Moin!
Ich habe hier einen alten AIWA HS-G35MK2 liegen, der mal aus einem defekten Autoradio mit 12V über die Kopfhörerbuchse „versorgt“ wurde.
Die gegrillte Leiterbahn ist repariert, Elkos und Verstärker IC ausgetauscht. Er tönt auch wieder hübsch - aber nur auf einer Seite. Leider finde ich kein Datenblatt zu dem IC, weiß also nicht was da wo steckt.
Es bleiben nur noch die beiden Dioden als Fehlerquelle übrig,soweit ich das sehe. Leider habe ich weder einen Schaltplan, noch eine Bauteilliste. Ich vermute aber, daß es zwei gleiche Dioden sein sollten. Nur messe ich unterschiedliche Werte: rund 1,6 / 0,337 bei einer und 0,5 / 0,2 bei der anderen, die unter dem Mikroskop auch zerbrochen aussieht.
Wie kann ich herausbekommen, was das für Dioden sein sollten, um Ersatz zu besorgen?
Der Download kostet zwar 4,99 USD, aber die ersten Seiten sind kostenlos... und dort erkennt man paar Schaltpläne (Rechtsklick -> Grafik im neuen Tab öffnen).
Der Download kostet zwar 4,99 USD, aber die ersten Seiten sind
kostenlos... und dort erkennt man paar Schaltpläne (Rechtsklick ->
Grafik im neuen Tab öffnen).
Vielen Dank für die Links - da war ich aber auch schon und leider ist der Plan dort vom Nachfolgemodell (das Servicemanual ist für beide aber zumindest der sichtbare Teil nur für den Neueren, der auf einem ganz anderen Amp-IC und Dolby aufbaut.
Die dort eingezeichneten Dioden sind auch neuere „arrays“.
@thombde: gemessen hab‘ ich ja. Was müsste ich denn bei einer 1N4148 messen?
Was tun die Dioden eigentlich genau in der Schaltung? Was ist ihr Job?
So, hab‘ jetzt den Schaltplan gekauft, weil der ja mehr Seiten hat als man in der Vorschau sehen kann - aber die 5 💲 hätte ich mir sparen können: es sind nur Plan und Teileliste von dem neueren Modell drin. 🤬
Aber hey: jetzt könnte ich auf Basis des Schaltplans eine ganz neue Platine bauen - die Mechanik ist ja identisch… 🤪
So, laut dem Plan ist dort an entsprechender Stelle statt der zwei einzelnen Dioden eine 1ss226 Chip-diode verbaut; allerdings zweimal. Da ist die Signalführung auch etwas anders… ich könnte also versuchen, ob man hier einfach auch die 1ss226 nehmen kann. Auf die Platine Passen könnte es jedenfalls…
Nur messe ich unterschiedliche Werte: rund 1,6 / 0,337 bei einer und 0,5
/ 0,2 bei der anderen
Was, kg? Ohne Maßeinheiten total witzlose Zahlen. Du solltest uns schon
mitteilen, was Du da womit in welchem Meßbereich/-art mißt ...
Ich messe mit dem Multimeter in Dioden-Meßeinstellung mit und gegen
Sperrichting. Die Einheit dürfte demnach Volt sein.
Na dann dürften die kaputt sein.
Die Diode ist übrigens nicht zerbrochen - in der Lücke zw. den Elektroden sitzt nur der Diodenchip.
Ansonsten würde ich auch einfach auf Verdacht eine 1N4148 einsetzen ...
Ich messe mit dem Multimeter in Dioden-Meßeinstellung mit und gegen
Sperrichting. Die Einheit dürfte demnach Volt sein.
Na dann dürften die kaputt sein.
Die Diode ist übrigens nicht zerbrochen - in der Lücke zw. den
Elektroden sitzt nur der Diodenchip.
Ansonsten würde ich auch einfach auf Verdacht eine 1N4148 einsetzen ...
Der Farbe nach kann es eine Z-Dide sein.
Nichts mit MM Prüfung!
Da war nicht viel zu reparieren. Die durchgebrannte Strecke ist Masse. Auf dem Bild noch mit dem roten Kabel gebrückt, inzwischen sauberer zwischen den beiden schon blanken Enden direkt wieder verbunden.
Ja, okay, ich präzisiere: keine Dioden in vergleichbaren Bereichen der Schaltung. Wofür die LEDs im Beispiel da sein sollen, ist mir auch nicht ganz klar. Funktionsanzeige? Klippinganzeige?
Laufrichtungsanzeige, das IC hat eine rein elektronische Umschaltung der Tonköpfe für Autoreverse, das geschieht über den einzigen Pin, der offen bleibt, oder auf Masse gelegt wird.
Das Gerät an sich läuft mit höchstens 3 Volt, da werden wohl keine Zenerdioden für höhere Spannungen verbaut sein. Die beiden Dioden sind gleicher Bauart (Glas, Gehäusegrösse, ein einzelner brauner Farbring, der gleichzeitig die Kathodenseite markiert) aber um 180 Grad versetzt bestückt. Es wird sich um stinknormale Dioden wie 1N4148 handeln, die ausgelötet sehr ähnliche Flusspannung haben müssen, etwa 0,55 bis 0,7Volt mit üblichen DMM im Diodentest-Messbereich. In Sperrichtung "unendlich".
Weitere Tipp: Gleichartige Positionen der beiden Audiokanäle sind mit den Anfangszahlen "hundert" bzw. "zweihundert" nummeriert. Beispiele: Der jeweils orange, tropfenförmige Tantalkondensator. Hier kannst Du ohmische Vergleichsmessungen pro Bauteil zwischen linkem und rechten Kanal durchführen. Auch den jeweiligen Widerstand "von da nach Masse".
Am Schleifer des Potis kann das Musiksignal per Trennkondensator abgenommen und einem externen Verstärker zugeführt werden. Im Schaltplan findest Du auch den jeweilgen Ein- und Ausgang der IC-Endstufen.
@ Nichtverzweifelter: Vielen Dank! Das hat wirklich geholfen!
So, das gute Stück läuft wieder!
Ich hatte in der Grabbelkiste noch ein paar Dioden und die tun's.
Allerdings hatte die Dioden wohl eher nichts mit meinem eigentlichen
Problem zu tun, den soweit ich jetzt aus dem Schaltplan herausklamüsert
habe, müssten die eher zum Stummschalten beim Bandrichtungswechsel
zuständig sein.
Das tatsächliche Problem ist beim Einlöten der Dioden sichtbar geworden:
Die dunkelgraue Ader von dem "Kabelbaum" hing zwar noch mit einem Fetzen
fest, hatte aber keinen Kontakt und ist abgefallen, als ich dran hängen
geblieben bin. Wieder angelötet tönten auch wieder beide Kanäle.
So und falls noch jemand verzweifelt Infos zu dem Toshiba TA8105N
sucht, hänge ich mal die Beispielbeschaltung mit deutscher Pinbelegung
an.