Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Technisat Digitradio 371 ohne Ton


von Gerhard (nesie)


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Hallo ich versuche gerade unser Radio wieder zum Laufen zu bekommen.
Es handelt sich um ein Technisat Digitalradio 371 CD BT.
Erster Fehler war die Netzplatine. Dort waren zwei Elkos defekt. Dies 
hat sich dadurch gezeigt, dass das Display nur mehr geblinkt hat.
Diese habe ich ersetzt und bin nun einen Schritt weiter.
Display zeigt wieder alles an und auch die Senderauswahl funktioniert.
Dort steht nun das was man eigentlich hören sollte.
Nur gibt die Kiste keinen Ton aus.
D.h. irgend etwas auf der Hauptplatine scheint auch noch defekt zu sein.
Hat irgend jemand hier im Forum evtl. eine Idee für mich ?

Gruß
Gerhard

von Martin L. (makersting)


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Vielleicht hast du nach der Reparatur nur vergessen den Stecker der 
Lautsprecherzuleitungen auf die Hauptplatine zu stecken.

von Gerhard (nesie)


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Lieben Dank, aber das ist nicht das Problem. Habe alle Stecker dreimal 
überprüft. Dachte ich zuerst auch, da man absolut gar kein Geräusch 
hört, nicht mal ein Rauschen.

von Wolf17 (wolf17)


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Gerhard schrieb:
> Dort waren zwei Elkos defekt
Also ehr schlechte Qualität als Zufallsfehler. Schon alle anderen Elkos 
vom gleiche Hersteller überprüft?

von Karl B. (gustav)


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Gerhard schrieb:
> nicht mal ein Rauschen.

Bei Digital gibt es kein Rauschen. Entweder alles oder nichts, voller 
Ton oder Stille.

Dann ist der Chip eben kaputt. Haben die Geräte alle irgendwie so an 
sich, nach Ablauf des Produktzyklus (ca. 2 Jahre) mit geplanter 
Obsoleszenz auszufallen. Technisat bildet da bestimmt keine Ausnahme. 
Oder hast Du noch Garntie auf das Gerät?

ciao
gustav

von Fiedel (fiedel)


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Das ist meist der 5V Regler vom Soundchip, der nahe der linken Kante des 
Kühlkörpers sitzt (https://www.ebay.de/itm/291793891170).

Gruß
Fiedel

von Cartman E. (cartmaneric)


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Karl B. schrieb:

> Dann ist der Chip eben kaputt.

Da ist wohl ein Schieber aus dem Abakus gefallen.

von Gerhard (nesie)


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Lieben Dank für den Hinweis. Ich habe das Teil noch im Keller liegen. 
Mal sehen ob der Austausch was bringt.

von Jens S. (jens_s995)


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Ich habe das gleiche Problem.Hat der Tausch des 5V Reglers geholfen?

von 900ss (900ss)


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Karl B. schrieb:
> Technisat bildet da bestimmt keine Ausnahme.

Wie gut dass meine 2 Technisat Geräte das vergessen haben und nach 4 
Jahren noch anstandslos funktionieren.

Nachtrag: es gibt hier aber tatsächlich ein Technisat, welches ich 
gebraucht als defekt gekauft habe und nicht mehr funktioniert. Wie alt 
es ist, weiß ich nicht.
Hat aber ein anderes Fehlerbild.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard (nesie)


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Jens S. schrieb:
> Ich habe das gleiche Problem.Hat der Tausch des 5V Reglers geholfen?

Leider nein, es kommt nach wie vor kein Ton.

von Uwe (uhi)


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Pauschal Bauteile tauschen kann ggf langwierig werden. Wenn ein 
Multimeter vorhanden ist, könnte man schauen ob die 
Versorgungsspannungen plausibel sind. Von "Grundig" gibt's ein 
Digitalradio mit den gleichen Symptomen, dort stirbt ein Widerstand in 
der Spannungsversorgung des Audioprozessors. Haben dieses Jahr schon 
zwei davon im Reparaturcafé kuriert. 
Beitrag "Grundig DTR 6000 X (Amp IC YD7377): keine Audioausgabe"

von Fiedel (fiedel)


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Das hier ist der Audioprozessor (bekommt man auch auf Ebay):

https://www.lcsc.com/datasheet/C5121359.pdf

Du könntest prüfen, ob die 5V an Pin 1 jetzt anliegen und ob an Pin 28 
ca. 2,2 V anliegen. Dann ist der Chip korrekt versorgt.
Nun machst du eine "Brummprobe", indem du die Eingangs- Pins mit dem 
Finger berührst (LIN/RIN 1/2/3/4). Irgendwo sollte dann Brummen aus den 
LSPs kommen. Falls nicht, wiederholst du das am Eingang der Endstufe (da 
wo die Leiterzüge von Pin 23 + 24 hin führen).
Brummt dort auch nichts, hat ggf. die Endstufe ein Problem.

Du kannst auch mit einem improvisierten "Audiotester" (anderes Gerät mit 
Aux- Eingang, mit dem du ein Aux- Kabel mit offenen Enden verwendest) 
prüfen, ob ein Audiosignal aus dem Frontier- Chip kommt. Dazu stellst du 
einen Radiosender ein, der guten Empfang hat und hältst die Kabelenden 
an Masse und       nacheinander an die Pins (LIN/RIN 1/2/3/4). Dann 
weißt du, dass der Audioprozessor ein Signal bekommt. Kommt auch aus den 
Pins 23 + 24 ein (per Lautstärkeregler einstellbares) Signal, liegt es 
an der Endstufe.

Ich hatte letztens einen solchen Chip getauscht, wonach der Fehler 
wieder kam. Das Problem war dann eine winzige Unterbrechung der 
Datenleitung vom Frontier- Modul zum Audioprozessor, sodass dieser immer 
einen falschen (nicht belegten) Eingang angewählt hatte. Hier waren 
Brummproben und Signal vom Frontier postitiv - also alles da, es müsste 
gehen, aber geht nicht.
Nach Überbrückung des Leiterzuges war dann alles gut...

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