von Hp M. schrieb:
Das ist aber nicht effizient, und entspricht einem von der RF
übersteuerten Mischer.
Funktioniert ohne Probleme und genauso effizient.
Wird zum Beispiel oft bei Doppelsuper so gemacht.
Da wird die 1.ZF von 10,7MHz mit einer 10,245MHz
Quarzfrequenz auf auf die zweite ZF von 455kHz
runtergemischt. Die 10,245MHz liegt unterhalb von
10,7MHz. Kreuzmodulationsprodukte entstehen wenn am
Antenneneingang der 1. HF-Verstärker übersteuert wird,
aber nicht wenn LO-Frequenz unterhalb RF-Frequenz liegt.
Ich habe zum Beispiel früher mal bei einen MW-Röhrenradio
Spiegelfrequenz und Empfangsfrequenz einfach durch ändern
der Eingangsfilter getauscht. Also was vorher Spiegelfrequenz
war, wurde dann Empfangsfrequenz. Ohne den Oszillator ändern
zu müssen, hatte ich dann einen weiteren Empfangsbereich von
1460kHz bis 2510kHz. Der Bereich lag dann über der LO-Frequenz.
Ging prima ohne Probleme. Das war zu einer Zeit wo es noch
Norddeichradio und Rügenradio gab, und die ganzen Gongsender
und Zahlensender. Die lagen alle in diesen Bereich. Heute
ist dort fast nur noch Stille, außer 1810kHz bis 2000kHz
Amateurfunkband. Also wenn man einen Kurzwellenradio mit einer
ZF von 455kHz baut, kann man den LO 455kHz über RF oder unter
RF machen, funktioniert beides gleichgut. In beiden Fällen
entsteht eine Differenz von 455kHz.