Ich konnte es kaum glauben, aber es ist wirklich wahr IceCube2 kostet jetzt 471 USD! Renewal ist dann 353 USD Jährlich danach.
Wer will denn für IceCube2 geld ausgeben? Die ICE chips sind klein und billig und stromsparend, aber wenn die mit freien tools nicht gehen will keiner die haben. Komische strategie von Lattice!
Ich konnte es kaum glauben, aber es ist wirklich wahr IceCube2 kostet
jetzt 471 USD! Renewal ist dann 353 USD Jährlich danach.
Wer will denn für IceCube2 geld ausgeben?
Die Frage ist eher, wer kann Geld dafür ausgeben.
Also für ein Ingenieurbüro oder eine GmbH (wie trenz electronic;-)) ist das nicht mal 1% der Jahres Personalkosten für einen Entwickler. Das ist ein klein bis mittlerer Posten in den Betriebsmittelausgaben, mehr nicht.
Zum Vergleich, Xilinx/AMD verlangt für Vivado 3000 US$. Die braucht man nicht für die LowCost serien, aber irgendwann schon. Der Simulator kostet, Simulink kostet, matlab kostet...
Da der jaehrliche Subscription-Tanz bei Lattice ziemlich nervt und sich an der Qualitaet der hauseigenen SW nicht viel geaendert hat, wurde hier des oefteren auch schon mal der Weg via yosys gegangen. Synthetisiert deutlich flotter und man kann es legal in die klassischen CI-Pipelines packen, allerdings sind VHDL-Portierungen von bestehendem Code mit Vorsicht zu handhaben.
Frueher gab es noch die LD_PRELOAD-Tricks, die man vermutlich noch bei chinesischen Share-Hostern findet.
Die Frage ist eher, wer kann Geld dafür ausgeben.
Also für ein Ingenieurbüro oder eine GmbH (wie trenz electronic;-)) ist
das nicht mal 1% der Jahres Personalkosten für einen Entwickler. Das ist
ein klein bis mittlerer Posten in den Betriebsmittelausgaben, mehr
nicht.
es geht nicht um uns sondern um unsere Kunden, wenn die eine billige platine mit iCE40 FPGA kaufen dann wollen die sicher noch 471USD rausgeben für die tools.
Die Frage ist eher, wer kann Geld dafür ausgeben.
Also für ein Ingenieurbüro oder eine GmbH (wie trenz electronic;-)) ist
das nicht mal 1% der Jahres Personalkosten für einen Entwickler. Das ist
ein klein bis mittlerer Posten in den Betriebsmittelausgaben, mehr
nicht.
es geht nicht um uns sondern um unsere Kunden, wenn die eine billige
platine mit iCE40 FPGA kaufen dann wollen die sicher noch 471USD
rausgeben für die tools.
Kommt auch auf den Kundenkreis und auf den Bedarf von self-made designs an.
Man könnte diesen Boards Referenzdesigns "beilegen", die vom Kunden unverändert für seine Anwendung eingesetzt werden können. Dann ist es aber mit einem LED-Blinker als demo eher nicht getan, aber vielleicht mit einem I2C/SPI-Multisensor/Aktor-Interface.
Anpassung von gängigen open-Cores auf das reference board, wäre auch ne Option, wobei "design services" bei heutigen Stundensätzen schnell teurer werden als die Lizenz und in Selbstausbeutung entwickeln. Vielleicht bestehende Kontakte in Ländern mit geringeren Stundensätzen (bspw. Baltikum) nutzen?!
Education- aka Studenten-lizenzen also kostenlos gegen Vorlage Immatrikulationsnachweis wäre auch ne Option, aber das ist wohl eher eine Entscheidung von Lattice als von einem distributor.
IMHO wären die Studenten/Schüler als Lizenzen für den nichtkommerziellen Einsatz ein Kompromis, der die auf "billig" angewiesenen Lern-Einsteiger-Kunden nicht verschreckt.
Man könnte diesen Boards Referenzdesigns "beilegen", die vom Kunden
unverändert für seine Anwendung eingesetzt werden können.
Das geht am Sinn von rekonfigurierbarer Logik doch völlig vorbei, wenn
nur der 'Hersteller' die Macht hat, was zu ändern.
Ist aber nicht unüblich. Medizingerätehersteller beispielsweise kaufen gern ein fertiges FPGA-Modul ein, dazu Designservices und IP für deren Anwendung als Komplettpaket ein. Damit machen die dann die Freigaben bei der Regulierung und das Ganze wird dann 20 Jahre unverändert ausgeliefert. Ist sowieso nicht gut, wenn Medizintechnik alle Jahre wegen FPGA-Softwarefehler zurückbeordert werden muß.
Ausserdem sind 700€/year wirklich nur für Einkommenslose Vor-Sich-Entwickler ein Problem und kein wirkliches Geschäftshindernis.
Ich baue zwar auch gelegentlich fertige Module (auch Evalboards) in das Endprodukt, aber das FPGA-Design wird hier von mir gemacht.
Da i.d.R. noch Anpassungen im Feld nötig sind, will man das auch gar nicht rausgeben wollen.
Ausserdem sind 700€/year wirklich nur für Einkommenslose
Vor-Sich-Entwickler ein Problem und kein wirkliches Geschäftshindernis.
Sehe ich ebenso. Dennoch kann man darüber sinnieren, warum eine Firma für eine Software Geld nimmt und eine andere nicht.
Wahrscheinlich denkt der Besitzer von Lattice, dass seine Software deutlich besser ist und die Lattice-Chips so überlegen gut sind, dass sie durch nichts zu ersetzen sind.
*** finde den Fehler! ***
Mein Kommentar: Seit etwa 2003 / 2005 verfolgte Altera das Ziel, die Studenten mit preisgünstigen Boards zu versorgen und ihnen mit dem ModelSim einen kostenlosen Simulator zu liefern, damit sie sich einarbeiten, Altera kennen und es hinterher als Entwickler in den Firmen bevorzugen. Das passierte auch, weil Xilinx sich zu der Zeit entschloss, den ModelSim aus der ISE zu streichen. Fortan begannen viele Entwickler, das Xilinx VHDL mit Altera ModelSim zu simulieren, und ...
... sie haben angefangen, natives VHDL zu nehmen, damit es gut simulierbar bleibt. Die Folge war, daß dann auch mal schnell ein Altera in die Schaltung gerutscht war.
Warten wir, wie schnell in einigen Jahren Lattice-FPGAs ausgetauscht werden, wenn die Studis die nicht mehr benutzen.
Unsere Firma gibt jedes Jahr ein paar hundert Euro für ein recht simples Test-Programm aus, das wir uns auch locker flockig selbst programmieren könnten.
Aber wenn man den Aufwand für Support und regelmäßige Pflege berücksichtigt, ist das gar nicht zu teuer.
Is klar, ich baller dann mal 500€ raus, zum fürn Jahr mit nem alten Eval-Board, was noch in der Kiste liegt, zu spielen.
Hat früher bei ispLEVER Classic nicht geklappt, klappt auch heute nicht.
Wird dann einfach nicht mehr von mir gekauft, egal was die in Zukunft rausbringen, genau wie Nvidia, Apple oder Miele.
Bestimmt steckt dahinter ein perfider Plan, naemlich, a) sich die jammernden Frickler vom Leib zu halten, die sich sogar noch zurecht ueber die grottenschlechte VHDL-Unterstuetzung aufregen, b) die ganze Meute auf die yosys-Insel zu vertreiben, Dann laesst man die ganzen Opensource-Enthusiasten fein saeuberlich dokumentieren, wie es damit funktioniert, macht dann irgendwann Schnapp und hat sich Weiterentwicklung, korrigiere, Entwanzung der eigenen Orphanware gespart. In der Zwischenzeit verkauft man die Idee mit Beifall an der jaehrlichen Bilanzrunde und spaeter schallt es dann: Schaut mal, wir machen auch OpenSource.
Bestimmt steckt dahinter ein perfider Plan, naemlich, a) sich die
Irgendwelchen plan müssen die haben.
Aber ist schon deutlich das die keine iCE40 Kunden lieb haben. Tjah dann landen die iCE40 eval boards alle in Müll bei allen Kunden die nicht mit opensource toolchain zurecht kommen.
If this describes you, please contact us to register for a free iCEcube2 license with subject “New iCEcube2 License Request”.
Für freizeit-FPGA scheint es zu passen, für den Lehrbetrieb auch, aber kleinen Untenehmen ist es irgendwie Grauzone - wo hört nun "start-up company" auf ?!
Wenn ich jetzt als Freiberufler im Auftrag für einen kleinen Mittelständer eine Steuerung konzipiere oder einfach nur für potentiale Kunden eine toolchain Pflege ... kostet es oder kostet es nix?
und wenn das von mir als Hobbyist generierte Image vom "China-Mann" oder anderen Freeware-Verwertern Tausende Mal in nichtlizenzierten Nachbauten vervieltätigt wird ???
Die Bezahl-Version ist ja immer noch verfügbar.
Aber natürlich ist es erst mal ein Fortschritt, das es im Education-Bereich Bewegung gibt.
Für freizeit-FPGA scheint es zu passen, für den Lehrbetrieb auch, aber
kleinen Untenehmen ist es irgendwie Grauzone
Ja klar, sie wollen die Neulinge anfüttern. Das wird aber nicht funzen, weil die großen 2 ebenfalls freie Versionen anbieten. Früher oder später ist Lattice weg vom Markt.
Was machen eigentlich diese neuen aus Köln? Leben die noch?
Bestimmt steckt dahinter ein perfider Plan, naemlich, a) sich die
jammernden Frickler vom Leib zu halten, die sich sogar noch zurecht
ueber die grottenschlechte VHDL-Unterstuetzung aufregen, b) die ganze
Meute auf die yosys-Insel zu vertreiben, Dann laesst man die ganzen
Opensource-Enthusiasten fein saeuberlich dokumentieren, wie es damit
funktioniert, macht dann irgendwann Schnapp und hat sich
Weiterentwicklung, korrigiere, Entwanzung der eigenen Orphanware
gespart. In der Zwischenzeit verkauft man die Idee mit Beifall an der
jaehrlichen Bilanzrunde und spaeter schallt es dann: Schaut mal, wir
machen auch OpenSource.
Das hört sich nach einer tollen Strategie an, wird aber nicht funktionieren, weil sich da eben nur Frickler um die Docu kümmern und was da kommt, wissen wir. Man muss das Produkt kennen um die Doku zu verstehen :-)
Von meiner Seite bin ich aus Lattice raus und nehme da auch keine Projekte mehr an. Habe mich zuletzt vor 3 Jahren mit deren eisigen Entwicklungsumgebung abgemüht.
Lattice hat z.T. sehr interessante Chips, die auch preiswert sind, aber Mehraufwände bei der IDE und Unzulänglichkeiten fließen eben auch in die Kosten ein. Wenn dann noch Inkompatibilitäten hinzu kommen, wird es schwierig.
Das hört sich nach einer tollen Strategie an, wird aber nicht
funktionieren, weil sich da eben nur Frickler um die Docu kümmern und
was da kommt, wissen wir. Man muss das Produkt kennen um die Doku zu
verstehen :-)
In der yosys-Entwickler-Community tummeln sich definitiv keine Frickler.
Gibt eine Menge gut dokumentierter Projekte, die auch komplexere SoC-Designs per OpenSource auf die ECP5-Familie bringen. Das mit der inkompletten yosys-Doku, naja. RTS,L.
Es sind eher die Hersteller, die Stoeckchen zwischen die Beine werfen, aber Lattice ist ja zumindest mit einer Drohung zurueckgekrebst, so dass rev-eng-Resultate auch weitestgehend veroeffentlicht werden koennen.
Die Leute, die sich mit reverse engineering beschaeftigen, kennen das Produkt somit sehr gut.