigen Vermögensaufbau.

von F. B. (finanzberater)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> 6% für IGM ist wie 50% für FB

Die IGM hat es nicht drauf. Verdi fordert 9,5 %. Reißt euch mal am 
Riemen. Meine Klitsche übernimmt den Tarifabschluss der IGM. Und das 
ohne IGM-Beiträge zu zahlen.

Verdi fordert 9,5 Prozent mehr Lohn

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/lufthansa-tarifverhandlungen-verdi-fordert-9-5-prozent-mehr-lohn-fuer-die-bodenbeschaeftigten-a-ec7e6a17-92bf-4acb-8c3f-fcea9e5f79d1

Beitrag #7113456 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Was sagt der SWler zum HWler? 1x große Pommes bitt (Gast)


Lesenswert?

F. B. schrieb:
> Verdi fordert 9,5 Prozent mehr Lohn

Fordern kann man vieles

von sagjanur (Gast)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Lauterbach hat eine Anhebung der Zusatzbeiträge zu GKV um (nur!) 0,3%
> versprochen.

Der kennt offensichtlich nicht einmal den Unterschied zwischen % und 
%-Punkten.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Wer wenig zahlt muss halt viel fordern.
Jeder Facharbeiter in IGM bekommt deutlich mehr als Akademiker in Verdi.

von René H. (mumpel)


Lesenswert?

Akademiker leisten ja auch keine körperlich schwere Arbeit. Es gibt 
Akademiker die noch nicht einmal ein Brett anmalen können (Hat mein 
Schwager mal erlebt. Dabei hätte der Akademiker das Brett nur in die 
Maschine legen müssen).

: Bearbeitet durch User
von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Und jetzt?
Auch bei Verdi sind Akademiker in den höchsten TV Gruppen, ergo verdient 
ein Facharbeiter da nochmal deutlich weniger.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Jetzt mal ehrlich, das ist doch weinen auf hohem Niveau.
> Die IGM sind sehr gut und wenn man sehr gute Gehälter etwas erhöht
> bleibt trotz höherer Inflation mehr im Sack.

Jap, im Vergleich zu anderen geht's mir auch noch recht gut:
https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/deutsche-verarmen-rasant/

Ob die derzeitigen Zustände allgemein dennoch wünschenswert sind, ist 
halt eine andere Frage. Ich finde ja daß jemand, der sein ganzes Leben 
lang einer nützlichen Arbeit nachgegangen ist, im Alter keinesfalls an 
Armut leiden sollte.

von Implementierung und Spezifikation (Gast)


Lesenswert?

F. B. schrieb:
> Verdi fordert 9,5 Prozent mehr Lohn
>
> 
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/lufthansa-tarifverhandlungen-verdi-fordert-9-5-prozent-mehr-lohn-fuer-die-bodenbeschaeftigten-a-ec7e6a17-92bf-4acb-8c3f-fcea9e5f79d1

Genau, ca 10% Lohn fürs Bodenpersonal und die Warteschlangen an der 
Flug-abfertigung werden immer länger ... Na bei so einer Lohnsteiogerung 
würd sich das Personal in seiner bisherigen Arbeit bestätigt sehen und 
die Warteschlange noch länger weden lassen. Bald können se 
Comedy-serien wie Anwerbefilem einsetzen: 
https://www.youtube.com/watch?v=54quhbfiH7A

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> IT G. schrieb:
>
>> Jetzt mal ehrlich, das ist doch weinen auf hohem Niveau.
>> Die IGM sind sehr gut und wenn man sehr gute Gehälter etwas erhöht
>> bleibt trotz höherer Inflation mehr im Sack.
>
> Jap, im Vergleich zu anderen geht's mir auch noch recht gut:
> https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/deutsche-verarmen-rasant/
> Ob die derzeitigen Zustände allgemein dennoch wünschenswert sind, ist
> halt eine andere Frage. Ich finde ja daß jemand, der sein ganzes Leben
> lang einer nützlichen Arbeit nachgegangen ist, im Alter keinesfalls an
> Armut leiden sollte.

Die Zustände haben wir seit 16 Jahren, nur nicht ganz so schlimm. Jetzt 
trifft es nicht nur die untere Schicht sondern auch die obere 
Mittelschicht etwas mehr. Nur kann man halt 16 Jahre  CDU Politik nicht 
in einem Wisch beheben. Und ob die Nasen der sPD das zusammen mit der 
FDP = Freunde der Porsche-Fahrer hinbekommen…
Die Grünen sind auch eher was für die obere Mittelschicht.
Die AfD ist die fdp in braun
Die Linke wäre theoretisch was für den Arbeiter wenn man nicht noch 100 
andere Themen wie gender usw vor den eigentlichen Kernaufgaben stellen 
würde und personell keinen Totalschaden hätte.

Ich sehe da keine Partei die irgendwas verbessern würde. Also generell, 
hier mal ein Pflaster aufs amputierte Bein ja aber sonst…

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> IT G. schrieb:
>> Jetzt mal ehrlich, das ist doch weinen auf hohem Niveau.
>> Die IGM sind sehr gut und wenn man sehr gute Gehälter etwas erhöht
>> bleibt trotz höherer Inflation mehr im Sack.
>
> Jap, im Vergleich zu anderen geht's mir auch noch recht gut:
> https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/deutsche-verarmen-rasant/

Wobei man da auch den Satz am Ende zitieren sollte:
"Die offizielle Armutsdefinition erfaßt nicht die tatsächliche 
ökonomische Situation der Betroffenen, wie beispielsweise 
Kaufkraftverlust oder steigende Mieten. Sie ist eine reine 
Verhältniszahl, die den Anteil der Personen im unteren Einkommenssegment 
bestimmt."

Wenn es mehr Armut in der Definition "weniger als 60% des 
Durchschnittseinkommens" gibt, kann das eben auch heissen, dass im 
oberen Einkommenssegement die Gehälter sehr stark gestiegen sind und im 
unteren nicht ganz so stark.

Das heisst dann noch nicht, dass die Leute unter dieser Schwelle nicht 
gut (oder sogar besser als vorher) leben können.

Anfangs in der Selbstständigkeit lag ich selbst einige Jahre unter 
dieser Grenze und wir fühlten uns nie arm und hatten durchaus ein gutes 
Leben.

Aber Schlagzeilen wie "Deutschland verarmt" sind eben eingängiger.

Man muss da also schon genau auf die Messmethode schauen.

> Ob die derzeitigen Zustände allgemein dennoch wünschenswert sind, ist
> halt eine andere Frage. Ich finde ja daß jemand, der sein ganzes Leben
> lang einer nützlichen Arbeit nachgegangen ist, im Alter keinesfalls an
> Armut leiden sollte.

Das sehe ich auch so. Aber auch da muss man eben genauer auf die 
Umstände schauen. Nur weil viele deutlich mehr Rente haben, muss man 
selbst nicht schlecht von der eigenen leben können. Dafür sind die 
persönlichen Umstände zu verschieden.

: Bearbeitet durch Moderator
von Agit (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Also ich kann mich da nicht beschweren.
> Ein Inflationsausgleich wäre schön klar, ist aber eher Wunschkonzert.
> Mit 4-6% je nach Laufzeit bin ich zufrieden und das lässt mein Säckle
> auch nicht kleiner werden

Bei eurem Gehalt wäre es auch ganz schön dreist sich zu beschweren. Aber 
nicht jede Familie bekommt 6000+ Netto Gehalt.

von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Jap, im Vergleich zu anderen geht's mir auch noch recht gut:
> https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/deutsche-verarmen-rasant/

Die Junge Freiheit schreibt schon seit 2015, dass Deutschland untergeht.

von Agit (Gast)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Ob die derzeitigen Zustände allgemein dennoch wünschenswert sind, ist
> halt eine andere Frage. Ich finde ja daß jemand, der sein ganzes Leben
> lang einer nützlichen Arbeit nachgegangen ist, im Alter keinesfalls an
> Armut leiden sollte.

Dafür sorgt man halt vor und investiert in langfristigen Vermögensaufbau 
(Aktien  Krypto  Immobilen )

Beitrag #7113646 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Karl (Gast)


Lesenswert?

F. B. schrieb:
> Meine Klitsche übernimmt den Tarifabschluss der IGM. Und das
> ohne IGM-Beiträge zu zahlen.

Ich dachte der F.B. hat so gute Anlagetipps, der muss nicht arbeiten. 
Scheint doch mehr Blender als alles andere zu sein.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Agit schrieb:
> IT G. schrieb:
>> Also ich kann mich da nicht beschweren.
>> Ein Inflationsausgleich wäre schön klar, ist aber eher Wunschkonzert.
>> Mit 4-6% je nach Laufzeit bin ich zufrieden und das lässt mein Säckle
>> auch nicht kleiner werden
>
> Bei eurem Gehalt wäre es auch ganz schön dreist sich zu beschweren. Aber
> nicht jede Familie bekommt 6000+ Netto Gehalt.

Wenn man hier liest könnte man meinen das der IGM Ing verhungert wenn 
die nicht min 10-15% rausholen.

von ITBims (Gast)


Lesenswert?

Ich sehe es zweigeteilt.
Einerseits ist die IGM schon auf einem hohen Niveau.
Auf der anderen Seite wären selbst 8% am Ende netto eher was um die 5% 
und wahrscheinlich gerade so auf dem Jahresschnitt der Inflation.

Ich persönlich wäre aber auch mit 5% zufrieden. Zusammen mit einer 
zusätzlichen Aufgabe die ich kommendes Jahr übernehme wären das bei mir 
etwa 800 netto mehr in StK 3. Kann mich nicht beschweren.

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

Karl schrieb:
> Ich dachte der F.B. hat so gute Anlagetipps, der muss nicht arbeiten.
> Scheint doch mehr Blender als alles andere zu sein.

Der muss nur arbeiten um die Verluste seines Depots auszugleichen, in 
diesem Jahr im Schnitt -20%.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Wenn man hier liest könnte man meinen das der IGM Ing verhungert wenn
> die nicht min 10-15% rausholen.

Gejammert wird doch wie immer am lautesten von denen, die es am 
wenigsten nötig haben.
Niemand freut sich über einen Reallohnverlust, aber man muss auch 
realistisch bleiben, und schauen, was sinnvoll ist. Verarmung droht bei 
Arbeitnehmern von Unternehmen mit IG Metalltarif jedenfalls lange nicht, 
da sind ganz andere Gesellschaftsgruppen gefährdet, und selbst dann 
reden wir immer noch von nur relativer Armut, wie von Chris weiter 
oben richtig ausgeführt.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

MaWin schrieb:
> Der muss nur arbeiten um die Verluste seines Depots auszugleichen, in
> diesem Jahr im Schnitt -20%.

Das wird bei ihm nicht reichen, denn F.B. hat massiv in zwielichtige 
Pennystocks investiert, die seit einem halben Jahr nur eine Richtung 
kennen, und zwar die nach steil unten.

von alterweissermann (Gast)


Lesenswert?

Weich W. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Jap, im Vergleich zu anderen geht's mir auch noch recht gut:
>> https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/deutsche-verarmen-rasant/
>
> Die Junge Freiheit schreibt schon seit 2015, dass Deutschland untergeht.

Diese Spätzünder vom rechten Rand, ВлаΔимир Ильич Lenin wusste schon vor 
einhundert Jahren das der Kapitalismus und seine Ländereien untergehen 
... der ВлаΔимир Putin checkt die These seines Vorgängers grad im 
Selbstversuch...

👴 ☭

von Jemand (Gast)


Lesenswert?

Hallo

Senf D. schrieb:
> und selbst dann
> reden wir immer noch von nur relativer Armut, wie von Chris weiter
> oben richtig ausgeführt.

Mann sollte sich persönlich aber eben nicht am schlechten Messen
- "ich" hatte eine 4+ in der Klassenarbeit geschrieben aber 80% der 
Klasse hat sogar nur eine 5 geschafft (lange her aber wohl jeden vom 
Prinzip bekannt).

Dieses denken wird aber immer mehr von "offiziellen" Stellen und der 
veröffentlichen "politisch korrekten" Meinung als richtig hingestellt.

Man lebt erstaunlicher weise nur einmal - da darf es nicht so sein das 
man als Vollschichtler (oder den reinen Bruttozahlen gut verdienender 
Ingenieur)  Geld für z.B. die Heizöllieferung in 5 Monaten (Zu 
befürchtende Nachzahlung, Tarifanpassung,..) zurücklegen muss anstatt 
mal 500Euro für das Hobby und Spaß ausgeben zu können und das wieder mal 
zu  verschieben.

Natürlich:
Mann kann es sich (meist machen es schon die anderen - ungefragt und 
öfter auch mal noch anklagend...) auch schön rechnen und vergleicht sich 
mit einen Hartz4 Bezieher, Teilzeitfrisöre, den Paketboten oder am 
"besten" noch einen armen Tropf in einen "Dritte Welt" Land.

Dafür arbeite ich nicht Vollschicht (hat der der Ingenieur ein heftiges 
Studium hinter sich gebracht und viele Jahre kaum was anderes gemacht 
außer zu lernen) und sind "wir" halt in der Situation zur richtigen zeit 
in der richtigen Weltregion zu leben.

Jemand

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

sagjanur schrieb:
> Shorty schrieb:
>> Lauterbach hat eine Anhebung der Zusatzbeiträge zu GKV um (nur!) 0,3%
>> versprochen.
>
> Der kennt offensichtlich nicht einmal den Unterschied zwischen % und
> %-Punkten.

Jeder hat verstanden, wie es gemeint war, nur du nicht.

Jemand schrieb:
> Natürlich:
> Mann kann es sich (meist machen es schon die anderen - ungefragt und
> öfter auch mal noch anklagend...) auch schön rechnen und vergleicht sich
> mit einen Hartz4 Bezieher, Teilzeitfrisöre, den Paketboten oder am
> "besten" noch einen armen Tropf in einen "Dritte Welt" Land.

Daran erkennt man auch die Looser-Mentalität, wenn man sich daran 
hochzieht indem man sich mit denen vergleicht, denen es schlechter geht.

Hauptsache man gibt sich generös, man kann es sich ja leisten!

Immer nur von 12 bis Mittag denken, so merkt man nicht, dass man nach 
zig Gehaltsrunden unter der Inflationsrate am Ende dumm da stehen wird.

Selbst wenn die IGM es schaffen würde 8% zu holen, gleicht das nicht den 
Inflatioinsverlust der vergangenen 21 Monate aus.

Am Ende landen wir, wie von mir prophezeit bei 6% und die IGM verkauft 
das als Erfolg.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Jemand schrieb:
> Natürlich:
> Mann kann es sich (meist machen es schon die anderen - ungefragt und
> öfter auch mal noch anklagend...) auch schön rechnen und vergleicht sich
> mit einen Hartz4 Bezieher, Teilzeitfrisöre, den Paketboten oder am
> "besten" noch einen armen Tropf in einen "Dritte Welt" Land.

Das stimmt natürlich. Es ist wie so oft der gesunde Mittelweg, wenn man 
sich mit anderen vergleicht. Manchmal hilft es einem, wieder 
Bodenhaftung zu erhalten. Aber schön reden sollte man sich Dinge auch 
nicht.

Bleibt die Frage: "Wieviel ist genug?"
(Es gibt mit genau dem Titel ein gutes Buch von Edward und Robert 
Skidelsky)

Mein Einwand bzgl. der "Armutsmessung" durch die 6/10-Regel ist nur, 
dass der Wohlstand durchaus für alle Schichten sehr viel größer werden 
kann, obwohl die Armutsrate selbst steigt.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:
> Anfangs in der Selbstständigkeit lag ich selbst einige Jahre unter
> dieser Grenze und wir fühlten uns nie arm und hatten durchaus ein gutes
> Leben.

Naja, sich nicht arm zu fühlen heißt nicht, daß man tatsächlich nicht 
arm ist. Merkt man häufig dann, wenn es einem wieder besser geht und man 
es sich wieder leisten kann, spontan ins Kino zu gehen oder so.


Ansonsten: Gerade hat das letzte Werk für WKA-Rotorblätter geschlossen. 
IGM-Betrieb, soweit ich das der Meldung entnehmen kann. Diese Leute 
werden von der nächsten Tarifverhandlung leider nicht mehr allzuviel 
haben, denke ich.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Nordex-schliesst-heute-sein-Werk-in-Rostock,nordex220.html?s=09

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:
> Mein Einwand bzgl. der "Armutsmessung" durch die 6/10-Regel ist nur,
> dass der Wohlstand durchaus für alle Schichten sehr viel größer werden
> kann, obwohl die Armutsrate selbst steigt.

Vollkommen richtig erkannt. Vor allem wird es durch diese Definition 
immer Armut geben, selbst im noch so reichsten Land, wenn nicht gerade 
alle Bürger fast genau das Gleiche haben. Relative Armut ist daher eine 
Definition, die schnell an der Realität (d.h. echte Armut) vorbeigeht.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Am Ende landen wir, wie von mir prophezeit bei 6% und die IGM verkauft
> das als Erfolg.

Das wäre es auch, definitiv. Mehr als ich persönlich erwarte, ich wäre 
entzückt.

von F. B. (finanzberater)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Von meinen 5000 netto + 1200 der Frau (TZ) + 400 Kindergeld, also in
> Summe 6600 Euro geben wir in Summe maximal1000 Euro aus für Dinge die 1.
> von der Inflation betroffen sind und 2. Lebensnotwendig.

Nach Abzug des Kredits bleiben euch ja auch nicht viel mehr als 1.000 € 
zum Ausgeben. 6.600 € abzüglich 3.000 € Kreditrate jeden Monat geteilt 
durch vier Personen sind 900 € pro Monat und Person. Junge, das ist 
Hartz IV-Niveau.

von Nein ich bin entzückt! (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Shorty schrieb:
>
>> Am Ende landen wir, wie von mir prophezeit bei 6% und die IGM verkauft
>> das als Erfolg.
>
> Das wäre es auch, definitiv. Mehr als ich persönlich erwarte, ich wäre
> entzückt.

https://m.youtube.com/watch?v=lQ9qymAo3PY

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Jemand schrieb:
> Man lebt erstaunlicher weise nur einmal - da darf es nicht so sein das
> man als Vollschichtler (oder den reinen Bruttozahlen gut verdienender
> Ingenieur)  Geld für z.B. die Heizöllieferung in 5 Monaten (Zu
> befürchtende Nachzahlung, Tarifanpassung,..) zurücklegen muss anstatt
> mal 500Euro für das Hobby und Spaß ausgeben zu können und das wieder mal
> zu  verschieben.

In der Praxis stellt sich das aber anders da. Die 500 € kannst du 
natürlich für Hobby und Spaß ausgeben, da musst du gar nichts 
verschieben. Für Dinge wie eine zu befürchtende Nachzahlung hat man 
schließlich einen Notgroschen (Tagesgeld o.ä.), der genau für solche 
Fälle vorgesehen ist.

von Elektrofan (Gast)


Lesenswert?

> Schafft die IG Metall 6 Prozent

Aber klar doch.
Jedenfalls, wenn man das richtig ("proaktiv-kreativ") rechnet.
Nicht erst seit den Co-Management-Fuzzies
(bzw. Funktionären) à la "unserem" Walter (Riester) schaffen
die womöglich gar NOCH VIEL mehr?

Diese (ohnehin bescheidenen!) 6% verteilen sich dann auf
ca. 32,5 Monate Laufzeit, wobei natürlich irgendwelche
"Anpassungsklauseln", natürlich explizit zum Vorteil
der Arbeitnehmer (SCNR), auch noch wirksam werden könnten.

Diese 6% werden dabei auch noch "kreativ", s.o., ausgerechnet:
Die Genossen von "drüben" bekommen dann sogar 6,25%(!),
und die im Westen "struktur-korrigierende" 4,5% =>
"wir" sind halt solidarisch, - und im Mittel passt das doch ...)

---
Dieses schreibt ein ehemaliger Vertrauensmann der betreffenden
Organisation, der nach persönlichem Kennenlernen des angeblichen 
"Arbeiter"vertreters (seinerzeit der 2. Vorsitzende der IGM)
-und späteren Arbeitsministers-
JEDES solidarische Mittun, vor allem auch die Überweisung der 
Mitgliedsbeiträge in diesem Verein einstellte ...

von F. B. (finanzberater)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Ansonsten: Gerade hat das letzte Werk für WKA-Rotorblätter geschlossen.
> IGM-Betrieb, soweit ich das der Meldung entnehmen kann. Diese Leute
> werden von der nächsten Tarifverhandlung leider nicht mehr allzuviel
> haben, denke ich.
> 
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Nordex-schliesst-heute-sein-Werk-in-Rostock,nordex220.html?s=09

So wird es noch vielen IGMlern ergehen, die den Hals nicht voll bekommen 
können. Was meint ihr denn, was gerade auf die deutsche Autoindustrie 
zurollt mit ihren mickrigen Absatzzahlen von E-Autos in China? Oder wenn 
Putin das Gas komplett abdreht?


Deutsche Automobilindustrie ohne chinesischen Absatzmarkt verloren. Ohne 
ihren Absatz in China hat die deutsche Automobilindustrie keine Zukunft.

https://www.focus.de/politik/der-china-versteher/kolumne-vom-china-versteher-wie-vw-chef-diess-den-voelkermord-in-china-verharmlost_id_108254099.html


Worst-case-Szenario für VW und Co.: "Stellt man uns das Gas ab, wird 
kein Auto mehr gebaut"

https://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/giessereien-in-der-gaskrise-stellt-man-uns-das-gas-ab-wird-kein-auto-mehr-gebaut/28465148.html

von Elektrofan (Gast)


Lesenswert?

> So wird es noch vielen IGMlern ergehen, die den Hals nicht voll
> bekommen können. Was meint ihr denn, was gerade auf die deutsche
> Autoindustrie zurollt mit ihren mickrigen Absatzzahlen von E-Autos
> in China? Oder wenn Putin das Gas komplett abdreht?

Kapiert ihrs's denn nie?

Das hat mit den Lohnforderungen der Metaller doch praktisch nix zu tun!

Wenn 'Koryphäen' aus dem Völkerrecht bzw. dem Melkwesen,
die uns doch genauso wie ein Friedrich Merz

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-plaediert-fuer-stopp-von-gaslieferungen-durch-nord-stream-1-a-f8526b26-1d3a-4872-82aa-c287fa3dfbf0

den Gashahn VÖLLIG FREIWILLIG abstellen woll(t)en, könnte einem doch
langsam mal klar werden, wie der Hase wirklich läuft:

Teile, herrsche und verar...e!

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Jemand schrieb:
> Man lebt erstaunlicher weise nur einmal - da darf es nicht so sein das
> man als Vollschichtler (oder den reinen Bruttozahlen gut verdienender
> Ingenieur)  Geld für z.B. die Heizöllieferung in 5 Monaten (Zu
> befürchtende Nachzahlung, Tarifanpassung,..) zurücklegen muss anstatt
> mal 500Euro für das Hobby und Spaß ausgeben zu können und das wieder mal
> zu  verschieben.

Also ich leg jeden Monat 3000 Euro weg in Aktien/Immo usw und geb noch 
1000 Euro für Spaß usw aus.
Jetzt heult man hier rum als ob man am Krückstock geht und der IGM Ing. 
die 500 Euro zurücklegen muss und sich das vom Munde abspart...
Das Konto für solche Fälle (Notgroschen) ist mit 25000 eh voll.

Wo ist das Problem?!

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

F. B. schrieb:
> IT G. schrieb:
>> Von meinen 5000 netto + 1200 der Frau (TZ) + 400 Kindergeld, also in
>> Summe 6600 Euro geben wir in Summe maximal1000 Euro aus für Dinge die 1.
>> von der Inflation betroffen sind und 2. Lebensnotwendig.
>
> Nach Abzug des Kredits bleiben euch ja auch nicht viel mehr als 1.000 €
> zum Ausgeben. 6.600 € abzüglich 3.000 € Kreditrate jeden Monat geteilt
> durch vier Personen sind 900 € pro Monat und Person. Junge, das ist
> Hartz IV-Niveau.

Arbeite mal an deinem Hirn, es waren 2000 Euro Rate.

Und 900 Euro auf die Hand H4 hättest du wohl gerne, damit du deine 
schlechten Anlagen ausgleichen kannst.
Real ist es nicht mal die Hälfte.

Immer der Neid der Besitzlosen und der panische Versuch ein IGM Gehalt 
schlecht zu machen.

von Elektrofan (Gast)


Lesenswert?

> Das Konto für solche Fälle (Notgroschen) ist mit 25000 eh voll.

Satte 25000 €!     YMMD!

> Wo ist das Problem?!

Woanders ...

von sagjanur (Gast)


Lesenswert?

“Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird ?
Zehn Jahre überhaupt nichts, und dann wird der Sand knapp.”
(FJS)

von Schwanzlurch (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Die AfD ist die fdp in braun
> Die Linke wäre theoretisch was für den Arbeiter wenn man nicht noch 100
> andere Themen wie gender usw vor den eigentlichen Kernaufgaben stellen
> würde und personell keinen Totalschaden hätte.

Die AfD steht für mich vor allem für Direkte Demokratie. IN BW hat sie 
vor ein paar Jahren eine entsprechende Initiative gestartet. In den 
dortigen Landesnachrichten kam ein kurzer Ausschnitt bzgl. der Reaktion 
der Grünen im Parlament. Das war wirklich ernüchternd. Ich denke, das es 
an der Zeit ist das die Bevölkerung also der Souverän in einer 
"Demokratie" selbst seine Angelegenheiten regelt anstatt alle vier Jahre 
einen Zettel in eine Pappbox zu werfen. Alle Macht geht vom Volke aus, 
Parteien, die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des 
Volkes mit. Ein Auszug aus dem Grundgesetz.

Die Linke ist aus einer Diktaturpartei (SED) hervor gegangen. Das sie in 
den Parlamenten vertreten war und z. T. ist finde ich einen Schlag ins 
Gesicht derjenigen die unter der DDR Diktatur gelitten haben. Die hatten 
einzelne positive Figuren wie z. B. Wagenknecht. Das sie gegangen ist 
finde ich bezeichnend.

Die Frage die man sich vor einer "Wahl" stellen muß: "Werden die 
etablierten Parteien CDU, SPD, Grün, FDP irgendetwas positiv ändern"?. 
Ich glaube nein.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Schwanzlurch schrieb:
> Die Frage die man sich vor einer "Wahl" stellen muß: "Werden die
> etablierten Parteien CDU, SPD, Grün, FDP irgendetwas positiv ändern"?.
> Ich glaube nein.

Ich sehe da bei einigen Parteien deutlich mehr Potential für positive 
Veränderungen als bei anderen. Daher fällt mir die Entscheidung bei 
Wahlen in der Regel nicht sehr schwer. Am Ende ist es aber nur eine 
Stimme unter Millionen anderen, und zur Demokratie gehört dazu, dass 
sich die Minderheit dem Willen der Mehrheit beugen muss, was ich auch 
akzeptiere.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Elektrofan schrieb:
> Satte 25000 €!     YMMD!

Zuviel? Zuwenig?
Ist halt der Notgroschen wenn was kaputt geht oder so.
Der Rest liegt in ETF und Aktien.

Schwanzlurch schrieb:
> Die AfD steht für mich vor allem für Direkte Demokratie.

Naja, wenn das Ergebnis nach ihrem Gusto ausfallen würde ja.

Schwanzlurch schrieb:
> Die Linke ist aus einer Diktaturpartei (SED) hervor gegangen.

Die CDU aus der NSDAP und nun?

In der AfD sitzen waschechte Faschisten am Ruder, das ist kein Problem?

Die Lucke AfD war ja noch ok, jetzt ist es halt nur NPD 2.0

Schwanzlurch schrieb:
> Die Frage die man sich vor einer "Wahl" stellen muß: "Werden die
> etablierten Parteien CDU, SPD, Grün, FDP irgendetwas positiv ändern"?.
> Ich glaube nein.

Die AfD kann man getrost dazuzählen, wie gesagt ne braune FDP. Einfach 
mal deren Wahlprogram lesen, jeder der keine 1 Mio im Jahr macht ist 
doch für die genauso Untermensch wie bei der FDP.
Wer meint da ändert sich was für den 0815 Bürger der liest auch die Bild 
und meint das bildet.

von F. B. (finanzberater)


Lesenswert?

Thread wieder von den üblichen Verdächtigen gekapert. Kann zu.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

F. B. schrieb:
> Thread wieder von den üblichen Verdächtigen gekapert. Kann zu.

Der hätte gar nicht auf gemacht gehört, Beitrag 2 schreib schon alles.
Also warum hast du ihn unter fremden namen eröffnet?

von Dennis E. (Gast)


Lesenswert?

Sind dann immer noch 3% Lohn weniger ihr Rechenkünstler.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Elektrofan schrieb:
> Kapiert ihrs's denn nie?
>
> Das hat mit den Lohnforderungen der Metaller doch praktisch nix zu tun!

Naja...nicht nur, aber schon auch. So wie wir bisher gewirtschaftet 
haben geht das nur, weil ein Großteil unseres Staates im Ausland 
stattfindet, einschl. Billigstproduktion zahlloser Alltagsartikel, 
Müllentsorgung im Ausland (wer erinnert sich noch an die Pfandflaschen 
von hier, die in China zu Textilien umverarbeitet werden), 
Energieerzeugung.

Und was meinst du warum VW einfache Bandarbeiter so großzügig bezahlt, 
aber praktisch die ganze Entwicklung billig auslagert und Lieferanten 
auspresst wie eine Zitrone? Kein VW-Zuliferer ist auch nur ansatzweise 
in der Lage, seine Leute ähnlich wie VW zu bezahlen.

Und dabei leisten wir uns noch einen gigantischen Zoo von 
Blindleistungsbeschäftigten (meist Geisteswissenschaftler) und füttern 
jeden Nutzlosen großzügig durch.


Elektrofan schrieb:
> Wenn 'Koryphäen' aus dem Völkerrecht bzw. dem Melkwesen,
> die uns doch genauso wie ein Friedrich Merz

Maßlose Dekadenz, sowas auf so wichtige Posten zu lassen, aber der 
Wähler hat es jahrelang so gewählt. Die Folgen trägt der Wähler nun zu 
Recht.


IT G. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> IT G. schrieb:
>>
>>> Jetzt mal ehrlich, das ist doch weinen auf hohem Niveau.
>>> Die IGM sind sehr gut und wenn man sehr gute Gehälter etwas erhöht
>>> bleibt trotz höherer Inflation mehr im Sack.
>>
>> Jap, im Vergleich zu anderen geht's mir auch noch recht gut:
>> https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2022/deutsche-verarmen-rasant/
>> Ob die derzeitigen Zustände allgemein dennoch wünschenswert sind, ist
>> halt eine andere Frage. Ich finde ja daß jemand, der sein ganzes Leben
>> lang einer nützlichen Arbeit nachgegangen ist, im Alter keinesfalls an
>> Armut leiden sollte.
>
> Die Zustände haben wir seit 16 Jahren, [..] 16 Jahre  CDU Politik

Wieso reitest du eigentlich ausschließlich auf der CDU herum? Vieles von 
dem, was du da beschimpfst, geht auf die rot-grüne Regierung davor 
zurück, die CDU hat da oft lediglich nachgetreten. Fischer hat nie einen 
Hehl daraus gemacht, daß er für Deutschland nur Verachtung übrig hat, 
trotzdem hat es zum Außenminister gereicht. Genauso wie derzeit übrigens 
Habeck.


IT G. schrieb:
> Ich sehe da keine Partei die irgendwas verbessern würde. Also generell,
> hier mal ein Pflaster aufs amputierte Bein ja aber sonst…

Dann hättest du wenigstens eine kleine Ein-Thema-Partei gewählt. Es wird 
dir ja wohl nicht jede Partei gleich unpassend sein, dann hättest du 
halt das aus deiner Sicht geringste Übel gewählt.

So mußt du halt damit leben, daß andere für dich entscheiden.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Wieso reitest du eigentlich ausschließlich auf der CDU herum? Vieles von
> dem, was du da beschimpfst, geht auf die rot-grüne Regierung davor
> zurück, die CDU hat da oft lediglich nachgetreten.

Weil die (mit der sPD) die letzten 16! Jahre am Steuer waren.
Sorry aber selbst wenn R/G (Bin auch nicht so ein Fan von denen) da was 
gemacht hätte, hätte man 10x umsteuern können.

Gerade der Bereich der uns heute auf die Füße fällt:
Energie
Wohnen
Verkehr

Hat doch die CDU 16 Jahre verkackt und bekämpft

Wühlhase schrieb:
> Dann hättest du wenigstens eine kleine Ein-Thema-Partei gewählt. Es wird
> dir ja wohl nicht jede Partei gleich unpassend sein, dann hättest du
> halt das aus deiner Sicht geringste Übel gewählt.
>
> So mußt du halt damit leben, daß andere für dich entscheiden.

Wer sagt dass ich nicht gewählt habe?
Mein Kreuz ging an die ÖDP

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Sorry aber selbst wenn R/G (Bin auch nicht so ein Fan von denen) da was
> gemacht hätte, hätte man 10x umsteuern können.

Das stimmt, ich wollte die CDU auch gar nicht verteidigen. Die stecken 
bei mir mit SPD und Grünen gemeinsam in einer Schublade.

Mich hat nur deine Fixierung auf die Merkelzeit gewundert.


IT G. schrieb:
> Wer sagt dass ich nicht gewählt habe?

Nun, da habe ich deinen Post fehlinterpretiert. Mea Culpa.


IT G. schrieb:
> Mein Kreuz ging an die ÖDP

Ah...dann ist die AfD für dich tatsächlich nicht wählbar. Selbst wenn du 
sie wählen wollen würdest. ;)

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Fischer hat nie einen
> Hehl daraus gemacht, daß er für Deutschland nur Verachtung übrig hat, ...

Quelle?

> Genauso wie derzeit übrigens
> Habeck.

Quelle?

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

Chris D. schrieb:

> Das stimmt natürlich. Es ist wie so oft der gesunde Mittelweg, wenn man
> sich mit anderen vergleicht. Manchmal hilft es einem, wieder
> Bodenhaftung zu erhalten. Aber schön reden sollte man sich Dinge auch
> nicht.
>
> Bleibt die Frage: "Wieviel ist genug?"
> (Es gibt mit genau dem Titel ein gutes Buch von Edward und Robert
> Skidelsky)
>
> Mein Einwand bzgl. der "Armutsmessung" durch die 6/10-Regel ist nur,
> dass der Wohlstand durchaus für alle Schichten sehr viel größer werden
> kann, obwohl die Armutsrate selbst steigt.

Naja, Deutschlands "Medianbürger" sind auch statistisch nachgewiesen 
einer der ärmsten Kirchenmäuse bei Einkommen/Vermögen in der EU, dafür 
bei der Privatverschuldung gut vorne mit dabei. Auch bei der 
Ungleichverteilung der Vermögen/Einkomen ist Deutschland ganz vorne in 
der EU dabei.
Deutschlands Bürger leiden Median unter der EU-Transferunion mit 
niedrigem Lebensstandard dafür viel abgeforderter Leistung auf dem 
Arbeitsmarkt.
Nur die Konzerne und Oberen profitieren von dem subventioniertem Export 
und den Bankgeschäften.
Jetzt gibt es noch den Energie-Gau, der in Deutschland durch EE und 
Gas-Backup besonders hart einschlagen wird. Ohne Einigung mit Russland 
und dessen Gas wird für alle Zeiten eine nicht kompensierbare riesige 
Energielücke auftreten mit dementsprechenden Preisen. Alternative wäre, 
viele Kohlekraftwerke zu bauen, dann ist aber wegen deren 
Grundlastcharakter Essig mit EE. Oder unsere Ingenieure und Informatiker 
haben Geistesblitze, wie man EE preislich wettbewerbsmäßig zur 
konventionellen Energieversorgung und in der benötigten Menge über 
Monate speichern kann und innerhalb von 3 Jahren wird die Infrastruktur 
geplant und gebaut. Falls beide Fälle nicht eintreten, Exitus der 
produzierenden in Deutschland ansässigen Industriebetriebe und Abstieg 
in die 2. Welt mindestens.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
>> Genauso wie derzeit übrigens
>> Habeck.
>
> Quelle?

Von Habeck gibt's ja das berühmte Zitat, dass er mit Deutschland nichts 
anfangen kann, sollte eigentlich jeder mitbekommen haben, oder machen 
die ÖRR ihren Job nicht?

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Jetzt gibt es noch den Energie-Gau, der in Deutschland durch EE

Sie haben verfehlte EE Politik der CDU falsch geschrieben.

Hätten wir mehr EE wäre es nämlich deutlich weniger schlimm.

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Oder unsere Ingenieure und Informatiker
> haben Geistesblitze, wie man EE preislich wettbewerbsmäßig zur
> konventionellen Energieversorgung

Sind sie ja schon, wenn man Entsprgung mitrechnet, aber wie soll ein 
sauberes Produkt eind reckiges schlagen wenn mand as dreckige einfach in 
den Wald schmeißen darf?
Wie kann Recycling Müll im Wald abladen schlagen?
Gar nicht.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Naja, Deutschlands "Medianbürger" sind auch statistisch nachgewiesen
> einer der ärmsten Kirchenmäuse bei Einkommen/Vermögen in der EU, dafür
> bei der Privatverschuldung gut vorne mit dabei.

Das ist vor allem ein statistischer Effekt, da Immobilienwerte in 
Südeuropa zu hohen Vermögen auf dem Papier führen, dagegen erworbene 
Rentenansprüche wie in Deutschland nicht berücksichtigt werden.

> Auch bei der
> Ungleichverteilung der Vermögen/Einkomen ist Deutschland ganz vorne in
> der EU dabei.

Das ist bei Einkommen und Vermögen sehr unterschiedlich.

Der Gini-Koeffizient der Einkommen misst die Ungleichverteilung der 
realen Haushaltseinkommen in Deutschland (0 = alle gleich, 1 = maximale 
Ungleichheit). Mit einem Wert von 0,3 ist hier eine relativ geringe 
Ungleichheit gegeben.

Bei Vermögen liegt er allerdings bei 0,77 ziemlich hoch, da klafft die 
Schere deutlich auseinander. Aber an eine Erbschaftsteuerreform will die 
Politik lieber nicht ran.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Fischer hat nie einen
>> Hehl daraus gemacht, daß er für Deutschland nur Verachtung übrig hat, ...
>
> Quelle?
>
>> Genauso wie derzeit übrigens
>> Habeck.
>
> Quelle?

Soll das ein Witz sein?

Joseph Fischer hat gesagt:
> „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter
> und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer
> wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden,
> indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es
> ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden –
> Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

http://rennicke.de/deutschfeindliche-zitate-von-brd-politikern-und-anderen-einflussreichen-personen/

Soweit ich weiß stammt das Zitat aus einer Rede vor dem US-Kongress. 
(Und ja, die Qelle ist Absicht.)

Robert Habeck hat gesagt:
> Ich wußte mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute
> nicht.

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/mit-deutschland-weiss-er-nichts-anzufangen/

Wer eine Denke pflegt der solche Sprüche entstammen, ist für ein 
Regierungsamt schlichtweg ungeeignet. Auch wenn der Amtseid rechtlich 
nicht bindend ist (was für eine Schande, nebenbei bemerkt), so sollte 
dieser wenigstens ernst genommen werden.

Ich kann mir aber schlecht vorstellen wie man einerseits bei den Grünen 
sein kann, wo es (zumindest bei deren Juniororganisation) als gute Sitte 
gilt, Deutschlandfahnen niederzureißen und zu bepinkeln. Wer 
Regierungsverantwortung im Sinne eines Volksvertreters und Amtseid ernst 
nimmt, kann die allgemein antideutsche Stimmung bei den Grünen wohl auch 
nur schwer ertragen und wird in dieser Partei wohl kaum zu finden sein.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Robert Habeck hat gesagt:
>> Ich wußte mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute
>> nicht.

Statt Junge Freiheit als "Sprachrohr der Neuen Rechten" zu verlinken 
empfehle ich diesen Artikel zu lesen:

https://www.mimikama.at/vaterlandsliebe/

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Habeck hat gesagt mit Vaterlandsliebe und Deutschland als Staat (oder 
so) könnte er nix anfangen.
Gut das geht sicher vielen so.
Ich bin da auch eher Europäer als jetzt strammer deutscher Nationalist.

Je nach Ecke wo man sich einsortiert kommt das halt anders rüber.
ich seh da per se nichts so schlimmes dran.
Ich bin zufällig in Deutschland geboren, ich muss da jetzt keine 
großartige Liebe fürs Vaterland empfinden.
Das heißt aber andersrum nicht dass ich Deutschland hassen und zerstören 
will, wie ja so einige da reininterpretieren.

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Habeck hat gesagt mit Vaterlandsliebe und Deutschland als Staat (oder
> so) könnte er nix anfangen.
> Gut das geht sicher vielen so.
> Ich bin da auch eher Europäer als jetzt strammer deutscher Nationalist.

Verständlich, nur wenn ein gewählter Kapitän im Fieberwahn den Auftrag 
gibt, unter Deck Löcher in den Rumpf zu bohren, wird es kriminell. Und 
wie man Habeck und seine Mannschaft kennt, sind die eher italienischer 
Natur, wenn der Dampfer ins Absaufen kommt.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Hätten wir mehr EE wäre es nämlich deutlich weniger schlimm.

Sorry, das stimmt absolut nicht. Mehr EE destabilisieren unser 
Energienetz tatsächlich mehr.

Und bevor der Idiot von oben wieder nach Quellen fragt:
Energietechnik war in meinem Studium Hauptschwerpunkt. Und ich hatte 
einen wahnsinnig fähigen Prof der den EE zwar sehr wohlgesonnen war, uns 
in seinen Vorlesungen aber schonungslos mit den Folgen und Problemen 
vertraut gemacht hat, die zu beherrschen sind wenn wir unser Netz 
komplett auf EE umstellen.
Ich maße mir einfach mal an, da ein wenig was darüber zu wissen.

Um hier aber nicht ganz ohne Beleg zu bleiben verweise ich einfach mal 
auf die gestiegenen Redispatch-Kosten der Netzbetreiber die nicht von 
ungefähr mit dem Ausbau der EE korrelieren, und darauf daß sich die 
Beinahe-Blackouts in den letzten Jahren immer mehr gehäuft haben.
Das muß reichen, das Thema ist hier ein anderes. Im Offtopic gibt's doch 
einen EE-Thread von Falk, da kann die Diskussion weitergehen (wenn auch 
ohne mich).

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Habeck ist ja eher kombüsenjunge
Scholz leichtmatrose und bällebad Aufseher
Lindner Croupier des Spielkasinos mit gezinkten Karten zum Nachteiles 
für alle mit weniger als 1 mio Einsatz

Ein Kapitän gibt es seit Dutzenden Jahren nicht

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Sachte schrieb:
>> Wühlhase schrieb:
>>> Fischer hat nie einen
>>> Hehl daraus gemacht, daß er für Deutschland nur Verachtung übrig hat, ...
>>
>> Quelle?
>>
> Soweit ich weiß stammt das Zitat aus einer Rede vor dem US-Kongress.

Also keine Quelle. Man könnte das freundlich gesagt Manipulation nennen. 
Unfreundlich aber auch Fälschung oder Verleumdung.

von IT G. (it-guy)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> komplett auf EE

Davon hat ja keiner was gesagt.

Wie würde es denn den meisten Leuten gehen wenn auf ihrem Dach 
(Eigenheim oder Mietswohung) PV wäre, die man zum Selbstkostenpreis 
beziehen kann?
Wenn man da für 10-15 Cent den Strom bekommen könnte (tagsüber).
Da würde es doch vielen schon deutlich besser gehen.

Wühlhase schrieb:
> Mehr EE destabilisieren unser
> Energienetz

Ja ne
https://www.heise.de/tp/news/Blackout-im-europaeischen-Stromnetz-5040157.html
https://winfuture.de/news,119014.html
Wühlhase schrieb:
> Energietechnik war in meinem Studium Hauptschwerpunkt.

Und nun?
Gibt ja auch keine fetten rauchenden Ärzte weil die sich mit Gesundheit 
und so gut auskennen.
Und die guten Lungeärzte auch mit CO2 usw....

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Habeck ist ja eher kombüsenjunge
> Scholz leichtmatrose und bällebad Aufseher
> Lindner Croupier des Spielkasinos mit gezinkten Karten zum Nachteiles
> für alle mit weniger als 1 mio Einsatz
> Ein Kapitän gibt es seit Dutzenden Jahren nicht

Ich sehe das akute Problem bei der grünen Gründungsideologie gegen 
Atomkraft. Ohne Grüne in der Koalition bestünde die Chance auf ein 
Weiterlaufen, was ein gutes Stück der drohenden Energielücke erstmal 
lindern würde. Man sollte sich mal angucken, was für Leistungsdichten 
und kWh pro Jahr durch Gas- und Ölpipelines aus Russland hier (noch) 
ankommen und wie man das realitäts- und zeitnah ersetzen will plus 
kompletter Atomausstieg.
Eine Hochtechnologiegesellschaft mit Dichtern und Denkern lässt sich 
hier wie ein Ochse am Nasenring im Slalom in die Schlachtkammer führen.

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Sachte schrieb:
>> Wühlhase schrieb:
>>> Fischer hat nie einen
>>> Hehl daraus gemacht, daß er für Deutschland nur Verachtung übrig hat, ...
>>
>> Quelle?
>>
>>> Genauso wie derzeit übrigens
>>> Habeck.
>>
>> Quelle?
>
> Soll das ein Witz sein?
>
> Robert Habeck hat gesagt:
>> Ich wußte mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute
>> nicht.
>

Erstens ist das nicht "Genauso" wie das angebliche Zitat von Fischer und 
zweitens hast du das aus den Kontext gerissen:
„Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland 
noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“

Du manipulierst.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Habeck ist ja eher kombüsenjunge

Schweinebauer oder so ähnlich, zumindest laut Baerbock.

Die Küchenhilfe ist ja Gerüchten zufolge die Katrin Göring-Eckardt.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Ohne Grüne in der Koalition bestünde die Chance auf ein Weiterlaufen,
> was ein gutes Stück der drohenden Energielücke erstmal lindern würde.

Ich bin heilfroh, dass der Irrweg der Atomenergie in Deutschland 2023 
ein Ende hat. Bitte kein Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom 
Ausstieg. Das Kapitel muss endlich ein für alle mal abgeschlossen 
werden.

Es geht hier eh nur um ca. 5% der Gesamtstrommenge, und das Problem ist 
in erster Linie ein Mangel an Gas und nicht Strom.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Ich bin heilfroh, dass der Irrweg der Atomenergie in Deutschland 2023
> ein Ende hat.

Den Punkt geht ich ausnahmsweise mit.

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

@Mods:
Kann man diesen Thread nicht endlich löschen. Er hat nichts mit "Schafft 
die IG Metall 6 Prozent" zu tun. - Er dient nur Putin.

von Qwertz (Gast)


Lesenswert?

Insgesamt verspüre ich einen Hauch zu viel Dramatik und Hysterie in der 
Diskussion über die Entwicklung der Energiepreise.

Zum Jahresbeginn 2022 wurde bei meinem Ökostromanbieter die kWh sehr 
moderat von 29,8 Cent auf 30,9 Cent erhöht (der Grundpreis blieb 
unverändert), seitdem ist der Preis stabil. Ich bin damit sehr 
zufrieden, von einer Preisexplosion kann jedenfalls keine Rede sein.

Die Nebenkosten zur Miete sind bei mir seit Jahren unverändert, 
allerdings rechne ich da schon mit einer deutlichen Nachzahlung im Jahr 
2023 wegen Erdgas (für Heizen und Warmwasser). Aber das schreckt mich 
nicht, ich habe genug Puffer dafür eingeplant. Deswegen die 
Vorauszahlung zu erhöhen erscheint mir jedenfalls wenig sinnvoll.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Was ich nebenbei auch bemerkenswert finde: In der Eurozone ist die 
Inflation im Juni noch mal angestiegen, aber hier auf magische Weise auf 
7,6% runter gegangen:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/inflation-eurozone-rekordwert-energiepreise-teuerung-verbraucherpreise-101.html

Nebenbei räumt man da ein, dass noch kein Ende in Sicht wäre.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

IT G. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> komplett auf EE
>
> Davon hat ja keiner was gesagt.

Aber sicher doch, wird das nicht ständig als Ziel für in ein oder zwei 
Jahrzehnten ausgegeben?

Kohle- und Kernkraftwerke schalten wir stetig ab. Vor kurzem haben wir 
noch als Gas auf einzige Alternative gesetzt, aber das wird aus 
politischen Gründen gerade sehr knapp und sehr teuer. Und damit haben 
wir keine Alternative mehr.


IT G. schrieb:
> Wie würde es denn den meisten Leuten gehen wenn auf ihrem Dach
> (Eigenheim oder Mietswohung) PV wäre, die man zum Selbstkostenpreis
> beziehen kann?

Genau so: Die meisten Haushalte würden viel Strom bekommen wenn sie gar 
nicht da sind und sie ihn logischerweise nicht nutzen können. Im Sommer, 
im Winter sind die Erträge vernachlässigbar.

Selbst wenn sie allen erzeugten Strom speichern könnten (wirtschaftlich 
ist das hundsmiserabel) würden die Dachflächen nicht reichen, um das 
Haus darunter autark mit Energie zu versorgen und bist auf das Netz 
angewiesen. Und solange du auf das Netz angewiesen bist, doktorst du mit 
deiner Solaranlage etwas an deinem Problem herum, löst es aber nicht 
vollständig.

Zudem betrachten solche Konzepte meist nur Privatverbraucher, allenfalls 
passen da noch Kleinfirmen in das Konzept. Diese machen einen mickrigen 
Bruchteil im Energiebedarf aus, für ernsthafte Industrie ist das nicht 
im Ansatz eine Lösung.


IT G. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Energietechnik war in meinem Studium Hauptschwerpunkt.
>
> Und nun?
> Gibt ja auch keine fetten rauchenden Ärzte weil die sich mit Gesundheit
> und so gut auskennen.
> Und die guten Lungeärzte auch mit CO2 usw....

Diese Ärzte würden dir aber zumindest heute Rauchen nicht mehr als 
gesundheitsfördernd andrehen.

Letztendlich ist es völlig egal wie gut ich über Energietechnik Bescheid 
weißt, du wirst wahrscheinlich alle Argumente schonmal irgendwo gehört 
haben. Wir werden damit nicht weiterkommen.

Die Energie"wende" hat uns bereits seit Jahren die höchsten Strompreise 
beschert und die Versorgungssicherheit reduziert (siehe 
Mikro-Stromausfälle). Wenn die Mehrheit meint man braucht noch mehr 
davon, bitte. Es gab genug die gewarnt haben.


Sachte schrieb:
> Du manipulierst.

Das Schöne an den Grünen ist ja: Es ist völlig egal wie feste man auf 
welchen draufhaut, es ist nie zu sachte und trifft fast nie den 
Falschen. ;)


Sachte schrieb:
> Er dient nur Putin.

Ich würde jetzt nicht so weit gehen und einen Beleg für diese Aussage 
fordern, aber eine logische Argumentation wäre wohl angebracht wie 
dieser Thread nun wieder Putin dient.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Qwertz schrieb:
> Insgesamt verspüre ich einen Hauch zu viel Dramatik und Hysterie in der
> Diskussion über die Entwicklung der Energiepreise.

Das sowieso. Aber da wird dann eben entweder der heraus gekramt, der mal 
einen super mega Billiganbieter hatte und jetzt deutlich mehr zahlen 
muss, oder derjenige, der bei offenem Fenster heizt.

Das haben wir aber auch schon seit ein paar Jahren so, es gibt nur noch 
Katastrophen in den Nachrichten. Flüchtlinge, Klima, Corona, 
Krieg/Energie.

Da hattest du jahrelang eine sehr niedrige Inflation, jetzt mal ein Jahr 
mehr, schon wird darüber geschrien, als ob die 1% Inflation Standard 
wäre.

von sagjanur (Gast)


Lesenswert?

Manche kapieren es erst, wenn sie Baumrinde fressen müssen.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

sagjanur schrieb:
> Manche kapieren es erst, wenn sie Baumrinde fressen müssen.

Hab gehört Weidenrinde soll gegen Kopfschmerzen helfen. ;)

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Ich bin heilfroh, dass der Irrweg der Atomenergie in Deutschland 2023
> ein Ende hat. Bitte kein Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom
> Ausstieg. Das Kapitel muss endlich ein für alle mal abgeschlossen
> werden.

Das alte Atommüllproblem ist eh schon da, außerdem sind wir im Umland 
umzingelt mit Atomkraftwerken. Also sind mit dem Kapitel "Atomausstieg 
Deutschland" nur Energiesorgen gewonnen.


Qwertz schrieb:
> Insgesamt verspüre ich einen Hauch zu viel Dramatik und Hysterie in der
> Diskussion über die Entwicklung der Energiepreise.

Die Preiserhöhungen sind ja noch nicht wirklich der Knappheit 
geschuldet, sondern der Spekulation/Abzocke auf die Knappheit. Wenn dann 
wirkliche Knappheit kommt, wenn die Pipelines versiegen, dann nützt auch 
der höchste Preis nix. Dafür gibt es nicht mehr Gas. Selbst wenn man es 
mit der Weichwährung Euro und Schulden ohne Ende dann paar noch ärmeren 
Schluckern auf dem Weltmarkt wegkaufen kann, ist es immer noch nicht ins 
Land transportiert worden. Also wird man Verbraucher entsprechend der 
Lücke abschalten müssen, per Geldbeutel, per Rationierung oder beides 
zusammen.

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Sachte schrieb:
>> Er dient nur Putin.
>
> Ich würde jetzt nicht so weit gehen und einen Beleg für diese Aussage
> fordern, aber eine logische Argumentation wäre wohl angebracht wie
> dieser Thread nun wieder Putin dient.

Wieviel Prozent in diesem Thread ist konstruktiv? Stattdessen wieder die 
ewige Leier "wir werden sterben... bla bla bla". - Alles was 
destabilisiert dient Putin.

@Mods:
Was wohl die Werbekunden von "mikrocontroller.net" von diesen 
"Technik-Threads" halten. Die Ausrichtung ist ja ziemlich einseitig. Das 
Forum ist bald genauso manipulativ wie "Servus TV".

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Alles was
> destabilisiert dient Putin.

Also: Scholz, Lauterbach, Habeck...

Sachte schrieb:
> Was wohl die Werbekunden von "mikrocontroller.net" von diesen
> "Technik-Threads" halten.

Du arbeitest nicht zufällig bei Audi?

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Selbst wenn man es mit der Weichwährung Euro und Schulden ohne Ende dann
> paar noch ärmeren Schluckern auf dem Weltmarkt wegkaufen kann, ist es
> immer noch nicht ins Land transportiert worden. Also wird man
> Verbraucher entsprechend der Lücke abschalten müssen, per Geldbeutel,
> per Rationierung oder beides zusammen.

Wir werden sterben... bla bla bla...

: Bearbeitet durch User
von Arschduino (Gast)


Lesenswert?

Warum sind in diesem Forum 80% low Performer und dummschwätzer?

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Sachte schrieb:
>>> Er dient nur Putin.
>>
>> Ich würde jetzt nicht so weit gehen und einen Beleg für diese Aussage
>> fordern, aber eine logische Argumentation wäre wohl angebracht wie
>> dieser Thread nun wieder Putin dient.
>
> Wieviel Prozent in diesem Thread ist konstruktiv? Stattdessen wieder die
> ewige Leier "wir werden sterben... bla bla bla". - Alles was
> destabilisiert dient Putin.

Jo, an allem ist der böse Putin schuld, dieser finst're Gesell. 
Wahrscheinlich muß der gute Putin auch dann herhalten, wenn du dir im 
Suff dein Sterni über den Latz auskippst, nicht wahr?


Sachte schrieb:
> @Mods:
> Was wohl die Werbekunden von "mikrocontroller.net" von diesen
> "Technik-Threads" halten.

Ah ja...Cancel Culture, verstehe. Du kleiner Hundesohn währst 1940 der 
erste gewesen, der seine Nachbarn verpetzt hätte wenn sie Juden 
versteckt haben. Oder in der DDR, wenn jemand einen Honeckerwitz erzählt 
hätte.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?


von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Alles was destabilisiert dient Putin.

Warum betreibt Biden das dann?

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Konkret?

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Sachte schrieb:
>> Alles was
>> destabilisiert dient Putin.
>
> Also: Scholz, Lauterbach, Habeck...
>

Gestern Merkel, heute diese und - wenn Putin bleibt - demnächst wieder 
andere. Die Konstante ist Putin. QED! :D

von Praktiker (Gast)


Lesenswert?

Hallo

Senf D. schrieb:
> Das haben wir aber auch schon seit ein paar Jahren so, es gibt nur noch
> Katastrophen in den Nachrichten. Flüchtlinge, Klima, Corona,
> Krieg/Energie.

Eigentlich nichts neues - so funktioniert "der Journalismus" leider halt 
überwiegend.
Welche Printmedien haben denn den umfassenden Wandel noch am besten 
überstanden - die Boulevardzeitungen - wobei man mal nach GB schauen 
sollte da ist "unser" bekanntes hetze- und Katastrophenblatt noch eine 
ernstzunehmende und ruhige Zeitung... und das heißt schon was...

Aber das sind schon länger Nebenschauplätze:

Das Netz und dort halt die "sozialen" Medien sorgen für diese andauernde 
aufgeregtheit, den dauernden Weltuntergang, die miese Stimmung in manch 
einer Blase, die verzerrte Weltsicht so manch einen (z.B. das angeblich 
die Kriminalität zunimmt - kein Wunder wenn der entwendete Traktor oder 
der Wohnungseinbruch in Niederoberkleckershinterdenbergdorf es bis zum 
Internetnutzer in Berlin Innenstadt schafft...

Das die ehemals hochwertigen Medien (TV, Zeitungen, Radioprogramme) da 
zu einen großen Anteil mitgezogen sind -vor allem im TV Bereich bei 
Radio gibt es tatsächlich immer noch Sender und Programme mit Tiefgang 
die halt nicht unbedingt im klassischen Sinne unterhaltsam und nicht 
leicht verdaulich sind- ist allerdings wirklich übel.
Einschaltquoten und gefallen beim Publikum sollte da kein Argument sein, 
bzw. gefallen sollte man mit von anderen Inhalten strickt getrennte 
guter Unterhaltung (neue und gute TV Serien, aktuelle Filme,...) 
gewinnen - aber das kostet ja...

Daher:
Medienkompetenz, nachdenken, "soziale" Medien sehr bewusst nutzen, seine 
Blase verlassen, nicht der einfachen Lösung glauben, nicht den einen 
Schuldigen erzeugen (und das betrifft bei weiten nicht nur Putin, Trump, 
Greta usw.)
Ja das ist anstrengend, das widerspricht oft den ersten Impuls und den 
persönlichen ganz aktuellen Gefühl (auch ich jubel nicht wenn E10 immer 
noch über 1,80€ der Liter kostet und bin natürlich  im jeweiligen 
Augenblick sauer und emotional wenn es zum Tanken und zahlen geht - aber 
in einer ruhigen Minute beruhigt sich das wieder und ich setze mich mit 
den wirklich Ursachen und Hintergründen auseinander - nur ein Beispiel 
von so vielen Themen wo sich so manche so richtig hochziehen und den 
Untergang -ihrer- Welt herbei reden).

Deutlich mehr entspanntheit und auch mal längeres  Medienfasten, oder 
zumindest ausblenden von so manchen was einen persönlich nicht direkt 
betrifft (Abtreibungsurteil in den USA - wirklich wichtig für den 
Rentner? Energiepreis wirklich ein Thema für den Fahrer eines Porsche, 
großen SUV und als Drittfahrzeug und reines Spaßfahrzeug den Unimog von 
1970 ?) und schon fühlt man sich deutlich besser und hat wieder mehr 
Freude am Leben, man muss nicht jeder Sau die durch das Mediale Dorf 
getrieben wird nachlaufen...

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Sorry, so ist das nicht. Dies hat nichts mit den Medien zu tun.

In diesem Forum wird klar einseitig über politische Themen geschrieben. 
Wenn die Masse der Wähler tatsächlich so denken würde, dann hätte man 
die Parteien/Politiker nicht gewählt. In den Threads findet man ein 
völlig verzerrtes Bild und das immer in die gleiche Richtung. Hier sind 
Leute missionierend unterwegs.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Sorry, so ist das nicht. Dies hat nichts mit den Medien zu tun.

Man kann die Zusammenhänge auch bewusst ignorieren, so wie die Fakten.

von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Du meinst die alternativen Fakten.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Du meinst die alternativen Fakten.

Fakten, die sogar linke Propagandaseiten einräumen müssen.

von Stefan S. (stefan_sch)


Lesenswert?

Ich würde das Geld schnellstmöglich ausgeben.

Am besten dort, wo der Staat seine Finger nicht ranbekommt. Edelmetalle 
usw.

Der deutsche Staat steht vor dem Bankrott und die Politiker werden in 
der Endphase mit Hardcore-Sozialismus alle Register ziehen, um den 
Kollaps aufzuschieben. Die EZB druckt seit Jahren Geld schneller als 
damals die Reichsbank.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Vollkommen richtig erkannt. Vor allem wird es durch diese Definition
> immer Armut geben, selbst im noch so reichsten Land, wenn nicht gerade
> alle Bürger fast genau das Gleiche haben. Relative Armut ist daher eine
> Definition, die schnell an der Realität (d.h. echte Armut) vorbeigeht.

Das ist ja auch Sinn der Definition. Wenn die Armut verschwindet, dann 
verliert die linke Politik ihre Daseinsberechtigung.

Das ist wie mit der Antifa und den Nazis. Der schlimmste Alptraum der 
Antifaschisten ist, das es keine Nazis mehr gibt und daher wird aller 
erdenkliche Aufwand betrieben, welche zu finden.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> In diesem Forum wird klar einseitig über politische Themen geschrieben.
> Wenn die Masse der Wähler tatsächlich so denken würde, dann hätte man
> die Parteien/Politiker nicht gewählt. In den Threads findet man ein
> völlig verzerrtes Bild und das immer in die gleiche Richtung.

Das stimmt, aber zum Glück ist dieses Forum in keiner Weise 
repräsentativ für die Demokratie in Deutschland. Ich vermute sogar, dass 
am Ende nur eine Handvoll Leute dahinter stecken, die unter diversen 
Sockenpuppen-Accounts immer die gleiche Leier abspielen. Davon sollte 
man sich nicht zu sehr verunsichern lassen. Hinzu kommt: es ist das 
Internet, da wird unter dem Deckmantel der Anonymität gerne mal völlig 
übertrieben und der Frust rausgelassen. Das ist dann schlimmer als am 
Stammtisch einer Dorfkneipe nach 10 Bier, und das sollte man auch 
entsprechend einordnen können.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Das ist ja auch Sinn der Definition. Wenn die Armut verschwindet, dann
> verliert die linke Politik ihre Daseinsberechtigung.

Was ein Unsinn. Ein paar Abgehängte wird es immer geben, egal wie reich 
ein Land ist; kein System ist perfekt, einige fallen durchs Raster. Ich 
bin ein starker Anhänger von Selbstverantwortung im Leben, aber es gibt 
eben auch Schicksale, wo jemand unverschuldet in Not gerät. Solchen 
Leuten sollte vom Staat auch geholfen werden. Mehr aber auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von Sachte (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Sachte schrieb:
>> In diesem Forum wird klar einseitig über politische Themen geschrieben.
>> Wenn die Masse der Wähler tatsächlich so denken würde, dann hätte man
>> die Parteien/Politiker nicht gewählt. In den Threads findet man ein
>> völlig verzerrtes Bild und das immer in die gleiche Richtung.
>
> ... Ich vermute sogar, dass
> am Ende nur eine Handvoll Leute dahinter stecken, die unter diversen
> Sockenpuppen-Accounts immer die gleiche Leier abspielen.

Shorty scheint es auch nicht zu stören, dass sein Thread "entführt" 
wird...

von Alter Hase (Gast)


Lesenswert?

Sachte schrieb:
> Shorty scheint es auch nicht zu stören, dass sein Thread "entführt"
> wird...

... da weniger als 6% der Beiträge zum Thema passen?
Macht nix. 6% schafft die IGM auch nicht - zumindest nicht für 12 
Monate.

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Bei Vermögen liegt er allerdings bei 0,77 ziemlich hoch, da klafft die
> Schere deutlich auseinander. Aber an eine Erbschaftsteuerreform will die
> Politik lieber nicht ran.

Wieso, hat die CDU/FDP doch gemacht.

Firmenbesitzer müssen nun keine Erbschaftssteuer für geerbte Firmen mehr 
bezahlen.

Der Normalbürger kann nicht mal mehr sein Eigenheim vererben, ohne dass 
die Nachfolger eine Hypothek aufnehmen müssen, denn der Freibetrag von 
400k/500k wird seit der Immobilienpreisexplosion ja von jeder Hundehütte 
gerissen.

Warum sollte Vermögen besteuert werden ? Bloss weil einer sparsam war 
und sein Einkommen nicht ausgegeben hat ? Konsumzwang ?

Warum trennt man nicht Firma und Privatvermögen konsequent, und 
unterwirft den Transfer von Firmenvermögen in Privatvermögen der 
Einkommensteuer ? Wenn ein Firmenbesitzer stirbt, vererbt er 
Privatvermögen, aber die Firma stirbt nicht. Verkauft der Nachfolger 
aber die Firma oder entnimmt ihr Geld, dann wird eben das als Einkommen 
besteuert. Achsoja, so sollte es eigentlich sein, wenn alle 
Schlupflöcher gestopft worden wären.

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Ich sehe das akute Problem bei der grünen Gründungsideologie gegen
> Atomkraft. Ohne Grüne in der Koalition bestünde die Chance auf ein
> Weiterlaufen

Oje, noch ein Troll der nicht begriffen hat, dass der Brennstoff für 
Atomkraftwerke zu fast nur aus einem Land stammt - Russland.

Im Gegensatz zu Gas und Öl, bei dem Russland nur eine Minderheit am 
Weltmarkt hat.

Ja, dümmer geht's nümmer mit den verstrahlten Gehirnen.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Bei Vermögen liegt er allerdings bei 0,77 ziemlich hoch, da klafft die
> Schere deutlich auseinander. Aber an eine Erbschaftsteuerreform will die
> Politik lieber nicht ran.

Vererbtes Vermögen wurde, sofern rechtmäßig erworgen, bereits 
versteuert.
Warum sollte dieser Räuberstaat da nochmal zulangen sollen?

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Vererbtes Vermögen wurde, sofern rechtmäßig erworgen, bereits
> versteuert.
> Warum sollte dieser Räuberstaat da nochmal zulangen sollen?

Das ist ein ziemlich schwaches Argument. Warum? Um ein gewisses Maß an 
Chancengleichheit und Ausgleich in der Gesellschaft zu ermöglichen. In 
anderen Threads wird gejammert, dass man sich selbst als Topverdiener 
kein Haus mehr im Raum München leisten kann; wer fett geerbt hat, kann 
das freilich ohne einen Finger krumm gemacht zu haben, ohne je etwas 
selbst erwirtschaftet zu haben. Ist das auch nur entfernt 
leistungsgerecht? Nein, natürlich nicht. Man könnte als Staat da 
durchaus mehr ran als bisher.

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

MaWin schrieb:
> Oje, noch ein Troll der nicht begriffen hat, dass der Brennstoff für
> Atomkraftwerke zu fast nur aus einem Land stammt - Russland.

Also werden deiner Aussage nach impliziert, die europäischen 
Kernkraftwerke alle stillstehen, wenn deren Brennstoffreserven 
verbraucht sind?

von Alter Hase (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Um ein gewisses Maß an
> Chancengleichheit und Ausgleich in der Gesellschaft zu ermöglichen. In
> anderen Threads wird gejammert, dass man sich selbst als Topverdiener
> kein Haus mehr im Raum München leisten kann; wer fett geerbt hat, kann
> das freilich ohne einen Finger krumm gemacht zu haben, ohne je etwas
> selbst erwirtschaftet zu haben. Ist das auch nur entfernt
> leistungsgerecht? Nein, natürlich nicht. Man könnte als Staat da
> durchaus mehr ran als bisher.

Auf diese Gerechtigkeitsdebatte bin ich gespannt. Ich hole mir schon mal 
Cola und Popcorn. Feuer frei;-)

Im Angebot haben wir:
- Immobilien, Grundstücke
- Firmen(anteile)
- Aktien, Fonds,...
- Kunstgegenstände (Gemälde, Skulpturen, ...)
- schnöde Monneten irgendwo auf auf der Welt, Kryptos
- Schmuck, Teppiche, Boote, Oldtimer, Briefmarken...
- ...

und das alles sehr kreativ bewertet...

Wären 6% ok ??

von Agit (Gast)


Lesenswert?

Wieso müsst ihr eigentlich immer über Gott und die Welt reden wenn man 
euch eine einfache Frage stellt?
Habt ihr keine Frauen daheim, die ihr vollplappern könnt?

Ich komme mit kurz langsam vor wie in einem Altweibertreff

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Um ein gewisses Maß an
> Chancengleichheit und Ausgleich in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Was nur in sehr engem begrenztem Umfang Aufgabe des Staates und der 
Gesellschaft ist. Bist du nicht sonst immer so sehr für 
Eigenverantwortung?


Senf D. schrieb:
> In anderen Threads wird gejammert, dass man sich selbst als Topverdiener
> kein Haus mehr im Raum München leisten kann;

...woran eine Erbschaftssteuer genau gar nichts ändern wird. Der Staat 
hat in den letzten Jahren einen Rekordaufkommen an Steuern eingefahren, 
und hat es verjubelt.


Senf D. schrieb:
> wer fett geerbt hat, kann
> das freilich ohne einen Finger krumm gemacht zu haben, ohne je etwas
> selbst erwirtschaftet zu haben. Ist das auch nur entfernt
> leistungsgerecht? Nein, natürlich nicht.

Warum sollte es auch leistungsgerecht sein müssen? Manche können ihren 
Kindern mehr mitgeben, andere weniger, aber das war schon immer so, das 
ist nicht verwerflich.


Sachte schrieb:
> In diesem Forum wird klar einseitig über politische Themen geschrieben.

Und worin besteht jetzt das Problem, wenn ich mich einseitig über ein 
Thema äußere? Oder andere?

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Das stimmt, aber zum Glück ist dieses Forum in keiner Weise
> repräsentativ für die Demokratie in Deutschland. Ich vermute sogar, dass
> am Ende nur eine Handvoll Leute dahinter stecken, die unter diversen
> Sockenpuppen-Accounts immer die gleiche Leier abspielen.

deren Wirksamkeit ganz wesentlich durch die im Einzelfall geübte 
Löschpraxis der Moderation gesteuert wird.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Warum sollte es auch leistungsgerecht sein müssen? Manche können ihren
> Kindern mehr mitgeben, andere weniger, aber das war schon immer so, das
> ist nicht verwerflich.

Das überzeugt mich jetzt aber: Es war schon immer so. Ja natürlich, 
warum sollte man auch etwas ändern, wenn es immer schon so war, da gilt 
dann eine Unveränderlichkeitsklausel.

Ich werde übrigens auch mal ein ordentliches Vermögen erben, aber 
gerecht finde ich es trotzdem nicht. Es hat eben rein gar nichts damit 
zu tun, ob und was ich selbst in meinem Leben getan und geleistet habe. 
Bei meinem Vermögen, das ich mir aus Einkommen selbst erarbeitet und 
klug angelegt habe, ist es dagegen etwas anderes, dafür habe ich nämlich 
aktiv etwas getan. Da kann ich die Früchte guten Gewissens ernten, die 
ich selbst gesät habe.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Warum sollte es auch leistungsgerecht sein müssen? Manche können ihren
>> Kindern mehr mitgeben, andere weniger, aber das war schon immer so, das
>> ist nicht verwerflich.
>
> Das überzeugt mich jetzt aber: Es war schon immer so. Ja natürlich,
> warum sollte man auch etwas ändern, wenn es immer schon so war, da gilt
> dann eine Unveränderlichkeitsklausel.

Das, was du willst, hat mit Chancengleichheit nix zu tun, sondern mit 
Ergebnisgleichheit.
Das, was du als ungerecht empfindest, ist normal. Aber aus diesem 
Empfinden, heraus – mehr als Empfinden ist es ja nicht – will deine 
Partei, die Grünen (und linke Parteien ja überhaupt), ja z.B. auch die 
Kinder möglichst den ganzen Tag unter staatlicher Aufsicht haben, 
zumindest hört man das immer wieder mal raus (im Parteiprogramm werde 
ich dafür jetzt ganz sicher nicht nachschlagen um das genau zu 
zitieren). Schließlich ist es ja ungerecht daß sich manche Eltern um 
ihre Kinder kümmern, und mit ihnen z.B. in den Zoo gehen während andere 
Eltern dies nicht tun und ihre Kinder den lieben langen Tag vorm 
Fernseher parken.

Es gibt Dinge, da hat der Staat sich weitgehend rauszuhalten. Die 
Gesellschaft kann und soll gefälligst nicht auch noch das Privatleben 
regeln.


Senf D. schrieb:
> Ich werde übrigens auch mal ein ordentliches Vermögen erben, aber
> gerecht finde ich es trotzdem nicht.

Glückwunsch, aber gegen wen soll das denn ungerecht sein? Einen IGM-Job 
hat auch nicht jeder. Selbst wenn sich jeder noch so sehr anstrengt und 
sogar wirklich gut ist, könnte niemals jeder einen IGM-Job haben. Siehe 
VW und seine Zulieferer. Also: ungerecht? Ich finde nicht.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Das, was du willst, hat mit Chancengleichheit nix zu tun, sondern mit
> Ergebnisgleichheit.

Nein, ich meine Chancengerechtigkeit. Natürlich nicht zu 100% und auch 
nur in finanzieller Hinsicht - alles andere ist weder sinnvoll noch 
möglich, allein schon durch die genetische Veranlagung usw. Aber ein 
wenig mehr könnte der Staat hier schon für einen Ausgleich sorgen. Das 
macht er beim Einkommen ja auch durch ein progressives Steuersystem. 
Auch bei der Bildung klappt es in Deutschland so halbwegs mit der 
Chancengerechtigkeit, jedenfalls deutlich besser als in anderen Ländern.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Nein, ich meine Chancengerechtigkeit.

Selbst wenn es so wäre: auch da macht eine Erbschaftssteuer nichts 
gerechter. Im Prinzip läufst du da aus meiner Sicht in eine Neiddebatte 
rein, und sowas hilft niemandem.

Und wie bereits gesagt: ein höheres Steueraufkommen macht nichts besser, 
jedenfalls nicht für den Bürger. In anderen Ländern wäre das anders, 
aber nicht hier.


Senf D. schrieb:
> Auch bei der Bildung klappt es in Deutschland so halbwegs mit der
> Chancengerechtigkeit, jedenfalls deutlich besser als in anderen Ländern.

Gerade im Bereich Bildung kommt es auf nichts mehr als auf die Eltern 
an. Manche Eltern reißen sich ein Bein für ihre Kinder aus, investieren 
viel Zeit und/oder Geld in deren Bildung, andere kriegen es noch 
nichtmal hin daß ihre Kinder pünktlich in der Schule ankommen und 
verlassen sich auch sonst ausschließlich auf die staatlichen Leistungen. 
Und im Bereich Bildung ist die staatliche "Leistung" einfach nur noch 
jämmerlich. Du würdest normalerweise sagen, daß man da dann halt privat 
vorsorgen muß.

Vom Prinzip her ist das dasselbe wie mit der Erbschaft: Manche Elten 
können oder wollen ihren Kindern mehr mitgeben, andere weniger.

von René H. (mumpel)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Vom Prinzip her ist das dasselbe wie mit der Erbschaft: Manche Elten
> können oder wollen ihren Kindern mehr mitgeben, andere weniger.

Erben ist eine andere Form von Faulheit. Weshalb den Kindern Millionen 
vererben damit diese nicht arbeiten müssen. 😉

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

Im baldigen Land der Notstromaggregate und strenger 
Warmwasserrationierung wird es außer Papierwerte und im worst case bei 
konsequenter Weitergehung des aktuell eingeschlagenen Weges bis zum 
finalen Ende noch ne Trümmerlandschaft zu vererben geben.

von Pleitegeier (Gast)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Im baldigen Land der Notstromaggregate und strenger
> Warmwasserrationierung wird es außer Papierwerte und im worst case bei
> konsequenter Weitergehung des aktuell eingeschlagenen Weges bis zum
> finalen Ende noch ne Trümmerlandschaft zu vererben geben.

Hast du dich mal auf eine mögliche Angststörung hin ärztlich untersuchen 
lassen?

Deine Post erscheinen a) zwanghaft und b) sehr angsterfüllt.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> Senf D. schrieb:
>
>> Nein, ich meine Chancengerechtigkeit.
>
> Selbst wenn es so wäre: auch da macht eine Erbschaftssteuer nichts
> gerechter. Im Prinzip läufst du da aus meiner Sicht in eine Neiddebatte
> rein, und sowas hilft niemandem.

Genauso könntest du auch gegen höhere mittlere Steuersätze bei höheren 
Einkommen argumentieren, aber da ist es gesellschaftlich akzeptiert ohne 
von einer Neiddebatte zu sprechen. Natürlich wäre es auch beim Erben 
gerechter, wenn bis auf einen zu definierenden Rest alles an die 
Gemeinschaft fiele, so hat eben nicht der eine Erbe 0 € und der andere 
10 Millionen € vom Start weg, ohne dafür irgendetwas getan zu haben.

Wühlhase schrieb:
> Und wie bereits gesagt: ein höheres Steueraufkommen macht nichts besser,
> jedenfalls nicht für den Bürger. In anderen Ländern wäre das anders,
> aber nicht hier.

Man könnte dafür zum Beispiel mehr Geld in die Infrastruktur stecken, 
Innovationen ankurbeln, die Mehrwertsteuer senken, oder viele andere 
lohnenswerte Vorhaben.

Wühlhase schrieb:
> Und im Bereich Bildung ist die staatliche "Leistung" einfach nur noch
> jämmerlich. Du würdest normalerweise sagen, daß man da dann halt privat
> vorsorgen muß.

Nein, das finde ich nicht. Ich war viele Jahre im staatlichen 
Bildungssystem mit Gymnasium und Hochschule, und meine Erfahrungen sind 
da sehr positiv. Bei Bedürftigkeit (die nicht gegeben war) hätte ich 
auch BAFöG bekommen können, wieder ein sehr gutes Mittel zur 
Chancengerechtigkeit.

von 1001. Lauterbachwelle (Gast)


Lesenswert?

Pleitegeier schrieb:
> Lauterbachwelle schrieb:
>
>> Im baldigen Land der Notstromaggregate und strenger
>> Warmwasserrationierung wird es außer Papierwerte und im worst case bei
>> konsequenter Weitergehung des aktuell eingeschlagenen Weges bis zum
>> finalen Ende noch ne Trümmerlandschaft zu vererben geben.
>
> Hast du dich mal auf eine mögliche Angststörung hin ärztlich untersuchen
> lassen?
> Deine Post erscheinen a) zwanghaft und b) sehr angsterfüllt.

Eher sind es deine mentale Einstellung und deiner Claqueure im Geiste, 
dass das alte Europa trotz seiner Größe und Wirtschaftskraft wieder mal 
bald am Anfang stehen wird.
Was die hier angedachte Energieversorgung für ne stabile Ordnung und 
Wirtschaftskraft erzeugt, kann man in Afrika jeden Tag sehen.

von Schwanzlurch (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Vererbtes Vermögen wurde, sofern rechtmäßig erworgen, bereits
>> versteuert.
>> Warum sollte dieser Räuberstaat da nochmal zulangen sollen?
>
> Das ist ein ziemlich schwaches Argument. Warum? Um ein gewisses Maß an
> Chancengleichheit und Ausgleich in der Gesellschaft zu ermöglichen. In
> anderen Threads wird gejammert, dass man sich selbst als Topverdiener
> kein Haus mehr im Raum München leisten kann; wer fett geerbt hat, kann
> das freilich ohne einen Finger krumm gemacht zu haben, ohne je etwas
> selbst erwirtschaftet zu haben. Ist das auch nur entfernt
> leistungsgerecht? Nein, natürlich nicht. Man könnte als Staat da
> durchaus mehr ran als bisher.

Willkommen im Sozialismus! Das ist kein schlechtes sondern ein sehr 
gutes Argument. Der Staat hat kein Einnahmen- sondern ein 
Ausgabenproblem. Sich am in diesem Beispiel genannten Eigenheim zu 
vergreifen ist eine miese Abzocke und sonst gar nichts.

Es ist in diesem Fall mein Eigentum, das ich rechtmäßig erworben und 
mein Leben lang dafür geschuftet habe und das ich dann an meine Kinder 
weiter gebe. Eigentum (war) mal eine Grundlage unserer Gesellschaft. 
Wenn andere zu doof oder zu faul sind um sich ähnliches aufzubauen muß 
nicht die Allgemeinheit dafür aufkommen.

Niemand ist gezwungen in München zu leben bzw. dort ein Haus zu 
besitzen. Man muß sich eben nach der (finanziellen) Decke strecken und 
Prioritäten setzen ggf. in eine günstigere Region ziehen falls einem 
eine eigene Immobilie wichtig ist. Das nennt man Eigenverantwortung. 
Gäbe es die DDR noch würde ich dir empfehlen rüber zu gehen und dort zu 
bleiben.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Schwanzlurch schrieb:
> Es ist in diesem Fall mein Eigentum, das ich rechtmäßig erworben und
> mein Leben lang dafür geschuftet habe und das ich dann an meine Kinder
> weiter gebe.

Dir wird zu Lebzeiten auch nichts weggenommen. Aber wenn du tot bist, 
kannst du nichts mehr mit weltlichem Besitz anfangen und über diesen 
verfügen. Deine Kinder haben nichts dafür getan, außer dass sie in einem 
bestimmten Verwandtschaftsverhältnis geboren wurden (das ist keine 
Leistung). Diese sollen sich ihren Wohlstand aber größtenteils selbst 
erarbeiten und sich nicht einfach ins gemachte Nest setzen. Über eine 
gute Erziehung hast du ihnen hoffentlich einen gesunden 
Leistungsgedanken mit auf ihren Lebensweg gegeben.

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Im baldigen Land der Notstromaggregate und strenger
> Warmwasserrationierung wird es außer Papierwerte und im worst case bei
> konsequenter Weitergehung des aktuell eingeschlagenen Weges bis zum
> finalen Ende noch ne Trümmerlandschaft zu vererben geben.

Hauptsache der Kapitalismus konnte den Kommunismus endlich zerschlagen, 
sagen sich die ewig Kalten Krieger der USA, das Volk ist für Krieger nur 
Kanonenfutter.

Senf D. schrieb:
> Man könnte dafür zum Beispiel mehr Geld in die Infrastruktur stecken,
> Innovationen ankurbeln, die Mehrwertsteuer senken, oder viele andere
> lohnenswerte Vorhaben.

NOCH MEHR ?
Wenn keiner mehr was hat, und alles nur noch Volkseigen ist, hat der 
Kommunismus doch gewonnen.

Es spielt heute keine Rolle mehr, ob ich meinem Kind schon ein Schloss 
und Mullionen vererbe, die ganzen neu-Reichen sind 
self-made-Milliardäre, ob Gates, Bezos, Musk, Ma oder Helú. Sie hatten 
eine gute Kinderstube, aber sind allesamt keine Königskinder (ausser 
bin-Salman).

Entscheidend ist, den richtigen Riecher zur richtigen Zeit und das 
Beharrungsvermögen gegen BWL Dummschwätzer zu haben, nicht was an 
Reichtum schon da war.

Insofern besteht schon lange Chancengleichheit. Nur wünschen sich die 
Dummen auch Erfolgsgleichheit, egal wie faul man ist.

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

Schwanzlurch schrieb:
> Niemand ist gezwungen in München zu leben bzw. dort ein Haus zu
> besitzen.

Manhatten, HongKong, Zurich, Singapore sind aber für deutsches Einkommen 
zu teuer, da muss man in der Provinzhauptstadt München bleiben. Ein 
internstionaler Aufstieg ist mit deutschem Einkommen jedenfalls nicht zu 
machen, da lächeln Australier, Norweger, Amerikaner, nur mitleidig.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

MaWin schrieb:
> Insofern besteht schon lange Chancengleichheit.

Nein, bei weitem nicht. Der Staat kann und soll auch nicht alles 
egalisieren, aber kann zumindest etwas für Chancengleichheit tun. Dann 
rückt auch die eigene Leistung wieder mehr in den Fokus.

> Nur wünschen sich die
> Dummen auch Erfolgsgleichheit, egal wie faul man ist.

Was hat die finanzielle Situation schon großartig mit Intelligenz oder 
Fleiß zu tun? Insgesamt gesehen sehr wenig. Die dümmsten Bauern haben 
bekanntlich die dicksten Kartoffeln. Jemand kann dumm sein wie ein Meter 
Feldweg, dabei noch fauler als Arno Dübel, und trotzdem stinkreich sein, 
einfach weil er die richtige Verwandtschaft hat. Oder vielleicht weil er 
skrupellos oder gar hochgradig kriminell ist. Von finanziellem Reichtum 
auf Intelligenz und Fleiß zu schließen halte ich jedenfalls für extrem 
gewagt.

von Pleitegeier (Gast)


Lesenswert?

1001. Lauterbachwelle schrieb:
> Eher sind es deine mentale Einstellung und deiner Claqueure im Geiste,
> dass das alte Europa trotz seiner Größe und Wirtschaftskraft wieder mal
> bald am Anfang stehen wird.
> Was die hier angedachte Energieversorgung für ne stabile Ordnung und
> Wirtschaftskraft erzeugt, kann man in Afrika jeden Tag sehen.

Ich nehme an, du sammelst wenig Erfahrung im Leben, sondern informierst 
dich im Netz und verwechselt das mit Erfahrung. Keine Wunder, dass du so 
ängstlich und pessimistisch bist.

Hättest du ein gutes soziales Umfeld, wärst du da deutlich 
zuversichtlicher.

Vereinsamung ist gefährlich, mach den PC aus und geh unter Menschen.

von Pessimist 2 (Gast)


Lesenswert?

Pleitegeier schrieb:
> Ich nehme an, du sammelst wenig Erfahrung im Leben, sondern informierst
> dich im Netz und verwechselt das mit Erfahrung. Keine Wunder, dass du so
> ängstlich und pessimistisch bist.
>
> Hättest du ein gutes soziales Umfeld, wärst du da deutlich
> zuversichtlicher.

Im sozialen Umfeld keimen doch die Verschwörungstheorien erst richtig 
auf.

von Wühlhase (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Natürlich wäre es auch beim Erben
> gerechter, wenn bis auf einen zu definierenden Rest alles an die
> Gemeinschaft fiele, so hat eben nicht der eine Erbe 0 € und der andere
> 10 Millionen € vom Start weg, ohne dafür irgendetwas getan zu haben.

...letztendlich bleibe ich dabei: den Staat geht es nichts an, ob der 
eine Erbe 0€ und der andere 10M€ vom Start weg hat. Vom Start weg stimmt 
meistens schonmal sowieso nicht, die wenigsten verlieren ihre Eltern als 
Kind. Die meisten Erben sind, wenn es soweit ist, hoffentlich schon 
einige Zeit flügge.

von Senf D. (senfdazugeber)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb:
> ...letztendlich bleibe ich dabei: den Staat geht es nichts an, ob der
> eine Erbe 0€
> und der andere 10M€ vom Start weg hat.

Mit diesem Mindset brauchen wir eigentlich überhaupt keinen Staat, es 
kümmert sich einfach jeder um sich selbst bzw. maximal noch seine 
Familie. Mantra: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Es gilt 
das Recht des Stärkeren. Wer schwach ist, hat eben Pech gehabt und kann 
sehen wo er bleibt.

> Vom Start weg stimmt meistens
> schonmal sowieso nicht,

Gemeint war der Startzeitpunkt ab Antritt des Erbes, nicht die Geburt. 
Wobei das bei reichen Familien, die über Generationen hinweg Vermögen 
angesammelt haben, durchaus auch die Geburt sein kann.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7115476 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7115495 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7115498 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Senf D. schrieb:
> Natürlich wäre es auch beim Erben
> gerechter, wenn bis auf einen zu definierenden Rest alles an die
> Gemeinschaft fiele, so hat eben nicht der eine Erbe 0 € und der andere
> 10 Millionen € vom Start weg, ohne dafür irgendetwas getan zu haben.

Da kommt wieder die Blutsaugermentalität der linken Ideologie zum 
Vorschein.

Schon Bizarr: Da wird permanent für bedingungsloses leistungsloses 
Einkommen geworben, aber dass man Leistungslos was erben kann geht gar 
nicht! Kannst du dir eigentlich nicht ausdenken!

Es wird bei solchen Gedankenexperimenten entweder vorsätzlich oder aus 
blanker ahnungslosigkeit übersehen, dass es in erster Linie das Recht 
des Erblassers ist, darüber zu bestimmen, was mit seiner verbleibenden 
Lebensleistung passiert (in nicht das Recht eines vermeintlich 
gerechtigkeitsdusseligen Sozialisten).

Es wird ja gerne mal so eine grandiose Idee eingeworfen, das Erbe auf 
z.B 1 Mio zu deckeln und den Rest durch den Staat zu enteigen. Ich würde 
in so einem Fall lieber den Rest verbrennen als den Rest an diesen Staat 
abgeben zu wollen.

Senf D. schrieb:
> Was hat die finanzielle Situation schon großartig mit Intelligenz oder
> Fleiß zu tun? Insgesamt gesehen sehr wenig. Die dümmsten Bauern haben
> bekanntlich die dicksten Kartoffeln.

Intelligenz und Fleiß korrelliert mit finanziellem Erfolg und das sehr 
stark. Nur weil du ausnahemen wie Annalena Baerbock oder Ricarde Lang 
findest, ändert das nichts an der Tatsache.

Scheint bei dir eine echte Wissenslücke zu sein. Evtl. mal ein Buch vom 
Mihály Csíkszentmihályi lesen?

Wühlhase schrieb:
> Und im Bereich Bildung ist die staatliche "Leistung" einfach nur noch
> jämmerlich. Du würdest normalerweise sagen, daß man da dann halt privat
> vorsorgen muß.

Da haben sich die pseudoidealistischen Sozialisten selbst ins Bein 
geschossen: Inclusion und Noteninflation haben anstatt zu 
Chachengleichheit zum Gegenteil beigetragen.

René H. schrieb:
> Erben ist eine andere Form von Faulheit. Weshalb den Kindern Millionen
> vererben damit diese nicht arbeiten müssen.

Das ist mit der Alptraum der Sozialisten, dann würde ihr System 
zusammenbrechen.

Beitrag #7115510 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan S. (stefan_sch)


Lesenswert?

Wühlhase schrieb im Beitrag #
>
> ...letztendlich bleibe ich dabei: den Staat geht es nichts an, ob der
> eine Erbe 0€ und der andere 10M€ vom Start weg hat. Vom Start weg stimmt
> meistens schonmal sowieso nicht, die wenigsten verlieren ihre Eltern als
> Kind. Die meisten Erben sind, wenn es soweit ist, hoffentlich schon
> einige Zeit flügge.

Sehe ich anders!

Der Staat hat für Chancengleichheit zu sorgen.

Und das ist nicht der Fall, wenn eine Person große Summen erbt, während 
ein anderer gar nichts erbt. Letzterer kann noch so gut  in der Schule 
sein. Diesen unverschuldeten Nachteil kann er nie wett machen.

Ich würde jegliches Erbe über 100k mit 80 % besteuern, um die Bildung 
von Feudal-Dynastien zu verhindern.

: Bearbeitet durch User
von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Stefan S. schrieb:
> Ich würde jegliches Erbe über 100k mit 80 % besteuern, um die Bildung
> von Feudal-Dynastien zu verhindern.

Damit würdest du automatisch einen sozialistischen Staat mit all seinem 
Elend errichten.

Willst du auch, wie die Maoisten damlas alles Klavierspielern die Finger 
brechen, damit alle gleich gut Klavier spielen können?

von Stefan S. (stefan_sch)


Lesenswert?

Shorty schrieb im Beitrag #
> Damit würdest du automatisch einen sozialistischen Staat mit all seinem
> Elend errichten.
>
> Willst du auch, wie die Maoisten damlas alles Klavierspielern die Finger
> brechen, damit alle gleich gut Klavier spielen können?

Gar nix ist daran sozialistisch. Dein Eigentum gehört dir - solange du 
lebst.

von Shorty (Gast)


Lesenswert?

Stefan S. schrieb:
> Gar nix ist daran sozialistisch. Dein Eigentum gehört dir - solange du
> lebst.

Nö, dazu gehört auch, dass ich bestimmen darf, wer es bekommt, wenn ich 
ablebe. Was du forderst ist staatliche Leichenfledderei.

Und es ist sozialitisch, du scheinst nicht begriffen zu haben, wie der 
Sozialismus funktioniert, bzw. warum er nicht funktioniert.

Es wird immer wieder betont, wie wichtig es wäre aus der Geschichte zu 
lernen und dass manche Dinge nicht vergessen werden dürfen. Scheint für 
den DDR-Sozialismus nicht zu gelten?

von Stefan S. (stefan_sch)


Lesenswert?

Shorty schrieb:
> Stefan S. schrieb:
>> Gar nix ist daran sozialistisch. Dein Eigentum gehört dir - solange du
>> lebst.
>
> Nö, dazu gehört auch, dass ich bestimmen darf, wer es bekommt, wenn ich
> ablebe. Was du forderst ist staatliche Leichenfledderei.
>
> Und es ist sozialitisch, du scheinst nicht begriffen zu haben, wie der
> Sozialismus funktioniert, bzw. warum er nicht funktioniert.
>
> Es wird immer wieder betont, wie wichtig es wäre aus der Geschichte zu
> lernen und dass manche Dinge nicht vergessen werden dürfen. Scheint für
> den DDR-Sozialismus nicht zu gelten?

Ich kenne den Sozialismus besser als du.

Zuletzt las ich sogar den Bestseller von Kristian Niemietz zu dem Thema.

Du kannst natürlich zu Lebzeiten gerne bestimmen, wem du etwas gibst. 
Aber nicht nach deinem Tod.

Jeder der arbeitet muss Steuern zahlen. Wer Gewinne an der Börse 
erwirtschaftet, muss auch Steuern zahlen.

Und genau so muss das auch bei Erbschaften laufen.

Mit Sozialismus hat das gar nichts zu tun, weil Sozialismus 
kollektivistische Züge hat, in dem über das Individuum hinweg vom Staat 
Wirtschaft betrieben wird und Eigentum nach Belieben zu Lebzeiten 
entwendet wird.

Deshalb sind sozialistische Staaten immer gescheitert.

Du kannst über dein Eigentum gerne verfügen. Aber nicht mehr, wenn du 
tot bist.

: Bearbeitet durch User
Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.