Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Solider Lötkolben! Weller WS81 oder JBC BT-2BWA oder ?


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von MLG (mlg)


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Guten Tag,

ich suche einen Nachfolger für meine ELV LS50 Lötstation.

Auf dem Buckel habe ich ca. 25 Jahre Löterfahrung. Das muss ich aber 
relativieren. Gelötet wird aber eher selten und wenn dann 
Haushaultsreparaturen oder Batteriekabel, 12V Gleichstromstecker, 
Gitarren-Kabel, Verstärker und Potis. Neulich kam dann auch mal die 
erste Platine wegen eines ELV-Projekts dazu.

In diesem Zusammenhang habe ich mich mit der LS50 und der damals 
beigelieferten spitzen Spitze und dem (für mich neuen) bleifreien 
Premium-Lot (Armack Art. 11040810, Sn95-Ag4-Cu1 0,8mm) als SMD-Anfänger 
zunächst etwas schwer getan. Lötzinn blieb ständig als Perle auf der 
Spitze und wollte nicht runter. Dank dieses Forums habe ich meinen 
Fehler aber glaube ich erkannt.

Nun ist die LS50 nicht schlecht, aber bei Werkzeug geht bekanntlich 
besser immer und das Leben ist zudem auch zu kurz für schlechtes 
Werkzeug.

An der LS50 nervt mich bspw. total dieses harte sperrige Kabel. Daher 
würde ich mir gerne ein besseres Gerät zulegen wollen. Dann hat man auch 
mal Ersatz. Allerdings suche ich etwas ohne überflüssiges Chichi. Am 
liebsten wäre mir etwas grundsolides ohne Firlefanz, wo ich die zweite 
Lebenshälfte mit arbeiten kann. Es reicht mir An/Aus und Temperatur-Rad, 
weil ich m. E. für meine Anwendungsfälle auch nicht mehr brauche.

Durch die zahlreichen Threads hier habe ich mich bereits gefräst und 
dachte an so etwas wie die JBC BT-2BWA oder Weller WS81. Gefällt mir, 
weil alles an überflüssigem Mumpitz abgebaut bzw. wegdesigned wurde. 
Produkte aus China würde ich übrigens gerne umgehen.

Ich habe verstanden, bei Weller ist auch nicht mehr alles wie früher 
bzw. "da gibt es super Sachen aber auch eine Menge Schrott" ... wobei 
diese Stimmen besagten vermeintlichen Schrott dann i.d.R. nicht konkret 
benennen. Daher verunsichern mich solche Aussagen mehr als das sie 
helfen. Auf Amazon (ja ich weiß, Reviews mit Vorsicht lesen) schrieb 
einer, er nutzt mehrere WS81 und es gibt konstruktive Schwächen die zum 
vorzeiten Kabelbruch führen. Ist dem so wirklich? Ansonsten heißt es ja 
oft pauschal und extrem "nie wieder Weller". Es wirkt teils so, als sei 
die Arbeit mit einer Weller eine totale Zumutung und JBC die 
Offenbarung.

Die 2s Aufheizzeit von JBC sind natürlich cool, aber im privaten Bereich 
brauche ich das nicht zwingend. Was mir da schon besser gefällt ist der 
hier sehr elegant gelöste Spitzenwechsel. Auf der anderen Seite habe ich 
Sorge hier ständig Gehampel mit den Ersatzteilen zu bekommen, weil die 
eben nicht an privat verkaufen. Weller gibt's hingegen überall.

Idealerweise werde ich auch das Kabel komplett los... habe gesehen bei 
JBC gibt es so etwas auch ("b iron" bzw. Ferrari?) kostet allerdings ein 
Vermögen und hat wieder Firlefanz, den ich nicht brauche. Die 
Leistungsklasse ist wohl auch eher für Platinen entwickelt als für 
Gitarrenpoti.

Wünschenswert wäre daher etwas, mit schön flexiblben Kabel, bei dem man 
sich nicht gleich die Station vom Arbeitstisch räumt. Ebenso wäre es 
toll, wenn der Lötkolben eher filigran ist und nicht so ein klobiger 
Otto. Kommt man einfach besser mit an fummelige Stellen. Und 
Reparierbarkeit wäre auch ein Thema. Ich möchte ungern bei einem 
gebrochenen Kabel gleich eine ganz neue Station kaufen müssen, nur weil 
es keine Ersatzteile mehr gibt. Letzteres spricht glaube ich eher für 
Weller.

Was ist von diesen "Phasenprüfer/Lügenstift-Kolben" zu halten? Pinecel & 
Co? Sieht cool aus, aber was können die wirklich und wo ist dann 
Feierabend?

Vorab vielen Dank für Euren Experten-Rat!

von Harald K. (kirnbichler)


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MLG schrieb:
> Produkte aus China würde ich übrigens gerne umgehen.

Tja, dann musst Du halt mit viel, mit sehr viel Geld um Dich werfen.

Ich hab' mir vor einiger Zeit einen chinesischen Nachbau einer 
JBC-Lötstation gekauft, die kann mit einem T245- und einem 
T210-Handstück betrieben werden, so daß man beide Sorten Lötspitzen 
verwenden kann.

Mit einem T210-Handstück (und einem Dreiersatz Lötspitzen) kostete die 
Lötstation* < 60 EUR, das T245-Handstück** kostete nochmal etwa 25 EUR 
dazu.
Als Lötspitzen habe ich mir ein paar unterschiedliche T245-Nachbauten 
angeschafft, die sind auch nicht sonderlich teuer.

Das Ding ist von der Handhabung her eine Offenbarung gegenüber allem, 
was ich früher verwendet habe.

Für das Original kann man knapp den zehnfachen Preis ansetzen, sich dann 
aber wohl darin fühlen, daß das nicht aus China kommt (bzw. nur dort 
produziert wurde, wie fast alles auf dem Planeten).

Davor habe ich mir eine Lötstation für T12/T15-Lötspitzen der Firma 
Hakko  selbstgebaut***, auch die war schon eine massive Verbesserung 
gegenüber meiner alten Magnastat.

T12-Lötspitzen bekommt man ebenfalls sehr günstig; ein 
Lötspitzenthermometer ist eine sinnvolle Investition, dann kann man 
nämlich jede Spitze individuell kalibrieren.

Der Wechsel zur JBC-Technik entstand aus reiner Neugier, und ist 
letztlich überzeugender, weil mit T210-Handstück ganz erheblich 
feinere und trotzdem leistungsfähige Löttechnik möglich ist (der Abstand 
zwischen Fingerspitzen und Lötspitze ist hier auch viel kleiner, ohne 
daß die Finger warm würden). Die T12 nutze ich eher für etwas 
grobschlächtigere Dinge.

Für meinen Hobbykram ist das völlig ausreichend; würde ich eine Firma 
ausstatten, würde ich vielleicht was anderes nehmen.


*) das ist die hier:
https://www.aliexpress.com/item/1005005184458057.html

**) das hier:
https://www.aliexpress.com/item/1005005102372701.html

***) angelehnt an dieses Projekt:
https://github.com/wagiminator/ATmega-Soldering-Station

von Mark S. (voltwide)


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Ist bei mir ganz ähnlich gelaufen. Habe seit Jahrzehnten 2 Weller 
Magnastat und mal wieder war der Temperaturschalter hinüber. Zu diesem 
Preis habe ich mir diese Yihua-Station zu gelegt und muß sagen ich bin 
recht zufrieden damit, was das Löten von SMD betrifft.

von Peter K. (chips)


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ich würde auch keine China-Station nehmen - das ist irgendwie Poker, 
kann gut sein oder auch Schrott - lieber ne gebrauchte WS81 oder die JBC 
- bekommt man weit unter 200€ - die besagten Schwächen mit Kabelbruch 
kann ich nicht nachvollziehen, man sollte halt etwas sorgfältig damit 
umgehen; dabei ist der abgesetzte Halter der WS81 evt. ein Vorteil 
gegenüber der JBC; wenns etwas derber wird (dicke Kabel) ist mMn die JBC 
besser; bei Dauerbetrieb ist die Standby-Schaltung der JBC super

von Harald K. (kirnbichler)


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Klar, wenn man genug Geld hat, dann kann man auch ... den Poker mit 
Gebrauchtgeräten anstellen.

von Joachim B. (jar)


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Peter K. schrieb:
> lieber ne gebrauchte WS81

+1 ich brauche privat nicht mehr Anderes und die Aufheizzeit ist mir 
egal. Ersatzteile Lötspitzen gibt es immer noch leicht.

von Kalle G. (Gast)


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MLG schrieb:
> An der LS50 nervt mich bspw. total dieses harte sperrige Kabel. Daher
> würde ich mir gerne ein besseres Gerät zulegen wollen.

Wenn das der einzige Mangel an der ELV-Lötstation ist, könnte man das 
starre Kabel auch gegen ein Flexibles tauschen, aber dafür braucht man 
dann natürlich einen zweiten Lötkolben...

von Joe (Gast)


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Oder etwas moderner:

https://de.aliexpress.com/item/1005005950841920.html

https://github.com/dexter323i/PTS200

Modern und OPEN SOURCE! Ein Netzteil für Laptop, Handy und Lötkolben. 
T12 und TS Spitzen ... etc.pp.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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MLG schrieb:
> Die 2s Aufheizzeit von JBC sind natürlich cool, aber im privaten Bereich
> brauche ich das nicht zwingend. Was mir da schon besser gefällt ist der
> hier sehr elegant gelöste Spitzenwechsel.

Der ist in der Tat der Pluspunkt schlechthin.

Vom Wärmetransport sind auch orginale Hakko gut (habe ich günstig 
gebraucht für den Verein hier kaufen können), aber Wechsel der Spitze 
ist dort eben auch fummeliger und riskiert schon mal 'ne Brandblase.

> Auf der anderen Seite habe ich
> Sorge hier ständig Gehampel mit den Ersatzteilen zu bekommen, weil die
> eben nicht an privat verkaufen.

Privat bekommst du den Kram bei Welectron, Spitzen gibt's aber auch bei 
ebay genug.

Die preiswerte analoge "Weidinger Edition" verkraftet übrigens auch T210 
außer den T245. Die Ablage passt natürlich dann nicht mehr so schick, 
aber es funktioniert.

von Stefan W. (stefan_w234)


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Ich persönlich bin bekennender Weller-Fan, würde hier aber nicht das 
billigste kaufen. Wir haben in der Lehrwerkstatt einige der WE1010 im 
Einsatz, das ist schon okay aber man merkt, dass gespart wurde.
Ebenso rate ich ab von den WS81, da ist die Station zwar unverwüstlich, 
aber die dazugehörigen Lötkolben WSP80 taugen nicht viel. Wenn dir die 
Weller WT1010H mit WP120 Lötkolben zu teuer ist (wovon ich für den 
Hobbybereich ausgehe) würde ich nach einer gebrauchten JBC Ausschau 
halten. Die chinesischen Nachbauten mögen durchaus funktionieren, es 
muss aber klar sein dass man hier Geld für ein relativ unverschämtes 
Plagiat ausgibt.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Stefan W. schrieb:
> Die chinesischen Nachbauten mögen durchaus funktionieren, es
> muss aber klar sein dass man hier Geld für ein relativ unverschämtes
> Plagiat ausgibt.

Kann man so sehen, ich empfinde es ähnlich. Bei JBC dürfte indessen der 
Patentschutz (20 Jahre) abgelaufen sein, wenn ich richtig informiert 
bin. Ist für JBC ärgerlich ob ihrer einzigartigen und fortschrittlichen 
Technik im Bereich der Lötgeräte. Aber zu was würde ein "ewiger" 
Patentschutz führen? Wohl zu einer langfristigen Monopolstellung mit 
hohen Preisen und möglicherweise zu begrenztem Fortschritt.

Die chinesischen Nachbauten sind deshalb nicht verwerflich. Ob sie die 
gleiche Qualität (oder sogar eine bessere?) erreichen und elektrische 
Sicherheit bieten, steht auf einem anderen Blatt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:
> Ob sie die gleiche Qualität (oder sogar eine bessere?) erreichen und
> elektrische Sicherheit bieten, steht auf einem anderen Blatt.

Die elektrische Sicherheit meines 858D-Nachbaus ist eher ein Witz. Der 
dürre grün-gelbe Draht, der da zum Handstück führt, würde wohl bei einem 
satten Kurzschluss Leuchterscheinungen produzieren. (Gut, mit einem FI 
davor schaltet dieser schnell genug ab im Vergleich zur klassischen 
Erdung, bei der der Ableitstrom den LSS auslösen muss.)

Weiß nicht, JBC verwendet ja in der einfachen Station einen richtigen 
Trafo, der der Station auch die nötige Standsicherheit beschert. Wenn 
die Nachbauten da auch so einen Trafo haben, sind sie sicherheitsmäßig 
sicher wenig bedenklich.

Habe aber an einigen Stellen gelesen, dass die nachgebauten Lötspitzen 
nicht viel taugen und viel zu schnell kaputt sind. Aber wenn sie (anders 
als bei den Hakko-Nachbauten) die Toleranzen der T210 und T245 
Handstücke halbwegs hinbekommen haben, dann kann man ja da wieder 
originale JBC-Spitzen benutzen.

von Markus M. (adrock)


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JBC bekommt man doch auch als "Privatmann" völlig unproblematisch.

Außerdem benötigt man nun auch nicht alle Nase lang neue Lötspitzen. 
Ganz im Gegenteil, sie halten durch die verminderte Temperatur im 
Standby ziemlich lange.

(bin bekennender JBC Fan)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Markus M. schrieb:
> JBC bekommt man doch auch als "Privatmann" völlig unproblematisch.

Schrieb ich zwei Beiträge darüber bereits. ;-)

Ich habe mittlerweile auch ein paar Spitzen, die nicht mehr an allen 
Seiten gleichmäßig gut benetzen, aber eine wirklich kaputte (also 
Heizung durchgebrannt) habe ich noch nicht erlebt.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Jörg W. schrieb:
> Weiß nicht, JBC verwendet ja in der einfachen Station einen richtigen
> Trafo, der der Station auch die nötige Standsicherheit beschert.

Das stimmt. Und damit verbunden eine Leistungsreserve für kurzfristige 
hohe Heizleistungen der Lötspitze.

von 900ss (900ss)


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Stefan W. schrieb:
> Lötkolben WSP80 taugen nicht viel

Aha, gut das meine beiden WSP80 dass in den letzten 15 Jahren nicht 
wussten ;)

Was taugt an den Lötkolben nichts?
Fände ich interessant.

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Jörg W. schrieb:
> Der ist in der Tat der Pluspunkt schlechthin.

Sicherlich ein wichtiger Punkt, aber meiner Meinung nach ist viel 
wichtiger das die Station, wenn nötig, blitzschnell "nachschiebt" und 
man dadurch mit sehr niedrigen Temperaturen löten kann.
Ich habe auch eine LS50, wenn ich damit größere Lötstellen bearbeitet 
habe, musste ich immer die Löttemperatur erhöhen. Mit der JBC dagegen 
reicht oft meine Standardtemperatur von 280 Grad, selbst für manche 
Masseflächen.

> Privat bekommst du den Kram bei Welectron, Spitzen gibt's aber auch bei
> ebay genug.

Batronix liefert ebenfalls an Privatkunden.

rhf

von Stefan W. (stefan_w234)


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900ss schrieb:
> Stefan W. schrieb:
>> Lötkolben WSP80 taugen nicht viel
>
> Aha, gut das meine beiden WSP80 dass in den letzten 15 Jahren nicht
> wussten ;)
>
> Was taugt an den Lötkolben nichts?
> Fände ich interessant.

Die Konstruktion mit der von hinten beheizten Lötspitze ist für 
schnelles Nachheizen bei höherem Wärmebedarf völlig ungeeignet. Trotz 
der höheren elektrischen Leistung von 80 Watt bringt der Kolben gerade 
bei anspruchsvolleren Lötstellen kaum mehr Wärmeeintrag als der 
Vorgänger mit 50 Watt und innen beheizter Spitze. Zudem verzundert die 
Kontaktfläche zwischen Spitze und Heizelement relativ schnell. Gerade 
Laien und Bastler stellen dann aber einfach fest, dass der Lötkolben zu 
wenig Hitze bringt und stellen einfach die Temperatur höher, was das 
Problem leider nicht löst sondern verschlimmert...

Das mag im privaten Umfeld wenig bis keine Rolle spielen, ich kenne die 
Lötkolben aus dem gewerblichen Einsatz. Wir verwenden an den "normalen" 
Handlötplätzen neben JBC nur noch die WP120 und WXP120 Lötkolben. Dort 
sind die Lötspitzen innen beheizt, da stellt sich das Problem so nicht.

von 900ss (900ss)


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Stefan W. schrieb:
> Trotz der höheren elektrischen Leistung von 80 Watt bringt der Kolben
> gerade bei anspruchsvolleren Lötstellen kaum mehr Wärmeeintrag als der
> Vorgänger mit 50 Watt und innen beheizter Spitze.

Ich habe den WSP80 mit einem JBC BT-2BWA verglichen. Also bei "normalen" 
Lötstellen ohne jetzt richtig dicke Masseflächen zu haben, konnte ich 
wirklich keinen Unterschied feststellen. Erst wenn es richtig schwierig 
wurde, also z.B. Gehäuse von Stecker/Buchse mit einer Massefläche zu 
verlöten, da war die JBC etwas besser (schneller). Aber ich fand 
wirklich eher homöpatisch als signifikant. Da hatte ich die Temperatur 
bei beiden auf 320° gestellt.

Dass die Kontaktfläche der Lötspitze hin und wieder verzundert stimmt. 
Hab ich auch festgestellt. Kann man aber leicht reinigen.

Im professionellen Bereich mag die JBC durchaus mal im Vorteil sein. 
Aber ich finde die halt nicht soviel besser wie hier im Forum immer 
posaunt wird.

Obwohl mir die Vorteile der direkt beheizten Spitze bei JBC schon 
einleuchten. Das ist ganz klar besser als beim WSP80. Ich selber habe 
mich aber gewundert, zumindest bei den Situationen die ich hier getestet 
habe, das der Unterschied für mein Empfinden eher marginal ist.
Technisch eleganter und besser ist die JBC natürlich. Aber ich würde 
deshalb nicht behaupten, dass die WSP80 nichts taugen. Davon sind sie 
meines Erachtens weit weg. Ich denke für 99% im privaten Bereich ist sie 
sogar mehr als ausreichend.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Der Punkt ist dabei bloß: die WS81 mit WSP80 kostet(e) ungefähr genauso 
viel wie  BT-2BWA.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Der Punkt ist dabei bloß: die WS81 mit WSP80 kostet(e) ungefähr genauso 
viel wie  BT-2BWA. Ich habe für beide um die 250 bezahlt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Jörg W. schrieb:
> Markus M. schrieb:
>> JBC bekommt man doch auch als "Privatmann" völlig unproblematisch.
>
> Schrieb ich zwei Beiträge darüber bereits. ;-)
>
> Ich habe mittlerweile auch ein paar Spitzen, die nicht mehr an allen
> Seiten gleichmäßig gut benetzen, aber eine wirklich kaputte (also
> Heizung durchgebrannt) habe ich noch nicht erlebt.

Moin,

Vielleicht lässt sich da was machen. Ich kaufte mir mal einen Satz 
gebrauchter C210 Kartuschen die an der Spitze alle grau aussahen und 
kaum Lot akzeptierten. Dann dachte ich, auszuprobieren, was passieren 
würde, wenn man die heissen Spitzen in Lötpaste tauchen würde.

Der Erfolg war erstaunlich. Alle Spitzen verloren ihren grauen Überzug 
und wurden wieder schön silbrig und funktionieren seitdem wieder 
einwandfrei. Die Kur scheint permanent zu sein. Die Lötpaste war 
irgendein Säureprodukt aus amerikanischer Herstellung; also nicht für 
generellen Elektronikgebrauch. Ich werde später nachschauen. Auf jeden 
Fall lohnt es sich zu probieren.

Gerhard

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Gerhard O. schrieb:
> Ich werde später nachschauen.

Ja bitte, ich habe zwar im Moment keinen Bedarf, aber man weiß ja nie.

rhf

von Steffen K. (botnico)


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Harald K. schrieb:
> Ich hab' mir vor einiger Zeit einen chinesischen Nachbau einer
> JBC-Lötstation gekauft, die kann mit einem T245- und einem
> T210-Handstück betrieben werden, so daß man beide Sorten Lötspitzen
> verwenden kann.

Interessant. Gibt es für die Station auch sowas wie eine 
Lötpinzette/Chiptool/Multitool?

von Harald K. (kirnbichler)


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Steffen K. schrieb:
> Gibt es für die Station auch sowas wie eine
> Lötpinzette/Chiptool/Multitool?

Eine Lötpinzette gibt es für "mein" Modell (Yihua 982) nicht, das 
beheizt nur eine Lötspitze.

Was "Chiptool" und "Multitool" sind, mögest Du doch bitte präzisieren, 
das sind zu schwammige Generika.

von Steffen K. (botnico)


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Harald K. schrieb:
> Was "Chiptool" und "Multitool" sind, mögest Du doch bitte präzisieren,
> das sind zu schwammige Generika.

Das sind andere Bezeichnungen für eine Entlötpinzette.
Damit kann man wunderbar MLCCs und SMD-Elkos entlöten.

Bei Ersa hiess die erst Chiptool, auf einer Messe sagte man mir am 
Stand, dass das Teil zum Multitool weiterentwickelt wurde.
Google meint jetzt was anderes, das Chiptool kostet 250 Eur (ohne 
Station),  das (neuere ?) Chiptool Vario gleich 343 Euro.
Das wäre mal was für einen Nachbau.

von 900ss (900ss)


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Jörg W. schrieb:
> Der Punkt ist dabei bloß: die WS81 mit WSP80 kostet(e) ungefähr genauso
> viel wie  BT-2BWA. Ich habe für beide um die 250 bezahlt.

Ja das stimmt schon. Wenn man sich das neu kauft, dann ist die JBC klar 
im Vorteil. D.h. immer noch nicht, dass die WSP80 soo schlecht ist hier 
oft geschrieben wird. Sie kommt in Extremsituationen nicht an die JBC.
Also wenn ich gebraucht eine günstige WSP80 finde, dann nehme ich die. 
Wenn JBC dann die :)

von Markus M. (adrock)


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Steffen K. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Ich hab' mir vor einiger Zeit einen chinesischen Nachbau einer
>> JBC-Lötstation gekauft, die kann mit einem T245- und einem
>> T210-Handstück betrieben werden, so daß man beide Sorten Lötspitzen
>> verwenden kann.
>
> Interessant. Gibt es für die Station auch sowas wie eine
> Lötpinzette/Chiptool/Multitool?

Hmmm... nein, die Entlötpinzetten sind tatsächlich offenbar den teureren 
modularen JBC Stationen vorbehalten. Technisch eigentlich 
unverständlich, aber hat wahrscheinlich mit Marketing zu tun :-(

von 900ss (900ss)


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Gerhard O. schrieb:
> Alle Spitzen verloren ihren grauen Überzug und wurden wieder schön
> silbrig und funktionieren seitdem wieder einwandfrei.

Das funktioniert bei mir auch mit dem Zeug hier:
https://www.reichelt.de/loetspitzenreiniger-ct-1-pulver-bleifrei-12-g-stannol-tippy-p96338.html

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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900ss schrieb:
> D.h. immer noch nicht, dass die WSP80 soo schlecht ist hier oft
> geschrieben wird.

Nee, schlecht ist sie nicht. Das Bessere ist halt nur des Guten Feind. 
;-)

Markus M. schrieb:
> die Entlötpinzetten sind tatsächlich offenbar den teureren modularen
> JBC Stationen vorbehalten

Wobei es im Zweifelsfalle auf einen Versuch ankäme. An der BT-2BWA 
laufen beispielsweise auch T210-Lötspitzen/-kolben, obwohl die dafür 
nicht spezifiziert ist. Andererseits sind die Entlötpinzetten so teuer 
wie eine ganze BT-2BWA, fürs Hobby nehme ich dann lieber Heißluft.

von Uli S. (uli12us)


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Das mit den Pinzetten ist bei JBC etwas speziell. Da werden ja beide 
Spitzen eigens geregelt, nicht einfach, wie bei den ganz simplen bloss 
irgendwie auf passender viel zu hoher Temperatur gehalten. Daher gibts 
da spezielle Stationen, die 2 Kolben parallel regeln können. Dann sollen 
die Teile einen speziellen Stecker haben, aber prinzipiell lassen die 
sich mit derselben Regelung betreiben, die ein z.B. C210 oder C115 
Kolben hat. Es gibt für eine Nane, Nano oder wie das Dingens heisst eine 
Pinzette die mit der C115 Regelung arbeitet.  Es sollte problemlos 
möglich sein 2 Stationen zu nehmen, sich vom Stecker der Pinzette 
jeweils ein Kabel zur Station zu legen und die auf denselben Wert 
einzustellen. Aber wenn man jetzt nicht unbedingt eine zweite Hand 
braucht, dann sollte es reichen in beide Kolben eine Spitze einzusetzen 
und je einen Kolben in die Hand um 2 oder mit ner breiten Spitze auch 
mehrpolige Bauteile zu entlöten. Vielleicht so kleine DIL-ICs, R-Arrays 
und ähnliches. Notfalls sollte es auch gehen, wenn man sich 2 Kolben so 
ähnlich aufbaut, wie für Essstäbchen für Anfänger. Also einfach eine 
Wäscheklammer rückwärts mit je 2 Kabelbindern befestigen.

von Markus M. (adrock)


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Jörg W. schrieb:

> Markus M. schrieb:
>> die Entlötpinzetten sind tatsächlich offenbar den teureren modularen
>> JBC Stationen vorbehalten
>
> Wobei es im Zweifelsfalle auf einen Versuch ankäme. An der BT-2BWA
> laufen beispielsweise auch T210-Lötspitzen/-kolben, obwohl die dafür
> nicht spezifiziert ist. Andererseits sind die Entlötpinzetten so teuer
> wie eine ganze BT-2BWA, fürs Hobby nehme ich dann lieber Heißluft.

So ist es. Habe zwar eine modulare JBC wg. dem THT Entlötsauger, aber 
zum Entlöten von SMD nehme ich auch Heißluft. Zumal der Einsatzbereich 
einer Pinzette wirklich ziemlich limitiert ist auf Bauteile mit zwei 
Pins.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Roland F. schrieb:
> Hallo,
> Gerhard O. schrieb:
>> Ich werde später nachschauen.
>
> Ja bitte, ich habe zwar im Moment keinen Bedarf, aber man weiß ja nie.
>
> rhf

Hallo, ich habe nachgesehen😊

von Uli S. (uli12us)


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Gewöhnliches Lötfett, was man auf keinen Fall für Elektronik Lötungen 
verwenden sollte. Aber gut zu wissen, dass man damit möglicherweise 
inaktiv gewordene Spitzen wiederbeleben kann. Das Zeug gibts ja in jedem 
Baumarkt.
Sollte aber, bevor man wieder was lötet, restlos vom Kolben entfernt 
werden.

von Harald K. (kirnbichler)


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Die ernstgemeinte Variante davon, die nicht einfach Lötfett ist, wäre 
die hier:
https://www.weller-tools.com/us/en/industrial-soldering/products/soldering-accessories/tip-activator

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Die ernstgemeinte Variante davon, die nicht einfach Lötfett ist, wäre
> die hier

Ist aber bissel was anderes. Das ist der klassische "Salmiakstein", als 
Paste mit Lotkügelchen zusammen gebracht.

von Harald K. (kirnbichler)


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Tatsächlich? Die gleiche Chemie wie bei dem Drecksdingern? Hätte ich 
nicht gedacht; danke für den Hinweis.

Dan ist Fett wohl doch die bessere Wahl. Aber das schöne an direkt 
beheizten Lötspitzen ist ja auch, daß man die nicht mehr so heiß 
betreiben muss, um ihren thermischen Widerstand zu kompensieren, und sie 
also auch nicht so schnell vergammeln wie die "traditionellen" 
Lötspitzen.

Ich habe jahrzehntelang mit Magnastat & Co. gelötet. Jetzt kann ich aber 
gut damit leben, daß es schmierige Räuber intellektuellen Eigentums 
gibt, die vernünftigte Löttechnik bezahlbar machen, denn die Tarife, die 
die "großen" für ihre Technik aufrufen (die mit sehr hoher 
Wahrscheinlichkeit in genau den gleichen chinesischen Fabriken vom Band 
läuft wie die bödsen Raubkopien), sind womit eigentlich noch zu 
rechtfertigen?

von Huebi H. (huebi)


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Moin zusammen.

Ich habe mir vor neun Jahren nach Empfehlung aus diesem Forum eine JBC 
Lötstation zugelegt und bin begeistert von der kurzen Aufheizzeit und 
der niedrigen Standby-Temperatur. Die Spitzen halten damit einfach ewig. 
Das schnelle Nachregeln der Temperatur bei gut wärmeableitenden 
Lötstellen ist einfach genial. So kann die Temperatur niedrig 
eingestellt bleiben. Den schnellen und einfachen Lötspitzenwechsel 
möchte ich auch nicht mehr missen. Auch das dünne und weiche Kabel am 
Lötkolben ist super ergonomisch. Auch finde ich das einfache 
Potentiometer zum Einstellen der Temperatur richtig gut. Ein Griff, ein 
Dreh und fertig. Kein umständliches Tipp-Menü, was von der Arbeit 
ablenkt. Die ganze Lötstation ist so gut durchdacht, dass ihre ganzen 
Vorteile beim Benutzen total unauffällig sind.

Ich habe diese hier:
https://www.weidinger.eu/de/loettechnik/jbc/jbc-loet-und-entloetstationen/wl46586

Was noch zu erwähnen ist: Lötspitzen summieren sich dann auch noch mal, 
halten dafür aber auch ewig. Die 2,2 mm breite ist dabei, dazu noch eine 
5 mm breite fürs Grobe, eine kegelig spitze für SMD und optional noch 
eine mit Lötkelch zum Nacharbeiten von Lötpads. Also drei oder vier 
Stück insgesamt sind schon gut, um problemlos alles machen zu können.

Die drei Jahrzehnte vorher habe ich mit einem 50 Watt Magnastat 
Lötkolben von Weller gearbeitet. Vor 40 Jahren war das auch das Mass der 
Dinge. Damit war ich auch sehr zufrieden bis ich mir die JBC Lötstation 
zugelegt hatte. Das war einfach noch mal eine Offenbarung.

Es gibt ganz sicher auch noch andere sehr gute Lötstationen. Persönliche 
Vorlieben und auch Arbeitstechniken variieren. Ich denke, dass man mit 
der JBC nicht viel falsch machen kann.

Viele Grüße,
huebi

von 900ss (900ss)


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Huebi H. schrieb:
> 50 Watt Magnastat

Die hatten auch viele, ich auch. Als Student gekauft.

Huebi H. schrieb:
> bis ich mir die JBC Lötstation
> zugelegt hatte. Das war einfach noch mal eine Offenbarung

Also zwischen Magnastat und JBC sind tatsächlich nicht nur Welten, das 
sind schon Galaxien :)

Ich nutze allerdings seit 2008 eine Doppel-WSP80 (self made). Und mir 
gehen keine Lötspitzen kaputt. Ich staune immer weil das hier oft 
geschrieben wird. Aber ich benutze die Spitzen auch nicht als 
mechanisches Werkzeug beim Löten. Manchmal hat man keine Wahl und muss 
es doch tun. Aber sehr selten.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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900ss schrieb:
> Huebi H. schrieb:
>> 50 Watt Magnastat
>
> Die hatten auch viele, ich auch. Als Student gekauft.
>
> Huebi H. schrieb:
>> bis ich mir die JBC Lötstation
>> zugelegt hatte. Das war einfach noch mal eine Offenbarung
>
> Also zwischen Magnastat und JBC sind tatsächlich nicht nur Welten, das
> sind schon Galaxien :)
>
> Ich nutze allerdings seit 2008 eine Doppel-WSP80 (self made). Und mir
> gehen keine Lötspitzen kaputt. Ich staune immer weil das hier oft
> geschrieben wird. Aber ich benutze die Spitzen auch nicht als
> mechanisches Werkzeug beim Löten. Manchmal hat man keine Wahl und muss
> es doch tun. Aber sehr selten.

Moin,

Ich habe mir angewöhnt, gleich nach dem Abschalten, solange die 
Lötspitze noch genügend heiss ist, die Lötspitze mit frischem Lot 
freizügig zu überziehen. Ich mache das schon jahrelang und bilde mir 
ein, daß es dem Lötspitzenbelag gut tut, weil es Oxidation erschwert. 
Jedenfalls sieht meine drei Jahre alte Spitze, trotz häufigen Gebrauchs, 
immer noch fast wie neu auf.

Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Darf ich etwas Philosophie zum Thema Löttechnik zum Besten geben? Da 
wirft sich doch die sehr gemeine Frage auf, ob die Lötstation 
möglicherweise eine Art Statussymbol für den (Hobby) Elektroniker ist. 
Sozusagen das Äquivalent zum langen P**** Vergleich. Das Thema 
Lötstation ist hier im Forum, ein Geläufiges. Wie ihr alle bestätigen 
könnt, wurden hier im Forum schon viele Liter an digitaler Tinte darüber 
verspritzt und es kommt bestimmt noch Einiges dazu. Böse Zungen 
behaupten, daß JBC eine Art Statussymbol (geworden) ist. Genau wie das 
teure BEV vor der Garage.

Ist nicht ganz ernst gemeint, oder schlimmer, böse. 😊

Here it goes...

Lötstation als Statussymbol. Unerhört, denkt ihr jetzt. Aber da muß ein 
Körnchen Wahrheit dran sein, weil stetig missioniert wird und das Thema 
nicht totzukriegen ist. Um zur nerdigen Oberschicht der 
Hobbyelektroniker zu gehören, muß eine Lötstation her, die sich nicht 
alle Nerdkollegen leisten können.

Momentan ist JBC die Marke des elitären Lötens. JBC zeichnet sich 
erstmals durch einen elitären Preis aus. Sicherlich qualifiziert dies 
die JBC als Lötstation erster Wahl, um in den Reihen der 
Hobbyelektroniker genügend herausstehen zu können. Bei den Autos wäre 
das wahrscheinlich momentan ein T.O.L. Tesla. Der JBC werden legendäre 
Eigenschaften nachgesagt. Zu recht? Höchstwahrscheinlich. Wenn man den 
Argumentationen zuhört, werden oft recht stichhaltige diverse 
praxisbezogene Einwände gemacht, warum die JBC allen anderen vorzuziehen 
wäre und brauchen an dieser Stelle nicht extra herausgeführt zu werden.

Das am meisten aufgeführte Argument, daß die JBC durch ihre 
Direktheizung in Kartuschenform früheren Generationen der 
Lötspitzenkonstruktion bedeutend überlegen sei, ist natürlich 
unumstritten. Aber da irrt man sich. Man trifft damit nicht unbedingt 
den Nagel. Der Vorteil der JBC liegt eher im besseren ergonomischen 
Design des "Front Designs". Also geht es mehr um die Ergonomie des 
gehaltenen Werkzeugs.

Der erfahrene "Löter" weiß Attribute wie "angenehm und kühl in der Hand 
liegend", "heizt sich schnell auf", "flexibles, dünnes und hitzefest 
weiches Anschlußkabel", "Mit der Hand nahe an den Lötstellen sein zu 
können", sehr zu schätzen. Besonders die T210 könnte man hier für 
filigrane SMD Lötarbeiten besonders erwähnen. Auch die größere T245 hat 
da ihre Qualitäten. Auch die durchdachte Lötkolbenablage darf man nicht 
übersehen. Alles in allem, kommt man mit der JBC sehr gut zurecht. Also 
alles Argumente für die JBC als Statussymbol.

Es ist also die Ergonomie, wo viele ähnliche Lötstationen anderer 
Hersteller ihr Manko merkbar demonstrieren. Im Vergleich zu JBC fühlen 
sich manche andere Lötgriffel recht klobig an, werden vll. am Handteil 
zu heiss, oder die Lötspitze ist zu weit von der geführten Hand weit 
entfernt und erschwert das Arbeiten unter dem Stereo-Mikroskop, e.t.z.

Wer jetzt nicht aufgepasst hat, übersah vielleicht, daß es in meinem 
Aufsatz gar nicht um die JBC als Nerdiges Statussymbol ging, sondern ein 
verkapptes Loblied auf JBCs sein sollte😊😊😊

VG,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Gerhard O. schrieb:
> Der erfahrene "Löter" weiß Attribute wie "angenehm und kühl in der Hand
> liegend", "heizt sich schnell auf", "flexibles, dünnes und hitzefest
> weiches Anschlußkabel", "Mit der Hand nahe an den Lötstellen sein zu
> können", sehr zu schätzen.

Gerhard O. schrieb:
> verkapptes Loblied auf JBCs

Das alles hat ein WSP80 auch. Und dort wirkt für mich das Kabel 
wertiger. Es ist genause flexibel (eher noch flexiber) wie das der T245 
aber etwas dicker und weicher. Das T245 Kabel erscheint für mich(!) 
tatsächlich billig, ist mir zu sehr eine Art Wäscheleine.

Es sind aber beides gute Lötkolben. Das schlanke Design haben sie beide, 
dass gefällt mir auch. Die direkte Beheizung der JBC ist technisch 
natürlich überlegen, aber ich persönlich konnte in der Praxis nicht so 
sehr viel Situationen ausmachen, wo die JBC merklich besser war.

Deshalb: Ich halte immer noch die Fahne für den WSP80 hoch ;) Eine JBC 
steht hier auch, aber an 364 Tagen im Jahr kalt im Schrank.

von Peter K. (chips)


Angehängte Dateien:

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es kommt mMn hauptsächlich drauf an, was man machen will - ein paar 
Drähte zusammenlöten, einfache Platinen löten, rework an Multilayer ?
ich versuche immer, mein Equipment zu optimieren, dabei ist es mir egal, 
ob JBC, Hakko, Ersa oder JBC;
aktuell mache ich Reparaturen an Routern etc, dazu hier meine 
Lötgriffel, von links nach rechts absteigend in der Benutzungshäufigkeit
- WSP80 ist nicht dabei,
- die JBC ist ideal für THT auslöten in Multilayern und TSOP-Flash 
auslöten
- beide WMRP für feine Lötarbeiten mit Unterhitze
- die WMRT für 2polige SMD oder ICs bis SO8, alternativ beide WMRP 
zusammen
- DSX80 nehm ich fast nicht, lieber ne altmodische Edsyn-Pumpe oder 
Entlötlitze
- WP65 noch nicht benutzt, Mehrwert gg. WMRP fraglich
vor kurzem eine weitere Erfahrung - musste ein QFN nachlöten, war 
schwierig mit WMRP, diverse Spitzen probiert und dann mal mit JBC T245 
und C245-030 Spitze probiert - ging wesentlich besser trotz des klobigen 
Kolbens;
d.h. mMn kann man mit der JBC die größte Bandbreite von Lötaufgaben 
erledigen - von sehr grob bis sehr fein

von Uli S. (uli12us)


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Alle die von dir genannten Argumente, eventuell bei manchen abgesehen 
vom Kolbenhalter treffen auf so gut wie alle chinesischen Plagiate auch 
zu.
Ich habe ja den Vorgänger der Weidinger JBC mit Drehpoti, das Ding hat 
aber leider den gravierenden Nachteil, dass es ausschliesslich die C245 
Spitzen befeuert. Drum hab ich mir vor gut nem Jahr so eine China 
Station gekauft.
Was soll ich sagen, das Ding tut was es soll, kann aber drüberhinaus 
auch noch die C210 und C115 Spitzen verwenden. Die brauch ich zwar eher 
selten
aber wenn doch mal was ganz kleines gefragt ist, dann ists vorhanden.
Leider liegen die Doppelstationen über den für einfachen Zoll nötigen 
150€, sonst hätte ich gleich so ein Teil genommen. Das hätte dann den 
Vorteil, dass man gleich noch mit einer leichten elektrischen Änderung 
(Y-Zwischenstecker) eine Pinzette anschliessen kann. Zur Not tuns aber 
auch 2 insgesamt doch noch etwas billigere einfachstationen, dass man 
das machen kann, wobei so ne Pinzette auch schon wieder auf dem 
Preisniveau der Weidinger-JBC liegt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Ich habe auch einen WSP80 Lötkolben und finde ihn genauso angenehm wie 
den JBC. Den JBC nehme ich nur für filigrane SMD Arbeit mit dem T210 
her. Der T210 liegt sehr angenehm in der Hand und kurze Entfernung zur 
Spitze.

Meinen WSP80 betreibe ich übrigens über einen RTD Umsetzer von einer 90W 
Pace Lötstation. Funktioniert super. Die WSD1 Wellerstation war mir zu 
teuer.
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2020)"

VG,
Gerhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Mein Lötstationen "Harem" sieht bei mir so aus:😊
Über die Jahre haben sich folgende Stationen bei mir angesammelt:
1974: selbstgebauter 60W Magnastat
(Später noch zwei geschenkte Magnastaten gekriegt, adoptiert)
Einen Weller WESD51
Gebrauchte Metcal MX-500
90W Pace Station mit Vakuum Entlötkolben und Heissluft Düse für SMD
WP80 mit Pace Adapter und 90W Station
Hakko FX-888D
gebrauchte JBC (AD-2200) + AC-2600 Parametrisierzusatz

Die Hakko ist mir für die häufig anfallenden Arbeiten am liebsten. Auch 
liegt der Griffel gut in der Hand und das Kabel ist sehr weich. Für Smd 
bevorzuge ich die JBC mit T210.

Schlimm, was?

Gerhard

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uli S. schrieb:
> Ich habe ja den Vorgänger der Weidinger JBC mit Drehpoti, das Ding hat
> aber leider den gravierenden Nachteil, dass es ausschliesslich die C245
> Spitzen befeuert.

Sicher? Ich habe an meine "Weidinger Edition" einfach mal einen T210 
drangeklemmt – funktioniert. Die Ablage passt natürlich nicht richtig, 
aber fürs Hobby genügt mir das.

von Uli S. (uli12us)


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Ja, erfolgreich, bzw los getestet. Wie gesagt, das ist der Vorgänger 
heisst irgendwie 2BA oder so. Ich hatte mir damals halt gesagt, kaufst 
einfach mal nen Kolben und eine Spitze und probiersts, da blinkt nur das 
gelbe Lämpchen und die Spitze bleibt kalt.Da könnte ich direkt mal 
nachschauen, ob da überhaupt was angeschlossen ist, schliesslich ist 
jeder Stecker irgendwie anders beschaltet. Ich ziehe ja auch einen 
analogen Drehknopf vor, gegenüber dem rumspielen mit Knöpfchendrücken, 
programmieren usw. Auch wenns das mittlerweile mit Tasten am Kolben gibt 
für rauf und runter gibt. Nur wie oft braucht man das, einmal die 
Temperatur eingestellt für bleihaltig. Und dann
für Bleifrei nochmal 50° rauf. Das dauert mit Drehknopf genauso lange, 
wie ein Druck auf die Stationstaste bei so nem Digitalteil (was aber die 
JBC ebenso ist, bloss zeigt sies nicht nach aussen)

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ebenso rate ich ab von den WS81, da ist die Station zwar unverwüstlich,
> aber die dazugehörigen Lötkolben WSP80 taugen nicht viel.

Was genau hast du denn daran auszusetzen? ICh hab in der Firma
seit 10Jahren drei Stueck davon im Einsatz und privat seit 5Jahren.
Kenne also 4 Stueck die ich regelmaessig nutze und bin damit sehr
zufrieden. Moechte ich nicht gegen irgendwas anders austauschen.
Funktioniert einfach!

Privat vor allem weil die Spitzen so schoen preiswert sind und
da ich 80% mit der 0.2er Spitze loete ruiniere ich die zweimal
im Jahr wenn ich damit irgendwo gegen stosse oder einen intellektuellen
Aussetzer hatte und dachte dieses dicke Bein da koennte man noch 
wegbiegen
anstatt die Spitze zu wechseln.
Ausserdem kosten auch die Huelsen wenig und es gibt sie sogar als
chinesischer Nachbau. So kann man seine Spitzen alle in einer eigenen
Huelse in dem Halter stecken haben und in Sekunden einfach bei heissem
Loetkolben umschrauben.

Ich glaube der Nachteil des JBC war das es da keine 0.2mm Spitze
gibt. Zumindest bei den Teilen in der Firma hab ich das noch
nicht gesehen, aber vielleicht loeten die Kollegen ja nur grobes. :)

Zur Station, zwei meiner WSP80 haben die analoge Station mit
Drehknopf, zwei haben eine digitale. Die Analoge bevorzuge ist weil
man den ganzen digitalen Schnickschnack nicht braucht und die
Bedienung da etwas nervt wenn irgendein Kollege das Teil mal wieder
auf Energiesparen gestellt hat, seufz.

Eingestellt hab ich die zu 99% auf 370Grad, nur gelegentlich mal
auf 150Grad wenn man zu Testzwecken ein Bauteil erwaermen muss
oder sich durch Hotmelt schmelzen muss.

Vanye

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Vanye R. schrieb:
> Ich glaube der Nachteil des JBC war das es da keine 0.2mm Spitze
> gibt.

Wirklich 0.2mm? Finde ich als Universallötspitze sehr fein.

Vanye R. schrieb:
> Eingestellt hab ich die zu 99% auf 370Grad...

Ich löte mit meiner JBC zu 95% mit 280 Grad, den Rest mit 320 Grad.

rhf

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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Vanye R. schrieb:
> Was genau hast du denn daran auszusetzen?

Hat er hier schon beschrieben...
Beitrag "Re: Solider Lötkolben! Weller WS81 oder JBC BT-2BWA oder ?"

von Harald K. (kirnbichler)


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von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wirklich 0.2mm? Finde ich als Universallötspitze sehr fein.

0402er, kleine DFNs, gerade loete ich die hier:
https://www.digikey.de/de/products/detail//LRTB-R48G-P9Q7-1-R7S5-26-N5P-68-ZB/7908261

aber auch groeberes wie 0603, SC70, SOT23.5.

Der uebliche moderne kram halt. Dicke Sachen wie z.B SOT223 kann man 
damit auch noch gut loeten wenn die Masseanbindung nicht zu stark ist, 
sonst muss ich dafuer natuerlich schonmal umschrauben.


Vanye

von Stefan W. (stefan_w234)


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Uli S. schrieb:
> Ich habe ja den Vorgänger der Weidinger JBC mit Drehpoti, das Ding hat
> aber leider den gravierenden Nachteil, dass es ausschliesslich die C245
> Spitzen befeuert. Drum hab ich mir vor gut nem Jahr so eine China
> Station gekauft.

Laut Aussage unseres Weidinger Außendienstlers sind die "Weidinger 
Edition" Stationen technisch identisch mit den ungelabelten Versionen, 
daran dürfte es nicht liegen. Ich habe es gerade auch geprüft, an einer 
aktuellen Weidinger JBC geht auch das T210 Handstück, was kleineres hab 
ich gerade nicht hier.

von Uli S. (uli12us)


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Das geht sogar mit dem Messer, wenn mans auf die Spitze stellt.
Das wäre C105120, C105129, C115120, C115129, C245941, C245940.
Sogar die richtig dicke Serie 470 hat da was dabei C470061.
Wegen diesen RGB LEDS, werden die nur an den Ecken gelötet, oder auch in 
der Mitte das Kreuz?

von Hans (ths23)


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MLG schrieb:
> Guten Tag,
>
> ich suche einen Nachfolger für meine ELV LS50 Lötstation.
>
> .......
> Wünschenswert wäre daher etwas, mit schön flexiblben Kabel, bei dem man
> sich nicht gleich die Station vom Arbeitstisch räumt. Ebenso wäre es
> toll, wenn der Lötkolben eher filigran ist und nicht so ein klobiger
> Otto. Kommt man einfach besser mit an fummelige Stellen. Und
> Reparierbarkeit wäre auch ein Thema. Ich möchte ungern bei einem
> gebrochenen Kabel gleich eine ganz neue Station kaufen müssen, nur weil
> es keine Ersatzteile mehr gibt. Letzteres spricht glaube ich eher für
> Weller.
>
Ersatzteile für die JBC sind kein Problem. Ersatzspitzen bekommt mant 
z.B. bei Weidinger und den bekannten Elektronikapotheken.
Handstück mit Kabel bekommt man für ca. 30€ bei Ebay. Orginalteile beim 
Fachhändler kosten allerdings das 3-fache.

Ich habe selbst seit 5 Jahren eine JBC mit T245 und digitaler Regelung. 
Dazu zwei Spitzen (Meißelform 1,2/2,2mm). 90% meiner Lötarbeiten, von 
SMD bis Anlöten einer Litze (z.B. 0,75mm^2), erledige ich mit der 1,2mm 
Spitze. Da ich noch verbleit löte habe ich die Löttemperatur auf 
275-280°C eingestellt. Die Spitze liefert genug Wärme nach um so auch 
auf Masseflächen ordentlich löten zu können. Die 2,2mm Spitze habe ich 
bisher nur genommen, wenn mal ein Gehäuse aus Platenmaterial zusammen 
gelötet werden mußte.
Das Kabel ist schön dünn und auch flexibel, so daß man auch gut löten 
kann, wenn es mal eng wird.
Bisher habe ich weder neue Spitzen noch ein neues Griffstück mit Kabel 
gebraucht. Ich löte fast jeden Tag.
Ich kann JBC nur weiter empfehlen und würd mir derzeit nix anderes mehr 
kaufen. Ist aber meine persönliche Meinung, andere schwören auf Weller.

Alternativen wären wohl Quicko bzw. Hakko, aber da kann ich selbst 
nichts dazu sagen.

von Hans (ths23)


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Vanye R. schrieb:
> Privat vor allem weil die Spitzen so schoen preiswert sind und
> da ich 80% mit der 0.2er Spitze loete ....
Geht's noch dünner?
So dünne Spitzen (Nadeln) habe ich bisher nur ein einziges mal 
gebraucht. Das Löten mit so dünnen Spitzen geht nicht wirklich gut, da 
diese einfach zu wenig Wärme nachliefern können.

Für die meisten Arbeiten ist man mit einer 0,8 bis 1mm Meißelspitze gut 
bedient - auch für SMD.

von Uli S. (uli12us)


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Prinzipiell könnte man sich so ein Spitze, wenn sie tatsächlich zu dick 
sein sollte in die Drehbank, Drechselbank einspannen und mit ner Feile 
ganz spitz zufeilen. Die müsste danach jedoch wieder, zumindest 
vernickelt werden. Besser noch zusätzlich vereisent. Wobei es auch 
Mischbeschichtungen gibt, die vielleicht dafür tauglich sind.

von Hans (ths23)


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Uli S. schrieb:
> Prinzipiell könnte man sich so ein Spitze, wenn sie tatsächlich zu dick
> sein sollte in die Drehbank, Drechselbank einspannen und mit ner Feile
> ganz spitz zufeilen. Die müsste danach jedoch wieder, zumindest
> vernickelt werden. Besser noch zusätzlich vereisent. Wobei es auch
> Mischbeschichtungen gibt, die vielleicht dafür tauglich sind.

Am besten unterläßt man so einen Käse. Für eine so bearbeitete Spitze 
gibt es eigentlich nur noch einen Weg: zur Tonne.

Wer meint unbedingt so dünne Spitzen zu brauchen, soll sich selbige 
fertig kaufen - gäbe es sogar als T245

von Harald K. (kirnbichler)


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Uli S. schrieb:
> Prinzipiell könnte man sich so ein Spitze, wenn sie tatsächlich zu dick
> sein sollte in die Drehbank, Drechselbank einspannen und mit ner Feile
> ganz spitz zufeilen.

Bevor man so einen Murks macht, kann man sich auch einfach eine passende 
Lötspitze anschaffen. Ist ja nicht so, daß es die nicht gäbe; ich habe 
weiter oben eine 0.2mm- und auch eine 0.1mm-Lötspitze verlinkt. Als 
JBC-"Original", zum Preis des Chinavermeiders.

Wer keine Berührungsängste mit China hat, kann eine als "C210-I" 
bezeichnete Lötspitze beschaffen, die kostet mit Versand weniger als der 
Aufwand, eine zurechtgefeilte Lötspitze mit Beschichtungsversuchen zu 
retten.

von Uli S. (uli12us)


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Stefan W; Nochmal, es ist der Vorgänger nennt sich WT-2BA. Laut 
Anleitung geht da nur T245. Es gibt ne Version 2SA bei der wiederum nur 
die T210 Kolben passen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wegen diesen RGB LEDS, werden die nur an den Ecken gelötet, oder auch in
> der Mitte das Kreuz?

An den seiten, 2x3 ist ja RGB. Kann man gut von der Seite loeten.

> Geht's noch dünner?

Wuenscht man sich zwar gelegentlich, hab ich aber noch nicht
gesehen. Vermutlich dann keine Standzeit mehr. Auch die 0.2er
halten lange nicht so lange wie normale.

> So dünne Spitzen (Nadeln) habe ich bisher nur ein einziges mal
> gebraucht. Das Löten mit so dünnen Spitzen geht nicht wirklich gut, da
> diese einfach zu wenig Wärme nachliefern können.

Immer wieder lustig wenn mir Leute erklaeren das etwas das ich seit 
10Jahren mache garnicht geht. :-D

Ich verrate dir ein Geheimnis. Wenn du 0201 loetest dann liefern
die sogar soviel waerme das man aufpassen muss das nicht immer beide
Pads fluessig werden. Selbst bei 0402 passiert das gelegentlich.

Vanye

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Vanye R. schrieb:
> 0402er, kleine DFNs, gerade loete ich die hier:
> https://www.digikey.de/de/products/detail//LRTB-R48G-P9Q7-1-R7S5-26-
> N5P-68-ZB/7908261

Respekt! Da bin ich als Löter eher der "Grobmotoriker". :-)

rhf

von Hans (ths23)


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Vanye R. schrieb:
> Immer wieder lustig wenn mir Leute erklaeren das etwas das ich seit
> 10Jahren mache garnicht geht. :-D
Habe ich so nicht geschrieben. Leseschwäche?

Ich habe geschrieben das es nicht gut geht und das ist rein physikalisch 
so. So wie ein zu dünner Draht mit einem zu hohem Strom dies u.U. mit 
einem kurzen Aufleuchten quittiert. Auf Wärme übertragen bedeutet dies, 
ein zu geringer Querschnitt kann eben nicht genügend Wärme übertragen 
bzw. nachliefern. Viele behelfen sich halt dann damit die Temperatur 
hoch zu drehen - die Lötspitzen danken es mit einem kürzeren Leben. So 
what, ein jeder soll auf seine Art glkücklich werden. Wenn Du so 
zufrieden bist, dann ist das doch OK.

von Hans (ths23)


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Vanye R. schrieb:
> Ich verrate dir ein Geheimnis.
Na da bin ich jetzt aber froh.

Vanye R. schrieb:
> Selbst bei 0402 passiert das gelegentlich.
Ja wenn beide Pads flüssig werden, dann mußt Du ganz offensichtlich 
lange drauf halten damit da was passiert.
Da tuts die 1mm Meißelspitze locker und da wird auch nicht das 2.Pad 
flüssig, weil's kurz und knackig geht - es wird eben genug Wärme 
nachgeliefert.

von Stefan W. (stefan_w234)


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Uli S. schrieb:
> Stefan W; Nochmal, es ist der Vorgänger nennt sich WT-2BA. Laut
> Anleitung geht da nur T245. Es gibt ne Version 2SA bei der wiederum nur
> die T210 Kolben passen.

Ja, das ist korrekt. Worauf ich hinaus wollte ist, dass da der Weidinger 
nix für kann.

von Harald K. (kirnbichler)


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Hans schrieb:
> Da tuts die 1mm Meißelspitze locker

Löte mit der mal Drähte im 0.4mm-Raster an ...

von 900ss (900ss)


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Vanye R. schrieb:
> Vanye

Ob es dir möglich ist, so zu zitieren, dass der Absender des zitierten 
Textes zu sehen ist? Dann lässt sich viel leichter nachverfolgen, wo 
welche Texte herkommen. Du löscht ständig die Absender? Weshalb?

von Harald K. (kirnbichler)


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Dafür schreibt er völlig überflüssig unter jeden Beitrag sein "Vanye". 
Als ob man den Autor sonst nicht feststellen könnte. Aber damit ist er 
nicht alleine, das machen andere auch.

Immerhin nicht so, wie zur Anfangszeit von µc.net einige Leute gleich 
eine komplette "Signatur" und immer einen neuen dummen Spruch in 
selbiger verwenden mussten ...

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ich habe geschrieben das es nicht gut geht und das ist rein physikalisch
> so. So wie ein zu dünner Draht mit einem zu hohem Strom dies u.U. mit
> einem kurzen Aufleuchten quittiert.

Klar ist das so, aber das ist bei kleinen Bauteilen nicht relevant!
Ich loete keinen TO3 damit! Das was du dir als Moeglichkeit am Horizont
herbeifabulisierst findet in der Realitaet so nicht statt wenn du
so kleine Sachen loetest.

> Ja wenn beide Pads flüssig werden, dann mußt Du ganz offensichtlich
> lange drauf halten damit da was passiert.

Nein, gewiss nicht.

> Da tuts die 1mm Meißelspitze locker und da wird auch nicht das 2.Pad
> flüssig, weil's kurz und knackig geht - es wird eben genug Wärme
> nachgeliefert.

Durch wiederholen wird Unsinn nicht besser. 1mmx1mm ist die groesse 
manche Bauteile. Grosse Spitzen kann man fuer fette Bauteile verwenden 
wenn man
die an der Kante langzieht, aber auch das geht mit kleinen Spitzen bei 
meinen kleinen Bauteilen genausogut. Meine CPU hier ist z.B in UFQFPN48. 
Pinabstand 0.5mm. Und ja ich muss selbstverstaendlich auch mal an 
einzelnen Pins was dran loeten. Und direkt daneben liegen schon die 
0402er auf der Platine. Da muss du schon mit der 0.2er Spitze aufpassen.

Wss glaubst du eigentlich fuer wen Weller diese Spitze herstellt? Fuer 
die Dummkoepfe die alle weniger Ahnung haben wie du?

Vanye

von Uli S. (uli12us)


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Und wie siehts aus, wenn du eine Messer- bzw Meisselförmige Spitze mit 
etwas über 1mm Breite nimmst. Damit liessen sich doch die 3 Pins 
gleichzeitig löten.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Mit genug flüssigen Flußmittel kann man auch mit einer 1.6mm 
Meisselspitze SMD noch sauber löten. TQFP mit 0.4mm Pin-Abständen sind 
da überhaupt kein Problem. Wichtiger ist für Hühnerfutter der dünnste 
Lötdraht, wenn man nicht gerade mit Lötpaste und Maske arbeitet, was ich 
mir aus einigen Gründen nicht gerne antue, um "magere" Lötstellen an den 
Anschlüssen zu bekommen. Mit dickem Lot (0.3-0.8mm) tut man sich da sehr 
schwer. Ich verwende immer wasserlösliches Flussmittel und Lot. Mit 
heissen Wasser abgebürstet sehen die LP absolut sauber aus. Bis zu 0603 
hinunter geht das absolut einwandfrei. Auch DFN ist da kein Problem. 
0402 ist besser mit L. Paste und Luft.

von Hans (ths23)


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Harald K. schrieb:
> Löte mit der mal Drähte im 0.4mm-Raster an ...
Genau das ist die Ausnahme, die ich hier 
Beitrag "Re: Solider Lötkolben! Weller WS81 oder JBC BT-2BWA oder ?" meinte. Darum ging 
es aber nicht, es ging um's Bestücken von PCB's mit 0402'er 
Hühnerfutter.

Falls Du das Auflöten IC's mit Anschlüssen in diesem Raster meinst, dann 
ist halt Entlötlitze oder feindrähtige Litze Dein Freund mit der man 
überschüssiges Zinn wieder aufnimmt.

von Hans (ths23)


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Vanye R. schrieb:
>> Ich habe geschrieben das es nicht gut geht und das ist rein physikalisch
>> so. So wie ein zu dünner Draht mit einem zu hohem Strom dies u.U. mit
>> einem kurzen Aufleuchten quittiert.
>
> Klar ist das so, aber das ist bei kleinen Bauteilen nicht relevant!
> Ich loete keinen TO3 damit! Das was du dir als Moeglichkeit am Horizont
> herbeifabulisierst findet in der Realitaet so nicht statt wenn du
> so kleine Sachen loetest. ...

Och ich muß da gar nichts herbeifabulieren. Für alles was Du da 
aufzählst brauche ich keine Nadeln geht bei mir alles mit 1,2mm Spitze 
wunderbar.
Beim Gerhard geht das sogar mit einer 1,6mm Spitze 
(Beitrag "Re: Solider Lötkolben! Weller WS81 oder JBC BT-2BWA oder ?").
Maschen wir irgend etwas falsch das es bei funktioniert?

Beitrag #7576850 wurde vom Autor gelöscht.
von Uli (boedefeld)


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... oder WHS 40D. Geschmeidiges Kabel, filigranes Leichtgewicht, ewig 
haltende Lötspitzen (5 Jahre bei fast täglicher Nutzung), und es 
herrschen immer die gleichen Bedingungen. Von 25°C bis 330°C braucht er 
55 Sekunden. Und er ist mucksmäuschenstill. Ich verwende ihn seit über 
15 Jahren, löte große LQFP-Gehäuse mit 0.5mm und will keinen anderen 
mehr.
Mit dem WS81 (an 3 Lötstationen) habe ich beruflich gearbeitet. Der ist 
eher etwas grobmotorischer. Dazu brummt und zirpt das Ding, und man hört 
das Schalten der Heizung, das nervt selbst dann, wenn es nicht ganz 
ruhig im Raum ist.

2 eventuelle Vorteile vom WS81 zum WHS 40D sehe ich bei
1.) der Leistung (wobei das auch Geschmackssache ist, nicht jeder mag 
einen Glutofen neben sich stehen haben)
2.) der Spitzenhalterung. Die ist beim WS81 mit einer Überwurfmutter 
gelöst -> gute Wärmeleitung und fester Sitz. Beim WHS 40D ist die Spitze 
mit einer simplen Madenschraube festgestellt. Das geht zu Lasten der 
Wärmeleitung, und die Schraube kann sich lockern, weil dort 
thermisch-mechanische Arbeit stattfindet. Man muss sie sehr stark 
anziehen. Dann läuft es aber auch sehr gut - über Jahre.

Für größere Löt-Objekte oder zum Auslöten von Bauteilen aus ausgedehnten 
Masseflächen auf Platinen ist er aber zu schwach.

von Uli S. (uli12us)


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Der einzige Lötkolben der mir je begegnet ist der Geräusche machte, war 
der WCTP, einfach aufgrund des Magnetschalters hörte man da immer ein 
leichtes klappern. Gut oder vielmehr schlecht zu wissen, dass die das 
bei anderen Gerät noch übertrafen. Ich muss sagen, weder JBC noch Aifen 
Nachbau geben auch nur das geringste Geräusch von sich, wenigstens wenn 
man den enorm nervigen Piepser beim Chinesenteil ausschaltet.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Mit genug flüssigen Flußmittel kann man auch mit einer 1.6mm
> Meisselspitze SMD noch sauber löten. TQFP mit 0.4mm Pin-Abständen sind
> da überhaupt kein Problem.

Das koennte ich schon deshalb nicht weil die Spitze zu breit ist
und andere Bauteile dann im Weg waeren. Ausserdem ist TQFP
doch ganz einfach weil da Beine aussen wegstehen. Das ist bei UFQFPN
nicht so. Diese TQFP Gehaeuse brauchen zuviel Platz. .-)


> Wichtiger ist für Hühnerfutter der dünnste
> Lötdraht, wenn man nicht gerade mit Lötpaste und Maske arbeitet,

Korrekt. ICh loete meistens mit 0.3er Draht. Zum Glueck hab ich
da noch ein paar ROllen, ist nicht so einfach zu bekommen.
Allerdings muss man zugeben das der dann wenig FLussmittel hat.
Optimal waere vermutlich 0.4er, hab ich aber noch nicht gesehen.
0.5er hat viel Flussmittel, ist aber schon recht dick.

Vanye

von 900ss (900ss)


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Uli schrieb:
> Mit dem WS81 (an 3 Lötstationen) habe ich beruflich gearbeitet. Der ist
> eher etwas grobmotorischer. Dazu brummt und zirpt das Ding, und man hört
> das Schalten der Heizung, das nervt selbst dann, wenn es nicht ganz
> ruhig im Raum ist.

Ehrlich gesagt glaube ich du verwechselst einen WS81 (WSP80) mit 
irgendwas. Ein WSP80 Lötkolben ist mindestens so filigran wie dein WHS 
40D.
Weiterhin kann der WS81 keine Geräusche machen. Weder Zirpen (er hat 
kein Schaltnetzteil) noch frag ich mich wie du das Schalten der Heizung 
hören möchtest. Die Heizung wird mit Triac geschaltet, da mit 24V 
Wechselspannung betrieben. Er ist schlicht geräuschlos.
Das hier wäre eine WS81 mit WSP80 Lötkolben.
https://www.weller-tools.com/eu/de/industrielles-loeten/produkte/loetstationen/ws-81-set

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Uli schrieb:
> Von 25°C bis 330°C braucht er 55 Sekunden.
Ist also träge wie Hulle und hat ein entsprechend grottiges 
Regelverhalten. Das ist Löttechnik, wie sie vor 50, 60 Jahren aktuell 
war.

Ja, auch ich habe jahrzehntelang mit einer Magnastat geltet (die hatte 
wenigstens keine mit einer Inbusschraube geklemmte Spitze), aber seitdem 
ich direkt beheizte Lötspitzen habe, liegt die Magnastat im Schrank.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> wenigstens keine mit einer Inbusschraube geklemmte Spitze), aber seitdem
> ich direkt beheizte Lötspitzen habe, liegt die Magnastat im Schrank.

Uebertreib mal nicht. Zum einen ist ein zweiter Loetkolben manchmal
praktisch wenn man Sachen von zwei Seiten gleichzeitig warm machen und 
abheben will, zum anderen kannst du mit einer Magnastat prima 
EMV-Einstrahlung testen. :-D

Vanye

von Steffen K. (botnico)


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Harald K. schrieb:
> T12-Lötspitzen bekommt man ebenfalls sehr günstig; ein
> Lötspitzenthermometer ist eine sinnvolle Investition, dann kann man
> nämlich jede Spitze individuell kalibrieren.

Passen in den JBC Nachbau dann auch original JBC Lötspitzen?

von Harald K. (kirnbichler)


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Steffen K. schrieb:
> Passen in den JBC Nachbau dann auch original JBC Lötspitzen?

T12-Lötspitzen haben mit JBC nichts zu tun.

Daß in den Nachbau auch "Originale" passen, nehme ich an, schließlich 
passen Nachbauten der JBC-Lötspitzen, die man auch in einer 
"Original"-Lötstation verwenden kann.

Ich habe verschiedene C210- und C245-Lötspitzen unterschiedlicher 
Hersteller, die lassen sich alle verwenden. Daher gehe ich davon aus, 
daß auch "Originale" verwendbar sein werden.

Das Handstück der Yihua-Station verwendet einen anderen Steckverbinder 
als das Original (oder diverse andere Nachbauten), kann also ohne Umbau 
nicht an anderen Stationen verwendet werden (und umgekehrt), aber auch 
das sehe ich nicht als relevantes Problem an.

Das Preisgefüge ist nicht so, daß die Einschränkung, Handstücke (von 
manchem als "Griffel" bezeichnet) nur von Yihua kaufen zu können, 
nennenswert auffällt, zumal diese gut in der Hand liegen, mit 
ausreichend dünnen und flexiblen Kabeln ausgestattet sind und auch recht 
anständig verarbeitet sind.

Für die Station inklusive eines T210-Handstücks und dreier 
C210-Lötspitzen habe ich < 60 EUR bezahlt (via aliexpress, incl. 
Versand), über Amazon bekommt man das Ding auch, zahlt dann aber etwa 
das doppelte.

von Sebastian W. (wangnick)


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Harald K. schrieb:
> Für die Station inklusive eines T210-Handstücks und dreier
> C210-Lötspitzen habe ich < 60 EUR bezahlt (via aliexpress, incl.
> Versand)

Es gibt die Yihua zur Zeit mit C210- und C245-Handstück für <60€ incl. 
Versand. Lötspitzen braucht man dann aber noch zusätzlich.

LG, Sebastian

von Harald K. (kirnbichler)


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Wenn das die 982 ist, die ist auch für Freunde der "analogen" JBC 
brauchbar, weil sie die Temperatur mit einem Drehimpulsgeber einstellen 
lässt (und vier "Memory"-Tasten gibts auch noch).

von Uli S. (uli12us)


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Wenn das Teil halt nicht so unfassbar hässlich wär. Dazu den 
Sondermoppel mit nicht JBC-kompatiblen Stecker. Das Ding wär halt dann 
interessant, wenns die richtigen Stecker hätte. Und nein, ein Encoder 
ersetzt keinen Poti, von nem entsprechenden Netzteil weiss ich, dass man 
da ewig drehen muss bei gleichzeitigem Beobachten der Anzeige um nen 
passenden Wert eingestellt zu kriegen. Beim Poti reicht Drehen auf 
meinetwegen 2Uhr um die nötige Temperatur einzustellen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Uli S. schrieb:
> Wenn das Teil halt nicht so unfassbar hässlich wär.

Die Hakko fx-888 sieht allerdings auch eher aus wie ein Radiowecker für 
Vorschulmädchen.

Nun gut, über Geschmack lässt sich streiten.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Rainer Z. schrieb:
> Uli S. schrieb:
>> Wenn das Teil halt nicht so unfassbar hässlich wär.
>
> Die Hakko fx-888 sieht allerdings auch eher aus wie ein Radiowecker für
> Vorschulmädchen.
>
> Nun gut, über Geschmack lässt sich streiten.

Hallo Rainer,

Mit der Zeit wächst einem das Unding ans Herz. Die Bedienung ist 
allerdings echt ungewöhnlich, aber nicht schwer sobald man das 
Bedienungskonzept versteht. Wenn man da keine Quick Reference daneben 
hat, vergisst man leicht die Knöpfe Konvention.

Die Station steht wegen ihres Trafos auch fest am Tisch und hält auch 
einen Fall vom Tisch ohne irgendwelchen Schaden aus. Die WE1010 
zerspringt dagegen wegen ihrer schwachen Konstruktion in vielerlei 
Fragmente. Die Hakko ist unverwüstlich und auch kleiner als eine WE1010. 
Die schwere gegossene Lötkolben Ablage steht stabil auf dem Tisch und 
hat Schwamm und Messingwolle je nach Wahl. Ich hatte vorher eine WE1010, 
schenkte sie aber bald her.

Andrerseits, mußte ich in den drei Jahren meines Einsatze, die 
Temperatur noch nie verstellen. Nachgemessen, wird die Temperatur auf 
ein paar Grad genau eingehalten und regelt schnell. Anheizzeit von kalt 
ist nur 20s. Auch die Original Lötspitze ist nach drei Jahren häufigen 
Gebrauchs noch fast neu aussehend. Allerdings verpasse ich der Lötspitze 
gleich nach dem Ausschalten immer einen frischen Lötdrahtüberzug zur 
Verhinderung von Oxidation des Spitzenbelags. TO-263 SMD ist überhaupt 
kein Problem.

Mir ist sie neben der AD-2200 meine liebste Station. Einziges Manko ist, 
das Fehlen einer Abschaltung nach Überschreitung einer gewissen 
Pausenzeit.

Ja, ich weiß, die Hakko sieht etwas nach Spielzeug aus, ist aber 
unverwüstlich und bis jetzt war sie absolut zuverlässig. Ich mag sie 
jedenfalls und finde sie durchaus empfehlenswert und preislich 
angemessen. In den USA ist sie von offiziellen Hakko Stellen oft weit 
unter dem MSRP erhältlich. Mich kostete sie nur $90. Allerdings empfehle 
ich nur Originalstationen in Betracht zu ziehen, weil die Hakko in China 
geklont wird. Ob sie gut wie Hakko sind ist schwer zu sagen. Eeblog 
hatte da mal einen Bericht. Die Original Hakkos werden in Thailand oder 
Japan hergestellt. Ersatzteile sind auch leicht und relativ billig 
erhältlich.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Es kommt immer aufs Land an, wo man wohnt, bei uns sind Hakko eher 
Exoten.
Über dem grossen Teich dagegen sowas wie bei uns Ersa oder Stannol. 
Dafür sind JBC nicht allzu ungewöhnlich. Da hat selbst der blaue Zeh ne 
Menge Lötspitzen im Katalog gehabt. Ob auch im Laden weiss ich nicht, 
wos die Läden noch alle gab, bin ich da auch nur höchstens 2 mal im Jahr 
reingekommen und hatte noch keine JBC-Teile. Wenn man ohnehin nur 
bestellen kann, ists aber fast egal, was man sich anschafft. Lediglich 
Weller dürfte weltweit ungefähr gleich gut zu kriegen sein. Eventuell 
höchstens in Asien eher schlecht.

von Harald K. (kirnbichler)


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Uli S. schrieb:
> Wenn das Teil halt nicht so unfassbar hässlich wär.

Mir ist an dieser Stelle Funktionalität wichtiger als Design. Mal das 
Ding halt mit grünem Hammerschlaglack an.

Ja, das Display ist keine Zierde, ich überlege auch, ob ich die 
proletenblaue Beleuchtung durch was anderes ersetze, aber der 
Leidensdruck ist überschaubar.

Das äquivalente "Original" von JBC kostet etwa das achtfache und ... 
ist keinen Deut hübscher:

https://www.weidinger.eu/de/loettechnik/jbc/wl50744

(380 Eur netto)

Und das hat sogar nur zwei Tasten zum Einstellen der Temperatur, das ist 
also erst recht keine Errungenschaft.

> Dazu den Sondermoppel mit nicht JBC-kompatiblen Stecker.

Kann man umbauen, der Stecker ist ins Gehäuse geschraubt und über ein 
Kabel mit der Elektronik verbunden. Innen ist das dann JST PH oder XH 
(ich müsste nachsehen, genau weiß ich's grad nicht)

Wobei sich mir das Problem nicht so recht erschließt; die beiden 
Handstücke von Yihua sind brauchbar, was wäre an den "Originalen" 
signifikant besser, abgesehen vom Gefühl, etwas teures in der Hand zu 
halten?

> Das Ding wär halt dann
> interessant, wenns die richtigen Stecker hätte.

Ist leicht lösbar, s.o. Dann muss man nur sehen, ob die alternativen 
Handstücke auch in den Halter passen. Das Metallteil des Halters ist mit 
der Elektronik verbunden, die erkennt darüber, daß das Handstück im 
Halter steckt und kann damit die Temperatur für den "Standby" 
herunterfahren.

> Und nein, ein Encoder ersetzt keinen Poti, von nem entsprechenden
> Netzteil weiss ich, dass man da ewig drehen muss bei gleichzeitigem
> Beobachten der Anzeige um nen passenden Wert eingestellt zu kriegen.

Du solltest nicht von einem schlechten Netzteil auf alle Geräte mit 
Drehencoder schließen. Außerdem hat das Ding vier Tasten, die man sich 
mit den vier beliebtesten Temperaturvorgaben belegen kann.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Ja, mit Hammerschlag grün, verschlechtert man das Design von 
potthässlich zu grottenhässlich. Mittlerweile hab ich aber gesehen, man 
kriegt das Teil auch in mausgrau, dann siehts wenigstens halbwegs 
erträglich aus. Bleibt noch der Griff links, der dient wohl dazu, dass 
mans leichter wegschmeissen kann. Das grösste Problem dran, sind aber 
die inkompatiblen Stecker/Buchsen.
ES gibt zwar einige andere Hersteeller auch, die für ihre Teile 
Sonderstecker verwenden. Solange man nur gelegentlich mal was macht, ist 
das auch unerheblich. Aber sobald mal was kaputt geht, geht der Spass 
los.
Wobei leider die Original von JBC verwendeten Stecker, Buchsen auch nur 
mehr
antiquarisch zu kriegen sind. Die Grosshändler schreiben alle, obsolet, 
wird nicht mehr hergestellt.
Es gibt um ca 70€ die Aifen A5, zwar auch kein Designhighlight, aber man 
kriegt das Teil mit 3 Spitzen und da ist der normale Stecker dran. Das 
würde ich, einfach wegen der Ersatzteilversorgung vorziehen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Uli S. schrieb:
> Mittlerweile hab ich aber gesehen, man
> kriegt das Teil auch in mausgrau, dann siehts wenigstens halbwegs
> erträglich aus.

Und die Geräte von JBC sind hingegen von Dieter Rams gestaltet oder was? 
Die sind genauso hässlich.

Oder hast Du besondere Probleme mit dem Grünton? Den setzt JBC auch ein, 
am Handstück nämlich.

> Bleibt noch der Griff links, der dient wohl dazu, dass
> mans leichter wegschmeissen kann.

Das ist kein Griff, das soll ein Lötzinnrollenhalter sein. Schraubt man 
den nicht dran, sieht man ihn auch nicht. Im Gehäuse gibt es nur eine 
unauffällige Gewindebuchse.

> Das grösste Problem dran, sind aber
> die inkompatiblen Stecker/Buchsen.

Die man, wie ich schrieb, sehr leicht auswechseln kann.

Ich verstehe das Drama nicht, das Du daraus machst.

Wie oft musstest Du schon das Handstück einer Lötstation durch ein 
anderes ersetzen?

von Eppelein V. (eppelein)


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Uli S. schrieb:
> Ja, mit Hammerschlag grün, verschlechtert man das Design von
> potthässlich zu grottenhässlich.

Habe einige Gerätschaften in Hammerschlag, grün und braun, sowie auch in 
mausgrau.  Sieht alles top aus.
Geschmacksache - mancher bevorzugt rosa, hellblau ....

> Wobei leider die Original von JBC verwendeten Stecker, Buchsen auch nur
> mehr antiquarisch zu kriegen sind.

Mal blöd gefragt:
Wann gehen Stecker/Buchsen von den JBC kaputt, doch nur, wenn andauernd 
Experimente, Verschlimmbesserungen durchgeführt werden, oder sehe ich 
das zu problematisch?

von Harald K. (kirnbichler)


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Eppelein V. schrieb:
> Wann gehen Stecker/Buchsen von den JBC kaputt,

Das dürfte sich eher auf meinen Vorschlag beziehen, den 
nicht-JBC-kompatiblen Steckverbinder der Yihua 982 durch einen anderen 
zu ersetzen.

Ich halte das für ein konstruiertes Problem.

Uli hat bislang nicht erklärt, was an den Handstücken von Yihua 
signifikant schlechter sein soll als an den Handstücken von JBC, so daß 
überhaupt die Notwendigkeit bestehen könnte, sie zu ersetzen.

Solange man aber die Handstücke nicht ersetzt, wüsste ich nicht, welchen 
besonderen Stellenwert der verwendete Steckverbinder spielt. Yihua setzt 
einen mehrpoligen runden Steckverbinder mit Überwurfmutter ein, der an 
der Geräterückseite untergebracht ist.

Gefällt einem dies nicht, müsste es auch möglich sein, den an die 
Gerätevorderseite zu verlegen, wie ich bereits schrieb, ist der 
Steckverbinder über ein mehrpoliges Kabel mit der Elektronik verbunden, 
und im Gehäuse müsste auch vorne genügend Platz für den Einbau sein.

Wenn ich den Steckerbinder ersetzen würde, würde ich eine XLR-Variante 
verwenden, weil damit der Tausch zwischen T210- und T245-Handstück kein 
Gefummel mit einer Überwurfmutter erfordern würde, aber dennoch eine 
Verriegelung vorhanden wäre.

von Sebastian W. (wangnick)


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Harald K. schrieb:
> damit der Tausch zwischen T210- und T245-Handstück kein Gefummel mit
> einer Überwurfmutter erfordern würde, aber dennoch eine Verriegelung
> vorhanden wäre.

Die Yihua ist so kompakt und preiswert, dass ich eher überlege, mir eine 
zweite zu kaufen, um mir den Wechsel der Handstücke zu sparen ...

LG, Sebastian

von Uli S. (uli12us)


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Dieses Teil kann ja unterschiedliche Kolben verwenden. Wenn man jetzt 
bloss einen am Anfang gekauft hat und will einen weiteren, dann kann man 
nicht einfach den nächst besten nehmen, sondern ist auf den vom 
Hersteller angewiesen. Manch einer mag vielleicht, aus welchen Gründen 
auch immer, den JBC-Originalkolben. Der ist halt mit all diesen Geräten 
nicht kompatibel.
Z.B. gibts von JBC einen Stickstoffkolben, hier wurde ja schon von 
jemand behauptet, dass man nur damit überhaupt löten könnte, dass man 
kein Flussmittel bräuchte und anderes.

Und schliesslich hat das Original ja eine Verriegelung, ob ähnlich XLR 
weiss ich nicht, mit so nem Teil hatte ich bisher noch nix zu tun.

von Stefan K. (stk)


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Uli S. schrieb:
> Es gibt um ca 70€ die Aifen A5, zwar auch kein Designhighlight, aber man
> kriegt das Teil mit 3 Spitzen und da ist der normale Stecker dran.

Von der Aifen A5  scheint es auch schon wieder etliche Versionen zu 
geben. Die Google Shopping Suche liefert als ersten Treffer Typen mit in 
das Griffstück integrierten Tasten zur Temperatureinstellung, da kann 
die Steckerbelegung eigentlich kaum so sein wie bei JBC.

https://de.aliexpress.com/item/1005005758243063.html

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Z.B. gibts von JBC einen Stickstoffkolben, hier wurde ja schon von
> jemand behauptet, dass man nur damit überhaupt löten könnte, dass
> man kein Flussmittel bräuchte und anderes.

Von Weller gibt/gab es auch so einen Loetkolben. War ein WS80 mit einer
extra Roehre dran. ICh hab damit einmal testweise geloetet und es war
voll cool. Loetzinn fliesst ganz anders weil es halt nicht oxidiert.

Du hast natuerlich Flussmittel im Loetzinn, zusaetzlichen Fluxer
wird man vermutlich nicht brauchen, zumindest bei neuen 
Bauteilen/Platinen.
Ich glaube nicht das man ganz ohne Flussmittel auskommt weil deine
Bauteile ja immer eine minimale Oxidschicht haben. Ich hab jedenfalls
normales Loetzinn verwendet das so rumlag. Sollte man ganz ohne
auskommen waere das natuerlich cool.

Konnte sich aber irgendwie nie so recht durchsetzen. Vermutlich zu
grosser Aufwand. (Gasflaschen, Handling, Sicherheit)
Dazu kommt natuerlich noch das heute jenseits von
Prototypen und Bastlern nur sehr wenig von Hand geloetet wird.

Vanye

von Harald K. (kirnbichler)


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Uli S. schrieb:
> Dieses Teil kann ja unterschiedliche Kolben verwenden. Wenn man jetzt
> bloss einen am Anfang gekauft hat und will einen weiteren, dann kann man
> nicht einfach den nächst besten nehmen, sondern ist auf den vom
> Hersteller angewiesen.

Das ist natürlich ein hartes Schicksal. In Anbetracht des Preisgefüges 
empfiehlt es sich hier, einfach gleich das Zweithandstück zu kaufen. Die 
komplette Ausstattung kostet (wenn via aliexpress bestellt) nur etwa 
soviel wie zwei "Original"-Lötspitzen beim Weidinger, ich denke, daß man 
dafür auch die eine oder andere harte Einschränkung hinnehmen kann.

Und allmählich ad nauseam wiederholt: Man kann den Steckverbinder an der 
Lötstation auch durch einen anderen ersetzen. Ist keine 
Raketenwissenschaft.

von Uli S. (uli12us)


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Das nicht, aber nahezu unmöglich, weil der nicht mehr hergestellt wird.
Ich geh davon aus, dass JBC bzw die Chinesen, jedenfalls diejenigen die 
den Originalstecker verwenden, entweder nen Vertrag mit einem haben, der 
den nachbaut, oder das in Eigenregie machen. Da dran kommt man aber als 
kleiner Krauter, der mal 1 oder 2 Stück haben will, gar nicht.

Übrigens, bemüht euch nicht, ich werde mir so ein Teil sicher nicht 
kaufen.
Ich hab nur mein Missfallen über die imo unmögliche Farbe und das Design 
von dem Teil geäussert und den abweichenden Stecker, der aber z.B. auch 
bei Aixun üblich ist, dort aber noch schlimmer, weil dort, soweit ich 
gelesen hab, so ziemlich jeder Lötkolben obwohl in viele JBC-Spitzen 
passen, nen unterschiedlichen Stecker haben. Aifen/Sugon verwenden 
dagegen denselben Stecker, den JBC nimmt. Ja, ist alles noname, 
jedenfalls nach unseren Begriffen, aber trotzdem zieh ichs vor, wenn 
sich die wenigstens an einen irgendwann mal festgelegten Standard 
halten.

von Harald K. (kirnbichler)


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Uli S. schrieb:
> Das nicht, aber nahezu unmöglich, weil der nicht mehr hergestellt wird.

Dann nimmt man halt nicht den "Original"-Stecker, sondern ersetzt ihn 
durch einen genehmen Stecker nach Wahl. Ja, den muss man dann auch am 
Handstück ersetzen, aber ... meine Güte.

Uli S. schrieb:
> Ich hab nur mein Missfallen über die imo unmögliche Farbe und das Design
> von dem Teil geäussert

Die Farbe, die JBC an den Handstücken auch verwendet, und das Design, 
das dem von JBC sehr, sehr nahekommt. Klar. Steht nicht JBC drauf, also 
ist es hässlich.

Uli S. schrieb:
> aber trotzdem zieh ichs vor, wenn sich die wenigstens an einen
> irgendwann mal festgelegten Standard halten.

Viel wichtiger als der weitestgehend vollkommen irrelevante* Stecker des 
Handstücks ist die Standardisierung der Lötspitzen. Und die scheint zu 
klappen, was als C245 verkauft wird, funktioniert in einem 
T245-Handstück.

*) Die bereits gestellte Frage, wie oft im Leben Deiner Lötstation Du 
das Handstück durch ein neues ersetzen musst, hast Du bislang nicht 
beantwortet.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Dann nimmt man halt nicht den "Original"-Stecker, sondern ersetzt ihn
> durch einen genehmen Stecker nach Wahl.

Ich verstehe das Theater nicht ganz: das sind doch im Wesentlichen eh 
erstmal DIN-Buchsen und -Stecker. Alles, was man mit der nicht originale 
Buchse verliert, ist die Arretierung. Jeder, der schon mal einen 
"Diodenstecker" in der Hand hatte, weiß aber, dass die Dinger auch ganz 
ohne Arretierung schon recht gut halten.

von Steffen K. (botnico)


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Sagt mal, nachdem es jetzt ein Kombiangebot für 58,85 gibt:
https://de.aliexpress.com/item/1005006184115892.html

Welche Spitzen braucht man denn für die beiden Lötkolben in der Praxis?
Power-Löten THT (Elkos, Stecker mit Langloch in Multilayer-PCBs)
SMD-Löten (MLCC, QFP, TQFP 0,5mm)

Da scheint es eine breite Auswahl an Spitzen mit Messerförmiger Spitze 
oder krumme Spitzen zu geben, für die ich eher keinen praktischen Nutzen 
sehe.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Welche Spitzen braucht man denn für die beiden Lötkolben in der Praxis?

Alles die es gibt, geteilt durch deinen persoenlichen Geschmack. :)

Vanye

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Steffen K. schrieb:
> Da scheint es eine breite Auswahl an Spitzen mit Messerförmiger Spitze
> oder krumme Spitzen zu geben, für die ich eher keinen praktischen Nutzen
> sehe.

Gebogene Spitzen machen sich zuweilen für Reparaturlötungen an QFN ganz 
nett, sonst braucht man die eher nicht.

von Harald K. (kirnbichler)


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Hier übrigens kann man wohl Steckverbinder bekommen, die zu den von JBC 
verwendeten kompatibel sind:

https://www.aliexpress.com/item/1005003491399334.html

("Color: Fimale Socket" und/oder "Color: Male Socket")

Oder beides gleich zusammen:

https://www.aliexpress.com/item/1005002522875446.html

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