Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wasserstand in einem 1" Rohr erfassen


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von Dieter (Gast)



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Beispiel für ein Rohr der Länge von 2m, das einem Meter tief eingetaucht 
wurde. Der Schnittpunkt bei 0,16m beschreibt, wie weit der Wasserstand 
im Rohr ansteigt.

Dann habe ich noch einen Rechenfehler gefunden. Ich vergaß den "-1" in 
der Klammer. Die Ausdrücke sind noch etwas unfreundlicher, die dann 
herauskommen.

Zeile für wxmaxima:
1
a: 'a\$; h: 'h\$; solve([((a-x)=10*(h/(h-x)-1)), (p=(h/(h-x)-1))], [p, x]);

  

von Dieter (Gast)


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Und damit dürfte jedem einleuchten das diese Messmethode etwas arg 
umständlich wäre. Da ist der Druckmesser mit linearem Zusammenhang 
bezogen auf die Wasserstandshöhe wesentlich besser geeignet.

von Jester (Gast)


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Dieter schrieb:
> Beispiel für ein Rohr der Länge von 2m, das einem Meter tief eingetaucht
> wurde. Der Schnittpunkt bei 0,16m beschreibt, wie weit der Wasserstand
> im Rohr ansteigt.

Meine "Rechnung" spuckte 156mm aus - berechnet unabhängig von deinen 
Formeln und basierend auf 10mWS statt auf Bar (so wie Wolle das sich 
ausgedacht hatte - und ich wollte ihn deshalb nicht vor den Kopf stossen 
...).

> Dann habe ich noch einen Rechenfehler gefunden. Ich vergaß den "-1" in
> der Klammer. Die Ausdrücke sind noch etwas unfreundlicher, die dann
> herauskommen.

Deine -1 auf der rechten Seite kompensiert das p, das links gefehlt 
hatte.

Im Term links hattes du den Überdruck (ohne aktuellem Luftdruck) 
berechnet, im Term rechts den absoluten Druck (inkl. aktuellem 
Luftdruck).

Jester schrieb:
> Links hätte ich da eher zu einem p+0.981(a−x) tendiert. Ohne das p fehlt
> dort der aktuelle Luftdruck, ohne 0.981 stehen da "Meter WS".

1 statt p, das macht den Kohl nicht fett. Den Faktor 0.981 ziehe ich 
zurück, weil - erhrlich gesagt - habe ich inzwischen bei deinem 
Formelwerke (Mk-3?) den Überblick verloren. Dazu ist mein 'Spickzettel' 
vollgekritzelt bis zum Rand - also reichts.

von Wolle G. (wolleg)


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Jester schrieb:
> Was mich jetzt noch interessieren würde: Welche Erkenntnisse ziehst du
> aus den Ergebnissen?

z. B.
a) Nach nun 60 bis 65 Jahren ist bei mir nicht mehr viel abrufbar, zumal 
ich diesen Stoff auch niemals wieder gebraucht habe. Da hilft auch kein 
Silbertablett.

b) Es dauert im Alter immer länger, bis man Zusammenhänge wieder 
kapiert.

Obwohl hier diverse Gleichungen genannt worden sind, ist mir noch nicht 
klar, welche Formel ich für die Berechnung des Druckes im Rohr endgültig 
verwenden sollte.
Deshalb die Bitte: Welche konkrete Formel aus:
Dieter schrieb:
> Zeile für wxmaxima:
sollte man verwenden? (einschließlich Masseinheiten)

c) In Mikrocontrollerforum gibt es Leute, die man bei Bedarf zu 
naturwissenschaftlichen Problemen fragen kann und bei entsprechender 
Ausdauer  es zu brauchbaren Ergebnissen kommt.

Jester schrieb:
> . . .habe ich inzwischen bei deinem
> Formelwerke (Mk-3?) den Überblick verloren. Dazu ist mein 'Spickzettel'
> vollgekritzelt bis zum Rand - also reichts.

Weiter oben hieß es noch:
Jester schrieb:
> also alles banale Algebra und
> nicht mehr als ein Ausflug in Klassenstufe 7.

d). . . . ,   kein Kommentar

: Bearbeitet durch User
von Jester (Gast)


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Wolle G. schrieb:
> Obwohl hier diverse Gleichungen genannt worden sind, ist mir noch nicht
> klar, welche Formel ich für die Berechnung des Druckes im Rohr endgültig
> verwenden sollte.

Ich würd mal sagen, schau nach bei Dieter:
Beitrag "Re: Wasserstand in einem 1" Rohr erfassen"

Unten, die beiden Formeln (es gibt theoretisch ZWEI Lösungen):
p1 = ...
p2 = ...

mit:
x: Eindringhöhe des Wassers im Rohr
h: Länge des Rohres
a: Tiefe des Rohres unter der Wasseroberfläche
9.81: Ortsfaktor Erde (Mond wäre das 1/6 davon)
p: Aktueller Luftdruck in bar

Einheiten sind eigentlich egal - solange du diese bei der Rechnung 
mitziehst. Nimmst du [bar] und [m], kannst Du nicht viel falsch machen. 
Konsultiere hierzu aber besser nochmals den Dieter.

*Aber nochmals meiner Frage:* Welche Erkenntnisse ziehst du aus den 
Ergebnissen?

von Wolfgang (Gast)


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Jester schrieb:
> Unten, die beiden Formeln (es gibt theoretisch ZWEI Lösungen):
> p1 = ...
> p2 = ...

Nein, deine Theorie passt nicht. Du musst die Randbedingungen 
berücksichtigen. Für den Wasserstand gibt es nur eine vernünftige 
Lösung.

von Dieter (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Für den Wasserstand gibt es nur eine vernünftige Lösung.

Die zweite Lösung entsteht durch die Äqivalenzumformung, hier dem 
Multiplizieren mit dem Nenner, beim Auflösen. D.h. häufig ist es direkt 
ersichtlich, welche die richtige Lösung wäre und welche zu verwerfen 
wäre.

von Wolfgang (Gast)


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Dieter schrieb:
> Die zweite Lösung entsteht durch die Äqivalenzumformung ...

Das ist ein mathematischer Artefakt. Der Wasserstand ist kein 
quantenmechanisches Objekt, dessen Wellenfunktion bei Beobachtung 
kollabiert 😉

von Ingo G. (tueftler12)


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Hallo zusammen, zunächst möchte ich mich für die vielen Beiträge 
bedanken.
Nein ich bin auf den Bahamas :-).

Die Rahmenbedingungen sind für meine Messung nicht ganz einfach. Das 1" 
Brunnenrohr endet ca 30cm unter der Rasenoberfläche und mündet in ein 
110mm HT-Rohr, welches mit einem Muffenstopfen an der Oberfläche 
abgedeckt ist. Ca 50cm weiter befindet sich die Ladestation vom 
Rasenmäher, dort habe ich 12V zur Verfügung und kann auch eine Kabel zum 
Rohr legen.

Die die beschriebene Druckmessdose von Stefan ist interessant, aber 
leider zu groß.

> ich nutze seit Jahren, dieses hier:
> https://icplan.de/seite27/

Ich möchte noch einmal meine ursprüngliche Idee ansprechen. Mein Seilzug 
mit Pott hat eine Feder eingebaut, die bei den bisherigen Versuchen 
nicht immer sofort das angehängte Gewicht zurück zog. Wenn ich jetzt 
allerdings das Gewicht deutlich vergrößere und natürlich auch den 
Schwimmer, wäre es dann nicht so, dass dieses Gewicht trotz möglicher 
Reibung des Halteseiles an der nicht genau senkrechten Rohrwand eher 
auch kleinen Wasserspiegeländerungen folgt?

von Mucky F. (Gast)


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Mikrowilli schrieb:
> "Einperlverfahren"

hat den Nachteil das es eben Luft einperlt und damit das Wachstum von 
Bakterien, Algen etc. begünstigt. Gerade der Austrittspunkt der Luft 
unter Wasser wächst gerne mal zu. Hängt aber von der Umgebung ab. In 
Salzwasser z.B. kein Problem.

Der OP hat glaub ich nicht beschrieben wofür er das ganze braucht. Wenn 
er z.B. nur wissen will ob seine Grundwasserpumpe noch ansaugt ist es 
relativ einfach.

von Mucky F. (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> Mein Seilzug
> mit Pott hat eine Feder eingebaut, die bei den bisherigen Versuchen
> nicht immer sofort das angehängte Gewicht zurück zog. Wenn ich jetzt
> allerdings das Gewicht deutlich vergrößere und natürlich auch den
> Schwimmer, wäre es dann nicht so, dass dieses Gewicht trotz möglicher
> Reibung des Halteseiles an der nicht genau senkrechten Rohrwand eher
> auch kleinen Wasserspiegeländerungen folgt?

Wenn du auf Mechanik stehst kannst du den Auftriebskörper durch einem 
elektrischen Kontakt (mit kleinem Gewicht) ersetzen und mit einem Motor 
das ganze so bewegen das der der Kontakt die Drehrichtung steuert. Wenn 
der Kontakt ins Wasser eintaucht dreht sich die Richtung um. Das ganze 
oszilliert im Millimeterbereich und hält (da man ja nur selten messen 
muss) Jahr(zehnt)e.

von Mucky F. (Gast)


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Mucky F. schrieb:
> Wenn der Kontakt ins Wasser eintaucht dreht sich die Richtung um.
Die Messspitze kann ein ein vergoldeter Steckerkontakt sein. Die 
Messspannung
sollte Wechselspannung sein (wg. Galvanikeffekt). Das ganze lässt sich 
auch gut überwachen (max. Widerstand und max. Oszillation)

Ingo G. schrieb:
> Ca 50cm weiter befindet sich die Ladestation vom
> Rasenmäher, dort habe ich 12V zur Verfügung und kann auch eine Kabel zum
> Rohr legen.
Da kannst du auch deinen Motor anbauen und nur das Messkabel (mit 
Umlenkrolle) verlegen.

von Ingo G. (tueftler12)


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Moin,

das mit dem Motor hört sich interessant an. Allerdings müsste ich dann 
ja auch das Messkabel um etwas 1-2m auf oder abwickeln. Ein Motor mit 
Getriebe ist kein Problem, aber dann brauche ich eine entsprechende 
Rolle, die die 2m Kabel aufnimmt (der Platz ist gering in dem Stückchen 
HT Rohr). Und die Rolle müsste einen "Schleifkontakt" wie bei einem 
Staubsaugerkabel zum Aufwickeln haben. Der müsste aber möglichst dicht 
sein, dass es nicht zu Korrosionserscheinungen kommt. Außerdem müsste 
das Kabel schon gut isoliert sein, da die hohe Luftfeuchtigkeit unten im 
Brunnenrohr nicht zu Kriechströmen führt. Ganz dünne Litze wird daher 
wohl nicht reichen. Und das ganze muss auch in einem recht großen 
Temperaturbereich funktionieren, da die Aufnahmerolle ja direkt an der 
Erdoberfläche liegt. Im Winter bis zu -20° und im Sommer bis zu 25°. Je 
kälter, desto steifer ist die Isolierung des Kabels und es wickelt sich 
möglicherweise nicht so gut auf.

Also, wären doch einige Probleme zu klären. Ist mein letzter Vorschlag 
mit dem erhöhten Gewicht nicht einfacher zu realisieren?

Mehrfach wurde hier gefragt, wofür ich Information über den 
Grundwasserspiegel benötige. Ich habe in direkter Nähe einen neuen 
Brunnen gebohrt und einen Filter eingesetzt, der mit dem feinen Sand in 
der Tiefe kein Problem hat. Mich interessiert jetzt wie hoch der 
Einfluss meiner Wasserentnahme, der Niederschläge und die Jahreszeit auf 
den Grundwasserspiegel haben.

von Mucky F. (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> das mit dem Motor hört sich interessant an. Allerdings müsste ich dann
> ja auch das Messkabel um etwas 1-2m auf oder abwickeln. ...
Kann man hängen lassen oder trommeln, ja nach Konstruktion.
Selber würde ich nicht trommeln sondern das mit ner Andruckrolle 
bewegen. Dann entfallen alle Übergabepunkte, Schleifringe etc.

Du hats ja 2m Platz zum Wasserspiegel, das sind 4m Schlaufe
bei Kriechströmen kann man mal ein paar Ampere durchjagen und die 
wegkochen.
Rausmessen ginge  auch mit einem definiertem Widerstand an der Spitze.

Einfach testen, Getriebemotor, Rolle,  irgendeine Leitung , 
Umschaltrelais  und ausprobieren. Das ist simpel, ohne Messgeräte zu 
warten. Mit ner Kamera und LED Lampe kannst du das Fernüberwachen und 
den Füllstand an Markierungen der Leitung ablesen.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> aber dann brauche ich eine entsprechende
> Rolle, die die 2m Kabel aufnimmt

Willst du einen Tampen, mit dem man Schiffe festmacht, verwenden?
Guck dir mal Angelschnüre an.

von Wolfgang (Gast)


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Mucky F. schrieb:
> Die Messspitze kann ein ein vergoldeter Steckerkontakt sein. Die
> Messspannung sollte Wechselspannung sein (wg. Galvanikeffekt).

Um den Wasserstand zu tracken, reicht es, wenn die Messspitze pro Tag 
insgesamt einige zehn Sekunden eintaucht, sofern man die Messerei nicht 
zu ungeschickt programmiert. Da halten sich Galvanikeffekte in Grenzen. 
Ansonsten kann man das Eintauchen auch kapazitiv detektieren - dann gibt 
es gar keinen elektrischen Kontakt der Messspitze zum Brunnenwasser.

von Mucky F. (Gast)


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STK500-Besitzer schrieb:
> Willst du einen Tampen, mit dem man Schiffe festmacht, verwenden?
> Guck dir mal Angelschnüre an.

Evtl einfach ein Maßband mit dem Getriebemotor verbinden. Ultimative 
Vintage Lösung wäre das Gewicht an'ner Kette über einen Zahnkranz runter 
zu lassen und den Kurzschluss gegen Erde damit zu schalten.

von Ingo G. (tueftler12)



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Da das Rohr aber leicht gebogen ist, liegt die Kette auch an der 
feuchten Wandung an und das würde ggf zu Fehlmessungen führen.

Wenn ein Kabel mit einem kapazitiven Wassermelder eingesetzt wird, wäre 
das sicher interessant, aber das Kabel ist eben nicht so dünn wie eine 
Angelschnur.

@Mucky Wie stellst du dir das mit der Andruckrolle genau vor? Hier ist 
mal ein Bild von dem Rohrende. Experimentiere da mit einem Drucksensor, 
den ich an ein 5m langes Kupferrohr angeschlossen hatte.

von Dieter (Gast)


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Wenn Du akustische Resonanz im Rohr zur Wasserstandsbestimmung nutzen 
willst, dann wären das die Schallgeber dafür, die Du zugleich als Mikro 
verwendest:

https://www.pollin.de/p/visaton-kleinlautsprecher-k-23-8-ohm-641130
https://www.pollin.de/p/visaton-kleinlautsprecher-k-23-sq-0-5-w-8-o-641011
https://www.pollin.de/p/visaton-kleinlautsprecher-k-28-gi-8-ohm-641132
https://www.pollin.de/p/visaton-breitbandlautsprecher-bf-32-2-w-8-o-641009
https://www.pollin.de/p/lautsprecherbox-mit-2-mini-lautsprechern-10-w-641077

Das wäre eine kleine Auswahl an Minilautsprechern mit Kunststoffmebran 
von 0,80 bis weniger als 10 Euronen.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> Wenn ein Kabel mit einem kapazitiven Wassermelder eingesetzt wird, wäre
> das sicher interessant, aber das Kabel ist eben nicht so dünn wie eine
> Angelschnur.
Die Angelschnur bezog sich auf den Vorschlag von Wolfgang, mit die 
Wasseroberfläche mit einem Kontakt zu detektieren.
Dazu muss das Kabel nicht "daumendick" sein.

Ingo G. schrieb:
> Experimentiere da mit einem Drucksensor,
> den ich an ein 5m langes Kupferrohr angeschlossen hatte.

Kannst du das bitte mal aufmalen?

Soll das was professionelles werden, oder darf es "Gebastel" sein?

Man könnte ja auch loten, indem man einen Schwimmer an einer (Angel-) 
Schnur in den Brunnen abseilt.
Wenn der auf die Oberfläche trifft, lässt die Spannung in der Schnur 
nach.
Dann muss man nur die Schnurlänge messen (z.B. Seilrolle mit 
Inkrementalgeber).
Der Schwimmer muss halt so schwer sein, dass die Messmechanik bewegt, 
andererseits braucht er dann noch einen so großen Auftrieb, dass er auf 
der Oberfläche "liegenbleibt".

von Ingo G. (tueftler12)


Angehängte Dateien:

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So hier ist mal ein Bild vom Drucksensor mit dem Kupferrohr, welches 5m 
lang ist. Wäre tatsächlich zu überlegen, ob ich mit einer kleinen Pumpe 
aus einem Blutdruckmessgerät in regelmäßigen Abständen Luft in das 
Cu-Rohr drücke bis das Wasser raus ist und anschließend den Druck im 
Rohr messe, der sich durch den Wasserdruck aufbaut. Die Frage ist dann 
allerdings, wenn ich im Sommer warme Luft oben hineindrücke und dann 
messe, ob die sich unten im Rohr abkühlende Luft das Ergebnis 
verfälscht?

Das ganze ist reine Hobbybastelei.

Bezüglich der Idee mit dem Schwimmer und dem Inkrementalgeber, brauche 
ich auch ein Gegengewicht, dass das Seil des Schwimmers entsprechend 
rauf oder runter zieht. Und es darf natürlich auch keinen Schlupf haben.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> Bezüglich der Idee mit dem Schwimmer und dem Inkrementalgeber, brauche
> ich auch ein Gegengewicht, dass das Seil des Schwimmers entsprechend
> rauf oder runter zieht. Und es darf natürlich auch keinen Schlupf haben.

Du hast auf der einen Seite den Schwimmer und auf der anderen Seite eine 
angetriebene Seiltrommel.
Dazwischen ist die Messmimik.

von Ingo G. (tueftler12)


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Irgendwie verstehe ich es nicht. Wenn oben die Seiltrommel ist, dann der 
Inkrementalgeber kommt und dann das Reststück Seil mit Schwimmer, wie 
erkennt das System dann dass der Schwimmer auf dem Wasser liegt?

von STK500-Besitzer (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> wie
> erkennt das System dann dass der Schwimmer auf dem Wasser liegt?

Weil das Seil den Inkrementalgeber nicht mehr mitnimmt.
Der sollte nur durch die Gewichtskraft des Schwimmers bewegt werden.

Ist aber eine rein theoretische Idee.

von Totomitharry (Gast)


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Ich würde einen kapazitiven Sensor aus 2 Rohren oder Schläuchen bauen.. 
gibt's seit den 80ern mit Ner Menge Bauanleitungen..

Das Prinzip ist Recht einfach.. wir haben so etwas auf der Arbeit, 
ziemlich genau und funktioniert seit den 80ern als Industrielösung.

Mir würde jetzt Schlauch und Metallfolie sowie Versiegelung der Folie 
einfallen.

von Totomitharry (Gast)


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Ansonsten wie ich es versuchen würde.. Schwimmer und aufziehrolle, das 
Rad mit inkrementalgeber messen.

von Mucky F. (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> @Mucky Wie stellst du dir das mit der Andruckrolle genau vor? Hier ist
> mal ein Bild von dem Rohrende. Experimentiere da mit einem Drucksensor,
> den ich an ein 5m langes Kupferrohr angeschlossen hatte.

Jetzt nicht mehr, da pass ja gar nichts rein. Tauchglocke etc. fällt 
auch alles flach. Was bleibt wäre Lufteinperlen.
Die Pumpe passt da auch kaum rein, kann aber zig Meter weiter weg 
sitzen.

Druckmessung per Tauchsonde (mit Druckausgleichsschlauch wg. 
Relativmessung) geht auch, aber dann hat man Elektronik in der Tiefe und 
das ist hier nicht sehr sinnvoll. Man muss ja irgendwo das Signal noch 
wandeln.

Aquariumpumpe, etwas starren Schlauch ein Rückschlag! und ne Messuhr und 
auf geht's.  Zur Not verbuddelst man noch nen IP6x Kasten daneben.


Btw:
Den ganzen Akustikram (Ultraschal, Resonanz etc) kann man vergessen weil 
in so einem engen Rohr alles von den Wänden reflektiert wird.

von Wolle G. (wolleg)


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Ingo G. schrieb:
> Die Frage ist dann
> allerdings, wenn ich im Sommer warme Luft oben hineindrücke und dann
> messe, ob die sich unten im Rohr abkühlende Luft das Ergebnis
> verfälscht?
Die Temperatur der Luft spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig 
ist, dass Luft am unteren Rohrende während der Messung ausströmt. 
(Einperleffekt)

von Thomas O. (kosmos)


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die Idee das Rohr als Flöte zu nutzen finde ich auch gut, aber etwas 
einfacher wäre es es ein Magnetventil z.B. aus einem Schweißgerät direkt 
aufs Rohr zu befestigen da schaut nämlich ein Stück der Spule raus. So 
könnte man nach dem Klopfen (Anziehen des Magnetventils) einfach die 
Frequenz auswerten. Bräuchte also keinen Druckluft.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Falls von Interesse:

Nebenbei erwähnt gibt es in der Industrie die sogenannten "Vibrating 
Wire" Drucksensoren oder "Piezometer".

Sie sind vollkommen passiv aufgebaut und beinhalten nur eine an der 
Deuckdose angebrachte und gespannte Stahl-Saite die aus der Ferne 
periodisch durch einen kurzen Gleichstrom Impuls in einer magnetisch 
vorbelasteten Schwingspule angeregt wird und eine Zeitlang danach mit 
exponentialer Abschwingkurve eine durch die Saitenspannung bestimmte 
NF-Frequenz produziert. Zusätzlich ist in der Regel ein Temperatursensor 
mit eingebaut. Durch den Magneten wird nach dem Erregungsimpuls eine 
abklingende Sinusspannung induziert, die dann in der Ferne mit 
geeigneter Elektronik gemessen werden kann. Es sind also nur vier Drähte 
in der Regel vorhanden. Der Temperaturfaktur lässt sich mit einer 
einfachen Formel herausrechnen.

Siehe auch hier:
http://aceco.co.kr/home_en/pdf/Down_01.pdf
https://www.campbellsci.com/vspect/principle
https://www.instrumentationtoolbox.com/2011/02/vibrating-wire-sensors.html

Vielleicht könnte man mit diesen Prinzip beim Brunnenprojekt etwas 
anfangen...

: Bearbeitet durch User
von Mucky F. (Gast)


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Thomas O. schrieb:
> die Idee das Rohr als Flöte zu nutzen finde ich auch gut,

Weißt du wie eine Flöte funktioniert?
Wie willst du die Luft da durchströmen lassen oder den Rand anströmen?
Davon ab  bekommt man bei der Länge x Durchmesser nichts hindurch weil 
die Wände alles reflektieren. Da geht auch nichts in Resonanz

> könnte man nach dem Klopfen (Anziehen des Magnetventils) einfach die
> Frequenz auswerten. Bräuchte also keinen Druckluft.

Du meinst das ein tief und fest im Erdreich steckendes Rohr auf die 
Vibration eines Magnetventils reagiert?

Gerhard O. schrieb:
> Vibrating Wire" Drucksensore
stellt sich mir die Frage warum man nicht einen normalen Drucksensor 
nimmt.

Ingo G. schrieb:
> Die Frage ist dann
> allerdings, wenn ich im Sommer warme Luft oben hineindrücke und dann
> messe, ob die sich unten im Rohr abkühlende Luft das Ergebnis
> verfälscht?

Du kannst den Schlauch ja heizen ;-). Davon ab das es nur ein paar 
Mikrometer wären hat es keinen Effekt. Die Luft im Rohr hat ja den 
gleichen Temperaturgradienten wie im Schlauch. Lufteinperlen hat den 
Nachteil das man eben Luft einperlt (was das Wachstum von Algen etc 
begünstigt). Ist aber bei Grundwasser nicht wichtig. Ferner werden mit 
Pumpe und Rückschlag zwei mechanische Teile gebraucht. Das läuft - bei 
tauglichen Teilen- Jahrzehnte störungsfrei.

von Wolfgang (Gast)


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Mucky F. schrieb:
> Weißt du wie eine Flöte funktioniert?
> Wie willst du die Luft da durchströmen lassen oder den Rand anströmen?
> Davon ab  bekommt man bei der Länge x Durchmesser nichts hindurch weil
> die Wände alles reflektieren. Da geht auch nichts in Resonanz

Warum soll da Luft durchströmen? Es gibt Resonatoren mit offenem und 
welche mit geschlossenem Ende.

Hast du schon einmal über das offene Ende eines einseitig geschlossenen 
Rohres geblasen? Da schwingt die Luftsäule allerbest. Am geschlossenen 
Ende befindet sich dann ein Geschwindigkeitsknoten bzw. ein Druckbauch.

von Ingo G. (tueftler12)


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Zum Einperlen bräuchte ich eine kleine Pumpe aus einem 
Blutdruckmessgerät und eine entsprechende zeitliche Steuerung. Sollte 
sich mit einem ESP ohne großen Aufwand zu realisieren sein.

Hat jemand einen konkreten Tipp für eine Pumpe? Sie müsste ja auch ein 
Rückschlagventil haben. Es gibt diverse bei Ebay, habe aber bisher keine 
Infos ob auch ein Rückschlagventil dabei ist.

von Wolfgang (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> Sie müsste ja auch ein Rückschlagventil haben. Es gibt diverse bei Ebay,
> habe aber bisher keine Infos ob auch ein Rückschlagventil dabei ist.

Warum nicht eine einfache Pumpe und normale Magnetventile, wie von 
Gerhard vorgeschlagen?
Beitrag "Ein Füllstandmesser auf Einperlungsbasis"

von Ingo G. (tueftler12)


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Wolfgang schrieb:

> Warum nicht eine einfache Pumpe und normale Magnetventile, wie von
> Gerhard vorgeschlagen?
> Beitrag "Ein Füllstandmesser auf Einperlungsbasis"

Danke für den interessanten Hinweis.

Ich habe noch eine ganz andere Idee. Funktioniert es, wenn ich einen 3m 
langen V2A Stab über eine eine Wägezälle das Rohr hänge und den 
unterschiedlichen Auftrieb erfasse?

von Mucky F. (Gast)


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Ingo G. schrieb:
> Ich habe noch eine ganz andere Idee. Funktioniert es, wenn ich einen 3m
> langen V2A Stab über eine eine Wägezälle das Rohr hänge und den
> unterschiedlichen Auftrieb erfasse?

Kenne Verfahren mit Dehnungsmessstreifen. Wird aber nicht gern verwendet 
weil sehr Temperatur- und Vibrationsanfällig, Verschmutzung ist da auch 
ein Thema. Messung über das Stimmgabelprinzip ist ähnlich aufwendig aber 
robuster.

Mechanik brauchst du auch noch, neben der komplexen Messtechnik. Vereint 
mMn alle Nachteile in einem System.

von Jester (Gast)


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Mucky F. schrieb:
> [Wägezälle]
> Kenne Verfahren mit Dehnungsmessstreifen. Wird aber nicht gern verwendet
> weil sehr Temperatur- und Vibrationsanfällig, Verschmutzung ist da auch
> ein Thema. Messung über das Stimmgabelprinzip ist ähnlich aufwendig aber
> robuster.

Meine Frage hat nur indirekt mit diesem Faden zu tun, aber kannst du ein 
paar Worte zu dem von dir zitierten "Stimmgabelprinzip" verlieren? Wäre 
dieses "Stimmgabelprinzip" auch anwendbar im Bereich <0.1N? Meinst Du 
damit "Vibrating Wire Sensor" bzw. "Vibrating Wire Strain Gauge"?

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