Seit heute, kurz nach 14 Uhr sind die Stromnetze Estlands, Lettlands und Litauens mit dem kontinentaleuropäischen Verbundnetz synchronisiert. Gestern, um 9.09 Uhr waren sie vom russisch/belarussischen Verbundnetz getrennt worden und liefen im Inselbetrieb. Die Verbindung erfolgt über den polnisch-litauischen Litpol-Link. Weitere Verbindungen sind im Bau. Die Leitungen nach Russland und Belarus sollen bis Ende Februar demontiert werden.
Wie sind die denn energetisch aufgestellt, sind das eher Quellen oder Senken für das Netz?
Wie sind die denn energetisch aufgestellt, sind das eher Quellen oder Senken für das Netz?
Man darf davon ausgehen, dass sie im wesentlichen autark sind, da sie seit Mitte 2022 keinen Strom mehr aus Belarus und Russland bezogen haben.
Die baltischen Staaten sind schon seit einiger Zeit über HVDC mit Finnland und Schweden verbunden.
Auch mit dem Strommarkt ist Baltikum im Nordpool (https://www.nordpoolgroup.com/) vertreten.
Was jetzt passiert ist, dass EE, LT und LV jetzt im Synchronbereich Zentral-Europa sind. Also dem Netz von Portugal bis Estland und Sizilien bis Dänemark-West. Vor diesem Schritt gab es einige Projekte um die Netzinfrastruktur zu verbessern und das System besser zu stabilisieren.
guckst du hier: https://www.entsoe.eu/data/map/
don't panic.
Die Ausweitung des Verbundnetzes um die souveränen Staaten Estland, Littauen und Lettland mit ihren ca. 6.3 Mio Einwohner wurde hier schon mal andiskutiert: Beitrag "Re: Umschaltung nationaler Stromnetze -Technik? Verfahren?".
Die Vorbereitungen dazu liefen schon länger, weil die bisherige sowjetische Lösung (ein großer Nuklearwumme mit 2720 MW fürs Baltikum) schon wegen der Plutoniumproduktion nicht länger erwünscht war und deshalb seit 2009 abgeschaltet ist.
Klar es hat etwas gerumpelt.
Da hat nichts gerumpelt. Man hat den Inselbetrieb genutzt, um die Synchronisationsfähigkeit des Netzes zu testen.
"Also, Elering's CEO Kalle Kilk mentioned on the "Esimene stuudio" talk-show that the Transmission System Operators (the parties responsible for maintaining a stable grid) are planning to run some tests driving the frequency very high or very low -- to test if emergency reserves activate as they are supposed to. Such tests are difficult to carry out when the Baltic grid is synchronised with a larger grid, so the "Island mode" presents a perfect opportunity for this."
Die Aufsynchronisation auf das europäische Verbundnetz lief völlig unauffällig.
Die Aufsynchronisation auf das europäische Verbundnetz lief völlig unauffällig.
Tatsächlich. Habe nur auf den Frequenzverlauf vom 8.2. Mittags geschaut. Zuschalten heute war perfekt.