Christian schrieb:
wahnsinnig viel Bewegung im Batteriemarkt gibt,
aber nichts davon im Handel ankommt?
Nö, noch nicht. Liegt z.T. sicher auch daran, daß diese Aussage in sich etwas widersprüchlich ist: ein (Produkt)Markt existiert nur dann, wenn dieses Produkt auch gehandelt wird. Viel Bewegung in einem Markt ohne wahrnehmbare Auswirkungen im ganz allgemeinen Handel kanns also nicht geben; eingeschränkt auf den (inländischen) seriösen Detailhandel mit Verkauf an Private natürlich sehr wohl.
Da gibts weiterhin nur 18650er und 21700er Zellen zu kaufen.
Dann solltest Du Dich mal bei einem ordentlichen Akku-Versand umschauen, denn da gibts durchaus noch einige andere Standardgrößen (meist in den Geschmacksrichtungen LiIon, LiFePO4 und 0Li) plus Spezialgrößen als Ersatzakkus für alle gängigen Handymodelle.
Christian schrieb:
ob in A-Grade auch wirklich A-Grade drin steckt, und on
die Zelle von BAK auch wirklich von BAK kommt und
wenn ja, nicht von Mitarbeitern von derem Ausschusslager
entwendet wurde.
Vor allem bei homeöpathischen Stückzahlen die man eventuell von einer brandneuen Technologie nur umsetzt, haben wohl auch die Detailhändler ähnliche Probleme das alles immer sicherzustellen; eine Folge davon ist eben auch, daß man Nischenprodukte oder neueste Neuheiten am ehesten bei unbekannten kleinen Shops kriegt, denn die müssen ggf. nicht auch um ihren guten Ruf fürchten, wenn sie selbst beschissen wurden.
Christian schrieb:
Auf der anderen Seite gibt es immer ganz tolle News zu neuen
Zellformaten, neuen Chemien, neues wasweissich
Also News zu neuen Zellchemien liest man i.A. spätestens dann, wenn sich die Forschung daran aus dem Labor in die erste Kleinstserie wechselt; meist mit einer erwarteten Verfügbarkeit in Stückzahlen in 2-5 Jahren, bloß haben Labor-Forscher oft wenig Ahnung von den Tücken der Serienproduktion und dem Einbringen von Skaleneffekten.
und dann liest man, dass Hersteller XY die
exklusiv(!) in seine scheiss Autos einbauen wird.
Gar nicht so selten wird in solchen Fällen Hersteller XY sich bereits an der Entwicklung zumindest der Herstellungstechnologie beteiligt haben, sei es finanziell oder auch durch sein KnowHow im Bereich der Massenproduktion.
Außerdem kann man davon ausgehen, daß es derartige Exklusivität nur
solange geben wird, solange Hersteller XY auch den kompletten Produktionsausstoß abnimmt. Denn die Alternative wäre, daß er rein für die Exklusivität ernsthaft Geld in die Hand nehmen müsste und genau das kann er definitiv nicht, wenn er seine E-Autos zu Preisen anbieten will, bei denen auch relevante Verkaufszahlen erreichbar sind.
Hmmm schrieb:
Zum einen ist das Interesse der Akkuhersteller, einen Kunden zu
beliefern, meistens proportional zur abgenommenen Menge.
Das gilt umso mehr solange eine neue Technologie noch ein knappes Gut ist, weil die Massenproduktion erst hochgefahren wird; da werden erstmal nur Stammkunden und solche die längerfristig größere verbindliche Abnahmemengen zuzusagen bereit sind.
Zum anderen geht es bei neuen Akkus meistens um die Erhöhung der
Energiedichte, die bei Deinem privaten Speicher eine deutlich
geringere Rolle spielt als in den "scheiss Autos",
Nicht zu vergessen extreme Hochstromfähigkeit zwecks Schnellladung für die Ähnliches gilt.
Peter M. schrieb:
Gibt es überhaupt eine Definition von A-Grade, sao dass Du die
Einhaltung dieses Kriterium überprüfen kannst?
Also zumindest sofern auch der Hersteller schon verschiedene Qualitätsstufen anbietet, dann wirds dazu sicher 'ne Definition geben - zumindest in Chinesisch und eventuell nicht öffentlich.
Christian schrieb:
Nachvollziehbar ist das. Wenn man den tollen neuen
Akku will, geht das halt nur mit einem BMW. Oder den
anderen tollen Akku, geht halt nur im Mercedes.
Also da bezweifle ich die Nachvollziehbarkeit; wie groß kann denn die Zielgruppe sein bei der die Akku-Tech-Affinität ihre Auto-Marken-Affinität dominiert und Mehrkosten von ein paar k€ dafür auch noch uninteressant bleiben? Denn Exklusivität gibts insbesondere in einer boomenden Branche nicht für Lau.