Moin Moin,
denke momentan über elementare, man könnte meinen einfache Dinge nach - allerdings wenn man dann im Detail nachdenkt und nachfragt, bekommt man oft keine Antworten mehr :-)
Ein Thema das mich etwas nachdenken lässt, wie genau lässt sich die Schirmwirkung eines Koaxialkabels erklären, also die Schirmwirkung von EM-Wellen die von Außen auf das Koaxkabel einwirken. Der Außenleiter wirkt als Abschirmung, wie wir wissen.
Nur wie erklärt sich das genau? Ich habe zwei Ansätze und mir ist nicht klar, welcher Ansatz stimmt oder vielleicht sogar beide.
Bild 1: das Ganze funktioniert so wie bei einem Mikrowellenofen, der leitfähige Außenleiter induziert Ströme und somit ein sich zeitlich änderndes H-Feld, das wiederum ein entgegengesetztes E-Feld, so dass es zur "Reflexion" kommt. Oder einfacher gesagt ohne tiefer in Maxwell rein zu gehen, die Impedanz des Schirms geht gegen 0 und es kommt zur Totalreflektion. Also ein Impedanzsprung, ähnlich wie ein offenes Ende einer Koaxleitung das Signal reflektiert.
Bild2: diese Erklärung habe ich mal gelesen soweit ich mich erinnern kann - das äußere Feld induziert Ströme im Außenleiter, diese Ladungen sind im Schirm überall gleich (wir gehen jetzt nicht auf den Skineffekt ein), aber wie hier angedeutet (kleine blaue Punkte), sind die Ladungen gleich. Gesetz Maxwell Nr.1, es dürfte kein E-Feld geben zwischen gleichen Ladungen. Daher existiert im Inneren des Koaxkabels kein E-Feld und damit auch kein H-Feld.
Wenn ich ehrlich bin, beides klingt für mich logisch. Aber es klingt doch so unterschiedlich. Können beide Erklärungen für die Schirmwirkung angewendet werden?
Was meint ihr zu diesem "einfachen" Thema? :-)
Gruß, M