Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kleber an Klebeschild erneuern


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von Hannes R. (Gast)


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Hallo,

oft sind unter solchen Schildern Schrauben versteckt, wie in diesem 
Fall. Der alte Kleber ist hinüber und ich möchte das Schild mit einem 
neuen Kleber beschichten. Weiß jemand, wie man vorgeht und welcher 
Werkstoff geeignet ist?

Werden solche Schilder erst geprägt und dann mit einem Klebstoff 
beschichtet, oder werden die Schilder aus mit Klebstoff beschichteten 
Alublechen gestanzt oder geprägt?

Hannes

von Gerald B. (gerald_b)


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Erstmal würde ich den alten Kleber anlösen, bzw. wahlweise ganz 
entfernen. Nimm einen Lappen und Waschbenzin. Mit etwas Glück reicht 
anlösen, damit es wieder richtig klebrig wird. Dann reicht das schon und 
du kannst das Schlild andrücken. Sollte zuviel Dreck auf der 
Klebeschicht haften, dann rubble den Kleber mit Waschbenzin ab. Aceton 
geht auch. Da das Schild aus Alu ist, brauchst du dir um das 
Lösungsmittel keine Sorgen machen. Bei Plastik muß man testen, ob das 
auch angelöst wird.
Wenn alles ab ist, würde ich gucken, was an Kleber da ist. So etwas, wie 
Schusterkleber, was elastisch bleibt, wäre ideal. Auch Silicon oder 
Sekundenkleber wird funktionieren.
Ich habe an einem ATX Netetzteil einen 50mm breiten Aufkleber nur 
Typenaufdruck, ebenfalls entfernen müssen, weil darunter Schrauben 
versteckt waren. Ich habe das Klebeband nach der Reparatur mit 
doppelseitigem Spiegelklebeband wieder angebracht. Das wäre auf Grund 
des Ausschnittes bei dir allerdings suboptimal.

von michael_ (Gast)


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Was hast du denn in Küche und Keller?
Davon machst du was drauf und drückst es an. Fertig!

von Hannes R. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Ich habe das Klebeband nach der Reparatur mit
> doppelseitigem Spiegelklebeband wieder angebracht.

Doppelseitiges Spiegelklebeband hätte ich da, baut aber zu dick.
Ich benötige die beiden Klebeseiten ohne den Schaum dazwischen.

Gerald B. schrieb:
> Auch Silicon oder Sekundenkleber wird funktionieren.

Sekundenkleber ist ein Unding, denn damit wäre eine weitere Reparatur 
unmöglich. Gesucht ist die Klebetechnik ab Hersteller.

michael_ schrieb:
> Was hast du denn in Küche und Keller?
> Davon machst du was drauf und drückst es an. Fertig!

So arbeitet der Pfuscher und Pfannenflicker!

von Udo S. (urschmitt)


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von Uwe B. (uwebre)


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Hannes R. schrieb:
> oft sind unter solchen Schildern Schrauben versteckt, wie in diesem
> Fall. Der alte Kleber ist hinüber und ich möchte das Schild mit einem
> neuen Kleber beschichten. Weiß jemand, wie man vorgeht und welcher
> Werkstoff geeignet ist?

3M™ Transfer-Klebeband 467MP
https://www.3mdeutschland.de/3M/de_DE/p/d/b40071696/

Kann man auch beim großen Bücherversandhaus in kleineren Mengen, z.B. 
als Bögen, kaufen.

Uwe

von Gerald B. (gerald_b)


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Hm, es gibt auch doppelseitiges Klebeband für Kühlkörper und 
Alukernplatinen. Wenn man sowas da hat, kann man das auch nehmen. Das 
ist recht dünn. Aber extra dafür bestellen, lohnt nicht.
Ich hab es gestern nur nicht vorgeschlagen, weil ich nicht voraussetzen 
kann, das jeder sowas mal eben rumliegen hat

von Hannes R. (Gast)


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Uwe B. schrieb:
> 3M™ Transfer-Klebeband 467MP

Wenn die Empfehlung gleich 2x kommt, muss der Tipp heiß sein :-)

Laut Datenblatt gibt es selbiges neben 0.05mm auch in 0.13mm.
Letzteres scheint mir für meine Anwendung besser geeignet.

Vielen Dank an Udo und Uwe.

von Wir nahmen früher nur (Gast)


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Eiweiß, drauf pinseln, andrücken, heiß machen, hält!

von M.M.M (Gast)


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Hannes R. schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> 3M™ Transfer-Klebeband 467MP
>
> Wenn die Empfehlung gleich 2x kommt, muss der Tipp heiß sein :-)

Rausgeworfene Kohle, da hätte es dann auch der von Dir als Unding 
titulierte Sekundenkleber getan.

von Oliver S. (oliverso)


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Hannes R. schrieb:
> So arbeitet der Pfuscher und Pfannenflicker!

Nun ja, so verbeult, wie das Schild auf dem Bild ist, sieht das eh 
völlig verpfuscht und pfannengeflickt aus. Die Frage, wie man das wieder 
plan bekommt, darfst du dann auch noch beantworten.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Der Schraubstock (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Hannes R. schrieb:
>> So arbeitet der Pfuscher und Pfannenflicker!
>
> Nun ja, so verbeult, wie das Schild auf dem Bild ist, sieht das eh
> völlig verpfuscht und pfannengeflickt aus. Die Frage, wie man das wieder
> plan bekommt, darfst du dann auch noch beantworten.
>
> Oliver

Das bekommt man im Schraubstock mit glatten Backen wieder glatt.

von Hannes R. (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Nun ja, so verbeult, wie das Schild auf dem Bild ist, sieht das eh
> völlig verpfuscht und pfannengeflickt aus.

> Die Frage, wie man das wieder
> plan bekommt, darfst du dann auch noch beantworten.

Ihr ahnungslosen Pfuscher und Pfannenflicker:
Das Schild ist geprägt und gehört genau so und nicht anders.

M.M.M schrieb:
> Rausgeworfene Kohle, da hätte es dann auch der von Dir als Unding
> titulierte Sekundenkleber getan.

Rausgeworfene Kohle ist die, die du für die Begleichung des Schadens 
abdrücken wirst, den du mit deinem Sekundenkleber angerichtet hast.

von michael_ (Gast)


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Komm mal runter!
Für so ein dusseliges Schild Geld auszugeben ist Schwachsinn.
Deshalb meine Frage, was im Haushalt vorhanden.

Eine Tube Kraftkleber sollte wohl vorhanden sein. Wäre erste Wahl ind 
wird im Gerätebau für solche Sachen genommen.
Oder Alleskleber der schnell abbindet.
Weiter mit irgendwelchen Farben, Lacken usw.

Was hast du gegen Sekundenkleber?
Das Zeug mag keine Wärme und Feuchtigkeit.

von M.M.M (Gast)


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Hannes R. schrieb:
> M.M.M schrieb:
>> Rausgeworfene Kohle, da hätte es dann auch der von Dir als Unding
>> titulierte Sekundenkleber getan.
>
> Rausgeworfene Kohle ist die, die du für die Begleichung des Schadens
> abdrücken wirst, den du mit deinem Sekundenkleber angerichtet hast.

Meinst Du? Na, dann wirst Du Dich aber wundern, wenn Du das Klebeband 
aus dem "heißen Tipp" verwendest und das Schild mal wieder entfernen 
willst.

Wenn's für den Hausgebrauch ist, nehme ich gerne doppelseitiges 
Klebeband aus dem Schreibwarenladen, im Zweifel halt mehrere Lagen 
übereinander.

Der übliche Haushaltssekundenkleber gibt übrigens bei relativ niedrigen 
Temperaturen (UHU nennt 80°C) auf. Man kann damit geklebte Dinge unter 
Einwirkung von Hitze bei Temperaturen entfernen, über die o.g. Klebeband 
herzlich lacht.

von michael_ (Gast)


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M.M.M schrieb:
> Meinst Du? Na, dann wirst Du Dich aber wundern, wenn Du das Klebeband
> aus dem "heißen Tipp" verwendest und das Schild mal wieder entfernen
> willst.

Dann wird man verfluchen, sowas genommen zu haben.
Ich denke da an die Demontage von HD o.ä.
Oder schon bei Wechsel von Akku im Handy.

Nicht zu vergleichen mit Billigmaterial aus dem Schreibwarenladen.

von Uwe B. (uwebre)


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michael_ schrieb:
> M.M.M schrieb:
>> Meinst Du? Na, dann wirst Du Dich aber wundern, wenn Du das Klebeband
>> aus dem "heißen Tipp" verwendest und das Schild mal wieder entfernen
>> willst.
>
> Dann wird man verfluchen, sowas genommen zu haben.
> Ich denke da an die Demontage von HD o.ä.
> Oder schon bei Wechsel von Akku im Handy.

Ach Gott. Das 3M-Klebeband ist genau das Produkt mit dem solche Schilder 
befestigt werden, dafür wurde es entwickelt. Z.B. ist das bei uns 
verwendete Graviermaterial (PLY2) vom Lieferanten damit beklebt. (468MP) 
Man bekommt die Schilder durchaus (mechanisch) wieder entfernt.

> Nicht zu vergleichen mit Billigmaterial aus dem Schreibwarenladen.

Du hast verglichen?

Uwe

von M.M.M (Gast)


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Uwe B. schrieb:
> Ach Gott. Das 3M-Klebeband ist genau das Produkt mit dem solche Schilder
> befestigt werden, dafür wurde es entwickelt. Z.B. ist das bei uns
> verwendete Graviermaterial (PLY2) vom Lieferanten damit beklebt. (468MP)

Ja, zum Kleben ist das gedacht und zwar so, das nix abfällt. Um mal mit 
etwas zu vergleichen, was jeder kennt: Es klebt deutlich besser als 
Teppichklebeband und läßt sich schlechter als dieses entfernen.

Es gibt Möglichkeiten, solch ein kleines Schild hinreichend fest zu 
verkleben und es dabei leicht entfernbar zu machen.

> Man bekommt die Schilder durchaus (mechanisch) wieder entfernt.

Irgendwie läßt sich alles entfernen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Ich hatte im Frühjahr ein ähnliches Problem, siehe diesen Thread und die 
Tipps dazu:
Beitrag "Kleber (nicht härtend) für Abdeckkappen"

Abdeckplättchen aus Kunststoff, unter denen sich Schrauben befanden, 
sollten wieder aufgeklebt werden. Bedingung: Die Plättchen sollten 
jederzeit wieder entfernbar sein.

Hier kam sofort der zielführende Hinweis "Transferklebeband 
(trägerlos)".

Ich habe mich für den Transferkleber 3M 468MP entschieden. Den gibt's 
neben Rollen in verschiedenen Breiten auch als Blatt zu kaufen, z.B. 250 
mm x 150 mm, mit Abziehfolien auf beiden Seiten. Damit ist das 
Zuschneiden idiotensicher.

Mal nach 3M 468P googeln.

von Uwe B. (uwebre)


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Rainer Z. schrieb:
> Ich habe mich für den Transferkleber 3M 468MP entschieden.

Das kann nicht funktioniert haben. Laut unseren Klebespezialisten 
"M.M.M" und "michael_" ist das 3M Transferklebeband auf keinen Fall 
geeignet weil es dermaßen teuflisch klebt und man den Bapper nur wieder 
abbekommt wenn man das beklebte Gerät auf mindesten 200°C feuert. Bei 
Verwendung von Cyanacrylat jedoch reichen schon 80°...
Auch würden mehrere Lagen dickes Teppichklebeband besser halten, je mehr 
Lagen desdo halt %-(

Uwe

von M.M.M (Gast)


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Uwe B. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Ich habe mich für den Transferkleber 3M 468MP entschieden.
>
> Das kann nicht funktioniert haben. Laut unseren Klebespezialisten
> "M.M.M" und "michael_" ist das 3M Transferklebeband auf keinen Fall
> geeignet weil es dermaßen teuflisch klebt und man den Bapper nur wieder
> abbekommt wenn man das beklebte Gerät auf mindesten 200°C feuert.

Du schreibst Unsinn. In Thread von Rainer Z. ging es um Füße von Mäusen 
und Abdeckkappen von Schrauben am Laptops, also von Flächen, die man 
eher in mm² als in cm² zählt. Du wirst aber sicher Deine oben abgegebene 
Behauptung anhand eines Zitats aus Rainers Thread belegen können.

> Auch würden mehrere Lagen dickes Teppichklebeband besser halten, je mehr
> Lagen desdo halt %-(

Was soll das? Fällt Dir nix mehr besseres ein, als anderen Leuten 
Behauptungen in den Mund zu legen, die nie gefallen sind. Du möchtest 
bitte zitieren, an welcher Stelle diese Aussage gefallen ist!

von Uwe B. (uwebre)


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M.M.M schrieb:

> Du schreibst Unsinn.

Nein M.M.M, ich schreibe keinen Unsinn. Ich habe den 3M Transferkleber 
quadrahtmeterweise nebenan in der Werkstatt, auf PLY2 Graviermaterial. 
Ich kenne die Verarbeitung und die Eigenschaften.
Ich habe nicht den Eindruck daß du diese Transferklebebänder kennst.

Man kann die verklebten Schilder ablösen indem man eine Messerklinge 
unterschiebt und langsam aber gleichmäßig abhebelt bzw. abzieht. Der 
Acrylatkleber härtet nicht aus, man kann ihnn vom Schild oder dem 
beklebten Gerät sauber abrubbeln.

> Du wirst aber sicher Deine oben abgegebene
> Behauptung anhand eines Zitats aus Rainers Thread belegen können.

Ich brauche keine Zitate, ich weiß worüber ich schreibe. Du auch?

>> Auch würden mehrere Lagen dickes Teppichklebeband besser halten, je mehr
>> Lagen desdo halt %-(
>
> Was soll das? Fällt Dir nix mehr besseres ein, als anderen Leuten
> Behauptungen in den Mund zu legen, die nie gefallen sind. Du möchtest
> bitte zitieren, an welcher Stelle diese Aussage gefallen ist!

Bitteschön, wie angeordnet: M.M.M am 05.07.2022 23:26 in diesem Thread.
Wobei ich davon ausgehe daß dieses Produkt gemeint ist welches 
üblicherweise in Baumärkten und im Büroartikelhandel angeboten wird:
https://www.tesa.com/de-de/buero-und-zuhause/tesa-doppelseitiges-klebeband-universal.html
Das Band ist übelster "Schmierkram", Klebereste lassen sich nur mit 
Lösemitteln entfernen. Der Maler meinte mal damit hier Scheuerleisten 
ankleben zu müssen :-(

Uwe

von Rudi Ratlos (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Ich habe mich für den Transferkleber 3M 468MP entschieden.

Teurer Spaß. Es reicht auch ein Aldi-Teppichklebeband

Normalerweise fühlt man mit dem Finger(-nagel), ob sich unterhalb eine 
Schraube befindet, sofern man den Deckel nicht abbekommt, dann schneidet 
man mit dem Stanley ein kreisrundes Loch - und hat nie wieder Probleme.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Rudi Ratlos schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Ich habe mich für den Transferkleber 3M 468MP entschieden.
>
> Teurer Spaß. Es reicht auch ein Aldi-Teppichklebeband

Stimmt, kleine Menge mit Porto war nicht billig.

> Normalerweise fühlt man mit dem Finger(-nagel), ob sich unterhalb eine
> Schraube befindet, sofern man den Deckel nicht abbekommt, dann schneidet
> man mit dem Stanley ein kreisrundes Loch - und hat nie wieder Probleme.

Wie bist Du denn drauf? An manchen Stellen mag es nicht stören, aber 
gewöhnlich haben Abdeckkappen oder das Aluschild vom TO die Funktion, 
Schrauben aus optischen/ästhetischen Gründen zu verbergen.

Aus diesen Gründen habe ich auch kein Teppichband genommen. Beim 
Notebook hätten die Kappen dann vermutlich übergestanden, weil das 
Teppichband dicker ist.

Ich habe heute Morgen die Probe aufs Exempel gemacht, nämlich aus einer 
PP-Verpackung zwei glatte Teile ausgeschnitten und sie mit einem 20 x 30 
mm großen Streifen des Transferklebers 3M 468MP zusammengeklebt. Der 
Kleber hält gut! Trotzdem lässt er sich wieder lösen und auch sauber 
"abrubbeln", wie es Uwe gesagt hat. Er hat also für diesen Zweck die 
idealen Eigenschaften.

Ich habe die PP-Teile dann aus kindischer Neugier nochmal für einen 
Langzeittest zusammengeklebt und werde in einigen Tagen berichten. Weil 
der Kleber nicht aushärtet, dürfte das Ergebnis gleich sein.

von Hannes R. (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Wie bist Du denn drauf?

Bei den hier anwesenden Halbprofis wundert mich schon lange nichts mehr.

> An manchen Stellen mag es nicht stören, aber
> gewöhnlich haben Abdeckkappen oder das Aluschild vom TO die Funktion,
> Schrauben aus optischen/ästhetischen Gründen zu verbergen.

So ist es. Wobei ich absolut kein Freund von der Schraubenversteckerei 
bin, weil sie einer sach- und fachgerechten Reparatur im Wege steht.

> Rudi Ratlos schrieb:
>> Normalerweise fühlt man mit dem Finger(-nagel), ob sich unterhalb eine
>> Schraube befindet

Bei dem geprägten Aluschild merkst du mit dem Fingernagel gar nichts. 
Wenn - wie heute üblich (und vom dümmlichen Kunden akzeptiert) - kein 
Werkstatthandbuch mit den entsprechenden Explosionszeichnungen verfügbar 
ist, kommst du nicht dahinter.

>> dann schneidet man mit dem Stanley ein kreisrundes Loch - und hat
>> nie wieder Probleme.

Machst du das bei deinem neuwertigen Auto auch so? Schneidest mal eben 
mit deinem "Stanley" (was immer das ist) ein kreisrundes Loch in die 
Karosserie, um "nie wieder Probleme" zu haben.

Beim Wiederverkauf kannst du dich dann über einen 5-stelligen 
Wertverfall freuen. Und genau das wollen solche Leute dann meist nicht 
akzeptieren, kann man bei Ebay bei nahezu jedem Gebrauchtkauf erleben.

von michael_ (Gast)


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Hannes R. schrieb:
> Machst du das bei deinem neuwertigen Auto auch so?

Dein Gerät ist doch sicher 50 Jahre alt.
Du willst doch sicher nicht einem Nachbesitzer ein ungeöffnetes Gerät 
vorgaukeln?
Obwohl du drin rum gemurkst hast.

Beitrag #7122315 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jesus (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> übergestanden, weil das
> Teppichband dicker ist.

Der Länge nach halbieren geht über den Jordan nicht? Klopp und gut! 
Teppichband gibts auch in dünn, z.B. auf jeder Etikettenrückseite.

Gewußt wo und wie erspart das Rubbeln der Katz.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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michael_ schrieb:
> Du willst doch sicher nicht einem Nachbesitzer ein ungeöffnetes Gerät
> vorgaukeln?
> Obwohl du drin rum gemurkst hast.

Ums Vorgaukeln geht es gar nicht. Ich z.B. lege bei antiken Röhrenradios 
selber Wert auf einen guten Zustand, auch optisch.

Beim Notebook oder der Maus ist es nicht wesentlich, trotzdem erhalte 
ich auch diese Geräte gerne im Originalzustand. Wenn ich in der Lage 
war, das Gerät zu reparieren, kommt es auf die wenigen Euros für einen 
passenden Kleber nicht mehr an. Schließlich soll der Kleber nicht nur 
halten, sondern auch weitere Reparaturen zulassen.

Die Metallblende vom TO prägt mit Sicherheit das optische 
Erscheinungsbild. Seine Frage im Forum war berechtigt. Auch mir wurde so 
vor Kurzem geholfen.

Hannes R. schrieb:
> Wobei ich absolut kein Freund von der Schraubenversteckerei
> bin, weil sie einer sach- und fachgerechten Reparatur im Wege steht.

Ich auch nicht, im Gegenteil. Bei der Maus z.B. waren die Schrauben 
hinter den Gleitflächen nur zu erahnen und nix wäre zu spüren gewesen, 
wie es Rudi Ratlos meint.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Jesus schrieb:
> Teppichband gibts auch in dünn

Trotzdem ist auch Teppichband nicht kostenlos. Ich hatte jedenfalls 
keines im Haus.

Beitrag #7122330 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jan-Thomas (Gast)


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michael_ schrieb:
> Was hast du denn in Küche und Keller?
> Davon machst du was drauf und drückst es an. Fertig!

Die einzig sinnvolle Antwort im ganzen Thread. Mein Gott, in was für 
einer Welt leben wir heutzutage. Jede Mücke wird auf Elefantengröße 
aufgeblasen. Jede Kleinigkeit stundenlang diskutiert. Kein Wunder das 
die Menschheit nicht vorankommt.

von Rudi Ratlos (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> gewöhnlich haben Abdeckkappen oder das Aluschild vom TO die Funktion,
> Schrauben aus optischen/ästhetischen Gründen zu verbergen.

Das hat "gewöhnlich" nur 1 Grund: Das Reparatur-Öffnen des Gerätes zu 
erschweren oder zu verhindern..  ebenso wie 'Spezialschrauben'.



Hannes R. schrieb:
> Schraubenversteckerei
> weil sie einer sach- und fachgerechten Reparatur im Wege steht.
Darum schneide ich sofort ein Loch rein, auch weil oft gar keine 
Schraube drunter ist, sondern nur Übrigbleibsel vom Spritzguß. Hat man 
ein Gerät einmal repariert, dauerts nicht lang und es ist schon wieder 
was hin.

Ich tausche Spezialschrauben auch häufig gegen normale Kreuzschlitz. Da 
brauchst aber eine große Sammlung davon, wegen des Gewindes.


> Bei dem geprägten Aluschild
ist eben ein Spezialfall. Aber es geht ja auch ums "Allgemeine".


> Machst du das bei deinem neuwertigen Auto auch so? Schneidest mal eben
> mit deinem "Stanley" (was immer das ist) ein kreisrundes Loch in die
> Karosserie, um "nie wieder Probleme" zu haben.
Welcher Wertverfall ?
Ich repariere Dinge: jahrzehntelang, und zwar solange, bis sie für immer 
funktionieren.  Meinen A4-Tech-Trackball da repariere ich seit 15 
Jahren, jetzt habe ich ihn endlich 'endrepariert' . Hat leider eine 
(äußerst komplexe) 5-Punkt-Auflage , dabei gehts um 1/100mm sonst läuft 
die Kugel nicht richtig. Ich hab aber noch 3 gleiche in OVP. Hätte ich 
die genommen, statt reparieren, hätte ich seit 10 Jahren gar keinen 
Trackball mehr .

Gestern und heute habe ich am Fahrrad gewerkelt, ist heuer 29 Jahre alt 
geworden. Noch -fast alles- Originalteile, das Tretlager war hin. Für 
dieses Rad (wie Trackball u.a.) gibt es keinen Ersatz. Hab am Dachboden 
fünf Rennräder in OVP stehen, auch noch 7 Hauswasserwerke, usw.

REPARIEREN? ?MACHT SPASS !

von michael_ (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Du willst doch sicher nicht einem Nachbesitzer ein ungeöffnetes Gerät
>> vorgaukeln?
>> Obwohl du drin rum gemurkst hast.
>
> Ums Vorgaukeln geht es gar nicht. Ich z.B. lege bei antiken Röhrenradios
> selber Wert auf einen guten Zustand, auch optisch.

Von Löcher bohren habe ich nicht gesprochen.
In der Röhrenzeit gab es das nicht.
Höchstens die Kennzeichnung mit einem spröden Lack oder Siegellack für 
Schrauben.
Erst in der Neuzeit wurde es benutzt, um unbefugtes Öffnen wegen 
Garantie zu dokumentieren.
Für privat mach ich auch Löcher durch oder ziehe die Schilder ab und 
klebe sie daneben.
Deshalb wundert mich die Akribie des TO, dass es wie fabrikneu aussehen 
soll.

Rainer Z. schrieb:
> Ich habe mich für den Transferkleber 3M 468MP entschieden.

In der Beschreibung steht, sehr hohe Scherfestigkeit.
Übersetzt, man kriegt es so gut wie nicht mehr ab.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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michael_ schrieb:
> Von Löcher bohren habe ich nicht gesprochen.

Korrekt, das warst Du nicht, sondern Rudi Ratlos. Anderes habe ich aber 
auch nicht behauptet.

> In der Beschreibung steht, sehr hohe Scherfestigkeit.
> Übersetzt, man kriegt es so gut wie nicht mehr ab.

Ist nicht der Fall. Bei den geklebten Gleitflächen meiner Maus bedeutet 
das, dass sie beim Schrubben auf dem Maus-Pad sich nicht verschieben. 
Das ist Scherfestigkeit. Trotzdem bekommt man die geklebten Teile 
wieder gut ab, wenn man sie mit einer Messespitze unterhebt.

Der Transferkleber 3M 468MP ist für solche Zwecke wirklich gut.

von Manfred (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
>> In der Beschreibung steht, sehr hohe Scherfestigkeit.
>> Übersetzt, man kriegt es so gut wie nicht mehr ab.
>
> Ist nicht der Fall. Bei den geklebten Gleitflächen meiner Maus bedeutet
> das, dass sie beim Schrubben auf dem Maus-Pad sich nicht verschieben.
> Das ist Scherfestigkeit.

Scherbelastung ist eigentlich der Feind jeglicher Klebeverbindung. Aber 
ja, 3M kann das recht gut, während Beiersdorf schon von Haus aus 
wandert.

Was die typische Maus angeht, deren Füße sitzen in einer Vertiefung oder 
einem Rahmen, der die Scherkraft auffangen soll. Die Verklebung ist 
problematisch, die Füße sollen extrem glatt gut gleiten, was einer 
Verklebung zuwider ist.

> Trotzdem bekommt man die geklebten Teile
> wieder gut ab, wenn man sie mit einer Messespitze unterhebt.

So ist das.

> Der Transferkleber 3M 468MP ist für solche Zwecke wirklich gut.

Das ist ein Industrieprodukt, was nur wenige Leute kennen und sich 
dessen Eigenschaften nicht vorstellen können.

Leider hat es 3M nicht nötig, seine Kleberollen sauber zu kennzeichnen. 
Ich habe Transferfolie als 250mm Rolle da, damit wurden früher z.B. 
dünne Alufrontplatten an 19"-Einschübe geklebt, dürfte das genannte Zeug 
sein.

Ich habe auch noch andere 3M-Klebebänder da, das ist eine andere Liga 
als der typische Baumarktkram.

von michael_ (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> dass sie beim Schrubben auf dem Maus-Pad sich nicht verschieben.
> Das ist Scherfestigkeit.

Nein.

Trotzdem bekommt man die geklebten Teile
> wieder gut ab, wenn man sie mit einer Messespitze unterhebt.

Das ist die Scherfestigkeit.
Deine Pad auf der Maus kann man nicht verallgemeinern.
Das Problem ist das Teflon oder Silikon.

Nur zum Spaß kaufe ich mir das 3M nicht. Kann es leider nicht testen.
Habe eine andere Rolle. Auch für Gardinenhaken, die da besser haften als 
mit den Schaumdingern.

Übrigens gibt es in der Netto-Werbung gerade doppelseitiges dünnes 
Klebeband.
Zum wiederablösen.

von Manfred (Gast)


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michael_ schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> dass sie beim Schrubben auf dem Maus-Pad sich nicht verschieben.
>> Das ist Scherfestigkeit.
>
> Nein.

Doch!

> Trotzdem bekommt man die geklebten Teile
>> wieder gut ab, wenn man sie mit einer Messespitze unterhebt.
> Das ist die Scherfestigkeit.

Nein!

Lass' es, Du stellst schon wieder Deine absolute Ahnungslosigkeit zur 
Schau.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Manfred schrieb:
> Was die typische Maus angeht, deren Füße sitzen in einer Vertiefung oder
> einem Rahmen, der die Scherkraft auffangen soll.

Manfred hat Recht. Diesen Rahmen für die Gleit-Pads gibt es bei meiner 
reparierten Maus ebenfalls.

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