Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Röhrentester Eigenbau


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von Christian M. (likeme)


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Hallo zusammen, ich möchte mir einen Röhrenprüfer selber bauen. 
Irgendwie ist dieses Ecke meines Hobbys wieder gehighlightet worden. 
Wenn ich mir die gängigen Röhren, die heute noch in Verwendung sind 
anschaue, sind als Sockel wohl 7, 8 und 9 polig ausreichend, was meint 
ihr? Frage 2, ist die Heizung bei Röhren immer an den selben Pins? Frage 
3, reichen 6 und 12V als Heizspannung?

von Michael B. (laberkopp)


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Christian M. schrieb:
> Wenn ich mir die gängigen Röhren, die heute noch in Verwendung sind
> anschaue

?!? ? Magnetron ?

Selbst VFD sind eigentlich tot.

Mach dir Stecker für jeden einzelne Anschluss dran, denn das nächste 
Testobjekt ist sicher anders als erwartet.

Falls dieselben Röhren mehrfach angeschlossen werden sollen, mach diese 
Stecker an eine passende Röhrenfassung dran.

Dank step up und step down Spannungswandlern kann man heute eigentlich 
einfachst eine Quelle für 4 regelbare Spannungen aufbauen mit 
Spannungsanzeige und Strommessung durch chinesische Digitalmodule.

von Christian M. (likeme)


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Michael B. schrieb:
> ?!? ? Magnetron ?
>
> Selbst VFD sind eigentlich tot.

dachte ausschließlich an Audio Röhren und vielleicht mal die aus Omas 
Dampfradio.

von Mark S. (voltwide)


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vmtl geht es Dir um Röhren-Audioverstärker. Da wirst Du mit dem 
genannten Setup schätzungsweise 90% der heute üblichen Röhren abdecken. 
Als Ausnahme fällt mir da sofort die GZ34 ein. Ansonsten - die Heizung 
ist MEISTENS, aber nicht immer an denselben pins. Vergleiche dazu ECC82 
mit ECC83.

von Maik .. (basteling)


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Da gab es doch so ein Projekt mit PC Rechnersteuerung und 
Kennlinienaufnahme, würde soweit ich mich erinnere damals auch bei Jogis 
Röhrenbude vorgestellt..

Das andere Ende des Spektrums ist die gefriemelte Kunstoffbox mit einem 
in Keksen pro Stunde unkalibriertem Messwerk..

Da ist halt die Frage was es werden soll.

Und dann gibt es noch die käuflichen Klassiker wie das Funke W19 oder 
das TV7/U, die i.d.R. so um 400 Euro für ein Gebrauchtgerät mit immer 
möglichen Reparaturen durch Alterung aufwarten.

von Klaus F. (klaus27f)


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von Christian M. (likeme)


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Maik .. schrieb:
> die i.d.R. so um 400 Euro

das schreckt mich zurück, alt, unzählige Sockel sind vorhanden, die ich 
nie brauche und für mich die Bedienung teilweise rätselhaft erscheint.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Diese Link beinhaltet das User Manual für die AVO 
Röhrenkennlinien/Prüfer Tester. Als Design Grundlage für etwas Eigenes 
sehr zu empfehlen:

https://frank.pocnet.net/instruments/AVO/

Hier die Einstellungen und Betriebswerte für individuelle Röhren:
https://user.faktiskt.io/lennartj/Audio/avovalve.pdf

Ich habe dieses Kleinod (VCM-163) und es ist ein Supergerät. 
Vergleichbar im Ansehen mit dem Tektronix 576, aber für Röhren.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Bewährt und günstig: der µTracer V+
https://www.dos4ever.com/uTracer3/uTracer3_pag0.html

Wenn man richtig auf den Putz hauen will: RoeTest V11
http://www.roehrentest.de/

von Peter B. (gast_123)


Angehängte Dateien:

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Ist zwar hier kein Verkaufsforum, aber passend.
Habe ein uraltes aber fast fabrikneues Röhrenprüfgerät als Staubfänger 
rumliegen.
Alle Unterlagen sind vorhanden.

falls Interesse ... melden

Peter

von Dorn (Gast)


Angehängte Dateien:

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https://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Roe-Pruefer/Peter-Zoellner-Minipruefer/Zoellner-Pruefer.htm

https://elektronikbasteln.pl7.de/roehrenpruefer-selbst-gebaut

sgibt genug Projekte, sogar mit Prozessoren - der Aufwand richtet sich 
je nach Betriebsspannung und Wunschdenkmöglichkeitspraxisumsetzung

regenerieren geht auch

https://www.jogis-roehrenbude.de/Regenerierer.htm

http://www.thevalvepage.com/teletech/crt_rej/crt_rej.htm

Christian M. schrieb:
> ist die Heizung bei Röhren immer an den selben Pins?

Du baust gar nichts!

von Rolf (rolf22)


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Christian M. schrieb:
> reichen 6 und 12V als Heizspannung?

Nicht für die Röhren, die in den Fernsehern bis circa 1965 üblich waren. 
Das waren die P-xxx Röhren, die hatten alle unterschiedliche 
Heizspannungen, aber denselben Heizstrom von 300 mA. So wurde der 
unterschiedliche Wärmebedarf der einzelnen Typen berücksichtigt.
Im Gerät wurden die alle zusammen in Reihe ohne Trafo mit einem dicken 
Keramik-Reihenwiderstand direkt ans Netz angeschlossen. Fernseher waren 
damals Allstromgeräte, also musste es ohne Trafos und ohne Kondensator 
als Vorwiderstand gehen.

von Klaus F. (klaus27f)


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Rolf schrieb:
>> reichen 6 und 12V als Heizspannung?
>
> Nicht für die Röhren, die in den Fernsehern bis circa 1965 üblich waren.

Meine Eltern kauften 1972 zur Olympiade den ersten Fernseher, aber 
gleich ein Farbfernseher, über 2000 DM damals.
Der hatte auch noch einige Röhren drin (neben der Bildröhre), u.a. die 
Zeilenendröhre PL519, Gleichrichter PY500, aber auch Endstufenröhren für 
Bildkipp und Ton, so 5-6 Röhren.
Die PL519 habe ich mal erneuert; das Gerät (Graetz) war mindestens 25 
Jahre in Betrieb (Strom bzw. Energie war damals noch preiswerter).

von Jörg K. (joergk)


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Klaus F. schrieb:
> Strom bzw. Energie war damals noch preiswerter

War sie das wirklich zwischen 1972 und 1997? Kaufkraftbereinigt sind in 
dieser Zeit die Strompreise eher gesunken.

Jörg

von Tom (tom_major)


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Oje, selbst bei Beschränkung auf 7-polige Miniatur-, 8-poligen Rimlock- 
und 9-poligen Novalsockel sowie Radio-, Fernseh- und Verstärkerröhren 
gibt es deutlich über 200 verschiedene Sockelschaltungen. Ja, die 
Heizfäden sind praktisch immer an denselben Anschlüssen. Aber: Bei 
vielen Gleichrichterröhren gibt es andere Belegungen. Und bei einer 
Reihe von anderen Röhren, insbesondere mit mehreren Systemen oder wenn 
sie direkt geheizt sind, gibt es Mittelanzapfungen. Und 
Gleichrichterröhren haben oft einen Zusatzanschluss oben auf der Röhre - 
das ist aber nicht immer die Anode, manchmal auch die Kathode.

Die schon genannten P-Röhren aus Fernsehern brauchen bei Konstantstrom 
mit 0.3A Spannungsn zwischen 3 und 40V, die U-Röhren aus frühen 
Allstrom-Radios Konstantstrom 0.1A bei 9-60V. Die typischen E-Röhren 
brauchen Konstantspannung von 6.3V und lassen je nach Typ 0.15 bis 1A 
fließen, oft aber genau 0.3A und sind damit mit den entsprechenden 
P-Typen identisch. Die Miniaturtypen aus alten Kofferradios sowie einige 
Gleichrichterröhren sind D-Typen, die brauchen 1.2-1.4V (je nach Typ) 
bei 0.025-0.33A (auch je nach Typ). Bei den Röhren mit Heizfäden mit 
Mittelanzapfung gelten die Werte für parallelgeschaltete Teilfäden; man 
kann aber auch den Heizfaden von einem zum anderen Ende mit der 
doppelten Spannung und halbem Strom betreiben. Amerikanische Röhren wie 
die 12AC6 brauchen 12.6V und meist 0.15A, teils auch mehr, viele haben 
aber auch Mittelanzapfung und die Spannungsangabe gilt von einem zum 
anderen Ende des Heizfadens. Sie können bei entsprechender Beschaltung 
mit 6.3V (und doppeltem Strom) bertrieben werden.

Schon da bräuchte man einen Zweig, der bis zu 60V und 0.3A liefern kann, 
was man auf 0.1A runterregeln kann. Und einen zweiten Zweig, der 6.3A 
bei bis zu 1A liefert, was man auf 1.2, 1.25, 1.4V oder 2.8V herabregeln 
kann. Von den 12.6V mal ganz abgesehen. Wenn es das gibt: ein 
Step-up/Step-Down-Wandler, der 1.2 bis 60V bei maximal 12W liefern kann.

Und dann die Hochspannung(en)...

von Gerald M. (gm_h)


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Christian M. schrieb:
> Hallo zusammen, ich möchte mir einen Röhrenprüfer selber bauen.
> …
> Wenn ich mir die gängigen Röhren, die heute noch in Verwendung sind
> anschaue, sind als Sockel wohl 7, 8 und 9 polig ausreichend, was meint
> ihr? Frage 2, ist die Heizung bei Röhren immer an den selben Pins? Frage
> 3, reichen 6 und 12V als Heizspannung?

Was sind für dich „gängige“ Röhren? Solche die heute noch neu produziert 
werden (praktisch nur noch Röhren für Audio-Verstärker) oder Röhren in 
historischen Geräten welcher Art usw. ?

Die Heizspannung der „gängigen“ E-Röhren beträgt nicht 6V sondern 6,3V, 
die man für eine Prüfung einhalten sollte. Analog nicht 12V Heizspannung 
sondern 12,6V.

Was soll eigentlich „geprüft“ werden? Statische Daten der typischen 
Daten aus einem Datenblatt oder auch dynamische Werte wie Steilheit? 
Sollen auch wichtige „Vorprüfungen“ wie Elektrodenschluss, Vakuum usw. 
auch gemacht werden?

Ansonsten lohnt der Selbstbau eines Röhrenprüfgerätes kaum, außer man 
hat Unmengen verschiedenster Röhren zu prüfen. Normalerweise reicht das 
Messen der Betriebswerte in einer Schaltung und noch simpler, ob eine 
Röhre noch in einer Schaltung funktioniert.

Was ist eigentlich aus dem brummenden Selbstbau-Verstärker mit den KT88 
Endpentoden

Beitrag "Hochspannungs Linearregler 250V"

geworden? Da fehlen noch die Schaltung und Fotos vom Aufbau!

von Frank O. (frank_o)


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Hier auch noch einer:
http://www.roehrentest.de/

von Gerald M. (gm_h)


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Der wohl einfachste Röhrentester für „gängige“ Audio-Röhren wäre das

https://valveheaven.com/wp-content/uploads/2015/03/An-inexpensive-easy-to-build-diy-valve-tester.pdf

von Tom (tom_major)


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Heinz Richter hat beim Allstrom-Einkreiser mit UAF42 den "Brummtest" für 
radiobastelnde Jungs empfohlen: mit dem Finger an den g1-Stift zu tippen 
- wenn*s (im Lautsprecher) brummt, ist die Röhre OK. Dass der Stift 
direkt daneben der g2-Anschluss ist, der über 0.6M-Ohm und den 
Gleichrichter am Lichtnetz hängt, musste man selbst herausfinden, es gab 
ja ein Schaltbild :-))

von Hans (ths23)


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@TO
ich habe mir vor ca. 3 Jahren dieses Teil 
https://www.dos4ever.com/uTracer3/uTracer3_pag0.html (Variante 
uTracer6). Aufgebaut habe ich das Teil und es funktioniert auch. 
Mechanisch - Gehäuse - ist noch nicht fertig. Da ich noch viele 
verschiedene Röhren habe, habe ich entsprechend viele Sockelvarianten 
vorgesehen. Um die diversen Sockelbeschaltungen abzubilden, habe ich 
eine Art Kreuzschienenverteiler vorgesehen. Da kann man dann eine Karte 
auflegen, die an den Punkten wo eine Verbindung hergestellt werden soll 
Löcher hat. Da kommt dann ein spezieller Kontaktstecker rein. Auf diese 
Art und Weise lassen sich alle nur denkbaren Sockelbeschaltungen 
abbilden.
Wie man das mit den verschieden Sockeln sonst noch lösen kann, dafür 
gibt es auf Ronald's Seite jede Menge Beispiele.
Der Preis für die Bausätze ist nach meinem Verständnis voll 
gerechtfertigt. Man bekommt einen sauber zusammen gestellten Bausatz, wo 
alles ordentlich beschriftet und gut sortiert eingetütet ist. Die 
Platine ist teilbestückt (SMD). Dazu gibt es ein hervorragendes 
Handbuch, welches den Aufbau und den Abgleich des Gerätes Schritt für 
Schritt erklärt. Das Handbuch ist das beste was ich bisher in den Händen 
gehalten habe - besser kann man es nicht machen. Bei mir war das Ganze 
zudem noch in einem kleinen Holzkästchen verpackt - so kam auch alles 
bei mir wohlbehalten an.

Für DEine Zwecke ist vermutlich der uTracer3 völlig ausreichend.

von Lu (oszi45)


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Frage bleibt eigentlich, wo der Fragesteller exotische Sockel in gutem 
Zustand heute noch findet. Ich denke da z.B. an AF4, RVP12P2000, EF12 
od. GU50 ... falls er wirklich sich mit Oldies beschäftigen möchte.
Ich brauche keine, weiß aber, wie alte Kontakte aussehen können.

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Christian M. schrieb:
> ist die Heizung bei Röhren immer an den selben Pins?

Nein, nur bei genau dem selben Typ.

mfg

von Dorn (Gast)


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Lu schrieb:
> Frage bleibt eigentlich, wo der Fragesteller exotische Socke

wer lesen kann und es auch versteht ist im Vorteil:

Christian M. schrieb:
> als Sockel wohl 7, 8 und 9 polig ausreichend

Falls dem Fragesteller Exotensocken andrehen möchtest, bitte sehr ;)

von Hans (ths23)


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Christian S. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> ist die Heizung bei Röhren immer an den selben Pins?
>
> Nein, nur bei genau dem selben Typ.
>
> mfg
Wenn man es nicht genau weis sollte man einfach mal die Griffel still 
halten.
Bei "modernen" Röhren mit 9poligen Novalsockel wie z EF86, EF89, EABC80, 
EL84 oder EZ81, um nur mal eine kleine Auswahl zu nennen, befindet sich 
die Heizung an den Pins 4 und 5. Selbst bei ECC81/82/83 ist die Heizung 
mit diesen Pins verbunden, allerdings sind dort die Heizfäden der 
Systeme in Reihe, so das man an den genannten Pins 12,6V anschließen muß 
(gibt aber einen Mittelabgriff der an Pin 9 herausgeführt ist). Bei 
7poligen Novalröhren (z.B. EC92/EF95) liegen die Heizungsanschlüsse an 3 
und 4. Die Pedants der P- und U-Serie (sofern es die gibt) haben die 
Heizungsanschlüsse an den gleichen Pins. Bei Oktalröhren (z.B. EL34) ist 
die Heizung i.d.R. mit Pin 2 und Pin 7 verbunden.
Ja es gibt durchaus Röhren die eine abweichende Beschaltung haben, aber 
das sind meist spezielle Typen, mit denen der TO wohl eher nicht 
hantieren wird.

Dorn schrieb:
> Lu schrieb:
>> Frage bleibt eigentlich, wo der Fragesteller exotische Socke
>
> wer lesen kann und es auch versteht ist im Vorteil:
Da hast Du für's erste erst mal recht. So etwas wie die Af6/7 sind beim 
TO vorerst außen vor. Aber selbst wenn er mit solchen Außenkontaktröhren 
was machen will, würde er noch passende Sockel finden - ist eigentlich 
kein Problem, wenn man mal teilweise von den Preisen ab sieht.
Ansonsten wäre https://www.tubeampdoctor.com eine gute Anlaufstelle, wo 
man fast alles bekommt.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Rolf schrieb:
> Fernseher waren
> damals Allstromgeräte, also musste es ohne Trafos und ohne Kondensator
> als Vorwiderstand gehen.

Nö, die liefen definitiv nicht mit Gleichstrom. Gleichstrom hat keinen 
Spitzenwert, d.h. die Anodenspannung wäre zu klein gewesen.
Der Sinn der P-Röhren war es, Kosten und Gewicht einzusparen, 
schließlich waren Fernseher ein Massenartikel.
P- und U-Röhren brauchten auch immer einen Heißleiter, damit beim 
Einschalten die Röhren mit kleiner Heizleistung nicht durchbrennen.

von Lu (oszi45)


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Hans schrieb:
> Ansonsten wäre https://www.tubeampdoctor.com eine gute Anlaufstelle,

Danke für den Link. Man sieht aber nur 0815-Sockel im Angebot. Bei 
Gelegenheit suche ich mal Opas Röhrenprüfgerät für ein Foto für Euch.

von Alfred B. (alfred_b979)


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Tom schrieb:
> Wenn es das gibt: ein
> Step-up/Step-Down-Wandler, der 1.2 bis 60V bei maximal 12W liefern kann.

CCCV Buck-Boost mit diesen Specs gibt es vermutlich nicht,
CCCV Step-Down gäb's passende, auch incl. Digital-Anzeige.

Also Speisung m.o.w. (Spannungsfall @ I_max abh. v. genauen
Step-Down unterschiedlich) deutlich oberh. der gewünschten
U_aus(max) vorsehen.

Wäre übrigens kein echtes Problem, weil man sowieso diverse
Rails (auch noch viel höhere und evtl. mit noch mehr Power)
bereitzustellen hätte.

von Hans (ths23)


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Tom schrieb:
> Und einen zweiten Zweig, der 6.3A
> bei bis zu 1A liefert, wa
1A ist definitiv zu wenig, da bleibt die legendäre EL34 außen vor. Die 
braucht halt 1,5A.

Das Konzept des von mir verlinkten uTracer's ist schon recht ordentlich 
und deckt auch alles ab was man so braucht. Das Konzept ist durchdacht 
und ist, dene ich, schon recht optimal, was das Verhältnis 
Aufwand/Nutzen betrifft.
Natürlich kann man das Ganze auch mit diversen Komponenten aus dem 
Makershop zusammenfummeln. Die Frage ist dann halt, ob's auch so wie 
gewünscht funktioniert. Es ist ja nicht nur die Hardware, da gehört ja 
dann auch noch eine passende SW dazu. Wenn man dann am Ende alles 
zusammen rechnet wird's wahrscheinlich nur unwesentlich billiger. Im 
uTracer steckt halt das Knowhow vieler Jahre drin.

Der hier
Frank O. schrieb:
> Hier auch noch einer:
> http://www.roehrentest.de/
verlinkte Tester ist sicher auch ein tolles Gerät, allerdings wird 
dieser alleine schon von den Bauelementekosten den uTracer bei weitem 
übersteigen.

von Tom (tom_major)


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Hans schrieb:
> EL34

Da der TO nur "7-, 8- und 9-polige" Sockel geschrieben hat, dachte ich 
eher an Rimlocksockel wie EL41. Also nur 40-er, 80-er und 90-er Typen. 
Wenn er dagegen die EL34 mit Oktalsockel auf dem Schirm hatte, hast du 
recht. Bzw. es geht noch höher, die 7867 oder 6 DN 6 brauchen 2,5A bei 
6,3V und bei uns ungebräuchliche Gleichrichterröhren mit Oktalsockel 
noch mehr.

Wie du schreibst, der uTracer ist wohl vom Preis-Leistungs-Verhältnis 
unschlagbar und reicht aus, wenn man weiß welche Röhre man testet und 
auch was man da tut. Einen µP-gesteuerten Allestester, der sich so 
langsam rantastet was zwischen den einzelnen Anschlußstiften liegen 
könnte, indem er bei niedrigen Spannungen < 1V Widerstände und mit 1 
oder 10 MHz Kapazitäten misst, mit einer Datenbank vergleicht und 
ausspuckt welcher Röhrentyp das ist ind wie hoch der Healthscore, das 
wär's natürlich :-)

von Lu (oszi45)


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Hans schrieb:
>> http://www.roehrentest.de/
> verlinkte Tester ist sicher auch ein tolles Gerät,

Hut ab für diesen Aufwand. Bin aber noch im Zweifel, ob der gleich alle 
Lebenslagen wirklich abbilden kann, die in der Praxis vorkommen wie z.B. 
Kathodenschluss bei P/U-Röhren oder akustische Resonanzen. Manchmal ist 
es doch einfacher, eine gängige Ersatzröhre einfach reinzustecken?

von Frank O. (frank_o)


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Lu schrieb:
> Hut ab für diesen Aufwand. Bin aber noch im Zweifel, ob der gleich alle
> Lebenslagen wirklich abbilden kann

Da gibt es wohl immer wieder Verbesserungen.
Vorteil bei diesem Tester, das ist auch alles auf dem PC.
So kann man nicht nur alles abspeichern, sondern auch sicher Analysen zu 
bestimmten Röhren anstellen.
Wenn man grundsätzlich diesen Aufwand betreiben will und sowieso schon 
teure Bauteile hat (ich meine die Röhren), ich glaube, dann spielen die 
Kosten für die Bauteile nicht mehr so eine Rolle.
In den Anforderungen stand auch nicht, dass das besonders günstig sein 
muss.

von Christian M. (likeme)


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Lu schrieb:
>>> http://www.roehrentest.de/

WOW.... das baut man wochenlang hin und stellt es dann ins Regal um in 
10 Jahren festzustellen das die SW am Rechner nicht mehr läuft ;-)

von Rolf (rolf22)


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Peter D. schrieb:

> Nö, die liefen definitiv nicht mit Gleichstrom.

Ob sie damit liefen, weiß ich nicht aus Erfahrung. Für mich sahen die 
Schaltungen so aus, dass sie das im Prinzip konnten. Da hatten wir aber 
kein Gleichstromnetz mehr in meiner Stadt.

> Der Sinn der P-Röhren war es, Kosten und Gewicht einzusparen

Ja, der Trafo wäre teuer und schwer gewesen. Allerdings spielte das 
Gewicht IMO nicht die große Rolle. Die Kästen mit den Bildröhren waren 
ohnehin schon schwer.

von Tom (tom_major)


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Ich nehme an wegen dem Streufeld; selbst SW-Geräte hatten einen 
Verbrauch um 200 Watt, und die Bildröhren waren ja nicht gegen 
Magnetfelder geschirmt wie Oszis. Wäre auch zu schwer gewesen.

von Hans (ths23)


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Tom schrieb:
> Einen µP-gesteuerten Allestester, der sich so
> langsam rantastet was zwischen den einzelnen Anschlußstiften liegen
> könnte, indem er bei niedrigen Spannungen < 1V Widerstände und mit 1
> oder 10 MHz Kapazitäten misst, mit einer Datenbank vergleicht und
> ausspuckt welcher Röhrentyp das ist ind wie hoch der Healthscore, das
> wär's natürlich
Naja träumen darf man.
Was willst Du denn da an Widerständen messen? Außer dem Heizkreis gibt 
es bei einer Röhre nichts, wo man einen Widerstand misst.
Ja man kann Kapazitäten messen, allerdings können die durchaus ähnlich 
oder auch gleich sein, weshalb es am Ende schwierig ist daraus Schlüsse 
zu ziehen um welche Röhre es sich genau handelt. Zudem muß man schon das 
Pinout der betreffenden Röhre kennen, damit man aus den Messungen die 
richtigen Schlüsse ziehen kann. Wenn man das Pinout kennt kennt man in 
aller Regel auch den Röhrentyp, womit der Bestimmungsprozeß eigentlich 
obsolet ist.
Man darf auch nicht vergessen das die Röhre im Verlaufe ihres Lebens 
altert, wodurch sich die Parameter verändern können. Dies war der 
eigentliche Grund, weshalb man Röhrenprüfgeräte erfunden hat, um zu 
prüfen ob eine alte Röhre noch ihren Dienst bestimmungsgemäß erfüllen 
kann. Neue Röhren muß man in der Regel nicht prüfen, das übernimmt der 
Hersteller und garantiert damit das die Röhren die Spezfikationen des 
Datenblattes auch einhalten. Röhren streuen in ihren Parametern viel 
weniger wie (ältere) Halbleiter.

von Mark S. (voltwide)


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Hans schrieb:
> Neue Röhren muß man in der Regel nicht prüfen,

Das habe ich allerdings anders in Erinnerung.
Beim Völkner in der Ernst-Amme-Strasse stand damals ein Röhrenprüfgerät, 
wo man seine Erwerbungen testen konnte. Bei den billigen "Import"-Röhren 
(Ultron etc) war so etwa jede dritte Ausschuss ab Werk.

von Joachim B. (jar)


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Rolf schrieb:
> Fernseher waren
> damals Allstromgeräte

du meinst wohl Radios?
An Fernsehallströmer kann ich mich auch nicht erinnern, habe aber noch 
Bilder von Rückwänden im Gedächnis, Pappe mit Aufdruck, die Radio aber 
auch TV hatten.
Finde aber keinen Nachweis für einen TV Allströmer, ausser
https://www.the-boomerang.nl/Elektroartikel/Geraete/Tragbarer-Fernseher-60er-Design-Quelle-Universum::407.html

von Tom (tom_major)


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Mark S. schrieb:
> stand damals ein Röhrenprüfgerät, wo man seine Erwerbungen testen konnte

Ich entsinne mich, dass es in der Zeit, als es nur Glühbirnen gab und 
keine "Leuchtmittel", noch in vielen Läden Glühbirnen-Prüfgeräte gab...

Hans schrieb:
> Was willst Du denn da an Widerständen messen?

Ja, genau den Heizkreis! An welchen Sockelstiften der Heizfaden anliegt 
und wo evtl. eine Mittelanzapfung ist. Dann auch, welche Stifte intern 
miteinander verbunden sind, und welche überhaupt nicht angeschlossen 
sind. So könnte man schon entscheiden, ob es ein Einzel- oder 
Mehrfachsystem ist und ob Diode, Triode, usw.

Ist aber nur ne Überlegung, ich brauche sowas nicht, ich habe vielleicht 
100 Röhren, oder 150, nur eine ohne lesbare Typbezeichnung. Schwierig 
würde es halt bei Stahlröhren oder sonstwie undurchsichtigen mit 
unleserlicher Bezeichnung. Da würde ich nicht auf Verdacht 250V anlegen 
wollen.

von Hans (ths23)


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Tom schrieb:
> und welche überhaupt nicht angeschlossen
> sind.
Das kann man praktisch nicht messen. Zwischen den Elektroden einer Röhre 
kannst Du keine elektrische Verbindung messen - Vakuum ist ein ganz 
schlechter Leiter. Welche Stifte intern angeschlossen sind und welche 
nicht kann man, bis auf Heizung, durch einfache Messungen nicht 
ermitteln.

Tom schrieb:
> Dann auch, welche Stifte intern
> miteinander verbunden sind
Wozu sollte das gut sein? Für das Ermitteln der Funktion einer Röhre ist 
das völlig irrelevant. Elektrisch verbundene Stifte, bis auf die 
Heizung, deuten eher auf eine defekte Röhre hin. Ja es gibt Ausnahmen 
z.B. EF80 wo die Katode auf 2 Pins herausgeführt ist oder Röhren die 
einen internen Schirm besitzen, der mit mehreren Anschlußstiften 
verbunden sein kann (z.B. EF86/EF89). Für die Funktion/Parameter der 
Röhre ist das alles eher von untergeordneter Bedeutung.

Tom schrieb:
> So könnte man schon entscheiden, ob es ein Einzel- oder
> Mehrfachsystem ist und ob Diode, Triode, usw.
Das mach mal vor, wie Du so herausbekommen willst ob es sich um ein 
Mehrfachsystem handelt. Also zeige doch mal wie Du mit Deinen Messungen 
erkennen willst ob es sich um eine ECC85, eine EABC80 oder eine ECH81 
handelt. Ich bin gespannt und lerne gern dazu.

Tom schrieb:
> Ist aber nur ne Überlegung, ich brauche sowas nicht, ich habe vielleicht
> 100 Röhren, oder 150
Dann hast Du genug Material zum Testen.

: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Mark S. schrieb:
> Beim Völkner in der Ernst-Amme-Strasse stand damals ein Röhrenprüfgerät,
> wo man seine Erwerbungen testen konnte.

Wann war denn das?
Zu meiner Zeit konnte man dort noch Röhren kaufen, aber ein RPG habe ich 
nirgends gesehen.

Tom schrieb:
> oder
> Mehrfachsystem ist und ob Diode, Triode, usw.

Das hat mich schon immer intressiert:
Wieviel Systeme waren maximal in einer Röhre? Mehr als 3?
Wieviel Elektroden hatten die Röhren maximal? Mehr als 7 (Heptode)?

von Lu (oszi45)


Angehängte Dateien:

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> bin gespannt
Manche Sachen könnte man evtl. schon durch optischen Vergleich und 
Heizstromvergleich herausbekommen.

von Christian E. (cerker)


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Meines Wissens:

Peter N. schrieb:
> Wieviel Systeme waren maximal in einer Röhre? Mehr als 3?
Compactrons (12pin) gab es mit Duodiode und Doppeltriode, also 4 
Systemen.

Peter N. schrieb:
> Wieviel Elektroden hatten die Röhren maximal? Mehr als 7 (Heptode)?

Die EQ80 (Enneode) für FM-Koinzidenzdemodulatoren hatte 9 Elektroden 
(allerdings nur 3 Gitter (G1, G3, G5) einzeln herausgeführt, der Rest 
sind 3 zusammengeklemmte Schirmgitter und ein mit der Kathode 
verbundenes Bremsgitter).

Gruß,
Christian

: Bearbeitet durch User
von Mark S. (voltwide)


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Ca 1966

von Peter N. (alv)


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Christian E. schrieb:
> Compactrons (12pin) gab es mit Duodiode und Doppeltriode, also 4
> Systemen.

Naja, Duodiode würde ich als ein System zählen (EABCxx), wobei hier die 
Duodiode mit der Triode eine gemainsame Karhode hat...

von Christian E. (cerker)


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Peter N. schrieb:
> Naja, Duodiode würde ich als ein System zählen (EABCxx), wobei hier die
> Duodiode mit der Triode eine gemainsame Karhode hat...

6AG11, 2 Trioden, 2 Dioden, alles vollkommen einzeln:
https://frank.pocnet.net/sheets/093/6/6AG11.pdf

Gruß,
Christian

von Soul E. (soul_eye)


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Lu schrieb:
> Manche Sachen könnte man evtl. schon durch optischen Vergleich und
> Heizstromvergleich herausbekommen.

Mir hat mal jemand einen großen Karton Radio- und Fernsehröhren 
mitgebracht, alle ohne Beschriftung. Da habe ich mir den Spaß erlaubt, 
die alle zu identifizieren.

Die mit den Valvo Ätzcodes waren schnell aussortiert. Die Liste sollte 
man kennen, zwei bis drei Buchstaben, die Typ und ggf Herstellwerk 
beschreiben.

Dann sortiert nach Systemaufbau, dann Pinbelegung. Ob E,P oder U findet 
man durch vorsichtiges Heizen heraus. Und zuletzt die Kennlinie 
aufnehmen, darüber unterscheidet man lineare von Regelröhren. Und 
erkennt natürlich abgenutzte und defekte.


Aber das automatisieren?

von Lu (oszi45)


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Soul E. schrieb:
> Aber das automatisieren?

Dazu braucht man Daten, Erfahrung und einige Muster. Es fällt mir 
schwer, zu glauben, dass es von solch alten Röhren noch ausreichend 
preisgünstige Referenzmuster verschiedenster Hersteller gibt.

von Rolf (rolf22)


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Tom schrieb:
> Ich entsinne mich, dass es in der Zeit, als es nur Glühbirnen gab und
> keine "Leuchtmittel", noch in vielen Läden Glühbirnen-Prüfgeräte gab..

Ja, die Dinger tröteten dann, wenn der Glühfaden nicht unterbrochen war.

Ich habe mir da immer einen Spaß erlaubt und gesagt: "Gut, das Tröten 
funktioniert. Aber woher weiß ich, ob sie leuchtet?"
Da konnte man dann an der Reaktion die unterschiedlichen Geister 
erkennen, von strunzdumm/stur bis pfiffig/humorvoll.

von Frank O. (frank_o)


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Rolf schrieb:
> Aber woher weiß ich, ob sie leuchtet?"

Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber ich hatte einmal (wirklich 
nur ein einziges Mal in meinem Leben) eine Lampe getestet und das Ding 
gab auch einen Ton von sich. Was soll ich sagen? Zu Hause leuchtete 
diese Lampe nicht.

von Lu (oszi45)


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Frank: 100 Punkte! :-) So ähnlich wie Piep-Show?
Nun weiß ich nur noch nicht, wie die große ACH1 Röhre oben in Deinen 
Tester bekommen hätte.

: Bearbeitet durch User
von Wolger (paules)


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Frank O. schrieb:
> Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber ich hatte einmal (wirklich
> nur ein einziges Mal in meinem Leben) eine Lampe getestet und das Ding
> gab auch einen Ton von sich. Was soll ich sagen? Zu Hause leuchtete
> diese Lampe nicht.

Laß mich raten, es war ein Schwerkrafttest und der Tonklang "platz"

Oder mit einem Stein Nachbars Gartenlampe gekillt, Du Schelm ;)

von Mark S. (voltwide)


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Möglicherweise hat er auf dem Heimweg mit dem Trecker eine Abkürzung 
über die Eisenbahnschienen genommen und durch die Rüttelei hat es den 
Glühfaden zerrissen.

von Sigi S. (sermon)


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Wenn schon dann den Röhrentestervon Helmut Weigl.

von Soul E. (soul_eye)


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Rolf schrieb:
> Tom schrieb:
>> Ich entsinne mich, dass es in der Zeit, als es nur Glühbirnen gab und
>> keine "Leuchtmittel", noch in vielen Läden Glühbirnen-Prüfgeräte gab..
>
> Ja, die Dinger tröteten dann, wenn der Glühfaden nicht unterbrochen war.

Bei den früheren Testern leuchtete die Lampe auch. Es kam oft genug vor, 
dass die bei 3 V Prüfspannung ok waren und dann beim ersten einschalten 
an 220 V ausfielen.

Vermutlich wurde das Risiko zu groß, dass da jemand statt der Birne den 
Finger reinsteckt. Deshalb wurde auf Batterie-Kleinspannung umgestellt.

von Frank O. (frank_o)


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Mark S. schrieb:
> Möglicherweise hat er auf dem Heimweg mit dem Trecker eine Abkürzung
> über die Eisenbahnschienen genommen und durch die Rüttelei hat es den
> Glühfaden zerrissen.

Hahaha!

Aber ist doch urkomisch. Da stecke ich die in den Tester, nur um den 
einmal zu testen, der signalisiert den intakten Zustand und dann ist die 
zu Hause doch defekt.
Wie oft hat man wohl eine defekte Lampe gekauft? Ich kann mich an sonst 
keine erinnern.

von Tom (tom_major)


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Spaßeshalber habe ich eine Pentode (6K7) mal im kalten Zustand 
durchgemessen, also ohne Heizung und Hochspannung. Wie zu erwarten, ließ 
sich nur zwischen den Anschlüssen des Heizfadens ein Kaltwiderstand von 
3,3 Ohm messen. Alle anderen Verbindungen waren >> 20 Megohm. Dann habe 
ich die Kapazitäten zwischen den (bekannten) Anschlüssen gemessen (Sh = 
shield), siehe Tabelle (in pF). Die sind natürlich anders als bei 
anliegenden Betriebsspannungen, es gibt ja keine Raumladungen, die zB 
die Anode vom Steuergitter abschirmen. Es geht also nur nach der 
Geometrie, und Gitter sind meist sehr zart, Anoden massiv, so dass man 
nicht erkennen kann was näher am Heizfaden oder weiter weg ist. Schade, 
die Idee hat mir gefallen. Aber wenn es funktionieren würde, wäre sicher 
schon jemand drauf gekommen, hätte den Bedarf abgeschätzt und die Pläne 
in der Versenkung verwschwinden lassen.

Mangels LC-Meter habe ich die Kapazitäten mit dem nanoVNA gemessen, also 
Dämpfung bei 1 und 4 MHz in Impedanz und die in pF umgerechnet, ist etwa 
auf 0,1pF genau.

von Heiko H. (einerdieserbastler)


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Gutes Projekt!

Ich baue mir auch gerade einen, als klassisches nicht-digitales 
Koffergerät. Momentan halbfertig als Brettaufbau, es fehlen noch einige 
Hochlastwiderstände

Zum Konzept:

Es sollen Vorverstärker- und kleine Leistungsröhren bis zur EL84=6V6 
voll ausgelastet werden können, EL34 noch grundsätzlich prüfbar

Stelltrafo für Heizspannung
6,3V 1,5A und 25V 0,3A erreichbar

Stelltrafo für Anodenspannung
250V 50mA

Vorprüfung auf Kurzschlüsse und Leckströme fast aller Isolierstrecken 
bis 250V

Messung auf korrekten Arbeitspunkt und Steilheit mit feinstufig 
schaltbarer Gitterspannung

Zusätzlich Emmissionsmessung der Kathode bis 25V 250mA möglich


Muß das mal zu einem ordentlichem Plan aufzeichnen dann teile ich das 
gerne


Noch ein paar Tipps:
Noval-Fassungen sind günstig, baue nicht nur eine ein die ans Patchfeld 
geht sondern noch mindestens eine die für ECC81-82-83 fest verdrahtet 
ist

Baue einen Umschalter ein um direkt zwischen System 1 und 2 umzuschalten

Baue nur die wichtigen Fassungen direkt ins Gerät, Noval, Mini, Oktal, 
baue für die selteneren Eu5 Au8 Stahröhre Rimlock und so weiter jeweils 
externe Kästchen

Bei der EABC80 ist die Detektordiode für AM unauffällig, aber mache 
Isomessungen der Kathoden, ich habe da schon interresante "Brummer" 
gehabt


Falls wir uns mal örtlich in die Nähe kommen (bin aus der Ecke bei 
Nürnberg aber mache auch gelegentlich Touren in andere Bundesländer) 
könnte ich anbieten daß wir sowohl unsere Geräte gemeinsam bauen und in 
Betrieb nehmen, als auch daß ich dir deine Röhren weitgehend optisch 
identifiziere, ich kenne die meisten Kandidaten

Mit freundlichen Grüßen vom Heiko

von Wolger (Gast)


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Ein Einfachtester für unterwegs beim Flohmarkt f. E-Röhren ist sowas:

https://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Roe-Pruefer/Peter-Zoellner-Minipruefer/Zoellner-Pruefer.htm

natürlich kann man das bis zum Nonplusultra erweitern, der nächste 
Schritt:

-eine handvoll Adapter Fassung-xyz zu Novalsockel
-einige aneinander anklickbare 9V-Blocks f. Ua und höhere Uf

usw.Sockelkoffer mit Kartenspiel, USV mit Solarzellen, Campingbus, Boot, 
Flugzeug, Mondrakete etc...

von Sven R. (sveniii)


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ich habe mehrere RPG.
auch neumodische mit Mikroprozessor .
Eigentlich verwende ich aber nur das Funke W20.
Denn es ist wichtig die Röhren genau so zu prüfen wie ihre Arbeitspukte 
sind
also eine AD1 zb mit 250V Ua, -45V Ug, 4V AC Heizung.
Bei der EL 34 genauso, dann natürlich noch mit Ug2.

Alle anderen  Tester sind nur Schätzeisen , so zb auch die RPG70 aus der 
DDR, bei denen misst sich eine 20% EL34 und eine 80% EL34 mit fast den 
gleichen Zeigerausschlag, also völlig unbrauchbar.


FG Sven

von Christian M. (likeme)


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Sven R. schrieb:
> Alle anderen  Tester sind nur Schätzeisen , so zb auch die RPG70 aus der
> DDR, bei denen misst sich eine 20% EL34 und eine 80% EL34 mit fast den
> gleichen Zeigerausschlag, also völlig unbrauchbar.

Aber gerade auf dem Flomarkt vielleicht eine tolle Sache, wobei man 
defekte Röhren auch schon optisch erkennen kann. Eine Oszillator ECC die 
innen komplett schwarz ist, hat ihr besten Zeiten schon hinter sich. 
Fehlendes Getter ist da auch noch zu erwähnen und die Heizwendel brennen 
meist da ab wo man rein guggen kann. Nimmt man mal ne defekte Röhre mit, 
wirft man sie halt weg....

Mir ging es wirklich darum z.B. vier Endstufenröhren miteinander zu 
vergleichen. Kann man auch im Gerät machen oder einen Messadapter dazu 
basteln.

von Hans (ths23)


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Christian E. schrieb:
> Compactrons (12pin) gab es mit Duodiode und Doppeltriode, also 4
> Systemen.
Duodiode würde ich als 1 Röhrensystem sehen, sind also nur 3 Systeme. 
Die EABC80 z.B. enthält auch eine Duodiode und wird als Dreifachröhre 
eingestuft. Auch so Röhren wie EZ80, AZ12, RGN1064 etc. etc. sind im 
Prinzip Duodioden, aber eben keine Mehrfachröhren.

von Sven R. (sveniii)


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man muss auf jeden Fall den Flohmarkt und Zuhause trennen.
Auf dem Flohmarkt wird man eher mal eine RE604 oder ED finden oder auch 
eine RGN4004..., weniger aber eine EC8020 oder Ecc803s.
Also müsste sich ein mobiles Gerät dann auf teure Trioden un 
Gleichrichter beschränken.
Das kann man heutzutage auch klein bauen mit Akku und step-up Wandler 
auf zb 200V.
Für Zuhause geht aber kein Weg an einem richtigen Gerät vorbei.
Ich habe auch über Selbstbau nachgedacht, aber durch die ca. 100 
Röhrentypen welche ich öfters teste ist das dann zu komplex.
Da kauft man besser ein /gutes) altes Funke , welche schon ab 500,- 
angeboten werden .
Es sei denn man will gerne so etwas selber bauen und sieht darin seine 
Erfüllung

FG Sven

von Tom (tom_major)


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Mich hat meine Idee mit dem automatischen Röhrentyperkenner noch nicht 
losgelassen... Ich habe mal eine (undurchsichtige) Röhre durchgemessen, 
d.h. bestimmt, wo der Heizfaden anliegt, und dann die Kapazitäten 
zwischen ihm und den übrigen Anschlüssen (2-7 genannt) und untereinander 
gemessen - siehe Tabelle. Kommt jemand drauf, was das für ein Röhrentyp 
ist?

Ich gehe davon aus, dass man die Einzelsysteme als 
Hintereinanderschaltung der zwischen den Elektroden wirkenden 
Kapazitäten ansehen kann, und zwar umso genauer, je massiver die 
Elektroden sind. Kathode zB hat gar keinen "Durchgriff". Komplikationen 
machen interne Verbindungen, z.B. sind bei einer Oktode g2+g4+g6 
verbunden. Und zwischen Elektroden, die nichts miteinander zu tun haben, 
ist immer noch etwas zu messen, die Abstände sind ja gering.

Ich weiß, das sagt nichts über die Qualität der Röhre aus, es würde 
sogar bei einem gebrochenen Glaskolben funktionieren. Nur wäre dann die 
Sache einfacher, man würde ja direkt sehen was man vor sich hat.

von Hans (ths23)


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Sigi S. schrieb:
> Wenn schon dann den Röhrentestervon Helmut Weigl.
Ist zwar ein schönes Projekt, aber für die meisten dürfte das Teil 
völlig oversized sein. Allein vom Bauteileaufwand her würde dieses Teil 
das Budget vieler sprengen. Dieses Gerät ist was für Freaks, die häufig 
Röhren testen.
Der Durchnittsbastler, der nur mal gelegentlich eine Röhre prüfen muß, 
ist mit einem deutlich einfacher aufgebauten Gerät vermutlich besser 
bedient. I.d.R. reichen wenige Prüfungen aus um festzustellen ob die 
Röhre noch brauchbar ist oder nicht. Dazu gehören Prüfung auf 
Elektrodenschluß, Vakuumprüfung, Prüfung des Heizfadens und eine 
Anodenstrommessung bei verschiedenen Gitterspannungen.
Um ein Prüfgerät nach diesen Kriterien aufzubauen brauch es nur wenige 
relativ leicht zu beschaffende Bauteile. Zur Messung der Spannungen kann 
man die meist eh vorhandenen DMM benutzen. Für den Anodenstrom reicht 
ein kleines Drehspulinstrument völlig aus. Der aufwendigste Teil dürfte 
wohl die Bereitstellung der Anodenspannung sein.
Auf dieser Seite http://www.hts-homepage.de/RPGSelbstbau/RPG.html sind 
die wesentlichsten Funktionen eines Röhrentesters erklärt. Damit sollte 
man sich sein "eigenes Gerät" rech schnell zusammenstellen können.
Es gibt auch Baupläne mit Testern die mit Batterien arbeiten. Einfach 
mal im Netz nach Röhrenprüfer googeln - man wird schnell fündig.
Wer mehr haben will (z.B. dynamische Prüfungen) kann über einen uTracer 
nachdenken. Den gibt es derzeit in 2 Varianten zum Preis von 200€/300€. 
Der günstigere dürf für die meisten wohl ausreichend sein.

von Hans (ths23)


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Tom schrieb:
> Spaßeshalber habe ich eine Pentode (6K7) mal im kalten Zustand
> durchgemessen, also ohne Heizung und Hochspannung. Wie zu erwarten, ...
Das Problem ist heutzutage nicht, daß man die Kapazitäten nicht messen 
könnte, dummerweise haben Röhren mit ähnlichen Parametern auch ähnliche 
oder gleiche Kapazitäten, so das es schwierig wird den genauen Typ zu 
bestimmen. Hinzu kommt das sich die Kapazitäten im einstelligen pF 
Bereich bewegen oder noch kleiner sind. Das läßt sich im Hobbybereich 
nur schwierig messen. Bei derart kleinen Kapazitäten kann man zudem die 
Zuleitungskapazitäten nicht mehr vernachlässigen., man muß sie also vor 
der Messung raus kalibrieren. Allerdings wird dann der Messaufwand pro 
Röhre sehr schnell groß.
Zudem gibt es Hersteller die zumiindest bei einigen Röhren die 
Kapazitätswerte nicht angeben. Dann bräuchte man am Anfange erst mal 
einige Referenzröhren, um die Vergleichwerte zu bestimmen.
Am Ende ist das Salz vermutlich teurer als die Suppe und deshalb macht 
das niemand, aber das hast Du ja schon selbst festgestellt.

von Tom (tom_major)


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Hans schrieb:
> schwierig wird den genauen Typ

Wollte ich ja nicht. Nur, ob es sich um eine Triode, Pentode, oder ein 
Mehrfachsystem handeln könnte. Anhand des Sockels und weiterer 
Eigenschaften könnte man dann den Typ versuchen weiter einzugrenzen.

Hans schrieb:
> dummerweise haben Röhren mit ähnlichen Parametern auch ähnliche
> oder gleiche Kapazitäten

ich habe die 6K7 in Metall und Glas und die haben völlig andere Werte; 
beim Glastyp sind die Kapazitäten gegen den Schirm um 1pF, bei der 
Stahlröhre sind es 4pF.

Hans schrieb:
> man muß sie also vor der Messung raus kalibrieren

Das habe ich natürlich sauber gemacht, logisch. Liegt aber nur um 
0,1-0,6pF (4...0,5cm Abstand zwischen den Klemmen). Wie schon 
geschrieben, ich messe die Dämpfung bei 10 MHz, das sind 62...50dB bei 
offenen Klemmen und 50 bis 25dB zwischen den Röhrenanschlüssen. Ich habe 
auch mit 1, 4, 25 und 100 MHz gemessen, kommt praktisch dasselbe raus. 
Bei niedrigen Frequenzen wegen höherer Dämpfung mit größerem Fehler, bei 
höherer Frequenz mit Abweichungen wohl wegen der 
Zuleitungsinduktivitäten. 10 MHz ist der Kompromiss.

von Tom (tom_major)


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Meine Rätselaufgabe hat offenbar keinen animiert - aber ich will es noch 
auflösen. Mit etwas Mühe ließ sich die Aufschrift auf der Röhre 
entziffern, es ist eine EBF11. Richtig sortiert zeigen die 
Kapazitätsmessungen, dass es vom Heizfaden aus nur einen Pin (6) mit 
deutlich höherer Kapazität gibt, das muss dann die Kathode sein. Von der 
aus gibt es zwei Pins (2,3) mit etwa gleicher Kapazität, die zu allen 
anderen und auch untereinander geringe Kapazität aufweisen, vermutlich 
Anoden zweier getrennter Dioden. Gitter 1+2 und Anode eines 
Pentodensystems lassen sich identifizieren, wenn man annimmt, dass ein 
3. Gitter vor der Anode mit der Kathode verbunden ist.

Versuche mit EAA91 und ECC85 zeigen mir aber, dass die so geringe 
Kapazitäten haben, dass sich nichts Eindeutiges mehr herausfinden lässt: 
die Messabweichungen sind zu groß, zumindest bei fliegendem Aufbau. Bei 
den großen Röhren vor 1940 kann es helfen, wenn die Beschriftung ab, die 
Röhre aber undurchsichtig ist. Aber es sagt nichts über die Qualität der 
Röhre aus.

Wenn man nur selten eine Röhre prüfen will, würde ich auch zu Netzteil, 
9V-Batterien und Multimeter greifen. Wenn ich ständig Radios restauriere 
oder Verstärker baue, wären 200-300 Euro für einen Bausatz nicht zuviel. 
Einen alten Röhrenprüfer nur, wenn man sich dessen Prüfung und evtl. 
Restauration antun möchte und darin eine Erfüllung sieht.

von Lu (oszi45)


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Wer solche historischen Röhren untersuchen möchte, sollte auch die 
Röhrentaschenbücher von Wilhelm Beier kennen. Siehe booklooker.de

von Esmu P. (Firma: privat) (max707)


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Lu schrieb:
> Wer solche historischen Röhren untersuchen möchte, sollte auch die
> Röhrentaschenbücher von Wilhelm Beier kennen. Siehe booklooker.de

Ich hatte Mal die von Valvo gesammelt. Lang ist's her...

von Tom (tom_major)


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von Wolger (paules)


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Tom schrieb:
> Die typischen E-Röhren
> brauchen Konstantspannung von 6.3V und lassen je nach Typ 0.15 bis 1A
> fließen, oft aber genau 0.3A und sind damit mit den entsprechenden
> P-Typen identisch.

Du lieferst uns sicher ein Dutzend Beispiele identischer E- und 
P-Röhren.

Wir sind nun gespannt wie Katze vor Loch - laß uns nicht dumm sterben.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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von Soul E. (soul_eye)


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Wolger schrieb:
> Du lieferst uns sicher ein Dutzend Beispiele identischer E- und
> P-Röhren.

ECC81/82/83, EF80/183/184 hatten 300mA Heizstrom, waren also 
gleichzeitig auch P-Röhren.

PCC84 und PCC88 brauchen bei 300 mA 7,0 V. An 6,3 V wären die also 10% 
unterheizt.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Ne Zeitlang gabs mal in den DDR-Bastlerläden Heiztrafos 6,3V / 0,3A 
günstig zu kaufen. Die konnte man prima für Transistorbasteleien oder 
für 5V TTL-ICs verwenden. Das hat dann einiges an Flachbatterien 
gespart.
Schon krass, was eine Röhre allein zum Heizen schluckte, konnte 
komplette Halbleiterschaltungen versorgen.

von Tom (tom_major)


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Wolger schrieb:
> Du lieferst uns sicher ein Dutzend Beispiele identischer E- und
> P-Röhren.

Ohne eigentlich nötigen Kommentar:

EAM86, EBC90, EBC91, EBF80, EBF83, EBF89, EC91, ECC81, ECC82, ECC83, 
ECC186, ECH83, ECH84, ECL80, EF80, EF85, EF91, EF93, EF94, EF96, EF97, 
EF98, EF183, EF184, EH81, EH90, EK90, EM83, EM85, EM87, EM800, EM801

und die wurden auch in Fernsehgeräten verbaut, sofern notwendig, denn 
P-Röhren wurden nur gebaut, wenn die entsprechenden E-Typen eben keine 
0,3A Heizstrom hatten! Dann wurden die mit einem entsprechend 
angepassten Heizfaden versehen und als P-Typ ausgegeben.

von Lu (oszi45)


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Tom schrieb:
> P-Röhren wurden nur gebaut, wenn die entsprechenden E-Typen eben keine
> 0,3A Heizstrom hatten! Dann wurden die mit einem entsprechend
> angepassten Heizfaden versehen und als P-Typ ausgegeben.

Bei P-Röhren sollte auch die Isolation zwischen Heizfaden und Kathode 
ausreichend gut sein, je nachdem, wo sie in der Heizkette liegen.

: Bearbeitet durch User
von Tom (tom_major)


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Stimmt, das ist ein Argument - hatten die dann dickere Kathodenröhrchen? 
Jedenfalls wenn man beim radi0museum schaut, findet man etliche TVsets 
mit passenden E-Röhren
https://www.radiomuseum.org/r/tesla_mimosa_4213u14213_u.html
https://www.radiomuseum.org/r/sfrradiola_ra6044.html
usw.

von Peter D. (peda)


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Lu schrieb:
> Beispiel_Heizkette_mit_U_Roehren.jpg

Sicher, daß die Schaltung stimmt?.
In der Regel waren die Leistungsröhren am hohen Ende des Heizkreises.
Hier ist es die UCC85, die nur 90V abkann, hier aber 129V sieht.
Die UCL81 kann dagegen 220V zwischen Kathode und Heizfaden.

von Lu (oszi45)


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Peter D. schrieb:
> Sicher, daß die Schaltung stimmt?.

Habe sie nicht erfunden, sondern eine von Bernhard Pabst "Anleitung zur 
Fehlersuche" als Beispiel benutzt. Wie hier der genaue Beobachter sieht, 
bestätigen Ausnahmen die Regel? Evtl. wurde so Draht gespart?

von Tom (tom_major)


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Peter D. schrieb:
> Hier ist es die UCC85, die nur 90V abkann

In der RTT steht 200V für die UCC85 zwischen f-k, sowie
UCH81 100V, UBF80 und UABC80 150V, und PCL81 220V mit UCL81~PCL81.

ECC85 kann nur 90V!

: Bearbeitet durch User
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