von einem proprietären (Zyxel) PoE-Injektor ist scheinbar das Schaltnetzteil nach ca. 8 Betriebsjahren kaputt gegangen.
Der Injektor ist in einem Metallgehäuse verbaut und in zwei Module unterteilt. Einmal dem Injektor selbst und einmal ein 53V / 0,85A Schaltnetzteil. Auf der Sekundärseite der Platine des SNT sehen drei Elkos aufgebläht aus und meine Vermutung ist jetzt, dass es an diesen liegt.
Also habe ich mich auf die Suche nach Ersatzelkos begeben, allerdings finde ich keine Ergebnisse. Die Elkos scheinen im Vergleich zu denen, die ich gefunden habe, recht flach zu sein. Sie haben ca. folgende Kenndaten:
330uF / 100V
105°C-Typ
5mm Rastermaß
ca. 22mm Höhe
ca. 13mm Durchmesser
Nach oben ist in dem Metallgehäuse auch nicht mehr sonderlich viel Luft, außerdem sind zwei der Elkos direkt nebeneinander verbaut, sodass sie auch keinen größeren Durchmesser haben dürfen.
Hat jemand einen Vorschlag, wie ich passende Ersatz-Elkos finde?
Falls jemand der Ansicht ist, dass das nicht die Fehlerursache ist, habe ich zur Diagnose ein Multimeter und ein einfaches ESR-Messgerät zur Verfügung.
Vor einer Bestellung würde ich erst mal prüfen, was noch funktioniert. Dazu könnte man z.B. harmlose 12V~ auf den Netzeingang geben und diese verfolgen. Die kranken Elkos würde ich tauschen, aber es kann auch mehr sein?
https://de.wikipedia.org/wiki/Schaltnetzteil#/media/Datei:Schaltnetzteil.svg
Bei Reichelt.de od. TME.eu wirst Du wohl einige Teile finden. Elkos auf jeden Fall 105 Grad suchen!
Das Alublech könnte, da es zu wenig Kühlvermögen hatte, der Grund für den Ausfall sein. Dass alle drei Elkos fast gleichzeitig hinüber sind, dürfte darauf hinweisen. Das Alublech bildet wohl die stärkste Wärmequelle und heizte daher gleich alle drei Elkos zu Tode.
Bei den Elkos kommt es meiner Mng. nach nicht wesentlich auf den genauen Kapazitätswert an.
Ob es nun anstatt der 330 µF 220 oder 470 sind dürfte keinen Unterschied ausmachen. Hier ist eher der niedrige ESR-Widerstand wichtig, wenn die Hitze in den Elkos entstanden ist.
Natürlich sind hier alle 3 Elkos für den Wechsel fällig.
Man sollte auch Elkos aus der besseren Liga wählen, mit möglichst niedrigem ESR.
Aber ich habe da eher die Temperatur des Alublechs im Verdacht.
Das Alublech könnte, da es zu wenig Kühlvermögen hatte, der Grund für
den Ausfall sein. Dass alle drei Elkos fast gleichzeitig hinüber sind,
dürfte darauf hinweisen.
Wer sagt denn, dass die Elkos gleichzeitig verstorben sind?
Irgendwann reicht der Überbleibsel nicht, und dann geht das NT nicht mehr. Dabei können die Elkos schon vor längerem den Dienst Quitiert haben.
Und die Elkos stammen von der berühmten chinesischen Bude mit
ständig neuem Namen...
Aber wenn die seit 2012 im Dauerbetrieb waren dann muss die Bude eigentlich garnicht mehr ihren Namen wechseln. Ich repariere erstaunlich oft Schaltnetzteile die wesentlich weniger alt sind.
Ich hatte das Datum auf der Platine als Entwurfsdatum für das Layout der Schaltung gehalten. Der AccessPoint ist von 2016, aber es ist auch gut möglich, dass ich einen älteren Injektor erhalten habe.
Lote irgendwelche Elkos sekundär von der Unterseite parallel und schau
ob es dann geht.
Guter Hinweis! Ich habe meine Bastelkisten auch schon einmal durchsucht, leider habe ich keine Elkos mit der notwendigen Spannungsfestigkeit. Jedenfalls nicht bei entsprechender Kapazität.
Die drei defekten sekundärseitigen Elkos sind parallel geschaltetet und ich könnte sie ggf. durch zwei 1500uF/35V in Reihe mit Widerstandsspannungsteiler ersetzen. Das sollte in etwa 750uF/70V Spannungsfestigkeit ergeben - passt vermutlich für einen kurzen Test bei den 53V Ausgangsspannung des Netzteils.
Die zwei großen Ersatzelkos sind typgleich und aus der gleichen Bestellung.
Wenn der Ansatz okay ist - Vorschläge für den Widerstandswert? 47k? 22k?
Die können viel niederohmiger sein da du das Netzteil ja unangeschlossen testest bilden die die Mindestlast. Ist halt eine Frage der Belastbarkeit, wie viel Watt du verblasen kannst.
Achte auf die nicht netzgetrennte hohe Spannung primärseitig. Ich würde Kabel anlöten und an deren Enden dann Messgeräte anschliessen, nicht mit den Prüfspitze drin rumfummeln während es wackelig auf dem Tisch liegt.
Die können viel niederohmiger sein da du das Netzteil ja unangeschlossen
testest bilden die die Mindestlast. Ist halt eine Frage der
Belastbarkeit, wie viel Watt du verblasen kannst.
Alles klar, sofern ich keine passenden 1W-Widerstände finde, nehme ich 1/4W Widerstände mit 3k3 oder 4k7 Ohm. Rechnerisch sollten das dann ca 210mW bzw. 150mW pro Widerstand sein.
Ich würde
Kabel anlöten und an deren Enden dann Messgeräte anschliessen, nicht mit
den Prüfspitze drin rumfummeln während es wackelig auf dem Tisch liegt.
Werde ich so machen!
Edit: ich sehe gerade, dass der dritte Elko doch nicht parallel zu den anderen beiden geschaltet ist :-( Da muss ich wohl nochmal schauen, ob ich dafür nicht doch noch irgendwie einen Ersatz rein bekomme. Reicht da vielleicht eine deutlich niedrigere Kapazität, wenn keine Last angeschlossen ist?
Ich gehe davon aus, dass der dritte Elko zur Glättung der Ausgangsspannung gedacht ist, daher habe ich ihn gar nicht ersetzt - es hängt ja nichts am Ausgang.
Für den Spannungsteiler habe ich jetzt 3k3 Widerstände genommen und mit den 1500uF/35V Elkos fliegend verdrahtet, siehe Foto.
Nun erzeugt das Netzteil wieder eine Ausgangsspannung von ca 53V.
Bau halt 63V Elkos ein, da gibts gute in passender Baugröße. Und wenn du ängstlich bist, dann dreh die Ausgangsspannung um 10% runter, ist ja dank des verbauten AZ431A kein Problem.
Das "ausgleichen" mit Widerständen ist problematisch.
Bei Folien-Kondensatorn kann man das schon machen, aber bei Elkos sind die Leckströme oft recht hoch und undefiniert, sodass es auf Dauer keine zuverlässige Aufteilung gibt.
Was ein Zyxel...Injektor ist, weiß ich nun nicht und kann halt die Belastung der Elkos nicht abschätzen.
Wenn das Ding starke NF-Last versorgt, müssen die Elkos in einem weiten Frequenzbereich (z.B. von 10 Hz bis kHz) die Betriebsspannung konstant halten. Dann kommts auf den genauen Wert eher an als bei einer Leuchte, die eine konstante Last darstellt. Bei der muss der Elko nur die 50 oder 100Hz aus der Gleichrichtung ausgleichen.
Überlege aber folgendes: Bis zum Ende hatten die Kondensatoren schon lange eine großen Teil ihrer Kapazität verloren und das Gerät hat trotzdem noch gearbeitet. Ich glaube daher, dass es kaum auf die 330 µF ankommt, 220 oder gar nur 150 oder 100 reichen wohl ohne großes Problem.
bei Elkos sind
die Leckströme oft recht hoch und undefiniert,
So tragisch ist das nicht. Beides nicht. Der Leckstrom
wird nicht immer angegeben (speziell bei Billigware).
Aber er ist weder irre hoch, noch völlig undefiniert.
sodass es auf Dauer keine
zuverlässige Aufteilung gibt
Die können viel niederohmiger sein da du das Netzteil ja unangeschlossen
testest bilden die die Mindestlast. Ist halt eine Frage der
Belastbarkeit, wie viel Watt du verblasen kannst.
So isses. Und natürlich kann man sich auch easy weiter
unten orientieren mit dem parallelen Aufteilungsstrom,
wenn/weil man ja sowieso keine "sehr genaue" Aufteilung
braucht, wenn/weil (wie hier) die Spannungsfestigkeit
locker im grünen Bereich.
Sehe da kein schreckliches Elko-Todes-Drama kommen... ;)
Oh weh, der big Meister hat ja was ganz Großartiges geleistet, in seinen paar Loserbeiträgen hier, er hat als aller Einziger erkannt dass keine 100-V-Elkos notwendig sind, u. meinte noch dazu dass die FC-Serie von Panasonic nicht passt, na sowas aber auch? Und da ist außer ihm Keiner vorher drauf gekommen, ow weh welch ein Drama?
Es schaut wohl ganz so aus > Y < Ein wirklich ganz armes Elo-Forum hier.
H. H. schrieb im Beitrag #7649982:
Bau halt 63V Elkos ein,
Und nun hat er sich auch gleich mal wieder abgemeldet weil sein Beitragszähler wieder zu hoch wurde?
Gibt es hier eigentlich noch selbstständig denkende fähige Leute die nicht so einem Scharlatan hinterher laufen u. als Gott anbeten müssen?
Das Forum für Hinz u. Kunz nur ohne wirkliche Größen.
Er über mir, wie hoch ist denn eigentlich so der max. Rippelstrom bei deinen Funden? Oder hat davon schon jemand hier überhaupt nur ein Wort verloren?