Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Zeitschalter mit AVR (ATtiny84A) zur Diskussion


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von Johannes F. (jofe)



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Guten Tag allerseits,

ich arbeite gerade an der Hardware-Konstruktion eines Kurzzeitschalters 
für meinen UV-Belichter (a.k.a. Gesichtsbräuner) mit einem ATtiny84A, 
7-Segment-Anzeige und Netzbetrieb. Die Bedienung soll über 
IR-Fernbedienung erfolgen.

Nichts spektakuläres, aber da ich noch nicht sehr viel Erfahrung in 
Schaltungsdesign und Platinenlayouten habe, möchte ich meinen Entwurf 
hier zunächst zur Diskussion stellen, bevor es an die 
Leiterplattenherstellung geht.

Die Platine wird einseitig gefertigt werden, die vorderseitigen (roten) 
Leiterbahnen werden daher zu Drahtbrücken.

KiCAD-Dateien sowie Schaltplan und Layout als PNG hänge ich an.

Vielleicht mag der eine oder andere erfahrene Entwickler mal 
drüberschauen und mir Verbesserungsvorschläge geben.

Vielen Dank schonmal

Johannes

von Gerald B. (gerald_b)


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Das sieht doch sehr gut aus, Glückwunsch!
Nur warum willst du das unbedingt auf einseitiger PCB realisieren? Die 
Chinafertiger bieten 2 seitig mit Durchkontaktierung für den selben 
Preis an, du sparst dir also Arbeit :-)
Hat es mit dem Eisentrafo und dem Linearregler eine tiefere Bewandnis? 
Z.B., das du die Dinger im Ausverkauf für kleines Geld bekommen hast und 
nun "verwursten" willst?
Ich persönlich würde mir da bei Pollin für ein paar Cent die nackten 
Schaltnetzteilplatinen für 5V u. ca. 0,5A holen und huckepack auf die 
eigene Platine setzen. Oder "in schön" sowas:
https://de.aliexpress.com/item/33050827477.html?spm=a2g0o.productlist.main.19.682c4dcccey6DV&algo_pvid=8ca86d2f-8b7b-455c-8c95-0170a1292dac&algo_exp_id=8ca86d2f-8b7b-455c-8c95-0170a1292dac-9&pdp_ext_f=%7B%22sku_id%22%3A%2212000032499095184%22%7D&pdp_npi=3%40dis%21EUR%212.46%211.87%21%21%21%21%21%402100baf316785528160135794d06d2%2112000032499095184%21sea%21DE%21171833439&curPageLogUid=jzdwKmazQOT8
Obwohl ich bei Ali extrem vorsichtig bin, was sicherheitsrelevante Dinge 
angeht, aber diese Module wurden bereits seziert und im Netz 
dokumentiert. Die sind vergossen.

von Johannes F. (jofe)


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Gerald B. schrieb:
> Das sieht doch sehr gut aus, Glückwunsch!

Dankeschön.

Gerald B. schrieb:
> Nur warum willst du das unbedingt auf einseitiger PCB realisieren? Die
> Chinafertiger bieten 2 seitig mit Durchkontaktierung für den selben
> Preis an, du sparst dir also Arbeit :-)

Hmm ja, ich habe schon vielfach von den günstigen Fernost-Produzenten 
gelesen. Ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Jedoch hat das 
Selbst-Ätzen auch seinen Reiz, finde ich. Und es geht halt schneller, 
als ein paar Wochen zu warten. Das ist vermutlich noch der einzige 
objektive Vorteil. :-)

Gerald B. schrieb:
> Hat es mit dem Eisentrafo und dem Linearregler eine tiefere Bewandnis?

Ich muss zugeben, dass ich noch ein „Freund“ konventioneller Netzteile 
bin, weil die einfach selbst zu bauen sind. Ich persönlich setze lieber 
ein kleines Trafonetzteil ein, als ein fertiges Schaltreglermodul. Ist 
aber wohl Geschmackssache. Serienmäßig würde man das natürlich anders 
sehen, aber ich baue ja nur Einzelstücke.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Kann man so machen, auch wenn ich eher einen größeren Controller 
genommen hätte um mir einen Teil des Multiplexing zu ersparen.

Das einzige was mir auffällt, die aufgeteilten Leiterbahnen in der Nähe 
des Brückengleichrichters würde ich als Flächen lassen und nicht die 
Löcher reinätzen, für die Funktion ist das aber höchstwahrscheinlich 
unerheblich.

Edit:
R5..R8 ließen sich besser anordnen, dann erspart man sich die verbogene 
Leiterbahnführung, bzw. wieso überhaupt die dünne Masse-Leiterbahn wenn 
man die Massefläche auf der Rückseite hat?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (cb1969)


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Ich schreibe inzwischen IMMER eine (meist Kurz-)bezeichnung, das Jahr 
und eine Versionsnummer ins Kupfer (oder auf den Beschriftungslayer).

Die Zeit vergeht, Einzelstücke werden zu Kleinserien mit Änderungen und 
manchmal fällt einem nach Jahren etwas in die Hände und man denkt: Was 
war das denn? ...

von Gerald B. (gerald_b)


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Johannes F. schrieb:
> Serienmäßig würde man das natürlich anders
> sehen, aber ich baue ja nur Einzelstücke.

Eigentlich schade, denn es ist eine saubere Arbeit, die noch dazu gut 
dokumentiert ist. Sowas sieht man hier nicht alle Tage. Noch den Code 
dazu und aus dieser Platine ließe sich ohne Hardwareanpassung eine 
Eieruhr, oder mit geringsten Hardwareanpassungen auch ein Thermostat 
u.ä. bewerkstelligen.
So könnte der Nächste bspw. das Relais rauswerfen und ein SSR einbinden, 
oder das SSR "zu Fuß" mit MOC und Triac aufbauen. Der Platz gibt es her 
;-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Nachtrag: Falls noch Änderungen vorgenommen werden, pack einen 100nF 
Abblockkondensator parallel zu C5 nahe am Spannungsregler.

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> Verbesserungsvorschläge

Na ja, wenn man belichten will, sollte man nicht die Zeit messen, 
sondern die Lichtmenge. Da kann man ja 5 Minuten dranschreiben wenn es 
im Test 5 Minuten dauert, und wenn dann weniger Licht kommt verlängert 
es sich halt automatisch auf 7 Minuten selbst wenn 5 draufsteht.

Gut finde ich, dass du dein LED Display mit Transistoren ansteuerst, 
allerdings begrenzt du mit den 180 Ohm auf 10mA, was im Mittel nur 2.5mA 
Licht bei dem alten Display ergibt, und die 1k5 schalten auch nicht 70mA 
oder besser noch 280mA durch, besser wären 220 Ohm.

Bedienung ? Per Fernbedienung ? Eigentlich reicht ein Drehknopf und 
Start/Stop. Dann sucht man nicht vergeblich die FB.

Mit einem grösseren uC bräuchtest du keine 595 Portexpander, und wenn 
man Portexpander nutzt, nimmt man besser gleich LED Konstanstromtreiber.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Kann man so machen, auch wenn ich eher einen größeren Controller
> genommen hätte um mir einen Teil des Multiplexing zu ersparen.

Das hatte ich schon überlegt, tatsächlich wäre ein nächstgrößerer 
Controller aber wesentlich teurer als ein zusätzliches Schieberegister. 
Deshalb hatte ich mich für diese Lösung entschieden.

Ben B. schrieb:
> Das einzige was mir auffällt, die aufgeteilten Leiterbahnen in der Nähe
> des Brückengleichrichters würde ich als Flächen lassen und nicht die
> Löcher reinätzen,

Ja, die Löcher hätte ich nach dem Ausdrucken noch mit Edding ausgemalt.
Werde aber der Form halber noch Flächen in KiCAD reinsetzen.

Ben B. schrieb:
> R5..R8 ließen sich besser anordnen, dann erspart man sich die verbogene
> Leiterbahnführung, bzw. wieso überhaupt die dünne Masse-Leiterbahn wenn
> man die Massefläche auf der Rückseite hat?

Du meinst sicher R15..R18 (ist im Layout schlecht zu erkennen)?
Die habe ich so angeordnet, damit die Massefläche möglichst breit 
bleibt, um die Spannungsabfälle zu minimieren.
Die dünnen Leiterbahnen sind „in“ der Massefläche drin, ich habe nur 
zuerst die Leiterbahnen verlegt und später die Fläche hinzugefügt. 
Eigentlich könnte ich daher die Leiterbahnen auch wieder löschen.

Christian B. schrieb:
> Ich schreibe inzwischen IMMER eine (meist Kurz-)bezeichnung, das Jahr
> und eine Versionsnummer ins Kupfer (oder auf den Beschriftungslayer).

Ins Kupfer schreiben kann KiCAD leider (noch) nicht gut (nicht 
„negativ“, sondern es wird ein Rechteck um die Schrift herum weggenommen 
– und das nimmt mir zu viel Kupfer weg). Und Beschriftungslayer, also 
Silkscreen, habe ich nicht, da Selbstherstellung. Ich schreibe solche 
Daten dann immer mit dünnem Edding auf die Vorderseite.

: Bearbeitet durch User
von Klaus H. (hildek)


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Johannes F. schrieb:
> und mir Verbesserungsvorschläge geben.

Gerald B. hat die Stromversorgung schon angesprochen. Ich würde 
jedenfalls versuchen, die Netzspannung von der Platine fern zu halten. 
Sonst muss man genau prüfen, ob überall die notwendigen Abstände 
eingehalten werden.
Vielleicht ein SSR anstatt eines Relais nehmen und damit die Lampe 
schalten?

Die Ansteuerung des Display geht eleganter und weniger aufwändig mit 
einem MAX7219 bzw. MAX7221. Nur dieser IC, angesteuert über SPI erspart 
die beiden HC595 und die vielen Treibertransistoren.

Im Anhang meine DCF-Uhr, die eine vergleichbare Displayansteuerung hat.

Übrigens: die Diode am Reset halte ich nicht für unbedingt notwendig. 
10k ist auch aus EMV-Sicht noch nicht zu hochohmig und die 4n7 sind mir 
zu niedrig.
In meinem Bild siehst du 4k7 und 100nF am Reset. Allerdings spendiere 
ich dem µC einen Sockel und programmiere ihn meistens nicht auf dem 
Board.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Gerald B. schrieb:
> oder mit geringsten Hardwareanpassungen auch ein Thermostat
> u.ä. bewerkstelligen.
> So könnte der Nächste bspw. das Relais rauswerfen und ein SSR einbinden,
> oder das SSR "zu Fuß" mit MOC und Triac aufbauen.

Das habe ich tatsächlich auch vor. Nächstes Projekt wird ein 
Temperaturregler mit KTYxx-PTC (in Edelstahlhülse mit Silikonkabel, von 
Pollin) für mein NaPS-Ätzgerät auf Basis dieses Designs – also Netzteil 
+ 7-Segment-Anzeige bleiben gleich (von kleinerem Trafo abgesehen), 
statt Relais ein TRIAC + MOC3083, für Schwingungspaketsteuerung des 
Heizstabs.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Du meinst sicher R15..R18 (ist im Layout schlecht zu erkennen)?
Stimmt, hast Du Recht.

Klaus... :)
Dein Vorschlag kommt einer Neukonstruktion gleich. Ich finde wenn er das 
nun lieber mit Schieberegistern und diskreten Treiber-Transistoren 
machen möchte... wieso nicht? Meine, ich finde es auch etwas Quatsch, 
ein 2..3 Euro vielleicht am Controller zu sparen und dafür ein zweites 
Schieberegister... aber es gibt wahrscheinlich Millionen Wege, eine Uhr 
oder Display-Ansteuerung zu bauen. Jeder so wie er möchte.

Die 230V auf der Platine finde ich auch nicht schlimm. Die Abstände 
sehen gut aus wenn der Trafo ein Plastikgehäuse hat und der Kühlkörper 
des Spannungsreglers nicht länger wird als eingezeichnet. Erdung scheint 
er nicht zu haben und wenn er das Ganze dank IR-Steuerung noch 
berührungssicher verbaut, dann sehe ich da kein Problem.

SSRs haben oft das Problem, daß sie einen geringen Leckstrom durch ihre 
Entstörung aufweisen, je nach Lampe könnte das zu periodischem kurzen 
Aufflackern führen. Ich würde da auch ein echtes Relais nehmen wenn ich 
nicht näher weiß, was da für eine Lampe dran ist.

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Nachtrag: Falls noch Änderungen vorgenommen werden, pack einen 100nF
> Abblockkondensator parallel zu C5 nahe am Spannungsregler.

Das habe ich früher auch immer gemacht, jedoch wird im Datenblatt für 
die „Output bypass capacitance“ ein „ESR = 0.1 to 10 Ω“ gefordert. Und 
Keramikkondensatoren haben ja wesentlich kleinere ESR. Oder würde das 
dann bei einer Parallelschaltung mit dem Low-ESR-Elko (ich nehme die 
„RAD LXZ 16/47“ von Reichelt, hat ca. 0,5 Ω) keine Rolle spielen?

Michael B. schrieb:
> Na ja, wenn man belichten will, sollte man nicht die Zeit messen,
> sondern die Lichtmenge.

Wie misst man denn am besten die Lichtmenge? Da braucht man sicher 
spezielle Sensoren für?

Michael B. schrieb:
> Gut finde ich, dass du dein LED Display mit Transistoren ansteuerst,
> allerdings begrenzt du mit den 180 Ohm auf 10mA,

Bei mir fließen ca. 15 mA pro LED (im Testaufbau), was dem Absolute 
Maximum Rating des Displays entspricht. Klar, bei dem 1/5-Zeitmultiplex 
wären höhere Pulsströme möglich, aber dann bräuchte man nen 
Hardware-Watchdog, was die Sache verkomplizieren würde ...

Michael B. schrieb:
> was im Mittel nur 2.5mA
> Licht bei dem alten Display ergibt,

... und die reichen schon, bei meiner Testplatine des LED-Displays sind 
die Zahlen jedenfalls mit guter Helligkeit einwandfrei erkennbar.

Michael B. schrieb:
> und die 1k5 schalten auch nicht 70mA
> oder besser noch 280mA durch, besser wären 220 Ohm.

Hmm, ich hatte mit der Hälfte des minimalen h_FE des BC337-25 bei 100 mA 
gerechnet und bin dabei auf 1k5 gekommen ... werde es nochmal 
kontrollieren. Funktioniert hat es jedenfalls.

Michael B. schrieb:
> Bedienung ? Per Fernbedienung ? Eigentlich reicht ein Drehknopf und
> Start/Stop. Dann sucht man nicht vergeblich die FB.

Auf die Idee mit der Fernbedienung war ich gekommen, weil ich ein 
Gehäuse mit transparentem Frontdeckel verwenden werde und ich da nicht 
so gern Löcher für Taster reinbohren würde ... Aber ich werde es mir 
nochmal überlegen. Dass die Abhängigkeit von der FB nachteilig ist, da 
stimme ich dir zu.

Michael B. schrieb:
> Mit einem grösseren uC bräuchtest du keine 595 Portexpander, und wenn
> man Portexpander nutzt, nimmt man besser gleich LED Konstanstromtreiber.

Ja, das stimmt natürlich, aber ich wollte mit einem kleinen µC und ohne 
Spezialbauteile auskommen ... Mit Konstantstromtreibern habe ich bisher 
noch nicht gearbeitet, welcher wäre denn da z.B. geeignet?

von Klaus H. (hildek)


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Ben B. schrieb:
> Dein Vorschlag kommt einer Neukonstruktion gleich. ...
Naja, ich habe halt meine Präferenzen genannt. Er wollte 
Verbesserungsvorschläge, das waren meine 😀.
Ob er was davon mitnimmt oder nicht, überlasse ich gerne ihm. Gerne 
jeder so wie er möchte ...

Auch sind die Maximbausteine nicht ganz billig. Vermutlich wird aber die 
Platine deutlich kleiner und kompensiert die Kosten - falls er bei einem 
Fertiger bestellt.

Johannes F. schrieb:
> Mit Konstantstromtreibern habe ich bisher
> noch nicht gearbeitet, welcher wäre denn da z.B. geeignet?

Ich hatte oben die Maxim-Typen genannt.

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Johannes F. schrieb:
> Mit Konstantstromtreibern habe ich bisher
> noch nicht gearbeitet, welcher wäre denn da z.B. geeignet?

Ich habe da für mich den HT16K33 entdeckt. Gibt es einerseits als kleine 
Chinaplatine mit dem von dir verwendeten Dipslay am Stück für erste 
Tests, ich habe mir davon aber schon einige ICs besorgt, weil ich die 
auch in eigenen Platinenentwürfen verwenden will.
Kostet aus Asien nur ein paar Cent, ist gut dokumentiert und es gibt für 
Arduino Libs. Der ist I2C, und kann bis zu 8x16 LEDs treiben. Also 
entweder 16 Stellen 7 Segment oder 8 Stellen 16-segment oder 2 Stellen 
8x8 Punktmatrix. Dazu kann die 28 Pin Version auf 8 verschiedene 
Adressen verdrahtet werden. Ach, und Tastaturmatrixauswertung geht auch 
noch. :-)))

Die Maxim Dinger sind auch nicht schlecht. Die Originale sind aber 
ziemlich teuer, oder man nimmt Chinakopien, wo man nie weiß, ob es Fakes 
sind.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Klaus H. schrieb:
> Gerald B. hat die Stromversorgung schon angesprochen. Ich würde
> jedenfalls versuchen, die Netzspannung von der Platine fern zu halten.
> Sonst muss man genau prüfen, ob überall die notwendigen Abstände
> eingehalten werden.

Das habe ich schon getan, die Abstände zur Niederspannungsseite sind 
alle größer als 10 mm, das dürfte ja reichen?

Klaus H. schrieb:
> Vielleicht ein SSR anstatt eines Relais nehmen und damit die Lampe
> schalten?

Die Lampe besteht aus vier UV-Neon-Röhren, die nachglimmen, wenn ein 
geringer Reststrom (wie durch einen Snubber am SSR verursacht) fließt 
oder nur die Null geschaltet wird – das wollte ich durch das zweipolige 
Relais verhindern.

Klaus H. schrieb:
> Die Ansteuerung des Display geht eleganter und weniger aufwändig mit
> einem MAX7219 bzw. MAX7221.

Die sind mir aber mit über 7 EUR ein bißchen zu teuer. Da komme ich mit 
meiner Schaltung inkl. zweier Schieberegister wesentlich günstiger weg. 
Und so sehr groß ist der Aufwand ja auch nicht.

Klaus H. schrieb:
> Übrigens: die Diode am Reset halte ich nicht für unbedingt notwendig.
> 10k ist auch aus EMV-Sicht noch nicht zu hochohmig und die 4n7 sind mir
> zu niedrig.

Die Werte und die Diode habe ich aus einer Application Note von Atmel:
http://ww1.microchip.com/downloads/en/appnotes/atmel-1619-emc-design-considerations_applicationnote_avr040.pdf
Seite 17f.

Klaus H. schrieb:
> Allerdings spendiere
> ich dem µC einen Sockel und programmiere ihn meistens nicht auf dem
> Board.

Ich verbaue die µCs inzwischen in SMD und flashe sie demzufolge auf dem 
Board.

von Stefan F. (Gast)


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Wozu soll C7 gut sein? Ich würde ihn weg lassen.

Wozu soll D1 gut sein? Ich würde sie weg lassen.

D3 ist überflüssig.

Q2 bis Q9 sind überflüssig. U4 kann ohne sie genug Strom liefern.

C12 ist mit 4,7nF ungewöhnlich klein. Da kenne ich eher 100nF oder mehr.

R4 und R5 sind überflüssig.

U5 und Q10 bis Q13 kannst durch einen TPIC6B595 ersetzen.

Guck dir mal im Datenblatt an, wie hell deine LED Anzeige (nicht) ist. 
Ich würde lieber ein aktuelles Produkt verwenden, das nicht so schwach 
glimmt.

Warum verwendest du nicht einen Mikrocontroller mit genügend I/O Pins? 
Dann brauchst du die Schieberegister nicht. Du könntest sogar ganz auf 
das Multiplexen der Anzeige verzichten.

Ich würde dem Quarz einen Trimmkondensator spendieren, um die 
Taktfrequenz justieren zu können.

Ich würde das alles mit 3,3 V versorgen, um den Energieverbrauch (und 
die Abwärme) zu senken. Dann würde ein Trafo mir 4,5 V Nennspannung 
reichen.

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Die Abstände
> sehen gut aus wenn der Trafo ein Plastikgehäuse hat

Ja, hat er

Ben B. schrieb:
> und der Kühlkörper
> des Spannungsreglers nicht länger wird als eingezeichnet.

Wird nicht länger, den Footprint hab ich selbst gemacht, der stimmt 
genau mit dem Fabrication Layer überein.

Ben B. schrieb:
> Erdung scheint er nicht zu haben

Korrekt, der Belichter hat keinen Schutzleiter, nur Eurostecker. Der 
Zeitschalter braucht auch keinen, da Kunststoffgehäuse.

Ben B. schrieb:
> SSRs haben oft das Problem, daß sie einen geringen Leckstrom durch ihre
> Entstörung aufweisen, je nach Lampe könnte das zu periodischem kurzen
> Aufflackern führen. Ich würde da auch ein echtes Relais nehmen wenn ich
> nicht näher weiß, was da für eine Lampe dran ist.

Es sind „konventionell“ betriebene Neonröhren, also mit Drosseln und 
Bimetall-Startern. Ich wollte auch zuerst ein „Eigenbau-SSR“ verwenden, 
also aus TRIAC und MOC3083, habe das auch ausprobiert, aber die Röhren 
haben nach dem Abschalten nachgeglimmt, vermutlich wegen des Snubbers 
parallel zum TRIAC. Deshalb bin ich dann auf das mechanische Relais 
umgeschwenkt und habe dafür gleich ein zweipoliges genommen.

von Klaus H. (hildek)


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Johannes F. schrieb:
> Die sind mir aber mit über 7 EUR ein bißchen zu teuer.
Ja, leider. Im professionellen Umfeld hat Maxim oft die Konkurrenz 
unterboten, aber vieles was man im 'Einzelhandel' kaufen kann kommt mir 
teuer vor.

Johannes F. schrieb:
> Die Werte und die Diode habe ich aus einer Application Note von Atmel
Habe ich gesehen, bin trotzdem anderer Ansicht 😀.

Stefan F. schrieb:
> Ich würde dem Quarz einen Trimmkondensator spendieren, um die
> Taktfrequenz justieren zu können.

Ich bin mit deinem gesamten Beitrag einverstanden, nur beim zitierte 
Absatz schießt du imho über das Ziel hinaus. Die Belichtungsdauer muss 
doch nicht auf 10ppm genau sein - oder?

von Johannes F. (jofe)


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Gerald B. schrieb:
> Ich habe da für mich den HT16K33 entdeckt. Gibt es einerseits als kleine
> Chinaplatine mit dem von dir verwendeten Dipslay am Stück für erste
> Tests, ich habe mir davon aber schon einige ICs besorgt, weil ich die
> auch in eigenen Platinenentwürfen verwenden will.

Danke für den Tipp, den werde ich mir mal ansehen.

Stefan F. schrieb:
> Wozu soll C7 gut sein? Ich würde ihn weg lassen.

Entstörung, und quasi Snubber-C in Reihe zur Trafo-Primärwicklung, wenn 
der Stecker gezogen wird. Habe ich schon oft in professionellen 
Schaltungen gesehen.

Stefan F. schrieb:
> Wozu soll D1 gut sein? Ich würde sie weg lassen.

Verringert die Abfallzeit des Relais und schont damit die Kontakte, da 
die Induktionsspannung beim Abschalten nicht kurzgeschlossen wird, 
sondern bis zu 7,5 V ansteigen kann. Siehe [[Relais mit Logik 
ansteuern]]

Stefan F. schrieb:
> D3 ist überflüssig.

Naja, wenn ich zum Flashen des µC eine externe Spannung an VCC 
anschließe, soll sie verhindern, dass ein Strom rückwärts durch den 
Regler fließt. Ich weiß nicht, ob er das ohne D3 verkraften würde?

Stefan F. schrieb:
> Q2 bis Q9 sind überflüssig. U4 kann ohne sie genug Strom liefern.

Nicht wirklich, laut Datenblatt darf der ATtiny nur insgesamt 70 mA 
(Absolute Maximum) über VCC liefern, und das wäre bei den insgesamt 
maximal 120 mA der Anzeige (wenn alle Segmente leuchten) schon deutlich 
überschritten.

Stefan F. schrieb:
> C12 ist mit 4,7nF ungewöhnlich klein. Da kenne ich eher 100nF oder mehr.

4,7 nF steht in der Application Note
http://ww1.microchip.com/downloads/en/appnotes/atmel-1619-emc-design-considerations_applicationnote_avr040.pdf
Seite 18, daran habe ich mich gehalten. Habe allerdings auch schon öfter 
47n oder 100n gesehen. Aber die Leute von Atmel bzw. Microchip müssten 
es doch eigentlich genau wissen?

Stefan F. schrieb:
> R4 und R5 sind überflüssig.

Die (plus R20 an LCK a.k.a. RCLK) habe ich vorgesehen, damit die 
Schieberegister auch während RESET des µC einen definierten Pegel an den 
Eingängen sehen. Das sollte doch eigentlich so sein, da CMOS, oder?

Stefan F. schrieb:
> Guck dir mal im Datenblatt an, wie hell deine LED Anzeige (nicht) ist.
> Ich würde lieber ein aktuelles Produkt verwenden, das nicht so schwach
> glimmt.

Die LED-Anzeige habe ich schon auf einem separaten Board mit derselben 
Schaltung ausprobiert, die Helligkeit ist ausreichend. Die LC-204VL gibt 
es gerade für 50 Cent bei Pollin und sie sind schön klein, deshalb hab 
ich sie hier verwendet.

Stefan F. schrieb:
> Warum verwendest du nicht einen Mikrocontroller mit genügend I/O Pins?
> Dann brauchst du die Schieberegister nicht. Du könntest sogar ganz auf
> das Multiplexen der Anzeige verzichten.

Weil größere Controller deutlich teurer und vor allem in SMD ab 24 Pins 
nur noch in QFN und dergleichen verfügbar sind, an deren Verlötung ich 
mich noch nicht herantraue. SOIC geht dagegen leicht zu montieren.

Klaus H. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> Ich würde dem Quarz einen Trimmkondensator spendieren, um die
>> Taktfrequenz justieren zu können.
>
> Ich bin mit deinem gesamten Beitrag einverstanden, nur beim zitierte
> Absatz schießt du imho über das Ziel hinaus. Die Belichtungsdauer muss
> doch nicht auf 10ppm genau sein - oder?

Ja, das stimmt – eigentlich würde sogar der interne RC-Oszillator von 
der Genauigkeit her genügen.
Ich hatte allerdings sogar mal daran gedacht, einen C-Trimmer zu 
verbauen, habe es dann aber doch sein lassen.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Klaus H. schrieb:
> Ich bin mit deinem gesamten Beitrag einverstanden, nur beim zitierte
> Absatz schießt du imho über das Ziel hinaus. Die Belichtungsdauer muss
> doch nicht auf 10ppm genau sein - oder?

Ich hatte angenommen, dass das Ding nebenbei auch die Uhrzeit anzeigen 
soll. Wenn nicht, dann ist mein Vorschlag natürlich Quatsch.

von Johannes F. (jofe)


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Stefan F. schrieb:
> Klaus H. schrieb:
>> Ich bin mit deinem gesamten Beitrag einverstanden, nur beim zitierte
>> Absatz schießt du imho über das Ziel hinaus. Die Belichtungsdauer muss
>> doch nicht auf 10ppm genau sein - oder?
>
> Ich hatte angenommen, dass das Ding nebenbei auch die Uhrzeit anzeigen
> soll. Wenn nicht, dann ist mein Vorschlag natürlich Quatsch.

Sollte es eigentlich nicht, ist aber auch eine Idee ...
Dann würde ich aber einen DCF-Empfänger einbauen und bräuchte dann auch 
keinen C-Trimmer.
Nur würde das Multiplexing evtl. den DCF-Empfang stören?

Anbei ein Foto von der LC-204VL auf meiner zuvor erstellten Testplatine 
mit den zwei Schieberegistern zur Demonstration der Helligkeit.

von Stefan F. (Gast)


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Johannes F. schrieb:
> Die LED-Anzeige habe ich schon auf einem separaten Board mit
> derselben Schaltung ausprobiert, die Helligkeit ist ausreichend

Aktuelle Anzeigen brauchen für die gleiche Helligkeit nur 1/10 bis 1/50 
so viel Strom. Überlege mal, wie das deine Schaltung vereinfachen würde. 
Die ganzen Transistoren drumherum wären unnötig, der Kühlkörper würde 
entfallen, der Trafo könnte kleiner sein. Du bräuchtest keine 
Lüftungslöcher.

Johannes F. schrieb:
> Nicht wirklich, laut Datenblatt darf der ATtiny nur insgesamt 70 mA
> (Absolute Maximum) über VCC liefern

U4 ist nicht der ATtiny sondern ein 74HCxx Schieberegister. Wenn du 
statt dessen einen ATmega mit mehr Pins nehmen würdest, dürftest du mehr 
Strom fließen lassen (ich meine es waren 200mA). Was aber bei einer 
aktuellen LED Anzeige nicht einmal nötig wäre.

Der 74LVC595 verträgt 100mA. Wenn wir mal davon ausgehen, das die 
Anzeige wohl nur selten 8888 anzeigen wird, könnte das schon reichen.

> Die LC-204VL gibt es gerade für 50 Cent bei Pollin

Restposten halt. Das ist alter Kram aus den 90er Jahren. Schön klein 
wäre übrigens auch ein OLED dass du direkt an den ATtiny anschließen 
könntest (würde geschätzt 80% der Bauteile einsparen) und wäre nicht 
einmal teurer.

So eins meine ich: http://stefanfrings.de/arduino_oled/index.html

> Dann würde ich aber einen DCF-Empfänger einbauen

Der wird in der Nähe der gemultiplexten LED Anzeige nicht (oder ncur 
sehr schlecht) funktionieren.

von Johannes F. (jofe)


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Stefan F. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Nicht wirklich, laut Datenblatt darf der ATtiny nur insgesamt 70 mA
>> (Absolute Maximum) über VCC liefern
>
> U4 ist nicht der ATtiny sondern ein 74HCxx Schieberegister.

Achja stimmt, das hatte ich verwechselt.
Aber „rum wie num“, gerade die Schieberegister können die 15 mA nicht 
direkt treiben, da sinkt die Ausgangsspannung laut Datenblatt zu sehr 
ab.

Stefan F. schrieb:
>> Die LC-204VL gibt es gerade für 50 Cent bei Pollin
>
> Restposten halt. Das ist alter Kram aus den 90er Jahren. Schön klein
> wäre übrigens auch ein OLED dass du direkt an den ATtiny anschließen
> könntest (würde geschätzt 80% der Bauteile einsparen) und wäre nicht
> einmal teurer.

Hmm ja schon, ich könnte auch ein Grafik-LCD einbauen ... Wäre auch 
nett.
Was soll's, ich hab nun mal jetzt zehn von diesen 
Restposten-LED-Anzeigen und möchte sie sinnvoll verbauen. Aber du hast 
schon recht, insgesamt besser wären wahrscheinlich neue stromsparende 
7-Segment-Anzeigen gewesen.

Stefan F. schrieb:
>> Dann würde ich aber einen DCF-Empfänger einbauen
>
> Der wird in der Nähe der gemultiplexten LED Anzeige nicht (oder ncur
> sehr schlecht) funktionieren.

OK, das hatte ich schon vermutet ...

von Gerald B. (gerald_b)


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Stefan F. schrieb:
> Aktuelle Anzeigen brauchen für die gleiche Helligkeit nur 1/10 bis 1/50
> so viel Strom. Überlege mal, wie das deine Schaltung vereinfachen würde.
> Die ganzen Transistoren drumherum wären unnötig, der Kühlkörper würde
> entfallen, der Trafo könnte kleiner sein. Du bräuchtest keine

Stefan F. schrieb:
> Schön klein
> wäre übrigens auch ein OLED dass du direkt an den ATtiny anschließen
> könntest (würde geschätzt 80% der Bauteile einsparen) und wäre nicht
> einmal teurer.

Er hat nunmal sich die Arbeit gemacht und in den Entwurf gesteckt. Da 
würde ich auch nicht alles wieder über den Haufen werfen, sondern es so 
bauen, bis die Bauelemente dafür nicht mehr verfügbar sind.
Mit einem 16x2 LCD hätte er auch weniger Bauelemente, aber ja mei, 
manche Leute stehen hat auf die nostalgischen LED Anzeigen, ich nehme 
mich da nicht aus. Ich würde da allerdings größere Ziffern einsetzen. 
Erstens sieht man im Alter schlechter und wenn man das  Board zweit- 
oder drittverwertet, will man das Display vielleicht auch mal aus etwas 
größerer Entfernung ablesen können.

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> Wie misst man denn am besten die Lichtmenge? Da braucht man sicher
> spezielle Sensoren für?

Klassischerweise eine Photodiode mit einem als Transimprdanzverstarker 
nachgeschalteten OpAmp vor einem Analogeingang des uC. Es gibt natürlich 
uC mit eingebautem OpAmp, Photodioden mit ringebautem 
Transimpedanzvetstärker und digitalen Photodioden die eine Frequenz oder 
einen Digitalwert liefern.

> aber dann bräuchte man nen
> Hardware-Watchdog, was die Sache verkomplizieren würde ...

Aber nur wenn man gar nicht programmieren kann...

> Aber ich werde es mir
> nochmal überlegen. Dass die Abhängigkeit von der FB nachteilig ist, da
> stimme ich dir zu.

Vor allem ist ein Drehknopf so bedienerfreundlich, denn so genau kommt 
es bei der Belichtung nicht drauf an, 10% Einstelltoleranz sind nichts.

> welcher wäre denn da z.B. geeignet?

Leider gibt es nur wenige Konstantstromquellen (TB62710) aber wenn du 
das Display segmentweise multiplext (1:7 mux mit 70mA für 10mA mittleren 
Strom) brauchst du nur 5 Konstantstromsenken, also einen

TB62715 (8*150mA/17V), TLC5916 (8*120mA/20V) STP08CDC596 (8*120mA/16V), 
A6275=TB62705 (8*90mA/17V), ST2221A (8*90mA/9V)

und 7 geschaltete Transistoren nach plus.

Da dein Display keine 10mA mittleren Strom braucht, ist ein ICL7221/7219 
schon ok.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Johannes F. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>>> Dann würde ich aber einen DCF-Empfänger einbauen
>> Der wird in der Nähe der gemultiplexten LED Anzeige nicht (oder ncur
>> sehr schlecht) funktionieren.
> OK, das hatte ich schon vermutet ...

Das ist jetzt nicht "German Angst", sondern eine Stufe härter "Stefans 
Angst".

Wer viel fragt, bekommt viele Antworten und Bedenken. Du musst nicht mit 
77,5 kHz multiplexen und solltest auch ungradzahlige Bruchteile davon 
meiden.

Ich würde es aufbauen und testen, natürlich auch auf eine sinnvolle 
Verdrahtung achten und großzügig Abblock-Elkos vorsehen. Schaue Dir mal 
meinen Beitrag "Re: Handhabung Pollin-DCF77-Modul?" an, da kann 
ich den Empfänger verschieben und jede kleine Störung sofort hören.

Michael B. schrieb:
> Leider gibt es nur wenige Konstantstromquellen (TB62710)

Wozu? Meine läuft seit zweistelligen Jahren mit Widerständen, 8 Stück 
für die sieben Segmente und den Punkt.

Johannes F. schrieb:
> Hmm, ich hatte mit der Hälfte des minimalen h_FE des BC337-25 bei 100 mA
> gerechnet und bin dabei auf 1k5 gekommen ...

Ich meckere zwar immer, dass man nicht für jeden Kinderkram FETs 
einsetzen muß, in diesem Fall würde ich sie aber ganz klar dem NPN 
vorziehen.

von Michael B. (laberkopp)


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Manfred P. schrieb:
> Wozu

Weil die kluge Auswahl von Bauteilen, wenn man sie sowieso kaufen muss, 
einiges an Aufwand (Platinenentwurf, einlöten, Platz) spart.

von J. S. (jojos)


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Hallo Namensvetter,
baue das Ding so wie geplant. Eine Echtzeituhr da drin? Uhren hat man 
auf dem PC, am Arm, Alexa, an der Wand.
Ändern würde ich nur die Relaisversorgung, direkt an die ungeregelten 
+6V. Das entlastet den Regler und ein 7805 braucht wahrscheinlich nicht 
mal einen KK und es reduziert die Störungen beim Schalten auf der µC 
Versorgung.
Wenn in der Praxis dann etwas fehlt kann man eine Version 2 planen und 
bauen.
Lieferzeiten für bezahlbare industriell gefertigte Platinen sind auch 
nur eine Woche und die müssen nicht aus China kommen, siehe Aisler.net. 
Was dann dieses Projekt auch nahezu überflüssig macht... Gut, es gibt 
noch UV empfindliche Lacke oder Kleber, da kann man einen UV Belichter 
auch gebrauchen.

von Stefan F. (Gast)


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Johannes F. schrieb:
> da sinkt die Ausgangsspannung laut Datenblatt zu sehr ab.

Das geht schon, probiere es aus.

Kleiner Tipp: Anstatt dich bei Pollin mit veralteten Restposten 
einzudecken, bestelle lieber Neuware bei Aliexpress.

Bedenke nur immer, dass Leistungsbaugruppen in der Regel nur halb so 
viel aushalten, wie drauf steht. Und dass STM32F103 dort nur noch in 
schlecht gefälschter Form zu haben sind, also nur eingeschränkt 
funktionsfähig.

von Gerald B. (gerald_b)


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Bei TME gibts recht preiswert eine große Auswahl an Bauelementen aus 
vertrauenswürdiger Quelle. Und man bekommt genau das, was man raussucht 
und nicht irgendeine Wundertüte. Darunter auch eine große Auswahl an LED 
Anzeigen, nebst verlinkten Datenblättern.

von Stefan F. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Bei TME gibts recht preiswert eine große Auswahl

Zum Beispiel 
https://www.tme.eu/de/details/kw4-521ava/vierfache-led-displays/luckylight/ 
für einen Euro, mit 40-80 mcd bei 20mA.

Die LC-204VL von Pollin liefert nur 1,5-3 mcd bei 10mA.

Du könntest die Anzeige von TME mit nur 1 mA betreiben, um ungefähr die 
gleiche Helligkeit zu erhalten.

von Gerald B. (gerald_b)


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Stefan F. schrieb:
> Zum Beispiel
> https://www.tme.eu/de/details/kw4-521ava/vierfache-led-displays/luckylight/
> für einen Euro, mit 40-80 mcd bei 20mA.

Die von pollin haben aber gemeinsame Kathode. Bei der Zuordnung der 
Anschlüsse habe ich daraufhin garnicht erst geguckt. Also Vorsicht, 
"plug and Play" is nich ;-)

von Stefan F. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Die von pollin haben aber gemeinsame Kathode

Gut aufgepasst. Das Modell gibt es auch mit gemeinsamer Kathode, zum 
selben Preis.

https://www.tme.eu/de/details/kw4-521cva/vierfache-led-displays/luckylight/

von Johannes F. (jofe)


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J. S. schrieb:
> Ändern würde ich nur die Relaisversorgung, direkt an die ungeregelten
> +6V. Das entlastet den Regler und ein 7805 braucht wahrscheinlich nicht
> mal einen KK und es reduziert die Störungen beim Schalten auf der µC
> Versorgung.

Das hatte ich auch zuerst so geplant, allerdings war die 6-V-Ausführung 
des finder-Relais bei Reichelt wesentlich teurer gewesen und bei meinem 
5-V-Relais bräuchte ich dann einen Vorwiderstand, damit die Spule nicht 
überlastet wird, und dieser würde dann aber die Ein-/Ausschaltzeit 
erhöhen und damit zu stärkerer Kontaktabnutzung führen, was ich nur 
ungern in Kauf nehmen würde.
Ich werde aber nochmal überlegen, ob ich doch noch ein 6-V-Relais zum 
höheren Preis bestelle.

Edit: Gerade nochmal bei Reichelt geschaut, die Standard-6-V-Version ist 
wieder lieferbar (vorher nur die teurere Sensitiv-Variante), werde diese 
bestellen und das Relais an die ungeregelten 6 Volt „hängen“.

Gerald B. schrieb:
> Ich würde da allerdings größere Ziffern einsetzen.
> Erstens sieht man im Alter schlechter und wenn man das  Board zweit-
> oder drittverwertet, will man das Display vielleicht auch mal aus etwas
> größerer Entfernung ablesen können.

Ihr habt mich überzeugt, hinsichtlich modernerer Anzeigen und größerem 
Controller – ich arbeite das Layout gerade auf ATmega48 (DIL) und drei 
Anzeigen vom Typ Kingbright SA56-11EWA um, die ich vor Jahren mal 
bestellt hatte. Die sollten mit geringerem Strom auskommen.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Johannes F. schrieb:
> bräuchte ich dann einen Vorwiderstand, damit die Spule nicht
> überlastet wird, und dieser würde dann aber die Ein-/Ausschaltzeit
> erhöhen und damit zu stärkerer Kontaktabnutzung führen

Ich denke, das mit der Kontaktabnutzung ist ein Irrtum.

von Stefan F. (Gast)


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Johannes F. schrieb:
> SA56-11EWA

Die haben nur 3,6 bis 8 mcd, das ist gefühlt kaum heller, als deine alte 
Pollin Anzeige.

Schau die mal die DSM7T Serie bei Mouser an, die haben 50-120 mcd.
https://www.mouser.de/datasheet/2/423/DSM7TA28101T-1274895.pdf

Die ist auch gut: 
https://www.mouser.de/ProductDetail/Inolux/INND-TS56WAB?qs=qSfuJ%252Bfl%2Fd6qr6w9dFt2tw%3D%3D

von J. S. (jojos)


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um die Relais würde ich mir nicht so viel Gedanken machen, die Kontakte 
leben mit Sicherheit länger als du und auch die 5 V Version verträgt 
höhere Spannungen locker. Wenn es zu warm wird kann man auch mit PWM die 
mittlere Leistung senken. Aus dem 6 V Trafo kommt nach dem gleichrichten 
ja auch mehr raus.

von Johannes F. (jofe)


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Stefan F. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> SA56-11EWA
>
> Die haben nur 3,6 bis 8 mcd, das ist gefühlt kaum heller, als deine alte
> Pollin Anzeige.

Ich hab es gerade probiert: SA56-11EWA bei ca. 5 mA pro Segment (Rv = 
560 Ohm an 5 V) und 1/3 Duty Cycle – leuchtet nicht sehr hell, aber 
deutlich wahrnehmbar auch bei Schreibtisch- und Deckenfluterbeleuchtung, 
also für meine Zwecke erstmal ausreichend (wird eh im Keller bei mäßiger 
bis gar keiner Beleuchtung betrieben).

Stefan F. schrieb:
> Die ist auch gut:
> 
https://www.mouser.de/ProductDetail/Inolux/INND-TS56WAB?qs=qSfuJ%252Bfl%2Fd6qr6w9dFt2tw%3D%3D

Kann man bei mouser.de als Privatperson bestellen, und wie sind die 
Versandkosten? Hab ich auf die Schnelle nicht gefunden auf deren 
Website.

von Johannes F. (jofe)


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J. S. schrieb:
> und auch die 5 V Version verträgt
> höhere Spannungen locker.

Naja, im Datenblatt steht „bis 1,5 × U_Nenn“, also maximal 7,5 V bei der 
5-V-Version. Das ist aber etwas knapp, denn ...

J. S. schrieb:
> Aus dem 6 V Trafo kommt nach dem gleichrichten
> ja auch mehr raus.

... wie du selbst schon schriebst. Also wäre ein 6-V-Typ schon besser, 
der geht dann bis 9 V Betriebsspannung. Das dürfte ja reichen. PWM will 
ich am Relais eigentlich nicht machen, damit würde ich mir ja wieder 
Störungen erzeugen.

von Stefan F. (Gast)


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Johannes F. schrieb:
> Kann man bei mouser.de als Privatperson bestellen, und wie sind die
> Versandkosten? Hab ich auf die Schnelle nicht gefunden auf deren
> Website.

Kann man. Es gibt keinen Mindestbestellwert. Die relativ hohen 
Versandkosten entfallen ab ca. 50 Euro Bestellwert.

https://www.mouser.de/help/orders-shipping

von Marci W. (Gast)


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Hallo Johannes,

je nach Anwendung(!) hätte ich evtl. noch einen Beeper eingebaut.

ciao

Marci

von Gerald B. (gerald_b)


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Marci W. schrieb:
> je nach Anwendung(!) hätte ich evtl. noch einen Beeper eingebaut.

Stimmt, gerade wenn es multifunktional sein soll. Den muß man ja nicht 
unbedingt bestücken ;-)

von Manfred P. (pruckelfred)


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Johannes F. schrieb:
> J. S. schrieb:
>> und auch die 5 V Version verträgt höhere Spannungen locker.
>
> Naja, im Datenblatt steht „bis 1,5 × U_Nenn“, also maximal 7,5 V bei der
> 5-V-Version. Das ist aber etwas knapp, denn ...
>
> J. S. schrieb:
>> Aus dem 6 V Trafo kommt nach dem gleichrichten ja auch mehr raus.

Da muß man sich ansehen, was wirklich am Ladeelko liegt. Es hängt von 
der Größe des Trafos ab, gerade kleine 3..4 VA sind extrem weich und 
haben eine heftige Leerlaufüberhöhung bis 30%.

Typische 5V-Relais liegen um 40mA, das macht sich schon bemerkbar. 
Notfalls spendiert man einen Widerstand vor der Spule.

Auf jeden Fall ist es eine gute Idee, Relais nicht aus dem 
Spannungsregler des µC zu versorgen. Zum einen wegen dessen 
Verlustleistung, zum anderen verbessert es auch die Störsicherheit. Wo 
immer es geht, lasse ich meine Verbraucher vor dem Regler.

von Johannes F. (jofe)


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Stefan F. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> SA56-11EWA
>
> Die haben nur 3,6 bis 8 mcd, das ist gefühlt kaum heller, als deine alte
> Pollin Anzeige.

Anbei nochmal ein Foto von der ...EWA bei 5 mA und 1/3 Duty Cycle, 
Periodendauer 3 ms.

Da ich jetzt eh nochmal bestelle, werde ich die SC56-11SURKWA nehmen, 
die haben typ. 97 mcd bei 10 mA, also rund das zehnfache. Das sollte 
dann auch reichen. ;-)

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Johannes F. schrieb:
> Anbei nochmal ein Foto von der ...EWA bei 5 mA und 1/3 Duty Cycle,
> Periodendauer 3 ms.

Sieht (für Indoor Nutzung) gut aus.

von Michael B. (laberkopp)


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Steve van de Grens schrieb:
> Sieht (für Indoor Nutzung) gut aus.

Kamera-Autobelichtung.

Ist letztlich völlig irrelevant.

Muss man in der Realität testen.

Ich habe ein DRO mit "high efficiency" grünen 13mm LED Anzeigen 
LM5624-11 am DM13C, 8-fach gemultiplext mit 80mA, also 10mA Average, und 
im Programm extra 16 Dimmstufen vorgesehen weil ein kommerzielles 
chinesisches MAX7219 Display unter vergleichbaren Bedingungen so hell 
war dass Stufe 6 von 16 ausreichte, obwohl so ein MAX7219 ja nur 5mA 
macht. Pustekuchen, es steht immer auf maximaler Helligkeit, weil sonst 
der Kontrast selbst hinter einem grünen Acrylglasplatte (Hornbach) im 
Werkstattkeller zu gering wäre.

Ja, LEDtech Datenblatt sagt GREEN LM5624-11 572nm 2.1V 3.9-6.5mcd bei 
20mA, also eher 1.9mcd, aber verkauft als angeblich hell. Man kann sich 
auf nichts verlassen.

von Mi N. (msx)


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Johannes F. schrieb:
> Da ich jetzt eh nochmal bestelle, werde ich die SC56-11SURKWA nehmen,
> die haben typ. 97 mcd bei 10 mA, also rund das zehnfache. Das sollte
> dann auch reichen. ;-)

Die gibt es zum einen bei Reichelt und sehen dann so aus: 
Beitrag "7-Segm.-LED-Anzeige, 6-stellig, statische Ansteuerung mit (74HC)4094"
Man kann sie aber ruhig noch etwas dimmen.
Spezielle 7-Segmenttreiber sind garnicht notwenig. Schieberegister haben 
zudem den Vorteil, Typen mit gemeinsamer K oder A nutzen zu können - 
oder auch gemischt ;-)

Wegen der Relaisansteuerung hätte ich keine Bedenken, diese auch mit 
noch höherer Spannung zu betreiben und auf jeden Fall vor dem Regler 
anzuschließen. Die Leerlaufspannung der kleinen Trafos bricht bei Last 
auch recht schnell ein. Die typ. Kenndaten der Relais' gelten auch bei 
sehr hohen Temperaturen und Dauerbetrieb. Beides wird bei Dir nicht der 
Fall sein. Bevor eine Relaisspule durchbrennt, muß schon viel passieren.

Würde mich aber nicht wundern, wenn das hiesigen Nutzern permanent 
passiert und deshalb dringend eine aktive Kühlung vorgeschlagen wird ;-)

von Johannes F. (jofe)


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Hier ist mein umgearbeiteter Entwurf mit drei SC56-11SURKWA und 
ATmega48. Drei Ziffern reichen; damit werde ich einfach die Sekunden 
dreistellig anzeigen.

Ist wesentlich übersichtlicher geworden. Den vorherigen 2,8-VA-Trafo 
habe ich durch einen 1,8-VA-Typ ersetzt, den LDO-Spannungsregler durch 
einen LP2950-5.0, den IR-Empfänger TSOP4836 durch einen etwas größeren 
TSOP31236, von denen ich noch mehr auf Lager habe.

Nachteil ist allerdings, dass ich nun sehr viele Brücken um die 
7-Segment-Displays herum brauche. Nun werden sicher viele sagen, „lass 
doch die Platine industriell fertigen, doppelseitig durchkontaktiert“ 
:-D

von J. S. (jojos)


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Vier Stellen mit mm:ss ist schon bequemer. Lange Zeiten wie 30 Minuten 
braucht man z.B. zum Aushärten von UV Lack / Folie.

von Stefan F. (Gast)


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Ich würde R14-16 ich ein bisschen großzügiger dimensionieren. Zum 
Beispiel 2,2 kΩ.

von Johannes F. (jofe)


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J. S. schrieb:
> Vier Stellen mit mm:ss ist schon bequemer.

Ja, das stimmt schon. Dann müsste ich aber doch meine ursprüngliche 
Version mit der LC-204VL bauen – vier getrennte Digits kriege ich nicht 
auf die Eurokarte gepackt und bräuchte dann noch viel mehr Brücken …

J. S. schrieb:
> Lange Zeiten wie 30 Minuten
> braucht man z.B. zum Aushärten von UV Lack / Folie.

Wofür benutzt man denn sowas? Also ich habe das bisher noch nicht 
gemacht.

Stefan F. schrieb:
> Ich würde R14-16 ich ein bisschen großzügiger dimensionieren. Zum
> Beispiel 2,2 kΩ.

Das wären dann ca. 2 mA Basisstrom, und der Kollektorstrom beträgt ja 
mit den 560-Ohm-Widerständen maximal rund 43 mA. Würdest du die BC337-25 
wirklich so stark übersteuern? Laut DB haben die einen h_FE von 
mindestens 160 bei I_c = 100 mA; ich hatte mit der Hälfte, also 80, 
gerechnet.

: Bearbeitet durch User
von Klaus H. (hildek)


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Johannes F. schrieb:
> Laut DB haben die einen h_FE von
> mindestens 160 bei I_c = 100 mA; ich hatte mit der Hälfte, also 80,
> gerechnet.

Mit B=80 zu rechnen halte ich auch für ein wenig hoch.
Die Angaben (160 bei 100mA) gelten für den Linearbetrieb, er könnte so 
nicht unbedingt in Sättigung gehen und dann, wenn nur ein Segment oder 
beim nächsten alle sieben Segmente leuchten, vielleicht ein 
Helligkeitsunterschied feststellbar sein.
An der Stelle hätte ich als vermutlich eher die BC337-40 genommen, aber 
der Vorschlag mit 2k2 von Stefan F. ist auch o.k.
Den Digit_x Ausgängen tut das nicht weh und Netzversorgung hast du auch 
...

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> Hier ist mein umgearbeiteter Entwurf

Hmm, nach wie vor hochohmige Basiswiderstände am Digit-Treiber, eine 
überflüssige Rückstromdiode am Spannungsregler und so kleine Trafos 
brauchen keine Sicherung, der Draht dadrin ist dünner als der in deiner 
Sicherung, und bipolare brauchen eigentlich keinen BE Widerstand.

Dass nach wie vor die Zeit gestoppt und über FB eingestellt werden soll, 
ist halt deine Entscheidung.

von Johannes F. (jofe)


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Klaus H. schrieb:
> An der Stelle hätte ich als vermutlich eher die BC337-40 genommen, aber
> der Vorschlag mit 2k2 von Stefan F. ist auch o.k.

Gut, danke für die Erklärung.
Welchen Widerstand würdest du denn dann beim BC337-40 nehmen? 3k3 
(entspricht B=33)?

Michael B. schrieb:
> Hmm, nach wie vor hochohmige Basiswiderstände am Digit-Treiber

Die werde ich verkleinern, danke für den Hinweis.

Michael B. schrieb:
> eine
> überflüssige Rückstromdiode am Spannungsregler

Ist die wirklich überflüssig, wenn ich 5 Volt an VCC anlege zum Flashen 
des Controllers, ohne dass Netzspannung anliegt? Also verträgt es der 
LP2950, 5 V an seinen Ausgang zu bekommen bei Eingangsspannung = 0? 
Würde da nicht Strom rückwärts vom Ausgang zum Eingang fließen und ihn 
evtl. zerstören? Im Datenblatt finde ich dazu nichts.

Michael B. schrieb:
> und so kleine Trafos
> brauchen keine Sicherung, der Draht dadrin ist dünner als der in deiner
> Sicherung

Ja das stimmt, die Sekundär-Sicherung nehme ich raus. Der Trafo ist 
sogar „unbedingt kurzschlussfest“, also ist die Sicherung wirklich 
überflüssig. Gilt das auch für die Primär-Sicherung oder sollte ich die 
besser drin lassen?

Michael B. schrieb:
> und bipolare brauchen eigentlich keinen BE Widerstand

Hmm ja, da war ich mir auch nicht ganz sicher, jedoch wird das im 
Artikel Basiswiderstand,
https://www.mikrocontroller.net/articles/Basiswiderstand#Offene_Basis_bei_Reset
so empfohlen, weil mögliche Störeinkopplungen beim Reset des Controllers 
sonst bewirken könnten, dass die Transistoren teilweise durchsteuern.

Michael B. schrieb:
> Dass nach wie vor die Zeit gestoppt und über FB eingestellt werden soll,
> ist halt deine Entscheidung.

Ich kann mir schon vorstellen, dass Lichtmengenmessung besser wäre, mir 
ist das aber zum jetzigen Zeitpunkt noch zu komplex. Vielleicht nehme 
ich mir das später mal vor. Zunächst ist die simple Zeitsteuerung für 
mich ausreichend und erfüllt erstmal ihren Zweck.

Die Fernbedienung betreffend bin ich noch am überlegen, ob ich 
zusätzlich noch Taster und Drehimpulsgeber einbaue. Fernbedienung kann 
ja dann zusätzliche Option sein, um die Zeit über die Zifferntasten 
direkt wählen zu können.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Johannes F. schrieb:
> Also verträgt es der
> LP2950, 5 V an seinen Ausgang zu bekommen bei Eingangsspannung = 0?

Das kann doch gar nicht passieren, denn die Spannung an der 
Ausgangsseite ist letztendlich das Resultat der geregelten 
Eingangsspannung.

Und selbst wenn doch, alle mir bekannten Spannungsregler mit bis zu 5V 
vertragen "von hinten" angelegte Fremdspannung bis ca. 7 Volt.

Selbst wenn er es nicht verträgt, müsste zur Zerstörung des Reglers eine 
gewisse Menge Strom fließen. Wo soll der Strom denn hin fließen, wo ist 
die Senke? Das Relais reicht nicht, um dem Spannungsregler weh zu tun.

Siehe einfach mal Platz für die Diode vor, aber löte sie nicht ein und 
probiere es aus. Versuch macht kluch.

Johannes F. schrieb:
> Gilt das auch für die Primär-Sicherung

Ja, die kann bei solchen Trafos normalerweise auch entfallen. Ich fühle 
mich mit Primär-Sicherungen aber wohler. Ist wohl so ein Ding wie du mit 
deiner Diode :-)

Johannes F. schrieb:
> (Der Basiswiderstand wird)
> so empfohlen, weil mögliche Störeinkopplungen beim Reset des Controllers
> sonst bewirken könnten, dass die Transistoren teilweise durchsteuern.

Trotzdem egal, denn niemand wird verletzt, wenn die LEDs beim Reset des 
Controller ein kleines bisschen glimmen. Sehr wahrscheinlich wirst da 
aber nichts sehen, außer vielleicht in einem absolut dunklen Raum.

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> da nicht Strom rückwärts vom Ausgang zum Eingang fließen

Ja, er fliesst, die Diode ost schon eingebaut, nutze dein Multimeter.

Johannes F. schrieb:
> weil mögliche Störeinkopplungen beim Reset des Controllers sonst
> bewirken könnten, dass die Transistoren teilweise durchsteuern.

Bei MOSFETs. Bipolare sind niederohmig, da macht ein Ausgang der noch 
als hochohmiger Eingang geschaltet ist nichts aus.

Johannes F. schrieb:
> Gilt das auch für die Primär-Sicherung

Ja.

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Ich weiß nicht, was Ihr mit den Basiswiderständen habt. Nimmt man einen 
PNP Transistor (BC327) als Emitterfolger hat man keinerlei Probleme mit 
Sättigung.
Mein Vorschlag ebenfalls mit ATmega48 und 100 Ohm Widerständen für die 
Segmente, die der ATmega48 locker treiben kann: 
http://mino-elektronik.de/7-Segment-Variationen/LCD.htm#led4

Johannes F. schrieb:
> Den vorherigen 2,8-VA-Trafo
> habe ich durch einen 1,8-VA-Typ ersetzt,

Bau das Netzteil provisorisch auf und belaste es mit dem zu erwartenden 
Strom. Erst dann zeigt sich, ob der kleinere Trafo tatsächlich 
ausreichend ist.

von Johannes F. (jofe)


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Mi N. schrieb:
> Ich weiß nicht, was Ihr mit den Basiswiderständen habt. Nimmt man einen
> PNP Transistor (BC327) als Emitterfolger hat man keinerlei Probleme mit
> Sättigung.

Prima Idee, danke. Bei der ersten Version hatte ich ja bereits 
NPN-Emitterfolger als High-Side-Treiber für die Segmente. Warum nicht 
auch für die Low-Side. Die 5 Volt Betriebsspannung bieten ja genügend 
Reserve für die zusätzlichen ca. 0,7 V, die dann über den Transistoren 
abfallen.

von Klaus H. (hildek)


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Johannes F. schrieb:
> Gut, danke für die Erklärung.
> Welchen Widerstand würdest du denn dann beim BC337-40 nehmen? 3k3
> (entspricht B=33)?

Den habe ich deshalb genannt, weil das h_FE des -40 schon mal 2.5fach 
größer ist und dann reichen 4k7, auch deine 6k8 noch aus.

Johannes F. schrieb:
> Bei der ersten Version hatte ich ja bereits
> NPN-Emitterfolger als High-Side-Treiber für die Segmente. Warum nicht
> auch für die Low-Side.

Dann natürlich PNP und invertierte Ansteuerung.

von Mi N. (msx)


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Johannes F. schrieb:
> Prima Idee, danke. Bei der ersten Version hatte ich ja bereits
> NPN-Emitterfolger als High-Side-Treiber für die Segmente.

Eigentlich wollte ich ja nicht noch mehr schreiben, damit Du auch einmal 
anfangen und fertig werden kannst ;-)
Wenn Du die ganze Displayansteuerung invertieren würdest (Anzeigen mit 
gemeinsamer Anode), könnten Emitterfolger nach V+ die Digits treiben. V+ 
wird vor dem 5 V Regler abgegriffen. Gleiches könnte man mit dem Relais 
machen, das bei rund 4,4 V auch noch schalten würde. Die 
Gesamt-Verlustleistung würde dann auf die Treibertransistoren verteilt, 
und ein Regler im TO92-Gehäuse würde auf jeden Fall ausreichen.

Aber prüfe bitte unbedingt, ob die Trafospannung mit nominell 6 VAC 
unter Last nicht zu sehr einbricht. Daß Du einen 50 Hz Trafo nehmen 
möchtest, finde ich gut. Die Ableitströme von Schaltnetzteilen sind 
allermeistens störend, auch wenn viele Leute sich daran gewöhnt zu haben 
meinen.
Viel Erfolg!

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Mi N. schrieb:
> Eigentlich wollte ich ja nicht noch mehr schreiben, damit Du auch einmal
> anfangen und fertig werden kannst ;-)

Ist schon okay, ich habe sowieso noch Zeit bis zum Wochenende für das 
Layouten, erst dann kann ich die Platine herstellen.

Mi N. schrieb:
> Wenn Du die ganze Displayansteuerung invertieren würdest (Anzeigen mit
> gemeinsamer Anode), könnten Emitterfolger nach V+ die Digits treiben.

Geht das nicht auch mit gemeinsamer Kathode? Hatte ich ja im 
ursprünglichen Entwurf schon so, mit 8 × BC847 (NPN) an den 
Segment-Anoden.

Mi N. schrieb:
> V+ wird vor dem 5 V Regler abgegriffen.

Das ist wieder eine super Idee, das werde ich so machen. Maximale 
Verlustleistung pro BC847 (bei gemeinsamer Kathode) wäre allerhöchstens 
137 mW (bei 50 % Leerlaufüberhöhung des Trafos, wenn nur ein Segment 
leuchtet, und 10 % Netzüberspannung) und das ist gerade mal etwas mehr 
als die Hälfte von den 250 mW Absolute Maximum Rating. Damit kann ich 
den LF50 durch einen LP2950-5.0 im TO-92 ersetzen und bekomme noch etwas 
mehr Platz auf der Platine.

von Mi N. (msx)


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Johannes F. schrieb:
> Geht das nicht auch mit gemeinsamer Kathode? Hatte ich ja im
> ursprünglichen Entwurf schon so, mit 8 × BC847 (NPN) an den
> Segment-Anoden

Nein, wenn Du Platz sparen möchtest. Zusätzliche 8 x Segmenttreiber 
braucht man nicht aber eben Anzeigen mit gemeinsamer Anode.
Wenn auch 10 mm Ziffernhöhe reichen, gibt es auch schöne, helle 
Anzeigen, die sich mit einfachem Platinen-Layout gut kaskadieren lassen:
http://mino-elektronik.de/bilder/Fmeter_5x7/fmeter_5x7brd.png
Gemeinsame Kathode
https://www.reichelt.de/7-segment-anzeige-gelb-9-9mm-gem-kathode-sc39-11sykwa-p272072.html?&trstct=pol_1&nbc=1
oder Anode
https://www.reichelt.de/single-7-segment-anzeige-rot-9-9-mm-31-mcd-gem-anode-sa-39-11-rt-p6916.html?&trstct=pol_3&nbc=1

von Johannes F. (jofe)


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Mi N. schrieb:
> Aber prüfe bitte unbedingt, ob die Trafospannung mit nominell 6 VAC
> unter Last nicht zu sehr einbricht.

Werde ich machen, danke für den Tipp.

Mi N. schrieb:
> Daß Du einen 50 Hz Trafo nehmen
> möchtest, finde ich gut. Die Ableitströme von Schaltnetzteilen sind
> allermeistens störend,

Was sind denn Ableitströme? Mit SNTen kenne ich mich nicht so gut aus 
(ein weiterer Grund, weshalb ich 50-Hz-Trafos bevorzuge ;-)).

Mi N. schrieb:
> Viel Erfolg!

Dankeschön :-)

Mi N. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Geht das nicht auch mit gemeinsamer Kathode? Hatte ich ja im
>> ursprünglichen Entwurf schon so, mit 8 × BC847 (NPN) an den
>> Segment-Anoden
>
> Nein, wenn Du Platz sparen möchtest. Zusätzliche 8 x Segmenttreiber
> braucht man nicht aber eben Anzeigen mit gemeinsamer Anode.

OK, ich glaube, jetzt verstehe ich, was du mit Platz sparen meinst ... 
nur drei bzw. vier NPN-Emitterfolger an den gemeinsamen Anoden der 
Digits und die einzelnen Kathoden dann direkt an die Controllerpins. 
Werde ich vielleicht bei dem Temperaturregler so machen, der als 
nächstes geplant ist.

Für den Zeitschalter habe ich mich jetzt entschieden, doch die 
ursprüngliche Version mit der Pollin-Anzeige und Schieberegistern in 
veränderter Form zu bauen: d.h. die Kollektoren der 
Digittreiber-Emitterfolger an die ungeregelte Spannung nach dem 
Gleichrichter, ebenso wie den Pluspol der Relaisspule (mit ca. 10 Ohm 
Vorwiderstand), wie es mehrfach empfohlen wurde. Damit kann ich mir den 
Kühlkörper sparen und einen LP2950-5.0 im TO-92 verwenden. Grund für 
diese Entscheidung ist, dass ich nunmal jetzt die Pollin-Anzeigen habe 
und vier Ziffern mit Doppelpunkt dazwischen nunmal besser für einen 
Zeitschalter passen als nur drei Ziffern wie im letzten Entwurf.

Geänderter Schaltplan und Layout folgen in Kürze ...

Mi N. schrieb:
> Wenn auch 10 mm Ziffernhöhe reichen, gibt es auch schöne, helle
> Anzeigen, die sich mit einfachem Platinen-Layout gut kaskadieren lassen:
> http://mino-elektronik.de/bilder/Fmeter_5x7/fmeter_5x7brd.png
> Gemeinsame Kathode
> 
https://www.reichelt.de/7-segment-anzeige-gelb-9-9mm-gem-kathode-sc39-11sykwa-p272072.html?&trstct=pol_1&nbc=1
> oder Anode
> 
https://www.reichelt.de/single-7-segment-anzeige-rot-9-9-mm-31-mcd-gem-anode-sa-39-11-rt-p6916.html?&trstct=pol_3&nbc=1

Werde ich mir ansehen für zukünftige Projekte, danke für die Tipps.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hm, die komplette Neukonstruktion ist wohl wieder typisch für dieses 
Forum. Kam eigentlich schon ein Vorschlag mit Nixie-Röhren oder habe ich 
den übersehen? Oder wie wäre es mit einer Laserprojektion?

SCNR ;)

Nur eine Sache, ich würde bei vier Stellen bleiben. Wenn man die vierte 
Stelle dann nicht braucht, ist's nicht so schlimm wie der Ärger darüber 
wenn sie hinterher fehlt.

von Johannes F. (jofe)



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Ben B. schrieb:
> Nur eine Sache, ich würde bei vier Stellen bleiben. Wenn man die vierte
> Stelle dann nicht braucht, ist's nicht so schlimm wie der Ärger darüber
> wenn sie hinterher fehlt.

Ja, das dachte ich mir auch. Deshalb werde ich nun doch die LC-204VL 
verwenden, weil ich die auch nunmal habe ...

Anbei der jetzige Stand, Display und Relais werden von der ungeregelten 
Spannung am Ladeelko versorgt. Daher der kleinere Regler im 
TO-92-Gehäuse.

Falls euch an Schaltung und Layout noch was auffällt, was 
verbessert/korrigiert werden könnte, bitte schreiben – ich habe noch 
Zeit bis zum Wochenende, Änderungen vorzunehmen. Dankeschön :-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn Du unbedingt noch Änderungen vornehmen willst, es gäbe anstelle der 
BC327 evtl. noch TO-92 Transistoren, bei denen die Basis nicht in der 
Mitte liegt. Mit sowas könnten unten die vier Brücken komplett 
rausfliegen und das Layout weiter vereinfacht werden. Mein 
Standard-Transistor für sowas ist das 2SA733/2SC945-Päärchen, aber die 
können nur 100mA, nicht 800mA. Vielleicht weiß da jemand noch einen 
dickeren Transistor mit außen liegender Basis.

Denk auch dran, daß die Transistoren nicht weiter öffnen können als ihre 
Basisspannung zulässt. Du bekommst in der Schaltung niemals diese 7,5V 
an das Display, sondern etwa Vcc-2x0,6V, also nur etwa 3,8V. Ich weiß 
nicht ob Du das "eingepreist" hast. Wenn Du mehr willst müsstest Du die 
PNP an den Anoden einsetzen und die NPN an den Kathoden, möglicherweise 
brauchen alle Transistoren dann aber Basiswiderstände.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Ben B. schrieb:
> die komplette Neukonstruktion ist wohl wieder typisch für dieses Forum

Wenn jemand um Verbesserungsvorschläge bittet, dann bekommt er sie.

von M. K. (sylaina)


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Hm...ich geh mal durch was mir grad so auf Anhieb auffiel:

SB140 hat 0.75V Flussspannung. In Kombination mit dem Trafo wird es da 
mit 7.5V recht eng. Da der LP2950 aber nur 1V Dropspannung anscheinend 
benötigt ginge das grade noch so in Ordnung. Reicht für den Rest denn so 
rund 6VDC ( 6VAC*SQRT(2)*(100%-10%_Spannungsdrop_Netz) )?
Die Diode D3 über dem LP2950 ist aber gleich in zweierlei Hinsicht 
überflüssig: Zum Einem braucht der LP2950-5 diese Diode gar nicht (Uout 
-> Uin kann selbst für Uin = 0V gar nicht das kritische Level (~7V) 
erreichen, dass dem LP2950 schaden kann sofern man auf Vcc nicht noch 
von extern was Höheres einspeist), zum Anderen dürfte auch am Ausgang 
des LP2950 wohl kaum eine nennenswert größere Kapazität als 3 mF 
auftauchen, die die Ausgangsspannung signifikant länger auf 5V hält als 
die drei 1 mF Kapazitäten am Eingang des LP2950 die Spannung aufrecht 
erhalten.
Die Diode D8 ist ebenso überflüssig, der Attiny hat hier schon eine 
recht brauchbare Diode eingebaut.
Parallel zu C7 kann man überlegen einen Varistor vorzusehen, der im 
Falle eines Falles F1 zur Auslösung bringt.
C13 mit 100 uF an U4 kommt mir ebenso etwas hoch vor und macht vor allem 
dem LP2950 das Leben nicht grade einfacher.
Die Pulldowns (R5/R6) an SCK und MOSI sind ebenso nicht nötig. Beide 
Leitungen werden vom Attiny stets auf dem richtigen Level gehalten.
Zu guter Letzt würde ich in die N-Leitung zumindest des Imagesetters 
auch noch eine Sicherung vorsehen...falls mal L und N nicht wie geplant 
angeschlossen werden hat man so zumindest L sicher immer abgesichert.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Zu guter Letzt würde ich in die N-Leitung zumindest
> des Imagesetters auch noch eine Sicherung vorsehen...
Das halte ich für übertrieben und habe ich noch in keinem kommerziellen 
Produkt wie etwa PC-Netzteilen gesehen. Die Sicherung ist praktisch bloß 
eine Art Brandschutz. Wenn ein PC-Netzteil hochgeht und mit einer 
6,3..10A trägen Sicherung ausgestattet ist, überlebt die das in den 
meisten Fällen sogar einigermaßen unbeschadet (wobei sich durchaus ihr 
Auslöseverhalten ändern könnte) weil der B16 LSS im Sicherungskasten 
schneller ist. Dazu plant der TE den berührungssicheren Einbau in ein 
Gehäuse... nee, die zweite Sicherung bringt nichts.

von Mi N. (msx)


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Ben B. schrieb:
> an das Display, sondern etwa Vcc-2x0,6V, also nur etwa 3,8V. Ich weiß
> nicht ob Du das "eingepreist" hast. Wenn Du mehr willst müsstest Du

Diese ca. 3,8 V sind volle Absicht und bei rund 2 V Durchlassspannung 
der Anzeigen ganz in Ordnung. Die Zeit der Basiswiderstände ist hier 
längst vorbei.

M. K. schrieb:
> SB140 hat 0.75V Flussspannung.

Bei 1 A. Bei 10 mA für den ATmega48 sieht das aber ganz anders aus. 
Persönlich würde ich SD103 einsetzen.

> Da der LP2950 aber nur 1V Dropspannung anscheinend

Und auch dieser Wert stimmt nicht. Es gibt auch kein Teil in der 
Schaltung, das exakte 5 V erfordert.

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> es gäbe anstelle der
> BC327 evtl. noch TO-92 Transistoren, bei denen die Basis nicht in der
> Mitte liegt. Mit sowas könnten unten die vier Brücken komplett
> rausfliegen und das Layout weiter vereinfacht werden.

Gute Idee, kennt jemand solche Transistoren, die mindestens 200 mA 
schalten können?

Ben B. schrieb:
> Denk auch dran, daß die Transistoren nicht weiter öffnen können als ihre
> Basisspannung zulässt. Du bekommst in der Schaltung niemals diese 7,5V
> an das Display, sondern etwa Vcc-2x0,6V, also nur etwa 3,8V. Ich weiß
> nicht ob Du das "eingepreist" hast.

Ja das ist mir bewusst, und sogar besser, weil das Display damit auch 
eine „geregelte“ Spannung bekommt (da abgeleitet von VCC über die 
Emitterfolger). Ich werde allerdings die Segmentwiderstände noch auf 
150 Ohm anpassen.

M. K. schrieb:
> SB140 hat 0.75V Flussspannung.

Also im Diotec-Datenblatt
https://diotec.com/request/datasheet/sb120.pdf
steht VF < 0,5 V @ IF = 1 A, also bei meinen ca. 230 mA eher noch 
weniger.

M. K. schrieb:
> Reicht für den Rest denn so
> rund 6VDC ( 6VAC*SQRT(2)*(100%-10%_Spannungsdrop_Netz) )?

Ja, das Relais ist für 6 VDC ausgelegt (da ich durchschnittlich ca. 
7,5 V am Ladeelko ausgerechnet habe, ist noch der 10-Ohm-Vorwiderstand 
eingeplant).

M. K. schrieb:
> Zum Einem braucht der LP2950-5 diese Diode gar nicht (Uout
> -> Uin kann selbst für Uin = 0V gar nicht das kritische Level (~7V)
> erreichen, dass dem LP2950 schaden kann sofern man auf Vcc nicht noch
> von extern was Höheres einspeist),

Ist das wirklich so, dass der LP2950 bis zu 7 V Fremdspannung am Ausgang 
verträgt bei Uin=0? Ich finde dazu im Datenblatt leider nichts. Bei den 
78xx ist dagegen im Datenblatt ja explizit diese Rückflussdiode 
vorgesehen ...

M. K. schrieb:
> zum Anderen dürfte auch am Ausgang
> des LP2950 wohl kaum eine nennenswert größere Kapazität als 3 mF
> auftauchen, die die Ausgangsspannung signifikant länger auf 5V hält als
> die drei 1 mF Kapazitäten am Eingang des LP2950 die Spannung aufrecht
> erhalten.

Kapazitäten nicht, aber die Einspeisung von 5 V beim ISP-Flashen des 
Controllers.

M. K. schrieb:
> Die Diode D8 ist ebenso überflüssig, der Attiny hat hier schon eine
> recht brauchbare Diode eingebaut.

Also in den AppNotes wie z.B.
https://www.microchip.com/content/dam/mchp/documents/MCU08/ApplicationNotes/ApplicationNotes/atmel-2521-avr-hardware-design-considerations_applicationnote_avr042.pdf
wird diese Diode empfohlen, da die Controller laut diesen eben keine 
solche Clamping-Diode am Reset-Pin (im Gegensatz zu den anderen Pins) 
haben, um HV-Programming zu ermöglichen.

von Mi N. (msx)


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Johannes F. schrieb:
> Gute Idee, kennt jemand solche Transistoren, die mindestens 200 mA
> schalten können?

Ich würde mir doch niemals spezielle Transistoren zusammensuchen, bloß 
um 4 x Lötbrücken einzusparen. Es sei denn, Du möchtest auch hier 
SMD-Typen einsetzen. Dann wäre BC807 ein Kandidat.

von Michael B. (laberkopp)


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Mi N. schrieb:
> Ich würde mir doch niemals spezielle Transistoren zusammensuchen

Speziell ist eher die deutsche Abart, C nicht in der Mitte des TO92 zu 
haben.
Da musste man das Leadframe extra abwinkeln, damit der Chip nicht am 
Rand klebt. Der Rest der Welt hat sich von den Unsinn, kompatibel zu 
Blechdöschen von 1950 zu sein, schnell gelöst.

2SC1845, BC635 und 2SC2655 sind beliebt für mehr Leistung,

von M. K. (sylaina)


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Johannes F. schrieb:
> Bei den
> 78xx ist dagegen im Datenblatt ja explizit diese Rückflussdiode
> vorgesehen ...
Aber eben explizit nicht bei den xx05er Versionen. Hat mit der internen 
Schaltung zu tun, die internen Strecken/Transistoren (konkret der 
Bypass-Transistor) benötigen was um die 7 Volt um entsprechend 
durchzubrechen bei einer Falschpolung. vgl. auch 
https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/22615/STMICROELECTRONICS/L7805.html 
Seite 23, Figure 37.
Ist lange her bei mir aber ich meine das war der Emitter-Basis-Übergang, 
der bei Überschreiten von 6-7 Volt durchbricht sodass sich dann die 
Emitter-Collector-Strecke wie eine Zener-Diode verhält bei BiPos. 
Verdammt ist Halbleiterphysik lange her, ich konnte das sogar mal 
herleiten :D

Johannes F. schrieb:
> da die Controller laut diesen eben keine
> solche Clamping-Diode am Reset-Pin (im Gegensatz zu den anderen Pins)
> haben, um HV-Programming zu ermöglichen.

Ah, stimmt ja. Daran hatte ich nicht gedacht.

Johannes F. schrieb:
> Kapazitäten nicht, aber die Einspeisung von 5 V beim ISP-Flashen des
> Controllers.

Der ISP sollte eigentlich keine Spannung einspeisen und wenn, dann nur 
die unkritischen 5V ;)

Johannes F. schrieb:
> Ja, das Relais ist für 6 VDC ausgelegt (da ich durchschnittlich ca.
> 7,5 V am Ladeelko ausgerechnet habe, ist noch der 10-Ohm-Vorwiderstand
> eingeplant).

Wäre halt der Worst Case, dass die Netzspannung um 10% fällt, was sie ja 
darf aber das scheint ja zu passen bei dir.

von Mi N. (msx)


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Michael B. schrieb:
> Speziell ist eher die deutsche Abart, C nicht in der Mitte des TO92 zu
> haben.
> Da musste man das Leadframe extra abwinkeln, damit der Chip nicht am
> Rand klebt. Der Rest der Welt hat sich von den Unsinn, kompatibel zu
> Blechdöschen von 1950 zu sein, schnell gelöst.

Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was Du damit sagen willst.

> 2SC1845, BC635 und 2SC2655 sind beliebt für mehr Leistung,

Der Erstgenannte schafft max. 50 mA und der Letzte in der Aufzählung ist 
lt. Toshiba Datenblatt nicht mehr zur Verwendung empfohlen.
Hauptsache, sie sind beliebt ;-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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von Steve van de Grens (roehrmond)


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Johannes F. schrieb:
> Bei den 78xx ist dagegen im Datenblatt ja explizit diese Rückflussdiode
> vorgesehen ...

Nur bei den Modellen mit mehr als 5 Volt, und auch nur dann, wenn er von 
hinten gespeist wird während sein Eingang herunter gezogen wird.

von Klaus H. (hildek)


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Steve van de Grens schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Bei den 78xx ist dagegen im Datenblatt ja explizit diese Rückflussdiode
>> vorgesehen ...
>
> Nur bei den Modellen mit mehr als 5 Volt, und auch nur dann, wenn er von
> hinten gespeist wird während sein Eingang herunter gezogen wird.

Über die Diode wird hier und in einigen anderen Threads viel zu viel 
diskutiert.
Ja, beim 7805 ist sie nicht notwendig. Aber eine 1N400x für 3ct 
(Reichelt) schadet beim 7805 nicht und reißt auch nicht das Budget.
Klar, im professionellen Bereich kann man dem Kaufmann eine kleine 
Freude machen. Hier nimmt sie nur ein wenig Platz weg ...

von Axel R. (axlr)


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: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Mi N. schrieb:
> Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was Du damit sagen willst.

Tja, damit scheinst du nicht mal ansatzweise zu wissen, wie ein TO92 
Transistor innen aufgebaut ist, hast wohl noch nie einen aufgeknipst, 
absichtlich oder versehentlich, willst aber mitreden und anderen 
erzählen wie doof sie sind.

https://electronics.stackexchange.com/questions/236142/why-are-the-collector-and-emitter-on-this-to-92-transistor-reversed

Und hier der verbogene deutsche

https://www.eeeguide.com/discrete-transistor-packaging/

Auch Amerikaner haben früh umgeschwenkt.

https://www.mouser.com/datasheet/2/68/lssgp072-36694.pdf

von Mi N. (msx)


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Michael B. schrieb:
> Tja, damit scheinst du nicht mal ansatzweise zu wissen, wie ein TO92
> Transistor innen aufgebaut ist,

Das muß ich auch garnicht, ich verwende sie lediglich.
Ich ich muß mich auch weder Deinen Schwurbeleien noch dem Sprachgebrauch 
des Ben B. anschließen. Macht den Kinderkram mit Euch selber aus.

von Johannes F. (jofe)


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M. K. schrieb:
> Parallel zu C7 kann man überlegen einen Varistor vorzusehen, der im
> Falle eines Falles F1 zur Auslösung bringt.

Hmm, welchen Fall sollte der denn absichern, Netzspannungsüberhöhung?

M. K. schrieb:
> C13 mit 100 uF an U4 kommt mir ebenso etwas hoch vor und macht vor allem
> dem LP2950 das Leben nicht grade einfacher.

Okay, würdet ihr den durch 10µ ersetzen oder lieber ganz weglassen? Ich 
hatte ihn vorgesehen, weil U4 ja etwas weiter vom Regler entfernt ist.

M. K. schrieb:
> Die Pulldowns (R5/R6) an SCK und MOSI sind ebenso nicht nötig. Beide
> Leitungen werden vom Attiny stets auf dem richtigen Level gehalten.

Naja, außer eben während Reset des ATtinys beim Flashen. Achso, halt – 
da treibt ja dann der ISP-Programmer die SCK- und MOSI-Leitungen. Also 
wohl wirklich überflüssig ;-) Aber schaden tun sie ja auch nicht, oder?

M. K. schrieb:
> Zu guter Letzt würde ich in die N-Leitung zumindest des Imagesetters
> auch noch eine Sicherung vorsehen...falls mal L und N nicht wie geplant
> angeschlossen werden hat man so zumindest L sicher immer abgesichert.

Hmm, das verstehe ich nicht so ganz. L und N sind ja zunächst mal 
sowieso zufällig, je nachdem, wie herum der Eurostecker eingesteckt wird 
– geplant ist da nix. Und die beiden Sicherungen würden ja dann in Reihe 
liegen – welche zuerst auslöst, wäre rein zufällig, und genauso gut 
könnte die Sicherung, die (zufällig) in der N-Leitung liegt, zuerst 
auslösen?!

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Johannes F. schrieb:
> Aber schaden tun sie ja auch nicht, oder?

Schaden tun sie nicht.

von Johannes F. (jofe)


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Mi N. schrieb:
> M. K. schrieb:
>> SB140 hat 0.75V Flussspannung.
>
> Bei 1 A. Bei 10 mA für den ATmega48 sieht das aber ganz anders aus.
> Persönlich würde ich SD103 einsetzen.

Aber der Gleichrichter versorgt ja auch noch die Anzeige und das Relais, 
nicht nur den Controller – insgesamt wären es maximal ca. 240 mA. Da 
wäre die SD103 wohl etwas unterdimensioniert?

Mi N. schrieb:
> Ich würde mir doch niemals spezielle Transistoren zusammensuchen, bloß
> um 4 x Lötbrücken einzusparen. Es sei denn, Du möchtest auch hier
> SMD-Typen einsetzen. Dann wäre BC807 ein Kandidat.

Danke für den Tipp – leider habe ich gerade erst bestellt, sonst hätte 
ich den noch mit geordert. Mal sehen, ob ich nochmal die Versandkosten 
aufbringen möchte ...
Nachtrag: hab gerade bei Reichelt angerufen und den BC807 noch 
hinzugefügt, Paket war noch nicht draußen. :-)

M. K. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Bei den
>> 78xx ist dagegen im Datenblatt ja explizit diese Rückflussdiode
>> vorgesehen ...
> Aber eben explizit nicht bei den xx05er Versionen. Hat mit der internen
> Schaltung zu tun, die internen Strecken/Transistoren (konkret der
> Bypass-Transistor) benötigen was um die 7 Volt um entsprechend
> durchzubrechen bei einer Falschpolung.

OK, danke für die Erklärung. Ich werde die Diode aber trotzdem drin 
lassen, kostet nur 2 Cent und kann nicht schaden, Platz ist auch genug 
da. ;-)

Axel R. schrieb:
> "Gelichrichterdiode" fiel auch. Mein Vorschlag (Farnell):
> https://de.farnell.com/w/search?st=stps2l40af

Hmm, die ist leider ziemlich teuer ...

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also ich finde das eigentlich ganz praktisch, wenn ich mir die Belegung 
der Transistor-Pins aussuchen kann wie es gerade passt. Man bastelt bei 
solchen Universalbauteilen ja auch gerne mit dem, was man zuerst in den 
Fingern hatte - das war bei mir das BC547/BC557-Päärchen, mit Basis in 
der Mitte. Das 2SC945/2SA733-Päärchen mit Kollektor in der Mitte kam 
erst später, weil ich diese in großen Mengen kostenlos z.B. von alten 
Netzteilen ausschlachten konnte und am Anfang habe ich die ungerne 
genutzt weil ich die Belegung anders gewöhnt war. Man muss erst so weit 
kommen, daß man persönliche Präferenzen hinter ease of use beim Routing 
zurückstellt. Inzwischen komme ich mit beiden Ausführungen gut zurecht 
und nutze sie je nach dem was einfacher ins Layout passt.

SMD ist dann nochmal eine andere Sache, bzw. man kann das Teil einfacher 
passend drehen und kommt auf geätzten Platinen einfacher zwischen zwei 
Pins durch (was auf Lochraster z.B. gar nicht geht), da finde es nochmal 
einfacher als bei THT.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Ben B. schrieb:
> Man bastelt bei
> solchen Universalbauteilen ja auch gerne mit dem, was man zuerst in den
> Fingern hatte - das war bei mir das BC547/BC557-Päärchen, mit Basis in
> der Mitte. Das 2SC945/2SA733-Päärchen mit Kollektor in der Mitte kam
> erst später, weil ich diese in großen Mengen kostenlos z.B. von alten
> Netzteilen ausschlachten konnte.

Transistoren und Widerstände sind mir aus Firmen-Umstrukturierungen in 
Menge zugelaufen. Ich werde einen Teufel tun, freiwillig Bauteile mit 
exotischer Belegung zu verbauen.

Ausgeschlachtet habe ich selbst zu meinen Anfangszeiten nicht.

Nicht ganz, vereinzelt ziehe ich mal ein paar Teile aus der Platine, das 
sind dann aber Baugruppen, die noch nie in Betrieb waren. Ich habe mal 
ein paar Gerätchen von Pollin gekauft, wo ich nur das Gehäuse verwenden 
will. Da  habe ich dann die Relais, den Netztrafo und die LP2950 
rausgeholt, aber keinen Widerstand oder TUN oder Diode.

Standardzeugs nicht. Soll ich mich mit 2N_irgendwas_TUN mit C_E verdreht 
befassen, wenn ich hundert BC_irgendwas im Fach habe?

von Johannes F. (jofe)


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Manfred P. schrieb:
> aber keinen Widerstand oder TUN oder Diode.

Was bedeutet denn „TUN“? :-D

von Manfred P. (pruckelfred)


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Johannes F. schrieb:
> Was bedeutet denn „TUN“? :-D

Kennst Du wirklich nicht?
Das hat eine Bastelzeitung in den 70ern erfunden:

T_ransistor U_niversal N_PN
T_ransistor U_niversal P_NP
D_oder U_niversal S_ilizium
D_oder U_niversal G_ermanium

Ich schreibe immer gerne BC_irgendwas, weil es für z.B. Relais oder LEDs 
ziemlich egal ist, ob BC107, BC238, BCY59, BC337, 2N2222, BC546 ...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich verschmähe keine kostenlosen Bauelemente. Schon gar keine 
Transistoren. Über gebrauchte 20 Jahre alte Elkos aus irgendwelchen 
PC-Netzteilen kann man sicherlich streiten, aber was eigentlich nicht 
altert (wie Transistoren), rupf ich gerne von sowas runter. Im 
Geldbeutel macht sich das weder in die eine noch in die andere Richtung 
bemerkbar, das ist bei mir eher eine Frage des Prinzips. Wieso soll ich 
für ein Neuteil Geld ausgeben, wenn ich es in drei Sekunden kostenlos 
von einer alten Platine bekomme?

Bei wertvolleren oder seltenen Bauteilen stellt sich die Frage nicht, 
die werden auch mit Mühe gerettet wenn ich sie haben will.

SMD löte ich nur in Ausnahmefällen aus. Teure oder spezielle Bauelemente 
oder wenn ich was reparieren will, wofür ich kein passendes Neuteil habe 
- aber ein passendes auf einer Schlachtplatine, na dann nehme ich das 
natürlich auch.

von Michael B. (laberkopp)


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Mi N. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Tja, damit scheinst du nicht mal ansatzweise zu wissen, wie ein TO92
>> Transistor innen aufgebaut ist,
>
> Das muß ich auch garnicht, ich verwende sie lediglich

Wir wissen, du bleibst eher dumm. Ist ja schon länger so, Vorwiderstände 
an LED, Pt1000 mit 2.5mA, du bleibst lieber lernresistent und 
merkbefreit.

von Mi N. (msx)


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Ach so. Es geht Dir garnicht um sachliche Diskussion sondern um 
Kompensation Deiner Minderwertigkeitskomplexe.
Da kann ich Dir leider nicht helfen.

Ben B. schrieb:
> Man muss erst so weit
> kommen, daß man persönliche Präferenzen hinter ease of use beim Routing
> zurückstellt.

Das ist natürlich ein stechendes Argument gerade auch bei der 
µC-Auswahl. Layoutgerechte Anschlüsse hat wohl nur ein 8051. Bye bye 
ARMes Zeug mit diesen komplizierten Gehäusen.

Johannes F. schrieb:
> Nachtrag: hab gerade bei Reichelt angerufen und den BC807 noch
> hinzugefügt,

Ich dachte, Du wolltest erst zum Wochenende bestellen und ich hätte noch 
Zeit, Dir diese Bauteile gegen Portoerstattung anzubieten. Im Angebot 
hätte ich aber noch SD103, 1N5817, SS14, SK24, SK34, SK54 und, wenn 
garnichts anderes mehr geht, auch SK84 ;-)
Bezüglich der Treibertransistoren gäbe es alternativ noch BSS84, AO3400 
oder AO3401, die sich zu Pfennigsbeträgen für viele Anwendungen eignen.

Aber ich denke, Du hast alle passenden Teile zusammen, wobei ich dem 
Trafo  nicht so recht traue. Solange jedoch das Relais noch sicher 
einsschaltet, kann die Betriebsspannung ruhig unter 5 V absacken. Dem µC 
ist es völlig egal und ein kleiner Einbruch in der Helligkeit wird kaum 
bemerkbar sein.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Mi N. schrieb:
> Ich dachte, Du wolltest erst zum Wochenende bestellen

Ich versuche immer, bis spätestens Dienstag zu bestellen, wenn die 
Lieferung bis Sonnabend ankommen soll. Manchmal dauert es zwei Tage 
(bisweilen auch noch länger), bis das Paket bei Reichelt raus geht und 
DPD braucht auch i.d.R. noch drei Tage. Habe auch erst heute um 11 Uhr 
die Versandmitteilung bekommen, d.h. es ist eher unwahrscheinlich, dass 
das Paket noch bis Samstag ankommt. Aber auch nicht so schlimm, ich habe 
parallel noch andere Projekte (teils Software), die ich am Wochenende 
weiter voranbringen kann.

Mi N. schrieb:
> und ich hätte noch
> Zeit, Dir diese Bauteile gegen Portoerstattung anzubieten.

Oh das ist nett von dir, vielen Dank. Wäre aber jetzt wahrscheinlich 
auch schon zu spät fürs Wochenende.

Mi N. schrieb:
> wobei ich dem
> Trafo  nicht so recht traue.

Meinst du? Aber der hat ja einen Nennstrom von 466 mA, ist das nicht 
genügend Reserve? Ich komme auf ca. 240 mA Gesamtstromaufnahme maximal 
(Anzeige max. 120 mA, Relais 110 mA, ATtiny+Schieberegister 10 mA 
großzügig aufgerundet).

Klaus H. schrieb:
> und die 4n7 sind mir zu niedrig.
> In meinem Bild siehst du 4k7 und 100nF am Reset.

Johannes F. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> C12 ist mit 4,7nF ungewöhnlich klein. Da kenne ich eher 100nF oder mehr.
>
> 4,7 nF steht in der Application Note
> 
http://ww1.microchip.com/downloads/en/appnotes/atmel-1619-emc-design-considerations_applicationnote_avr040.pdf
> Seite 18, daran habe ich mich gehalten. Habe allerdings auch schon öfter
> 47n oder 100n gesehen. Aber die Leute von Atmel bzw. Microchip müssten
> es doch eigentlich genau wissen?

Habe tatsächlich eine andere AppNote gefunden, die ebenfalls 4k7 und 
100n empfiehlt:
https://www.microchip.com/content/dam/mchp/documents/MCU08/ApplicationNotes/ApplicationNotes/atmel-2521-avr-hardware-design-considerations_applicationnote_avr042.pdf
Section 3. "Connection of RESET Pin onAVRs", S. 6
Ich habe die Werte auch inzwischen entsprechend geändert.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Hier der aktuelle Stand, jetzt mit 5 × BC807 als Low-Side-Treiber und 
damit einigen Brücken weniger.
Ich bin weiterhin offen für Tipps, insbesondere was das Layout angeht. 
Die Schaltung an sich dürfte ja inzwischen weitgehend ausgereift sein, 
denke ich.
Vielen Dank an alle, die mir bisher schon Anregungen gegeben haben.

von Stefan F. (Gast)


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Q2 bis Q9 sind immer noch überflüssig. Dein IC kann die LEDs direkt 
ansteuern.

Macht es wirklich Sinn, 8 Transistoren hinzuzufügen, nur damit man einen 
kleineren Spannungsregler ohne Kühlfahne nutzen kann? Die Abwärme in 
deinem Kasten wird dadurch nicht weniger.

von Axel R. (axlr)


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Ich hab die Masseanbindung an die BC807 anzumäkeln (orangkschener 
kringelstrich). Einen Stützkondensator tät' ich beim Display noch 
platzieren

edit:
ach - und einen Start-Knopf. Aber das wurde sicher schon oben geklärt.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Stefan F. schrieb:
> Q2 bis Q9 sind immer noch überflüssig. Dein IC kann die LEDs direkt
> ansteuern.

Aber für die 74HC595 gilt doch das gleiche, was ich oben schon mal für 
den µC schrieb: im NXP-Datenblatt steht „supply current Max. 70 mA“ 
(Absolute Maximum). Ich habe pro Segment ca. 12…15 mA, also maximal 
120 mA insgesamt, die das Schieberegister U3 liefern können müsste – das 
ist fast das doppelte.

Axel R. schrieb:
> Ich hab die Masseanbindung an die BC807 anzumäkeln (orangkschener
> kringelstrich).

Hmm, wie könnte ich die denn verbessern, wenn ich die Brücken von vorher 
nicht wieder einbauen möchte? Oder sind die unumgänglich?
Edit: Ah, du hast ja auch eine Brücke eingezeichnet, okay, danke für den 
Hinweis.

Axel R. schrieb:
> Einen Stützkondensator tät' ich beim Display noch
> platzieren

OK, der wird eingebaut.

Axel R. schrieb:
> ach - und einen Start-Knopf. Aber das wurde sicher schon oben geklärt.

Ja, Knöpfe wurden schon angesprochen – dafür habe ich die drei übrigen 
Pins des ATtiny an die Stiftleiste J2 geführt.
Bis zu drei Taster könnte ich also anschließen. A propos – wäre es 
sinnvoll, dafür noch 4k7-Pull-up-Widerstände einzubauen? Die 
ATtiny-internen sind ja mit 20…50 kΩ ziemlich hochohmig.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Die Brücke finde ich Quatsch. Da fließen wenn's hoch kommt 200mA über 
die Transistoren. Das ist keine Leistungselektronik.

Allerdings verstehe ich auch das Design mit der oben liegenden 
Massefläche nicht bzw. sowas würde ich nur machen wenn ich sie selbst 
ätzen möchte. Bei einem Fertiger macht ein- oder zweilagig (mit großer 
Massefläche unten) keinen Unterschied.

> Bis zu drei Taster könnte ich also anschließen. A propos – wäre
> es sinnvoll, dafür noch 4k7-Pull-up-Widerstände einzubauen? Die
> ATtiny-internen sind ja mit 20…50 kΩ ziemlich hochohmig.
Nö, die reichen. Du könntest über 10..22nF Kondensatoren gegen Masse 
nachdenken (möglichst nahe am µC) wenn Du die Tasten resistenter gegen 
Störungen machen oder Dir softwareseitiges Entprellen ersparen möchtest. 
Aber bitte keine solchen Kondensatoren an ISP-Eingängen, die stören 
sonst bei der Programmierung.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Allerdings verstehe ich auch das Design mit der oben liegenden
> Massefläche nicht

Die Massefläche (blau) ist unten, wie die blauen Leiterbahnen, nur die 
roten Leiterbahnen sind oben, die werden als Drahtbrücken ausgeführt (da 
die Leiterplatte einseitig wird).

Ben B. schrieb:
> bzw. sowas würde ich nur machen wenn ich sie selbst
> ätzen möchte.

Genau das möchte ich ja :-)

Ben B. schrieb:
> oder Dir softwareseitiges Entprellen ersparen möchtest

Nee, entprellt wird in Software.

Ben B. schrieb:
> Aber bitte keine solchen Kondensatoren an ISP-Eingängen, die stören
> sonst bei der Programmierung.

Ja, das ist klar.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Die Massefläche (blau) ist unten, wie die blauen Leiterbahnen,
> nur die roten Leiterbahnen sind oben, die werden als Drahtbrücken
> ausgeführt (da die Leiterplatte einseitig wird).
Okay. Aber dann lösch doch bitte diese komischen blauen Leiterzüge in 
der Massefläche, die irritieren total.

Für die Fertigung ist es unerheblich, welche Seite oben oder unten ist. 
Ich hätte schreiben sollen Massefläche und Leiterzüge auf der gleichen 
Seite. Aber für die eigene Fertigung ist das ein Argument wie ich schon 
schrieb. Ich habe auch schon eine zweiseitige Platine geätzt, aber das 
war totaler Sackstand, die beiden Lagen in Deckung übereinander zu 
bekommen. Wenn ich heute sowas brauche, dann lasse ich das wirklich von 
einem Fertiger übernehmen.

von Johannes F. (jofe)


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Ich habe die Masseanbindung der Low-Side-Treiber geändert, sodass sie 
nur noch über die Brücken läuft, nicht mehr unter U5 hindurch. Da ist 
jetzt natürlich die Frage, ob der Stützkondensator C12 dann überhaupt 
noch etwas bringt?
Die Impedanz zwischen den High-Side-Treibern und den Lade-Elkos dürfte 
ja eigentlich auch nicht zu hoch sein, oder? Sind ja nur ein paar 
Zentimeter 1,5-mm-breiter Leiterbahn und die untere Massefläche.

Ben B. schrieb:
> Ich habe auch schon eine zweiseitige Platine geätzt, aber das
> war totaler Sackstand, die beiden Lagen in Deckung übereinander zu
> bekommen.

Habe ich noch nicht gemacht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das 
sehr schwierig ist ...

Ben B. schrieb:
> Wenn ich heute sowas brauche, dann lasse ich das wirklich von
> einem Fertiger übernehmen.

Doppelseitige durchkontaktierte LP würde ich auf jeden Fall auch 
fertigen lassen, sei es bei aisler.net oder in China ...
Bisher bin ich allerdings noch immer mit einseitigen ausgekommen.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ich habe die Masseanbindung der Low-Side-Treiber geändert [..]
Wie gesagt, das finde ich Quatsch. Mit sowas muß man sich bei höheren 
Strömen herumschlagen, da kommt dann auch sowas wie Sternpunkt und 
kelvin connection, keine aufgespannten Flächen wo hoher Strom fließt... 
aber doch nicht bei einer gemultiplexten 4x7-Segment-Anzeige. Analoge 
Messungen, wo die Ströme auf dünnen Masse-Leiterbahnen oder 
Schaltflanken unter Schaltkreisen evtl. stören könnten, machst Du ja 
auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Johannes F. schrieb:
> Aber ... ich habe pro Segment ca. 12…15 mA

Ach so, dann vergiss meinen Einwand. Ich war von 5 mA ausgegangen, weil 
du das weiter oben irgendwo schriebst.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
>> Ich habe die Masseanbindung der Low-Side-Treiber geändert [..]
> Wie gesagt, das finde ich Quatsch. Mit sowas muß man sich bei höheren
> Strömen herumschlagen,

Ja vermutlich schon, aber ich werde es jetzt so lassen – die zwei 
Brücken machen den Kohl jetzt auch nicht fett, und was bei hohen Strömen 
gut ist, muss ja bei geringeren nicht schlecht sein.

Steve van de Grens schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Aber ... ich habe pro Segment ca. 12…15 mA
> Ach so, dann vergiss meinen Einwand. Ich war von 5 mA ausgegangen, weil
> du das weiter oben irgendwo schriebst.

Die 5 mA galten für den zwischenzeitlichen Entwurf mit drei Digits, die 
von einem ATmega48 anodenseitig direkt getrieben wurden. Habe aber 
gestern festgestellt, dass der Gesamtstrom beim AVR über VCC inzwischen 
bis zu 200 mA betragen darf (früher waren es glaub ich mal 70 mA), 
sodass auch hier höhere Segmentströme möglich wären.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Johannes F. schrieb:
> Habe aber
> gestern festgestellt, dass der Gesamtstrom beim AVR über VCC inzwischen
> bis zu 200 mA betragen darf (früher waren es glaub ich mal 70 mA),

Kommt auf's Modell an. Du hast ja auf einen größeren AVR gewechselt.

von Johannes F. (jofe)


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Steve van de Grens schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Habe aber
>> gestern festgestellt, dass der Gesamtstrom beim AVR über VCC inzwischen
>> bis zu 200 mA betragen darf (früher waren es glaub ich mal 70 mA),
> Kommt auf's Modell an. Du hast ja auf einen größeren AVR gewechselt.

Gerade mal nachgeschaut, selbst der alte ATtiny84 kann 200 mA über 
Vcc/GND, der alte ATmega8 sogar 300 mA – gegenüber den neueren 
ATmega48/88/168, die nur noch bis 200 mA Absolute Maximum spezifiziert 
sind.
Scheinbar hatte ich die 70 mA mit den 74HC595 verwechselt ...

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Johannes F. schrieb:
> selbst der alte ATtiny84 kann 200 mA

Hmm, ist schon erstaunlich, dass so ein Mikrocontroller mehr Strom 
verträgt, als ein simples Logik IC.

von Johannes F. (jofe)



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Nachdem ich nun bemerkt habe, dass der ATmega48 doch deutlich mehr Strom 
liefern kann als gedacht, habe ich Schaltung und Layout nochmal auf den 
ATmega angepasst, d.h. High-Side-Treiber und Schieberegister entfallen, 
der ATmega treibt die LEDs direkt am Port D.

Um noch vier Pins für Taster nutzen zu können, habe ich zwei der 
Low-Side-Treiber mit an MOSI und MISO angeschlossen (die zum ISP benutzt 
werden). Das dürfte doch aufgrund der hohen Eingangsimpedanz der 
Emitterfolger unproblematisch sein, oder?

Als Gehäuse werde ich übrigens dieses nehmen:
https://secure.reichelt.de/industriegehaeuse-177-x-126-x-56-mm-ip65-lichtgrau-4u63181306437-p324320.html
Die Montagebohrungen sind darauf abgestimmt; es müssen allerdings noch 
links oben und rechts unten die Ecken der Europlatine abgesägt werden, 
damit sie rein passt.

von Gerald B. (gerald_b)


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Johannes F. schrieb:
> Um noch vier Pins für Taster nutzen zu können...

Analog Input und von einem mehrfachen Spannungsteiler dann per Taster 
die Spannung messen - reicht ein Pin ;-)

von Manfred P. (pruckelfred)


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Johannes F. schrieb:
> Gerade mal nachgeschaut, selbst der alte ATtiny84 kann 200 mA über
> Vcc/GND, der alte ATmega8 sogar 300 mA

Das ist kein Grund, den ATtiny bzw. seine Stromversorgung zu kochen. Der 
Ansatz, die LEDs vor dem Regler über Transistoren zu versorgen, wäre 
meine bevorzugte Lösung.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich bin bei sowas zu 7805-kompatiblen Schaltreglern übergegangen wenn 
ich viel Strom auf 5V Vcc benötige. Die sind zwar etwas teurer als ein 
7805, aber es ist auch keine Großserienfertigung, wo sich das Sparen an 
dieser Stelle lohnen würde.

Edit: Oft habe ich sowieso eine 230V->5V Versorgung via Schaltnetzteil.
Oder 5V von extern via USB bspw.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Manfred P. schrieb:
> Das ist kein Grund, den ATtiny bzw. seine Stromversorgung zu kochen

Keine Sorge, dazu wird es nicht kommen.

von Johannes F. (jofe)


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Stefan F. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Das ist kein Grund, den ATtiny bzw. seine Stromversorgung zu kochen
>
> Keine Sorge, dazu wird es nicht kommen.

Das denke ich auch. Die insgesamt 120 mA sind immer noch gerade mal 60 % 
des Absoluten Maximums, und die Transistoren im ATmega setzen auch nur 
jeweils ca. 12 mW um, insgesamt also maximal 96 mW.

Der Spannungsregler hat allerallerhöchstens 1 W zu verheizen (wenn man 
von der Trafo-Leerlaufspannung ausgeht, die unter Last eh nicht erreicht 
wird). Und das dürfte mit dem 21-K/W-Kühlblech auch kein Problem sein.

Gerald B. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Um noch vier Pins für Taster nutzen zu können...
>
> Analog Input und von einem mehrfachen Spannungsteiler dann per Taster
> die Spannung messen - reicht ein Pin ;-)

Ja stimmt, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Danke für den Tipp.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)



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Inzwischen sind alle Bauteile angekommen und ich habe noch die 
Anschlussmöglichkeit für vier Taster hinzugefügt. Diese legen entweder 
GND, 1/4 VCC, 1/2 VCC oder 3/4 VCC an den Pin PC3, der als ADC-Eingang 
konfiguriert wird (deshalb auch noch 10 µH zwischen VCC und AVCC).

von Klaus H. (hildek)


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Mit deinem Hinweis am Regler bez. des Ausgangs-Cs und dessen ESR 
(0.1Ω-10Ω): vielleicht noch einen Serienwiderstand vorsehen. Könnte 
sein, dass ein 10µ Ta-Elko weniger als 0.1Ω ESR hat ...

von J. S. (jojos)


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An meinem Timer habe ich einen Drehgeber:
- drehen stellt die Sekunden ein
- drücken und drehen die Minuten
- kurzer Druck: Start/Stop
- langer Druck: gespeicherte Zeit laden
- noch längerer Druck: aktuelle Zeit speichern

von Johannes F. (jofe)


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Klaus H. schrieb:
> Mit deinem Hinweis am Regler bez. des Ausgangs-Cs und dessen ESR
> (0.1Ω-10Ω): vielleicht noch einen Serienwiderstand vorsehen. Könnte
> sein, dass ein 10µ Ta-Elko weniger als 0.1Ω ESR hat ...

Ich nehme diesen hier:
https://www.reichelt.de/smd-tantal-kondensator-10-f-20-v-taj-3528-10-20-p167010.html
Der hat laut Datenblatt 2,1 Ω, sollte also passen.

von Klaus H. (hildek)


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Ja, passt!

von Axel R. (axlr)


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Stimmt, ich hab an meinem Eigenbau-UV-Belichter auch einen Drehgeber 
dran.
Zeit voreinstellen, Piepser an/aus, Start/Stop usw.
Müsste ich auch erst wieder in den Quelltext schauen. Stammt aus 2004/5.
Aber vier Tasten müssten ja auch gut gehen.
Wobei: Drehgeber am analog-Port ist ja auch mal was.
Hast Du die Platinen nun bestellt oder machst die selbst?

von Peter D. (peda)


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Michael B. schrieb:
> Speziell ist eher die deutsche Abart, C nicht in der Mitte des TO92 zu
> haben.

Die Basis in der Mitte ist aber nicht speziell deutsch.
Der bekannte P2N2222A (TO-92) von ON-Semi hat das auch.

von Johannes F. (jofe)


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Axel R. schrieb:
> Hast Du die Platinen nun bestellt oder machst die selbst?

Die hab ich am Wochenende selbst gemacht. Mit dem Bestücken bin ich 
allerdings noch nicht fertig geworden, da komme ich dann erst nächsten 
Sonntag wieder weiter. Update wird folgen.

von Axel R. (axlr)


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Johannes F. schrieb:
> Die hab ich am Wochenende selbst gemacht.

haste uns garnicht gezeigt - na sowas ...

von Johannes F. (jofe)


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Axel R. schrieb:
> haste uns garnicht gezeigt - na sowas ...

Wusste nicht, dass da Interesse besteht :-D
Kann ja am Wochenende noch ein Foto von der Kupferseite machen (ein paar 
SMDs sind halt schon drauf).

Ich bin mit meinen Ätzergebnissen noch nicht 100-%ig zufrieden (Küvette 
von HWE mit Natriumpersulfat), die Kanten sind immer etwas „ausgefranst“ 
und an einigen Stellen bleiben auch nach langer Ätzzeit noch kleine 
Kupferreste zwischen den Leiterbahnen stehen, die ich dann nachher 
manuell wegkratzen muss. Das könnte evtl. daran liegen, dass die 
Luftsprudel-Pumpe zurzeit nicht funktioniert (hatte das Ding deswegen 
schon mal zur Reparatur zurückgeschickt, danach hat es eine kurze Weile 
funktioniert und danach wieder nicht; werde es demnächst mal 
aufschrauben).

von Mi N. (msx)


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Johannes F. schrieb:
> Kann ja am Wochenende noch ein Foto von der Kupferseite machen (ein paar
> SMDs sind halt schon drauf).

Zeig entweder eine ungeätzte Kupferfläche oder Deine Schaltung, wenn sie 
fertig ist und halbwegs funktioniert. Sonst wird Dir alles zerredet 
werden ;-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das liegt definitiv daran, auf jeden Fall die zurückbleibenden Punkte. 
Das sind entweder Verschmutzungen, die vorher nicht entfernt wurden oder 
Luftblasen, die beim Ätzen entstehen. Gegen letzteres hilft so ein 
Luftsprudler wunderbar.

Was die ausgefransten Kanten angeht, müsstest Du mal erzählen wie Du das 
Layout auf die Platine übertragen hast. Entweder sind das Papierreste 
oder Unterätzungen durch zu langes Ätzen.

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Das liegt definitiv daran, auf jeden Fall die zurückbleibenden Punkte.
> Das sind entweder Verschmutzungen, die vorher nicht entfernt wurden oder
> Luftblasen, die beim Ätzen entstehen. Gegen letzteres hilft so ein
> Luftsprudler wunderbar.

Okay, gut. Verschmutzungen können es eigentlich nicht sein, höchstens 
Reste vom Fotopositiv-Resist (wobei ich mir beim Entwickeln deshalb 
schon Zeit lasse). Werde jedenfalls für das nächste Mal die Luftpumpe 
wieder gängig machen (wahrscheinlich hat sich einfach nur der Schlauch 
von der Pumpe im Gehäuse gelöst).

Ben B. schrieb:
> Was die ausgefransten Kanten angeht, müsstest Du mal erzählen wie Du das
> Layout auf die Platine übertragen hast. Entweder sind das Papierreste
> oder Unterätzungen durch zu langes Ätzen.

Fotopositiv-Methode mit dem Bungard-Basismaterial. Also vermutlich 
Unterätzungen, aufgrund der durch das fehlende Luftsprudeln verlängerten 
Ätzzeit. Wird sich dann nächstes Mal zeigen, ob es daran gelegen hat.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hm, mit dem Übertragen des Layouts mittels Schablone und UV-Licht etc. 
hab ich wenig Erfahrung, aber ich weiß, daß viele da extra 
Belichtungsreihen aufstellen um gute Ergebnisse mit dem Zeug zu 
bekommen. Ich hab das erst mit der Tonertransfer-Methode gemacht, war 
'ne Katastrophe. Die besten Ergebnisse hatte ich mit schwarzem Lack, den 
ich mittels Gravurlaser von den zu ätzenden Flächen runtergeschossen 
habe.

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> daß viele da extra
> Belichtungsreihen aufstellen um gute Ergebnisse mit dem Zeug zu
> bekommen.

Davon hab ich auch schon oft gelesen, aber nach 2,5..3 min Belichten 
(mit Gesichtsbräuner) und Entwickeln nach Sichtkontrolle sieht die 
verbliebene Resist-Maske eigentlich immer sehr gut aus – d.h. 
gleichmäßig und ohne Ausfransungen. Daher gehe ich davon aus, dass das 
Ätzen bei mir das Problem ist.

Ben B. schrieb:
> Die besten Ergebnisse hatte ich mit schwarzem Lack, den
> ich mittels Gravurlaser von den zu ätzenden Flächen runtergeschossen
> habe.

Interessant, davon hab ich noch gar nicht gehört.

von Axel R. (axlr)


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Johannes F. schrieb:
> Interessant, davon hab ich noch gar nicht gehört.
<OFF-TOPIC>
Ich hab sowas als 20Watt-Ausführung(!) bei jemandem hier ausm Forum 
selbst im Wohnzimmer neben der Couch stehen sehen, ich schwöre.
Mit so einem Teil geht das sicher.
Ich weiss garnichtmalmehr, bei wem das war. Hatten uns n Bausatz einer 
Nixie-Clock zur Brust genommen, bei der der PIC Anodenspannung 
abbekommen hatte.
War'n netter Besuch. Bin schnell mitm Auto rüber, um dort zu helfen.
</OFF-TOPIC>

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Die besten Ergebnisse hatte ich mit schwarzem Lack, den
> ich mittels Gravurlaser von den zu ätzenden Flächen runtergeschossen
> habe.

Nimmt man da einen Koordinatenplotter wie diesen hier z.B.
https://www.amazon.de/Graviermaschine-Laserengraver-Gro%C3%9Ffl%C3%A4chige-Lasergravur-Schneidemaschine/dp/B09CCP2WLV/
oder einen Laser mit so einer Optik wie im Laserdrucker?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich habe durch eine befreundete Firma Zugriff auf ein Gerät mit 20W und 
Galvo-System. Bekommt ein passend skaliertes Schwarz/Weiß-Bild (am 
besten verlustfrei, PNG oder BMP) und Feuer frei.

Angeblich soll es damit auch möglich sein, das Kupfer direkt von der 
Platine zu schießen, das hab ich aber trotz vieler Experimente nicht 
hinbekommen. Wenn man mit so viel Leistung draufhaut, daß es das Kupfer 
runterbläst, wird das Trägermaterial ebenfalls angekokelt. Ich weiß auch 
nicht wohin sich das verdampfte Kupfer auf den Weg begibt. 
Wahrscheinlich schlägt sich das überall auf der Platine nieder und das 
ist auch nicht das was man möchte.

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Ich habe durch eine befreundete Firma Zugriff auf ein Gerät mit 20W und
> Galvo-System

Hmm, also vermutlich nicht erschwinglich für Ottonormalverbraucher.
Aber trotzdem danke für die Info.

Ich hatte mal von einem Projekt gelesen, bei dem eine Laseroptik aus 
einem Laserdrucker (also mit niedriger Leistung) geeignet verbaut und 
angesteuert wird, um eine Platine mit Photopositivresist direkt ohne 
Vorlage zu „belichten“. Dabei sind wohl auch bei feineren Strukturen 
gute Ergebnisse erzielt worden. Weiß allerdings nicht, ob ich das 
wiederfinde ...

von Manfred P. (pruckelfred)


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Axel R. schrieb:
> Wobei: Drehgeber am analog-Port ist ja auch mal was.

Drehgeber wäre in dem Fall ein Drehpoti, was einfacher zu programmieren 
als ein digitaler Geber ist.

Es hat auch noch den Vorteil, seine Position dauerhaft zu speichern und 
kann im Programmablauf jederzeit einfach so zwischendurch gelesen 
werden.

Ich habe eine PWM-Steuerung, wo ich die Laufzeit per Drehpoti einstelle, 
die Anforderung an die Genauigkeit ist gering. Sie wird beim Start 
gelesen und kann nicht mehr geändert werden, außer per Taste "Stop" und 
Neustart.

Ein zweites Poti gibt das Tastverhältnis vor, das wird bei jedem Zyklus 
neu eingelesen - heißt also, ich kann es ganz einfach jederzeit 
anpassen.

Also: Digital ist toll, aber nicht immer die optimale Lösung.

von Johannes F. (jofe)


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Manfred P. schrieb:
> Also: Digital ist toll, aber nicht immer die optimale Lösung.

Die analoge Version mit Poti hat allerdings den Nachteil, dass Auflösung 
(durch den ADC) und Bereich fest vorgegeben sind, da es ja Endanschläge 
gibt und man nicht wie bei nem digitalen Drehgeber beliebig lange 
weiterdrehen kann. Für eine Tastverhältnis-Einstellung ist das 
angemessen, aber wenn ich z.B. ein Zeitintervall einstellen will, würde 
ich schon einen Drehimpulsgeber bevorzugen.

von Axel R. (axlr)


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Man kann doch die beiden "a/b Adern" und den "Klick" über og 
Spannungsteiler an den ADC legen und die sich ergebenden 
Spannungsniveaus entsprechend ausmaskieren und als logische Werte mit 
den üblichen Routinen weiterverarbeiten, als wären es digitale Signale. 
Braucht aber eben nur einen Draht am ADC.

von Johannes F. (jofe)


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Axel R. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Die hab ich am Wochenende selbst gemacht.
>
> haste uns garnicht gezeigt - na sowas ...

Hier noch zwei Fotos von der geätzten Platine mit Lötlack und SMDs.
Sind ein paar Kolophoniumkleckse drauf – SMD-Löten muss ich noch üben.

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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Hardware ist fertig.
Unter Volllast, d.h. Relais eingeschaltet und Anzeige „88:88“, gibt der 
Trafo ganze 8,8 V~ ab und an den Elkos zeigt das Multimeter 9,5 V an. 
Also gut, dass ich für das Relais einen 10-Ohm-Vorwiderstand eingebaut 
habe.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Na gugg, sieht doch gar nicht so schlecht aus. Wie warm wird der 7805?

Wenn Du der Sicherung noch eine Schutzkappe spendierst, wird der Aufbau 
von oben für die Zeit der Bastelphase sogar ziemlich berührungssicher 
(von unten natürlich nicht). Alternativ ginge auch eine Versorgung mit 
Kleinspannung ohne 230V.

von Michael B. (laberkopp)


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Ben B. schrieb:
> sieht doch gar nicht so schlecht aus.

Na ja, das flache Display neben dem hohen Trafo, so wird das mit einem 
Gehäuse nichts, Mechanik muss man mit-bedenken.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Denke das passt schon, er wollte ja eine klare Sichtscheibe vor die 
ganze Platine packen wenn ich das korrekt verstanden habe.

von Gerald B. (gerald_b)


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Michael B. schrieb:
> Na ja, das flache Display neben dem hohen Trafo, so wird das mit einem
> Gehäuse nichts, Mechanik muss man mit-bedenken.

Mehrere Steckleisten Huckepack, so bekommt man das Display höher ;-)

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Wie warm wird der 7805?

Nur etwas lauwarm, sind ja nur grob aufgerundet 4 V × 150 mA = 0,6 W, 
die er maximal verheizt. Das Relais wird wesentlich wärmer.

Ben B. schrieb:
> Wenn Du der Sicherung noch eine Schutzkappe spendierst, wird der Aufbau
> von oben für die Zeit der Bastelphase sogar ziemlich berührungssicher

Hmm, hab diese Plastik-Schutzkappen schon mal irgendwo gesehen, bei 
Reichelt glaube ich, waren mir aber zu teuer. Ich passe schon auf, wo 
ich hinfasse, wenn Netzspannung anliegt. ;-)

Michael B. schrieb:
> Na ja, das flache Display neben dem hohen Trafo, so wird das mit einem
> Gehäuse nichts, Mechanik muss man mit-bedenken.

Ja das stimmt schon, das Display ist recht klein im Vergleich zum Rest 
... aber das ist mir in diesem Fall nicht so wichtig, Hauptsache es 
erfüllt den Zweck. Ins Gehäuse passt es jedenfalls, vielleicht sieht man 
es auf dem Foto im Anhang besser (da kommt später noch der transparente 
Deckel drauf).

Ben B. schrieb:
> Denke das passt schon, er wollte ja eine klare Sichtscheibe vor die
> ganze Platine packen wenn ich das korrekt verstanden habe.

Genau ;-)

Gerald B. schrieb:
> Mehrere Steckleisten Huckepack, so bekommt man das Display höher ;-)

Ja, so wollte ich es ursprünglich machen, hab es der Einfachheit halber 
aber dann alles auf eine Platine gepackt. Nächstes mal mach ich es 
vielleicht so.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ja, so wollte ich es ursprünglich machen, hab es der Einfachheit
> halber aber dann alles auf eine Platine gepackt. Nächstes mal mach
> ich es vielleicht so.
Such schon mal die Entlötpumpe...!

von Johannes F. (jofe)


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Ben B. schrieb:
> Such schon mal die Entlötpumpe...!

Nee nee, da löte ich nix mehr aus ;-)
Wenn dann würde ich auch eher Entlötlitze nehmen, mit diesen Pumpen habe 
ich eher schlechte Erfahrungen gemacht.

von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

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Johannes F. schrieb:
> SMD-Löten muss ich noch üben.

Du hattest sicher einen Grund, auf dieser riesigen Platine möglichst 
kleine SMDs zu verwenden.

Johannes F. schrieb:
>> Wenn Du der Sicherung noch eine Schutzkappe spendierst, wird der Aufbau
>> von oben für die Zeit der Bastelphase sogar ziemlich berührungssicher
>
> Hmm, hab diese Plastik-Schutzkappen schon mal irgendwo gesehen, bei
> Reichelt glaube ich, waren mir aber zu teuer.

Wenn Du genug Platz hast, gibt es geschützte Halter beim Chinesen.
Suche "Fuse Holder 5x20", z.B.:
https://www.aliexpress.com/item/32874875210.html

Ich verwende auch gerne die offenen Klammern, wie Du. Irgendwo fand sich 
mal eine weiche Silikonkappe an, die man drüber stecken kann. Meine 
Suche danach war bislang erfolglos.

von Gerald B. (gerald_b)


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Bei TME gibts die Schutzkappen auch: 
https://www.tme.eu/de/katalog/sicherungsdosen-pcb_113041/?queryPhrase=sicherungshalter&params=1719%3A167b17%2BSicherungs-ZubehorTyp%3ASchutz
Wenn man nicht von Anfang an einen geschützten Sockel nimmt, dann bietet 
sich der Gummibümpel Fuse-1 an.

von Johannes F. (jofe)


Angehängte Dateien:

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Für den Fall, dass noch jemand interessiert ist, möchte ich hiermit die 
Assembler-Quellen für die Firmware des ATmega48 im Anhang nachreichen.

Die Datei „remote-control-noname-defs.asm“ muss ggf. an die verwendete 
IR-Fernbedienung angepasst werden. Bisher implementiert sind die 
IR-Modulationen „NEC“ 
(https://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP#NEC_+_extended_NEC) und 
„Samsung32“ (https://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP#SAMSUNG32).

Vielen Dank für alle Antworten.

von Johannes F. (jofe)


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Noch ein Update:
Ich habe einen Wiki-Artikel für den Count-Down-Timer erstellt.

UV-Belichter-Timer mit AVR

Dort sind u.a. die finalen KiCad-Projektdateien (Layout und Schaltplan) 
zum Download verfügbar, zudem werde ich dort verbesserte/erweiterte 
Versionen des Assembler-Quelltextes hochladen.

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