Forum: Fahrzeugelektronik Ansteuerung einer Anzeigetafel - Federal Vama Traffic Storm


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von Wolfgang K. (koksi)


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Hallo

Hat jemand Erfahrung mit der Ansteuerung solch einer Anzeigetafel? 
Leider fehlt der CAN-Controller zur Ansteuerung.

Jegliche Infos hierzu wären hilfreich um besser einschätzen zu können, 
ob man diese in irgendeiner Art in Betrieb nehmen kann.
Sie wäre als Deko-Objekt in der Werkstatt geplant.

Danke schonmal

Mfg Wolfgang

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Warum denkst Du dass das eine Anzeigetafel ist? Für mich sieht das nach 
einem "Blaulicht" aus.

> Jegliche Infos hierzu wären hilfreich um besser einschätzen zu können,
> ob man diese in irgendeiner Art in Betrieb nehmen kann.

Jau, dann fang mal an Infos zu liefern.

von H. H. (hhinz)


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Magnus M. schrieb:
> Warum denkst Du dass das eine Anzeigetafel ist? Für mich sieht das nach
> einem "Blaulicht" aus.

Ist beides in einem. Die LED-Schrifttafel kann motorisch hochgeklappt 
werden.

von Dieter S. (ds1)


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Ich würde nicht erwarten daß man Informationen zur Ansteuerung findet. 
Ich sehe zwei Möglichkeiten (abgesehen davon daß man die Elektronik 
entfernt und die LEDs selber ansteuert):

1.) Jemanden finden der so ein Gerät plus den dazugehörigen BCT3000 
Controller hat und eine Aufzeichnung der CAN-Bus Aktivitäten beim 
Betrieb des Gerätes mitschneidet. Dann schaut man ob man damit das Gerät 
ansteuern kann.

2.) Gerät zerlegen, schauen was verbaut ist und versuchen ob man 
enventuell an die Firmware kommt. Falls ja versuchen daraus die CAN-Bus 
Kommunikation abzuleiten.

Beides ist mit einigem Aufwand verbunden.

von Wolfgang K. (koksi)


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H. H. schrieb:
> Ist beides in einem. Die LED-Schrifttafel kann motorisch hochgeklappt
> werden.

Korrekt.


Dieter S. schrieb:
> Ich würde nicht erwarten daß man Informationen zur Ansteuerung
> findet.

Ich befürchte auch dass es keine Infos gibt, da das Teil doch sehr 
speziell und nicht so weit verbreitet im privaten Sektor sein wird.
Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. ;)


Dieter S. schrieb:
> 1.) Jemanden finden der so ein Gerät plus den dazugehörigen BCT3000
> Controller hat und eine Aufzeichnung der CAN-Bus Aktivitäten beim
> Betrieb des Gerätes mitschneidet. Dann schaut man ob man damit das Gerät
> ansteuern kann.

Das wäre der Idealfall, jedoch kenne ich leider keinen.


Dieter S. schrieb:
> 2.) Gerät zerlegen, schauen was verbaut ist und versuchen ob man
> enventuell an die Firmware kommt. Falls ja versuchen daraus die CAN-Bus
> Kommunikation abzuleiten.

Das übersteigt leider meine Fähigkeiten und zeitlichen Ressourcen.


Dieter S. schrieb:
> (abgesehen davon daß man die Elektronik
> entfernt und die LEDs selber ansteuert):

Im Endeffekt wird es darauf hinauslaufen, nur leider wird dadurch einige 
Funktionalität der Anzeigetafel eingebüßt werden müssen.

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Früher™ liefen die Blaulichter offiziell unter "RTK-und ne Zahl". Kenn 
ich mich micht weiter mit aus, aber evtl hilft der Begriff ja beim 
suchen.

von Thomas R. (thomasr)


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Der Hersteller ist in der EU und bietet passend dazu ein "Control Head" 
an.

Da es sich um "Law Enforcement Products" handelt wird der Preis wohl 
gesalzen sein....

von Dieter S. (ds1)


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Wolfgang K. schrieb:
>
> Das übersteigt leider meine Fähigkeiten und zeitlichen Ressourcen.

Kannst Du gute Bilder von der Elektronik/Platine machen auf der man die 
Details (also z.B. den verbauten Mikrocontroller) erkennen kann? Dann 
weiß man womit man es zu tun hat und könnte zumindest abschätzen wie man 
am besten weitermacht.

von Carsten S. (dg3ycs)


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J. T. schrieb:
> Früher™ liefen die Blaulichter offiziell unter "RTK-und ne Zahl". Kenn
> ich mich micht weiter mit aus, aber evtl hilft der Begriff ja beim
> suchen.

RTK sind/waren Produktbezeichnungen für Hella Blaulichter!
RTK 3 war noch eine einzelne runde Leuchte die auf einem meist relativ 
mittig auf dem Dachangebrachte rechteckige Box mit dem Signalhorn und 
Elektronik angebracht war. Nur wenig größer als der Fußpunkt der 
Drehleuchte. In den 80ern sehr verbreitet

Ab RTK 4 waren es dann die Blaulichtbalken...
Selbst gebastelt habe ich an 3-5.

Federal Signal, der Hersteller des Fraglichen Balkens, ist aber ein US 
Hersteller.
Evtl. also mal in US-Bastlerforen fragen?

Gruß
Carsten

von J. T. (chaoskind)


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Carsten S. schrieb:
> RTK sind/waren Produktbezeichnungen für Hella Blaulichter!

Stimmt, guter Einwand.

Carsten S. schrieb:
> RTK 3 war noch eine einzelne runde Leuchte die auf einem meist relativ

Damals, als die Autos noch grün weiß waren :D

von Thomas R. (thomasr)


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Carsten S. schrieb:
>
> Federal Signal, der Hersteller des Fraglichen Balkens, ist aber ein US
> Hersteller.

Ähem, NEIN, siehe Bild von der Webseite. Der Mutterkonzern ist US aber 
nicht dieser Zweig.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Thomas R. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>>
>> Federal Signal, der Hersteller des Fraglichen Balkens, ist aber ein US
>> Hersteller.
>
> Ähem, NEIN, siehe Bild von der Webseite. Der Mutterkonzern ist US aber
> nicht dieser Zweig.

Wenn du nach Ford suchen würdest, dann würdest du eine Ähnliche Antwort 
erhalten. Erst einmal heisst das nur das es eine rechtlich 
selbstständige Niederlassung in Europa gibt. Diese kann als 
Tochtergesellschaft gegründet  oder durch Zukauf zum Konzern gekommen 
sein. Das sagt noch gar nichts darüber aus wo das entwickelt wurde oder 
sonst noch in breiter Verwendung ist. Wenn man sich die Produkte 
ansieht, dann sieht man auch das vieles den US-Produkten entspricht.

Im Bezug auf DIESE SPEZIELLE Produktserie scheint es sich aber 
tatsächlich um ein speziell für den europäischen Markt, also 
möglicherweise auch in der EU komplett entwickeltes Produkt, zu handeln 
das zudem auch bei der Ansteuerung möglicherweise deutlich von den 
sonstigen Produktserien abweicht.
Ein entsprechendes Produkt gibt es, anders als bei den anderen Produkten 
auf der "EU Seite" nicht auf der US-Hauptseite und bei den Controllern 
wird auch nach "Traffic-Storm" und "Rest" unterschieden.
Möglicherweise liegt es aber auch nur am Textelement...

Falls man aber zu den FS-Anlagen etwas international findet UND die 
Ausrüstung in Form eines CAN Fähigen µC, Programmiergerät sowie das 
Wissen sowieso da hat wäre es natürlich trotzdem mal ein Versuch das als 
Ausgangspunkt für Brute-Force Versuche zu nehmen und sehen ob was 
antwortet oder sich sonst was tut...

J. T. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> RTK 3 war noch eine einzelne runde Leuchte die auf einem meist relativ
> Damals, als die Autos noch grün weiß waren :D
Teilweise (BG in RAL6012 und BePo RAL6029) auch noch ganz grün ;-)

Gruß
Carsten

von Wolfgang K. (koksi)


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Es sieht so aus, als ob jede Platine eines Lampenbereiches selbst auch 
wieder intern per Bus kommuniziert.
Ich werde in den nächsten paar Tagen mal das Teil komplett zerlegen und 
mir die Platinen genauer ansehen.

von Wolfgang K. (koksi)


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Thomas R. schrieb:
> Der Hersteller ist in der EU und bietet passend dazu ein
> "Control Head" an.

Ja, aber leider finde ich nirgends Infos dazu, ob nur diese BCT3000 
ausreicht oder dazwischen noch ein anderes Gerät hin gehört, welches 
normalerweise bei der Traffic Storm dabei wäre. Mal ein paar Leute 
anschreiben dazu...


Thomas R. schrieb:
> Da es sich um "Law Enforcement Products" handelt wird der Preis wohl
> gesalzen sein....

600€ aufwärts laut schneller Google-Suche.

von Dieter S. (ds1)


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Wolfgang K. schrieb:
>
> Ja, aber leider finde ich nirgends Infos dazu, ob nur diese BCT3000
> ausreicht oder dazwischen noch ein anderes Gerät hin gehört, welches
> normalerweise bei der Traffic Storm dabei wäre.

Warum sollte es ein weiteres Gerät geben? Hier z.B. wird nichts weiter 
dazu erwähnt:

https://evpeurope.com/wp-content/uploads/2019/03/Traffic-Storm-Lightbar.pdf

Wie schon geschrieben, mache ein paar Bilder vom Innenleben, bei denen 
man die Details erkennen kann, dann weiß man mehr.

von Thomas R. (thomasr)


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Wenn das Ding legal erworben wurde würde ich in einer Zentralwerkstatt 
des jeweiligen Landes mit den Kollegen sprechen und mich informieren 
(lassen). Vielleicht reicht schon ein Blick in ein derart ausgestattetes 
Fahrzeug.

von Wolfgang K. (koksi)


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Dieter S. schrieb:
> Warum sollte es ein weiteres Gerät geben?

Weil irgendwo die Versorgung für das Steuergerät und die Anzeigetafel 
eingeschliffen werden muss. Entweder direkt im Kabelstrang oder durch 
ein eigenes Gerät oder Ähnliches.


Dieter S. schrieb:
> Wie schon geschrieben, mache ein paar Bilder vom Innenleben, bei denen
> man die Details erkennen kann, dann weiß man mehr.

Ja werde ich tun.
Ich habe derweil ein paar Händler bzgl. dem BCT3000 kontaktiert.


Thomas R. schrieb:
> Wenn das Ding legal erworben wurde würde ich in einer
> Zentralwerkstatt
> des jeweiligen Landes mit den Kollegen sprechen und mich informieren
> (lassen). Vielleicht reicht schon ein Blick in ein derart ausgestattetes
> Fahrzeug.

Ein Bekannter eines Freundes hat legal ein Polizeiauto aus Italien 
gekauft und musste logischerweise diese Anzeigetafel abmontieren, bevor 
er das Auto weiterverkauft hat. Dabei wurde von ihm übersehen, das 
BCT3000 und den Kabelstrang auch mit auszubauen. Jetzt würde er gerne 
diese Anzeigetafel in seiner Werkstatt als "Deko" aufhängen.

: Bearbeitet durch User
von Jürgen (derkleinemuck)


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Wolfgang K. schrieb:
> Ein Bekannter eines Freundes hat legal ein Polizeiauto aus Italien
> gekauft und musste logischerweise diese Anzeigetafel abmontieren, bevor
> er das Auto weiterverkauft hat. Dabei wurde von ihm übersehen, das
> BCT3000 und den Kabelstrang auch mit auszubauen. Jetzt würde er gerne
> diese Anzeigetafel in seiner Werkstatt als "Deko" aufhängen.

In dem Fall würde ich die LED-Matrix ausbauen und durch eine billige von 
Ali ersetzen. Dann hast du cooles Blaulicht wenn's Telefon klingelt und 
kannst die Wetterdaten etc. anzeigen. Kommt in dem Fall ja nicht darauf 
an, daß es am Ende wieder auf der Straße funktioniert.

von Wolfgang K. (koksi)


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So habe die letzten paar Tage als sporadisch mal Zeit war angefangen das 
Teil auseinander zu nehmen, die einzelnen IC's auf der Hauptplatine 
genauer angeschaut und die Datenblätter dazu rausgesucht.

Im Anhang sieht man die Hauptplatine.

Versorgungsspannung:
Die Hauptplatine wird mit dem 12V-Bordnetz des Autos gespeist und teilt 
diese dann auf mehrere Schaltnetzteile auf (12V je 1 Schaltnetzteil pro 
Leuchtelement).

Kommunikation:
Der CAN-Bus geht direkt auf den Mikroprozessor PIC 18F4580, welcher 
selbst CAN- und I2C-fähig ist.
Von diesem Prozessor abgehend läuft die Kommunikation rein nur mehr über 
I2C von einem Leuchtelement zum nächsten. Jedes Leuchtelement selbst ist 
per I2C-Extendern NXP P82B715 verbunden um die Kommunikation stabiler zu 
machen. Auf jeder Platine der verschiedenen Leuchtelemente steuert dann 
ein I2C 16-channel LED Driver NXP PCA9635 die verschiedenen Leuchtkanäle 
an.

Für die weitere Vorgehensweise habe ich nun folgende Gedankengänge:

1) Um diese Leuchttafel direkt per CAN anzusteuern müsste ich das 
Protokoll wissen, welches aufgrund fehlender funktionierender anderer 
Anzeigetafel nicht mitschneidbar ist. Deswegen würde man sie nur 
rausfinden, wenn man Zugang zum PIC-Programm des µC hätte. Keine Ahnung 
ob man das auslesen kann, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieses 
per Fuse-Bits ev. gesperrt ist.

2) Eine Ansteuerung über I2C wäre vielversprechender, da das Protokoll 
dazu von NXP offen gelegt wurde und es dazu auf Github schon mehrere 
Projekte gibt um diese PCA9635 per z.B. Arduino anzusteuern.

3) Den Motor für das Heben des großen mittleren Anzeigeelements inkl. 
induktivem Sensor könnte man per E/A des Arduino anbinden und steuern.

4) Die Anzeige selbst des mittleren Anzeigeelements muss ich mir erst 
genauer ansehen um zu wissen, wie diese angesteuert wird.

Falls jemand zusätzliche Infos oder andere Lösungswege sich hier 
vorstellen kann, dann bitte gerne melden.

von Dieter S. (ds1)


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Du könntest schauen ob sich eventuell in dem im Bild markierte Bereich 
die ICSP Signale des PIC befinden, eventuell auf Testpads oder einem 
nicht bestückten Stecker. Leider sind die Details auf den Bildern nicht 
zu erkennen, die Richtung würde aber zu den ICSP Pins passen.

Dann könnte man ohne viel Aufwand prüfen ob das Auslesen des PIC 
gesperrt ist.

von Wolfgang K. (koksi)


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Ja das dürfte der ICSP-Port sein, die Pins gehen auf 16, 17 und 18 des 
µC.

Wie würde man das Auslesen ohne viel Aufwand prüfen können?

von Oliver R. (orb)


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Wolfgang K. schrieb:
> Wie würde man das Auslesen ohne viel Aufwand prüfen können?

PIC-Programmierer anschließen und versuchen zu lesen.
Das kann auch ein Arduino sein 
(https://www.heise.de/hintergrund/Arduino-Uno-als-In-System-Programmer-2769246.html?seite=4)

von Wolfgang K. (koksi)


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Nachdem was ich jetzt so darüber nachgelesen habe, bekomme ich dann 
(sollte das Auslesen funktionieren) die Daten in hex.

Frage: Wie hoch stehen die Chancen aus diesen hex-Daten sinnvolle 
Erkenntnisse zu gewinnen, um den originalen µC per CAN ansteuern zu 
können?

von Dieter S. (ds1)


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Wolfgang K. schrieb:
>
> Frage: Wie hoch stehen die Chancen aus diesen hex-Daten sinnvolle
> Erkenntnisse zu gewinnen, um den originalen µC per CAN ansteuern zu
> können?

Schau ob Du die Firmware auslesen kannst und stell sie hier rein wenn es 
klappt, erst dann kann man abschätzen was man damit anfangen kann bzw. 
wie groß der Aufwand ist.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Wolfgang K. schrieb:
> Der CAN-Bus geht direkt auf den Mikroprozessor PIC 18F4580,
> welcher selbst CAN- und I2C-fähig ist.
> [...]
> Falls jemand zusätzliche Infos oder andere Lösungswege sich hier
> vorstellen kann, dann bitte gerne melden.

Der µC auf der Schaltung ist bekannt.
Es handelt sich um einen recht gut dokumentierten Typ für den es nicht 
nur günstige Programmiermöglichkeiten gibt (am günstigsten wohl PicKit3 
Nachbauten aus China oder ein Arduinoboard zweckentfremden) sondern auch 
noch eine Freie Entwicklungsumgebung und eine konstenlose 
Compilerversion die zwar nicht die maximal mögliche Optimierung bietet, 
für dich aber mehr als ausreichend sein dürfte.

Zudem gibt es für die PIC auch genung Infos und Unterstützung in 
öffentlichen Foren etc.
Die Verschaltung ist laut deiner Aussage nicht all zu komplex, so das du 
weißt bzw. recht einfach herausfinden kannst wo welches Signal am PIC 
anliegt.

Warum also nicht einfach ein eigenes Programm für den PIC schreiben?
Bedienung dann entweder wie vorgesehen über CAN (mit deinem eigenen 
Protokoll) oder du nimmst einfach ein paar (für deine Zwecke) nicht 
benötigte IO und schließt da Tasten etc. an.

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang K. (koksi)


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Wäre prinzipiell eine gute Idee, das Problem hierbei ist, dass ich keine 
Beispiele für die Ansteuerung des PCA9635 über I2C für einen 
Mikroprozessor gefunden habe. Das alles von Grund auf selber zu 
entwickeln/programmieren scheint mir zu aufwendig.

Für Arduino gibts diesen Code bereits fertig:
https://github.com/RobTillaart/PCA9635

von Wolfgang K. (koksi)


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Dieter S. schrieb:
> Schau ob Du die Firmware auslesen kannst und stell sie hier rein wenn es
> klappt, erst dann kann man abschätzen was man damit anfangen kann bzw.
> wie groß der Aufwand ist.

Bin dabei mir einen PIC-Programmer zu leihen, um den Chip auszulesen.
Stay tuned...

von Wolfgang K. (koksi)


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Habe gestern den PIC mit einem Programmer verbunden, aber es werden im 
Program Code nur 0000 ausgelesen, da dieser gesperrt ist.

Die einzige ev. verbleibende Möglichkeit die mir einfällt wäre eine Art 
BruteForce-Attack auf den CAN-Bus. Muss mich genauer in das Thema 
einlesen, aber wahrscheinlich wird das zu langwierig sein.
Werde auch mal mit dem Oszi am CAN-Port schauen, ob der PIC-µC selber 
auch sendet, sodass das Paket analysiert werden kann, oder ob er nur 
lauscht.

Falls die Ansteuerung mit CAN nichts wird, dann wäre die mittlere 
Anzeigetafel mit der Laufschrift schon mal aus dem Rennen und so nicht 
in Betrieb zu nehmen. Dann bliebe nur mehr die Leuchten direkt per I2C 
anzusteuern.

von N. M. (mani)


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TQFP ist relativ human zu löten wenn man's kann.
Mit entsprechenden Equipment könnte man auch einen neuen (nackten) PIC 
drauf löten.
Dann könntest du ein eigenes Programm schreiben und im Notfall wieder 
das Original zurück bestücken.

Klar, ist etwas aufwändiger.

von Dieter S. (ds1)


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Wolfgang K. schrieb:
>
> Die einzige ev. verbleibende Möglichkeit die mir einfällt wäre eine Art
> BruteForce-Attack auf den CAN-Bus. Muss mich genauer in das Thema
> einlesen, aber wahrscheinlich wird das zu langwierig sein.

Zuerst könnest Du schauen ob der PIC CAN Messages verschickt, falls ja 
kann man daraus schon mal die Bitrate bestimmen.

Falls nicht könntest Du selber CAN Messages mit unterschiedlicher 
Bitrate schicken (die Message-ID ist erst einmal nicht wichtig), wenn 
die Bitrate stimmt sollte ein CAN Acknowledgement für den Empfang der 
Message vom PIC kommen, auch wenn die Message-ID nicht passt.

Kennt man die Bitrate könnte man alle 11-Bit Message-IDs durchprobieren 
und schauen ob etwas passiert bzw. eine Antwort zurückkommt. Ich würde 
nicht erwarten dass man hier 29-Bit Message-IDs verwendet.

Ob man damit mit vertretbarem Aufwand zum Ziel kommt ist eine andere 
Frage.

Wobei das Ansteuern der LEDs per I2C sehr wahrscheinlich nicht so 
kompliziert ist. Man könnte im ersten Schritt den PIC im Reset halten 
und mit einem eigenen Mikrocontroller den I2C Bus ansteuern, damit 
sollte sich relativ schnell herausfinden lassen wie die LEDs verschaltet 
sind.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang K. (koksi)


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Weiß jemand welcher Chip das ist?
Schaut nach einem MOSFET aus, finde aber nix darüber.

International Rectifier P911G

von Sascha S. (dec)


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IRF7342

Grüße

Beitrag #7695605 wurde vom Autor gelöscht.
von Wolfgang K. (koksi)


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Danke

Hätte ich nach der anderen Nummer gesucht... gg

von Wolfgang K. (koksi)


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Folgender Zwischenstand:

Mein Plan ist es nun die Signale am CAN-Bus auszuwerten/mitzuschneiden 
um weitere Infos zu erhalten. Gleichzeitig ist es ein Ansporn mich mal 
genauer mit CAN auseinanderzusetzen. Weitergearbeitet daran wird, sobald 
es die freie Zeit zulässt.


Folgende Erkenntnisse derweil:

Versorgen der Platine mit 12V aktiviert alle nachgeschaltenen 
12V-Abgänge, bringt aber keine 3,3V Versorgung zum µC und dadurch 
logischerweise kein Signal am CAN. Durch Versorgen des µC direkt mit 
3,3V vom Programmierstecker aus werden Signale am µC in Richtung MCP2551 
(CAN-Transceiver) ausgegeben, somit ist der µC mal in Ordnung.
Nach dem Studieren der Platine wurde herausgefunden, dass die 
3,3V-Versorgung über eine Transistor-FET-Kombination eingeschaltet 
werden muss. Interessanterweise wird diese aber von einem Pin des µC 
gesteuert, welcher aber zu Beginn ja noch nicht läuft. Das Gate des FET 
ist aber gleichzeitig mit dem Kollektor des Ausgangs eines TLP291-4 
verbunden. Es sieht so aus als ob dies der Initial-Impuls zum Starten 
sein soll und dann sobald der µC läuft dieser sich selber am Leben 
erhält. Hier muss ich noch weiterschauen, wie es bei dem TLP291-4 
weitergeht.

Was mich vorab interessieren würde ist, was die Bauteile mit der 
Bezeichnung FE darstellen, hier konkret FE4. Ist das eine Sicherung für 
den IO-Pin des µC?

von Hubert G. (hubertg)


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Wolfgang K. schrieb:
> hier konkret FE4

Ferrit Bead

von Dieter S. (ds1)


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Wolfgang K. schrieb:

> Es sieht so aus als ob dies der Initial-Impuls zum Starten
> sein soll und dann sobald der µC läuft dieser sich selber am Leben
> erhält. Hier muss ich noch weiterschauen, wie es bei dem TLP291-4
> weitergeht.

Falls es außer dem CAN-Bus keine weitere Steuerleitung zum BCT3000
Controller gibt könnte eventuell Aktivität auf dem CAN-Bus die 
Spannungsversorgung des Mikrocontroller einschalten.

von Stephan S. (uxdx)


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Der gute alte 'sprut' hat für sein Programmiergerät Brenner8 eine 
Software namens US-Burn geschrieben, die kann auch disassemblieren, ob 
für den PIC18F4580 kann ich mangels diesem PIC nicht testen.

von Wolfgang K. (koksi)


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Hubert G. schrieb:
> Wolfgang K. schrieb:
>> hier konkret FE4
>
> Ferrit Bead

Danke

von Wolfgang K. (koksi)


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Stephan S. schrieb:
> Der gute alte 'sprut' hat für sein Programmiergerät Brenner8 eine
> Software namens US-Burn geschrieben, die kann auch disassemblieren, ob
> für den PIC18F4580 kann ich mangels diesem PIC nicht testen.

Leider ist der PIC gesperrt und nicht auslesbar.

von Wolfgang K. (koksi)


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Dieter S. schrieb:
> Wolfgang K. schrieb:
> Falls es außer dem CAN-Bus keine weitere Steuerleitung zum BCT3000
> Controller gibt könnte eventuell Aktivität auf dem CAN-Bus die
> Spannungsversorgung des Mikrocontroller einschalten.

Werd ich mir mal ansehen wo der Optokoppler sein Signal herbekommt.

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