Hi,
ich habe zwei Fragen zu der Schaltung im Anhang (tl431-overdischarge-protection.jpg). Diese ist aus diesem Youtube-Video: https://youtu.be/isutYMU2HHU?t=409
Soweit ich das sehe hat diese Schaltung zwei stabile Zustände:
- REF-Pin vom TL431 > 2.5 V: Q1 ist eingeschaltet und die Batterie speist die Last über den Pin "12 V OUT".
- REF-Pin vom TL431 < 2.5 V: Q1 ist ausgeschaltet und die Batterie speist die Last nicht.
Frage 1: Wie kann die Schaltung von Zustand (2) in Zustand (1) wechseln, wenn die Spannung an der Batterie wieder steigt?
Beispiel: Man nehme an REF < 2.5 V. Dann wird der TL431 weniger Strom von dessen Kathode zu dessen Anode fließen lassen. Als Konsequenz sinkt der Spannungsabfall über R1. Der Betrag der Gate-Source-Spannung des P-Kanal-MOSFETs wird kleiner. Aus diesem Grund steigt der Betrag der Spannung zwischen Drain und Source. Als Konsequenz davon sinkt die Spannung an REF. Dieser Prozess läuft solange bis Q1 ausgeschaltet ist. Im folgenden steigt aber wieder die Spannung der Batterie, sodass die Overdischarge-Protection nicht mehr aktiviert sein muss. Aber wie soll die Spannung jetzt aus Zustand (2) in Zustand (1) wechseln? REF ist kleiner als 2.5, und der TL431 sorgt dafür, dass das auch so bleibt, unabhängig davon, was am Pin "12 V IN" so passiert.
Frage 2:Wie funktioniert der transiente Einschaltprozess?
Wie schon oben geschrieben hat die Schaltung ja nur zwei stabile Zustände. Ich denke mal beim Einschalten bleibt die Schaltung in irgendeinem dieser Zustände hängen. Aber es ist mir jetzt nicht ganz klar, wie dafür gesorgt wird, dass das der gewünschte Zustand ist. Thereotisch kann zu Beginn ja am REF-Pin des TL431 zufälligerweise für einen kurzen Zeitraum eine kleinere Spannung als 2.5 V anliegen. Nach meinen Verständnis bleibt die Schaltung dann einfach in diesem Zustand hängen, unabhängig davon, ob die Batterie voll geladen ist oder nicht.



