Reparaturtips für Doppel-Induktionsplatte gesucht

OP #7409009

Liebe alle,

die linke dieser doppel-Induktionsplatte (siehe Foto) wurde beim Kochen überhitzt, danach sagt das Gerät gar nichts mehr. Ich habe mal testweise die rot-weiße Leitung oben rechts getrennt und dann auf jede Seite an diesem Stecker 12V bei 1A Strombegrenzung angelegt. Rechts schaltet dann ein Relais und 360mA fließen (füehlt sich gesund an), links bricht die Spannung zusammen wie bei einem Kurzschluss. Die Platine rechts sieht genauso aus, außer dass etwas (ich vermute der 12V-Teil) nicht bestückt ist.

Bevor ich die Platte wegwerfe - hat jemand eine gute Idee zur Reparatur oder evtl. so was schon mal repariert?

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Rainer U. schrieb:

die linke dieser doppel-Induktionsplatte (siehe Foto) wurde beim Kochen überhitzt, danach sagt das Gerät gar nichts mehr.

Wie ist das gemeint, schaltet sie sich immer beim kochen ab, oder meintest du dauerhaft keine Funktion mehr?

Eigentlich sind dort Temperatursensoren verbaut die eine Überhitzung ausschließen sollten...

Ursache also vorher suchen, Lüfter defekt?

OP

So, jetzt hatte ich wieder etwas Zeit - so sieht es unterm Kühlblech aus (Foto)

Das Dreibein hat aufgedruckt (IGBT) 20N120IHR NFE39G

Das Vierbein (sehr schwer zu lesen) - google sagt Brückengleichrichter D20XB 80 REC 2586

Die Lüfter sind ok. Meint Ihr, ich kann da sinnvoll was messen (ggf. wie), ohne beide auszulöten?

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Gast

Rainer U. schrieb:

Das Dreibein hat aufgedruckt (IGBT) 20N120IHR

NGTB20N120IHRWG von Onsemi.

Das Vierbein (sehr schwer zu lesen) - google sagt Brückengleichrichter D20XB 80 REC 2586

Ja, Gleichrichter.

Die Lüfter sind ok. Meint Ihr, ich kann da sinnvoll was messen (ggf. wie), ohne beide auszulöten?

Ja, Diodenmessfunktion des DMM nutzen. Ein Kurzschluss lässt sich so leicht feststellen.

Und die Gatetreiber hab ich dir markiert.

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OP

Ok habe gemessen, Kurzschlüsse gibt es da keine (wäre ja zu einfach..)

Am Gate vom IGBT (dünne Leitung) liegt R6 10kOhm nach Masse (wahrscheinlich ein pull-down, falls sich die Ansteuerung undefiniert verhält?). Dann folgt in Reihe R7 24Ohm zu den oben von H. H. erwähnten Q1/Q3.

unter dem IGBT liegt auf einem Polster mit Wärmeleitpaste eine Art Diode? - liefert bei Diodenmessung mit dem Multimeter 0,88 und anders gepolt 1,3V? die beiden Anschlüsse liegen parallel an den äußeren Kontakten vom IGBT. Evtl. ein Heißleiter, der den Eingang kurzschließt, wenn es zu warm wird?

Na jedenfalls optisch auffällig ist sonst nichts - wie weiter?

OP

Also erst dachte ich es wird GAR NICHTS warm. Dann mach einer Minute, die stelle am Steckverbinder, wo ich einspeise. Es könnte also dieser schwarze Würfel, wo 12V drauf steht, sein. google sagt ein Leistungsrelais. Aber warum soll gerade das an der Hitze/Überlast sterben?

JQC-3FF 12VDC

An dem Steckverbinder hab ich jedenfalls einen satten Kurzschluss. Ich löte das Teil mal aus nachher.

(Firma: privat)

Schau mal, ob die Betriebsspannung für die Logik mit einem Kondensatornetzteil erzeugt wird. Die MTK Kondensatoren sind selbstheilend und verlieren bei Spannungsspritzen jedes mal etwas Kapazität. Waren die LED mit der Zeit etwas dunkler? Auf diese Art sind bei mir schon eine Kochplatte und ein Toaster gestorben. Das müssten diese blauen Quader sein.

OP

Wir kommen der Sache näher. Die Ringkernspule und das Silikon haben meine schöne Testwärme vorhin absorbiert. jetzt habe ich D5 ausgegraben und sie wird schön heiß, piept auch froh in beide Richtungen ist also hin.

Was mag das für eine gewesen sein? lesen kann man kaum etwas..

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OP

Ich bin nicht sicher, ob ich den Plan richtig lese. D5 geht bei mir jedenfalls nicht an "AC".

und die Transistoren haben alle keine Kurzschlüsse. Ist meine D5 mur ein Verpolschutz? dann könnte ich sie testweise mal brücken und schauen, wo es dann heiß wird?

OP

H. H. schrieb:

Rainer U. schrieb:

Ist meine D5 mur ein Verpolschutz?

Zeig die Lötseite.

Bitte sehr. Ich denke, ich war auf dem Holzweg und das ist einfach die Freilaufdiode vom Relais (was ich ausgelötet habe), und dieses schaltet die Netzspannung auf die Leistungsseite durch, wenn die Logik sich "wohlfühlt". Insofern hat es keinen Sinn, da Spannung anzulegen.

Dann ist wohl das schwarz-rote Kabel auch keine Stromversorgung, sondern nur die Info an die andere Seite, auch die Leistungsseite durchzuschalten.

Denkfehler. Ich löte erstmal wieder zusammen.

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OP

dafür hab ich jetzt ne heiße Spur: Ich habe geschaut, wo die Logik ihre Betriebsspannung bekommt. und da ist in mit Wärmepaste direkt mitten unter dem Topf eine Art Temoeratursicherung. Die ist bei einer Platte ok (durchgang) und bei der linken nicht.

OP

Liebe alle,

Nach einem Jahr treuem Dienst ist der Herd mal wieder kaputt. Dieses Mal habe ich den Fehler recht schnell gefunden/ausgemessen, indem ich von der Stromversorgung aus gemessen habe, welchen Weg der Strom so geht: R22 war defekt, richtiggehend zerbrochen.

Nun hab ich ihn ersetzt (56 Ohm), aber beim Stecker einstecken gab es nur ein kurzes Feuerwerk und er ist wieder durchgebrannt.

Ich habe den auch in der Schaltung oben nicht gefunden bzw. nicht zuordnen können - wie kann ich weitermachen / messen?

PS: Das Bild mit dem R22 ist oben im Thread besser zu sehen (Beitrag vom 09.05.2023 16:06)

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OP

Ja, sorry, ich hab auf die Schnelle nicht gefunden, wie ich das Bild wieder wegbekomme, danke für's Verlinken nach oben.

Die nächsten Teile nach dem Widerstand sind ein Elko (der ist ok) und ein IC "Viper1,2A" - wie es scheint ein Spannungsregler zu sein - kann man den sinnvoll ohne Versorgungsspannung mit dem Multimeter durchmessen, eingelötet wie er ist?

OP

Also gemessen Source-Drain in beide Richtungen - verhält sich genau gleich, mein Multimeter im Diodentest-Modus zeigt 0,048V, bei einer "ordentlichen" Diode sind es 0,77V und das auch nur in eine Richtung.

Also gut - da ist er wohl hin, ich geh mal einen neuen kaufen - oder?

Gast

Rainer U. schrieb:

Also gemessen Source-Drain in beide Richtungen - verhält sich genau gleich, mein Multimeter im Diodentest-Modus zeigt 0,048V, bei einer "ordentlichen" Diode sind es 0,77V und das auch nur in eine Richtung.

Also gut - da ist er wohl hin, ich geh mal einen neuen kaufen - oder?

Er ruhe in Frieden.

Prüfe auch die Elkos im Netzteil, und das Clampingnetzwerk.

Und auch die Netzgleichrichterdiode nicht vergessen.

OP

Hurra, er lebt wieder!

Es war nur der Regler, die Teile ringsrum waren alle ok, und der o.g. Widerstand musste natürlich nochmal neu.

Beim Zusammenbauen hab ich es mir noch etwas spannender gemacht und einen Stecker nicht richtig eingesteckt, also nochmal auf.. :-)

Dann bis nächstes Jahr - so viel Auferksamkeit reicht dem Teil hoffentlich erstmal wieder, und glücklicherweise wohne ich nicht sehr weit von Segor weg.

Pfingsten kann kommen, wünsche frohe ebensolche allerseits!

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