Ich habe schon länger die Idee mir einen (erstmal) kleinen Redox-Flow-Akkumulator zum experimentieren zu bauen. Sollte das gut laufen habe ich vor ein größere Variante für eine Solaranlage zu bauen. Aufgrund der Trennung von Tank und Zellen könnte man ihn beliebig dimensionieren.
Ich habe auch bereits mit dem bau des Zell-Stacks begonnen und nun nach einer Bezugsquelle für die Elektrolyte gesucht. Geplant waren erstmal 2 Tanks mit 1L Volumen. Als Elektrolyte sind Vanadium-Salze (Vanadylsulfat und Vanadiumtrisulfat) geplant. Ich habe bereits einen Händler gefunden welcher beide Stoffe anbietet.
Jetzt ist mir ein problem aufgefallen, und ich habe nicht genug Ahnung von den Gesetzten die dahinter stecken um da von selbst weiter zu kommen:
Ich hab mir einige Arbeiten zu VRFA-System durchgelesen und rausgefunden, das man diese beiden Stoffe praktisch nur flüssig bekommt, indem man sie in Schwefelsäure oder Salzsäure löst. Allerdings scheint der besitz von Schwefelsäure in der nötigen Konzentration seit einiger zeit nicht mehr legal zu sein.
Ich kenne mich mit dieser Thematik nicht genug aus aber, weis jemand ob es eventuell Möglichkeiten gibt dieses Problem zu umgehen ? Ich dachte z.B. daran die Stoffe direkt bei dem Händler mischen zu lassen, dann währe es ja keine hochkonzentrierte Schwefelsäure mehr, da sie mit anderen Stoffen vermischt ist. Aber ob das dann ausreicht um die Mischung legal zu erwerben konnte ich nicht herausfinden.
Ich stelle diese Frage hier weil ich erstens kein anderes technisches Forum kenne und zweitens es hier bereits einen Beitrag zu einem ähnlichen System gibt: Beitrag "Redox-Flow-Akku selber bauen?"
Ich habe einige Videos im Internet gefunden in denen schon kleine Testaufbauten umgesetzt wurden, aber ich vermute mal diese wurden immer in Laboren oder anderen Ländern als Deutschland (in denen man Schwefelsäure vermutlich einfach kaufen kann) durchgeführt.
Ich hoffe jemand kann mir da weiter helfen.
Für die die sich für den Aufbau interessieren:
Der aktuelle stand ist das ich aus Graphitplatten die Bipolar platten herstelle. Sie werden durch Fräsen bearbeitet und mit Kanälen versehen. Ich habe auch schon eine Bezugsquelle für die Membran und Dichtmaterial (Gummimatten die Chemisch beständig sind). Ich habe einige Werte zur Energie und Stromdichte aus verschiedenen quellen bezogen und einen Zell Stack entworfen der voraussichtlich eine Zell-Spannung von 1,2 V und einen Lade/Entladestrom von ~6-7 A aushält. Mein plan sieht vor einen Versuchsaufbau mit 3-4 Zellen mehrere Lade und entlade Zyklen durchlaufen zu lassen (habe passende Geräte um die Messwerte von einem Computer aufzeichnen zu lassen) und das Design dann eventuell noch zu optimieren.

