ich habe eine ältere Tischbandsäge und würde diese gerne Drehzahlregeln um auch Kunststoffe und Co zu sägen.
Der Motor ist wie ich es verstehe ein Einphasen-Kondensatormotor mit ~250W (1/3 HP) / 230V und einem Kondensator mit 8µF / 450V.
Ich habe diverse Foreneinträge gefunden die alle darauf rausliefen "es gibt keine Allgemeine Lösung" das ist individuell. Falls es doch eine Allgemeine Lösung gibt die ich nicht gefunden habe, bitte ich um Entschuldigung!
Der 3 Phasige Drehstrommotor aus dem verlinkten Beitrag kommt erstmal nicht in Frage, ich werde zunächst die FU Variante probieren.
Da gibts sicherlich Qualitätsunterschiede, @laberkopp hattest du einfach den erstbesten genommen oder war der von dir verlinkte speziell ausgewählt?
https://de.aliexpress.com/item/1005006638988723.html
Die 1,5kW 1 Phasen Variante hätte ich spontan genommen.
Und hier nehme ich an den FU lieber überdimensioniert als zu knapp?
Kann der auch deutlich zu groß sein?
Hier 250W zu 1500W, also Faktor 6
Was müsste ich nun tun, um bei diesem Motor die Drehzahl zu regeln?
Zum Regeln brauchst du eine Rückmeldung vom Motor, hast du die? Sonst dranbauen, technisch eben so dass sie die passenden Signale an deine Regelung liefert!
Nur eine Steuerung ist einfacher, es gibt dann aber keine Nachregelung wenn die Drehzahl geringer wird!
Was müsste ich nun tun, um bei diesem Motor die Drehzahl zu regeln?
Zum Regeln brauchst du eine Rückmeldung vom Motor, hast du die? Sonst
dranbauen, technisch eben so dass sie die passenden Signale an deine
Regelung liefert!
Nur eine Steuerung ist einfacher, es gibt dann aber keine Nachregelung
wenn die Drehzahl geringer wird!
Die Schlupfregelung des FU reicht für eine Säge völlig.
Für eine Regelung ohne Rückkopplung habe ich mal das Wort
"Vorwärtsregelung" gelernt.
Ja, so bis in die 1960er Jahre. Später unterschied man etwas sprachökonomischer zwischen zwischen "Regelung" (mit Rückkopplung) und "Steuerung" (ohne Rückkopplung).
Leider heißt im Englischen (also in DER Elektronik-Sprache) beides "control", was dazu geführt hat, dass viele Schreiber nicht mehr richtig unterscheiden (können). Viele Leser auch nicht. Manche übersetzen "to control" sogar mit "kontrollieren".
Für eine Regelung ohne Rückkopplung habe ich mal das Wort
"Vorwärtsregelung" gelernt.
Ja, so bis in die 1960er Jahre. Später unterschied man etwas
sprachökonomischer zwischen zwischen "Regelung" (mit Rückkopplung) und
"Steuerung" (ohne Rückkopplung).
Leider heißt im Englischen (also in DER Elektronik-Sprache) beides
"control", was dazu geführt hat, dass viele Schreiber nicht mehr richtig
unterscheiden (können). Viele Leser auch nicht. Manche übersetzen "to
control" sogar mit "kontrollieren".
Da würde man aber auch noch open und closed loop unterscheiden.
Der FU kam nun an, grundsätzlich hat es auch funktioniert, jedoch ab ~35Hz hat der Motor einfach abgeschalten. Also lohnen tut sich der Spaß nicht, da kaum eine Veränderung feststellbar ist.
Wenn ein Motor für 50Hz ausgelegt worden ist, bekommt er bei tieferen Frequenzen aus einem Wechselrichter Schwierigkeiten.
Seine für 50Hz ausgelegte Wicklung verträgt bei genauer bzw. knapper Auslegung bei 25Hz nur noch die halbe Spannung ohne in Sättigung zu kommen.
Und bei Sättigung geht der Ruhestrom schnell in erstaunlich Werte aufwärts.
oder der Wechselrichter darf bei 35 Hz nur 160V liefern.
Ein FU wird bei 35Hz nur 160V liefern.
Wenn er richtig parametrisiert ist.
Zudem ist vollkommen unklar, welchen FU, den 450, 750 oder 1500W, und ib der Kondensator entfernt wurde, und wer nun eigentlich abschaltet, der Motor jedenfalls würde das nicht tun es sei denn er hat einen vergessenen Motorschutzschalter vorgeschaltet, eher kann der FU abschalten, aber das wie gesagt spricht für falsche aparametrisierung.
Miss mal den Strom. Beim runterfahren muß der auch runter gehen. Hier war ein kleineres Maschinchen das nur 60V bei 25Hz bekommen durfte, ein anderes 90V. Beide wären durch die vorgegebenen 120V überlastet worden. Doppelter Nennstrom bei 20HZ :-(
Dann lässt auch die Lüfterleistung stark nach. Wenn sie lange langsam laufen soll wäre ein externer Ventilator nötig.
Wenn ein Motor für 50Hz ausgelegt worden ist, bekommt er bei tieferen
Frequenzen aus einem Wechselrichter Schwierigkeiten.
Seine für 50Hz ausgelegte Wicklung verträgt bei genauer bzw. knapper
Auslegung bei 25Hz nur noch die halbe Spannung ohne in Sättigung zu
kommen.
Und bei Sättigung geht der Ruhestrom schnell in erstaunlich Werte
aufwärts.
Genau diese Funktionalität liefert ein, korrekt parametrierter, Frequenzumrichter.
Informiere dich mal besser was es so alles gibt. FUs sind mittlerweile Standard für diese Anwendungen bei drehzahlvariablen Antrieben.
Wie sieht dann der Drehmomentverlauf mit FU aus?
Wird das Drehmoment dann mit kleiner werdender Drehzahl auch kleiner?
Und wird der Motor dann weiterhin mit oder ohne Kondensator am FU betrieben?
Ich würde gerne eine Ständerbohrmaschine, deren Drehzahl im Moment über unterschiedliche Riemenübersetzungen eingestellt wird, mit FU ausrüsten wenn es Sinn macht. Damit könnte ich mir dann eventuell das lästige ändern der Übersetzung sparen.
Damit könnte ich mir dann eventuell das lästige ändern der Übersetzung
sparen.
Nein.
Also nur wenn du einen viel stärkeren Motor einbaust.
Denn im Gegensatz zum (Riemen)Getriebe steigt das Drehmoment NICHT wenn du die Geschwindigkeit runterregelst. Bei ganz gering gestellter Drehzahl sinkt es sogar, bei deutlich höher eingestellter Drehzahl auch.
Wabeco hat den 450W Motor gegen 1.4kW ersetzt um wenigstens etwas Drehmoment bei 1/10 der Geschwindigkeit übrig zu haben.
Also: Drehmoment bleibt weitgehend gleich bei reduzierter Geschwindigkeit während es beim Getriebe ansteigt. Mit deinem vielleicht 250W Motor wirst du bei 1/4 oder gar 1/10 der Geschwindigkeit nicht glücklich.
Und wird der Motor dann weiterhin mit oder ohne Kondensator am FU
betrieben?
Ständerbohrmaschine,
Die haben oft nur einen Anlaufkondensator, keinen Betriebskondensator. Und wegen des Fliehkraftschalters kann man dann mit der Drehzahl nur begrenzt runter gehen.
Die haben oft nur einen Anlaufkondensator, keinen Betriebskondensator.
Und wegen des Fliehkraftschalters kann man dann mit der Drehzahl nur
begrenzt runter gehen.
diese Spielzeugmotore haben keinen Fliehkraftschalter
Kann sein, dass er sich nicht auf 250W parametrieren lässt.
wozu? Das Netz weis auch nichts davon, ob der Motor 250 oder 1500W hat.
wie aber schon erwähnt wird eine Drehzahlreduktion nur wenig Sinn machen da das Motordrehmoment eh nicht berauschend ist und mit Frequenzreduktion noch weiter sinken wird.
Die haben oft nur einen Anlaufkondensator, keinen Betriebskondensator.
Und wegen des Fliehkraftschalters kann man dann mit der Drehzahl nur
begrenzt runter gehen.
diese Spielzeugmotore haben keinen Fliehkraftschalter
Gerade die.
H. H. schrieb:
Kann sein, dass er sich nicht auf 250W parametrieren lässt.
wozu? Das Netz weis auch nichts davon, ob der Motor 250 oder 1500W hat.
Motorschutz.
wie aber schon erwähnt wird eine Drehzahlreduktion nur wenig Sinn machen
da das Motordrehmoment eh nicht berauschend ist und mit
Frequenzreduktion noch weiter sinken wird.