Forum: Offtopic LIDL Balkonkraftwerk


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von Markus M. (adrock)


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Hi,

neuerdings gibt es ja auch bei Discountern "Balkonkraftwerke".

Ich habe mal eine grundlegende Frage dazu:

LIDL ruft für das Komplettset 200 EUR auf. Das Panel hat max. 150W und 
soll wohl im jahr 100kWh bringen.

- Bei 100kWh und einem Strompreis von angenommen 40ct/kWh wäre die 
maximale Ersparnis 40 EUR/Jahr. D.h. das Ding müsste 5 Jahre (unter 
vermutlich optimalen Bedingungen) laufen, um sich erstmal selbst zu 
amortisieren. Ganz zu Schweigen von den Installationskosten für eine 
Einspeisesteckdose.

- Das Panel ist wohl mit 150W angegeben, aber wenn ich 100kWh umrechne 
auf Leistung pro Stunde, komme ich nur auf ca. 11W. Das kommt vermutlich 
daher, dass wir nicht 24h Voll-Sonne haben, richtig?

Somit muss man ja sagen, dass bei diesem Angebot vermutlich nur der 
Verkäufer verdient. Ich bezweifle dass die Technik viel mehr als 7 Jahre 
hält um die Gesamtkosten für die Installation zu "verdienen".

Gruß
Markus

: Gesperrt durch Moderator
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> Das Panel hat max. 150W und soll wohl im jahr 100kWh bringen.
Steht da nicht irgendwo ein "bis zu"?

von Mike R. (thesealion)


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Markus M. schrieb:
> LIDL ruft für das Komplettset 200 EUR auf. Das Panel hat max. 150W und
> soll wohl im jahr 100kWh bringen.

100kWh im Jahr bei einem 150W Panel wäre ziemlich wenig.

Laut PVGIS sollte kann man bei 14% Verlust (und einem nach Süden 
ausgerichteten) Panel knappe 150kWh im Jahr erwarten.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Mike R. schrieb:
> Laut PVGIS sollte kann man bei 14% Verlust (und einem nach Süden
> ausgerichteten) Panel knappe 150kWh im Jahr erwarten.
Auch senkrecht am Balkongeländer, so wie es die ganzen Produktbilder 
vorgaukeln?

- 
https://www.lidl.de/p/parkside-balkonkraftwerk-pbkw-300-a1-smart-starterset/p100363619

von Georg M. (g_m)


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Starterset
Daten-Monitoring via Lidl Home App (WLAN): Ausgangsspannung, 
Stromstärke, Leistung in Watt, Sonnenstunden pro Tag u. v. m.

von Markus M. (adrock)


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Aber die Rechnung mit der Investition vs. Ersparnis war doch schon in 
etwa korrekt?

Momentan ist sowas bei mir nicht geplant, aber ich würde gerne mal ein 
Gefühl dafür haben, ab wann sich soetwas überhaupt lohnen würde.

Wie lange halten denn so Komponenten wie Wechselrichter? ich sehe bei 
Kleinanzeigen immer nur die ganzen defekten die zum Verkauf stehen...

von Flo (linux_user)


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Markus M. schrieb:
> Hi,
>
> neuerdings gibt es ja auch bei Discountern "Balkonkraftwerke".
>
> Ich habe mal eine grundlegende Frage dazu:
>


Dieses Gemecker über alles neue ist so typisch deutsch. Während in 
anderen Ländern Balkonkraftwerke schon seit Jahren erfolgreich 
eingesetzt werden, wird hier alles jahrelang totdiskutiert warum sowas 
ja garnicht gehen kann. Kein Wunder warum hier alles ewig dauert.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> - Das Panel ist wohl mit 150W angegeben,
Bei PV ist es üblich die Peak bzw. Nennleistung des Moduls anzugeben. 
D.h. das Modul hat unter genormt-definierten Lichtverhältnissen diese 
Leistung.

> aber wenn ich 100kWh umrechne
> auf Leistung pro Stunde, komme ich nur auf ca. 11W. Das kommt vermutlich
> daher, dass wir nicht 24h Voll-Sonne haben, richtig?
Der Jahresertrag hängt von viele Faktoren ab, insbesondere Standort 
(mehr Sonne im Süden), der Ausrichtung und eventueller Verschattung.

100kWh sind eine Schätzung von Lidl, bei der man nicht weiß, welche 
Annahmen getroffen wurden.
Wie viel Jahresertrag du erhoffen darfst, kann dir ein beliebiger 
Ertragsrechner im Internet sagen, z.B. 
https://www.solarserver.de/pv-anlage-online-berechnen/


> Somit muss man ja sagen, dass bei diesem Angebot vermutlich nur der
> Verkäufer verdient. Ich bezweifle dass die Technik viel mehr als 7 Jahre
> hält um die Gesamtkosten für die Installation zu "verdienen".

Wie lange der Wechselrichter hält weiß niemand. Das ist 
Leistungselektronik, das kann 20 Jahre halten, muss aber nicht.
Ordentliche PV-Module halten i.d. Regel mindestens 20 Jahre. Der Ertrag 
geht mit der Zeit zwar etwas zurück. Oft werden aber 80% oder 85% der 
Leistung nach 20 oder 25 Jahren garantiert.

Dass das Ding nach 7 Jahren kaputt ist, ist eher unwahrscheinlich.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> Wie lange halten denn so Komponenten wie Wechselrichter? ich sehe bei
> Kleinanzeigen immer nur die ganzen defekten die zum Verkauf stehen...

Bei meiner ersten PV-Anlage, gebaut 2008, ging der 5kW-Wechselrichter 
von SMA nach einem Jahr kaputt und wurde kostenfrei getauscht. Das war 
Pech, der neue hält seit dem.

Ich habe 2020 eine weitere Anlage gebaut und da habe ich auf den 
Wechselrichter 12 Jahre Herstellergarantie.
Wenn ich den nach 15 oder 20 Jahren tauschen muss ist das für mich (auch 
wirtschaftlich) ok.

Bei den Mini-Wechselrichtern der Balkonkraftwerke gab es Typen mit 20 
Jahren Garantie. Die können also lange halten.
Andererseits gibt es Gerüchte, dass bei manchen China-Krachern 10% schon 
bei Auslieferung kaputt sein sollen.
Wie viel Qualitätssicherung Lidl da macht weiß nur Lidl.

von Markus M. (adrock)


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Flo schrieb:
>> neuerdings gibt es ja auch bei Discountern "Balkonkraftwerke".
>>
>> Ich habe mal eine grundlegende Frage dazu:
>
> Dieses Gemecker über alles neue ist so typisch deutsch. Während in

Aha, ich sehe nicht wo ich jetzt gemeckert hätte. Ich habe lediglich 
hinterfragt, inwieweit sich sowas überhaupt in diesem Maßstab rechnet.

Entschuldige bitte, dass mich eine Ersparnis < 50 EUR/Jahr, die erst 
nach ca. 5 Jahren eintritt, jetzt nicht gerade vom Hocker haut.

Es steht ja außer Frage, dass man sowas auch ideologisch sehen kann und 
damit zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes beiträgt.

Aber es wäre doch sicher effizienter z.B. auf einem Mehrfamilienhaus ein 
paar größere Panele auf das Dach zu pflanzen. Die Häuser hier in der 
Siedlung wären dafür IMHO sogar ideal, 7 Etagen, Flachdach, 
Versorgungsschächte vorhanden, keine Bäume die was verdecken, Eigentümer 
Bundesanstalt für Immobilien.

Ich gebe zu das mein Anfangspost vlt. einen leicht negativen touch 
hatte, aber es geht mir nicht darum es per se schlech zu reden, eher um 
abzuschätzen ob das nur eine andere Sau ist die durch's Dorf getrieben 
wird (wie z.B. smarte Heizköperthermostate) oder ob es sich tatsächlich 
rechnen kann.

von Michael B. (laberkopp)


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Mike R. schrieb:
> Markus M. schrieb:
>> LIDL ruft für das Komplettset 200 EUR auf. Das Panel hat max. 150W und
>> soll wohl im jahr 100kWh bringen.
>
> 100kWh im Jahr bei einem 150W Panel wäre ziemlich wenig.
> Laut PVGIS sollte kann man bei 14% Verlust (und einem nach Süden
> ausgerichteten) Panel knappe 150kWh im Jahr erwarten.

Wenn man alles selbst verbraucht.

Was bei 150 Watt zwar wahrscheinlicher ist als bei 800, aber mein Haus 
braucht 46W, eine Wohnung wird oft noch weniger ziehen.

Dann hat man nur 1/3 genutzt und 2/3 ins Netz verschenkt.

Kleine Anlagen sind pro kWh noch teurer als grosse Anlagen, z.B. 600W.

von Thomas U. (charley10)


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Markus M. schrieb:
> Aber die Rechnung mit der Investition vs. Ersparnis war doch schon in
> etwa korrekt?
>
> Momentan ist sowas bei mir nicht geplant, aber ich würde gerne mal ein
> Gefühl dafür haben, ab wann sich soetwas überhaupt lohnen würde.

Ab dem Auslaufen der Irgendwas-'Bremse'.
Wenn danach der Strom an den Meistbietenden versteigert wird....

>
> Wie lange halten denn so Komponenten wie Wechselrichter? ich sehe bei
> Kleinanzeigen immer nur die ganzen defekten die zum Verkauf stehen...

Warum wohl?

von Thomas U. (charley10)


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Flo schrieb:
> Markus M. schrieb:
>> Hi,
>>
>> neuerdings gibt es ja auch bei Discountern "Balkonkraftwerke".
>>
>> Ich habe mal eine grundlegende Frage dazu:
>>
>
>
> Dieses Gemecker über alles neue ist so typisch deutsch. Während in
> anderen Ländern Balkonkraftwerke schon seit Jahren erfolgreich
> eingesetzt werden, wird hier alles jahrelang totdiskutiert warum sowas
> ja garnicht gehen kann. Kein Wunder warum hier alles ewig dauert.

Von WEM? Sponsored by Stromverkäufern?

: Bearbeitet durch User
von C. D. (derschmied)


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Flo schrieb:
> Während in anderen Ländern Balkonkraftwerke schon seit Jahren
> erfolgreich eingesetzt werden

So, wo denn? Zahlen, Daten, Fakten?

Ich halte das für eine stupide Stammtisch-Phrase ohne jeden Gegenstand.

Wir haben hier im Land mit die höchsten Strompreise Weltweit, nirgends 
woanders gibt es also die Notwendigkeit überhaupt nur Überlegungen um so 
einen Nonsens anzustellen. Nach Norden hin wegen der geringeren 
Sonneneinstrahlung ohnehin nicht, nach Süden hin ist der Strom aus der 
Dose billig genug, und im Osten schert man sich einen Dreck um die 
Umwelt.
Balkonkraftwerke haben NICHTS mit Umweltschutz zu tun, es ist ein reines 
Kosten/Nutzen-Kalkül. Noch nichtmal zur Entsorgung gibt es belastbare 
Konzepte.

Also, der Herr, kommt noch was handfestes an Argumenten nach?

Gruß, DerSchmied

von Al. K. (alterknacker)


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An DDR Altneubauten für den Balkon sind die Dinger vielleicht gedacht.

von Gunter Z. (padre)


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Bei so niedrigen Erzeugungsleistungen gilt es jeden Cent
zu Berechnen...

40cent/kwh stimmt auch nimmer,bei mir BaWü derzeit
 34Cent / Grundversorger und 32Cent /Stromschieber.

Dazu kommt noch
Mehrkosten Zähler pro Jahr 7€.Einbau Wunschtermin 130€

Installation Dose und Abnahme/Anmeldehilfe E-Fachkraft,
wenns günstig läuft einmalig 150€,wohl aber eher Richtung 250€

Wie man sieht amortiert sich da ganz schnell garnix mehr

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wegen den Wieland Dosen würde ich erstmal abwarten, kann sein, daß da 
bald der normale Schuko-Stecker geduldet wird. Die Anmeldung ist auch 
kein Hexenwerk und da alle alten Ferraris-Zähler sowieso bis 2030 
rausfliegen sollen wenn ich das richtig in Erinnerung habe, installieren 
die meisten EVUs sowieso Zweirichtungszähler. Damit sind die auf der 
sicheren Seite.

Die 100kWh aufs Jahr aus einem 150Wp Modul(system) sind für ein 
Balkonkraftwerk schon mal gar nicht so schlecht. Die wenigsten dieser 
Module sind schließlich komplett unverschattet und optimal ausgerichtet 
verbaut, so daß hier Ertragsverluste im Vergleich zu Dachanlagen zu 
erwarten sind (die erreichen die grob anzunehmenden 150kWh pro Jahr 
einfacher).

Der Rest ist halt vom Nutzungsverhalten abhängig und das muss jeder für 
sich selbst einschätzen.

Alternativ bietet sich eine netzgestützte Insel-Lösung an. Sprich der 
Wechselrichter lädt mit der PV-Leistung einen Akku und solange dieser 
ausreichend voll ist, versorgt er damit die angeschlossenen Geräte. Ist 
der Akku irgendwann leer, schaltet er auf einen Netz-Bypass um. Mit 
sowas ist der Zähler völlig egal, solche Anlagen können nicht einspeisen 
(sprich die überschüssige PV-Leistung bei vollem Akku kann nicht genutzt 
werden) und verhalten sich gegenüber dem Netz wie ein Verbraucher. Sowas 
hab ich vor 20 Jahren mit einer großen Blei-Gel-Batterie selbst gebaut, 
um den Stromverbrauch eines Servers damit zu senken - inkl. des 
ATX-Netzteils für 12V-Anschluss.

Manche dieser Anlagen können den Akku auch aus dem Netz laden, aber ob 
das Sinn macht (Akkuverschleiß, Wirkungsgrad-Verluste in Akku und 
Wechselrichter beim Laden und nochmal beim Entladen) bezweifle ich. So 
sehr kann der Strompreis an der heimischen Steckdose gar nicht 
schwanken, damit sich das lohnen würde.

Die Qualität der Chinakracher-Wechselrichter ist erwartungsgemäß für den 
Arsch. Diese kleinen 600W-Modelle verheizen mehr PV-Leistung als ein 
5kW-Markengerät bei gleicher Leistung. Als diese einfachen 
300W-Wechselrichter vor etwa 15 Jahren aufkamen, ist mir so ein Ding in 
die Hände gefallen und ich habe das an meiner damaligen Balkon-PV (die 
gleiche, welche über Jahre den Server mitversorgte) getestet. Oder 
zuerst mal habe ich das Ding aus Neugier aufgeschraubt, man will ja 
schließlich wissen, was drin ist (Hallo ATMega8, alter Bekannter...). 
Hätte ich das nicht getan, wäre das Scheißding beim ersten Testlauf 
hochgegangen, denn direkt unter einem der FETs war die Wärmeleitfolie 
überlappend verbaut, so daß der FET so gut wie gar nicht am Kühler 
anlag. Und dieser Kühler war auch bitter nötig, denn meine kleine PV 
lieferte an ihren besten Tagen etwa 130W (gemessen) und dabei wurde 
dieser Wechselrichter trotz nervigem Lüfter schon so heiß, daß man ihn 
kaum noch anfassen konnte. Keine Ahnung wieviel Energie da tatsächlich 
ins Netz gelangte, aber viel kann's nicht gewesen sein. Die 
Hitzeentwicklung nahmen die beiden Elkos auf der PV-Eingangsseite auch 
ziemlich schnell übel und mutierten zu Kugelfischen, glaube das hat 
einen Monat gedauert bis der Schrott deswegen nicht mehr funktionierte.

Also ob man sich sowas antun will oder nicht, soll jeder für sich selbst 
entscheiden. Ich zahle da lieber etwas mehr für ein vernünftiges Gerät, 
so ein Chinaschrott kommt mir nicht mehr in die Bude.

von Dieter P. (low_pow)


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>Dazu kommt noch

Zusätzlicher Zähler nicht nötig,  0.00 €

Installation mit Schukostecker, Steckdose,  0.00 €

Anmelden kann man auch selber.

Vorhandene Leistung die nicht selbst verbraucht wird,
schenkt man dann halt dem Energieversorger.

Zusätzliche Kosten können für eine optionale
Modulbefestigung anfallen.

So ist dies zumindest mir geläufig.

>normale Schuko-Stecker geduldet
ist zumindest hier üblich

In 15 Jahren hat sich schon viel getan, lüfterlos ist schon
lange Standard.

von Roland E. (roland0815)


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Bei den meisten jetzt verkauften Steckdosensolaranlagen ist ein Kabel 
Schuko/Wieland bei...

von Harald W. (wilhelms)


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Flo schrieb:

> Während in anderen Ländern Balkonkraftwerke schon seit Jahren
> erfolgreich eingesetzt werden,

Ich vermute mal, in Ländern, die deutlich mehr südlich als D liegen?

von Mnax (moriz996)


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Für 200.00 ein gutes angebot.
Andere wollen für einen 300W WR alleine schon soviel.

von Thomas U. (charley10)


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Gunter Z. schrieb:
> Bei so niedrigen Erzeugungsleistungen gilt es jeden Cent
> zu Berechnen...
>
> 40cent/kwh stimmt auch nimmer,bei mir BaWü derzeit
>  34Cent / Grundversorger und 32Cent /Stromschieber.
>
> Dazu kommt noch
> Mehrkosten Zähler pro Jahr 7€.Einbau Wunschtermin 130€
>
> Installation Dose und Abnahme/Anmeldehilfe E-Fachkraft,
> wenns günstig läuft einmalig 150€,wohl aber eher Richtung 250€
>
> Wie man sieht amortiert sich da ganz schnell garnix mehr

War auch nie so geplant...

von El Patron B. (bastihh)


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Ich warte einfach nur darauf, dass Lidl die Badelatschen wieder 
rausbringt... Must have!

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Markus M. schrieb:
> Entschuldige bitte, dass mich eine Ersparnis < 50 EUR/Jahr, die erst
> nach ca. 5 Jahren eintritt, jetzt nicht gerade vom Hocker haut.

Dieses Set kostet 200€. Es sollte doch auf der Hand liegen, dass man 
damit keine dreistelligen Summen pro Jahr sparen kann. Investiere mehr 
und schraube dir zwei 400W Panels an den Balkon, dann sparst du auch 
mehr.

Für 100€ gibt es aktuell 300W-Wechselrichter mit Zetteln und Garantie zu 
kaufen, 150€ ein passendes Panel in der Nähe bei Ebay Kleinanzeigen, 50€ 
für Kabel, Schrauben und ein paar Winkelprofile. Bei jeder Mietwohnung 
wird sich das nach 5-7 Jahren amortisiert haben, das Panel seine 20 
Jahre halten. Einfach machen?

von Mi N. (msx)


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Karsten B. schrieb:
> Investiere mehr
> und schraube dir zwei 400W Panels an den Balkon, dann sparst du auch
> mehr.

Das mußt Du schon begründen!
Man kann nur das an Stromkosten sparen, was man auch als Grundbedarf 
selbst verbraucht. Gerne würde ich mir so ein Spielzeug hinstellen, aber 
tagsüber ist mein Verbrauch nicht hoch genug und eine zusätzliche 
Speicherung für die Nachtstunden ist zu kostspielig. Wielange diese Teil 
durchhalten, steht für mich auch in den Sternen.
Alles nicht so zündend!

von Peter G. (ham)


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Hallo

Ach was:

Du bist damit "In", bist ein kleiner Welterretter. Das ist doch locker 
200 Euro Wert...?
Oder dann doch nicht ;-)

Eyy - so etwas macht man als verantwortungsvoller Bürger der vorletzten 
Generation doch, und wenn es dann doch mal via Flugzeug in den (bösen, 
einfach nur frech sich mal entspannen zu wollen, also wirklich...) 
Urlaub geht - dann zahlt Mann natürlich einige 100 Euro freiwillig an 
irgendeine selbstlose (LOL)  "Weltrettungsorganisation"...
(Ablasshandel - nur diesmal nicht in die Taschen cleverer Kichenheinis, 
sondern Ökomoralschauspieler)
Dass du (ich) letztendlich mehr Arbeiten musst, um weniger Leistung und 
Komfort zu bekommen... das sollte dir (mir) doch eine Ehre sein...

Ironie...? Nein, nicht doch - ich ...
Niemals nie...

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Peter G. schrieb:
> Du bist damit "In", bist ein kleiner Welterretter. Das ist doch locker
> 200 Euro Wert...?
> Oder dann doch nicht ;-)

Ich denke, es gibt keinen Grund für Ironie.
Man sollte sich mit dem Thema Energie schon ernsthaft beschäftigen, 
egal, zu welchem Ergebnis man derzeit kommt.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Gerne würde ich mir so ein Spielzeug hinstellen, aber tagsüber ist
> mein Verbrauch nicht hoch genug
Das kommt drauf an, wie man es sieht. Was hast Du alles dauernd am 
Laufen, hast Du das wirklich mal durchgerechnet?
Bei mir wäre das mindestens Fritzbox, die will alleine 10..12W 
dauerhaft, der Kühlschrank mit seinem periodisch laufenden 
80W-Verdichter und für den Standby-Verbrauch von Fernseher, Laptop, PC 
kann man auch nochmal 5..10W veranschlagen.

Heißt ich hab locker 30..45W konstanten Verbrauch, ums genau sagen zu 
können müsste ich den Standby-Verbrauch und den Kühlschrank messen bzw. 
vor allem den Tagesverbrauch des Kühlschranks auf den Durchschnittswert 
herunterrechnen.

Außen vor mal die "aktiven Verbräuche", also Kochen, Warmwasser hab ich 
über Strom, eben alle Geräte, die man zur direkten Nutzung betreibt.

Mal etwas rechnen, sagen wir 40W "Ruheverbrauch" 24/7, ist schon fast 
eine Kilowattstunde am Tag. Davon die Hälfte weil PV funktioniert nur 
tagsüber wären 0,5kWh, je nach Strompreis evtl. 18..20ct. Sind immerhin 
etwa 6 Euro im Monat, die ich ohne Speicherlösung sofort sparen könnte.

Jetzt kämen weitere Überlegungen, wie z.B. daß ja nicht jeden Tag von 
früh bis spät 600..800W aus der Balkon-PV kommen, sondern daß die 
Leistung an schattigen Tagen bzw. vor allem im Winter sowieso sehr 
gering ausfällt. Da reicht's dann gar nicht für mehr als diesen 
"Ruheverbrauch". Andererseits könnte ich Timer-gesteuert auch viel 
optimieren, z.B. wenn ich weiß morgen wird's sonnig, dann Waschmaschine 
voll machen und per Timer um 12 Uhr starten lassen. Dann würde eine 
Balkon-PV den Großteil ihres Verbrauchs abfangen. Ich brauche leider für 
den Trockner mehr Strom als für die Waschmaschine, das ist schwerer zu 
optimieren wenn man nicht zuhause ist weil feuchte Wäsche im Trockner 
vor sich hin gammeln lassen bis Sonne scheint geht nicht. Hier wäre die 
Leute im Vorteil die einen Waschtrockner nutzen.

Wenn man nur auf den "Ruheverbrauch" abzielt, dann braucht man evtl. 
auch gar keine so große Balkon-PV. Ein Modul und kleiner Wechselrichter 
könnte dafür reichen.

Alternativ könnte man den Strom auch über einen Zweirichtungszähler 
einspeisen wenn man so einen geringen Eigenverbrauchsanteil hat. Dann 
bekommt man zwar nicht so viel Wertschöpfung heraus wie bei hohem 
Eigenverbrauch, aber der Überschuss dämpft trotzdem die Stromrechnung.

> und eine zusätzliche Speicherung für die Nachtstunden
> ist zu kostspielig.
Wieviel kostet ein Speichersystem mit sagen wir 500W Leistung, 
Nulleinspeisung und nur 1..2 kWh Speicherkapazität? Das würde 
wahrscheinlich reichen, um den Ruheverbrauch bis auf wenige wirklich 
schlechte PV-Tage komplett zu decken.

> Wielange diese Teil durchhalten,
> steht für mich auch in den Sternen.
Wenn man wertige Komponenten kauft, kann man davon ausgehen, daß das 
15..20 Jahre hält, vor allem die PV-Module sind ausgereift genug dafür. 
Beim Wechselrichter kommt halt drauf an, ich würde nicht den billigsten 
Chinakracher kaufen, aber das sind die Teile wo man es niemals so genau 
weiß. Ansich gute Firmen wie Kostal haben da ja gelegentlich auch ihre 
Probleme.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich hatte in einem anderen Thread mal meine Kalkulation vorgestellt. Mit 
1kWh pro Tag von März bis Oktober waren das unter 7 Jahren.

Insbesondere sollte man die Module nicht auf Maximalleistung sondern auf 
über den Tag verteilte Leistung ausrichten.

Ben B. schrieb:
> Wenn man wertige Komponenten kauft, kann man davon ausgehen, daß das
> 15..20 Jahre hält, vor allem die PV-Module sind ausgereift genug dafür.
> Beim Wechselrichter kommt halt drauf an, ich würde nicht den billigsten
> Chinakracher kaufen, aber das sind die Teile wo man es niemals so genau
> weiß. Ansich gute Firmen wie Kostal haben da ja gelegentlich auch ihre
> Probleme.

Ich denke, das größte Problem gibt es, wenn der Umrichter direkt mit 
aufs Dach kommt. Da werden es im Sommer dann gerne mal 50 Grad oder 
mehr.
Ich würde eher zu etwas längeren Kabeln raten und den Umrichter in den 
Keller / die Wohnung verlegen. Das sollte die Lebensdauer erheblich 
verlängern.

Ansonsten haben die Hoymiles schon einen recht guten Ruf, sind dabei 
sehr preiswert und haben wirklich eine gute Effizienz. Bei 300W bleibt 
unser HM-600 unauffällig, sprich kühl.

Langzeitstudien sind dabei natürlich immer schwierig, weil es dann die 
Modelle schon lange nicht mehr gibt ;-)

Aber im Moment ist der Markt eh extrem in Bewegung.

: Bearbeitet durch Moderator
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ja, genau das ist das Problem. Die Anlagen bzw. Anlagenteile wie 
Speichersysteme oder die kleinen Wechselrichter sind noch nicht lange 
und flächendeckend genug im Einsatz, um brauchbare Langzeiterfahrung zu 
machen und an dem Modell Balkonkraftwerk tut sich derzeit so viel, daß 
es nur sehr schwer möglich ist, eine Lösung zu empfehlen, die auf 20 
Jahre eine der besten ist.

von Mi N. (msx)


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Ben B. schrieb:
>> Gerne würde ich mir so ein Spielzeug hinstellen, aber tagsüber ist
>> mein Verbrauch nicht hoch genug
> Das kommt drauf an, wie man es sieht. Was hast Du alles dauernd am
> Laufen, hast Du das wirklich mal durchgerechnet?

Ca. 50 W für all die kleinen Dinge, die man nicht abschalten möchte: 
Herd, Mikrowelle, Router, Anrufbeantworter, Rechner, ...
Da wäre so ein 150 W Teil gerade passend. Nur kauft man das nicht bei 
einem Discounter.

Waschmaschine, Backofen und Kühlschränke kann man getrost außen vor 
lassen, deren Leistungsaufnahme kann nur das Netz liefern.
Wenn ich Pufferspeicherpreise richtig in Erinnerung habe, liegen die im 
4-stelligen Bereich. Die Haltbarkeit des Hauptverschleißteils Akku kann 
erst im Nachhinein beurteilt werden.

Einspeisevergütung: vergiss es.

Nehmen wir Deine 6 Euro Ersparnis/Monat oder meinetwegen 75 Euro im 
Jahr. Für Normalverdiener ist das ganz nett, aber wenn man auch nur 
einmal einen Handwerker brauchen sollte, ist die Kalkulation geplatzt.
Oder denke ich an einen Defekt im Winter, wo man auf ein schneebedecktes 
Dach klettern müßte, unangenehm!
Wie gesagt, alles nicht so zündend.

Da ich eine optimale Dachfläche für PV habe, arbeitet in meinem Kopf 
eine Inselanlage mit Pufferspeicher und Wärmepumpe für die Heizung. Was 
zur Zeit aber an Lieferzeiten und Preisen aufgerufen wird, erscheint mir 
alles zu unausgereift und hoch. Soweit wie möglich würde ich die 
handwerklichen Arbeiten auch selber machen wollen. Ohne Handwerker im 
Haus lebt es sich entspannter ;-)
Teuer wird es trotzdem.
Es drängelt nichts, ich behalte die Situation im Auge.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mi N. schrieb:
> Wenn ich Pufferspeicherpreise richtig in Erinnerung habe, liegen die im
> 4-stelligen Bereich. Die Haltbarkeit des Hauptverschleißteils Akku kann
> erst im Nachhinein beurteilt werden.


Im Endeffekt ist die Speicherung von Strom für privatpersonen mit 
PV-Anlage ein Null-Summenspiel!
Kosten für Stromspeicher:

https://www.energieheld.de/solaranlage/photovoltaik/stromspeicher/kosten

https://pro-ec.de/photovoltaik/stromspeicher-kosten-preise-2023//

von Harald W. (wilhelms)


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Karsten B. schrieb:

> Einfach machen?

Auch, wenn der Balkon auf der Ostseite liegt?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Harald W. schrieb:
> Auch, wenn der Balkon auf der Ostseite liegt?

Noch nie gehört: "Im Osten geht die Sonne auf!"

von Harald W. (wilhelms)


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Cha-woma M. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Auch, wenn der Balkon auf der Ostseite liegt?
>
> Noch nie gehört: "Im Osten geht die Sonne auf!"

Und ab 12 Uhr ist es duster.

von Michael (datalogic)


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Cha-woma M. schrieb:
> https://pro-ec.de/photovoltaik/stromspeicher-kosten-preise-2023//

In der tollen 30 Jahre-Rechnung fehlt aber irgendwie der zweifache 
Wechsel des Batteriesystemes ( typische Nutzungsdauer 10 J ) sowie 
Wartungs- Reinigungs- und Versicherungskosten..... Außerdem ist der 
Ausfall einzelner Panele nicht mit einberechnet. Dafür aber eine 
jährliche Preissteigerung des Stromes von 3% jährlich ( Zinseszinsfaktor 
beachten ).

Irgendwie sehr schön gerechnet.

Der angenommene Eigenverbrauch von 75% hört sich auch nicht so 
realistisch an... Es werden nur Idealwerte zugunsten der Rechnung 
verwendet und wesentliche Kostenpunkte nicht beachtet.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> aber ich würde gerne mal ein
> Gefühl dafür haben, ab wann sich soetwas überhaupt lohnen würde.

wenn man sich damit "grün fühlt" und das auch die eigene Ideologie ist,
lohnt es sich nicht nur für den Hersteller sofort

von Michael (datalogic)


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Michael schrieb:
> In der tollen 30 Jahre-Rechnung fehlt aber irgendwie der zweifache
> Wechsel des Batteriesystemes

Und ganz vergessen....
Diese 30j Rechnung geht von einer vierköpfigen Familie aus. Aber wohnen 
die Kinder nach 30 Jahren noch zu Hause......

Ich bin für PV Anlagen, habe selber eine. Aber man sollte sich lieber 
eigene Gedanken/Rechnungen machen/durchführen und nicht unbedingt auf 
einen PV-Händler hören.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Cha-woma M. schrieb:
> Mi N. schrieb:
>> Wenn ich Pufferspeicherpreise richtig in Erinnerung habe, liegen die im
>> 4-stelligen Bereich. Die Haltbarkeit des Hauptverschleißteils Akku kann
>> erst im Nachhinein beurteilt werden.
>
>
> Im Endeffekt ist die Speicherung von Strom für privatpersonen mit
> PV-Anlage ein Null-Summenspiel!
> Kosten für Stromspeicher:
>
> https://www.energieheld.de/solaranlage/photovoltaik/stromspeicher/kosten
>
> https://pro-ec.de/photovoltaik/stromspeicher-kosten-preise-2023//

Das sind wohl eher 'Abwehrangebote'.
Schau mal nach Pylontech. Damit habe ich jetzt 4 Jahre, auch mit der 
problemlosen Erweiterung, gute Erfahrungen gemacht. Hoffentlich setzen 
die sich in Zukunft fort....

von U. B. (pasewalker)


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Ganz oben steht u.a.:
> - Das Panel ist wohl mit 150W angegeben, aber wenn ich 100kWh
> umrechne auf Leistung pro Stunde, komme ich nur auf ca. 11W.

Wie rechnet man eine Energie um auf eine
Leistung pro Zeit?
Deren SI-Einheit wäre ja Watt/Sekunde?    ;-)

von U. B. (pasewalker)


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> In der tollen 30 Jahre-Rechnung fehlt aber irgendwie der
> zweifache Wechsel des Batteriesystemes ( typische Nutzungsdauer 10 J )
> ...

1.) Eine Batterie braucht man/frau allenfalls aus politischen Gründen.
    Zwar bekommen bei Komplett-Verdunkelung wg. Putin auch die
    Sonnenzellen an Fenster/Balkon kein Licht mehr, aber die relevante
    Strom-Speicherung findet bekanntlich im Stromnetz selbst statt
    (das ist ja alles ausgerechnet).

2.) Das gesparte Pfand (für die Batterien) kann man besser in
    Tesla-Aktien anlegen, und die sind ja auch grün ...

von Mnax (moriz996)


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Mi N. schrieb:
> Da wäre so ein 150 W Teil gerade passend. Nur kauft man das nicht bei
> einem Discounter.

Warum denn nicht? Weil's billiger ist? Blödsinn!

von Michael B. (laberkopp)


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U. B. schrieb:
> Das gesparte Pfand (für die Batterien) kann man besser in
> Tesla-Aktien anlegen, und die sind ja auch grün ...

Es gibt keinen Pfand bei LiFePo4 und alles andere wäre rausgeschmissenes 
Geld wegen viel zu geringer Zyklenzahl also Lebensdauer.

Und Aktien sind am Ende der Firma immer 0 wert.

U. B. schrieb:
> Eine Batterie braucht man/frau allenfalls aus politischen Gründen.

So so. Du gehst wohl mit den Hühnern schlafen und stehst bei Hahnenkräh 
auf. Ich brauche Strom eher wenn es dunkel ist, und nehme dann gerne 
Akkustrom der mich ca. 7ct/kWh kostet.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Im Internetprospekt redet Lidl von 93€ Jahresersparnis. Rein vom Inhalt 
her schaut das Teil ja gar nicht so schlecht aus. Wobei man natürlich 
nichts über die Qualität der Einzelteile erfährt. Bei dem bei unseren 
Discountern üblichen Vertriebskonzept, dass bei nem Fehler innerhalb der 
ersten 2 Jahre das ganze kommentarlos zurückgenommen wird und der 
Hersteller das mit ner Rechnung über Produktpreis und nem satten 
Aufschlag für die Arbeit zurückkriegt, kann man jedoch von einer 
durchaus ordentlichen Qualität deer Teile ausgehen. Kein Hersteller kann 
sich da ne hohe Rücklaufquote leisten, ganz davon abgesehen, dass er 
dann nie mehr nen Folgeauftrag bekommt.

von Gunter Z. (padre)


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Gibt die ersten Unboxings....
https://www.youtube.com/watch?v=o1knQHjRh14

von Mnax (moriz996)


Angehängte Dateien:

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Panel: open spannung 30V, MPP spannung 25V.
WR: 16V - 35V.

Heisst schlecht erweiterbar, ein normales 340W panel mit 40V open 
spannung ist für den WR zuviel.

Schade.

von Mi N. (msx)


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Mnax schrieb:
> Mi N. schrieb:
>> Da wäre so ein 150 W Teil gerade passend. Nur kauft man das nicht bei
>> einem Discounter.
>
> Warum denn nicht? Weil's billiger ist? Blödsinn!

Sieh in die Datenblätter, da steht alles drin.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Uli S. schrieb:
> Im Internetprospekt redet Lidl von 93€ Jahresersparnis.

Diese Rechnung basiert auf einem Strompreis von 48ct und einem 
Jahresertrag von 190kWh. Wie bei der Werbung für Kühltruhen 
schöngerechnet.

Ich zahle 29,5 ct/kWh, Grundversorgung wären 33,1ct - da wäre ich bei 
57€/a.
Ob der Jahresertrag passt, wurde weiter vorne in Zweifel gestellt, das 
kann ich nicht beurteilen.

Wie auch schon geschrieben wurde, spart man diese nur, wenn ein 
passender Grundverbrauch gegeben ist.

Das Ding kommt mit einer Einspeisesteckdose und dem Hinweis, dass diese 
nur durch einen Elektriker angeschlossen werden darf - vergiß es. Das 
kann ich selbst, aber ganz sicher ziehe ich keine neue Leitung quer 
durch das Haus, um vor allen Schutzschaltern einzuspeisen.

Sollte dann noch ein neuer Zähler mit erhöhter Grundgebühr gefordert 
werden, wird das richtig negativ.

Es juckt in den Fingern, das Ding zu kaufen, mit Pflicht zum 
Zählerwechsel und Anmeldezwang lasse ich das sein. Wie immer in 
Deutschland: Wir sollen etwas tun, aber die Regularien sind so, es 
besser zu lassen.

von Al. K. (alterknacker)


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Manfred P. schrieb:
> Es juckt in den Fingern, das Ding zu kaufen, mit Pflicht zum
> Zählerwechsel und Anmeldezwang lasse ich das sein. Wie immer in
> Deutschland: Wir sollen etwas tun, aber die Regularien sind so, es
> besser zu lassen.

Das ist ganz normaler Kapitalismus.

Die Energieversorgen denken schon Jahre voraus.

MfG
alterknacker

von C. D. (derschmied)


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Manfred P. schrieb:
> Wie immer in Deutschland: Wir sollen etwas tun, aber die Regularien sind
> so, es besser zu lassen.

Ich bin da eher von der Opposition:
Will man mich mit allen Mitteln unterschwellig gängeln etwas zu tun 
wovon ich nicht völlig überzeugt bin, fange ich an zu hinterfragen.

Und hinterfragenswert - aus Sicht der Umwelt - ist dieser Hype auf 
grünen Solarstrom allemal.

Es gibt deutschlandweit noch immer kein schlüssiges Konzept zur 
Entsorgung ausgedienter Solartechnik, und Elektronikschrott 
(Wechselrichter & Co) landen deshalb noch immer in dunklen Kanälen. 
Jedes einzelne Balkonkraftwerk sorgt dafür, daß dieser hübsche Haufen 
stets wächst.

Besonders Grün ist das nicht, es taugt allenfalls für ein trügerisch 
gutes Gewissen, zum Angeben beim Nachbarn, und kommt dem deutschen 
Kleingeist sehr entgegen:

Um 2€ beim Tanken zu sparen fährt er liebend gerne 20 Kilometer Umweg. 
Schon aus Prinzip.

Gruß, DerSchmied

von Michael B. (laberkopp)


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C. D. schrieb:
> Es gibt deutschlandweit noch immer kein schlüssiges Konzept zur
> Entsorgung ausgedienter Solartechnik, und Elektronikschrott
> (Wechselrichter & Co) landen deshalb noch immer in dunklen Kanälen.
> Jedes einzelne Balkonkraftwerk sorgt dafür, daß dieser hübsche Haufen
> stets wächst.

Im Gegenteil, Deutschland hat ein Konzept zur 
Elektronikschrottentsorgung und verwertet daher einen grossen Teil, 
primär Kupfer und Goldrückgewinnung aber wenn in 20 Jahren mehr und mehr 
PV Panels dazu kommen, macht vielleicht auch das Silizium einen 
recyklingwürdigen Anteil aus.

von Mnax (moriz996)


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Ich meine 200, das ist stufe portokasse. Und damit kann man schon etwas 
lernen. Damit begreift man was eine PV kann und was nicht geht.

Die anmeldung kann man ja "vergessen" und die leitung selber bauen bis 
klar ist ob das permanent bleibt oder nicht.

von Mnax (moriz996)


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Michael B. schrieb:
> Silizium einen
> recyklingwürdigen Anteil

Lol.

wikipedia: Silicium ist mit einem Anteil von rund 25 % das 
zweithäufigste Element in der Erdkruste nach Sauerstoff

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Mnax schrieb:

>> Silizium einen
>> recyklingwürdigen Anteil
>
> Lol.

Auf dem Spielplatz vor meiner Haustür liegt jede Menge Siliziumdioxid
herum. Vielleicht finde ich ja wen, der da das Silizim rauszieht.

von Uli S. (uli12us)


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Wer heute noch irgendwas um 30Doppelpfennig Strompreis hat, hat ganz 
einfach Glück gehabt. Bei uns sinds schon etwa das, was Lidl als 
Beispiel genannt hat. Und diese Strombremse macht irgendwas unter 10% 
aus, wobei man nicht weiss, wie lange es die geben wird. Was aber ganz 
sicher ist, dass der Strompreis steigen wird.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald W. schrieb:
>>> Silizium einen
>>> recyklingwürdigen Anteil
>> Lol.
> Auf dem Spielplatz vor meiner Haustür liegt jede Menge Siliziumdioxid
> herum. Vielleicht finde ich ja wen, der da das Silizim rauszieht.

Schlechtes Deutsch: Du findest jemanden , der ...

Egal, ich sehe keinen Grund, aus Solarzellen das Silizium recyclen zu 
wollen, der Rohstoff ist fast unendlich verfügbar. Das kannst Du mahlen 
und in den Straßenbau kippen.

Was an Solarzellen soll überhaupt umweltkritisch sein, dass es einer 
speziellen Behandlung bedarf?

von C. D. (derschmied)


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Michael B. schrieb:
> Im Gegenteil, Deutschland hat ein Konzept zur
> Elektronikschrottentsorgung und verwertet daher einen grossen Teil,

Hast Du Quellen hierzu? Irgendwas Konkretes? Ich meinte nicht grobes 
Kupfer wie Kabel und dgl die recycelt werden, mir geht es um 
Leiterplatten etc... Die Myriarden an Transistorbeinchen die darauf 
gelötet sind, das Bleizinn der Lötpunkte, das Trägermaterial selbst und 
die Leiterbahnen darauf. Zinn und Blei lassen sich auch heute noch nicht 
wirtschaftlich trennen - es gibt kein großtechnisches Verfahren hierfür 
- und das Trägermaterial selbst ist entweder Epoxy oder harzgetränktes 
Hartpapier. Taugt nur mehr für den Ofen.
Hierfür gibt es m.W. in D keine Firma die das von A bis O wieder 
aufschlüsseln kann.

Goldrückgewinnung ist ein wirklich dreckiges Geschäft, die Degussa läßt 
sich nicht in die Karten schauen was mit ihren hochgiftigen Rückständen 
geschieht, und auch die Norddeutsche Affinerie ist nicht gerade 
Produzent von frischem Quellwasser und kämpft mit Umweltauflagen.

Michael B. schrieb:
> wenn in 20 Jahren mehr und mehr PV Panels dazu kommen, macht vielleicht
> auch das Silizium einen recyklingwürdigen Anteil aus.

Schwierig. Hauptquelle von Silizium ist möglichst reiner Quarzsand aus 
der Natur, Siliziumdioxid. Und der wird immer billiger sein als 
irgendeinen Composit-Schrott aus verbrauchten Solarzellen wieder 
aufzuarbeiten. Aus diesem Grund funktioniert auch unser 
Plastik-Recycling nicht.

Gruß, DerSchmied

von C. D. (derschmied)


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Manfred P. schrieb:
> Was an Solarzellen soll überhaupt umweltkritisch sein, dass es einer
> speziellen Behandlung bedarf?

Composit-Material. Glas, Alu, Harz, dauerelastische Kleber, Kupfer, 
alles schön zu einem Klumpen verbacken. Und die Maschinen zum Auftrennen 
brauchen Energie. Zum Bau derer, zum Betrieb derer, zum entsorgen derer.

Schlimmer als jeder Tetrapack.

Gruß, DerSchmied

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Es gibt die Entropie und es gibt den Müll.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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C. D. schrieb:
> Es gibt deutschlandweit noch immer kein schlüssiges Konzept zur
> Entsorgung ausgedienter Solartechnik, und Elektronikschrott
> (Wechselrichter & Co) landen deshalb noch immer in dunklen Kanälen.
Hey, "dunklen Kanälen" was willst damit andeuten?
Vllt. das man die in den Mittelland-Kanal oder den RM-Kanal kippt?
Solche Praktiken sind üblich bei den ehrenwerten Familienvätern die die 
Kühltruhe(incl Inhalt)  so entsorgen, weil die ex ging und die TK-Pizzen 
schimmeln und stinken.
Meist sind das diejenigen der Gesellschaft bei denen es zuhause dann 
immer "pico/bello" ist!

> Jedes einzelne Balkonkraftwerk sorgt dafür, daß dieser hübsche Haufen
> stets wächst.
Ist wie der Tropfen Wasser der ins Meer gekippt wird.
Und entsorgen über den örtlichen Wertstoffhof geht immer.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Manfred P. schrieb:
> Was an Solarzellen soll überhaupt umweltkritisch sein, dass es einer
> speziellen Behandlung bedarf?

Die Herstellung zum Beispiel!

von Thomas U. (charley10)


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U. B. schrieb:
>> In der tollen 30 Jahre-Rechnung fehlt aber irgendwie der
>> zweifache Wechsel des Batteriesystemes ( typische Nutzungsdauer 10 J )
>> ...
>
> 1.) Eine Batterie braucht man/frau allenfalls aus politischen Gründen.
>     Zwar bekommen bei Komplett-Verdunkelung wg. Putin auch die
>     Sonnenzellen an Fenster/Balkon kein Licht mehr, aber die relevante
>     Strom-Speicherung findet bekanntlich im Stromnetz selbst statt
>     (das ist ja alles ausgerechnet).
>

Kannst du mir einen Link zum äußerst interessanten und bestimmt 
patentierten Verfahren senden? Die Patentnummer reicht.
Ich würde das sehr gern nutzen, um meinen Überschuss im Sommer bis zum 
Winter kostengünstig zu deponieren!
Oder wurde dieses Patent noch nicht eingereicht, da die Akteure derzeit 
damit beschäftigt sind, in der Vergangenheit weitgehend trockengelegte 
Sümpfe wieder ertragreich zu 'renaturieren'?

> 2.) Das gesparte Pfand (für die Batterien) kann man besser in
>     Tesla-Aktien anlegen, und die sind ja auch grün ...

Übrigens...
Wer klärt mich über folgenden Widerspruch auf:
Die EU hat Atom und Gas als umweltfreundlich eingestuft. Weshalb dann 
der derzeitige Heizungsterror?

von Thomas U. (charley10)


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Manfred P. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>>>> Silizium einen
>>>> recyklingwürdigen Anteil
>>> Lol.
>> Auf dem Spielplatz vor meiner Haustür liegt jede Menge Siliziumdioxid
>> herum. Vielleicht finde ich ja wen, der da das Silizim rauszieht.
>
> Schlechtes Deutsch: Du findest jemanden , der ...
>
> Egal, ich sehe keinen Grund, aus Solarzellen das Silizium recyclen zu
> wollen, der Rohstoff ist fast unendlich verfügbar. Das kannst Du mahlen
> und in den Straßenbau kippen.

Dagegen findet sich bestimmt 'etwas'. Denke bitte an den Terror gegen 
GaAs.

>
> Was an Solarzellen soll überhaupt umweltkritisch sein, dass es einer
> speziellen Behandlung bedarf?

von Michael B. (laberkopp)


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Uli S. schrieb:
> Wer heute noch irgendwas um 30Doppelpfennig Strompreis hat, hat ganz
> einfach Glück gehabt. Bei uns sinds schon etwa das, was Lidl als
> Beispiel genannt hat. Und diese Strombremse macht irgendwas unter 10%
> aus, wobei man nicht weiss, wie lange es die geben wird. Was aber ganz
> sicher ist, dass der Strompreis steigen wird

Daher schickt mir mein Anbieter ne Mail, dass der Preis ab 1.6. von 33 
auf 29ct sinkt, schliesslich kostet Gas und Öl und Kohle wieder so wenig 
wie vor dem Krieg (als mein Strom 25ct kostete). Es ist also noch Luft 
nach unten.

Beitrag #7416042 wurde von einem Moderator gelöscht.
von C. D. (derschmied)


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Cha-woma M. schrieb:
> Ist wie der Tropfen Wasser der ins Meer gekippt wird.

Grober Denkfehler:

Du schwimmst in diesem Meer, bist Teil davon, ertrinkst darin. Eben WEIL

Cha-woma M. schrieb:
> entsorgen über den örtlichen Wertstoffhof geht immer.

Du der Meinung bist mit der Abgabe Deines Schrotts beim Wertstoffhof 
würde eine Maschinerie in Gang getreten die via Recycling 1:1 aus alt 
wieder neu machen würde.

Cha-woma M. schrieb:
>> echselrichter & Co) landen deshalb noch immer in dunklen Kanälen.
>
> Hey, "dunklen Kanälen" was willst damit andeuten?
> Vllt. das man die in den Mittelland-Kanal oder den RM-Kanal kippt?

Diese Äußerung kann man durchaus heranziehen um aufzuzeigen dass Du 
zumindest diesbezgl gedankenlosen Konsum betreibst und bereit bist Dich 
auf ungeprüfte, leere Versprechungen zu verlassen (Recycling).

Aus den Augen, aus dem Sinn führt genau zu Solchen Stilblüten wie sie 
zur Zeit überall hervorschießen wie Unkraut. Deren massenhafte Existenz 
allein ist kein Beweis für deren Daseinsberechtigung

Gruß, DerSchmied

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Mnax schrieb:
> Ich meine 200, das ist stufe portokasse. Und damit kann man schon etwas
> lernen. Damit begreift man was eine PV kann und was nicht geht.

Ja, die Mentalität Wegwerfgesellschaft. Ich muß keine 200 Tacken 
ausgeben, um zu wissen, was geht und was nicht.
Das entnimmt man doch den Datenblättern ;-)

von Peter G. (ham)


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Mnax schrieb:
> Ich meine 200, das ist stufe portokasse. Und damit kann man schon etwas
> lernen. Damit begreift man was eine PV kann und was nicht geht.

Wow!
In deiner Blase möchte ich auch leben.
Für 200 Euro (auf seinem Konto und nur das zählt) muss selbst ein 
Facharbeiter deutlich über einen Tag arbeiten.
So manch einer muss aber  mit diesem "Portogeld" seine Familie mehrere 
Tage sattbekommen (schau mal in die Regelsätze aus dem Umfeld der 
Sozialhilfe).

200 euro mögen im Bereich der Energietechnik wenig sein - trotzdem sind 
200  Euro nur so zum Ausprobieren (wobei zum Ausprobieren ja noch Arbeit 
und eventuell sogar weiter Kostenkommen) und der Fraglichkeit, ob man 
davon in vernünftigen Zentrum einen fühlbaren Vorteil davonträgt, 
einfach zu viel Geld.

Würde es sich um eine große "Powerstation" mit einigen 100 Wh 
Nutzkapazität mit eben jenen "150W"  Solarpanel handeln, wäre das etwas 
ganz anderes und sogar ein Preis von 300 Euro für viele eine sehr 
sinnvolle und sofort nutzbringende Investition (welche nebenbei auch 
nicht noch weitere Arbeiten und Geldausgaben bedingt).

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
Das Produkt an sich ist nicht, was ich kritisch (oder als zu teuer - 
ganz bestimmt nicht)  sehe - sondern das ganze Denken und die Ideologie 
dahinter und wie bzw. wo es (mit welchen Hintergrund, mit welchen 
erzeugten Erwartungen) beworben wird.

: Bearbeitet durch User
von Kolja L. (kolja82)


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Cha-woma M. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Was an Solarzellen soll überhaupt umweltkritisch sein, dass es einer
>> speziellen Behandlung bedarf?
>
> Die Herstellung zum Beispiel

Ich verstehe nicht, warum dieses Argument immer bei PV-Modulen oder 
WKA-Flügeln gebracht wird und nicht bei der Forderung von Öl und Gas.
Denn im Gegensatz zu den fossilen, sind die erneuerbaren Energien im 
Betrieb deutlich unkritischer.

von Peter G. (ham)


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Hallo

Weil Öl und Gas halt bestimmungsgemäß verbrannt werden und somit beim 
Nutzer keine potenzielle Kosten hinterlassen.

Mir kommt es aber so vor, als wenn "Leute wie du" und viele Praktiker 
und sich kritisch äußernde das Problem aus einem anderen Blickwinkel 
sehen:

Der Praktiker und Konsument hat in so manch anderen Bereichen (z.B. 
Isolationsmaterialien, aber auch "große" Elektronik, die eigentlich 
nicht für den "normalen" Konsumenten gedacht ist, chemische Nutzprodukte 
etc.) schlechte Erfahrung gemacht:
Man bekommt den Kram doch nicht so einfach fort, wenn man alles streng 
legal macht, der Kram wird doch nicht an jeder (städtischen) 
Sammelstelle kostenlos  und problemfrei angenommen.
Entsorgung wird durch Tricks (So manche Asbestmaterialien müssen 
gewässert werden, wobei die Entsorgungskosten nach Gewicht berechnet 
werden...) hochgetrieben und viele andere mehr.

Das sind aber genau die Erfahrungen und Befürchtungen, die viele 
Kritiker und angepeilten Endkunden schon hatten - daher die Vorsicht.

von Mnax (moriz996)


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Peter G. schrieb:
> In deiner Blase möchte ich auch leben.
> Für 200 Euro (auf seinem Konto und nur das zählt) muss selbst ein
> Facharbeiter deutlich über einen Tag arbeiten.

Aber auch nur wegen 60% steuern & sozialabgaben plus 20% märchensteuer. 
Ist nicht 60% sagst du? Wart mal...

Ja, die 200.- sparen aber dann 25k aufnehmen um PV auf's dach zu machen 
weil man dem verkäufer die zahlen glaubt. Gutes system.

Das ist ähnlich clever wie 2000.- für das kirschrot-metallic der neuen 
karre oder anderen käse mit wiederverkaufswert null zu bestellen.

Oder wenn frau bei der neuen küche für "granit X" ganze 12k mehr augibt 
als für "granit Y".

von Mnax (moriz996)


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Peter G. schrieb:
> Man bekommt den Kram doch nicht so einfach fort, wenn man alles streng
> legal macht, der Kram wird doch nicht an jeder (städtischen)
> Sammelstelle kostenlos  und problemfrei angenommen.

Ein anruf bei der gemeinde kann bei bockigen sammelstellen wunder 
bewirken. Die nehmen teils sachen nicht um sich dann beim 
kostenpflichtigen müll zu bereichern. Gab bei uns 2 fristlose deswegen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Na die Windräder leiden schon noch an einem großen Entsorgungsproblem. 
Der GFK-Müll, der beim Abbau alter oder defekter Anlagen anfällt 
(Flügel, Verkleidung), kann noch nicht anständig recycled werden. Da 
fehlen die Prozesse, was man mit tonnenweise glasverseuchter Hartplastik 
anstellen könnte.

Das sehe ich bei PV weniger kritisch, wenn man wollte könnte man das 
Glas recyclen und das Silicium der Zellen ließe sich auch wieder 
einschmelzen, die Rohstoffe der Beschichtung zurückgewinnen. Lediglich 
der ausgehärtete Kleber zwischen Glas-Träger und den Zellen ist 
schwierig, da müsste man noch eine wiederverwendbare Lösung finden. Also 
einen Kleber, der UV-beständig ist, aber sich in einem Lösungsmittel 
lösen lässt, evtl. sogar wieder als neuer Kleber verwendet werden kann 
wenn man das Lösungsmittel entfernt.

von C. D. (derschmied)


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Kolja L. schrieb:
> Denn im Gegensatz zu den fossilen, sind die erneuerbaren Energien im
> Betrieb deutlich unkritischer.

Puh, da bist Du aber ordentlich der Propaganda aufgesessen.

Informiere Dich einmal darüber was für ein Fundament für eine solche WKA 
notwendig ist. Bestehend aus Beton & Stahl, welches beides erst unter 
ENORMEN Energieverbrauch hergestellt, transportiert und eingebaut werden 
muss. Siehe hierzu auch Co²-Bilanz Zementherstellung / Aushärtung. Und 
wir reden hier nicht über die popligen 20 Kubik  in der Bodenplatte 
Deines Hauses.

Erkundige Dich weiterhin über die noch verbleibende Landwirtschaftliche 
Nutzfläche in D, und subtrahiere davon die fortschreitende Verbauung 
durch PV und Nutzung als Grünland / Maisacker für die unselige 
"Biogas"-Erzeugung. Stelle hierzu den Rückgang der Artenvielfalt in 
Relation und den Literpreis für Speiseöl im Lidl-Regal. Und !NEIN!, die 
Kornkammer des Ostens gehört jetzt nicht mehr zu D, da hat Putin seinen 
fetten Fuß drauf.

Jeder Quadratmeter Boden, der zur Energieerzeugung genutzt wird, steht 
der Natur als Refugium und dem Mensch als Nahrungsquelle nicht mehr zur 
Verfügung.

Hier von "Unkritisch(er)" zu reden ist nicht weniger vermessen als die 
Aussage von

Mnax schrieb:
> Ich meine 200, das ist stufe portokasse.

Keine Fuß mehr auf dem Boden, würd ich sagen.

Gruß, DerSchmied

von Walta S. (walta)


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Da ist schon was dran. Für so eine Ölleitung braucht es nur ein kleines 
Loch im Boden und schon rinnt es raus.

Walta
- Kopfschüttel -

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Thomas U. schrieb:
> Übrigens...
> Wer klärt mich über folgenden Widerspruch auf:
> Die EU hat Atom und Gas als umweltfreundlich eingestuft. Weshalb dann
> der derzeitige Heizungsterror?

Weil halt bei uns die ökogrüne Gesinnung tonangebend ist.
Sogar bei der JU!

von C. D. (derschmied)


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Cha-woma M. schrieb:
> Weil halt bei uns die ökogrüne Gesinnung tonangebend ist.
> Sogar bei der JU!

Hart an der Grenze, der Kommentar. Ich hatte es noch ein wenig präziser 
und klarer formuliert, was aber einem Moderator dann doch etwas zu weit 
ging. Kann ich aber mit leben.

Gruß, DerSchmied

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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C. D. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Was an Solarzellen soll überhaupt umweltkritisch sein, dass es einer
>> speziellen Behandlung bedarf?
>
> Composit-Material. Glas, Alu, Harz, dauerelastische Kleber, Kupfer,
> alles schön zu einem Klumpen verbacken. Und die Maschinen zum Auftrennen
> brauchen Energie. Zum Bau derer, zum Betrieb derer, zum entsorgen derer.
>
> Schlimmer als jeder Tetrapack.

Nicht wirklich.

Die Fa. Reiling bspw. zerlegt die Module meiner Beobachtung nach sehr 
gut und vollautomatisch. Zuerst schert man die Anschlüsse ab und schiebt 
dann hydraulisch sehr sauber den Alurahmen herunter. Daraufhin fällt die 
Glasscheibe ab.
Der Kunststoffträger inkl. Zellen und Busbars wird dann geschreddert und 
kann offenbar recht gut durch gravimetrische Methoden getrennt werden.

Die Reinheit der Mahlprodukte war auf der Betriebsführung (war im 
Frührjahr 22) jedenfalls beeindruckend.

Übrig bleibt davon etwas Kunststoff, Silizium und verzinntes Kupfer.

Der Vorteil beim Recycling der Module ist, dass sie getrennt gesammelt 
werden und praktisch alle gleich aus nur sehr wenigen Grundstoffen 
aufgebaut sind. Das spielt einer vollautomatisierten, ziemlich 
sortenreinen Zerlegung in die Hände.

Also: das zumindest funktioniert schon recht gut.

von Mnax (moriz996)


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Cha-woma M. schrieb:
> Die EU hat Atom und Gas als umweltfreundlich eingestuft. Weshalb dann
> der derzeitige Heizungsterror?

Atom geht wegen futschikama nicht, zu gefährlich, die technologie ist 
nicht tsunamiresistent. Tsunamis wird es immer häufiger geben, wegen 
klimawandel.

Gas geht nur zur verstromung, für heizung ist das nicht CO2 neutral, 
also schädlich. Nur die kette gas->verstromung->wärmepumpe ist CO2 
neural.

von Kolja L. (kolja82)


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Peter G. schrieb:
> Weil Öl und Gas halt bestimmungsgemäß verbrannt werden und somit beim
> Nutzer keine potenzielle Kosten hinterlassen.

Das ist so kurzsichtig, dass ich mir jeglichen Kommentar dazu erspare...

C. D. schrieb:
> Erkundige Dich weiterhin über die noch verbleibende Landwirtschaftliche
> Nutzfläche in D, und subtrahiere davon die fortschreitende Verbauung
> durch PV und Nutzung als Grünland / Maisacker für die unselige
> "Biogas"-Erzeugung.

Wir buddeln ganze Landschaften inkl deren Dörfer um, um an Braunkohle zu 
kommen. Wir suchen seit Jahren Endlager für radioaktive "Abfälle".
Und jetzt sind Fundamente und GKF ein Problem 🤨

von C. D. (derschmied)


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Kolja L. schrieb:
> Wir buddeln ganze Landschaften inkl deren Dörfer um, um an Braunkohle zu
> kommen. Wir suchen seit Jahren Endlager für radioaktive "Abfälle".
> Und jetzt sind Fundamente und GKF ein Problem 🤨

Das nennt man Problemverlagerung durch blinden Aktionismus. Das eine ist 
nicht besser als das andere, man gibt den Kinde nur einen neuen Namen 
und brüstet sich mit dem Schutz der Umwelt. Entweder aus Gründen der 
Ignoranz von Tatsachen ggü - oder aus Profitgier heraus.

Such Dir aus auf welcher Seite Du in Zukunft stehen willst, es ist 
einerlei. Das Weltklima mit Hilfe einer handvoll Propeller auf deutschem 
Boden retten zu wollen, sich auf Straßen zu kleben oder den Hambacher 
Forst zu besetzen bewegt sich auf gleicher Stufe wie das Verhalten eines 
Kleinkindes dem man seinen Willen nicht nachgibt:

Ich WILL aber...!

Kindisch, und kein Stück zielführend.

Gruß, DerSchmied

von C. D. (derschmied)


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Mnax schrieb:
> Atom geht wegen futschikama nicht, zu gefährlich, die technologie ist
> nicht tsunamiresistent. Tsunamis wird es immer häufiger geben, wegen
> klimawandel.
> Gas geht nur zur verstromung, für heizung ist das nicht CO2 neutral,
> also schädlich. Nur die kette gas->verstromung->wärmepumpe ist CO2
> neural.

Puh, also...

Sag mal, lebst Du in einer Parallelwelt?

Gruß, DerSchmied

von C. D. (derschmied)


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Chris D. schrieb:
> Also: das zumindest funktioniert schon recht gut.

Man muß da aber schon aufpassen keine Milchmädchen-Rechnung aufzumachen:

Diese Technologie ist eine enorm energieaufwändige, auch diese Anlagen 
müssen erstmal geschaffen werden, verbrauchen während ihres Betriebes 
erhebliche Teile des grün produzierten Stromes, müssen gewartet, 
erneuert & entsorgt werden.

Das zum einen. Zum anderen: auch Solarzellen müssen produziert werden, 
ebenso energiefressend. Dass diese günstig zu haben sind liegt in der 
Hauptsache an zweierlei  Dingen:

 - Die Produktion findet dort statt wo Umweltschutz an letzter Stelle 
der Agenda steht

 - die produzierende Industrie bezahlt für ihren Strom unter 5 Ct/kW.

Unter Berücksichtigung allein dieser Punkte, und nähme man für die 
Industrie nur die Hälfte des Strompreises der Endverbraucher an, so ist 
die PV-Technik nichts als ein Schuss in den Ofen. Wirtschaftlich, und 
ökologisch.

Gruß, DerSchmied

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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C. D. schrieb:
> Unter Berücksichtigung allein dieser Punkte, und nähme man für die
> Industrie nur die Hälfte des Strompreises der Endverbraucher an, so ist
> die PV-Technik nichts als ein Schuss in den Ofen. Wirtschaftlich, und
> ökologisch.
>
> Gruß, DerSchmied

Naja, irgendwie ist doch alles für die Katz, irgendwann ist man Tod!

von C. D. (derschmied)


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Cha-woma M. schrieb:
> Naja, irgendwie ist doch alles für die Katz, irgendwann ist man Tod!

So ist das wohl.

Es geht also eher darum den geringst möglichen Schaden anzurichten, das 
sture Gereite auf der PV-Schiene jedenfalls ist auch nicht DIE Lösung 
schlechthin.

Gruß, DerSchmied

von Jens G. (jensig)


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Um mal wieder was zum Thema beizutragen:

Gunter Z. schrieb:
> Gibt die ersten Unboxings....
> https://www.youtube.com/watch?v=o1knQHjRh14

Besser und ganz aktuell: https://www.youtube.com/watch?v=gs4zj8Dg7VA

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rechnet aus, wieviele Balkonkraftwerke benötigt werden um 10% der 
Energie aus den rund 3500-5000TWh pro Jahr, die für die 
"Dekarbonisierung" benötigt würden.

Der hohe Wert ist begründet darin, das zum Beispiel ein großer Anteil an 
E-Kohlenstoffen als Eingangsprodukt für die chemische Industrie erzeugt 
werden muss, abgeleitet aus dem Gesamtprimärenergieverbrauch 
Deutschland.

von Michael B. (laberkopp)


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Dieter D. schrieb:
> Rechnet aus, wieviele Balkonkraftwerke benötigt werden um 10% der
> Energie aus den rund 3500-5000TWh pro Jahr, die für die
> "Dekarbonisierung" benötigt würden.

Cool, hab ich gemacht, 800000, also bloss ein 1/35 Bruchteil der 
Haushalte müsste sich so was anschaffen, und mit 8 Millionen 
Balkonkrafteerken, also eins in jedem dritten Haushalt, wäre man alle 
Energieprobleme los, denn E-Kohlenstoffe würden die miterzeugen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Tja, um der Diskussion mal wieder einen sinnvollen Ansatz zu geben: In 
einem Bruchteil der Sahara gäbe es so viel Energie, wie die gesamte 
Menschheit braucht und sie wäre über geothermische Kraftwerke bereits 
mit heute verfügbarer Technik inklusive Speicherbarkeit für die Nacht 
oder ein paar schlechte Sonnentage nutzbar zu machen.

Was ich zu dem Thema leider nicht einschätzen kann ist, ob es Europa bis 
zum Ende der fossilen Brennstoffe schafft, allein mit erneuerbarer 
Energie aus heimischen Quellen auszukommen. Das bezweifle ich ein wenig 
wegen zu unregelmäßig verfügbarer PV und Windkraft und der schlechten 
Speicherbarkeit von Strom - außer es findet sich bis dahin noch eine 
wirklich revolutionäre Speichermöglichkeit, die den Bau wirklich 
verdammt großer Pumpspeicherkraftwerke im Hochgebirge entbehrlich macht.

Wenn nicht, wird Europa ganz sicher nicht freiwillig vor die Hunde 
gehen. Dann gibt's auf kurz oder lang zwei Möglichkeiten - bekommen wir 
den Strom aus der Sahara auf diplomatischem Wege oder bekommen wir den 
Strom aus der Sahara auf weniger diplomatischem Wege. Eine dritte 
Möglichkeit könnte sein, Nordafrika hat bis dahin Atomwaffen. Dann ist 
entweder nur Europa (falls man den Untergang aufrund von Energiemangel 
akzeptiert) oder der Planet im Arsch (was die Frage nach elektrischer 
Energie überflüssig macht).

: Bearbeitet durch User
von C. D. (derschmied)


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Ben B. schrieb:
> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf diplomatischem Wege oder
> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf weniger diplomatischem Wege.

Weder das eine noch das andere, es wird in Europa keinen afrikanischen 
Strom geben, das paßt der Physik nicht in den Kram.

Ben B. schrieb:
> Tja, um der Diskussion mal wieder einen sinnvollen Ansatz zu geben:

Hat also nicht funktioniert.

Ben B. schrieb:
> ob es Europa bis zum Ende der fossilen Brennstoffe schafft, allein mit
> erneuerbarer Energie aus heimischen Quellen auszukommen.

Das ist opisches Wunschdenken hoffnungsloser Weltverbesserer. Es sei 
denn, Du wagst den Schritt zurück ins Mittelalter.

Ben B. schrieb:
> Wenn nicht, wird Europa ganz sicher nicht freiwillig vor die Hunde
> gehen.

Tut es bereits, die breite Öffentlichkeit hat zur Stunde allerdings noch 
ihre Wohlfühlblase.

Gruß, DerSchmied

von Mnax (moriz996)


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Ben B. schrieb:
> Dann gibt's auf kurz oder lang zwei Möglichkeiten

Die dritte ist was Frankreich, Polen, Schweden und Finnland machen. Neue 
AKW's bauen. Der finnische strompreis hat sich nach inbetriebnahme der 2 
AKW fast halbiert.

Ben B. schrieb:
> In
> einem Bruchteil der Sahara gäbe es so viel Energie, wie die gesamte
> Menschheit

Berücksichtige dass die sahara immer kleiner wird. Durch den anstieg auf 
0.04% CO2 brauchen die C3 pflanzen weniger wasser und die wüste ergrünt. 
Wenn wir 0.06% CO2 knacken bleibt da nicht viel sahara übrig.

C. D. schrieb:
> Tut es bereits, die breite Öffentlichkeit hat zur Stunde allerdings noch
> ihre Wohlfühlblase.

Daran ist nur der systemische rassismus schuld!

: Bearbeitet durch User
von Gunter Z. (padre)


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@Jens G.
Ja,der Fachwerker war wohl etwas vorschnell mit seinem ersten Video....
das mit der "4105" hatte er gestern noch nicht auf dem Schirm.

Hier noch ein Video ,diesmal mit aufgeschraubten Wechselrichter.
Es bestätigt sich,das Lidl-Ding hat keinen NA Schutz!
Ab Minute 12 ... https://www.youtube.com/watch?v=yj75-dJi2i8

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Cha-woma M. schrieb:

> Die Herstellung zum Beispiel!

Ja, gerade für die Herstellung des Reinstsilizium (Zonenschmelzen)
wird sehr viel elektrische Energie benötigt. Mich würde mal inte-
ressieren, wieviele Jahre es dauert, bis eine solche Solarzelle
hier in D braucht, bis diese Energie wieder reingeholt wird. Das
kann man nicht einfach über den Preis errechnen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ben B. schrieb:
> die den Bau wirklich
> verdammt großer Pumpspeicherkraftwerke im Hochgebirge

Zum Beispiel ein Becken in 100m Höhe, 1 km² Fläche und rund 10m Höhenhub 
speichert folgende Energiemenge:

E=mgh*A=(10*1000)*10*100*10⁶=10^13J=10⁷MJ = 2777MWh = 0,00277 TWh

Für 100TWh würden über 36.000 km² Fläche benötigt. D.h. fast schon 10% 
der Fläche Deutschlands.

Wenn man 20% des Primärenergieverbrauchs von Deutschland (rund 
3500TWh/Jahr) speichern wollte ...

von Mnax (moriz996)


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Gunter Z. schrieb:
> Hier noch ein Video ,diesmal mit aufgeschraubten Wechselrichter.

"copy url at timepoint" muttu machen:
https://youtu.be/yj75-dJi2i8?t=723

Sieht gut aus das dings. Relais brauchts bei der netzgesteurten AC stufe 
nicht, der typ erzählt käse. Keine micro-WR hat relais drin.

Wenn der lokale lidl sowas hat kauf ich das.

Kann jemand testen ob das dings auch bis 50V taugt oder ob die DC seiten 
fet abrauchen?

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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C. D. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Also: das zumindest funktioniert schon recht gut.
>
> Man muß da aber schon aufpassen keine Milchmädchen-Rechnung aufzumachen:
>
> Diese Technologie ist eine enorm energieaufwändige,

Nein, das fand ich nicht. Bis auf das relativ simple Gestell mit der 
Hydraulik zur Abschabung waren das Maschinen "von der Stange". Denen ist 
egal, welche Granulate sie sortieren. Recht simple Mechanik.

> auch diese Anlagen
> müssen erstmal geschaffen werden, verbrauchen während ihres Betriebes
> erhebliche Teile des grün produzierten Stromes

Das denke ich nicht. Wie gesagt: simple Mechanik - der Energieeinsatz 
für das komplette Zerlegen eines Modules dürfte nur wenige kWh 
benötigen.

, müssen gewartet,
> erneuert & entsorgt werden.

Allerdings erst nach vielen Millionen Panels - wenn überhaupt. Eher 
dürfte man reparieren, weil der Markt rasant wächst. Und der 
Energiebedarf wird ja auch in immer höherem Maß durch regenerativen 
Strom gedeckt.

> Das zum einen. Zum anderen: auch Solarzellen müssen produziert werden,
> ebenso energiefressend.

Nein, das sind mittlerweile hocheffiziente, geschlossene Prozesse - auch 
in China. Die Amortisationszeit für Zellen fällt schon seit Jahren 
kontinuierlich. Das Fraunhofer ISE hat eine EPBT von unter 1,3 Jahren 
für das gesamte Modul ermittelt (wohlgemerkt für Module aus China - bei 
europäischer Produktion fällt das noch weiter, da hier mehr 
regenerativer Strom eingesetzt wird) - Tendenz: weiter fallend.

Und man setzt dort in immer stärkerem Maße auf recyceltes Silizium aus 
den immer größeren Mengen an Rückläufern. Das spart weitere Energie.

> Dass diese günstig zu haben sind liegt in der
> Hauptsache an zweierlei  Dingen:
>
>  - Die Produktion findet dort statt wo Umweltschutz an letzter Stelle
> der Agenda steht
>
>  - die produzierende Industrie bezahlt für ihren Strom unter 5 Ct/kW.

Fraunhaofer hat das schön aufgeschlüsselt. Eine Produktion in Europa ist 
nicht viel teurer. Und daran wird ja auch gearbeitet.

Vor allem aber liegt der günstige Preis daran, dass man die in Massen 
produziert, weil alle sie haben wollen. Denn auch in China steigt der 
Strompreis seit Jahren immer weiter an. Ebenso übrigens die Kontrolle 
der Umweltstandards. Trotzdem fallen die Panelpreise massivst.

> Unter Berücksichtigung allein dieser Punkte, und nähme man für die
> Industrie nur die Hälfte des Strompreises der Endverbraucher an, so ist
> die PV-Technik nichts als ein Schuss in den Ofen. Wirtschaftlich, und
> ökologisch.

Kaum. Es hat sich zusätzlich gezeigt, dass die Module viel langlebiger 
sind als gedacht, so dass man jetzt bereits mit 30 Jahren Betrieb 
rechnet.
Und selbst danach sind die Zellen ja nicht Schrott, sondern haben etwa 
15% Wirkungsgrad verloren (0,5% Degeneration/Jahr sind üblich).

Noch weniger CO2 emittiert über die Lebenszeit laut FSE übrigens 
Windkraft (auch ALLES mit eingerechnet).

Legt man dieselben scharfen Schwerter an andere Energien an, dann ist 
der Gewinner ziemlich eindeutig. Und dazu kommen noch so Dinge wie 
Autarkie, Dezentralisierung usw.

Und wer meint, DE stünde mit Photovolatik und insb. Windenergie weltweit 
alleine, der sollte sich einfach mal in der Welt umsehen.
Dann sieht man sehr schnell: Wir sind mitnichten alleine - wir sind eher 
schon sehr spät dran.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Für 100TWh würden über 36.000 km² Fläche benötigt. D.h. fast schon 10%
> der Fläche Deutschlands.
>
> Wenn man 20% des Primärenergieverbrauchs von Deutschland (rund
> 3500TWh/Jahr) speichern wollte ...

Deswegen wären Lageenergiespeicher nach Art Heindl sinnvoller.

Aber klar: die Speicherung ist das Problem, nicht die Erzeugung.

Einen richtig großen Speicher haben wir: die Gasspeicher.

Diese könnten uns tatsächlich komplett durch die dunklen Monate bringen 
(tun sie ja jetzt auch schon)

Insofern wäre eine halbwegs effiziente Power-To-Gas-Lösung schon sehr 
wünschenswert.

Der weitere Vorteil wäre, dass man durch das bereits bestehende Netz 
fast überall einspeisen/entnehmen könnte. Dies macht die Infrastruktur 
deutlich weniger angreifbar usw.

von Thomas U. (charley10)


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C. D. schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf diplomatischem Wege oder
>> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf weniger diplomatischem Wege.
>
> Weder das eine noch das andere, es wird in Europa keinen afrikanischen
> Strom geben, das paßt der Physik nicht in den Kram.
>

Oder der "kulturellen Aneignung" wegen?

> Ben B. schrieb:
>> Tja, um der Diskussion mal wieder einen sinnvollen Ansatz zu geben:
>
> Hat also nicht funktioniert.
>
> Ben B. schrieb:
>> ob es Europa bis zum Ende der fossilen Brennstoffe schafft, allein mit
>> erneuerbarer Energie aus heimischen Quellen auszukommen.
>
> Das ist opisches Wunschdenken hoffnungsloser Weltverbesserer. Es sei
> denn, Du wagst den Schritt zurück ins Mittelalter.
>

von Guenter H. (bigfix)


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Chris D. schrieb:
> Kaum. Es hat sich zusätzlich gezeigt, dass die Module viel langlebiger
> sind als gedacht, so dass man jetzt bereits mit 30 Jahren Betrieb
> rechnet.

Warum wissen das meine Module nicht ?
Ich habe 2013 50Stk hochwertige Markenmodule verbaut

Nach weniger als 9 Jahren sind 7 Module an Hotspots gestorben.
Vermutlich verursacht durch Teilbeschattung.
Diverse Brandstellen, eines hat es komplett mit Glas zerlegt...
Der Hersteller hat sie damals extrem kulant getauscht und alle Kosten 
(Luftfracht & Zoll) uebernommen.

Derzeit habe ich noch ca. 10 defekte Module wo 33-66% tot sind.
Vermutlich durch interne Kontaktfehler.
Sieht man sehr gut bei Frost, wo sie zuerst abtauen, sind sie defekt.
Stimmt auch gut mit den Stringspannungen ueberein.

Fuer die Garantie brauche ich aber die Seriennummern
- die sind leider nur bei Demontage zugaenglich.

Also in Summe 16 defekte Module von 50 verbauten Modulen

Ich denke dass kaum jemand die Module so genau checkt, es werden wohl 
viele versteckte "Leichen" am Dach sein...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Zum Beispiel ein Becken in 100m Höhe, 1 km² Fläche und
> rund 10m Höhenhub speichert folgende Energiemenge:
Du rechnest mit falschen werten, 100m Höhe sind natürlich zu wenig, man 
müsste mit 500..1000m bauen, damit da richtig Energie rein passt. Je 
höher desto besser. Den ganzen Jahresverbrauch schafft man natürlich 
nicht nie, dafür braucht man die Energienetze in südlichere Lagen.

> Die dritte ist was Frankreich, Polen, Schweden und Finnland machen.
> Neue AKW's bauen. Der finnische strompreis hat sich nach
> inbetriebnahme der 2 AKW fast halbiert.
Auf lange Sicht sinnfrei, der Atomausstieg findet in ~100 Jahren sowieso 
statt. Dann ist nämlich kein Uran für die Atomkochtöpfe mehr da. Sicher, 
für uns reicht das (falls wir die Inbetriebnahme neuer AKWs noch 
erleben, mit der Bauzeit und den Kosten haben sich die tollen Neubauer 
ja auch nicht gerade mit Rum bekleckert), wenn wir tolerieren, daß uns 
etwa alle 25 Jahre eines davon aufgrund von Menschen, die sich für 
schlauer halten als die Physik, gewaltig um die Ohren fliegt. Willst Du 
neben so einer Zeitbombe wohnen?

> Berücksichtige dass die sahara immer kleiner wird. [..]
Das glaube ich erst wenn ich es sehe. Pflanzen brauchen nicht nur CO2, 
sondern auch Wasser - und davon gibts dort nur sehr wenig und so tief, 
daß Pflanzen nur in Oasen-Gebieten drankommen.

> Weder das eine noch das andere, es wird in Europa keinen
> afrikanischen Strom geben, das paßt der Physik nicht in den Kram.
Die Chinesen machen es doch mit ihren großen HGÜs vor, wie das 
funktioniert. Es spricht nichts dagegen, sowas als Seekabeltrasse 
auszuführen.

> die breite Öffentlichkeit hat zur Stunde
> allerdings noch ihre Wohlfühlblase.
Das ist korrekt, allerdings bin ich der Meinung, daß sich das irgendwann 
ändert wenn hier der Morgenkaffe nicht mehr richtig heiß wird.

von Mnax (moriz996)


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Ben B. schrieb:
> Pflanzen brauchen nicht nur CO2,
> sondern auch Wasser

Je mehr CO2 je weniger wasser brauchen die.

Ben B. schrieb:
> Dann ist nämlich kein Uran für die Atomkochtöpfe mehr da

Nur mit 1960'er technik. Moderne reaktoren laufen mit nuklearabfällen. 
Das reicht locker bis zum fusionsreaktor, auch wenn das 300 jahre 
dauert.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Je mehr CO2 je weniger wasser brauchen die.
Ja, weniger, aber ganz ohne wird's dann doch nichts.

Abgesehen davon wäre es egal ob zwischen den Kraftwerken Pflanzen 
wachsen. Das einzige, was wirklich stört und nur mit größerer Fläche zu 
kompensieren ist, wären Wolken. Andererseits bedeuten Wolken auch Wind, 
den man dann zusätzlich anzapfen könnte.

> Moderne reaktoren laufen mit nuklearabfällen.
Glaub doch bloß nicht diesen Blödsinn. Bislang erzeugt keine dieser 
Anlagen mehr Strom als man hineingesteckt hat, nicht mal der beschissene 
Fusionsreaktor.

: Bearbeitet durch User
von Ich A. (alopecosa)


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Manfred P. schrieb:
> Ich zahle 29,5 ct/kWh, Grundversorgung wären 33,1ct

Das ist schön für dich, ich zahle 52cent/kWh ...
Und ich bin mir sehr sicher das ich mit einem derartigen Strompreis 
nicht alleine bin.

Cha-woma M. schrieb:
> Im Endeffekt ist die Speicherung von Strom für privatpersonen mit
> PV-Anlage ein Null-Summenspiel!

Also für mich ist es definitiv ein Plussummenspiel ;)

Allerdings basiert das Speichersystem auch auf gebrauchten USV Akkus die 
es für umsonst gab. 12 Zellen @ 143Ah in 4s3p konfiguration.
Funktioniert seit 2 Jahren ohne Probleme.

Und bis die Akkus komplett platt sind, ist die nächste USV Anlage soweit 
das sie erneuert werden muss.

Zugegeben keine Lösung für den "ottonormalverbraucher".

Und wer jetzt über "gebrauchte USV Zellen" herziehen will, die Zellen 
erfreuten sich bei Ausbau bester Gesundheit, bis auf einige wenige. Nur 
werden eben bei erreichen eines gewissen Alters UND schwacher Zellen, 
das komplette Zellenpaket getauscht. Man muss dann lediglich die 
defekten aussortieren.

von Michael B. (laberkopp)


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Chris D. schrieb:
> Einen richtig großen Speicher haben wir: die Gasspeicher.
> Diese könnten uns tatsächlich komplett durch die dunklen Monate bringen
> (tun sie ja jetzt auch schon)
> Insofern wäre eine halbwegs effiziente Power-To-Gas-Lösung schon sehr
> wünschenswert.
> Der weitere Vorteil wäre, dass man durch das bereits bestehende Netz
> fast überall einspeisen/entnehmen könnte. Dies macht die Infrastruktur
> deutlich weniger angreifbar usw.

Damit kann man kein Geld verdienen.

Wenn die bisherige Infrastruktur passt, muss man nichts neu bauen, dann 
können die Hersteller keine neuen Produkte zu überteuerten preisen 
anbieten.

Auch e-Fuels werden ja bekämpft weil man lieber jedem ein neues Auto 
verkaufen will.

Zudem: man erschließt gerade gigantische Gasfelder vor Afrika und 
Mittelamerika, die wird man doch nicht ungenutzt lassen, die werden 
ausgepumpt.

von Mi N. (msx)


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Mnax schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> Dann gibt's auf kurz oder lang zwei Möglichkeiten
>
> Die dritte ist was Frankreich, Polen, Schweden und Finnland machen. Neue
> AKW's bauen.

Entschuldige, daß ich Deine Ironie bis jetzt nicht erkannt habe dafür 
jetzt aber auch Deine Deppeninterpunktion.
Ja, die französischen AKW sind in der Tat sehr umweltfreundlich. Im 
Sommer werden die meisten davon sogar abgeschaltet, um das Kühlwasser 
nicht zu verschwenden. Gerne helfen wir dann wieder aus ;-)

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mnax schrieb:
> Kann jemand testen ob das dings auch bis 50V taugt oder ob die DC seiten
> fet abrauchen?

Wurde weiter oben schon mal besprochen!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich würde eher sagen, mit bestehender Infrastruktur kann man am meisten 
Geld verdienen, da braucht man nämlich nicht viel zu investieren.

Das Problem bei regenerativem Gas oder e-Fuels ist halt, daß man sie 
nicht gut aus Strom erzeugen kann. Allein der Aufwand, den man für das 
bißchen Biogas so betreiben muss, der ist ja enorm. Es würde auch nur 
was bringen, wenn man das bei der Verwendung entstehende CO2 aus der 
Luft wiederverwenden würde. Wenn das nicht funktioniert, ist die Idee 
schon allein deswegen für die Tonne.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Die meisten Ideen überholen sich von ganz allein. Dumm nur, daß man 
alles vorher ausprobieren muß.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mi N. schrieb:
> Mnax schrieb:
>> Ben B. schrieb:
>>> Dann gibt's auf kurz oder lang zwei Möglichkeiten
>>
>> Die dritte ist was Frankreich, Polen, Schweden und Finnland machen. Neue
>> AKW's bauen.
>
> Entschuldige, daß ich Deine Ironie bis jetzt nicht erkannt habe dafür
> jetzt aber auch Deine Deppeninterpunktion.
> Ja, die französischen AKW sind in der Tat sehr umweltfreundlich. Im
> Sommer werden die meisten davon sogar abgeschaltet, um das Kühlwasser
> nicht zu verschwenden. Gerne helfen wir dann wieder aus ;-)

Den Franzosen sind halt die Frösche im Fluß näher als den Deutschen die 
Fledermäuse. Den die werden von den Windkrafttrubinen geschreddert!

Ausserdem will Dänemark in naher Zukunft AKW`s bauen:

https://www.welt.de/wirtschaft/plus245318838/AKW-Debatte-Warum-Nachbar-Daenemark-ploetzlich-ueber-neue-Atomkraftwerke-nachdenkt.html

https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-sonderburg-politik/gruene-atomkraft-sagt-daenemarks-klimaminister

https://www.shz.de/deutschland-welt/artikel/daenische-regierung-liebaeugelt-ploetzlich-mit-der-kernkraft-41608656

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Thomas U. schrieb:
> C. D. schrieb:
>> Ben B. schrieb:
>>> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf diplomatischem Wege oder
>>> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf weniger diplomatischem Wege.
>>
>> Weder das eine noch das andere, es wird in Europa keinen afrikanischen
>> Strom geben, das paßt der Physik nicht in den Kram.

Die Rechnung ist einfach: es gibt Orte, die doppelt so viel Sonne haben 
wie wir. Wo man doppelt so viel Energie pro m² ernten kann. Prima für 
die.

Denn bis die Energie bzw. der Strom bei uns ist, geht rund die Hälfte 
verloren. Man kann verschiedene Varianten durchrechnen. Transportschiffe 
für Wasserstoff oder Ammoniak, Pipelines, lange HGÜs etc. Der 
Gesamtwirkungsgrad ist überall nicht toll, die Kosten sind dafür 
gewaltig.

Deswegen ist es ähnlich effizient, und günstiger, bei uns Solarmodule 
auf bestehende Dächer zu legen. Und es ist machbar, im Vergleich zu 
Träumereien oder Alibiprojekten in sonnigen Wüstengegenden oder Chile.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf diplomatischem Wege oder
> bekommen wir den Strom aus der Sahara auf weniger diplomatischem Wege.

Wir haben doch schon längst einen Strom von dort.
Auch wenn da ein gewisser Übergangswiderstand dazwischen geschaltet ist.

[-:<

Beitrag #7416407 wurde vom Autor gelöscht.
von Ich A. (alopecosa)


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Tilo R. schrieb:
> Deswegen ist es ähnlich effizient, und günstiger, bei uns Solarmodule
> auf bestehende Dächer zu legen.

Bitte nicht, die armen Vögel -> 
Beitrag "Re: auf perovskite module warten?"

von Mnax (moriz996)


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https://www.youtube.com/watch?v=YfFsfJR87lk

Problemlos genehmigt. Sag ich doch. Panikmache im wasserglas. 
Schlechtmachen vom günstigen angebot. Grüne abzocke.

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Cha-woma M. schrieb:
> Den Franzosen sind halt die Frösche im Fluß näher als den Deutschen die
> Fledermäuse.

Da muß ich wohl doch deutlicher schreiben: den französischen AKW fehlt 
im Sommer teilweise das Kühlwasser, weshalb Strom aus D dazugekauft 
werden muß. Und das Wasser wird auf Grund der Wetterentwicklung noch 
knapper werden.
Mal sehen, wie es in diesem Sommer aussehen wird, ob hierzulande Gas 
verstromt werden muß, um den Strommangel in F zu kompensieren.

Zu den Kosten: da wurde vor ein paar Tagen im Fernsehen durchgerechnet, 
was der Strom aus weiterbetrieben AKW kosten würde. Es waren rund 37 
ct/kWh. Bei Windrädern liegt der Preis bei etwa 9 ct/kWh. Den Faktor 4 
kann man auch ohne Taschenrechner gut erkennen. Nur Populisten wie Söder 
oder Spahn ignorieren das gerne. Wo das atomare Endlager in Bayern 
gebaut werden soll, ist auch noch unklar.

Wer von "technologieoffen" und Kernfusion träumt, der möge sich noch 50 
Jahre schlafen legen. Bei Lidl gibt es die Balkonreaktoren dann in 100 
Jahren zu kaufen.
Anzahlungen für Vorbestellungen nehme ich gerne entgegen ;-)

von Ich A. (alopecosa)


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Mi N. schrieb:
> Zu den Kosten: da wurde vor ein paar Tagen im Fernsehen durchgerechnet,
> was der Strom aus weiterbetrieben AKW kosten würde. Es waren rund 37
> ct/kWh. Bei Windrädern liegt der Preis bei etwa 9 ct/kWh.

Quelle..

Oder anders: Link or it is not true..

:)

von Mi N. (msx)


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Ich A. schrieb:
> Quelle..

Ich suche nicht danach, aber es war so vor einer Woche im Ersten. 
"Monitor" oder "Plusminus". Mir geht es auch nicht darum, daß es so ist, 
sondern selber einmal Zahlen zu erhalten, die das entgegen der 
populistischen "Dorfsau" auch belegen. Und ob es nun Faktor 4 oder "nur" 
Faktor 3 ist, ist unerheblich. Daß Atomstrom eine Sackgasse ist, sollte 
jedem klar sein.
Zu der Kernfusion hatte sich Herr Lesch im ZDF geäußert.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Mi N. schrieb:
> Zu den Kosten: da wurde vor ein paar Tagen im Fernsehen durchgerechnet,
> was der Strom aus weiterbetrieben AKW kosten würde. Es waren rund 37
> ct/kWh. Bei Windrädern liegt der Preis bei etwa 9 ct/kWh.

Andere sagen 5ct vs. 19ct.

Die Zahlen sind doch beiderseits gelogen um die gewünschte Meinung 
untermauern zu können.

Für Olkiluoto 3 hat Finnland 3MrdEur bezahlt, der Bau kostete aber 
10MrdEur, die Differenz zahlt Siemens und Areva quasi als Subvention an 
Finnland, klar spart der Deal dem finnischen Bürger Geld. Die Brennstäbe 
kommen übrigens aus Russland.

"Mit Start des Atomkraftwerks Olkiluoto 3 sinkt Strompreise in Finnland 
um 75 Prozent"

Dafür dass das AKW nur 13% des finnischen Stromes erzeugt also 
offensichtlicher Spekulationsschwachsinn.

von Joachim B. (jar)


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Mi N. schrieb:
> Da muß ich wohl doch deutlicher schreiben: den französischen AKW fehlt
> im Sommer teilweise das Kühlwasser, weshalb Strom aus D dazugekauft
> werden muß.

wieso der Strom wird doch verschenkt weil wir den Strom wegen fehlender 
Trassen nicht zu unseren Verbrauchern bekommen oder war das auch im Deal 
mit dem Euro zur Wiedervereinigung?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mi N. schrieb:
> Da muß ich wohl doch deutlicher schreiben: den französischen AKW fehlt
> im Sommer teilweise das Kühlwasser,
Irrtum! die AKW`s in Frankreich sind so ausgelegt worden im Sommer 
Teillast zu fahren. Das liegt daran das die "Stromheizung" in Frankreich 
Standart ist. Nicht wie bei uns Steinkohle, Moderholz &Co. die Luft 
verpesten! Da brauchen die nicht im Sommer "volle Pulle" fahren. Deshalb 
haben französisiche AKW` auch keine Kühltürme, diese wären nur im Sommer 
notwendig. Aber das ist bei der linksgrünen Medienlandschaft zuviel 
"Wahrheit" um sowas der breiten Öffentlichkeit kund zu tun.
Die mit Meerwasser gekühlten AKW`s fahren dann durchgängig Grundlast!
> ....weshalb Strom aus D dazugekauft
> werden muß. Und das Wasser wird auf Grund der Wetterentwicklung noch
> knapper werden.
Echt und ich dachte wir würden alle wg. Starkregen&Co. llimabedingt 
ersaufen!
> Mal sehen, wie es in diesem Sommer aussehen wird, ob hierzulande Gas
> verstromt werden muß, um den Strommangel in F zu kompensieren.
Die werden wohl kaum auf das angewiesen sein. Alle AkW`s in Frankreich 
sind tiptop leistungsbereit!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Michael B. schrieb:
> die Differenz zahlt Siemens und Areva quasi als Subvention an
> Finnland, klar spart der Deal dem finnischen Bürger Geld. Die Brennstäbe
> kommen übrigens aus Russland.

Siemens zahlt garnix!
Areva heißt jetzt Framatom.
Ob die Diff von 7 Milliarden echt sind?

von Gunter Z. (padre)


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Mnax schrieb:
> Problemlos genehmigt.

Am Feiertag bekommt man Genehmigungen?...das ist doch bestimmt nur ein
"unter Vorbehalt" Dingens.

von Mi N. (msx)


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Cha-woma M. schrieb:
> Die werden wohl kaum auf das angewiesen sein. Alle AkW`s in Frankreich
> sind tiptop leistungsbereit!

Na dann ist doch alles bestens.
Standarte hoch!

von Drago S. (mratix)



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Markus M. schrieb:
> neuerdings gibt es ja auch bei Discountern "Balkonkraftwerke".

Vergleich von derzeitigen 4 Discounterpaketen. Besonders der Nachtrag 
zum letzten Vergleich ist sehenswert: https://youtu.be/gs4zj8Dg7VA

von Volker (volmur)


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Moin,

mein Balkon gestattet platztechnisch lediglich 1 Standardmodul.
Gibt es da besonders effiziente Modelle um den maximalen Ertrag ernten 
zu können?

Volmur

von Mnax (moriz996)


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Drago S. schrieb:
> Besonders der Nachtrag
> zum letzten Vergleich ist sehenswert:

Das ist käse. Kannst du problemlos anmelden. Fall nicht auf alle rein 
die dich blöd halten und dir teures verkaufen wollen.
https://www.youtube.com/watch?v=YfFsfJR87lk

Volker schrieb:
> Gibt es da besonders effiziente Modelle

Schau besser dass da nichts abgeschattet ist. Das ist wichtiger als das 
"ultra supertech" modul mit gefakten angaben.

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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Mnax schrieb:
> Volker schrieb:
>> Gibt es da besonders effiziente Modelle
>
> Schau besser dass da nichts abgeschattet ist. Das ist wichtiger als das
> "ultra supertech" modul mit gefakten angaben.

Halbwegs moderne Module haben reichlich 20% Wirkungsgrad, bzw. um die 
200W/m².
Mit diesen Basiswerten kann man lässig alle Module vergleichen.

von Volker (volmur)


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Moin,

abgeschattet ist nichts an meinem Balkon, das ist dann schon mal positiv 
zu bewerten. Ich mache mich dann mal auf die Suche nach einem preislich 
attraktiven Modul & Wechselrichter. Gibt es zu den Wechselrichtern eine 
Empfehlung?

Volmur

von Manfred P. (pruckelfred)


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Uli S. schrieb:
> Wer heute noch irgendwas um 30Doppelpfennig Strompreis hat, hat ganz
> einfach Glück gehabt.

Natürlich habe ich Glück, wenige km weiter zahlt man deutlich mehr. Ich 
habe seit ein paar Jahren einen Vertrag mit meinem Grundversorger, zu 
einer leicht höheren Grundgebühr 3 ct weniger als im Grundtarif, rechnet 
sich ab ca. 1000 kWh/a. Der bietet nicht außerhalb seines Bereiches an 
und Neuverträge sind deutlich höher bepreist.

Michael B. schrieb:
>> wobei man nicht weiss, wie lange es die geben wird. Was aber ganz
>> sicher ist, dass der Strompreis steigen wird
>
> Daher schickt mir mein Anbieter ne Mail, dass der Preis ab 1.6. von 33
> auf 29ct sinkt,

Er hat schon recht. Die Erfahrung lehrt, dass der Strom jedes Jahr 
teuerer wurde und ich erwarte da keine Umkehr. Dass einige die 
überzogenen Teuerungen der letzten Zeit zurückdrehen, dürfte eine 
Ausnahme sein.

Ich habe heute einen Brief bekommen, ab 01.07.23 um 2,58 ct reduziert 
auf 26,92 ct/kWh.

Damit wird die Amortisationszeit einer eigenen Anlage noch länger und 
degradiert sie zum Spielzeug mit grünem Anstrich.

von Mi N. (msx)


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Volker schrieb:
> Ich mache mich dann mal auf die Suche nach einem preislich
> attraktiven Modul & Wechselrichter.

Vor ein paar Wochen war bei Anbietern noch zu finden, daß man die 19 % 
USt. nicht entrichten muß, wenn man den Eigenbedarf darlegt. Heute finde 
ich keine Informationen mehr darüber (namentlich Reichelt), ob die 
genannten Preise schon ohne USt. sind oder man sich die irgendwo 
erstatten lassen kann.
Bei den eingangs genannten Kosten von 200 Euro wären das immerhin 32 
Euro.
Hat dazu jemand Informationen?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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von Mnax (moriz996)


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Volker schrieb:
> Gibt es zu den Wechselrichtern eine
> Empfehlung?

Ich denke zum kennenlernen ist das lidl angebot nicht schlecht.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Volker schrieb:
> Moin,
>
> mein Balkon gestattet platztechnisch lediglich 1 Standardmodul.
> Gibt es da besonders effiziente Modelle um den maximalen Ertrag ernten
> zu können?
>
> Volmur

Module haben unterschiedliche Leistungen, aufgrund der Streuung und 
Selektion bei der Herstellung. Module in Standardgröße können Leistungen 
zwischen 370 und 430 Watt haben.

Vielleicht geht auch ein größeres (längeres) Modul?

Bifaciale, d.h. Glas-Glas-Module sind auch eine Option, weil Licht von 
der Rückseite auch Strom erzeugt, aber nicht zur Nennleistung 
dazugerechnet wird.

von Wolle G. (wolleg)


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Manfred P. schrieb:
> Ich habe heute einen Brief bekommen, ab 01.07.23 um 2,58 ct reduziert
> auf 26,92 ct/kWh.

Da bist Du aber ein richtiger Glückspilz.
Ich habe einen Brief bekommen, ab 01.07.23 wird auf 38,8 ct/kWh 
reduziert.

Wo bezahlt man 26,9ct/kWh

von Manfred P. (pruckelfred)


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Mi N. schrieb:
> Vor ein paar Wochen war bei Anbietern noch zu finden, daß man die 19 %
> USt. nicht entrichten muß, wenn man den Eigenbedarf darlegt.
> ...
> Bei den eingangs genannten Kosten von 200 Euro wären das immerhin 32
> Euro.
> Hat dazu jemand Informationen?

Ja, im Papierprospekt von Lidl das Kleingedruckte, kannst Du lesen?

"Verkauf nur an Privatpersonen. Der Käufer erklärt, das Produkt nur 
persönlich zu nutzen" (sinngemäß).

Wolle G. schrieb:
> Da bist Du aber ein richtiger Glückspilz.

Kann man so sagen, wenige km von mir entfernt würde ich deutlich mehr 
bezahlen. Der hier günstige Preis hat mich über Jahre davon abgehalten, 
wegen 25€/a den Anbieter zu wechseln.

Die Stadtwerke Braunschweig haben hier aggresiv geworben, mal gut, dass 
ich sie ignoriert habe - sonst säße ich jetzt in einem verdammt 
schlechten Jahresvertrag.

> Ich habe einen Brief bekommen, ab 01.07.23 wird auf 38,8 ct/kWh
> reduziert.

Nicht wirklich schlecht gegen Preise, die ich anderweitig gesehen habe.

> Wo bezahlt man 26,9ct/kWh

Erst ab 01.07., noch 29,5ct/kWh oder 30,3 im Grundverbrauch - LSW.de.

Wie ich aber schon sagte: Den Tarif bekomme ich als Kunde, der den 
Vetrag 'Individualstrom' schon ein paar Jahre hat, für mich übrigens mit 
nur 1 Monat Kündigungsfrist! Der wurde eine ganze Zeit lang garnicht 
mehr angeboten und wäre nun aktuell 11ct/kWh teurer (40,28), das riecht 
nach Abwehrangebot.

Deren Angebote gelten nur in deren drei oder vier Versorgungsbereichen, 
nicht überregional.

Frage jetzt bitte nicht nach der Logik, bei Handy und Telefon ist es 
genau andersherum, der Bestandkunde wird gemolken und neue werden billig 
geködert.

Auch, wenn es nicht zum Thread passt: Mein Trinkwasser ist ebenfalls 
relativ günstig, weil es nicht von einem der großen Abzockerfirmen 
kommt!

von Re D. (re_d636)


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Also die Vattenfall bietet derzeit ca. 30 ct. Arbeitspreis plus 12 € 
Grundgebühr im Monat. Wer noch 40 ct zahlt die den Anbieter wechseln.

von C. D. (derschmied)


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Ist tatsächlich interessant was die aktuelle Berliner Energiepolitik im 
Bürger so alles lostritt.

Da wird mit Kommastellen hinter Centbeträgen geprahlt, jeder der mehr 
als xy zahlt ist dämlich, und weil das generelle Vertrauen in eine 
gesicherte Versorgung zu bezahlbaren Preisen nicht mehr gegeben ist, 
fährt man zum Discounter und schaufelt sich in den Kofferraum was man 
als die beste, verfügbare Medizin dagegen hält: Balkonkraftwerke. Und 
das, obwohl doch Unmengen an erneuerbarem Strom da sein sollte. Ei, wo 
isser denn?

Putin kann man das nicht in die Schuhe schieben, das hat unsere eigene 
Führungsriege heraufbeschworen.

Aber mault nur ruhig weiter, aufgewacht wird erst wenn's ans Eingemachte 
geht:

Spargel, Urlaub, Auto. Da kennt der Deutsche keinen Spaß mehr.

Gruß, DerSchmied

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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C. D. schrieb:
> Balkonkraftwerke. Und
> das, obwohl doch Unmengen an erneuerbarem Strom da sein sollte. Ei, wo
> isser denn?

Es ist wieder etwas kühl draußen, meine Heizungspumpe läuft. Ich habe 
Licht an und sitze am PC. Ich könnte jetzt so etwa kostenlose 100 Watt 
gut gebrauchen, doof nur, dass gerade keine Sonne scheint und es nicht 
windig ist. Da habe ich wohl gerade Kohlestrom in der Steckdose.

Der "erneurbare Strom" ist eben nicht dann da, wenn man ihn braucht, 
aber das begreifen einfache Naturen aka Poltiker eben nicht. Speichern 
geht auch nicht.

Gerade habe ich gelesen, dass die Wasserstoffanlage als Speicher bei 
Wunsiedel nicht in Betrieb gehen kann:

https://www.infranken.de/lk/wunsiedel/gruener-wasserstoff-in-wunsiedel-zeigt-sich-was-die-strompreisbremse-wirklich-bremst-art-5649679

Also egal, es gibt immer irgendwas, wo Gesetze im Wege stehen.

> Putin kann man das nicht in die Schuhe schieben, das hat unsere eigene
> Führungsriege heraufbeschworen.

Es ist von der Politik verboten, das laut auszusprechen, das tun nur 
Leugner, die Putinfreunde.

Ansatt Gas durch die böse Pipeline zu beziehen, verheizt man besser 
Braunkohle oder fährt Gas aufwendig gekühlt um die halbe Welt.

> Aber mault nur ruhig weiter, aufgewacht wird erst wenn's ans Eingemachte
> geht:

> Spargel, Urlaub, Auto. Da kennt der Deutsche keinen Spaß mehr.

Urlaub ist mir egal. Spargel esse ich gerne, aber 2022 habe ich dessen 
Preise für unakzeptabel gehalten und drauf verzichtet. Ob ich diese Jahr 
welchen finde, hängt vom Preis ab.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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C. D. schrieb:
> Und das, obwohl doch Unmengen an erneuerbarem Strom da sein sollte. Ei,
> wo isser denn?

Sieht doch heute nicht sooooo schlecht aus, oder?!

von Percy N. (vox_bovi)


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Manfred P. schrieb:
> Der "erneurbare Strom" ist eben nicht dann da, wenn man ihn braucht,
> aber das begreifen einfache Naturen aka Poltiker eben nicht.

Ganz einfache Naturen haben schon vor Jahrzehntausenden gelernt, ihren 
Lebens- und Wirtschaftsrhythmus an die natürlichen Gegebenheiten 
anzupassen. Werkzeuggebrauch und Arbeitsteilung haben daran nichts 
Wesentliches geändert. Erst seit wenigen Geberstionen scheinen gerade 
diejenigen Teile der Menschheit, die sich für besonders hoch entwickelt 
und überlegen intelligent halten, dafür zu blöd.

Irgendwann wird jemand verwundert herausfinden, dass es im März 
schwieriger ist als im Oktober, Drachen steigen zu lassen (ab 15. 3. eh 
verboten ...).

Beitrag #7417906 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Beitrag #7417934 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7417936 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mi N. (msx)


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Manfred P. schrieb:
> Ja, im Papierprospekt von Lidl das Kleingedruckte, kannst Du lesen?
>
> "Verkauf nur an Privatpersonen. Der Käufer erklärt, das Produkt nur
> persönlich zu nutzen" (sinngemäß).

Ich bin nicht so prospektverliebt, als daß ich überall das 
Kleingedruckte sprichwörtlich unter die Lupe nehmen würde. In Deinem 
sinngemäßen Zitat sehe ich nichts von USt..

Finde ich ein interessantes IC zu einem Euro, sehe ich mir zuerst dessen 
Datenblatt an, um zu wissen, was ich für mein Geld bekomme. Bei 200 Euro 
erwarte ich das umso mehr.
Zu dem genannten "Kraftwerk" habe ich nichts gefunden. Einfach mal 
kaufen, ansehen und enttäuscht wieder zurückschicken? Ich hasse es!
Vielleicht habe ich mich bei der Datenblattsuche zu blöd angestellt, 
aber ich hasse es auch, meinem Glück hinterherlaufen zu müssen.

Mal sehen, was es in einem Jahr noch als Ersatzteile zu kaufen gibt oder 
diese Eintagsfliege schon längst durch noch "besser, höher, schöner" 
ersetzt wurde.

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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gibt es irgendeine Zulassungspflicht für Vermieter, wenn sich ein Mieter 
so ein Teil an den Balkon hängen will.

Schließlich ist der überwiegende Teil der Eingeborenen und Zuwanderer 
nur Mieter.

MfG
alterknacker

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Thomas U. schrieb im Beitrag #7417936:
> Hier in D wird Jeder, der auch nur im Entferntesten nach Putin-Versteher
> 'riecht', als Nazi betitelt. O.k....
> Allerdings ist einer der 'Gründe' vom Herrn P die Entfernung dieser aus
> der Ukraine. Ein Widerspruch?

Es gibt ein geistiges Niveau das auch eine Gerade als Kreislinie 
definierern würde, solang diejenigen sich selbst nicht hinerfragen 
müssen.
Zu Putin, sollte man das Buch "putin`s people" lesen.

Welt online Otto-von-Habsburg-warnte-schon-2003-vor-ihm:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article237556125/Wladimir-Putin-Eiskalter-Buerokrat-Otto-von-Habsburg-warnte-schon-2003-vor-ihm.html

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Al. K. schrieb:
> gibt es irgendeine Zulassungspflicht für Vermieter, wenn sich ein Mieter
> so ein Teil an den Balkon hängen will.

Ja!
https://mietercheck.de/blog/artikel/duerfen-vermieter-eine-pv-anlage-auf-dem-balkon-verbieten.html

Wie immer gibt es aber auch hier "Regeln", die der Mieter einhalten muß!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Al. K. schrieb:
> Schließlich ist der überwiegende Teil der Eingeborenen und Zuwanderer
> nur Mieter.

von Al. K. (alterknacker)


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Cha-woma M. schrieb:
> Wie immer gibt es aber auch hier "Regeln", die der Mieter einhalten muß!

Gerichtsurteil: Vermieter darf Balkonkraftwerk meistens nicht verbieten

Ich habe nur das gelesen und Dies reicht mir!

MfG
alterknacker

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Thomas U. schrieb im Beitrag #7417936:
> Ein Widerspruch?
„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird 
sagen: Ich bin der Antifaschismus. Ignazio Silone 1978“
und:
Man sollte sich das Buch von Norberto Bobbia "Rechts und Links" zu 
Gemüte führen.

Was zur Antifa und Anti-Antifa
https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:KarlV/Faschismus_und_Antifaschismus_in_der_Wikipedia

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> gibt es irgendeine Zulassungspflicht für Vermieter

Der Mieter braucht die Zustimmung des Vermieters. Nur mündlich reicht 
nicht. Das gilt auch für die Befestigungsart am Balkon. Wenn diese als 
nicht stabil genug bewertet wird, kann diese Widerrufen werden.

Der Vermieter benötigt die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, um dem 
Mieter zuzustimmen. Das gilt auch für die Befestigungsart am Balkon. 
Wenn diese als nicht stabil genug bewertet wird, kann diese Widerrufen 
werden.

Die Orts-/Stadtsatzungen sind auch zu prüfen. Zum Beispiel gibt es Orte. 
da ist wegen des Straßenbildes die Solaranlage nur auf der abgewandten 
Seite oder dem Dach erlaubt. Das muss der Eigentümer, d.h. der Vermieter 
klären. Der Mieter kann nicht auf das Amt gehen und um dort die 
Information zu erfragen, welche Auflagen von der Stadt die Eigentümer 
einer Immobilie im Detail auferlegt bekam.

Wegen der manchmal notwendigen Sonderbefestigungen am Balkon, zu der 
auch der Vermieter zustimmen muss, trifft die Zulassungspflicht den 
Vermieter, wenn der Mieter auszieht und die Anlage zurückläßt oder 
übernimmt.
Strittig sei noch, ob der Mieter die Anlage übernehmen muss, wenn der 
Vermieter die Wohnung mit vorhandener Balkonsolaranlage an einen neuen 
Mieter vermietet.

Beitrag #7418014 wurde vom Autor gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Al. K. schrieb:
> Gerichtsurteil: Vermieter darf Balkonkraftwerk meistens nicht verbieten

Der Vermieter & Eigentümerversammlung müssen den Sachverhalt mit der 
Gebäudeversicherung schriftlich klären. Ein Kollege durfte daher die 
Unterlagen für die gesamte Anlage mit Befestigungen, d.h. Angebot des 
Schlossers, komplett erstellen, die der Vermieter, bzw. 
Eigentümerversammlung & Hausverwalter an den Gebäudeversicherer 
sendeten. Er war der erste, der in dem Wohnblock eine solche Anlage 
installierte. In Stammtischsprache wird durchaus hier von der 
"Zulassungspflicht des Vermieters" gesprochen.

von Joachim B. (jar)


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Manfred P. schrieb:
> Der "erneurbare Strom" ist eben nicht dann da, wenn man ihn braucht,

und wenn er da ist fehlen Trassen um ihn zum Verbraucher zu bekommen.

von Re D. (re_d636)


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Dieter D. schrieb:
> Der Mieter braucht die Zustimmung des Vermieters. Nur mündlich reicht
> nicht. Das gilt auch für die Befestigung

Dieter D. schrieb:
> Der Vermieter & Eigentümerversammlung müssen den Sachverhalt mit der
> Gebäudeversicherung schriftlich klären. Ein Kollege durfte d

Deutschland schafft sich ab! Man kann nur dankbar sein, dass wir so 
viele Zuwanderer haben, denen eine solche Bürokratie völlig fremd ist 
und den ganzen Quatsch einfach ignorieren.

von Michael B. (laberkopp)


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Re D. schrieb:
> Deutschland schafft sich ab! Man kann nur dankbar sein, dass wir so
> viele Zuwanderer haben, denen eine solche Bürokratie völlig fremd ist
> und den ganzen Quatsch einfach ignorieren.

Du meinst, so wie die Turken. Einfuhrumsatzsteuer ca. 135 EUR/Modul 
(gewichtsabhängig), Installation immerhin seit 2016 für Privatpersonen 
möglich:

Die Auflagen entfallen für PV-Aufdachanlagen, die ausschließlich Strom 
für den Eigenverbrauch produzieren, sowohl auf Wohn- als auch auf 
gewerblichen Gebäuden. Außerdem gelten die neuen Vorschriften für 
Solaranlagen, die Bewässerungssysteme mit Strom versorgen, dabei nicht 
größer als 125 qm und nicht höher als 1,50 Meter sind. Alle Projekte 
benötigen weiterhin eine Genehmigung der jeweils zuständigen Behörden 
für Land- und Forstwirtschaft.

Oder Spanien: 
https://www.mariscal-abogados.de/sonnensteuer-photovoltaikanlagen/

Beitrag #7418124 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7418231 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Einhart P. (einhart)


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Geht`s mir allein so? Ich kann den Bezug zum Lidl Balkonkraftwerk 
irdendwie nicht mehr herstellen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Al. K. schrieb:
> Gerichtsurteil: Vermieter darf Balkonkraftwerk meistens nicht verbieten
> Ich habe nur das gelesen und Dies reicht mir!

Wenn es Dir ausreicht, damit meistens nicht gegen die Wand zu laufen ...

https://www.stern.de/amp/digital/technik/balkonkraftwerk-ohne-erlaubnis-des-vermieters--familie-verliert-wohnung-33209654.html

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Gerichtsurteil: Vermieter darf Balkonkraftwerk meistens nicht verbieten
>> Ich habe nur das gelesen und Dies reicht mir!
>
> Wenn es Dir ausreicht, damit meistens nicht gegen die Wand zu laufen ...
>
> 
https://www.stern.de/amp/digital/technik/balkonkraftwerk-ohne-erlaubnis-des-vermieters--familie-verliert-wohnung-33209654.html

Im Prinzip eine gute Sache. Wenn du aber im Land der Beamtokratie alle 
Hürden überwunden hast, merkst du, dass es sich nicht finanziell lohnt.
Zumindest nicht für DICH als Käufer...

von Stefan F. (stefanus)


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Ich habe gefühlsmäßig ein Problem damit, dass ich an vielen Stellen auf 
Komfort verzichten soll, während reiche Leute einfach weiter machen 
können/dürfen, wie bisher. Die Reichen verfeuern mit ihren Lebensstil 
vielfach mehr Energie und werden nicht zum Verzicht aufgefordert.

Das finde ich ungerecht.

Lass uns den Spieß mal umdrehen: Wenn man ein Kreuzfahrtschiff still 
legen würde, könnte ganz Duisburg (Industrie ausgenommen) weiter leben 
wie bisher. Wäre das nicht gerechter?

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Stefan F. schrieb:
> Ich habe gefühlsmäßig ein Problem damit, dass ich an vielen Stellen auf
> Komfort verzichten soll, während reiche Leute einen Pool im Garten haben
> und mit einem Kreuzfahrtschiff auf Reise gehen. Die Reichen verfeuern
> mit ihren Lebensstil vielfach mehr Energie und werden nicht zum Verzicht
> aufgefordert. Das finde ich ungerecht.
>
> Lass uns den Spieß mal umdrehen: Wenn man ein Kreuzfahrtschiff still
> legen würde, könnte ganz Duisburg (Industrie ausgenommen) weiter leben
> wie bisher. Wäre das nicht gerechter?

In dieser Angelegenheit gibt es sehr verschiedene Ansichten zu 
'Gerechtigkeit'...

von C. D. (derschmied)


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Einhart P. schrieb:
> Geht`s mir allein so? Ich kann den Bezug zum Lidl Balkonkraftwerk
> irdendwie nicht mehr herstellen.

Okay, ich fasse es Dir zusammen:

Wir haben - außer einer Handvoll verblendeter Enthusiasten - 
festgestellt dass:

 - es einerlei ist von welchem Discounter die Teile stammen

 - sie unterm Strich weder der Natur noch dem Geldbeutel nutzen

 - eine begrenzte Lebensdauer haben

 - man Scherereien mit dem Vermieter bekommen kann

 - die Teile angemeldet werden müssen.

Damit ist alles wichtige geklärt.

Der Rest ist teils impulsiver Meinungsaustausch ohne auf einen Grünen 
Zweig zu kommen, bestenfalls findet man Mitstreiter in Eigener Sache / 
Meinung.

Noch Fragen?

Gruß, DerSchmied

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Stefan F. schrieb:
> Lass uns den Spieß mal umdrehen: Wenn man ein Kreuzfahrtschiff still
> legen würde, könnte ganz Duisburg (Industrie ausgenommen) weiter leben
> wie bisher. Wäre das nicht gerechter?

Weisst du, wie viele Duisburger auf dem Kreuzfahrtschiff gefahren wären 
und daher nun was anderes tun was mindestens genau so umweltverbrauchend 
wäre, wie Flugreisen, Individualurlaub, Autorennen oder einkaufen bei 
Ali wie blöde.

von Stefan F. (stefanus)


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Michael B. schrieb:
> Weisst du, wie viele Duisburger auf dem Kreuzfahrtschiff gefahren wären
> und daher nun was anderes tun was mindestens genau so umweltverbrauchend
> wäre

Das sollen sie halt nicht, sondern wie normale Menschen im Park 
spazieren gehen, oder meinetwegen auch TV schauen. Oder ganz altmodisch 
ein Buch lesen.

Ich habe gerade gelesen, dass man zur Mittelschicht gehört, wenn man ein 
bis zwei mal im Jahr in den Urlaub fahren kann. Das konnte ich mir seit 
16 Jahren nicht mehr leisten! Und doch pumpen die Reichen der 
Oberschicht mich ständig an, ich solle noch sparsamer leben. Eine 
Frechheit ist das.

von Michael B. (laberkopp)


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Stefan F. schrieb:
> Das sollen sie halt nicht

Na cool, Kreuzfahrschiffe verbieten ist also nur dein Anfang, letztlich 
sollen alle Leute in ihrem Arbeiterlagerregal abends vor dem Fernseher 
verschimmeln und als Rentner möglichst schnell ableben.

Schöne Neue Welt aka Stefan.

Wehret den Anfängen (wobei ich nichts ätzender finde als Kreuzfahrten  - 
habe daher noch nie eine gemacht).

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Stefan F. schrieb:
> Ich habe gefühlsmäßig ein Problem damit, dass ich an vielen Stellen auf
> Komfort verzichten soll, während reiche Leute einfach weiter machen
> können/dürfen, wie bisher. Die Reichen verfeuern mit ihren Lebensstil
> vielfach mehr Energie und werden nicht zum Verzicht aufgefordert.
Da gibt`s nur eins:
Rote Fahne raus, Barikaden errichten, Molotov-Cocktail bereitstellen und 
dann mit Gebrüll "Kapitalisten Schweins ......!".
> Das finde ich ungerecht.
Dei Reichen aber nicht!
> Lass uns den Spieß mal umdrehen: Wenn man ein Kreuzfahrtschiff still
> legen würde, könnte ganz Duisburg (Industrie ausgenommen) weiter leben
> wie bisher. Wäre das nicht gerechter?
Dir ist klar dass dann der "Aufstand" der Rolator Extremisten droht.
Ich Glaube fast 80% der "Cruiser" Passagiere sind Rentner und 
Pensionäre!
Die schreien sofort nach der KSK und GSG-9 wenn auch nur irgendwas an 
ihrer Kreuzfahrt daneben geht!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Stefan F. schrieb:
> Das sollen sie halt nicht, sondern wie normale Menschen im Park
> spazieren gehen, oder meinetwegen auch TV schauen. Oder ganz altmodisch
> ein Buch lesen.

Barbara Hendricks

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/nach-jahrelanger-kritik-frau-hendricks-entdeckt-liebe-zur-kreuzfahrt-60872106.bild.html

Ich wäre vorsichtig beim bashing von Kreuzfahrttouristen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wenn sie in der Karibik schippern, sparen wir hier wertvolles Gas im 
Winter. Win-win

Ansonsten müssten sie nicht abends, sondern mittags zwischen 12-16 vor 
dem TV schimmeln!

von Stefan F. (stefanus)


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Michael B. schrieb:
> Wehret den Anfängen

Na gut, dann akzeptiere ich das Verbot von Gas Heizungen. Damit sich 
'die da oben' nicht aufregen müssen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefan F. schrieb:
> Ich habe gefühlsmäßig ein Problem damit, dass ich an vielen Stellen auf
> Komfort verzichten soll, während reiche Leute einfach weiter machen
> können/dürfen, wie bisher.

Ich kenne Leute, die Du garantiert nicht als reich bezeichnen würdest, 
die jedes Jahr mindestens eine Kreuzfahrt unternehmen, seit Skiurlaub 
keinen Spaß mehr macht. Andere fliegen zum Saufen nach Malle oder all 
incl nach Bulgarien für Preise, mit denen Du "früher" eine Woche 
Sauerland in der Jugendherberge jättest bezahlen können. Ein 
Schulabschluss ohne sonstwas für eine Abireise taugt nichts (meine 
dauerte über ein Jahr, war all incl und enthielt auch Biwak mit 
Geländespielen, alles bezahlt vom Steuerzahler); und eine Abifeier ohne 
Abendkleid, dass eines Abtanzballes würdig wäre, ist unzumutbar - meiner 
Beobachtung nach eher bei der Gruppe, für die "ordentliche" Garderobe im 
Alltag eine Ausnahmeerscheinung ist.

Wenn Du das wirklich nach arm und reich differenzieren möchtest, dann 
vergleiche weltweit die BNP per capita ind korreliere mit dem 
Energiekonsum.

Aber es gibt ausgleichende Gerechtigkeit: Neulich ist die 
Fußballabteilung des TSV Sasel nach der Meisterschaft in der vierten 
Liga zum Feierbesäufnis nach Palma gefligen, wo ihnen nach dem dritten 
Bier der Pokal abhanden kam. Sei's drum, Sasel gilt nicht als Slum und 
eine Ersatzausfertigung des Pokals wird kaum 400 Euro kosten.

> Die Reichen verfeuern mit ihren Lebensstil
> vielfach mehr Energie und werden nicht zum Verzicht aufgefordert.

Das ist u.a. eine Frage der Beobachtung. Meulich streikten die Bahnen, 
ind die versorengten Passagiere solidarisierten sich mit den 
Streikenden, denen es nicht um die Umwelt ging, sondern um ihr eigenes 
finanzielles Wohlergehen.

Parallel dazu musste die Polizei Demonstranten der Letzten Generation 
vor gewaltbereiten Autofahrern schützen.

Über die Einkommensverhältnisse dieser Gruppen können wir jetzt 
spekulieren.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cha-woma M. schrieb:
> Barbara Hendricks
>
> 
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/nach-jahrelanger-kritik-frau-hendricks-entdeckt-liebe-zur-kreuzfahrt-60872106.bild.html
>
> Ich wäre vorsichtig beim bashing von Kreuzfahrttouristen.

Immerhin geht die Reise von/nach Kiel; über die Anreise wissen wir 
nichts. Aber Frau Hendricks gilt als äußerst gewissenhaft; während ihrer 
Amtszeit als BMin für Umwelt durfte es in der Kantine des Ministeriums 
ausschließlich vegetarische und vegane Speisen geben; so streng 
gehandhabt hat das trotz ähnlicher Neigung noch nicht einmal der 
Hausherr auf dem Obersalzberg.

von Al. K. (alterknacker)


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Percy N. schrieb:
> Immerhin geht die Reise von/nach Kiel; über die Anreise wissen wir
> nichts. Aber Frau Hendricks gilt als äußerst gewissenhaft; während ihrer
> Amtszeit als BMin für Umwelt durfte es in der Kantine des Ministeriums
> ausschließlich vegetarische und vegane Speisen geben; so streng
> gehandhabt hat das trotz ähnlicher Neigung noch nicht einmal der
> Hausherr auf dem Obersalzberg.

Ich versuche ständig darüber nachzudenken wie ich dies mit den 
Balkonkraftwerk in Verbindung bringen kann.

Andere Beträge von verschiedenen Usern auch.

MfG
alterknacke

von Manfred P. (pruckelfred)


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Percy N. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Der "erneurbare Strom" ist eben nicht dann da, wenn man ihn braucht,
>> aber das begreifen einfache Naturen aka Poltiker eben nicht.
> Ganz einfache Naturen haben schon vor Jahrzehntausenden gelernt, ihren
> Lebens- und Wirtschaftsrhythmus an die natürlichen Gegebenheiten
> anzupassen.

Einfache Naturen argumentieren so wie Du. "vor Jahrzehntausenden" gab es 
keine Computer, Fernseher, Zentralheizung ... und schon garkeine 
Solaranlagen. Über letztere reden wir hier.

Jetzt läuft hier der PC, ich habe Licht an und wenn es zur Nacht kühler 
wird, die Heizungspumpe. Die Sonne ist aber seit ein paar Stunden weg, 
da lann ich mir die Balkonanlage sonstwohin schieben.

Zu den Tageszeiten, wo sie liefern würde, könnte ich sie per 
Eigenverbrauch nicht auslasten.

Joachim B. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Der "erneurbare Strom" ist eben nicht dann da, wenn man ihn braucht,
> und wenn er da ist fehlen Trassen um ihn zum Verbraucher zu bekommen.

Die Versorger haben Bedenken, dass es schon auf Ortsnetzebene (230V) 
klemmen könnte. Vielleicht hat ja die Frau im Haus nebenan gerade den 
Herd an, wenn meine liefert, dann wäre das kein Problem. Das ist eine 
schwierige Rechnung mit vielen Unbekannten, Abschätzung per Statistik.

C. D. schrieb:
> Okay, ich fasse es Dir zusammen:

Hast Du schön geschrieben, 100% Zustimmung.

Abdul K. schrieb:
> Ansonsten müssten sie nicht abends, sondern mittags zwischen 12-16 vor
> dem TV schimmeln!

Für diese wäre die kleine Balkonanlage passend, sie beliefert den 
Fernseher.

Percy N. schrieb:
> Parallel dazu musste die Polizei Demonstranten der Letzten Generation
> vor gewaltbereiten Autofahrern schützen.

Ein grober Fehler, schützt die Täter.

von C. D. (derschmied)


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Al. K. schrieb:
> Ich versuche ständig darüber nachzudenken wie ich dies mit den
> Balkonkraftwerk in Verbindung bringen kann.

Das Ding ist doch schon völlig durchgekaut, es folgt nun die übliche 
Eskalation mit Exkursen in alle Himmelsrichtungen. Ist doch auch ganz 
interessant.

Gruß, DerSchmied

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Himmelsrichtungen.
So so, Himmlersrichtungen?

> Ist doch auch ganz interessant.
Eher erbärmlich.

von C. D. (derschmied)


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Ben B. schrieb:
> Himmlersrichtungen?

Der war auch erbärmlich.

Gruß, DerSchmied

von Al. K. (alterknacker)


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Ben B. schrieb:
> Eher erbärmlich.

Aber Regelkonform?

MfG
alterknacker

von Percy N. (vox_bovi)


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Al. K. schrieb:
> Ich versuche ständig darüber nachzudenken

Ja, das kann schwierig werden, wenn man es nicht gewohnt ist.

Viel Erfolg!

von Percy N. (vox_bovi)


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Manfred P. schrieb:
> Jetzt läuft hier der PC, ich habe Licht an und wenn es zur Nacht kühler
> wird, die Heizungspumpe. Die Sonne ist aber seit ein paar Stunden weg,
> da lann ich mir die Balkonanlage sonstwohin schieben.
>
> Zu den Tageszeiten, wo sie liefern würde, könnte ich sie per
> Eigenverbrauch nicht auslasten.

Intelligente Menschen kämen vor diesem Hintergrund auf die Idee, dass 
ihr Energiekonsum nicht zu den vorhandenrn Ressourcen passt. Jetzt 
stellt sich die Frage, von welcher Seite aus das Problem sinnvoll 
angegangen werden könnte. Hier scheiden sich häufig die Geister 
voneinander.

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Beitrag #7418439 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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C. D. schrieb:
> Das Ding ist doch schon völlig durchgekaut
Sehe ich auch so. Die ganzen Grabenkämpfe, die jetzt langweiligerweise 
noch stattfinden, könnt ihr per PN ausmachen.

Wenn jemand meint, noch etwas zum Thema sagen zu haben, was noch nicht 
gesagt wurde, der darf gerne per PN eine Anfrage zur Entsperrung an 
einen meiner Kollegen richten.

: Bearbeitet durch Moderator
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