Hallo,
in der aktuellen Schaltung A wird ein Kurzschlussschutz umgesetzt, der bei ca. 20 A anspricht.
Leider wird der Shunt 50 mOhm im Normalbetrieb mit 10 A aber sehr heiß.
Daher möchte ich auf Schaltung B wechseln mit Shunt 25 mOhm.
Frage: Wie groß muss R42 ausgelegt werden, um die gleiche Zeitkonstante wie in Schaltung A zu haben ?
Wie groß muss R42 ausgelegt werden, um die gleiche Zeitkonstante
wie in Schaltung A zu haben ?
So groß wie der Innenwiderstand der Spannungsquelle ist, die der Spannungsteiler aus den zwei 470Ω Widerständen bildet.
Ein Spannungsteiler läßt sich in eine äquivalente Schaltung aus
einer Spannungsquelle und einem Serienwiderstand umrechnen. Genau
das brauchst du hier. Die Formel ist absoluter Standard, die sage
ich dir jetzt nicht vor.
Und ob ein Shunt "sehr heiss" wird, mit den Fingern "gemessen",
das ist relativer Schmarrn...
Das kannst Du aus der Entfernung gar nicht feststellen ohne den Finger des TO nachher gesehen zu haben. Wenn da nach dem kurzen berühren eine schöne Brandblase oder Schmorrfleck auf der Haut ist, dann ist "sehr heiss" auch ohne Messung belegt.
in der aktuellen Schaltung A wird ein Kurzschlussschutz umgesetzt, der
bei ca. 20 A anspricht.
Leider wird der Shunt 50 mOhm im Normalbetrieb mit 10 A aber sehr heiß.
Wie heiß? Lastwiderstände dürfen heiß werden, hochlastwiderstände bis zu 350°C.
Daher möchte ich auf Schaltung B wechseln mit Shunt 25 mOhm.
Geht nicht, denn der Transistor braucht ca. 0,6-0,7V zum sicheren Schalten.
Wenn man mit weniger Spannung über dem Shunt auskommen will/muss, nimmt man einen Komparator, der kann mV genau messen und schalten. Aber bitte mit Hysterese, siehe Schmitt-Trigger.
Dirk F. schrieb im Beitrag #7743687:
Dirk F. schrieb im Beitrag #7743687:
Schaltung A ist aufgebaut und funktioniert
Aber nur mit Glück.
Bei 20 A an 50 mOhm mit 2:1-Spannungsteiler bekommst du nominell nur 0,5 V am Transistor. Das genügt für einen normalen Silizium-Transistor nicht.
Die drei Widerstände haben aber Toleranzen. Wie genau ist sind denn deine Widerstände, und erfolgt die Auslösung wirklich schon bei 20 A?
Glaube das spielt hier nicht die Rolle, weil es bei dem TO egal sein dürfte, ob die Schaltung bei 40 Grad bereits bei 15A reagiert und bei -10 Grad erst bei 25A.
Versuche es mal mit einer stabilen Referenzspannung und einem
Komparator. Das ganze kann sich im zweistelligen Millivolt Bereich
abspielen
Man kann der Basis in der Schaltung A auch einfach mit einem R37 eine "Vorspannung" geben. Die Schaltschwelle dieser simplen Transistorschaltung ist sowieso ziemlich undefiniert.
Aber wenn der Shunt sich erwärmt, und das macht er, sinkt der
Abschaltpunkt..
Shunt Datenblatt 20 PPM/K
Endtemperatur bei 5 W: 220°C
200 K * 20 PPM/K = 4000 PPM = 0,4 %
Ähemm. Mit 0,4 % Widerstandserhöhung steigt die Spannung am Transistor von 0,5 auf 0,502 Volt. Da bringt lautes Zuschlagen der Zimmertür vielleicht schon mehr.