Hallo,
in einem Thread von 2014 war zwar schon einmal das Thema aufgetaucht, aber man kann es ja nochmal versuchen...
Ich suche extrem kleine axiale Glühlämpchen, die in alten LCD Armbanduhren für die Beleuchtung (auf Knopdruck) gesorgt haben.
Betriebsspannung dürfte dementsprechend ca. 1,4V sein. 3V Lithium wurde damals noch nicht verwendet.
Ich habe noch 3 Stück.
Die eignen sich für diverse HF Experimente, aber 3 Stück sind zu wenig für mein Vorhaben.
Der Glaskörper ist ca. 3mm lang. Durchmesser dürfte 1mm oder weniger sein.
Siehe Foto.
Anfang der 90er gab es die bei Conrad.
Bisher ist die Suche im Netz komplett erfolglos.
Alle Suchbegriffe die mir in den Sinn kamen habe ich durch. :-(
Hat jemand eine Idee, ob es die noch irgendwo gibt?
Ich suche extrem kleine axiale Glühlämpchen, die in alten LCD
Armbanduhren für die Beleuchtung (auf Knopdruck) gesorgt haben.
Wirst du wohl nirgendwo mehr finden. Werden schon >30 Jahren nicht mehr hergestellt. Musst du Uhren-Relikte aus den späten 70ern/frühen 80ern kaufen und ausschlachten. Das kann teuer werden, denn das ist inzwischen reine Sammler-Domäne...
Betriebsspannung dürfte dementsprechend ca. 1,4V sein. 3V Lithium wurde
damals noch nicht verwendet.
Li wurde anfänglich tatsächlich noch nicht verwendet. Dafür gab's dann 2x Alkaline. Zusammen also auch ca. 3V. Aber sehr schnell nach dem Aufkommen von LCD-Armbanduhren kamen dann auch die Li-Batterien. D.h.: Uhren mit LCD, aber ohne Li-Batterie sind der Sammler feuchter Traum. Davon gab es weltweit nur eine sehr, sehr überschaubare Stückzahl.
Entsprechend viel Kohle wirst du abdrücken müssen, um eine derartiges Exemplar erwerben zu können. Ich würde mal Größenordnung 10^5 Euro schätzen.
Die eignen sich für diverse HF Experimente, aber 3 Stück sind zu wenig
für mein Vorhaben.
Was für Experimente? Ich frage, ob nicht auch Lampen mit anderen Parametern nutzbar sein könnten. Ich kenne eine alte 3,7V/70mA und fand es damals total faszinierend, dass davon ein Draht glühen kann.
Ist zwar radial und nicht axial, aber so wie dich verstehe geht es nicht um einen 1:1 Ersatz. Vielleicht passen sie für dein Vorhaben.
10 Stück für ~1€ dürfte unschlagbar im Preis sein.
Die richtige Antwort wäre gewesen: Du stellst so ein Ding (meinetwegen
ab 1€) auf eBay US ein und postest den Link zur Auktion. Dann könnte
sich jeder selber ein Bild davon machen, wer von uns beiden bei der
Einschätzung des Marktwertes nun tatsächlich Recht hat.
Scheitert sehr wahrscheinlich schon daran, dass du halt nicht über ein
entsprechendes Exemplar verfügst.
Hast du so ein Exemplar? Dann mach mal. Kannst ja einen abstrus hohen Mindestpreis angeben damit das Exemplar bei dir bleibt.
Weshalb da mal fragen? Entweder findet man das Lämpchen in dem Shop, oder eben nicht. Oder meinst du die haben noch etwas unter der Ladentheke, für spezielle Kunden?
Der TO wird genau diese Lämpchen in der Größe mit axialen Anschlüssen und den notwendigen Specs neu mit sehr sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht finden.
Oder meinst du die haben noch etwas unter der
Ladentheke, für spezielle Kunden?
Sie werden ggf. Beziehungen zu Herstellern haben, und sie werden ggf. andere Konditionen oder Möglichkeiten haben...ich habe so etwas schon öfter genutzt und schon so einiges ergattern können - und du?
Aber warum schreibe ich dir, du bist ja überhaupt nicht am Thema beteiligt....
Hallo,
diese Ultra-Micro-Glühlampen wurden damals von OM Jirmann DB1NV in UKW-Berichte 4/87 im Leistungsmesskopf für HP-431 verwendet. 8 Stck. erforderlich. Ultra-Micro-Glühlampen, axial 1,5V Abmessung: 0,7 x 4,5 mm, Bestell-Nr. bei Reichelt war L3250.
Auswerteplatine wurde in CQ-DL 6/98 von OM Vieland DJ4GC veröffentlicht. Überarbeitetes Layout müsste ich bei Interesse heraussuchen.
Im QRP-Forum vom Funkamateur fand im Jahr 2009 eine Diskussion über eine ähnliche Version statt Es lassen sich auch Microlampen aus China mit radialen Anschlüssen verwenden.
MfG
Hallo,
diese Ultra-Micro-Glühlampen wurden damals von OM Jirmann DB1NV in
UKW-Berichte 4/87 im Leistungsmesskopf für HP-431 verwendet. 8 Stck.
erforderlich. Ultra-Micro-Glühlampen, axial 1,5V Abmessung: 0,7 x 4,5
mm, Bestell-Nr. bei Reichelt war L3250.
Auswerteplatine wurde in CQ-DL 6/98 von OM Vieland DJ4GC veröffentlicht.
Überarbeitetes Layout müsste ich bei Interesse heraussuchen.
Im QRP-Forum vom Funkamateur fand im Jahr 2009 eine Diskussion über eine
ähnliche Version statt Es lassen sich auch Microlampen aus China mit
radialen Anschlüssen verwenden.
MfG
Genau um so etwas geht es.
Ein befreundeter Funkamateur hat Anfang der 90er mal eine Schaltung mit OpAmp und Brückenschaltung entwickelt.
Da kommt man mit zwei Lämpchen aus.
Die Lämpchen haben (wenn sie leicht glimmen) einen Widerstand von 50 Ohm.
Der OpAmp regelt diesen "50 Ohm Strom (DC)".
Wenn die Lämpchen mit HF beaufschlagt werden, würden sie heller leuchten.
Die OpAmp Regelung verhindert das und die Regelspannung ist dann proportional zur HF Inputleistung.
Weil die Lämpchen so winzig sind, funktioniert das locker bis 3 GHz.
Höher kamen wir mit dem damaligen Equipment nicht.
Der direkte Vergleich mit einem thermischen Messkopf von HP zeigte eine verblüffend gut Übereinstimmung im Leistungs und Frequenzgang.
Trotz des simplen Aufbaus konnte man damit wirklich messen.
Für den Amateurbereich jedenfalls mehr als ausreiched gut.
Das wollte ich noch einmal aufgreifen, aber nun sind die Lämpchen dem Lauf der Geschichte zum Opfer gefallen...
Hallo zusammen,
hab etwas gefunden, leider nicht genau das was gesucht wird.
Die Glühbirnchen bestellte ich so etwa im Jahr 1980.
Gruss frido
Den Bildern entsprechend ist das quasi die gleiche Lampe, nur halt radial.
Könnte auch gehen, aber wenn die von 1980 sind bekommt man die sicher auch nicht mehr "im Laden".
falls tatsächlich ein HF-Bolometer angedacht ist, könnte man auch einmal über SMD-PTC-Widerstände im Format 0402 bis 0805 nachdenken. Die sollten sich grundsätzlich ebenso eignen, mit dem Vorteil, dass die induktiven Effekte klassischer Glühwendeln entfallen. Dieser induktive Anteil ust nur schwer in den Griff zu bekommen.
Ich hatte früher ein HP431A im Einsatz, funktionierte zwar zuverlässig, allerdings musste man recht häufig die Nullstellung kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren. Auch der nutzbare Messbereich war im Vergleich zu modernen Dioden-HF-Messköpfen doch recht begrenzt. Der große Vorteil dieser thermischen Messmethode ist allerdings unbestritten, Verzerrungen spielen keine Rolle, man misst die tatsächliche Leistung.
Gerade hier haben Diodenmessköpfe naturgemäß gewisse Einschränkungen. Da die Messtechnik heute extrem empfindlich geworden ist, verfügen moderne Diodenköpfe oft über Eingangsteiler, um möglichst im Square-Law-Bereich der Diodenkennlinie zu bleiben. Wenn man ein HF-Signal über einen größeren Bereich gleichrichten möchte, durchläuft man im Prinzip drei Arbeitsbereiche: zuerst den quadratischen (Square-Law), dann einen Übergangsbereich hin zum linearen Verhalten, und schließlich den Bereich, in dem sich die Diode wie ein Spitzenwert-Gleichrichter verhält. Um vergleichbare Resultate zu thermischen Verfahren zu erzielen, beschränkt man die Anwendung daher oft bewusst auf den Square-Law-Bereich, auch wenn die Gleichrichterdiode einen größeren Arbeitsbereich zulassen würde.
Was Konstruktion betrifft, sind Hersteller klar im Vorteil, weil die Meßkopfelektronik ganz auf Substratbasis mit Thick-Film Abschlüssen und direkt auf Die-Basis aufgebrachten Dioden beruht und extrem hohe Frequenzbereiche möglich sind. Über hundert GHz sind da möglich.
Ein spannender Ansatz ist übrigens das uralte URV-Prinzip von Rohde & Schwarz, ein Servo-System, das dem Messkopf ein proportionales 10-kHz-Signal zuführt. Dieses wird mit dem zu messenden HF-Signal verglichen, und die Abweichung vom Ruhezustand dient als Maß für die eingespeiste Leistung. Ich nutze hier ein URV3, welches ein wirklich schönes Gerät ist. Mit entsprechendem Abschlusswiderstand lässt es sich auch zur Leistungsbestimmung einsetzen.
Ich baute mir vor einigen Jahrzehnten einen thermisch beruhenden Brückenmesskopf auf SMD Basis mit aufgeklebten Ultraminiatur NTC Widerständen in einer Meßbrücke und OPV-Rückkopplung. Das funktionierte ganz gut in den GHz Bereich und hatte auch noch bei 3GHz einen guten Return-Loss. Die Widerstände waren 1206 Größe.
Auch daheim lässt sich aber auch mit den kleinen Lämpchen, bei sorgfältigem Aufbau, durchaus etwas Brauchbares realisieren. Auf der anderen Seite sind heute brauchbare SMD-Schottky-Barrier-HF-Dioden gut verfügbar und preislich sehr attraktiv – vielleicht in vielen Fällen doch die praktikablere Alternative zur thermischen Methode.
mir fällt zum Thema ein, dass man sich in Modellbau, Modellbahnforen rumtreiben und Modellbahn Händler abklappern könnte. Axiale Bauform wird zwar ggf. schwierig und in dem Bereich wurde auch schon viel auf Led umgestellt, aber viele Modellbahner wollen auch Miniaturglühlämpchen weiterhin haben. Die Chancen stehen also nicht so schlecht. Vielleicht kannst du auch mit radialer Bauform leben.
falls tatsächlich ein HF-Bolometer angedacht ist, könnte man auch einmal
über SMD-PTC-Widerstände im Format 0402 bis 0805 nachdenken.
Das stimmt.
Es gibt da ganz interessante Bauteile (SMD Thermalpad), die für diese Anwendung bestimmt nicht schlecht sind.
Der Selbstbau ist für mich nur eine "alte" Idee, die ich gerne mal wieder unterm Lötkolben habe.
Heute habe ich selbt die Messgeräte, die einen Vergleich ermöglichen und u.U. auch verraten ob man Mist gebastelt hat.
Damals habe ich mit dem Glühlämpchenmodell Vorstufen für ATV Sender (23cm und 13cm) eingestellt.
Das ging sehr gut.
Irgendwie ist die Platine aber mal abhanden gekommen.