Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fensterkomparator Widerstände


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von Daniel E. (everyday_fun69)


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Hallo in die Runde,

Hab einen Fensterkomparator mit Hysterese LM293.

Wie legt man den Spannungsteiler und Mitkoppelungswiderstand am besten 
aus?

Teiler zb. 3 k und 3,9 k und Mitkopplung 22 k
oder alles eher eine Zehnerpotenz höher, also Teiler 30 k und 39 k und 
Mitkopplung 220 k?

Danke in die Runde und schönen Feiertag noch.

: Verschoben durch Moderator
von Michael B. (laberkopp)


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Ein LM293 ist kein Fensterkomparator, man kann aber aus den beiden open 
collector Komparatoren einen bauen.

Die Widerstände bestimmen die Schaltpunkte, die musst du passend für 
deine gewünschen Spannungsgrenzen dimensionieren. Eine absichtlich durch 
Mittkopplung eingefuhrte Hysterese ist wünschenswert.

von Daniel E. (everyday_fun69)


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Sorry für meine deletante Beschreibung 🙈

Komparator mit Hysterese ist natürlich gemeint, mit seinen Widerständen

Das auszuwertende Signal geht direkt an den - Eingang

Danke

von Daniel E. (everyday_fun69)


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> Die Widerstände bestimmen die Schaltpunkte, die musst du passend für
> deine gewünschen Spannungsgrenzen dimensionieren.

Ist klar 👍, eher unter 10 k oder eine Potenz höher?

Danke

von Lu (oszi45)


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von Bruno V. (bruno_v)


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Daniel E. schrieb:
> oder alles eher eine Zehnerpotenz höher, also Teiler 30 k und 39 k und
> Mitkopplung 220 k?

Du hast Eingangsströme(/Widerstände) und -Kapazitäten. Diese begrenzen 
die Widerstände nach oben.

Stromverbrauch oder Ausgangstreiberleistung begrenzen sie nach unten.


Beispiel: Der Input-Bias-Current gibt an, wieviel Strom in die Eingänge 
fließt. Der ist allerdings nicht ganz so wichtig, weil man dafür sorgt, 
dass der Widerstand vor beiden Eingängen gleich ist (darum kommt auch 
ein R vor den --Eingang, in Höhe der Parallelschaltung der 3 vom 
+-Eingang)

Der Input-Offset-Current (Ios) zeigt, wie unterschiedlich die Ströme 
sein können. Bei Deinem z.B. maximal 250nA. Bei 30k/39k/220k (~15k 
parallel) wären das 250nA*15k = ~4mV. Das ist in etwa der 
Spannungsoffset, also noch grade OK. Wenn es Dir auf jedes mV ankommt, 
dann besser 3k...

von Andrew T. (marsufant)


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Daniel E. schrieb:
> Wie legt man den Spannungsteiler und Mitkoppelungswiderstand am besten
> aus?
>
> Teiler zb. 3 k und 3,9 k und Mitkopplung 22 k
> oder alles eher eine Zehnerpotenz höher, also Teiler 30 k und 39 k und
> Mitkopplung 220 k?

so niederohmig, das die bis zu 500nA Biasstrom des LM293 deine 
Schaltpunkte nicht verschieben.
Und da es open collector Ausgänge sind,
die Mittkopplung nicht so niederohmig, das der (von Dir nicht genannte 
pull up) den Schaltpunkt ungünstig beeinflusst.

Kurz: Du nennst wesentlich Infos nicht, erwartest aber hier Hilfe. Das 
geht so nicht.

Was Du tun musst: Datenblatt lesen!

von Marcel V. (mavin)


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Daniel E. schrieb:
> eher unter 10 k oder eine Potenz höher?

Im Normalfall eine Zenerpotenz höher.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Angehängte Dateien:

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Schaltplan aus:
https://www.electronics-tutorials.ws/opamp/op-amp-comparator.html

Ein Fensterkomparator mit LM293 oder ähnlichen open-collector Typen
Hier ohne Hysterese, dazu ist noch die Mitkopplung nötig.

: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Hier ohne Hysterese, dazu ist noch die Mitkopplung nötig.

Dann lieber mit Hysterese und einen zusätzlichen Mitkopplungswiderstand 
einbauen und statt dessen auf den zweiten Komparator verzichten. Denn 
der TE will keinen Fensterdiskriminator bauen, sondern nur einen 
einfachen Schmitt-Trigger:

Daniel E. schrieb:
> Komparator mit Hysterese ist natürlich gemeint, mit seinen Widerständen.

Und am besten mit LM358, weil sonst der Widerstand RL beim LM293 in 
Verbindung mit der Ausgangslast die Hysterese beeinflussen kann!

: Bearbeitet durch User
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