Hallo zusammen,
bei meinem Bastelprojekt "Kühlbox in Form eines Lkw-Anhängers im Maßstab 1:8", das schon öfter zu Einzelfragen meinerseits hier geführt hat, stehe ich wieder einmal vor einer Herausforderung. Ist halt eine absolute Einzel-Bastelei, wo ich bei vielen Schritten den nächsten Schritt noch nicht weiß.
Ich habe Formteile aus PU-Schaum geschnitzt, die sich zur Isolationshülle des Kühlkoffers zusammenpuzzlen. Im Bereich der Kompressor/Verdampfereinheit möchte ich das öfter zusammen- und auseinanderbauen können, ohne daß der schwache PU-Schaum gequetscht, geknickt oder zerrieben wird. Hinten bei den Türen genauso, da will ich ja auch nicht die poröse, schwache Oberfläche des PU-Schaums direkt als Oberfläche des Kühlboxen-Innenraums haben.
Ich habe aufwendige Formen aus MDF erstellt, unzählige Male geschliffen und gespachtelt und grundiert, mit Trennwachs versehen und dünnwandige Epoxy-GfK-Teile erstellt, die so eine Art "Türrahmen" darstellen.
Im Fall der Kompressoreinheit möchte ich jetzt die Wand zwischen Kompressor und Kühl-Innenraum auch mit Epoxi und dünnem Glasfasergewebe ummanteln, damit sie beim öfteren Handling stabil ist und nicht die fragilen Kanten aus PU-Schaum nach außen zeigt, die abbrechen können. Und diese Ummantelung sollte am besten ganz satt in den "Türstock" passen.
Und da kam mir die Idee, das in einem Rutsch mit dem "Türstock" als äußere Form zu machen:
- Das schon existierende GfK-Teil, das den "Türstock" darstellt, wird mit Trennwachs zu einer Form.
- In diese Form hinein bringe ich Epoxyd und wenige Lagen dünnstes Glasfaser-Gewebe, so daß die Innenform des Türstocks perfekt abgeformt wird. Das Gewebe steht aber außen noch ein Stück über.
- Dann sprühe ich ganz wenig PU-Schaum hinein und "stürze" die "Tür", nämlich die Isolationswand der Kühleinheit samt Kühleinheit, hinein. Der aufquillende PU-Schaum sogt dafür, daß die noch nassen GfK-Lagen schön an den Türstock angedrückt werden. Natürlich muß ich Respekt vor dem quillenden Schaum haben, kann schnell zuviel werden.
- Dann nehme ich weiteres Epoxyd mit dem Pinsel und forme das überstehende Glasfasergewebe um die Kanten der "Tür" herum.
Und jetzt kommt die HAUPTFRAGE: Vertragen sich frischer, nicht ausgehärteter PU-Schaum und Epoxyd? Oder wird das Aushärten des Epoxyds gestört?
Hat da jemand Erfahrungen? Ich möchte die schlechte Erfahrung nicht bei diesem One-Shot machen. Klar, ich kanns an einem Beispiel außerhalb ausprobieren. Aber vielleicht weiß es ja jemand so.
Ich hab noch einen CAD-Screenshot von der Gesamtsituation angehängt, damit man sichs besser vorstellen kann. Das dünne GfK-Teil taucht darin nicht auf, man muß es sich als dünne Zwischenlage vorstellen. "Türstock" und "Tür" haben auch nicht mehr so rechtwinklige Stufen und Falze, sondern Formschrägen und Rundungen.
Viele Grüße Tom.



