Ich möchte hier meine Erfahrungen zu hintereinander geschalteten Moving-Average-Filtern (MAV) darlegen. Vieleicht hilft es ja anderen.
- Problem: Tiefpass mit Mikrocontroller, der möglichst schnell berechnet werden kann, also hohe Samplingraten ermöglicht. -> Ein einzelner MAV hat eine geringe Sperr-Dämpfung. Wenn man jedoch mehrere MAVs so hintereinander schaltet, dass deren Nullstellen möglichst gleich verteilt zwischeneinander liegen, bekommt man ein recht gutes Tiefpassverhalten bei sehr kleiner Rechenzeit. Die Nullstellen liegen bei Omega= 1/N, 2/N, ... (N ist Mittelwertanzahl) Beispiel für dreistufigen MAV (N1= 19, N2= 15, N3= 12): -3dB-Grenzfrequenz ist 1/60 Samplingfrequenz Dann hat die erste Sidelobe -46dB, die folgenden bleiben unter -51dB. Und ab F= 7,7 * Grenzfrequenz bleibt er unter -60dB - bis zur Nyquistfrequenz. Auf 120MHz-SAM4S braucht der Filter 0,5µs zum berechnen. Allgemein 3-er-Kaskade: N1 gegeben; dann N2 = N1 / 1,22; N3 = N1 / 1,58 Die Werte sind natürlich zu runden. Für mehr als 3 MAVs ändern sich die N1/Nx-Verhältnisse entsprechend und die Sperrdämpfung wird noch besser. Nachteile der MAVs sind
- die größere Verzögerungszeit gegenüber richtigen FIRs
- der frühere Abfall im Durchlassbereich gegenüber richtigen FIRs, dafür kein Überschwingen in Sprungantwort



