Forum: PC Hard- und Software Hilfe: Linux auf neuer Hardware, bootet nicht


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von 900ss (900ss)


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Moin,

ich habe hier einen Rechner mit Linux Mint21.
Heute gab es ein neues Mainbord mit Intel Core I 13500 CPU, 32GB Ram und 
eine NVMe-SSD.

Hardware installiert und die alte SATA-SSD (ganze Disk) mittels 
Clonezilla (vom Stick gebootet) auf die neue NVMe SSD kopiert.

Alte Platte raus, reboot. Grub startet, d.h. es wird das Menu angezeigt 
wo ich "normal boot" oder kernel advanced option ausählen kann. Wenn ich 
"normal" boote, dann kommt direkt danach ein weißer Schriftzug "Asrock" 
auf schwarzem Hintergrund. Das bleibt dann so. :(
Reset gedrückt und im Grub Menu advanced kernel options ausgewählt. Dort 
erscheinen mehrere Kernel jeweils "normal" oder im Recovery Mode 
starten.
"Normal" führt zum weißen Schiftzug.
Recovery führt zu einem Menu mit ca. 10 Einträgen.
Unter anderem kann man grub neu installieren. Das hab ich gemacht.
Nach booten kommt der weiße Schriftzug und Schluß.
Wenn ich in dem Recovery Menu "normal boot" auswähle, dann bootet der 
Rechner und ich kann mich einloggen.
Ich habe auch in der /etc/fsstab alle Einträge auskommentiert, die auf 
anderen Platten (vom alten Rechner) und Netzwerk liegen. Hilft alles 
nicht.

Ich finde diese Art den Rechner zu booten etwas umständlich ;)

Wer hat eine Idee, weshalb er nur über die Recovery Methode bootet?
Ich habe auch schon mal mit und ohne Secure Boot gebootet, keine 
Änderung.
Hat jemand eine Idee was ich machen kann?

Vielen Dank.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (Gast)


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Vielleicht fehlt dir der passende Grafiktreiber.

von 900ss (900ss)


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Wie kann ich das prüfen? Ich nutze die CPU interne Grafik.

von Stefan F. (Gast)


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Nee, war ein Irrtum. Du kannst ja aus dem Recovery Modus heraus die GUI 
starten.

von 900ss (900ss)


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Ah, hab gerade eine Intelseite gefunden, das steht, wie man deren 
Treiber installiert.

Aber ich dachte, dass Linux das von sich aus richtig macht. Falsche 
Annahme?

von Stefan F. (Gast)


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Wie gesagt, wenn die GUI startet, dann hast du bereits einen passenden 
Treiber.

von 900ss (900ss)


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Stefan F. schrieb:
> Du kannst ja aus dem Recovery Modus heraus die GUI starten.

Vielleicht nutzt er da eine Art Standard-Mode, der "immer" geht?

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Also Auflösung u.s.w. passen schon.
Hmmm.... ich hab keine Ahnung. :-/

von Stephan S. (uxdx)


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Hast Du viele alte Kernel noch im /boot?

Bootet er von der alten SATA problemlos oder auch so?

Wenn Du mal umständlich gebootet hast, mach mal
1
sudo update-grub
2
sudo grub-install /dev/sdx
wobei sdx auf Deine NVMe weist, z.B. sda

UND: stimmt die UUID der alten SATA mit der UUID der NVMe überein oder 
hat Clonezilla eine neue UUID vereteilt, ggf musst DU die in der 
/etc/fstab anpassen

: Bearbeitet durch User
von Andreas M. (amesser)


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Möglicherweise fehlt deiner initrd auch der Treiber für NVMe. 
Recovery-Modus bedeutet normalerweise eine initrd mit allen 
Treibermodulen während "Normal" Nur die notwendigen Treiber enthält, 
also das was beim Installieren des Kernels gerade im System war. Man 
kann die initrd neu erstellen lassen.

von Fred F. (fred08151)


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Wenn du die Platte einfach kopiert hast, musst du die UUID für /boot und 
/ in der fstab anpassen. blkid gibt sie dir aus.

von 900ss (900ss)


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Moin,

vielen Dank an alle, die mir Hinweise gegeben haben. Auch das mich der 
Negativbewerter mit Punkten bedacht hat, ich wäre sonst enttäuscht :)

Ich habe eben die BLKIDs in der fstab geprüft. Die stimmen alle.
Dann hab ich noch folgendes augeführt:

sudo update-grub
sudo grub-install /dev/sdx

Beides lief ohne Fehlermeldungen.
Leider keine Änderung. Ich muss im Kernel Recovery-Mode booten.
Wenn ich die alte SSD in den Rechner baue, bootet er auch nicht, das 
Verhalten ist gleich.

Es gab von Andreas noch den Hinweis auf die initrd.
Da werde ich mich mal mit beschäftigen wie man die neu erzeugt.

von Rbx (rcx)


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900ss D. schrieb:
> Ich habe auch schon mal mit und ohne Secure Boot gebootet, keine
> Änderung.

Welche Optionen gibt es denn sonst noch im Bios -  und dann noch: Uefi 
oder nicht Uefi?

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Hardware installiert und die alte SATA-SSD (ganze Disk) mittels
> Clonezilla (vom Stick gebootet) auf die neue NVMe SSD kopiert.

Wieso glaubst du das sowas funktionieren kann?

Grub wird dein Image nicht finden, muss also neu installiert werden.

Ausserdem wird dein System deine Platten entweder ueber sdxx 
referenzieren
und das ist nun anders, oder aber ueber Partitions-IDs und die sind 
jetzt
auch anders. Also fstab editieren.

Vanye

von 900ss (900ss)


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Vanye R. schrieb:
> Wieso glaubst du das sowas funktionieren kann?

Weil es scheinbar andere erfolgreich genauso gemacht haben?
Ansonsten vielleicht erstmal lesen und verstehen? Siehe unten....

Vanye R. schrieb:
> Grub wird dein Image nicht finden, muss also neu installiert werden.

900ss D. schrieb:
> Dann hab ich noch folgendes augeführt:
>
> sudo update-grub
> sudo grub-install /dev/sdx

Vanye R. schrieb:
> oder aber ueber Partitions-IDs und die sind
> jetzt
> auch anders. Also fstab editieren.

900ss D. schrieb:
> Ich habe eben die BLKIDs in der fstab geprüft. Die stimmen alle.

Wenn du jetzt noch einen hilfreichen Hinweis hast, bin ich dir dankbar.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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Es gibt seit einiger Zeit Boards,
bei denen man im BIOS/UEFI einstellen muss,
welche Art von Betriebssystem man booten will.

Da gibts dann so Einträge wie "OS-TYPE"
oder wie im Bild "OS-SELECTION"

und bei dem gezeigten muss ich für Linuxe "Android" wählen

Beitrag "BIOS - OS-Type einstellen!"

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Rbx schrieb:
> Welche Optionen gibt es denn sonst noch im Bios -  und dann noch: Uefi
> oder nicht Uefi?

Es ist ein UEFI System. War es auch vorher.
Und im BIOS kann ich noch die Keys vom Secure Boot auf default setzen 
und noch mehr. Hab ich jetzt nicht im Kopf. Ich habe nur mit und ohne 
Secure Boot getestet, die Keys habe ich nicht angefasst.

Aber wenn es ein Secure Boot Problem wäre, dann dürfte er doch garnicht 
booten? Das würde ja dieses "Konzept" ziemlich in Frage stellen weil ich 
booten kann (im Recovery Mode) trotz "falscher" Secure Boot 
Konfiguration.

von 900ss (900ss)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> bei denen man im BIOS/UEFI einstellen muss,
> welche Art von Betriebssystem man booten will.

Das ist bei diesem BIOS nicht möglich. Hab ich gerade geprüft.

von 900ss (900ss)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> bei denen man im BIOS/UEFI einstellen muss,
> welche Art von Betriebssystem man booten will.

Das ist bei diesem BIOS nicht möglich. Hab ich gerade geprüft.

von 900ss (900ss)


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Andreas M. schrieb:
> Man
> kann die initrd neu erstellen lassen.

Da habe ich einerseits Hoffnung aber der Rechner bootet auch nicht, wenn 
ich die alte SATA-SSD anschließe.

Aber wenn ich im grub Menu nicht den Standarteintrag wähle sondern "... 
mit erweiterten Kernel" Optionen und bei den danach angebotenen Kernel 
nicht reccovery wähle sondern einen "normalen" dann sehe ich als letzte 
Zeile:
"... loading initial ramdisk" und dann erscheint das Asrock Logo in weiß 
und der Rechner steht.

Wenn ich Recovery wähle, dann startet er an der Stelle.
Das spricht schon dafür das initrd scheinbar nicht passt. Muss ja nicht 
der NVMe-Treiber sein.

Aber ich habe noch keine gute Anleitung gefunden, initrd neu zu 
erzeugen.
Es gibt etliches im Netz und alles sieht anders aus :)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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bootet denn überhaupt ein Live-System?

von 900ss (900ss)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> bootet denn überhaupt ein Live-System?

Ich habe ja die alte SATA-SSD mit Clonezilla (Live vom Stick) auf die 
NVMe-SSD kopiert. Also ja :)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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900ss D. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> bootet denn überhaupt ein Live-System?
>
> Ich habe ja die alte SATA-SSD mit Clonezilla (Live vom Stick) auf die
> NVMe-SSD kopiert. Also ja :)

ich meinte da schon eher ein Mint21 Installationsmedium,
nicht nur so ein Terminal

von Le X. (lex_91)


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Das ist zwar nicht die Antwort auf deine Frage, könnte allerdings auch 
helfen.
Ich bin mittlerweile weg von grub, auf allen Systemen (außer auf den 
SingleBoot Debian VMs).

Auf meinem Desktop, Tablet und Laptop benutze ich mittlerweile 
systemd-boot.
Entgegen dem Namen ist es nicht mit der restlichen systemd-Infrastruktur 
verzahnt sondern arbeitet völlig unabhängig davon.

Nach einigen Jahren der Benutzung ist mein Eindruck dass es wesentlich 
simpler und robuster ist als grub, allerdings auch weniger Features hat 
(die aber ein normaler User nicht vermisst).

: Bearbeitet durch User
von Mario M. (thelonging)


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Zum Aktualisieren des initramfs:
1
sudo update-initramfs -c -k $(uname -r)

von 900ss (900ss)


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Mario M. schrieb:
> Zum Aktualisieren des initramfs:
1
sudo update-initramfs -c -k $(uname 
2
> -r)

Gerade versucht:

root@Mint21:/home/joachim# update-initramfs -c -k $(uname -r)
update-initramfs: Generating /boot/initrd.img-5.15.0-75-generic
I: The initramfs will attempt to resume from /dev/nvme0n1p4
I: (UUID=a9474bb7-dbc9-47b4-b27d-3fd8439bed4b)
I: Set the RESUME variable to override this.

Was mich stuzig macht ist:
1
The initramfs will attempt to resume from /dev/nvme0n1p4

Das ist die swap Partition.
Siehe:
1
oot@Mint21:/home/joachim# blkid
2
/dev/nvme0n1p3: UUID="eb9a578b-7c71-4351-b867-8aaf827a9de1" BLOCK_SIZE="4096" TYPE="ext4" PARTUUID="b3347c9c-8345-4f22-97de-ec2dec51546e"
3
/dev/nvme0n1p1: UUID="3967-55B8" BLOCK_SIZE="512" TYPE="vfat" PARTUUID="736a32b7-b778-42b8-9fe4-381c393ea034"
4
/dev/nvme0n1p4: UUID="a9474bb7-dbc9-47b4-b27d-3fd8439bed4b" TYPE="swap" PARTUUID="f9735fc2-8964-45e9-a97a-54a5cd53d730"
5
/dev/nvme0n1p2: UUID="af400826-932e-4503-b893-69e637053214" BLOCK_SIZE="4096" TYPE="ext4" PARTUUID="16f153d0-dfdc-4e17-82b7-d10165904c00"

Ob er jetzt noch bootet, weiß ich gleich ;)

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wenn du jetzt noch einen hilfreichen Hinweis hast, bin ich dir dankbar.

HM..ich verstehe ich dich aber so als wenn dein grub startet,
aber den kernel nicht findet.

Oh..und sei vorsichtig mit sdxx Devices. Die koennen auf verschiedenen
Systemen unterschiedlich sein und sich auch schonmal aendern wenn man 
z.B
eine neue Platte an oder absteckt. Deshalb ist man ja irgendwann
auf Device IDs umgestiegen.

Vanye

von 900ss (900ss)


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Vanye R. schrieb:
> Oh..und sei vorsichtig mit sdxx Devices.

Es stehen bei mir nur die blkids in der fstab keine /dev/sd*

900ss D. schrieb:
> Aber wenn ich im grub Menu nicht den Standarteintrag wähle sondern "...
> mit erweiterten Kernel" Optionen und bei den danach angebotenen Kernel
> nicht reccovery wähle sondern einen "normalen" dann sehe ich als letzte
> Zeile:
> "... loading initial ramdisk" und dann erscheint das Asrock Logo in weiß
> und der Rechner steht.

Wenn ich Recovery wähle, läuft er.

900ss D. schrieb:
> Ob er jetzt noch bootet, weiß ich gleich ;)

Auch nach erzeugen der initramfs bleibt es so. Ich vermute er sucht die 
initramfs auf der falschen Partition, siehe oben.

Aber wie ändere ich das? grub hab ich auch schon neu "installiert".

von 900ss (900ss)


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Le X. schrieb:
> Auf meinem Desktop, Tablet und Laptop benutze ich mittlerweile
> systemd-boot.

Danke für en Hinweis. Aber ich möchte es erstmal so lassen, nur booten 
soll er auch ;)

von Stephan S. (uxdx)


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Zeig mal wie Deine fstab und die Ausgabe von lsblk und blkid aussieht

: Bearbeitet durch User
von Wendels B. (wendelsberg)


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Vanye R. schrieb:
>> Hardware installiert und die alte SATA-SSD (ganze Disk) mittels
>> Clonezilla (vom Stick gebootet) auf die neue NVMe SSD kopiert.
>
> Wieso glaubst du das sowas funktionieren kann?

Frage ich mich auch, noch dazu, wo die "alte" Hardware, auf der das 
kopierte System lief, nicht bekannt ist.
Das koennte auch ein ...386 gewesen sein.

von Stephan S. (uxdx)


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Wendels B. schrieb:
> Das koennte auch ein ...386 gewesen sein.

Da gab es noch kein UEFI:

900ss D. schrieb:
> Es ist ein UEFI System. War es auch vorher.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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War das alte System möglicherweise ein 32-Bit-UEFI-System?

von Andreas M. (amesser)


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900ss D. schrieb:
> Was mich stuzig macht ist:The initramfs will attempt to resume from
> /dev/nvme0n1p4

Das ist in Ordnung. Linux verwendet die SWAP Partition für Suspend to 
Disk, d.h. der RAM wird dabei in die SWAP Partition gesichert. Evtl ist 
die kleiner als 32 GB?

900ss D. schrieb:
> Auch nach erzeugen der initramfs bleibt es so. Ich vermute er sucht die
> initramfs auf der falschen Partition, siehe oben.

Nicht unbedingt. Das Asrock Logo erscheint vermutlich, weil der Linux 
Kernel "Bootsplash" macht und da kann es sein, das er sich das Logo aus 
dem Bios zieht, (So wie Windows auch) Probiere mal bitte das folgende um 
Bootsplash abzuschalten und die Kernel-Logs zu sehen:

1) In Grub den "Normal" Eintrag auswählen
2) Taste "e" drücken um in Grub in den Editiermodus zu wechseln.
3) In einer der Zeilen müssten die Schlüsselwörter "quiet" und "splash" 
stehen, diese beiden löschen
4) Dann den Bootvorgang starten (Ich glaube das ist "F10", müsste aber 
irgendwo auf dem Bildschirm stehen)

Damit änderst du temporär die Startup-Parameter vom "Normal" Eintrag so 
dass er nicht den Splash sondern die normalen Kernel Messages anzeigt 
Vielleicht findet sich da ein Hinweis, wo er hängt.

von 900ss (900ss)


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Stephan S. schrieb:
> Zeig mal wie Deine fstab und die Ausgabe von lsblk und blkid aussieht
1
root@Mint21:/boot# lsblk
2
NAME        MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINTS
3
nvme0n1     259:0    0   1,8T  0 disk 
4
├─nvme0n1p1 259:1    0   190M  0 part /boot/efi
5
├─nvme0n1p2 259:2    0  93,1G  0 part /
6
├─nvme0n1p3 259:3    0 346,5G  0 part /home
7
└─nvme0n1p4 259:4    0    26G  0 part [SWAP]
8
9
root@Mint21:/boot# blkid
10
/dev/nvme0n1p3: UUID="eb9a578b-7c71-4351-b867-8aaf827a9de1" BLOCK_SIZE="4096" TYPE="ext4" PARTUUID="b3347c9c-8345-4f22-97de-ec2dec51546e"
11
/dev/nvme0n1p1: UUID="3967-55B8" BLOCK_SIZE="512" TYPE="vfat" PARTUUID="736a32b7-b778-42b8-9fe4-381c393ea034"
12
/dev/nvme0n1p4: UUID="a9474bb7-dbc9-47b4-b27d-3fd8439bed4b" TYPE="swap" PARTUUID="f9735fc2-8964-45e9-a97a-54a5cd53d730"
13
/dev/nvme0n1p2: UUID="af400826-932e-4503-b893-69e637053214" BLOCK_SIZE="4096" TYPE="ext4" PARTUUID="16f153d0-dfdc-4e17-82b7-d10165904c00"
14
15
# /etc/fstab: static file system information.
16
#
17
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
18
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name devices
19
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
20
#
21
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
22
# / was on /dev/sdb2 during installation
23
UUID=af400826-932e-4503-b893-69e637053214 /               ext4    errors=remount-ro 0       1
24
# /boot/efi was on /dev/sdb1 during installation
25
UUID=3967-55B8  /boot/efi       vfat    umask=0077      0       1
26
# /home was on /dev/sdb3 during installation
27
UUID=eb9a578b-7c71-4351-b867-8aaf827a9de1 /home           ext4    defaults        0       2
28
# swap was on /dev/sdb4 during installation
29
UUID=a9474bb7-dbc9-47b4-b27d-3fd8439bed4b none            swap    sw              0       0

von 900ss (900ss)


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Andreas M. schrieb:
> SWAP Partition gesichert. Evtl ist
> die kleiner als 32 GB?

└─nvme0n1p4 259:4    0    26G  0 part [SWAP]

Ja, ist sie. Ich hatte im alten System nur 16GB Ram.

Danke für deine Tips, ich werde die heute noch probieren, jetzt ist es 
gerade schlecht.
Oder ist die 26GB SWAP partition schon die Ursache?

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Aber wie ändere ich das? grub hab ich auch schon neu "installiert".

Also ich gebe ja zu das es jetzt schon 10-15Jahre her ist seitdem
ich das letzte mal solche Spielchen gemacht habe, aber so aus
der Erinnerung:

In grub kannst du doch irgendwo einen Prompt bekommen.
Da muesstet du die Zeile zum booten mit dem Pfad auf deinem Kernel
eintippen koennen.

Dann sollte er den kernel finden und starten und wenn dann noch
die Eintraege in fstab stimmen dann bootet das System.

Wenn es dann laeuft dann solltest du grub einfach neu installieren
koennen und er muesste dann den korrekten Pfad eintragen.

Wenn du es aus dem Rescue-System machst dann kann es sein
das die Pfade wieder anders sind. Von dort wird man das sicher
auch installieren/anpassen koennen, aber vermutlich auch mit
ein paar geschickten Parametern auf der Kommandozeile und nicht
durch einfaches aufrufen eines Scriptes.

Ausserdem muss dein Kernel natuerlich Treiber fuer deine neue nvme
Hardware haben, allerdings wuerde ich mal erwarten das dies der Fall
ist falls du dir nicht extra einen speziellen Kernel fuer dein System 
erstellt hast. Aber sowas macht ja heute kaum noch einer.

Vanye

von 900ss (900ss)


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Andreas M. schrieb:
> 1) In Grub den "Normal" Eintrag auswählen
> 2) Taste "e" drücken um in Grub in den Editiermodus zu wechseln.
> 3) In einer der Zeilen müssten die Schlüsselwörter "quiet" und "splash"
> stehen, diese beiden löschen
> 4) Dann den Bootvorgang starten (Ich glaube das ist "F10", müsste aber
> irgendwo auf dem Bildschirm stehen)

So, ich war zu motiviert ;)

Nach ein paar Versuchen kam raus...

Ich habe mit "e" dann im "Standard Booteintrag" nur "nomodeset" ergänzt 
und dann startet er ohne recovery.
Irgendwie scheint er nicht mit der neuen CPU-Grafik zurechtzukommen. Es 
war vorher ein Core I5-6700 (in mir nicht ganz sicher) und jetzt ist es 
ein
Code I 13500.

Was ist jetzt die Lösung? nomodeset in den Bootparametern ergänzen oder 
kann man ihn anders motivieren dass es ohne manueller Änderung der 
Parameter klappt?

von 900ss (900ss)


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900ss D. schrieb:
> nomodeset in den Bootparametern ergänzen

Das hab ich jetzt in /boot/grub/grub.cfg gemacht und er bootet jetzt 
ohne manuellem Eingriff.

Aber ist es ohne die Änderung an grub.cfg zu lösen?

Edit: Aktuell ist eine Code I5-13500 CPU. Oben war eine "5" verloren 
gegangen.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Irgendwie scheint er nicht mit der neuen CPU-Grafik zurechtzukommen.
> Was ist jetzt die Lösung?

Den neuesten Kernel runterladen und uebersetzen? :-D

Vanye

von 900ss (900ss)


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Vanye R. schrieb:
> Den neuesten Kernel runterladen und uebersetzen? :-D

Für einen RPi hab ich das vor ein paar Jahren mal gemacht.
Aber jetzt hab ich keine Lust mehr dazu. Das Ding soll einfach ein 
funktionierendes Werkzeug sein.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Das System hätte man bis jetzt sicherlich auch neu installieren können.
So vom Zeitaufwand her.

von 900ss (900ss)


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Andreas M. schrieb:
> SWAP Partition gesichert. Evtl ist die kleiner als 32 GB?

Die SWAP Partition hab ich inzwischen auch vergrößert.

Und solange ich nomodeset den Kernel Parametern hinzufüge, bootet der 
Rechner auch.

Also im Prinzip schon alles hübsch so.

Ich habe gesehen, dass wohl erst die 6-er Version des Kernels die neuen 
Intel CPUs + Grafik unterstützt.

Mint ist aber noch bei 5.xx.
Ist ein Update des Kernels dann ratsam? Scheinbar gibt es die 6-er 
Kernel bei Ubuntu. Aber ob der auch passend zu Mint konfiguriert ist? 
Oder sind die eh gleich da Mint ja von Ubuntu abstammt.

von Andreas M. (amesser)


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"nomodeset" ist normalerweise keine gute Idee. Die Karte läuft dann nur 
in einem kastrierten Modus. (3D) Beschleunigung geht oftmals nicht und 
man kann auch nicht die Auflösung ändern. Der Kernel ist zu alt.

Im Mint-Forum gibt es dazu einen hinweis:
1
sudo apt install linux-oem-22.04c

Danach kannst du nomodeset wieder entfernen.

https://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?t=391456

von Andreas M. (amesser)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Das System hätte man bis jetzt sicherlich auch neu installieren können.
> So vom Zeitaufwand her.

Was absolut nichts gebracht hätte, da der Standardkernel trotzdem zu alt 
ist. Wir sind hier nicht bei Windows. Ein Linux braucht man nicht neu zu 
installieren. Das zieht ohne zu murren von einem zum nächsten System 
mit. (Meins nun schon seit über 15 Jahren, inklusive mehreren 
Linuxupgrades und sogar Dateisystemwechseln)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Andreas M. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Das System hätte man bis jetzt sicherlich auch neu installieren können.
>> So vom Zeitaufwand her.
>
> Was absolut nichts gebracht hätte, da der Standardkernel trotzdem zu alt
> ist. Wir sind hier nicht bei Windows.

ich auch nicht, seit einigen Jahren schon nicht mehr
(spät, ich weiss, aber immerhin)

Heisst also auf diesen Rechner lässt sich
kein aktuelles Mint installieren?
Womit werden dann die aktuellen Betriebbsysteme geschrieben?

auf Alt-kisten?

von 900ss (900ss)


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Andreas M. schrieb:
> "nomodeset" ist normalerweise keine gute Idee. Die Karte läuft dann nur
> in einem kastrierten Modus.

Ja, das hab ich mir schon gedacht. Aber besser als ein weißes Logo auf 
schwarzem Hintergrund ;)

Andreas M. schrieb:
> Im Mint-Forum gibt es dazu einen hinweis:

Danke für den Link. Ich hatte schon etwas gesucht aber diesen 
Forumseintrag noch nicht entdeckt. Das mit dem Update werde ich nachher 
probieren.

Andreas M. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Das System hätte man bis jetzt sicherlich auch neu installieren können.
>> So vom Zeitaufwand her.
>
> Was absolut nichts gebracht hätte, da der Standardkernel trotzdem zu alt
> ist.

Das hab ich auch gedacht, aber ich wollte nicht darauf eingehen. Es gibt 
noch mehr Gründe, weshalb das Zeit-Argument nicht stimmt.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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900ss D. schrieb:
> Andreas M. schrieb:
>> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>>> Das System hätte man bis jetzt sicherlich auch neu installieren können.
>>> So vom Zeitaufwand her.
>>
>> Was absolut nichts gebracht hätte, da der Standardkernel trotzdem zu alt
>> ist.
>
> Das hab ich auch gedacht, aber ich wollte nicht darauf eingehen. Es gibt
> noch mehr Gründe, weshalb das Zeit-Argument nicht stimmt.

heisst:
das läuft jetzt bei Dir?

von Flöte (nsolo)


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mkinitcpio oder ist das nur ein Arch befehl?

von 900ss (900ss)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> heisst:
> das läuft jetzt bei Dir?

900ss D. schrieb:
> Und solange ich nomodeset den Kernel Parametern hinzufüge, bootet der
> Rechner auch.
>
> Also im Prinzip schon alles hübsch so.

von 900ss (900ss)


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900ss D. schrieb:
> Andreas M. schrieb:
>> Im Mint-Forum gibt es dazu einen hinweis:
>
> Danke für den Link. Ich hatte schon etwas gesucht aber diesen
> Forumseintrag noch nicht entdeckt. Das mit dem Update werde ich nachher
> probieren.

So, ich hab das Update auf Kernel 6 gemacht:
1
uname -r
2
6.1.0-1015-oem

Und jetzt klappt es auch ohne nomodeset in den Kernelparametern. Es 
funktionierte alles ohne weiteren Eingriff nach dem Update. Aber mal 
sehen, was noch für Überraschungen schlummern ;)

Und der Rechner rennt, das muss ich sagen. Der Unterschied zu dem 
I5-6700 ist schon deutlich. Allerdings wird die NVMe-SSD auch ihren Teil 
beitragen.
Meine Windows-Partition hatte ich schon in eine VM gepackt und es lief. 
Allerdings war es schon spürbar "langsam". Aber jetzt bootet die VM 
schneller als das System vorher nativ. :)
Nur die Grafik ist trotz aktivierter 3D-Unterstützung etwas "hakelig".

Danke vor allem an Andreas. An alle anderen, die hier Tips abgegeben 
haben natürlich auch.

: Bearbeitet durch User
von Andreas M. (amesser)


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900ss D. schrieb:
> Und jetzt klappt es auch ohne nomodeset in den Kernelparametern. Es
> funktionierte alles ohne weiteren Eingriff nach dem Update.

Schön, das es jetzt geht.

von Stephan S. (uxdx)


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Andreas M. schrieb:
> Was absolut nichts gebracht hätte, da der Standardkernel trotzdem zu alt
> ist. Wir sind hier nicht bei Windows. Ein Linux braucht man nicht neu zu
> installieren. Das zieht ohne zu murren von einem zum nächsten System
> mit. (Meins nun schon seit über 15 Jahren, inklusive mehreren
> Linuxupgrades und sogar Dateisystemwechseln)

Das hängt vom Linux ab. Manche haben nur 9 Monate Support (Ubuntu ohne 
LTS) bis zu 5 Jahre (Ubuntu LTS), manche haben eine rolling release 
(z.B. Kali, Arch oder Manjaro)

von (prx) A. K. (prx)


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Stephan S. schrieb:
> bis zu 5 Jahre (Ubuntu LTS)

10 Jahre bei Red Hat, SuSE und Ubuntu - wenn man zahlt.

von Andreas M. (amesser)


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Stephan S. schrieb:
> Das hängt vom Linux ab. Manche haben nur 9 Monate Support (Ubuntu ohne
> LTS) bis zu 5 Jahre (Ubuntu LTS), manche haben eine rolling release
> (z.B. Kali, Arch oder Manjaro)

Was hat das damit zu tun? Nicht nur das einen keiner daran hindert ein 
Release Upgrade bei Debian/Ubuntu/Suse/RedHat o.ä. zu machen, es ist 
sogar der übliche Weg. Man macht sich bei Debian sogar die Mühe dafür 
eine mehrere Seiten lange Upgrade-Anleitung zu schreiben, für jedes 
Release.

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