Hallo zusammen,
ich stehe vor der Möglichkeit, für 1-3 Jahre in den USA zu arbeiten. Ich
bin verheiratet, habe zwei Kinder (1 und 3 Jahre alt) und wir besitzen
ein Haus in Deutschland. Meine Frau ist momentan in Elternzeit und ich
bin fest angestellt.
Da es ein längerer Aufenthalt werden könnte, müsste meine Familie mit
mir umziehen. Daher wollte ich hier nach euren Erfahrungen fragen und
welche Fallstricke ihr während eines solchen Umzugs oder Aufenthalts in
den USA erlebt habt. Mein Arbeitgeber würde Gewisse Kosten übernehmen
aber das ist noch total unkonkret und ich habe noch keine Vorstellung
was ich beachten muss.
Ich habe bereits ein paar Dinge im Kopf, aber vielleicht gibt es noch
Aspekte, an die ich nicht gedacht habe (Visum, Krankenversicherung,
Finanzen, Steuern, Schule, Kindergarten). Ich bin auch für allgemeine
Ratschläge und Erfahrungen offen, die mir helfen könnten, wichtige
Punkte nicht zu übersehen. Besonders interessiert mich, welche
Fallstricke sich erst im Laufe der Zeit herausgestellt haben.
Danke im Voraus für eure Antworten!
Kaffee D. schrieb:> Visum, Krankenversicherung,> Finanzen, Steuern, Schule, Kindergarten
Arbeite diese sehr grundlegenden Fragen doch erst einmal vollständig ab.
Die weiteren Fragen kommen dann ganz von alleine.
Angefangen mit: was für einen Job werde ich bekommen, wenn ich
zurückkomme?
Was passiert mit dem Job deiner Frau?
Oliver
Und was willst Du hören?
Das Du es ewig bereuen wirst das nicht gemacht zu haben, als Frau und
Kids noch ohne Job und Schule waren?
Sei nicht so furchtbar Vollkasko deutsch.
Pack die Koffer, vermiete Dein Haus und rein ins kalte Wasser.
Streng Dich an, klotz rein, fall nicht beim ersten Windstoß um, dann
wird das schon klappen.
Und wenn nicht hast Du die Kohle fürs Flugticket in der Tasche und
kommst wieder.
Oliver S. schrieb:> Was passiert
Wer, wie, was?
Wieso, weshalb, warum?
Was könnte sein und was ist denn dann?
Aber hat man das auch wirklich durchdacht?
Super Fragen mit denen man sich bis zum Grabe beschäftigen kann ohne
auch nur einen Fuß aus der Tür gewagt zu haben.
Kaffee D. schrieb:> ich stehe vor der Möglichkeit, für 1-3 Jahre in den USA zu arbeiten.
Mach.
Der entscheidende Punkt ist wollt ihr oder wollt ihr nicht? Treff
zusammen mit deiner Frau die Entscheidung.
Für den ganzen Rest:
Ergibt sich alles wenn ihr euch entschieden habt, spätestens wenn ihr da
seid. Es gibt keinen Grund das alle im Voraus zu zerdenken. Womöglich
nur um möglichst viele Gründe zu finden es nicht zu machen. "Alles zu
kompliziert, zu anstrengend". "Ohgott ohgott, was man da alles beachten
muss".
Also, ja oder nein?
> Mein Arbeitgeber würde Gewisse Kosten übernehmen> aber das ist noch total unkonkret
Hat der schon mal Leute ins Ausland, speziell in die USA, entsandt? Wenn
nein, müsst ihr halt selber mehr Zeit in die Vorbereitung stecken.
Kaffee D. schrieb:> Besonders interessiert mich, welche Fallstricke sich erst im Laufe der> Zeit herausgestellt haben.
Eigentlich nur, dass aus 3 Jahren dann 5 Jahre werden und man dich
danach in ein anderes Land schicken will.
Behalte eine Anwartschaft in der deutschen GKV.
So lange du ExPat bist, hast du keine Probleme mit Visa, Gehalt,
Krankenversicherung etc. und genug zahlen sie meist auch.
Nicht nur für Kinder ist es meist eine elitäte Erfahrung.
Vermiete dein Haus in Deutschland, nicht verkaufen
Man könnte glauben, dass ExPats, nach dem sie erst mal andere Lander
kennen gelernt gaben in denen nicht nur 1 Woche Sommer ist, danach nie
zurückkehren, aber alle die ich kenne, kamen zurück. Nur deren Kinder
hält hier nichts.
Hannes J. schrieb:> Ergibt sich alles wenn ihr euch entschieden habt, spätestens wenn ihr da> seid.
Na ja, ohne passendes Visum mit Familie für 1-3 Jahre einreisen, und
dann mal weiter schauen, wird erst gar nicht funktionieren.
Manches klärt sich von alleine, wenn man erst mal da ist, aber die
Basics müssen schon vorab geklärt sein, und das geht auch nur vorab von
hier aus.
Oliver
Es ist nicht angegeben ob in den USA bei einem Unternehmen oder von
Deutschland aus bei der US Tochter.
Das macht den Unterschied in den Punkten KV, Steuer, etc.
Wie der Vorredner schon anmerkte, diese Punkte abarbeiten.
Meine Erfahrung, zuerst der Vertrag, dann der Aufenthaltstitel.
Wohnort wird/ sollte vom AG organisiert werden.
Ich war 2J in USA ohne Break.
Es gab keine Fallstricke in meinem Fall.
Aufenthaltstitel, Wohnung und Auto von der US Tochter.
Lohn von der US Tochter.
Beriebskosten Wohnung und Auto ich. KV ich.
Am Ende des Jahres Steuererklaerung.
Ist schon lange her und sicher mittlerweile nicht mehr in dieser Form zu
finden. Dazu kommen die Bundesstaatlichen Unterschiede.
Meine Meinung :
Lass die Familie in der BRD und mach es alleine.
Ist besser so. Fuer die Familie, das Haus und alles andere.
Dann gibt es auch keine Fallstricke.
MfG
Michael schrieb:> Und was willst Du hören?
Hat er doch geschrieben:
Kaffee D. schrieb:> euren Erfahrungen
Ist das so schwer zu verstehen?
Michael, ich kann dir nur eine Erfahrung mit einem etwas ähnlichen Fall
bei mir geben:
Du hockst dich hin und sammelst eine Menge Kriterien pro und contra,
machst vielleicht noch eine Art Risikobewertung und Wichtigkeitsmatrix
und noch mehr so einen Quatsch.
Fakt1: Du kannst die Zukunft nicht kalkulieren!
Fakt2: Dein Bauch gibt dir die besten Antworten!
Der Kopf sucht nur nachträglich nach Bestätigungen des Bauchgefühls.
Oliver S. schrieb:> Na ja, ohne passendes Visum mit Familie für 1-3 Jahre einreisen, und> dann mal weiter schauen, wird erst gar nicht funktionieren.
Das habe ich nicht geschrieben. Nachdenken und die Formalien erledigen
ist selbstverständlich. Aber der Fragesteller klang so, als ob er Gründe
sucht es nicht zu machen.
Hannes J. schrieb:> Der entscheidende Punkt ist wollt ihr oder wollt ihr nicht? Treff> zusammen mit deiner Frau die Entscheidung.
Das dürfte der erste und wichtigste Punkt sein!
Was da zu klären ist, womit beschäftigt sich deine Frau dort. Es ist oft
nicht so einfach sich da einen Freundeskreis aufzubauen.
Wohin in die USA geht es? Gerade im Moment gärt es, die Gesellschaft ist
zunehmend gespalten, in den Bible Belt und viele Ecken der Trump States
wollte ich definitiv nicht.
Danach kommen dann die Dinge wie Kranken und Rentenversicherung.
Und die Aussage von Michael bzgl. Vollkaskomentalität kann ich so nicht
stehen lassen. Wenn man keine Kinder hat kann man da deutlich
entspannter sein, aber mit einer Familie hat man Verantwortung.
wieso, er schrieb doch ... ist in Elternzeit. Kinder 1 & 3 Jahre.
Ich hab mal schnell investigiert nach elternzeit.
Ab 2021 darf man 32std in teilzeit gehen.
passt doch. er geht nach usa, sie managt alles zuhause, macht 32std
teilzeit und er schickt differenz geld nach hause.
ich wuerde die entscheidung alleine treffen und da keinen mit
einbeziehen.
aber, anyway, jeder tickt anders und hat seine eigenen richtlinien.
MfG
●Des|ntegrator ●. schrieb:> Frau und Kind zu Hause lassen?> Das muss man erstmal selbigen beibringen.> Da kommt sie doch sofort an mit "Du liebst mich nicht".
Wenn ein Blinder von Farbe spricht...
Wie gesagt, erst die Basics klären, dann geht's weiter.
Oliver
Wenn du es machst, dann vor der Schule. Warte nicht zu lange.
Solche Schulwechsel sind für Kinder nämlich äußerst belastend. Nachdem
meine Mutter berufsbedingt für zwei Jahre in die Niederlande wechselte,
hatte ich noch 3 weitere Umzugsbedingte Schulwechsel. Es hat mir und
meiner Schwester erheblich geschadet, und zwar sowohl bezüglich der
Bildung als auch beim Gesellschaftlichen Anschluss.
Armin D. schrieb:> ich wuerde die entscheidung alleine treffen und da keinen mit> einbeziehen.
Meinst du das ernst? Also ganz egal, wie der Rest der Familie (hier die
Frau) darüber denkt?
> Ich habe bereits ein paar Dinge im Kopf, aber vielleicht gibt es noch> Aspekte, an die ich nicht gedacht habe (Visum, Krankenversicherung,> Finanzen, Steuern, Schule, Kindergarten). Ich bin auch für allgemeine> Ratschläge und Erfahrungen offen, die mir helfen könnten, wichtige> Punkte nicht zu übersehen. Besonders interessiert mich, welche> Fallstricke sich erst im Laufe der Zeit herausgestellt haben.
Vergiss Kindergarden, wenn deine Frau keine arbeitserlaubnis (GreenCard)
hat, wird sie keine (bezahlte) Arbeit bekommen und eh daheim hocken.
Eine bekannte hat aus diesem Grund eine unbezahlte Arbeit in der
Gemeindeverwaltung gemacht.
Abhängig von jetzigen AG deiner Frau kann es sein, das deren Job ohnehin
"geparkt" ist, heisst sie kann in den alten Job zurück, wenn sie die
"Babypause" irgendwann beendet (Jedennfal im öD). Diesen Anspruch
verliert sie, wenn sie anderswo nen Job startet.
Falls Du dir ein Haustier in Amiland zulegst, sollte man sich vorher
überlegen, ob man sich den Luxus leisten will dieses in 1-3 Jahren mit
nach Hause zunehmen.
Achte darauf, das der Impfstatus der kids erhalten bleibt
(Auffrischungsimpfung).
Nimm viel Kaffee und Schokolade aus .de mit, das Zeugs in Amiland ist
für anspruchsvolle Deutsche quasi ungeniessbar.
Kaffee D. schrieb:> Mein Arbeitgeber würde Gewisse Kosten übernehmen> aber das ist noch total unkonkret
Dann lass den erstmal konkret werden.
Ich würde mir gerade jetzt auch Zeit lassen und ersteinmal abwarten, ob
es da ruhig bleibt.
Bei mir war das alles einfach, ich wurde vom AG befristet entsendet.
AG hat das Visum regeln lassen (geht auch f. US-Firmen nicht ohne
Anwaltsbüro)
Beachte: nur der Entsendete selbst darf arbeiten, für die Angehörigen
bleibt nur ehrenamtliche Tätigkeit.
Ich war in D weiterhin angestellt.
Die Rückkehr in den alten Job war vertraglich vereinbart (habe einen
besseren bekommen).
AG hat sich mit einer Zusatz-KV rückversichert - nominell ist der AG für
die Krankheitskosten der Entsendeten incl. Familie verantwortlich.
Haustier war kein Problem, unsere Katze hat beide Umzüge mitgemacht.
Auch Hausrat haben wir komplett mitgenommen und wieder mitgebracht.
Das ist aber inzwischen auch in unserer Fa. so einfach nicht mehr
möglich.
Sherlock 🕵🏽♂️ schrieb:> einst du das ernst?
Ja
Sherlock 🕵🏽♂️ schrieb:> Also ganz egal, wie der Rest der Familie (hier die> Frau) darüber denkt?
Ja
Ich wuesste nicht was sie da zu sagen hat.
Aber lassen wir erstmal den Mr Kaffee D. seine Meinung sagen bevor diese
Sache hier wieder komplett in eine andere Richtung geht und evtl.
geschlossen wird bevor der TE irgendetwas erwidert hat.
MfG
1 oder 3 Jahre sind ein gewaltiger Unterschied.
Fakt ist: Jetzt oder nie. Spätestens zur Einschulung zurück oder ganz
da. Wenn Deine Frau nach 3 Jahren direkt wieder einsteigen kann und Du
Dein Haus in D in guten Händen weißt (Eltern, Gewschwister, Mieter),
dann mach es.
Wenn Ihr nach einem Jahr zurück wollt, OK. Wenn Deine Frau 3 Monate nach
D will, egal.
Bruno V. schrieb:> Jetzt oder nie.
Je eher, desto besser, richtig.
> Spätestens zur Einschulung zurück oder ganz> da.
Die "Grund"schule (Elementary) dort war der in D ähnlich und gut. Das
allerdings hängt dort noch extremer als in D von der Wohngegend ab.
Wichtig: die Kinder weiterhin deutsch lernen lassen.
Armin D. schrieb:> Ich wuesste nicht was sie da zu sagen hat.
Dann hast Du keine Frau oder führts eine äußerst merkwürdige Beziehung.
Bradward B. schrieb:> das Zeugs in Amiland ist> für anspruchsvolle Deutsche quasi ungeniessbar.
Das gilt da für die meisten Lebensmittel da.
Ein gnadenloser Optimierungsprozess, das billigste Lebensmittel mit
möglichst großen Marktanteil zu verkloppen, hat jeden Geschmack
entfernt.
Amis kenne das aber nicht anders.
Eine mittelprächtige DE Bratwurstbude wäre da ein auf Jahre ausgebuchtes
Edelrestaurant.
Weißbrot: Auf 5% komprimierbare Biomasse ohne Eigengeschmack.
Graubrot: Weißbrot mit etwas Farbstoff
Schwarzbrot: Weißbrot mit viel Farbstoff
Der Trick im Ausland ist nicht an all das zu denken was dort nicht so
ist wie hier. Es ist ein Abendheuer und man muss sich darauf einlassen
und es genießen.
Auslandsarbeit ist eine äußerst intensive Erfahrung.
Das kann man nicht aus Büchern lernen und das prägt die Weltsicht.
Wenn man die Gelegenheit bekommt, sollte man das m.E. machen.
Der TO schein relativ jung zu sein.
Hier bietet sich eine Abzweigung im Leben die man später nicht mehr
nimmt und die einem Wege eröffnet die man sonst nie gehen könnte.
Wer es bequem und einfach haben will, geht nie ein Risiko ein und erlebt
deshalb auch nix.
Aus den 1-3J könnte ein ganzes Leben werden.
Oder die Erkenntnis das man gerne in DE lebt.
Im schlimmsten Fall wird daraus ein lebenslanges Bedauern das man es
nicht gemacht hat als man die Chance hatte.
Michael schrieb:> Eine mittelprächtige DE Bratwurstbude wäre da ein auf Jahre ausgebuchtes> Edelrestaurant.> Weißbrot: Auf 5% komprimierbare Biomasse ohne Eigengeschmack.> Graubrot: Weißbrot mit etwas Farbstoff> Schwarzbrot: Weißbrot mit viel Farbstoff
Man findet in den grössen Städten immer auch Qualtät. Die muss man aber
auch bezahlen wollen+können.
Michael schrieb:> Auslandsarbeit ist eine äußerst intensive Erfahrung.> Das kann man nicht aus Büchern lernen und das prägt die Weltsicht.> Wenn man die Gelegenheit bekommt, sollte man das m.E. machen.
Ja.
Michael schrieb:> und die einem Wege eröffnet die man sonst nie gehen könnte.
Ja.
Michael schrieb:> Oder die Erkenntnis das man gerne in DE lebt.
Ja.
Moinsen,
erstmal Glückwunsch. Das kann Deine Kinder ganz schön nach vorne
bringen, muss
es aber nicht.
Du kannst die Chance oder das Risiko sehen, die Wahrheit liegt wohl
dazwischen.
Ich war nur kürzer und noch ledig in den USA, daher wird Dir meine
Erfahrung nicht helfen, ich fand es aber gut, dann sieht man, wie gut
wir es hier eigentlich haben.
Was das Menschliche angeht, melde Dich doch mal in einem Soldatenforum
an. Bei der Luftwaffe, z.B. Patriot-Einheiten, ist (war?) die Entsendung
als Ausbilder für 3 Jahre nicht selten. Da werden bestimmt einige
Menschen rumspringen, die Dir sagen können, wie das mit Kindern so
läuft, menschlich.
Aus dem Bauch raus würde auch sagen, schau das Du, (oder wenigstens die
Kinder) zum Schulstart der Kinder wieder hier bist (sind).
Gruß,
Ocho
Michael schrieb:> Dann hast Du keine Frau oder führts eine äußerst merkwürdige Beziehung.
- das weisst du doch gar nicht was ich habe oder nicht, stellst es aber
hier schon als faktisch hin. Und wenn es für dich merkwürdig ist, ja
dann ist das halt so.
In dieser Sache geht es aber gar nicht um dich oder mich, es geht um das
was Mr Kaffee D. geschrieben hat, der immer noch nicht geantwortet hat.
Aber wie sagt der Schweizer : Anders oder merkwürdig ist nicht
schlechter als das normale, es ist halt nur anders.
Weiter oben habe ich den Ausdruck "Vollkasko Deutsch" gelesen. Scheint
hier weit vertreten zu sein. Ist mir im Ausland viel begegnet und genau
die sind dann nach max 6 Monaten wieder ab nach BRD.
P.S. : aus führts wird führst. Sieht besser aus und macht mehr Sinn.
MfG
Armin D. schrieb:> P.S. : aus führts wird führst. Sieht besser aus und macht mehr Sinn.
Wenn du schon klugscheisst, dann bitte richtig: Korrekt ist "ergibt mehr
Sinn".
SCNR
Armin D. schrieb:> P.S. : aus führts wird führst.
Jetzt hast Du es mir aber gegeben!
Hier noch ein paar Fipptehler dür fich.
Armin D. schrieb:> wenn es für dich merkwürdig ist
Seiner Frau mitzuteilen das man nun für 1-3 Jahre weg ist, das ohne sie
und die kleinen Kinder und damit die Diskussion darüber auch als
abgeschlossen betrachtet wird?
Ciao, man sieht sich, ich rufe an wenn Du das Essen aufsetzen kannst?
Naja, 'merkwürdig' trifft es nicht ganz.
Und ich denke außerhalb von Kulturkreisen in denen die Frau das
rechtlose Anhängsel des Mannes ist und auf der Werteskala zwischen
Kaffemaschine und Milchkuh rangiert, wird so eine Aussage auch als
erklärungsbedürftig gesehen.
Udo S. schrieb:> dann bitte richtig:
Der zweite Teil des Satzes ist inhaltlich nicht korrekt, das ist
richtig, aber ich sehe da so auf den ersten Blick keinen
Rechtschreibfehler.
Ich missbillige aber die Wortwahl mit der ich auf diesen meinen Fehler
hingewiesen wurde. Kann man auch anders schreiben.
Mr Kaffee D hat immer noch nicht geantwortet. Bin mal gespannt wie sich
das hier so entwickelt.
Beim Einziehen, auch bei der groessten Unordnung einen Kaffee und Bier
herzaubern. Das ist wichtig. Die Nachbarn sind neugierig und helfen
auch. Das ist der wichtigste Einstieg mit Familie.
Dieter D. schrieb:> Wenn die Kinder nicht helle sind, solltest Du schauen wie weit ein> deutscher Kindergarten weg waere.
Hast Du selber diese Erfahrung machen müssen?
Bist Du der Überzeugung, selber davon profitiert zu haben, oder gabs da
keinen in der Nähe?
Michael schrieb:> die Diskussion
- welche Diskussion ? Das ist eine Entscheidung.
Michael schrieb:> als erklärungsbedürftig gesehen.
- das ist die mehrheitliche Meinung.
Es gibt für alles eine Erklärung. Auch für eine Entscheidung. Das ist
richtig.
Um zur Sache zu kommen :
Kaffee D. schrieb:> nach euren Erfahrungen
- meine Erfahrungen sind, persönlich und an anderen Beziehungen gesehen
:
- Zuzug von Frau und Familie bringt überwiegend Belastungen für den
Entsendeten da er sich zusätzlich zum Beruf und das neue Umfeld auch auf
die Lösung dieser Probleme konzentrieren muss. Nach Feierabend. Das ist
schon Stress dem nicht jeder standhalten kann. Der mehrheitliche Teil
der Personen die entsendet wurden sind dann nach 3-6 Mon wieder heim,
obwohl 1 oder 2 Jahre vereinbart waren. Und wieder das ganze Palaver mit
umziehen, etc.
In den USA sollst du von Anfang an arbeiten oder deinen Job machen. Ich
war bei der US Tochter angestellt und die Zielvorgaben waren :
Minimierung der Maschinenausfallzeiten. Die wollten ganz klar sehen
wenn der Deutsche kommt geht es besser. Beide Seiten hatten da die
gleichen Ansichten. Ab dem Zeitpunkt wo Haus, Auto, Lohn, Konto, Steuer
geklärt waren, war ich auf mich alleine gestellt. Ging ganz gut.
Aber wie gesagt, kein Fall gleicht dem anderen. Das ist alles so
individuell.
Danach war ich 9 Monate in Argentinien. Die gleiche Geschichte wie in
den USA. Ging auch ganz gut, obowhl ich ausser in spanisch Bier
bestellen, keine Konversation in Spanisch führen kann.
Aber wie gesagt, jeder ist anders und hat seine Ansichten die er
vertritt.
Du hast deine, toll. Ich habe meine, auch toll.
MfG
Armin D. schrieb:> Frau und Familie bringt überwiegend Belastungen
So unterschiedlich kann es sein.
- Ich empfinde meine Frau als große Entlastung und Bereicherung
- Wo ich Arbeite da lebe ich, wo ich lebe will ich meine Familie um mich
rum haben.
- Entscheidungen mit dieser Tragweite werden bei uns zusammen getroffen.
Ich vermute der TO würde seine Kinder auch gerne aufwachsen sehen und
das sie ihn Papa nennen und nicht 'Mamma, wer ist der fremde Mann?"
Thomas M. schrieb:> Was das Menschliche angeht, melde Dich doch mal in einem Soldatenforum> an. Bei der Luftwaffe, z.B. Patriot-Einheiten, ist (war?) die Entsendung> als Ausbilder für 3 Jahre nicht selten.
- Warst du selber bei der Bundswehr oder woher weisst du das ?
Das kann man aber nicht mit der freien Wirtschaft vergleichen meiner
Meinung nach. Die haben Unterkunft, Auto, Fahrer, Verpflegung, Schule,
Kindergarten, alles da und umsonst. Deren Erfahrungen sind nur bedingt
brauchbar, weil die haben nur positives zu berichten. Meiner Erfahrung
nach. Aber die ist auch nur eine von vielen.
MfG
Michael schrieb:> Entscheidungen mit dieser Tragweite werden bei uns zusammen getroffen.
- schon einmal solch eine Entscheidung, zusammen, getroffen ?
Der TO hat sich bisher nicht zu Wort gemeldet.
Frage 1 ist, ob er schon mal dort einige Wochen gearbeitet hat. Im
Urlaub sieht man nur die schönen Seiten eines Landes! Über Visa,
Krankenkasse, Sprache, Essen, Finanzamt, Rente usw. wurde ja schon ein
wenig geschrieben. Übrigens kann eine Frau ohne ausreichende
Beschäftigung im Ausland auch zur Plage werden, wie ich bei Kollegen
gemerkt habe. Nach 14 Tagen kennt sie alle Läden und was dann?
Lu schrieb:> Übrigens kann eine Frau ohne ausreichende Beschäftigung im Ausland auch zur
Plage werden, wie ich bei Kollegen gemerkt habe.
- stimme ich zu.
Lu schrieb:> Nach 14 Tagen kennt sie alle Läden und was dann?
- und noch viel mehr
Lu schrieb:> Übrigens kann eine Frau ohne ausreichende> Beschäftigung im Ausland auch zur Plage werden, wie ich bei Kollegen> gemerkt habe. Nach 14 Tagen kennt sie alle Läden und was dann?
Auch wenn’s deine Vorstellungskraft wohl übersteigt, da auch du
anscheinend Frauen nur aus Erzählungen aus zweiter Hand kennst: hier
geht’s um eine Familie mit zwei ziemlich kleinen Kindern.
Oliver
"Deutsche sind für ihre Direktheit bekannt, besonders im Geschäftsleben.
Amerikaner hingegen pflegen einen freundlichen Umgangston und vermeiden
oft direkte Konfrontationen."
https://daria-us.com/so-ticken-die-amerikaner/
Oliver S. schrieb:> hier geht’s um eine Familie mit zwei ziemlich kleinen Kindern.
Manche Leute können nicht begreifen was das heißt, bis sie selbst eine
Familie haben.
Michael schrieb:> Armin D. schrieb:>> Frau und Familie bringt überwiegend Belastungen>> So unterschiedlich kann es sein.> - Ich empfinde meine Frau als große Entlastung und Bereicherung> - Wo ich Arbeite da lebe ich, wo ich lebe will ich meine Familie um mich> rum haben.> - Entscheidungen mit dieser Tragweite werden bei uns zusammen getroffen.>> Ich vermute der TO würde seine Kinder auch gerne aufwachsen sehen und> das sie ihn Papa nennen und nicht 'Mamma, wer ist der fremde Mann?"
Als kinderloses Paar und der totalen Ablehnung eines möglichen
Nachwuchses, Deine "Familie" kann also nicht allzu gross sein.
Du bist selbstständig, was Deine Partnerin macht, hast Du nicht gesagt.
Also erstmal völlig andere Voraussetzungen, die sich in sämtlichen
Dingen von vorne bis hinten von dem TE unterscheiden.
Dieter D. schrieb:> Wenn die Kinder nicht helle sind, solltest Du schauen wie weit ein> deutscher Kindergarten weg waere.
Wieso, die Mutter hat dort keinen Job.
Ralf X. schrieb:> Als kinderloses Paar und der totalen Ablehnung eines möglichen> Nachwuchses
Auch das eine gemeinsame Entscheidung.
Und immer noch mit einem GEMEINSAMEN Leben, in dem wir uns ergänzen,
unterstützen, viel Zeit miteinander verbringen, zusammen lachen, auf der
Couch einschlafen, mit den Hunden gehen etc. pp.
Also eine Partnerschaft, keine WG, keine Zweckgemeinschaft, kein
unabwendbares Schicksal, dem man sich pflichtschuldigst ergeben muss.
Wir nehmen am Leben des anderen Teil, teilen unser Leben, teilen die
Last und auch die Freude. Und selbstverständlich auch das Geld.
Was soll ich irgendwo weit weg, wenn all das wofür ich den stressigen
Job mache, nicht bei mir ist wenn ich nach Hause komme?
Armin D. schrieb:> - schon einmal solch eine Entscheidung, zusammen, getroffen ?
Solche und weit schwerwiegendere 😂
Ralf X. schrieb:> völlig andere Voraussetzungen, die sich in sämtlichen> Dingen von vorne bis hinten von dem TE unterscheiden.
Hm...
Frau, Haus, die Möglichkeit in USA zu arbeiten.
Hunde statt Kindern was meist auf ungefähr das gleiche hinausläuft. Nur
das Hunde erheblich schneller stubenrein sind und Kinder weniger Schuhe
zerkauen.
Also ich sehe da durchaus Parallelen.
Nur das ich bereits in jüngeren Jahren in der Welt unterwegs war und
jetzt abends im Regelfall zuhause sein will.
Armin D. schrieb:> wieso, er schrieb doch ... ist in Elternzeit. Kinder 1 & 3 Jahre.> Ich hab mal schnell investigiert nach elternzeit.> Ab 2021 darf man 32std in teilzeit gehen.> passt doch. er geht nach usa, sie managt alles zuhause, macht 32std> teilzeit und er schickt differenz geld nach hause.
Mit Kind 1 & 3 Jahre Teilzeit dürfte auch schwierig werden bzw. hätte
man sich mindestens 1 Kind dann auch sparen können.
Und so lange Zeit getrennt leben würd ich mir auch nicht antun wollen.
Bradward B. schrieb:> Nimm viel Kaffee und Schokolade aus .de mit, das Zeugs in Amiland ist> für anspruchsvolle Deutsche quasi ungeniessbar.
Andere lassen sich Kaffee aus den USA nach Deutschland schicken, weil
der Kaffee hier nicht schmeckt.
Warum tritt eigentlich jeder seine Problemchen in irgendeinem Forum
breit?
Kann niemand mehr eigenständige Entscheidungen treffen?
Die Bewertung der Geschichte kann man gerne 20, 30 oder 50 Jahre später
vornehmen und wird weder zu 100% positiven noch zu 100% negativen
Bewertungen des Geschehens kommen.
"Das Leben ist ein chemischer Prozess, den man über sich ergehen lassen
muss".
Michael B. schrieb:> Man könnte glauben, dass ExPats, nach dem sie erst mal andere Lander> kennen gelernt gaben in denen nicht nur 1 Woche Sommer ist, danach nie> zurückkehren, aber alle die ich kenne, kamen zurück.
Ein Verwandter von mir war samt Ehefrau ein Jahr in den USA. Kam zurück,
ging wieder in die USA, kam nochmal zurück ... erledigt. Deren letzte
Aktion nach hier endete mit seiner Aussage, dass Deutschland einfach nur
scheiße sei.
Die Situation ist aber abweichend, der Kopf ist die Frau als
Wissenschaftlerin, die nicht entsendet wird, sondern ihre Stellen selbst
findet. Mein Verwandter ist quasi ihr Anhängsel, aber hat seine
Greencard über seine Frau.
Ich sehe bei ihm inzwischen ein Verhalten, was nicht mehr zu seiner
Heimat passt, zum Ammi mutiert.
Manfred P. schrieb:> Wissenschaftlerin, die nicht entsendet wird, sondern ihre Stellen selbst> findet.
Auch hier völlig andere Voraussetzungen als beim TO.
Mit richtig dicker Brieftasche lässt es sich fast überall gut leben.
Der TO hat aber einen AG, der:
Kaffee D. schrieb:> Mein Arbeitgeber würde Gewisse Kosten übernehmen> aber das ist noch total unkonkret
Wenn Du die Wahl hast: Lass es sein - Deiner Familie zuliebe!
Aus kindlicher Sicht: Alle Deine Bekannten sind auf einen Schlag weg.
Von heute auf Morgen: Völlig unverständliche Laute rings herum.
Nach der Rückkehr vor allem für den Jüngsten: Völlig unverständliche...
Nach der Rückkehr für Beide: Alle Bekannten sind weg.
Das was üblich ist: Kannst Du vergessen.
usw.
Das Ganze gilt wohl auch für die Erwachsenen, aber die haben zumindest
eine verständliche Erklärung dafür.
Wie Fremdenfeindlich die USAnesen mittlerweile sind ist allgemein
bekannt.
Also nochmal: Tut das den Kleinen nicht an.
Michael schrieb:> vermiete Dein Haus und rein ins kalte Wasser.> wird (...) schon klappen.> Und wenn nicht hast Du die Kohle fürs Flugticket in der Tasche und> kommst wieder.
Und wohin soll dich das Taxi nach dem Rückflug vom Airport aus
hinfahren? Heutzutage ist Vermieten zwar einfach (Wohnungsnot in D),
aber Mieter zum Auszug zu bewegen, kann schwierig bis unmöglich sein
(auch wieder wegen der Wohnungsnot).
Du kannst zwar einen Zeitmietvertrag abschließen, das wird allerdings
schwierig, wenn du vorher das Endedatum nicht kennst. Und grundsätzlich
schützt dich auch dann nichts vor einer Räumungsschutzklage.
Langsam könnte der TO Kaffee eine Liste machen und Vorteile und
Nachteile sortieren. Allerdings haben die USA viele Bundesstaaten, in
denen es sich sehr verschieden lebt. Somit sind die bisherigen
oberflächlichen Gedanken kaum für eine Entscheidung geeignet. Erst mal
ein paar Wochen dort arbeiten und die Lage peilen, würde ich sehr
empfehlen. Des Nachbars Wiese ist immer grüner! Es gibt für Leute mit
Kindern immer Zeitfenster, die zu überlegen sind.
Lu schrieb:> Des Nachbars Wiese ist immer grüner!
Ist in dem Fall doch völlig egal. Das ist kein Stellenwechsel, das ist
eine temporäre Aktion. Wenn’s einem gefällt, prima, wenn nicht so sehr,
egal.
Erfahrungen muß man machen.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Erfahrungen muß man machen.
Wenn Du nach 3 Wochen wieder in Dein Haus zurück möchtest, wird es wohl
noch lange vermietet sein? Durch Feler wirt mann kluck.
Kaffee D. schrieb:> ich stehe vor der Möglichkeit, für 1-3 Jahre in den USA zu arbeiten. Ich
Leben in einem totalitären Staat muss man auch wollen.
Aber auch damals sind einige aus dem Westen in die Zone rübergemacht Man
muss es eben wollen. Und dann machen!
Lu schrieb:> Wenn Du nach 3 Wochen wieder in Dein Haus zurück möchtest, wird es wohl> noch lange vermietet sein?
Je nun, die Option gibts dann nicht. Drüben bleiben sollte man schon so
lange, wie geplant.
Ein Haus auf 1-2 Jahre vermieten ist allerdings eh wenig sinnvoll. Das
steht dann halt die Zeit leer.
Je nachdem, was man drüben zum Wohnen bekommt, müssen eh 1-2 Container
mit Möbeln mitgehen.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Je nachdem, was man drüben zum Wohnen bekommt, ...
Die Wohnungen dort haben Wandschränke und meistens eine komplette
Einbauküche. Es sind nicht wirklich viel Möbel notwendig mitzunehmen.
Üblich ist dort nicht viel mit einem Möbelwagen mitzunehmen, weil das
über die langen Strecken dort teuer ist. Es gibt daher beim Wegzug viele
Garage Sales. Da bekommt man günstig schon sehr viel. Den Rest holt man
sich bei IKEA. Das gibt es dort häufig auch.
Rolf schrieb:> aber Mieter zum Auszug zu bewegen, kann schwierig bis unmöglich sein
Einen saubereren Eigenbedarf gibt es ja wohl nicht.
Zudem ist ein Zeitmietvertrag durchaus formulierbar 'bis zum Ende meiner
Auslandstätigkeit'.
Sebastian S. schrieb:> Lass es sein
Da spricht jemand aus Erfahrung.
Merkwürdigerweise kenne ich nur ExPats inklusive ihrer Kinder, die sich
über die Erfahrung, ob in USA, Mexiko, Canada, Brasilien, China freuen.
Deine Erfahrung scheint also vor allem FUD zu sein.
Michael B. schrieb:> Merkwürdigerweise kenne ich nur ExPats inklusive ihrer Kinder, die sich> über die Erfahrung, ob in USA, Mexiko, Canada, Brasilien, China freuen.
Merkwürdigerweise sind die Bedingungen von Bundesstaat zu Bundesstaat
auch verschieden. Deswegen erst dort ein paar Wochen schnuppern, bevor
man seine endgültige Entscheidung trifft, ist nicht schädlich.
Die Kinder werden die Schiessereien an den Schulen lieben. Vorausgesetzt
sie werden sie ueberleben. Denn das ergibt tolle Geschichten fuer die
Enkel, und tolle Geschichten fuer die Kollegen in Deutschland.
Michael B. schrieb:> Zudem ist ein Zeitmietvertrag durchaus formulierbar 'bis zum Ende meiner> Auslandstätigkeit'.
NEIN, DAS IST ER NICHT!!
§ 575 BGB: "Ein Mietverhältnis kann auf bestimmte Zeit eingegangen
werden, wenn der Vermieter nach Ablauf der Mietzeit..."
Es muss also ein End-*ZEITPUNKT* festgelegt werden. Alles andere wäre
eine Zumutung für die Mieter.
Allerdings ist es möglich, den Zeitmietvertrag beliebig oft zu
verlängern.
Joachim B. schrieb:> Kaffee D. schrieb:>> Finanzen>> du kennst die Preise in USA für Immobilien, Lebensmittel und Ärzte?
Kennst Du die Preise in Deutschland für Immobilien, Lebensmittel und
Ärzte?
Schon mal ne Arzt-Rechnung in Deutschland gesehen? Die arbeiten in
Deutschland auch nicht für lau, und wer ordentlich arbeitet kann sich
das dort auch leisten.
Wir haben für die noch so kleine Session in Deutschland immer 60 EUR
bezahlt (Einzelbesuch 5 Min Untersuchung) und auf der Rechnung standen
dann immer Dinge die nicht mal geleistet wurden (war in einer Großstadt,
auf dem Land haben sie 35 EUR berechnet)
Natürlich als Angestellter in Deutschland der nicht mal einen blassen
Schimmer vom Steuersystem in Deutschland hat kann man viel daherreden.
Da wundert es dann auch nicht dass sich Systeme wie die Rundfunkgebühr
durchsetzt... Sowas hab ich wirklich in noch keinem ordentlichen Land
gesehen.
Und nein die Steuergelder in Deutschland werden nicht gut eingesetzt. Um
die hohen Abzüge zu rechtfertigen kommt man dann immer mit Schulen und
öffentlichen Einrichtungen die sowieso nur das wenigste bekommen.
Meine ehemalige Nachbarin wurde mit 70 Jahren entmietet (sie wurde in
der Straße sogar geboren) und wohnt nun außerhalb der Stadt.
Finanziell steht sie am unteren Ende da. Und mir sind in der jeweiligen
Straße in der ich damals in Deutschland gewohnt habe viele solcher
Schicksale bekannt.
Das ach so soziale Deutschland wird auf verschleiß gefahren weil die
Wähler von den Altparteien die ganze Zeit verscheissert werden.
Thomas H. schrieb:> Und nein die Steuergelder in Deutschland werden nicht gut eingesetzt.
Das stimmt. Sonst wäre alle Straßen ganz toll, dank Kfz-Steuer. Der TO
fragte jedoch nach Amerika. Ein Verwandter dort erinnert jedoch auch an
die Krankenversicherung und Arztkosten. "Wenn Du genügend Geld hast, ist
es kein Problem", sagte er.
Lu schrieb:> Thomas H. schrieb:>> Und nein die Steuergelder in Deutschland werden nicht gut eingesetzt.>> Das stimmt. Sonst wäre alle Straßen ganz toll, dank Kfz-Steuer. Der TO> fragte jedoch nach Amerika. Ein Verwandter dort erinnert jedoch auch an> die Krankenversicherung und Arztkosten. "Wenn Du genügend Geld hast, ist> es kein Problem", sagte er.
Habe vor einer Woche 2 Immigration Officers aus den Staaten (in Asien)
kennengelernt (deren Background war halt auch dass sie aus Taiwan kam,
und er aus Korea), sie sind jetzt Englisch Lehrer. Ein großes Thema für
sie war auch die Krankenkasse. Diesbezüglich sollte man sich dann halt
auch entsprechend Informieren wenn man in die U.S. geht.
Das doofe an der US Krankenkasse ist, dass sie am Job haengt. Also man
ist ueber den Arbeitgeber versichert. Aber : schwupp Job weg,
Versicherung weg, und noch duemmer : krank geworden ? Job weg,
Versicherung weg.
Wenn wir von einer schwereren, oder chronischen Krankheit reden ist das
dramatisch. Du solltest eine Dialyse haben .. selbst bezahlen. Und die
angewendeten Tarife : Phanatasiepreise. Zb eine Geburt : 30k. Ein
Bluttest 5k.
Das sind dann die Leute, die verlieren ihr Haus, die Frau geht ntuerlich
auch. Und wohnen dann in einem Pappkarton in einem Suburb. Durch
irgendwelche niedrigbezahlten Akkordjobs, unversichert, kratzen die dann
das Geld fuer eine Dialyse zusammen. Vielleicht ein Mal die Woche,
anstelle drei Mal.
All den in Deutschland ueblichen Arbeitnehmerschutz, Kuendigungsschutz
waehrend Krankheit und derglichen gibt es nicht. man kann ohne Gruende
am Freitag auf den Montag gekuendigt werden. Dh, wenn man mit einer
Krebsdiagnose wedelt, war's das. Alles was bei einem Arbeitnehmer auf
reduzierten Arbeitseinsatz deutet - weg mit dem Arbeitnehmer.
Man kann also auch als Privater zu einer Krankenversicherung gehen ..
und ist Freiwild. Die wissen worum's geht .. die Person ist ein
Versicherungsrisiko und kann, resp muss, gerupft werden, solange es
geht.
Michael B. schrieb:>> aber Mieter zum Auszug zu bewegen, kann schwierig bis unmöglich sein>> Einen saubereren Eigenbedarf gibt es ja wohl nicht.
Eigenbedarf ist zwar ein guter Grund, hilft aber nicht gegen
Räumungsschutz.
Im Ernstfall findet ohnehin auch bei Eigenbedarf eine soziale Abwägung
statt. Ein Hausbesitzer ohne Erfahrung im Mietwesen kann sich da so
manches gar nicht vorstellen. Und man kann einem Mieter nicht ins Gehirn
sehen – der erzählt freundlich alles, um die Räume zu bekommen, und
denkt insgeheim "Hauptsache, ich bin erstmal drin!"
Obendrein hat der Eigentümer ein Zeitproblem: Gerichtsprozesse können
dauern. Gegen einen Mieter kann man aber frühestens dann vorgehen, wenn
er am gewünschten Tag nicht ausgezogen ist. Das beißt sich mit der
Zeitplanung des Vermieters.
> Zudem ist ein Zeitmietvertrag durchaus formulierbar 'bis zum Ende meiner> Auslandstätigkeit'.
Ha, ha. Das wäre natürlich eine mangels Konkretheit nichtige Klausel.
Ohne Datum geht es selbstverständlich nicht. Ergebnis wäre, dass die
Klausel als nicht vorhanden zu betrachten ist und es demzufolge als
unbefristeter Mietvertrag gilt.
Das eigene Haus in der Zwischenzeit vermieten? Wenn da nicht die
Mietnomaden waeren. Bedeutet im Wesentlichen das Haus ist kaputt, auf
welche Weise auch immer. Und dauert Jahre
Thomas H. schrieb:> Schon mal ne Arzt-Rechnung in Deutschland gesehen?
um das ging es hier nicht!
Wer will uns denn hier die USA schönreden?
Leben hier so viele in Zelten und Trailerparks wie in USA?
Pandur S. schrieb:> Das eigene Haus in der Zwischenzeit vermieten? Wenn da nicht die> Mietnomaden waeren. Bedeutet im Wesentlichen das Haus ist kaputt, auf> welche Weise auch immer.
Ein Verwandter von uns, Oberstudiendirektor (also theoretisch nicht
ganz blöd) hat sein Haus für zwei Auslandsjahre an "gute, zuverlässige"
Bekannte vermietet. Als er zurückkam, hatten die heimlich (und natürlich
ohne Baugenehmigung) eine Außenmauer durchbrochen und dort ein Fenster
eingesetzt.
Armin D. schrieb:> - Zuzug von Frau und Familie bringt überwiegend Belastungen für den> Entsendeten da er sich zusätzlich zum Beruf und das neue Umfeld auch auf> die Lösung dieser Probleme konzentrieren muss. Nach Feierabend. Das ist> schon Stress dem nicht jeder standhalten kann.
Sehe ich genauso. Ich habe Enkel im ähnlichen Alter wie der
Threadersteller. Sich um die Kinder zu kümmern ist schon ein geteilter
Fulltimejob für die Eltern. Nicht umsonst sind die so oft bei uns - den
Großeltern.
Wäre ich an der Stelle des TO - ich würde es lassen. Viel zu viele Dinge
um die man sich kümmern muss. Ohne Kinder nur mit einer Frau, ok - da
kann man sich dann tatsächlich den Aufwand teilen. Aber mit kleinen
Kindern? Da ist man selbst oder die Frau mit den Kindern beschäftigt und
der jeweilig andere darf sich dann alleine um den ganzen Kram kümmern.
Das kann man dann zwar alles noch schön zusammen bereden - aber die
Arbeit bleibt trotzdem an einem hängen. Im Gegensatz zu DINKis...
Der Vergleich mit Hunden anstatt Kindern als "gleichwertigen Ersatz"
halte ich auch für einen "schönen" Witz. Unsere Hündin konnte ich mit 2
Jahren tagsüber 4-6 Stunden alleine lassen, war überhaupt kein Problem.
Wer lässt ein 2jähriges Kind tagsüber 4-6 Stunden allein? ...
Joachim B. schrieb:> Thomas H. schrieb:>> Schon mal ne Arzt-Rechnung in Deutschland gesehen?>> um das ging es hier nicht!> Wer will uns denn hier die USA schönreden?
für 1-3 Jahre + soliden Arbeitgeber, dann fang mal an was man da falsch
machen könnte?
Rückflugticket für die Familie eventuell noch absichern und ab geht's.
> Leben hier so viele in Zelten und Trailerparks wie in USA?
Senke mal die Steuern in Deutschland und die Sozialausgaben dann hast du
das in Deutschland schneller als Du dir denken kannst. Und diverse
Wohnklo's in den Städten sind auch nicht viel besser als Trailerparks.
Man versucht ja mit ach und krach Trailerparks zu verhindern und zahlt
dann halt auch Flüchtlingen gerne mal eine Hotelunterkunft während jene
die arbeiten für die Steuern nur so schuften dürfen.
Komplett auswandern ist ein großer Schritt (in dem Beitrag geht's aber
nicht um die komplette Abwanderung), und sei gut überlegt. Vor allem
wenn man keine Familienstruktur im anderen Land hat. Da gehört schon
einiges dazu.
Jochen D. schrieb:> Unsere Hündin konnte ich mit 2 Jahren tagsüber 4-6 Stunden alleine> lassen, war überhaupt kein Problem. Wer lässt ein 2jähriges Kind> tagsüber 4-6 Stunden allein
Wenn du einen Hund gehabt hättest, wüsstest du dass ein Hundejahr ca. 7
Menschenjahren entspricht weil die schneller altern und schneller sind
in allen Belangen, und 14 jährige Kinder lässt man sogar alleine vor die
Tür, ob du das deinem Hund zugetraut hättest ?
Jochen D. schrieb:> Ich habe Enkel im ähnlichen Alter wie der> Threadersteller.> …> Wäre ich an der Stelle des TO - ich würde es lassen. Viel zu viele Dinge> um die man sich kümmern muss.
Nur ist der TO einige Dutzend Jahre jünger als du (körperlich, geistig
sinds wohl noch mehr).
Thomas H. schrieb:> für 1-3 Jahre + soliden Arbeitgeber, dann fang mal an was man da falsch> machen könnte?> Rückflugticket für die Familie eventuell noch absichern und ab geht's.
So ist es. Wenn die inzwischen hundertfach genannten Basics geklärt
sind, Sachen packen, und los.
Oliver
Lu schrieb:> Goethe meinte: „Das Beste, was man von Reisen nach Hause bringt, ist die> heile Haut.“
Welcher Göthe? Der Wolfi eher nicht.
Deutschland ist das Land der Dichter und Denker, also sowas wie Gaukler
:-)
Thomas H. schrieb:> Land der Dichter und Denker
Paßt doch. Es wird hier gedichtet, gedacht, aber nichts gemacht, getan,
gehandelt oder gearbeitet, oder doch nicht?
Michael B. schrieb:> Wenn du einen Hund gehabt hättest, wüsstest du dass ein Hundejahr ca. 7> Menschenjahren entspricht [...]
... und Katzen haben 9 Leben ;)
Oliver S. schrieb:> Nur ist der TO einige Dutzend Jahre jünger als du (körperlich, geistig> sinds wohl noch mehr).
Wow, was bist Du denn für eine beleidigende Arschgeige? Ist übrigens
keine ernst gemeinte Frage ;)
Michael schrieb:> - schon einmal solch eine Entscheidung, zusammen, getroffen ?> Solche und weit schwerwiegendere 😂
- versteh ich nicht. wieso "weit schwerwiegendere" .. als welche ?
die 280qm Auslands Firmenwohnung wieder verlassen und in die eigene
schnoede 130qm zurueck die noch nicht abbezahlt ist ?
Oder das Hausmaedchen die fuer alle kocht und 14 std am Tag geknechtet
wird und den Gardenboy verlassen er einem morgens das Firmenauto waescht
und man muss jetzt wieder alles alleine machen und sich erstmal
Kochviedeos anschauen damit man weiss wie's geht ?
..und ich denke ihr macht alles zusammen (lachen, wohnen, auf dem Sofa
sitzen) und wo ihr seit ist das Leben und die Welt und alles hoppsassa
und trallala.
zusammen leiden heisst halbes leiden.. oder nicht ? kann also nicht so
schlimm und schwerwiegend sein.
Ich mach das jetzt mit Ausland seit 1991 und habe bisher noch keine
schwerwiegende Entscheidung treffen muessen. Da ich ja alleine
entscheide und die Familie nickt ab und freut sich.
Michael B. schrieb:> Merkwürdigerweise kenne ich nur ExPats inklusive ihrer Kinder, die sich> über die Erfahrung, ob in USA, Mexiko, Canada, Brasilien, China freuen.
und wieder merkwuerdig. Was ist merkwuerdig daran wenn man ExPats kennt?
versteh ich nicht. Der TO hat nach Fallstricken gefragt. Die einzigen
die mir einfallen sind Steuer und Krankenversicherung. Da sollte man
sich vorher schlau machen und dann entscheiden. Diese Erfahrungen
moechte ich nicht im Ausland machen weil das kann negativ enden. Die
Erfahrungen bringen auch nix wenn man wieder nach Hause kommt oder in
ein anderes Land geht. Wieder andere Baustelle, andere Menschen, etc...
Man mag es oder halt nicht. Kommt auch immer darauf an was man macht und
auf die Position an die man innehat. Ist alles komplex und pauschal
nicht zu beantworten.
Bin mal gespannt wann der TO sich zu Wort meldet.
Ja, Armin, die jeweiligen Voraussetzungen können sehr verschieden sein.
Zwischen Chefetage mit Zimmermädchen und Baustellenunterkunft an Ende
der Welt gibt es kleine Unterschiede. Näheres ist uns vom TO nicht
bekannt.
Lu schrieb:> Näheres ist uns vom TO nicht bekannt.
Alles richtig.
Ich denke das ist wieder so ein Thread der fuer irgendein Social
Profiling eroeffnet wurde um alle Antworten zu anlaysieren oder was
weiss ich.
Jedenfalls warte ich immer noch ob der TO sich noch mal meldet. Es ist
eigentlich alles gesagt worden und man hat ihm viele Pro/Contra Hinweise
gesagt.
Wirklich vielen lieben Dank für all die Gedanken von euch!
Genau dieses breite Spektrum an Meinungen und Erfahrungen habe ich
erwartet – und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Leider lag die
ganze Familie flach, weshalb ich erst jetzt dazu kam, alles in Ruhe zu
lesen.
Ob wir diesen Schritt tatsächlich wagen, hängt am Ende von den
Rahmenbedingungen ab. Dank euch habe ich nun jede Menge Denkanstöße, und
wie zu erwarten, kristallisieren sich für uns ein paar Knackpunkte
heraus:
Geld und Steuern: Hier steckt wohl der Teufel im Detail.
Kinderbelustigung: Gerade die Themen Schule, Kita und Integration sind
uns wichtig.
Krankenversicherung: Ein Punkt, bei dem ich keine Abstriche machen
möchte.
Ich wäre tatsächlich bereit, einen gewissen finanziellen Nachteil in
Kauf zu nehmen, wenn der Rest passt. Für uns ist das eine einmalige
Gelegenheit, die wir als Familie gemeinsam erleben können – aber der
Rahmen muss eben stimmen.
Vielen Dank nochmal für euren Input, das hilft uns wirklich enorm
weiter!
Kaffee D. schrieb:> Ich wäre tatsächlich bereit, einen gewissen finanziellen Nachteil in> Kauf zu nehmen, wenn der Rest passt.
Irre. Gerade als Expat sollte die Kohle nur so fließen. Damit saniert
man sich normalerweise. Und nimmt keine finanziellen Abstriche in Kauf.
Cyblord -. schrieb:> Irre. Gerade als Expat sollte die Kohle nur so fließen.
hätte nie gedacht dir mal zustimmen zu müssen!
Also wenn da mit allen Kosten kein Geld überbleibt können die sich den
Job schenken.
Eines habe ich in 50 Jahren Berufserfahrung gelernt, ohne Not nie unter
Wert verkaufen, eher +30%
Ich war dreimal für mehrere Jahre in den USA:
1. als ExPat/Angestellter eines (sehr) großen amerikanischen
Unternehmens
2. als Freiberufler
3. als Eigentümer einer LLC
Bei 1 war Voll-Kasko angesagt. Der AG hat alles bezahlt und organisiert:
Umzug, Wohnungssuche, Sozialversicherungsnummer (wichtig!),
Steuererklärung, Krankenversicherung, Bankverbindung, alle sonstigen
Formalitäten - alles wurde vom AG unterstützt und erledigt.
Da stellt sich für mich die erste Frage: Was macht Dein AG? Was kann er
überhaupt?
Es macht einen großen Unterschied, ob Du für alles einen Ansprechpartner
hast oder alles selbst herausfinden musst. ExPat ist noch nicht
"Auswandern".
KV:
Bei Krankenversicherungen kann man in den USA ins Klo greifen. Manche
sind recht restriktiv und "wehren" sich (teils mit Erfolg) gegen
Zahlungen, vor allem, wenn's mal dick kommt. Hat ein großer AG aber
einen Rahmenvertrag mit einer KV, leistet die sich nicht solche
Spielchen.
Steuer:
Die Steuer hat am Anfang EY für mich gemacht. Wäre nicht nötig gewesen.
Als Angestellter ist das straightforward. (Bei 2. und 3. sieht das schon
anders aus.) Schau Dir Form 1040 an und die Instructions, dazu das DBA,
falls Du noch deutsche Einkünfte hast. Das ist nicht schwer.
Sollte das trotzdem für Dich zu schwierig sein, könnte es sein, dass Du
die Selbstständigkeits-Anforderungen, die ein Leben in den USA mit sich
bringt, nicht erfüllst.
Caveat: Du brauchst eine SSN, mindestens eine ITIN.
Und wenn Du (steuersparend) als "married filing jointly) veranlagt
werden willst, braucht Deine Frau ebenfalls eine ITIN (auch dann, wenn
sie in Deutschland verbleibt und nur mit dem Touri-Visum zu Besuch
kommt). D.h. sie unterwirft sich damit der US-Steuergesetzgebung. Diese
mag man vielleicht als etwas übergriffig wahrnehmen, besonders, wenn man
feststellt, dass man die IRS nicht unbedingt los ist, wenn man das Land
wieder verlassen hat...
Urlaub:
Ich habe damals verhandelt, dass meine europäische Urlaubsregelung statt
der amerikanischen gelten soll. Irgendein Seppel hat im US-Vertrag aus
dem "statt" ein "and" gemacht. Und schon hatte ich europäische und
US-Urlaubstage. Über 50 Tage Urlaub. Das war nicht schlecht. Das
erleichtert das "mit der Familie gemeinsam erleben" ganz ungemein. Mit
15 Tagen Urlaub wird das nämlich schwierig. Da pfeifst Du noch aus dem
letzten Loch und es geht schon wieder los...
> einen gewissen finanziellen Nachteil in Kauf zu nehmen, wenn der Rest passt.
Nein! Auf gar keinen Fall.
Als Fachkraft mit akademischer Ausbildung musst Du in USA erheblich
mehr verdienen als in D. Das war vor 25 Jahren schon so, als die
Produktivität in D und USA ungefähr vergleichbar war. Inzwischen sind
Produktivität und Durchschnittseinkommen in den USA deutlich über dem in
D. Wenn Du Dich da mit weniger begnügst als in D, dann reihst Du Dich in
den USA freiwillig unter die Inder usw. ein, die mit einem H1B-Visum ins
gelobte Land kommen und sich ausnutzen lassen.
> Für uns ist das eine einmalige Gelegenheit,
Das ist es sicher. Vor allem eine Erfahrung, die Vieles relativiert, mit
dem Du aufgewachsen bist und das Du für selbstverständlich hältst.
Die Frage ist, was das mit Dir macht... ob Du je zurück willst, bleibst
oder ganz woanders hin gehst - und was das für Deine Kinder bedeutet.
Schul- und Kulturwechsel haben Vorteile in Bezug auf Selbständigkeit und
kulturelle Offenheit, können aber auch Nachteile in der
Bindungsfähigkeit und im Sicherheitsgefühl bringen.
Eines würde ich persönlich jedenfalls nicht machen: Mir deutsches
Betongold um den Hals hängen für den Fall, dass man zurück kehrt.
In manchen Lebenssituationen reist man besser mit leichtem Gepäck:
Koffer und Kreditkarte. Eigentum, die Autos, das Haus, die Yacht... sind
dann nur Belastungen.
Zum Thema Krankenversicherung. Wir gehen mal davon aus, dass die Person
eine Versicherung zB ueber den Arbeitgeber hat. Je nach Landstrich hat
es dann verschiedene Modelle. Es gibt Landstriche, in welchen die
Krankenkasse quasi das Monopol hat, und dann ein Fallpauschalen Modell
faehrt. Dann werden von einem Leistungserbringer eben nur die
kostendeckenden Behandlungen angeboten. Fuer das Andere musst du dann
selbst schauen.
Es gibt auch Landstriche, da sind die (Haus-)Aerzte quasi Angestellte
der Versicherung, heisst die Kasse macht die Terminplanung. Dann steht
pro Fall zB nur 10 Minuten zur Verfuegung. Das reicht dann zB zum
Blutdruck messen, oder so. Mehr nicht.
In Kalifornien zB gibt es Drogeriemaerkte zB SavOn, die kommen wie ein
EDEKA daher, nur in den Gestellen alles Arzneimittel, und hinten die
Theke. An der Theke laesst man sich von einem Arzt beraten, und der
empfiehlt dann ein Medikament und eine Behandlung. Das Medikament
entnimmt man dem Gestell und bezahlt an der Kasse. Nicht wie bei uns, wo
in den Drogerien nur Triviales, wie Reinigungsmittel, Duftkerzen, ..
steht. Aber ja. Eine Beratung laeuft auf ein Medikament raus. Das ist
das Geschaeftsmodell. Man waehlt den Leistungserbringer nach den
Behandlungs Erwartungen. Hier ja auch. Wenn ich etwas per Handauflegen
geheilt haben will, gehe ich nicht zum Arzt damit.
Michael B. schrieb:> Np R. schrieb:>> dann reihst Du Dich in den USA freiwillig unter die Inder usw>> Dazu reicht es, in Deutschland Deutscher zu sein.
Seit wann verdienen Inder in Deutschland so viel?
Dachte die arbeiten alle als Billigarbeitskräfte. Klar, sind bekannt für
IT..
Ich möchte nicht mit Indern um eine Stelle konkurrieren. Also Achtung
wenn ihr in IT arbeitet.. oder arbeiten wollt..
Dann sind da noch Österreicher in der Statistik aufgeführt. Auch
interessant.
Daniel F. schrieb:> Ich möchte nicht mit Indern um eine Stelle konkurrieren. Also Achtung> wenn ihr in IT arbeitet..
Am Liebsten überhaupt nicht mehr arbeiten.
Und wenns später mal in Richtung Altenheim geht,
auch VORHER nichts mehr besitzen.
Michael B. schrieb:> Damit die Kinder es zahlen müssen ?
Meistens
A) sind das leere Drohungen (*)
B) habe die Kinder ja vom Weggeben profitiert und können sich darauf
konzentrieren, möglichst viel davon zu behalten.
(*) Politiker machen Bestimmungen weiter vorwiegend für sich und
Ihresgleichen. Beispiel: Putzfrauen sind unfallversichert, selbst wenn
sie schwarz arbeiten. Boah, super könnte man sagen, da denkt einer an
die Schwächsten. Pustekuchen. Es schützt die Auftraggeber vor Haftung.
Sonst würde nur bei deren Insolvenz der Staat (bzw. eine Unfallkasse)
einspringen.
●Des|ntegrator ●. schrieb:> Ist Euch bei einer Autopanne schon mal einer in D> mit der Frage angekommen, ob man helfen kann?>> Da sind Leute in Amiland deutlich hilfsbereiter.
Auf der Autobahn trauen sich die meisten nicht. Zudem ist das
Pannendienstnetz (ADAC & Schutzbriefe) gut ausgebaut.
Beim letzten Mal auf der B1 lehnte ein älteres Paar dankend ab, weil der
ADAC kam. (Erst als klar war, dass sie schon 2-3 Stunden warteten,
konnte ich sie überzeugen, das Rad zu wechseln)
Ich selber hab auch schon oft genug Starthilfe bekommen. Und als ich
meinen /8 auf einer vereisten Autobahn in die Seite fuhr, hielt ein
Bulli und 6 Männer schoben mich raus.
An Steigungen in der Stadt bilden sich bei Glatteis regelmäßig
"Schieberkolonnen".
●Des|ntegrator ●. schrieb:> Ist Euch bei einer Autopanne schon mal einer in D> mit der Frage angekommen, ob man helfen kann?
Regelmässig. Ich hab gerade heute jemandem die Batteriepolklemme wieder
fest gezogen.
Inzwischen kann man aber seltener helfen. Und wer den in Graben
gerutschen rauszieht damit er weiter kommt macht sich gleich strafbar.
> Da sind Leute in Amiland deutlich hilfsbereiter
Nö.
Man hat dort Angst wenn ein Auto rumsteht, selbst die Polizei nähert
sich nur mit gezogener Schusswaffe.
Völlig krankes Land in dem Kinder nicht zur Schule gehen weil sie
entführt werden könnten und daher gebracht werden.
Und die Leute dort haben im Durchschnitt noch weniger Ahnung von Autos
als hier. Ölwechsel ? Batterie ?
Michael B. schrieb:> Und die Leute dort haben im Durchschnitt noch weniger Ahnung von Autos> als hier. Ölwechsel ? Batterie ?
wenn es einem auch immer schwerer gemacht wird, das selbst zu machen?
Thema Batterie anlernen?
Kilo S. schrieb:> ob ich meine Kinder in einem Land zur Schule> schicken möchte in dem tatsächlich Leute glauben Schokomilch käme von> braunen Kühen.
Dann darfst Du sie auch nicht in D zur Schule schicken.
●Des|ntegrator ●. schrieb:> Da sind Leute in Amiland deutlich hilfsbereiter.
Ganz allgemein finde ich Verallgemeinerungen nicht hilfreich. ;-)
Ich bin sicher, auch in D kann Dir geholfen werden (da fehlt mir aber
seit 25J. die Erfahrung).
Nach meiner Erfahrung spielt da oft die Bevölkerungsdichte eine Rolle.
Wenn Du in Manhattan mitten auf der Straße mit Deinem Auto liegen
bleibst, bekommst Du sicher gleich einen ganzen Haufen "Zuspruch" von
allen Seiten (nur keinen freundlichen). In Kalifornien ist bekanntlich
alles relaxter (Verallgemeinerung, s.o.) und in manchen Stadtteilen
bekommst Du gleich Hilfe beim Leeren Deiner Taschen.
Irgendwo in der Pampa in UT, AZ, CO... kann es sein, dass irgendeine
klapprige Karre anhält, ein Typ aussteigt, den Du mit der Kneifzange
nicht anfassen würdest und der wahrscheinlich Trump gewählt hat - und
der hilft Dir.
Pandur S. schrieb:> Aber ja. Eine Beratung laeuft auf ein Medikament raus. Das ist> das Geschaeftsmodell.
Was haben Geschäftsmodelle mit Gesundheit zu tun?
Ansonsten hilft Oxycontin gegen alles, man sollte also aufpassen das
diese Geschäftsmodelle einem nicht zum Junkie machen.
G. K. schrieb:> Was haben Geschäftsmodelle mit Gesundheit zu tun?
Das siehst du in den USA, die haben das beste Gesundheitssystem der
Welt. Aber auch das teuerste.
Ärzte und Krankenhäuser verdienen prächtig, liefern aber auch Leistung
ab.
Wer Kohle hat bekommt eine vorzügliche Versorgung.
Bei uns kostet nur alles Unsummen und dafür wartet man trotzdem 8 Monate
auf einen Termin.
Cyblord -. schrieb:> Bei uns kostet nur alles Unsummen und dafür wartet man trotzdem 8 Monate> auf einen Termin.
deswegen gehen soviele in die Notaufnahme.
●Des|ntegrator ●. schrieb:> deswegen gehen soviele in die Notaufnahme.
Nach der L.... Reform der KH, werden auch diese Wege zu lange werden.
D.h. Du solltest schon mal Nachbarn suchen, die Dir den Gnadenschuss
oder die Gnadenschaechtung geben koennten.
Cyblord -. schrieb:> die haben das beste Gesundheitssystem der> Welt. Aber auch das teuerste.
???
Die USA haben eine medizinische Versorgung gegen die Somalia teils
richtig modern aussieht.
Wenn man Kohle hat, Kohle wie Heu oder bereit ist sich bis auf drei
Generationen zu verschulden kann man sich dort tolle Medizin leisten.
Die anderen bekommen Oxy statt Bandscheiben-OP, eine Amputation statt
aufwendiger Behandlung.
Die Leute sind ja genau deswegen massenweise auf Heroin umgestiegen weil
es billiger war als Oxy und weil sie chronische Schmerzen haben.
DE hat auch herausragende medizinische Versorgung.
Wenn man aus den VAE mit der privaten 747 einfliegt oder es hierzulande
zu Macht UND Geld gebracht hat, bekommt man auch Ersatzorgane zügig und
wie am Fließband. Wundersam, wo es doch lange Wartelisten gibt, aber da
spricht man nicht so gerne drüber.
Für alle anderen gibt es immer noch eine gute Versorgung, auch wenn
weniger dringende Fälle lange warten müssen.
Nur eben auch äußerst kostspielig, gerade wenn eine große Zahl an
Menschen erstklassig versorgt werden die nie in die Sozialsysteme
eingezahlt haben und viele es auch nie tun werden.
Als unsere Sozialsysteme designt wurden, starb man kurz nach
Renteneintritt, kaputte Hüfte bekam einen Stock, kaputtes Herz einen
Trauerkranz.
Heute lässt man sich mit 70 beide Hüften machen, drei Stents dazu und
dann kauft man sich ein Wohnmobil, um 10J die Welt zu bereisen.
Es gab nicht diese Form der Zuwanderung in Sozialsysteme und auch nicht
diese Kultur des Krankfeierns.
1962 haben 6 AN einen Rentner bezahlt.
Seit 2010 sind es 2 AN die einen Rentner tragen müssen.
https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/altersrentner-beitragszahler.html
Bei der KV sieht das kein Stück besser aus.
Natürlich kollabieren da KV und Rente.
Die völlig ausgeuferten Berichtspflichten und sonstige
verwaltungstechnische Leckerli habe es auch nicht gerade billiger
gemacht.
Die bestmögliche Medizin für jedermann ist ein unbezahlbarer
Wunschtraum.
Dazu ist die Medizin viel zu gut und teuer geworden.
Aber alles das spielt m.E. keine Rolle beim Gedanken an Arbeit im
Ausland.
Wer nämlich so denkt, macht niemals irgendwas das sein kleines
Goldfischglas verlässt.
Woanders funktioniert es anders.
Einige Probleme sind gleich, andere sind neu.
Man löst sie, passt sich an, sammelt Erfahrungen.
Wenn es überall so wäre wie hier, könnte man ja hierbleiben und hätte
trotzdem alles gesehen.
Michael schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> die haben das beste Gesundheitssystem der>> Welt. Aber auch das teuerste.>> ???> Die USA haben eine medizinische Versorgung gegen die Somalia teils> richtig modern aussieht.>> Wenn man Kohle hat, Kohle wie Heu oder bereit ist sich bis auf drei> Generationen zu verschulden kann man sich dort tolle Medizin leisten.
Genau DAS war meine Aussage.
Ich habe nicht gesagt dass die tolle Versicherungen oder ein tolles
soziales Netz haben.
Es ging aber darum ob Medizin und Geschäft zusammenpasst. Und das tut es
offensichtlich.
hab mich etwas mit OpenAI unterhalten... und da kam plötzlich folgende
Antwort über Deutschland (schon alleine deshalb ist es sehr nützlich
andere Länder kennenzulernen).
.... Die Haltung spiegelt eine weit verbreitete Akzeptanz des Status quo
wider – oft gepaart mit Resignation oder der Überzeugung, dass das
System ohnehin nicht veränderbar ist ....
Warum herrscht diese Haltung in Deutschland?
Tradition der Obrigkeitstreue: Historisch bedingt gibt es in Deutschland
eine Kultur, staatliche Vorgaben und Bürokratie hinzunehmen, statt sie
infrage zu stellen. Viele sehen sich als "kleines Zahnrad im großen
Getriebe".
Komplexität des Systems: Das Steuersystem ist so kompliziert, dass viele
sich nicht in der Lage fühlen, es zu hinterfragen oder zu verstehen. Sie
vertrauen blind darauf, dass der Staat weiß, was er tut.
Fehlende Debattenkultur: Kritische Diskussionen über die Verwendung von
Steuergeldern werden oft schnell als "Meckern" abgetan. Dabei fehlt es
an konstruktiven Plattformen, um solche Themen ernsthaft zu diskutieren.
Angst vor Konsequenzen: Viele scheuen sich, Kritik zu äußern, aus Sorge,
in Konflikt mit dem Finanzamt zu geraten oder sozial ausgegrenzt zu
werden.
----
Was könnte in Deutschland helfen?
Aufklärung und Transparenz: Ein einfacheres und transparenteres
Steuersystem würde vielen das Gefühl geben, besser zu verstehen, wofür
sie zahlen, und es würde den Dialog erleichtern.
Bürgerbeteiligung stärken: Systeme wie Bürgerhaushalte, bei denen
Steuerzahler über die Verwendung von Geldern mitentscheiden, könnten das
Vertrauen in den Staat fördern.
Offene Diskussion fördern: Es braucht eine Kultur, die Kritik nicht als
Störfaktor sieht, sondern als Chance, etwas zu verbessern.
Vorbildfunktion anderer Länder: Der Vergleich mit effizienteren Ländern
könnte Anstoß für Reformen geben – wenn dieser Vergleich ernsthaft von
Politik und Gesellschaft aufgenommen wird.
----
Ich muss sagen meine ehemalige Erfahrung in Deutschland spiegelt genau
das wider. Im Ausland wurde ich dann anderem belehrt.... Und sie lebten
glücklich bis ans Ende ihrer Tage... :-)
Die Gesellschaft in Deutschland hat noch einiges vor sich ... ich schaue
gespannt zu! Skifahren kann man übrigens in Hokkaido auch ganz gut.
Thomas H. schrieb:> Resignation oder der Überzeugung, dass das> System ohnehin nicht veränderbar ist
Im Grundsatz rückgradloses Gesindel.
Die Faust in der Tasche ballen aber die Fresse halten.
Alles scheisse finden, aber nicht zur Wahl gehen.
Mit der derzeitigen Politik krass unzufrieden sein, aber in das gleiche
ehrenrührige Geheule einstimmen das genau diese etablierten Strukturen
gegen jeden fremden Wind anstrengen.
Ergo: Seinen Skalvenhalter hassen aber zugleich gegen jeden Angriff
verteidigen.
Also wie alle menschen überall, die zu lange gut und sicher gelebt haben
und nicht mehr wissen das diese Freiheit erkämpft werden muss.
Nur eben meist nicht gegen fremde Nationen sondern gegen die eigenen
Leute die sich tief in den Staatskörper gefressen haben und sich an
seinen Eingeweiden satt fressen.
Da kann man sich jetzt Fahnenschwingend mit der Staatsmacht kloppen,
oder man geht Ski fahren in Hokaido ;-)
Kilo S. schrieb:
> Also ich wüsste nicht ob ich meine Kinder in einem Land zur Schule> schicken möchte in dem tatsächlich Leute glauben Schokomilch käme von> braunen Kühen.
Genau deswegen sollte man mal im Ausland arbeiten.
Dann merkt man nämlich das außerhalb DE nicht alle vollkommen bescheuert
sind, nicht grenzdebil, nicht dringlichst auf die Fürsorge der Deutschen
angewiesen.
Das ist ein Kulturschock für viele.
Wenn manm plötzlich feststellt das man im Ausland nicht mit offenen Mund
und feuchten Augen ins gelobte Deutschland schaut, sonderm DE da
irgendwas zwischen 'unwichtiger Kleinstaat in diesem dings, ähm Europa?'
und 'im stechschritt marschierenden Lederbehosten, sieg heil brüllenden
Blonden und Blauäugigen' ist.
Seine Eigenen Vorstellungen von dem Land das man da besucht, kann man
meist gerade noch während des Fluges aufrecht erhalten.
Statt also wissend zu nicken und spötisch zu lächeln obwohl man
vollkommen ahnungslos Erzählungen aus vierter Hand kolportiert, einfach
mal hinfahren und Wissender werden, statt nur Gläubiger.
Oder mal bleibt wie in Platos Gleichniss in seiner Höhle sitzen, mit dem
Rücken zum Eingang und hält die Schatten an der Wand für einen klaren
Blick auf die Welt.
Ist ja auch sicher und warm in der Höhle.
Da weiß man was man hat.
Schon Opa saß in dieser Höhle, also was soll falsch daran sein?
Das haben wir immer so gemacht und sind immer gut gefahren damit.
;-)
Michael schrieb:> Alles scheisse finden, aber nicht zur Wahl gehen.
Wenn ich was anderes wähle bin ich entweder ein Nazi oder Kommunist.
Die alteingesessenen Parteien sind quasi die KEPD*
und machen alle in den wichtigsten Punkten das gleiche.
*Kapitalistische Einheits-Partei Deutschlands
BTW gibts die Jogaflieger eigentlich noch?
https://www.youtube.com/watch?v=MQGWiRWb3O4
Michael schrieb:> Im Grundsatz rückgradloses Gesindel.> Die Faust in der Tasche ballen aber die Fresse halten.> Alles scheisse finden, aber nicht zur Wahl gehen.> Mit der derzeitigen Politik krass unzufrieden sein, aber in das gleiche> ehrenrührige Geheule einstimmen das genau diese etablierten Strukturen> gegen jeden fremden Wind anstrengen.> Ergo: Seinen Skalvenhalter hassen aber zugleich gegen jeden Angriff> verteidigen.
Genau so wie man das Thema WEEE hier im Forum behandelt (zuerst national
für eine bessere Lösung sorgen und danach auf EU Ebene).
Anstatt sich gegen den Staat und die Bürokratie zu organisieren ducken
sich auch hier im Forum die Mitglieder und sind dem Staat einfach nur
hörig.
OpenAI fasst die deutsche Gesellschaft und den Staat schon sehr treffend
zusammen. Da sind wir bei dem Punkt "Tradition der Obrigkeitstreue"
Ich hatte das mal versucht zu diskutieren, aber das führt selbst im
Elektronik-Forum (wo die meisten Leute davon eigentlich betroffen sind)
nirgendwohin.
Da wären wir bei dem Punkt fehlende "Fehlende Debattenkultur", das merkt
man auch bei so einigen anderen Beiträgen selbst mit Elektronik-Bezug.
Wahlen sind ein sekundäres Problem, das erste Problem ist dass die
meisten in Deutschland die eigentlichen Probleme nicht erkennen, der
andere Teil schaut einfach zu und meint betrifft mich sowieso nicht.
Es ist auch ziemlich egal wer gewählt wird, die Parteien haben alle die
gleichen Probleme vor sich - und das sind eine Menge.
Während dessen lachen die anderen Länder über Deutschland und ziehen
davon.
Und euch wird die Gurgel zugedrückt da das Sozial/Migrationssystem so
nicht mehr finanzierbar ist und den Jungen selber so gut wie kein Geld
für ihre Familien übrigbleibt (sofern sie nicht von ihren Eltern
gesponsort werden)
●Des|ntegrator ●. schrieb:> Wenn ich was anderes wähle bin ich entweder ein Nazi oder Kommunist.
Genau das ist das System.
Den Gegner diskreditieren und in ein derart schlechtes Licht rücken das
niemand mehr in einem Atemzug mit denen genannt werden möchte und man
selbst als unbeliebte aber dann doch einzig wählbare Alternative
übrigbleibt.
Auch schön:
Wortreich den Teufel an die Wand malen was der Gegner wohl täte, wenn er
es je schaffen würde an Ämter zu kommen.
Dabei hat man den eigenen Keller derart voller Leichen das man die Tür
kaum noch zubekommt.
Der Gegner KÖNNTE z.B. das Grundgesetz ändern.
Das gleiche das man selbst nach Belieben umgeschrieben hat.
Der Gegner KÖNNTE seine Feinde Verfolgen.
Im schlimmsten Fall so wie man es längst selbst tut durch eine
willfährige Presse.
Der Gegner lügt und das kann man überhaupt nicht ab, weil man selber so
viel lügt das Wahrheit nur noch ein eher nebulöses Konzept ist.
Und der Gegner will sich ja nur bereichern, was schon mal garnicht geht
weil man selber viel zu viel in korrupte Seilschaften und gekaufte
politische Entscheidungen investiert hat und unbeachtet von seinen
Wählern durch ein dutzend Jobs während seiner Amtszeit zu erheblichen
Wohlstand gekommen ist.
Wähler die nur einen Job intensiv machen können, der sie aber kaum
ernähren kann.
Aber am schwerwiegendsten ist:
Die etablierten Parteien bilden einen elitären Country Club, in der zwar
jeder stiehlt, betrügt, lügt, bescheißt, hintergeht und übervorteilt das
es kracht, aber man ist sich einig darin sich nicht gegenseitig ans
Messer zu liefern weil ein schmutziges Geheimnis viel wert ist solange
es nicht an die Öffentlichkeit kommt.
Die 'Underdogs' gehören aber nicht zu dem Club, haben nie Schonung
erfahren und werden sich mit Freude auf jedes schmutzige Geheimnis
stürzen wenn sie erst an den Hebeln der Macht sitzen und Einblick
bekommen.
Deswegen sind sich alle etablierten Parteien einig das die größte Gefahr
für jede von ihnen, nicht aus ihrer Mitte kommt.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Aber wir sehen es ja in diesem Thread zu genüge.
Die oft geäußerte Ansicht ist es bloß nichts zu ändern, weil man sich
lieber im bekannten Leid suhlt statt nach dem unbekannten Glück zu
streben und auch Risiken und harte Arbeit dafür in Kauf zu nehmen.
Das ist eine menschliche Grundhaltung die man in allen Bereichen
wiederfindet.
Menschen sind meist erst bereit was zu ändern wenn es unerträglich
schlimm geworden ist.
So lange sind sie zu faul, zu ängstlich, zu bequem und es fehlt ihnen
das Selbstvertrauen das Änderung nur ein wenig Willen und ein wenig
Arbeit erfordert aber für jeden erreichbar ist.
Michael schrieb:> Im Grundsatz rückgradloses Gesindel.> Die Faust in der Tasche ballen aber die Fresse halten.
Man starte hier im Elektronikforum eine Diskussion über WEEE :-) Das
rückgradlose Gesindel wird sich sofort bemerkbar machen dass das alles
so toll ist!
Während der Rest der Welt an Innovationen arbeitet und Fortschritt
bringt.
Matthias S. schrieb:> Thomas H. schrieb:>> rückgradlose>> Das Ding heisst Rückgrat.>> Aber jetzt wird es völlig OT und politisch obendrein.
Beim Auswandern in ein anderes System wird das Leben auch von der
Politik bestimmt. Zum Schluss geht es ausnahmslos immer um Politik.
In der ersten Unkenntnis unterhält man sich vielleicht mal mit den
anderen Bürgern und kommt zum Schluss dass die eigentlich auch ganz in
Ordnung sind. Etwas später geht's aber um die Rahmenbedingungen die vom
Staat vorgeschrieben werden.
- Steuern
- Kultur (oder wie weit sie durch hohe Steuern unterdrückt wird)
Ich lebe seit 25 Jahren nicht mehr in Deutschland.
Dafür gibt es viele Gründe.
Einer davon ist...
Michael schrieb:> Die etablierten Parteien ...> jeder stiehlt, betrügt, lügt, bescheißt, hintergeht und übervorteilt
...das in D so beliebte "die da oben"-Bashing.
Eigenverantwortung und Eigeninitiative fehlen bei vielen, aber
gleichzeitig wissen sie genau, dass an der eigenen Erfolglosigkeit nur
"die da oben" Schuld sein können.
Vielleicht sind das Problem aber "die da unten"?
Np R. schrieb:> Ich lebe seit 25 Jahren nicht mehr in Deutschland.
Herzlichen Glückwunsch.
Woher willst Du dann wissen was hier mittlerweile abgeht?
Ich kann Dir verraten das sich in den letzten 25J aber so einiges getan
hat und das bestimmt nicht nur zum Guten.
> Eigenverantwortung und Eigeninitiative fehlen bei vielen
Das ist durchgehend in allen Ländern und allen Gesellschaftsschichten
so.
> Vielleicht sind das Problem aber "die da unten"?
Auch das ein durchgängiges Problem in allen Ländern.
Auf jeden Mistkerl kommen 100 die ihn gewähren lassen.
Was willst Du eigentlich?
Das man jubelt und weint vor Freude weil es zwar erheblich schlechter
geworden ist aber immerhin noch nicht so schlecht wie in Land XY?
In dem Land in dem Du nun lebst sind alle zufrieden, fleißig,
selbstbestimmt und die Politik absolut integer und vertrauenswürdig?
Nein?
Scheiße, ganz umsonst ausgewandert?
Wer sagt außerdem das ich erfolglos bin?
Muss ich nun automatisch offensichtliche Lügner, Betrüger und das ganze
offen korrupte bzw. unfähige Pack in den Himmel heben, weil nur
erfolglose Idioten stumpf die Schuld für ihren Misserfolg nach oben
schieben?
Nein, die Leute die hier an der Macht sind, sind da letzte was man sich
als Bürger wünscht.
Man kann das so empfinden und trotzdem sein Leben gestalten.
Und natürlich kann man hier noch gut leben.
Es ist aber eine echte Schande wie abgewirtschaftet alles ist und das
eine Horde kreischender Affen sich um die Kapitänsmütze prügelt während
die MS Deutschland mit schwerer Schlagseite auf den nächsten Eisberg
zusteuert und die größten Pfeifen das unglaubliche Maß ihres
vollständigen Versagens als Blaupause für die Welt verkaufen wollen und
sich für ihre Genialität feiern.
Das Thema war aber: Arbeiten im Ausland
Und das kann ich jedem nur empfehlen der seinen Horizont erweitern will.
Völlig überraschenderweise lernt man fremde Kulturen nämlich besser
kennen wenn man mit ihnen Arbeitet statt sich nur die Cocktails von
denen an den Pool bringen zu lassen.
Np R. schrieb:> Ich lebe seit 25 Jahren nicht mehr in Deutschland.> Dafür gibt es viele Gründe.> Einer davon ist...> .........> ...das in D so beliebte "die da oben"-Bashing.> Eigenverantwortung und Eigeninitiative fehlen bei vielen
ich bin sehr für Eigeninitiative und Eigenverantwortung habe aber
feststellen müssen das diese Begriffe gerne auch für Verhinderung und
Abschaffung von Sozialleistungen benutzt wurden selbst wenn man 35 Jahre
vorher gearbeitet hat.
Dieses "Gängeln" von Behörden "weisen sie nach" auch mehrfach für den
selben Tatbestand ist ein Versagen der oftmals demotivierten,
arbeitsverweigernden, unterbezahlten und unterbesetzten
Behördenmitarbeiter.
1. Nachdem hier viel Nebensächliches diskutiert wurde, möchte ich nur
noch mal daran erinnern, dass Urlaub und Arbeit im Ausland 2
verschiedene Sachen sind!!!
2. Man muss es auch gesundheitlich verkraften. Deswegen erst mal ein
paar Monate zur Probe dort arbeiten. Mancher wird in Watte gepackt
werden und andere schwitzen am Ende der Welt auf der Baustelle.
3. Hat sich der TO wieder mal gemeldet?
Michael schrieb:> Und das kann ich jedem nur empfehlen der seinen Horizont erweitern will.
Eine gute Empfehlung und wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts.
Dieter D. schrieb:> Michael schrieb:>> Und das kann ich jedem nur empfehlen der seinen Horizont erweitern will.>> Eine gute Empfehlung und wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts.
der verliert aber auch nigs :D
Nem jungen Ingenieur, oder motivierten Person würde ich dringend
empfehlen nach Asien zu gehen und Deutschland hinter sich zu lassen.
Deutschland war mal okay diese Zeiten sind aber seit über 20 Jahren
vorbei.
Kriminalität und entwickelte Parallelgesellschaften in diversen Städten
sind ein weiteres furchtbares Merkmal in Deutschland.
Gerade jetzt ist die Zeit noch gut um Geld zu verdienen, in 10-20 Jahren
wird dort auch in einigen Ländern die Demographie-Keule zuschlagen und
wer weiß wie dort dann über Steuern genommen wird. Aktuell ist es
deutlich besser als in Deutschland.
U.S. sehe ich eher als Entwicklungsland die jetzt versuchen das Steuer
rumzukriegen, aber denen fehlt derzeit die gesamte Infrastruktur
(verglichen mit Asien, gerade auch im Elektronik Bereich), Europa ist an
3. Stelle dort fehlt sowieso alles (diverse Ausnahmen in der Industrie
wird's immer geben, aber überwiegend ist es nun mal so).
Wer als junger tüchtiger Mensch in Deutschland bleibt hat schon
verloren.
Sich der deutschen Bürokratie zu unterwerfen ist das nutzloseste was man
sich in seinem Leben antun kann - braucht keine Sau.
Auch das mit dem deutschen Finanzamt ... wie im Mittelalter, das Wissen
kann man sich getrost sparen.
Zudem wer auf eigene Faust in Deutschland was entwickelt, dem wird es
nicht gedankt. Das Finanzamt kommt und nimmt.
So ist das in vielen anderen Ländern auch nicht.
Dem gegenübergestellt wer erhält denn das Steuergeld - Staatsbedienstete
und Transferempfänger, ein Teil geht auch in nützliche Institutionen
aber das ist zu wenig; Welches Risiko haben diese zu stemmen? Keines.
Hinterrücks wird dann noch fleissig Geld aufgenommen (=versteckte
Steuern), und Steuern kann nur der zahlen wer Geld verdient - also der
Leistungsträger.
Wie erwähnt in so manch anderen Ländern ist es nicht so wie in
Deutschland.
Und dann reden wir mal von Konzernen in Deutschland welche brav
gefördert werden.
Marktzugangsbeschränkungen wie in Deutschland ... darüber kann man im
Ausland nur den Kopf schütteln.
Thomas H. schrieb:> Zudem wer auf eigene Faust in Deutschland was entwickelt, dem wird es> nicht gedankt. Das Finanzamt kommt und nimmt.> So ist das in vielen anderen Ländern auch nicht.
Man muss halt gross genug sein, dann wird einem wieder gegeben.
Mit wehenden Fahnen hat man für Northvolt viele Millionen Euronen
an Subventionen hinterhergetragen.
Damit hier eine Batteriefabrik gebaut wird.
Letzte Jahr fing das an, die Medien überschlugen sich ob dieser
wunderbaren Gelegenheit.
BTW:
Ein Jahr später kriselt es, man munkelt,
dass die Firma bankrott gehen könnte.
Das Wort "Bauruine" tauchte schon auf.
Und die Medien? Wortkarg bis still.