Forum: Offtopic LCD-Display Eigenbau


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von Ralf S. (cmyk61)


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Moin zusammen,

vor ein paar Tagen entdeckt: ein Schulbausatz zum selbstherstellen von 
LCD-Displays:
https://www.fluessigkristalle.com/2019/12/22/hello-world/

Vielleicht ist das für den ein oder anderen Frickler interessant?

Gruß
Ralf

: Verschoben durch Moderator
von Harald W. (wilhelms)


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Ralf S. schrieb:

> vor ein paar Tagen entdeckt: ein Schulbausatz zum selbstherstellen von
> LCD-Displays:
> https://www.fluessigkristalle.com/2019/12/22/hello-world/
>
> Vielleicht ist das für den ein oder anderen Frickler interessant?

In einer alten "ELO"-Zeitschrift gab es auch mal eine Anleitung,
wie man LCDs selber anfertigt. Die Heftnummer weiss ich leider
nicht mehr.

von Teo D. (teoderix)


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Na toll, ein Einzeichendisplay, das ~3h hält...
Das ist was für Vorschüler, nicht für "Frickler"!

von Ralf S. (cmyk61)


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Harald W. schrieb:
> n einer alten "ELO"-Zeitschrift gab es auch mal eine Anleitung,
> wie man LCDs selber anfertigt. Die Heftnummer weiss ich leider
> nicht mehr.

Soweit ich mich erinnere, war es in einer alten Funkschau.

Gruß
Ralf

von Ralf S. (cmyk61)


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Du machst Dir keine Vorstellungen davon, wie misserabel die Feinmotorik 
von Grundschülern hinsichtlich solcher Sachen ist.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen.

Gruß
Ralf

Teo D. schrieb:
> Das ist was für Vorschüler, nicht für "Frickler"!

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Beitrag "Re: 12-digit 7-Segment-LCD - gibt es sowas?"
Funkschau 1977, Flüssigkristall direkt vom Hersteller Merck Darmstadt. 
Dazu leitfähig beschichtetes Glas, ich fürchte, die Beschaffung heute 
ist nicht mehr so einfach.

: Bearbeitet durch User
von C. D. (derschmied)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Dazu leitfähig beschichtetes Glas, ich fürchte, die Beschaffung heute
> ist nicht mehr so einfach.

Beschichtete Gläser gibt es mehr denn je, im Fassadenbau sind sie sogar 
sehr üblich. Von rötlich über silber-golden bis bläulich getönt, alles 
da. In aller Regel sind die Metall-bedampft, und verursachen bei der 
Entsorgung daher auch beträchtliche kosten. Man hat eine Weile auch mit 
getönten Folien experimentiert und die Gläser damit beklebt, war aber 
nicht dauerhaft genug.

Über diesen Umweg käme man also vielleicht sogar noch an solches Glas 
ran...

: Bearbeitet durch User
von Ralf S. (cmyk61)


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C. D. schrieb:
> Beschichtete Gläser gibt es mehr denn je, im Fassadenbau sind sie sogar
> sehr üblich.

Ich mutmaße mal, dass Du die Notwendigkeiten nicht erkennt hast.
Man benötigt LEITFÄHIG beschichtete Gläser wobei die Beschichtung in 
Form der dargestellten Zeichen herausgearbeitet sein muss - quasi wie 
zwei Platinen. Schau Dir mal ein LCD mit der Lupe genau an.
Die Produktion wird dann wahrscheinlich wie bei einem Wafer in der 
Halbleiterproduktion ablaufen.
Natürlich könnte man auch dran denken, mit Silberleitlack zu arbeiten 
und die Struktur aufzupinseln. Wie das dann funktioniert müsste man mal 
sehen.

Gruß
Ralf

von Michael B. (laberkopp)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> ich fürchte, die Beschaffung heute ist nicht mehr so einfach.

Du hast doch gerade einen Link bekommen, nicht gelesen ?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ja wenn einer ein rundumsorglos Bastelset für läppische € 142,80 incl. 
MwSt. anbietet. Dazu noch weiteres Werkzeug und Verbrauchsmaterial.
(Wo steht da was von ~3h Haltbarkeit?) Damals wurde es als psychedeliche 
Lichtorgel im Diaprojektor vorgeschlagen. Ob das die Lampenhitze lange 
aushält? Ist das wenigstens bunt? Es gab solche "Lavalampen" für den 
Projektor, die waren vermutlich farbenfroher.

von Michael B. (laberkopp)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ja wenn

Ja wenn man sich so gar nicht selbst informiert sondern gleich jammert 
wird das nichts.

Natürlich war das bunt.

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.11

von C. D. (derschmied)


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Ralf S. schrieb:
> Ich mutmaße mal, dass Du die Notwendigkeiten nicht erkennt hast.

Doch doch, deshalb schrieb ich ja Metall-bedampft. Und auf Anhieb fällt 
mir keines ein, das NICHT leitfähig wäre. Kratzempfindlich ist das Zeug 
auch, wäre nun also interessant wo der Unterschied im einzelnen liegt.

von Christoph Z. (christophz)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ja wenn einer ein rundumsorglos Bastelset für läppische € 142,80 incl.
> MwSt. anbietet.

Für einen Klassensatz für 20 LCDs. Finde ich ziemlich in Ordnung.

Da uns heute jeden Tag zig LCDs über den Weg laufen bzw. Stunden darauf 
geschaut wird, finde ich es eine sehr gute Idee, die Grundlagen wie ein 
LCD funktioniert in den Physik/Chemie/Handwerk Unterricht reinzubringen.

Danke jedenfalls für den Link.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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> Natürlich war das bunt.
ja ein schwarzes Ampelmännchen auf blassgrünem Untergrund, von roten 
Krokoklemmen gehalten.

Das mit den 20 Stück habe ich übersehen. 7€ pro Schüler ist ok.

Als Bastelvorschlag hätte ich eher erwartet, dass jemand ein defektes 
Display schlachtet und die Kristallflüssigkeit wiederverwendet. Ist das 
Zeug eigentlich ungiftig, dass Lehrer es bedenkenlos im Unterricht 
ausgeben dürfen? Wie haltbar (lagerfähig, an der Luft) ist es?
Da steht "Für die Aufbewahrung von MBBA für Demonstrationsversuche 
eignet sich das Einschmelzen in Glasampullen."

Erst 1971 erfunden, "1976 Massenproduktion von Flüssigkristallanzeigen", 
da war die Funkschau 1977 mit der Bauanleitung schon früh dran.

Lavalampen projizieren:
https://mathmos.de/produkt/lavalampe-projector-silber/
so bunt wäre schön. Matmos, das war doch der Urschleim aus Barbarella 
mit Jane Fonda.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Als Bastelvorschlag hätte ich eher erwartet, dass jemand ein defektes
> Display schlachtet und die Kristallflüssigkeit wiederverwendet.

Hast Du 'ne vage Vorstellung davon, wieviel davon in einem Display drin 
ist? Das werden nur ein paar µl sein.

Wenn man ein Display zerlegt, wird das ein hauchfeiner Film an den 
Glasplatten sein, wie den da ab- und woanders wieder draufbekommen?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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In Leuchtstofflampen sind ja auch nur kleine Quecksilbermengen 
enthalten, trotzdem wird es immer wieder erwähnt.  Wenn der 
Flüssigkristall giftig wäre, hätte man das schon gelesen. Oder es ist 
die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird.

Das Rausholen stelle ich mir auch schwierig vor.

Der Praktikumsbausatz enthält immerhin "10 g nematische 
Weitbereichsmischung" also ein halbes Gramm pro Schüler. Aceton und 
Salzsäure sind auch noch nötig, da stelle ich mir die juristische 
Auseinandersetzung des Lehrers mit bedenkentragenden Helikoptereltern 
vor. Der promovierte Autor "im Ruhestand" hat neben Ingenieur auch 
Chemie studiert.

: Bearbeitet durch User
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