Technisat Digitradio 371 ohne Ton

OP #7908224
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Hallo ich versuche gerade unser Radio wieder zum Laufen zu bekommen. Es handelt sich um ein Technisat Digitalradio 371 CD BT. Erster Fehler war die Netzplatine. Dort waren zwei Elkos defekt. Dies hat sich dadurch gezeigt, dass das Display nur mehr geblinkt hat. Diese habe ich ersetzt und bin nun einen Schritt weiter. Display zeigt wieder alles an und auch die Senderauswahl funktioniert. Dort steht nun das was man eigentlich hören sollte. Nur gibt die Kiste keinen Ton aus. D.h. irgend etwas auf der Hauptplatine scheint auch noch defekt zu sein. Hat irgend jemand hier im Forum evtl. eine Idee für mich ?

Gruß Gerhard

#7908706
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Gerhard schrieb:

nicht mal ein Rauschen.

Bei Digital gibt es kein Rauschen. Entweder alles oder nichts, voller Ton oder Stille.

Dann ist der Chip eben kaputt. Haben die Geräte alle irgendwie so an sich, nach Ablauf des Produktzyklus (ca. 2 Jahre) mit geplanter Obsoleszenz auszufallen. Technisat bildet da bestimmt keine Ausnahme. Oder hast Du noch Garntie auf das Gerät?

ciao gustav

#8028942
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Karl B. schrieb:

Technisat bildet da bestimmt keine Ausnahme.

Wie gut dass meine 2 Technisat Geräte das vergessen haben und nach 4 Jahren noch anstandslos funktionieren.

Nachtrag: es gibt hier aber tatsächlich ein Technisat, welches ich gebraucht als defekt gekauft habe und nicht mehr funktioniert. Wie alt es ist, weiß ich nicht. Hat aber ein anderes Fehlerbild.

: Bearbeitet durch User
#8028957
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Pauschal Bauteile tauschen kann ggf langwierig werden. Wenn ein Multimeter vorhanden ist, könnte man schauen ob die Versorgungsspannungen plausibel sind. Von "Grundig" gibt's ein Digitalradio mit den gleichen Symptomen, dort stirbt ein Widerstand in der Spannungsversorgung des Audioprozessors. Haben dieses Jahr schon zwei davon im Reparaturcafé kuriert. Beitrag "Grundig DTR 6000 X (Amp IC YD7377): keine Audioausgabe"

#8029240
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Das hier ist der Audioprozessor (bekommt man auch auf Ebay):

https://www.lcsc.com/datasheet/C5121359.pdf

Du könntest prüfen, ob die 5V an Pin 1 jetzt anliegen und ob an Pin 28 ca. 2,2 V anliegen. Dann ist der Chip korrekt versorgt. Nun machst du eine "Brummprobe", indem du die Eingangs- Pins mit dem Finger berührst (LIN/RIN 1/2/3/4). Irgendwo sollte dann Brummen aus den LSPs kommen. Falls nicht, wiederholst du das am Eingang der Endstufe (da wo die Leiterzüge von Pin 23 + 24 hin führen). Brummt dort auch nichts, hat ggf. die Endstufe ein Problem.

Du kannst auch mit einem improvisierten "Audiotester" (anderes Gerät mit Aux- Eingang, mit dem du ein Aux- Kabel mit offenen Enden verwendest) prüfen, ob ein Audiosignal aus dem Frontier- Chip kommt. Dazu stellst du einen Radiosender ein, der guten Empfang hat und hältst die Kabelenden an Masse und nacheinander an die Pins (LIN/RIN 1/2/3/4). Dann weißt du, dass der Audioprozessor ein Signal bekommt. Kommt auch aus den Pins 23 + 24 ein (per Lautstärkeregler einstellbares) Signal, liegt es an der Endstufe.

Ich hatte letztens einen solchen Chip getauscht, wonach der Fehler wieder kam. Das Problem war dann eine winzige Unterbrechung der Datenleitung vom Frontier- Modul zum Audioprozessor, sodass dieser immer einen falschen (nicht belegten) Eingang angewählt hatte. Hier waren Brummproben und Signal vom Frontier postitiv - also alles da, es müsste gehen, aber geht nicht. Nach Überbrückung des Leiterzuges war dann alles gut...

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