Forum: Platinen LG Magic Remote (2022) Mikrofon entfernen


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von Ruediger (ruediger1950)


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Achtung! Sie werden vermutlich die Herstellergarantie und gesetzliche 
Gewährleistung auf das LG-Produkt verlieren.

Ich übernehme keine Haftung für etwaige Schäden.

Material:
- Heißluftlötstation (Heißluftpistole mit kleiner Düse sollte auch 
gehen)
- Werkzeug zum entfernen von (z.B. Fahrzeug-) Blenden
- Flussmittel
- Pinzette für SMD-Bauteile

1. Prüfen Sie zuerst, ob der TV mit der Fernbedienung funktioniert, um 
auszuschließen, dass eine 100%-Chance besteht, dass Sie die 
Garantie/Gewährleistung brauchen.
2. Entfernen Sie die Batterien und deren Abdeckung von der Fernbedienung 
und legen Sie die Fernbedienung mit dem hinteren Teil zu Ihrem Körper 
zeigend auf eine trockene, robuste Arbeitsunterlage.
3. Drücken Sie mit dem Handwerkzeug zum entfernen von Blenden am 
hinteren Ende der Fernbedienung von unten nach oben in den Spalt, der 
die Obere Schale von der unteren trennt, bis die Clips nachgeben und der 
Spalt sich vergrößert. Es gibt am hinteren Teil rechts und links je 
einen Clip.
4. Verfahren Sie genauso mit dem nächstgelegenen seitlichen Clip auf 
beiden Seiten, sodass vier Clips entrastet sind.
5. Drücken Sie von nun an in die umgekehrte Richtung, also mit dem 
Werkzeug nach unten, in den Spalt, um alle weiteren Clips inclusive des 
vorderen Teils der Fernbedienung zu lösen.
6. Legen Sie die Platine auf eine Wärmeunempfindliche, trockene 
Arbeitsunterlage. Das Mikrofon befindet sich ganz vorne rechts. Es ist 
rechteckig und hat eine Abdeckung aus Metall
7. Geben Sie viel Flussmittel auf und um das Mikrofon und halten sie es 
mit der Pinzette fest.
8. Geben Sie nun so lange heiße Luft hinzu, bis Sie das Mikrofon in der 
Pinzette von der Platine entfernen können. Es kann passieren, dass der 
Deckel des Mikrofons abfällt und sie somit 2 getrennte Teile entfernen 
müssen. Der Vorgang ist abgeschlossen, wenn Sie auf der Platine nur die 
vier Lötpads sehen, an denen das Mikrofon befestigt war.
9. Setzen Sie nun die Fernbedienung wieder genauso zusammen, wie Sie sie 
geöffnet haben.
10. Testen Sie die Fernbedienung am Fernseher auf Funktion. Alle 
Funktionen mit Ausnahme der Sprachsteuerung sollten weiterhin 
funktionieren.

Viel Erfolg!

von Stefan F. (Gast)


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Ich hätte den Rest vorher mit Alufolie abgedeckt.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Stefan F. schrieb:
> Ich hätte den Rest vorher mit Alufolie abgedeckt.

Vor allem den Kopf mit einem Hut aus dem Material.

scnr,
WK

von J. S. (jojos)


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zum Auslöten von Teilen habe ich noch nie Flußmittel benutzt, wozu?

von Michael B. (laberkopp)


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Ruediger schrieb:
> Sie werden vermutlich die Herstellergarantie und gesetzliche
> Gewährleistung auf das LG-Produkt verlieren.

Viel schlimmer ist, dass man die automatische Lautsprecherkalibrierung 
verliert, die LG Fernseher so überlegen gegenüber all den Quäken der 
anderen Anbieter machen, in dem sie die notorisch ungünstigen 
Aufstellbedingungen der Gerätelautsprecher per automatisch ausgemessenem 
Equalizer bestmöglich an die Raumbedingungen anpassen.


Ich weiss nicht ob es JEDER Fernseher mit Magic Remote kann, aber selbst 
bei älteren Geräten wurde es per Softwareupdate nachgerüstet und 
verbessert den Klang DEUTLICH.


Man muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein, um das zu zerstören.


Wer versehentlich oft auf die Mikrotaste drückt, kann ein Tesa zur 
Isolierung dazwischenkleben.

von Ruediger (ruediger1950)


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Michael B. schrieb:
> Viel schlimmer ist, dass man die automatische Lautsprecherkalibrierung
> verliert, die LG Fernseher so überlegen gegenüber all den Quäken der
> anderen Anbieter machen

Das ist in meinem Fall egal, weil es an ein 5.1 Soundsystem an einem 
Receiver angeschlossen ist, der selbst schon eine Kalibrierung über ein 
optional anschließbares Mikrofon mitbringt.

LG hätte es ja auch optional machen können, dass man ein Mikro 
einstecken kann, wenn man das möchte. Dass es komisch aussieht, so etwas 
(mehr oder weniger) fest einzubauen, hätten sich die Ingenieure ja 
vorher denken können und auch, dass es einigen eben nicht gefällt.

Edit:
Stefan F. schrieb:
> Ich hätte den Rest vorher mit Alufolie abgedeckt.

Guter Hinweis. Es wäre sinnvoll gewesen, die Platine um das Mikro herum 
mit Kaptonband abzudecken, weil sich durch das Entlöten diese weiße, 
aufgeklebte Folie (Die ich für Lack hielt) verzogen hat.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Ruediger schrieb:
> LG hätte es ja auch optional machen können, dass man ein Mikro
> einstecken kann

Wozu? Wenn du der Firma so wenig vertraust, dann frage ich mich 
ernsthaft, warum du überhaupt deren Produkte kaufst.

von Ruediger (ruediger1950)


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Michael B. schrieb:
> Wer versehentlich oft auf die Mikrotaste drückt, kann ein Tesa zur
> Isolierung dazwischenkleben.

Vielen Dank für den Hinweis! Da habe ich nicht dran gedacht. Ich habe 
das jetzt noch mit einem schwarzen Isolierband nachgeholt (Siehe 
angehängtes Bild). Wichtig ist dabei, nicht versehentlich die 
Pfeilhoch-Taste vom Steuerkreuz zu erwischen, die direkt darunter liegt.

@stefanus:
Ich habe mich für den LG entschieden, weil Samsung (soweit ich mich 
entsinne) noch mehr solches Zeug einbaut und weil der LG für Gaming und 
vom sonstigen Preis-/Leistungsverhältnis einfach gepasst hat für die 
Features wie 120Hz, FreeSync, 10bit Farbtiefe, geringer Input Lag usw., 
die er bietet.

Ich vertraue LG nicht weniger oder mehr als jedem anderen 
Unternehmen/Organisation - also gar nicht. :)

Wenn ich das nicht auslöten könnte, und falls nötig, den TV selbst 
reparieren könnte (bei den meisten möglichen Problemen), hätte ich mich 
vielleicht - sofern es das überhaupt gibt - für eine Marke entschieden, 
bei der kein Mikrofon irgendwo verbaut ist und dafür viele Abstriche in 
Kauf genommen. Da es für mich kein großes Thema war, das zu entfernen, 
war für mich das Modell insgesamt das sinnvollste.

: Bearbeitet durch User
von Mario M. (thelonging)


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Michael B. schrieb:
> Wer versehentlich oft auf die Mikrotaste drückt, kann ein Tesa zur
> Isolierung dazwischenkleben.

Ähm, was soll das bei Knackfröschen bringen?

von Stefan F. (Gast)


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Mario M. schrieb:
> Ähm, was soll das bei Knackfröschen bringen?

Immer diese Bedenkenträger... :-)

von Michael B. (laberkopp)


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Ruediger schrieb:
> Ich habe das jetzt noch mit einem schwarzen Isolierband nachgeholt

Nicht ÜBER dem Knackfrosch sondern natürlich DADRUNTER.

Ruediger schrieb:
> Dass es komisch aussieht, so etwas
> (mehr oder weniger) fest einzubauen, hätten sich die Ingenieure ja
> vorher denken können und auch, dass es einigen eben nicht gefällt.

An der Optik hat deine Zerstörung ja wohl nichts verändert.

> LG hätte es ja auch optional machen können, dass man ein Mikro
> einstecken kann, wenn man das möchte

Wozu den Unsinn ? Du steckst dein Mikro auch ans Handy wenn du 
telefonieren willst ? Wer keine Lust auf Sprachsteuerung "Hi LG" hat, 
schaltet die aus.

"Wenn die Freihändige Steuerung mit der Stimme nervt, setzen Sie 
Einstellungen-Symbol  Freihändige Steuerung mit der Stimme verwenden 
unter Einstellungen  Symbol für alle Einstellungen  Allgemein  AI-Dienst 
Hilfe und Einstellungen der Spracherkennung auf Aus."

von Ich A. (alopecosa)


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Michael B. schrieb:
> Wozu den Unsinn ? Du steckst dein Mikro auch ans Handy wenn du
> telefonieren willst ? Wer keine Lust auf Sprachsteuerung "Hi LG" hat,
> schaltet die aus.

Weil dann der TV trotzdem noch ein Spion ist.

Der mit Sicherheit das spionierte auf irgendeinem - offenbar riesigen - 
internen Speicher ablegt so das im Zweifel auch ein Verwerter auf die 
Daten zugreifen kann..


Beitrag "LG NANO 76 - Mikrofone und Kameras?"


Ich mein, wer kennt sie nicht, die Verwerter die erstmal Geräte zerlegen 
die Programmieradapter holen um irgendwelche Speicher auszulesen um zu 
gucken ob da vielleicht ...

Ach.. lassen wir das.

von Stefan F. (Gast)


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Ich A. schrieb:
> Weil dann der TV trotzdem noch ein Spion ist.

Ziemlich paranoid.

> Ich mein, wer kennt sie nicht, die Verwerter die erstmal Geräte zerlegen
> die Programmieradapter holen um irgendwelche Speicher auszulesen um zu
> gucken ob da vielleicht ...

Ich weiß nicht wen du zu kennen glaubst, aber ich kenne solche Leute 
nicht.

Ist es nicht eher so, dass du dich da auf Behauptungen von Leuten 
stützt, die du selbst gar nicht überprüft hast? Wo sind denn die 
konkreten Beweise?

von Mario M. (thelonging)


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Stefan F. schrieb:
> Ich weiß nicht wen du zu kennen glaubst, aber ich kenne solche Leute
> nicht.

Da legen diese Leute auch großen Wert drauf. 😂

von Stefan F. (Gast)


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Letztendlich ist es doch so:

Dir Firmen wissen nicht wer du bist, und es ist ihnen auch scheiß egal.

Wichtig ist nur, dass da "jemand" ist, dessen Vorlieben man kennt, um 
ihm passende Werbung anzuzeigen. Mehr steckt da nicht hinter. Ist das so 
schlimm?

Kümmere dich lieber darum, dass Firmen wie die Schufa abgeschafft 
werden. Denn die haben wirklich oft unerwünschten Einfluss auf das Leben 
ihrer Opfer.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wahre Worte.

DNS Samsung sperren, ferrtsch.

von Rene K. (xdraconix)


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Schön gemacht. Aber ich frage mich gerade warum? War es denn defekt?

von Ruediger (ruediger1950)


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Michael B. schrieb:
> Ruediger schrieb:
>> Ich habe das jetzt noch mit einem schwarzen Isolierband nachgeholt
>
> Nicht ÜBER dem Knackfrosch sondern natürlich DADRUNTER.

Das ist mir der Aufwand, die ganze Folie zu entfernen, nicht wert. Das 
Isolierband dämpft immerhin ein versehentliches Drücken ab und erschwert 
es somit.

Da es den Kontakt nicht unterbindet, ist es natürlich kein adäquater 
100%-Schutz vor dem Drücken des Schalters.

Michael B. schrieb:
> "Wenn die Freihändige Steuerung mit der Stimme nervt, setzen Sie
> Einstellungen-Symbol  Freihändige Steuerung mit der Stimme verwenden
> unter Einstellungen  Symbol für alle Einstellungen  Allgemein  AI-Dienst
> Hilfe und Einstellungen der Spracherkennung auf Aus."

Ich hoffe, dass Dir der Unterschied zwischen einem Versprechen und der 
Umsetzung bewusst ist. Es ist in der Wirtschaft völlig üblich, deutlich 
mehr zu versprechen, als gehalten wird. In der Regel nämlich dann, wenn 
das Brechen des Versprechens weniger kostet als es zu halten. Wenn, wie 
bei Whattsapp, das Mikro augenscheinlich den Schlaf abhört, wird es als 
"Bug" heruntergespielt oder man redet sich mit einer "falschen Anzeige" 
im Betriebssystem heraus. Aber selbst wenn es mehr kostet und die Firma 
irgendwann insolvent ist, werden Verträge unter Umständen gebrochen. Es 
wird zum Teil auch damit kalkuliert, dass man nicht mehr angreifbar ist, 
wenn ohnehin nichts mehr zu holen ist. Wenn man nur Mitarbeiter war, hat 
man ja vorher genug Kohle rausholen können und lediglich das Konstrukt 
wird zerstört.
Auf einen Vertrag zu setzen, ohne zu prüfen, ob ein Unternehmen wirklich 
korrekt arbeitet tut kein erfolgreiches anderes Unternehmen und somit 
sollte es auch keine Privatperson tun.

Deshalb vertraue ich nur open source Software. Die BSI-Analysen zum 
Nach-Hause-Telefonieren von Windows 10 und 11 waren zwar hilfreich, aber 
das kann ich absolut nicht gleichsetzen damit, dass mir der Code 
komplett offengelegt wird und jeder ihn lesen und auf Schwachstellen 
prüfen kann.
Das wird immerhin in MEINER Wohnung auf MEINEM Gerät/ MEINEM Prozessor 
ausgeführt. Es ist in MEINEN Bits gespeichert. Also erwarte ich eine 
lückenlose Aufklärung darüber, wie mein Hab und Gut von dem Programm 
eines Fremden verwendet wird und ob es mich gefährden kann. Ich 
übernehme auch überhaupt keine Haftung für ein Gerät, auf dem Closed 
Source läuft. Wenn irgendetwas über meine Internetleitung Schaden 
anrichtet, soll der Staat LG, Samsung, Microsoft, Apple, AVM, Google 
usw. verklagen - Ich würde dafür niemals eine Haftung akzeptieren, weil 
es deren Code verbockt hätte. Da bin ich mir zu 100% sicher.

Stefan F. schrieb:
> Wichtig ist nur, dass da "jemand" ist, dessen Vorlieben man kennt, um
> ihm passende Werbung anzuzeigen. Mehr steckt da nicht hinter. Ist das so
> schlimm?
Das ist extrem schlimm, weil ich ein Produkt aus meiner Wahrnehmung bin 
und wenn meine Wahrnehmung manipuliert wird, sodass ich nur noch 
Informationen aus der Schublade begegne, in die mich irgendein 
Algorithmus einsortiert hat, dann werde ich zum Inhalt der Schublade und 
komme dort niemals wieder heraus. Vielleicht möchte ich ja irgendwann in 
eine andere Schublade aber meine Interessen werden durch die Propaganda, 
der ich ausgesetzt werde, mit dem Targeting für immer festgelegt und 
verfestigt.

Abseits davon ist es mit den Daten möglich, meinen Namen zuzuordnen und 
auch durch KI meine Stimme nachzumachen - mit genug Bildern von mir 
sicherlich auch mein Aussehen nachzubilden. Man könnte mich quasi 
digital komplett überschreiben und in meinem Namen kommunizieren, sodass 
nur wer mich in der Realität sieht, sicher sein könnte, dass es wirklich 
ich bin.
Aber ich weiß ja, das will LG ja gar nicht, sondern nur unser bestes und 
LG ist ja so sicher wie Fort Knox und es kommt ganz bestimmt nie jemand 
an Daten, an die er nicht legal kommen kann... - bei manchen Leuten hier 
habe ich das Gefühl, sie sind schon in ihrer eigenen Welt gefangen...

Abdul K. schrieb:
> DNS Samsung sperren, ferrtsch.

Das ist eine sehr naive Methode, die genauso wenig erfolgsversprechend 
ist, wie die DNS-Sperren der Landesmedienanstalt von NRW.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Ruediger schrieb:
> Man könnte ... in meinem Namen kommunizieren

Das kannst du nicht verhindern, selbst wenn du dich komplett aus dem 
normalen Leben zurück ziehst.

"86 Prozent der Verbraucher sind in diesem Jahr Opfer von 
Identitätsdiebstahl, Kredit-/Debitkartenbetrug oder einer 
Datenschutzverletzung geworden" (das war 2020)
https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cybercrime/86-prozent-der-verbraucher-opfer-von-identitaetsdiebstahl-co

Ich war einer davon. Jemand registrierte sich einen Ebay Account mit 
meiner Adresse, kassierte Geld und lieferte die Ware nicht. Dafür wurde 
ich angeklagt. Der Richter erklärte mir, dass ich überhaupt nichts 
dagegen tun kann. Es sei ein ungelöstes Problem.

Wie willst du so etwas verhindern? Ganz sicher nicht, indem du 
Mikrofone auslötest. Gegen die wirklich bösen Fälle kannst du nichts 
tun.

von Ruediger (ruediger1950)


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Sorry für das OT, aber da musste ich jetzt doch eine Antwort geben.

Vielen Dank für die Zahl. Dass so viele Verbraucher Opfer von 
Identitätsdiebstahl wurden, wusste ich nicht - finde ich echt 
interessant. Tatsächlich bin ich noch nie Opfer von Identitätsdiebstahl 
geworden. Jedoch wurde einmal ein Account für ein Computerspiel gehackt, 
und ich gehe davon aus, dass es an einer Sicherheitslücke beim Betreiber 
lag. Den Account habe ich dann sofort gelöscht, als ich das merkte. Dass 
die geringe Anzahl an Angriffen auf mich sicher nicht alleine durch das 
Auslöten von Mikros gelungen ist, ist mir bewusst.

Ich habe auch Verantwortung über professtionelle IT und während 
statistisch jedes Jahr ca. 90% der Unternehmen Opfer von Cyberattacken 
wurden (soweit ich mich richtig an die Zahl erinnere), wurde auch in 
meinem Verantwortungsbereich auch in vielen Jahren noch nie etwas 
erfolgreich attackiert, obwohl ich mit Verbindungen arbeite, die direkt 
über das Internet laufen und die Sicherheitsrichtlinien selbst festlege 
und umsetze (oder vielleicht ja gerade deshalb). Aber zugegebenermaßen 
habe ich nicht immer den einfachsten Weg erlaubt, sondern teils auch 
sicherere Kompromisse erzwungen, wenn sie wirtschaftlich keinen großen 
Einfluss hatten.

Ich heiße bestimmt nicht umsonst Ruediger ;) - wenn Ihr mich versteht - 
vielleicht ist es ja einfach die Gesamtheit all meiner Maßnahmen, die 
dem Anschein nach das Risiko, in irgendeiner Form attackiert zu werden, 
deutlich senkt, wenn man demgegenüberstellt, dass jemand gar nichts 
dergleichen tut :)

Es ist natürlich wahrscheinlicher, dass Name, Adresse usw. geklaut 
werden, wenn sie mehr Leute kennen. Wenn Dich keiner kennt, kann er 
Deine Identität nicht klauen, weil er nicht weiß, dass Du existierst. 
Selbst wenn er Dich suchen könnte - würde er nicht auf die Idee kommen, 
sondern würde irgendwen benutzen, mit dem er konfrontiert wurde.
Ich versuche z.B., möglichst wenige Kontakte zu haben, um z.B. 
Streitigkeiten allgemein, aber auch Rechtsstreitigkeiten usw. zu 
verhindern - dafür aber eben die Kontakte, die wirklich wichtig und 
nützlich sind. Überall wo ich nicht meinen Namen angeben muss, verwende 
ich Pseudonyme. Ich benutze permanent ein VPN, um zu verhindern dass 
meine IP überhaupt erst irgendwo auftaucht usw. Im Prinzip existiere ich 
nicht, und das völlig absichtlich - bzw. nur für eine Auswahl an 
Personen auf der ganzen Welt, die meisten sind von mir im Prinzip so 
selektiert, dass ich weiß, dass sie mir nichts Negatives tun würden.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Ruediger schrieb:
> Ich heiße bestimmt nicht umsonst Ruediger ;) - wenn Ihr mich versteht

???

Rüdiger ist ein alter deutscher Vorname, der sich aus germanisch hroth / 
hruod „Ruhm, Ehre“ und althochdeutsch ger „Ger, Speer“ zusammensetzt und 
„ruhmvoller Speerkämpfer“ bedeutet – siehe Hruodger.

(Wikipedia)

von Ich A. (alopecosa)


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Stefan F. schrieb:
> Ich A. schrieb:
>> Weil dann der TV trotzdem noch ein Spion ist.
>
> Ziemlich paranoid.
>
>> Ich mein, wer kennt sie nicht, die Verwerter die erstmal Geräte zerlegen
>> die Programmieradapter holen um irgendwelche Speicher auszulesen um zu
>> gucken ob da vielleicht ...
>
> Ich weiß nicht wen du zu kennen glaubst, aber ich kenne solche Leute
> nicht.
>
> Ist es nicht eher so, dass du dich da auf Behauptungen von Leuten
> stützt, die du selbst gar nicht überprüft hast? Wo sind denn die
> konkreten Beweise?

Herzlichen Glückwunsch, du kennst Sarkasmus ... nicht.


Ruediger schrieb:
> Deshalb vertraue ich nur open source Software. Die BSI-Analysen zum
> Nach-Hause-Telefonieren von Windows 10 und 11 waren zwar hilfreich, aber
> das kann ich absolut nicht gleichsetzen damit, dass mir der Code
> komplett offengelegt wird und jeder ihn lesen und auf Schwachstellen
> prüfen kann.

Du implizierst damit das du dir den kompletten Quellcode deines 
entgoogleten Smartphones angeschaut hast. Denn dem vertraust du ja.

Soso.


Ruediger schrieb:
> Ich habe auch Verantwortung über professtionelle IT und während
> statistisch jedes Jahr ca. 90% der Unternehmen Opfer von Cyberattacken
> wurden (soweit ich mich richtig an die Zahl erinnere), wurde auch in
> meinem Verantwortungsbereich auch in vielen Jahren noch nie etwas
> erfolgreich attackiert, obwohl ich mit Verbindungen arbeite, die direkt
> über das Internet laufen und die Sicherheitsrichtlinien selbst festlege
> und umsetze (oder vielleicht ja gerade deshalb). Aber zugegebenermaßen
> habe ich nicht immer den einfachsten Weg erlaubt, sondern teils auch
> sicherere Kompromisse erzwungen, wenn sie wirtschaftlich keinen großen
> Einfluss hatten.


Vielleicht bist du bzw. das Unternehmen welches das Glück hat dich zu 
haben, einfach nur unbedeutend genug... Wobei das ja eher nichts ist 
worauf man Stolz sein kann. :)

Wow.. wird immer besser. Schade das ich gestern kein Popcorn gekauft 
hab.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Ich A. schrieb:
> Vielleicht bist du bzw. das Unternehmen welches das Glück hat dich zu
> haben, einfach nur unbedeutend genug... Wobei das ja eher nichts ist
> worauf man Stolz sein kann.

Vorsicht. Eine kleine Firma die ihren 10 Angestellten ein gutes 
Einkommen erwirtschaftet, ist mir wertvoller, als ein Konzern, der 
tausende Angestellte ausbeutet. "Größe" ist etwas, worauf so mancher 
sehr stolz ist, ohne einen guten Grund dafür zu haben.

von Rene K. (xdraconix)


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Oh man jetzt hab ich erstmal den Sinn hinter dem ganzen Verstanden. 🤦 
Hat man denn nichtmal hier seine Ruhe, wo man eigentlich nur gebildete 
Menschen um sich herum haben sollten, von solch dämlichen Schwurblern 
und völlig von der Vernunft befreiten Menschen?! Du solltest nicht das 
Mikrofon ausbauen, sondern dir viel mehr einen Alu-Hut aufsetzen, dir 
eine Strohhütte im Wald bauen und von Brombeeren und Eichhörnchen leben. 
Aber lass doch bitte die normal denkenden, vernünftigen Menschen mit 
deinem Schwachsinn in Ruhe! Dankeschön!


Ich A. schrieb:
> während
> statistisch jedes Jahr ca. 90% der Unternehmen Opfer von Cyberattacken
> wurden (soweit ich mich richtig an die Zahl erinnere),

Ja, und?! Wieder eine Zahl völlig aus dem Zusammenhang gegriffen, so wie 
es bei euch üblich ist. ~90% waren Opfer von Cyberangriffen - bei ca. 
0,5% wären sie erfolgreich, der Rest wurde abgewehrt - weil die 
Sicherheitsmaßnahmen funktionieren. Und ich verspreche dir: von den 0,5% 
waren mindestens 75% der Erfolge auf menschliches Versagen zurück zu 
führen.



Hat Angst vor einer Überwachung durch die Fernbedienung seines 
Fernsehers aber schreibt in Foren... Solch Geschichten kann man sich 
echt nicht ausmalen... Unglaublich... Soviele Facepalms kann man gar 
nicht machen l.

von Ruediger (ruediger1950)


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Aber nein, das wäre völlig unrealistisch, dass jemand das Mikro abhören 
könnte. Warum sollte man das auch wollen?
https://netzpolitik.org/2019/bundesregierung-polizei-darf-auf-daten-von-alexa-und-co-zugreifen/

Wie ja jeder weiß, sitzen alle Gefängnisinsaßen in Deutschland zurecht, 
weil die Justiz sich noch nie geirrt hat. Deshalb können wir ja auch 
jeden bis zum Tod einknasten, der gefährlich ist, und dabei noch eine 
100%-Aufklärungsquote in Mordfällen halten. Kriminelle Strukturen gibt 
es in der Exekutive gleich zweimal nicht und alles, was jemand über uns 
wissen will, ist nur zu unserem besten. Das hat man ja nachträglich nach 
Sichtung der Stasi-Akten festgestellt... ganz bestimmt.

Wenn die Strafverfolger die Tatbestände für uns in unseren Accounts mit 
unseren Passwörtern, die sie den Anbietern abringen dürfen, gleich 
ausfüllen können, brauchen wir nicht mal mehr eine aufwändige 
Beweisermittlung durchführen und können die Belastung der Justiz viel 
besser steuern und das ganze sogar noch viel effizienter abarbeiten, 
weil wir das Ergebnis schon vor der Anklage kennen.

Die 45% minderjährigen Straftäter, die von sich Nacktfotos auf ihrem 
Handy speichern müssen natürlich auch vor sich selbst geschützt und ganz 
dringend eingebuchtet werden. Verhältnismäßiger, als mit einer Bazooka 
in eine Menschengruppe von 100 Leuten zu schießen, um einen zu treffen, 
geht es ja auch nicht. Aber dass jemand sich alle privaten Nachrichten 
durchlesen wollen könnte, die je geschrieben wurden, und alle privaten 
Bilder sehen können möchte, die je geschossen wurden, ist ja völlig 
unvorstellbar. 
https://www.heise.de/news/EU-Kommission-Chatkontrolle-steht-mit-den-Grundrechten-nicht-auf-Kriegsfuss-9060558.html

Ja, und auch hier kann natürlich nur der Staat auf die Backdoor 
zugreifen, die er eingebaut hat - so etwas wie Schlüssel haben Beamte 
noch nie verloren - und wenn sich dann 10 dafür höchstqualifizierte 
"Fachkräfte" die 14-Jährigen nackt ansehen, weil sie das ja zu 
"Beurteilungszwecken" tun müssen, dann freuen die sich bestimmt, dass 
ihr Bild nicht umsonst aufgenommen wurde, während sie im Knast auf ihrer 
Pritsche ihre Jugendzeit verbringen.

Aber uns geht das ja alles noch nicht weit genug. Wir wollen doch alle 
einen persönlichen Polizisten neben uns laufen haben 24/7, der uns 
"hilft", bestimmte Orte zu meiden und andere anzusehen oder nicht? Von 
Überwachung kann man da gar nicht sprechen, das ist ein Riesenspaß!
Am besten sollten wir einfach alle Polizisten sein, damit es keine 
Verbrecher mehr gibt.
Haleluja und Amen.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Also ich habe ja mehr Angst das mir der Himmel auf den Kopf fällt.
Echt jetzt, muss man man vor seiner FB Angst haben?
Mikrofone sind mittlerweile so klein, die können in jedem Gerät sein.

von Cyblord -. (cyblord)


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"Nicht so tief Rüdiger!"

von Rene K. (xdraconix)


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Junge Junge Junge... Wie durch muss man sein, und was muss man im Leben 
geraucht haben um so ein Bullshit zu labern? In der Schule hast du dir 
sicherlich in Chemie auch immer den falschen Stoff reingezogen oder?!

Oder hast du dort die Lautsprecher der Klingel abmontiert?!

Du weißt schon das man auch jeden Lautsprecher als Mikrofon nutzen 
kann... Richtig?!? Also tu dir selbst ein Gefallen und baue bei all 
deinen Geräten bitte auch den Lautsprecher aus!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Man sollte trotzdem immer im Blick haben, was heute alles passend zu 
Orwells 1984 möglich ist und auch darüber hinaus.

von Dirk K. (knobikocher)


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Ruediger schrieb:
> Ich vertraue LG nicht weniger oder mehr als jedem anderen
> Unternehmen/Organisation - also gar nicht. :)

Ruediger schrieb:
> Deshalb vertraue ich nur open source Software.

Wer hat dir denn das Gehirn gewaschen? Hinter der ganzen open source 
Software stecken doch die ganzen (geheim arbeitenden) Organisationen!!!

WACH AUF

von Axel R. (axlr)


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Ein beherzter Schlag gegen die Platine im heissen Zustand hätte das 
Mikrofon ebenso auf den Tisch oder den Teppich befördert. Mir ist noch 
kein MEMS in "zwei Teile" zerfallen.
Worauf die Leute alles so kommen. :))

von Stefan F. (Gast)


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Keramik Kondensatoren kann man auch als Mikrofon missbrauchen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Stefan F. schrieb:
> Keramik Kondensatoren kann man auch als Mikrofon missbrauchen.

Die Differenz zischen µC-Oszillator und Grafikkartenoszillator kann auch 
als Mikrofon verwendet werden, auch wenn heute erst Montag ist.

: Bearbeitet durch User
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