Ich habe kürzlich ein defektes LED-Rücklicht "knacken" müssen da die tollen Konstrukteure die Platine so verbaut haben das man diese nur entfernen kann wenn man die zusammengeschweißten PMMA-Plastikteile auseinander reißt. "Aufbacken" ist nicht.
Ich habe das zum Anlass genommen aus der Platine eine Schaltung zu zeichnen. Einige Bauteile muss ich noch runterlöten und ausmessen, das meiste ist jedoch bekannt.
Auf dem einen Bild sieht man den von mir ermittelten Schaltplan, auf dem anderen eine Einteilung in Blöcke zu denen ich ein paar Fragen habe und gern eine Erklärung hätte.
Im Kern geht es darum im KFZ die drei in Reihe geschalteten roten LEDs (Typ leider unbekannt da keinerlei Beschriftung erkennbar) dauerhaft als Rücklicht leuchten zu lassen. Der Aufbau dürfte somit einer KSQ entsprechen. Ich frage mich nur warum so kompliziert? Zwei Transistoren hätten es doch auch getan?
(1) Wozu dient die Parallelschaltung R1+R2+R3 (SMD-Format 1206) zu einem Gesamtwiderstand von 1,1k? Evtl. der Lampenprüfung? Merkwürdig auch die Reihenschaltung der Abblock-Kondensatoren C1 und C3, nicht? Warum nicht einfach einen nehmen?
(2) Dient R15 als Schmelzsicherung? Die Diode D1 ist vermutlich der Verpolungsschutz? Z1 hält vermutlich die Spannungsspitzen (Load Dump) fern?
(3) Das ist die eigentliche KSQ-Strecke. Die Parallelschaltung von R13 und R14 ist wohl um einen noch präziseren Ohm-Wert (53,5 Ohm) zu erhalten? Die Ganze Schaltung nimmt im Betrieb nur knapp 104 mA auf, daran werden die LEDs wohl den meisten Anteil haben. Zur LED weiss ich leider nichts, daher habe ich mal einen separaten Thread dafür eröffnet Beitrag "LED bestimmen") Q4 begrenzt wohl den Strom, zusammen mir R13+R14 und R12? Der Komparator (ohne Hysterese/Feedback) OpAmp misst vermutlich den Spannungsabfall von R12 (Shunt) und steuert damit die Basis und Stromverstärkung von Q4?
(4) Die Schaltung verstehe ich nicht, es wirkt als wäre das eine Art diskreter Spannungsregler für die Stromsteuerung (OpAmp)? Z2 stellt die Betriebsspannung wohl auf 5,6V ein.
(5) "C7" ist vermutlich falsch. Das Bauteil sieht aus wie ein Kondensator (hellblaues Gehäuse) ist aber vermutlich eher eine Induktivität?
(6) Tja, das hat wohl was mit dem OpAmp-Betrieb zu tun???
So wie ich das erkenne besitzt die Schaltung keine Temperaturkompensation. Gerade im KFZ-Bereich hätte ich sowas eigentlich erwartet?
Ich habe die Umsetzung von den Leiterbahnen zur Schaltung mehrfach überprüft, das müsste alles so stimmen. Die fehlenden Werte für die Kondensatoren reiche ich nach, sofern das überhaupt zum Verständnis notwendig ist.
Bin schon gespannt auf Eure Ideen dazu!





