"Eichungen werden in der Bundesrepublik Deutschland von den Landeseichämtern und staatlich anerkannten Prüfstellen unter fachlicher Aufsicht durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt durchgeführt."
Bist Du sicher, dass Du nicht "kalibrieren" gemeint hast? =;-)
Hab mir gerade das Datenblatt vom Si5351C angeschaut. Da habe ich gesehen das der die Eingangsfrequenz erhöht - logisch Pll. Ich hatte einen AD9834 am Tisch liegen - der macht aber aus der Eingangsfrequenz eine niedrigere - da wären die 30Mhz zu niedrig gewesen.
Guter Hinweis :-)
Nachtrag: Zu früh gefreut - die Chinesenmodule haben alle einen Si5351A und meines ein SI5351B verbaut. Nur der Si5351C lässt ein externes Clock zu und der ist nur in Bauformen mit denen ich nichts anfangen kann ...
Du solltest auch an den Quarz-Pins einen Takt einspeisen können, der C kann halt noch zwischen Quarz und externem Eingang umschalten.
Bei den Quarz-Pins musst du nur schauen, was für eine Signalform und Pegel du brauchst. Sie dokumentieren das nicht. Am besten erst einmal mit einem angeschlossenen Quarz und geringer Last (aktiver Tastkopf wäre gut) messen.
Aber: der Quarz soll 25 bis 27 MHz sein – ist die Frage, ob 30 MHz dann noch funktionieren. Wenn du aber irgendeinen Modul herum liegen hast, kannst du es ja mal ausprobieren.
man hat mich hier im Forum auch schon hin und wieder für den falschen Gebrauch von "Eichen" vs. "Kalibrieren" aufmerksam gemacht.
Wer aber ältere Elektronik Literatur der 1960er Jahre, einschließlich älterer Funkschau Ausgaben konsultiert, wird finden, daß die damaligen Autoren in technischen Büchern und Zeitschriften anstatt "Kalibrieren" oft auch "Eichen" gewählt hatten. Sogar in den RPB-Büchlein kam diese Missdeutigkeit vor.
Deshalb wundert es mich nicht, wenn das immer wieder manchmal vorkommt.
Ich kenne mich mit der Geschichte des Deutschen Eichwesen nicht aus, aber vielleicht gibt es trotzdem einen belegbaren Grund warum die Bezeichnung oft unterschiedlich verwendet wurde.
H.F. Steinhauser sprach z.B. vom "Eichen" der VFO Skala in seinen Sender RPB-Büchlein.
"Eichen" ist ein hoheitlicher :) Vorgang, den sich hoheitliche Stellen
vorbehalten, aber auch delegieren koennen.
Als kleiner Schlucker tust du hoechsten "kalibrieren" oder
"spezifizieren" oder fuer ganz Arme "einstellen".
P.S.: Der hoheitliche Vorbehalt zielt auf das Vertrauen, dass der
Nutzer oder beteiligte Dritte bei der Verwendung eines Geraetes
das einer "Eichung" unterzogen wurde, in das Geraet haben duerfen.
P.S.:
Man kann 30.72 MHz auch durch 614400 teilen.
Dann erhaehlt man 50 Hz. :)
Als kleiner Schlucker tust du hoechsten "kalibrieren" oder
"spezifizieren" oder fuer ganz Arme "einstellen".
"kalibrieren" hat nun wieder mit "einstellen" nichts zu tun.
Beim Kalibrieren wird nur die Abweichung zu einer Referenz dokumentiert. Da wird nichts gedreht.
Jungs, könnt ihr mal wieder auf den Boden zurück kommen?
Einmal der Hinweis mit dem "eichen" genügt, damit ist doch der Drops gelutscht. Es geht hier darum, aus den 30,72 MHz irgendwas Brauchbares zu zaubern.
Wer aber ältere Elektronik Literatur der 1960er Jahre, einschließlich
älterer Funkschau Ausgaben konsultiert, wird finden, daß die damaligen
Autoren in technischen Büchern und Zeitschriften anstatt "Kalibrieren"
oft auch "Eichen" gewählt hatten. Sogar in den RPB-Büchlein kam diese
Missdeutigkeit vor.
Kein Wunder.
"Eichung (von mhd. īchen „abmessen, visieren“, das auf lat. aequus „eben, gleich“ zurückgeht[1])"
(https://de.wikipedia.org/wiki/Eichung)
Heute wird halt Amtliches-Eichen, mit Eichen gleichgesetzt.
Deshalb hab ich mir auch meinen eigenen Eichmarken gedruckt... ;)
amtlich muss es Kalibrierhörnchen heißen
Das benutzt man scherzhaft für Hornantennnen bekannten Gewinns
Ja die 60Hz für Uhren könnte stimmen, z.B. 30,72MHz÷512=60kHz, da fehlt noch ein Faktor 1000.
Könnte aber auch ein Standardquarz für Baudraten sein 30,72MHz÷256=9600Hz
Um einen SDR zu kalibrieren wären die wahrscheinlich auch gut genug. Wozu das Exemplar des TO gedacht war, werden wir ohne genauere Angaben nie erfahren. Vielleicht weiß ein Datenblatt des Herstellers mehr.
Die Frage wäre ja, ob er nicht besser bedient wäre, da einen 32-MHz-Quarz reinzusetzen. Der ist dann zwar nicht OCXO-optimiert, hätte aber eine deutlich "bastlerfreundlichere" Frequenz.
Dann würde ich damit einen µC takten (spontan STM32G431), der daraus per
PLL oder Teilern die gewünschten Frequenzen erzeugen kann.
MCUs haben normalerweise eher keine fractional-N-PLL. Der Einsatz eines expliziten PLL-Bausteins wurde ja schon vorgeschlagen. Der braucht dann zwar zur Steuerung noch eine MCU, aber dafür ist seine Elektronik auf genau diesen Anwendungsfall spezialisiert.
interessant wäre zu wissen, ob der TE seinen SDR damit disziplinieren will, oder "nur" die Frequenz kontrollieren will, das geht wesentlich simpler mit Baken-, Normsignal-, Rundfunksender usw. mit bekannter Frequenz.
Die gibts zu hauf.
ich hab jedenfalls noch nie die Frequenz meines SDR (RSP1A) anzweifeln müssen.
Bevor ich viel Arbeit und Geld investieren würde, um aus dem OCXO 10MHz abzuleiten, würde ich eher sowas kaufen:
https://www.ebay.de/itm/394990425390
Damit hab ich einen älteren Frequenzzähler "getuned".
Ich hab den auch mit einem GPS-disziplinierten OCXO verglichen, und der ist zumindest sehr stabil, und lässt sich auch wunderbar auf die Referenz abgleichen.
Bevor ich viel Arbeit und Geld investieren würde, um aus dem OCXO
10MHz
abzuleiten, würde ich eher sowas kaufen:
https://www.ebay.de/itm/394990425390
Damit hab ich einen älteren Frequenzzähler "getuned".
Ich hab den auch mit einem GPS-disziplinierten OCXO verglichen, und der
ist zumindest sehr stabil, und lässt sich auch wunderbar auf die
Referenz abgleichen.
Moin,
das könnte Euch in dem Zusammenhang auch interessieren:
Genau den hab ich auch gebaut, und den China-OCXO damit verglichen.
Hallo Harry,
wie bist Du mit dem Teil zufrieden? Ich sehe allerdings nicht den GPS-RX auf dem Bild. Ist der bei Dir extern angeschlossen, oder hast Du diese Ausbaustufe geplant?
Bevor ich viel Arbeit und Geld investieren würde, um aus dem OCXO 10MHz
abzuleiten, würde ich eher sowas kaufen:
https://www.ebay.de/itm/394990425390
Damit hab ich einen älteren Frequenzzähler "getuned".
Ich hab den auch mit einem GPS-disziplinierten OCXO verglichen, und der
ist zumindest sehr stabil, und lässt sich auch wunderbar auf die
Referenz abgleichen.
Wenn man sieht, wie sorgfältig L1 platziert wurde, dann
kommt doch gleich volles Vertrauen auf. Man fragt sich, wie
die Platinen aussehen die NICHT für's Produktfoto sind.
Und noch Eins:
Selbst "wenn" diese Platinen absoluter Müll "wären", wär das immer noch ein Schnäppchen wenn man den eigentlichen OCXO auslötet. (Datenblatt im Anhang)
Such mal bei den gängigen Distributoren nach 10 MHz OCXO und schau dir die Preise an.
Die OCXO auf diesen Boards wurden aus kommerziellen Baugruppen (vermutlich irgendwas aus dem Mobilfunk-Bereich) "recycled".
Ich hab davon (nackte OCXO) 5 Stück aus China geordert, und die kamen inkl. original Platine wobei der Teil mit dem OCXO mit einer Flex ausgeschnitten war.
Auslöten musste ich die selber.
Die sind zwar gebraucht, aber sicher nicht schlecht.
30.72MHz (und Teilfaktoren davon) ist offenbar die Samplingrate des
Basisbandsignals bei LTE:
Irgendwer hat also mal gedacht, OK mein Testaufbau (486DX PC) sendet Daten mit 9600baud und wir brauchen eine Referenz irgendwie bei 30MHz. Nehmen wir 30,72 und schustern meinem Lieblingslieferanten einen Auftrag zu? (Benutzt ja niemand sonst) Sehr amüsant.
Gerhard O.'s Vorschlag von DL6GLs Implementation eines GPSDO ist sehr Holzhack Stil. Dier Zeitkonstant fuer so ein Teil liegt bei einer Viertel Stunde. Wenn man's unbedingt analog mit DIL fuer minimale Kosten haben muss... zumindest scheint's zu funktionieren, auch wenn die Allen Deviation bei 1s minimal ist ... speziell, wenn ja ein controller an board ist.
Deren Aufbau im Metallgehaeuse ist grausiglich. Ein Netzteil im Gehaeuse sollte man sich nicht mehr antun. Der Vorschlag eines USB Ladegeraetes ohne extensive Filterung ist ebenso grausiglich. Dann muss ich nichts mehr mit empfindlicher Elektronik wollen.
Gerhard O.'s Vorschlag von DL6GLs Implementation eines GPSDO ist
sehr
Holzhack Stil. Dier Zeitkonstant fuer so ein Teil liegt bei einer
Viertel Stunde. Wenn man's unbedingt analog mit DIL fuer minimale Kosten
haben muss... zumindest scheint's zu funktionieren, auch wenn die Allen
Deviation bei 1s minimal ist ... speziell, wenn ja ein controller an
board ist.
Deren Aufbau im Metallgehaeuse ist grausiglich. Ein Netzteil im Gehaeuse
sollte man sich nicht mehr antun. Der Vorschlag eines USB Ladegeraetes
ohne extensive Filterung ist ebenso grausiglich. Dann muss ich nichts
mehr mit empfindlicher Elektronik wollen.
Bevor man sich die Nase zuhält, sollte man sich natürlich schon über die Stärken und Schwächen des Konzepts im Klaren sein. Auch wenn diese einfache Anordnung die bekannten Probleme aufweist, kann man immerhin noch seine sonstigen freilaufenden Zeitbasen in diversen Messgeräten ausreichend genau Kalibrieren. Ich bin durchaus zufrieden, wenn mein Frequenzzähler bei 1GHz unter 1Hz absolute Frequenzgenauigkeit aufweist. Für eine SSB Mikrowellen Frequenzaufbereitung würde ich es vom Standpunkt der spektralen Reinheit auch nicht unbedingt verwenden wollen.
Mein anderes Eigenbau GPSDO Gerät arbeitet mit über 10 Stunden Zeitkonstante und HP10811A OCXO. Das ist schon eine ganz andere Klasse. Ein vorhandener FTS1030 OCXO hat da eine noch wesentlich bessere Stabilität und spektrale Reinheit.
Aber für Vieles im täglichen Laborgebrauch ist DL6GLs Konzept durchaus mehr als brauchbar und einfach und obendrein nicht teuer. Man sollte also realistisch bleiben.
Über den Aufbau kann man natürlich streiten. Aber das kann ja jeder auf seine Weise lösen. Niemand ist gezwungen es 1:1 nachzubauen.
30.72MHz (und Teilfaktoren davon) ist offenbar die Samplingrate des
Basisbandsignals bei LTE:
Irgendwer hat also mal gedacht, OK mein Testaufbau (486DX PC) sendet
Daten mit 9600baud und wir brauchen eine Referenz irgendwie bei 30MHz.
Nehmen wir 30,72 und schustern meinem Lieblingslieferanten einen Auftrag
zu? (Benutzt ja niemand sonst) Sehr amüsant.
Das ist eher Zufall, also der Part mit "irgendwie bei 30MHz" ist klar. Du hast 20MHz Kanalbandbreite, also 10MHz max. im Basisband (wenn du hinterher IQ-Demodulation machst um +5MHz und -5MHz zu unterscheiden). Dafür brauchst du 20MHz Samplingrate, mit Faktor 1.5 wegen der begrenzten Filtersteilheit des AA-Filters macht das 30MHz.
Daraus folgt aber mit der 2048-FFT, die sich aus den gewünschten Subträgern ergibt, ein Subträgerabstand von 14.648kHz, das ist nicht schön, also machen wir 15 draus und haben dann eben 30.72MHz Samplingrate.
P.S.: Der hoheitliche Vorbehalt zielt auf das Vertrauen, dass der
Nutzer oder beteiligte Dritte bei der Verwendung eines Geraetes
das einer "Eichung" unterzogen wurde, in das Geraet haben duerfen.
deswegen durften ja Ferrariszähler immer nur +Toleranz haben, kann ja nicht sein das EVU weniger Gewinn machen. (SCNR)
Hast Du mal einen Quarz von innen gesehen, der Resonator aufgehängt
an 2 Bonddrähten? Eine Idee, was eine Flex daraus machen kann?
Sowas macht man ja auch nicht mit der Flex.
Die amerik. FT243 Quarze haben wir mit der blauen Seite vom Radiergummi nach oben gezogen, wenns zu doll war mit einem weichen Bleistift Strich drauf gings wieder runter mit der Frequenz.
Ich weis natürlich nicht, mit welchem Werkzeug die Platinen ausgeschnitten wurden, aber alle 6 OCXOs, die ich so aus China bekommen habe, habe ich auch getestet und mit meinem GPD-do-TCXO vergleichen.
Die waren alle unauffällig.
Da ich keine Elektronik baue, die Jahrzehnte im interstellaren Raum funktionieren muss, ist das für mich gute und günstige Wahl, da das für meine Anforderungen vollkommen ausreicht, und bei dem Preis wäre es auch verschmerzbar, wenn da wirklich mal eine hohle Nuss dabei wäre.
Mag ja sein, daß die spektrale Reinheit und das Phasenrauschen nicht "state-of-the art" sind, aber wenn man einfach nur eine stabile Referenz-Frequenz braucht, spielt das wohl eher eine untergeordnete Rolle, ao lange die Frequenz passt.
Der Unterschied zu kommerziellen, teuren Frequenznormalen ist natürlich vorhanden und sicherlihch auch gerechtfertigt, aber für mich -und wohl die meisten Amateure- für Anwendungen im Hobby-Bereich im akzeptablen Bereich und die technischen Vorteile der Profi-Oszilatoren sind für die meisten Anwendungen einfach irrelevant.
Theorie vs.Praxis eben.
Fakt ist jedenfalls, daß ich heute für einen 2-stelligen Betrag einen Referenz-Frequenz-Generator bekomme, für den ich vor ca. 20J den Gegenwert eines gebrauchten Kleinwagen hätte investieren müssen.
Man könnte das DL6GL Konzept noch mit einem 24-bit ADC und hochauflösenden DAC ausbauen, der bei Abschaltung oder Ausfall des GPS Signals die letzte gute Einstellspannung der PLL ersetzt und man sich eine Zeitlang dann auf den OCXO selber verlässt. Dann dürfte auch die spektrale Reinheit besseren Ansprüchen genügen. Wenn der OCXO lange genug im Betrieb war, dürfte sich die Drift in Grenzen halten. Man könnte auch mit einem uC eine FW digitale PLL erstellen die dann eine entsprechend lange Integrationszeit ermöglicht.
Wie gesagt, wer das OCXO Signal nicht bis in den Mikrowellenbereich vervielfachen bzw. anbinden will, dürfte mit dem Original DL6GL Konzept, was spektrale Reinheit betrifft, eine ausreichend nützliche Referenzfrequenz zur Verfügung haben mit der man als Vergleichs-Normal andere Referenz Oszillatoren Kalibrieren kann.
Wer die spektrale Reinheit verbessern will, kann das Signal durch schmalbandige Quarzfilter noch erheblich verbessern. Das wurde früher in Geräten von HP und RS so gemacht.
Wie gesagt, wenn ich auf 1GHz auf unter 1E-9 Genauigkeit komme, ist mir das für meine internen Zwecke gut genug.
Laßt also, wie man so schön sagt, die Kirche im Dorf. Das Leistungsverhältnis des Designs ist dem Preis angemessen.
Gerhard
P.S. ich habe übrigens meine bestellten OCXOs bekommen und sie arbeiten alle drei einwandfrei.