Forum: HF, Funk und Felder ADF4350 Cina-Eval: Lock aber output bei -30dBm


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von Felix S. (fxs)


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Hallo zusammen,

ich habe aktuell ein Problem mit einem ADF4350 "Evalboard" aus China. 
Ich verwende die PC-Software vom "echten" ADI-Evalboard, um einen 
Registersatz zu generieren und programmiere die dann über das 
SPI-Interface. So weit, so gut: Meistens geht dann auch die grüne 
Locked-LED an und ich sehe auf dem Spectrum Analyzer den Peak bei der 
gewünschten Frequenz - nur leider bei -35 dBm. Das Phänomen ist immer 
das gleiche, egal bei welcher Frequenz.
Die Ausgangstreiber sind an - das weiß ich, weil der Peak komplett ins 
Rauschen verschwindet, wenn ich das entsprechende Bit in den Registern 
setze, um den Output zu deaktivieren.
Das Problem scheint auch nicht zwischen Ausgangspin und Spectrum 
Analyzer zu liegen, denn ich habe testweise auch mal eine 
Ausgangsfrequenz von 150 MHz generiert, um mit dem Oszi direkt am Chip 
schauen zu können - auch hier waren die Pegel viel zu niedrig.

Zwischenzeitlich habe ich auf dem Board herumgelötet (am 
Output-Matching), in der Hoffnung es sei nur eine kalte Lötstelle. Dabei 
hatte ich mal kurz den Zustand, dass der Output in etwa die erwartete 
Leistung erreichte (um 0 dBm), das war aber nur von kurzer Dauer. Jetzt 
besteht das Problem wieder und ich war auch nicht in der Lage, es noch 
einmal zum Funktionieren zu bringen.

Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Mir ist klar, dass diese 
China-Boards nicht optimal sind, andererseits werden die aber auch von 
vielen Funkamateuren eingesetzt und sollten also zumindest grundsätzlich 
funktionieren. Und mir geht es ja nur darum, einen Output mit 
ordentlicher Leistung zu erhalten, von Rauschen und dergleichen spricht 
ja noch keiner.

Bin für alle Tipps und Hinweise dankbar!

von B. G. (golf2010)


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Hallo Felix,
ich kenne ja das Evalboard nicht. Aber wenn da einmal ein korrektes 
Signal da war, dann ist das wohl bei unveränderter Software ein 
Hardwareproblem. Falls da ein Kondensator am Ausgang verbaut ist, würde 
ich einmal mit dem Oszi. vor dem Kondensator messen. Also direkt mal an 
den beiden Ausgangspins des ADF4350. Solche defekten Kondensatoren sind 
nicht selten.

Gruß
golf

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Koennte ein Loetproblem des DFN auf der Platine sein. Drueck da mal 
drauf rum oder koch den noch mal mit Heissluft auf.

Vanye

von Wastl (hartundweichware)


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Felix S. schrieb:
> Bin für alle Tipps und Hinweise dankbar!

Zeige dein Board, zeige deinen Aufbau und zeige die Parameter
mit denen du programmierst.
Referenz-Frequenz richtig eingestellt?

Hier die üblichen Verdächtigen in diesem Forum die dir
helfen könnten:

Beitrag "ADF4351 Steuerung mit BluePill"

Beitrag "ADF4351 Windows Applikation"
Beitrag "ADF4351: offenes Interface mit AVR zum PC über Serial/USB"

Wie oben angedeuted muss der Parameter Referenz-Frequenz richtig
gesetzt sein. Wenn man dann noch die richtige Einstellung der
Phasendetektor-Frequenz wählt und den internen Rückkopplungs-
Pfad der PLL auswählt dann ist das Locken der PLL nicht mehr von
äusseren Umständen abhängig (äussere Bauteil-Defekte wirken sich
nicht auf das Locken der PLL aus) und die Locked-LED sollte
leuchten.

Da sich der ADF4351 und der ADF4350 nur durch die untere
Frequenzgrenze unterscheiden, sollten die genannten Anwendungs-
programme für deinen Zweck auch funktionieren.

Wen gar nichts hilft verwende eines von diesen Boards die
auch in den obengenannten Beiträgen verwendet werden. Sie
arbeiten recht zuverlässig, alle verwendeten Boards
funktionierten ohne Probleme. Kann man bei ebay, Amazon und
den Chinesen bestellen/kaufen.

: Bearbeitet durch User
von Felix S. (fxs)


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Danke für eure Antworten

B. G. schrieb:
> Falls da ein Kondensator am Ausgang verbaut ist, würde
> ich einmal mit dem Oszi. vor dem Kondensator messen. Also direkt mal an
> den beiden Ausgangspins des ADF4350

Das habe ich gemacht, auch hier ist die Amplitude viel zu niedrig.

Vanye R. schrieb:
> Koennte ein Loetproblem des DFN auf der Platine sein. Drueck da mal
> drauf rum oder koch den noch mal mit Heissluft auf.

Das habe ich gerade auch nochmal versucht, aber leider mit dem gleichen 
Ergebnis. Habe ihn mittlerweile sogar komplett ab- und wieder angelötet, 
aber auch ohne Erfolg.

Auch den 3.3 V Regler und ein paar der Abblockkondensatoren auf der 
Platine habe ich jetzt ersetzt - gleiches Spiel.

Wastl schrieb:
> Wenn man dann noch die richtige Einstellung der
> Phasendetektor-Frequenz wählt und den internen Rückkopplungs-
> Pfad der PLL auswählt dann ist das Locken der PLL nicht mehr von
> äusseren Umständen abhängig (äussere Bauteil-Defekte wirken sich
> nicht auf das Locken der PLL aus) und die Locked-LED sollte
> leuchten.

Die Schleife zum Locken zu bekommen scheint nicht das Problem zu sein. 
Ich kann erfolgreich bei allen möglichen Frequenzen von 150 MHz bis 2.5 
GHz locken - und sehe die gewünschte Frequenz dann auch stabil am 
Ausgang, aber eben leider bei -35 dBm anstatt 0 dBm. Deshalb kann ich 
eigentlich Programmierfehler ausschließen. Interessanterweise kann ich 
sogar die Ausgangsleistung über die entsprechenden Register leicht 
modulieren, aber eben im völlig falschen Bereich.

Wenn der VCO intern nicht mit der korrekten Amplitude und Frequenz 
laufen würde, würde die Schleife doch nie stabil werden, oder? Es kann 
sich also eigentlich nur um ein Problem mit den Ausgangstreibern oder 
deren Versorgung handeln.

von Wastl (hartundweichware)


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Felix S. schrieb:
> Wenn der VCO intern nicht mit der korrekten Amplitude und Frequenz
> laufen würde, würde die Schleife doch nie stabil werden, oder? Es kann
> sich also eigentlich nur um ein Problem mit den Ausgangstreibern oder
> deren Versorgung handeln.

Da magst du Recht haben. Zeige doch mal das Board und
vielleicht zeigst du auch noch was du daran gemacht hast.

Wenn es dir nicht zu umständlich ist kannst du mir dein Board
zum Testen zuschicken. Ich könnte es kurzfristig durchtesten.
Rückporto beilegen genügt.

Hast du mal daran gedacht dass ein Kabel bei hohen Frequenzen
(je nach Qualität) schon stark dämpfen kann? Kannst du dich
auf die Anzeige deines Spektrum-Analysators verlassen?

von Gustl B. (-gb-)


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Felix S. schrieb:
> Zwischenzeitlich habe ich auf dem Board herumgelötet (am
> Output-Matching), in der Hoffnung es sei nur eine kalte Lötstelle. Dabei
> hatte ich mal kurz den Zustand, dass der Output in etwa die erwartete
> Leistung erreichte (um 0 dBm), das war aber nur von kurzer Dauer.

Das ist doch wohl Hinweis genung, dass das Problem nicht an der Software 
liegt.
Mach mal Fotos von dem Signalweg zum Ausgang und auch was da gelötet 
wurde. Manche kleinen Bauteile kann man auch leicht zerstören und sie 
sehen dabei weiterhin OK aus.

von Rainer W. (rawi)


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Hast du Unterlagen zu deinem ADF4350 Cina-Eval, z.B. einen Schaltplan?

von Mobile (mobileteser)


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Ich denke an eine Unterbrechung oder einen defekten Kondensator im 
Signalweg.
Schau Dir mit dem Spektrumanalyzer den Pegel über verschiedene 
Frequenzen an. Ich vermute, dass der Pegel stark schwankt und je höher 
die Frequenz desto höher der Pegel. Wenn Du einen Oszi Taskopf hast der 
>200 MHz schafft, schließe ihn an Deinen Spektrum Analyzer an und 
verfolge damit die Pegel vom ADF zum Ausgang. Da kannst Du schon einen 
Pegelabfall von 20dB locker erkennen.

: Bearbeitet durch User
von Felix S. (fxs)


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Wastl schrieb:
> Wenn es dir nicht zu umständlich ist kannst du mir dein Board
> zum Testen zuschicken. Ich könnte es kurzfristig durchtesten.
> Rückporto beilegen genügt.

Danke für das Angebot, darauf komme ich vielleicht zurück, wenn es sich 
gar nicht in Betrieb setzen lässt!

Wastl schrieb:
> Hast du mal daran gedacht dass ein Kabel bei hohen Frequenzen
> (je nach Qualität) schon stark dämpfen kann? Kannst du dich
> auf die Anzeige deines Spektrum-Analysators verlassen?

Ja habe ich, deshalb habe ich mal das Signal vom Tracking-Generator in 
das Kabel eingespeist, wo sonst die ADF-Platine dranhängt. Klar gab es 
da Verluste von ein paar dB jenseits der 2 GHz, aber um Größenordnungen 
weniger Verluste als die 30 dB, die zu wenig ankommen.

Rainer W. schrieb:
> Hast du Unterlagen zu deinem ADF4350 Cina-Eval, z.B. einen Schaltplan?

Leider nicht, es handelt sich aber im Prinzip um eine Schaltung, die dem 
Referenzdesign aus dem echten ADI-EvalBoard sehr ähnlich ist.

Gustl B. schrieb:
> Mach mal Fotos von dem Signalweg zum Ausgang und auch was da gelötet
> wurde. Manche kleinen Bauteile kann man auch leicht zerstören und sie
> sehen dabei weiterhin OK aus.

Mobile schrieb:
> Ich denke an eine Unterbrechung oder einen defekten Kondensator im
> Signalweg.

Das hielt ich auch für plausibel, allerdings habe ich ja mittlerweile 
auch direkt am IC gemessen (Pins gelb eingerahmt im Bild) und dort das 
gleiche Phänomen gesehen. Es kann also nicht am Signalweg zwischen Chip 
und SMA-Buchse liegen.

Bild:
Grün eingerahmt: Output "matching", vom Pin über 0R->50R an VCC, dort 
über 180pF||180pF||100nF abgeblockt (rot eingerahmt). Zwischen dem 0R 
und 50R geht es dann über 1nF und 0R an die SMA-Buchse. Die Buchsen habe 
ich aktuell komplett abgeklemmt und dann wie gesagt direkt am IC 
gemessen. Die fehlenden Abblockkondensatoren im roten Rahmen waren 
natürlich auch montiert, als ich das Board getestet habe.

von Gustl B. (gustl_b)


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Liegt der Pin vom Ausgang auf VCC oder Masse? Bekommt der Baustein alle 
Versorgungsspannungen?

von Felix S. (fxs)


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Gustl B. schrieb:
> Liegt der Pin vom Ausgang auf VCC oder Masse? Bekommt der Baustein alle
> Versorgungsspannungen?

Die Ausgangspin liegen über 50 Ohm an der Versorgungsspannung. Alle 
Versorgungsspannungen habe ich auch direkt am IC gemessen und sind 
(zumindest hinsichtlich DC) i.O.

Ich habe übrigens auch den Auxiliary RF Output direkt am IC gemessen, 
der ist bei diesem Board überhaupt nicht nach draußen geführt und auch 
nicht gebiased - und dort das gleiche Spiel.

von Wastl (hartundweichware)


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Felix S. schrieb:
> IMG_20240128_154115.jpg

Du hast im Prinzip das gleiche Board wie ich welche habe. Nur
der Platinenaufdruck ist anders. Ich zeige später mal ein Foto
meiner Boards.

Zeige doch mal einen Screenshot deiner Einstellungen, vielleicht
lässt sich da noch ein Problem finden. Folgere ich aus deienm
Bericht dass du am Ausgang des ADF das gleiche (schlechte,
schwache) Signal hast wie am Ausgang des Boards.

Hast du denn die Ansteuerung mit 3,3V gemacht? Die ADFs vertragen
nicht 5V! Wird zwar bei den Arduinos landläufig gemacht ist aber
nicht konform zu den Specs. Siehe Datenblatt.

Vielleicht solltest du doch den Weg gehen mal eines der erwähnten
Testprogramme anzuwenden um zu sehen ob du damit die gleiche
Problematik bekommst. Dazu müsstest du halt noch ein bisschen
Hardware basteln ....

von Wastl (hartundweichware)


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Felix S. schrieb:
> IMG_20240128_154115.jpg

Im Übrigen sehe ich da einen ADF4351 (zumindest was den
Platinenaufdruck betrifft) so wie bei mir, was dem Titel
deines Threads widerspricht ..... ?

Felix S. schrieb:
> ADF4350 Cina-Eval: Lock aber output bei -30dBm

von Felix S. (fxs)


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Wastl schrieb:
> ADF4351 (zumindest was den
> Platinenaufdruck betrifft)

Ja, der IC ist aber ein ADF4350. Im übrigen sehe ich bei dir 360 Ohm im 
Schleifenfilter, das ist wahrscheinlich genau die Konfiguration vom ADI 
Eval Board. Bei mir auf dem Board sind es 300 Ohm statt 360 Ohm und 38 
nF statt 47 nF, was eine leicht andere Schleifenbandbreite ergibt. Aber 
ADIsimPLL sagt, das passt und die Schleifenstabilität scheint ja auch 
nicht das Problem zu sein...

Anbei mal die Parameter, die ich gerade verwende - habe aber schon so 
ziemlich alle Kombinationen durchprobiert.

Wastl schrieb:
> Vielleicht solltest du doch den Weg gehen mal eines der erwähnten
> Testprogramme anzuwenden um zu sehen ob du damit die gleiche
> Problematik bekommst.

Ja, die Option habe ich noch, allerdings leider nicht die notwendige 
Hardware. Den Code von dem STM32 BluePill-Projekt habe ich mir angesehen 
und der sieht meinem sehr ähnlich, da müsste es schon an den konkreten 
Registerwerten liegen, dass die Power so niedrig ist.

von Georg S. (randy)


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Ehrlich: Kauf dir ein zweites Board. Bei Hardware braucht man immer 
mind. zwei Exemplare um schnell entscheiden zu können ob es ein 
Softewareproblem ist oder ein Defekt auf einem der Boards. Das Geld muss 
einem die Debugging-Zeitersparniss Wert sein. Du bist nur einmal Jung.

von Georg S. (randy)


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P.S.: Bin selber gerade an einem ADF4351 Projekt dran. wAs willst du 
machen? Können uns gerne per mail kontaktieren.

von Martin H. (horo)


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Vielleicht auch interessant - Open-Source-Tools für das original ADF435x 
Evalboard von AD (Firmware, Python CLI Interface, Qt GUI):
https://github.com/Ho-Ro/adf435x

: Bearbeitet durch User
von Felix S. (fxs)


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Georg S. schrieb:
> Ehrlich: Kauf dir ein zweites Board.

Ist schon unterwegs. Ich hatte das nicht funktionierende Board auch 
schon 5 Mal zur Seite gelegt aber mir dann jedes Mal wieder gedacht: 
"Das kann doch nicht so schwer sein"...

Georg S. schrieb:
> Bin selber gerade an einem ADF4351 Projekt dran. wAs willst du
> machen?

Tatsächlich wollte ich eigentlich gar nichts wirklich mit dem ADF 
machen, der sollte eigentlich nur als LO für einen Mischer vor einem SDR 
fungieren. Gewählt hatte ich ihn eben, weil es diese Boards schön 
günstig gibt und die eigentlich recht gut zu funktionieren scheinen. 
Naja, warten wir mal das zweite Board ab.

von Chris K. (kathe)


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Ich vermisse auch Bauteile auf Pos 102 im ersten Bild
Im zweiten Bild C6 C7

von Wastl (hartundweichware)


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gelöscht

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (ghf)


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Felix S. schrieb:
> Georg S. schrieb:
>> Ehrlich: Kauf dir ein zweites Board.
>
> Ist schon unterwegs. Ich hatte das nicht funktionierende Board auch
> schon 5 Mal zur Seite gelegt aber mir dann jedes Mal wieder gedacht:
> "Das kann doch nicht so schwer sein"...
>
> Georg S. schrieb:
>> Bin selber gerade an einem ADF4351 Projekt dran. wAs willst du
>> machen?
>
> Tatsächlich wollte ich eigentlich gar nichts wirklich mit dem ADF
> machen, der sollte eigentlich nur als LO für einen Mischer vor einem SDR
> fungieren. Gewählt hatte ich ihn eben, weil es diese Boards schön
> günstig gibt und die eigentlich recht gut zu funktionieren scheinen.
> Naja, warten wir mal das zweite Board ab.

Wenn Du willst, kannst Du 1 oder 2 Leerplatinchen von
einem LMX2594 / 95 -Synthesizer für lau bekommen. Bei 4 Synthesizern
+ ein paar Teststrukturen pro "Nützchen" und minimal 5 Platinen
bei JLCPCB sitzt man plötzlich auf 20 leeren Synthesizern...

Für den TI-USB-Dongle ist die Briefmarke vom Evaluationboard
nicht zu unterscheiden. Nachdem ich das im DUBUS veröffentlicht
habe, konnte TI erst mal anderthalb Jahre nicht mehr liefern.
Das ist mittlerweile behoben. Aber es hat mich nicht angetrieben,
eigene Software dafür zu schreiben. Es  gibt aber was auf GITHUB.

Es gibt 2 Differenzausgänge, also max. 4 outputs. 2 outputs
kann man mit HMC451LP3 bestücken. Da kommt jeweils genug für
einen 17 dBm-Ringmischer raus. Der HMC451 funktioniert erst
ab 5 GHz, aber für nervöse DC kann man sich ja leicht mit einem
SOT-89 MMIC helfen.

Ein kompletter dual conversion downconverter mit 900 MHz 1. ZF
ist in Arbeit.  ein paar MHz... 20 GHz nach Kurzwelle, je nach
Synthesizer und Mischern.

Gruß, Gerhard  (ghf, dk4xp)

von Felix S. (fxs)


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Hallo Gerhard,

Gerhard H. schrieb:
> Wenn Du willst, kannst Du 1 oder 2 Leerplatinchen von
> einem LMX2594 / 95 -Synthesizer für lau bekommen. Bei 4 Synthesizern
> + ein paar Teststrukturen pro "Nützchen" und minimal 5 Platinen
> bei JLCPCB sitzt man plötzlich auf 20 leeren Synthesizern...

danke für das nette Angebot, die TI Synthesizer sind mir aber erheblich 
zu teuer. Wobei es auf jeden Fall auch Synthesizer von TI gibt, die als 
ADF435x-Alternativen und Pin-kompatibel beworben werden. Ich werde aber 
sowieso demnächst auch eigene Platinen von JLC bestellen. Hast du für 
deine deren impedanzkontrollierten Prozess verwendet oder einfach den 
normalen?

von Gerhard H. (ghf)


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Felix S. schrieb:
> zu teuer. Wobei es auf jeden Fall auch Synthesizer von TI gibt, die als
> ADF435x-Alternativen und Pin-kompatibel beworben werden. Ich werde aber
> sowieso demnächst auch eigene Platinen von JLC bestellen. Hast du für
> deine deren impedanzkontrollierten Prozess verwendet oder einfach den
> normalen?

standard JLC7628,  4 Lagen. 50 Ohm on top ist 11.5 mil breit, wenn
direkt darunter Masse ist.
Ich hab's mit dem TDR nachgeprüft:
< 
https://www.flickr.com/photos/137684711@N07/52973631607/in/dateposted-public/lightbox/ 
> und noch ein paar Bilder rechts.

SMAs mit dem üblichen dicken Innenleiter und den dann passenden
fetten Pads ergeben eine kapazitive Stoßstelle. Man muss für
den 4-Lagenprozess das Pad klein halten und GND darunter aussparen.
Die unterste Lage muss natürlich erhalten bleiben und man braucht
einige Vias im Massebereich des Steckers.
Im niedrigen GHz-Bereich ist das aber weitgehend egal.

von Gerhard H. (ghf)


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Ich vergaß noch, bei dem TI kann man per Conf-Bit
die Endstufen abschalten, WIMRE. Spart Strom.
Ein bisschen was kommt dann immer noch durch.
Das könnte es beim ADF auch geben.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Diese gezeigten Bords sind ohne gewisse Änderungen sehr schmutzig. Ohne 
Maßnahmen werden bei bestimmten Frequenzen unzählige Nebenwellen 
erzeugt, die man nur durch strategisch aufgelötete Kupfer Abschirmbleche 
auf der Unterseite eliminieren kann. Das Layout und gewisse 
Beschaltungsdetails sind  leider grottig. Das Problem ist, daß die LP 
nur zweiseitig geroutet ist und die Massefläche Einbrüche hat, die die 
Masseintegrität so verschlechtert haben, dass der PLL IC es merkte und 
durch zahlreiche Nebenwellen Pegelanstieg quittierte. Jedenfalls lassen 
sich diese Nebenwellen durch ein aufgelötetes kleines 15x15mm 
Kupferfolienblech eliminieren. Ein Spectrum Analysator ist bei diesen 
Unterfangen unerläßlich. Man muß an bestimmten Stellen durch die Folie 
löten und den Lötstopplack an diesen Sellen abkratzen. Der Erfolg war 
beeindruckend. Aus diesen Grund wäre es besser eine mindestens 
vierlagige Lp selber zu entwerfen und allen Hinweisen des Herstellers zu 
folgen. Der ADF435(x) ist wirklich "ein steiler Zahn"😊

Ich würde diese Bord nicht mehr kaufen.

Ich verwendete vor einigen Jahren so eine Bord als Steuersender für eine 
144MHz Funkbake und es bedurfte einiger Anstrengungen das Signal sauber 
genug zu bekommen, um den üblichen Ansprüchen zu genügen. Ohne diese 
Maßnahmen hätte es gesetzeswidrige Nebenwellen Überschreitungen im 
Bereich von +/-50MHz um die Sendefrequenz gegeben.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Martin H. (horo)


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Felix S. schrieb:
> Anbei mal die Parameter, die ich gerade verwende - habe aber schon so
> ziemlich alle Kombinationen durchprobiert.

Bei meinem Eval-Board führen Deine Parameter zum Ergebnis im angefügten 
Screenshot. Sieht wirklich nach HW-Defekt bei Dir aus.
1
$ ./adf435xctl --r0 0x330010 --r1 0x8008029 --r2 0x5E42 --r3 0x4B3 --r4 0xCC803C --r5 0x580005 -v --lock-detect
2
R5 = 0x00580005
3
R4 = 0x00cc803c
4
R3 = 0x000004b3
5
R2 = 0x00005e42
6
R1 = 0x08008029
7
R0 = 0x00330010
8
LOCKED

von Felix S. (fxs)


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Martin H. schrieb:
> Bei meinem Eval-Board führen Deine Parameter zum Ergebnis im angefügten
> Screenshot.

Danke fürs ausprobieren. Ich habe mittlerweile einen neuen Chip von 
Mouser aufgelötet und wie wir mittlerweile schon erwartet haben, 
funktioniert jetzt alles.
Interessant übrigens: Auf dem China-Board war ein Chip beschriftet mit 
"ADF4350A" und leicht anderem Package, selber Footprint aber nicht 
perfekt Kastenförmig. Der von Mouser ist nur mit ADF4350 beschriftet und 
ist etwas schwieriger zu löten.

von Georg S. (randy)


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Der ADF auf deinem China-Board war wahscheinlich ein "kompatibler" Chip 
aus chinesischer Produktion. Hätte mich interessiert inwieweit beim Chip 
von Analog Devices die Spurs geringer sind oder welche Unterschiede man 
sonst so merkt. Aber leider ist deiner kaputt.

: Bearbeitet durch User
von Hp M. (nachtmix)


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Felix S. schrieb:
> kann
> sich also eigentlich nur um ein Problem mit den Ausgangstreibern oder
> deren Versorgung handeln.

Hast du auch Pull Ups an den Ausgängen, damit die Endstufe Strom ziehen 
kann?
Das sind zwei Open Collector Ausgänge, und wenn du nicht dafür sorgst, 
dass da Gleichstrom fliessen kann, bekommst allenfalls die 
Steuerleistung der Endstufe zu sehen.

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