Forum: Offtopic Technikdarstellung in Serien und Filmen


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von Darius (dariusd)


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Hallo

Technik- und Softwareanwendung wird ja in Serien und Filmen oft 
dramatisiert bis verfälschend dargestellt - ob es an den mangelnden 
Wissen der Autoren oder an den Publikumserwartungen liegt, welche 
erfüllt  werden(werden müssen?)  sei mal einfach dahingestellt.
Meine Frage:
In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real 
(passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt - und ich 
meine jetzt keine Filme und Serien, die sich bewusst in ein technisches 
Thema beschäftigen, sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung 
einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

Nebenbei:
Gibt es eigentlich "Arzt" und "Schulserien" in dem es um die 
eigentlichen Arbeitsinhalte oder das Lernen geht - also keine (!) 
Herzschmerz, keine Mobbings und "erwachsen werden" Storys, kein 
"Dokumentation" eines "Helden" sondern mehr so eine Art "Jobbeobachtung" 
mit Erklärung der "technischen" Vorgänge ohne Dramatisierung, ohne 
"menscheln"?

: Bearbeitet durch User
von Martin H. (horo)


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Darius schrieb:
> Publikumserwartungen

Vor allem „erwartet“ das Publikum bei geheimer Technik 
Analog-Oszilloskope, die einen durchlaufenden Sinus oder als Steigerung 
eine sich drehende Lissajous-Figur zeigen. Ich habe selber einmal vor 
Jahren unseren Messbulli (Entwicklung Fahrzeugantenne) für Filmaufnahmen 
einer Vorabendserie zur Verfügung gestellt und sollte genau diese Dinge 
zeigen. Gegenüber dem Requisiteur konnte ich dann mit dem Argument, dass 
die Funkgeräte am Set zu sehr stören würden, den SA durchsetzen, das 
erschien mir dem Narrativ der Observation angemessener.

von Harald K. (kirnbichler)


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Darius schrieb:
> Gibt es eigentlich ...

Sehr sicher nicht. Es geht um Unterhaltung, und Unterhaltung bezieht 
sich auf Dinge, die Menschen tun, und nicht auf technische Details, die 
die meisten Menschen eh' nicht verstehen.

Für "uns" als technikaffine Menschen könnte jemand, der tatsächlich 
sinngebend an einem Oszilloskop herumschraubt, auch interessant sein, 
aber für das überwiegende Publikum von Filmen, Vorabend- und sonstigen 
Serien ist es das nicht. Dem fehlt der nötige Sachverstand.

Und das gleiche trifft auf das zu, was Lehrer im Alltag machen, oder 
auch das, was Ärzte im Alltag machen. Das verstehen die wenigsten, oder, 
da es sich ja auch um Interaktion mit anderen (Schüler oder Patienten) 
handelt, erzeugt eher Widerwillen gegenüber den Schülern & Patienten.

Abgesehen von seinem Arzt interessiert sich niemand für die 
Hautkrankheiten von Ewald Globsow, oder für die Leseverständnisprobleme 
von Robbin Schlombowski.

Für Leute, die gerne anderen beim Am-Oszilloskop-Herumschrauben zusehen, 
gibt es entsprechende Spartenkanäle auf Videoportalen à la Youtube.

Vielleicht gibt es ja auch Hautkrankheiten-Kanäle, oder "ich check' das 
nicht"-Leselernschwächenkanäle. Aber die dürften für die sehr große 
Mehrheit genauso spannend sein wie das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PLOPygVcaVE

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Hautkrankheiten-Kanäle

Dr. Pimple-Popper

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Gibt es eigentlich "Arzt" und "Schulserien" in dem es um die
> eigentlichen Arbeitsinhalte oder das Lernen geht - also keine (!)

Das zweitbeste Krankenhaus der Galaxie!

Vanye

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Darius schrieb:
> sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung
> einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

Da wir wohl auch deshalb gerne was Fiktives verwendet, um nicht gleich 
als "Schleichwerbung" angeprangert zu werden (oder eben nur, wenn die 
dargestellten Firmen auch entsprechend viel dafür zahlen). Dann noch der 
Ärger mit Firma A, weil du das Produkt der Firma B verwendet hast und 
ihres dadurch benachteiligt hast usw.

Deine Frage wäre bei Anwälten, deren Fachgebiet sowas ist, fast besser 
aufgehoben. Die wissen wo ihre Mandanten (Filmproduktion, Fernsehsender 
usw.)  schon alles irgendwann mal verklagt worden sind.
Mit frei zugänglichen Lehrfilmen über Medizin könntest du wohl ganzen 
Generationen von Anwälten ihr Einkommen sichern.

von Darius (dariusd)


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Hallo

na ja Youtube und seine "Nerd" ;-) Videos nutze ich intensiv.
Aber gerade wegen meinen Erfahrungen und den jeweils üblichen Genre 
typischen Storys (auch Roadmovies und "Kunstfilme" sind erschreckend 
gleichartig in der Story da ändern Filmförderung und Anspruch auch nur 
selten was dran - leider) hatte ich auf Hinweise auf Ausnahmen und 
positive Beispiele gehofft...

Wobei

https://www.youtube.com/watch?v=PLOPygVcaVE

1,7 Millionen Aufrufe...

Also soooo langweilig kann das dann doch nicht sein ;-)


Das sind etwa 1,6 Millionen mehr Aufrufe als es aufwendig und gut 
gemachte Videos aus meinen Interessensbereich und von "meinen" Kanälen 
in der Spitze bringen...
Oft aber auch 1,698 Millionen mehr Aufrufe.
Wobei ich annehme, dass "meine" (unsere) Videos im "meinen" (unseren) 
Themenbereichen aber dann auch konzentriert und vollständig -was auch 
mal mehr als 60 Minuten sein kann, angeschaut und nachvollzogen 
werden...

Als nur ein Beispiel eines solchen Kanals
https://www.youtube.com/watch?v=pYq1R81d6Us

Selbst Medienstars (Na ja - Nerdstars ...) und relative Massenthemen 
(Relativ...)
können bei Anspruch und Qualität des Inhalts nicht mit trockender Farbe 
mithalten...
https://www.youtube.com/watch?v=dxJzD8pWwHM

: Bearbeitet durch User
von Martin H. (horo)


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Ein dankbares Genre sind „Weltraumfilme“ mit einer 
wissenschaftlich-technischen Bandbreite von furchtbar (Star Wars) bis 
ganz ordentlich (Der Marsianer). Auch „Das Boot“ von Petersen und „The 
Wolf’s Call“ fokussieren auf den Umgang mit der Technik, während auf der 
anderen Seite z.B. „Unternehmen Petticoat“ das ernste Kriegs-Thema zu 
einer Untersee-Farce verkommen lässt - trotzdem unterhaltsam. Ich habe 
jetzt bewusst Trash wie das großartige Epos „Mars Attacs“ sowie B- und 
C-Movies außer Acht gelassen.
Ganz zu schweigen von „Elektrothemen“, in denen Menschen auf großen 
geerdeten Metallstrukturen stehen und sterben, sobald ein 
funkensprühendes durchtrenntes Kabel diese Struktur berührt - wie auch 
„Computerthemen“, in denen Hacker mit Hoodie und Sonnenbrille im dunklen 
Keller sitzen und auf dem Monitor ein Hexdump durchläuft und 
Verschlüsselungen generell erraten werden - erbärmlich!

von Cyblord -. (cyblord)


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Martin H. schrieb:
> anz ordentlich (Der Marsianer)

Wie kommst du darauf? Bei dem Film ist doch alles lächerlich.

Angefangen vom unmöglichen Sandsturm am Anfang, bis zum Anbauen von 
Kartoffeln in Marserde.
Dann Ausgraben eines alten Rovers und Nutzung zur Kommunikation. Alles 
komplett lächerlich.

von Le X. (lex_91)


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Darius schrieb:
> In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real
> (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt - und ich
> meine jetzt keine Filme und Serien, die sich bewusst in ein technisches
> Thema beschäftigen, sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung
> einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

In so gut wie allen.

Jedesmal wenn jemand telefoniert, jedesmal wenn jemand im Hintergrund 
zum Drucker läuft, jedesmal wenn jemand sein Auto anlässt wird die 
korrekte Verwendung von Technik gezeigt.

Die Fälle wo Technik nicht der Wirklichkeit entsprechend verwendet wird 
sind eher die Ausnahme, fallen einem technikaffinen Puplikum aber umso 
stärker auf.
Beliebte Beispiele sind wenn jemand eine Datenbank hackt, wenn jemand 
übers Internet Ampeln lahmlegt, wenn jemand im Hobbykeller irgendwelche 
Wundermaschinen konstruiert.

Andererseits, Technik in Filmen sind plot devices, d.h. sie dienen dazu 
die Handlung voranzutreiben. Solange das ganze einigermaßen rund erklärt 
wird oder in den Kontext des Settings passt habe ich kein Problem damit.
(Suchbegriff: willing suspension of disbelief)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Wenn es um Sprengstoffe geht, stimmt im Film überhaupt nichts mehr.

von Le X. (lex_91)


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Cyblord -. schrieb:
> Angefangen vom unmöglichen Sandsturm am Anfang, bis zum Anbauen von
> Kartoffeln in Marserde.
> Dann Ausgraben eines alten Rovers und Nutzung zur Kommunikation. Alles
> komplett lächerlich.

Zur Ehrenrettung des Marsianers muss man sagen dass das Buch all dies 
wesentlich genauer erklärt als der Film
Da wird, wenn ich mich recht erinnere, viele Seiten lang auf die 
Kartoffelzucht eingegangen und wie der Protagonist wochenlang 
Mutterboden mit Hilfe seiner Kacke und Essensresten erzeugt.
Da sind sogar Rechnungen enthalten wieviel Energie und Platz notwendig 
ist um genug Kartoffeln für seinen Energiebedarf zu züchten.

Das einzige was wirklich garnicht geht ist besagter Sandsturm, aber der 
ist halt notwendig um die Story anzustoßen, so what.

: Bearbeitet durch User
von Darius (dariusd)


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Hallo

Vanye R. schrieb:
> Das zweitbeste Krankenhaus der Galaxie!

Die Serie gibt es ja tatsächlich...

Wenn auch ganz bestimmt nicht an realer Technik und Medizin angelehnt so 
ist sowas schon eher (aber mehr als Ironie, Satire) was ich mag.
Schade das Erwachenenanimationsserien fast alleine dieses Feld bedienen 
und in "Realfilm" es fast nichts (außer weniger "Scince" Fictionserien 
und noch weniger Kinofilme die sich selbst und das Genre nicht ernst 
nehmen) geboten wird.

Aber ich schweife von meiner eigenen Frage ab...

von Martin H. (horo)


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Cyblord -. schrieb:
> bis zum Anbauen von Kartoffeln in Marserde.

Warum es trotzdem geht:

https://www.youtube.com/watch?v=jcciYoBVTmM

Einige Links von YT:

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0019103520304061

Development of martian regolith and bedrock simulants: Potential and 
limitations of martian regolith as an in-situ resource

https://hdl.handle.net/10568/89608

Ramírez, D.A.; Kreuze, J.; Amoros, W.; Valdivia-Silva, J.E.; Ranck, J.; 
Garcia, S.; Salas, E.; Yactayo, W. 2019. Extreme salinity as a challenge 
to grow potatoes under Mars-like soil conditions: targeting promising 
genotypes. International Journal of Astrobiology. ISSN 1475-3006. 18:1. 
pp. 18-24

https://www.themartiangarden.com/

Do-it-yourself

von Martin H. (horo)


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Le X. schrieb:
> Das einzige was wirklich garnicht geht ist besagter Sandsturm, aber der
> ist halt notwendig um die Story anzustoßen, so what.

Das ist tatsächlich der Schwachpunkt im Buch und Film, aber zumindest 
können Tragflügler in der dünnen Atmosphäre fliegen. Spaßigerweise haben 
es sogar ein paar Bytes von mir in die Ingenuity-Software geschafft, 
dafür gibt es bei GitHub ein Badge :)

https://github.com/Ho-Ro?achievement=mars-2020-contributor&tab=achievements

von Mladen G. (mgira)


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Darius schrieb:
> In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real
> (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt - und ich
> meine jetzt keine Filme und Serien, die sich bewusst in ein technisches
> Thema beschäftigen, sondern alles das wo Technik- und Softwareanwendung
> einfach als "Werkzeug" der Handelnden und Story vorkommt.

Silicon Valley
Ab und zu sieht dann da auch Standups, ist aber halt sehr humorvoll und 
bezieht sich darauf wie die "tech scene" im Silicon Valley funkioniert.. 
nur auf Englisch soweit ich weiss

https://www.youtube.com/watch?v=P-hUV9yhqgY



Ansonsten noch Mr. Robot
Da ist der Protagonist schwer Drogenabhängig, Schizophren und in der 
Freizeit Terrorist, typischer SW Entwickler halt ;)

https://www.youtube.com/watch?v=30Vxan61HbQ

von Bruno V. (bruno_v)


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In Kriegsfilmen wir sehr oft versucht, die Technik genau nachzubilden. 
Inclusive der Blauen Flecken bei dem und dem Gewehr. Selbst da gilt:a

●DesIntegrator ●. schrieb:
> wenn es um Sprengstoffe [Explosionen] geht, stimmt im Film überhaupt nichts 
mehr.

Filme überzeichnen. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir z.B. 
private Dialoge als natürlich empfinden, obwohl sie mit RL nichts gemein 
haben.

Und Filme müssen verkürzen. Der DNA-Test in Stunden, der Computer-Hack 
in Sekunden. Auch das ist überzeichnen. I.d.R. kann man sich Detailtreue 
nur für Nebensächlichkeiten leisten. Wir wollen kein Foto der 
Wirklichkeit, sondern diese Porträts für 10€ am Eifelturm, wo die 
Besonderheiten mit wenigen Strichen so überzeichnet werden dass man die 
Person (im Film Situation) schon von weitem erkennt.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bruno V. schrieb:
> Und Filme müssen verkürzen.

Man hätte "Terminator 2" erheblich kürzer machen können.

Also wenn ICH den T1000 zu Krümel geschossen hätte,
hätte ich nicht erst gewartet bis der wieder auftaut.
ich hätte den GLEICH in die Stahlschmelze geschaufelt.

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Also wenn ICH den T1000 zu Krümel geschossen hätte,
> hätte ich nicht erst gewartet bis der wieder auftaut.
> ich hätte den GLEICH in die Stahlschmelze geschaufelt.

Wie lange hat es gedauert bis der wieder zusammengebaut war? Das waren 
Sekunden.

Allerdings hätte ich bei der Verfolgungsjagd das Stück vom T1000 das am 
Auto hing, nicht rausgeworfen und ihm so wieder zugänglich gemacht.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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> Sprengstoffe
dazu fällt mir ein Film mit Robin Renucci ein, als Erfinder eines 
"zweidimensionalen" Sprengstoffs. Auf dem Tisch steht eine Glasflasche, 
es knallt, die Flasche steht immer noch da, ist aber horizontal 
durchtrennt, beide Teile stehen noch aufeinander. Man sieht es erst, als 
er den oberen Teil abnimmt.
Solche "Schneidsprengungen" sieht man sonst bei den üblichen 
Reklamefilmen von "Demolition Inc." und anderen, wenn sie mal wieder ein 
hohes Gebäude umlegen.

von Peter N. (alv)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Auf dem Tisch steht eine Glasflasche,
> es knallt, die Flasche steht immer noch da, ist aber horizontal
> durchtrennt, beide Teile stehen noch aufeinander.

Sowas ähnliches kommt auch in vielen Schwertfilmen vor...

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Solche Schwerter tagen dann auch Namen wie "Excalibur".
Aber Darius verlangte ja langweilige Realitätsnähe. Wir hatten hier 
schon mal einen Thread zu Ingenieuren im Film, schon einige Jahre her. 
Hardy Krüger mit "Spielflugzeugen", Adriano Celentano als Glas-Erfinder 
und Kim Basinger mit Lötkolben u.a.

von (prx) A. K. (prx)


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Nicht-Technik wird auch verschludert. So wie die Schauspieler mit ihren 
angeblich gefüllten Kaffeetassen umgehen, wären sie in Nullkommanix 
eingesaut. Egal wie gut Schauspieler schauspielern - das machen sie 
garantiert falsch.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Nicht-Technik wird auch verschludert. So wie die Schauspieler mit ihren
> angeblich gefüllten Kaffeetassen umgehen, wären sie in Nullkommanix
> eingesaut.

Leere Koffer erkennt man auch recht gut.

Dann sind wir aber auch recht schnell nicht nur bei Regiefehlern
sondern auch bei falschem Bildmaterial das man in den angeblichen 
Wahrheitsnachrichten bekommt.

z.B. weist man immer darauf hin,
wenn ein Interview vorher aufgezeichnet wurde.
Soviel Wahrheit soll also sein.

gut.

Dann könnte man allerdings auch verlangen, dass eingeblendet oder 
erwähnt wird,
wenn ein Clip spiegelverkehrt gezeigt wurde oder ein anderer Clip
mal wieder rückwärts lief.

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


Angehängte Dateien:

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Mr. Robot (Serie) - die Hacking Szenen sind möglichst realistisch 
gehalten; was natürlich aus dramaturgischen Gründen nicht immer gelingt. 
Das Linuxgeplänkel mit Tyrell Wellick ist beispielsweise zum 
fremdschämen. Trotzdem ist die Serie Kult geworden. Mit FS0C131Y ist es 
wie mit Anonymous - jeder kann sich darunter verstehen, so ist es schon 
fast peinlich damit in Verbindung gebracht zu werden.

https://www.youtube.com/watch?v=67gYEK4FtzA

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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https://www.imdb.com/title/tt0107927/mediaviewer/rm3231024641/
Alles sehr realitätsnah, Lötstation, Leuchtlupe und Kim Basinger in 
kreativer Unordnung auf dem Basteltisch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Karen_McCoy_%E2%80%93_Die_Katze

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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"Hackers" (1995) ist ein absoluter Klassiker in dem Genre. Bei dem ist 
gar nichts realistisch. Das "Hacken" ist aber super trashig im Stil der 
90er visualisiert. Trotzdem macht er Spaß.
Und mit einer noch relativ unbekannten und barbusigen Angelina Jolie.

: Bearbeitet durch User
von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Zur ursprünglichen Frage:

Darius schrieb:
> In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real
> (...) dargestellt

Jurassic Park, 1993: https://www.youtube.com/watch?v=dFUlAQZB9Ng

"It's a UNIX system! I know this!"

Der in dieser Szene abgebildete 3D File Explorer existierte tatsächlich 
für IRIX-Systeme: 
https://www.reddit.com/r/MovieDetails/comments/89p4n4/in_jurassic_park_the_infamous_its_a_unix_system_i/

von (prx) A. K. (prx)


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Was wollte ihr? In früheren Filmen war der C64 immer echt. Nur meist 
nicht als solcher dargestellt, sondern tarnte sich als Mainframe oder 
so.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ach Filme...
was heute in Youtube Videos für Technik gezeigt wird,
kann oft auch nicht angehen.

von Le X. (lex_91)


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Cyblord -. schrieb:
> "Hackers" (1995) ist ein absoluter Klassiker in dem Genre. Bei dem ist
> gar nichts realistisch. Das "Hacken" ist aber super trashig im Stil der
> 90er visualisiert. Trotzdem macht er Spaß.
> Und mit einer noch relativ unbekannten und barbusigen Angelina Jolie.

Achso, deswegen musste also in "Password: Swordfish" unbedingt die Szene 
mit Halle Berry rein.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Mainframe

Wo, in welchem Film?

Ich habe das hier gefunden: 
https://www.c64-wiki.de/wiki/Klassische_Computer_in_Filmen_und_Serien

Da gab es sogar in "Blade Runner" einen C64, der einfach irgendwo 
rumstand - aber leider nicht als Mainframe.

von Cyblord -. (cyblord)


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Le X. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> "Hackers" (1995) ist ein absoluter Klassiker in dem Genre. Bei dem ist
>> gar nichts realistisch. Das "Hacken" ist aber super trashig im Stil der
>> 90er visualisiert. Trotzdem macht er Spaß.
>> Und mit einer noch relativ unbekannten und barbusigen Angelina Jolie.
>
> Achso, deswegen musste also in "Password: Swordfish" unbedingt die Szene
> mit Halle Berry rein.

Ja, ich wette die wollten hier nicht zurückstehen ;-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Ich sehe schon gute Gründe für die Dramatization von Technik-Effekten. 
Ich denke da mal an den Film mit WOPR (War Games) drin, wo WOPR 
akribisch versuchte die Launch Codes für die Atomvergeltungswaffen zu 
entschlüsseln. Da passte das ganz gut rein. Übrigens, War Games ist 
sonst ein ganz spannender Film.

Oder im Film "Dr. Strangelove" mit dem infamen CRM-114

https://en.wikipedia.org/wiki/CRM_114_(fictional_device)

Ganz toll fand ich den Zeitzünder mit den tollen Lamellen Display im 
James Bond Film "Goldfinger". Das sah für die damalige Zeit, recht toll 
aus.

https://www.youtube.com/watch?v=Bx9621xMI48

Ich bin der Ansicht, daß man diese Art Übertreibungen eher als 
literarisches Werkzeug des Autors ansehen sollte und nicht unbedingt 
(immer) fachmännisch kritisieren sollte. Es sei denn, man macht sich 
einen Sport daraus.

Gerhard

von Monk (roehrmond)


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In der Netflix Serie "Völlig zerstört" steht in einem Bootshaus ein 
alter Computer, den sie C64 nennen. Er hat ein analoges Modem mit den 
typischen Geräuschen und Windows 2000.

Da passt nichts zusammen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Den alten Thread habe ich nicht gefunden, aber hier noch einer von 2012:
Beitrag "Film Ingenieure"

von Monk (roehrmond)


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Monk schrieb:
> Da passt nichts zusammen.

Die Szene hat noch einen Fehler. Mit dem alten Windows 2000 ruft die 
nerdige Hackerin (immer mit Brille, ist ja klar) die Webseite einer 
Immobilienbörse auf. Die Szene Spielt im Jahr 2023.

Das geht gar nicht, Windows 2000 ist dafür zu alt.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Darius schrieb:

> Meine Frage:
> In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real
> (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt

"Hidden figures", 2016 - Dazu gibt es auch einen Artikel wie das 
passende Scope (Tek 545B) dazu organisiert wurde, aber die Filmemacher 
haben dann doch auf CGI zurückgegriffen.
* Film-Ausschnitt: https://youtu.be/nWeCJTyho8Y?t=55
* Artikel zu der "Requisitenausstattung" (u.a. IBM 704): 
https://vintagetek.org/hidden-figures/

Als beispiel für (Über-) Dramatisierung könnte man "Contact", 1997, 
erwähnen, wobei die damalige Radioastronomy und ihre (sun?)-Workstations 
schon realistisch dargestellt wurden (IMHO):
* https://youtu.be/u4iNWKfE-0k?t=57
* https://www.youtube.com/watch?v=YM5MRUHi-gU

Ach ja, der Klassiker (Star Trek IV, 1986):
* https://youtu.be/3bCAUa0GEZQ?t=144

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Frank M. schrieb:
> Wo, in welchem Film?

Der Kram, den man auf Displays zu sehen bekam, entstammte oft einem C64.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Le X. schrieb:
> Jedesmal wenn jemand telefoniert, jedesmal wenn jemand im Hintergrund
> zum Drucker läuft,

Beim Telefonieren hört man manchmal den Gegner, manchmal nicht, so wie 
es gerade passt. Das gleiche mit den Signalen: Wählen, 1 Sekunde Warten, 
der andere meldet sich aber man hört nix, blabla bla, ein doofer Satz, 
dann hört man das tut tut tut. Komisch...
Und Drucker sind oft rasend schnell, gern auch mit lustigen Geräuschen: 
Xerox Farb-Nadeldrucker mit ca. 5 Sekunden pro Seite ;)

●DesIntegrator ●. schrieb:
> Wenn es um Sprengstoffe geht, stimmt im Film überhaupt nichts mehr

Der Klassiker: Die Tretmine, die erst klickt, damit man weiß das man 
gleich dran ist.
Und Chloroform: Lappen anfeuchten, eine Sekunde ans Gesicht halten, 
Stundenlang Ruhe.

Gerhard O. schrieb:
> Ganz toll fand ich den Zeitzünder mit den tollen Lamellen Display im
> James Bond Film "Goldfinger". Das sah für die damalige Zeit, recht toll
> aus.

Und die ganzen sich sinnlos drehenden Teile...
Das Display war doch so eins mit hintereinanderliegenden Platten mit 
eingefrästen Ziffer, die von der Kante her beleuchtet wurden? Vom Look 
her ein wenig wie Nixieröhren, aber mit Glühbirne dran statt 
Glimmentladung.

Sehr schön auch: Jede Bombe hat einen Zeitzünder, der eine Blink-LED 
hat, und jede Sekunde piept.
Dann weiß der Gegner wenigstens das es gleich knallt...

von Alexander (alecxs)


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würde ich bei einer Zeitzünderplatine serienmäßig vorsehen. und den 
klassischen blauen Draht der die Zeit schneller laufen lässt wenn man 
ihn kappt

von Jens M. (schuchkleisser)


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Neee
Erst ein paar Sekunden stehen bleiben, dann auf 00:10 springen und 
weiter gehts.
Wenn schon unter 0:10 war auf 0:03, wenn unter 0:03 war direkt knallen.

von Marcel V. (mavin)


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Cyblord -. schrieb:
> Allerdings hätte ich bei der Verfolgungsjagd das Stück vom T1000 das am
> Auto hing, nicht rausgeworfen und ihm so wieder zugänglich gemacht

Ich hätte das abgebrochene Stück noch nicht einmal angepackt. Denn so 
konnte der T1000, in der Schlussszene im Stahlwerk, problemlos die 
Gestalt des Jungen annehmen und somit die Mutter des echten Jungen 
täuschen.

Dass man an den T1000 nicht einfach so ohne Sicherheitshandschuhe 
dranpacken darf, wussten sie ja schon seit dem der Hund "Wulfi" tot ist.

Aber gut, der Junge konnte ja nicht wissen, dass das abgebrochene Teil 
wieder flüssig wird und zum Besitzer zurückfließt und mit ihm 
verschmilzt.

von Peter N. (alv)


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Alexander schrieb:
> würde ich bei einer Zeitzünderplatine serienmäßig vorsehen. und den
> klassischen blauen Draht der die Zeit schneller laufen lässt wenn man
> ihn kappt

Wie man Zeitbomben mit vielen bunten Drähten korrekt entschärft, kann 
man in einem der Wixxer-Filmen sehen. :)

Was mich bei bei Technik in Serien immer extrem nervt, ist zeitliche 
Inkonsistenz.

Bests Beispiel:
Raumschiff Enterprise (TOS).
Röhrenmonitore, viele blinkende Lichter, klobige Schalter...

Star Treck - Enterprise. Spielt zeitlich vor TOS.
LCD-Monitore, Tastaturen, insgesamt moderner aussehende Technik. >:(

von Jobst Q. (joquis)


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Peter N. schrieb:
> Was mich bei bei Technik in Serien immer extrem nervt, ist zeitliche
> Inkonsistenz.

Kann aber auch Absicht sein. Die Rechenzentren in Brazil von Terry 
Gilliam sind da unübertroffen.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Kann aber auch Absicht sein. Die Rechenzentren in Brazil von Terry
> Gilliam sind da unübertroffen.

Rechenzentren? Du meinst die Offices oder amtlichen Schreibstuben:
https://www.youtube.com/watch?v=V-yXL-LDMyg

BTW: Ich stimme zu, ästhetisch ein sehr empfehlenswerter Film. Auch wenn 
er schon 1985 gedreht wurde. Und irrigerweise als Komödie vermarktet 
wurde.

* https://www.youtube.com/watch?v=KZ-SdU53MnY
* https://youtu.be/Jr3eIAIFyo8?t=27
* https://youtu.be/r8nOHncFziw?t=108
* https://youtu.be/y6u11DbZHrY?t=12

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Ach ja, der Klassiker (Star Trek IV, 1986):
> * https://youtu.be/3bCAUa0GEZQ?t=144

Der Scheff- äh.. Schiffs-Ing kennt die Technik-Historie nicht,
aber der Bordarzt weiss wie man den Composter bedient.

von Darius (dariusd)


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Hallo

Peter N. schrieb:
> Was mich bei bei Technik in Serien immer extrem nervt, ist zeitliche
> Inkonsistenz.
>
> Bests Beispiel:
> Raumschiff Enterprise (TOS).
> Röhrenmonitore, viele blinkende Lichter, klobige Schalter...
>
> Star Treck - Enterprise. Spielt zeitlich vor TOS.
> LCD-Monitore, Tastaturen, insgesamt moderner aussehende Technik. >:(

Nun ja - echte Vorhersagen können SF Filme und Serien halt auch nicht 
machen.
Vielmehr sind sie letztendlich oft nur eine Beschreibung des "heißen 
Scheiß", des Design und den akzeptierten Techniken (Atomkraft in den 
50-60er "Hui" danach "Pfui" und "Schlechte Laune" Thema)  aus der Zeit, 
aus der sie stammen.

Besonders gut sieht man das an der, zugegeben sehr Selbst- und 
Zeitironischen (frühe 2000er)  Serie Futurama, die, obwohl sie im in den 
Nuller Jahren des 31. Jahrhundert spielt, mittlerweile eher ein 
"nostalgischer" Rückblick auf die Technik, die US-Politik  und das 
soziale Großstadtleben der späten 1990 Jahre und der frühen 2000er ist

Was ich aber vermisse, ist eine intelligente positive Darstellung von 
Technik und ihrer Auswirkung im filmischen und Serienbereich der im 
jetzt spielt und erst recht in SF Filmen.
Die positiven Utopien fehlen im Filmgeschäft und wohl auch den meisten 
Büchern.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Oder in den 60ern die "Jetsons". Ich erinnere mich an die Klage, dass 
die Finger vom vielen Knöpfchendrücken schmerzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Jetsons (ab 1962)
Analog zum Tennisarm müsste man heute über den Mausfinger klagen.

: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


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Detailverliebt sind auch die im mittelalterlichem Stil gehaltenen 
Armaturen und Instrumente aus dem Film "Die Zeitmaschine" von 1960 mit 
Rod Taylor in der Hauptrolle.

https://youtu.be/E9LDido_7Z8?si=-3a0fBE0eTPM6gTz

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Es gab auch von Fred Feuerstein das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mister_Feuerstein_lebt_gef%C3%A4hrlich
Fred ersetzt einen Geheimagenten der ihm sehr ähnlich sieht. Der hat die 
üblichen James-Bond-Technikspielereien (auf steinzeitlich getrimmt).
Ich erinnere mich an eine Armband-Sonnenuhr mit integriertem 
Sprechfunkgerät.

von Bernhard K. (bkom)


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Auch aus der Vergangenheit - 1958: M. Hulot - Mon Oncle und der Kampf
mit der futuristischen Küche:
https://youtu.be/ooDnlVj7QvM?t=2210

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von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Marcel V. schrieb:
> Detailverliebt sind auch die im mittelalterlichem Stil gehaltenen
> Armaturen und Instrumente aus dem Film "Die Zeitmaschine" von 1960 mit
> Rod Taylor in der Hauptrolle.

Das ist nicht mittelalterlich, das ist Steampunk.

von Peter N. (alv)


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Darius schrieb:
> Nun ja - echte Vorhersagen können SF Filme und Serien halt auch nicht
> machen.

Hier geht es ja nicht um Vorhersagen.
Mit Enterprise TOS (spielt ca. 2300) haben sie eine Technik geschaffen, 
wie man sei sich eben in den 60er vorgestellt hat.

Star Treck - Enterprise wurde viel später gedreht, spielt aber zeitlich 
vor TOS.
Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen 
zu lassen, um stimmig zu bleiben.

von Cyblord -. (cyblord)


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Peter N. schrieb:
> Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen
> zu lassen, um stimmig zu bleiben.

Aber warum? ENT spielt viel näher an der Gegenwart. Da machen LCD 
Screens schlicht sinn.
Das TOS eben altbackene 60er Jahre Technik zeigt sollte kein Grund sein 
das jetzt für immer so machen zu müssen.

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Peter N. schrieb:
> Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen
> zu lassen, um stimmig zu bleiben.

Vielleicht ist bei TOS (23. Jhd, wenn ich mich nicht täusche) gerade 
Retro angesagt gewesen? Vielleicht war da grad eine Generation an 
Ingenieuren am Ruder die dachte, früher war alles besser?

Cyblord -. schrieb:
> Das TOS eben altbackene 60er Jahre Technik zeigt sollte kein Grund sein
> das jetzt für immer so machen zu müssen.

Das Dilemma haben sie bei Discovery gut gelöst.
Während die Discovery innen aussieht wie ein 0815-Raumschiff aus einem 
beliebigen SF-Film erinnert die Enterprise in dieser Serie stark an TOS, 
bis hin zu dieser komischen Röhre wo Spock immer reinschaut.
Das nenn ich konsequent.
(Die Cpt.-Pike-Folgen waren ohnehin eine der wenigen Pluspunkte dieser 
Serie.)

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Es wäre also also kein Problem gewesen, die Technik wie bei TOS aussehen
>> zu lassen, um stimmig zu bleiben.
>
> Aber warum? ENT spielt viel näher an der Gegenwart. Da machen LCD
> Screens schlicht sinn.
> Das TOS eben altbackene 60er Jahre Technik zeigt sollte kein Grund sein
> das jetzt für immer so machen zu müssen.

Es gibt immer noch die Künstlerische Freiheit.

von Alexander (alecxs)


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Alles Müll und gehört nicht zusammen. The Next Generation und Star Trek 
Picard sind gerade so zueinander passend. Voyager und Deep Space Nine 
passen von der Technik her vielleicht noch mit dazu, das wars aber. Den 
Rest muss man sich nicht antun.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Darius schrieb:
> In welchen Serien und Filmen wird Technik- und Softwareanwendung real
> (passend zurzeit in dem die Geschichte spielt) dargestellt

Witzig: Die ursprüngliche Frage betraf die "reale Technik" in Serien und 
Filmen, doch der Großteil der Beiträge hier behandelt die unwirkliche 
Technik, wie Zeitmaschinen usw.

Hat der TO die Frage falsch gestellt? Oder antworten die Leute nur 
falsch darauf? Wenn ich das alles lese, fühle ich mich wie im falschen 
Film.

von Martin H. (horo)


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Frank M. schrieb:
> Hat der TO die Frage falsch gestellt? Oder antworten die Leute nur
> falsch darauf? Wenn ich das alles lese, fühle ich mich wie im falschen
> Film.

Daher Kommando: „Zurück in die Vergangenheit“ - ich werfe noch zwei 
Kriegsthemen (als Vater/Mutter aller Erfindungen) in die Runde:

„The Imitation Game“ (Enigma) und „Saboteure im Eis – Operation Schweres 
Wasser“ (Uran-Reaktor vs. Uran-Bombe), die (nicht immer geschichtstreue) 
Handlung stelt mehr die Politik und publikumswirksame Einzelschicksale 
in den Vordergrund, dennoch werden Naturwissenschaft und Technik 
zumindest als wichtig (und richtig?) dargestellt.

Bullshit-Technik wird dagegen in Heist-Movies wie „Sneakers – Die 
Lautlosen“ thematisiert, es existiert dort genau ein Superchip, keine 
Produktionsanlage, nicht einmal Entwicklungsunterlagen (die gibt es nur 
im Hirn eines Einzelnen, der ermordet wurde. In anderen Filmen ist es 
ein singulärer Speicher (Mikrofilm, Diskette, USB-Stick), der nicht 
dupliziert werden kann.

von Harald K. (kirnbichler)


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Oh, im ersten "Mission Impossible"-Film mit Tom Cruise wurde mit viel 
Aufwand ein Datenträger geklaut - ja, in der Szene, in der Tom Cruise an 
Seilen hängt.

Der Datenträger ist eine 3.5"-MO im damals noch ungewöhnlichen 
transparenten Gehäuse.

https://www.medienlegat.de/wp-content/uploads/2020/03/MO_512-e1587120303695.jpg

An anderer Stelle taucht auch eine im herkömmlichen beigen Gehäuse auf:

https://townsquare.media/site/442/files/2015/07/floppydisk.png

Anders, als der Bildtitel es einem weismachen will: Das ist keine 
"Floppydisk", sondern eine MO, was man an der abgeschrägten Ecke 
erkennen kann. Die ist nämlich bei Disketten auf der gegenüberliegenden 
Seite, und wird als Schutz davor genutzt, Disketten in MO-Laufwerke zu 
stecken.

MOs waren mal der heiße Scheiß, und sind jetzt aber mehr oder weniger 
völlig in Vergessenheit geraten, was am hohen Preis der Laufwerke und 
der eher nur langsam anwachsenden Kapazität gepaart mit eher geringer 
Geschwindigkeit gelegen haben dürfte. Die ersten 3.5-Varianten kamen mit 
128 MB auf den Markt, gefolgt von optimistisch aufgerundeten 230 und 640 
MB, um dann bei 2.6 GByte das Ende der Fahnenstange zu erreichen.

Allerdings: Die Dinger waren robust. Der einzige Fall einer defekten MO, 
den ich erlebt habe, war mechanisch bedingt (Auto drübergefahren).

von Harald K. (kirnbichler)


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von Martin L. (makersting)


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In "The Good, the Bad and the Ugly", im Dt. konsequenterweise "Zwei 
glorreiche Halunken" genannt, lernte ich, dass Revolver auch 6-kantige 
Läufe haben können. Das hatte ich vorher in keinem Western gesehen.

von Marcel V. (mavin)


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Martin L. schrieb:
> dass Revolver auch 6-kantige Läufe haben können.

Ja, damit man mit dem Maulschlüssel besser den Drall in den Lauf 
reindrehen kann ;)

🔧

von Harald K. (kirnbichler)


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von Cyblord -. (cyblord)


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Martin L. schrieb:
> In "The Good, the Bad and the Ugly", im Dt. konsequenterweise "Zwei
> glorreiche Halunken" genannt, lernte ich, dass Revolver auch 6-kantige
> Läufe haben können. Das hatte ich vorher in keinem Western gesehen.

Polygonalläufe sind nicht mal selten.

Allerdings wird in Western ja meistens eine Version des legendären 
Revolvers "Colt Single Action Army" gezeigt. Der kam erst nach 1870 
raus. Die meisten echten Ganoven damals hätten sich den um diese Zeit 
gar nicht leisten können. Standardwaffen damals waren noch Waffen aus 
dem Krieg, also Perkussionsrevolver, die tatsächlich Vorderlader sind. 
Deutlich weniger elegant im Laden als man das im Film zeigen will. Da 
kann man nicht einfach eine komplett fertige Patrone laden.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ganoven beschaffen sich Dinge auch ohne Geld

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ganoven beschaffen sich Dinge auch ohne Geld

Jaja. So wars aber halt nicht.

von Martin L. (makersting)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ganoven beschaffen sich Dinge auch ohne Geld

Nicht immer. Der zB will kein Geld von dem, sondern dass er Shortys Seil 
nicht durchschießt und mitkommt in die Wüste. Nötiger Nachdruck gelingt 
durch 6kant-Lauf. Den aber hat er sich tatsächlich ohne Geld besorgt.

: Bearbeitet durch User
von Arno H. (arno_h)


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Cyblord -. schrieb:
> Polygonalläufe sind nicht mal selten.

Das Polygon ist aber innen.

Arno

von Alexander (alecxs)



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Nur gibt es keine Hexagonkugeln die da rein passen. Ein Oktaederstumpf 
wird verklemmen.

: Bearbeitet durch User
von Marcel V. (mavin)


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Alexander schrieb:
> Nur gibt es keine Hexagonkugeln die da rein passen.

Es muss ja nicht gleich eine Hexagonkugel sein. Es genügt auch ein 
Hexagonzylinder. Im Patronenlager sollte dann eine Zentrierhilfe oder 
ein Einfühtrichter vorgebaut sein. Das macht die Sache kompliziert und 
somit effektiv müßig.

von Monk (roehrmond)


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Harald K. schrieb:
> Die Dinger waren robust

Ist das nicht die selbe Technik wie bei MiniDisk?

Mein MiniDisk Recorder und die Aufnahmen funktionieren heute noch 
tadellos.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Darius schrieb:
> Nebenbei:

Ohne menschelei würden sich das fast nur noch Leute ansehen, auf die die 
Werbung nicht wirkt und somit besteht kein Interesse von irgendjemand in 
so einen Film irgendwelches Geld zu investieren.

von Harald K. (kirnbichler)


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Monk schrieb:
> Ist das nicht die selbe Technik wie bei MiniDisk?

Recht ähnlich, zumindest. Aber im Gegensatz zur MiniDisc von vornherein 
als Datenspeicher gedacht, und mit längerfristig deutlich größerer 
Kapazität.

Auf der ceBit 1993 stellte Sony einen Versuch aus, MiniDiscs auch als 
Datenspeicher verwenden zu können, aber das war reichlich unbrauchbar - 
ein mechanisch filigranes externes Laufwerk (umfunktioniert aus einem 
mobilien MiniDisc-Player) mit einem Spezialadapter, der dann mit einem 
Spezialsteckverbinder an einen SCSI-Controller angeschlossen werden 
konnte.

Das muss ein Vorläufer von dem Ding hier gewesen sein:
https://www.minidisc.wiki/equipment/sony/misc/mdh-10

Die viel sinnvollee Variante davon kam dann zu spät oder war zu 
exotisch:

https://www.minidisc.wiki/equipment/sony/misc/mdm111-00

Zu der Zeit waren 230-MB-MOs von Fujitsu, IBM und Olympus schon recht 
weit verbreitet.

von Rbx (rcx)


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Amy und die Wildgänse ist nahe dran - früher hatten einige Comichefte 
Erklärungen, oder Material dabei. Aktuell gibt es ähnliches auf DVDs, je 
nach dem, da ist mal mehr, mal weniger Brauchbares im Zusatzangebot.
MakingOfs können z.B. spannend sein.
Der Sounddesigner von Star Wars hatte schon mit einem Digitalrekorder 
gearbeitet.

von Andi (chefdesigner)


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Martin H. schrieb:
> die einen durchlaufenden Sinus oder als Steigerung
> eine sich drehende Lissajous-Figur zeigen.

das war aber in den 60 und 70ern so. Habe ich schon lange nicht mehr 
gesehen.

Was mich irritiert sind die virtuellen Grafiken in den Abteilungen der 
KRIPO, wenn irgendwelche Karten und Portraits in den Raum gezeichnet und 
mit Sounds unterlegt werden.

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