Hi,
ich betreibe einen Nema17 Stepper mit einem TMC2209 Treiber über einen
ESP8266.
Ich komme mit meiner 12V Versorgung nicht über eine Drehzahl von ca. 1
bis 1,5 1/s. Das entspricht etwa 200 bis 300 Steps pro Sekunde
heruntergerecht auf Vollschritte. Je nach Microstep Einstellungen bin
ich mal bisschen schneller oder langsamer, aber eine signifikante
Veränderung kann ich nicht beobachten.
Auch macht es scheinbar keinen Unterschied ob ich ihn langsam oder
schnell oder gar nicht beschleunige.
Bin ich hier mit der Spannung am Limit und muss auf 24V gehen? Wenn ich
meinem 3D Drucker so zuschaue geht da noch einiges...
Jobst M. schrieb:> Du hast den einen Nema 17 den es gibt!?
Ja, einen von stepperonline oder so. Habe leider nichts genaues dazu...
> Hast Du eine Masse auf der Welle?
Nicht viel, eine 3D gedruckte Riemenscheibe.
Olaf schrieb:> Kuckst du hier:
kuck ich, danke
Olaf schrieb:> http://www.goetz-automation.de/Schrittmotor/Resonanzen.htm
Wenn das mein problem wäre, dann müsste ich doch bei unterschiedlichen
Microstep Einstellungen andere Resonanzfrequenzen treffen oder?
Habe oft gelesen, dass schon Hand auf die Welle auflegen helfen soll.
Selbst im eingebauten Zustand ähnlich wie bei einem 3D Drucker in der x
oder y Achse wird er nicht schneller. Ich brauche kein high end, aber
auch keine Schnecke.
Kann ich ihn falsch anschließen, dass er eigentlich normal läuft, nur
eben viel langsamer als erwartet? Kraft hat er ja eigentlich...
Tobias schrieb:> ich betreibe einen Nema17 Stepper mit einem TMC2209 Treiber über einen> ESP8266.>> Ich komme mit meiner 12V Versorgung nicht über eine Drehzahl von ca. 1> bis 1,5 1/s
Es kommt nicht auf den absoluten Wert der Spannung an, sondern wie hoch
die Versorgungsspannung im Verhältnis zur Nennspannung des Motors ist.
Außerdem kommt es natürlich auf den Strom drauf an, den du durch die
Motorwicklungen schickst.
Tobias schrieb:> Bin ich hier mit der Spannung am Limit und muss auf 24V gehen? Wenn ich> meinem 3D Drucker so zuschaue geht da noch einiges...
Oder noch viel höhere Spannungen.
Die Induktivität der Wicklungen und die Gegen-EMK des drehenden Motors
sorgen ja dafür, dass mit zunehmender Geschwindigkeit der Strom und
damit das Drehmoment sinkt.
Um eine Idee von der benötigten Spannung zu bekommen kannst du den Motor
ja mal mit einem Akkuschrauber oder einer Bohrmaschine antreiben und die
dabei erzeugte Wechselspannung messen.
Bedenke, dass du dabei eine Effektivspannung angezeigt bekommst, und die
Treiberschaltung mindestens den 3-fachen Spitze-Spitze-Wert liefern
müsste.
Tobias schrieb:> Der Motor kommt mir unheimlich langsam vor,
Ja nun, wenn man sich wundert, hilft ein Blick ins Datenblstt, da steht
die erwartbare Geschwindigkeit bei optimaler Dämpfung mit drin als
Diagramm, und eine Menge weiteres wissenswerte:
https://www.orientalmotor.com/products/pdfs/2012-2013/A/usa_st_pk_motor_only.pdfTobias schrieb:> einen von stepperonline oder so. Habe leider nichts genaues dazu...
Tja nun, dem billigsten undokumentierten Schrott kaufen und sich dann
wundern dass er die Ansprüche nicht erfüllt ist - logisch.
Falls der Motor 12V Strangspannung hat, wird er an 12V nicht schnell
sein, und eine Stromregelung für Mikroschritt ist auch nicht drin.
Treiber <=> Motor
A2 <=> A+
A1 <=> A-
B1 <=> B+
B2 <=> B-
Falls die Formatierung nicht nur bei mir bescheiden geworden ist.
Ach ja, die Referenzspannung habe ich auf 2.5V was etwa 1.77A Motorstrom
entspricht, laut deren Online Rechner. Mein Netzteil ist mit 2A
angegeben.
Tobias schrieb:> Das ist mein Motor, hab ihn endlich gefunden
Oh, wie die Erinnerunge wieder kommt.
Der sollte sich bei 1000 Schritten pro Sekunde sehr wohl fühlen
https://www.oyostepper.com/images/upload/File/17HS19-2004S1_Torque_Curve.pdf
allerdings ist die Kurve mit 24V am Schrittmotortreiber aufgenommen
worden. Bei 12V schafft er halt nicht mehr 4800, sondern vielleicht nur
3000 Impulse bevor das Drehmoment einbricht. Der Motor selbst hat
2.8Vrms Spulenspannung und bringt bei 2Arms volles Drehmoment, man
stellt den Mikroschrittreiber also auf 2.8A. Wenn er die nicht bringt,
sinkt das Drehmoment entsprechend. Deine Platine bringt die 2.8A
angeblich gerade eben - ich befürchte aber sie überhitzt bei der
Einstellung denn das sind Phantasiewerte.
MaWin schrieb:> 1000 Schritten pro Sekunde sehr wohl fühlen
Das wäre ja schon min. das doppelte bis 10-fache. Und auch bei 12V noch
ein vielfaches meiner Geschwindigkeit.
Aber habe ich deiner/eurer Meinung nach die Motorwicklungen richtig
verkabelt?
Als Library verwende ich
https://github.com/janelia-arduino/TMC2209/blob/main/src/TMC2209.cpp und
AccelStepper.
Einen Programmfehler schließe ich eigentlich aus...
Tobias schrieb:> Hat noch jemand eine Idee woran es liegen könnte, dass der Motor nur> sehr gemächlich dreht?
Du hast bereits vernünftige Antworten bekommen. Wenn sie dir nicht
gefallen, dann werfe den ganzen Kram in den Müll und mache was anderes.
Man kann Fehler nicht weg diskutieren.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Man kann Fehler nicht weg diskutieren.
Den möchte ich ja finden.
Die Verkabelung sollte passen, hat bisher leider niemand bestätigen
wollen.
Die Datenblätter sagen, dass er schneller drehen müsste. MaWins
Erfahrung mit /Skalierung auf 12V lässt auch schnellere Drehzahl
vermuten.
Wie gesagt, ich mache hier kein high end, aber irgendwas kommt mir
spanisch vor.
Tobias schrieb:> Die Verkabelung sollte passen, hat bisher leider niemand bestätigen> wollen.
Der Motor würde sich bei falscher Verkabelung gar nicht drehen oder
falsch herum, was ja erst mal nicht dein Problem ist.
Tobias schrieb:> Die Datenblätter sagen, dass er schneller drehen müsste.
Dafür brauchst du wie gesagt mehr Spannung. Es ist üblich, den Treiber
mit erheblich mehr als der Nennspannungs des Motors zu betrieben. Die
Nennspannung bezieht sich auf den Stillstand mit DC.
Beim Drehen werden die Spulen aber mit Wechselspannung angesteuert, so
dass ihre Induktivität eine Rolle Spielt. Bei jedem Polungswechsel
steigt der Strom nur langsam an. Noch bevor er das zulässige Maximum
erreicht hat, willst du schon den nächsten Schritt machen. Also erhöht
man die Spannung, damit der Strom schneller den maximalen Wert erreicht.
Nur so kann man die höheren Drehzahlen überhaupt erreichen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Der Motor würde sich bei falscher Verkabelung gar nicht drehen oder> falsch herum, was ja erst mal nicht dein Problem ist.
Ich hatte mal einen Stepper aus einem Tintenstrahldrucker und bei
falschem Anschluss hat der sich auch gedreht, aber eben nur schwächer,
daher meine Vermutung. Aber du hast recht, dafür hat er doch einiges an
Drehmoment und Drehzahl.
Jobst M. schrieb:> Foto vom Aufbau
Wenn ich zuhause bin gerne
> Hast Du ein Scope
Analog Discovery 2 von digilent
m.n. schrieb:> überhaupt Rampen
Ja, aber:
Tobias schrieb:> Auch macht es scheinbar keinen Unterschied ob ich ihn langsam oder> schnell oder gar nicht beschleunige.Stefan ⛄ F. schrieb:> Dafür brauchst du wie gesagt mehr Spannung
Dann mach ich mich mal parallel auf die Suche nach einem 24V Netzteil
oder bestelle eins.
Tobias schrieb:> Dann mach ich mich mal parallel auf die Suche nach einem 24V Netzteil> oder bestelle eins.
Meines Erachtens müßte er auch mit 12 V schon schneller drehen können.
Sofern der Motor ohne Last betrieben wird, reduziere mal den Phasenstrom
auf 0,5 A.
Jobst M. schrieb:> Foto vom Aufbau
Hier mal Fotos, die Platine habe ich mit Heißkleber fixiert, auf Wunsch
kann ich sie aber auch rausnehmen.
Thomas schrieb:> Laptop Netzteil
Leider nur noch mit USB C.
m.n. schrieb:> Phasenstrom auf 0,5 A
Das entspricht einer Referenzspannung von 0,7V, habe ich eingestellt,
leider keine Änderungen im Verhalten.
Tobias schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Dafür brauchst du wie gesagt mehr Spannung
Bei dem Motor steht etwas von 2.0A und 1.4Ω, was dann auf eine
Nennspannung von 2.8V hinauslaufen würde. Dafür sollten 12V genug sein.
Tobias schrieb:> https://www.amazon.de/gp/aw/d/B00PNEQKC0> Das ist mein Motor, hab ihn endlich gefunden.
Tobias schrieb:> Dann mach ich mich mal parallel auf die Suche nach einem 24V Netzteil> oder bestelle eins.
Du musst natürlich darauf achten, das bei stehenden Motor keine
24V an den Wicklungen liegen dürfen.
Harald W. schrieb:> stehenden Motor keine> 24V
Heißt im Stillstand enable Signal wegnehmen, oder senkt CoolStep beteits
die Spannung? Ich wüsste nur vom Strom...
Tobias schrieb:> Heißt im Stillstand enable Signal wegnehmen,
Nein, heisst einen Treiber mit Stromregelung nehmen (und auf max. 2.8A
einstellen), wie du ihn hast, was Harald nur nicht begriffen hat.
Harald W. schrieb:> Du musst natürlich darauf achten, das bei stehenden Motor keine> 24V an den Wicklungen liegen dürfen.
einfach eine Konstantstromquelle wählen (max24V) mit 2A und an der
Stromgrenze hoch beschleunigen!
Joachim B. schrieb:>> Du musst natürlich darauf achten, das bei stehenden Motor keine>> 24V an den Wicklungen liegen dürfen.>> einfach eine Konstantstromquelle wählen (max24V) mit 2A und an der> Stromgrenze hoch beschleunigen!
Der vom TE verwendete Treiber TMC2209 enthält wohl bereits eine
Strombegrenzung. Ich habe es versäumt, vor meiner Antwort das
Datenblatt des ICs durchzulesen.
Tobias schrieb:> Hat noch jemand eine Idee woran es liegen könnte, dass der Motor nur> sehr gemächlich dreht?>> Sind die FYSETC Dinger vielleicht keine originalen TMC?
Der TMC2209 ist immer der Gleiche. Nur die Beschaltung nicht. Da mußt
erst auf der TMC-Platine herumlöten, wenn du da was einstellen willst.
Theorie: Beitrag "Re: Industrielle [3D-Drucker] Bastelgrundlagen"
Praxis : Beitrag "Re: Industrielle [3D-Drucker] Bastelgrundlagen"
Will heißen, je nach TMC2209-Chip -Anbieter (hier Bigtreetech) kannst da
'böse Überraschungen' erleben. Das (sockelbasiert) ist rein
Hardware-codiert.
Wolfgang schrieb:> Bei dem Motor steht etwas von 2.0A und 1.4Ω, was dann auf eine> Nennspannung von 2.8V hinauslaufen würde. Dafür sollten 12V genug sein.
Den Motor könntest auch auf 60V hochdrehen, wenn du die Geschwindigkeit
brauchst. Und für 60V das passende Netzteil mit Board hättest. Wie das
genau funktioniert, hab ich nicht mehr rausgefunden, weil es mich nicht
mehr interessiert hat, aber der Strom ist UNABHÄNGIG von der Spannung.
Und die "V-Ref" beim Stepperdriver regelt bloß die Strombegrenzung
(siehe Formel). Also die Kraft des Motors, nicht dessen Geschwindigkeit.
Ja... eh klar. (?)
Joachim B. schrieb:> einfach eine Konstantstromquelle wählen (max24V) mit 2A und an der> Stromgrenze hoch beschleunigen!
Das
Wäre also sehr schön, wenn es so einfach wäre !
Joachim B. schrieb:> als ich einen universal Schrittmotor Treiber baute
Das sind aber Schrittmotortreiber.
Ich muß dir ehrlich sagen, nach meinen Recherchen würde ich nicht ums
Verrecken mehr 'irgendeinen Strom' an einen Steppermotor anschließen.
Und was diese 3D-Drucker-Boards anbelangt: Typ. Chinesendreck.
Haltlose Behauptungen ohne Ende .
Als ob es ausreichend wäre? irgendeinen 'Chip' irgendwo draufzulöten.
Harald W. schrieb:> Du musst natürlich darauf achten, das bei stehenden Motor keine> 24V an den Wicklungen liegen dürfen.
Ich fürchte, du hast den TMC2209 nicht verstanden. Die Betriebsspannung
darf bis zu 29V betragen und der Strom durch die Motorwicklungen wird
vom IC geregelt. Der Stromregler mit der H-Brücke sorgt dafür, das die
24V immer nur kurz anliegen. Bei einer Motornennspannung von 2.8V ist es
bei stehendem Motor ziemlich egal, ob der mit 12V oder mit 24V betrieben
wird.
Rudi Ratlos schrieb:> Und die "V-Ref" beim Stepperdriver regelt bloß die Strombegrenzung> (siehe Formel). Also die Kraft des Motors, nicht dessen Geschwindigkeit.> Ja... eh klar. (?)
Die Geschwindigkeit beim Schrittmotor wird durch die Schrittfrequenz von
außen vorgegeben. Mit Strömen und Spannungen hat das nichts zu tun,
solange der Lastwinkel den kritischen Wert nicht überschreitet.
Harald W. schrieb:> Der vom TE verwendete Treiber TMC2209 enthält wohl bereits eine> Strombegrenzung. Ich habe es versäumt, vor meiner Antwort das> Datenblatt des ICs durchzulesen.
Nach vermutlich 30 Jahren Abstinenz solltest Du Dich mal wieder mit
aktuellen Schrittmotortreibern befassen.
Tobias schrieb:> Ich komme mit meiner 12V Versorgung nicht über eine Drehzahl von ca. 1> bis 1,5 1/s. Das entspricht etwa 200 bis 300 Steps pro Sekunde> heruntergerecht auf Vollschritte.
Deine Beschreibung ist doch recht mager.
Wird die passende Schrittfrequenz überhaupt ausgegeben?
Bleibt der Motor stehen, wenn er schneller drehen sollte? Welche
Geräusche gibt er von sich? Gibt er Töne von sich, die der
Schrittfrequenz entsprechen?
Bei 12 V komme ich mit diesen Motoren auch mit unbelasteter Achse
(Resonanzen) locker auf 5 Umdrehungen/s.
m.n. schrieb:> Deine Beschreibung ist doch recht mager.
Die passende Schrittfrequenz wird jeweils ausgegeben. Das habe ich nun
nicht nur akustisch sondern auch mit dem Oszi bestätigt.
Der Motor bleibt kurz vor den genannten 300 Vollschritten (je nach
Microstepeinstellungen, dann natürlich mehr Steps) stehen, egal ob
langsam oder schnell oder nicht beschleunigt. Danach brummt er und das
mit immer höherer Frequenz (analog zur Beschleunigung.)
Jobst M. schrieb:> Wir können gehen. Rudi ist da. Das wird hier nun nichts mehr.
Kein Wunder, das ist hier ja wie beim Entenfüttern....
Last ihn doch mal in ruhe, dann wird er sich schon andere Weidegründe
suchen.
Also all meine Versuche scheitern. Montag habe ich wennn alles klappt
ein 24V Netzteil und kann dann Vergleiche zu meinen Motoren am 3D
Drucker ziehen.
Auch schaffe ich mir mal einen gleichwertigen Stepper an, um den an 12V
zu testen.
Wolfgang schrieb:> Die Geschwindigkeit beim Schrittmotor wird durch die Schrittfrequenz von> außen vorgegeben. Mit Strömen und Spannungen hat das nichts zu tun,
Welche 'Schritt-frequenz' ? die beträgt 1 Schritt.
Die (Dreh-) Geschwindigkeit von einem Schritt zum Nächsten wird von der
Spannung vorgegeben. Die zulässige Höchstspannung wird vom
Stepper-Driver und natürlich vom Board, in dem er steckt, vorgegeben.
Für Duet-3D gibts so ein altes Infoforum, da rechnet einer für einen
FLSUN für die -benötigte- Geschwindigkeit eine Spannung von mind. 32V
vor. Darum hat er dann von 12 auf 24V "aufgerüstet". Weil sonst hätte er
auf eine CNC-Fräs -Steuerung umsteigen müssen.
Das Problem ist auch nicht die 'Endgeschwindigkeit' , sondern
Beschleunigung und Verzögerung. Je höher diese, desto stärker muß der
Motor werden. Also 'Highspeed': Nema23 aufwärts
Tobias schrieb:> Rudi, ich bitte dich ganz höflich und freundlich um einen Gefallen: Geh> raus aus diesem Thread.> Danke, ist wirklich nicht böse gemeint.
Du hast ein gröberes Problem mit dem weder du -noch die anderen-
fertig werden.
Dein Motor dreht nur 1,5 Umdrehungen, dann steht er.
Wenn dich Technik NICHT interessiert, wozu stellst dann eine solche
Frage ? Woran das liegen mag, daß dein Motor alsbald stehen bleibt und
brummelt .
Am Motor kanns jedenfalls NICHT liegen - und am bestellten ERSATZMOTOR
wohl auch nie .
Ich schreibe hier, weil es mich vorzüglich amüsiert..
Tip: "Fehlersuche" dauert - wer keine Geduld hat, sollte sich ein
Neugerät anschaffen. Und nicht den Leuten hier auf den Geist gehen !
Tobias schrieb:> Ich nutze übrigens keine 3D Drucker FW und auch nur eben den FYSETC TMC> 2209 mit einem ESP8266 - sonst keine 3D Drucker HW.
Ja, das was der Motor tun soll (mit Hilfe des Treibers) sagt ihm der
ESP8266. Wenn also die Software auf dem ESP mit dem Treiber nicht
umgehen kann oder der Treiber hardwareseitig in Bezug auf Microschritte,
Strom oder Schnittstelle fehlkonfiguriert ist, dann ist es so wie Du
beobachtest. Software und Hardware bilden eine Einheit.
Vielleicht nimmst Du zuerst den ESP8266 aus dem Fokus, indem Du
ersatzweise einen Arduino(-Klon) mit GRBL o.ä. verwendest - oder den
Treiber ersatzweise an eine vorhandene Installation klemmst….
Egal wie - aber es muss strukturiert und nacheinander untersucht werden.
Rudi Ratlos schrieb:> Wolfgang schrieb:>> Die Geschwindigkeit beim Schrittmotor wird durch die Schrittfrequenz von>> außen vorgegeben. Mit Strömen und Spannungen hat das nichts zu tun,>>> Welche 'Schritt-frequenz' ? die beträgt 1 Schritt.> Die (Dreh-) Geschwindigkeit von einem Schritt zum Nächsten wird von …
Mit der Aussage hast Du es als „Spruch des Monats“ auf unsere
Standort-Pinwand geschafft.
Hi,
ich schau mir deinen Treiber jetzt nicht an, aber sicher das das so
soll?
>Treiber <=> Motor>A2 <=> A+>A1 <=> A->B1 <=> B+>B2 <=> B-
sollte das nicht eher
Treiber <=> Motor
A1 <=> A+
A2 <=> A-
B1 <=> B+
B2 <=> B-
sein?
viel Erfolg, Uwe
Uwe schrieb:> sollte das nicht eher
So wäre es von der Nomenklaturzuordnung her korrekt, mit meiner
Verschaltung dreht er Motor eben anders herum. Ich habe zwischenzeitlich
alle Anschlussvarianten durchprobiert ;)
Wie Rudi schrieb, mein Problem ist gröber (sic!) als dass einer von uns
nicht-Rudis das lösen könnte.
Tobias schrieb:> Jetzt tut er wieder so als wüsste er um die Ursache, dabei kann er nur> die Problemstellung wiedergegeben. ;)
Freilich nur, ich versuche auf den 'Kern der Sache' zu kommen. Das ist
alles was ich (immer) tue.
> Wie Rudi schrieb, mein Problem ist gröber (sic!) als dass einer von uns> nicht-Rudis das lösen könnte.> Ich habe zwischenzeitlich alle Anschlussvarianten durchprobiert ;)
Also liegts nicht an einem falschen Anschluss.
Da du aber, darum gehts (mir:) bei der Ursachenforschung, den Motor nur
mit einem TMC2009 plus ESP8266 (und sonst keinerlei Druckerhardware)
benutzt, kann der Fehler nur mehr an -diesen beiden- Bauteilen liegen.
Wie gesagt: aufpassen bei TMC-Platinen.
Ich weiß das nur von Bigtreetech, deren TMC sind NICHT mit allen Boards
kompatibel. Also weder mit Allen EIGENEN und daher auch nur mit wenigen
FREMDBOARDS.
Die nächste Frage ist daher, wo hast du den TMC2209 (von: XYZ)
reingesteckt ? (Kompatibilitätsproblem)
Ein Board muss mit diesem speziellen Treiber in dieser speziellen
TMC-Konfiguration umgehen können.
Darum habe ich dir w.o. die zwei Datenblätter verlinkt.
Ich persönlich verstehe auch nicht,
wie du ein "WiFi-Modul" mit einem Stepperdriver verbinden: kannst.
Ist mir auch zu umfangreich diese µC-Bauteil-Seite.
'WiFi' an Druckerboard verstehe ich noch.
Rudi Ratlos schrieb:> Ich persönlich verstehe auch nicht,> wie du ein "WiFi-Modul" mit einem Stepperdriver verbinden: kannst.> Ist mir auch zu umfangreich diese µC-Bauteil-Seite.>> 'WiFi' an Druckerboard verstehe ich noch.
Weil er vielleicht ein Fenster im Schuppen zum Belüften öffnen will und
der Stepper bewegt den Fensterflügel?
Es gibt mehr als nur Drucker & CNC..
Nachtrag: …weil ja sicher gleich ein Einwand kommt, dass man dazu doch
kein WLAN braucht: Der Schuppen steht 10m neben dem Carport, da ist der
Windsensor drauf. Und bei Sturm bleibt das Fenster zu… ist doch
schlüssig und als Anforderung beim Gewächshaus z.B. sogar wünschenswert.
Nachtrag 2: Das sich einige Zeitgenossen nicht zu blöde vorkommen, kaum
abgeschickt und schon negativ bewertet. Vielleicht mal die Vorurteile
überdenken oder einen konstruktiven Beitrag bringen.
bei 1/16 Mikroschritten sollte so ein einfacher NEMA17 ohne Last locker
mit 20 kHz laufen, auch bei nicht maximaler Motorspannung. Wichtig ist
definitiv die richtige Beschleunigung. Mit Libs wie grbl oder
AccelStepper bekommt man das leicht hin. Oder auf ESP32 wechseln, da
gibt es mit FluidNC eine feine fertige Lösung mit WebGUI. Das wird über
eine Konfigdatei parametriert, für den TMC2209 gibt es da Vorlagen.
https://github.com/bdring/FluidNC/tree/main/example_configs
Noch mehr Speed geht mit Closed Loop Systemen, einen NEMA24 hatte ich da
zum Test mit 160 kHz und 1600 Schritten/Umdrehung laufen, da pfeifft der
Motor ganz ordentlich.
Olaf schrieb:> Kuckst du hier:>> http://www.goetz-automation.de/Schrittmotor/Resonanzen.htm>> Olaf
Neben Jitterfreier schrittfrequenzerzeugung wurde mit dem 3. Beitrag
alles gesagt.
Klingt der Motor kratzig? -> schrittfrequenzerzeugung optimieren!
Steigt er bei 300hz aus -> Motorstrom verringern, dämpfer wie z.b.
riementrieb auf der welle anbringen
zu den Ratlosen beiträgen die WIFI hinterfragen fasse ich mir nur an n
kopp.
Hallo, ich selbst habe die besten Ergebnisse mit 1/8 Schritt gemacht.
Deine Motorspulen werden mit zunehmender Frequenz hochohmiger und somit
die Leistungsaufnahme kleiner. Das kannst Du eigentlich nur mit einer
höheren Versorgungsspannung ausgleichen. Die Rampenlänge ist bei meinen
Motoren auch nicht sehr groß. Mit Resonanzen habe ich eigentlich nur im
Halb- und Vollschritt Probleme.
Viel Erfolg. Gruß Carsten
Flip B. schrieb:> zu den Ratlosen beiträgen die WIFI hinterfragen fasse ich mir nur an n> kopp.
Ich hinterfrage ja nicht WiFi , sondern wieso er an ein WiFi-Modul einen
Stepperdriver anschließt - oder wie ? und dann erwartet, daß der
Stepperdriver funktioniert.
Gut, wie auf µC zu lesen, das hätte UART. Also stellt sich die Frage, ob
dieses tatsächlich eingeschaltet wie konfiguriert ist. Da brauchst dich
nicht zu wundern .
In einer ama-Rezi hat einer geschrieben, der hat Bigtreetech-TMC2009
v1.3 bestellt und v1.2 bekommen. Die funktionierte aber nicht auf
'diesem' Bigtreetech-Board. Dann hat er wochenlang herumreklamiert - und
am Ende hat ihm der Händler doch eine v1.3 geschickt. Und hat auf Anhieb
funktioniert.
So fucking what ? Das ist halt so.
Also, mit 24V dreht er wie erwartet. Damit hat sich das Thema für mich
erledigt.
Danke für alle Hinweise und Meinungen, und sorry, dass ich das an der
Stelle nicht so wissenschaftlich angehe wie erwartet.
Ich möchte einfach nicht jedes kleine Projekte extrem aufblasen. Den
Anspruch habe ich, die Zeit nicht.
Tobias schrieb:> Also, mit 24V dreht er wie erwartet.
Schön für Dich.
Es ist aber zweifelhaft, ob Dein oben verlinkter Motor auch bei Dir auf
dem Tisch liegt. Aus Erfahrung haben ja mehrere Leut:innen hier eine
höhere Drehzahl schon bei 12 V erwartet.
Viel Erfolg beim Rest!
Tobias schrieb:> Bin ich hier mit der Spannung am Limit und muss auf 24V gehen?
Das kommt auf die Induktivität der Wicklungen an. Hast du sowas wie ein
Datenblatt zum Motor? Zumeist steht da irgendeine Spannungsangabe drin,
die zwar für den praktischen Gebrauch herzlich schnurz ist, aber
Rückschlüsse auf die Motorimpedanzen zuläßt. Also: je höher die
Impedanz, desto flacher der Stromanstieg in der Wicklung und folglich
desto mehr Zeit braucht die Wicklung, um den Motor einen Schritt weiter
zu ziehen. Aber je schneller du ihn drehen lassen willst, desto weniger
Zeit hat er für einen Schritt. Also muß die angelegte Spannung erhöht
werden, damit der Strom schneller ansteigt. Dito für steigende Last.
Denn das was den Motor etwas ziehen lassen kann, ist das Magnetfeld und
wenn der Stromfluß in der Wicklung nicht schnell genug hoch kommt, dann
fehlt es schlichtweg an Kraft also an Drehmoment an der Welle.
W.S.
W.S. schrieb:> Hast du sowas wie ein Datenblatt zum Motor?
Ist oben im Thread verlinkt.
Danke für die Erklärung!
J. S. schrieb:> Vielleicht
Das kann sein, ich habe 100uF, der Elko selbst ist auf den Fotos
erkennbar. Direkt am Vm Pin.