Forum: Offtopic Wie die Halbleitertechnik die DDR ruiniert hat


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Volker S. (sjv)


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ein interessantes YT Video:

https://www.youtube.com/watch?v=cxrkC-pMH_s

: Gesperrt durch Moderator
von Falk B. (falk)


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Du bist ja ein ganz Schneller!

Beitrag "Ost-Halbleiter"

von Al. K. (alterknacker)


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Das ist wirklich Doll!

von Lotta  . (mercedes)


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"Wir müssen mehr aus den Betrieben herausholen!"

[Erich Honecker auf ner Parteitagsrede]

mfg

von Falk B. (falk)


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Lotta  . schrieb:
> "Wir müssen mehr aus den Betrieben herausholen!"
>
> [Erich Honecker auf ner Parteitagsrede]

gähn Der Witz hat einen längeren Bart als ZZ-Top!

von Holger D. (hodoe)


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von Falk B. (falk)


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Umfreiwillig komisch

"Wir haben in der Mikroelektronik als eines der wenigen Länder der Welt 
die Entwicklung und Produktion mikroelektronischer Bauelemente 
einschließlich eines wesentlichen Teils der dazu erforderlichen 
speziellen Produktionsausrüstungen für hochintegrierte Schaltkreise 
gemeistert. Dabei
wird infolge des ungenügenden Standes der Arbeitsteilung ein breites 
Sortiment an mikroelektronischen Erzeugnissen entwickelt und produziert. 
Die Kosten für diese Erzeugnisse betragen z. Z. ein Mehrfaches des 
internationalen Standes. Ihr Einsatz in der Volkswirtschaft der DDR und 
im Export muss gegenwärtig mit über 3 Mrd. M pro Jahr gestützt werden"

Super!

Die DDR baut den GRÖßTEN Mikrochip der Welt!
Mikroelektronik aus der DDR, nicht klein zu kriegen!

Tja, da isses wieder, das grundlegende Ingenieuer- und 
Wirtschaftsprinzip. Effizienz. Woaran erinnert mich das doch gleich 
wieder . . . .?

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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"Die Feststellung, dass wir über ein funktionierendes System der Leitung 
und Planung verfügen, hält jedoch einer strengen Prüfung nicht stand. 
Durch neue Anforderungen, mit denen die DDR konfrontiert war, entstanden 
im Zusammenhang mit subjektiven Entscheidungen Disproportionen, denen 
mit einem
System aufwendiger administrativer Methoden begegnet werden sollte. 
Dadurch entwickelte sich ein übermäßiger Planungs- und 
Verwaltungsaufwand. Die Selbständigkeit der Kombinate und 
wirtschaftlichen Einheiten sowie der Territorien wurde eingeschränkt."

Hmm, scheint ein zeitloser Text zu sein ;-)

von Falk B. (falk)


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"Das bestehende System der Leitung und Planung hat sich hinsichtlich der 
notwendigen Entwicklung der Produktion der "1000 kleinen Dinge" sowie 
der effektiven Leitung und Planung der Klein- und Mittelbetriebe und der 
örtlichen Versorgungswirtschaft trotz großer Anstrengungen zentraler und
örtlicher Organe nicht bewährt, da ökonomische und 
Preis-Markt-Regelungen ausblieben."

AUTSCH!

von Falk B. (falk)


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Noch so ein Deja-Vu

"Im Zeitraum seit dem VIII. Parteitag wuchs insgesamt der Verbrauch 
schneller als die eigenen Leistungen. Es wurde mehr verbraucht als aus 
eigener Produktion erwirtschaftet wurde zu Lasten der Verschuldung im 
NSW, die sich von 2 Mrd. VM 1970 auf 49 Mrd. VM 1989 erhöht hat. Das 
bedeutet,
dass die Sozialpolitik seit dem VIII Parteitag nicht in vollem Umfang 
auf eigenen Leistungen beruht, sondern zu einer wachsenden Verschuldung 
im NSW führte."

Gilt nicht nur für Deutschland, auch die meisten Teile der Welt, allen 
voran die USA.

https://www.usdebtclock.org/

von Falk B. (falk)


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"Die Nettogeldeinnahmen sind mit 4,3 % jährlich schneller gewachsen als 
die Warenfonds mit 4 %. Für den langfristigen Zeitraum 1980 – 1989 
ergibt sich ein Verhältnis von 138,9 % Steigerung der Nettogeldeinnahmen 
zu 131,4 % Steigerung des Warenfonds. Das führte zu einem permanenten, 
sich ständig vergrößernden Kaufkraftüberhang."

Also ich bin ja kein Ökonon, schon gar kein Ostzonenökonom, aber das 
klingt mir nach reichlich Geschwurbel. Sollte man das nicht eher 
Inflation nennen? Denn WENN es weniger Waren gibt, aber mehr Geld, dann 
ist das doch kein Kaufkraftüberhang! Ich kann nicht soviel kaufen, weil 
die Waren nicht da sind. Von der sozialistischen Preisbildung mal ganz 
abgesehen.
Die Aluchips waren immer weniger wert!

von Falk B. (falk)


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"Es ist eine Umstrukturierung des Arbeitskräftepotentials erforderlich, 
um das Missverhältnis zwischen produktiven Kräften in der gesamten 
Wirtschaft und im Überbau zu beseitigen, d. h. drastischer Abbau von 
Verwaltungs- und Bürokräften sowie hauptamtlich Tätiger in 
gesellschaftlichen Organisationen
und Einrichtungen."

Parteisekretäre in die Produktion?

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Volker S. schrieb:
> ein interessantes YT Video:
> https://www.youtube.com/watch?v=cxrkC-pMH_s

Schade nur dass der 20 minütige Filmbeitrag auf englisch ist. Man 
versteht ja nix. Da es um Deutschland geht, hätte ich gedacht...

von Falk B. (falk)


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Michael M. schrieb:
> Schade nur dass der 20 minütige Filmbeitrag auf englisch ist. Man
> versteht ja nix. Da es um Deutschland geht, hätte ich gedacht...

Ist Englisch das Mittel der Wahl, wenn man dem "Rest" der Welt das 
Problem erklären will. Der Kanal ist Englisch, der Autor, die meisten 
Zuseher weltweit verstehen eher Englisch als Deutsch.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Falk altert wohl schneller als andere hier :-)

Da hattest du doch noch Windeln an.

von Falk B. (falk)


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"Alle Elemente der Subventions- und Preispolitik, die dem 
Leistungsprinzip widersprechen sowie zur Verschwendung und Spekulation 
führen, sind zu beseitigen."

Darüber sollte man auch heute mal wieder nachdenken.

von Falk B. (falk)


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Abdul K. schrieb:
> Falk altert wohl schneller als andere hier :-)
>
> Da hattest du doch noch Windeln an.

Mathe 5?

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Falk B. schrieb:
> Mathe 5?

Da war er nämlich noch gar nicht auf der Welt, genau wie ich auch nicht.

von Falk B. (falk)


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"Vorhandene Elemente einer bürokratischen Zentralisierung in Leitung und 
Planung, deren Bearbeitung und Lösung nicht in der Zentrale möglich und 
erforderlich sind, sind abzuschaffen und die Eigenverantwortung der 
Kombinate und Betriebe wesentlich zu erhöhen."

Also mehr Marktwirtschaft. Tststststs.

von Falk B. (falk)


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Michael M. schrieb:
>> Mathe 5?
>
> Da war er nämlich noch gar nicht auf der Welt, genau wie ich auch nicht.

Was meinst du mit "da"? Im Jahr 1989, als die glorreiche DDR am Ende 
war, gab es mich schon eine ganze Weile.

von Falk B. (falk)


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"Die Rolle des Geldes als Maßstab für Leistung, wirtschaftlichen Erfolg 
oder Misserfolg ist wesentlich zu erhöhen."

WAS? Das ist ja KAPITALISMUS! KETZEREI!!!!

von Falk B. (falk)


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"Der Wahrheitsgehalt der Statistik und Information ist auf allen 
Gebieten zu gewährleisten."

Was? Waren diese Statikiken etwas "frisiert"? Kann doch gar nicht sein!
Kein Wunder, daß das Dokument als geheim eingestuft war und kaum 8 
Wochen später offiziell vernichtet werden sollte.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)



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Falk B. schrieb:
> Was meinst du mit "da"?

Ich meine natürlich die Zeit mit den schwarz weiß Aufnahmen mit Walter 
Ulbricht.

von Falk B. (falk)


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"Die Verwirklichung der dargelegten Maßnahmen erfordert eine straffe 
staatliche Leitung und Organisation."

Wenn das mal kein Irrtum war. Ein Problem wird nicht durch die gleichen 
Leute gelöst, durch das es entstanden ist.

"Dabei schließt die DDR jede Idee von Wiedervereinigung mit der BRD oder 
der Schaffung einer Konföderation aus."

Und das wurde am 30. Oktober 1989 geschrieben (verteilt). An 9. November 
fiel die Mauer, weniger als 1 Jahr später am 3. Oktober kam die 
Wiedervereinigeung. This did'nt age well ;-)

"Um der BRD den ernsthaften Willen der DDR zu unseren Vorschlägen 
bewusst zu machen, ist zu erklären, dass durch diese und weitergehende 
Maßnahmen der ökonomischen und wissenschaftlichtechnischen 
Zusammenarbeit DDR – BRD noch in diesem Jahrhundert solche Bedingungen 
geschaffen werden, die heute existierende Form der Grenze zwischen 
beiden deutschen Staaten überflüssig zu machen."

Hey, die hatten vielleicht doch eine Vision!

"Dies müsste jedoch verbunden werden mit eigenen politischen und 
ökonomischen Vorschlägen der BRD zur Entspannung und zur ökonomischen 
Unterstützung der DDR, wobei die Tatsache zu berücksichtigen ist, dass 
unserem Land in der Zeit der offenen Staatsgrenze laut Einschätzung 
eines
Wirtschaftsinstitutes der BRD ein Schaden von ca. 100 Mrd. Mark 
entstanden ist."

Ohje. Der betonköpfige Verlierer will die Bedingungen diktieren und das 
Abwandern der Leute vor dem Mauerbau, welches durch die betonköpfige, 
sozialistische Politik entstanden ist, sich noch bezahlen zu lassen. Das 
nenne ich mal Realitätsverlust!

Naja, aber alles in allem ein interessantes Dokument, wenn gleich es 
natürlich zur Zeit des Schreibens schon 20 nach 12 war. Die DDR war 
nicht mehr zu retten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Ohje. Der betonköpfige Verlierer will die Bedingungen diktieren und das
> Abwandern der Leute vor dem Mauerbau, welches durch die betonköpfige,
> sozialistische Politik entstanden ist, sich noch bezahlen zu lassen. Das
> nenne ich mal Realitätsverlust!

Na und? Polen will ja auch Reparationen dafür, dass sie sich ein Drittel 
des Deutschen Reiches einverleibt haben.

von Falk B. (falk)


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Percy N. schrieb:
> Na und? Polen will ja auch Reparationen dafür, dass sie sich ein Drittel
> des Deutschen Reiches einverleibt haben.

Tja, Betonköpfigkeit ist zeitlos. Jeder blamiert sich so gut er kann.

von Gerald B. (gerald_b)


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Falk B. schrieb:
> "Dies müsste jedoch verbunden werden mit eigenen politischen und
> ökonomischen Vorschlägen der BRD zur Entspannung und zur ökonomischen
> Unterstützung der DDR, wobei die Tatsache zu berücksichtigen ist, dass
> unserem Land in der Zeit der offenen Staatsgrenze laut Einschätzung
> eines
> Wirtschaftsinstitutes der BRD ein Schaden von ca. 100 Mrd. Mark
> entstanden ist."
>
> Ohje. Der betonköpfige Verlierer will die Bedingungen diktieren und das
> Abwandern der Leute vor dem Mauerbau, welches durch die betonköpfige,
> sozialistische Politik entstanden ist, sich noch bezahlen zu lassen. Das
> nenne ich mal Realitätsverlust!

Ich kann mich noch daran erinnern, das wir im 
Staatsbürgerkundeunterricht den Weg von Ungarn diskutiert haben. Nicht 
die spätere Grenzöffnung, sondern wie sich Ungarn dem Westen mit 
Reformen geöffnet hat.
Darin erzählte unser Staatsbürgerkundelehrer, das der ungarische Staat 
von ausreisewilligen Ungarn eine Abfindung für ihre schulische 
Ausbildung und ein Studium, sofern vorhanden, kassiert hat.
Im Prinzip ein nachvollziehbares Argument. Ist heute ja nicht anders. 
Wenn wir gesuchte Fachleute irgendwo abwerben, schwächen wir wiederum 
die dortigen Wirtschaften. Es will auch heute eben keiner Geld in die 
Hand nehmen und Leute "auf Vorrat" ausbilden.
Wenn wir damals in der DDR etwas hatten, dann waren es gut ausgebildete 
Facharbeiter.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Jeder blamiert sich so gut er kann.

Jeder betreibt seinen Wahlkampf so gut er kann. Es geht um die 
Innenwirkung. Auf allen Seiten Gegner zu sehen ist zwar 
gesamtstrategisch strunzdumm, schweißt aber die eigene Clientel 
zusammen.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Gerald B. schrieb:
> Darin erzählte unser Staatsbürgerkundelehrer, das der ungarische Staat
> von ausreisewilligen Ungarn eine Abfindung für ihre schulische
> Ausbildung und ein Studium, sofern vorhanden, kassiert hat.
> Im Prinzip ein nachvollziehbares Argument.

Das ist im Prinzip Leibeigenschaft. War ja im Ostblock normal. Der 
Straftatbestand "Republikflucht" sag ja alles.

> Ist heute ja nicht anders.

Hä?

> Wenn wir gesuchte Fachleute irgendwo abwerben, schwächen wir wiederum
> die dortigen Wirtschaften.

Jain. Willst du es den Leuten verwehren, ein besseres Angebot 
anzunehmen? Willst du ihnen diktieren, wo sie arbeiten sollen? Vor allem 
innerhalb nationaler Grenzen? Nur mal als Anmerkung, die EU (die wir ja 
alle vorbehaltlos lieben), hat EU-weite Arbeitnehmerfreizügigkeit. 
Sprich, jeder EU-Bürger darf in jedem EU-Land arbeiten.

> Es will auch heute eben keiner Geld in die
> Hand nehmen und Leute "auf Vorrat" ausbilden.

Naja, es wird schon ganz gut Geld dafür in die Hand genommen, auch für 
ausländische Studenten. Und was heißt denn "Vorrat"? Fachkräfte kann man 
nicht aus "Vorrat" ausbilden, ins Lager packen und bei Bedarf rausholen. 
Die bildet man aus mit der Peilung, daß die nach ihrem Abschluss einen 
Job mit ihrer Ausbildung finden. Das klappt mal, mal nicht. Siehe die 
diversen Krisen, u.s. der Maschinenbauer, Bauingenieure etc.

> Wenn wir damals in der DDR etwas hatten, dann waren es gut ausgebildete
> Facharbeiter.

Stimmt. Aber eine beschissene, lahmarschige, betonköpfige 
Planwirtschaft, die JEGLICHE Eigeninitiative und Innovation abgewürgt 
hat. Von fehlender Marktwirtschaft (Angebot-Nachfrage Prinzip, frei 
Preisbildung etc.) ganz zu schweigen. Die Facharbeite und auch die guten 
Akademiker wurden ausgebremst .

von Max M. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> "Die Feststellung, dass wir über ein funktionierendes System der Leitung
> und Planung verfügen, hält jedoch einer strengen Prüfung nicht stand.
> Durch neue Anforderungen, mit denen die DDR konfrontiert war, entstanden
> im Zusammenhang mit subjektiven Entscheidungen Disproportionen, denen
> mit einem
> System aufwendiger administrativer Methoden begegnet werden sollte.
> Dadurch entwickelte sich ein übermäßiger Planungs- und
> Verwaltungsaufwand.

In der Tat, zeitlos.
Ebenso zeitlos ist die Tatsache das man nichts daraus lernt.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Das ist im Prinzip Leibeigenschaft.

Man kann es auch anders machen. Jeder zahlt seine gesamte Ausbildung 
selbst. Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich 
Schuldknechtschaft.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Das ist im Prinzip Leibeigenschaft.
>
> Man kann es auch anders machen. Jeder zahlt seine gesamte Ausbildung
> selbst. Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich
> Schuldknechtschaft.

Naja. Die KOSTENLOSE Bildung in Deutschland bis zum 
Universitätsabschluss ist schon verdammt viel Wert und wird von den 
allermeisten Leuten, auch mir, nicht so gewürdig, wie sie es verdient. 
Die Amis zocken ihre Leute mit Studienkrediten schön ab. Trotzdem ist es 
nicht akzeptabel, daß der Staat bzw. die Gesellschaft den Menschen dann 
vorschreibt, was sie zu tun haben und wo sie hingehen. Wenn die Angebote 
gut genug sind, bleiben die Leute!

Und mal wieder typisch A.K. Das Zitat bewußt verkürzen und schöne 
Dialektik draus machen. Sowas kriegt nur einer hin, der im freien Westen 
aufgewachsen ist und die Gängelei des Ostblocks nur aus der Zeitung 
kennt. Bravo!

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Zumindest in Sachsen zahlt man Semestergebühren und die überschneiden 
sich nun auch noch mit dem €49-Ticket.

Aber prinzipiell gebe ich dir (ausnahmsweise) recht.

Ist eben ein rohstoffarmes Land...

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Die KOSTENLOSE Bildung in Deutschland bis zum Universitätsabschluss ist
> schon verdammt viel Wert und wird von den allermeisten Leuten, auch mir,
> nicht so gewürdig, wie sie es verdient.

Es handelt sich dabei um ein Grundrecht nach MRK.

In Deutschland entzieht sichcder Staat gern dieser Pflicht, sei es durch 
Studiengebühren, sei es durch Vorenthaltung freier Lern- und Lehrmittel 
an Schulen, sei es durch Kostenpflicht für Kinderbetreuung vor 
Einschulung. Tatwäre eine Vorschulpflicht ab dem vierten, besser 
dritten,Lebensjahr nötig; diese wird aber nicht eingeführt, weil es Geld 
kosten würde. In Deutschland fehlen derzeit 40.000 Lehrer an 
allgemeinbildenden Ychulen; und dies sicherlich nicht nur wegen der 
vielen Kinder aus der Ukraine.

Dass das deutsche Schulsystem auf keiner Stufe zuverlässig für 
qualifizierende Abschlüsse garantiert, ist hier schon öfter zhematisiert 
worden.

(prx) A. K. schrieb:
> Man kann es auch anders machen. Jeder zahlt seine gesamte Ausbildung
> selbst. Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich
> Schuldknechtschaft.

Darauf läuftxes in Deutschland zur Zeit ohnehin hinaus, wenn Du Dichcauf 
die erfolgversprechenden Bildungswege beschränkst.

von Falk B. (falk)


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Abdul K. schrieb:
> Zumindest in Sachsen zahlt man Semestergebühren und die überschneiden
> sich nun auch noch mit dem €49-Ticket.

Das sind NEBENkosten. Für die Schule/Uni zahlst du keinen Cent! Und komm 
mir jetzt nicht mir Schulbüchern und Kopierkosten!

> Aber prinzipiell gebe ich dir (ausnahmsweise) recht.

Oh wie schrecklich! Hat dich das Überwindung gekostet?

> Ist eben ein rohstoffarmes Land...

Aha. Weil alle anderen (roh)stoffarmen Länder das genau so machen . . .
Der rohstoffreiche Kongo hat es da bestimmt besser. Oder Russland. Oder, 
oder . . .
Rohstoffe sind wichtig, aber deren Veredlung ist noch wichtiger und 
einträglicher.

von Percy N. (vox_bovi)


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Abdul K. schrieb:
> Zumindest in Sachsen zahlt man Semestergebühren und die überschneiden
> sich nun auch noch mit dem €49-Ticket.

Das klingt so, als meintest Du nicht die Studiengebühren, sondern den 
Semesterbeitrag zum Studentenwerk. Richtig?

von Falk B. (falk)


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Percy N. schrieb:
>> Die KOSTENLOSE Bildung in Deutschland bis zum Universitätsabschluss ist
>> schon verdammt viel Wert und wird von den allermeisten Leuten, auch mir,
>> nicht so gewürdig, wie sie es verdient.
>
> Es handelt sich dabei um ein Grundrecht nach MRK.

Was ist MRK?

> In Deutschland entzieht sichcder Staat gern dieser Pflicht, sei es durch
> Studiengebühren, sei es durch Vorenthaltung freier Lern- und Lehrmittel
> an Schulen, sei es durch Kostenpflicht für Kinderbetreuung vor
> Einschulung.

Jaja, schon wieder ein sozialistischer Träumer.

> Tatwäre eine Vorschulpflicht ab dem vierten, besser
> dritten,Lebensjahr nötig; diese wird aber nicht eingeführt, weil es Geld
> kosten würde. In Deutschland fehlen derzeit 40.000 Lehrer an
> allgemeinbildenden Ychulen; und dies sicherlich nicht nur wegen der
> vielen Kinder aus der Ukraine.

Jahrelang waren Lehrer nicht sonderlich nachgefragt und man hat viele in 
den Vorruhestand geschickt.

> Dass das deutsche Schulsystem auf keiner Stufe zuverlässig für
> qualifizierende Abschlüsse garantiert, ist hier schon öfter zhematisiert
> worden.

Das liegt aber mal sicher nicht allein am "System", sondern auch am 
Menschenmaterial.

>> Man kann es auch anders machen. Jeder zahlt seine gesamte Ausbildung
>> selbst. Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich
>> Schuldknechtschaft.
>
> Darauf läuftxes in Deutschland zur Zeit ohnehin hinaus, wenn Du Dichcauf
> die erfolgversprechenden Bildungswege beschränkst.

Quark. Aber wir wissen ja, von wem es kommt.

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Trotzdem ist es nicht akzeptabel, daß der Staat bzw. die Gesellschaft
> den Menschen dann vorschreibt, was sie zu tun haben und wo sie hingehen.
> Wenn die Angebote gut genug sind, bleiben die Leute!

Schau Dich mal in einem deutschen Krankenhaus um: die Hälfte der Ärzte 
sind Ausländer, die hier studiert haben und nicht in ihre Heimatländer, 
due furxhtbar unter dem brain drsin leiden, zurück wollen.
Dazu kommen Ärzte und Pfkegepersonal, die in Polen oder Ungarn 
abgeworben wurden.

von Falk B. (falk)


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Percy N. schrieb:
>> Trotzdem ist es nicht akzeptabel, daß der Staat bzw. die Gesellschaft
>> den Menschen dann vorschreibt, was sie zu tun haben und wo sie hingehen.
>> Wenn die Angebote gut genug sind, bleiben die Leute!
>
> Schau Dich mal in einem deutschen Krankenhaus um: die Hälfte der Ärzte
> sind Ausländer, die hier studiert haben und nicht in ihre Heimatländer,
> due furxhtbar unter dem brain drsin leiden, zurück wollen.
> Dazu kommen Ärzte und Pfkegepersonal, die in Polen oder Ungarn
> abgeworben wurden.

Was meine Aussage nur bestätigt! Die Angebote sind zu schlecht! Du 
kannst auch gern als Arzt für 50 Dollar/Monat in Kuba arbeiten!
Auf der anderen Seite zeigt es auch, daß die Ausbildung in Deutschland 
und Rückkehr in die Heimatländer kaum funktoniert. Außer vielleicht für 
die meisten Chinesen.
Und ist es nicht der (linke) Zeitgeist, "no border, no nation" 
einzufordern? Hier hat man den Zustand. Das Ergebnis gefällt dann aber 
auch nicht.

von Thomas U. (charley10)


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Falk B. schrieb:
> Lotta  . schrieb:
>> "Wir müssen mehr aus den Betrieben herausholen!"
>>
>> [Erich Honecker auf ner Parteitagsrede]
>
> gähn Der Witz hat einen längeren Bart als ZZ-Top!

Wieso Witz?
An diese Anweisung haben sich Millionen von Werktätigen täglich 
gehalten!

von Joachim B. (jar)


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Falk B. schrieb:
> Umfreiwillig komisch

ich hatte zu AtariST Zeiten sehnsüchtig auf günstige 1Mbit Chips 
gewartet, musste aber dann bei den Japanern kaufen und als der erste 
1Mbit wohl aus der Halbleiterschmiede kam rüstete ich den AtariST mit 
16Mbit Chips auf. In den Handel kamen die DDR (nicht double data rate) 
Chips ja nie mehr.

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>>> Die KOSTENLOSE Bildung in Deutschland bis zum Universitätsabschluss ist
>>> schon verdammt viel Wert und wird von den allermeisten Leuten, auch mir,
>>> nicht so gewürdig, wie sie es verdient.
>>
>> Es handelt sich dabei um ein Grundrecht nach MRK.
>
> Was ist MRK?
Menschenrechtskonvention. Für manchen Zeitgenossen sicherlich ein 
Fremdwort.
>> In Deutschland entzieht sichcder Staat gern dieser Pflicht, sei es durch
>> Studiengebühren, sei es durch Vorenthaltung freier Lern- und Lehrmittel
>> an Schulen, sei es durch Kostenpflicht für Kinderbetreuung vor
>> Einschulung.
>
> Jaja, schon wieder ein sozialistischer Träumer.
Nö, geltendes Recht.
>> Tatwäre eine Vorschulpflicht ab dem vierten, besser
>> dritten,Lebensjahr nötig; ...
> Jahrelang waren Lehrer nicht sonderlich nachgefragt und man hat viele in
> den Vorruhestand geschickt.
Das kannst Du sicherlich belegen?
>> Dass das deutsche Schulsystem auf keiner Stufe zuverlässig für
>> qualifizierende Abschlüsse garantiert, ist hier schon öfter zhematisiert
>> worden.
>
> Das liegt aber mal sicher nicht allein am "System", sondern auch am
> Menschenmaterial.
Was für nettes Braundeutsch, LTI vom Feinsten.

>>> Man kann es auch anders machen. Jeder zahlt seine gesamte Ausbildung
>>> selbst. Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich
>>> Schuldknechtschaft.
>>
>> Darauf läuftxes in Deutschland zur Zeit ohnehin hinaus, wenn Du Dichcauf
>> die erfolgversprechenden Bildungswege beschränkst.
>
> Quark. Aber wir wissen ja, von wem es kommt.
Wer seid Ihr denn so?

von Percy N. (vox_bovi)


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Falk B. schrieb:
> Was meine Aussage nur bestätigt!

Jein. Was ich verschwiegen habe: ein mir befreundetes Paar hat in D 
Medizin studiert,  jetzt leben und arbeiten beide in der Schweiz; er sls 
Prof, sie als Ärztin. Hier waren due Angebote in diesen Fällen wohl 
nicht gut genug ...

Vor einigen Jahren lernte ich eine junge Anwältin kennen, verheiratet, 
zwei kleine Kinder. Der Mann arbeitete als Arzt im Krankenhaus, fuhr am 
Wochenende Taxi. Trotzdem bezogen sie dazu H 4. Die sind vermutlich nur 
deshalb geblieben, weil ihr Studium im Ausland nichts wert gewesen wäre.

von Percy N. (vox_bovi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Jeder blamiert sich so gut er kann.
>
> Jeder betreibt seinen Wahlkampf so gut er kann. Es geht um die
> Innenwirkung. Auf allen Seiten Gegner zu sehen ist zwar
> gesamtstrategisch strunzdumm, schweißt aber die eigene Clientel
> zusammen.

Wenn es nur das ist, dann mag es so sein. Zur Zeit könnte man aber auch 
befürchten, dass mancher dort Pilsudskis Wunschtraum weitertäumt: ein 
Großpolen von Danzig bis Odessa inter Einschluss der Krim. Wenn man es 
geschickt anstellt,  dann könnte es dies Mal klappen.

Herr Biden hätte wohl nicht allzu viel dagegen.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Sowas kriegt nur einer hin, der im freien Westen
> aufgewachsen ist und die Gängelei des Ostblocks nur aus der Zeitung
> kennt.

Das Schema, eine Investition in Bildung bei allzu früher Kündigung 
wieder teilweise zurück zu holen, gibt es auch in Unternehmen. Ist dort 
halt eine vertragliche Angelegenheit. Bei einem kostenlosen Studium wäre 
das ebenso denkbar und in meinen Augen für D zwar nicht wünschenswert, 
aber auch nicht absurd.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das Schema, eine Investition in Bildung bei allzu früher Kündigung
> wieder teilweise zurück zu holen, gibt es auch in Unternehmen. Ist dort
> halt eine vertragliche Angelegenheit. Bei einem kostenlosen Studium wäre
> das ebenso denkbar und in meinen Augen auch nicht absurd.

Mag sein, aber willst du so einen Vertrag mit einem Erstklässler 
abschließen? Rechtmündigkeit und so. Solche Deals gibt es bei der 
Bundeswehr, BA-Studium etc. Dort sind es aber volljährige Menschen, die 
das machen. Und vor allem, es wird VORHER klar kommuniziert. Ändert aber 
nix am Grundübel.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Bei einem kostenlosen Studium wäre
>> das ebenso denkbar und in meinen Augen auch nicht absurd.
>
> Mag sein, aber willst du so einen Vertrag mit einem Erstklässler
> abschließen?

Den paar Erstklässlern mit Studienreife traue ich das schon zu.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die wenigsten Erstklässler haben Studienreife.

Deine erste Aussage war diese.

"Jeder zahlt seine gesamte Ausbildung selbst."

Darauf bezog ich mich.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> Das sind NEBENkosten. Für die Schule/Uni zahlst du keinen Cent! Und komm
> mir jetzt nicht mir Schulbüchern und Kopierkosten!

Für mich zählen die GESAMTkosten!


>
>> Aber prinzipiell gebe ich dir (ausnahmsweise) recht.
>
> Oh wie schrecklich! Hat dich das Überwindung gekostet?

Türlich. Weißt du doch.


>
>> Ist eben ein rohstoffarmes Land...
>
> Aha. Weil alle anderen (roh)stoffarmen Länder das genau so machen . . .
> Der rohstoffreiche Kongo hat es da bestimmt besser. Oder Russland. Oder,
> oder . . .
> Rohstoffe sind wichtig, aber deren Veredlung ist noch wichtiger und
> einträglicher.

Nette Länder erwähnst du da. Besser antwortet man da gar nicht!


Semesterbeitrag zum Studentenwerk war gemeint. Ich bekomm das nur so 
nebenbei vom Nachwuchs mit. Bin ja lange raus.

von (prx) A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Schau Dich mal in einem deutschen Krankenhaus um:

Ist in der Schweiz ähnlich. Auch da sind unter dem Medizinpersonal sehr 
viele Ausländer (45% der Ärzte). Mit etwas Glück trifft man dort seinen 
früheren Hausarzt wieder. Die Deutschen machen in der Deutschschweiz den 
grössten Ausländeranteil aus. Deutschland muss die Lücken dann eben 
anderweitig stopfen, was sprachlich leider nicht ganz so gut passt. Die 
Völkerwanderung des 21. Jahrhunderts.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Abdul K. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Das sind NEBENkosten. Für die Schule/Uni zahlst du keinen Cent! Und komm
>> mir jetzt nicht mir Schulbüchern und Kopierkosten!
>
> Für mich zählen die GESAMTkosten!

Sicher. Aber auch die sind im internationalen Vergleich immer noch 
moderat.  Und daß Wohnen und die "restlichen" Lebenshaltungskosten 
gestiegen sind, ist ja kein Versagen des Bildungssystems oder dem Staat, 
der das bezahlt.

>>> Ist eben ein rohstoffarmes Land...
>>
>> Aha. Weil alle anderen (roh)stoffarmen Länder das genau so machen . . .
>> Der rohstoffreiche Kongo hat es da bestimmt besser. Oder Russland. Oder,
>> oder . . .
>> Rohstoffe sind wichtig, aber deren Veredlung ist noch wichtiger und
>> einträglicher.
>
> Nette Länder erwähnst du da. Besser antwortet man da gar nicht!

Bist du emotional überfordert?

> Semesterbeitrag zum Studentenwerk war gemeint. Ich bekomm das nur so
> nebenbei vom Nachwuchs mit. Bin ja lange raus.

Der ist, auch wenn der heute höher als zu meiner Zeit ist, immer noch 
symbolisch. Schau mal an, was du dafür bekommst!

von (prx) A. K. (prx)


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Es gibt auch in D Studiengänge, die man voll aus eigener Tasche 
finanzieren muss - oder halt per Studienkredit. Weil der Person die 
anfangs ausprobierten klassischen Uni-Fächer zu trocken waren. Aber es 
hat funktioniert, die Synthese aus MINT-Artigem und Kreativem war genau 
richtig.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Es gibt auch in D Studiengänge, die man voll aus eigener Tasche
> finanzieren muss - oder halt per Studienkredit.

Welche denn? Gender Studies eher nicht.

Und selbst wenn, sind das absolute Ausnahmen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Welche denn? Gender Studies eher nicht.

Nennt sich in diesem Fall Gamedesign. Betrifft aber nicht nur Games. Die 
Filmbranche saugt diese Leute auf, aber auch virtuelle Messestände und 
Gerätedemonstrationen, Architektur, ...

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Und mal wieder typisch A.K. Das Zitat bewußt verkürzen und schöne
> Dialektik draus machen. Sowas kriegt nur einer hin, der im freien Westen
> aufgewachsen ist und die Gängelei des Ostblocks nur aus der Zeitung
> kennt. Bravo!

Komisch. Und ich dachte bisher doch glatt, in Dialektik wären die aus 
dem Osten die Experten. Im westlicher Bildung war die eher was für die 
brotlosen Künste.

: Bearbeitet durch User
von Uwe D. (monkye)


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(prx) A. K. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Schau Dich mal in einem deutschen Krankenhaus um:
>
> Ist in der Schweiz ähnlich. Auch da sind unter dem Medizinpersonal sehr
> viele Ausländer (45% der Ärzte). Mit etwas Glück trifft man dort seinen

Das ist ja nun nix Neues. Zu wenige Kinder. Es fehlen einfach Menschen 
in allen Berufsgruppen. Nicht nur in D, sondern auch in AT, CH, L, DK, …

Und die Rahmenbedingungen im Ursprungsland der beruflichen Umsiedler 
beschränken sich nicht nur auf Geld, sondern auch  auf das direkte 
Umfeld: Wohnung/Haus, Schulen, Kindergärten, Supermärkte, Ärzte, 
Infrastruktur (Bus, Bahn, Straßen, …), Umwelt (Lärm/Dreck), 
Karrieremöglichkeiten, Teilzeit, …

Jedenfalls haben die Russen das Ende schon 4, 5 Jahre früher kommen 
sehen und Honecker & Co. wollten davon nichts wissen. Naja, das Leben 
hat ja bekanntlich die Unbelehrbaren bestraft.

von Falk B. (falk)


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Uwe D. schrieb:
> Jedenfalls haben die Russen das Ende schon 4, 5 Jahre früher kommen
> sehen und Honecker & Co. wollten davon nichts wissen. Naja, das Leben
> hat ja bekanntlich die Unbelehrbaren bestraft.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Super! +1
Haitzinger war mein Lieblingskarikaturist!

von Joachim B. (jar)


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Uwe D. schrieb:
> Zu wenige Kinder. Es fehlen einfach Menschen
> in allen Berufsgruppen. Nicht nur in D, sondern auch in AT, CH, L, DK, …

Es sind genug Kinder da nur kaum welche die arbeiten wollen, bei 50% 
Abiturquote glaubt doch keiner das alle studierfähig sind.

Nur warum zwingt man Kinder in Abitur die es nicht können, warum werden 
Lehrer angewiesen die Hürden zu senken?
Jeder ein Abitur ist auch keine Lösung.

von Falk B. (falk)


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Joachim B. schrieb:
> Jeder ein Abitur ist auch keine Lösung.

Stimmt! Jeder sollte promovieren! Mindestens!

von Uwe D. (monkye)


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Joachim B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Zu wenige Kinder. Es fehlen einfach Menschen
>> in allen Berufsgruppen. Nicht nur in D, sondern auch in AT, CH, L, DK, …
>
> Es sind genug Kinder da nur kaum welche die arbeiten wollen, bei 50%
> Abiturquote glaubt doch keiner das alle studierfähig sind.

Das ist eine sehr vereinfachte Sichtweise. Es fehlt über sämtliche 
Qualifikationsebenen das Personal. Und für bestimmte Berufsgruppen ist 
eine Fachschulausbildung das Minimum.
Die Ausbildung zur Krankenpflege ist in Deutschland eine normale 
Berufsausbildung, aber in Norwegen oder Frankreich ist ein Studium 
notwendig.

> Nur warum zwingt man Kinder in Abitur die es nicht können, warum werden

Zwingen? Du meinst die Eltern, die begriffen haben, dass es Sinn macht 
zu studieren??

Ansonsten ist es wie immer: Der Absolvent trifft auf die Realität, ob 
promoviert oder nicht.
Beruf kommt von „berufen sein“. Und ein Studium ist zuallererst einmal 
der Einstieg in eine höhere Ebene der Arbeitsweise. In der Regel erfolgt 
bei den Meisten (2/3) eine Neuorientierung.

Bevor jetzt wieder die Goldwaage rausgeholt wird: Wie war es denn bei 
Euch selbst?

Davon mal abgesehen, hat mich die DDR-Obrigkeit in Sippenhaft genommen, 
weil meine Oma im Westen geblieben ist. Nur deshalb bekam ich nur eine 
drittklassige Einschreibung an eine Provinz-FS. Erst nach 1990 konnte 
ich meinen Weg nach meinem Gusto in die Hand nehmen. Nach Leistungen 
ging es jedenfalls nicht…

von Falk B. (falk)


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Uwe D. schrieb:

>> Nur warum zwingt man Kinder in Abitur die es nicht können, warum werden
>
> Zwingen? Du meinst die Eltern, die begriffen haben, dass es Sinn macht
> zu studieren??

Naja, Zwang ist das nicht wirklich, eher eine Gruppendynamik, wo viele 
glauben, mit einem (einfachen) Studium einen schönen, hippen, gut 
bezahlten Job mit wenig Aufwand zu kriegen. Das böse Erwachen kommt dann 
aber eher schnell. Oder man geht in den Bundestag . . . .

> Bevor jetzt wieder die Goldwaage rausgeholt wird: Wie war es denn bei
> Euch selbst?

Unkritisch, da Jahrgang 1976, Studium 1996-2000.

> Davon mal abgesehen, hat mich die DDR-Obrigkeit in Sippenhaft genommen,
> weil meine Oma im Westen geblieben ist. Nur deshalb bekam ich nur eine
> drittklassige Einschreibung an eine Provinz-FS. Erst nach 1990 konnte
> ich meinen Weg nach meinem Gusto in die Hand nehmen. Nach Leistungen
> ging es jedenfalls nicht…

Stimmt so nicht. Die EOS-Quote (für Nicht-Ossis, Erweiterte Oberschule, 
heute Abitur genannt) gab es nur für ca. 15% der Schüler. Wenn man 
politisch negativ auffällig war, war es schwierig bis unmöglich. Wenn 
man positiv politisch auffällig war, war es einfacher. Die Neutralen 
(die große Mehrheit) wurden schon nach Leistung/Noten ausgewählt.

von (prx) A. K. (prx)


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Uwe D. schrieb:
> Zwingen? Du meinst die Eltern, die begriffen haben, dass es Sinn macht
> zu studieren??

Es sind nicht (nur) die Eltern, die solche Entscheidungen betreiben. 
Immerhin geht es bei einem Studium um mehr oder weniger erwachsene 
Menschen, die gerade aus einer Phase kommen, in der sie ihre 
Entscheidungen auch gerne explizit gegen die Eltern treffen. Eher sind 
es die impliziten Vorbilder der Person selbst.

Wenn allerdings beide Eltern Akademiker sind, und #1 und #2 sich völlig 
berechtigt ebenso für akademischen Bildungsweg entschieden haben, dann 
muss niemand #3 irgendwelche Flöhe ins Ohr setzen. Da entsteht eine 
Erwartungshaltung an sich selbst.

Klar gibt es Eltern, die Druck ausüben oder eine klare Erwartungshaltung 
ausdrücken. Das war aber definitiv nicht der Fall, im Gegenteil: 
Entgegen Tipps aus ihrem Umfeld, Eltern&Co, laboriert sie aus eigenem 
Antrieb am dritten Anlauf.

: Bearbeitet durch User
von Uwe D. (monkye)


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Falk B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Davon mal abgesehen, hat mich die DDR-Obrigkeit in Sippenhaft genommen,
>> weil meine Oma im Westen geblieben ist. Nur deshalb bekam ich nur eine
>> drittklassige Einschreibung an eine Provinz-FS. Erst nach 1990 konnte

> Stimmt so nicht. Die EOS-Quote (für Nicht-Ossis, Erweiterte Oberschule,
> heute Abitur genannt) gab es nur für ca. 15% der Schüler. Wenn man
> politisch negativ auffällig war, war es schwierig bis unmöglich.

Was stimmt so nicht? Natürlich wurde ich bestraft, weil meine Oma im 
Westen blieb. Es war auch keine Republikflucht, weil sie als Rentner 
ganz legal hätte gehen können. Man ließ sie aber nicht, zu 
systemkritisch aufgefallen.
Das hat mit Quote nichts zu tun.

Im Übrigen wurden dumme Partei-Beklatscher (Partei=SED) immer 
mitgeschleift, trotz Minderleistungen.

Reporter „Dieter, Du interessierst Dich ja für die SED. Was willst Du 
denn mal beruflich machen?“
Dieter „Ich will standieren.“
Reporter „Ach Du meinst studieren… Was willst Du denn studieren?“
Dieter „Sag ich doch. Naja, Maximum-Leninmum.“
Reporter „Sicher meinst Du Marxismus-Leninismus.“
Dieter „Ja, hab ich doch gesagt.“
Reporter „Und was willst Du dann werden wenn Du fertig bist mit dem 
Studium?“
Dieter „Natürlich Partisanensäkretei“

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Joachim B. schrieb:
> Nur warum zwingt man Kinder in Abitur die es nicht können, warum werden
> Lehrer angewiesen die Hürden zu senken?

Um beim Fall zu bleiben: Die Eltern versetzten sie nach erheblichen 
Problemen vom Gymnasium in die Realschule. Da lief es mit grossem 
Erfolg. Ausschliesslich sie selbst entschied sich anschliessend für ein 
Aufbaugymnasium.

Natürlich ist das ein Einzelfall. Aber bei einem Urteil hinsichtlich 
Zwängen sollte man vorsichtig sein, bevor man Vorwürfe verteilt. Es ist 
die gesamte Gesellschaft, die bei dem Trend mitwirkt, nicht nur Eltern. 
Eine Gesellschaft, die einer Fachausbildung einen geringeren Wert 
beimisst. Was von den Betroffenen durchaus wahrgenommen wird.

von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar gibt es Eltern, die Druck ausüben oder eine klare Erwartungshaltung
> ausdrücken. Das war aber definitiv nicht der Fall, im Gegenteil:
> Entgegen Tipps aus ihrem Umfeld, Eltern&Co, laboriert sie aus eigenem
> Antrieb am dritten Anlauf.

Wer ist "sie"?

von Falk B. (falk)


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Uwe D. schrieb:
>> Stimmt so nicht. Die EOS-Quote (für Nicht-Ossis, Erweiterte Oberschule,
>> heute Abitur genannt) gab es nur für ca. 15% der Schüler. Wenn man
>> politisch negativ auffällig war, war es schwierig bis unmöglich.
>
> Was stimmt so nicht?

Du hast mich falsch zitiert und verstanden. Ich meinte

"Nach Leistungen ging es jedenfalls nicht…"

> Natürlich wurde ich bestraft, weil meine Oma im
> Westen blieb.

Ja sicher.

> Im Übrigen wurden dumme Partei-Beklatscher (Partei=SED) immer
> mitgeschleift, trotz Minderleistungen.

Schrieb ich doch!

von Thomas U. (charley10)


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Uwe D. schrieb:
...
...

> Im Übrigen wurden dumme Partei-Beklatscher (Partei=SED) immer
> mitgeschleift, trotz Minderleistungen.
>
Abgebrochenes LaberfachStudium ist der NC für den Aufstieg in manche 
Regierungs'ämter'...

: Bearbeitet durch User
von Max M. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich
> Schuldknechtschaft.

Eine andere Form der Leibeigenschaft.
Die ist nur sehr viel effektiver, weil der Leibeigene stehts die eigene 
Freiheit zum greifen nahe hat und sich jeden Tag noch mehr anstrengt die 
maximale Leistung aus sich herauszuquetschen.

Das Kunststück besteht nun darin Bedürfnisse im  Leibeigenen zu wecken, 
vorzugsweise die Arbeitserzeugnisse anderer Leibeigener, die er sich 
durch Arbeit finanzieren muss.
Die verschuldung ist nur eine besonders gewinnträchtige Form den 
Leibeigenen die durch ihn erwirtschafteten Gewinne vorzuschiessen mit 
denen er sowohl dem Besitzer der Arbeitsmittel als auch dem Kreditgeber 
(oft die gleiche Person) weitere Gewinne erwirtschaftet.

Das Problem das Ärzte nicht ins Ländliche wollen löst unsere Kleinstadt 
gerade, nachdem keine Nachfolger gefunden werden konnten.
Es wird ein Medizinisches Versorgungszentrum gebaut in dem Ärze 
angestellt werden.
Lange nicht alle Ärzte haben nämlich Lust sich hoch zu verschulden, um 
dann als Selbstständige zu versuchen die teuren Geräte auch maximal 
abzurechnen.
Das funktioniert nämlich in einer Millionenmetropole besser als auf dem 
Dorf. Die Geräte kosten aber das gleiche.
Viele sind als gut mittelprächtig verdienende Angestellte sehr 
zufrieden.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Wer ist "sie"?

Telefonnummer? Nicht deine Altersgruppe. ;-)

von Le X. (lex_91)


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Joachim B. schrieb:
> Es sind genug Kinder da nur kaum welche die arbeiten wollen, bei 50%
> Abiturquote glaubt doch keiner das alle studierfähig sind.

Glaub man einer aktuellen Studie entscheiden sich fast die Hälfte 
(47,4%, vor Corona sogar 48,5%) für eine Ausbildung.
Vor gut 10 Jahren waren es wohl noch 35%.

Der Trend zum Abitur wird also begleitet vom Trend zum "Nichtstudieren 
obwohl man's dürfte".
Oder andes ausgedrückt: immer mehr Menschen treffen eine aktive 
Entscheidung "pro Arbeit" anstatt bequem den Weg der Klassenkameraden 
mitzuschwimmen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Max M. schrieb:
>> Kreditfinanziert nennst du es dann wahrscheinlich
>> Schuldknechtschaft.
>
> Eine andere Form der Leibeigenschaft.

Wenn du damit ausdrücken willst, dass du jedwede Form von 
Kreditverträgen als sittenwidrig ansiehst, ist schnell Ende mit 
Bildungchancen für alle.

von Uwe D. (monkye)


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Thomas U. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Im Übrigen wurden dumme Partei-Beklatscher (Partei=SED) immer
>> mitgeschleift, trotz Minderleistungen.
>>
> Abgebrochenes LaberfachStudium ist der NC für den Aufstieg in manche
> Regierungs'ämter'...

Und mancher Professor ist eben auch nur ein alter Schwätzer und hat 
wirtschaftlich oder emotional keinen Erfolg.

Das ist halt u.a. in den USA nicht so ein Problem: Kein Abschluss 
bedeutet dort nicht:
- per se ungeeignet
- wirtschaftlich gescheitert
- ideenlos

Wer nur ein bissel ehrlich mit sich selbst ist, der überlässt gerne den 
Könnern eine Aufgabe - und nicht Leuten mit einem „Nachweis“.

von Falk B. (falk)


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Le X. schrieb:
>> Es sind genug Kinder da nur kaum welche die arbeiten wollen, bei 50%
>> Abiturquote glaubt doch keiner das alle studierfähig sind.
>
> Glaub man einer aktuellen Studie entscheiden sich fast die Hälfte
> (47,4%, vor Corona sogar 48,5%) für eine Ausbildung.
> Vor gut 10 Jahren waren es wohl noch 35%.

Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium 
sinnvoll. Und das humboldsche Bildungsideal haben die ALLERWENISGTEN im 
Sinn!

https://de.wikipedia.org/wiki/Humboldtsches_Bildungsideal

Abitur ist inflationär. Menge steigt, Wert sinkt.

> Der Trend zum Abitur wird also begleitet vom Trend zum "Nichtstudieren
> obwohl man's dürfte".

Ja, dürfte, aber nicht wirklich könnte. Denn Studieren ist entgegen der 
Klischees nicht immer nur Studentanparty und easy life.

> Oder andes ausgedrückt: immer mehr Menschen treffen eine aktive
> Entscheidung "pro Arbeit" anstatt bequem den Weg der Klassenkameraden
> mitzuschwimmen.

Aha, die studierenden Klassenkameraden sind also bequem . . .

von Uwe D. (monkye)


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Falk B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Was stimmt so nicht?
> Du hast mich falsch zitiert und verstanden. Ich meinte

OK, jetzt weiß ich was Du meinst.

>> Natürlich wurde ich bestraft, weil meine Oma im
>> Westen blieb.
>
> Ja sicher.
>
>> Im Übrigen wurden dumme Partei-Beklatscher (Partei=SED) immer
>> mitgeschleift, trotz Minderleistungen.
>
> Schrieb ich doch!
Das war nicht an Dich adressiert - sorry.

von Falk B. (falk)


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Uwe D. schrieb:
> Das ist halt u.a. in den USA nicht so ein Problem: Kein Abschluss
> bedeutet dort nicht:
> - per se ungeeignet
> - wirtschaftlich gescheitert
> - ideenlos

Das Gegenteil gilt aber auch!

in den USA auch ein Problem: Ein (College)Abschluss bedeutet dort nicht:
- per se sicherer Job
- wirtschaftlich erfolgreich
- ideenreich

von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Wer ist "sie"?
>
> Telefonnummer? Nicht deine Altersgruppe. ;-)

Sehr witzig. Ich wollte darauf hinweisen, daß du vollkommen ohne 
Zusammenhang und Erklärung plötzlich von jemandem gesprochen hast.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
> sinnvoll.

Ich habe etwas Erfahrung mit Fachinformatikern, den Zweigen 
Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Aus Sicht des Arbeitgebers 
ist Abitur als Grundlage dafür sehr sinnvoll, wenn die Tätigkeit nicht 
nur aus PCs auspacken bestehen soll. Da andererseits nicht jeder 
Abiturient für ein Studium taugt, ist das auch ein sinnvoller Weg aus 
Sicht des Abiturienten.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
>> Telefonnummer? Nicht deine Altersgruppe. ;-)
>
> Sehr witzig. Ich wollte darauf hinweisen, daß du vollkommen ohne
> Zusammenhang und Erklärung plötzlich von jemandem gesprochen hast.

Nicht ganz so plötzlich. Wie ich mit ...

(prx) A. K. schrieb:
> Um beim Fall zu bleiben:

... andeutete, ging es um die gleiche Person wie vorher:

(prx) A. K. schrieb:
> laboriert sie aus eigenem Antrieb am dritten Anlauf.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
>> sinnvoll.
>
> Ich habe etwas Erfahrung mit Fachinformatikern, den Zweigen
> Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Aus Sicht des Arbeitgebers
> ist Abitur als Grundlage dafür sehr sinnvoll, wenn die Tätigkeit nicht
> nur aus PCs auspacken bestehen soll.

Mag sein, weil man Leute bekommt, die etwas älter und reifer sind sowie 
auch natürlich intellektuell gefiltert. Ist aber nicht allgemeingültig. 
Für die allermeisten Ausbildungsberufe ist Abitur Zeitverschwendung. Man 
nimmt die Abiturienten nur, weil sie da sind und man natürlich die 
besten Leute abschöpfen will. Und weil auch der Realschulabschluss über 
die Jahrzehnte eine inhaltliche Abwertung erfahren hat.

von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Sehr witzig. Ich wollte darauf hinweisen, daß du vollkommen ohne
>> Zusammenhang und Erklärung plötzlich von jemandem gesprochen hast.
>
> Nicht ganz so plötzlich. Wie ich mit ...
>
> (prx) A. K. schrieb:
>> Um beim Fall zu bleiben:
>
> ... andeutete, ging es um die gleiche Person wie vorher:

Es fehlt JEGLICHER Anfang. Man hätte wenigsten schreiben können, "ich 
kenne da jemanden, der ...."

von Joachim B. (jar)


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Falk B. schrieb:
> Abitur ist inflationär. Menge steigt, Wert sinkt.

sag ich doch, gilt übrigens auch für den MSA!
Ein Freund mit Hauptschulabschluß kannte wenigestens noch den Satz des 
Pythagoras, heute bin ich mir nicht sicher wieviele mit MSA und Abitur 
den noch kennen, was ich da im RL schon erlebt habe, würde ich das 
erzählen glaubt mir das keiner. ("ich bin hier nur studentische Aushilfe 
und kann das nicht rechnen" 😭 -> Flächenberechnung)

von Thomas U. (charley10)


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Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
>>> sinnvoll.
>>
>> Ich habe etwas Erfahrung mit Fachinformatikern, den Zweigen
>> Anwendungsentwicklung und Systemintegration. Aus Sicht des Arbeitgebers
>> ist Abitur als Grundlage dafür sehr sinnvoll, wenn die Tätigkeit nicht
>> nur aus PCs auspacken bestehen soll.
>
> Mag sein, weil man Leute bekommt, die etwas älter und reifer sind sowie
> auch natürlich intellektuell gefiltert. Ist aber nicht allgemeingültig.
> Für die allermeisten Ausbildungsberufe ist Abitur Zeitverschwendung. Man
> nimmt die Abiturienten nur, weil sie da sind und man natürlich die
> besten Leute abschöpfen will. Und weil auch der Realschulabschluss über
> die Jahrzehnte eine inhaltliche Abwertung erfahren hat.

Und das nicht zu knapp!
Beispiel aus der Erfahrung meiner Frau:
Die Binomischen Formeln waren mal Lernstoff = auswendig lernen und 
anwenden können.
Das derzeitige Lernziel heißt "er kennt die Binomischen Formeln".
Erkenne den Unterschied!
Diese Art der degenerierten Anforderungen zieht sich durch den gesamten 
Lernstoff. (Haupt- und Realschule)
Ein krasses Beispiel war vor ca. 2 Jahren in der Tageszeitung.
Es wurde für den Ausbildungsberuf "Fluggerätemechaniker" geworben.
Zugangsvoraussetzung dafür war Hauptschulabschluss. Denk also beim 
nächsten Urlaustrip dran, wer die Maschine gewartet haben könnte! ;-))

von Joachim B. (jar)


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Es gibt in der Politik zu viele die 10 Jahre ohne einen Abschuß studiert 
haben dabei kostet jeder Studienplatz dem Steuerzahler 100.000€ im Jahr.

von Uwe D. (monkye)


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Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> Sehr witzig. Ich wollte darauf hinweisen, daß du vollkommen ohne
>>> Zusammenhang und Erklärung plötzlich von jemandem gesprochen hast.
>>
>> Nicht ganz so plötzlich. Wie ich mit ...
>>
>> (prx) A. K. schrieb:
>>> Um beim Fall zu bleiben:
>>
>> ... andeutete, ging es um die gleiche Person wie vorher:
>
> Es fehlt JEGLICHER Anfang. Man hätte wenigsten schreiben können, "ich
> kenne da jemanden, der ...."

Also ich habe den Bezug aus diesem Beitrag verstanden: 
Beitrag "Re: Wie die Halbleitertechnik die DDR ruiniert hat"
(Person #3)

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> auch natürlich intellektuell gefiltert

Genau das. Es wird sicherlich noch mehr Ausbildungsberufe mit besseren 
Chancen bei Abitur geben. Es gibt nicht nur die schon aus dem 
Mittelalter bekannten Berufe. Ich denke da beispielsweise an 
Fachangestellte bei Banken, Anwälten, Steuerberatern.

von (prx) A. K. (prx)


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Uwe D. schrieb:
> Also ich habe den Bezug aus diesem Beitrag verstanden:
> Beitrag "Re: Wie die Halbleitertechnik die DDR ruiniert hat"
> (Person #3)

Eben. Genau so hatte ich es gemeint, und gerade eben verlinkt. ;-)

von Uwe D. (monkye)


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Falk B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Das ist halt u.a. in den USA nicht so ein Problem: Kein Abschluss
>> bedeutet dort nicht:
>> - per se ungeeignet
>> - wirtschaftlich gescheitert
>> - ideenlos
>
> Das Gegenteil gilt aber auch!

Ja, wir reden gerade vom System in Deutschland und seiner Regelwut, für 
alles einen „Passierschein A38“ zu verlangen…

von Thomas U. (charley10)


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Joachim B. schrieb:
> Es gibt in der Politik zu viele die 10 Jahre ohne einen Abschuß studiert
> haben dabei kostet jeder Studienplatz dem Steuerzahler 100.000€ im Jahr.

Das ist der neue NC für die Anschlussverwertung dieser Typen. 😧

von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> auch natürlich intellektuell gefiltert
>
> Genau das. Es wird sicherlich noch mehr Ausbildungsberufe mit besseren
> Chancen bei Abitur geben. Es gibt nicht nur die schon aus dem
> Mittelalter bekannten Berufe. Ich denke da beispielsweise an
> Fachangestellte bei Banken, Anwälten, Steuerberatern.

Ähhh, und wo führt das hin? Daß die Ausbildungszeiten noch länger 
werden? Und daß, wie man es hört, wie auch in Japan fast alle 
Facharbeiter am Band in der Produktion Abitur haben? Ist das sinnvoll? 
Ist das gut? Vielleicht die jungen Leute nicht überfordern und erst mit 
25 eine Ausbildung beginnen? Man darf da nix überstürzen . . .

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> Zugangsvoraussetzung dafür war Hauptschulabschluss. Denk also beim
> nächsten Urlaustrip dran, wer die Maschine gewartet haben könnte! ;-))

Sollte ein Fluggerätemechaniker Kenntnis der binomischen Formeln 
benötigen, von Mathematik insgesamt? Der muss m.E. in erster Linie in 
der Lage sein, den üblicherweise vom Hersteller präzise definierten 
Verfahren folgen zu können, möglichst ohne allzu viel eigene 
Kreativität einzubringen.

von Thomas U. (charley10)


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Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> auch natürlich intellektuell gefiltert
>>
>> Genau das. Es wird sicherlich noch mehr Ausbildungsberufe mit besseren
>> Chancen bei Abitur geben. Es gibt nicht nur die schon aus dem
>> Mittelalter bekannten Berufe. Ich denke da beispielsweise an
>> Fachangestellte bei Banken, Anwälten, Steuerberatern.
>
> Ähhh, und wo führt das hin? Daß die Ausbildungszeiten noch länger
> werden? Und daß, wie man es hört, wie auch in Japan fast alle
> Facharbeiter am Band in der Produktion Abitur haben? Ist das sinnvoll?
> Ist das gut? Vielleicht die jungen Leute nicht überfordern und erst mit
> 25 eine Ausbildung beginnen? Man darf da nix überstürzen . . .

Das erklärte Ziel besteht zunehmend darin, die 'Selbstfindungsphase' bis 
zum Renteneintritt zu verlängern und entsprechend optimal zu nutzen.
...gibt ja Bürgergeld...

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Zugangsvoraussetzung dafür war Hauptschulabschluss. Denk also beim
>> nächsten Urlaustrip dran, wer die Maschine gewartet haben könnte! ;-))
>
> Sollte ein Fluggerätemechaniker Kenntnis der binomischen Formeln
> benötigen, von Mathematik insgesamt? Der muss m.E. in erster Linie in
> der Lage sein, den üblicherweise vom Hersteller präzise definierten
> Verfahren folgen zu können, möglichst ohne allzu viel eigene
> Kreativität einzubringen.

Aha, also ein Hurra auf den Fachidioten, der keinen Millimeter links und 
rechts denkt!

von Uwe D. (monkye)


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Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
>>> sinnvoll.
> Für die allermeisten Ausbildungsberufe ist Abitur Zeitverschwendung. Man
> nimmt die Abiturienten nur, weil sie da sind und man natürlich die
> besten Leute abschöpfen will.

Das will doch jeder - die Besten, das ist doch das Leistungsprinzip.

Apropos Zeitverschwendung: Es kostet viel mehr Kraft, ein (Fach-) Abi ab 
dem 25-30 Lebensjahr zu beginnen.
In der Frühzeit der schulischen Ausbildung hat das Umfeld einen sehr 
starken Einfluss auf den jungen Menschen, so dass dessen „Berufung“, die 
Stärken und Schwächen - dessen Eigenmotivation noch gar nicht so stark 
dafür/dagegen wirken können.

Und ich finde es besser (um mal konkret zu werden), wenn 
Fachinformatiker fundiertes Wissen im Bereich der Mathematik mitbringen, 
damit sie nicht „etwas programmieren“ - sondern vielmehr den geeigneten 
Lösungsansatz verstehen und implementieren können. (Stichwort 
Algorithmus)

> Und weil auch der Realschulabschluss über
> die Jahrzehnte eine inhaltliche Abwertung erfahren hat.
Wie wird das gemessen und wer macht das regelmäßig? Und damit meine ich 
keine Phrasen „Das weiß doch jeder.“, eher Studien mit nachvollziehbaren 
Grundlagen (PISA, Bertelsmann).

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Ähhh, und wo führt das hin?

Dorthin, wo wir heute schon sind. All die Klagen über mangelndes Niveau 
der Ausbildungssysteme laufen in diese Richtung. In der Breite gesehen 
gibt es heute viel mehr Berufe mit intellektuell gehobener Anforderung 
als vor 100 Jahren.

Man hätte das auch so staffeln können, das Realschulabschluss dafür 
ausreichendes Niveau signalisiert und Abitur eindeutig Studienreife für 
MINT signalisiert. Vielleicht wars man so, ist es heute nicht mehr. Die 
Welt ändert sich, ob man will oder nicht, ob gut oder nicht.

Ja, die Menschen werden nicht dadurch intelligenter, dass man ihnen ein 
Abi verpasst. Das "Grundmaterial" gibt es nicht her. Verschiedene 
Gesellschaften versuchen sich in verschiedenen Wegen, den Ansprüchen der 
modernen Welt gerecht zu werden. Die deutsche Dreiteilung der 
Schulsysteme ist ja auch nicht universell gültig.

von Thomas U. (charley10)


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Uwe D. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> (prx) A. K. schrieb:
>>>> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
>>>> sinnvoll.
>> Für die allermeisten Ausbildungsberufe ist Abitur Zeitverschwendung. Man
>> nimmt die Abiturienten nur, weil sie da sind und man natürlich die
>> besten Leute abschöpfen will.
>
> Das will doch jeder - die Besten, das ist doch das Leistungsprinzip.
>
> Apropos Zeitverschwendung: Es kostet viel mehr Kraft, ein (Fach-) Abi ab
> dem 25-30 Lebensjahr zu beginnen.
> In der Frühzeit der schulischen Ausbildung hat das Umfeld einen sehr
> starken Einfluss auf den jungen Menschen, so dass dessen „Berufung“, die
> Stärken und Schwächen - dessen Eigenmotivation noch gar nicht so stark
> dafür/dagegen wirken können.
>
> Und ich finde es besser (um mal konkret zu werden), wenn
> Fachinformatiker fundiertes Wissen im Bereich der Mathematik mitbringen,
> damit sie nicht „etwas programmieren“ - sondern vielmehr den geeigneten
> Lösungsansatz verstehen und implementieren können. (Stichwort
> Algorithmus)
>
>> Und weil auch der Realschulabschluss über
>> die Jahrzehnte eine inhaltliche Abwertung erfahren hat.
> Wie wird das gemessen und wer macht das regelmäßig? Und damit meine ich
> keine Phrasen „Das weiß doch jeder.“, eher Studien mit nachvollziehbaren
> Grundlagen (PISA, Bertelsmann).

Das ist bereits aus den immer wieder aktuallisierten 'Anforderungen' 
erkennbar, wie schon erwähnt:
"Beispiel aus der Erfahrung meiner Frau:
Die Binomischen Formeln waren mal Lernstoff = auswendig lernen und
anwenden können.
Das derzeitige Lernziel heißt "er kennt die Binomischen Formeln".
Erkenne den Unterschied!"

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Aha, also ein Hurra auf den Fachidioten, der keinen Millimeter links und
> rechts denkt!

Ja, so ungefähr. Beim Flugzeug ziehe ich es vor, dass der Mech nicht auf 
die Idee kommt, den einen oder anderen Schritt auszulassen oder kreativ 
anzupassen. Etwa jene vereinfachte Methode der Triebwerkswartung 
anzuwenden, die massgeblich zum miesen Image der DC-10 beitrug. 
https://de.wikipedia.org/wiki/American-Airlines-Flug_191#Ermittlungen_des_NTSB

von Uwe D. (monkye)


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Thomas U. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> (prx) A. K. schrieb:>> Fachangestellte bei Banken, 
Anwälten, Steuerberatern.
>> Ähhh, und wo führt das hin? Daß die Ausbildungszeiten noch länger
>> werden?
> Das erklärte Ziel besteht zunehmend darin, die 'Selbstfindungsphase' bis
> zum Renteneintritt zu verlängern und entsprechend optimal zu nutzen.
> ...gibt ja Bürgergeld...

Wie kommst Du zu dieser Einstellung? Die unteren 5-10% werden sich wohl 
kaum verschieben, nur weil sich die Möglichkeiten verbessern. Falls i h 
da völlig daneben liegen sollte: Welche Zahlen gibt es dazu - außer 
vielleicht die persönliche Sicht?

Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> auch natürlich intellektuell gefiltert
>> Es wird sicherlich noch mehr Ausbildungsberufe mit besseren
>> Chancen bei Abitur geben.
> Ähhh, und wo führt das hin? Daß die Ausbildungszeiten noch länger
> werden? Und daß, wie man es hört, wie auch in Japan fast alle
> Facharbeiter am Band in der Produktion Abitur haben? Ist das sinnvoll?
> Ist das gut? Vielleicht die jungen Leute nicht überfordern und erst mit

Wir leben in einem Hochlohnland. Es gibt eine abnehmende Anzahl von 
Jobs, bei denen ein Hauptschulabschluss reicht. Wo ist das Problem?

Wer handwerklich begabt ist kann ohne Probleme Arbeit finden und sich 
auch ordentlich was verdienen. Und ein hoch qualifizierter Handwerker 
verdient u.U. mehr Geld als ein FH-Absolvent…
Und natürlich gibt es nicht an jedem Ort in Deutschland das gleiche 
Geld. Ja - dann muss ich mich bewegen als Mensch - oder damit leben.

von Falk B. (falk)


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Uwe D. schrieb:
>> Für die allermeisten Ausbildungsberufe ist Abitur Zeitverschwendung. Man
>> nimmt die Abiturienten nur, weil sie da sind und man natürlich die
>> besten Leute abschöpfen will.
>
> Das will doch jeder - die Besten, das ist doch das Leistungsprinzip.

Ja, aber wenn man das "konsequent" fortsetzt, wird bald jede Tätigkeit 
ein "Studium" erfordern.

> Apropos Zeitverschwendung: Es kostet viel mehr Kraft, ein (Fach-) Abi ab
> dem 25-30 Lebensjahr zu beginnen.

Stimmt. Aber die das machen, WOLLEN das WIRKLICH! Die sitzen nicht 
einfach ihre zeit ab.

> In der Frühzeit der schulischen Ausbildung hat das Umfeld einen sehr
> starken Einfluss auf den jungen Menschen, so dass dessen „Berufung“, die
> Stärken und Schwächen - dessen Eigenmotivation noch gar nicht so stark
> dafür/dagegen wirken können.

Mag sein, ändert aber wenig am Problem.

> Und ich finde es besser (um mal konkret zu werden), wenn
> Fachinformatiker fundiertes Wissen im Bereich der Mathematik mitbringen,
> damit sie nicht „etwas programmieren“ - sondern vielmehr den geeigneten
> Lösungsansatz verstehen und implementieren können. (Stichwort
> Algorithmus)

Dagagen sprich ja auch gar nichts. Meine Kritik richtet sich dennoch 
gegen die Inflation der "Bildngsabschlüsse".

>> Und weil auch der Realschulabschluss über
>> die Jahrzehnte eine inhaltliche Abwertung erfahren hat.
> Wie wird das gemessen und wer macht das regelmäßig? Und damit meine ich
> keine Phrasen „Das weiß doch jeder.“, eher Studien mit nachvollziehbaren
> Grundlagen (PISA, Bertelsmann).

Ob PISA und Bertesmann das Maß der Dinge sind, weiß ich nicht. Aber man 
hört und sieht immer mal wieder, wie es um die Fähigkeiten von Azubis 
oder auch Studienanfängern bestellt ist. Ja, das ist keine objektive, 
wissenschaftliche Messung, aber ein Indikator. Die 
Studienabbrecherquoten sind auch so einer.

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Die Studienabbrecherquoten sind auch so einer.

Wobei die Abbrecherquoten bei Uni-Informatik schon vor 4 Jahrzehnten 
hoch waren. Auch damals waren exzellente Abi-Noten in Mathematik 
keineswegs ausreichend, um das Vordiplom zu stemmen. Auch damals war ein 
gutes Abi kein Indikator für Eignung zum Studium.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wobei die Abbrecherquoten bei Uni-Informatik schon vor 4 Jahrzehnten
> hoch waren. Auch damals waren exzellente Abi-Noten in Mathematik
> keineswegs ausreichend, um das Vordiplom zu stemmen.

Kann sein.

> Auch damals war ein
> gutes Abi kein Indikator für Eignung zum Studium.

Das wage ich zu bezweifeln. Der Indikator mag Schwächen haben, aber 
vollkommen untauglich ist er nicht.

von Le X. (lex_91)


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Falk B. schrieb:
> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
> sinnvoll. Und das humboldsche Bildungsideal haben die ALLERWENISGTEN im
> Sinn!

Ich finde, eigene Ideale zu benennen und zu verfolgen obliegt immer noch 
jedem selbst.
Und auch als zukünftiger Azubi kann ich doch durchaus mal etwas über den 
Tellerrand schauen wollen.
Wahlmöglichkeiten zu haben ist immer besser als qua Abschluss in eine 
bestimmte Schiene gezwungen zu werden.

Falk B. schrieb:
>> Oder andes ausgedrückt: immer mehr Menschen treffen eine aktive
>> Entscheidung "pro Arbeit" anstatt bequem den Weg der Klassenkameraden
>> mitzuschwimmen.
>
> Aha, die studierenden Klassenkameraden sind also bequem . . .

Es ist zumindest bequemer das zu tun was alle tun (dieses Hohelied 
trällerst doch du auch nur allzugern) anstatt seinen eigenen Weg zu 
finden und zu gehen.
Wer sich nach dem Abitur für eine Ausbildung entscheidet tut dies in der 
Regel bewusst und aus eigenem Antrieb.
So einer ist also schon mal ein motivationsloser Langzeitstudent 
weniger.

von Al. K. (alterknacker)


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Uwe D. schrieb:
> Davon mal abgesehen, hat mich die DDR-Obrigkeit in Sippenhaft genommen,
> weil meine Oma im Westen geblieben

Wenn Dies so gewesen wäre, hättest du nicht studieren können(FS)
Bei Rentnern war der Staat froh wenn sie nicht wiedergekommen. sind

MfG
alterknacker

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Abgebrochenes LaberfachStudium ist der NC für den Aufstieg in manche
> Regierungs'ämter'...

NC? Numerus clausus = begrenzte Anzahl?

Was möchtest Du uns mitteilen?

von Max M. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wenn du damit ausdrücken willst, dass du jedwede Form von
> Kreditverträgen als sittenwidrig ansiehst,
Hab ich weder gesagt noch gemeint.

Beitrag #7353492 wurde vom Autor gelöscht.
von Uwe D. (monkye)


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Al. K. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Davon mal abgesehen, hat mich die DDR-Obrigkeit in Sippenhaft genommen,
>> weil meine Oma im Westen geblieben
>
> Wenn Dies so gewesen wäre, hättest du nicht studieren können(FS)
> Bei Rentnern war der Staat froh wenn sie nicht wiedergekommen. sind

Du liegst einfach falsch. Meinen Platz hatte ich bereits in Dresden, der 
wurde abgekündigt. Danach blieb die Entscheidung, SED beitreten oder 3 
Jahre Armee - mit eingeschränkter Auswahl an FS. HS und Uni wurde mir 
verwehrt.

von Joachim B. (jar)


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Joachim B. schrieb im Beitrag #7353492:
> Uwe D. schrieb:
>> Das will doch jeder - die Besten, das ist doch das Leistungsprinzip.
>
> mit wertlosen verschenkten Abschlüssen?

Le X. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Aha, die studierenden Klassenkameraden sind also bequem . . .
>
> Es ist zumindest bequemer

im Hotel Mama mit Vollpension und Wäscheservice als für den eigenen 
Lebensunterhalt zu sorgen.

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Abgebrochenes LaberfachStudium ist der NC für den Aufstieg in manche
>> Regierungs'ämter'...
>
> NC? Numerus clausus = begrenzte Anzahl?

...oder deren Bedingungen?
>
> Was möchtest Du uns mitteilen?

Du hast das verstanden.

von Falk B. (falk)


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Le X. schrieb:
>> Ist trotzdem Unfug. Ein Abitur ist im wesentlichen nur für ein Studium
>> sinnvoll. Und das humboldsche Bildungsideal haben die ALLERWENISGTEN im
>> Sinn!
>
> Ich finde, eigene Ideale zu benennen und zu verfolgen obliegt immer noch
> jedem selbst.

Darum geht es gar nicht. Wenn jemand WIRKLCH das Interesse und auch ein 
wenig Talent UND Lerndisziplin hat, OK. Die meisten haben das alles 
nicht, die sitzen nur ihre Zeit ab!

> Falk B. schrieb:
>>> Oder andes ausgedrückt: immer mehr Menschen treffen eine aktive
>>> Entscheidung "pro Arbeit" anstatt bequem den Weg der Klassenkameraden
>>> mitzuschwimmen.
>>
>> Aha, die studierenden Klassenkameraden sind also bequem . . .
>
> Es ist zumindest bequemer das zu tun was alle tun (dieses Hohelied
> trällerst doch du auch nur allzugern) anstatt seinen eigenen Weg zu
> finden und zu gehen.

Das ist es. Aber kaum im Vergleich zwischen Studium und Ausbildung. Denn 
letztere IST vom Anspruch her geringer. Ausnahmen bestätigen die Regel.

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> oder deren Bedingungen?

Nein.

von Gerald B. (gerald_b)


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Uwe D. schrieb:
> Das ist halt u.a. in den USA nicht so ein Problem: Kein Abschluss
> bedeutet dort nicht:
> - per se ungeeignet
> - wirtschaftlich gescheitert
> - ideenlos

Einerseits wäre es wüschenswert, wenn Leute, die für einen Job geeignet 
sind, aber keinen Abschluss haben, diesen Job auch bekommen und 
ausführen könnten, in D.
Kurzes Beispiel: Eine Bekannte hat in den Semesterferien als Operator in 
der Halbleiterei gejobt. Zu gut Deutsch, der Computer hat ihr miteteilt, 
was als nächstes, mit welchem Rezept zu bearbeiten ist. Sie hat dieses 
Los rausgesucht, auf die Maschine aufgesetzt und das passende Rezept 
gestartet. Anschließend das Los abgemeldet und ins nächte Regal 
gestellt.
Mit dem Studium lief es nicht so gut, sie brach es ab.
Den Operatorjob, den sie als Ferienarbeiter zur vollsten Zufriedenheit 
erledigt hat, durfte sie ohne Facharbeiterabschluß aber nicht (mehr) 
machen. Die Abteilung hätte sie genommen, aber Einstellungskriterium war 
ein Facharbeiterabschluss - egal ob als Wurstfachverkäuferin, oder was 
auch immer. Das ist einfach nur gaga!
Anderes Extrem sind unsere amerikanischen Experten :-)
Ich habe mal eine amerikanische Stellenausschreibung von einem 
Geschäftspartner gelesen. Erst dachte ich, das ist eine Verarschung. Da 
war haarklein aufgedröselt, welche Zange und welches Messgerät man schon 
mal mindestens gesehen haben soll, bis hin, wie oft pro Stunde man 
welches Gewicht heben können muß.
Fehlte nur noch der Satz: "Muß selbstständig atmen können"
Ich war bei der Aufstellung einer neuen Maschine für 2 Amis der 
Ansprechpartner und die Schnittstelle. Habe denen Werkzeug besorgt, die 
Maschine mit aufgebaut, mich daran für die künftige Wartung schulen 
lassen, die Termine mit Klemptnern, Elektrikern, Medienversorgung 
(Chemie) abestimmt und 1x am Tag dem Ing. Rapport gegeben.
Die Amis haben sich garnicht eingekriegt, als ich quasi "Mädchen für 
alles" war. Dort hätte einer die Muskelarbeit gemacht, einer das 
Organisatorische, einer Maintenance usw.
In einem anderen Job habe ich dann auch die qualitativen Auswüchse die 
amerikanische Ings ernsthaft abliefern wollten, staunend kennenlernen 
dürfen.
Inbetriebnahme einer Galvanikanlage, Gleichspannung am Becken in 1V 
Schritten, bis 48V, Strom bis 2 Kiloampere möglich. Im Becken war 
lediglich DI-Wasser, noch keine Chemie. Stolz wie Bolle verkündeten sie 
bei 2V und 1000 Ampere "it work's!"
Das das vom gesunden Menschenverstand nicht stimmen konnte, weil das DI 
Wasser ohne Ionen ein Isolator ist, und selbst mit Chemie auf Grund der 
elektrochem. Spannungreihe nicht plausibel ist, sondern ein Kurzschluss 
vorliegen muß, konnten sie nicht verstehen.
Das nächste Highlight mit den Beiden war dann der Notaus-Test mit 
anschließender Quittierung. Mittels 4 Spindelantriebe wurde ein Rahmen 
ins Galvanikbecken abgesenkt, konzipiert für ein 1,5 Tonnen Werkstück. 
Die 4 Spindeln liefen auf dem Dach über Umlenkgetriebe zusammen auf 
einen 10 KW Motor an einem FU.
Fieserweise drückte mein Chef den EMO, wärend die Spindeln fuhren.
Nach dem Quittieren gab es einen kurzen Dumpfen und das Fragment einer 
Gusseisernen 1" Wellenkupplung schlug neben uns ein. Die hatten im SPS 
Programm den Motor ohne Rampe hart mit voller Drehzahl nach dem 
Quittieren wieder angefahren.
Sowas sind dann die Resultate, wenn ein Studienabschluss ohne praktische 
Berufsausbildung ausreicht :-)))

von Thomas U. (charley10)


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Ob es für Folgendes inzwischen auch einen verwertbaren Abschluss gibt? 
;-))

"Kreuzberger Nächte sind lang
Kreuzberger Nächte sind lang
Erst fang sie ganz langsam an
Aber dann aber dann

Jetzt fragt mich doch so'n Typ ob ich studier
Ich sag „ja Wirtschaftspolitik drum sitz ich hier“
Da sacht der dass er von der Zeitung wär'
Und er wäre der Lokalredakteur
Ein Rentner ruft „ihr solltet euch was schämen!“
Ein andrer meint das liege alles am system
Das ist so krank wie meine Leber sag ich barsch
Die 12 Semester waren noch nicht so ganz um sonst"

von Al. K. (alterknacker)


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Hallo falk,
Du warst 13 Jahre alt als es zur Wende kam.
Schon aktiver Pionier!
Damals 13 Jähriger Pionier, welcher auch seinen Weg als aussichtsreicher
FDJert nicht ausschloss.
Das sagtest du einmal!
Was waren deine Eltern wenn du diesen allgemeinen Weg gehen wolltest.
Warum immer deine Hassreden!

MfG
alterknacker

von Falk B. (falk)


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Al. K. schrieb:
> Hallo falk,
> Du warst 13 Jahre alt als es zur Wende kam.
> Schon aktiver Pionier!

Sogar 3 Monate Jahr FDJler! FREUNDSCHAFT! ;-)

> Was waren deine Eltern wenn du diesen allgemeinen Weg gehen wolltest.

Normale DDR-Bürger ohne Parteibuch. Außerdem, was heißt "wolltest"? Er 
war vorgegeben. In dem Alter war das auch mehr oder minder egal, man 
hatte ja keinen Stress. Der wäre est später gekommen, im Abitur oder 
Studium.

> Warum immer deine Hassreden!

Wie kommst du auf Hassrede? Bist du auch so kritikunfähig?

von Christian B. (luckyfu)


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Falk B. schrieb:
> Stimmt. Aber eine beschissene, lahmarschige, betonköpfige
> Planwirtschaft, die JEGLICHE Eigeninitiative und Innovation abgewürgt
> hat.

na, na, na, es gab immerhin das Neurer Wesen für direkte Beteiligung an 
Innovativen Ideen direkt aus der Produktion :)

von Thomas U. (charley10)


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Christian B. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Stimmt. Aber eine beschissene, lahmarschige, betonköpfige
>> Planwirtschaft, die JEGLICHE Eigeninitiative und Innovation abgewürgt
>> hat.
>
> na, na, na, es gab immerhin das Neurer Wesen für direkte Beteiligung an
> Innovativen Ideen direkt aus der Produktion :)

Korrektur: Das war das Neuerer-UN-wesen! ;-))

Beitrag #7357740 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nevs (noname_user)


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Seit wann sind hier eigentlich politische Beiträge über diese Länge 
möglich?
Schon seit über 10 Tagen?
Eigentlich ist es ja ein privater Thread von Falk B., wenn ich das so 
recht überblicke, mit seiner enormen Beitragszahl hier?
Aber auch nur gekapert von Volker S., also nicht mal seine eigene Idee!
Wie so oft für ihn typisch.

Beitrag #7357754 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7357772 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Abdul K. schrieb im Beitrag #7357754:
> Verdienten Foristen wird etwas nachgesehen...

Ich vermute, dass die Moderation überaus feinsinnig zwischen Agitatoren 
und Zeitzeugen zu unterscheiden vermag, wie auch zwischen Politik und 
Zeitgeschichte ...

Beitrag #7358125 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nevs (noname_user)


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Percy N. schrieb:
> Ich vermute, dass die Moderation überaus feinsinnig zwischen Agitatoren
> und Zeitzeugen zu unterscheiden vermag

Wer soll denn hier in dem Thread damals bitte Zeitzeuge gewesen sein?
AlterKnacker vllt.? Nur sprecht ihr ihm ja hier laufend seine Kompetenz 
mit lauter Minus-Punkten ab!

Percy N. schrieb:
> wie auch zwischen Politik und Zeitgeschichte ...
In der damaligen Zeitgeschichte interessierten aber nicht die Benzin- 
oder Bastel-IC-Preise, sondern maßgeblich politische Entscheidungen.

von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Ich vermute, dass die Moderation überaus feinsinnig zwischen Agitatoren
>> und Zeitzeugen zu unterscheiden vermag
>
> Wer soll denn hier in dem Thread damals bitte Zeitzeuge gewesen sein?
> AlterKnacker vllt.? Nur sprecht ihr ihm ja hier laufend seine Kompetenz

Also ich zähle mich auf jeden Fall dazu. Und ich kenne noch einige 
Foristen, die zu jener Zeit beruflich Erfahrungen gesammelt haben - auch 
in technisch anspruchsvollen Umgebungen.

> Percy N. schrieb:
>> wie auch zwischen Politik und Zeitgeschichte ...
> In der damaligen Zeitgeschichte interessierten aber nicht die Benzin-
> oder Bastel-IC-Preise, sondern maßgeblich politische Entscheidungen.

Kannst Du das mal konkretisieren? Die „Bastel-IC“ waren jedenfalls 
deutlich teurer als ein 1,5kg Brot.

Beitrag #7358308 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Al. K. (alterknacker)


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Wenn jeder hier mindestens 33 Jahre zurückgeht,landet man unweigerlich, 
wenn das Alter stimmt, in der DDR und andere eben in der  alten Heimat.
Wenn hier über vergangenes Diskutiert wird, geht das nur als ehemaliger 
DDR
Bürger der auch keinen Bundesdeutschen Pass beantragen wollte, aber 
leider unter Strafandrohung es doch machte.
Sonst wäre ich ein Verfolgter im Neuen Staate gewesen.

MfG
alterknacker

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Al. K. schrieb:
> geht das nur als ehemaliger DDR
> Bürger der auch keinen Bundesdeutschen Pass beantragen wollte, aber
> leider unter Strafandrohung es doch machte.
> Sonst wäre ich ein Verfolgter im Neuen Staate gewesen.

Du redest Unsinn.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> geht das nur als ehemaliger DDR
>> Bürger der auch keinen Bundesdeutschen Pass beantragen wollte, aber
>> leider unter Strafandrohung es doch machte.
>> Sonst wäre ich ein Verfolgter im Neuen Staate gewesen.
>
> Du redest Unsinn.

Nein, das ist nur konsequent, wenn man sogar gegen die eigene Querulanz 
anquerulieren zu müssen sich verpflichtet fühlt. Nur: wie geht man 
wiederum mit dieser läsrigen Pflicht um?

Da könnte man doch glatt ein ganz klein wenig matschig in der Birne 
werden ...

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Für Deine feinsinnige Argumentation gebe ich Dir +1.

Percy N. schrieb:
> Da könnte man doch glatt ein ganz klein wenig matschig in der Birne
> werden ...

Eben!

Allerdings mag ich den Alten Knacker. Trotz seiner zur Schau gestellten 
Staub-Toleranz bei seinen zum Verkauf gestellten DDR-Relikten.

von Uwe D. (monkye)


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Al. K. schrieb:
> DDR
> Bürger der auch keinen Bundesdeutschen Pass beantragen wollte, aber
> leider unter Strafandrohung es doch machte.

Also ich sehe das so: Es gab gute Ergebnisse, helle Köpfe, viele 
Menschen, die trotz der widrigen Umstände sich eingerichtet hatten. Es 
gibt immer „Hasen und Igel“ - daraus Jemand einen Strick drehen zu 
wollen finde ich ein bisschen…

Und Politiker im freien Deutschland unterscheidet u.U. nicht so viel von 
Karriere-Kommunisten oder nochmal 70 Jahre in die Vergangenheit. In 
Kurzform: Der „…ismus“ ist egal - die Arroganz und der Eigennutz ist 
zeitlos.

Den Unterschied in der Technologie habe ich in meiner Armeezeit 
erfahren. Da konnte ich die Produkte verschiedener zeitlicher Epochen 
(60er, 70er, 80er Jahre) und Länder (Sowjetunion, Polen, und 
Tschechoslowakei, Ungarn) - und eben dem 
„Westen“(Japan/Großbritannien/Westdeutschland) kennenlernen.

Direkt danach im Job habe ich Robotik und Automaten aus 
Italien/Japan/USA direkt mit der DDR-Automatisierungstechnik 
(Jena/Ilmenau/Dresden/Freiberg) in der Silikattechnik vergleichen 
können.
Da können mir „die Ränder“ erzählen was sie wollen: Die Sanktionierung 
war dauerhaft sichtbar und wirksam.

Edit: Typo

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7358735 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358768 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358802 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358808 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358819 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358831 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358833 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7358842 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Den Unterschied in der Technologie habe ich in meiner Armeezeit
> erfahren. Da konnte ich die Produkte verschiedener zeitlicher Epochen
> (60er, 70er, 80er Jahre) und Länder (Sowjetunion, Polen, und
> Tschechoslowakei, Ungarn) - und eben dem
> „Westen“(Japan/Großbritannien/Westdeutschland) kennenlernen.

Die letzte Zeile glaube ich nicht ganz, Einblick in die Technik des NSW 
bei der NVA zu bekommen? Da müsste er ja schon damals Geheimnisträger 
gewesen sein.
In die Technik, allein aus den Bruder- oder Verbundländern, war ja schon 
mal nicht so einfach einzublicken, denn dazu wäre eine Stelle mit mind. 
10 oder eher 15 jähriger Dienstzugehörigkeit nötig gewesen. Und dann 
auch noch eine um mehr als 5 Jahre lange Tätigkeit dort. Im 
Instandsetzungsbereich bekam man nur eine geringe Auswahl an Technik zu 
Gesicht, ausgebildet daran wurde noch weitaus weniger.

Uwe D. schrieb:
> Da können mir „die Ränder“ erzählen was sie wollen: Die Sanktionierung
> war dauerhaft sichtbar und wirksam.
Und wer bestreitet das hier?
Dann müsste ich mich ja auch als Zeitzeuge einordnen können, nur war ich 
mehr oder weniger nur Beobachter, denn mit dem Berufseinstieg so um 1985 
hatte man da noch keinen Einblick in die wirklichen Fakten u. 
Zusammenhänge. Da fehlen mehr als 5 Jahre davor.

von Nevs (noname_user)


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von Gerald B. (gerald_b) 25.02.2023 15:02
Dann warst du ja nur ein sogenannter Schisser, der aus ÜberlebensAngst 
den Befehl verweigert hätte? Dann warst du wohl nicht in Heimatnähe 
stationiert?
Selber habe ich die Zeit kurz vor dem SystemUntergang in der Truppe 
nicht mehr miterlebt. Dabei hat es vorher schon genug gebrodelt in den 
eignen Reihen im Dienst, dass der Einsatz ggn. die Zivilbevölkerung wohl 
gezeigt hätte, wer ein Mensch in der Truppe u. kein billiger Lakaie 
gewesen wäre.

Zum eigentlichen Thema hier, es war schon damals ein viel zu hoher 
Bedarf an Elektronik weit außerhalb der Produktion u. damit 
Wertschöpfung zu verzeichnen. Da wurde aber massiv investiert, ohne dass 
es was gebracht hat, Militär + innerer Staatsschutz u. Schnüffelei im 
Land wie auf der ganzen Welt.

Beitrag #7358876 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> „Westen“(Japan/Großbritannien/Westdeutschland) kennenlernen.
>
> Die letzte Zeile glaube ich nicht ganz, Einblick in die Technik des NSW
> bei der NVA zu bekommen? Da müsste er ja schon damals Geheimnisträger
> gewesen sein.

Die Stasi hat den Kram gekauft und der wurde auch eingesetzt. In einem 
anderen Thread hatte ich es schon einmal empfohlen: Besuche in 
Berlin/Gatow das Museum, da gibt es viel zu erfahren.

https://www.mhm-gatow.de/de

> In die Technik, allein aus den Bruder- oder Verbundländern, war ja schon
> mal nicht so einfach einzublicken, denn dazu wäre eine Stelle mit mind.
> 10 oder eher 15 jähriger Dienstzugehörigkeit nötig gewesen. Und dann

Nee, da irrst Du wieder. Das geht schon damit los, das jedwede 
Kommunikationstechnik ja GVS war und ist. Und der ganze Kram rund um 
Chiffrierung war nur eine Facette der Technik. Trotzdem gab es in dem 
Bereich nicht nur Zeitsoldaten (wie heute auch).
Der Unterschied war: Du hast nur einen Ausschnitt der Technik gesehen 
und wichtige Details blieben verborgen. Wer „helle“ im war, der konnte 
das Ganze schon bewerten und Rückschlüsse ziehen.
Da die Technik auch gewartet wurde, war quasi automatisch der Blick in 
die Baugruppen gegeben. Und ein militärisches System aus Russland war 
technisch halt dann ‚undurchsichtig‘‚ wenn die Geheimhaltungsstufe nicht 
gereicht hat - der Dienstgrad war zweitrangig.
Wobei russische Technik sehr rustikal war, angefangen von der 
Wickelsicherung über die Größe und das Gewicht der Baugruppen.

> Uwe D. schrieb:
>> Da können mir „die Ränder“ erzählen was sie wollen: Die Sanktionierung
>> war dauerhaft sichtbar und wirksam.
> Und wer bestreitet das hier?

Das war nicht persönlich gemeint.
Es gibt schon eine Reihe von Menschen, die aktuellen Sanktionen ggü. RUS 
& Verbündete als unwirksam bezeichnen.
Niemand - also auch ich nicht - stellt in Frage, dass die zu 100% 
wirken. Aber sie stellen ein Risiko (für die Umgeher) dar und sie machen 
Produkte teuer.

von Gerald B. (gerald_b)


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Unwichtig schrieb:
> Zum eigentlichen Thema hier

Ich war vor meiner Armeezeit beim VEB Cal Zeiss Jena, in einem 
Zweigwerk, das Landesverteidigungsobjekt war und Militärproduktion 
hatte. Ich war in der Endkontrolle der Laserenfernungsmessgeräte 
(komplette Zieloptik mit Kreiselkompassstabilisierung und 
tachogesteuerter Anpassung der Schussentfernung). Das Ding war für den 
"Russen-Leo", den T72, wurde aber auch teilw. auf älterer Technik 
nachgerüstet.
Ich habe die Bedienschilder auf den Geräten vor Auslieferung gesehen. 
Ca. 75% der bei uns produzierten Geräte waren englisch beschriftet.
So nun die große Preisfage: wer im RGW (Ostblockverbund) hat englisch 
gesprochen? Niemand, nicht mal Kuba!
Da brauchte man nur 1 und 1 zusammenzuzählen, wo die Dinger hingingen. 
Syrien, Afrika, naher Osten...
Die restlichen 25% waren dann russisch, deutsch, ab und an auch mal 
polnisch, tschechisch oder ungarisch. Das aber eher im unter 
einstelligen Prozentbereich.
Mir ging es gut, mir hat niemand ans Bein gepinkelt und ich auch keinem. 
Ich hätte beim damaligen Exodus auch das Licht ausgemacht. Veränderungen 
ja, auch mal jenseits der Mauer gucken, aber das wars dann auch.
Ich weine der damaligen Zeit keine Träne nach, aber anderen Ortes wurde 
auch nur mit Wasser gekocht und selbst das wurde mitunter noch verdünnt, 
stellte ich im späteren Berufsleben auf Montagen u.a. in Bayern fest.

von Nevs (noname_user)


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Gerald B. schrieb:
> Ich habe die Bedienschilder auf den Geräten vor Auslieferung gesehen.
> Ca. 75% der bei uns produzierten Geräte waren englisch beschriftet.
> So nun die große Preisfage: wer im RGW (Ostblockverbund) hat englisch
> gesprochen? Niemand, nicht mal Kuba!

So, und wer behauptet hier laufend und immer wieder, es hätte damals 
keinerlei Marktwirtschaft in der DDR gegeben?
Wurden solche Projekte im 5-Jahr-Plan etwa verankert u. vorgeplant?
Die BW-Soldaten wurden mit Stiefeln aus der DDR-Produktion versorgt, hat 
mir ein Bekannter aus Bayern bestätigt, als er meine mal aus der Nähe 
gesehen hatte. Die sahen vom Material her nicht nur verdächtig ähnlich 
aus.

Gerald B. schrieb:
> Die restlichen 25% waren dann russisch, deutsch, ab und an auch mal
> polnisch, tschechisch oder ungarisch. Das aber eher im unter
> einstelligen Prozentbereich.
Tja, wo bleibt den nun der Falk B. mit seiner Erklärung dazu, bitte? Wie 
war doch gleich seine Erfahrung mit der Führung der DDR, zu nichts zu 
gebrauchen überall nur im Weg?

Falk B. schrieb:
> Naja. Die KOSTENLOSE Bildung in Deutschland bis zum
> Universitätsabschluss ist schon verdammt viel Wert und wird von den
> allermeisten Leuten, auch mir, nicht so gewürdig, wie sie es verdient.
Das ist ja wohl der größte Witz, woher weiß er denn wie die BA im 
Handwerk z.B. finanziert wird? Damals, so um die letzten 10 Jahre der 
DDR, hatten wir das letzte 1/2 Jahr nur Baustelleneinsatz in der aktiven 
Produktion, nichts mehr Ausbildung sondern Learning by Doing, zeigt was 
ihr könnt u. lernt immer noch dazu. Nur verrechnet wurden wir wie 
JungMonteure also Facharbeiter, gesehen haben wie aber nicht mal die 
Hälfte davon. So lief das schon damals, u. heute ist es nicht anders, 
der letzte Jahrgang einer Ausbildung zahlt die nächsten die nach ihm 
kommen.
Ähnlich wie mit der Rente, u. das ist nicht kostenfrei sondern 
verlagernd oder selbsttragend. Oder woher nimmt welcher Bereich denn nun 
das Geld für die AusBildung?

Beitrag #7359158 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7359182 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7359191 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Falk B. (falk)


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Unwichtig schrieb:
>> Ich habe die Bedienschilder auf den Geräten vor Auslieferung gesehen.
>> Ca. 75% der bei uns produzierten Geräte waren englisch beschriftet.
>> So nun die große Preisfage: wer im RGW (Ostblockverbund) hat englisch
>> gesprochen? Niemand, nicht mal Kuba!
>
> So, und wer behauptet hier laufend und immer wieder, es hätte damals
> keinerlei Marktwirtschaft in der DDR gegeben?

Gab auch keine.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marktwirtschaft

> Wurden solche Projekte im 5-Jahr-Plan etwa verankert u. vorgeplant?

Kan sein.

> Die BW-Soldaten wurden mit Stiefeln aus der DDR-Produktion versorgt, hat
> mir ein Bekannter aus Bayern bestätigt, als er meine mal aus der Nähe
> gesehen hatte. Die sahen vom Material her nicht nur verdächtig ähnlich
> aus.

Was hat das mit Marktwirtschaft zu tun? Die DDR hat/musst verdammt viel 
in den Westen, auch bekannt als NSW (Nicht sozialistisches 
Wirtschaftsgebiet) verkaufen, um sich ein paar harte Devisen zu 
beschaffen, um das Nötigste auf dem Weltmarkt kaufen zu können. Denn den 
Aluchip wollte dort keiner haben.

> Gerald B. schrieb:
>> Die restlichen 25% waren dann russisch, deutsch, ab und an auch mal
>> polnisch, tschechisch oder ungarisch. Das aber eher im unter
>> einstelligen Prozentbereich.
> Tja, wo bleibt den nun der Falk B. mit seiner Erklärung dazu, bitte?

Siehe oben. Und den Klassenfeind mit sowas zu beliefern geht über 
Doppelmoral und Shizophenität weit hinaus.

> Wie
> war doch gleich seine Erfahrung mit der Führung der DDR, zu nichts zu
> gebrauchen überall nur im Weg?

Mein Erfahrung war es nicht, denn dazu war ich zu jung. Wohl aber meine 
Bewertung im Nachhinein.
Bist du so ein oller Betonkopf, der den Mist von damals schön reden 
will?

>
> Falk B. schrieb:
>> Naja. Die KOSTENLOSE Bildung in Deutschland bis zum
>> Universitätsabschluss ist schon verdammt viel Wert und wird von den
>> allermeisten Leuten, auch mir, nicht so gewürdig, wie sie es verdient.

> Das ist ja wohl der größte Witz, woher weiß er denn wie die BA im
> Handwerk z.B. finanziert wird?

So, wie wird sie das denn? Zahl man als Schüler bzw. deren Eltern 
Schulgeld? Als Lehrling Lehrgeld? Und als Student Semestergebühren an 
die uni, jenseits des Semesterbeitrags an Studentenwerk?
Was zahlt man in vergleichbaren Länderen, allen voran den USA dafür, vor 
allem für die Universitätsausbildung?


> Damals, so um die letzten 10 Jahre der
> DDR, hatten wir das letzte 1/2 Jahr nur Baustelleneinsatz in der aktiven
> Produktion, nichts mehr Ausbildung sondern Learning by Doing, zeigt was
> ihr könnt u. lernt immer noch dazu. Nur verrechnet wurden wir wie
> JungMonteure also Facharbeiter, gesehen haben wie aber nicht mal die
> Hälfte davon. So lief das schon damals, u. heute ist es nicht anders,
> der letzte Jahrgang einer Ausbildung zahlt die nächsten die nach ihm
> kommen.

Indirekt. Ist aber am Ende eine andere Form der Steuerfinanzierung.

> Ähnlich wie mit der Rente, u. das ist nicht kostenfrei sondern
> verlagernd oder selbsttragend.

Wer sagte was von kostenfrei? Natürlich sind das Kosten, die einer 
bezahlen muss. Aber es sind nicht die Schüler, die das bezahlen, sondern 
die Arbeitnehmer Jahre später.

> Oder woher nimmt welcher Bereich denn nun
> das Geld für die AusBildung?

Einfach drucken kann man es nicht.

von Uwe D. (monkye)


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Falk B. schrieb:
> Unwichtig schrieb:
>>> So nun die große Preisfage: wer im RGW (Ostblockverbund) hat englisch
>>> gesprochen? Niemand, nicht mal Kuba!
>> So, und wer behauptet hier laufend und immer wieder, es hätte damals
>> keinerlei Marktwirtschaft in der DDR gegeben?
> Gab auch keine.

> Aluchip wollte dort keiner haben.

Der Falk hat recht. Du verwechselst Export in den „NSW“ (nicht 
sozialistischer Wirtschaftsbereich) zur Erlangung von konvertiblen 
Währungen mit Marktwirtschaft.
Die DDR-Mark war international wertlos, damit ließen sich keine 
Halbleiter, Computerteile, Maschinen oder begehrte und veredelte 
Rohstoffe am Weltmarkt kaufen.

Komischerweise schreibst Du das selbst weiter unten in Deinem Beitrag.

>> Wurden solche Projekte im 5-Jahr-Plan etwa verankert u. vorgeplant?
> Kan sein.

Genau das. Die wurden erst i.d.R. unproduktiv hergestellt, den 
Einwohnern der DDR vorenthalten und dann für harte Dollar/DM verkauft. 
Und die Beschaffung der Devisen wurde selbstverständlich geplant. Es 
gibt massenhaft Literatur dazu - aus der DDR.


Nachtrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Kommerzielle_Koordinierung siehe 
Punkt 2.1

>
>> Gerald B. schrieb:
>>> Die restlichen 25% waren dann russisch, deutsch, ab und an auch mal
>> Tja, wo bleibt den nun der Falk B. mit seiner Erklärung dazu, bitte?
> Siehe oben. Und den Klassenfeind mit sowas zu beliefern geht über
> Doppelmoral und Shizophenität weit hinaus.

Warum brauchst Du immer Falk als „Feind“?

Die DDR hat mit den Fingern auf die USA gezeigt, als 1973 mit CIA Hilfe 
ein gewisser General Pinochet sich in Chile an die Macht putschte. Und 
gleich danach erhöhte sich das Handelsvolumen. 
https://www.welt.de/geschichte/article119723766/Chile-Mit-Pinochet-machte-die-DDR-beste-Geschaefte.html

Nachtrag:
Nochmals etwas zum Lesen und Nachdenken…
https://www.aerzteblatt.de/archiv/153086/DDR-Gesundheitswesen-Blut-fuer-Devisen

: Bearbeitet durch User
von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Warum brauchst Du immer Falk als „Feind“?
Mit wem redest du hier drüber eigentlich?
Ich finde mich da in keinem deiner Zitate, meinst aber sicherlich mich?

So so, wikipedia muß neuerdings herhalten als Beweis-Quelle, das Medium 
was jeder selber manipulieren u. verändern kann, u. wo nur Grundlagen 
wissen existiert u. neuerdings auch durch Spenden am Leben erhalten 
werden muß!

Marktwirtschaft ist die Wirtschaft die abhängig von Regularien am Markt 
agiert, ganz einfach.
Der größte u. wichtigste Wirtschafts-Teil der DDR war damit nicht Plan- 
sondern Markt-Wirtschaft, u. auch nur weil planmäßig was vorwärts gehen 
musste, nur ohne richtige Kohle ging da halt nichts von statten.
So einfach in 2 Sätzen erklärt.
Das ganze Bimborium wie Partei-Tage u. Plan-Wirtschaft war doch nur 
alles Show für die Medien u. Presse, u. zur Vernebelung des 
kapitalistischen Handels-Partners äm Klassenfeindes.

Und Marktwirtschaft ist völlig losgelöst von Politik u. Ethik, Ware ggn. 
Geld nach Verträgen mit Fristen u. Lieferumfang.
Meine Rede schon seit Jahren, u. ob wir nun unser Gas und Rohstoffe aus 
Rußland oder Amerika oder über Umwege aus RUS bekommen ist nur ne Frage 
wie die Politik ihr Gesicht zu wahren versucht. Die braucht man 
eigentlich dabei gar nicht, kostet nur Kohle u. bringt nur zusätzlichen 
Ärger ins Spiel.

Weiter in deinem Spiel -

Uwe D. schrieb:
> Die DDR-Mark war international wertlos, damit ließen sich keine
> Halbleiter, Computerteile, Maschinen oder begehrte und veredelte
> Rohstoffe am Weltmarkt kaufen.
Der Weltmarkt war eh für den RGW größtenteils passe, deswegen gab es ja 
auch den RGW, dort wie auch aktuell wieder RUS war die interne Währung 
schon was wert. So wie der Rubel nun zwangsweise von RUS zur Zahlung zu 
akzeptieren ist, doof sind die Russen ja nun auch nicht.

Dein Geschreibe hört sich an wie damals aus dem Stabü-Untericht, wo die 
Lehrer uns Schülern die Lage der DDR international erklären wollten.
Da war dann plötzlich der böse Klassenfeind ein willkommener 
Handelspartner  weil ohne den ging ja nichts mit harter Währung.
Von den paar Bananen u. Zucker aus Kuba lief hier eigentlich gar nichts, 
außer Mangelwirtschaft mit exotischen Lebensmitteln.

Das mit dem Blut (Spende) gen Westen wusste ich schon aus einem 
Live-Erlebnis 1985 mit meiner Blut-Spende bei der NVA an eine 
christliche medizinische Einrichtung in AAchen. Das stand so auf den 
Behältern oder Verpackungen drauf. Wohl gemerkt 1985 als Wehrpflichtiger 
in der NVA.
Da fiel man damals schon vom Glauben ab, u. keiner hat versucht das zu 
vertuschen. Oder es war einfach nur ein Bug Versehen das geheim zu 
halten.

Uwe D. schrieb:
> Und die Beschaffung der Devisen wurde selbstverständlich geplant. Es
> gibt massenhaft Literatur dazu - aus der DDR.
Dieser Lügen-Presse muß ein erfahrener Erwachsener mit Herkunft aus der 
DDR u. dort gelebt bis zur Wende nicht glauben. Es gab einfach keinen 
Plan, es gab Direktiven wonach zu handeln war, dass alles stehen u. 
liegen blieb wenn Valuta gewittert wurden. Planbar war das nämlich gar 
nicht, sonst wäre  die Wirtschaft nicht laufend am Boden gewesen, oder 
wer hat das bitte so geplant?

Tja und dann unser Falk B., ist immer schön ihn zu lesen u. dabei zu 
Schmunzeln, wie er sich mit 10 Jahren hinterher versucht aus der Affäre 
zu schreiben. ;-)

PS .. und noch was, Danke für die ganzen Punkte, es ist klar dass hier 
die meisten von Euch die Wahrheit nicht gern hören. Tut mir ja Leid 
immer nur negativ-Meldungen raushauen zu müssen. Die dann dummerweise 
auch noch exakt zutreffen.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7359615 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> gähn Der Witz hat einen längeren Bart als ZZ-Top!

Mit diesem ganzen jeh jeh jeh
oder wie das heisst sollte man doch Schluss machen.

https://www.youtube.com/watch?v=Q55mQpAGNMc

: Bearbeitet durch User
von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Warum brauchst Du immer Falk als „Feind“?
> Mit wem redest du hier drüber eigentlich?
> So so, wikipedia muß neuerdings herhalten als Beweis-Quelle, das Medium
> was jeder selber manipulieren u. verändern kann, u. wo nur Grundlagen
> wissen existiert u. neuerdings auch durch Spenden am Leben erhalten
> werden muß!
Die Quelle ist für jeden offen - auch für „gegen-alles-Argumentierer“ 
wie Dich. Und es ist damit auch korrigierbar.

Du lieferst bisher nur Sätze ohne Bezug zu einer Quelle.

> Das ganze Bimborium wie Partei-Tage u. Plan-Wirtschaft war doch nur
> alles Show für die Medien u. Presse, u. zur Vernebelung des
> kapitalistischen Handels-Partners äm Klassenfeindes.

Häh?

> Weiter in deinem Spiel -
>
> Uwe D. schrieb:
>> Die DDR-Mark war international wertlos, damit ließen sich keine
> Der Weltmarkt war eh für den RGW größtenteils passe, deswegen gab es

Nö, war er nicht. Denn technologisch und beschaffungsseitig ging es 
nie ohne den Weltmarkt.

> doof sind die Russen ja nun auch nicht.
Das war kein Thema von mir.

> Das mit dem Blut (Spende) gen Westen wusste ich schon aus einem
> Live-Erlebnis 1985 mit meiner Blut-Spende bei der NVA an eine
Na prima, eine Quelle bestätigt.

> Uwe D. schrieb:
>> Und die Beschaffung der Devisen wurde selbstverständlich geplant. Es
>> gibt massenhaft Literatur dazu - aus der DDR.
> Dieser Lügen-Presse muß ein erfahrener Erwachsener mit Herkunft aus der

Was erzählst Du für einen Mist? Was Du glaubst ist mir egal. Du hast 
einen Haufen Worte und wenig Nachprüfbares.

Im Absatz oben schreibst Du selbst, die Russen wären nicht dumm:

https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/4193/ssoar-1995-zedilin-sowjetunion.pdf?sequence=1&isAllowed=y&lnkname=ssoar-1995-zedilin-sowjetunion.pdf

> Es gab einfach keinen
> Plan, es gab Direktiven wonach zu handeln war, dass alles stehen u.
> liegen blieb wenn Valuta gewittert wurden. Planbar war das nämlich gar
> nicht, sonst wäre  die Wirtschaft nicht laufend am Boden gewesen, oder
> wer hat das bitte so geplant?

Du haust da etwas durcheinander: Das die Planwirtschaft nicht 
erfolgreich war, weiß wohl fast jeder. Das heißt aber nicht, das die 
Devisenbeschaffung nicht geplant wurde. Jeder der ein bisschen das 
System DDR verstanden hat, der kennt KoKo, Herrn Schalck-Golodkowski, 
ImEx usw.
Naja - Hauptsache erstmal rumgetrötet.

> PS .. und noch was, Danke für die ganzen Punkte, es ist klar dass hier
> die meisten von Euch die Wahrheit nicht gern hören. Tut mir ja Leid
> immer nur negativ-Meldungen raushauen zu müssen. Die dann dummerweise
> auch noch exakt zutreffen.

Du kannst Deine ‚Alternative‘ gern behalten.

PS: Trage doch etwas zum eigentlichen Thema bei: Warum hat die 
Mikroelektronik der DDR den Bankrott des Systems befördert…

von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb im Beitrag #7359615:
> Meine Fre_e , er da oben als TO hat satte 18x Minus-Punkte, so viel
> Beitragsschreiber gibt es hier doch gar nicht in dem Thread, bei der
> Hälfte wird es schon enge.
> Was seid ihr hier eigentlich für Forums-User, bekommt ein schönes Thema

Schreiber zum Thema mit nachprüfbaren Fakten werden belohnt, 
Verschwörer, Behauptungen ohne Fakten und Rechthaberei eher weniger.

von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Schreiber zum Thema mit nachprüfbaren Fakten werden belohnt,
> Verschwörer, Behauptungen ohne Fakten und Rechthaberei eher weniger.

Uwe D. schrieb:
> Du lieferst bisher nur Sätze ohne Bezug zu einer Quelle.

Der Karl Eduard war auch so einer wie du, der hat auch lauter 
manipulierte Fakten in seiner Show laufend gebracht, die hieß der 
SW-Kanal.

Deine Geschichte da oben, mit du wärest ein Zeitzeuge, habe ich dir doch 
schon mehr als 3x widerlegt.

Die Quelle ist die damalige Realität, wer die nicht kennt fällt halt auf 
jeden Scheiß herein.
Allein deine angeblich nachprüfbaren Fakten zu dir sind doch schon von 
vorn bis hinten unglaubwürdig.

Uwe D. schrieb:
> Nö, war er nicht. Denn technologisch und beschaffungsseitig ging es
> nie ohne den Weltmarkt.
Welches Kfz in der DDR oder welcher Lkw war darauf bitte angewiesen, 
welches strategisch wichtige Projekt brauchte unbedingt Material aus dem 
NSW?
Der RGW sagt dir gar nichts, ne? In den Geräten der drahtgebundenen NT 
der NVA war nicht ein Bauteil aus dem NSW drin, das weiß ich weil ich 
darauf ausgebildet wurde u. daran Instandsetzungen durchführen durfte, 
nicht weil ich da mal reingeguckt habe.

Uwe D. schrieb:
> Was erzählst Du für einen Mist? Was Du glaubst ist mir egal. Du hast
> einen Haufen Worte und wenig Nachprüfbares.
Da oben der Gerald B. hat es doch beschrieben, wenn was im NSW gebraucht 
wurde dann ging das auch mal dort hin aus der DDR. Da widersprichst du 
doch sicher nicht? Basics, die jeder außer du hier im Forum kennt, weil 
er ggü. dir was mitbekommen hat, u. nicht flunkern muß wie du, braucht 
das nicht!
Und so Einem wie dir soll ich was beweisen? Ich lach mich gleich tod.

Uwe D. schrieb:
> Naja - Hauptsache erstmal rumgetrötet.
Wo sind deine Beweise für die Planung von Devisen? Du trötest rum!
Deine Links zu Dokumenten die eh Keinen mehr interessieren, aus einer 
Zeit die lange her ist, aber damals nach genau den gleichen Grundsätzen 
wie heute noch gehandelt wird, das kapierst du nicht!

Uwe D. schrieb:
> PS: Trage doch etwas zum eigentlichen Thema bei: Warum hat die
> Mikroelektronik der DDR den Bankrott des Systems befördert…
Das Thema ist doch lange geklärt, steht dort oben in dem Dokument drin, 
wo  ihn jemand so schön negativ bewertet hat.

Holger D. schrieb:
> Mehr braucht man nicht lesen ...
Und du meinst, auf deine Phrasen, was du so als Zeitzeuge erlebt oder 
mitbekommen hast, geb ich was? Wichtigmachen u. mit Märchen untermauern, 
hat noch nie funktioniert, da wo Leistung durch Ergebnisse zählt.

Uwe D. schrieb:
> Schreiber zum Thema mit nachprüfbaren Fakten werden belohnt,
> Verschwörer, Behauptungen ohne Fakten und Rechthaberei eher weniger.
Dann bring mal die Fakten zu den Theorien von dir da oben! Du hättest 
angeblich Einblick während der 3-jährigen NVA-Zeit in viele Geräte 
gehabt!
Was war eigentlich danach, nix mit Studium, weil da bekommt man keine 
Einblicke in Automatisierungs-Technik u. Robotik. Lehrpläne sind immer 
hinter dem aktuellen Stand der Technik hinterher.

Das Zeugs was in den Medien kam mit der KoKo etc. pp., darüber braucht 
man hier nicht zu reden, das ist Allgemeinwissen geworden.

von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Die DDR-Mark war international wertlos, damit ließen sich keine
> Halbleiter, Computerteile, Maschinen oder begehrte und veredelte
> Rohstoffe am Weltmarkt kaufen.
Noch ein Bsp. für deinen Sums, das Erd-Öl wie Gas kam woher, auf dem 
Weltmarkt gekauft ggn. Devisen beim Bruder in Moskau?
Die Raduga TV oder Lada wie Skoda oder Polonez Dacia aus Freundesland 
Rumänien Polen CSSR u. UdSSR bezogen ggn. Dollar von dort?
Welche Computer kamen denn aus dem NSW in ost-deutsche Verwendung zum 
dortigen Einsatz, welche Maschinen oder Großgeräte, welche Rohstoffe in 
dem Ausmaß?
Robotron war dann wohl für Konsumer-Technik zuständig, also den 
KonsumGüter-Markt, in Arnstadt wurde die ATZ65/66 (Tel.Zentrale) für 
private Haushalte gebaut? In Ludwigsfelde die W50 u. L60 brauchten Teile 
aus dem NSW?
Für das bischen Krümelzeugs wie Bildröhren aus Japan für die letzte 
Generation Farb-TV´s, wo ein Werk dazu > YYY gebaut wurde
> Samsung hatte ja in Tschernitz, bei Spremberg, ein Bildröhrenwerk
> errichtet. Das ging kurz vor der Wende in Betrieb.
Mit solchen Aktionen ggn. Ende der DDR wurde die DDR-Wirtschaft kaputt 
gemacht. Der Wartburg wie Trabi u.ä. Projekte, wo der Plan davor nicht 
so schlecht war, nur die Umsetzung hat dann wieder zig Tsnd. oder Mio. 
gekostet, ob wohl das Material an sich geschenkt wurde.

von Al. K. (alterknacker)


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Falk B. schrieb im Beitrag #7358842:
> Die Frage war doch, wer auf die Halbleiter in der DDR uriniert hat? ;-)
Das ist narzisstisch

von Al. K. (alterknacker)


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Percy N. schrieb im Beitrag #7359158:
> Dsmit sollte das Thrma vorläufig erledigt sein; weitere persönliche
> Angriffe und Animositäten bitte ich bis nach dem Ende der
> Kamofhabdlungen aufzuschieben,
Deine persönlichen Angriffe und Beleidigungen solltest du nicht 
vergessen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Unwichtig schrieb:
> Welches Kfz in der DDR oder welcher Lkw war darauf bitte angewiesen,
> welches strategisch wichtige Projekt brauchte unbedingt Material aus dem
> NSW?

Einen Trabbi als Kfz zu bezeichnen, dazu gehört reichlich Chuzpe.

Wie war das noch? Trifft ein Trabbi einen Kuhfladen. Der fragt: "Was 
bist Du denn?" Trabbi: "Ich bin ein Auto!". Kuhfladen: "Hach, wenn Du 
ein Auto bist, bin ich eine Pizza!"

von Dergute W. (derguteweka)


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Bloss gut, dass man hier nur noch angemeldet schreiben darf. Waer' ja 
nicht auszudenken, was hier sonst fuer ein Schwachsinn gepostet werden 
wuerde.

scnr,
WK

von Nevs (noname_user)


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Dergute W. schrieb:
> Bloss gut, dass man hier nur noch angemeldet schreiben darf.
Dürfen und Können sind 2 Paar verschiedene Schuhe, die Anmeldezahlen 
werden die letzten Tage ganz schön hoch gegangen sein. ;-)

Dergute W. schrieb:
> Waer' ja
> nicht auszudenken, was hier sonst fuer ein Schwachsinn gepostet werden
> wuerde.
V.a. so viel Overhead, der eigentlich nichts zum Thema beiträgt!
Und Smilies könnte man hier auch mal einführen?!

von Nevs (noname_user)


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Rainer Z. schrieb:
> Einen Trabbi als Kfz zu bezeichnen, dazu gehört reichlich Chuzpe.

Das Video da ganz oben hast du dir wahrscheinlich nicht angesehen? Wo 
schon am Anfang vor dem Gebäude lauter Trabis standen. Wer damit wohl 
damals gefahren ist? Die Putzfrauen sicherlich nicht.
Die NVA-Ausführung wurde sogar an der Grenze eingesetzt, damit die Leute 
hinterm Zaun in der freien BRD auch was zum Lachen hatten. ;-)

Warum es hier nur so viele Negativ-Punkte laufend gibet? So als ob hier 
alle im Knast säßen beim Lesen u. ihren Frust damit ablassen müssten!
Alles unzufriedene Leute ....Tja, wenn die Märchen, die hier laufend die 
Runde machen, sich nicht bewahrheiten wird man wohl so!

von Joachim B. (jar)


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Unwichtig schrieb:
> Und Smilies könnte man hier auch mal einführen?!

wo ist das Problem?
😀😃😄😁😆😅🤣😂🙂🙃😉😊😇🥰😍🤩😘😗☺😚😙🥲😋😛😜🤪😝🤑🤗🤭

Beitrag #7359804 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Old (Gast)


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Unwichtig schrieb:
>
> Welche Computer kamen denn aus dem NSW in ost-deutsche Verwendung zum
> dortigen Einsatz, welche Maschinen oder Großgeräte, welche Rohstoffe in
> dem Ausmaß?
>

Als Jung-Ingenieur in der DDR hab ich was für eine 
Ultraschall-Nietmaschine aus den USA gemacht und auch was für 
Polyurethan-Schäummaschinen aus der BRD. Später dann was für 
Brotbackmaschinen, deren Backbänder aus schwedischem Stahl waren. Danach 
von Anfang der 80er bis zum Ende der DDR was mit HP9830/HP9845 zu tun 
gehabt. In allen Fällen wurde dank der Westtechnik was für den Westen 
produziert. Alles, um mehr Westgeld einnehmen zu können, als dafür 
ausgeben zu müssen. Der Überschuss an Einnahmen war geplant, um damit 
für andere Betriebe, die selber kaum was in den Westen exportieren 
konnten, Westtechnik anschaffen zu können. Das war alles geplant und 
dann mit Planerfülllungsauflagen verbunden.

Beitrag #7359818 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7359830 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7359907 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7359921 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Interessant, wie selbst ein so interessantes Thema wie der Einfluss der 
Chipproduktion auf eine Volkswirtschaft in diesem Forum zu diversen 
Entgleisungen führen kann. Jetzt sind wir schon bei der Bombardierung 
dresdens angelangt - da war die DDR-Chipproduktion aber nicht ursächlich 
für...

Manche der Teilnehmer hier sind echt sowas von verbohrt - unglaublich. 
Schade, dass das Microcontrollerforum im Netz meist nur noch als 
Beispiel für schlechtes Benehmen genannt wird.

Beitrag #7360045 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Die DDR-Mark war international wertlos, damit ließen sich keine
> Noch ein Bsp. für deinen Sums, das Erd-Öl wie Gas kam woher, auf dem
> Weltmarkt gekauft ggn. Devisen beim Bruder in Moskau?
Und, wieviel Erdgas hast Du als DDR Bürger kaufen können? Ja genau, nix. 
Und was hat 1L Benzin gekostet?
Die DDR hat dafür hart bezahlt, damit sie Rohstoffe bekam. Und zum 
Schluss wurden daraus Produkte , die überwiegend exportiert wurden.

Das was Du machst nennt sich „Whataboutism“.

> Die Raduga TV oder Lada wie Skoda oder Polonez Dacia aus Freundesland
> Rumänien Polen CSSR u. UdSSR bezogen ggn. Dollar von dort?
Ja, und ein nicht geringer Teil der Fahrzeuge und Baugruppen waren 
Nachbauten - gegen Lizenzgebühr.

> Welche Computer kamen denn aus dem NSW in ost-deutsche Verwendung zum
> dortigen Einsatz, welche Maschinen oder Großgeräte, welche Rohstoffe in
> dem Ausmaß?
Jedes moderne Produkt kam aus dem Westen, um im besten Fall nachgebaut 
zu werden.
Beispiel:
U880 -> Kopie des Z80
U 80701 -> Kopie des VAX78032
…

> Robotron war dann wohl für Konsumer-Technik zuständig, also den
> KonsumGüter-Markt, in Arnstadt wurde die ATZ65/66 (Tel.Zentrale) für
Wie die Bezeichnung verrät: Technik aus den 60ern. 20 Jahre hinter der 
Zeit…


> Für das bischen Krümelzeugs wie Bildröhren aus Japan für die letzte
> Generation Farb-TV´s, wo ein Werk dazu > YYY gebaut wurde
>> Samsung hatte ja in Tschernitz, bei Spremberg, ein Bildröhrenwerk
>> errichtet. Das ging kurz vor der Wende in Betrieb.
> Mit solchen Aktionen ggn. Ende der DDR wurde die DDR-Wirtschaft kaputt
> gemacht.

Allein schon die Herstellung des Halsansatzrohres aus Bleiglas für die 
Elektronenkanone oder das notwendige Bleilot…

Du hast technologisch keine Ahnung. So reden nur Leute, die vollkommen 
ahnungslos sind.

Du gibst Dir echt Mühe auf mir rumzutrampeln.

Beitrag #7360054 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nevs (noname_user)


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Old (old_newcomer) 27.02.2023 07:08

Old schrieb:
> Unwichtig schrieb:
>>
>> Welche Computer kamen denn aus dem NSW in ost-deutsche Verwendung zum
>> dortigen Einsatz, welche Maschinen oder Großgeräte, welche Rohstoffe in
>> dem Ausmaß?
>>
>
> Als Jung-Ingenieur in der DDR hab ich was für eine ....
Ja und, die Fragestellung war aber eine ganz andere. Einsatz von Devisen 
zum Kauf von spez. Technik aus dem NSW um damit in der DDR die 
Produktion u. Wirtschaft zu betreiben, oder nicht?
Das was du beschreibst waren Kleinprojekte um Devisen erst mal zu 
beschaffen. Der gesamte Energie-Komplex der BK-Tagebaue oder 
KohleKraftwerke wäre mal ein Bsp. gewesen.
Oder der Schwermaschinenbau SKET in MD.

Wolfgang R. schrieb:
> Manche der Teilnehmer hier sind echt sowas von verbohrt - unglaublich.
> Schade, dass das Microcontrollerforum im Netz meist nur noch als
> Beispiel für schlechtes Benehmen genannt wird.
Nur manche? Mehr als 90% hier, kein wirkliches themenbezogenes 
Fachwissen, u. immer schön weg vom eigentlichen Problem oder Thema, u. 
aber dann mit der Punktekeule ihren Machteinfluss ggn. Kritiker ausüben.
Der Thread hier ist doch das beste Bsp. dafür.

von Volker S. (sjv)


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Uwe D. schrieb:
>> Die Raduga TV oder Lada wie Skoda oder Polonez Dacia aus Freundesland
>> Rumänien Polen CSSR u. UdSSR bezogen ggn. Dollar von dort?

Lada war Fiat, Dacia ein Renault 12,
Skoda war Eigenkonstruktion und wurde auch in der BRD als Billig-Auto 
verkauft.

von (prx) A. K. (prx)


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Unwichtig schrieb:
> aber dann mit der Punktekeule ihren Machteinfluss ggn. Kritiker ausüben

Welche Macht haben Punkte?

Beitrag #7360062 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Der Karl Eduard war auch so einer wie du, der hat auch lauter

Werde jetzt mal nicht beleidigend.

> Deine Geschichte da oben, mit du wärest ein Zeitzeuge, habe ich dir doch
> schon mehr als 3x widerlegt.
Es genügt, wenn Du 3 Deiner Behauptungen belegen würdest. Du schreibst 
viel.


> NSW?
> Der RGW sagt dir gar nichts, ne? In den Geräten der drahtgebundenen NT
Wenn Du nicht bloß wütend mit Worten um Dich hauen würdest, dann hättest 
Du eine meiner Quellen lesen können.
Bist Du damit überfordert?
Beitrag "Re: Wie die Halbleitertechnik die DDR ruiniert hat"

> der NVA war nicht ein Bauteil aus dem NSW drin, das weiß ich weil ich
> darauf ausgebildet wurde u. daran Instandsetzungen durchführen durfte,
> nicht weil ich da mal reingeguckt habe.

Du bist ein echtes Klugi…
https://www.rigpix.com/aor/aor_ar2002.htm
https://www.manfred-bischoff.de/index1.htm

> Uwe D. schrieb:
>> Naja - Hauptsache erstmal rumgetrötet.
> Wo sind deine Beweise für die Planung von Devisen? Du trötest rum!
> Deine Links zu Dokumenten die eh Keinen mehr interessieren, aus einer

Jetzt lass ich das mit Dir, Du magst nur motzen, aber nicht lesen und 
erst recht nicht konkret werden.

von Uwe D. (monkye)


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Volker S. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>>> Die Raduga TV oder Lada wie Skoda oder Polonez Dacia aus Freundesland
>>> Rumänien Polen CSSR u. UdSSR bezogen ggn. Dollar von dort?
>
> Lada war Fiat, Dacia ein Renault 12,
> Skoda war Eigenkonstruktion und wurde auch in der BRD als Billig-Auto
> verkauft.

Lieber Volker, das war nicht mein Text - sondern der von „Unwichtig“.

Beitrag #7360079 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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Old schrieb:
> Planerfülllungsauflagen

und immer wurde in der AK (aktuellen Kamera) verbreitet das JEDER Plan 
übererfüllt wurde, nur frag ich mich warum ging die DDR pleite? (scnr)
An den Millionen vom FJS oder der Miete für die Transitstrecken kanns ja 
nicht gelegen haben, vielleicht doch weil zuviel aus den Betrieben 
rausgeholt wurde.

Beitrag #7360082 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7360083 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7360087 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Volker S. schrieb:
>> Uwe D. schrieb:
>>>> Die Raduga TV oder Lada wie Skoda oder Polonez Dacia aus Freundesland
>>>> Rumänien Polen CSSR u. UdSSR bezogen ggn. Dollar von dort?
>>
>> Lada war Fiat, Dacia ein Renault 12,
>> Skoda war Eigenkonstruktion und wurde auch in der BRD als Billig-Auto
>> verkauft.
>
> Lieber Volker, das war nicht mein Text - sondern der von „Unwichtig“.

Uwe D. schrieb:
> Ja, und ein nicht geringer Teil der Fahrzeuge und Baugruppen waren
> Nachbauten - gegen Lizenzgebühr.

Ach ne, er weiß nicht mal was er selber schrieb u. findet wieder mal 
nicht den Bezug zum Thema!
Du wirst immer lächerlicher, aber das fing ja oben schon so an mit dir, 
du wüsstest was was du nicht richtig erklären kannst, nur mit wischi 
waschi, du hättest u. dann war Schluß.

von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Volker S. schrieb:
>>> Uwe D. schrieb:
>>>>> Die Raduga TV oder Lada wie Skoda oder Polonez Dacia aus Freundesland
>>>>> Rumänien Polen CSSR u. UdSSR bezogen ggn. Dollar von dort?
>>>
>>> Lada war Fiat, Dacia ein Renault 12,
>>> Skoda war Eigenkonstruktion und wurde auch in der BRD als Billig-Auto
>>> verkauft.
>>
>> Lieber Volker, das war nicht mein Text - sondern der von „Unwichtig“.

> Ach ne, er weiß nicht mal was er selber schrieb u. findet wieder mal
> nicht den Bezug zum Thema!
> Du wirst immer lächerlicher,

Beitrag "Re: Wie die Halbleitertechnik die DDR ruiniert hat"
Volker hat nicht mich zitiert, sondern Dich.

Am Ende der Argumente bist Du ausfallend.

Beitrag #7360162 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Christian B. schrieb im Beitrag #7359804:
> Rainer Z. schrieb:
>> Einen Trabbi als Kfz zu bezeichnen, dazu gehört reichlich Chuzpe.
>
> Wieso? Das Teil ist aus eigener Kraft gefahren und konnte dabei noch 2
> Erwachsene und 5 Kinder transportieren. Also als KFZ würde ich das schon
> bezeichnen. Dass es technologisch einem VW Golf unterlegen war ist schon
> klar, aber wenn man sich anschaut, wann der Trabant entwickelt wurde ist
> er gar nciht so weit weg gewesen von der damaligen technik im Westen.
> Nur wurde dann halt in den vielleicht 30 Jahren seiner Existenz nur ein
> Facelift gemacht vom P500 zum 601-er. Den 1.1-er kann man, glaube ich,
> getrost ignorieren.

Ich ergänze meinen Beitrag zum Trabbi. Ich wohne nahe der Zonengrenze, 
bin früher oft über die Transitstregge nach Berlin gefahren, konnte 
DDR-Fernsehen in bester Qualität per terrestrischer Antenne empfangen 
und bin unzählige Male Grenzwege mit dem Fahrrad befahren, weil diese 
schön belegen aber asphaltiert durch die Landschaft führen, im 
Lauenburgischen auch durch  Waldgebiete.

Ich habe also einen gewissen Bezug zur DDR. Mein Verhältnis zum Trabbi 
ist nicht das beste. Wenn ich nach erfolgtem Zwangsumtausch in 
Berlin-Friedrichstraße ausstieg, stieg mir als erstes eine vollkommen 
verpestete Luft in die Nase. Ich weiß natürlich um die Sehnsüchte der 
DDR-Bürger nach Autos. Aber einen Trabbi wollte ich mir niemals antun. 
Und ja, ich bin wegen der voranbeschriebenen Umstände auch in den Genuss 
gekommen, nach 1989 einen Trabbi probezufahren. Es war ein ebenso 
eindrucksvolles wie schreckliches Erlebnis. Ich habe bis heute keine 
Rückenbeschwerden. Mit Trabbi hätte es heute definitiv anders 
ausgesehen. Über die Verkehrs- bzw. Unfallsicherheit des Trabbis will 
ich nicht diskutieren.

Im Übrigen bin ich auch als Wessi zunehmend weniger Auto gefahren, heute 
kann ich darauf sogar komplett verzichten.

Bei allem weiß ich auch, dass der Trabbi in der DDR als Fahrzeug nahezu 
alternativlos war.

Nun ist das Thema dieses Threads "Wie die Halbleitertechnik die 
DDR-Wirtschaft ruiniert hat". Das kann man drehen und wenden wie man 
will. Tatsache ist, dass es Mangel an allen Ecken und Enden gab. Außer 
bei Kartoffeln. Die DDR-Bonzen hätten den Schwerpunkt auch auf den 
Kfz-Bau setzen können. Dann hätte es wiederum keine oder eine deutlich 
bescheidenere Halbleitertechnik gegeben.

von Falk B. (falk)


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Rainer Z. schrieb:
> Die DDR-Bonzen hätten den Schwerpunkt auch auf den
> Kfz-Bau setzen können.

Hätten sie, aber Halbeiter waren und sind nun mal Schlüsseltechnologie, 
wie das damals so schön hieß. D.h. ohne gescheite Elektronik und IT 
keine CNC-Maschinen, Industriesteuerungen, PCs, sonstige Elektronik und 
Konsumerelektronik.

> Dann hätte es wiederum keine oder eine deutlich
> bescheidenere Halbleitertechnik gegeben.

Ja, aber das hätte in Summe nicht funktioniert, denn dann wär man auf 
dem Stand der frühen 1960er Jahre hängen geblieben. Was man defakto ja 
in vielen Bereichen auch war . . .

Um mal ein aktuell nachvollziehbares Beispiel zu bringen.- Stell dir 
vor, ein Land muss mit der IT aus Mitte der 1990er heute noch arbeiten. 
Geht das? Ja. Geht das gut? Nicht wirklich.

Halbleiter waren und sind elementar wichtig, sieht man ja heute an der 
Krise bzw. dem Wirtschaftskrieg zwischen USA und China. Der Ansatz war 
schon richtig, die Umsetzung aus verschiedensten Gründen nicht.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7360179 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nevs (noname_user)


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Falk B. schrieb:
> Der Ansatz war schon richtig, die Umsetzung aus verschiedensten Gründen
> nicht.
Wo wir beim Thema wieder wären, was waren denn nun diese diversen 
verschiedenen Gründe? Da ist noch nicht Einer genauer dazu geworden?
Bis auf das PDF, was sich keiner, außer dir auszugsweise, antun wollte. 
;-)

Falk B. schrieb:
> Um mal ein aktuell nachvollziehbares Beispiel zu bringen.- Stell dir
> vor, ein Land muss mit der IT aus Mitte der 1990er heute noch arbeiten.
> Geht das? Ja. Geht das gut? Nicht wirklich.

Bei der Erd-Öl-Förderung in Arabien wird das keine so große Rolle 
spielen, wobei die genug Kohle haben sich ständig das Neueste zu 
leisten.
Um hier zu Texten braucht man auch keinen aktuellen PC, oder geht das 
damit vllt. besser? ;-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Falk B. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Die DDR-Bonzen hätten den Schwerpunkt auch auf den
>> Kfz-Bau setzen können.
>
> Hätten sie, aber Halbeiter waren und sind nun mal Schlüsseltechnologie,
> wie das damals so schön hieß. D.h. ohne gescheite Elektronik und IT
> keine CNC-Maschinen, Industriesteuerungen, PCs, sonstige Elektronik und
> Konsumerelektronik.

Da hast Du mich vermutlich missverstanden, ich meinte es aber wie Du. 
Die Wandlitzer haben der Elektronik mit guten Gründen den Vorrang 
gegeben. Dafür gab's auf der anderen Seite nur die schrecklichen 
Trabbis.

Elektronik aus der DDR hingegen wurde auch in Westdeutschland verkauft, 
z.B. TV-Geräte unter der Marke "Bruns" bei Meckermann und Qualle.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Wenn ich nach erfolgtem Zwangsumtausch in Berlin-Friedrichstraße
> ausstieg, stieg mir als erstes eine vollkommen verpestete Luft in die
> Nase.

Rainer Z. schrieb:
> Bei allem weiß ich auch, dass der Trabbi in der DDR als Fahrzeug nahezu
> alternativlos war.

Am Bahnhof Friedrichst. war ein Taxistand. Wie biele Trabis magst Du da 
wohl grsehen haben?  Jede Zahl >0 würde auf einen neurologschen Notfall 
schließen lassen.

Rainer Z. schrieb:
> Dafür gab's auf der anderen Seite nur die schrecklichen Trabbis.

SPOILER:
.
.
.
.
.
.

Was sagt Dir "Wartburg"?

: Bearbeitet durch User
von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Am Ende der Argumente bist Du ausfallend.

Uwe D. schrieb:
> Jetzt lass ich das mit Dir, Du magst nur motzen, aber nicht lesen und
> erst recht nicht konkret werden.

Uwe D. schrieb:
> Du bist ein echtes *Klugi…*

Und was soll das bitte dazu werden > YY ,
Uwe D. schrieb:
> https://www.rigpix.com/aor/aor_ar2002.htm
> https://www.manfred-bischoff.de/index1.htm
Beweise wofür? Soll sich wohl jeder selber zurechtreimen, ein komplettes 
Gerät aus Japan, und? Nur mal so kurz Googel Suchworte u. hier dann was 
hingerotzt, reicht ja für dein Niveau völlig.
Leute in die Wüste schicken nennt man das, oder halt veräppeln, weil 
mehr kannst du ja nicht!

Uwe D. schrieb:
> Du hast technologisch keine Ahnung. So reden nur Leute, die vollkommen
> ahnungslos sind.

Uwe D. schrieb:
> Was erzählst Du für einen Mist? Was Du glaubst ist mir egal.

Solche wie dich hat man damals schon zu DDR-Zeiten erkannt, da war nicht 
deine Oma dran Schuld.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Was sagt Dir "Wartburg"?

Sagt Dir "Wolga" etwas?

Damit bin ich in einem Ost-Berliner Taxi mal gefahren. Der "echte" 
Ost-Mercedes.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Was sagt Dir "Wartburg"?
>
> Sagt Dir "Wolga" etwas?
> Damit bin ich in einem Ost-Berliner Taxi mal gefahren. Der "echte"
> Ost-Mercedes.

Eigentlichcerstaunlich, dass es dort keine Tuktuks gab; Diesel konnte 
man ja, und Zweitakter sowieso

Aber ein 3-cyl Zweitakter hat einexLaufruhe wie ein 6-cyl Viertakter; 
nur das,Gelnatter ist schwer in den Griff zu bekommen.

von Percy N. (vox_bovi)


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von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Aber ein 3-cyl Zweitakter hat einexLaufruhe wie ein 6-cyl Viertakter;
> nur das,Gelnatter ist schwer in den Griff zu bekommen.

Interessant. Davon verstehe leider nix. Meine Kettensäge mit 
Ein-Zylinder/Zwei-Takt-Motor knattert ganz lustig und begeistert meine 
Nachbarn, wenn sie in Betrieb ist.

Nachtrag: Ich weiß natürlich, dass der "Wolga" ein Russe ist. Die 
Sozialisten konnten durchaus gute Autos bauen, wenn sie nur durften.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Der "echte" Ost-Mercedes.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/ZIL-4104

Tja, so ein Ding war mir nicht vergönnt. Der Taxi-Wolga war uralt, sein 
Besitzer stolz wie Bolle auf ihn. Sicher zu Recht und ich gönnte es ihm 
sehr. Die Rückbank war derart durchgesessen, dass ich das Gefühl hatte, 
fast auf der Straße zu sitzen. War trotzdem ein tolles Erlebnis. Viel 
Platz und ein durchgesessenes Sofa eben.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Die Sozialisten konnten durchaus gute Autos bauen, wenn sie nur durften.

Böse Menschen ahnen eine gewisse technische Ähnlichkeit zu DKW und BMW.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Meine Kettensäge mit Ein-Zylinder/Zwei-Takt-Motor knattert ganz lustig
> und begeistert meine Nachbarn, wenn sie in Betrieb ist.

Prinzipbedingt benötigt der Motor die scheingenfe yLuftsäule im 
Abgasstrsng zum Gaswechsel, man kann also nicht nach Belieben dämpfen, 
ohne Leistung zu verlieren. Deshalb klappt bei 2-Taktern auch die Nummer 
mit der Kartoffel im Auspuff.

von Gerald B. (gerald_b)


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Uwe D. schrieb:
> Jedes moderne Produkt kam aus dem Westen, um im besten Fall nachgebaut
> zu werden.
> Beispiel:
> U880 -> Kopie des Z80
> U 80701 -> Kopie des VAX78032
> …
Beim Kopieren wurden aber auch Bugs ausgemerzt, bzw. zuweilen auch 
zusätzliche Funktionen eingebaut.
Z.B. wurde beim U880 ein Bug beseitigt, der beim Z80 vohanden war.
Der A277 eretzte den UAA170 und UAA180 von Siemens. der UAA170 war für 
12 LEDs im Punktbetrieb, der UAA180 war für Bandbetrieb. der A277 konnte 
beides.
Der D345, 346, 347 und 348 basierten auf dem CA3161, der bei den 
Pseudotetraeden - und E für den dazu passenden AD-wandler lieferte. 
Durch Anpassung einer Metallage wuden dann 2 Abkömmlinge mit A-F 
geschaffen.
Es war nicht nur ein stumpfes Kopieren ;-)

>
>> Robotron war dann wohl für Konsumer-Technik zuständig, also den
>> KonsumGüter-Markt, in Arnstadt wurde die ATZ65/66 (Tel.Zentrale) für
> Wie die Bezeichnung verrät: Technik aus den 60ern. 20 Jahre hinter der
> Zeit…

Auch hier wird zu sehr pauschalisiert. Die DDR hat durchaus in den 80ern 
gute Vermittlungstechnik gebaut. Geh mal in Dresden, Nähe Postplatz, ins 
Fernmeldemuseum, wenn es mal geöffnet ist (wird von einem Verein 
betrieben). Kurz vor der Wende wurde da sogar digitale 
Vermittlungstechnik eingeführt, die aber nach der Wende wieder rausflog, 
weil man keine doppelte Lagerhaltung für Ersatzteile wollte. Wir haben 
Vermittlunstechnik in Entwicklungsländer exportiert. Die Mengen, die 
hornalte Relaistechnik in der DDR zu ersetzen, hatten wir schlicht und 
ergreifend nicht.

von Old (Gast)


Angehängte Dateien:

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Uwe D. schrieb:
> Unwichtig schrieb:
>> Uwe D. schrieb:
>
>
>> Für das bischen Krümelzeugs wie Bildröhren aus Japan für die letzte
>> Generation Farb-TV´s, wo ein Werk dazu > YYY gebaut wurde
>>> Samsung hatte ja in Tschernitz, bei Spremberg, ein Bildröhrenwerk
>>> errichtet. Das ging kurz vor der Wende in Betrieb.
>> Mit solchen Aktionen ggn. Ende der DDR wurde die DDR-Wirtschaft kaputt
>> gemacht.
>
> Allein schon die Herstellung des Halsansatzrohres aus Bleiglas für die
> Elektronenkanone oder das notwendige Bleilot…
>

Die DDR hatte Ende der 50er bis Anfang der 60er im WF Berlin die 
international erste Rechteck-Farbbildröhre B43G4C in Vollglastechnologie 
bis zur serienreife entwickelt.

Unwichtig schrieb:
> Old (old_newcomer) 27.02.2023 07:08
>>
>> Als Jung-Ingenieur in der DDR hab ich was für eine ....
> Ja und, die Fragestellung war aber eine ganz andere. Einsatz von Devisen
> zum Kauf von spez. Technik aus dem NSW um damit in der DDR die
> Produktion u. Wirtschaft zu betreiben, oder nicht?
> Das was du beschreibst waren Kleinprojekte um Devisen erst mal zu
> beschaffen. Der gesamte Energie-Komplex der BK-Tagebaue oder
> KohleKraftwerke wäre mal ein Bsp. gewesen.
> Oder der Schwermaschinenbau SKET in MD.
>

Aha, du weißt oder glaubst also zu wissen, dass ich an „Kleinprojekten“ 
gearbeitet hatte. Nö, dem ist nicht so gewesen. Die mit der 
Ultraschall-Schweißmaschine und den Polyurethan-Schäummaschinen 
gefertigten Produkte waren weltweit einzigartig, weshalb wir (war ich ja 
nicht alleine) u.a. für die Ultraschall-Schweißmaschine eine neue/eigene 
Steuerung mit wesentlich längeren Schweiß- und Haltezeiten entwickeln 
mussten. Damit wurden sogenannte Dachlüfter (industrielle Lüfter in 
Vollplastik, die aggressive Medien korrosionsfrei absaugen konnten und 
direkt an Plastik-Absaugrohre mit 315…630mm Durchmesser angeflanscht 
wurden) gefertigt. Die Brotbackmaschinen waren dann Automaten für 
Großbäckereien im In- und weltweiten Ausland. Die HP9830/45 wurden in 
der Konstruktion und Fertigungstechnologie für die Fertigung von 
weltweit einzigartigen Schleifmaschinen für große Zahnräder, wie sie 
z.B. weltweit in Schiffsantrieben verwendet wurden, in Verbindung mit 
irgend einem UNIX-Großrechner aus dem Westen (welches Modell kann ich 
nicht sagen, das war streng geheim die Räumlichkeiten durften nur 
„zuverlässige“ Mitarbeiter betreten) verwendet.

von Uwe D. (monkye)


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Mal wieder zurück zum Ursprungsthema. Wer keine Lust hat über 200 Seiten 
zur „Statistik“ in der DDR zu lesen, bekommt mit der Suchfunktion und so 
Stichworten wie „Mikroelektronik“. 
(https://enquete-online.de/pdf?pdf=wp12b2_3_409-629)

In dem Dokument sind auch verschiedene Dokumente der DDR Regierung 
aufgeführt, die sich mit dem Thema befassen. Es ist ja leider sehr 
umständlich, über die deutsche Nationalbibliothek zu suchen.

BTW, eines der Hauptursachen des (wirtschaftlichen) Scheiterns waren die 
fehlenden Partner, die sich an den Kosten beteiligten.
Erinnert mich fatal an die Ankündigung von RUS, die Chipfertigung selbst 
in die Hand zu nehmen. 
(https://www.golem.de/news/chip-technologie-russland-will-eigene-7-nm-produktion-aufbauen-2210-169162.html)

von Uwe D. (monkye)


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Gerald B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>>> KonsumGüter-Markt, in Arnstadt wurde die ATZ65/66 (Tel.Zentrale) für
>> Wie die Bezeichnung verrät: Technik aus den 60ern. 20 Jahre hinter der
>> Zeit…
> Auch hier wird zu sehr pauschalisiert. Die DDR hat durchaus in den 80ern
> gute Vermittlungstechnik gebaut. Geh mal in Dresden, Nähe Postplatz, ins

Also ich habe ab 1984 bei Ruhig-Faul-Träge (RFT) im VEB Kombinat 
Fernmeldeelektronik Leipzig, BT Dresden gearbeitet. Und ich weiß auch 
was Koordinatenschalter sind.

Und ich will nicht die tätigen Menschen schlecht machen, es ging mir um 
den technologischen Abstand zum Westen.

von (prx) A. K. (prx)


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Uwe D. schrieb:
> BTW, eines der Hauptursachen des (wirtschaftlichen) Scheiterns waren die
> fehlenden Partner, die sich an den Kosten beteiligten.

Nicht nur die Partner, sondern auch die späteren Kunden. Je neuer die 
Fabrikationstechnik, desto höher die Vorab-Investitionen. Wenn das 
anschliessend nicht auf eine entsprechende Menge an Kunden umgelegt 
werden kann, sind die Stückkosten immens hoch - und bleiben es.

> Erinnert mich fatal an die Ankündigung von RUS, die Chipfertigung selbst
> in die Hand zu nehmen.

Eine Geldvernichtungmaschine, selbst wenn sie es schaffen. Es gibt 
Gründe, weshalb es weltweit nur sehr wenige Hersteller gibt, die das 
überhaupt noch anstreben.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Old schrieb:
> Die DDR hatte Ende der 50er bis Anfang der 60er im WF Berlin die
> international erste Rechteck-Farbbildröhre B43G4C in Vollglastechnologie
> bis zur serienreife entwickelt.

Aha. Und warum wurde sie nicht in DDR-Farbfernseher eingebaut? Laut 
dieses Artikels wurden Ende der 60er Jahre - also 10 Jahre später - 
westdeutsche und japanische Bildröhren in RFT-Geräte eingebaut, weil die 
russischen Bildröhren Sch... waren.

https://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/50-jahre-farb-tv-ddr.html

War die B43G4C nicht eher ein Propaganda-Coup von Walter Ulbricht & Co?

von Thomas U. (charley10)


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(prx) A. K. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> BTW, eines der Hauptursachen des (wirtschaftlichen) Scheiterns waren die
>> fehlenden Partner, die sich an den Kosten beteiligten.
>
> Nicht nur die Partner, sondern auch die späteren Kunden. Je neuer die
> Fabrikationstechnik, desto höher die Vorab-Investitionen. Wenn das
> anschliessend nicht auf eine entsprechende Menge an Kunden umgelegt
> werden kann, sind die Stückkosten immens hoch - und bleiben es.
>
>> Erinnert mich fatal an die Ankündigung von RUS, die Chipfertigung selbst
>> in die Hand zu nehmen.
>
> Eine Geldvernichtungmaschine, selbst wenn sie es schaffen. Es gibt
> Gründe, weshalb es weltweit nur sehr weniger Hersteller gibt, die das
> überhaupt noch anstreben.

Wenn das Militär drängt, hat die Linie in 6 Monaten zu produzieren!
Wie war das mit Koroljow und dem Gulag?

von Uwe D. (monkye)


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Old schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Unwichtig schrieb:
>>> Generation Farb-TV´s, wo ein Werk dazu > YYY gebaut wurde
>>>> Samsung hatte ja in Tschernitz, bei Spremberg, ein Bildröhrenwerk
>> Allein schon die Herstellung des Halsansatzrohres aus Bleiglas für die
>> Elektronenkanone oder das notwendige Bleilot…
> Die DDR hatte Ende der 50er bis Anfang der 60er im WF Berlin die
> international erste Rechteck-Farbbildröhre B43G4C in Vollglastechnologie
> bis zur serienreife entwickelt.

Zeitgeschichte - das Dokument spiegelt sehr genau den Unterschied dar, 
zwischen „was dachten Ingenieure (tlw. auch Regierung) und was wurde in 
der „sozialistischen Presse“ verbreitet. Auch die Zahlen zu den Kosten 
sind spannend, aber wie gesagt umständlich zu finden.

Das Werk wurde Anfang der 80er Jahre errichtet und maßgeblich mit 
japanischer Technik ausgestattet (NEG).

>
> irgend einem UNIX-Großrechner aus dem Westen (welches Modell kann ich
> nicht sagen, das war streng geheim die Räumlichkeiten durften nur
> „zuverlässige“ Mitarbeiter betreten) verwendet.

Also PDP11 standen einige in den Teilautomatisierungen 
Fertigungsanlagen.

https://osmocom.org/attachments/download/3398/UNIX%20in%20der%20NVA.pdf

von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Erinnert mich fatal an die Ankündigung von RUS, die Chipfertigung selbst
>> in die Hand zu nehmen.
>
> Eine Geldvernichtungmaschine, selbst wenn sie es schaffen. Es gibt
> Gründe, weshalb es weltweit nur sehr wenige Hersteller gibt, die das
> überhaupt noch anstreben.

Naja, aber in guter, alter, SOWJETISCHER Tradition! Heldenhafte 
Projekte, die weniger heldenhaft scheitern! So wie die Sowjetunion!

von Falk B. (falk)


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Thomas U. schrieb:
> Wenn das Militär drängt, hat die Linie in 6 Monaten zu produzieren!
> Wie war das mit Koroljow und dem Gulag?

Das war ein anderer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nedelin-Katastrophe

"Vermutlich um die berechtigten Sicherheitsbedenken seiner Untergebenen 
wegen eines Treibstofflecks zu zerstreuen und Druck auf sie auszuüben, 
platzierte sich Nedelin am 24. Oktober gegen 18:40 Uhr demonstrativ acht 
Meter von der Rakete entfernt auf einem Stuhl.[1] Andere 
Militärangehörige und Techniker sahen sich dadurch gezwungen, den 
sicheren Bunker zu verlassen und sich neben ihn zu stellen. "

"Jetzt zündete das Marschtriebwerk der zweiten Stufe. Es zerriss die 
Tanks der darunterliegenden ersten Stufe. Das UDMH und die Salpetersäure 
vermischten sich und es kam zu einer Explosion, in deren Folge innerhalb 
von 90 Sekunden 124 Tonnen Treibstoff verbrannten.[1] In ersten 
Zeitungsberichten war Anfang der 1990er Jahre von 126 Toten, darunter 57 
hohen Militärs, die Rede. Der Kommandant des Kosmodroms Baikonur, 
Generalleutnant Alexei Schumilin, nannte angeblich im Februar 1997 
anlässlich der deutsch-russischen Weltraummission Mir 97 die Zahl 154. 
Es gibt aber noch andere Behauptungen, die zwischen 92 und 200 
Todesopfern schwanken. Von Nedelin, der sich unmittelbar neben der 
Rakete befunden hatte, wurden nur die Überreste seines Ordens Held der 
Sowjetunion und Uniformteile gefunden. Unter den Todesopfern waren neben 
Nedelin, auch namhafte Wissenschaftler wie Jangels Stellvertreter Berlin 
und Konzewoi, sowie Firsow, der Chefkonstrukteur des Charkower OKB-692 
Boris Konopljow, der stellvertretende Vorsitzende des Staatlichen 
Komitees der UdSSR für Verteidigungstechnik Lew Grischin und der 
stellvertretende Kommandant des Startplatzes, Nossow. "

Jaja, Aktionismus war schon immer Erfolgreich.

"Wenn du es eilig hast, gehe langsam."

Konfuzius

von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> sahen sich dadurch gezwungen, den
> sicheren Bunker zu verlassen und sich neben ihn zu stellen.

Nichtrauchen gefährdet die Gesundheit.
Nur die Raucher haben überlebt.

von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Nichtrauchen gefährdet die Gesundheit.
> Nur die Raucher haben überlebt.

Blinder Gehorsam ist tödlich. Widerspruch zu der Zeit in der Situation 
aber auch nahe dran. Hmmm...

von Old (Gast)


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Uwe D. schrieb:
> Old schrieb:
>> Die DDR hatte Ende der 50er bis Anfang der 60er im WF Berlin die
>> international erste Rechteck-Farbbildröhre B43G4C in Vollglastechnologie
>> bis zur serienreife entwickelt.
>
> Zeitgeschichte - das Dokument spiegelt sehr genau den Unterschied dar,
> zwischen „was dachten Ingenieure (tlw. auch Regierung) und was wurde in
> der „sozialistischen Presse“ verbreitet. Auch die Zahlen zu den Kosten
> sind spannend, aber wie gesagt umständlich zu finden.
>

Ja, ein zeitgeschichtliches Dokument, das zeigt, dass ein paar 
Ingenieure in der DDR einen Weitblick hatten und Politiker kurzsichtig 
dann sowas vollständig verworfen haben. Der Verantwortliche 
Chef-Entwickler Dr.-Ing. Neidhardt wurde zwangsversetzt und galt einige 
Zeit als verschollen.

>
>>
>> irgend einem UNIX-Großrechner aus dem Westen (welches Modell kann ich
>> nicht sagen, das war streng geheim die Räumlichkeiten durften nur
>> „zuverlässige“ Mitarbeiter betreten) verwendet.
>
> Also PDP11 standen einige in den Teilautomatisierungen
> Fertigungsanlagen.
>

Mit PDP11 könntest du Recht haben. Jetzt erinnere ich mich, dass das mal 
flüchtig nebenbei so genannt wurde.

von Falk B. (falk)


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Gerald B. schrieb:
> Uwe D. schrieb:
>> Jedes moderne Produkt kam aus dem Westen, um im besten Fall nachgebaut
>> zu werden.
>> Beispiel:
>> U880 -> Kopie des Z80
>> U 80701 -> Kopie des VAX78032
>> …
> Beim Kopieren wurden aber auch Bugs ausgemerzt, bzw. zuweilen auch
> zusätzliche Funktionen eingebaut.

Naja.

> Z.B. wurde beim U880 ein Bug beseitigt, der beim Z80 vohanden war.
> Der A277 eretzte den UAA170 und UAA180 von Siemens. der UAA170 war für
> 12 LEDs im Punktbetrieb, der UAA180 war für Bandbetrieb. der A277 konnte
> beides.

Was für eine Innovation! Sowas wäre auch schon damals nur eine 
mittelmäßige Übung der Digitaltechnik für Studenten gewesen! Gähn

> Der D345, 346, 347 und 348 basierten auf dem CA3161, der bei den
> Pseudotetraeden - und E für den dazu passenden AD-wandler lieferte.
> Durch Anpassung einer Metallage wuden dann 2 Abkömmlinge mit A-F
> geschaffen.
> Es war nicht nur ein stumpfes Kopieren ;-)

Naja, bissel Kreativität mussten die Ings ja auch ausleben, waren ja 
keine kopieraffinen Chinesen. Hat am Ende aber nicht viel gebracht.

von Uwe D. (monkye)


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Über reichlich 10 Jahre wurden über 50Mrd Mark ausgegeben für den 
Anschluss der Mikroelektronik an den Weltmarkt. Das BIP mit ca. 200Mrd 
Mark Ende der 70er bis Ende der 80er dann auf 350Mrd Mark.
Das sind anfänglich also 2,5% des BIP, Tendenz steigend. In den letzten 
drei Jahren 14Mrd Mark.

Zur gleichen Zeit wurde für das Militär 1980 8,2% des BIP und kurz vor 
der Wende immer noch 5,6% des BIP ausgegeben. (Das wäre dann ein WUMMS³ 
in der Sprache des Kanzlers.)

Die Preisentwicklung wurde maßgeblich durch Energie- und Rohstoffkosten 
getrieben, da war eine Erhöhung der Produktivität durch Automatisierung 
natürlich eine Alternative - nur ziemlich illusorisch.
Weil: Woher das Geld dafür nehmen?

von Roland E. (roland0815)


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Percy N. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Die Sozialisten konnten durchaus gute Autos bauen, wenn sie nur durften.
>
> Böse Menschen ahnen eine gewisse technische Ähnlichkeit zu DKW und BMW.

Nein. Böse Menschen "vergessen" polemisch die Wurzeln der Marken.
Die Isetta könnte man als das erste eigene Auto der Bayern sehen. Die 
Modelle davor kamen aus Eisenach. Ohne die Demontagen der US-Länder 
würden zB die Bayern heute noch auf der Alm den Kühen nachstellen.

DKW wurde zu Sachsenring, blieb also gleich ganz in Mitteldeutschland. 
Das Logo war ja in der Autounion "gefangen"...

Bei Tageslicht betrachtet ist fast der komplette "moderne" 
Industriekomplex, auf dem das Wirtschaftswunder aufbaute aus 
Mitteldeutschalnd abtransportiert worden. Fahrzeugbau, Feinmechanik, 
Optik, Luft- und Raumfahrt und Petrochemie... Die Liste ist lang. Sehr 
lang.

Diese Hypothek hat bis zum Ende auf der Gesamtwirtschaft der DDR 
gelastet. Die "20 Jahre Vorsprung" der Westzonen waren die 20 Jahre, in 
denen die DDR neben dem Wiederaufbau die Reparationen für 
Gesamtdeutschland in die SU geschickt hat, während die Amis die 
Westsektoren mit dem Marschallplan gepampert haben.

von Nevs (noname_user)


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Uwe D. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Uwe D. schrieb:
>>>> KonsumGüter-Markt, in Arnstadt wurde die ATZ65/66 (Tel.Zentrale) für
>>> Wie die Bezeichnung verrät: Technik aus den 60ern. 20 Jahre hinter der
>>> Zeit…
>> Auch hier wird zu sehr pauschalisiert. Die DDR hat durchaus in den 80ern
>> gute Vermittlungstechnik gebaut. Geh mal in Dresden, Nähe Postplatz, ins
> Also ich habe ab 1984 bei Ruhig-Faul-Träge (RFT) im VEB Kombinat
> Fernmeldeelektronik Leipzig, BT Dresden gearbeitet. Und ich weiß auch
> was Koordinatenschalter sind.
> Und ich will nicht die tätigen Menschen schlecht machen, es ging mir um
> den technologischen Abstand zum Westen.
Der da welcher war, so um das zB Jahr 1984, als die Super-Technik im 
Westen zum Koordinatenschalter (KS)?
Das waren ESK-Relais, aber das kann ja Einer wie du, der nur noch aus 
heutigen Quellen von damals was findet, gar nicht wissen.
Die ATZ66 wurde im MfS in Leipzig Gr. Fleischergasse 1985 als modernste 
Technik zum damaligen Stand dort eingebaut. 43 Gestellreihen im Keller 
mit 2500 Tln-Anschlüssen im Haus. Voll bestückt mit Steuer-BG als 
Einschübe auf Halbleiter-IC-Basis, die einzige Mechanik waren da nur 
noch der KS, u. selbst die waren damals noch top, wg. energie-freier 
Aufrechterhaltung der Verbindungswege (Sprach-Kanäle), nur zum Auf- u. 
Abbau der Verbindung wurde Strom gebraucht. Was gab es dazu 
vergleichbares im NSW? Das wirst du leider nicht wissen, weil du von 
damals als sogenannter, oder eher selbsternannter Zeitzeuge eigentlich 
gar nichts weisst.
Wie schriebst du doch da oben, das MfS würde die Technik aus dem NSW 
einkaufen u. selber einsetzen, welche Technik denn bitte? Videorecorder 
Abhörtechnik, oder Sachen die es im RGW nicht gab, ganz sicher, also wie 
jeder Andere auf der ganzen Welt sich Material dort besorgt, wo es gut 
u. günstig ist, weil selber nicht zur Hand.
"Also ich habe ab 1984 bei Ruhig-Faul-Träge (RFT) im VEB Kombinat
Fernmeldeelektronik Leipzig, BT Dresden gearbeitet."
Und wo haben wir anderen wohl gearbeitet, aufm Bauernhof, deswegen 
wissen wir wohl auch mehr u. detaillierter als du, der direkt an der 
Quelle als was eigentlich tätig war?
Du u. der Falk B. seid die hier im Thread die alles wissen u. können, 
aber bei den Details oder Erklärungen dann passen müssen oder sich in 
Wohlgefallen auflösen.
Der Gerald B. dagegen hat präzises Fachwissen, dem kann man glauben, 
euch beiden, mit der Art u. Weise wie früher die Propaganda-Typen der 
SED u. FDJ immer so schön argumentierten, aber nichts wirklich wissen, 
dagegen nicht.

Bestes Bsp. dafür das da > Y
Uwe D. schrieb:
> BTW, eines der Hauptursachen des (wirtschaftlichen) Scheiterns waren die
> fehlenden Partner, die sich an den Kosten beteiligten.
> Erinnert mich fatal an die Ankündigung von RUS, die Chipfertigung selbst
> in die Hand zu nehmen.
> 
(https://www.golem.de/news/chip-technologie-russland-will-eigene-7-nm-produktion-aufbauen-2210-169162.html)
Das ist ein Fakt aus dem letzten Jahr, wir sind hier aber bei den Fakten 
aus dem Jahren 1970-1990, also vor 30 bis 50 Jahren, da hatten die 
Russen auch schon IC´s selber gefertigt, u. die hatten sogar einen 
Dolby-Audio-IC, Prozessoren auch, aber wieder sicher nur abgekupfert.
Wie wusste der Gerald B. doch mehrfach an Bsp. zu überzeugen, aber lt. 
Falk B. die Unterschiede der angeblichen Nachbauten wären ein Klacks, 
macht man mit Links. Nur ist im Westen wohl nie u. nicht passiert, also 
der A277 war dann einfach kein purer Nachbau, nur kommen dann solche 
Propheten wie ihr beiden dann aus´m Konzept.

Die russ. TU144 als Pedant zur Concorde wurde auch als Kopie in den 
Medien verschrien, es gab dazu auch einen Film, wikipedia weiß dazu mehr 
u. Genaueres.
Aber aus vor über 30 Jahren Belege heute noch zu finden wird schwer im 
Internet, sieht man ja bei dir Uwe D. laufend. Aber Zeitzeuge sich 
nennen?
Durch solche wie euch ist das damals nichts geworden, gern was sein 
wollen aber leider nichts bringen.
Teamwork heißt sich auf den Anderen verlasen zu können, dass der was 
kann. Tja damals wurde mit verschiedenen Maßstäben hantiert, ist heute 
noch genauso, Kriecher die nichts können nur Kratzen u. sich wichtig 
machen, sieht man hier ja im Thread. Und Klüngelei u. Kumpanei wie 
Mitläufer, siehe die Punktegeber.
Benotung nach Sinn u. Inhalt der Beiträge gibt´s ja hier nicht, u. ne 
funktionierende Moderation sucht man hier auch vergeblich.

Das Bsp. der Trollerei von ihm > Y
Falk B. schrieb:
> Naja, bissel Kreativität mussten die Ings ja auch ausleben, waren ja
> keine kopieraffinen Chinesen. Hat am Ende aber nicht viel gebracht.
Zum Abkupfern u. Nachbau braucht man keine Ings., wenn die trotzdem 
dabei waren, war das garantiert der Grund für die In-Effektivität.
Personalkosten wo nie u. nicht nötig. Wie bei der Telekom, der ganze 
Beamten-Apparat bis zur Privatisierung.

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Percy N. schrieb:
> benötigt der Motor die scheingenfe yLuftsäule im
> Abgasstrsng zum Gaswechsel

don't drink and write

von Uwe D. (monkye)


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Rainer Z. schrieb:
> Old schrieb:
>> Die DDR hatte Ende der 50er bis Anfang der 60er im WF Berlin die
>> international erste Rechteck-Farbbildröhre B43G4C in Vollglastechnologie
>> bis zur serienreife entwickelt.
>
> Aha. Und warum wurde sie nicht in DDR-Farbfernseher eingebaut? Laut
> dieses Artikels wurden Ende der 60er Jahre - also 10 Jahre später -
> westdeutsche und japanische Bildröhren in RFT-Geräte eingebaut, weil die
> russischen Bildröhren Sch... waren.
>
> https://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/50-jahre-farb-tv-ddr.html
>
> War die B43G4C nicht eher ein Propaganda-Coup von Walter Ulbricht & Co?

Das ist ziemlich einfach zu erklären. Bildröhren in der Größe zu 
produzieren ist eine Herausforderung. Es ist viel komplizierter als die 
Fertigung einer SW-Röhre, weil mehr Bauteile benötigt werden (Glas, 
Elektrik, Farbstoffe), eine höhere Präzision nötig war und und die dazu 
notwendigen Anlagen nicht existierten.
Zum Beispiel das Halsansatzrohr wurde bis in die 70er Jahre manuell 
gefertigt. Auch das Glaslot, zum verbinden der Teile (Schirm, Konus, 
Halsansatz), wurde in der Manufaktur produziert, mit geringer Ausbeute. 
Die Verbesser Der Herstellprozesse bedurfte der Automatisierung. 
SW-Röhren wurden anfänglich im Glaswerk Friedrichshain, südlich von 
Cottbus, hergestellt. Erst als das technisch nicht nicht mehr besser 
ging, kam die gezielte Verlagerung nach Tschernitz. Auch dort gab es ein 
„altes Werk“. Das weiter o.g. heute noch existierende Werk ging erst in 
den 80er in Betrieb und stellt heute Hochleistungssolargläser her.

von Uwe D. (monkye)


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Mitte der 70er Jahre beginnt in den USA die Einführung der digitalen 
Vermittlungstechnik, parallel dazu das verbesserte Routing via Kabel 
und/oder Satellit.
Ab Mitte der 80er verkauften AT&T, Nixdorf, Siemens ihre digitalen 
Nebenstellenanlagen - parallel dazu erfolgt der Ausbau mit LWL und ISDN.
Zu dem Zeitpunkt ging erst die Planung und vor allem Geldbeschaffung im 
Ostblock erst richtig los. Die Fertigungskosten waren hoch, die Ausbeute 
niedrig.
Der ausufernde Zentralismus der DDR beförderte innovative Themen immer 
nach Berlin, so dass es zunehmend weniger Forschung „auf dem Land“ gab. 
Siehe Kölleda, Erfurt, Hermsdorf, HFO, NEL.
Dresden blieb aus zwei Umständen: Tradition a la Prof. von Ardenne und 
dann die eingestampfte Flugzeugindustrie.

Das aber ist der entscheidende Unterschied: Im Westen gingen 
nichtprofitable Unternehmen einfach pleite.

http://www.gheinz.de/publications/berliner_ics/index.htm

Nachtrag: Es gibt ja ein riesiges Archiv zur Vergangenheit, die 
Übersicht ist hier zu finden 
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/T3CAZ4YZR44U33OYVF2SR4IOKHIY55ME

: Bearbeitet durch User
von Uwe D. (monkye)


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Unwichtig schrieb:
> Aber aus vor über 30 Jahren Belege heute noch zu finden wird schwer im
> Internet, sieht man ja bei dir Uwe D. laufend. Aber Zeitzeuge sich
> nennen?
Selbst die Quartalsberichte des so genannten 3. Reiches sind digital zu 
haben. Das macht halt einen Riesen Vorteil, wenn man strukturiert 
arbeiten möchte, ohne in ein Archiv am Arsch der Welt zu fahren.

> Das Bsp. der Trollerei von ihm > Y
> Falk B. schrieb:
>> Naja, bissel Kreativität mussten die Ings ja auch ausleben, waren ja
>> keine kopieraffinen Chinesen. Hat am Ende aber nicht viel gebracht.
> Zum Abkupfern u. Nachbau braucht man keine Ings., wenn die trotzdem
> dabei waren, war das garantiert der Grund für die In-Effektivität.
> Personalkosten wo nie u. nicht nötig. Wie bei der Telekom, der ganze
> Beamten-Apparat bis zur Privatisierung.

Sorry - an der Stelle muss ich mich von Deiner Argumentation mal kurz 
befreien, mich abgrenzen. Ein guter Nachbau braucht sehr gute Ingenieure 
und Wissenschaftler. Die Erkenntnis, dass das Individuum nicht genügt - 
ja selbst die Nation zu wenig ist - die gelingt halt nur mit 
Selbstreflexion und Wissen.
http://www.gheinz.de/publications/berliner_ics/docs/1988_25DAC_Roessler.pdf

von Uwe D. (monkye)


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Nachtrag zum Link in diesem Post: 
Beitrag "Re: Wie die Halbleitertechnik die DDR ruiniert hat"
Speziell dieser Link: 
http://www.gheinz.de/publications/berliner_ics/index.htm

Sicher habt Ihr alle schon die ausgeschliffenen Halbleiter von Richi‘s 
Lab gesehen. https://www.richis-lab.de/phone.htm

Da gibt es quasi eine direkte „Brücke“ zum INT (der Kombinat 
Nachrichtenelektronik in Leipzig verlor seine führende Rolle an Berlin).

von Max M. (Gast)


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Uwe D. schrieb:
> Der ausufernde Zentralismus der DDR beförderte innovative Themen immer
> nach Berlin, so dass es zunehmend weniger Forschung „auf dem Land“ gab.

Jetzt bin ich etwas verunsichert ob wir immer noch über die DDR reden 
oder schon bei der aktuellen Politik angekommen sind.

Die Ausplünderung der DDR hört ja mit Mauerfall nicht auf.
Wer denn nun wirklich den Treuhandchef Rohwedder umgelegt hat um sich 
daraufhin vollkommen schamlos an den Betrieben schadlos zu halten, wurde 
ja nie geklärt.
Zumindest kann davon ausgegangen werden das die RAF es nicht war, auch 
wenn sie angeblich die Verantwortung übernahm.
Der Schütze schoss durch eine Doppelverglasung und berechnete den 
Abprallwinkel beider Scheiben mit ein.
Seine Flucht war spektakulär.
Damals hieß es der Schütz müsse mindestens 2-3 Tage die Woche an einer 
Langwaffe trainieren um das zu können.
Klingt nach Spezialkommando und nicht nach RAF.

Das vieles das überlebensfähig war an westdeutsche betriebe ging, die es 
plattmachten weil sie keine Konkurrenz wollten, haben wir erlebt.
Die Agrar Großkonzerne verleibten sich die LPGs ein, die Halden der 
Gebrauchwagenhöker leerten sich zügig, und wer Strassenbau, Tiefbau oder 
TK  anbot, für den brachen goldene Zeiten an.

Wir im Westen bezahlten den Soli, die im Osten verloren ihre Jobs, ganze 
Landstriche verloren fast alle Jungen, die der Arbeit wegen in den 
Westen gingen.
Als Kohl uns blühende Landschaften versprach, wussten wir noch nicht das 
er damit die Industriebrachen und verlasssenen Gegenden meinte.
Wer heute mit eigenen Augen sieht was aus großen Teilen Ostdeutschlands 
geworden ist, keine Jobs, keine Zukunft, vergessen von den großen 
Parteien deren große Gönner aus der Wirtschaft dort schon alles 
ausgeplündert haben was für sie von Wert war, der fragt sich nicht warum 
dort eine gewisse Unzufriedenheit mit dem politischen Kurs in Berlin 
grassiert.

von Christian B. (luckyfu)


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Max M. schrieb:
> Wir im Westen bezahlten den Soli, die im Osten verloren ihre Jobs, ganze
> Landstriche verloren fast alle Jungen, die der Arbeit wegen in den
> Westen gingen.
> Als Kohl uns blühende Landschaften versprach, wussten wir noch nicht das
> er damit die Industriebrachen und verlasssenen Gegenden meinte.
> Wer heute mit eigenen Augen sieht was aus großen Teilen Ostdeutschlands
> geworden ist, keine Jobs, keine Zukunft, vergessen von den großen
> Parteien deren große Gönner aus der Wirtschaft dort schon alles
> ausgeplündert haben was für sie von Wert war, der fragt sich nicht warum
> dort eine gewisse Unzufriedenheit mit dem politischen Kurs in Berlin
> grassiert.

Ich denke, das ist etwas zu pessimistisch. Ja, ich bin bei dir, die 
Treuhand hat vieles verhökert. Die eigenen Belegschaften durften die 
Betriebe nicht weiterführen, es ging quasi nur an westdeutsche 
Investoren mit "Erfahrung im neuen Markt". Oft genug wurden profitable 
Betriebe dann still gelegt, nachdem die modernen Maschinen verkauft 
wurden. Aber man muss auch dazu sagen, dass die DDR Wirtschaft mit ihrer 
gesetzlichen Vollbeschäftigung natürlich dazu neigte, Arbeiten auf 
möglichst viele Schultern zu verteilen und dadurch sehr ineffizient war. 
Nicht überall, freilich, aber doch überall sichtbar. Ein 
Gesundschrumpfen war somit notwendig und richtig.
Auch wenn blühende Landschaften sicher als Tourismusmagnet dienen 
können, so trägt dieser Sektor aber nur wenige Personen. Städte wie 
Hoyerswerda oder Suhl hat es halt besonders hart getroffen, dort 
schlossen die großen Arbeitgeber und Alternativen gibt es teilweise bis 
heute nicht. Nichtsdestotrotz kann man heute auch im Osten problemlos 
einen Job finden, freie Stellen gibt es genug. Allerdings oft genug 
deutlich schlechter bezahlt als in den alten Bundesländern, wobei ich 
mich da persönlich ausnehme, ich kann mich nicht beschweren. Weder über 
mein Gehalt noch das meiner Frau. Allerdings muss ich dazu sagen, dass 
ich zur Wendezeit noch ein Kind war. Ich kann also nur widergeben, was 
ich durch hörensagen erworben habe. Da dies aber zu unterschiedlichen 
Gelegenheiten mit unterschiedlichen Gesprächspartnern quasi immer 
identisch war, wird wohl eine gewisse Wahrheit zugrunde liegen.

von Ein T. (ein_typ)


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Percy N. schrieb:
> die scheingenfe yLuftsäule im Abgasstrsng

Die bitte was?

von Thomas U. (charley10)


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Ein T. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> die scheingenfe yLuftsäule im Abgasstrsng
>
> Die bitte was?

Die BER scheint zu groß...

von Dergute W. (derguteweka)


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Thomas U. schrieb:
> Die BER scheint zu groß...
Wohl eher die BAK.

scnr,
WK

von Al. K. (alterknacker)


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Max M. schrieb:
> Wir im Westen bezahlten den Soli

  Das sollte doch jetzt JEDEN bekannt geworden sein  , das dies immer 
wieder verbreitet wird und wurde.

Soli musste in Ost und West gezahlt werden!

Ein Verwandter(West) hat mal gejammert das er über 60 DM Soli bezahlen 
musste.
Ich kannte seine Steuergruppe, so das ich sein Gehalt im vorrechnen 
Konnte, was er nie verraten wollte.
Da waren die 60 Euro nicht lebenswichtig;-))

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7360897 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7360920 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Christian B. (luckyfu)


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Max M. schrieb im Beitrag #7360897:
> Eigentlich trägt der Sektor ganze Volkswirtschaften, wie man im Ausland
> sehen kann.

Sicherlich, aber versuche doch mal, ein Konzept zu entwickeln, was das 
Elbsandsteingebrige rein durch Tourismus so trägt, dass dort alle ihr 
Auskommen haben. Da gibt es sicher einige, die Zimmer oder 
Ferienwohnungen vermieten und sicher auch den ein oder anderen 
Italiener, aber das reicht doch nicht für ein Dorf mit 1500 Einwohnern. 
Klar funktioniert das in anderen Ländern als Konzept aber dort sind die 
Lebenshaltungskosten auch geringer und ein Deutscher gibt halt gerne 
2500 oder mehr aus, wenn er dafür eine Woche im 4 Sterne Hotel in der 
Karibik verbringen kann, aber er sieht nicht ein, soviel für Urlaub 
quasi vor der Haustür auszugeben, wo er nichtmal hinfliegen braucht. Es 
gibt natürlich auch Gegenden, wo das Funktioniert, die Ostseeküste fällt 
mir da spontan ein, aber das ist halt traditionell auch eher dünn 
besiedeltes Gebiet, da kann das tragfähig sein. Ebenso in Mecklenburg 
rund um die Seen, aber in Sachsen? Bis auf wenige Saisonale Hotspots 
oder Städte wie Dresden, die gewiss genug Anziehungskraft haben, wirds 
da schwierig.

von Falk B. (falk)


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Georg M. schrieb im Beitrag #7360920:
>> zum Bau großer Asylbewerberunterkünfte aber schon
>
> Das ist der Wille des deutschen Volkes!

Du meinst wohl eher "der in Deutschland lebenden Menschen" . . .
Denn Volk ist doch völkisch!

> Oder leben wir nicht in einer Demokratie?

Naja . . .

von Roland E. (roland0815)


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Georg M. schrieb im Beitrag #7360920:
> Max M. schrieb im Beitrag #7360897:
>> zum Bau großer Asylbewerberunterkünfte aber schon
>
> Das ist der Wille des deutschen Volkes!
> Oder leben wir nicht in einer Demokratie?

Wir leben in einer parlamentarischen Demokratie.
Übersetzt: Nein, es ist nicht der Wille der Wähler, sondern der Wille 
der Palamentarier. Und deren Mehrzahl ist von der Bevölkerung nicht 
direkt (ab)wählbar unter der Zweitstimme gebucht.

Gern wird das von den Gewählten anders dargestellt.

Das wurde vor 80 Jahren von den Siegermächten so festgelegt, damit eben 
die Auswirkungen des Wählerwillens begrenzt wird um Extreme zu 
unterbinden und um die negativen Seiten der amerikanischen 
Interpretation von Demokratie zu minimieren.
Daher sind auch die Regeln/Hürden für Volksbegehren so gewählt, um dort 
regelnde Eingriffe praktisch zuverlässig zu unterbinden. Endlich ist der 
Wähler, wie schon in der DDR, nur noch zur Legimitation da.

Die Frage ob die Halbleiterindustrie die DDR erledigt hat stellt sich 
angesichts des Gesamtpaketes gar nicht mehr. Es waren generell keine 
Resourchen mehr da um überlebensnotwendige Investitionen zu tätigen.

Beitrag #7360941 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Max M. (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Sicherlich, aber versuche doch mal, ein Konzept zu entwickeln, was das
> Elbsandsteingebrige rein durch Tourismus so trägt, dass dort alle ihr
> Auskommen haben.
Nun, man könnte als Nationalparkverwaltung aus Umweltschutzgründen immer 
mehr Wege sperren um die heimische Tourismuswirtschaft abzuwürgen.
Oder man könnte einfach ignorieren das der Wald in einem erbärmlichen 
Zustand ist und es einfach 'Naturwald' nennen die alten Bäume da stehen 
zu lassen damit dann verherende Waldbrände ausbrechen.

Man könnte einfach keine Steuererleichterungen gewähren und keine 
Werbekampagnen starten um Touristen anzulocken.
Man könnte die Bahnverbindungen beschissen machen damit die Anreise zur 
Tortur wird.
Man könnte es einfach ignorieren das sich manche von der Flutkatastrophe 
2013 kaum erholt haben und immer mehr Gastro zumacht.

Also um es schlechter zu machen, ist einigen aber viel eingefallen.

Unsere Politik ist sehr spendabel wenn sich gerade das Licht der 
Öffentlichkeit auf einen Punkt konzentriert.
Da ist keine Summe groß genug.
Aber langfristig planen und Regionen stabilisieren haben die echt nicht 
drauf.
Wärend Corona hat der Bund 67 Millionen für Werbekampagnen ausgegeben.
Wie stünde es wohl um den Tourismussektor im Osten wenn man 10% davon 
für Werbung zuschiessen würde?

Beitrag #7360951 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Christian B. (luckyfu)


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Max M. schrieb:
> Nun, man könnte als Nationalparkverwaltung aus Umweltschutzgründen immer
> mehr Wege sperren um die heimische Tourismuswirtschaft abzuwürgen.

Nur sitzen in der Nationalparkverwaltung Leute, die auch dort Wohnen 
oder ist die in Berlin? Es sind also die eigenen Leute, die das Wasser 
den Nachbarn abgraben. Ich würde z.B. auch gern mal das 
Elbsandsteingebirge mit dem Mountainbike erkunden aber ich lasse es, 
weil die dafür freigegebenen Wege halt nichts besonderes bieten und die 
Strafen für das befahren nicht freigegebener Wege enorm sind. Aber in 
Österreich ist es noch schlimmer. Sogesehen ist da noch Luft nach oben.

Max M. schrieb:
> Man könnte es einfach ignorieren das sich manche von der Flutkatastrophe
> 2013 kaum erholt haben und immer mehr Gastro zumacht.

das war ja auch nur 11 Jahre nach der ersten Jahrhundertflut. Die, die 
sich von dieser noch erholten, hat dann die 2. Welle ruiniert.

Max M. schrieb:
> Aber langfristig planen und Regionen stabilisieren haben die echt nicht
> drauf.

Weil sie nur für 4 Jahre gewählt sind. Projekte, die deutlich länger 
brauchen um positive Wirkung zu entfalten sind daher Geldverschwendung. 
Anstatt für kommende Generationen einen Wald zur Brennholzgewinnung 
anzulegen begnügt man sich mit Strohfeuern, deren Wirkung man 
unmittelbar sieht. Deshalb plädiere ich ja auch dafür, die Wahlperioden 
mindestens auf 6 Jahre zu verlängern, denn die 2/3 der Zeit wird 
faktisch fast gar nicht regiert: man hat 1 Jahr vor der Wahl schon 
Wahlkampf, wobei die Strohfeuermenge rasant ansteigt und man hat nach 
der Wahl mindestens 1/2 Jahr "Findungszeit" bis alles so läuft, wie es 
soll. Das liegt an den vielen kleinen Parteien, es gibt halt keine große 
Volkspartei mehr die allein regieren kann, da die Interessen der 
Menschen deutlich auseinanderdriften. Einem ist Umweltschutz am 
wichtigsten, dem nächsten Stabilität und wieder andere sind mit allem 
unzufrieden und entsprechend wählt man auch. Je mehr Partien aber für 
die Regierungsbildung notwendig werden, desto länger dauert eben diese.

von Falk B. (falk)


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Max M. schrieb:

> Wärend Corona hat der Bund 67 Millionen für Werbekampagnen ausgegeben.
> Wie stünde es wohl um den Tourismussektor im Osten wenn man 10% davon
> für Werbung zuschiessen würde?

Nicht wesentlich besser.

Beitrag #7360992 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7360994 wurde von einem Moderator gelöscht.
Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.