Forum: Haus & Smart Home Mikrowechselrichter eingangsseitig regeln


von Alex (neppumuck)


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Hallo zusammen,

Ich betreibe ein Balkonkraftwerk das über einen Victron meine LiFePo4 
Akkus lädt. Davon habe ich 3 Stück in Reihe, also ungefähr 36 - 43 Volt.
Diese sind wiederum mit einem Hoymiles 800 verbunden der via Home 
Assistant geregelt wird.
Dummerweise steigen die Hoymiles, egal ob per DTU oder integriertem 
Wifi+DTU gesteuert, bei zu vielen Befehlen pro Minute aus. Darüber wurde 
bereits an anderen Stellen berichtet und auch klargestellt, dass die 
dafür nicht gemacht sind.
Ich würde gerne von der anderen Seite vorgehen: Ich würde gerne die 
zugeführe Leistung regeln. Soweit ich das verstanden habe benötige ich 
dazu ESP32 oder ESP8266 mit denen ich ein PWM Signal erzeuge. Beide 
hätte ich da.
Dann sollte das Ganze mit einem MOSFET oder IGBT und Kühlkörper und viel 
gebastel...
Ich dachte, ich frage mal lieber hier wie man sowas macht. Und nach 
gefühlt ewiger Suche hab ich erst nichts brauchbares gefunden.
Gibts da etwas fertiges, womit ich ca 30 - 40A Last regeln kann?
Etwas, was ich mit den ESP´s triggern kann?
Oder vergleichbar mit Home Assistant regeln kann?
Und vor allem nicht mehr als 100€ kostet.

Vielen Dank vorab
LG Alex

von Michael B. (laberkopp)


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Alex schrieb:
> : Ich würde gerne die zugeführe Leistung regeln

Nein.

Das sind 800 Watt.

Dein 800 W Wechselrichter kostet dank Massenproduktion schlecht 
bezahlter Chinesen nur 100€.

So günstig kriegst du NIEMALS einen (800W mit 91% Wirkungsgrad( 900W 
liefernden 'Leistungsreduzierer' im Selbstbau eines Einzelstücks das aus 
der Spannungsquelle Akku eine gesteuerte Stromquelle für eine Last mit 
negativer Impedanz sauber ausregelt, inklusiver der bei Testaufbauten 
kaputter Teile und Platinenfertigung und dem nötigen Gehäuse zur 
notwendigen Kühlung hin, zudem bringt er nochmal dieselben Verluste wie 
der Wechselrichter.

Ich schätze, so ein (900W + 91% Wigkungsgrad) 1kW Eingangsleistung 
bewältigender Schaltregler kostet dich 500€ bis er läuft.

Kauf dir einen ordentlichen Wechselrichter.

von Alex (neppumuck)


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Hi Michael

Danke für die Antwort. Was wäre denn ein ordentlicher Wechselrichter?

Zum anderen ist es für mich nur schwer nachvoillziehbar, warum 800W 
nicht günstig regelbar sein sollen.
Im Netz sind "Candeon DC-DC Step down Wandler Modul, 1000W 50A DC-DC 
Wandler Abwärtswandler DC 25–90V Auf DC 2,5–50V, Einstellbar 
DC-DC-Wandlermodul High Power Step down Buck Converter Mit Lüfter" für 
unter 32€ zu finden. Wäre das nicht eine Lösung, mal abgesehen das der 
jetzt nicht per PWM steuerbar ist?
Mein Gadanke war, zur Not ersetzte ich das Poti durch ein "Digital 
Potentiometer Board", was wieder gebastel wäre.
Ich würde nur gerne 50 Watt genau regeln, dass aber nicht nur 1x pro 
Minute
LG

Beitrag #7734326 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Bevor Du anfängst zu basteln, rechne Dir das Einsparpotential aus - und 
das bitte ohne die rosa-rote Sonnenbrille. Danach rechnest Du aus, wie 
viele Jahre das Geraffel anschließend laufen muss, um seine Kosten 
wieder einzuspielen. Meistens hat es sich dann bereits erledigt. 
Erfahrungsgemäß zahlt man entweder für den bezogenen Strom oder für 
Akkus bzw. deren Austausch... aber man zahlt auf jeden Fall und kann 
sich das ganze Gebastel dadurch meistens sparen.

von Oliver R. (orb)


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Alex schrieb:
> Im Netz sind "Candeon DC-DC Step down Wandler Modul, 1000W 50A DC-DC
> Wandler Abwärtswandler DC 25–90V Auf DC 2,5–50V, Einstellbar
> DC-DC-Wandlermodul High Power Step down Buck Converter Mit Lüfter" für
> unter 32€ zu finden.

Sowas https://de.aliexpress.com/item/1005005373697446.html ?
Da sind denen mit Sicherheit ein paar Nullen zuviel in die Beschreibung 
gerutscht. Selbst die 35A auf die sie in der Beschreibung runtergehen, 
dürften als Dauerstrom zu interessanten Gerüchen führen.

von Rüdiger B. (rbruns)


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Wie gross ist deine Nächtliche Grundlast ?
an einem Sonnigen Tag wirst du vllt. 4 kWh produzieren, also einfach zw. 
Sonnenuntergand und Sonnenaufgang de Batteriewechselricher mit 
Konstanter geringer Leistung laufen lassen.

von Michael B. (laberkopp)


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Alex schrieb:
> Was wäre denn ein ordentlicher Wechselrichter?

Deye Hybrid wenn es AR4105 erfüllen soll oder oder Sun GTIL wenn man 
darauf verzichtet.

Alex schrieb:
> Im Netz sind "Candeon DC-DC Step down Wandler Modul, 1000W 50A DC-DC
> Wandler Abwärtswandler DC 25–90V Auf DC 2,5–50V, Einstellbar
> DC-DC-Wandlermodul High Power Step down Buck Converter Mit Lüfter" für
> unter 32€ zu finden

Klar.

Regelt weder richtig für einen PV Eingang noch bringt er 1000W vom 
Eingang zum Ausgang wenn er nicht einfach durchschmelzen darf.

Schon mal was von p.m.p.o gehört ?

von Alex (neppumuck)


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@ Dieter D.
Danke für die Info. Ich komme darauf zurück, falls ich nichts fertiges 
finden.

@ Ben B.
Das ganze Material dafür hat sich über die Jahre angesammelt. Kostet 
nichts - liegt nur rum. Wenns 10 Jahre funktiniert, ist es gut.

@ von Oliver R.
Danke für die Info. Sehe ich auch so. Nicht gerade vertrauenserweckend.

@ Rüdiger B.
Es sind zwischen 7 - 8 KW an sonnigen Tagen. Aber was hat das mit einer 
Regelung zu tun?

@ Michael B.
Danke für die Info. Die teschnischen Daten passen nicht. Ich habe gerade 
mal knapp 100V (MPPT 200-650V )von der PV und der 
Batteriespannungsbereich von 40-60V ist auch zu hoch. Hast Du einen 
bestimmten von Deye im Blick, der auf mein Vorhaben passt?
OK, der "Candeon DC-DC Step down Wandler" taugt nicht. Ist angekommen. 
Warum der nicht taugt ist mir wurscht. Kennst Du eine alternative?

Gestern noch ein Video gefunden, in dem wurde ein DPM8624 für das 
Vorhaben verwendet. Den werde ich mir mal genauer ansehen. Hat jemand 
dazu schon Erfahrungen?
LG

von Peter F. (riedleweg)


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Alex schrieb:
> Gestern noch ein Video gefunden, in dem wurde ein DPM8624 für das
> Vorhaben verwendet. Den werde ich mir mal genauer ansehen. Hat jemand
> dazu schon Erfahrungen?


Ja.
Funktioniert einwandfrei.

2 Stück HM-300 an 2 Stück DPM8624.
Also jeder HM-300 seinen DPM

Eingang beide DPMs vom LiFePO 48V
Steuerung der Leistung mit Stromvorgabe.
Spannung fix auf Akkuspannung-1V eingestellt.

Der MPPT der HMs arbeitet natürlich ununterbrochen aber dafür ist der 
gebaut.

Saldierte Leistungsmessung kommt vom Zähler mit dem klassischen 
Lesekopf.
SML-Protokoll wird von einem Atmega 328 dekodiert. Dieser liefert auch 
beide RS485-Signale für die DPMs und übernimmt die Leistungsregelung für 
die beiden DPMs. Display dran, Parameter über Menü einstellbar etcetc
Nulleinspeisung ± 4W --> kein Problem.

Programmiert mit BASCOM. Kabel. Nix WLAN und so Zeug.
Ich nutze OPEN-DTU zum Monitoring.

Wirkungsgrad? Nu ja, natürlich verliert man ca. 5% durch die DPMs aber 
was solls? Im Sommer hält der Akku durch und wenn es kalt wird oder 
grauslich dann werden die HM-300 von allpolig von den DPMs getrennt und 
hängen direkt an den Solarpanelen.

Inbetriebnahme Anfang Q2/2023

von Peter F. (riedleweg)


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ah ja,

Laderegler EPEVER XTRA 4415
Panele 8 Stück 405W in 4P2S --> 3,2kW
LiFePO4 5kWh Fertigprodukt/SEPLOS BMS

Warum dieser Weg?
- Vieles war schon da.
- Einiges ging günstigst via Kleinanzeigen her.
- Spaß am Programmieren, Konstruieren, selber bauen.
- Amortisationszeit nach heutiger Schätzung irgendwas mit 8 Jahren. Ist 
mir vollkommen egal. Mein Auto amortisiert sich gar nicht. Und mein 
Gewächshaus auch nicht. Und das E-Bike auch nicht.

:=)

von Alex (neppumuck)


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Danke Peter F.
Das sind gute Nachrichten :-)
Der Wirkungsgrad ist ok. Wenn Du nur 1x Pro Minute anpassungen machst, 
speist Du halt auch mal so lange 700 Watt ein.
Den EPEVER XTRA habe ich durch einen Victron SmartSolar 150/45 ersetzt. 
Der holt deutlich mehr aus den Solarpanelen raus. Wobei ich nur 3x 425W 
Bifaz in Reihe habe. Die Lipo´s sind 3x100AH auch fertig mit BMS.
Die schreiben was von 80% nach 1000 Zyklen. Also nach 10 Jahren? Glaube 
da zwar nicht daran, aber aktuelle sollten bereits 1500 Zyklen 
problemlos machen.
Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, die DPM über ESP32 oder 
ESP8266 mit dem Home Assistant zu verbinden.
Warum dieser Weg? Weil es der richtige Weg ist! Stimme Dir da voll und 
ganz zu.
Vielen Dank :-)

von Peter F. (riedleweg)


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Alex schrieb:
> Wenn Du nur 1x Pro Minute anpassungen machst,
> speist Du halt auch mal so lange 700 Watt ein.

Nö, Regelung quasi in Echtzeit. Kriege ja ca. sekündlich den Wert vom 
Zähler.

von -500W (Strom verschenkt) auf ± 4W Nulleinspeisung Ausregelzeit in 
etwa 8 Sekunden. In der anderen Richtung ebenso.

Alex schrieb:
> Den EPEVER XTRA habe ich durch einen Victron SmartSolar 150/45 ersetzt.
> Der holt deutlich mehr aus den Solarpanelen raus.

Ja, der EPEVER benimmt sich manchmal seltsam. Aber er war halt schon da.

von Monk (Gast)


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Geht es etwa schon wieder darum  bloß nichts ins Netz einspeisen zu 
wollen, koste es, was es wolle? 🤦

von Alex (neppumuck)


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Monk schrieb:
> Geht es etwa schon wieder darum  bloß nichts ins Netz einspeisen zu
> wollen? 🤦

Nö!

Beitrag #7734904 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas (pv_garage)


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Hallo Alexander,
ich habe auch einen HM-800 und an jedem PV-Eingang einen US3000C.
Die Akkus werden jeweils über einen Victron MPPT geladen.
Ich regel die Ausgangsleistung über die openDTU mit einem ATmega.
Die EVU-Leistung kommt von einem IR-Lesekopf. Das ganze finktioniert
seit einem Jahr ohne Probleme. Vorher hatte ich auch zwischen Akku und
WR jeweils einen Buck-Converter und sein CCV-Poti mit einer PWM
"simuliert". Bin aber davon weg nachdem ich die openDTU entdeckt hatte.
Den Takt der Regelung gibt de IR-lesekopf vor. Der sendet ca. alle
1,5sek ein Datenpaket. Ich mache aus 2 Paketen (ist aber einstellbar)
den Mittelwert und stelle damit die Ausgangsleistung des HM-800 ein.
Weiterhin habe ich noch ein +/- Fenster um Null damit nicht bei jedem
"Regelungs-Durchlauf" ein neuer Sollwert an den WR geschickt wird. Der
WR hat noch nie gezickt oder Probleme gemacht.

von Uwe L. (ul5255)


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Thomas schrieb:
> Hallo Alexander,
> ich habe auch einen HM-800 und an jedem PV-Eingang einen US3000C.
> [...]
> Der WR hat noch nie gezickt oder Probleme gemacht.

Hallo Thomas,
Hast Du auch mal die Stroeme zwischen Batterie und WR mit einem
schnellen Verfahren (z.B. Oszi + Stromzange) gemessen?
Ich wuerde erwarten dass der WR permanent seine MPPT Rampen
faehrt, das BMS dann in die Strombegrenzung treibt und dann geht
es wieder von vorn los. So ware das vor Jahren bei meinem
Sun GTIL + Batterie jedenfalls. Ich denke, dass ist auf
Dauer nicht gesund fuer die Batterie/BMS.

von Alex (neppumuck)


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Halo Thomas,
Danke für die Info.
Mein Bitshake übergibt die Werte vom Zähler an den Home Assistant. Der 
wiederum sendet an die openDTU. Also wie bei Dir.
Ich habe auch eine Zeit lang mit Mittelwert gearbeitet. Derzeit habe ich 
ein Script, welches bei Abweichungen +75 / - 20 W  den Wert des 
Gesamtstromverbrauchs neu als Zwischenwert festlegt. Bei kleineren 
Abweichungen lasse ich den Zwischenwert dynamisch in 10W Schritten 
anpassen. Auch ich lasse bei +40 / -10 nichts an die DTU senden.
Das Problem sind die HM-800 und HM-300. Ich habe sie Anfangs alle 5 
Sekunden angesprochen. Irgendwann fing es an, dass sie willkürlich nicht 
mehr geantwortet haben, aber sich steuern ließen. Man konnte in der 
Konsole der DTU schön sehen, wie die Paketverluste stiegen. Nach 
Austausch der openDTU und wechsel auf Ahoi-DTU probierte ich einen 
Hoymiles HMS-800W-2T aus. Der ist noch schlimmer und lässt sich nur 1x 
Pro Minute triggern. Irgendwann steigt die Verbindung ganz aus und ich 
musste ihn vom Netz nehmen. Ich habe dann 2x30A Relais genommen, um die 
Trennung zu automatisieren. Nebenbei bemerkt wurde die Firmware von 
allen Geräten auf den neusten Stand gebracht - ohne Besserung.
Ein AP EZ1-M hat das nicht vertragen und das Tehma "Vorladen mit 5W 
Wiederständen" kam auf. Der AP ließ sich aber genial einfach regeln.
Aber das ist alles MIST und spielerei. Produkte von Anker kamen leider 
erst später.

@ Uwe L.
Ich weiss nicht ob die Batterien vergleichbar sind, aber bei mir war der 
Strom konstant, allerdings wurden die beiden Stränge nicht gleichmäßig 
belastet.

von Rolf (rolf22)


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Monk schrieb:
> Geht es etwa schon wieder darum  bloß nichts ins Netz einspeisen zu
> wollen, koste es, was es wolle? 🤦

Meine Oma im Restaurant: "Bloß nichts übrig lassen. Lieber den Magen 
verrenkt als dem Wirt was geschenkt."

von Bernd K. (bkohl)


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Ich würde gerne diese alte Diskussion noch einmal anfachen wollen.

Der HMS-800-2T hat laut ChatGPT einen Punkt des besten Wirkungsgrades 
(sweet spot) zwischen 36V und 40V, den ich nutzen möchte, obwohl meine 
Batterie 51,2 hat.
Ich möchte eine vorhandene H-Brücke - d.h. deren zwei Halbbrücken - für 
zwei Buck-Regler (als Synchronwandler) verwenden. Ein ATTiny85-Programm 
misst beide Eingangsströme differentiell mit intermem PGA über einen 
10mOhm Shunt und simuliert ( <1ms schnell) über die PWM-Kanäle des 
Timer0 bei 32kHz einen virtuellen PV-Innenwiderstand.
Hat das einer von euch schon mal gemacht? Der Charme ist die Einfachheit 
des Aufbaus - praktisch ohne zusätzliche Bauelemente. Das teuerste sind 
neben der H-Brücke nur die beiden ~100µH/10A Induktivitäten.

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)


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Ein Gerät, dass kontinuierlich Strom braucht, kann man nicht einfach mit 
(PWM) Impulsen versorgen.

Abgesehen davon, daß man mit (PWM) Impulsen auch keinen kontonuierlichen 
Widersrand simulieren kann, solltest du den Sinn von Widerständen zum 
Verheizen von so viel Energie hintergragen. -> Du willst keinen 
Widerstand zwischen Solarpanel und Verbraucher einfügen.

: Bearbeitet durch User
von Uwe (uhi)


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Die Rechteckspannung, die die Brücke erzeugt, geht, so wie ich den 
Beitrag verstanden hab, über eine Drossel, und zusammen mit den 
Eingangskondensatoren des Wechselrichters ist's dann ein Tiefpass. Dann 
hat man wieder saubere Gleichspannung. Klingt sehr plausibel, wundert 
mich auch dass das noch keiner gemacht hat.

Ich hätte verstanden, es geht nicht um PV-Paneele, sondern darum, einen 
Akku an den PV-Wechselrichter so anzubinden, dass der WR nicht "alles 
was geht" sondern eine steuerbare Leistung macht. Und dass man dazu 
einen PV-Innenwiderstand simuliert.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Uwe schrieb:
> Ich hätte verstanden, es geht nicht um PV-Paneele, sondern darum, einen
> Akku an den PV-Wechselrichter so anzubinden, dass der WR nicht "alles
> was geht" sondern eine steuerbare Leistung macht. Und dass man dazu
> einen PV-Innenwiderstand simuliert.

Ja, so scheint es gemeint zu sein.
Aber wozu?
Szenario: Es ist dunkel, die PV liefert nichts. Man verbraucht z. B. 200 
Watt. Der Akku könnte die liefern, aber man will ihm nur 100 Watt 
entnehmen und die restlichen 100 Watt aus dem Netz beziehen. Hm.

von Hans W. (hanswieland)


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Uwe schrieb:
> Klingt sehr plausibel, wundert mich auch dass das noch keiner gemacht
> hat.

Weil "Drosseln" in dieser Größe teuer sind.

Uwe schrieb:
> Ich hätte verstanden, es geht nicht um PV-Paneele, sondern darum, einen
> Akku an den PV-Wechselrichter so anzubinden, dass der WR nicht "alles
> was geht" sondern eine steuerbare Leistung macht. Und dass man dazu
> einen PV-Innenwiderstand simuliert.

Wechselrichter für Akku kann man nicht einfach herunter regeln, indem 
man ihre Eingangsspannung reduziert. Im Gegenteil: sie nehmen dann wie 
jedes Schaltnetzeil sogar mehr Strom auf. Die aufgenommene Leistung 
bleibt gleich.

Dieses Thema wird hier alle paar Monate diskutiert. Die Physik lässt 
sich mit vernünftigem Aufwand nicht überlisten.

: Bearbeitet durch User
von Uwe (uhi)


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Rolf schrieb:
> Szenario: Es ist dunkel, die PV liefert nichts. Man verbraucht z. B. 200
> Watt. Der Akku könnte die liefern, aber man will ihm nur 100 Watt
> entnehmen und die restlichen 100 Watt aus dem Netz beziehen. Hm.

Szenario: Akku ist tagsüber voll geladen. Abends schalten wir den Akku 
an den PV-Eingang vom WR. Dann macht der WR zB 400W bis der Akku leer 
ist. Den Standby-Verbrauch plus Kühlschrank der zweiten Nachthälfte 
kaufen wir dann teuer ein, nachdem in der ersten Nachthälfte der 
Akkustrom verschenkt wurde.

von Uwe (uhi)


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Hans W. schrieb:
> Wechselrichter für Akku kann man nicht einfach herunter regeln, indem
> man ihre Eingangsspannung reduziert.

PV-Wechselrichter machen genau dass: sie passen die Leistung so an, dass 
das PV-Modul im Punkt maximaler Leistung arbeitet (MPPT). Simuliert man 
nun ein Modul bei schwachem Licht (also: Fährt die Spannung runter bei 
2A) nimmt der WR weniger Leistung, um wieder auf den Punkt maximaler 
Leistung zu kommen, zB 1.8A 36V.

von Uwe (uhi)


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Hans W. schrieb:
> Weil "Drosseln" in dieser Größe teuer sind.

Bin nicht sicher, ob ich mich verrechnet habe. Bei 20kHz und 40V, mit 
22uH und 1uF komm ich auf 150mV Restwelligkeit, was denk ich den 
Wechselrichter nicht stören sollte. Er hat auch wesentlich größere 
Eingangs-Cs, sodass der Ripple deutlich kleiner wird.
Würth 744373965220, 22µH, 6A kommt in die Nähe, und kostet bei Mouser 
2,57 Euro.
Wer findet den Fehler?

von Rolf (rolf22)


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Hans W. schrieb:
> Wechselrichter für Akku kann man nicht einfach herunter regeln, indem
> man ihre Eingangsspannung reduziert. Im Gegenteil: sie nehmen dann wie
> jedes Schaltnetzeil sogar mehr Strom auf. Die aufgenommene Leistung
> bleibt gleich.

Nein, der Wirkungsgrad realer(!) Wandler hängt natürlich (auch) von der 
Eingangsspannung ab. Die aufgenommene Leistung bleibt daher nicht exakt 
gleich. Wie das in Zahlen aussieht, weiß ich allerdings nicht, und was 
der OP vor anderthalb Jahren dazu gesagt hat, stammte nur von ChatGPT.

Aber dieser Wirkungsgrad ist ja nur die halbe Miete. Beim Laden und 
Entladen von Akkus gibt es auch einen Wirkungsgrad.

Letztendlich geht es aber um Geld. Eine Regelung, die das optimiert, wo 
ist die?
Da muss man dann schon genau rechnen, wann man wieviel in den Akku lädt, 
wann man wieviel aus dem Akku entnimmt. Und in beiden Fällen kommen 
unterschiedliche Preise für Bezug und Einspeisung zum Tragen. Dazu dann 
noch die Unsicherheit mit dem Wetter - soll ich heute abend den Akku 
leerlutschen, weil ich glaube, dass morgen schon ganz früh strahlend 
blauer Himmel sein wird? Oder lieber nicht?

von Michael B. (laberkopp)


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Bernd K. schrieb:
> Hat das einer von euch schon mal gemach

Naturlich nicht.

Der geringe Gewinn durch den Punkt des optimalen Wirkungsgrades wird 
komplett ruiniert durch die dauerhaften Verluste durch die zusätzliche 
H-Brücke und Spule.

Das, was du vor hast (Spannungsreduktion per buck) kann der 
Wechselrichter selber besser.

Niemand hat dich übrigens gezwungen den 48V Akku statt einem 36V Akku zu 
nutzen.

von Hans W. (hanswieland)


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Hans W. schrieb:
>> Wechselrichter für Akku kann man nicht einfach herunter regeln, indem
>> man ihre Eingangsspannung reduziert.

Uwe schrieb:
> PV-Wechselrichter machen genau dass

Äpfel sind keine Birnen. Um welches Produkt geht es denn konkret?

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)


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Uwe schrieb:
> 20kHz und 40V 6A

Ich bin von anderen Größenordnungen ausgegangen. Willst du für so wenig 
Leistung wirklich den Entwicklungsaufwand treiben? Lohnt sich das unterm 
Strich?

Ok, Hobbies lohnen sich nur selten. Aber ich würde meine Zeit und mein 
Geld lieber für schönere oder nützlichere Dinge ausgeben.

von Uwe (uhi)


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Bernd K. schrieb:
> Der HMS-800-2T

Das ist ein 800W PV Wechselrichter, aber jetzt bin ich verunsichert.

von Uwe (uhi)


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Einen Fehler meiner Rechnung gefunden:
Ausgangsspannungsripple ist nicht alles. Interessant ist auch der 
Spulenstromripple, der muss zum Sättigungsstrom passen.Mit 22 µH und 20 
V Spannungsabfall über der Spule ergibt sich ein Stromripple von ~22,7 
A, was für die genannte Spule deutlich zu viel ist. Also mehr 
Induktivität, dann wird der Stromripple kleiner.

von Bernd K. (bkohl)


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Hallo Leute,
sorry, ich hätte vielleicht vorher etwas zu meiner Motivation sagen 
sollen.
Meine Anwendung hat mit Balkon-Solar nichts zu tun. Ich betreibe eine 
10kW DIY-AC-Batterie im Inselnetzbetrieb ( 
Beitrag "DIY 10kW/20kWh eta=99% Insel ESS Projektvorstellung" ), die mich komplett vom 
Netz entkoppelt.
Allerdings habe ich noch ein 48V-800W-DIY-BHKW, was die Versorgung im 
Winter übernimmt. Das Ziel ist also bei maximalem Wirkungsgrad die 
Energie vom 48V-Akku auf meine AC-Batterie zu übertragen. Am besten 
gleich über die AC-Leitung.
Dazu soll ein Hoymiles dienen. (galvanisch entkoppelt, effizient und 
regelt bei 52Hz ab). Ich wollte nur das Rad nicht zweimal erfinden ...
Eine zweite andersgeartete Anwendung wäre die Versorgung meines Nachbarn 
mit meinen Strom-Überschüssen aus dem 48V-Akku, via Nulleinspeisung. 
Habe gehört, dass die Hoymiles via WLAN direkt mit Stromsensoren 
kommunizieren können. (Shelly?). Aber das ist ein anderes Thema.

: Bearbeitet durch User
von Bernd K. (bkohl)


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Weiß jemand, ob die beiden MPPT-Eingänge eine gemeinsame Masse oder PV+ 
nutzen? Ansonsten könnte man nur einen an einer Batterie nutzen.

von Uwe (uhi)


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Bei meinem Sunmaster smmi-600W sind die DCminus direkt miteinander 
verbunden, und haben einen gemeinsamen Strommessshunt. Bei besseren 
Geräten, die jeden Anschluss einzeln tracken, geh ich davon aus, dass 
jeder seinen eigenen Shunt hat, und daher externes zusammenschalten die 
Strommessung verhunzt.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Vielleicht mal die Erfahrungswerte eines PV-Bastlers, falls die jemand 
zur Abschätzung der Wirtschaftlichkeit eigener Basteleien brauchen 
könnte.

Wie sind die Zahlen zu verstehen, wo will ich hin... Also ich verbrauche 
mit den mobilen (d.h. nicht fest eingebauten) Geräten in der Bude im 
Schnitt 120kWh Strom pro Monat und das begrenzt bei mir auch das 
maximale Einsparpotential. Sind bei 35ct/kWh 42 Euro monatlich, 504 Euro 
jährlich, 5040 Euro in 10 Jahren - wohlgemerkt maximal, wenn ich 100% 
Autarkie erreichen könnte, auch im Winter. Die Anlage bleibt auch 
weiterhin eine reine Inselnetz-Anlage, eine Einspeisung erspare ich mir 
aufgrund der ganzen Umbauarbeiten, die mit Sicherheit fällig werden wenn 
man eine PV-Anlage an eine etwa 25..30 Jahre alte Elektroinstallation 
anschließen möchte. Einige der Forderungen wie beispielsweise LAN-Kabel 
am Zählerplatz sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ohne größere 
Baumaßnahmen nicht umsetzbar. Das lohnt sich für die paar Almosen beim 
Einspeisen des Überschusses einfach nicht - den kann ich auch mit 'ner 
Verlängerungsschnur an den Nachbarn verschenken. Leider ist damit durch 
den Inselnetzbetrieb eine Versorgung fest in der Bude installierter 
Verbraucher (wie z.B. Herd) ausgeschlossen und somit komplette 100% 
Autarkie sowieso nicht möglich, aber immer noch besser als der Dummfick 
mit den "neuen Anforderungen" an eine alte Elektroinstallation.

Die Anlage ist derzeit immer noch mehr Spielerei als echte Solaranlage, 
etwa 1100Wp aus gemischten Modulen ohne weitere Extras aufs minimal nach 
Norden geneigte Trapezblech-Flachdach gelegt nachdem zum Ende des 
Sommers keine schweren Gewitter mit ihren Fallböen mehr zu erwarten 
waren. Über den Sommer waren die Module nur sehr selten an die Hauswand 
angelehnt, um damit ein wenig Spaß und Spielerei zu haben.

Aus dem Sommer habe ich daher auch keine durchgehende Ertragsmessung, 
das war nur freizeitliche Forschung, Aufbau eines kleineren 
MPPT-Akkuladers (36V/30A), Akkubasteln und Softwareentwicklung als 
Extra-Spaß nebenbei (wenn man schon dank eines ESP32 alle Messwerte 
online verfügbar hat, dann kann man die ja auch loggen... und so gehts 
dann weiter).

Für das Tal der Tränen im Winter habe ich aber eine vollständige 
Ertragsmessung und insgesamt (inkl. des Sommers noch ohne echte 
Ertragsmessung) habe ich bislang 326kWh am Wechselrichter-Ausgang 
herausbekommen (gemessen mit Shelly Plus Plug S). Das sind immerhin 
114,10 Euro... ist nicht nichts, aber repräsentieren bei weitem nicht 
den Aufwand, den ich bislang getrieben habe, um diese zu 
"erwirtschaften". Allein der Wechselrichter ist damit bei Weitem noch 
nicht bezahlt.
1
month           usage kWh PV/grid      stats
2
August 2025     34.39 / 43.61 (Σ 78)        AF: 44.09%, PVη: 52.42%
3
September 2025  51.96 / 67.08 (Σ 119.04)    AF: 43.65%, PVη: 69.95%
4
October 2025    24.4 / 90.7 (Σ 115.1)       AF: 21.2%, PVη: 67.24%
5
November 2025   17.12 / 93.4 (Σ 110.52)     AF: 15.49%, PVη: 75.15%
6
December 2025   8.56 / 113.34 (Σ 121.9)     AF: 7.02%, PVη: 68.76%
7
January 2026    2.89 / 109.12 (Σ 112.01)    AF: 2.58%, PVη: 37.24%
8
February 2026   18.84 / 95.94 (Σ 114.78)    AF: 16.41%, PVη: 76.8%
9
March 2026      45.13 / 60.64 (Σ 105.77)    AF: 42.67%, PVη: 69%
10
total           203.29 / 673.83 (Σ 877.12)  AF: 23.18%, PVη: 65.77%

Den August mit Vorsicht genießen, der leidet unter der Erweiterungen des 
Loggers. Ein paar Tage fehlen komplett, von ein paar Tagen gibts nur PV- 
aber keine Verbrauchsdaten und ich weiß auch nicht mehr, ab welchem Tag 
genau die Solarmodule auf dem Dach lagen.

Wie gesagt, das sind Ertragsdaten einer eher schlecht ausgerichteten 
1,1kWp PV mit gemischten Modulen - aber ich denke, das ist in etwa mit 
einem Balkonkraftwerk mit zwei großen Modulen vergleichbar. Da ist die 
Ausrichtung auch meistens nicht besonders gut, aber dafür die Module 
besser.

Was auffällt: Die PV erreicht nur einen Gesamtwirkungsgrad von etwa 
66..70%.  Heißt von einer kWh, die vom Dach kommt, kommen nur 660..700Wh 
aus dem Wechselrichter wieder raus. Der Rest macht die Bude warm. Im 
Sommer doof und im Winter völlig irrelevant. Übers Winterhalbjahr 
erreiche ich damit nur einen Autarkiefaktor von nicht mal 25%. Um 100% 
Autarkie auch noch im November zu erreichen, bräuchte ich etwa 7,1kWp. 
Meine Module sind schon ca. 13 Jahre alt und haben lange ungenutzt 
herumgelegen, wenn heutige Module einen besseren Wirkungsgrad aufweisen, 
vor allem bei Schwachlicht, dann reicht vielleicht auch ein gutes Stück 
weniger.

Man sieht auch sehr deutlich, daß die Kombination aus Solaranlage und 
Heizungswärmepumpe, wie sie sehr oft von einem bestimmten Anbieter in 
der Werbung dargestellt wird, NICHT FUNKTIONIERT!! Es ist nicht so 
leicht mit tschüss Öl und Gas wie die naive Trine das in der Werbung 
spielt. Also wer sowas plant, plant das bitte genau und mit eher 
pessimistischen Werten, ihr werdet im Winter dann deutlich mehr Strom 
aus dem Netz brauchen! Denn genau dann, wenn man die Wärmepumpe am 
meisten braucht, kommt praktisch kein Strom aus der PV. Für die 
Klimaanlage im Sommer ist dagegen mehr als genug Strom da, für 
Brauchwasser mit der Wärmepumpe ist im Sommer genug Strom da, vielleicht 
sogar in einem großen Teil der Übergangszeit. Bei der Einspeisung bitte 
bedenken, ihr bekommt kaum noch Geld für den eingespeisten Strom und 
müsst euren Bedarf, den die PV z.B. im Winter nicht deckt, deutlich 
teurer einkaufen. Die Rechnung Strom rein die Dose und später einfach 
wieder raus, funktioniert daher nicht. Bei einem Verhältnis von 
7,8ct/kWh Überschuss-Einspeisung und 35ct/kWh Strompreis muss man 4,5kWh 
einspeisen, um eine in gleichem Wert entnehmen zu können.

Wenn man das weiterdenkt, kann man daraus auch das Einsparpotential 
eines Akkus berechnen. Angenommen, die PV erreicht bei Betrieb mit Akku 
noch 70% Gesamtwirkungsgrad, muss man ca. 1,43kWh Überschuss an den Akku 
liefern, um eine kWh wieder herauszubekommen. 1,43kWh Überschuss würden 
11,15ct bringen, macht 23,85ct Einsparpotential für jede selbst 
gespeicherte Überschuss-kWh. So, wieviel kosten derzeit kleine bis 
mittelgroße PV-Speicher... Schaut aus, als bekäme man heute schon 5kWh 
Speicher für 1000 Euro. Na gut, rechnen wir mal mit diesem Wert weiter, 
dann bekommt man dafür 4.193 kWh zum Preis von 23,85ct/kWh. Heißt, das 
Ding muss gegenüber der Überschuss-Einspeisung 4.193 kWh ÜBERSCHUSS 
nutzbar machen, bis sich 1000 Euro auszugeben lohnen. Das sind 839 
Zyklen, die das Ding dafür durchhalten muss und man ist auf 5kWh pro Tag 
limitiert.

Beim Balkonkraftwerk oder neudeutsch Steckersolargerät, wo man für die 
Einspeisung des Überschusses gar nichts bekommt, sieht's geringfügig 
besser aus - aber da müsstet ihr mir mal Zahlen sagen, wieviel 
ÜBERSCHUSS ihr tatsächlich habt wenn ihr sowas ohne Speicher betreibt. 
Am meisten wird sich das bei Leuten lohnen, die tagsüber nie zu Hause 
sind und demzufolge nur die Standby-Verbraucher und gelegentlich der 
Kühlschrank Strom verbrauchen. Wer sowieso zuhause ist und fast immer 
einen PC oder Fernseher zu laufen hat, verbraucht tagsüber deutlich mehr 
der durch ein Balkonkraftwerk zur Verfügung gestellten Leistung. Das 
kann man also nicht für alle gleichermaßen zutreffend berechnen - aber 
grundsätzlich bringt jede nicht aus dem Netz bezogene kWh den Gegenwert 
des aktuellen Strompreises - der ja heute dank der vielen total 
durchsichtigen Preismodelle unserer Stromkonzerne auch bei jedem 
verschieden ist. Aber sie wollen ja nur unser bestes...

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