Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP / Machine Learning ChatGPT und die Frage nach dem Vorwiderstand einer LED


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von Tom A. (toma)


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Hallo Leute.

Habe eben der KI den Klassiker der Fragen im Forum gestellt:

"Welchen Vorwiderstand benötigt eine rote LED, damit bei 12 Volt 
Spannung ein Strom von 10 Milliampere fließt?"

Darauf bekam ich folgende Antwort:
--------
"Um den Vorwiderstand für eine rote LED zu berechnen, benötigen wir die 
Flussspannung der LED und den gewünschten Strom. Nehmen wir an, die 
Flussspannung der roten LED beträgt 2 Volt und der gewünschte Strom 
beträgt 10 Milliampere (0,01 Ampere).

Die Formel zur Berechnung des Vorwiderstands lautet:

Vorwiderstand = (Versorgungsspannung - Flussspannung) / Strom

In diesem Fall wäre der Vorwiderstand:

Vorwiderstand = (12 Volt - 2 Volt) / 0,01 Ampere
Vorwiderstand = 10 Volt / 0,01 Ampere
Vorwiderstand = 1000 Ohm

Der Vorwiderstand sollte also 1000 Ohm (oder 1 Kilohm) betragen, um bei 
einer Spannung von 12 Volt einen Strom von 10 Milliampere durch die rote 
LED fließen zu lassen."
--------

Erstaunlich! Ohne sich von Forenfröschen anquaken zu lassen oder 
irgendwelche Beleidigungen. Das wird die Zukunft von Foren und 
technischen Fragen verändern. Vermutlich werden künftig im Forum mehr 
Dinge präsentiert als Fragen gestellt. Bin gespannt, wie sich das 
entwickelt.

Gruß. Tom

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Mal sehen, noch 'ne Woche und dann kannst den Widerstand
inklusive der LED auch gleich noch ausdrucken.
In unter 20 Sekunden natürlich.
Mit dem Handy.

Ansonsten finde ich das Ergebnis von einer KI eher stark aufgeblasen. 
Wenn ich mir schon nicht die Mühe machen und den Kram selbst ausrechnen 
will weil ich zu faul oder zu doof dafür bin, dann interessiert mich 
auch keine Formel und kein Rechenweg, sondern dann will ich nur "1 
Kiloohm" wissen.

von Tom A. (toma)


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Hallo Ben.

Es geht nicht um den Widerstand, sondern um die Möglichkeiten der KI. 
Habe gerade begonnen sie als Werkzeug bei der Programmierung 
einzusetzen.

Wofür ich sonst Stunden brauchte bin ich nun in Minuten fertig. Das 
ganze aufwändige suchen der benötigten Informationen geschieht in 
Sekunden. Je präziser die Frage desto präziser die Antwort.

Ich stehe, wie die KI auch, noch am Anfang, aber ich sehe ein mächtiges 
Werkzeug das uns vieles erleichtern kann. Ich sehe auch Probleme damit, 
aber das ist ein anderes Thema.

Gruß. Tom

von Jörg R. (solar77)


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Tom A. schrieb:
> Habe eben der KI den Klassiker der Fragen im Forum gestellt:
>
> "Welchen Vorwiderstand benötigt eine rote LED, damit bei 12 Volt
> Spannung ein Strom von 10 Milliampere fließt?"

Du findest diese Frage ist der Klassiker?🤔

Die Frage nach Vorwiderstand ja oder nein ist ein Klassiker der hier 
gerne diskutiert wird, nicht aber wie man den Vorwiderstand berechnet.

: Bearbeitet durch User
von Oliver R. (orb)


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Tom A. schrieb:
> Ohne sich von Forenfröschen anquaken zu lassen

Und warum braucht das wieder einen eigenen Thread? Reichen die vielen 
anderen nicht?

Tom A. schrieb:
> Das wird die Zukunft von Foren und technischen Fragen verändern

Warum? Nur weil Du zufällig mal ne richtige Antwort bekommen hast? Auf 
eine simple Frage die selbst im internet kaum falsch beantwortet wird?

Tom A. schrieb:
> Vermutlich werden künftig im Forum mehr Dinge präsentiert als
> Fragen gestellt.

Nö, die Fragen werden sich höchstens in die Richtung 'ChatGPT hat gesagt 
das geht, warum bei mir nicht?' verschieben.

> ChatGPT is a large language model-based chatbot
> ChatGPT is an AI-powered language model developed by OpenAI
> ChatGPT (Chat Generative Pre-Trained Transformer) is a large language
> model-based chatbot developed by OpenAI

'Language Model' nicht Lexikon, es soll sich gut anhören, nicht 
unbedingt richtig sein.
Aber wenn Dir die Antworten reichen, frag nur nie was wichtiges und 
verlass Dich auf die Antwort.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Frag nur was Wichtiges und verlass Dich auf die Antwort, wenn 
lebensnotwendig, CO2 Abdruck.

Bald kostet KI auch etwas und dann haengt es von der Zahlungswilligkeit 
ab des Kunden.

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Tom A. schrieb:
> Je präziser die Frage desto präziser die Antwort.

Eben. Der Durchschnittsbürger fragt einfach nur: "Welchen Vorwiderstand 
braucht eine LED?" Er weiß weder die Versorgungsspannung, noch dass eine 
LED einen bestimmten Strom benötigt. Die LED-Farbe vergisst der 
KI-Anwender anzugeben, weil er die Farbe nicht für wichtig hält.

Wer solche unvollständigen Fragen stellt, ist kein Elektroniker, sonst 
würde der Anwender so eine einfache Frage gar nicht erst stellen. Außer 
um die künstliche KI zu Testen natürlich.

Die KI müsste also bei unvollständigen Fragen, Rückfragen an den 
Fragesteller stellen, um einen exakten Widerstandswert berechnen zu 
können.

von Motopick (motopick)


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Ein richtiger Elektroniker kennt die Groessenordnung des
Widerstandes mit einer Genauigkeit von etwa 50 %.

Wenn es eine "moderne" LED ist, und er kein Nachtlicht damit
bauen will, wird er einen Widerstan am oberen Ende seines
intuitiven Wissens waehlen, und das Ergebnis durch ein Experiment
pruefen. Vermutlich wird dann die "moderne" LED immer noch viel
zu hell sein, und der "richtige" Elekroniker seine Erfahrung
damit fuer kuenftige LEDs erweitern.

Der braucht also gar keinen Dummschwatz von einem aufgeblasenen
Sprachmodell...

Fuer Zweifelsfaelle hat er einen Taschenrechner parat.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Tom A. schrieb:
> Erstaunlich!

Na ja, auch wenn ChatGPT hier richtig getippt hat, ist es überhaupt
nicht für Fragen dieses Typs ausgelegt. Das wird deutlich, wenn man
einfach mal die 12 Volt durch eine etwas weniger übliche (aber auch
nicht ganz unübliche) Spannung ersetzt:

Frage:

Welchen Vorwiderstand benötigt eine rote LED, damit bei 3,7 Volt
Spannung ein Strom von 10 Milliampere fließt?

Antwort:

Um den Vorwiderstand für eine LED zu berechnen, benötigen wir das
Ohmsche Gesetz (U = R * I), wobei U die Spannung, I der Strom und R der
Widerstand ist.

Gegeben:

    Spannung (U) = 3,7 Volt
    Strom (I) = 10 Milliampere = 0,01 Ampere

Da wir den Vorwiderstand (R) berechnen möchten, können wir die Formel
umstellen:

R = U / I

Setzen wir die Werte ein:

R = 3,7 V / 0,01 A
R = 370 Ohm

...
Standardwert auswählen, der größer ist als 370 Ohm. Ein häufiger
Standardwert ist 390 Ohm.

Daher benötigen Sie einen Vorwiderstand von etwa 390 Ohm, um eine rote
LED bei einer Spannung von 3,7 Volt mit einem Strom von 10 Milliampere
zu betreiben.

Ende der Antwort

Mit den vorgschlagenen 390Ω ist der LED-Strom höchstens halb so groß wie
gefordert.

Dass ChatGPT weder logisch denken noch rechnen kann, wurde aber in
anderen Threads schon zur Genüge diskutiert.

Tom A. schrieb:

> Habe gerade begonnen sie als Werkzeug bei der Programmierung
> einzusetzen.
>
> Wofür ich sonst Stunden brauchte bin ich nun in Minuten fertig. Das
> ganze aufwändige suchen der benötigten Informationen geschieht in
> Sekunden. Je präziser die Frage desto präziser die Antwort.

Wenn du solche Anfragen in geeigneter Weise an Google richtest, erhältst
du i.Allg. auch dort eine Antwort, die den Aufwand von Stunden auf
Minuten reduziert. Oft wird man dabei auf Stack Overflow verwiesen, wo
man meist nicht nur richtige Antworten erhält, sondern gleich noch eine
kompetente Erläuterung dazu.

Das Denken (insbesondere beim Nachprüfen der Korrektheit der gelieferten
Antwort) nimmt einem aber weder Google noch ChatGTP ab, das muss man
schon noch selber tun.

: Bearbeitet durch Moderator
von Tom A. (toma)


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Es ist klar dass KI nicht perfekt ist, steckt sie doch noch in den 
Kinderschuhen. Aber das Potential ist meiner Meinung nach groß.
Aber auch wir Anwender müssen lernen die Fragen richtig zu stellen.

Das Gute ist, wir werden auch ohne unser zutun sehen/erleben wohin die 
Reise geht.

Da fallen mir Gorbatschows Worte an Honecker ein:

   "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Schönen Tag. Tom

von Martin S. (sirnails)


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Und noch einer, der nicht verstanden hat, wie ein LLM funktioniert.

Tue Dir keinen Zwang an, nutze es intensiv, denke am besten nicht mehr 
nach. Wird schon gut gehen.

von Michael D. (nospam2000)


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Yalu X. schrieb:
> Wenn du solche Anfragen in geeigneter Weise an Google richtest, erhältst
> du i.Allg. auch dort eine Antwort, die den Aufwand von Stunden auf
> Minuten reduziert.
> Oft wird man dabei auf Stack Overflow verwiesen, wo
> man meist nicht nur richtige Antworten erhält, sondern gleich noch eine
> kompetente Erläuterung dazu.

Die aktuellem Large Language Models könnten Ihre Stärke dadurch zeigen, 
dass sie die Frage verstehen und auf die passende Antwort bei 
Stackoverflow verweisen, quasi als "natural query language". Gerade für 
Neulinge die das Vokabular nicht kennen ("Flussspannung"), ist es schwer 
die korrekte Frage an Google zu stellen.

Das Problem dabei ist nur, dass dies dem Geschäftsmodell der AI Anbieter 
widerspricht. Außerdem könnten Datenlieferanten wie StackOverflow oder 
Reddit was vom großen Kuchen abhaben wollen. Eine AI ohne vernünftigen 
Content ist wertlos und ich möchte wissen, wie viele Lizenzgebühren für 
die die Nutzung der Inhalten in der AI nicht bezahlt wurden.

Reddit hat ja schon reagiert und die Preise für den API Zugriff erhöht, 
was ich beim genannten Hintergrund durchaus nachvollziehen kann.

  Michael

: Bearbeitet durch User
von Chris K. (kathe)


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von Mann Fred (Gast)


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Chris K. schrieb:
> Die Schattenseite der AI
> https://www.golem.de/news/

Die größten Stromfresser sind die mit "news" überfrachteten Seiten, die 
nur Information kopieren = stehlen, die andere generiert haben.

Golem, Heise und auch die Telekom sind solche

von Wolfgang B. (changman)


Angehängte Dateien:

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Ich hab mal DeppGPT beim Postillon befragt.

https://www.der-postillon.com/2023/05/deppgpt.html

:-)

von Udo S. (urschmitt)


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Tom A. schrieb:
> Aber auch wir Anwender müssen lernen die Fragen richtig zu stellen.

Prima, also genauso wie im Forum :-p

Tom A. schrieb:
> Ohne sich von Forenfröschen anquaken zu lassen oder
> irgendwelche Beleidigungen.

Gibt es eigentlich (wenn man mal ein oder zwei Personen ausklammert) nur 
wenn man eben die Fragen völlig Gaga stellt, oder nur eine Bestätigung 
seiner eher kruden Ideen will.

von DSGV-Violator (Gast)


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>  Nehmen wir an, die
  ^^^^^^^^^^^^^^
> Flussspannung der roten LED beträgt 2 Volt und der gewünschte Strom
> beträgt 10 Milliampere (0,01 Ampere).

Eine Annahme ist nicht die harte Realität, das ist das Problem hier.

So eine Elektronmikbanause hat eben nicht das Hintergrundwissen, wie sie 
die realen Werte Flusspannung und Strom ermittelt und wie man vor dem 
Ausfall erkennt, das die berechneten Werte meilenweit von der 
Brauchbarkeit daneben sind.
Und schon das Grundwissen, wie die Uf von der Farbe abhängt, ist nicht 
in der KI-Antwort erkennbar. Und was, wenn die LED nun weiss ist - muss 
man dann nach RGB == "11111111" => weiss, die Uf addieren?!

Die LED's die ich gern einsetze brauchen nur 1 mA.

> Wofür ich sonst Stunden brauchte bin ich nun in Minuten fertig.

Hä, dafür braucht man keine Stunden. Entweder man weiss es aus dem 
Unterricht/Ausbildung oder man greift kurz zum richtigen 
Buch/Datenblatt/Application Note. Oder man probiert mal schnell was mit 
Poti und Freiluftverdrahtung.

All diese praktisch/individuellen Erkenntnissen können nicht durch eine 
KI ersetzt werden und bleiben dem praxisfernen Dummdödel auf Ewig 
verborgen.

von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Gibt es eigentlich (wenn man mal ein oder zwei Personen ausklammert) nur
> wenn man eben die Fragen völlig Gaga stellt, oder nur eine Bestätigung
> seiner eher kruden Ideen will.

Es gibt für alles einen Markt, die Chatbots spezialisieren sich ja 
bereits. Also wird es über kurz oder lang auch welche geben, deren 
Designziel darin besteht, beleidigende Antworten zu geben und und 
welche, die bekloppte Fragen formulieren. Die muss man dann nur noch 
miteinander verbinden.

von DSGV-Violator (Gast)


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>  Die muss man dann nur noch
> miteinander verbinden.

Wie die Katze mit dem Butterbrot: https://youtu.be/Z8yW5cyXXRc?t=9

von Udo S. (urschmitt)


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(prx) A. K. schrieb:
> lso wird es über kurz oder lang auch welche geben, deren
> Designziel darin besteht, beleidigende Antworten zu geben und und
> welche, die bekloppte Fragen formulieren. Die muss man dann nur noch
> miteinander verbinden.

YMMD :-)

von DSGV-Violator (Gast)


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>  Vermutlich werden künftig im Forum mehr
> Dinge präsentiert als Fragen gestellt. Bin gespannt, wie sich das
> entwickelt.

Oder beides:

"Eh Dudes, ich hab hier ein seltsames Problem, oder ich hab sogar eine 
neue Physik entdeckt ;-). Die von der KI berechneneten 
LED-Vorwiderstände verschwinden immer nach eine gewissen Zeit, dafür 
bleiben dunkle Flecken (siehe Bild").
Wie kann das sein?

Antwort:
Alter, berechne mal die Verlustleistung an Deinem Widerstand und check 
mal was so ein billig-kleiner SMD Widerstand wie Deiner abkann. Oder 
vielleciht mal mit Hochtemperatur-Lot versuchen.  SCNR

Beitrag "maximale Leistung an SMD Widerstand"

von Wendels B. (wendelsberg)


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Tom A. schrieb:
> Ohne sich von Forenfröschen anquaken zu lassen oder
> irgendwelche Beleidigungen.

Die gibt es sehr zuverlaessig, wenn man schon im Eroeffnungspost 
Beleidigungen und Provokationen unterbringt. Siehe ganz oben.

von DSGV-Violator (Gast)


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>> Ohne sich von Forenfröschen anquaken zu lassen oder
>> irgendwelche Beleidigungen.
>
> Die gibt es sehr zuverlaessig, wenn man schon im Eroeffnungspost
> Beleidigungen und Provokationen unterbringt.

Ja, erzählt uns vom Frosch:
http://www.spass.net/wp-content/uploads/2015/01/frosch-storch-niemals-aufgeben-480x480.jpg

von Chris K. (kathe)


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Und wieder mal die falsche KI erwischt.
https://www.golem.de/news/kuenstliche-intelligenz-supermarkt-ki-schlaegt-ekelrezepte-vor-2308-176680.html
Sprach KI ist nicht logische KI für spezielle Anforderungen.
Wer kennt die KI für Elektronik?

von Mann Fred (Gast)


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DSGV-Violator schrieb:
> All diese praktisch/individuellen Erkenntnissen können nicht durch eine
> KI ersetzt werden und bleiben dem praxisfernen Dummdödel auf Ewig
> verborgen.

Die Gefahr, die besteht ist dass sich die Dummdödel vermehren und sich 
die Wissenden gegen die schreienden Blödmänner nicht mehr Gehör 
verschaffen können, wie es auf den Sozialplattformen der Fall ist. Da 
prallen Meinungen aufeinander und die Dummen haben die Mehrheit.

von Norbert (der_norbert)


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Es ist eine sehr traurige, sehr desolate Welt, in der man einer Maschine 
künstlicher Maximal-Blödheit derart triviale Aufgaben überträgt und sich 
dann noch über die Antworten wundert.

von Max M. (Gast)


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Viel interessanter wäre doch die Frage,"Wird unbedingt ein Vorwiderstand 
benötigt" gewesen:-)

Warum das hier schon wieder so viel "nicht lesenswert" gibt, wird wohl 
immer ein Rätzel bleiben

von Larius (Gast)


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Norbert schrieb:
> derart triviale Aufgaben überträgt und sich
> dann noch über die Antworten wundert.
Bei den einfachen Fragen mag es noch hinhauen mit der 
Schwarmintelligenz. Meine Erfahrungen sind aber die, dass die Software 
einfach nur schwerpunktmäßig das nachplappert, was sie irgendwo gefunden 
hat. Wenn das nicht stimmt, sondern mehrheitlich falsch ist, gibt es 
niemanden, der es noch korrigiert. Irgenwann kommen wir wieder dahin, 
dass die Wissenden alleine sind und wie Gallilei aufjagt werden, wenn 
sie es wagen, etwas Abweichendes zu publizieren.

von Sven B. (mainframeosx)


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Also wenn man eine Elektronikausbildung o.ä hat, dann muss man ChatGPT 
nicht fragen wie man das ausrechnet, dann hat man die Formel im Kopf.

Man sieht, wenn der Mensch zuviel Zeit hat, was er damit anstellt.

: Bearbeitet durch User
von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Sven B. schrieb:
> Man sieht, wenn der Mensch zuviel Zeit hat, was er damit anstellt.

Er denkt sich Maschinen aus, die ihn und andere ersetzen oder schlimmer: 
Die ihn und andere ins Jenseits befördern. Gab es da nicht jemanden, der 
so einen E-Scooter erfunden hat und dann selber damit tödlich 
verunglückte? Oder war es das Segway?

Von der Chat-SW halte ich sehr wenig. Diese ist nicht in der Lage, sehr 
subtile Feinheiten in den Fragestellungen zu erkennen und sie von der 
Main-Stream-Lösung abzugrenzen. Aus dem Grund führen automatisierte 
Lösungen immer zu einer Simplifizierung des Ergebnisses.

Den Effekt kennen wir beim Autopiloten im Flugzeug und auch bei 
FPGA-Synthesewerkzeugen: Zu 99% lösen sie die Probleme und zu 1% 
produzieren sie bullshit.

von Jens B. (dasjens)


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Tom A. schrieb:
> Hallo Ben.
>
> Es geht nicht um den Widerstand, sondern um die Möglichkeiten der KI.
> Habe gerade begonnen sie als Werkzeug bei der Programmierung
> einzusetzen.
>
> Wofür ich sonst Stunden brauchte bin ich nun in Minuten fertig. Das
> ganze aufwändige suchen der benötigten Informationen geschieht in
> Sekunden. Je präziser die Frage desto präziser die Antwort.
>

So, und nun denke mal nach.
Keiner denkt mehr mit und fragt nur noch. Dazu die ganzen Experten die 
nur Grütze ablassen.
Was Denkst DU kommt in einigen Jahren dann als Antwort auf die Frage?

von Norbert (der_norbert)


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J. S. schrieb:
> Den Effekt kennen wir beim Autopiloten im Flugzeug und auch bei
> FPGA-Synthesewerkzeugen: Zu 99% lösen sie die Probleme und zu 1%
> produzieren sie bullshit.

Obacht. Bitte nur über Dinge reden, über die man auch wirklich reden 
kann.
Wusste schon der alte Wittgenstein.

Ein Autopilot der zu 1% Fehlerhaft arbeitet? Ernsthaft?
Was sonst noch, ein HSI das nur zu 80% arbeitet? Ein VSI nur an 
geradzahligen Tagen?

von Tom A. (toma)


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Hallo Jens B.

Die Antwort in ein paar Jahren ist "42"!

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> Ein Autopilot der zu 1% Fehlerhaft arbeitet?

Wahrscheinlich noch zu einem größeren Anteil. Sieht man am Auto, wenn 
der Fahrassistent einen in der Spur halten will, obwohl man einem 
Hindernis ausweichen möchte und das Lenken behindert. In der Luft merkt 
man davon nicht so viel und hat einen Haufen Platz. Außerdem geht es 
nicht um Fehler, die zu Abstürzen führen, sondern um Problemlösungen = 
optimales Verhalten. Sobald etwas mehr gefordert ist, als Kurs halten, 
ist das AP überfordert. Daher machen Piloten die Landung zu 99% selber. 
Von Kunstflug ganz zu schweigen.

KI mag in der Lage sein, Elektronik von der Stange zu reproduzieren - 
das ist aber von der Lieferung einer guten Lösung meist weit entfernt.

von Norbert (der_norbert)


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J. S. schrieb:
> In der Luft merkt
> man davon nicht so viel und hat einen Haufen Platz.

Bitte hör endlich mit diesem Unsinn auf.
Da dreht sich jedem ausgebildeten Piloten der Magen um.

J. S. schrieb:
> Von Kunstflug ganz zu schweigen.

Kunstflug mit einem Autopiloten? Ach du heilige Sch…

Noch etwas:
Im Übrigen hattest du von einem
> Autopiloten im Flugzeug
geschrieben. Also bitte komm jetzt nicht mit 2D Fortbewegung…

: Bearbeitet durch User
von Jens B. (dasjens)


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Tom A. schrieb:
> Hallo Jens B.
>
> Die Antwort in ein paar Jahren ist "42"!

LOL. Das hätte ich nicht erwartet, aber die Antwort ist ja auch sowas 
von 23.
rofl

von Tom A. (toma)


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Hallo Jens.

Lies das Buch oder schaue den Film "Per Anhalter durch die Galaxis" und 
du wirst verstehen. Darin wird eine fortschrittliche künstliche 
Intelligenz mit der Antwort auf alle wichtigen Fragen der Zivilisation 
beauftragt und nach einer Million Jahren "Bedenkzeit" ist die Antwort 
"42".

Deine Frage drängte mir diese Antwort förmlich auf. ;)

Tom

von Marci W. (marci_w)


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Tom A. schrieb:
> Hallo Ben.
>
> Es geht nicht um den Widerstand, sondern um die Möglichkeiten der KI.
> Habe gerade begonnen sie als Werkzeug bei der Programmierung
> einzusetzen.

Viel Spaß! Na ja, den Vorwiderstand einer LED ausrechnen geht ja 
schonmal. Vllt. geht ja auch ein Hello World in Python?!

>
> Wofür ich sonst Stunden brauchte bin ich nun in Minuten fertig.

OMG musst Du schlecht sein! ;-) <SCNR>

Das
> ganze aufwändige suchen der benötigten Informationen geschieht in
> Sekunden. Je präziser die Frage desto präziser die Antwort.

Genau das ist das Problem. Ich teste auch ab und zu mal ChatGPT. Oft 
muss ich dann fast die Lösung in die Frage packen, damit ich ne 
brauchbare Antwort bekomme.

ciao

Marci

: Bearbeitet durch User
von Marci W. (marci_w)


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Tom A. schrieb:
> Das Gute ist, wir werden auch ohne unser zutun sehen/erleben wohin die
> Reise geht.

Ohne unser zutun? Wenn meinst Du mit "unser"?

ciao

Marci

von Tom A. (toma)


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Ich halte nicht viel davon ein und dasselbe Thema bis zum erbrechen 
wiederzukäuen. Deshalb meine Meinung, nicht zur KI, sondern der 
Diskussion derselben in Foren könnt ihr hier erfahren.

Beitrag "Re: Weniger Traffic durch ChatGPT"

Tom

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