Was macht dieser Schaltungsteil?

OP (Firma: schon lange insolvent) #7541543
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Ähm, in einem anderen Thread wurde diese Schaltung veröffentlicht. Nun will ich diesen Thread nicht kappern, was passiert in diesem Schaltungsausschnitt? Soll es ein Nulldurchgangsdetektor sein?!

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#7541551
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Glaub genau anders rum, wenn keine Spannung aus dem Gleichrichter kommt, schaltet R7 den Transistor ein, mit Spannung wird Kondensator über Diode aufgeladen.

Übliche Hackschaltung, die so irgendwie funktioniert. Komperator mit Schutzschaltung und hochohmigem Widerstand am Eingang ist sauberer.

#7541582
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Also R7 ist einfach nur ein gleichgerichteter Spannungsteiler der Netzspannung, grob 5% (22k/(2*220k+22k)) also ~11V.

Leitend wird der Transistor immer nur genau dann, wenn die Spannung an C4 größer ist als die an R7. Also kurz nach maximaler Spannung der Halbwelle (bis zu der sich C4 ja auflädt über D5).

Ich tippe daher auf 1 Impuls pro Halbwelle, aber nicht erst im 0-Durchgang.

#7541701
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Bruno V. schrieb:

Also kurz nach maximaler Spannung der Halbwelle (bis zu der sich C4 ja auflädt über D5).

Ich tippe daher auf 1 Impuls pro Halbwelle, aber nicht erst im 0-Durchgang.

Wenn man die Schaltung quasistatisch betrachtet, dann hättest Du Recht. Der Punkt ist jedoch, das der Kondensator in jeder Periode entladen wird aber nur langsam über den Spannungsteiler geladen wird. D.h. der Kondensator erreicht die statischen 11V des Spannungsteilers nie. Ich würde mal schätzen, das der im Mittel höchstens so 2V hat. Davon geht dann noch Ube weg, ich würde sagen der Opto wird daher so ca im Bereich +-10V um den Nulldurchgang aktiv.

Peter T. schrieb:

Thx! Leider liefert die Schaltung nicht den exakten Nulldurchgang => suboptimal für Phasenanschnitt/abschnitt..

Also eigentlich will man doch kurz vor dem Nulldurchgang wissen, das er kommt? Eine analoge Schaltung hat Durchlaufzeiten, ein Mikrocontroller sowieso. Um die überschüssige Zeit auszugleichen nutzt man in ersterem Fall ein Monoflop oder RC Glied im Pfad, im Microcontroller einfach einen Timer. Damit kann man die "Schaltaktion" dann exakt in den Nulldurchgang legen. Der Vorteil der Schaltung hier liegt ja gerade darin, das die Impulslänge relativ konstant ist, unabhängig von der Spannung.

Gast #7541703
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Unsere Netzspannung wird von Schaltvorgängen und nicht ohmschen Lasten kräftig verzerrt. Wenn ich nun so eine Schaltung verwende, und (ohne aufwändigen Filter) mittels Timer einen Dimmer aufbaue, flackert das Licht dann nicht ständig?

#7541733
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Peter T. schrieb:

Thx! Leider liefert die Schaltung nicht den exakten Nulldurchgang =>

Das sieht doch schon sehr gut mittig aus. Der MC läßt einen Timer über beide Flanken laufen und setzt dann ein Compareregister auf die Hälfte.

Da die Strahlungskennlinie von Glühlampen exponentiell ist, muß man auch nicht super genau sein, um ein gutes Dimmverhalten zu erreichen. Bei LEDs sieht das jedoch vollkommen anders aus, die kann man nicht mit Phasenanschnitt dimmen. Es gibt daher LEDs, die haben einen MC intern, der den Phasenwinkel mißt und damit eine Stromquelle logarithmisch steuert. Ich hab auch viele LED-Leuchten gesehen, die haben einfach nur 3 Helligkeitsstufen.

Der Trick mit dem Kondensator bewirkt, daß man nur sehr wenig Strom aus den 230V zieht, aber trotzdem mehrere mA Puls für den Optokoppler hat. Damit muß man nicht viel Wärme abführen, wie bei anderen Schaltungen.

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