Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Sind Klangregler aus der Mode gekommen?


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von Rainer U. (r-u)


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Hi Leute, in Anbetracht meines alten Verstärkes und der alten Boxen hab 
ich mal geschaut, was es heutzutage so gibt - und da fällt auf, dass es 
viele Aktivboxen gibt, die man direkt am PC anschließen kann - aber die 
haben keine Klangregler mehr (Höhen, Tiefen), was man im letzten 
Jahrhundert so am Verstärker hatte. Auch nicht beim recht  teuren 
Bose-Wave-Radio/ Wecker. Gehen die davon aus, dass heute alle Signale so 
gut sind, das man nicht mehr nachregeln muss? Oder wie regelt man das 
bei Aktivboxen, Abhörboxen usw?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Du hast ja im PC heute schon eine Klangregelung, wenn es nicht gerade 
der alte Quäker des IBM PC ist. Die meisten Soundsysteme liefern ein 
Kontrollfeld für alle möglichen Eigenschaften mit.
An meinen Aktivboxen ist aber tatsächlich noch ein Regler dran, der 
zwischen 'dumpf' und 'schrill' schwengelbar ist.

von S. M. (lichtmensch)


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In Zeiten wo jeder halbe Cent in der Produktion gespart wird hat man 
auch die Regler gestrichen. Dafür gibt es jetzt mehr bunte Led's.
Kleiner Tipp. Behalte was du hast denn was besseres wirst du kaum 
bekommen.

von Rainer U. (r-u)


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Na gut ich hab halt nachgedacht, falls ich Aktivboxen kaufe und den 
Verstärker einspare, sollte ich wohl auch zeitgemäß Radio und Cd in 
Zukunft über Laptop hören.. und da hatte ich nur die Standard- 
Lautstärkeregler vor Augen.

von Stefan F. (Gast)


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Rainer U. schrieb:
> falls ich Aktivboxen kaufe und den Verstärker einspare

So weit war ich auch mal, als das Bedienfeld meines alten Receivers 
immer mehr Macken bekam. Ich hatte drei Aktivlautsprecher-Sets im Laden 
probe-gehört, zu hause aufgebaut und in der selben Woche wieder zurück 
gebracht. Jetzt stehen da wieder die 20 Jahre alten Standlautsprecher, 
sowie ein ziemlich herkömmlicher Receiver von Yamaha. Das einzig 
"moderne" daran ist der Bluetooth Eingang.

von Mark S. (voltwide)


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Audio-Qualität ist seit dem Gequäke aus PCs und Handys aus der Mode 
gekommen, heute zählt die Auflösung und Bilddiagonale des Bildschirms. 
Geld wird verdient mit mehr oder weniger billigen Consumerprodukten, die 
heute von ehemals klangvollen Namen wie Harmon Kardon, JBL, Bose etc 
geliefert werden. Ich kenne auch einige Leute aus meiner Generation, die 
es mit 5+1 Audio versucht haben und wieder zum alten Stereo zurück 
gekehrt sind. Dies scheint mir im Wesentlichen eine Generationenfrage zu 
sein.

: Bearbeitet durch User
von Tobo M. (chipi)


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Für Hififreaks waren Klangregler schon immer ein Nogo.

In den 80 Jahren habe ich zu den verrückten Hififreaks gehört.
Die Kabel meiner Anlage haben mehr gewogen als  alle Elektrokabel in der 
Wohnung und Klangregler hatten nur eine gute Funktion, den Knopf zum 
überbrücken jener.

Also das einsparen der Klangregler war damals für uns verrückten 
Hififreaks ein Qualitätsmerkmal.

P.S. Heute bin ich alt und geheilt, diese Krankheit war sehr teuer und 
keine Kassenleistung.

von Mark S. (voltwide)


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Jaja, das waren die HiFi-Puristen. In meinem heutigen kleinen 
Stereo-Verstärker ist ein klassischer "Kuhschwanz" verbaut, der meist in 
den Mittelstellungen verharrt. Nur wenn ich meinen Nachbarn mal wieder 
ärgern will, drehe ich den Bassregler voll rein.

: Bearbeitet durch User
von Rainer U. (r-u)


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Stefan F. schrieb:
> So weit war ich auch mal, als das Bedienfeld meines alten Receivers
> immer mehr Macken bekam. Ich hatte drei Aktivlautsprecher-Sets im Laden
> probe-gehört, zu hause aufgebaut und in der selben Woche wieder zurück
> gebracht. Jetzt stehen da wieder die 20 Jahre alten Standlautsprecher,
> sowie ein ziemlich herkömmlicher Receiver von Yamaha. Das einzig
> "moderne" daran ist der Bluetooth Eingang.

Danke, jetzt bin ich viel motivierter, den alten Verstärker zu 
reparieren.. :-)

Welche preislichen Größenordnungen hatten denn sie Sets?

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Deshalb habe ich mir einen Yamaha Q2031B Equalizer gesichert. :)
Ich glaube allerdings nicht, daß ich mit meinen Ohren, und vor allem 
meinen Boxen, dessen Möglichkeiten je ausnutzen werde. Aber man weiß ja 
nie, was noch kommt, und am Ende kann man immer noch alles einem Museum 
schenken.

Paßt nicht ganz, aber doch fast zum Thema: Heutige Fernseher haben keine 
Helligkeit/Farbsättigungseinsteller mehr. Sondern nur irgendwelche 
bizarren Gesamtpakete wie "zu poppig", "zu bleich", "übersättigt", 
"entartet" und "Augenkrebs." Oder macht das nur Philips, und ich hatte 
bisher das Pech keine anderen Modelle zu finden.

von René H. (mumpel)


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"Wirklich gut Musik hören" sollte man mit den entsprechenden Geräten. 
Gute kabelgebundene Kopfhörer und Audio-Player (dafür ist man schon 
einen Netto-Monatslohn los), "HiRes". Je nach Musikrichtung mit den 
passenden Equalizer-Einstellungen. Leider haben die mobilen Audioplayer 
nur Software-Equalizer, Hardware-Equalizer gibt es nicht.

von U. B. (Gast)


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> ...da fällt auf, dass es viele Aktivboxen gibt, die man direkt
> am PC anschließen kann - aber die
> haben keine Klangregler mehr (Höhen, Tiefen), ...

Leicht lösbar. -
Ich hab's so gemacht:

1.) Stereo-Endstufe aufgebaut mit 2 Endstufen-ICs LM1875T und
    weiteren Teilen aus der Bastelkiste, das ganze betrieben mit
    einem aus einem Uralt-SW-TV ausgeschlachteten Netztrafo,
    mit je einem Lautstärkepoti am Eingang.
   (Gehäuse: Eine grosse Keksdose aus Weissblech,
    mechanisch verstärkt mit Blechwinkeln ...)

2.) Auf den alten Laptop, den die Tochter nicht mehr brauchte,
    irgendein Mini-Linux-Ubuntu aufgespielt,
    dazu noch ein Audio-Abspielprogramm.
    Wohl praktisch alle solchen Programme verarbeiten Spiellisten und
    können leicht auf verschiedene frei progammierbare Equalizer-
    Einstellungen (Durchsage, Disco, Blues etc.) umgestellt werden.

3.) Mit den daran hängenden Lautsprechern
    (mit gutem Wirkungsgrad -wichtig-, Dual L216)
    beschalle ich die paar Feten, die ich noch erleben darf ...---

von Harald W. (wilhelms)


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Mark S. schrieb:

> Ich kenne auch einige Leute aus meiner Generation, die es mit 5+1 Audio
> versucht haben und wieder zum alten Stereo zurückgekehrt sind.

Nun, solange die Menschen nicht mit 5+1 Ohren ausgeliefert werden,
macht das ja auch Sinn.

von U. B. (Gast)


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> Nun, solange die Menschen nicht mit 5+1 Ohren ausgeliefert werden,
> macht das ja auch Sinn.

Das muss geändert werden!
Sonst geht das Wirtschaftswachstum aber den Bach runter -noch weiter-...

von René H. (mumpel)


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Harald W. schrieb:
> Mark S. schrieb:
>
>> Ich kenne auch einige Leute aus meiner Generation, die es mit 5+1 Audio
>> versucht haben und wieder zum alten Stereo zurückgekehrt sind.
>
> Nun, solange die Menschen nicht mit 5+1 Ohren ausgeliefert werden,
> macht das ja auch Sinn.

Allenfalls ein 3-Wege-Hörer (Mitteltöner, Hochhtöner, eventuell 
Tieftöner). Ich habe einen Zwei-Wege-Kopfhörer (Normaler Treiber und ein 
Hochtöner), da hört man Unterschiede zu normalen Kopfhörern. 5+1 macht 
bei Kopfhörern m.E. keinen Sinn, aufgrund der "fehlenden 
Klangausbreitung". Klang braucht Raum. Und wo kein Raum ist, kann 5+1 
m.E. auch nicht wirken.

von Harald W. (wilhelms)


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U. B. schrieb:

>> Nun, solange die Menschen nicht mit 5+1 Ohren ausgeliefert werden,
>> macht das ja auch Sinn.
>
> Das muss geändert werden!

Ja, bei sog. Retortenbabys kann man sicherlich bald die Anzahl der
Ohren passend bestellen.

von René H. (mumpel)


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Harald W. schrieb:
> U. B. schrieb:
>
>>> Nun, solange die Menschen nicht mit 5+1 Ohren ausgeliefert werden,
>>> macht das ja auch Sinn.
>>
>> Das muss geändert werden!
>
> Ja, bei sog. Retortenbabys kann man sicherlich bald die Anzahl der
> Ohren passend bestellen.

Haha. Auch mit 5 Ohren hört man nicht räumlich nur weil man einen 
"Raumklangkopfhörer" hat. "Natürlichen Klang" erreicht man vielleicht 
(annähernd) mit Echtkopfstereophonie (aufgenommen mit Echtkopfmikrophon, 
anhören mit normalen Kopfhörern).

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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René H. schrieb:

> mit Echtkopfstereophonie (aufgenommen mit Echtkopfmikrophon,
> anhören mit normalen Kopfhörern).

Und wo bekommt man die echten Köpfe dafür her? Aus dem Beerdigungs-
institut? Ich würds mal lieber mit Kunstköfen machen.

von Stefan F. (Gast)


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René H. schrieb:
> Klang braucht Raum. Und wo kein Raum ist, kann 5+1 m.E. auch nicht wirken.

Das war bei mir der Knackpunkt. Es gab nur einen Platz im Raum, wo man 
den Surround Sound vernünftig genießen konnte. Dann kam eine Frau ins 
Haus, dann Kinder.

Mein Schwiegervater hat inzwischen alle Lautsprecher direkt unter dem 
Fernseher platziert, also quasi Mono. Ihn hatte der Platzbedarf und die 
Kabelage gestört.

von René H. (mumpel)


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Harald W. schrieb:
> Und wo bekommt man die echten Köpfe dafür her?

Du hast einen Kopf. Echtkopf-Mikrophone (EKS Mikrofon) gibt es zu 
kaufen. Diese werden wie In-Ear-Kopfhörer aufgesetzt. Ich habe sogar 
eins.

: Bearbeitet durch User
von René H. (mumpel)


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BTW:
Ich habe vor 23 Jahren mal eigene EKS-Aufnahmen gemacht. Allerdings 
nimmt man mit EKS alles auf, inklusive der eigenen Körpergeräusche. 
Leider hatte ich nur einen Minidisc-Recorder von Sony, daher lassen sich 
die Aufnahmen nicht sichern.

von Wolle G. (wolleg)


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Wollvieh W. schrieb:
> Paßt nicht ganz, aber doch fast zum Thema: Heutige Fernseher haben keine
> Helligkeit/Farbsättigungseinsteller mehr. Sondern nur irgendwelche
> bizarren Gesamtpakete wie "zu poppig", "zu bleich", "übersättigt",
> "entartet" und "Augenkrebs."

Noch schlimmer finde ich die "Farbverfälschung“ der heutigen 
Fernsehbilder.
Oftmals überwiegt bräunlich, gelblich oder alles ist rel. dunkel oder 
blau.
Und das wird von Jahr zu Jahr immer schlimmer. Bilde ich mir das nur ein 
oder habe ich hier etwas verschlafen?
Da diese "Farbverfälschung“ nicht nur bei meinem Fernseher auftritt bzw. 
bei manchen Sendungen die unverfälschte Originalfarbe zu sehen ist, kann 
man einen Fehler am Gerät  mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Auch andere Meinungen zur heutigen Farbwiedergabe würden mich 
interessieren.

: Bearbeitet durch User
von René H. (mumpel)


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Wolle G. schrieb:
> Da diese "Farbverfälschung“ nicht nur bei meinem Fernseher auftritt bzw.
> bei manchen Sendungen die unverfälschte Originalfarbe zu sehen ist, kann
> man einen Fehler am Gerät  mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Ich vermute mal, dass das auch von der Aufnahme abhängt. Alte Sendungen 
haben auch alte Farben. Nachkoloriertes Material dürfte auch unnatürlich 
wirkende Farben haben.

von DSGV-Violator (Gast)


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Rainer U. schrieb:
> Hi Leute, in Anbetracht meines alten Verstärkes und der alten Boxen hab
> ich mal geschaut, was es heutzutage so gibt - und da fällt auf, dass es
> viele Aktivboxen gibt, die man direkt am PC anschließen kann - aber die
> haben keine Klangregler mehr (Höhen, Tiefen), was man im letzten
> Jahrhundert so am Verstärker hatte.

Naja, Klangregler hatten ihre berechtigung zu Zeiten der absichtliche 
Verzerrung (Pre-Emphasis). Das war wohl noch zu Zeiten der analogen 
Schjallplatten/Magnetbänder nötig und wurde mit der Digitalisierung 
komplett unnötig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pre-Emphasis

Im bereich der Multigigabitübertragung kommt Pre-emphasis wieder vor, 
das ist dann aber fern vom hörbaren Bereich ...

von Max I. (powermeter)


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Rainer U. schrieb:
> Bose

Will man nicht.

> Oder wie regelt man das bei Aktivboxen, Abhörboxen usw?

Sofern nur mit dem Rechner gehört wird: Equalizer APO und vorher mit REW 
ausmessen. Da kommt kein manueller EQ der Welt mit, der klassische 
Kuhschwanz schon mal gar nicht.

Bedienung ist auch ein Thema. Es gibt Tastaturen mit Zusatztasten, von 
nur laut/leise bis hin zu ganzen zusätzlichen Tastenfeldern. Muss man 
mögen.


Tobo M. schrieb:
> Also das einsparen der Klangregler war damals für uns verrückten
> Hififreaks ein Qualitätsmerkmal.

Als validen Grund kann man anführen, dass jeder Eingriff eines jeden 
Filters immer auch das Zeitverhalten des Gesamtsystems verändert. Da 
heißt es Prioritäten zu setzen.

von Michael B. (laberkopp)


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DSGV-Violator schrieb:
> Naja, Klangregler hatten ihre berechtigung zu Zeiten der absichtliche
> Verzerrung (Pre-Emphasis).

Nein.

Wenn im Analogsystem absichtlich was verzerrt wurde (Schallplatte, 
Cassette) wurde das beim Abspielen gleich wieder richtig entzerrt.

Einen Klangregler braucht man dafür nicht, der hätte auch einen ganz 
anderen Frequenzgang.

Obwohl ich Klangregler heute wirklich für überflüssig halte, gilt das 
nur dann, wenn die Anlage am Aufstellungsort über Messmikrophon 
(automatisch) eingemessen wird.

Glücklicherweise tut das meine Anlage und mein Fernseher.
Bei dem alten Geräten war die Anpassung per Gehör mit den Klangreglern 
ja nur ein schlechter Kompromiss, und die Anpassung per Equalizer ein 
Job für den Toningenieuer.

Und es setzt voraus, dass nicht jede Aufnahme schon ab Werk mit MegaBass 
versehen wurde, schlechte Musik muss man ja wieder entzerren - oder eben 
einfach nicht hören.

von Max I. (powermeter)


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Max I. schrieb:
> Bedienung ist auch ein Thema.

Dazu noch einen Tip:

https://flirc.tv/products/flirc-usb-receiver?variant=43513067569384

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Mark S. schrieb:
> Audio-Qualität ist seit dem Gequäke aus PCs und Handys aus der
> Mode
> gekommen,

Mark S. schrieb:
> Dies scheint mir im Wesentlichen eine Generationenfrage zu
> sein.

So scheint es zu sein. An solchen Veränderungen merkt man, daß man nicht 
mehr zu den Jüngsten gehört, also mich eingeschlossen.


Rainer U. schrieb:
> Danke, jetzt bin ich viel motivierter, den alten Verstärker zu
> reparieren.. :-)

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Wolle G. (wolleg)


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René H. schrieb:
> Alte Sendungen haben auch alte Farben. Nachkoloriertes Material dürfte
> auch unnatürlich wirkende Farben haben.
Bei alten Sendungen würde ich das ja noch verstehen.
Aber je neuer die Filme und Beiträge, umso schlimmer sind die 
"Verfälschungen“.
So mein Eindruck.
Liege ich damit falsch?

von Dergute W. (derguteweka)


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Genau! Und die Nachtrichtensprecher nuscheln heutzutage alle und 
sprechen viel zu schnell...

scnr,
WK

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Rainer U. schrieb:
> - aber die haben keine Klangregler mehr (Höhen, Tiefen), was man
> im letzten Jahrhundert so am Verstärker hatte.

Ja und nein, kann man generell so nicht sagen, finde ich - auch nicht, 
was Aktive betrifft:

Ich habe hier 3 aktive Consumer-Lautsprechersysteme rumstehen zum 
Testen, darunter eines von Dell, eines von Trust und eines von Medion. 
Alle 3 haben Bass und Treble Regler. Die stehen bei mir aber alle auf 
Neutral. Dazu habe ich aktive Lautsprecher von Alesis, Neumann, Yamaha, 
Tannoy und Nubert. Auch diese haben alle einen Klangregler. Die 
Basslautsprecher und die DIY-Merhweger, die die Monacor-Stufen nutzen, 
haben das auch.

Wie sinnvoll der jeweils ist, sei dahin gestellt, weil man eigentlich 
linear abhören möchte, um das, was in der Mischung steckt, zu verfolgen, 
ohne daran subjektiv herumzumurksen. Daher ist es eigentlich sinnvoll, 
sie linear zu betreiben, um über die Kanaltrennung der Lautsprecher 
durch Weichen hinaus nicht noch weitere Übergabepunkte zwischen Bändern 
zu schaffen, die Problem und Nichtlinearitäten schaffen.

Die Studio-Monitore haben das deshalb, um die Möglichkeit zu schaffen, 
die problematischen Bässe zu limitieren, falls der Raum zu stark mit 
Moden angeregt wird und die Distanz sowie die Aufstellung zu 
kompensieren. Wenn Lautsprecher von oben oder unten auf die Ohren 
wirken, ergibt sich eine andere Höhenwahrnehmung und generell werden 
Höhen über die Distanz stärker gedämpft. Von daher ist eine Anpassung 
sinnvoll, zumal es in der digitalen Verarbeitung steckt.

Das Ziel wäre in allen Fällen, die Lautsprecher einmal an seine 
Bedürfnisse anzupassen und es dann in Frieden zu lassen. Das scheidet 
heute aber bei PC-Zuspielung weitgehend aus, weil das, was sich die 
Leute übers Internet ziehen, sowieso wild durch den Garten gemischt ist 
und keinerlei Norm entspricht, weil die "Produzenten" keinen Schimmer 
haben. Daher musst du eh an allen Ecken eingreifen, wo es dann eher 
einen 5- oder 7-Band-EQ braucht.

Hinzu kommt, dass sich viele Bassprobleme mit einem EQ eh nur per faulem 
Kompromiss lösen lassen und die anspruchsvollen Nutzer daher eine 
Software auf dem Zuspieler haben, mit dem sie den Raum für ihren 
Sitzplatz optimieren. Wenn man das aber tut, sind zusätzliche EQs im 
Pfad eher hinderlich.

: Bearbeitet durch User
von Sven D. (sven_la)


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Wolle G. schrieb:
> René H. schrieb:
>> Alte Sendungen haben auch alte Farben. Nachkoloriertes Material dürfte
>> auch unnatürlich wirkende Farben haben.
> Bei alten Sendungen würde ich das ja noch verstehen.
> Aber je neuer die Filme und Beiträge, umso schlimmer sind die
> "Verfälschungen“.
> So mein Eindruck.
> Liege ich damit falsch?

Das ist oft Gestaltungselemente. Ist eben Geschmacksache beim Zuscheur.
https://indiefilmtalk.de/episodes/farbdramaturgien-im-film-und-ihre-wirkung-1/

von Lutz V. (lvw)


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Dergute W. schrieb:
> Genau! Und die Nachtrichtensprecher nuscheln heutzutage alle und
> sprechen viel zu schnell...
>
Na - gerade bei den Nachrichten fällt mir das nicht so auf, ABER ganz 
schlimm bei Filmen und Fernseh-Produktionen: Leise sprechen, nuscheln 
und dazu möglichst noch Musik und "realistische Nebengeräusche 
(Verkehrslärm), damit alles auch schön "authentisch" wirkt.

von Rainer U. (r-u)


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So - Verstärker "repariert" und alles wieder schön. Ich musste gar nicht 
aufmachen, sondern hab nochmal auf Empfehlung hier ALLE Regler/Potis 
ziemlich lange und intensiv hin und her gedreht (nicht nur Balance) und 
insbesondere auch den "XBS" Knopf - extra Bass? - total übertrieben, 
wenn man den reindrückt - keine Ahnung wozu der gut sein soll - ich habe 
den Bass und die Höhen nur minimal angehoben und die Balance ist wieder 
in der Mitte. Das Hören an dem Platz macht wieder richtig Spaß!

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Rainer U. schrieb:
> So - Verstärker "repariert" und alles wieder schön. Ich musste gar nicht
> aufmachen,

Das war doch trivial.

mfg

von Rainer U. (r-u)


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Ja, aber ich hab schon recht lange dran gedreht (weil faul :-) - 
aufmachen und reinigen wäre halt "ordentlicher" gewesen. Und ich hab 
nicht gedacht dass es gut funktioniert - mal sehen wie lange.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Mit dem Loki mini+ von Schiit kann man vieeel Geld für einen kleinen 
Klangregler auf Basis des TL082 ausgeben.
Der einzig hochwertige OPV sitzt in einem Gyrator oder so.

Und die feiern sich für den Krempel!

Gruß
Jobst

von Michael B. (laberkopp)


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Jobst M. schrieb:
> Geld für einen kleinen Klangregler auf Basis des TL082 ausgeben

Hmm, die beworbenen THD: Less than 0.0008% schaffen die mit dem aber 
nicht, da wäre ein OPA2134 o.ä. nötig.

von Max I. (powermeter)


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von Martin S. (sirnails)


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Lutz V. schrieb:
> Dergute W. schrieb:
>> Genau! Und die Nachtrichtensprecher nuscheln heutzutage alle und
>> sprechen viel zu schnell...
>>
> Na - gerade bei den Nachrichten fällt mir das nicht so auf, ABER ganz
> schlimm bei Filmen und Fernseh-Produktionen: Leise sprechen, nuscheln
> und dazu möglichst noch Musik und "realistische Nebengeräusche
> (Verkehrslärm), damit alles auch schön "authentisch" wirkt.

Nein, das ist einfach die hundsmiserable deutsche Synchronarbeit.

Schlimmer ist es allerdings bei deutschen Produktionen. Denn der 
deutsche Film hat bis heute nicht verstanden, wie wichtig ein guter Ton 
ist. Und wäre nicht George Lucas gewesen, wäre der amerikanische Film 
auch noch im Abgrund der Klangmatschigkeit.

von Wolle G. (wolleg)


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Martin S. schrieb:
> Nein, das ist einfach die hundsmiserable deutsche Synchronarbeit.

Es ist nicht nur die Synchronarbeit, sondern z.B. bei ganz normalen 
Fußballspielen o. ä. Reportagen sind die Sprecher schwer zu verstehen, 
denn sie werden von sonstigen Geräuschen übertönt.
Es gibt also noch viel zu tun.
Hat jemand eine Idee, was man hier unternehmen könnte, damit die 
Fernsehsender für einen guten verständlichen Ton sorgen und auch wieder 
auf ein farbgetreues Fernsehbild umstellen?

von Stefan F. (Gast)


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Wolle G. schrieb:
> Reportagen sind die Sprecher schwer zu verstehen,
> denn sie werden von sonstigen Geräuschen übertönt

Bedenke, dass bei alternden Menschen die Fähigkeit nachlässt, 
Nebengeräusche vom gewünschten Gespräch zu trennen. Wer "früher war das 
besser" denkt, ist womöglich selbst die Ursache des Problems.

von Lutz V. (lvw)


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Wolle G. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> > Hat jemand eine Idee, was man hier unternehmen könnte, damit die
> Fernsehsender für einen guten verständlichen Ton sorgen ........

Da kann der Sender höchstens einwirken auf die Produktion (Regie,...), 
um die Verständlichkeit der Dialoge zu verbessern. Ein Schauspieler hat 
mal erzählt, dass bei der Ausbildung heute sehr viel weniger Wert auf 
gute Sprache gelegt wird - wichtiger sei das "emotionale Element", 
welches die Gefühle des Darstellers dem Zuschauer verständlich machen 
muss.

Was mir Donnerstags bei "Scobel" (3SAT) immer auffällt: Die Tonqualität 
in der Diskussionsrunde ist miserabel - fällt deutlich ab im Vergleich 
zu eingespielten Beiträgen.

: Bearbeitet durch User
von Old (Gast)


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Wolle G. schrieb:
>
> Hat jemand eine Idee, was man hier unternehmen könnte, damit die
> Fernsehsender für einen guten verständlichen Ton sorgen …
>

Dafür gibt es neuerdings eine extra mitgesendete Tonspur „Klare 
Sprache“:

https://www.br.de/unternehmen/inhalt/technik/fernsehton-klare-sprache-100.html

von U. B. (Gast)


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> Bedenke, dass bei alternden Menschen die Fähigkeit nachlässt,
> Nebengeräusche vom gewünschten Gespräch zu trennen. Wer "früher war
> das besser" denkt, ist womöglich selbst die Ursache des Problems.

Klar, den Pilotton (für FM-Stereo) höre ich schon lange nicht mehr.-

Aber:
Wieso sind alte Filme (deutsche oder synchronisierte)
oft viel verständlicher vertont?

Weil sie noch nicht so abgemischt wurden, dass die Sprache im
Hintergrundlärm (in Dolby X.1) absäuft?

Und/oder weil damalige (Synchronisations-)sprecher die Zähne besser
auseinander bekamen?
Auch heutzutage sind synchronisierte Filme oft deutlicher.
---
Auch die Augen werden natürlich älter:
Wenn man nachts und/oder dunkelblau nicht mehr so gut sieht, sind
Filme mit Winnetou, Miss Marple oder Columbo (optisch UND akustisch)
angenehmer zu verfolgen, als viele aktuelle Krimis.

von -gb- (Gast)


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U. B. schrieb:
> Weil sie noch nicht so abgemischt wurden, dass die Sprache im
> Hintergrundlärm (in Dolby X.1) absäuft?
Dolby als solches ist wohl nicht das Problem. Ich sehe den Grund 
hauptsächlich in einer unnötigen Anreicherung von Beiträgen durch 
Hintergrundgeräusche überhaupt. Überall wird Musik begemengt, wo es 
nichts zu suchen hat.

von Tobo M. (chipi)


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Früher gab es in Düsseldorf  einmal im Jahr ein Hifi-Messe, das absolute 
Paradies für Hifi-Freaks.

Mit Klassik kann mich foltern, aber dort habe ich mich mal in einem 
Hörraum begeben wo Klassik abgespielt wurde.
Die Anlage war wahrscheinlich teurer als ein  Mittelklassewagen, aber so 
eine Anlage muss man gehört haben, einfach phänomonal.

von Max I. (powermeter)


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U. B. schrieb:
> Dolby X.1

Hier lohnt ein Blick auf die Einstellungen der beteiligten Geräte. Ein 
Klassiker ist z.B. die Umschaltung von Stereo auf Dolby_irgendwas, 
sowohl an der Quelle als auch am Receiver. Bei vielen Geräten nur einen 
zufälligen Tastendruck entfernt. Soll der Löwenanteil der Dialoge aus 
dem Center kommen, aber es gibt gar keinen Center...

Einem Receiver ist das egal, ob da wirklich die passenden Lautsprecher 
angeschlossen sind. Wenn das Quellmaterial 5.1 hergibt, dann dekodiert 
er 5.1: Schon sind die Dialoge fort. Alte Filme sind von Haus aus nur 
2.0, da gibt's nichts zu dekodieren.

von Marci W. (Gast)


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DSGV-Violator schrieb:
> Naja, Klangregler hatten ihre berechtigung zu Zeiten der absichtliche
> Verzerrung (Pre-Emphasis). Das war wohl noch zu Zeiten der analogen
> Schjallplatten/Magnetbänder nötig und wurde mit der Digitalisierung
> komplett unnötig.

Der Aussage, dass Klangregler heutzutage unnötig sind, möchte ich 
entschieden widersprechen. Leute, was habt Ihr für Ohren? Wenn ich mit 
moderater Lautstärke Musik höre, muss ich den Bassbereich deutlich 
anheben, sonst klingt die Musik total flach und unnatürlich! Und zwar 
unabhängig von der Musikrichtung. Wenn man natürlich Musik nur über den 
Fernseher (kein Bass) oder gar auf dem Handy (schon gar kein Bass) hört, 
und nie in die Disko oder andere Konzerte geht, weiß man natürlich 
nicht, dass bei der Musik auf unten rum was ist. ;-)
Ich finde es jedenfall grausig, mit welchen Wiedergabegeräten die Leute 
heute oft Musik hören.

ciao

Marcus

von Marci W. (Gast)


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Tobo M. schrieb:
> Die Anlage war wahrscheinlich teurer als ein  Mittelklassewagen, aber so
> eine Anlage muss man gehört haben, einfach phänomonal.

Ich verstehe bis heute nicht, wieso immer noch der Irrglaube verbreitet 
ist, dass nur mit völlig überteuerter Ausrüstung gute Klangqualität zu 
erreichen ist. Vieles, was sowohl früher als auch heute als unabdingbar 
für gute Klangqualität bezeichnet wurde und wird, ist einfach Unfug und 
hält keinem Blindtest stand.

ciao

Marcus

von Thomas B. (thombde)


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Soweit ich das gelernt habe, ist die Klangreglung oder der Equalizer 
nur dafür da,
die Raumakustik auszugleichen.
Schrieb aber auch oben schon jemand.
Aber man kann auch sein Gehör ausgleichen.
Also wenn man älter ist, die sehr tiefen oder hohen Frequenzen.

Aber das komprimierte Audio (Mp3) hat ja alles versaut.
Manchmal hört man sogar das Quantisierungsrauschen heraus.
(bei guten Kopfhörern, kabelgebunden)

Aber auch das ganze Streamingzeug ist von grauenhafter Qualität.
(Video und Audio)

Leider stirbt ja die Bluray aus.

: Bearbeitet durch User
von Wolle G. (wolleg)


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U. B. schrieb:
> Bedenke, dass bei alternden Menschen die Fähigkeit nachlässt,
> Nebengeräusche vom gewünschten Gespräch zu trennen.

Wenn dieses Phänomen bekannt ist und bei Reportagen o. ä. die Sprache im 
Vordergrund zu stehen hat, dann muss man fragen, warum man die 
Nebengeräusche so laut einspielt und dadurch die alten Menschen 
"diskriminiert“ werden.

: Bearbeitet durch User
von Marci W. (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> Soweit ich das gelernt habe, ist die Klangreglung oder der Equalizer

ja ja, so haben wir das alle gelernt...

> nur dafür da,
> die Raumakustik auszugleichen.

Stimmen tut das trotzdem nicht, und funktionieren schon gar nicht. Wie 
willst Du mit einem Klangregler eine Raumresonanz bei 300Hz steilflankig 
ausgleichen? Höchstens noch mit nem paratetrischen EQ.

> Schrieb aber auch oben schon jemand.
> Aber man kann auch sein Gehör ausgleichen.

Du sagst also, dass sich U-Musik bei moderater Lautsärke, über LS 
gehört, bei lienalglattem Frequenzgang ausgeglichen anhört?

> Also wenn man älter ist, die sehr tiefen oder hohen Frequenzen.

Tiefe Frequenzen leiden bei älteren Personen? Wäre mir neu. Und "alt" 
bin ich eigentlich noch nicht. Ich hebe trotzdem bei Zimmerlautstärke 
den Bassbereich deutlich an.

Ich halte mich bei solchen Sachen auch selten an "Don't"s, sondern mache 
das so, wie es für mich am angenehmsten ist. Auch wenn es verpönt sein 
sollte.

>
> Aber das komprimierte Audio (Mp3) hat ja alles versaut.

Ich denke, MP3 hat absolut nichts mit dem Frequenzgang zu tun. Und bei 
hoher (dynamischer) Samplingrate höre zumindest ich auch über KH keine 
Artefakte. Aber ich weiß, alle anderen Menschen haben ein besseres Gehör 
als ich. ;-)

ciao

Marcus

von Harald W. (wilhelms)


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Marcus W. schrieb:

>> Also wenn man älter ist, die sehr tiefen oder hohen Frequenzen.
>
> Tiefe Frequenzen leiden bei älteren Personen? Wäre mir neu. Und "alt"
> bin ich eigentlich noch nicht.

Tja, vielleicht bist Du für den Verlust im Tieftonbereich noch nicht
alt genug. M.W. tritt der oft nach einem Hörsturz auf.

von -gb- (Gast)


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Marcus W. schrieb:
> Leute, was habt Ihr für Ohren? Wenn ich mit
> moderater Lautstärke Musik höre, muss ich den Bassbereich deutlich
> anheben, sonst klingt die Musik total flach

Solche Effekte liegen aber daran, dass viele mit zuviel Bass hören, sich 
daran gewöhnen und ihre Ohren betäuben. Durch die hohen Amplituden 
entstehen Maskierungseffekte, die dazu führen, dass Höhen nicht mehr 
ausreichend wahrgenommen werden, auch wenn sie schon zu laut sind. Im 
Gegenteil: Diese werden dann auch noch aufgedreht. Das Ergebnis ist die 
sogenannte Badewannenkurve, mit der viele ihre Anlagen benutzen.

Das Resulat ist eine sehr häufige Addition von Basspegel und Spitze, die 
zu kaum hörbaren aber vorhandenen Pegeln führen, die das Ohr temporär 
betäuben und es mittelfristig kontinuierlich schädigen. Durch die 
Betäubung kommt es dazu, dass man im Verlauf von 30min immer mehr 
aufdreht, was den Prozess beschleunigt.

Diese sich einstellende unmerkliche Schädigung führt zu Frequenzlöchern, 
welche die Musik ausdünnt und "flach" erklingen lässt.

von -gb- (Gast)


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Marcus W. schrieb:
> Ich hebe trotzdem bei Zimmerlautstärke
> den Bassbereich deutlich an.

Marcus W. schrieb:
> Ich denke, MP3 hat absolut nichts mit dem Frequenzgang zu tun. Und bei
> hoher (dynamischer) Samplingrate höre zumindest ich auch über KH keine
> Artefakte.

Merkst du etwas?

MP3 führt aus 2 Gründen zu einer Schädigung:

1) Verlernt das Hirn Frequenzen zu hören, die nicht mitabgebildet werden

2) Verlernt das Hirn über den Maskierungseffekt hinaus zu hören. Das MP3 
antizipiert eine Abhörszene, die so im realen Raum nicht gegeben ist, 
weil die Musik in einem Auto mit starken Reflektionen gehört wird. Damit 
tutet die Musik in ihr eigenes Eche hinein. Ab einer gewissen Lautstärke 
hört man daher relativ wieder weniger, weil das Hörverhalten nicht 
linear ist.

Richtig wäre es, die Lautstärke zu einzustellen, dass ein bestmögliches 
Verhältnis zwischen erstem Schall und den leiseren späteren Reflektionen 
von früherem Schall entsteht, das dazu führt, dass die Reflektionen eher 
überhört werden können, weil viele dvon schon in Richtung Hörschwelle 
abfallen.

Daher wäre es das Ziel, Musik möglichst leise zu hören und sich wieder 
daran zu gewöhnen. Nur dann kann auch Dynamik vertragen werden.

Durch das zu laute Hören der Nutzer, Bassüberdrehung und das 
Totkomprimieren sind viele Komponenten der Musik viel zu lange zu laut 
und es wird immer weniger der Details wahrgenommen. Das Gehirn 
konzentriert sich so immer mehr, auf das , was es noch mitbekommen kann, 
also die rythmischen Bässe. Wenn die dann nicht mehr überlaut, sondern 
nur noch laut sind, entsteht der Eindruck des "Fehlens".

von -gb- (Gast)


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Marcus W. schrieb:
> nie in die Disko oder andere Konzerte geht, weiß man natürlich
> nicht, dass bei der Musik auf unten rum was ist. ;-)

Die überdrehten Bässe in den Diskotheken sind mit ein Grund, für die 
verdrehten Hörgewohnheiten. Hier ist auch ein Grund, dass sich Höhen und 
auch Mitten sehr schnell über die Distanz in Reflektionen mischen und 
auflösen, wegen Kammfilter. Obendrein werden sie von den Menschen 
gefiltert. Wahrgenommen werden dann nur die Bässe. Steht man in der Nähe 
der Lautsprecher, passt das Verhältnis noch, weiter hinten wird es immer 
dumpfer.

Jetzt wäre die Lösung, sich in der Nähe der Lautsprecher aufzuhalten, 
das geht aber nicht, weil es dort zu laut ist, um es permament zu 
ertragen. Ausserdem sind viele Diskotheken und Clubs nach wie vor viel 
zu laut und die Leute zu lange drin. Inzwischen belegen Studien, dass 
das Gehör schon dann auf Dauer leidet, wenn es über 8h auf normaler 
Sprachlautstärke belastet wird. Für laute Arbeitsumgebungen ab 70dB sind 
4h und für jede weitere 10dB eine Halbierung der Zeit angegeben. Das was 
in Discos genudelt wird, wäre maximal 15min zu tolerieren, will man sich 
sein Gehör behalten.

von Peter D. (peda)


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Old schrieb:
> Dafür gibt es neuerdings eine extra mitgesendete Tonspur „Klare
> Sprache“:

Ich hab mir mal so einen Tatort aus der Mediathek geladen, die 
Verständlichkeit was sogar noch schlechter, als im Original. Es klang 
ähnlich, wie das Klingeln bei ganz schlechtem Handyempfang.
Eigentlich auch kein Wunder, was nicht da ist, kann man auch nicht 
wieder hinzurechnen. Man müßte schon den Film nachvertonen.
Besonders die deutschen Filme sind sowas von genuschelt. Wenn die das 
Maul nicht aufkriegen, dann kann man auch nichtmal von den Lippen was 
ablesen. Und dann noch die Geräuschkulisse um gefühlte 100dB darüber.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Marcus W. schrieb:
> Ich verstehe bis heute nicht, wieso immer noch der Irrglaube verbreitet
> ist, dass nur mit völlig überteuerter Ausrüstung gute Klangqualität zu
> erreichen ist.

Das hast du überall, wo der Erfolg nicht eindeutig messbar ist und stark 
von der Person abhängt.

Es gibt z.B. auch eine ganze Menge Leute, die 300€ für Turnschuhe 
ausgeben, weil sie ganz sicher sind, dass das nötig sei.

von Wolle G. (wolleg)


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Peter D. schrieb:
> Wenn die das
> Maul nicht aufkriegen, dann kann man auch nichtmal von den Lippen was
> ablesen. Und dann noch die Geräuschkulisse um gefühlte 100dB darüber.

Und das wird von Jahr zu Jahr immer schlimmer. So mein Eindruck.
Hier noch einmal meine Frage: Was könnte man unternehmen, damit die 
Fernsehsender  wieder qualitativ gute und unverfälschte Farbbilder 
übertragen und die Sprache deutlich  hörbar gesendet wird.
Eine Beschwerde beim MDR vor Jahren wurde mit nichts sagenden  Sätzen 
beantwortet.
Hat jemand eine bessere Idee?

von Peter D. (peda)


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Marcus W. schrieb:
> Wenn ich mit
> moderater Lautstärke Musik höre, muss ich den Bassbereich deutlich
> anheben, sonst klingt die Musik total flach und unnatürlich!

Früher hatten die Radios gehörrichtige Lautstärkesteller. Das waren 
Potis mit 3 Anzapfungen und RC-Gliedern daran. Damit wurden bei geringer 
Lautstärke die Bässe und Höhen angehoben und zum Ende hin wieder 
abgesenkt. Das funktionierte sehr gut.

Sowas geht aber heute nicht mehr, da niemand mehr die Übertragungskette 
richtig einpegelt. Je nach Sender und Quelle muß man die Lautstärke 
anpassen. Die Potistellung ist also rein zufällig.
Man bräuchte 2 Potis, einmal für das Einpegeln der Quelle und eins mit 
gehörrichtiger Kurve für die tatsächliche Abhörlautstärke.

Früher konnte man von DDR1 auf RIAS2 wechseln, ohne an der Lautstärke 
drehen zu müssen. Heute sind an der FB die Laut/Leise Tasten schon 
richtig abgewetzt.

von Gerhard Z. (germel)


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Georg B. schrieb:
> Marcus W. schrieb:
>> Leute, was habt Ihr für Ohren? Wenn ich mit
>> moderater Lautstärke Musik höre, muss ich den Bassbereich deutlich
>> anheben, sonst klingt die Musik total flach
>
> Solche Effekte liegen aber daran, dass viele mit zuviel Bass hören, sich
> daran gewöhnen und ihre Ohren betäuben. Durch die hohen Amplituden
> entstehen Maskierungseffekte, die dazu führen, dass Höhen nicht mehr
> ausreichend wahrgenommen werden, auch wenn sie schon zu laut sind.

Kann schon sein, dass man sich sein Gehör durch zu laute Musik schon 
versaut hat. Der eigentliche Grund für den Wunsch nach mehr Bass und 
Höhen bei leiser Musik liegt aber doch eindeutig am Gehöhr selber. Schau 
dir die Fletcher–Munson Kurven 
https://en.wikipedia.org/wiki/Equal-loudness_contour an, die zeigen 
deutlich, wie stark Bass- und Höhenhörvermögen von der absoluten 
Lautstärke abhängen, und dass du bei leiser Musik die beiden 
Freuqenzbereiche deutlich schlechter wahrnimmst. Früher gab's dafür den 
Loudness-Schalter.

von Percy N. (vox_bovi)


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Steve van de Grens schrieb:
> Es gibt z.B. auch eine ganze Menge Leute, die 300€ für Turnschuhe
> ausgeben, weil sie ganz sicher sind, dass das nötig sei.

Dabei werden doch sämtliche Turndisziplinen barfuß ausgeübt. Seltsam!

von Percy N. (vox_bovi)


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Peter D. schrieb:
> Sowas geht aber heute nicht mehr, da niemand mehr die Übertragungskette
> richtig einpegelt. Je nach Sender und Quelle muß man die Lautstärke
> anpassen. Die Potistellung ist also rein zufällig.
> Man bräuchte 2 Potis, einmal für das Einpegeln der Quelle und eins mit
> gehörrichtiger Kurve für die tatsächliche Abhörlautstärke.
> Früher konnte man von DDR1 auf RIAS2 wechseln, ohne an der Lautstärke
> drehen zu müssen. Heute sind an der FB die Laut/Leise Tasten schon
> richtig abgewetzt.

Eher genau ungekehrt.

von -gb- (Gast)


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Gerhard Z. schrieb:
> die Fletcher–Munson Kurven
...sind bekannt, hat aber hier keine Bedeutung, da dies auf reales und 
virtuelles Hören gleichermaßen zutrifft. Der tatsächliche Bass in einer 
Stimme oder einem Instrument wird genau so leiser oder lauter gehört wie 
der aus der Konserve.

Der Unterschied würde nur zutage treten, wenn du die Konserve anders 
lauter abspielst. Dreht man die Lautstärke runter, schlägt loudness zu, 
komplett richtig.

Der Effekt ist aber doch der, dass die Bässe in den Sprecherstimmen 
brutal überhöht werden. Schau dir doch nur einmal an, wie es aus Autos 
herausdröhnt. Die Gesamtlautstärke ist doch schon höher, damit werden 
die Bässe gemäß dieser Hörkurven lauter gehört und da sie auch nur 
lauter sind, eben doppelt und dreifach.

Ich bin übrigens kein Nutzer des loudness-Funktion, weil ich dann leiser 
drehe, wenn die Musik zu laut ist und damit der Bass überhöht wäre oder 
ich es nachts leise drehen will, um niemanden zu stören. Da ist es um so 
sinnvoller, dass Bässe besonders stark abgesenkt werden.

von -gb- (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Sowas geht aber heute nicht mehr, da niemand mehr die Übertragungskette
> richtig einpegelt.

Eigentlich gelten dafür klare Regeln. Dies wurden u.a. durch das IRT 
erlassen. Es gab sogar Strafen, wenn Sender bei der Werbung die 
Lautstärke hochgedreht haben, was es vielfach gab. Dieses IRT hat sich 
auch mit Normungen und Regeln für Klangprofile befasst und im Bereich 
Klang- und Hörkurven, Sprachverständlichkeit geforscht.

Leider wurde es 2020 geschlossen!
https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Rundfunktechnik

Seither machen die Sendeanstalten was sie wollen, unter anderem wieder 
einen loudness-war.

von Harald W. (wilhelms)


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Peter D. schrieb:

> Man bräuchte 2 Potis, einmal für das Einpegeln der Quelle und eins mit
> gehörrichtiger Kurve für die tatsächliche Abhörlautstärke.

Auch so etwas hat es in guten Verstärkern früher gegeben.

von Marci W. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> Das Resulat ist eine sehr häufige Addition von Basspegel und Spitze, die
> zu kaum hörbaren aber vorhandenen Pegeln führen, die das Ohr temporär
> betäuben und es mittelfristig kontinuierlich schädigen. Durch die
> Betäubung kommt es dazu, dass man im Verlauf von 30min immer mehr
> aufdreht, was den Prozess beschleunigt.

Es war doch von "moderater" Lautstärke die Rede. Seit wann schädigt 
Musikhören über Lautsprecher bei Zimmerlautstärke das Gehör?
Den Großteil Deiner Ausführungen kann ich nicht nachvollziehen bzw. 
verstehe ich nicht.

Gruß

Marci

von Marci W. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> 1) Verlernt das Hirn Frequenzen zu hören, die nicht mitabgebildet werden
>
> 2) Verlernt das Hirn über den Maskierungseffekt hinaus zu hören. Das MP3
> antizipiert eine Abhörszene, die so im realen Raum nicht gegeben ist,

Häääh!? Ist das Dein Ernst?


ciao

Marci

von Marci W. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> was es noch mitbekommen kann,
> also die rythmischen Bässe. Wenn die dann nicht mehr überlaut, sondern
> nur noch laut sind, entsteht der Eindruck des "Fehlens".

Na ja, ich finde das kommt entscheidend auf die Musik an. Techno ohne 
wummernde Bässe wäre jedenfalls für viele Techno-Hörer eher nicht so 
toll.

Mal eine allgemeine Frage: wo habt ihr denn die (aus meiner Sicht 
eigenwilligen) Theorien her? Für mich klingt das alles wie ein 
(April-)Scherz. :-)

ciao

Marci

von Marci W. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> Die überdrehten Bässe in den Diskotheken sind mit ein Grund, für die

also für mich kann das nicht gelten. Ich war seit fast zehn Jahren mehr 
in keiner Disco.

[...]
>
> zu laut und die Leute zu lange drin. Inzwischen belegen Studien, dass
> das Gehör schon dann auf Dauer leidet, wenn es über 8h auf normaler
> Sprachlautstärke belastet wird.

Und andere Studien haben ergeben, dass bestimmte Völker in eher 
lautlosen Umgebungen mit der Zeit ebenfalls schlechter hören.

Vielleicht ist einfach nur das Alter dafür verantwortlich, schlecht zu 
hören.
Für die Discobesuche und meinen Lautsprechertürmen, die ich auch für 
Tourdiscos verwendet habe und zu Hause im heimischen Hobbykeller eine 
davon ab und an doch recht laut gehört habe, ist mein Gehör komischer 
Weise noch ganz in Ordnung.
Kleine Anekdote am Rande: meine Mutter war früher auch besorgt und 
dachte, ich wäre schon schwerhörig (da war ich so um die 17 Jahre). Also 
hat sie mich zum HNO zum Hörtest geschickt. So weit war alles 
ausgezeichnet. Eine minimale Delle auf einem Ohr im Mittenbereich, aber 
das war laut Doc angeboren.

Noch was zu Hörschäden: die meisten älteren Leute mit schlechtem Gehör, 
die ich kenne, haben ganz selten eine Disco oder ein Konzert besucht.

ciao

Marci

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Georg B. schrieb:
> Das was
> in Discos genudelt wird, wäre maximal 15min zu tolerieren, will man sich
> sein Gehör behalten.

Führende DJs, die für die Beschallung der Diskotheken sorgen, sind der 
Meinung, es muß laut sein, es muß bumpen, es muß lauter sein als das 
Gequake der Leute und den DJ-Ohren macht das sowieso nichts. Die halten 
das gerne jedes Wochenende aus, als erste im Lokal und als letzte, die 
gehen.

Marci W. schrieb:
> die meisten älteren Leute mit schlechtem Gehör,
> die ich kenne, haben ganz selten eine Disco oder ein Konzert besucht.

Die hätten öfter mal in die Disco gehen sollen, um die Ohrwatscheln 
wieder frei blasen zu lassen.

Ich für mich bin in solchen Umgebungen Ohrstopfer-Träger, links wie 
rechts.


mfG

: Bearbeitet durch User
von Thomas B. (thombde)


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Marci W. schrieb:
> Für die Discobesuche und meinen Lautsprechertürmen, die ich auch für
> Tourdiscos verwendet habe und zu Hause im heimischen Hobbykeller eine
> davon ab und an doch recht laut gehört habe, ist mein Gehör komischer
> Weise noch ganz in Ordnung.

Wenn Du aber später mal merkst, dass dein Gehör schlechter wird,
dann hast Du keine Chance mehr auf Regenerierung.
Der altersbedingte Hörverlust kommt noch später dazu.

von Marci W. (Gast)


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Thomas B. schrieb:

Hallo Thomas,

> Wenn Du aber später mal merkst, dass dein Gehör schlechter wird,
> dann hast Du keine Chance mehr auf Regenerierung.

natürlich hast Du Recht! Es ist wichtig, sein Gehör zu schonen. Aber es 
ist halt wie mit Alk etc.: ab und an ein klein wenig lauter schadet zwar 
auch, macht aber nicht gleich taub.
Ich finde gute Musik mit druckvollen Bässen einfach geil. Und ich bin 
mir des Risikos bewusst. Aber wenn ich alles lassen würde, was irgend 
wie schädlich sein könnte -- dann wäre das Leben echt eine ziemlich 
langweilige Angelegenheit. ;-)

Wo es möglich ist, verwende ich auch Ohrstöpsel. z.B. wenn ich mit 
"lautem" Werkzeug arbeite. Aber auch, wenn ich z.B. in lauten 
Fabrikhallen Anlagen in Betrieb nehme. Aber da hab ich schon deswegen 
Ohrstöpsel drin, weil ich mich sonst absolut gar nicht konzentrieren 
kann.
Aber wenn ich sehe, dass manche Arbeiter, die täglich mit dem 
Presslufthammer oder ner Alsphaltsäge arbeiten, eher keinen Gehörschutz 
tragen...

Meine Lebensgefährtin ist Erzieherin. Das ist auch nicht ganz ohne!

> Der altersbedingte Hörverlust kommt noch später dazu.

ciao

Marci

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Marci W. schrieb:
> Ich finde gute Musik mit druckvollen Bässen einfach geil.

Ich vermute, dass dir die Bedeutung des letzten Wortes nicht richtig 
klar ist.

> Meine Lebensgefährtin ist Erzieherin. Das ist auch nicht ganz ohne!

Bedeutet was?

von Weingut P. (weinbauer)


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Mit Tinitus hat sich der Hochtöner eh erledigt

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Steve van de Grens schrieb:
>> Meine Lebensgefährtin ist Erzieherin. Das ist auch nicht ganz ohne!
>
> Bedeutet was?

dass sie sich als Frau fühlt?

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Als Schüler hatte ich einen Receiver, der ganz klassisch mit Tiefen- und
Höhenpotis ausgestattet war. Wenn ich Musik hörte, bin ich alle halbe
Minute aufgestanden, um mit den Potis den Klang zu optimieren. Mein
Musiklehrer in der Schule hat das auch so gemacht, deswegen dachte ich,
das sei für "professionelles" Musikhören sogar ein Muss.

Mal waren die Tiefen oder Höhen zu schwach, so dass ich sie aufdrehen
musste, danach waren die Tiefen zu dröhnig oder die Höhen zu kreischend,
so dass ich sie wieder zurückgedreht habe.

Erst nach etwa einer Viertelstunde Optimierungstätigkeit, in der ich vor
lauter Hin- und Hergerenne kaum etwas von der Musik mitbekommen habe,
war ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden. Dann stellte ich meist
fest, dass am Ende der ganzen Prozedur die beiden Klangpotis wieder
ziemlich genau in ihrer Neutralstellung standen. Am nächsten Tag ging
das Ganze trotzdem wieder aufs Neue los.

Irgendwann war mir Aufwand zuviel, und ich ließ die Potis dauerhaft in
Neutralstellung, da ich wusste, dass ich nach der Viertelstunde des
Optimierungsprozesses sowieso zu dieser Konfiguration zurückkehren
würde.

Jahre später kaufte ich eine neue, deutlich teurere Anlage. Neben dem
guten Klang legte ich diesmal auch noch etwas Wert auf ein schlichtes,
unaufdringliches Design. So hatte der neue Verstärker keine Klangpotis
mehr und die Lautsprecher keine von außen sichtbaren Tieftöner mehr.
Einen CD-Player mit nur wenigen Bedienknöpfen gab es leider nicht
(höchstens im völlig überteuerten Audiophiliebereich), also entschied
ich mich für einen, bei dem ein Panel mit den seltener benötigten
Knöpfen weggeklappt und damit versteckt werden konnte.

Diese Anlage habe ich noch heute, und es ist jedesmal ein Genuss, mit
ihr Musik völlig frei von jeglicher Ablenkung zu hören :)

Die Klangregler habe ich seither nie vermisst, auch meine inzwischen
beschafften Aktivlautsprecher für den Schreibtisch haben lediglich zwei
Schiebeschalter, mit denen die Höhen gerade mal um ±2dB und die Tiefen
um +2dB/-4dB angepasst werden können. Nach ein paar anfänglichen
Experimenten stehen beide Schalter wieder auf Neutral.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Wollvieh W. schrieb:
> Paßt nicht ganz, aber doch fast zum Thema: Heutige Fernseher haben keine
> Helligkeit/Farbsättigungseinsteller mehr. Sondern nur irgendwelche
> bizarren Gesamtpakete wie "zu poppig", "zu bleich", "übersättigt",
> "entartet" und "Augenkrebs." Oder macht das nur Philips, und ich hatte
> bisher das Pech keine anderen Modelle zu finden.
Versteh ich nicht. An meinen Fernsehern kann ich Backlight, Kontrast, 
Helligkeit, Farbintensität, Farbton, Farbtemperatur, Colormanagement 
adative Backlightsteuerung usw einstellen, Ebenso wie im Ton Bass, 
Höhen, alternativ einen Equalizer, Balance, Bassverstärkung usw 
einstellen.
Ok, die Panasonic Geräte sind nicht vom billigen Jakob.

von Michael B. (laberkopp)


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Georg B. schrieb:
> Gerhard Z. schrieb:
>> die Fletcher–Munson Kurven
>
> ...sind bekannt, hat aber hier keine Bedeutung, da dies auf reales und
> virtuelles Hören gleichermaßen zutrifft. Der tatsächliche Bass in einer
> Stimme oder einem Instrument wird genau so leiser oder lauter gehört wie
> der aus der Konserve.

Nur wenn du im selben Studio sitzt.

> Der Unterschied würde nur zutage treten, wenn du die Konserve anders
> lauter abspielst.

Was ja eigentlich immer passiert.

> Dreht man die Lautstärke runter, schlägt loudness zu,
> komplett richtig.
> Der Effekt ist aber doch der, dass die Bässe in den Sprecherstimmen
> brutal überhöht werden

Ich denke, das hat eher mit der hohen Grenzfrequenz vieler Monitoring- 
Lautsprecher zu tun.

Um trotz absackendem Übertragungswirkungsgrad den geraden Frequenzgang 
noch etwas nach unten auszudehnen, werden schon beim Abmischen die Bässe 
voll aufgerissen.

Kommt so was dann auf eine Anlage mit Subwoofern, dann rummst das nur 
noch.

Mega Bass und wie die Verzerrer alle geissen findet man doch vor Allem 
an winzigen Geräten deren Frequenzgang schon bei 300Hz zu Ende ist.

von Joachim B. (jar)


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René H. schrieb:
> Gute kabelgebundene Kopfhörer

da fehlt aber der Schalldruck auf Zwerchfell

von Old (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> Marci W. schrieb:
>> Ich finde gute Musik mit druckvollen Bässen einfach geil.
>
> Ich vermute, dass dir die Bedeutung des letzten Wortes nicht richtig
> klar ist.
>
>> Meine Lebensgefährtin ist Erzieherin. Das ist auch nicht ganz ohne!
>
> Bedeutet was?

Dass der Lautstärkepegel, den (Klein-)Kinder erzeugen (können), auch zu 
Gehörschäden führen kann, wenn man sich nicht davor schützt. Eine 
unserer Töchter ist Kita-Erzieherin und benutzt deshalb spezielle 
Hörgeräte, die den Pegel der Umgebung teilweise kompensieren. Die nicht 
ganz preiswerten Hörgeräte bezahlt der Arbeitgeber, läßt den 
Mitarbeitern die freie Wahl, ob sie sowas haben wollen oder nicht.

von J. T. (chaoskind)


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Steve van de Grens schrieb:
> Marci W. schrieb:
>> Ich finde gute Musik mit druckvollen Bässen einfach geil.
>
> Ich vermute, dass dir die Bedeutung des letzten Wortes nicht richtig
> klar ist.

Wenn man nicht komplett in seinem Elfenbeinturm leben würde, hätte man 
mitbekommen, das "geil" seine sexuelle Konnotation in der Umgangssprache 
nahezu vollständig verloren hat. Mindestens schon seit meiner Jugend in 
den 90ern des letzten Jahrtausends. Es hat sich in seiner Bedeutung in 
der Umgangssprache eher zu einem "sehr sehr gut" oder auch "supertoll" 
gewandelt.

von Peter D. (peda)


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Als Schüler hatte ich ein altes Röhrenradio mit 6W, da hatte der 
RIAS-Sprecher eine kräftige sonore Stimme. Die Klangregister Bass und 
Sopran waren gedrückt.
https://www.radiomuseum.org/r/gerufon_ultra_exquisit_57w.html

Viel später habe ich 2 Standboxen und einen Receiver 2*130W gekauft, da 
hat mich der volle Klang daran erinnert. Ist schon frappierend, was 
damals mit nur 6W möglich war.

von Percy N. (vox_bovi)


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Yalu X. schrieb:
> Mein
> Musiklehrer in der Schule hat das auch so gemacht, deswegen dachte ich,
> das sei für "professionelles" Musikhören sogar ein Muss.

Geht doch, kein Problem. Unser Musiklehrer hat sich vom Hausmeister eine 
Spitzzange geliehen, um den verbogenen Nadelhalter des Plattenspielers 
zu richten.

: Bearbeitet durch User
von -gb- (Gast)


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Marci W. schrieb:
> Es war doch von "moderater" Lautstärke die Rede. Seit wann schädigt
> Musikhören über Lautsprecher bei Zimmerlautstärke das Gehör?
Seit es in einer englischen Studie herausgebracht wurde. In der Tat: 
60dB(A) sind auch für das Ohr schädlich, wenn es über den ganzen Tag 
geht.

Marci W. schrieb:
> Georg B. schrieb:
>> 1) Verlernt das Hirn Frequenzen zu hören, die nicht mitabgebildet werden
>>
>> 2) Verlernt das Hirn über den Maskierungseffekt hinaus zu hören. Das MP3
>> antizipiert eine Abhörszene, die so im realen Raum nicht gegeben ist,
>
> Häääh!? Ist das Dein Ernst?
MP3 reduziert den Oberwellenanteil. Durch das Fehlen, verlernt das Hirn, 
diese zu erfassen. Das ist dasselbe, wenn es Einschränkungen auf der 
Basilarmembran gibt. Wird das nicht zeitig wiederhergestellt oder durch 
Hörgeräte kompensiert, lässt sich das nicht mehr beheben.

Hörgeräte verstärken leise Töne und blocken laute ab, damit man wieder 
gut hört, ohne weitere Schäden zu provzieren. Leider haben viele 
Menschen - auch junge - bereits Hörschäden, die sie dadurch 
kompensieren, dass sie unbewusst lauter drehen, was die Degradation 
weiter bescheunigt.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Da meine Lautsprecher im Tiefton-Bereich schwächeln (sonst aber sehr 
zufrieden stellen) bin ich ganz froh darum, dass ich den Bass Regler ein 
paar DB hoch drehen kann. Ich mag das so. Eine Endstufe ohne diesen 
Regler würde ich wahrscheinlich nicht kaufen.

von -gb- (Gast)


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Thomas B. schrieb:
> wenn Du aber später mal merkst, dass dein Gehör schlechter wird,
> dann hast Du keine Chance mehr auf Regenerierung.
Wenn man das selber hört, ist der Schaden schon enorm. Die meisten 
Defekte bilden sich langsam und schleichend aus.

> Der altersbedingte Hörverlust kommt noch später dazu.
Dieser sogenannte altersbedingte Effekt ist zu 90% ein 
lautstärkebedingter Effekt. Wir konnten ganz klar zeigen, dass Menschen, 
die sich vor Dauermusik und Lärm schützen und in einer ruhigen Atmo 
leben, bis ins hohe Alter ein sehr gutes Gehör haben können. Der einzige 
wirklich davon unabhängige Effekt sind Durchblutungsstörungen infolge 
von Arterosklerose und anderen Gefässerkrankungen, die zu einer 
Mangeldurchblutung führen. Hinzu kommt das Rauchen, was so etwas 
bedingen kann.

von -gb- (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Georg B. schrieb:
>> Gerhard Z. schrieb einiges, hat aber nicht richtig gelesen:


>>> die Fletcher–Munson Kurven
>> ...sind bekannt, hat aber hier keine Bedeutung, da dies auf reales und
>> virtuelles Hören gleichermaßen zutrifft. Der tatsächliche Bass in einer
>> Stimme oder einem Instrument wird genau so leiser oder lauter gehört wie
>> der aus der Konserve.
> Nur wenn du im selben Studio sitzt.
Bitte ? Das Hören ist zunächst einmal überall gleich. Es geht um das 
Verhältnis von Bass zum Rest und wenn der in der gehörten Konserve 
gleich ist und die Lautstärke dieselbe ist, dann ist der Punkt in der 
Kurve derselbe und sie ist bedeutungslos.

Es ist also in keinster Weise nötig, durch Bassregler irgendetwas 
auszugleichen.

>> Der Unterschied würde nur zutage treten, wenn du die Konserve anders
>> lauter abspielst.
> Was ja eigentlich immer passiert.
Wieso sollte die Konserve lauter abgespielt werden?
Da fängt das Problem ja an.
Täten die Leute die Musik so laut spielen, wie sie real erzeugt würde 
und wie man sie abhören müsste, um  die maximale Dynamik zu haben, käme 
man auf im Mittel 80dB für die lauten Passagen. Gehört wird aber Faktor 
2-3 lauter, also bei weit über 90dB.


>> Dreht man die Lautstärke runter, schlägt loudness zu,
>> komplett richtig.
>> Der Effekt ist aber doch der, dass die Bässe in den Sprecherstimmen
>> brutal überhöht werden
>
> Ich denke, das hat eher mit der hohen Grenzfrequenz vieler Monitoring-
> Lautsprecher zu tun.
Mit den Lautsprechern hat das gar nichts zu tun (????)

Loudness soll die Hörkurve angleichen. Der Bass wird daher bei geringen 
Lautstärken angehoben. Die Lautsprecher sind linear. Halbe Leistung 
heisst auch halbe Leistung bei den Bässen.

---

Das manche am Bassregler fummeln, weil die Boxen nicht tief gehen, ist 
was komplett anderes. Das funktioniert auch meistens nicht, weil der 
Bassregler nicht dort einsetzt, wo die Box aufhört. Ausserdem hat diese 
meistens einen Bassreflex intus und holt somit schon alles raus. 
Mangelde Basstauglichkeit bei Boxen ist durch einen Regler nicht zu 
kompensieren.

von -gb- (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> Da meine Lautsprecher im Tiefton-Bereich schwächeln (sonst aber sehr
> zufrieden stellen) bin ich ganz froh darum, dass ich den Bass Regler ein
> paar DB hoch drehen kann.

Das dürfte den Bereich anheben, wo sie noch nicht schwächeln. Verbiegt 
also den Klang doppelt. Kaufe dir einen Woofer und stelle ihn als 
perfekte Ergänzung ein.

Old schrieb:
> Dass der Lautstärkepegel, den (Klein-)Kinder erzeugen (können), auch zu
> Gehörschäden führen kann, wenn man sich nicht davor schützt. Eine
> unserer Töchter ist Kita-Erzieherin und benutzt deshalb spezielle
> Hörgeräte, die den Pegel der Umgebung teilweise kompensieren.
Typ?

von Percy N. (vox_bovi)


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Georg B. schrieb:
> Täten die Leute die Musik so laut spielen, wie sie real erzeugt würde
> und wie man sie abhören müsste, um  die maximale Dynamik zu haben, käme
> man auf im Mittel 80dB für die lauten Passagen. Gehört wird aber Faktor
> 2-3 lauter, also bei weit über 90dB.

Was für Musik hörst Du? Wenn ich in Originsllautstärke abspielte, würden 
sich womöglich die Fensterscheiben verabschieden. Also drehe ich weniger 
weit auf.

Man kann natürlich auch auf Cembalo-Triangel-Duos umsteigen, aber da 
dürfte das Programmmaterial recht übersichtlich sein.

von Wolle G. (wolleg)


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Rainer D. schrieb:
> An meinen Fernsehern kann ich Backlight, Kontrast,
> Helligkeit, Farbintensität, Farbton, Farbtemperatur, Colormanagement
> adative Backlightsteuerung usw einstellen,
Was nützen all diese Einstellmöglichkeiten, wenn alles schon in total 
veränderten Farbtönen ankommt? Die überhöhten Braun-, Blau- oder 
Schwarz-Töne bekommt man nicht weg.
Wie schon einmal gesagt, es gibt Sendungen, wo der  Farbton unverfälscht 
gesendet wird und man über den Farbton nicht meckern kann.
Hat denn niemand eine Idee, was man machen könnte, damit keine 
"verfälschten“ Farbbilder gesendet werden?

von Old (Gast)


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Georg B. schrieb:
>
> Old schrieb:
>> Dass der Lautstärkepegel, den (Klein-)Kinder erzeugen (können), auch zu
>> Gehörschäden führen kann, wenn man sich nicht davor schützt. Eine
>> unserer Töchter ist Kita-Erzieherin und benutzt deshalb spezielle
>> Hörgeräte, die den Pegel der Umgebung teilweise kompensieren.
> Typ?

Keine Ahnung, eben Hörgeräte speziell vom Hörgeräteakustiker 
entsprechend ausgewählt und angepasst. Unsere Tochter ist damit 
jedenfalls glücklich und nach ihrer Schicht nicht mehr so gestresst.

von Percy N. (vox_bovi)


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Wolle G. schrieb:
> Was nützen all diese Einstellmöglichkeiten, wenn alles schon in total
> veränderten Farbtönen ankommt?

Dss ksnn ich nicht bestätigen.

Vor 50 Jahren habe ich Lawrence von Arabien im Kino gesehen, und die 
TV-Version, die zZ in der Mediathek verfügbar ust, unterscheidet sich 
nicht von meiner Erinnerung.

Vor 40 Jahren habe ich Afticsn Queen im Kono gesehen; ed war farblich 
eine einzige Katastrophe.  Aktuell gibt es in der Mediathek eine 
Version, die nicht zu beanstanden ist.

Von welchen Filmen redest Du?

von J. T. (chaoskind)


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Percy N. schrieb:
> Vor 40 Jahren habe ich Afticsn Queen im Kono

Normalerweise mecker ich ja nicht an mangelnder Rechtschreibung. In 
letzter Zeit fällt es bei dir aber häufiger auf, dass du nochmal 
Korrekturlesen solltest. Durch die Vertipper hangeln sich deine Beiträge 
zum Teil hart an der Grenze zu "unverständlich" entlang.

von Marci W. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> Marci W. schrieb:
[...]
> Seit es in einer englischen Studie herausgebracht wurde. In der Tat:
> 60dB(A) sind auch für das Ohr schädlich, wenn es über den ganzen Tag
> geht.

Also ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass bereits 60 dB 
problematisch sind. Das ist "Zimmerlautstärke". Und wie will man das in 
einer Studie darstellen?

[...]
>> Häääh!? Ist das Dein Ernst?
> MP3 reduziert den Oberwellenanteil. Durch das Fehlen, verlernt das Hirn,

Mag ja alles korrekt sein, aber wenn man 0,5h MP3s hört und den Rest des 
Tages "live", dann hat das Gehirn ja doch noch genügend Zeit, sich 
wieder auf die Realität "einzustellen".

Gruß

Marci

von Marci W. (Gast)


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Old schrieb:
> Dass der Lautstärkepegel, den (Klein-)Kinder erzeugen (können), auch zu
> Gehörschäden führen kann, wenn man sich nicht davor schützt.

Exakt das meinte ich! Danke!

Gruß

Marci

von Marci W. (Gast)


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J. T. schrieb:
> Wenn man nicht komplett in seinem Elfenbeinturm leben würde, hätte man
> mitbekommen, das "geil" seine sexuelle Konnotation in der Umgangssprache
> nahezu vollständig verloren hat.

Betone das Wort "fast" ;-)
Ich meine, mehrere kW Lautsprecherleistung über große Basshörner 
wiedergegeben, können schon fast so "geil" sein/machen wie nette Girls 
im Minirock ;-)
<SCNR>

Aber sonst hast du natürlich Recht!

Gruß

Marci

von J. T. (chaoskind)


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Marci W. schrieb:
> Ich meine, mehrere kW Lautsprecherleistung über große Basshörner
> wiedergegeben, können schon fast so "geil" sein/machen wie nette Girls
> im Minirock ;-)
> <SCNR>

Da bin ich voll bei dir, sowohl bassmäßig als auch minirockmäßig.

von Wolle G. (wolleg)


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Percy N. schrieb:
> Von welchen Filmen redest Du?

ganz aktuell: 1. Programm der ARD, der Film "Nichts, was uns passiert" 
ab 20Uhr15
oder aktuell auch bei 3 Sat

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Georg B. schrieb:
> Das dürfte den Bereich anheben, wo sie noch nicht schwächeln. Verbiegt
> also den Klang doppelt. Kaufe dir einen Woofer und stelle ihn als
> perfekte Ergänzung ein.

Warum sollte ich das tun? Ich bin doch so mit dem Klang zufrieden. Ein 
wummernden "Woofer" haben wir schon in der Küche. Im Wohnzimmer will ich 
das nicht haben.

: Bearbeitet durch User
von Justin S. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> MP3 führt aus 2 Gründen zu einer Schädigung:
> 1) Verlernt das Hirn Frequenzen zu hören, die nicht mitabgebildet werden
> 2) Verlernt das Hirn über den Maskierungseffekt hinaus zu hören.

Georg B. schrieb:
> Wir konnten ganz klar zeigen, dass

MP3 führt genau wie WAV zu keiner Schädigung des Hirns. Ich habe noch 
nie so hanebüchene Behauptungen gelesen und erwarte in solchen Fällen 
eine Quellenangabe.

Lieber Georg B. Man muss "Forschungsergebnisse" immer höchst skeptisch 
betrachten, gerade wenn sie z.B. aus Oldenburg stammen, wo 
wissenschaftlich sehr fragwürdig mit geringsten Probandenzahlen 
gearbeitet wird, nur um eine hohe Veröffentlichungsquote zu erreichen.

Hast Du denn den genauen anatomischen und physiologischen Hintergrund 
der spektralen und temporalen Maskierung im Gehör überhaupt voll und 
ganz verstanden? Dann weißt Du ja sicher, dass es bereits aufgrund der 
Heisenbergschen Unschärferelation (*) als physikalisches Naturgesetz zur 
Maskierung kommen kann. D.h. das Gehör kann keine leisen 
Nachbarfrequenzen oder Vor- bzw. Nachechos wahrnehmen, wenn sie maskiert 
sind. Sie regen die Nervenbahnen nicht an und müssen nicht vom Gehirn 
herausgerechnet werden.



-------------------------------
(*) Die Heisenbergsche Unschärferelation besagt u.a., dass ein 
Zeitsignal und seine Fouriertransformierte nicht gleichzeitig in einem 
beliebig kleinen Bereich der Zeit- und der Frequenzachse lokalisiert 
sein können.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Justin S. schrieb:
> das Gehör kann keine leisen
> Nachbarfrequenzen oder Vor- bzw. Nachechos wahrnehmen

Doch die Goldohren elfischer Abstammung können das. Und die sind auch 
sonst viel Empfindlicher. Deswegen verzichten sie komplett auf Lampen, 
die mit Wechselstrom betrieben werden. Von LED Lampen bekommen sie 
langfristig Kopfschmerzen, deswegen bevorzugen sie Kerzen mit einem ganz 
speziellen Wachs aus veganen Kopfläusen.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Marci W. schrieb:
> Ich meine, mehrere kW Lautsprecherleistung über große Basshörner
> wiedergegeben

Ein Hornlautsprecher hat doch einen viel höheren Wirkungsgrad.
Bei >1kW sollte er also spielend Dein Trommelfell zerfetzen. Ob das 
wirklich so geil ist?

Ich hab schon mit 130W an nur 89dB Boxen Probleme mit der Lautstärke.
Und die Nachbarn finden es bestimmt auch nicht geil, wenn ich die um 
2:00Uhr nachts mal aufdrehen würde.

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Peter D. schrieb:
> Und die Nachbarn finden es bestimmt auch nicht geil, wenn ich die um
> 2:00Uhr nachts mal aufdrehen würde.

Meine Nachbarn hören immer gute Musik. Ob sie wollen oder nicht. :D

von Marci W. (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Marci W. schrieb:
>> Ich meine, mehrere kW Lautsprecherleistung über große Basshörner
>> wiedergegeben
>
> Ein Hornlautsprecher hat doch einen viel höheren Wirkungsgrad.
> Bei >1kW sollte er also spielend Dein Trommelfell zerfetzen. Ob das
> wirklich so geil ist?

Die Rede war von _Bass_Hörnern. Da sieht die Sache ein wenig anders aus 
(bezüglich der notwendigen Leistungen). Und ich sagte ja auch nicht, 
dass ich die zu Hause betreibe oder überhaupt so große Anlagen besitze.

>
> Ich hab schon mit 130W an nur 89dB Boxen Probleme mit der Lautstärke.
> Und die Nachbarn finden es bestimmt auch nicht geil, wenn ich die um
> 2:00Uhr nachts mal aufdrehen würde.

Verständlich. Aber darum ging es doch in meinem Posting auch gar nicht!

Gruß

Marci

von -gb- (Gast)


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Weingut P. schrieb:
> Mit Tinitus hat sich der Hochtöner eh erledigt
Wieso? Die Hörschäden betreffen nicht gleich einen ganzen Bereich. Es 
kann sein, dass man nur einen Aussetzer oder einen Tinnitus auf einer 
Frequenz hat.

Marci W. schrieb:
> Also ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass bereits 60 dB
> problematisch sind. Das ist "Zimmerlautstärke". Und wie will man das in
> einer Studie darstellen?
Indem man Personen untersucht, die nie hohen Pegeln ausgesetzt waren, 
aber ständig Dauermusik im Büro hörten.

> Mag ja alles korrekt sein, aber wenn man 0,5h MP3s hört und den Rest des
> Tages "live", dann hat das Gehirn ja doch noch genügend Zeit, sich
> wieder auf die Realität "einzustellen".
Wenn dem so wäre, ja. Realität ist aber, dass unsere Jugend seit 
Aufkommen des MP§ immer mehr und länger hört. Viele hören 4-8h am Tag 
reduzierte Musik, gehen aber niemals in ein echtes Musikkonzert.

von -gb- (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> Warum sollte ich das tun? Ich bin doch so mit dem Klang zufrieden. Ein
> wummernden "Woofer" haben wir schon in der Küche. Im Wohnzimmer will ich
> das nicht haben.
Deine Aussage war, dass du den Bassregler nutzt, um  es anzugheben. 
Diese setzen aber meistens zu hoch an und drehen dir alles unterhalb von 
200Hz hoch. Die fehlenden Tiefbässe kann das nicht kompensieren.


Justin S. schrieb:
> MP3 führt genau wie WAV zu keiner Schädigung des Hirns.
MP3 führt im GEGENSATZ zum WAV dazu, dass das Hirn mit weniger Dynamik 
und Details in den Oberwellen versorgt wird. Und :

> Hast Du denn den genauen anatomischen und physiologischen Hintergrund
> der spektralen und temporalen Maskierung im Gehör überhaupt voll und
> ganz verstanden?
Das ist nur ein geringer Teilaspekt der beim MP3 genutzt wird. Die 
Hauptinformation geht beim Spektrum an sich verloren.


> (*) Die Heisenbergsche Unschärferelation
hat hier mit nichts zu tun. Die Auflösung des Ohres hat mit der 
physikalischen Gestaltung des Innenohres zu tun. Die Grobheit der 
Aufklösung ergibt sich nicht aus den Limits physikalischer 
Welleneffekte.

von Justin S. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> MP3 führt aus 2 Gründen zu einer Schädigung:
> 1) Verlernt das Hirn Frequenzen zu hören, die nicht mitabgebildet werden
> 2) Verlernt das Hirn über den Maskierungseffekt hinaus zu hören.

Justin S. schrieb:
> MP3 führt genau wie WAV zu keiner Schädigung des Hirns. Ich habe noch
> nie so hanebüchene Behauptungen gelesen und erwarte in solchen Fällen
> eine Quellenangabe.
       ^^^^^^^^^^^^^^

Georg B. schrieb:
> MP3 führt im GEGENSATZ zum WAV dazu, dass das Hirn mit weniger Dynamik
> und Details in den Oberwellen versorgt wird. Und  Bla bla bla

Wo ist jetzt wenigstens eine einzige Quellenangabe?

Deine ganz persönliche Meinung solltest Du nämlich als solche 
kennzeichnen und nicht so tun, als wenn es irgendwo auf der Welt dazu 
jemals eine einige Forschungsarbeit gegeben hätte.

von Stefan F. (Gast)


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Georg B. schrieb:
> Deine Aussage war, dass du den Bassregler nutzt, um  es anzugheben.
> Diese setzen aber meistens zu hoch an und drehen dir alles unterhalb von
> 200Hz hoch. Die fehlenden Tiefbässe kann das nicht kompensieren.

Mit gefällt der Effekt jedenfalls, und nur darauf kommt es für mich an.

Da kannst du gerne mit wissenschaftlichem Equipment Messungen machen und 
mir beweisen, wie nicht-linear die Wiedergabe meiner Anlage ist. Ist mir 
völlig Schnuppe.

Ich weiß dass meine Lautsprecher unterhalb von 50 Hz schwach sind. Das 
ist auch gut so, schließlich wohne ich nicht alleine im Haus.

von Xeraniad X. (xeraniad)


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J. T. schrieb:
> Meine Nachbarn hören immer gute Musik. Ob sie wollen oder nicht. :D

Danke hierfür. Werd ich nie mehr vergessen.

von Thomas S. (thom45)


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Xeraniad X. schrieb:
> J. T. schrieb:
>> Meine Nachbarn hören immer gute Musik. Ob sie wollen oder nicht. :D
>
> Danke hierfür. Werd ich nie mehr vergessen.

Meine Empfehlung den LM1036 erhältlich in diversten 
Online-Elektronik-Chops.

Gruss
Thomas

von Marci W. (Gast)


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Georg B. schrieb:

[...]
> Indem man Personen untersucht, die nie hohen Pegeln ausgesetzt waren,
> aber ständig Dauermusik im Büro hörten.

Und die vergleicht man mit welcher Kontrollgruppe? Und wie schließt man 
andere Faktoren der jeweiligen Gruppe aus?

ciao

Marci

von Thomas S. (thom45)


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Marci W. schrieb:
> Georg B. schrieb:
>
> [...]
>> Indem man Personen untersucht, die nie hohen Pegeln ausgesetzt waren,
>> aber ständig Dauermusik im Büro hörten.
>
> Und die vergleicht man mit welcher Kontrollgruppe? Und wie schließt man
> andere Faktoren der jeweiligen Gruppe aus?

Ich habe meine Antwort und Anregung an die falsche Stelle gesetzt.

Zu dieser Frage "Sind Klangregler aus der Mode gekommen?" ist meine 
Antwort mit Nein und dem Hinweis LM1036 zutreffend und brauchbar mit dem 
dazu genannten Limit und dem Beispiel mit dem Küchenlautsprecher 
(Tonqualität).

Sorry für das Misverständnis.

Gruss
Thomas

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


Angehängte Dateien:

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Thomas S. schrieb:
> Zu dieser Frage "Sind Klangregler aus der Mode gekommen?" ist meine
> Antwort mit Nein und dem Hinweis LM1036 zutreffend

Der Vorteil ist beim LM1036, dass für die Klangsteller keine Tandempotis 
mehr eingesetzt werden müssen. Das vereinfacht die Verdrahtung bei 
Stereobetrieb.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Michael M. schrieb:
> Das vereinfacht die Verdrahtung bei
> Stereobetrieb.

Das Dings lässt sich mit einem 6-fach DAC wie z.B. dem PCF8444 auch 
bequem über I2C steuern. Die Referenzspannung liefert der LM1036 
praktischerweise.

Allerdings verträgt der LM1036 nicht den vollen Linepegel. Man sollte 
also das Signal vor dem Chip abschwächen und danach wieder anheben.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Matthias S. schrieb:
> Allerdings verträgt der LM1036 nicht den vollen Linepegel. Man sollte
> also das Signal vor dem Chip abschwächen und danach wieder anheben.

Dann ist es wohl am einfachsten am Eingang Q1 und Q2 wegzulassen und 
durch einen einfachen Spannungsteiler zu ersetzen.

Die im Plan fehlenden Werte:

C8 und C14 = 10nF

C10 = 390nF

von Thorsten S. (thosch)


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Marci W. schrieb:
> Also ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass bereits 60 dB
> problematisch sind. Das ist "Zimmerlautstärke".

60dB sind eher schon keine Zimmerlautstärke mehr.
Aber da scheint es keine ganz einheitliche Festlegung für zu geben, weil 
die Zimmerlautstärke sich über das "nicht-gestört-werden" der Nachbarn 
definiert. Dafür gilt meines Wissens im Gesetz, daß Nachts im Schlafraum 
(des durch Lärm gestörten) ein Schallpegel von 35dB nicht überschritten 
wird. Hängt dann also auch von der Schallisolierung der Wohnungen 
untereinander ab, wie sich Zimmerlautstärke definiert.

Gerichte urteilen in Lärm-Prozessen teilweise etwas unterschiedlich, was 
denn nun "Zimmerlautstärke" sei.

In Wikipedia findet sich dazu:
In mehreren Grundsatzurteilen hat jedoch auch der Bundesgerichtshof 
(BGH) zu dieser nachbarrechtlichen Frage Stellung genommen. 
Zimmerlautstark sind Geräusche, die in den angrenzenden Wohnungen nur 
geringfügig zu hören sind. Geringfügigkeit liegt dann vor, wenn es sich 
um Geräusche handelt, die der verständige Durchschnittsmensch kaum noch 
empfindet.[18] Es kommt also darauf an, ob die Nachbarn die Geräusche 
gerade noch wahrnehmen können. Wird diese Wahrnehmungsschwelle jedoch 
überschritten und sind Geräusche deutlich hörbar, ist die Grenze der 
Zimmerlautstärke überschritten

Das Amtsgericht Dieburg stellte im September 2016 klar, dass Nachbarn 
nächtliche Musik ab 20.00 Uhr nicht hinnehmen müssen, wenn sie die 
Zimmerlautstärke überschreitet. Das ist ab einer Lautstärke über 40 
dB(A) der Fall, tagsüber dürfe demnach die Musik nicht lauter sein als 
55 dB(A).
(Aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Zimmerlautst%C3%A4rke)

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Thorsten S. schrieb:
> Das Amtsgericht Dieburg stellte im September 2016 klar, dass Nachbarn
> nächtliche Musik ab 20.00 Uhr nicht hinnehmen müssen, wenn sie die
> Zimmerlautstärke überschreitet. Das ist ab einer Lautstärke über 40
> dB(A) der Fall, tagsüber dürfe demnach die Musik nicht lauter sein als
> 55 dB(A).

Vorsicht, das ist missverstäbdlich. Zimmerlautstärke liegt stets unter 
40 dB(A) beim potentiell Gestörten, aber tagsüber darf sie in Grenzen 
überschritten werden.

: Bearbeitet durch User
von -gb- (Gast)


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Hier gibt es die Satzung, dass Musik generell ausgestellt werden muss, 
wenn sie gehört wird. die 40dB(A) gelten für allgemeinen unvermeidlichen 
Lärm. Wird allerdings beides misachtet.

Justin S. schrieb:
> Wo ist jetzt wenigstens eine einzige Quellenangabe?

Ich suche das mal zusammen.

von Marci W. (Gast)


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Thorsten S. schrieb:
> Marci W. schrieb:
>> Also ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass bereits 60 dB
>> problematisch sind. Das ist "Zimmerlautstärke".
>
> 60dB sind eher schon keine Zimmerlautstärke mehr.
> Aber da scheint es keine ganz einheitliche Festlegung für zu geben, weil
> die Zimmerlautstärke sich über das "nicht-gestört-werden" der Nachbarn
> definiert. Dafür gilt meines Wissens im Gesetz, daß Nachts im Schlafraum

[...] (jede Menge Text gelöscht)

Sorry, aber was genau hat das jetzt mit meiner Eingabe zu tun? Es ging 
doch darum, ob es schädlich ist, wenn im Büro das Radio läuft. Abgesehen 
davon, dass Unterhaltung mindestens ebenso laut ist und wie das Radio ja 
nicht überall gleich laut zu hören ist. Aber es ging letztendlich um die 
Schädlichkeit.
Das hat doch nix damit zu tun, ob der Nachbar schlafen kann oder nachts 
im Bett steht wegen der Lautstärke von nebenan. Außerdem geht es bei den 
40dB anscheinend, wenn ich alles richtig verstanden habe, um die 
Lautstärke beim Nachbarn, und nicht in meinen eigenen Räumen. Und da 
muss ich sagen: damit bei meinem Nachbarn 40dB ankommen, muss ich schon 
ordentlich laut machen... Aber darum ging es ja wie gesagt nicht.
Und was interessieren jetzt plötzlich irgend welche Gerichtsurteile?

ciao

Marci

von Marci W. (Gast)


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Thomas S. schrieb:
> Ich habe meine Antwort und Anregung an die falsche Stelle gesetzt.

??? Ich habe jetzt den Faden verloren. Bitte um Klärung.

ciao

Marci

von Rainer D. (rainer4x4)


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Percy N. schrieb:
> Thorsten S. schrieb:
>> Das Amtsgericht Dieburg stellte im September 2016 klar, dass Nachbarn
>> nächtliche Musik ab 20.00 Uhr nicht hinnehmen müssen, wenn sie die
>> Zimmerlautstärke überschreitet. Das ist ab einer Lautstärke über 40
>> dB(A) der Fall, tagsüber dürfe demnach die Musik nicht lauter sein als
>> 55 dB(A).
>
> Vorsicht, das ist missverstäbdlich. Zimmerlautstärke liegt stets unter
> 40 dB(A) beim potentiell Gestörten, aber tagsüber darf sie in Grenzen
> überschritten werden.

Da hätten meine Nachbarn aber viel zu klagen :-)))
Im Keller meines Reihenendhauses habe ich einen kombinierten Werk- und 
Partyraum eingerichtet. Wird schon recht laut wenn ich auf der Dreh- 
oder Fräsbank Schrupparbeiten ausführe, oder wenn die Flex arbeitet.
Noch lauter wird es nur wenn ich mal wieder Orgelkonzerten oder 
Rockmusik mit maximaler Lautstärke lausche (500W Sinus).
Meine derzeitigen Wandnachbarn sind allerdings sehr schwerhörig. Zum 
Glück weiss ich schon wer in deren Erbfolge das Haus übernehmen wird. 
Vermutlich werde ich seine Technomusik übertönen müssen :-))

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer D. schrieb:
> Wird schon recht laut wenn ich auf der Dreh- oder Fräsbank
> Schrupparbeiten ausführe, oder wenn die Flex arbeitet.
> Noch lauter wird es nur wenn ich mal wieder Orgelkonzerten oder
> Rockmusik mit maximaler Lautstärke lausche (500W Sinus).

Ich erinnere mich, dass bei einem Nachbarn die Polizei bei ihrem dritten 
Besuch um 01:30 Uhr die Anlage in Verwahrung genommen hat. Die Stimmung 
auf der Party soll darunter gelitten haben.

: Bearbeitet durch User
von Michael W. (miks)


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Rainer D. schrieb:

> Vermutlich werde ich seine Technomusik übertönen müssen :-))

Ach! Techno zählt als Musik??? Fiele mir im Traum nicht ein...

Percy N. schrieb:

> Die Stimmung auf der Party soll darunter gelitten haben.

Mit Recht...

von J. T. (chaoskind)


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Michael W. schrieb:
> Ach! Techno zählt als Musik??? Fiele mir im Traum nicht ein...

Das gibt sicher auch Leute, die der Musik die du hörst das Existenzrecht 
absprechen wollen.

von Michael W. (miks)


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J. T. schrieb:
> Michael W. schrieb:
>> Ach! Techno zählt als Musik??? Fiele mir im Traum nicht ein...
>
> Das gibt sicher auch Leute, die der Musik die du hörst das Existenzrecht
> absprechen wollen.

Bestimmt...

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Für die die es mit Techno nicht so haben:

Die Basswellen und Rhythmen wirken auf das Gehirn und erzeugen durchaus 
Gefühle - bei dem einen so und dem anderen eben so. Besonders Trance mit 
melodiösen entfernt klingenden Flächenakkorden und sphärischen Klängen 
kann das.

Die Wirkung ist ähnlich der in der Musik von Naturvölkern und Indianern 
(Trommeln) und hierzulande bekannt aus der Verwendung von Klangsteinen 
und Klangschalen (sofern rein akustisch genutzt).

Bestimmte Rhythmen und Länge lösen z.B. Alphawellen aus.

von Stefan F. (Gast)


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Jürgen S. schrieb:
> Die Basswellen und Rhythmen wirken auf das Gehirn und erzeugen durchaus
> Gefühle

Auch hohe Frequenzen erzeugen Gefühle - nicht immer schöne. Man denke 
nur an gewisse Youtuberinnen.

Jürgen S. schrieb:
> sphärischen Klänge

Was soll das sein, der Klang des Weltalls? So klingt die Sphäre 
jedenfalls ganz sicher nicht: 
https://www.youtube.com/watch?v=iRuzevvMf3E

von J. T. (chaoskind)


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Stefan F. schrieb:
> Jürgen S. schrieb:
>> sphärischen Klänge
>
> Was soll das sein, der Klang des Weltalls?

Unter Musikern ein gängiger Begriff. Warum musst du eigentlich ständig 
bei Themen mit diskutieren, von denen du anscheinend keine Ahnung hast?

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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J. T. schrieb:
> Warum musst du eigentlich ständig bei Themen mit diskutieren, von denen
> du anscheinend keine Ahnung hast?

Wieso? Stefan hat doch Recht! Sphärische Klänge hören sich für mich so 
an, ohne dem ganzen geklapper:

https://youtu.be/qyhmZDXleKE

von Stefan F. (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Sphärische Klänge hören sich für mich so an

Ist dieser Sound mit dem Begriff gemeint? Für mich klingt er sehr 
irdisch.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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> Sind Klangregler aus der Mode gekommen?

In der Tat sind Klangregler (auch als Equalizer bezeichnet) heutzutage 
nicht mehr so weit verbreitet wie früher. Früher waren sie oft ein 
wichtiger Bestandteil von Hi-Fi-Anlagen und wurden verwendet, um den 
Klang individuell an die Raumakustik oder die persönlichen Vorlieben 
anzupassen.

In den letzten Jahren ist jedoch eine Veränderung in der Art und Weise 
aufgetreten, wie Musik gehört wird. Viele Menschen hören Musik jetzt 
über Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music, die automatische 
Klangoptimierung verwenden, um den Klang der Musik an das jeweilige 
Gerät oder die Lautsprecher anzupassen.

Außerdem haben moderne Audio-Systeme oft bereits integrierte digitale 
Signalprozessoren (DSPs), die es ermöglichen, den Klang individuell 
anzupassen, ohne dass ein separater Klangregler erforderlich ist. Einige 
Audiogeräte bieten auch eine mobile App, mit der man den Klang des 
Geräts individuell einstellen kann.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Verwendung von Klangreglern 
aufgrund der technologischen Fortschritte und der Änderungen im 
Hörgewohnheiten in den letzten Jahren abgenommen hat. Dennoch gibt es 
immer noch Audiophilen und Musikliebhaber, die den Klangregler als 
wertvolles Werkzeug schätzen und ihn aktiv nutzen, um ihren Klang 
anzupassen.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ich lasse meine Antworten nur noch von Chat GPT schreiben. Da muss ich nur noch 
kopieren und einfügen.

Du hast tatsächlich ernst gemacht:

●DesIntegrator ●. schrieb:
> In der Tat sind Klangregler...

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Stefan F. schrieb:
> Für mich klingt er sehr irdisch.

Auch gut.

von Stefan F. (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Insgesamt lässt sich sagen, dass die Verwendung von Klangreglern
> aufgrund der technologischen Fortschritte und der Änderungen im
> Hörgewohnheiten in den letzten Jahren abgenommen hat.

Es hat wohl auch das Interesse an genussvollen Konsum von technisch 
reproduzierter Musik nachgelassen. Musik läuft mehr Nebenbei. Man setzt 
sich nicht mehr gemeinsam vor die Anlage, um sich mit geschlossenen 
Augen etwas anzuhören.

Ich meine: Manche Leute tun das sehr wohl, aber halt nicht mehr so 
viele, wie in dem 80er und 90er Jahren, als das gerade technisch möglich 
und bezahlbar wurde. Die Anzahl der Menschen, die ein Monatsgehalt für 
ihre Wohnzimmeranlage ausgeben, ist doch recht überschaubar geworden.

von J. T. (chaoskind)


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Michael M. schrieb:
> Wieso? Stefan hat doch Recht!

LOL, womit genau hat er Recht? Er hatte eine Frage gestellt. Und 
irgendwelche Klänge verlinkt.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Ich lasse meine Antworten nur noch von Chat GPT schreiben. Da muss ich nur noch
> kopieren und einfügen.
>
> Du hast tatsächlich ernst gemacht:

:-]

von Percy N. (vox_bovi)


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J. T. schrieb:
> Michael M. schrieb:
>> Wieso? Stefan hat doch Recht!
>
> LOL, womit genau hat er Recht? Er hatte eine Frage gestellt. Und
> irgendwelche Klänge verlinkt.

Und wie möchtest Du das jeweils widerlegen? 😁😁😁

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Viele Menschen hören Musik jetzt
> über Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music, die automatische
> Klangoptimierung verwenden, um den Klang der Musik an das jeweilige
> Gerät oder die Lautsprecher anzupassen.

Das ist doch Unsinn. Big Bother oder nicht, Spotify hat keinen Schimmer 
davon, ob ich gerade über eine PA in der Westfalenhalle oder über 
billige Flugzeugkopfhörer streame.

von J. T. (chaoskind)


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Matthias S. schrieb:
> Big Bother oder nicht, Spotify hat keinen Schimmer davon, ob ich gerade
> über eine PA in der Westfalenhalle oder über billige Flugzeugkopfhörer
> streame.

Aber wenn der große Bruder nur groß genug ist, könnte er, in ganz grauer 
Theorie, auf das Mikrophon des Abspielgerätes zugreifen, und dir dann 
mit hochkomplexen Soundalgorithmen heimlich nen ganz anderen Klang 
unterjubeln :D

: Bearbeitet durch User
von Volker A. (pfriemler)


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Beim Stöbern drauf gestoßen und eigentlich offtopic:

René H. schrieb:
> Leider hatte ich nur einen Minidisc-Recorder von Sony, daher lassen sich
> die Aufnahmen nicht sichern.
Ich bin gerade dabei, etliche MiniDisc zu sichern (WAV/FLAC). Wo ist das 
Problem?

von -gb- (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> die automatische
> Klangoptimierung verwenden, um den Klang der Musik an das jeweilige
> Gerät oder die Lautsprecher anzupassen.

Wie kann denn das Spotyding wissen, welche Lautsprecher einer hinten 
dran hat??? Entweder wird der Klang VOR oder NACH dem Stream gemanaged. 
Dann müsste es die Sound-krte tun, oder?

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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J. T. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> Jürgen S. schrieb:
>>> sphärischen Klänge
>> Was soll das sein, der Klang des Weltalls?
> Unter Musikern ein gängiger Begriff.
In der Tat unter Musikern, besonders der Elektroszene, ein etablierter 
Begriff. Ich kann dir in Worten jetzt nicht beschreiben, was den Klang 
ausmacht, aber der Wortklang erzeugt eigentlich schon eine visuelle 
Imagination, denke ich. Es sind gedehnte Klänge, breit, weich, ohne 
rythmus und mit flachen Transienten, meistens viel Hall und Tiefe, d.h. 
kaum Schallquellenlokalisation.

Michael M. schrieb:
> Du hast tatsächlich ernst gemacht:
Man kann sehr leicht erkennen, woher das kommt:

Beitrag "Re: Sind Klangregler aus der Mode gekommen?"

Inhaltsbefreites Allgemeingut, ohne echten Bezug zur Frage oder gar dem 
Post vorher und demgegenüber aber in sehr blumiger Sprache, die der 
Poster sonst nicht pflegt.

von Maxim B. (max182)


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Einen Klangregler braucht man nicht dafür, um Klangfarbe der Musik zu 
ändern. Vielmehr um akustische Raumeigenschaften und Wiedergabe-Anlage 
aufeinander abzustimmen. Alle Räume, besonders so klein wie Wohnräume, 
haben ihre Resonanzen. Hier ändert sich mit der Entwicklung der 
Elektronik nichts. Manchmal hilft auch einfachste Klangregler, um 
brummenden Baß oder herausragende Mitte nachzubessern. Ansonsten ist 
Equalizer mit mehreren Frequenzen natürlich besser für solch Aufgaben 
hilfreich. Aber auch einfache Dreiband-Klangregler ist besser als gar 
nichts.

von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Einen Klangregler braucht man nicht dafür, um Klangfarbe der Musik zu
> ändern

Andersrum wird ein Schuh draus. Wenn sich die Klangfarbe der Musik 
geändert hat, war ein Klangregler im Spiel.

von Peter N. (alv)


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Maxim B. schrieb:
> Einen Klangregler braucht man nicht dafür, um Klangfarbe der Musik zu
> ändern

Einen Klangregler braucht man dazu, den Klang dem eigenem Wohlgehör 
anzupassen!

Das ist vergleichbar mit Zucker und Milch in den Kaffee oder Gewürze ins 
Essen...

von Maxim B. (max182)


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Peter N. schrieb:
> Einen Klangregler braucht man dazu, den Klang dem eigenem Wohlgehör
> anzupassen!

Ja, so denken viele Liebhaber. Aber Musikprofi wissen, woran es wirklich 
geht.

Wenn ich wirklich Klangfarbe ändern möchte, dann nehme ich beim Orgeln 
einfach andere Register.

: Bearbeitet durch User
von Maxim B. (max182)


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J. T. schrieb:
> Wenn sich die Klangfarbe der Musik
> geändert hat, war ein Klangregler im Spiel.

Musik hat bei Wiedergabe in jedem Fall andere Klangfarbe als beim 
Musizieren - schon allein deshalb, weil die Räume unterschiedlich sind.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Maxim B. schrieb:
> Einen Klangregler braucht man nicht dafür, um Klangfarbe der Musik zu
> ändern. Vielmehr um akustische Raumeigenschaften und Wiedergabe-Anlage
> aufeinander abzustimmen.

Und ich überlasse es dem Benutzer, wofür er den Regler hernimmt.

: Bearbeitet durch User
von Maxim B. (max182)


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Matthias S. schrieb:
> Und ich überlasse es dem Benutzer, wofür er den Regler hernimmt.

Ein Liebhaber macht auch nichts Anderes. Nur zum Unterschied von Profi, 
unbewußt.

von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Musik hat bei Wiedergabe in jedem Fall andere Klangfarbe als beim
> Musizieren - schon allein deshalb, weil die Räume unterschiedlich sind.

Ja und? Was willst du damit sagen? Was bitte hat das Spielen von 
akustischen Instrumenten damit zu tun, ob Klangregler in Mode sind oder 
nicht. Ich habe auch nie behauptet, dass sie nicht anders klängen. Wenn 
ich eine meiner akustischen Gitarren mit in die Kirche nehme, ist der 
(Raum)Klang natürlich anders, als wenn ich auf der Wiese im Stadtpark 
spiele. Das hat aber nichts mit dem Instrument zu tun.

Es ging mir ganz einfach nur darum, deine falsche Aussage

Maxim B. schrieb:
> Einen Klangregler braucht man nicht dafür, um Klangfarbe der Musik zu
> ändern.

richtig zu stellen.

: Bearbeitet durch User
von U. B. (Gast)


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>> Und ich überlasse es dem Benutzer, wofür er den Regler hernimmt.

> Ein Liebhaber macht auch nichts Anderes.
> Nur zum Unterschied von Profi, unbewußt.

Aha.
Und wie ist das dann bei denjenigen/Innen, die beides sind?   ;-)

von J. T. (chaoskind)


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U. B. schrieb:
>>> Und ich überlasse es dem Benutzer, wofür er den Regler hernimmt.
>
>> Ein Liebhaber macht auch nichts Anderes.
>> Nur zum Unterschied von Profi, unbewußt.
>
> Aha.
> Und wie ist das dann bei denjenigen/Innen, die beides sind?   ;-)

Ach völlig unmöglich, keeeein einziger Profi auf dieser weiten Welt 
liebt was er tut. Jeder einzelne hasst seine Profession aus tiefstem 
Herzen.
Also merke, wenn du liebst was du tust, kannst du unmöglich ein Profi 
sein.

Der obige Absatz könnte Spuren von Ironie oder bissigen Sarkasmus 
enthalten.

Maxim ist halt eins der Gemüter, das denkt "Profi" bedeutet, dass jemand 
es gut kann. Eigentlich heißt es aber nur, dass der Profi sein Geld mit 
dem verdient was er tut.

von Maxim B. (max182)


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U. B. schrieb:
> Und wie ist das dann bei denjenigen/Innen, die beides sind?   ;-)

Entweder ist man ein Liebhaber, oder ein Profi. Wie gesagt, man kann 
nicht ein bißchen schwanger werden.

J. T. schrieb:
> Maxim ist halt eins der Gemüter, das denkt "Profi" bedeutet, dass jemand
> es gut kann.
Profi ist, der davon lebt.
Wettbewerb ist aber heutzutage so, daß Halbkenner als Profi nichts 
verdienen können und folglich überleben nicht.

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Entweder ist man ein Liebhaber, oder ein Profi. Wie gesagt, man kann
> nicht ein bißchen schwanger werden.

Sag ich doch, als Profi darf dir auf gar keinen Fall gefallen was du 
tust 😂

Maxim B. schrieb:
> J. T. schrieb:
>> Maxim ist halt eins der Gemüter, das denkt "Profi" bedeutet, dass jemand
>> es gut kann.
>
> Profi ist, der davon lebt.
> Wettbewerb ist aber heutzutage so, daß Halbkenner als Profi nichts
> verdienen können und folglich überleben nicht.

Und wenn du mich ganz zitiert hättest, hättest du dir den Absatz 
komplett sparen können. Denn genau das (Lebensunterhalt) sagte ich auch. 
Die 2te Hälfte ist aber wieder falsch, mir sind schon so viele Profis 
begegnet, die so hahnebüchenen Unsinn verzapft haben.
Also nochmal: Das jemand ein Profi ist, sagt nahezu nichts darüber aus, 
ob er auch gut ist, in dem was er tut.

: Bearbeitet durch User
von Ge L. (Gast)


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Georg B. schrieb:

> Wie kann denn das Spotyding wissen, welche Lautsprecher einer hinten
> dran hat??? Entweder wird der Klang VOR oder NACH dem Stream gemanaged.
> Dann müsste es die Sound-krte tun, oder?

Die Streamingdienste, genau wie die Radiosender, verpassen der Musik 
ihren eigenen "Sound". Teilweise wird sogar neu "gemastert", also die 
Pegelverhältnisse der einzelnen Aufnahmespuren angepasst.

Die c't hatte vor ein paar Jahren mal einen Artikel dazu.

von J. T. (chaoskind)


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Soul E. schrieb:
> Teilweise wird sogar neu "gemastert", also die Pegelverhältnisse der
> einzelnen Aufnahmespuren angepasst.

Und die Studios liefern den Streamingdiensten dann die einzelnen Spuren 
an?
Fällt mir schwer vorzustellen, hab mich aber ehrlich gesagt nicht groß 
mit der Thematik befasst, es ist also nur ein gefühlter Zweifel, kein 
begründeter.

von Maxim B. (max182)


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Soul E. schrieb:
> Die Streamingdienste, genau wie die Radiosender, verpassen der Musik
> ihren eigenen "Sound".

Ehrlich gesagt, niemals benutzt. Es gibt so viel Musik täglich herum, 
daß ich zu Hause nur Stille brauche. Die Stille ist die beste Musik, das 
sage ich als Profi :)

Aber sich selbst von der Seite zu hören ist immer sehr interessant. 
Deshalb mache ich oft Aufnahmen.

Was aber die Aufnahme betrifft:
das Mikrofon nimmt Schall auf. Und ein Mikrofon immer etwas anders als 
andere (von allem weil zwei Mikrofone nicht in einem Punkt stehen 
können, Schallverbreitung in Raum ist sehr kompliziert). Eine absolut 
genaue Einpegeln ist ebenfalls nicht möglich. Dynamik von Aufnahmeraum 
ist anders als Dynamik von Wohnzimmer (Unterschied zwischen 
Grungrauschen und akzeptabler Lautstärke). Deshalb ist Anpassung in 
Studio absolut notwendig, es sei denn, es wird in Raum gehört, wo auch 
aufgenommen.

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Was aber die Aufnahme betrifft:
> das Mikrofon nimmt Schall auf. Und ein Mikrofon immer etwas anders als
> andere (von allem weil zwei Mikrofone nicht in einem Punkt stehen
> können, Schallverbreitung in Raum ist sehr kompliziert). Eine absolut
> genaue Einpegeln ist ebenfalls nicht möglich. Dynamik von Aufnahmeraum
> ist anders als Dynamik von Wohnzimmer (Unterschied zwischen
> Grungrauschen und akzeptabler Lautstärke). Deshalb ist Anpassung in
> Studio absolut notwendig, es sei denn, es wird in Raum gehört, wo auch
> aufgenommen.

Du wirfst mit Tautologien um dich. Was genau hat das alles damit zu tun, 
ob Klangregler nun aus der Mode gekommen sind oder nicht?

von U. B. (Gast)


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> Ach völlig unmöglich, keeeein einziger Profi auf dieser weiten
> Welt liebt was er tut. Jeder einzelne hasst seine Profession
> aus tiefstem Herzen.
> Also merke, wenn du liebst was du tust, kannst du unmöglich ein
> Profi sein.

Das musst du schon jedem einzelnen überlassen.

von J. T. (chaoskind)


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U. B. schrieb:
>> Ach völlig unmöglich, keeeein einziger Profi auf dieser weiten
>> Welt liebt was er tut. Jeder einzelne hasst seine Profession
>> aus tiefstem Herzen.
>> Also merke, wenn du liebst was du tust, kannst du unmöglich ein
>> Profi sein.
>
> Das musst du schon jedem einzelnen überlassen.

Ironie ist also nicht so deins.

von Maxim B. (max182)


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J. T. schrieb:
> Was genau hat das alles damit zu tun,
> ob Klangregler nun aus der Mode gekommen sind oder nicht?

Das Klangregler immer notwendig bleibt. Ohne kann man in einem Raum (so 
wie Wohnraum) keine günstigen Verhältnisse für Abhören schaffen.

von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Das Klangregler immer notwendig bleibt. Ohne kann man in einem Raum (so
> wie Wohnraum) keine günstigen Verhältnisse für Abhören schaffen.

Nunja, man könnte natürlich das Wohnzimmer so bauen, dass es akustisch 
zur Anlage passt :D. Aber dann wäre der Klangregler wohl doch die 
einfachere Variante.
Immerhin verstehe ich jetzt deine Aussage, danke für die Klarstellung.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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J. T. schrieb:
> ... das denkt "Profi" bedeutet, dass jemand es gut kann. Eigentlich heißt es
> aber nur, dass der Profi sein Geld mit dem verdient was er tut.

Ja, weitverbreiteter Irrglaube. Ein Amateur verdient eben kein Geld mit 
dem was er tut. Oft sind Amateure viel besser als Profis, schon alleine 
weil sie mit Leidenschaft arbeiten. Beispiel: Funkamateurfunker ;-) die 
manchem Profi in HF-Technik was vormachen können.

Zu den Klangreglern (eigentlich ja -steller). Bei vielen Enthusiasten 
der reinen Lehre ja verpönt. Aber was spricht dagegen, kleinere 
Korrekturen (Raumakustik, Hörvermögen, persönlicher Geschmack) 
vorzunehmen?

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Mohandes H. schrieb:
> Oft sind Amateure viel besser als Profis, schon alleine weil sie mit
> Leidenschaft arbeiten.

So ist auch mein Erleben, was aber nicht heißt, dass es unmöglich ist, 
als Profi leidenschaftlich dabei zu sein. Das war ja irgendwie die 
Aussage von Maxim.

Mohandes H. schrieb:
> Zu den Klangreglern (eigentlich ja -steller).

Den Hinweis auf den Steller hab ich mir die ganze Zeit verkniffen :D.

von U. B. (Gast)


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@ J. T.:
>>> Also merke, wenn du liebst was du tust, kannst du unmöglich ein
>> Profi sein.
>>
>> Das musst du schon jedem einzelnen überlassen.

> Ironie ist also nicht so deins.

Eigentlich schon;
es wird halt soviel
ernstgemeinter Unfug
und
scherzhaft gemeinter "Ernst"
geschrieben, dass man das
Trivial-Offensichtliche
schon mal übersehen kann.    ;-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Maxim B. schrieb:
> Ja, so denken viele Liebhaber. Aber Musikprofi wissen, woran es wirklich
> geht.
> Wenn ich wirklich Klangfarbe ändern möchte, dann nehme ich beim Orgeln
> einfach andere Register.

Und der Profi verbiegt die Pfeifen.

von J. T. (chaoskind)


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U. B. schrieb:
> Eigentlich schon;
> es wird halt soviel
> ernstgemeinter Unfug
> und
> scherzhaft gemeinter "Ernst"
> geschrieben, dass man das
> Trivial-Offensichtliche
> schon mal übersehen kann.    ;-)

Darum hatte ich ja extra noch drunter geschrieben, dass es sich um 
Ironie handelt. Falls die überspitzte Formulierung noch Restzweifel 
daran ließe :D

Percy N. schrieb:
> Und der Profi verbiegt die Pfeifen.

Und in unserer Kirche machen das dressierte Affen mit gezielten 
Hammerschlägen :D

Nein, wieder Ironie, ich bin Atheist, ich habe gar keine Kirche.

von Peter D. (peda)


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Rainer U. schrieb:
> und da fällt auf, dass es
> viele Aktivboxen gibt, die man direkt am PC anschließen kann - aber die
> haben keine Klangregler mehr (Höhen, Tiefen), was man im letzten
> Jahrhundert so am Verstärker hatte.

Nun ja, Aktivboxen sind doch keine reinrassigen Verstärker, sondern eben 
nur Boxen. Die schließt man noch an ein Steuergerät an, was dann die 
nötigen Steller und Quellenwahlschalter hat.
Wäre ja auch sehr unpraktisch, wenn man an jeder Aktivbox je Kanal die 
einzelnen Steller separat bedienen müßte.

Typisch lasse ich aber auch an meinem Receiver die Klangsteller in 
Mittelstellung, würde sie also nicht wirklich vermissen.

Geräte mit Klangreglern habe ich dagegen noch nie gesehen. Die müßte 
dann ja irgendeine magische Box zur Signalanalyse haben, um irgendwas zu 
regeln.

von Maxim B. (max182)


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Mohandes H. schrieb:
> Oft sind Amateure viel besser als Profis

In 99% aller Fälle (das betrifft alle Berufe) kann ein schnell 
unterrichtete Laie einen Profi ersetzen. Aber 1% aller Fälle macht die 
Musik: man kann nie im voraus wissen, wohin der Fall gehört: zu 99% oder 
zu 1%. Um das festzustellen, ist ein erfahrener Profi notwendig :)

Man könnte sonst auch von einem Laie-Chirurg operiert werden: in 99% 
klappt die OP gut :)

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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Stefan F. schrieb:
>> sphärischen Klänge
>
> Was soll das sein, der Klang des Weltalls?

Wieso Weltall? Eine Sphäre ist vor allem ersteinmal ein kugelförmiger 
Raum. Ein Bereich, Ort ... . Oder würdest Du deine Privatsphäre irgendwo 
im Weltall verorten?
Ich könnte noch weitere Beispiele aufführen.

Hier ein ganzer Sampler, der solche Klänge enthält:
https://www.youtube.com/watch?v=ftPpxbxIJ9Y&list=PLVIzLbR55kqhyw70XE6olwEt4yaP1L6sZ


Und entscheide Dich doch bitte mal für nur einen Deiner Accounts ...


Gruß
Jobst

: Bearbeitet durch User
von Ge L. (Gast)


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Soul E. schrieb:

> Die Streamingdienste, genau wie die Radiosender, verpassen der Musik
> ihren eigenen "Sound". Teilweise wird sogar neu "gemastert", also die
> Pegelverhältnisse der einzelnen Aufnahmespuren angepasst.
>
> Die c't hatte vor ein paar Jahren mal einen Artikel dazu.

Gefunden. Scheint ohne Paywall lesbar zu sein: 
https://www.heise.de/select/ct/2019/7/1553849339883056

von Joachim B. (jar)


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https://www.zitate.de/autor/busch%2C+wilhem

Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden.
Busch, Wilhem

von J. T. (chaoskind)


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Soul E. schrieb:
> Gefunden. Scheint ohne Paywall lesbar zu sein:

Leider nur die ersten Absätze, dann Probeabo oder anmelden....

Trotzdem danke fürs Raussuchen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Peter D. schrieb:
> Geräte mit Klangreglern habe ich dagegen noch nie gesehen. Die müßte
> dann ja irgendeine magische Box zur Signalanalyse haben, um irgendwas zu
> regeln.

Wieso das denn? Als Zuhörer bist du doch Teil der Regelschleife, denn du 
drehst ja an dem Steller, bis es dir passt.

von Peter D. (peda)


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Matthias S. schrieb:
> Als Zuhörer bist du doch Teil der Regelschleife, denn du
> drehst ja an dem Steller, bis es dir passt.

Ich habe noch nie beobachten können, daß jemand ständig zur Anlage 
rennt, wenn z.B. gerade ein basslastiger Titel läuft.
Man stellt die Klangsteller einmal ein und gut. Oder manchmal nach 
einigen Bieren haut man die Bässe rein. Geregelt wird nicht.
Klangregler, Lautstärkeregler ist einfach nur falsch (Laiensprech).

Du würdest ganz schön dumm gucken, wenn die Heizungsanlage nicht mehr 
regeln würde und Du ständig nachstellen müßtest.
Zu DDR-Zeiten hatten wir im Studentenwohnheim Nachtspeicheröfen, die der 
Hausmeister nach Wetterbericht geladen hat. Bei Kälteeinbruch mußten wir 
uns dick anziehen, bei mildem Wetter die Fenster aufreißen. Willst Du 
sowas als Regelung bezeichnen?

: Bearbeitet durch User
von U. B. (Gast)


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> Ich habe noch nie beobachten können, daß jemand ständig zur Anlage
> rennt, wenn z.B. gerade ein basslastiger Titel läuft.

> Zu DDR-Zeiten hatten wir im Studentenwohnheim Nachtspeicheröfen,
> die der Hausmeister nach Wetterbericht geladen hat.
> Bei Kälteeinbruch mußten wir
> uns dick anziehen, bei mildem Wetter die Fenster aufreißen.
> Willst Du sowas als Regelung bezeichnen?

In der Regelungstechnik heisst das "Totzeit":     ;-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Totzeit_(Regelungstechnik)

von Maxim B. (max182)


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Joachim B. schrieb:
> Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden.

Stimmt. Deshalb schätze ich Orgelmusik mehr als sinfonische: dort gibt 
es zu viel Schagzeug.

von Percy N. (vox_bovi)


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Maxim B. schrieb:
> Stimmt. Deshalb schätze ich Orgelmusik mehr als sinfonische

Beides im Zweifel zuviel Effekthascherei.

Richtige Musik klingt auch auf dem Cembalo gut. Wer dazu gerne Krach 
machen möchte, der kann notfalls das Harmonium verwenden.

von Peter N. (alv)


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Maxim B. schrieb:
> Deshalb schätze ich Orgelmusik mehr als sinfonische: dort gibt
> es zu viel Schagzeug.

Ohne Schlagzeug fehlt der "Takt", das macht die Musik "langweilig".

von Maxim B. (max182)


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Percy N. schrieb:
> Richtige Musik klingt auch auf dem Cembalo gut.

Cembalo steht bei mir zu Hause auch. Das ist aber kein Schlagzeug wie 
z.B. Klavier. Cembalo ist ein Zupfinstrument, ca. wie Gitara.

Peter N. schrieb:
> Ohne Schlagzeug fehlt der "Takt", das macht die Musik "langweilig".
Dafür braucht man nur guten Takt- und Rythmusgefühl.
Das ist in Musik ein Problem: man kann z.B. Gehör entwickeln, kaum aber 
Rythmusgefühl. Hat man das nicht, sollte man woanders arbeiten.

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Cembalo steht bei mir zu Hause auch. Das ist aber kein Schlagzeug wie
> z.B. Klavier. Cembalo ist ein Zupfinstrument, ca. wie Gitara.

Auch wenn das Klavier mit Hammern angeschlagen wird, ist es, zumindest 
im deutschen (aufgrund deiner Ausdrucksweise gehe ich davon aus, dass 
Deutsch nicht deine Muttersprache ist) kein Schlagzeug, sondern ein 
Vertreter der Saiteninstrumente. Schlagzeuge sind rein perkussiv, sprich 
Trommeln, Pauken usw.

Desweiteren glaube ich, du hast Percy an dieser Stelle falsch 
verstanden. Ich glaube, er wollte sagen, dass gute Musik gute Musik ist, 
unabhängig davon, auf welchem Instrument sie gespielt wird. Aber das 
wird er uns sicher selbst besser sagen können.

Auch finde ich deine Ausdrucksweise etwas vermessen. Es liest sich ein 
wenig so, als wäre deine Meinung der einzig gültige Maßstab. Das ist bei 
Musik aber garantiert nicht der Fall, Musik ist etwas sehr 
individuelles. Schöner fände ich es, wenn du etwas wie "Meine 
Lieblingsmusik ist..." sagen würdest, anstelle von "Die Beste Musik 
ist...".

von Peter N. (alv)


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J. T. schrieb:
> Ich glaube, er wollte sagen, dass gute Musik gute Musik ist,
> unabhängig davon, auf welchem Instrument sie gespielt wird.

Dem muß ich wiedersprechen!
Jede Musik hört sich furchtbar an, wenn sie auf einer Blockflöte 
gespielt wird.

Maxim B. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Ohne Schlagzeug fehlt der "Takt", das macht die Musik "langweilig".
> Dafür braucht man nur guten Takt- und Rythmusgefühl.

Es gibt (sehr selten) Musik, die nur mit Melodie auskommt,
aber viel häufiger gibt es Musik, die nur mit Rhythmus auskommt.

von Maxim B. (max182)


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J. T. schrieb:

> Auch wenn das Klavier mit Hammern angeschlagen wird, ist es, zumindest
> im deutschen kein Schlagzeug, sondern ein
> Vertreter der Saiteninstrumente.

Ich zähle Klavier aber zu Schlagzeuginstrumenten.

Grund: warum sind Xylofon und Vibraphon als Schlagzeuge klassifiziert? 
Wenn wir Musikinstrumente nach dem Klangkörper klassifizieren, dann sind 
Xylofon und Vibraphon wie auch Klavier keine Schalgzeuge. Wenn wir 
Musikinstrumente nach der Art von Klangkörpererregung klassifizieren, 
dann sind Xylofon, Vibraphon und Klavier Schlagzeuginstrumente.

: Bearbeitet durch User
von Maxim B. (max182)


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Peter N. schrieb:
> Jede Musik hört sich furchtbar an, wenn sie auf einer Blockflöte
> gespielt wird.

Und noch schlimmer, wenn auf mehreren: die sind niemals gut abgestimmt.

von Michael W. (miks)


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Maxim B. schrieb:
> J. T. schrieb:

> Ich zähle Klavier aber zu Schlagzeuginstrumenten.
>
> Grund: warum sind Xylofon und Vibraphon als Schlagzeuge klassifiziert?
> Wenn wir Musikinstrumente nach dem Klangkörper klassifizieren, dann sind
> Xylofon und Vibraphon wie auch Klavier keine Schalgzeuge. Wenn wir
> Musikinstrumente nach der Art von Klangkörpererregung klassifizieren,
> dann sind Xylofon, Vibraphon und Klavier Schlagzeuginstrumente.

Sie werden nicht als Schlagzeuge bezeichnet, sondern zählen zur Gruppe 
der Schlaginstrumente.

von Peter N. (alv)


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Maxim B. schrieb:
> Ich zähle Klavier aber zu Schlagzeuginstrumenten.

Einigen wir uns auf "Rhythmusinstrument"?  :)

Ein Saxophon ist ein Holzblasinstrument.
Demzufoge müßte eine Trompete ein "Fleischblasinstrument" sein.

von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Ich zähle Klavier aber zu Schlagzeuginstrumenten

Dann "zählst" du falsch. Als Profi solltest du wissen, dass Dinge 
klassifiziert werden. Da sorgt ein "ich sehe das aber so" leicht für 
Verwirrung.

Peter N. schrieb:
> Dem muß ich wiedersprechen!
> Jede Musik hört sich furchtbar an, wenn sie auf einer Blockflöte
> gespielt wird.

Selbst auf Blockflöte wurde mir schon herzerwärmende Musik kredenzt, ich 
stimme dir aber insofern zu, dass eine Blockflöte schon eine leichte 
Tendenz zum Trommelfellmassaker hat.

Michael W. schrieb:
> Sie werden nicht als Schlagzeuge bezeichnet, sondern zählen zur Gruppe
> der Schlaginstrumente.

Maxim ist vermutlich kein deutscher Muttersprachler. Evtl hat das auch 
damit zu tun.

Peter N. schrieb:
> Maxim B. schrieb:
>> Ich zähle Klavier aber zu Schlagzeuginstrumenten.
>
> Einigen wir uns auf "Rhythmusinstrument"?  :)
> Ein Saxophon ist ein Holzblasinstrument.
> Demzufoge müßte eine Trompete ein "Fleischblasinstrument" sein.

Im großen und ganzen gefällt mir deine Denkweise zu Musik :D

von Jobst M. (jobstens-de)


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Popband mit Blockflöter und Welthit:

https://www.youtube.com/watch?v=R36CixkIaIc

Und Wikipedia sagt: "Das heutige Klavier ist bei der Bedienung ein 
Tasteninstrument, ein Schlaginstrument in seiner Erregungsart und wegen 
des schwingenden Mediums ein Saiteninstrument."


Gruß
Jobst

von J. T. (chaoskind)


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Jobst M. schrieb:
> Popband mit Blockflöter und Welthit:

Danke dafür, die Typen sind ja ma der Oberknaller.

von Peter N. (alv)


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Jobst M. schrieb:
> Popband mit Blockflöter und Welthit:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=R36CixkIaIc

Das kannst du aber nicht als Beispiel nehmen:
Entweder ist keine normale Blockflöte, sie wird speziell gespielt, oder 
es liegt daran, daß sie relativ weit in den Hintergrund gemischt ist, 
daß sie nicht so stark nervt.

von Maxim B. (max182)


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J. T. schrieb:
> Dann "zählst" du falsch.

Aber in Deutschland gibt es keine Audiopolizei :)

J. T. schrieb:
> Maxim ist vermutlich kein deutscher Muttersprachler. Evtl hat das auch
> damit zu tun.

Na und?
In der Hochschule in Dresden hat man immer gesagt: ich sollte 
selbständig denken.

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Das kannst du aber nicht als Beispiel nehmen:

Habe ich aber! :-D

Na, extra für Dich:
https://www.youtube.com/watch?v=TLg3hx-osyA

Kommt auf keinen Fall auf die Idee "una paloma blanca flöte" bei U2be 
einzugeben ... es ist z.T schon gruselig ...

Oder etwas anderes als "flöte" ...
https://www.youtube.com/watch?v=Lt-_cLFqPrc

Viel Spaß! :-D

Gruß
Jobst

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

J. T. schrieb:
> Desweiteren glaube ich, du hast Percy an dieser Stelle falsch
> verstanden. Ich glaube, er wollte sagen, dass gute Musik gute Musik ist,
> unabhängig davon, auf welchem Instrument sie gespielt wird.

Nein, ich willte darauf hinaus, dass "gute" Musik auch mit extrem 
eingeschränkter Dynamik gut klingt, weil die melodusche, harmonische und 
rhytmische Anlage bereits hinreichend beeindrucken


Das ust natürlich maßlos übertrieben; es gibt ganz hervorragende 
Orchesterwerke, die zwar techt ordentlich,  aber einigermaßen fade 
klingen, wenn sie durchgehend mf vorgetragen werden.

Aber die ganz hohe Kunst besteht darin, auf Dynamik völlig zu 
verzichten. Die entstandenen Werke eignen sich hervorragend für 
Fahrstuhl, Warteschleife und Lebensmittelabteilung, sofern sie auch 
rhytmisch zurückhaltend angelegt sind.

Falls für öffentliche Aufführungen auch Lichteffekte gewünscht sein 
sollten, empfiehlt sich als Soloinstrument ein Hella RTK 7, andante 
maestoso.

von J. T. (chaoskind)


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Maxim B. schrieb:
> Na und?
> In der Hochschule in Dresden hat man immer gesagt: ich sollte
> selbständig denken.

Das selbstständige Denken befürworte ich auch sehr. Und es gibt 
überhaupt kein "na und". Es erklärt einfach nur deine, teilweise 
ungewöhnliche, Art zu formulieren, no offense.

von Maxim B. (max182)


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J. T. schrieb:

> Es erklärt einfach nur deine, teilweise
> ungewöhnliche, Art zu formulieren, no offense.

Ich bitte um Entschuldigung. Ich spreche wie ich kann. Und ich kann 
alles außer Hochdeutsch :)
Mit meinen Chören habe ich deswegen kein Problem.

von Percy N. (vox_bovi)


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J. T. schrieb:
> Maxim B. schrieb:
>> Ich zähle Klavier aber zu Schlagzeuginstrumenten
>
> Dann "zählst" du falsch. Als Profi solltest du wissen, dass Dinge
> klassifiziert werden. Da sorgt ein "ich sehe das aber so" leicht für
> Verwirrung.

Sei nicht so streng. Die Verwandschaft von Klavier einerseits ind 
Glockenspiel und Xylophon andererseits ist unübersehbar. Das gilt 
allerdings auch für Orgel und Spinett ...

Ebenso Akkordeon, nicht jedoch Bandoneon.

HTH ;-))))

von -gb- (Gast)


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Maxim B. schrieb:
> ielmehr um akustische Raumeigenschaften und Wiedergabe-Anlage
> aufeinander abzustimmen.

Inzwischen sollte es sich auch in der Amateuer-Audio-Szene 
herumgesprochen haben, dass dies nicht geht. Die Resonanzen, die du 
andeutest, bewegen sich im Zeitbereich weiter hinten. Wenn die 
Überbetonung die hierdurch hervorgerufen werden kann, mit einem EQ durch 
Absenken bekämpft wird, fehlt automatisch die Energie zu Anfang. Also 
wird dieser Bandbereich matschig und schlapp.

Noch besser sind weitgehende Auslöschungen durch Interferenz, wenn das 
Echo eines lauten Anfangstons einen leiseren Verlauf hinten heraus 
wegmaskiert? Ein Kick-Basston hat eine sehr kurze Dauer und klingt 
schnell ab. Durch Resonanz wird ein Kammfilter hinzugefügt, der manche 
Frequenzen verstärkt und manche löscht, bis hin sie ins Negative zu 
drehen. Was möchte man diesbezüglich noch anheben?

Raumanpassung geht anders.

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