Forum: Fahrzeugelektronik Akkulebensdauer beim E-Auto kein Problem mehr?


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von Gustav K. (hauwech)


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Hallo,

gestern in der ams gefunden, s. Bild.

Nach 2 Jahren intensiver Nutzung immer noch 98% SOH wäre ja eigentlich 
schon der ultimative Akku. Das wären in 10 Jahren noch 90% SOH, damit 
könnte man leben.

Real oder etwas arg optimistisch?

Gustav

von Max M. (Gast)


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Bei vernünftiger Pflege schon lange kein Problem mehr.
Leider wird aber erst noch an einem Schnelltest gearbeitet, denn wer 
weiß, ob er gut gepflegt wurde oder ständig an der Schnelladestation 
war.
Real sind die Werte schon etwas schlechter nach 5Jahren, aber immer noch 
sehr gut

von Oliver S. (oliverso)


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Du hast noch nie einen Akku mal über seine Lebenszeit beobachtet, oder?

Eigentlich jeder (LiPo)-Akku verliert in Anfang relativ schnell ein paar 
% Kapazität. Danach fällt die Kapazität deutlich langsamer, bis dann 
irgendwann der Punkt erreicht wird, an dem es selbst für die normale 
Anwendung nicht mehr reicht. Ab da geht es dann sehr schnell bis zur 
völligen Unbrauchbarkeit.

Allerdings gibt es, wie überall, da Ausreißer nach unten, und bei Akkus 
mit vielen Zellen bestimmt die schlechteste dann die Lebensdauer des 
ganzen Akkus. Die kann man aber dann durch den Austausch einzelner 
Zellen noch weiter nutzen.

90% Restkapazität nach 10 Jahren wäre gut. 80%-90% ist bei den Autos, 
die das Alter schon erreicht haben, eher realistisch. Immerhin geben ja 
fast alle Hersteller 8 Jahre Garantie auf 70%-75% Restkapazität (oder 
so), und die greift fast nie, außer bei defekten Zellen.

Das Problem ist halt, daß die Akkus, die da vor 10 Jahren verbaut 
wurden, nicht die sind, die es heute gibt. Wie viel Restkapazität die in 
10 Jahren haben werden, weiß man in 10 Jahren.

Oliver

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:
> gestern in der ams gefunden, s. Bild.

neulich (1890) veröffentlicht...
Spinat enthält viel Eisen (Gustav von Bunge)

von Michael B. (laberkopp)


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Gustav K. schrieb:
> Real oder etwas arg optimistisch?

Wie immer bei Akkus: Streut stark.

Statt dummem Geschwätz über Einzelfälle guckt man sich lieber an was 
Bjørn Nyland über Instagram/YouTube liefert, der hat viele Akkutests, 
leider fand ich keine Homepage mit einer gedruckten Übersichtstabelle 
(die er in einem Video zeigt).

Zwischen 50 und 5% ist alles drin, wer schnell im heissen Klima lädt hat 
wohl bevorzugt ruinierte Akkus.

: Bearbeitet durch User
von Michael H. (mha1)


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Die Akkulebensdauer war eigentlich nie ein ernsthaftes Problem bei 
normalem Gebrauch. Das besteht eher im Kopf der Leute. Ja, Akkus können 
einen defekt aufweisen, aber dafür garantiert der Hersteller meistens 
für 7+ Jahre die Funktion. Die Akkus schaffen ca. 1000+ Ladezyklen 
(0-100%) bis sie noch eine Restkapazität von ca. 70+% aufweisen. Danach 
sind sie also weiter zu benutzen, aber die Reichweite sinkt immer weiter 
ab. Je nach Kapazität des Akkus und Verbrauch des Autos schafft man 
damit 200.000km (30kWh Akku bei 15kWh Verbrauch bis 400.000km bei 80kWh 
Akku und 20kWh Verbrauch).

Die meisten Hersteller schweigen bei den Themen: Netto-Kapazität + 
Brutto-Kapazität und SoH Ermittlung. Einige wenige Hersteller geben 
Brutto- und Netto-Kapazität an. Andere Hersteller nur eine von Beiden.

Mein Auto kommt mit 77kWh Netto-Kapazität. Nur das wurde vom Hersteller 
spezifiziert. Der SoH bezieht sich daher eher auf diese Kapazität.

Mein Auto hat brutto aber 87kWh (lt. Fahrzeugpapieren). Die Differenz 
(Puffer) wird zur Schonung des Akkus genutzt (100% SoC entsprechen im 
Neuzustand nur ca. 93% Ladestand, 0% SoC entsprechen eher 7% Ladestand). 
Später wird der Puffer kleiner.

Meistens ist die reale Brutto-Kapazität auch etwas höher als vom 
Hersteller angegeben. Die anfängliche Degradation sieht man daher nicht 
sofort im SOH.

Man kann aus den Werten der ersten 2 Jahre nur schlecht auf den Zustand 
nach weiteren 2, 4 oder 6 Jahren schließen. In den aller meisten Fällen 
wird der Akku nach 8 Jahren und 20.000km/Jahr noch eine Restkapazität 
von mindestens 70-80% aufweisen.

von Michael B. (laberkopp)


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Michael H. schrieb:
> Die Akkulebensdauer war eigentlich nie ein ernsthaftes Problem

Natürlich nicht

https://mach-e-forum.de/thread/3475-wenn-der-akkutausch-teurer-als-das-fahrzeug-ist-hier-ioniq-

Spinner.

von Frank O. (frank_o)


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Gustav K. schrieb:
> Real oder etwas arg optimistisch?

Na ja ...
Ich arbeite seit 36 Jahren als Service Techniker für Gabelstapler.
Batterien und Ladetechniken sind nicht nur mein Job, sondern auch ein 
bisschen mein privates Steckenpferd.

Mal abgesehen von den Temperaturproblemen (im Sommer zu heiß, im Winter 
zu kalt) und den damit verbundenen physikalischen Grenzen, halte ich 
auch so nichts von E-Autos.
Es ist einfach nicht möglich alle jetzt fahrenden Fahrzeuge durch 
E-Mobilität zu ersetzen.
Aber nun zu den Batterien.
Bei einem Kunden, ein Ladegerätehersteller, läuft seit vielen Jahren 
(womöglich heute noch und dann wären es so an die 20 Jahre) ein Fahrzeug 
mit Lithium-Batterie. Das war ein Versuchsfahrzeug.
Wie es im harten Einsatz aussieht und mit den echten Problemen, haben 
wir damals bei den Gelbatterien gesehen. Die waren alle nach 2 Jahren 
kaputt.
Gab es viele Gründe dafür. Oft auch einfach nur am falschen Ladegerät 
geladen (Codierstecker gebrochen).
Schnellladen und häufiges Laden, wie beim Mobiltelefon zu sehen, ist 
auch für Lithium ein Problem. Ganz zu schweigen von der Brandgefahr. Die 
Dinger bekommst du nicht mehr gelöscht.
Wenn die Hersteller sagen 20 Jahre, gehe von 10 Jahren aus, besser noch 
von 5 Jahren. Das ist meine persönliche Meinung dazu. Die ist nicht 
wissenschaftlich, aber begründet auf Erfahrungen.
Bis ich eine Bleibatterie aufgebe, haben alle anderen die schon sehr 
lange aufgegeben.
Eine 12 Jahre alte (damals aus meinem Benz) Batterie, die hatte ich nach 
zwei Jahren wieder so weit, dass sie sogar unter Belastung besser war, 
als eine ganz neue Batterie.
Lithium haben wir jetzt auch, aber das darf nicht jeder und es gibt drei 
Stufen der Berechtigung. Ist alles noch recht neu, aber die können von 
der Leistung meines Erachtens nicht mit Blei mithalten. Einzig, dass sie 
relativ problemlos und schnell zwischengeladen werden können, gibt ihnen 
eine Daseinsberechtigung.

: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Michael B. schrieb:
> Natürlich nicht
> 
https://mach-e-forum.de/thread/3475-wenn-der-akkutausch-teurer-als-das-fahrzeug-ist-hier-ioniq-

"Ein Ioniq5 Besitzer ist über einen Gegenstand gefahren und hat den 
Schaden in der Werkstatt prüfen lassen."

Ein aufgerissener Unterboden ist für Dich also Akkuverschleiss?

Michael B. schrieb:
> Spinner.

Laberkopp trifft es ganz gut.

von Ralf X. (ralf0815)


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Frank O. schrieb:
> Eine 12 Jahre alte (damals aus meinem Benz) Batterie, die hatte ich nach
> zwei Jahren wieder so weit, dass sie sogar unter Belastung besser war,
> als eine ganz neue Batterie.

So eine Tuningmethode entwickel ich gerade für LiIon-Zellen.
Erstes Ziel ist, die Kapazität von 15 Jahre alten Zellen auf 150% der 
Nennkapazität zu bringen.
Leider fehlen dem Startup noch ein paar Millionen, aber wenn die da 
sind, starte ich voll durch.

von Bruno V. (bruno_v)


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Wie kann der Autor denn den Kapazitätsverlust messen? Wer sowas schreibt 
ist entweder naiv oder hat eine Agenda.

von Thomas R. (thomasr)


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Ich bin gespannt wie die Hersteller die Nutzung des Fahrzeugakkus als 
Netzstromspeicher betrachten werden.

Wenn da ständig rein- und rausgeladen wird sollte das den SOH erheblich 
beeinflussen. Steht dann im "Kleingedruckten" daß damit jedwede Garantie 
etc. verfällt?

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas R. schrieb:
> Wenn da ständig rein- und rausgeladen wird

Jedesmal wenn man bremst, dreht sich die Stromrichtung um. Weshalb die 
Autos nach 1000 oder so Bremsvorgängen einen neuen Akku brauchen. ;)

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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Thomas R. schrieb:
> Steht dann im "Kleingedruckten" daß damit jedwede Garantie
> etc. verfällt?

Bin nicht sicher, ob man bei einem teuren Netzstromspeicher mal eben die 
Garantie ausschließen kann. So ein Ausschluss ist schnell mal unwirksam.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Aus meiner Sicht übernimmt das Problem eher der zukünftige 
Gebrauchtkäufer. Ich stelle mir vor, daß man bei Anzeichen von Problemen 
oder altersbedingtes Nachlassen der Kapazität die Fahrzeuge so bald wie 
möglich abschieben wird, vorzugsweise vor Ablauf der verbleibenden 
Herstellergarantien. Wer dann ein gebrauchtes E-Mobil kauft geht da 
große Risiken ein, sofern es da keine unterstützende Regelungen gibt. 
Deses Problem wird durch die extrem hohen Kosten solcher Reparaturen ein 
Abschreckfaktor.

Bei uns sprach man kürzlich in den Medien davon. Ein Sammlerwechsel soll 
bei vielen Marken und Modellen für den Batterieblock momentan an die 
$15-27K kosten und zusätzlich sollen ein paar tausend Dollar für die 
Arbeit anfallen. Das ist natürlich für viele Mittel- und Unterverdiener 
eine große Belastung. Wer die Dinge so betrachtet und nicht das Fahrzeug 
nicht unbedingt jeden Tag benutzen muß, ist wahrscheinlich mit einem ICV 
(Bezinfresser) besser dran. Es kommt viel auf die individuellen 
Lebensumstände an ob ein E-Fahrzeug eine bessere Wahl wäre. Für viele 
Menschen dagegen, ist das schon im Besitz befindliche Fahrzeug, daß man 
so lange wie möglich fährt, vielleicht eine bevorzugtere Entscheidung 
und wirtschaftlich vorteilhafter.

Auch wenn in D E-Autos schon einen nicht zu übersehenden Marktanteil 
haben, wird eine allgemeine Umstellung auf E-Mobilität sich im Alltag 
erst bewähren müssen. Die euphoristische Bewertung einer Minderheit von 
frühen E-Adoptierern ist, auf die Allgemeinheit übertragen, nicht 
unbedingt skalierbar.

Mir ist es unklar wie man in D die Balance von gespeicherter Energie in 
fossilen Energiequellen mit zu existierenden erzeugenden Energiequellen 
bewältigen wird. AKWs scheint man immer noch zu verpönen, wenn auch 
m.M.n. jene die einige der wenigen Möglichkeiten einer Übergangslösung 
sein werden. Auf erneuerbare Methoden der Energiesammlung kann man sich 
nicht wirklich verlassen. Ferner ist die  unaufhaltbare Zunahme der IT 
eine andauernde Kapazitätsherausforderung, weil die Mega Datenzentren 
ihren Obulus in immer größerem Energiebedarf fordern und noch fordern 
werden. Doe Proliferation von AI wird dieses Problem nur noch 
verstärken, da man annehmen muß, daß die Wirtschaft sie so weit wie 
möglich einsetzen wollen. Diese Einführung würde den Wettstreit um die 
erhältlichen Energiequellen nur noch intensifizieren.

Der Bau zahlreicher öffentlich zugänglicher Ladestationen wird auch 
herausfordernd sein, ganz zu schweigen von den Kapazitätsgrenzen der 
existierenden Verteilungsinfrastruktur. Die Kosten von Kupfer sind ja 
bekanntlich nun mittlerweile schon astronomisch hoch. Und ob Aluminum 
anstatt dafür eignet ist, kann ich nicht beurteilen. Dann ist man in D 
zögernd das fossile Energiedefizit durch schnellste Umstellung auf 
alternative Methoden a la AKW zu akzeptieren. Erneuerbare Energietechnik 
und Methoden haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die Möglichkeiten 
für die Erschließung zusätzlicher WKW sind höchstwahrscheinlich sehr 
begrenzt und okölogisch auch vielerweise anfechtbar. Es fragt sich auch 
an wem der Onus aller dieser Herausforderungen richten bzw. fallen soll.

Die erfolgreiche Demonstration der E-Mobilität ist nun nicht gleich der 
Realität wenn die Massen der E-Fahrzeuge um Lademöglichkeiten ringen zu 
haben. Für viele Strassenparker in alten Großstädten ist das ohnehin 
noch ein ungelöstes Problem. Man wird sich um Zugang zu 
Lademöglichkeiten vielfach streiten werden. Auch der Ladezeitaufwand 
wird vielfach als untragbar empfunden werden. Schnellladung ist nicht 
unbedingt im Interesse einer bestmöglichen Lebensdauer empfehlenswert 
und für viele Bewohner anschlusstechnisch nicht automatisch zugänglich. 
Dazu kommt, daß die Betreiber und Investitoren dieser Ladeinfrastruktur 
königlich gezahlt werden wollen.

Was mich betrifft, bin ich skeptisch ob eine zeitfristig schnelle und 
vollkommene Umstellung überhaupt praktisch und bezahlbar für die 
Gesellschaft und Wirtschaft ist. Die anfallenden Kosten und 
Zeitkonstraints sind nicht übersehbar und es ist unklar ob der Staat und 
die Gesellschaft willig und fähig ist, den anfallenden Herausforderungen 
die Stirn zu bieten. Die momentane Euphorie der hochbezahlten 
Elite-Adoptierer ist nicht unbedingt ein realistischer Indikator oder 
ein Maßstab für eine noch folgende Massenadoption durch die übrig 
bleibenden Schichten der Bevölkerung.

Der unnatürliche Zuwachs der Bevölkerung erschwert bezahlbare und und 
schnelle Anpassungen und Ausbau der notwendigen Infrastrukturen, weil 
sich die Randbedingungen andauernd verändern. Sobald Neues Dazugebautes 
fertig gestellt ist, merkt man, daß man schon wieder weit hinterher 
hinkt.

Der Status Quo, so wie wir ihn schon viele Jahrzehnte gewöhnt sind, wird 
erschüttert werden. Die Sprünge sind jetzt schon sehr sichtbar.

Wie immer, wird man sehen müssen, ob die anfallenden Herausforderungen 
und Probleme zielbewußt gelöst werden können und man es, noch wichtiger, 
als Staat und gesellschaftlich, finanziell ertragen kann. Schon jetzt 
sind die immer weiter sich erhöhenden Lebenskosten ein unübersehbarer 
Bestandteil vieler Menschen. Eine schmerzlose Umstellung wird es mit 
Sicherheit langfristig nicht sein können. Die Investition in fossile 
Technik, die schon lange existiert, ist nicht im Handumdrehen 
ignorierbar oder abbaubar und über Nacht bewältigbar. Sobald man 
(Bevölkerung) nicht mehr umkehren kann, werden die amtlichen und 
wirtschaftlichen Daumenschrauben mit Sicherheit angezogen werden, da die 
notwendigen Investitionen in die Infrastruktur der E-Mobilität von 
irgendjemand bezahlt werden müssen.

Wir leben in einer Zeit wo viele alte und neue Probleme konvergieren und 
uns in die Ecke treiben wollen. Und Zeit zum Lösen dieser zeitgemäßen 
Probleme haben wir immer weniger.

Die große Frage ist dann also, ob uns überhaupt genug Zeit und 
Ressourcen zur Verfügung haben, um uns allen diesen Problemen stellen zu 
können. Klimaänderung tut ein Übriges, uns wenig Zeit zur Planung und 
Ausführung zu lassen.

"May we live in interesting times"...

von (prx) A. K. (prx)


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Gerhard O. schrieb:
> "May we live in interesting times"...

Sich das zu wünschen... Ich den Spruch als
  May you live in interesting times.
und gilt als chinesischer Fluch. :)

von Oliver S. (oliverso)


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Michael H. schrieb:
> Die Akkus schaffen ca. 1000+ Ladezyklen
> (0-100%) bis sie noch eine Restkapazität von ca. 70+% aufweisen.

Nach den hier diskutierten 10 Jahren sind die Akkus auch bei den schon 
genannten +/- 80%, wenn die bis dahin nur 100 Zyklen durch haben.

Die 1000+Zyklen erleben die nur, wenn die in sehr viel kürzerer Zeit 
durchlaufen werden.

Oliver

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Frank O. schrieb:
> Eine 12 Jahre alte (damals aus meinem Benz) Batterie, die hatte ich nach
> zwei Jahren wieder so weit, dass sie sogar unter Belastung besser war,
> als eine ganz neue Batterie.

Das funktioniert einwandfrei, nachdem die AutoBatterie zum Recycling 
gebracht wurde und dort auch eine recycelte wieder mitgenommen wurde. 
Das geht sogar mit einer noch älteren.

von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Jedesmal wenn man bremst, dreht sich die Stromrichtung um. Weshalb die
> Autos nach 1000 oder so Bremsvorgängen einen neuen Akku brauchen. ;)

Das stimmt. Echtes Teufelswerk!

So viele Male pro Tag, wenn ich mit dem Elektroauto von 360km/h auf Null 
herunter bremse (bei 99.99% Wirkungsgrad versteht sich), dann schiebe 
ich fast 2,8kWh in den Akku. Das der sich das auf Dauer gefallen lässt… 
;-)

von Gustav K. (hauwech)


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Gerhard O. schrieb:
> Aus meiner Sicht übernimmt das Problem eher der zukünftige
> Gebrauchtkäufer.

Wie sollte es anders sein.

Allerdings gibt es mittlerweile eine Menge Anbieter von sog. 
Batteriezertifikaten (ADAC und div. Prüforganisationen), die dem 
Autoverkäufer ein Zertifikat an die Hand geben.

Bei der teuersten Version wird ein Dongel mit SIM-Karte in die 
Diagnosebuchse gesteckt und man generiert einen Vollzyklus. Also einmal 
von 0% auf 100% laden und einmal von 100% auf 0% entladen. Irgendwelche 
Daten werden dann live zum Anbieter des Dongels übertragen und dort 
ausgewertet.

Die billigste Version liest irgendwelche Daten aus dem Motormanagement 
aus, die der Hersteller an der Diagnosebuchse zum "Download" anbietet.

Inwieweit ein Autokäufer aus solchen Batteriezertifikaten eine 
mehrjährige Funktionsgarantie des Akkus ableiten kann, entzieht sich 
meiner Kenntnis.

von Gerhard O. (gerhard_)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> "May we live in interesting times"...
>
> Sich das zu wünschen... Ich den Spruch als
>   May you live in interesting times.
> und gilt als chinesischer Fluch. :)

Ich habe es doch nicht so wie geschrieben gemeint, sondern nur 
rhetorisch. Sinngemäß:

"Ihr habt euch methodisch in die Nesseln gesetzt. Seht nur selber zu wie 
ihr wieder daraus herauskommt".

: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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Gerhard O. schrieb:
> Der Status Quo, so wie wir ihn schon viele Jahrzehnte gewöhnt sind, wird
> erschüttert werden. Die Sprünge sind jetzt schon sehr sichtbar.

Hallo mein lieber Gerhard!

Du hast sehr recht mit allem.
Ich bin eigentlich kein Verschwörungstheoretiker, aber die dystopische 
Zukunft, die von ernstzunehmenden Menschen aufgezeigt wird, will niemand 
sehen.
Leider ist das ein schon vor langer Zeit (>20 Jahre) angelegter Plan.

Wenn ich da was zu schreiben sollte (gehört sowieso nicht hier hin und 
bei meiner Lebenserwartung nicht mehr relevant für mich), stehe ich 
sofort auf der Abschussliste. Dann wird man auf einmal 
Unannehmlichkeiten erleiden und kann das nicht einmal zuordnen.

von Bruno V. (bruno_v)


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Gustav K. schrieb:
> Bei der teuersten Version wird ein Dongel mit SIM-Karte in die
> Diagnosebuchse gesteckt und man generiert einen Vollzyklus. Also einmal
> von 0% auf 100% laden und einmal von 100% auf 0% entladen. Irgendwelche
> Daten werden dann live zum Anbieter des Dongels übertragen und dort
> ausgewertet.

letztendlich verlässt man sich immer auf Daten des Herstellers. Ich kann 
zwar messen, wieviel Strom ich reinschicke, aber nur ganz grob, wieviel 
in der Batterie ist oder gar wie viel die wieder ausspuckt. Meine kommt 
ab Werk mit "brutto" und "netto" - Angaben.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Gerhard O. schrieb:
> Wer die Dinge so betrachtet und nicht das Fahrzeug
> nicht unbedingt jeden Tag benutzen muß, ist wahrscheinlich mit einem ICV
> (Bezinfresser) besser dran.

Nicht nur das. Zugleich wäre die CO2-Bilanz insgesamt auch noch besser, 
was wieder zu endlosen Diskussionen führen wird, aber hierher passt.

Gerhard O. schrieb:
> Die euphoristische Bewertung einer Minderheit von
> frühen E-Adoptierern ist, auf die Allgemeinheit übertragen, nicht
> unbedingt skalierbar.

Das ist treffend formuliert. Wer zu Hause keinen eigenen Stellplatz zum 
Laden (es muss keine Walbox sein, wenigstens eine 16A-abgesicherte 
Steckdose) hat, dem fehlt eine Rückfallposition.

Was mir wirklich auffällt, dass die Personen, die sich einen 
leistungsfähigen Verbrenner gekauft haben viel offener sind im Hinblick 
auf Mitfahrt oder ausprobieren lassen um das Fahrzeug zu demonstrieren, 
als die EAutofahrer. Die reden immer nur davon, aber wenn es darum geht 
jemanden praktisch zu überzeugen, dann wird immer auf den Autohändler 
verwiesen.

Gerhard O. schrieb:
> Der Bau zahlreicher öffentlich zugänglicher Ladestationen wird auch
> herausfordernd sein, ganz zu schweigen von den Kapazitätsgrenzen der
> existierenden Verteilungsinfrastruktur.

Bei der nächsten öffentlichen Ladesäule ist vor vielleicht drei Wochen 
die Elektronik ausgefallen. Die ist gerade wenig über 5 Jahre. Eine neue 
hat andere Befestigungen und benötigt eine neue Säule für die Montage. 
Bei einer anderen wurde das Ladekabel abgeschnitten und geklaut. Das 
nimmt mittlerweile immer mehr zu. Es gibt auch Gruppierungen, die zünden 
EAutos an, weil das Öko-Kapitalismus wäre. Das führt dann auch in diese 
Richtung:

Frank O. schrieb:
> aber die dystopische Zukunft, die von ernstzunehmenden Menschen
> aufgezeigt wird, will niemand sehen.

und erschwert einen kontinuierlichen Übergang ungemein.

von Frank O. (frank_o)


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Dieter D. schrieb:
> ganz zu schweigen von den Kapazitätsgrenzen der
>> existierenden Verteilungsinfrastruktur.
>
> Bei der nächsten öffentlichen Ladesäule ist vor vielleicht drei Wochen
> die Elektronik ausgefallen. Die ist gerade wenig über 5 Jahre. Eine neue
> hat andere Befestigungen und benötigt eine neue Säule für die Montage.
> Bei einer anderen wurde das Ladekabel abgeschnitten und geklaut. Das
> nimmt mittlerweile immer mehr zu. Es gibt auch Gruppierungen, die zünden
> EAutos an, weil das Öko-Kapitalismus wäre. Das führt dann auch in diese
> Richtung:

Zudem kommt noch, dass die ab diesem Jahr die Leistung drosseln können, 
wenn das Netz überlastet wird. Wie das aussieht, kann sich sicher jeder 
Vorstellen, wenn um 18 Uhr die Lampen dunkel werden. Dann ist nämlich 
nichts mit morgens mit dem E-Auto zur Arbeit fahren.
Ohne eigene Wallbox und viel Solar auf dem Dach, ist dann ziemlich 
schnell Essig mit der Elektromobilität.
Als ich noch bei Facebook war, hatte ich dazu einen Artikel geschrieben. 
Leider habe ich den nicht abgespeichert.
Bei den Firmen mit Ladestationen kenne ich schon die Kabelquerschnitte. 
Das auf ganz Deutschland, besser noch auf ganz Europa umgelegt, so viel 
Kupfer gibt es gar nicht. Atomkleinkraftwerke an jeder größeren Straße 
wären möglich, aber es gibt sicher auch langfristig nicht so viel Uran.
Also wenn nicht bald einer den Fluxkompensator mit Abfallverwertung 
erfindet (zurück in die Zukunft), dann ist das sowieso schneller zu 
Ende, als das angefangen hatte.
Unterhält man sich mit den Autohändlern, dann erfährt man, dass die 
Autos nur mit unglaublichen Rabatten und über Firmenleasing in den Markt 
kommen.
Die Leute kaufen alle wie verrückt im Moment noch Verbrenner.

von Norbert (der_norbert)


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Frank O. schrieb:
> Wie das aussieht, kann sich sicher jeder
> Vorstellen, wenn um 18 Uhr die Lampen dunkel werden.

Die sind noch viel schlimmer, die schalten sogar alle Herzschrittmacher 
ab.
Nur um Energie zu sparen!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Frank O. schrieb:
> Ohne eigene Wallbox und viel Solar auf dem Dach, ist dann ziemlich
> schnell Essig mit der Elektromobilität.

Elektromobilität geht auch ohne eigene Wallbox und viel Solar auf dem 
Dach, wenn man mit Straßenbahn und S-Bahn vor der Haustür mit nicht zu 
langem Weg zur Arbeit fahren kann.

von Michael B. (laberkopp)


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Dieter D. schrieb:
> Elektromobilität geht auch ohne eigene Wallbox und viel Solar auf dem
> Dach, wenn man mit Straßenbahn und S-Bahn vor der Haustür mit nicht zu
> langem Weg zur Arbeit fahren kann.

Wenn das Leben ausschliesslich aus dem Job und dem Abend vor dem 
Fernseher im Arbeiterlagerregal besteht, mag das gehen.

von Frank O. (frank_o)


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Dieter D. schrieb:
> Elektromobilität geht auch ohne eigene Wallbox und viel Solar auf dem
> Dach, wenn man mit Straßenbahn und S-Bahn vor der Haustür mit nicht zu
> langem Weg zur Arbeit fahren kann.

Als meine Trennung war und ich mit den Kindern in der nächsten Stadt am 
Sonntagnachmittag ins Kino wollte, wäre ich nur noch mit dem Taxi zurück 
gekommen. Wenn das dann mal kommt.
Morgens, Termin im Krankenhaus und der Bus ist nicht gekommen.
Taxi angerufen. Aussage O-Ton: "Die sind jetzt alle auf Schulfahrt!"

von Re D. (re_d228)


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Gustav K. schrieb:
> Hallo,
> gestern in der ams gefunden, s. Bild.
> Nach 2 Jahren intensiver Nutzung immer noch 98% SOH wäre ja eigentlich
> schon der ultimative Akku. Das wären in 10 Jahren noch 90% SOH, damit
> könnte man leben.
> Real oder etwas arg optimistisch?
> Gustav

Kleine Geister verstehen keine Funktionen höherer Ordnung. Thema kann 
geschlossen werden.

von Gustav K. (hauwech)


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Frank O. schrieb:
> Zudem kommt noch, dass die ab diesem Jahr die Leistung drosseln können,
> wenn das Netz überlastet wird. Wie das aussieht, kann sich sicher jeder
> Vorstellen, wenn um 18 Uhr die Lampen dunkel werden. Dann ist nämlich
> nichts mit morgens mit dem E-Auto zur Arbeit fahren.
> Ohne eigene Wallbox und viel Solar auf dem Dach, ist dann ziemlich
> schnell Essig mit der Elektromobilität.

Bei dir scheint nachts die Sonne?
Auf welchem Planeten lebst du nochmal?

Frank O. schrieb:
> Die Leute kaufen alle wie verrückt im Moment noch Verbrenner.

Und kaufen wie verrückt Öl- und Gasheizungen. Das Vertrauen in die 
Bewohner der Elfenbeintürme scheint sich in Grenzen zu halten.

von Gustav K. (hauwech)


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Re D. schrieb:
> Thema kann geschlossen werden.

Mach dich einfach vom Acker und gut ist.

von Re D. (re_d228)


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Gustav K. schrieb:
> Mach dich einfach vom Acker und gut ist.

Du hast echt Probleme mit Nichtlinearitäten. Tut weh? Naja kann halt 
nicht jeder so eingeschränkt sein wie du. Einfache Geister einfache 
Lösungen.

von Frank O. (frank_o)


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Gustav K. schrieb:
> Bei dir scheint nachts die Sonne?
> Auf welchem Planeten lebst du nochmal?

Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger 
haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.

von Joe J. (j_955)


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Gustav K. schrieb:
> Nach 2 Jahren intensiver Nutzung immer noch 98% SOH wäre ja eigentlich
> schon der ultimative Akku. Das wären in 10 Jahren noch 90% SOH, damit
> könnte man leben.

Gustav K. schrieb:
> Bei der teuersten Version wird ein Dongel mit SIM-Karte in die
> Diagnosebuchse gesteckt und man generiert einen Vollzyklus. Also einmal
> von 0% auf 100% laden und einmal von 100% auf 0% entladen. Irgendwelche
> Daten werden dann live zum Anbieter des Dongels übertragen und dort
> ausgewertet.

Twaice - Startup. Auf Aussagen von dem würde ich nicht so viel geben.
Die arbeiten mit Herstellern zusammen und haben sich die Ladekurven von 
einigen Fzg. angeschaut. Aber irgendwie muss man sich ja dem Thema 
nähern.

Ein Möglichkeit für SOH Bestimmung:
Während dem Ladevorgang einfach die Akkuspannung kontinuierlich aus dem 
Fzg ausgelesen und so die entnommene Ladekurve mit einer Referenz 
verglichen und darüber eine Aussage zum SOH getätig. Geht natürlich auch 
mit Leerfahren, also anders herum. So einfach ist das. Gibt dann schon 
einen Pi*DAUMEN Wert und lässt sicherlich eine Aussage zu. Sagt dir aber 
nicht, ob dein Akku nicht doch vorgeschädigt ist oder dennoch irgendwann 
kapputt geht. Daher ist imho SOH der falsche Begriff. Ist eine einfache 
Messung der Restkapazität.


Ich glaube auch, das Gebrauchte Fzg. noch ein riesen Thema sein werden. 
Und eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar gewährleistet 
werden muss vom Hersteller, zur Not auch mit VOrgabe vom Gesetzgeber. 
Anders hat E-Mobility keine Chance.

PS:
Ich schwimme gerne auf der E-Mobility Welle mit. Machen Spaß die Autos, 
aber kein echter Ersatz für einen Verbrenner im Moment.Als Zweitwagen 
OK.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Mein Auto ist 15 Jahre alt und ich brauche keinen neuen Tank.

von Michael O. (michael_o)


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Erzählt diesen Stuss bitte nicht meinen beiden 12 Jahre alten Kangoo ZE. 
Die erfreuen sich mit 102.000km und 130.000km nach über 1000 Vollzyklen 
noch an 75% der Akkukapazität. Zugegen ist die Winterreichweite heute 
20km weniger als vor 8 Jahren, reicht aber hoffentlich noch eine Weile.
Die beiden Neueren mit der dreifachen Reichweite werden dann nach 12 
Jahren und 300-400.000km in dem Bereich ankommen. Mal sehen ob meon 
letzter Diesel das auch schafft.

MfG
Michael

von (prx) A. K. (prx)


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Joe J. schrieb:
> aber kein echter Ersatz für einen Verbrenner im Moment.Als Zweitwagen
> OK.

Oder als Erst- und Zweitwagen. :)

: Bearbeitet durch User
von Joe J. (j_955)


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(prx) A. K. schrieb:
> Joe J. schrieb:
>> aber kein echter Ersatz für einen Verbrenner im Moment.Als Zweitwagen
>> OK.
>
> Oder als Erst- und Zweitwagen. :)

Sicher nicht. Aber ich mag den Optimismus und die Geduld von manchen 
Menschen. Die habe ich nicht. Die Rest-Reichweite IMMER immer im 
Hinterkopf haben(Wie der Raucher den Füllstand der 
Kippenschachtel)->funktioniert bei mir nicht. Aber he - hätten wir alle 
Probleme der Menschheit schon gelöst, wäre uns hier ja stinklangweilig 
und es gäbe dieses Forum nicht..

: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Ich wollte mir ein neues (gebrauchtes) Telefon kaufen, 
interessanterweise zeigen die inzwischen den Akkuzustand. Die Dinger 
liegen nach zwei Jahren um die 85%. Sind die Akkus in den Telefonen so 
viel schlechter als die im Auto, oder schummeln die Hersteller mit der 
Angabe und machen die schlechter als sie sind?

Ich  habe inzwischen auch schon frühzeitige Akkuausfälle erlebt, bei 
E-Bikes sterben die Akkus teilweise weit vor ihrer geplanten 
Lebensdauer. Je mehr Zellen verbaut sind, umso größer das Risiko für 
einen Ausfall. Bei dem Rad war es letztens ein 10s5p, der hatte nach 
einem Schlagloch plötzlich nur noch halbe Reichweite und neigte danach 
zu spontanen Ausfällen (Kapazität ist immer schlagartig gesunken).

Wenn ich meine gesammelten Erfahrungen auf Autos übertrage mache ich mir 
echt sorgen. Wichtig wäre für mich als typischer Gebrauchtwagenkäufer 
die Möglichkeit den Akku kostengünstig zu ersetzen. Sei es in Eigenregie 
durch Zellentausch oder durch Firmen die sich darauf spezialisiert 
haben.

von Oliver S. (oliverso)


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Frank D. schrieb:
> Bei dem Rad war es letztens ein 10s5p, der hatte nach
> einem Schlagloch plötzlich nur noch halbe Reichweite und neigte danach
> zu spontanen Ausfällen (Kapazität ist immer schlagartig gesunken).

Was das wohl für ein Fehler ist? Der Fachebegriff lautet wohl 
"Wackelkontakt".

In dem Fall kann man ziemlich sicher sagen, daß die E-Auto-Hersteller 
das Problem im Griff haben.

Oliver

von J. T. (chaoskind)


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Re D. schrieb:
> Kleine Geister verstehen keine Funktionen höherer Ordnung. Thema kann
> geschlossen werden.

Und weil du kleiner Geist die Reichweite und Komplexität des Themas 
nicht überblicken kannst, willst du anderen die Diskussion darüber 
verbieten?

In der Tat, ziemlich kleingeistig.

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Oliver S. schrieb:
> Was das wohl für ein Fehler ist? Der Fachebegriff lautet wohl
> "Wackelkontakt".

Ganz sicher nicht, zumindest nicht an der Verkabelung / Elektrik. Dort 
hatte eine Zelle intern ein Wackelkontakt. Die Zellen waren beim messen 
schon ordentlich auseinandergedriftet, ein 5er Pärchen stach raus.
Den Akku habe ich mit neuen Zellen bestückt, dabei war das BMS die ganze 
Zeit durch einen parallelen Akku gepuffert. Seit dem läuft er wieder wie 
neu.

von Flip B. (frickelfreak)


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Frank D. schrieb:
> Sind die Akkus in den Telefonen so viel schlechter als die im Auto

Die Akkus sind nicht schlechter, vielleicht etwas andere Chemie, werden 
aber mit 4,35V ladespannung, 65W schnelladung und täglichen vollzyklen 
gequält um für den nutzer anfangs die Maximale laufzeit rauszukitzeln.

 Die Akkuchemie im BEV ist ab werk auf mehr ladezyklen ausgelegt, wird 
nicht ständig überladen und im bedarfsfall gekühlt. Da ist eine 10fach 
längere Lebensdauer kein Problem.

von (prx) A. K. (prx)


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Joe J. schrieb:
> Sicher nicht.

Wie auch sonst üblich taugt nicht alles für jeden und nicht jeder sieht 
alles gleich. Wenn der Nissan monatelang auf seine Akkureparatur auf 
Garantie wartend durch einen Tesla ersetzt wird, und als Gebrauchtwagen 
nicht so viel bringt wie erhofft, dann gibts halt 2 E-Autos und schon 
lange keinen Verbrenner mehr. Der Nissan ist auf Langstrecken 
unpraktisch, aber mit dem Tesla ist das kein Problem.

Das einzige Problem ist, dass es nur eine Zapfstelle gibt, was immer mal 
zu Rangierarbeiten führt. Dann ärgert man sich, wenn man mit dem Auto 
unterwegs ist, unplanmässig die Sonne scheint, und man vorher vergass, 
das andere Auto an den Rüssel zu hängen. :)

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Frank D. schrieb:
> Sind die Akkus in den Telefonen so viel schlechter als die im Auto

Man findet in Autos mitunter auch andere Akkutechnik. Bis hin zur 60 kWh 
Klasse findet man zunehmend Lithium-Eisenphosphat (LFP) Akkus, die zwar 
bei gleicher Kapazität grösser und schwerer sind, aber eine höhere 
Lebensdauer besitzen.

So gibt es den Tesla 3 (EU) mit 60 kWh LFP-, oder mit 80 kWh NMC-Zellen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Flip B. schrieb:
> und im bedarfsfall gekühlt

... oder geheizt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Frank D. schrieb:
>> Sind die Akkus in den Telefonen so viel schlechter als die im Auto
>
> Man findet in Autos mitunter auch andere Akkutechnik. Bis hin zur 60 kWh
> Klasse findet man zunehmend Lithium-Eisenphosphat (LFP) Akkus, die zwar
> bei gleicher Kapazität grösser und schwerer sind, aber eine höhere
> Lebensdauer besitzen.
>
> So gibt es den Tesla 3 (EU) mit 60 kWh LFP-, oder mit 80 kWh NMC-Zellen.

Dazu kommt, dass bei Telefonakkus vermutlich das absolut technisch 
machbare bzgl. Bauraum und Kapazität verbaut werden wird. Bei Akkus für 
Autos wird das längst nicht so auf Kante genäht werden. Dazu kommt, dass 
eine gehäufte Ausfallquote ziemlich sicher zu einem Einbruch beim Absatz 
und eine erhebliche Beschädigung der Marke führen dürfte. Denn das ist 
ja keine preiswerte Smartphone- oder auch Fahrradinvestition.

von Michael B. (laberkopp)


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Frank O. schrieb:
> Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger
> haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.

Ui, hier hat aber jemand einen Plan, aber so was von.

Such mal einen >60kWh Speicher fur zu Hause und guck auf den Preis (pro 
Ladezyklus, pro kWh)

von Roland E. (roland0815)


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Michael B. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger
>> haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.
>
> Ui, hier hat aber jemand einen Plan, aber so was von.
>
> Such mal einen >60kWh Speicher fur zu Hause und guck auf den Preis (pro
> Ladezyklus, pro kWh)

Ach du Laberkopp... Auf welchem Berg in Paris muss man das Auto jede 
Nacht mit 60kWh wieder aufladen?

Halte dich doch aus Themen, von denen du keine Ahnung hast, raus.

Mehr als 10kWh werden täglich eher selten benötigt. Und das ist für 
Solarakkus die Einsteigerklasse...

Roland

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger
>> haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.
>
> Ui, hier hat aber jemand einen Plan, aber so was von.

Leute, man kann auch einfach sachlich diskutieren, ohne den anderen 
persönlich anzugreifen.

> Such mal einen >60kWh Speicher fur zu Hause und guck auf den Preis (pro
> Ladezyklus, pro kWh)

Im Moment rechnet sich das mMn auch eher nicht.

Interessant dürften aber die neuen Natrium-Ionen-Generationen werden, 
die zum Teil schon Serienreife haben. Die haben offenbar eine sehr viel 
höhere Zyklenfestigkeit bei deutlich günstigerem Preis. Die etwas 
geringere Energiedichte spielt stationär ja keine große Rolle.
Und die Dinger kommen ohne Lithium aus. Und wenn wir eins hier in DE 
haben, dann ist es Kochsalz :-)

Beitrag #7609477 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Christian M. (likeme)


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Max M. schrieb:
> Leider wird aber erst noch an einem Schnelltest gearbeitet

Vielleicht dann bald beim TÜV, dann ist nach 5 Jahren Feierabend, da 
eine von 500 Zellen leicht defekt und somit ein Risiko ist...

: Bearbeitet durch User
von Rüdiger B. (rbruns)


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Chris D. schrieb:
> Und wenn wir eins hier in DE
> haben, dann ist es Kochsalz :-)

Natrium aus der Kochsalzzerlegung für die Chlorgewinnung zur PCV 
Produktion.

von Gustav K. (hauwech)


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Michael B. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger
>> haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.
>
> Ui, hier hat aber jemand einen Plan, aber so was von.

Seltsamerweise haben die Ahnungslosen immer die größte Klappe. In meinem 
Umfeld haben eine Menge Leute eine Solaranlage, aber niemand hat einen 
Speicher.

 Roland E. schrieb:
> Mehr als 10kWh werden täglich eher selten benötigt.

Du meinst, die Leute tanken jede Nacht nur 10kWh, weil sie am nächsten 
Tag voraussichtlich nur 10kWh verbrauchen? So wie sie früher jeden Abend 
nur 5 Liter Sprit tankten, weil man am nächsten Tag voraussichtlich nur 
5 Liter verfahren wird.

von Gustav K. (hauwech)


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Christian M. schrieb:
> Max M. schrieb:
>> Leider wird aber erst noch an einem Schnelltest gearbeitet
>
> Vielleicht dann bald beim TÜV, dann ist nach 5 Jahren Feierabend, da
> eine von 500 Zellen leicht defekt und somit ein Risiko ist...

Gut möglich. Das wird dann ähnlich wie heute mit der ASU. Auto ist 
eigentlich noch in Ordnung, muss aber auf den Müll, bzw. darf bei uns 
nicht mehr fahren.

Dann freuen sich die Afrikaner wieder über billige E-Autos, so wie sie 
sich heute über billige und gut erhaltene Verbrenner freuen, die man 
locker noch 10 Jahre fahren kann.

von Oliver S. (oliverso)


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Chris D. schrieb:
> Interessant dürften aber die neuen Natrium-Ionen-Generationen werden,
> die zum Teil schon Serienreife haben. Die haben offenbar eine sehr viel
> höhere Zyklenfestigkeit bei deutlich günstigerem Preis.

Das mit dem günstigeren Preis scheint vermutlich eventuell zu stimmen, 
alles andere muß sich erst noch in der Praxis zeigen.
Immerhin gibt es ja inzwischen die ersten E-Autos in China damit.

Oliver

von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Du meinst, die Leute tanken jede Nacht nur 10kWh, weil sie am nächsten
> Tag voraussichtlich nur 10kWh verbrauchen?

Fast korrekt, nur die Reihenfolge ist umgekehrt. Das ergibt sich 
automatisch, wenn man nachts an Wallbox oder Ladeziegel hängt. Man lädt 
das nach, was tagsüber verbraucht wurde, bis zum gewählten Ladelimit. 
Werden an einem normalen Tag 10 kWh verbraucht, werden damit Nacht für 
Nacht auch nur diese 10 kWh bis zum Folgetag nachgeladen.

> So wie sie früher jeden Abend
> nur 5 Liter Sprit tankten, weil man am nächsten Tag voraussichtlich nur
> 5 Liter verfahren wird.

Es hilft nicht, die auf frühere Schemata trainierten Gehirnwindungen 
ohne Anpassung auf neue Situationen loszulassen. Elektrisch gesehen 
wohnst du einer Tankstelle.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gustav K. schrieb:
>> Du meinst, die Leute tanken jede Nacht nur 10kWh, weil sie am nächsten
>> Tag voraussichtlich nur 10kWh verbrauchen?
>
> Korrekt.

Genaugenommen ist es anders herum.
Die Leute tanken jede Nacht nur 10kWh nach, weil sie über den Tag nur 
10kWh verbraucht haben, und daher gar nicht mehr nachgeladen werden 
kann. Das Auto wird abends angestöpselt und lädt dann einfach wieder 
voll.

Die Nerds, die da das Ladelimit jeden Tag auf das einstellen, was sie 
für den nächsten Tag brauchen zu meinen, sind halt Nerds.

Oliver

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:

> Es hilft nicht, die auf frühere Schemata trainierten Gehirnwindungen
> ohne Anpassung auf neue Situationen loszulassen. Elektrisch gesehen
> wohnst du an einer Tankstelle.

Vor allem arbeitest Du an einer Tankstelle. Denn AN werden natürlich bei 
Ihrem AG aufladen. Schön über viele Stunden mit wenig Leistung. Ganz 
problemlos.

Bei einem entsprechendem Anteil an E-Mobilen wird ein AG, der das nicht 
anbietet, schlicht keine AN mehr finden.
Und viele bieten es ja auch schon an.

Ist doch angenehm, weil es den Tankstellenstopp im Alltag erspart.

: Bearbeitet durch Moderator
von Joe J. (j_955)


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Chris D. schrieb:
> Dazu kommt, dass
> eine gehäufte Ausfallquote ziemlich sicher zu einem Einbruch beim Absatz
> und eine erhebliche Beschädigung der Marke führen dürfte. Denn das ist
> ja keine preiswerte Smartphone- oder auch Fahrradinvestition.

Je länger man Auto fährt, desto eher erkennt man, dass das nicht stimmt. 
Autohersteller lassen gerne mal Bananenprodukte auf die Menschheit los. 
Jüngstes Beispiel VW/SKODA/VAG Marken: Travelassist
Diese Probleme haben andere Hersteller auch, versprechen vollmundig, 
halten nur die Hälfte. Bis die Garantie abgelaufen ist und dann guck 
halt in die Röhre.

Beitrag #7609563 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Oliver S. schrieb:
> Die Nerds, die da das Ladelimit jeden Tag auf das einstellen, was sie
> für den nächsten Tag brauchen zu meinen, sind halt Nerds.

Das sind jene, die den Akku zwecks Schonung normalerweise nicht voll 
laden, und nur vor besonderen Tagen höher gehen. Sei es höherer Bedarf, 
sei es Suppengrün in Stromgedacht.

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


Angehängte Dateien:

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Hmmm schrieb:
>
https://mach-e-forum.de/thread/3475-wenn-der-akkutausch-teurer-als-das-fahrzeug-ist-hier-ioniq-

Vom Akkupreis mal abgesehen: Ich sehe da als SALES TAX $2.912,47, was
genau 5% entspricht. Bei uns würden da 11.067,40 EUR stehen, was 19%
entspricht. Bei uns darf es offensichtlich immer etwas mehr sein. Der
Screenshots ist aus dem Video.

von Joe J. (j_955)


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(prx) A. K. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Die Nerds, die da das Ladelimit jeden Tag auf das einstellen, was sie
>> für den nächsten Tag brauchen zu meinen, sind halt Nerds.
>
> Das sind eher jene, die den Akku normalerweise nicht voll laden, und nur
> vor besonderen Tagen höher gehen. Sei es höherer Bedarf, sei es
> Suppengrün in Stromgedacht.

Oder ich lease halt ein Auto, mach mir keine Gedanken darüber und nach 
mir die Sinnflut? Stromer kaufen ist schon gewagt, finde ich.

von Roland E. (roland0815)


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Gustav K. schrieb:
> ...
>
>  Roland E. schrieb:
>> Mehr als 10kWh werden täglich eher selten benötigt.
>
> Du meinst, die Leute tanken jede Nacht nur 10kWh, weil sie am nächsten
> Tag voraussichtlich nur 10kWh verbrauchen?

Der durchschnittliche Pendler verfährt täglich etwa 75km. Das sind etwa 
10kWh elektrisch.

Das deckt sich auch mit meinem nachbarschaftlichen und familiären 
Umfeld.

>.. So wie sie früher jeden Abend
> nur 5 Liter Sprit tankten, weil man am nächsten Tag voraussichtlich nur
> 5 Liter verfahren wird.

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Die wenigsten von uns fahren 
täglich nach der Arbeit tanken, erst recht wenn die Tanknadel noch 
nahezu senkrecht steht.

Voller als voll wird das Auto nicht werden, auch wenn es die ganze Nacht 
an der Steckdose steckt. Aber das Elektroauto wird gewöhlich täglich zu 
Hause angesteckt.

von Michael B. (laberkopp)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gustav K. schrieb:
>> Du meinst, die Leute tanken jede Nacht nur 10kWh, weil sie am nächsten
>> Tag voraussichtlich nur 10kWh verbrauchen?
>
> Fast korrekt, nur die Reihenfolge ist umgekehrt

Prust.

Die tanken zu Hause was im Akku als Ladung des Tages halt drin ist, und 
sehen dann morgen wie weit sie es mit ihrem Elektrovehikel bis zur 
Arbeit schaffen.

Rest zu Fuss, Rückweg per Abschleppwagen.

Und zu Hause im Rest der Nacht dann Netzstrom für Fruhstück, weil der 
Akku leer ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Joe J. schrieb:
> Stromer kaufen ist schon gewagt, finde ich.

Auto kaufen ist generell gewagt, besonders wenn man es auch nutzt. :)

von (prx) A. K. (prx)


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Michael B. schrieb:
> wie weit sie es mit ihrem Elektrovehikel bis zur Arbeit schaffen.

Die mittlere tägliche Fahrleistung läuft auf 3 Stunden am Ladeziegel 
raus. Wenn natürlich der Hamster deinen Hausstrom erzeugt und damit weit 
unter den 2 kW Ladeleistung bleibt, wirds knapp.

: Bearbeitet durch User
von Joe J. (j_955)


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(prx) A. K. schrieb:
> Auto kaufen ist generell gewagt, besonders wenn man es auch nutzt. :)

Ja, stimmt. ;-)

von Gustav K. (hauwech)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das sind jene, die den Akku zwecks Schonung normalerweise nicht voll
> laden, und nur vor besonderen Tagen höher gehen.

Nicht voll laden und nicht leer fahren, bei einer 25/75% Nutzung 
halbiert sich die eh schon geringe Reichweite. Man hat in den Akku 
nutzlos Geld investiert und kutschiert eine Menge Gewicht nutzlos durch 
die Gegend.

Ich muss meinen Tank nicht schonen und wiegen tut er auch nichts.

von Re D. (re_d228)


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J. T. schrieb:
> Und weil du kleiner Geist die Reichweite und Komplexität des Themas
> nicht überblicken kannst, willst du anderen die Diskussion darüber
> verbieten?
> In der Tat, ziemlich kleingeistig.

Das Problem ist, das du der Kleingeist bist, den du diskutiert sicher 
auch ob 2+2=5 ist. Ich hab besseres zu tun, nehme aber gern zu Kenntnis, 
das es Leute wie dich gibt, die kann man schön ausnehmen.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Joe J. schrieb:
> Je länger man Auto fährt, desto eher erkennt man, dass das nicht stimmt.
> Autohersteller lassen gerne mal Bananenprodukte auf die Menschheit los.
> Jüngstes Beispiel VW/SKODA/VAG Marken: Travelassist
> Diese Probleme haben andere Hersteller auch, versprechen vollmundig,
> halten nur die Hälfte. Bis die Garantie abgelaufen ist und dann guck
> halt in die Röhre.

Natürlich ist das Gemurkse bei der Software sehr ärgerlich - aber beim 
Antriebsstrang/Motor hat man fatale Fehler, die das Fahrzeug schrotten, 
doch eher wenig.

Ähnliches scheint für E-Fahrzeuge zu gelten, denn von großen 
Ausfallserien der Akkus habe ich dort noch nicht gehört. Im Gegenteil 
zeigte sich bisher wohl, dass die Dinger länger halten als anfangs 
angenommen.

von Joe J. (j_955)


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Chris D. schrieb:
> Natürlich ist das Gemurkse bei der Software sehr ärgerlich - aber beim
> Antriebsstrang/Motor hat man fatale Fehler, die das Fahrzeug schrotten,
> doch eher wenig.

Turbos/DSG Getriebe/Automatik/TFSI Motoren; Passt nicht so ganz.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Nicht voll laden und nicht leer fahren, bei einer 25/75% Nutzung
> halbiert sich die eh schon geringe Reichweite.

Ja und? Ich lade mein Handy i.A. auf 80% und habe abends noch 60% drin. 
Wenns so auch beim Auto läuft, weshalb nicht?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Das sind jene, die den Akku zwecks Schonung normalerweise nicht voll
>> laden, und nur vor besonderen Tagen höher gehen.
>
> Nicht voll laden und nicht leer fahren, bei einer 25/75% Nutzung
> halbiert sich die eh schon geringe Reichweite. Man hat in den Akku
> nutzlos Geld investiert und kutschiert eine Menge Gewicht nutzlos durch
> die Gegend.

Man kann ja voll laden - aber man muss nicht. Und wenn das die 
Lebensdauer des Akkus deutlich (über den vom Hersteller angegebenen 
Zeitraum) erhöht, dann spricht nichts dagegen, bedarfsgerecht zu laden.

> Ich muss meinen Tank nicht schonen und wiegen tut er auch nichts.

Ich schone meinen und tanke bei etwa 1/3 Füllstand nach. Dann kann ich 
deutlich öfter günstige Preise nutzen als auf den letzten Drücker an die 
Tankstelle zu fahren.

Wie A.K. schon schrieb:
Neue Technologien erfordern neue Denkweisen und bieten auch neue 
Möglichkeiten: bspw. das Laden beim Einkaufen oder am Arbeitsplatz oder 
zu Hause. Und für alle diese Ladepunkte benötigt man keine großen 
Leistungen - einfach weil die Karre sowieso rumsteht.

: Bearbeitet durch Moderator
von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Man hat in den Akku nutzlos Geld investiert

Kauft man Autos mit meist ausreichenden 40 kWh, kritisieren die 
Forinten, dass sie damit nicht täglich von Flensburg nach Passau kommen. 
Kauft man sie für Langstrecke mit 80 kWh, kritisieren die Forinten, dass 
man zu viel Geld ausgegeben hat.

So lange Stromer nicht in jeder Beziehung exakt die gleichen 
Eigenschaften wie die Verbrenner haben, sind sie für Einige nicht 
akzeptabel. Das war schon so, als die Vorfahren von den Bäumen stiegen. 
Und was soll's. Die Zurückgebliebenen gibts in irgendeiner Form auch 
noch. Jedem wie er mag.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Joe J. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Natürlich ist das Gemurkse bei der Software sehr ärgerlich - aber beim
>> Antriebsstrang/Motor hat man fatale Fehler, die das Fahrzeug schrotten,
>> doch eher wenig.
>
> Turbos/DSG Getriebe/Automatik/TFSI Motoren; Passt nicht so ganz.

Es sind aber trotzdem doch eher wenige Fälle, bezogen auf die 
Gesamtzahl. Und natürlich auch der Vielzahl an Komponenten beim 
Verbrenner geschuldet. Demgegenüber beschränkt sich die Entwicklung beim 
E-Auto hauptsächlich auf die Batterie. Entsprechend gründlicher kann man 
dort bei der Entwicklung vorgehen.

von Troll A. (trollator)


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Frank O. schrieb:
> Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger
> haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.

Die haushaltsüblichen Speicher haben um die 10kWh. Ein E-Auto hat einen 
wesentlich größeren Akku. Es reicht also allenfalls für eine 
Teillladung.

von (prx) A. K. (prx)


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Troll A. schrieb:
> Es reicht also allenfalls für eine Teillladung.

Die mittlere tägliche Fahrleistung in D entspricht einer täglichen 
Ladung von 5-6 kWh. Die 10 kWh des Speichers reichen also für den Alltag 
aus. Es muss dafür nur genug Sonne scheinen, oder die Automation 
feststellen, dass der dynamische Stromtarif grünes Licht gibt.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> So lange Stromer nicht in jeder Beziehung exakt die gleichen
> Eigenschaften wie die Verbrenner haben, sind sie für Einige nicht
> akzeptabel. Das war schon so, als die Vorfahren von den Bäumen stiegen.
> Und was soll's. Die Zurückgebliebenen gibts in irgendeiner Form auch
> noch. Jedem wie er mag.

Ja, das ist wohl so.

Auf gar keinen Fall irgendetwas am eigenen Verhalten ändern. Wer 
E-Mobilität nicht mag, wird immer tausend Gründe dagegen finden, dabei 
aber die Vorteile kleinreden.

Und ja: das war schon immer so. Bei den Kutschern waren es eben die 
Apotheken, die abends geschlossen hatten und es dann kein Benzin mehr 
gab. Und überhaupt gab es davon zu wenige.

Wie gesagt: die Unternehmen sind da vielfach schon deutlich weiter und 
bieten Laden am Arbeitsplatz als zusätzlichen Bonus an, der für 
E-Mobilisten ein hohes Gewicht haben dürfte. Bald wird das aber kein 
Bonus mehr sein, sondern es wird schlicht als selbstverständlich 
erwartet werden. Und wer das nicht umsetzt, wird dann kaum noch 
Fachkräfte zu sich locken können.

Wir fahren hier auch noch (alte) Benziner und die werden wir auch 
fahren, bis der TÜV uns trennt (vermutlich in >5 Jahren). Dafür fahren 
wir einfach zu wenig.

Aber der nächste Wagen wird mit ziemlicher Sicherheit kein Verbrenner 
mehr.
Und ich bin sehr zuversichtlich, dass die Akkutechnologien bis dahin 
deutlich weiter sind als heutzutage :-)

Wer heute Verbrennner kaufen möchte, kann das ja weiterhin tun. Von 
daher verstehe ich die ganze Aufregung auch nicht wirklich.

: Bearbeitet durch Moderator
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Troll A. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Du kennst dich offensichtlich nicht mit Solartechnik aus. Die Dinger
>> haben einen Speicher. Gerade damit du nachts dein Auto laden kannst.
>
> Die haushaltsüblichen Speicher haben um die 10kWh. Ein E-Auto hat einen
> wesentlich größeren Akku. Es reicht also allenfalls für eine
> Teillladung.

Den Rest lädt man beim AG auf.

Oder auch vor Abfahrt und nach Feierabend. Es ist ja nicht so, als gäbe 
es über weite Teile des Jahres nach 16 oder vor 8 Uhr keine Sonne.

: Bearbeitet durch Moderator
von Oliver S. (oliverso)


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(prx) A. K. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Die Nerds, die da das Ladelimit jeden Tag auf das einstellen, was sie
>> für den nächsten Tag brauchen zu meinen, sind halt Nerds.
>
> Das sind jene, die den Akku zwecks Schonung normalerweise nicht voll
> laden, und nur vor besonderen Tagen höher gehen. Sei es höherer Bedarf,
> sei es Suppengrün in Stromgedacht.

Die haben das Limit dann immer auf 80% stehen, und stellen das vor dem 
Wochenenden mal auf 100%. Mehr macht aber doch keiner, außer 
irgendwelchen Nerds, die Autoaufladen als Hobby betreiben. Das sind dann 
auch die, die eh zu Hause arbeiten, und dabei den ganzen Tag den 
Eigenstromverbrauch des PV-Stroms manuell optimieren.

Solange E-Mobilität im wesentlichen vom Selbstständigen im eigenen 
Eigenheim mit 30kWp PV auf dem Dach betrieben wird, bleibt das eine 
Nischenanwendung.

Alle anderen stecken abends ein und morgens aus, und fertig.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von J. S. (pbr85)


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Gustav K. schrieb:
> Hallo,
>
> gestern in der ams gefunden, s. Bild.
>
> Nach 2 Jahren intensiver Nutzung immer noch 98% SOH wäre ja eigentlich
> schon der ultimative Akku. Das wären in 10 Jahren noch 90% SOH, damit
> könnte man leben.
>
> Real oder etwas arg optimistisch?
>
> Gustav

Realitätsfernes Wunschdenken. Einfach mal die Datenblätter der 
eigentliche Akkuzellen studieren. Das schaffen nicht einmal LiFePO4 und 
die haben eine 4-8 fache Lebensdauer.

von Michael B. (laberkopp)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die mittlere tägliche Fahrleistung in D entspricht einer täglichen
> Ladung von 5-6 kWh.

Du meinst, die 15000km/a 
https://www.meinauto.de/lp/ratgeber/die-wichtigsten-fakten-zum-stromverbrauch-bei-elektroautos 
die bei 220 Arbeitstagen zu 68km/Tag führen, schafft man mit dem halben 
Strom der üblichen 15kWh/100km weil man den Rest zu Fuss geht ?

Mann, wenn hier von den Fainbois nicht so gnadenlos gelogen werden 
würde, dass sich selbst Doppel-T-Träger biegen würden...

Ja, eAutos sind geil, drauftreten und erst bei 200km/h wieder den Fuss 
vom Gas, aber noch unverschämt teuer (ich kauf ja schon Handschalter 
weil mir Automatik zu teuer in Anschaffung und Verbrauch für zu wenig 
Gegenwert ist), und in der Reparatur leider noch viel schlimmer.

Bei Modellbau und Kettensäge nehm ich auch lieber Elektro als 
Verbrenner, aber Akkus waren schon immer ein Problem,

von J. T. (chaoskind)


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Re D. schrieb:
> Das Problem ist, das du der Kleingeist bist, den du diskutiert sicher
> auch ob 2+2=5 ist. Ich hab besseres zu tun, nehme aber gern zu Kenntnis,
> das es Leute wie dich gibt, die kann man schön ausnehmen.

Und wieder demonstriert du deine Kleingeistigkeit.

Denn ob zwei plus zwei fünf ergibt, lässt sich ganz einfach überprüfen. 
Du wirst dich evtl wundern, aber es ergibt nur 4.
Die Faktenlage bei den Akkus ist aber deutlich weniger klar. Man sieht 
hier ja ganz klar, dass von von Abhängigkeit der Nutzung bis zu völliger 
Ahnungslosigkeit alles vertreten ist. AN DIESER Stelle besteht also ganz 
offensichtlich Diskussionsbedarf, und genau diese Diskussion erachtet du 
als unnötig.

Wärst du weniger kleingeistig, hättest du einfach die dir bekannten 
Fakten nennen können, statt dich zum Oberaufseher erkoren zu sehen.
DARIN liegt deine Kleingeistigkeit.

Und nein, mich kannst du garantiert nicht ausnehmen.

von Bruno V. (bruno_v)


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(prx) A. K. schrieb:
> Kauft man sie für Langstrecke mit 80 kWh,

Für Langstrecke gibt es keine Akkus. Wer 2 mal die Woche >500km fährt, 
muss sich das Elektroauto mit teuerem Kaffee schöntrinken.

Wer 99% der Fahrten unter 100km hat (1 Weg) und zuhause laden kann, hat 
mit E 0 Probleme. Und nimmt sich vom Ersparten halt einen Mietwagen, 
wenn er mal 1000km fahren muss.

von (prx) A. K. (prx)


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Bruno V. schrieb:
> wenn er mal 1000km fahren muss.

Dann tankt er zwischendrin. Soll bei Verbrennern auch ab und zu nötig 
sein, habe ich gerüchteweise gehört.

Mit besagten 80kWh gehen ~600km ohne Zwischenladung.

: Bearbeitet durch User
von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Chris D. schrieb:
> Wie gesagt: die Unternehmen sind da vielfach schon deutlich weiter und
> bieten Laden am Arbeitsplatz als zusätzlichen Bonus an, der für
> E-Mobilisten ein hohes Gewicht haben dürfte. Bald wird das aber kein
> Bonus mehr sein, sondern es wird schlicht als selbstverständlich
> erwartet werden. Und wer das nicht umsetzt, wird dann kaum noch
> Fachkräfte zu sich locken können.

Naja, in der Realität sind Parkplätze auf Arbeit eher Mangelware. Sicher 
gilt das nicht für alle, aber von garantierten Parkplätzen mit 
Ladeanschluss sind wir meilenweit entfernt.

von Gustav K. (hauwech)


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Bruno V. schrieb:
> Wer 99% der Fahrten unter 100km hat (1 Weg) und zuhause laden kann, hat
> mit E 0 Probleme. Und nimmt sich vom Ersparten halt einen Mietwagen,
> wenn er mal 1000km fahren muss.

Von welchem Ersparten redest du?
Oder meinst du das durch den Kauf entstandene Sondervermögen?

(prx) A. K. schrieb:
> Mit besagten 80kWh gehen ~600km ohne Zwischenladung.

In den Autotests der ams lese ich meist was von 20kWh/100km.
Oder fährst du mit 80km/h im Windschatten der LKWs?

Du fährst also den Akku auf 0% runter. Wenn dann die anvisierte 
Ladestation belegt ist, oder 'ne Macke hat, kannst du dein Zelt 
aufschlagen. Und wie lange läd man von 0 bis 100%? Also nicht 80%, 
sondern echte 100%.

> Soll bei Verbrennern auch ab und zu nötig sein

Stimmt, aber Sprit tanken ist in einer Minute erledigt, und zwar von 0 
auf 100%. Wobei man aufgrund der Reichweite und der verfügbaren 
Tankstellen nicht in die Verlegenheit kommt, den Tank leer zu fahren.

von Oliver S. (oliverso)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mit besagten 80kWh gehen ~600km ohne Zwischenladung.

Das wären 13kWh/100km. Im Stadtverkehr im Sommer, und auch nicht mit 
allen Autos, sonst nicht. Kein real existierenden E-Auto fährt auf der 
Autobahn mit 80 kWh so weit.

Oliver

von Michael B. (laberkopp)


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Bruno V. schrieb:
> Wer 99% der Fahrten unter 100km hat (1 Weg) und zuhause laden kann, hat
> mit E 0 Probleme.

Na ja.

Du kennst wohl keinen eAuto Fahrer und seine Probleme.

Gern bleibt das Auto entweder offen oder geht nicht auf, weil die 
Schlüsselfunktion des Smartphones mal wieder nicht erkannt wird oder der 
12V Akku komplett leer ist nach 1 Woche, über viel weniger Reichweite 
als im Display versprochen und daher nötigster Besuch von Ladesäulen, 
die dann entweder gar nicht vorhanden sind wo einen das Navi hinlotst, 
oder defekt (oder belegt, gut, kann das System nichts für), bis hin zum 
ewigen Problem dass es im Gegensatz zu Tankstellen keine 
Preisauszeichnung gibt.

von Hmmm (hmmm)


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Michael B. schrieb:
> Gern bleibt das Auto entweder offen oder geht nicht auf, weil die
> Schlüsselfunktion des Smartphones mal wieder nicht erkannt wird

E-Autos funktionieren nur mit Smartphone? Na gut, vielleicht in der 
Laberkopp-Realität, in meiner haben die identische Schlüssel wie 
vergleichbare Verbrenner.

Michael B. schrieb:
> oder der 12V Akku komplett leer ist nach 1 Woche

Woher hast Du so einen Quatsch?

Michael B. schrieb:
> viel weniger Reichweite als im Display versprochen

Passiert mir beim Verbrenner auch, wenn ich mit Bleifuss fahre. Die 
Routenplanung im E-Auto zeigt den erwarteten Ladestand am Ziel 
erstaunlich gut an.

Michael B. schrieb:
> Ladesäulen, die dann entweder gar nicht vorhanden sind wo einen das Navi
> hinlotst, oder defekt (oder belegt, gut, kann das System nichts für)

Nicht vorhanden wird schwer, wenn man den Belegungsstatus erfährt, steht 
sie dort auch.

Defekt kann vorkommen, den Spass kann man aber auch an 
Automatentankstellen haben.

Michael B. schrieb:
> bis hin zum ewigen Problem dass es im Gegensatz zu Tankstellen keine
> Preisauszeichnung gibt.

Jetzt hast Du Dich endgültig als ahnungsloser Laberkopp geoutet. Der 
Regelfall ist, dass man eine Ladekarte mit transparenten Tarifen hat, 
also keine Preiserhöhungen zu Spitzenzeiten und keine Suche nach der 
gerade günstigsten Säule.

von Bernd H. (geeky)


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Oliver S. schrieb:
> Kein real existierenden E-Auto fährt auf der
> Autobahn mit 80 kWh so weit.

Das stimmt, man müsste akku-mäßig schon noch etwas größer gehen, z.B. 
auf EQS 450+:
https://www.youtube.com/watch?v=38Mqc41uBrw#t=40m (AMS)

von Gustav K. (hauwech)


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Chris D. schrieb:
> Neue Technologien erfordern neue Denkweisen und bieten auch neue
> Möglichkeiten: bspw. das Laden beim Einkaufen oder am Arbeitsplatz oder
> zu Hause. Und für alle diese Ladepunkte benötigt man keine großen
> Leistungen - einfach weil die Karre sowieso rumsteht.

Keine großen Leistungen mag am Arbeitsplatz passen, beim Einkaufen eher 
nicht. Einkaufen sind bei mir meist 20 min., da würde ich bei kleiner 
Leistung nicht extra das Kabel raus holen wollen.

In der Region hat ein Supermarkt 8 Stellplätze gekillt, um 2 Ladeplätze 
zu schaffen, die nun nicht nachgefragt werden. Offensichtlich will der 
Betreiber zu viel Kohle sehen. Das Foto zeigt den rappel vollen 
Parkplatz an einem Samstag Nachmittag.

von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> In den Autotests der ams lese ich meist was von 20kWh/100km.

Das ist ein Daumenwert quer durch die Autos. Ich orientiere mich an den 
konkreten Werten des Teslas. Der liegt in der mir zugänglichen Praxis 
bei 15 oder darunter, und das im Winter. Hängt natürlich von der 
Fahrweise ab, durchgehend Autobahn mit 160 liegt erheblich darüber.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Oliver S. schrieb:
> Kein real existierenden E-Auto fährt auf der
> Autobahn mit 80 kWh so weit.

Nur bezieht sich dieser Wert nicht auf hohes Tempo auf der Autobahn.

von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Du fährst also den Akku auf 0% runter.

Und du fährst also, bis der letzte Tropfen im Tank verbrannt ist.

von Hmmm (hmmm)


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Gustav K. schrieb:
> Keine großen Leistungen mag am Arbeitsplatz passen, beim Einkaufen eher
> nicht. Einkaufen sind bei mir meist 20 min., da würde ich bei kleiner
> Leistung nicht extra das Kabel raus holen wollen.

Supermärkte mit Schnellladesäulen sind hier tatsächlich noch selten, in 
Frankreich sah das besser aus, selbst in ländlichen Regionen.

Vor Baumärkten stehen wiederum häufig EnBW-Säulen, was besonders für 
ADAC-Mitglieder mit EnBW-Ladetarif praktisch ist.

Gustav K. schrieb:
> In der Region hat ein Supermarkt 8 Stellplätze gekillt, um 2 Ladeplätze
> zu schaffen, die nun nicht nachgefragt werden. Offensichtlich will der
> Betreiber zu viel Kohle sehen.

Diejenigen, die Geld haben wollen, hängen i.d.R. in einem 
Roaming-Verbund. Du zahlst also das, was in Deinem Ladetarif steht.

(prx) A. K. schrieb:
> Der liegt in der mir zugänglichen Praxis
> bei 15 oder darunter, und das im Winter.

Mit Vorklimatisierung an der Steckdose/Wallbox? Bei Kurzstrecken versaut 
einem im Winter sonst das anfängliche Aufheizen den angezeigten 
Verbrauchswert, was sich natürlich nach einigen km Fahrt relativiert.

von Oliver S. (oliverso)


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Bernd H. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Kein real existierenden E-Auto fährt auf der
>> Autobahn mit 80 kWh so weit.
>
> Das stimmt, man müsste akku-mäßig schon noch etwas größer gehen, z.B.
> auf EQS 450+:
> https://www.youtube.com/watch?v=38Mqc41uBrw#t=40m (AMS)

Ja, ok. Der schafft es zumindest im Sommer.

Oliver

von (prx) A. K. (prx)


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Hmmm schrieb:
> Mit Vorklimatisierung an der Steckdose/Wallbox?

Gesamte Strecke mitsamt Ladung unterwegs. Die Vorbereitung erfolgt 
rechtzeitig vorher automatisch, wenn man den Boxenstop per Navi 
organisiert. Zu Hause hat man üblicherweise keinen DC-Schnellader und 
muss auch bei AC nicht ans Limit gehen.

: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gesamte Strecke mitsamt Ladung unterwegs. Die Vorbereitung erfolgt
> rechtzeitig vorher automatisch, wenn man den Boxenstop per Navi
> organisiert.

Ich meinte die Vorklimatisierung des Innenraums vor Fahrtbeginn.

Wenn man ins kalte Auto springt und losfährt, geht ja erstmal zusätzlich 
Energie für die Heizung drauf, was bei kurzen Strecken den rechnerischen 
Verbrauch pro 100km hochtreibt.

von Frank O. (frank_o)


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Gustav K. schrieb:
> Seltsamerweise haben die Ahnungslosen immer die größte Klappe. In meinem
> Umfeld haben eine Menge Leute eine Solaranlage, aber niemand hat einen
> Speicher.

Dagegen kenne ich nur Leute, die auch einen Speicher haben.
Aber trotzdem habe ich mich unglücklich ausgedrückt.
Die Leistung kann vom Versorger gedrosselt werden und dann wird man wohl 
nur mit zusätzlichen Speicher morgens wieder zur Arbeit kommen.

Beitrag #7609908 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Frank O. schrieb:
> und dann wird man wohl
> nur mit zusätzlichen Speicher morgens wieder zur Arbeit kommen

Wenn dir der Versorger derart nachhaltig den Hahn abdreht, dass du über 
viele Tage keinen Strom ins Auto bekommst, dann gibt's bestimmt auch 
keinen Sprit mehr an den Tankstellen, weil gerade knapp. Oder du wohnst 
quasi im Auto, weil täglich viele Stunden unterwegs.

: Bearbeitet durch User
von Hmmm (hmmm)


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Frank O. schrieb:
> Die Leistung kann vom Versorger gedrosselt werden

Im Notfall, und selbst dann auf 4.2kW, was auch das technisch 
signalisierbare Minimum beim 3phasigen Laden ist (3x 6A).

Frank O. schrieb:
> dann wird man wohl
> nur mit zusätzlichen Speicher morgens wieder zur Arbeit kommen.

Wenn Du 10 Stunden lang nur mit 4.2kW laden kannst, reicht das also 
"nur" für rund 250km, also über 1 Woche Arbeitsweg des 
durchschnittlichen Pendlers.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Michael B. schrieb:
> Du kennst wohl keinen eAuto Fahrer und seine Probleme.
>
> Gern bleibt das Auto entweder offen oder geht nicht auf, weil die
> Schlüsselfunktion des Smartphones mal wieder nicht erkannt wird oder der
> 12V Akku komplett leer ist nach 1 Woche

Ja, du hast recht, bei einem Auto mit kleinen Verbrennungsmotoren zur
Türentriegelung – natürlich mit einem von der Batterie unabhängigen
Seilzugstarter – hat man diese Probleme nicht (außer der Tank ist leer)
;-)

von ArnoNym (bergler)


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Gustav K. schrieb:
> Nach 2 Jahren intensiver Nutzung immer noch 98% SOH wäre ja eigentlich
> schon der ultimative Akku. Das wären in 10 Jahren noch 90% SOH, damit
> könnte man leben.

Mein Auto hat nach übd 4 Jahren und 55tkm immer noch die volle 
Reichweite.
Damit das Auto seine nützlichkeit einbüßen würde, müsste die Reichweite 
auf 60% oder weniger sinken. Bisher ist sie immer noch bei 100%.
Wohlgemerkt Reichweite (und Anzeige), nicht SOH. Den kann man über OBC 
auslesen, nur war mir das bisher zuviel Aufwand.

Die ganze Schwurbelei mit "nach 3 Jahren ist die Batterie hin" ist 
offensichtlich Unsinn ;-)

von Bruno V. (bruno_v)


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(prx) A. K. schrieb:
> Nur bezieht sich dieser Wert nicht auf hohes Tempo auf der Autobahn.

Nicht mal auf Richtgeschwindigkeit. Ich fahre E, weil ich momentan im 
Leben keine Kurztrips nach Paris mache und niemanden in München vom 
Flughafen abhole. Sollte sich das ändern (Arbeit, Kinder, 
Schwiegereltern ...) werde ich einen Verbrenner haben. Und dessen ganzen 
Unzulänglichkeiten in Kauf nehmen.

von Michael O. (michael_o)


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Das letzt mal, das wir eine leere 12V Batterie hatten, war der 
Verbrenner meiner Feau. Ein Hyundai i20 der nicht einmal eine Nacht die 
Leselampe ab konnte, weil das Glühobst ein paar Cent billiger als eine 
LED war. Beim E-Auto geht die einfach von allein aus nach 20 Minuten. 
Die Lebensdauer der Renault 12V Bleiakkus von derzeit 12 Jahren hatte 
ich vorher nur beim Käfer und 411. Beide hatten die Dinger unter dem 
Sitz.

MfG
Michael

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Yalu X. schrieb:
> Ja, du hast recht, bei einem Auto mit kleinen Verbrennungsmotoren zur
> Türentriegelung – ...

Die häufigsten Ursachen für liegen gebliebene Elektroautos
Viel häufiger kommt es vor, dass die 12-Volt-Batterie des Elektroautos 
leer oder kaputt ist – sie ist quasi als „Starterbatterie“ zusätzlich 
zum Hochvolt-Akku im Fahrzeug verbaut. Zweithäufigste Ursache ist laut 
ADAC Pannenstatistik ein Reifenschaden am Wagen.

E-Autos mit leerem Akku stranden im Stau auf deutschen ...
https://www.karlsruhe-insider.de › Mobilität
15.06.2023 — Immer mehr E-Autos bleiben mit einem leeren Akku auf den 
Autobahnen liegen. Experten erklären, was man in diesem Fall am besten 
tun kann.

von Michael O. (michael_o)


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Ich hab zwar auf der Autoban schon jede Menge liegen gebiebener Autos 
gesehen, rauchend, mit plattem Reifen, mit leerem Tank, mit defektem 
Motor und sogar schon im Vollbrand. Ein E-Auto war noch nie dabei. 
Selbst bin ich jetzt nachdem ich 10 Jahre damit unterwegs bin auch noch 
nie liegen geblieben. Aber viel Erfahrung hab ich auch noch nicht damit. 
Die 110.000km + 42.000km + 43.000km + 26.000km sind mal gerade etwas 
über 200.000km von meinen gut 3Milionen seit 1980 gefahrenen Kilometern. 
Mit den Zerknalltreiblingen hat das liegenbleiben einfach viel besser 
Funktioniert. Vom Käfer mit gebrochener Vorderachse, dem 411 mit 
gerissenem Kupplungszug einem Opelrekord mit defektem Ausrücklager, 
einem Audi 100 mit geplatztem Motorblock, einem Golf mit Reifenplatzer, 
einem Terrano II mit Luftverlust und zu kurzem ( original ) Wagenheber, 
einem 200AX mit defektem Automatikgetriebe, dem Terrano II mit 
kaputtrepariertem Schaltgetriebe ( Werkstattpfusch ) über mehrer R5 
Mietautos mit Reifendefekten war schon fast alles dabei.

MfG
Michael

: Bearbeitet durch User
von Re D. (re_d228)


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Oliver S. schrieb:
> Das wären 13kWh/100km. Im Stadtverkehr im Sommer, und auch nicht mit
> allen Autos, sonst nicht. Kein real existierenden E-Auto fährt auf der
> Autobahn mit 80 kWh so weit.
> Oliver

Da hat eine die Physik noch verstanden. Der Verbrauch hängt nicht von 
der Region ab sondern von der Geschwindigkeit. Mit Tempomat auf 90 
hinter dem LKW auf der Autobahn sind natürlich 13 kwh/100km möglich.

von Gustav K. (hauwech)


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Chris D. schrieb:
> Interessant dürften aber die neuen Natrium-Ionen-Generationen werden,
> die zum Teil schon Serienreife haben. Die haben offenbar eine sehr viel
> höhere Zyklenfestigkeit ...

Zur Lebensdauer finden sich recht seltsame Informationen im Netz. Da 
wird im gleichen Absatz geschrieben, dass die genaue Lebensdauer von 
Natrium-Ionen-Akkus noch nicht bekannt ist, man aber aufgrund der "hohen 
Widerstandsfähigkeit des Natriums" 50.000 Ladezyklen erreicht könnte.

Im Gegensatz zu LiIon soll NaIon geringere Ladeverluste haben, soll sich 
nicht an tiefen Temperaturen stören, soll sich bis auf 0V entladen 
lassen und sich auch mit 0V lagern lassen. Einen Nagel könnte man auch 
jederzeit durch die Zelle klopfen, ohne dass es brennt. Keine 
Informationen fand ich zur Zellspannung und ob man den Akku auch voll 
geladen lagern kann, ohne ihn zu schädigen.

> Die etwas geringere Energiedichte ...

160Wh/kg zu 260Wh/kg bei LiIon würde ich nicht etwas geringer nennen.

von Oliver S. (oliverso)


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Re D. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Das wären 13kWh/100km. Im Stadtverkehr im Sommer, und auch nicht mit
>> allen Autos, sonst nicht. Kein real existierenden E-Auto fährt auf der
>> Autobahn mit 80 kWh so weit.
>> Oliver
>
> Da hat eine die Physik noch verstanden. Der Verbrauch hängt nicht von
> der Region ab sondern von der Geschwindigkeit. Mit Tempomat auf 90
> hinter dem LKW auf der Autobahn sind natürlich 13 kwh/100km möglich.

Nun ja, die Transferleistung, daß man auf der Autobahn schneller fährt 
als auf anderen Straßen, überfordert dich anscheinend.

Die Stories mit hinterm LKW fahren, und als feuchtem Traum hinterm 
Flixbus, gabs vor 10 Jahren mit den ersten Zoes, i-Mievs, und was es da 
noch so als praktisch für die Autobahn unbrauchbaren 
Kürzeststreckenfahrzeuge gab. Die damaligen Forenbeiträge lesen sich wie 
das Tagebuch von Berta Benz.
Bevor man sich das heute antut, fährt man einfach weiter Verbrenner.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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Re D. schrieb:
> Mit Tempomat auf 90 hinter dem LKW auf der Autobahn sind natürlich
> 13 kwh/100km möglich.

Du willst mit einem Tempomat hinter einen LKW herfahren ??

> Da hat einer die Physik noch verstanden.
Aus dem Glashaus sollte man nicht Steinen werfen.

von (prx) A. K. (prx)


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von (prx) A. K. (prx)


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Michael O. schrieb:
> Ein E-Auto war noch nie dabei.

Eine steigende Anzahl liegengebliebener Autos sagt nichts über deren 
Zuverlässigkeit aus, wenn im gleichen Zeitraum entsprechend mehr dieses 
Fahrzeugtyps genutzt werden.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Michael O. schrieb:
> Das letzt mal, das wir eine leere 12V Batterie hatten, war der
> Verbrenner meiner Feau

Ja, so ist das mit den Einzelerfahrungen. Sie können einen zu völlig 
falschen Schlussfolgerungen verleiten.

Michael O. schrieb:
> Ich hab zwar auf der Autoban schon jede Menge liegen gebiebener Autos
> gesehen, rauchend, mit plattem Reifen, mit leerem Tank, mit defektem
> Motor und sogar schon im Vollbrand. Ein E-Auto war noch nie dabei

Denn was du nicht gesehen hast, das kann es demnach gar nicht geben. 
Lege beide Hände vor die Augen und dein Weltbild wird noch ein bisschen 
einfacher.

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mit besagten 80kWh gehen ~600km ohne Zwischenladung.

Kinderkram, mit 15.5 kWh schaffen andere mal eben 2.573 km.

https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/tu-muenchen-muc022-elektroauto-reichweitenrekord-2573-km/

von (prx) A. K. (prx)


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Michael B. schrieb:
> Ja, so ist das mit den Einzelerfahrungen.

Den Artikel, auf dem die Aussage beruht, konnte ich nicht finden. 
Insofern kann ich auch nicht erkennen, ob das mehr als die 
Einzelerfahrung eines Redakteurs ist. Ein direkter Link wäre klar 
besser.

Es ist übrigens davon auszugehen, dass über die nächsten 2 Jahrzehnte 
immer weniger Verbrenner mit leerem Tank liegen bleiben. Ford T-Modelle 
findet man ja auch keine auf den Seitenstreifen der Autobahnen. Selbst 
VW Käfer sind dort selten geworden. :)

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Kinderkram

Der Trend geht ohnehin zum Lastzug. Vorne das heute übliche E-Lastenrad, 
dahinter ein recht grosser Anhänger mit LKW-typischem Planenverdeck und 
3 Rädern.

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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(prx) A. K. schrieb:
> Der Trend geht ohnehin zum Lastzug. Vorne das heute übliche E-Lastenrad,
> dahinter ein recht grosser Anhänger mit LKW-typischem Planenverdeck und
> 3 Rädern.

Heute schon als Sattelschlepper für 3 Paletten und einer halben Tonne 
Nutzlast. Wird als die Mobilitätswende in der Logistik beworben, bei 
Schenker sollen die Bikes die alten Diesel LKWs ersetzen.

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Frank O.

Frank O. schrieb:

> Mal abgesehen von den Temperaturproblemen (im Sommer zu heiß, im Winter
> zu kalt) und den damit verbundenen physikalischen Grenzen, halte ich
> auch so nichts von E-Autos.

Die aktuell herumfahrenden E-Autos kommen im wesentlichen damit gut 
klar.

> Es ist einfach nicht möglich alle jetzt fahrenden Fahrzeuge durch
> E-Mobilität zu ersetzen.

Es wird auf Dauer auch nicht Möglich sein, alle jetzt fahrenden 
Fahrzeuge als Verbrenner zu betreiben.
Der Zwang zur Mobilität ist ökologischer Selbstmord. Der Zwang auf 
Mobilität zu Verzichten ist ökonomischer Selbstmord.
Wähle Dir das Angenehmere, und hoffe, das es alle anderen auch tun. ;O)
Das ist so richtig der Stoff, aus dem Bürgerkriege gemacht sind, vor 
allem wenn noch andere Gruppierungen diesen
Konflikt in ihrem Sinne instrumentalisieren. ;O)

Da die meisten Pendler nur 10-15 km zur Arbeit fahren, wäre vermutlich 
eine Akkurestkapazität von 20% auch kein Problem. Für den Urlaub dann 
halt Zug oder Mietwagen. Mein Cheff hat mir für meine Dienstreise Anfang 
des Monats auch einen Mietwagen spendiert, obwohl ich einen eigenen 
Wagen habe.

> Schnellladen und häufiges Laden, wie beim Mobiltelefon zu sehen, ist
> auch für Lithium ein Problem.

Das ist aber bei Mobiltelefonen eher kein Problem. Die haben 
mittlerweile schon sehr ausgereifte Ladetechniken.
Bei den meisten Mobiltelefonakkus scheint das auch eher easy zu sein, 
das ist ja eher eine Bürotechnik, wo es nur eine geringe
Temperaturbreite auftritt. Weil die Akkus so dünn sind, gibt es auch 
wenig Überhitzungsprobleme. Und im freien werden die Teile in der Hand 
gehalten oder in der Tasche getragen, was sie im Bereich der 
Körpertemperatur stabilisiert. Persönlich merke ich, dass sich im Winter 
die Akkukapazität deutlich reduziert. Zum Glück reversibel. Die 
Schutzschaltung trennt den Akku irgendwann mit genug Restladung ab. Aber 
ich bin mit meinem Nutzerverhalten ja auch schon eine Härtefall.

Aber es ist alles nicht so schlimm, wie eine Akku Taschenlampe mit 
Lithium-Ionen-Akku, die ich vor 15 Jahren mal verwendet habe. Als ich im 
Winter mal bei strengem Frost beide Hände brauchte, habe ich sie aus der 
Hand gelegt. Innerhalb von wenigen Minuten wurde sie immer dunkler und 
ging aus. Ich hatte dann ein heftiges Problem: Ich war sehr weit von 
jeder Ortschaft, so dass es kein Streulicht gab, und es war die letzte 
Stunde eine leichte Bewölkung aufgezogen, so dass ich auch kein 
Sternenlicht hatte. Es war wirklich DUNKEL. Es war auch sehr kalt (ca. 
-10°C) und eine extrem trockene Luft. Dabei habe ich dann zum ersten mal 
beim Abrollen von Malerkrepp Tribolumineszens beobachtet.

> Ganz zu schweigen von der Brandgefahr. Die
> Dinger bekommst du nicht mehr gelöscht.

Wieviele Millionen von den Teilen sind in Betrieb? Wieviele liegen 
nochmal ungenutzt und tiefentladen in der Schublade?
Wieviele fangen davon an zu brennen?
Aber wieviele wollen ein Etikett mit Waschbenzin entfernen und zünden 
sich dabei die Bude an?

> Wenn die Hersteller sagen 20 Jahre, gehe von 10 Jahren aus, besser noch
> von 5 Jahren. Das ist meine persönliche Meinung dazu. Die ist nicht
> wissenschaftlich, aber begründet auf Erfahrungen.

"Wissenschaftlich" heisst, das "Erfahrungen" so festgestellt und 
dokumentiert werden, dass sie vergleichbar sind, insbesonders müssen 
sich diese Erfahrungen mit gleichen Rahmenbedingungen wiederholen 
lassen. Insofern ist Wissenschaftlichkeit immer auch Erfahrung. Aber was 
ist mit Deiner Erfahrung? Du solltest irgendwo die Ansätzte einer 
Dokumentation haben, sonst fällst Du schnell Deinen eigenen Vorurteilen 
und einem "Placebo-by-proxy" Effekt zum Opfer. Das kenne ich von mir 
selber.
https://de.wikipedia.org/wiki/Placebo#Placeboeffekte_bei_Tieren

Klassische Bleiakkus und VRLAs lassen sich im Verhalten schon nicht gut 
miteinander vergleichen, diese Gruppe lässt sich im Verhalten mit 
Lithium-Ionen-Akkus überhaupt kaum noch vergleichen.
Ich habe früher VRLAs auch immer wie normale Bleiakkus behandelt, und 
darüber geschimpft, dass die nichts taugen. Mittlerweile weiss ich es 
aber besser. ;O)
Zugegeben, das kam bei mir auch erst, als ich die Mechanismen dahinter 
etwas besser verstand. Die Datenblätter der Hersteller und deren 
Applikationsschriften lassen sich dann besser interpretieren. Da wird 
eben auch viel Verschwiegen, weil es nicht zum gedachten Verhalten der 
Akkumulatoren, wie man ihn verkaufen will, passt. Unternehmer wollen 
verkaufen, andere Unternehmer wollen unkomplizierte Investitionsgüter 
einkaufen, Nachdenken könnte sie ja auf die Unterlassensalternative 
bringen......Es ist sinnvoll, viel zu vergleichen. Dann schält sich 
irgendwann über die Zeit vorallem über die Nebeninformationen ein 
klareres Bild heraus.
Aber es war damals, und ist es immer noch, schwer, gute Informationen zu 
Bleiakkus und VRLAs zu bekommen, am ehesten noch über Bachelor- oder 
Diplomarbeiten und Dissertationen. Wenn eine solche Arbeit geschrieben 
wird, besteht möglicherweise auch ein Bias in eine bestimmte Richtung, 
aber die Regeln für eine wissenschaftliche Arbeit machen eben, dass es 
aufwendiger wird, den einfliessen zu lassen. ;O)
Und was die Informationsproblematik für Bleiakkus und VRLAs angeht, so 
gilt das genauso für aktuellere Akkumulator Typen. Vieles wird auch erst 
veröffentlicht, wenn die Technologie veraltet und fast überholt ist, und 
der Wunsch nach Geheimhaltung schwächer wird. Leider.

> Bis ich eine Bleibatterie aufgebe, haben alle anderen die schon sehr
> lange aufgegeben.
> Eine 12 Jahre alte (damals aus meinem Benz) Batterie, die hatte ich nach
> zwei Jahren wieder so weit, dass sie sogar unter Belastung besser war,
> als eine ganz neue Batterie.

Ja, sowas kann man machen. Ich habe damals, vor fast 20 Jahren, sogar 
meinem damaligen Vorgesetzten eine entsprechend angepasste Ladeschaltung 
für VRLAs vorgeschlagen, um diese in akkugestützte Geräte einzubauen. 
Nach Nachdenken hat er aber abgelehnt: Die Entwicklung und der Betrieb 
der Lader würde sich, umgelegt auf die Nutzungsdauer des Gerätes von 
5-10 Jahren nicht lohnen. Schon gar nicht wenn man sonst alle zwei Jahre 
dem Kunden für 50 Euro einen neuen Akku verkaufen kann, der im Einkauf 
15 Euro kostet.

> Lithium haben wir jetzt auch, aber das darf nicht jeder und es gibt drei
> Stufen der Berechtigung. Ist alles noch recht neu, aber die können von
> der Leistung meines Erachtens nicht mit Blei mithalten. Einzig, dass sie
> relativ problemlos und schnell zwischengeladen werden können, gibt ihnen
> eine Daseinsberechtigung.

Naja, Lithium hat seinen allergrößten Vorteil im geringen Gewicht pro 
Kilowattstunden. ;O) Das ist aber bei Gabelstablern auch eher ein 
Problem und kein Vorteil, weil sie dann ein zusätzliches Kontergewicht 
brauchen. Das gilt auch für U-Boote. Bleiakkumulatoren sind dort 
wichtiger Bestandteil der Statik. Darum gibt es meines Wissens auch nur 
ein einziges Versuchsmodell eines militärischen U-Bootes. Im Oktober 
2018 lief in Japan die Ōryū, eine Boot der Sōryū-Klasse, vom Stapel, die 
mit Lithium-Ionen Akkus ausgestattet ist. Die Technologie wird als 
sicherer als eine Blei-Technologie angesehen, weil die 
Wasserstoffexplosionsgefahr dort nicht so groß verglichen mit einer 
Blei-Akku Technologie. Siehe: 
https://dmkn.de/wp-content/uploads/2019/01/181107-Lithium-Ionen-Fahrbatterien-f%C3%BCr-Uboote.pdf

PS: Persönlich bei meinen Outdooraktivitäten bvorzuge ich aber auch 
klassische VRLA-Bleiakkus. Weil die in diesem Umfange sehr einfach in 
der Handhabung sind, im Winter bei Kälte halbwegs unempfindlich sind und 
vor allem weil ich dazu schon eine "Infrastruktur" habe.

PPS: Meistens bin ich als Fußgänger unterwegs. Als solcher habe ich mit 
E-Fahrzeugen ein anderes Problem: Die enorme Beschleunigung macht sie 
schwer Einschätzbar. Hier wäre der Gesetztgeber gefragt, der diese auf 
Werte von Standardfahrzeugen (Nicht Sportwagen- oder Motorräder) 
reduziert.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd H. (geeky)


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Dieter D. schrieb:
> Immer mehr E-Autos bleiben mit einem leeren Akku auf den
> Autobahnen liegen.

Naja, KA-Insider - Das ist auch eher eine Art Bild-Zeitung.
Der Inhalt dort klingt teilweise stark danach als würde sich auf eine 
Pressemitteilung zu 
https://www.adac.de/der-adac/verein/corporate-news/pannenhilfebilanz/ 
bezogen, allerdings gibt es da bei KA-Insider scheinbar keine 
Quellenangabe zu der Aussage?
Der ADAC selbst schreibt: Es gibt Zunahme von E-Auto-Pannen (von 
Liegenbleiben in Staus jedoch keine Rede), aber eben auch mehr E-Autos 
an sich (und die ersten werden auch langsam älter)
"Pannenursache Nummer eins mit weit über 50 Prozent war auch bei E-Autos 
die Starterbatterie. Spezifische Elektroauto-Bauteile wie Akku, 
Elektromotor oder Ladetechnik waren dagegen eher selten für Pannen 
verantwortlich."
An sich scheinen die Unterschiede bisher nicht sonderlich groß zu sein:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/unfall-schaden-panne/adac-pannenstatistik/#e-auto-oder-verbrenner-was-ist-besser-

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Dieter D. schrieb:
> Die häufigsten Ursachen für liegen gebliebene Elektroautos
> Viel häufiger kommt es vor, dass die 12-Volt-Batterie des Elektroautos
> leer oder kaputt ist – sie ist quasi als „Starterbatterie“ zusätzlich
> zum Hochvolt-Akku im Fahrzeug verbaut.

Logisch. Ein E-Auto hat im Vergleich zu einem V-Auto weniger Teile,
die bei Ausfall zu einer Panne führen. Da die Starterbatterie aber
genauso fehleranfällig wie bei jedem anderen Auto ist, haben in der
Pannenstatistik von E-Autos Batterieprobleme einen deutlich höheren
prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Pannen.

von Oliver S. (oliverso)


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Yalu X. schrieb:
> Da die Starterbatterie aber
> genauso fehleranfällig wie bei jedem anderen Auto ist, haben in der
> Pannenstatistik von E-Autos Batterieprobleme einen deutlich höheren
> prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Pannen.

Die 12V-Batterieprobleme der E-Autos kommt durch zu kleine 12V-Batterien 
und mangelhaftes Batteriemanagement. Und bei den Autotypen, die von dem 
Problem besonders betroffen sind, ist die Fehlerhäufigkeit signifikant 
höher als bei jedem Verbrenner, oder auch E-Autos, bei denen das besser 
funktioniert.

Dazu kommen dann noch Anwender, die mit ihrer homeautomatisierung den 
Ladezustand des Autos alle paar Minuten abfragen, und dadurch die 
Steuergeräte mit mehreren hundert Watt Verbrauch fast dauerhaft an sind. 
Und schon steht die Karre da mit leerer 12V-Batterie.


Oliver

: Bearbeitet durch User
von ArnoNym (bergler)


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Yalu X. schrieb:
> Logisch. Ein E-Auto hat im Vergleich zu einem V-Auto weniger Teile,
> die bei Ausfall zu einer Panne führen. Da die Starterbatterie aber
> genauso fehleranfällig wie bei jedem anderen Auto ist, haben in der
> Pannenstatistik von E-Autos Batterieprobleme einen deutlich höheren
> prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Pannen.

Der Witz bei der Sache ist, dass das Liegenbleiben exakt wie beim 
Verbrenner funktioniert: Ohne 12V startet die Kiste nicht.
Die Lösung ist die gleiche: Man kann das E-Auto genauso fremndstarten 
wie den Verbrenner. Genau wie beim Verbrenner muss man das Auto dann 
eine Zeit laufen lassen, damit die Bleikiste nachgeladen wird.

Darum ist das nicht überraschend, dass das in der Pannenstatistik genau 
wie beim Verbrenner auftaucht.

Zumindest bei meinem Auto ist das so:
Es gibt ein Relais im Akku, dass den Traktionsakku abschaltet, wenn das 
Auto aus ist. Das Relais muss mit den 12V von außen zugeschaltet werden, 
um fahren zu können.

Aus Sicherheitssicht ist das sinnvoll: Weil die Feuerwehr bei einem 
Unfall sowieso die 12V abklemmt (wegen der Airbags), ist automatisch 
alles freigeschaltet. Weil das Relais aktiv bestromt werden muss, ist 
das auch dann aus, wenn der Kabelbaum beim Unfall zerquetscht oder 
zerschnitten wird.

Man hat sich schon was dabei gedacht.

von Michael B. (laberkopp)


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Yalu X. schrieb:
> Logisch. Ein E-Auto hat im Vergleich zu einem V-Auto weniger Teile,
> die bei Ausfall zu einer Panne führen. Da die Starterbatterie aber
> genauso fehleranfällig wie bei jedem anderen Auto ist, haben in der
> Pannenstatistik von E-Autos Batterieprobleme einen deutlich höheren
> prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Pannen.

Schön wär's wenn VW was von deinem Märchen wüsste.

Hier ist Nylands Akkulebensdauertabelle aus dem Video
https://evw-forum.de/index.php?thread/5419-tesla-bj%C3%B6rn-1000km-challenge/&postID=107845#post107845
leider muss man dazu wohl das Video gucken.

Nach 10 Jahren 14 statt 27kWh
https://efahrer.chip.de/news/1000-kilometer-im-uralt-e-auto-mit-mini-akku-mann-filmt-die-krasse-fahrt_1014143

und am Rand noch ein paar lesenswerte Beiträge für unsere early Adopter.

von Bruno V. (bruno_v)


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Gustav K. schrieb:
> Kinderkram, mit 15.5 kWh schaffen andere mal eben 2.573 km.

Wobei das Fahrrad -niveau war.: 25km/h und das Indoor. Da ist die solar 
Challenge down under noch realitätsnäher und sparsamer

von Rainer W. (rawi)


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Gustav K. schrieb:
> Real oder etwas arg optimistisch?

Einfach nachrechnen

Wie weit kommt das E-Mobil mit einer Akkuladung?
Wieviel Ladezyklen geben die Akkus her?
Wie viele Kilometer kannst du mit der gegebenen Anzahl von Ladezyklen 
fahren, wobei auch die geringere Abnutzung durch Teilzyklen zu 
berücksichtigen ist?

Wieviel Kilometer fährst du in 10 Jahren?

Beantwortet das deine Frage?

von (prx) A. K. (prx)


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ArnoNym schrieb:
> Genau wie beim Verbrenner muss man das Auto dann
> eine Zeit laufen lassen, damit die Bleikiste nachgeladen wird.

Die Starterbatterie, die übrigens kein Bleiakku sein muss, wird bei 
E-Autos aber nicht per Lichtmaschine geladen, sondern aus dem Fahrakku. 
Und der ist im Unterschied zur Lichtmaschine auch auf dem Parkplatz oder 
in der Garage noch von Nutzen. Bei den Details, wann dieser 
Nachladevorgang stattfindet, und wann nicht, dürfte es aber Unterschiede 
zwischen den Herstellern geben. Und vielleicht auch mal einen 
Software-Update.

Spezifisches Problem von Teslas ist die optische Raumüberwachung beim 
Parken, wenn aktiviert. Die zieht mächtig Ruhestrom. Das ist aber auf 
der Autobahn eher kein Problem, den wer parkt schon rund Woche auf dem 
Standstreifen.

Ein Problem heutiger Schließsysteme jeder Antriebsart kann darin 
bestehen, mit einem Ladekabel an den Akku zu kommen, wenn mangels Strom 
das Schliessystem nicht funktioniert. Da kann es recht phantasievolle 
Methoden geben und es wäre deshalb gut, wenn der Akku des Smartphones 
nicht gleichzeitig streikt. Weil man das wahrscheinlich nicht parat hat.

: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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Gustav K. schrieb:
> Zur Lebensdauer finden sich recht seltsame Informationen im Netz. Da
> wird im gleichen Absatz geschrieben, dass die genaue Lebensdauer von
> Natrium-Ionen-Akkus noch nicht bekannt ist, man aber aufgrund der "hohen
> Widerstandsfähigkeit des Natriums" 50.000 Ladezyklen erreicht könnte.

Vor gar nicht langer Zeit hatte ich auch wieder einiges gelesen. Das 
hört sich immer schön an.
Die müssen erstmal liefern.
Früher hatte man bei Bleibatterien eine Lebensdauer von 2000 Ladezyklen 
angegeben.
Mittlerweile geben sie 4000 Ladezyklen an. Die Plattendichte hat mehr 
als das Doppelte zugenommen und auch der Sumpf ist sicher nicht größer, 
sondern eher kleiner geworden. Gut, die Ladetechniken, die wir heute 
verwenden, lassen die Batterien ein bisschen länger leben. 4000 
Ladezyklen (8 Jahre) erreichen die wenigsten Batterien. Und 
Traktionsbatterien sind genau für diese Belastungen gebaut.
Ich habe schon Schwierigkeiten die Batterien über die gesamte 
Fullservicezeit, die mittlerweile 6 Jahre ist, zu bringen. Dann kommt es 
auch immer noch auf den Hersteller an. Aber selbst Hawker (Varta) oder 
Enersys (Deta) kacken manchmal schon vorher ab. Die Batterien scheinen 
auch nicht mehr richtig formiert. Wenn man ein bisschen sucht, wird man 
einige Doktorarbeiten finden, die dieses Thema neu angehen wollen. 
Tatsache ist aber, dass das die Grundlage für eine lange Lebensdauer 
ist. Aber Strom ist teuer und bis die Batterie fertig ist, ist auch 
ewtas Zeit vergangen.

von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> Real oder etwas arg optimistisch?

Das kann schon passen. Nur muss man dabei einrechnen, dass bei E-Autos 
die nominell verfügbare Kapazität oft ein Stück geringer ist, als die 
verbaute technische Kapazität. Den angezeigten 98% geht dann neben den 
fehlende 2% eine nicht sichtbare Verringerung der eingebauten 
Überkapazität voraus.

Diese Methode ist bei Handys nicht üblich, weshalb man Erfahrungen damit 
nicht übernehmen kann.

: Bearbeitet durch User
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Michael B. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Logisch. Ein E-Auto hat im Vergleich zu einem V-Auto weniger Teile,
>> die bei Ausfall zu einer Panne führen. Da die Starterbatterie aber
>> genauso fehleranfällig wie bei jedem anderen Auto ist, haben in der
>> Pannenstatistik von E-Autos Batterieprobleme einen deutlich höheren
>> prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Pannen.
>
> Schön wär's wenn VW was von deinem Märchen wüsste.

Welcher der von mir geschriebenen Sätze oder Nebensätze ist deiner
Meinung nach ein Märchen und wie kommst du zu dieser Meinung?

von (prx) A. K. (prx)


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Wenn man das verbaute Hühnerfutter in der Elektronik einzeln zählt, hat 
ein Stromer weit mehr Teile als sein geliebter Oldtimer. ;)

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Michael O. schrieb:
> Ich hab zwar auf der Autoban schon jede Menge liegen gebiebener Autos
> gesehen, ...

Er plenkt. Sein Satz wäre auch noch richtig, wenn er geschrieben hätte 
er hätte "jede Menge liegen gebliebene Ufos gesehen" auf der "Autoban", 
weil die findet sich auch in seinem Land nicht.

Re D. schrieb:
> Mit Tempomat auf 90
> hinter dem LKW auf der Autobahn sind natürlich 13 kwh/100km möglich.

Gustav K. schrieb:
> Du willst mit einem Tempomat hinter einen LKW herfahren ??

Genau so sollt ihr auf der Autobahn fahren, wie es Re D schreibt.

Oliver S. schrieb:
> un ja, die Transferleistung, daß man auf der Autobahn schneller fährt
> als auf anderen Straßen, überfordert dich anscheinend.

Re D sieht das ganz richtig. Gleiches Tempolimit auf Autobahnen für alle 
Fahrzeuge. Er ist im Gegensatz zu Dir schon auf dem richigen 
ökologischen Weg. Da wird nicht mehr gerast, auch nicht mit einem 
EFahrzeug.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Gleiches Tempolimit auf Autobahnen für alle Fahrzeuge.

Yep. Gibt's schon vielerorten. Nennt sich bisher Stau oder 
zähfliessender Verkehr. Eine Spezialität von E-Autos und 
Automatikgetrieben mit Assi.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Yalu X. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Yalu X. schrieb:
>>> Logisch. Ein E-Auto hat im Vergleich zu einem V-Auto weniger Teile,
>>> die bei Ausfall zu einer Panne führen. Da die Starterbatterie aber
>>> genauso fehleranfällig wie bei jedem anderen Auto ist, haben in der
>>> Pannenstatistik von E-Autos Batterieprobleme einen deutlich höheren
>>> prozentualen Anteil an der Gesamtzahl der Pannen.
>>
>> Schön wär's wenn VW was von deinem Märchen wüsste.
>
> Welcher der von mir geschriebenen Sätze oder Nebensätze ist deiner
> Meinung nach ein Märchen und wie kommst du zu dieser Meinung?

VW weiß von dem „Märchen“, und hat deshalb freiwillig und kostenlos beim 
Softwareupdate der ersten ID-Modelle auf 2.4, für das die Autos in die 
Werkstatt mussten, auch eine bessere 12V-Batterie spendiert.

Oliver

von ArnoNym (bergler)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ein Problem heutiger Schließsysteme jeder Antriebsart kann darin
> bestehen, mit einem Ladekabel an den Akku zu kommen, wenn mangels Strom
> das Schliessystem nicht funktioniert. Da kann es recht phantasievolle
> Methoden geben und es wäre deshalb gut, wenn der Akku des Smartphones
> nicht gleichzeitig streikt. Weil man das wahrscheinlich nicht parat hat.

Mein Auto kann man rein mechanisch aufsperren wenn die Batterie vom 
Schlüssel defekt ist, und die Ladeklappe hat eine mechanische 
Notentriegelung. Die ist nicht bequem, aber vorhanden.
Damit man das auch findet wenn alle Batterien tot sind, gibt es en 
altmodisches Handbuch auf Papier.

Dass das bei Musk anders ist, mag sein, aber dessen Autos muss man ja 
nicht kaufen.

Und bei den klassischen Herstellern werden (bis auf den Antrieb) die 
gleichen Teile wie bei den Verbrennern verbaut, und die Autos von den 
gleichen Leuten entworfen.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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ArnoNym schrieb:
> Mein Auto kann man rein mechanisch aufsperren wenn die Batterie vom
> Schlüssel defekt ist, und die Ladeklappe hat eine mechanische
> Notentriegelung. Die ist nicht bequem, aber vorhanden.

Das geht bei praktisch allen Autos, außer vielleicht denen von

> Musk

Nur ist bei einigen das Schlüsselloch nicht ganz leicht zu finden.

> Damit man das auch findet wenn alle Batterien tot sind, gibt es en
> altmodisches Handbuch auf Papier.

Die Frage ist nur, wo dieses Handbuch im Fall der Fälle gerade liegt:
Im abgeschlossenen Auto oder im 100 km entfernten Zuhause? ;-)

Es ist auf jeden Fall ratsam, sich das entsprechende Kapitel im Handbuch
direkt nach dem Autokauf durchzulesen und das Prozedere einmal zu üben.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Yalu X. schrieb:
> Es ist auf jeden Fall ratsam, sich das entsprechende Kapitel im Handbuch
> direkt nach dem Autokauf durchzulesen und das Prozedere einmal zu üben.

Auch dafür wird ein eigener Stellplatz zu Hause benötigt. Die Prozedur 
üben, könnte sonst tödlich enden, weil jemand sonst meint, man mache 
Vorbereitungen sein Auto zu klauen und getreu dem Motto handelt, "erst 
stechen, dann fragen".
(So gute Vorlagen und kein Freitag.)

von Norbert (der_norbert)


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Dieter D. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> … ratsam, sich das entsprechende Kapitel im Handbuch durchzulesen
> Die Prozedur üben, könnte sonst tödlich enden

Das kann ich nachvollziehen. Insbesondere da viele dem Lesen im 
Allgemeinen und Büchern im Besonderen zumeist radikal ablehnend 
gegenüber stehen. Andererseits, wenn es ein passendes DeinRöhre Video 
gäbe, bevorzugt nicht länger als die Aufmerksamkeitsspanne einer 
Stubenfliege.

> (So gute Vorlagen und kein Freitag.)

Hier auf mc.net ist immer Freitag!

von Re D. (re_d228)


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Gustav K. schrieb:
> Re D. schrieb:
>> Mit Tempomat auf 90 hinter dem LKW auf der Autobahn sind natürlich
>> 13 kwh/100km möglich.
>
> Du willst mit einem Tempomat hinter einen LKW herfahren ??

Ich vergaß, Minderleister mit ihren alten Schrottmühlen sind noch nicht 
im 21. Jahrhundert angekommen. Mein " Tempomat" kann auch den Abstand 
regeln. Ich kenne seit über einem Jahrzehnt nix anderes. Aber klar für 
dich, E-Autos haben Abstand-Regel-Temppmaten.
Ich will das übrigens nicht, aber Oliver, der Nichtsmerker, wollte das.
Ich fahre gemütliche 130 bis 150 und lade halt nach 300 km für 15 
Minuten nach.

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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(prx) A. K. schrieb:
> Den angezeigten 98% geht dann neben den
> fehlende 2% eine nicht sichtbare Verringerung der eingebauten
> Überkapazität voraus.

Bei mir sind 114% verbaut. Die 2 % der Autors völlig sinnfrei. Zumal er 
die Kapazität gar nicht messen kann. Einen Starterakku kann ich einfach 
abklemmen um ihn zu messen. Den Tankinhalt oder Verbrauch eines 
Verbrenners kann ich sehr genau bestimmen. Beim E-Auto ist "leer" oder 
"50%" allenfalls ein grober Anhaltspunkt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Aus dem Internet:

Am längsten hält derzeit die Batterien des Lexus UX300e; Toyota 
garantiert für den Akku des Kompakt-SUV seiner Luxusmarke eine 
Lebensdauer von 10 Jahre bzw. 1.000.000 Kilometer.

Ein Elektroauto muss ebenso wie herkömmliche Verbrenner regelmäßig 
gewartet werden. Abhängig vom Hersteller sollte eine Wartung in der 
Regel jährlich oder alle zwei Jahre durchgeführt werden, zumindest dann, 
wenn man den Garantieanspruch auf das Fahrzeug nicht verlieren möchte.

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/unfall-schaden-panne/adac-pannenstatistik/
Während Pkw mit Verbrennermotoren eine Pannenkennziffer von 6,9 auf 1000 
Fahrzeuge aufweisen, liegt diese bei den E-Autos nur bei 4,9.

Wobei dieser Vergleich auch hinkt. Der EAuto-Fahrer hat in der Regel 
eine bessere Infrastruktur für das Fahrzeug, die er sowieso besitzt, 
weil es sonst nix wäre mit der eigenen Ladebox. Zusätzlich haben diese 
auch das nötige Kleingeld für Servicezusatzpackete, was bereits vieles 
abfängt. Meistens müssen diese zur Arbeit auch nicht so beschissene 
verschleißträchtige Straßen zwischen Wohnung und Arbeit fahren. Fliegen 
schön in den Urlaub, statt sich selbst mit dem Auto nach Italien oder 
Frankreich zu quälen. Da gibt es viele Unterschiede.

Viele Hersteller/Firmen bieten für die EFahrzeuge bereits eigene 
Pannenholservices an. Alles was darüber läuft, kommt nicht in die 
ADAC-Statistik. Das bekommt eigentlich kaum jemand mit bis auf das 
Vertragsautohaus des jeweiligen Herstellers. Für micht ist das 
interessant, wenn man mich mal wieder dort warten läßt, weil ich dann 
mithören kann, welche Autos abgeholt werden müssen. Beim EAuto muss der 
Mitarbeiter mit der entsprechenden Ausbildung mit.

Bei mir ist es so, dass ich im Zeitraum von Juni 23 bis Ende Dez 23 zwei 
liegengeblieben EAutos und vier Verbrenner auf der Landstraße 
mitbekommen habe. Bei den Fahrzeugen auf der Autobahn war die Zeit zu 
kurz um das zu checken.

25.01.2024 — Elektroautos fallen bei Kälte seltener aus als Verbrenner. 
Das ist das Ergebnis einer Statistik des norwegischen Pannendienstes 
Viking.

Auch hier gilt, der EAuto-Fahrer hat in der Regel eine bessere 
Infrastruktur für das Fahrzeug, die er sowieso besitzt, weil es sonst 
auch nix wäre mit der eigenen Ladebox. Dazu kommt meistens eine der 
besseren Garagen zu Hause und bessere Parkplätze in der Arbeit.
Zusätzlich haben diese auch das nötige Kleingeld für 
Winter-Servicezusatzpackete, was bereits auch vieles abfängt.

von Hmmm (hmmm)


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Dieter D. schrieb:
> Wobei dieser Vergleich auch hinkt. Der EAuto-Fahrer hat in der Regel
> eine bessere Infrastruktur für das Fahrzeug, die er sowieso besitzt,
> weil es sonst nix wäre mit der eigenen Ladebox. Zusätzlich haben diese
> auch das nötige Kleingeld für Servicezusatzpackete

Klar, eigentlich sind E-Autos total unzuverlässig, aber weil deren 
Besitzer stinkreich sind, ihre Autos auf Hochflorteppichen parken und 
den Akku regelmässig mit Einhornblut spülen, schneiden sie dann in der 
Pannenstatistik ungerechterweise besser als Verbrenner ab.

Schwurbeldieter, wie man ihn kennt.

von Gustav K. (hauwech)


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Bruno V. schrieb:
> Bei mir sind 114% verbaut. Die 2 % der Autors völlig sinnfrei.

Interessant. Also wären bei deinem Akku nach 2 Jahren intensiver Nutzung 
bereits 16% Kapazität weg. Nach 4 Jahren dann 32% und die Karre will 
keiner mehr haben. Aber so einfach werden es einem die Hersteller nicht 
machen, die werden den wahren SOH gut verschleiern. Da wird der 
Gesetzgeber mal wieder nachhelfen müssen.

> Zumal er die Kapazität gar nicht messen kann.

Zu was, man befragt der Einfachheit halber die Motorsteuerung, von der 
werden schon die richtigen Werte kommen. Bei der ASU hat man m.W. eine 
Zeit lang die Zusammensetzung des Abgases auch einfach nur ausgelesen.

von Frank O. (frank_o)


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Yalu X. schrieb:
> Es ist auf jeden Fall ratsam, sich das entsprechende Kapitel im Handbuch
> direkt nach dem Autokauf durchzulesen und das Prozedere einmal zu üben.

Das ist alles auf "Notöffnung" ausgelegt.
Ich hatte gerade die Kraftstoffniederdruckpumpe defekt (leider erst nach 
dem Tuning und somit musste ich es selbst machen und natürlich auch 
bezahlen, obwohl ich sonst noch Garantie gehabt hätte; dumm gelaufen), 
und ich musste erstmal die Batterie laden. Zum Glück hatte ich noch eine 
alte Batterie (wollte ich längst weggebracht haben), die ich für das 
Abschließen benutzen konnte, während die eigentliche Batterie in der 
Garage geladen wurde.

von ArnoNym (bergler)


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Re D. schrieb:
> Ich will das übrigens nicht, aber Oliver, der Nichtsmerker, wollte das.
> Ich fahre gemütliche 130 bis 150 und lade halt nach 300 km für 15
> Minuten nach.

Selbst mit einem Kurzstreckenauto wie dem Corsa kann man mit den maximal 
erlaubten 130 fahren, auch auf Langstrecke. Haben wir letzten Sommer 
gemacht (800km).

Was den Corsa auf der Langstreke halbwegs passabel macht ist sein 
niedriger Verbrauch (18kWh/100km). Sicher steht man etwas öfter, aber am 
Ende ist der Unterschied zum Verbrenne für die Urlaubsfahrt sogar mit so 
einem Auto tragbar.

Wer einen Tesla oder Ioniq 6 oder auch nur einen ID.3 hat, ist da noch 
um eniges schneller unterwegs.

Weil die Ladeinfrastruktur bejammert wird:
Wir hatten selbst in der tiefsten Slowakai und in Polen keine Probleme, 
Säulen mit 100kW zu finden, mehr kann der Corsa nicht. Die liefen alle 
mit den gleichen Ladekarten wie in DE.
Solange das Auto CCS hat und der Fahrer ein Hirn (und ein Handy), ist 
das heute kein Problem mehr.

von Frank O. (frank_o)


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ArnoNym schrieb:
> den maximal
> erlaubten 130 fahren,

Seit wann haben wir generelle Geschwindigkeitsbegrenzung?
Allerdings habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, dass die beste 
Reisegeschwindigkeit im Mittel zwischen 140 und 160 Kmh liegt.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Frank O. schrieb:
> Seit wann haben wir generelle Geschwindigkeitsbegrenzung?

Das hängt davon ab, wo "wir" ist. Fast überall gibt es das.

> Allerdings habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, dass die beste
> Reisegeschwindigkeit im Mittel zwischen 140 und 160 Kmh liegt.

Nicht überall. Mancheorts gibt es zu viel Busse. Von dort kommen sie 
dann gelegentlich rüber, um endlich mal die Sau rauslassen zu können.

: Bearbeitet durch User
von Re D. (re_d228)


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Gustav K. schrieb:
> Interessant. Also wären bei deinem Akku nach 2 Jahren intensiver Nutzung
> bereits 16% Kapazität weg.

Der Gustav, schön dass es noch Leute gibt, die ihre Dummheit so schön 
zur Schau stellen. Danke 😽

von Gerhard O. (gerhard_)


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(prx) A. K. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Seit wann haben wir generelle Geschwindigkeitsbegrenzung?
>
> Das hängt davon ab, wo "wir" ist. Fast überall gibt es das.
>
>> Allerdings habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, dass die beste
>> Reisegeschwindigkeit im Mittel zwischen 140 und 160 Kmh liegt.
>
> Nicht überall. Mancheorts gibt es zu viel Busse. Von dort kommen sie
> dann gelegentlich rüber, um endlich mal die Sau rauslassen zu können.

Ihr Deutschen(😊) würdet von unseren Geschwindigkeitsbegrenzungen hier 
enttäuscht sein. 110kmh ist da bei uns Top. Irgendwo in B.C. Sogar 
120kmh. Aber nicht für lange. Auf den Landstrassen übrigens nur 100 oder 
80. ich habe keine Ahnung wie schnell mein CX-30 eigentlich fahren kann 
und ob die Reifen dafür zugelassen sind. Ich habe immer Angst, wenn ich 
es ausprobieren möchte, ausgerechnet dann einer 
Geschwindigkeitskontrolle zu begegnen. Und das kann ins Auge gehen, ganz 
abgesehen von den Punkten und das Strafmandat.

In D hatte ich mal das Vergnügen, in einem E500 250kmh zu erleben. Das 
ist schon ein interessantes Erlebnis. Allerdings muß da alles optimal 
passen. Ob unsere Autobahnen dafür gut genug sind, wage ich zu 
bezweifeln.

Allerdings ist 110kmh schon sparsamer. Auf meiner Fahrt von Edmonton 
nach Whistler (Vancouver, 1250km) lag mein letzter 
Durchschnittsverbrauch bei 6.1l/100kmh. Und da waren einige Pässe zu 
bewältigen. Ich vermute, daß man zwischen 140-180kmh wesentlich mehr 
Kraftstoff aufwenden muß.

: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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Gerhard O. schrieb:
> Allerdings ist 110kmh schon sparsamer. Auf meiner Fahrt von Edmonton
> nach Whistler (Vancouver, 1250km) lag mein letzter
> Durchschnittsverbrauch bei 6.1l/100kmh. Und da waren einige Pässe zu
> bewältigen. Ich vermute, daß man zwischen 140-180kmh wesentlich mehr
> Kraftstoff aufwenden muß.

Oh Gott! Darf ich mir hier gar nicht vorstellen. Habe gerade erst mein 
Auto "frisch" machen lassen. Bei 200 hat das neu eingestellte Getriebe 
runter geschaltet und die Räder drehten etwa durch. :-). So 280kmh 
sollte der jetzt gehen.
Aber darum ging es nicht bei mir. Das Getriebe war mir wichtig. Na ja, 
die PS nimmt man dann halt mit.
Tatsächlich braucht er jetzt etwas weniger Kraftstoff, wenn ich Piano 
fahre.
Also zwischen 140-160 kmh wirst du nicht viel mehr brauchen, aber du 
siehst wenigstens wie die Kilometer weniger werden.
Ich habe meinen noch nicht so lange, aber der ging auch so schon 250 
kmh. Ist mir aber zu schnell. Kann man hier selten bis nie sicher 
fahren.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hmmm schrieb:
> Klar, eigentlich sind E-Autos total unzuverlässig, aber weil deren
> Besitzer stinkreich sind,

Vor vielen Jahren gab es eine Statistik der Fahrzeugpannen nach der 
Einkommenskraft der Eigentümer gestaffelt. Damals waren es nur 
Verbrenner.

Auf einen Faktor von rund 2, wird das sich auf lange Sicht vermutlich 
auch einpendeln.

von Re D. (re_d228)


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Dieter D. schrieb:
> Viele Hersteller/Firmen bieten für die EFahrzeuge bereits eigene
> Pannenholservices an. Alles was darüber läuft, kommt nicht in die
> ADAC-Statistik.

Der Märchenonkel wieder. Ja bei Verbrennern sind die Firmen noch nicht 
auf die Idee gekommen. Gott bist du erfinderisch.

von Re D. (re_d228)


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Dieter D. schrieb:
> Hmmm schrieb:
>> Klar, eigentlich sind E-Autos total unzuverlässig, aber weil deren
>> Besitzer stinkreich sind,
>
> Vor vielen Jahren gab es eine Statistik der Fahrzeugpannen nach der
> Einkommenskraft der Eigentümer gestaffelt.

Sag ich doch, nur Minderleister, die den Tag im uC.net-Forum verbringen 
haben Probleme (nicht nur mit dem Auto).

von Frank O. (frank_o)


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Bernd W. schrieb:
> Ja, sowas kann man machen. Ich habe damals, vor fast 20 Jahren, sogar
> meinem damaligen Vorgesetzten eine entsprechend angepasste Ladeschaltung
> für VRLAs vorgeschlagen, um diese in akkugestützte Geräte einzubauen.
> Nach Nachdenken hat er aber abgelehnt: Die Entwicklung und der Betrieb
> der Lader würde sich, umgelegt auf die Nutzungsdauer des Gerätes von
> 5-10 Jahren nicht lohnen. Schon gar nicht wenn man sonst alle zwei Jahre
> dem Kunden für 50 Euro einen neuen Akku verkaufen kann, der im Einkauf
> 15 Euro kostet.

Das ist leider so. Geld verdienen steht überall im Vordergrund.
Was ich mit Erfahrung meinte, bezog sich nicht direkt auf die Batterien 
und schon gar nicht auf Lithium, denn die sind ja noch ziemlich neu in 
unserem Bereich.
Ich meine die Erfahrung mit den vollmundigen Versprechungen.
Dabei schrieb ich ja auch, "die müssen erstmal liefern."

Über Batterien, da muss ich dir recht geben, gibt es kaum neue 
Informationen. Besser gehütet als alle Geheimdienstinformationen. 
Deshalb versuche ich von Zeit zu Zeit immer irgendwelche Informationen 
aus Doktorarbeiten zu ziehen.

Ich habe im September noch einen Verbrenner gekauf und da ich schon "auf 
Kredit" lebe, denke ich, dass das mein letztes Auto ist und für mich das 
alles irrelevant ist.

von J. S. (jojos)


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Gerhard O. schrieb:
> Ihr Deutschen(😊) würdet von unseren Geschwindigkeitsbegrenzungen hier
> enttäuscht sein. 110kmh ist da bei uns Top. Irgendwo in B.C. Sogar
> 120kmh.

Auf den Autobahnen läuft es trotzdem besser, weil die LKW da auch 120 
km/h fahren. Und wehe du fährst einen Tick langsamer, dann wird der im 
Rückspiegel immer größer.

von Gerhard O. (gerhard_)


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J. S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ihr Deutschen(😊) würdet von unseren Geschwindigkeitsbegrenzungen hier
>> enttäuscht sein. 110kmh ist da bei uns Top. Irgendwo in B.C. Sogar
>> 120kmh.
>
> Auf den Autobahnen läuft es trotzdem besser, weil die LKW da auch 120
> km/h fahren. Und wehe du fährst einen Tick langsamer, dann wird der im
> Rückspiegel immer größer.

Ich war in 2005 eine Woche für die Firma in Bayern und hatte einen VW 
Polo. Auf der Autobahn wurde ich bei 140 andauernd überholt. Das Fahren 
ist bei Euch schon irgendwie ein Anderes Fahrgefühl.

von Frank O. (frank_o)


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Gerhard O. schrieb:
> VW
> Polo. Auf der Autobahn wurde ich bei 140 andauernd überholt.

Gerhard, ich habe auch einen Polo. Aber eigentlich ist das keiner mehr. 
Auf jeden Fall überhole ich eher die anderen. :-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Frank O. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> VW
>> Polo. Auf der Autobahn wurde ich bei 140 andauernd überholt.
>
> Gerhard, ich habe auch einen Polo. Aber eigentlich ist das keiner mehr.
> Auf jeden Fall überhole ich eher die anderen. :-)

So wie hier?

: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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Gerhard O. schrieb:
> So wie hier?

Hahaha!
Hat jetzt 256 PS und 435Nm.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Frank O. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> So wie hier?
>
> Hahaha!
> Hat jetzt 256 PS und 435Nm.

Ob man dem armen Motor so viel PS Anstieg zumuten sollte? Irgendwie 
hätte ich da schon ein ungutes Gefühl dabei.

https://www.youtube.com/watch?v=kX_O6PULFF4
https://www.youtube.com/watch?v=lOfZLb33uCg

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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Re D. schrieb:
> Sag ich doch, nur Minderleister, die den Tag im uC.net-Forum verbringen
> haben Probleme (nicht nur mit dem Auto).

Eben mal in diesem Thread gezielt nach deinen Beiträgen gesucht und 
finde keinen Beitrag ohne Überheblichkeiten und/oder Beleidigungen. Du 
hast offensichtlich ein ernsthaftes Problem und solltest mal einen 
Facharzt aufsuchen.

Gustav K. schrieb:
> Re D. schrieb:
>> Thema kann geschlossen werden.
>
> Mach dich einfach vom Acker und gut ist.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Die Lebensdauer der Akkus wird mittlerweile auch durch aufwändigere 
Vorkonditionierung vor dem Laden verbessert.
https://www.heise.de/hintergrund/Artikelserie-Elektroauto-Batterien-Warum-die-Vorkonditionierung-so-wichtig-ist-7530679.html

von Re D. (re_d228)


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Gustav K. schrieb:
> Du hast offensichtlich ein ernsthaftes Problem und solltest mal einen
> Facharzt aufsuchen.

Die Probleme statt offensichtlich du, da du es für nötig hälst, mich zu 
staken. Was für dich überheblich erscheint, ist einfach die Realität, 
ich bin dir um können voraus, und dein Selbstmitleid zieht bei mir 
nicht.

von Re D. (re_d228)


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J. S. schrieb:
> Die Lebensdauer der Akkus wird mittlerweile auch durch aufwändigere
> Vorkonditionierung vor dem Laden verbessert.

Die Lebensdauer eines Verbrennungsmotors wird durch aufwendige Kühlung 
(und illegale "Thermofenster") verbessert.
Wenn ein Heiz-/Kühlkreislauf für dich zu aufwändig ist, ist es besser 
kein Ingenieur zu sein.

von Frank O. (frank_o)


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Gerhard O. schrieb:
> Ob man dem armen Motor so viel PS Anstieg zumuten sollte?

Im Golf GTI ist der Grundmotor gleich. Da hat der Serie, ich glaube, 247 
PS.
Bis 300 PS kein Problem. Die holen da sogar das Doppelte raus. Serie hat 
der Wagen schon 200 PS.
Kennst du nicht den Spruch: Früher hatte er einen forschen Pimmel, heute 
hat er einen Porschefimmel.

von Bruno V. (bruno_v)


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Dieter D. schrieb:
> Toyota garantiert für den Akku des Kompakt-SUV seiner Luxusmarke eine
> Lebensdauer von 10 Jahre bzw. 1.000.000 Kilometer

Halte ich zwar technisch für unrealistisch, marketingtechnisch aber 
vertretbar: die wenigsten fahren so einen Wagen 100.000 im Jahr. Und 
wenn dann 5% der Autos auf Garantie den Akku neu bekommen, spielt das 
für Toyota keine Rolle.

von Re D. (re_d228)


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Bruno V. schrieb:
> Halte ich zwar technisch für unrealistisch,

Der Bruno glaubt es nicht, deshalb gibt es das nicht. Der Bruno erklärt 
wie Wissenschaft vor der Aufklärung funktioniert. Mehr macht der Bruno 
nicht.

von J. S. (pbr85)


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J. S. schrieb:
> Die Lebensdauer der Akkus wird mittlerweile auch durch aufwändigere
> Vorkonditionierung vor dem Laden verbessert.
> 
https://www.heise.de/hintergrund/Artikelserie-Elektroauto-Batterien-Warum-die-Vorkonditionierung-so-wichtig-ist-7530679.html

Mag sein, nur erreicht man da Werte die bei 25°C gelten, also 500-1000 
volle Zyklen für einen Li-Ion und dann ist man bei 70% der Kapazität. 
Bei 45°C hat man nämlich etwa 50% weniger Zyklen. Also am Ende alles 
nicht so toll.

Bleibt nur LiFePO4 derzeit, mit 20-30% weniger Energiedichte am ANFANG, 
aber das kann man dem Käufer ja nicht verkaufen...

von Norbert (der_norbert)


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Re D. schrieb:
> Der Bruno glaubt es nicht, deshalb gibt es das nicht.

So etwas hat er aber gar nicht geschrieben. Warum unterstellst du es 
dann?

Im Übrigen gibt es eine lange Liste gerade bei den Automobilherstellern 
in den V.S. von A. die ganz genau die beschriebenen 
Gewinn/Verlustrechnungen durchführen sobald es Probleme gibt.

Rückrufaktion bei Problemen: 1/2 Mrd.
Abwarten und Schweigen bei durchkalkulierter Schadensersatzsumme: 1/4 
Mrd.

von (prx) A. K. (prx)


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J. S. schrieb:
> Bleibt nur LiFePO4 derzeit, mit 20-30% weniger Energiedichte am ANFANG,
> aber das kann man dem Käufer ja nicht verkaufen...

Es gibt immer mehr Modelle mit LFP Akkus.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Norbert schrieb:
> Im Übrigen gibt es eine lange Liste gerade bei den Automobilherstellern
> in den V.S. von A. die ganz genau die beschriebenen
> Gewinn/Verlustrechnungen durchführen sobald es Probleme gibt.
>
> Rückrufaktion bei Problemen: 1/2 Mrd.
> Abwarten und Schweigen bei durchkalkulierter Schadensersatzsumme: 1/4
> Mrd.

Da hast Du aber die Rechnung ohne das KBA gemacht!
https://www.kba.de/DE/Themen/Marktueberwachung/Rueckrufe/rueckrufe_node.html#:~:text=Kann%20das%20Kraftfahrt%2DBundesamt%20(KBA,schnell%20und%20wirksam%20beseitigt%20wird.

von Norbert (der_norbert)


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Rainer Z. schrieb:
> Da hast Du aber die Rechnung ohne das KBA gemacht!

Erster Absatz, erster Satz:
Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Hersteller von Fahrzeugen und 
Fahrzeugteilen das KBA informieren müssen, sollte es Anhaltspunkte dafür 
geben, dass ihre Produkte eine Gefahr für die Fahrzeuginsassen oder 
andere Verkehrsteilnehmer darstellen.

Schwierig diese Regelung auf die prognostizierte Lebensdauer eines Akkus 
anzuwenden.

von H. H. (hhinz)


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Norbert schrieb:
> Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Hersteller von Fahrzeugen und
> Fahrzeugteilen das KBA informieren müssen, sollte es Anhaltspunkte dafür
> geben, dass ihre Produkte eine Gefahr für die Fahrzeuginsassen oder
> andere Verkehrsteilnehmer darstellen.
>
> Schwierig diese Regelung auf die prognostizierte Lebensdauer eines Akkus
> anzuwenden.

Man sieht doch, dass es manche in den Wahn treiben kann. Ist das keine 
Gefahr?

von Re D. (re_d228)


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Norbert schrieb:
> So etwas hat er aber gar nicht geschrieben. Warum unterstellst du es
> dann?

Du solltest lernen zwischen den Zeilen zu lesen. Dann hättest du es 
gelesen. Nein ich unterstelle nix. Schalt einfach das Hirn an. Der Bruno 
glaubt nicht, das 1.000.000 km und 10 Jahre gehen. Er unterstellt 
Marketing!

von Norbert (der_norbert)


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Re D. schrieb:
> Schalt einfach das Hirn an.

Geht bei dir einfach nicht ohne Beleidigungen, oder?

Völlig egal wie du argumentierst, bei solch einem Auftritt wird sich 
kaum einer die Mühe machen dein Geschreibsel ernst zu nehmen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Re D. schrieb:
> Ja bei Verbrennern sind die Firmen noch nicht auf die Idee gekommen.

Es ist schließlich Korrelation nicht immer gleich Kausalität.

Die Marktdurchdringung ist da viel schlechter und die Bedingungen decken 
bei Verbrennern weniger ab.

Wenn also jemand mit seinem EMobil liegen bleibt, gibt es Möglichkeiten, 
so dass das nicht in der Statistik auftaucht. Eine waere eine Idee, die 
beim Zugfahren in der Früh entstand.

Wenn ein EAuto wegen seines Energiespeicher liegen bleibt, ist das aber 
meistens kein defekter Li-Akku, sondern ein Defekt der 
Li-Akkuüberwachung, sowie Defekte der Temperaturregelung oder 
Überwachung (Temperatur, Spannung, Strom).

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Frank D. schrieb:
> Bei dem Rad war es letztens ein 10s5p, der hatte nach
> einem Schlagloch plötzlich nur noch halbe Reichweite und neigte danach
> zu spontanen Ausfällen (Kapazität ist immer schlagartig gesunken).

So, da gerade aktuell:
ich wollte den Akku von dem Rad meiner Frau laden, über Winter stand das 
Rad nur.
>> Akku lädt nicht
Also Akku geöffnet alle Zellen sind bei 4,1V ausser ein 5er Paar, dort 
liegt nur etwas mehr als 1V an.
Ich versuche gerade die Zellen mit einem Netzteil nachzuladen, wenn das 
funktioniert lebt das BMS und ich kann neue Zellen kaufen. 
Ansonsten...???

Nur zu Info, das war ein Bulls mit Brosesystem. Also kein Chinamüll und 
es hat die stolze Reichweite von 1500km geschafft.

Ich will hier nicht die E-Autos schlechtreden, aber wenn es dort genauso 
läuft wie bei den Rädern, dann ist so etwas nicht ausserhalb der 
Garantie kaufbar.

von Bernd H. (geeky)


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Pannenhilfe gibt es seit Jahren bei Neuwagen bei praktisch sämtlichen 
Herstellern während der Garantiezeit (oder bei Einhalten der 
Serviceintervalle bei Händler/Partner-Werkstatt teils auch danach noch).
z.B. bei Skoda und VW heißt es "Mobilitätsgarantie", bei Opel oder auch 
Hyundai heißt es "Assistance". Und auch in KFZ-Versicherungen ist sowas 
oft enthalten.
Aber: Es ist eben nichts E-Auto spezifisches.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Frank D. schrieb:
> Nur zu Info, das war ein Bulls mit Brosesystem. Also kein Chinamüll und
> es hat die stolze Reichweite von 1500km geschafft.

nur zur Info, 1500 km schaffe ich im Sommer während weniger Wochen mit 
dem Fahrrad, aber OHNE Akku, sondern mit normalem Fahrrad per 
Muskelkraft.

von Hmmm (hmmm)


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Dieter D. schrieb:
> Die Marktdurchdringung ist da viel schlechter und die Bedingungen decken
> bei Verbrennern weniger ab.

Schon wieder Schwurbeldieter-Bullshit.

Servicepakete gibt es auch für Verbrenner seit Ewigkeiten. 
Mobilitätsgarantie, Garantieverlängerungen, All-Inclusive-Pakete mitsamt 
Inspektionen und Verschleissteilen.

Besitzt Du überhaupt ein Auto?

von Re D. (re_d228)


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Norbert schrieb:
> Geht bei dir einfach nicht ohne Beleidigungen, oder?

Norbert schrieb:
> dein Geschreibsel

Wer im Glashaus sitzt, sollte das Hirn einschalten, auch wenn es schon 
warm im Oberstübchen ist. War ..., merkst du selber?

von ArnoNym (bergler)


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Frank O. schrieb:
> ArnoNym schrieb:
>> den maximal
>> erlaubten 130 fahren,
>
> Seit wann haben wir generelle Geschwindigkeitsbegrenzung?

Oha, das ist ein ziemlich dickes Brett, dass du da vorm Kopf hast :-(
Ich empfehle:
https://www.bussgeldkatalog.org/tempolimit-europa/

Wenn man vom Urlaub uns Slowakei und Polen liest, kann man sich 
eigentlich denken, dass dort nicht die gleichen Regeln gelten, wie in 
Deutschland.

von Frank O. (frank_o)


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ArnoNym schrieb:
> Wenn man vom Urlaub uns Slowakei und Polen liest, kann man sich
> eigentlich denken, dass dort nicht die gleichen Regeln gelten, wie in
> Deutschland.

Habe ich in dem Beitrag nicht gelesen. Wenn es da stand, ok. Da wir ein 
deutsches Forum sind, mit überwiegend deutscher Sprache und auch dieser 
Thread deutschsprachig ist, habe ich die Regeln hier zu Grunde gelegt.
Von mir bis zur Küste kannst du auch zeitweise 500 kmh fahren, wenn du 
kannst und willst. Aber auf allen anderen Straßen ist das kaum noch 
möglich.
Früher bin ich von Essen nach Hamburg in 2 Stunden gefahren.
Heute ist eh alles "vermint" und zu viel Verkehr ist auch.
Habe das später einmal wieder versucht. Kostet nur Nerven und Sprit und 
am Ende habe ich vielleicht 20 Minuten gewonnen.
Wenn ich noch in Essen wohnen würde und dort das Auto nicht brauche, 
würde ich die Stecke Essen-Bremen-Hamburg heute eher mit dem Zug fahren. 
Dauert genauso lange.

von (prx) A. K. (prx)


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Frank O. schrieb:
> Da wir ein
> deutsches Forum sind, mit überwiegend deutscher Sprache und auch dieser
> Thread deutschsprachig ist, habe ich die Regeln hier zu Grunde gelegt.

Und hast dabei die Schweizer und Österreicher übersehen. Deutsche 
Sprache bedeutet nicht stets auch deutscher Staat.

: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und hast dabei die Schweizer und Österreicher übersehen.

Jau!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Re D. schrieb:
> Sag ich doch, nur...

Hmmm schrieb:
> Schon wieder Schwurbeldieter-Bullshit.

Keine Argumente mehr, dann wird nur noch provoziert.


Man muss einfach nur vergleichen.

Zum Beispiel ein grosser Hersteller bietet mit der kurzen 
Garantie-/Versicherungsverlaengerung bereits 160000km oder 8J fuer die 
Batterie. Marktdurchdringung bei mir bekannten Haendler liegt bei über 
90% dessen Kunden.

von Oliver S. (oliverso)


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Dieter D. schrieb:
> Zum Beispiel ein grosser Hersteller bietet mit der kurzen
> Garantie-/Versicherungsverlaengerung bereits 160000km oder 8J fuer die
> Batterie. Marktdurchdringung bei mir bekannten Haendler liegt bei über
> 90% dessen Kunden.

Keine Ahnung, was du da schwafelst. Um die 8 Jahre Garantie auf die 
Batterie gibts bei allen E-Autos, serienmäßig.

Oliver

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Norbert schrieb:
> Geht bei dir einfach nicht ohne Beleidigungen, oder?

Da hast Du vollkommen recht. Es gibt da noch mehr davon im Forum. Bei 
bestimmten Themen, wenn die Argumente duenn werden, wir das immer 
versucht zu provozieren und wenn das nich klappt zu beleidigen. Das 
geschieht in der Hoffnung die so attackierten Personen fallen darauf 
herein und zahlen mit gleicher Münze heim.

On sozialen Medien wird das dann gross durch mehrere Threads gezogen, 
mit dem Ziel das bis zur Sperrung oder Loeschung zu treiben.

Sowas ist natuerlich schwer zu erkennen. Desto mehr das wissen, desto 
mehr haben die Chance so etwas zu erkennen und koennen dann besser 
reagieren.

Der positive Nebeneffekt waere auch, desto weniger auf sowas 
hereinfallen, desto weniger muessen Mods loeschen oder sperren.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Interessant dürften aber die neuen Natrium-Ionen-Generationen werden,
>> die zum Teil schon Serienreife haben. Die haben offenbar eine sehr viel
>> höhere Zyklenfestigkeit ...
>
> Zur Lebensdauer finden sich recht seltsame Informationen im Netz. Da
> wird im gleichen Absatz geschrieben, dass die genaue Lebensdauer von
> Natrium-Ionen-Akkus noch nicht bekannt ist, man aber aufgrund der "hohen
> Widerstandsfähigkeit des Natriums" 50.000 Ladezyklen erreicht könnte.

Ist halt alles noch recht neu. Da ist sehr viel in Bewegung. Allerdings 
findet man den Akkutyp schon in chinesischen Kleinautos. Schauen wir 
mal, wie die sich so bewähren.

>> Die etwas geringere Energiedichte ...
>
> 160Wh/kg zu 260Wh/kg bei LiIon würde ich nicht etwas geringer nennen.

... was bei stationärer Anwendung (so wie ich es schrieb) keine Rolle 
spielt.

Und 260 Wh gilt nur für die allerbesten LiIon-Akkus, die eben auch sehr 
teuer sind. Bei größeren Akkus liegt man eher bei 180Wh. Und da ist der 
Abstand für diesen doch recht jungen Batterietyp (mit entsprechendem 
Entwicklungspotential) nicht mehr arg groß.

LiFePO4 bspw. erreicht kaum über 100Wh/kg.

Es bleibt auf jeden Fall spannend. Gut, dass unsere Verbrenner hier noch 
ein paar Jahre leben sollten. Da dürfte man dann schlauer bzgl. der 
Frage sein, ob LiIon-Fahrzeuge Ladenhüter werden oder nicht.

: Bearbeitet durch Moderator
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Oliver S. schrieb:
> Keine Ahnung, ...

Das viele diese Garantie fuer die Hochvoltzellen anbieten und zuletzt 
auch als Inklusivleistung, ist eine positive Entwicklung auf dem Markt 
durch Wettbewerb, also dem Zwang nachzuziehen.

Ohne kritische Stimmen gegenüber der Akkulebensdauer gaebe es solche 
Inklusivleistungen kaum.

Übrigens, wenn die Lebensdauer kein Problem waere, braeucht es diese 
Garantie gar nicht, oder waere so guenstig, dass diese fuer 20 Jahre 
abgeschlossen nicht mehr als ein Kaffee von Starbucks pro Jahr kosten 
wuerde.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Übrigens, wenn die Lebensdauer kein Problem waere, braeucht es diese
> Garantie gar nicht

Ohne diese Garantie wären viele Käufer nicht bereit, ein aus ihrer Sicht 
natürlich bestehendes finanzielles Risiko einzugehen, ohne erst einmal 
eine Massenerfahrung von 20 Jahren abzuwarten. Die es dann natürlich 
nicht gäbe, weil die erforderliche Masse nicht entsteht.

Unverbindliche Vorhersagen der Hersteller zur Lebensdauer und 
Zuverlässigkeit werden von den Konsumenten ähnlich skeptisch gesehen, 
wie Wahlversprechen von Politikern. Mit der Garantie werden sie 
verbindlich.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Dieter D. schrieb:
> Übrigens, wenn die Lebensdauer kein Problem waere

Bräuchte es gar keine Garantie oder Gewährleistung.
Es gibt nicht wenige Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor die 
sich auch schon sowas für ihren Motor oder das Automatik Getriebe 
gewünscht hätten.

Beispiele:
Die "vorzeitig" gelängten Steuerketten beim Mercedes 4-Zylinder Diesel, 
deren Austausch mehrere Tausend Euros kostet
Die VAG Benziner, die nach ca. 20000-50000 km Laufleistung bis über 1 
Liter sauteures Hochleistungs-Motoröl pro 1000km gefressen haben.
...

von Bruno V. (bruno_v)


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Dieter D. schrieb:
> 160000km oder 8J fuer die Batterie.

Das ist z.B. bei VW. Und m.E. ein Hindernis beim Wiederverkauf.
 * 70% (vermutlich vom Netto, also bis zu -40% vom Brutto, im Zweifel am 
Prüfstand von VW: Alles OK!)
 * korrekter Gebrauch
 * fabrikneu (anscheinend nicht übertragbar)

Ja, ein 5 Jahre alter PKW kann auch direkt einen Motorschaden haben, 
dann kommt für 5000€ ein AT-Motor rein und es geht 10 Jahre weiter. In 
der Verbrenner-Preisklasse typischer E-Autos spielen 100.000 oder 
200.000 km Laufleistung keine Rolle.

>> Zitat der Webseite
>> Im Rahmen des Anwendungsbereiches der Garantie und zu den dort aufgeführten 
Bedingungen gewährt die Volkswagen AG als Hersteller dem Garantienehmenden eines 
fabrikneuen, batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugs bei korrektem Gebrauch für 
acht Jahre – oder bis zu 160.000 Kilometern Fahrleistung, je nachdem, welches 
Ereignis zuerst eintritt – eine Garantie, dass die nutzbare Kapazität Ihrer 
Batterie 70 % nicht unterschreitet.

: Bearbeitet durch User
von Hans H. (wen_h)


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50.000 Ladezyklen bei den neuen Natrium-Akkus hört sich an wie ein 
Märchen aus 1001 Nacht. Wendet man die Daumenregel 1.000 Zyklen = 
300.000 km an, wären das 15 Millionen km mit einem Akku. Werde die Info 
mal in meinem Kuriositätenordner ablegen und in 10 Jahren schauen, was 
daraus geworden ist.

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