tl;dr: Suche sehr günstiges FPGA-Board für den absoluten Einstieg und mit kostenloser Toolchain für grundlegendes Verständnis und einfache Experimente. Alle Tipps, Links und Hinweise willkommen. Wichtig: ich habe keinen konkreten Anwendungsfall!
Ich möchte mich (rein hobbymäßig) ein wenig mit FPGAs beschäftigen. Wichtig ist mir das grundlegende Verständnis von FPGAs, Aufsetzen der Toolchain, und erste einfache Experimente. Die Frage ist, ob ich mir ein Board bestelle, das gleich mehrere Zusatzplatinen enthält, oder ein sehr einfaches
Board, bei dem dann allerdings schnell basteln angesagt ist.
Ein Must Have ist eine kostenlose Toolchain. Das Einrichten muss nicht unbedingt total einfach sein und darf ruhig Zeit kosten.
Eine Frage: Ich habe IDEs gesehen, die anscheinend 40GB auf der Platte belegen! Kann das echt sein? Das wären die mit Abstand größten Programme die ich jemals verwendet habe.
Vermutlich wäre es ein wenig sinnvoller, Verilog zu lernen, aber das ist mir am Anfang relativ egal, ich nehme gerne auch VHDL.
Ob ich mich in Zukunft weiter mit FPGAs beschäftigen werde, ist völlig offen. Aber es juckt mich schon seit längerem in den Fingern, da mal reinzuschnuppern.
Das hat den Vorteil, dass man gleich ein Paket mit mehreren Zusatzplatinen kaufen kann (leider wohl nicht nachbestellbar, da habe ich aber noch nicht beim Anbieter geschaut).
günstig, aber eher weniger gut ausgestattet, dafür SD-Slot, hdmi.
Wobei ich denke, dass hdmi-Ausgabe wohl weiter geht, als ich aktuell vorhabe zu gehen.
extrem günstig, Taster und Dip-Schalter, für den Preis kann man eigentlich nix falsch machen. ;-)
Bei einem der Boards gibt es vermeintliche Links zu Toolchain und Doku, die allerdings nicht wirklich weiter führen. Alle Anbieter versprechen Doku, Beispielcode und teilweise Tools. Keine Ahnung, drauf verlassen möchte ich mich nicht.
das hat ein SoC (AMD Zynq™ 7000) mit ARM-CPU und recht großem FPGA. Da denke ich, dass mir die Lernkurve evtl. zu steil ist wg. MCU und FPGA auf einem Chip, obwohl das natürlich schon eine sehr reizvolle Sache ist!
Mein Background: Recht gute Kenntnisse Elektronik und Digitaltechnik (auch uC etc.), gute Computerkenntnisse. War schon in der Elektronikentwicklung (analog und digital, aber nix kompliziertes) tätig und entwickle Software für PC und hauptsächlich im Automatisierungsbereich.
Vielen herzlichen Dank für's lesen! Ich freue mich über jede Antwort und wünsche euch einen schönen dritten Advent.
Paar Tasten, LED-Display und paar LEDs sind nice zum debuggern.
20x2 LCD kannst auch selber ranwursteln, ist billiger als eigens beim Chinamann zu kaufen.
DRAM ist anspruchsvoll, fürs erste mal mit SRAM anfangen.
Da musst erst noch PLL richtig ranfrickeln, d.h. Draht vom Quarz zum PLL Eingang und Induktor statt Widerstand an PLL Supply.
Ansonsten auch brauchbar, wenn man noch das alte 13.01 Quartus hat.
Boards aus China sind nicht günstig, sondern nur billig weil
sparsamst ausgestattet. Kleiner FPGA, langsames xyzRAM, etc.
Und oft noch schlecht designed. Da wird der Taktgenerator dann
auf einen Clockpin gelegt, der keine Verbindung zu den PLLs
des FPGA herstellen kann.
Den Mindeststandard für Ausbildungszwecke, setzte viele Jahre
das DE0NANO-Board von Terasic. An dessen Parametern solltest du
dich bei einem /heutigen/ Neukauf mindestens orientieren...
Ein /echter/ Preistip sind Promoboards diverser FPGA-Fertiger.
Bei denen bekommt man all die guten Sachen zum kleinen Preis.
Quartus belegt ca 40 GB, das ist richtig. Libero liegt in ähnlicher Größenordnung. Die Tools brauchen alle Lizenzen, die man für die kleineren FPGAs kostenfrei erhält. Typischerweise laufen die so ein Jahr, muss man dann erneuern.
Schau Dir mal das TE0890 von Trenz an. Von Arrow gibts noch das AXC3000.(eigentlich auch Trenz) Ich war der Meinung davon gibts verschiedene Ausführungen..
Quartus belegt ca 40 GB, das ist richtig. Libero liegt in ähnlicher
Größenordnung. Die Tools brauchen alle Lizenzen, die man für die
kleineren FPGAs kostenfrei erhält. Typischerweise laufen die so ein
Jahr, muss man dann erneuern.
Wieviel so ein Tool belegt, hängt entscheidend von der geplanten
Nutzung ab. Das Installationsarchiv als ZIP, kann bei einem Quartus
schon einige zehn Gigabyte gross sein. Installiert wird es dann
noch etwas ☺ mehr.
Mit den "freien" Versionen, erhält man oft auch nur ein mit dem
JTAG-Adapter verdengeltes Syntheseergebnis, dass standalone nicht
lauffähig ist. Das reicht aber für Lehr- und Ausbildungszwecke oft.
Lattice würde ich wegen ihrer häufigen Änderungen in den
Lizenzpolicies erst gar nicht erwägen.
ich bedanke mich vielmals für die interessanten Antworten! Nachdem ich noch weitere gefühlte 100 Boards angeschaut habe, stehen nun doch zwei Boards von Ali in der engeren Auswahl:
macht einen recht guten Eindruck, es wurden immerhin über 100 Stück verkauft und die Rezensionen sind auch nicht schlecht.
Nachteil: Es ist nur ein SDRAM on board, und:
Ansonsten auch brauchbar, wenn man noch das alte 13.01 Quartus hat.
Und wenn nicht? Das yosys, das Christoph vorgeschlagen hat, macht zumindest von der Webseiten-Beschreibung her einen guten Eindruck.
mir würde das letztgenannte Board schon sehr gefallen. Ich habe mir inzwischen auch die GOWIN-(FPGA/SOC)-Boards von Sipeed angeschaut. Wäre ja auch ne Option. Kann da jemand etwas dazu sagen?
Ein Sipeed Tang Board wird in einem Buch zum Thema FPGA verwendet. Dort wird auch ein IceZero Board mit Lattice verwendet. Würde allerdings gerne Altera/Intel oder Xilinx oder auch Gowin nehmen.
Ich weiß, dass ich für die meisten Boards einen USB Blaster benötige. Auf manchen Boards ist das JTAG-Interface gleich auf einen USB-Anschluss geführt. Da weiß ich wieder nicht, ob über USB dann auch debuggen möglich ist.
Für mich gibt's da für das Board und die Toolchain noch ca. 1000 Fragen. Ich werde mir jetzt mal ein Board bestellen und dann Stück für Stück ne Toolchain zusammenbasteln. Mal sehen, wenn es das
erste Mal blinkt. Das wird auf jeden Fall mein kompliziertestes/HighTech Blinklicht, das ich je gebastelt habe. ;-)
Ach ja, was ich vergessen hatte: wenn irgendwie möglich sollte das ganze unter Linux laufen. Ist jedoch kein K.O.-Kriterium.
Liebe Grüße und nochmals vielen Dank für eure Unterstützung!
Wenn man nur bei Ali sucht, wird man auch nur Ali finden.
Ich habe mir nur den ersten Link einmal angesehen.
Der Chinese hat viel Speck ausgelegt. Aber:
Es ist der /kleinste/ EP4CE. Vor einigen Jahren bekam man zumindest
die Option angeboten, statt des EP4CE6 einen EP4CE10 vorzufinden.
Das bereits von mir refenzierte DE0NANO *, hat einen EP4CE22 in BGA.
Der EP4CE22 hat ca. vier mal so viel von den FPGA-Innereien eines
EP4CE6. Das kann gerade für den Anfänger nützlich sein, erlaubt es
doch, den Quartus Logicanalyzer "Signal Tap" recht ausgiebig zu
verwenden.
Die Stiftleisten suggerieren viele IOs, die real bereits von SDRAM,
LEDs, Schaltern, VGA-Interface, ... belegt sind. Mehr als eine
"Handvoll" bleibt da dann nicht frei. Hat man noch mehr Pech, sind
diese IOs dann auch gut über die Stiftleisten verstreut.
Es hat schon seinen Sinn, warum andere Anbieter dort ein BGA verbauen.
Und die noch freien IOs können auch von der Qualität "Resterampe"
sein. Will man z.B. einen schnellen ADC parallel anschliessen, wird
man IOs aus der selben IO-Bank wählen wollen. Was bei diesem Board
u.U. gar nicht mehr möglich ist. Je nachdem, wo die freien IOs übrig
geblieben sind, können sie u.U. nur 1,8 V/2,5 V-Peripherie bedienen.
Der als "Bundle" angebotene ADC ist mit 100 ksps weder für Audio,
noch für wirklich schnelle Signale geeignet.
Wenn man weiter sucht, wird man sicher noch mehr auszusetzen haben. ☺
Der Wiederverkaufswert fällt auch dementsprechend aus.
Es gibt einige kostenlose toolchains, selbst von den grossen Herstellern wie Xilinx und Altera. Da muss man halt drauf achten, ob der Typ auf dem Board auch von der kostenlosen Variante unterstützt wird.
Wenns um einen billigen Einstieg geht könnte man auch nach dem Stichwort CPLD suchen, bspw. versucht Lattice seine FPGA's als "preiswert" zu vermarkten, in dem sie als Complex LogiC Device bezeichnet werden. Diese erfüllen aber auch locker die Beschreibung als "kleiner FPGA".
Und statt eval board heisst es auch "breakout board", bspw. "MachXO3D breakout board"
mir würde das letztgenannte Board schon sehr gefallen. Ich habe mir
inzwischen auch die GOWIN-(FPGA/SOC)-Boards von Sipeed angeschaut. Wäre
ja auch ne Option. Kann da jemand etwas dazu sagen?
Beim EVAL Board sollte man nicht zu viel sparen. Am Ende ärgerst du dich nur, wenn der FPGA zu klein ist oder viele Dinge fehlen und du händisch dranpappen musst. Und wenn man dann mal was mit schnellen Schnittstellen machen will ist dann schnell Schluss.
Das von Dir verlinkte Board mit EP4CE6 hat gerade mal 6k LEs (heißt hier 4LUTs). Das ist nicht sehr viel, in meinem aktuellen Spielprojekt wäre das schon voll und da ist noch nicht mal der Prozessor dabei (Hab hier den Luxus von integrierten CPUs). Wenn Du da nen Nios Softcore reinpacken willst ist der schon halb voll.
Ich habe hier im Moment zwei Boards, das Polarfire Discovery von Microchip/Microsemi Polarfire, mit 100k LE, 5 CPU Cores plus DDR4 RAM, Ethernet. Und das AXC3000 mit ebenfalls 100k LE, keine CPU Cores, 16 MB Hyperram. Beide Boards kosten gerade mal ~120€.
Ich weiß, dass ich für die meisten Boards einen USB Blaster benötige.
Auf manchen Boards ist das JTAG-Interface gleich auf einen USB-Anschluss
geführt. Da weiß ich wieder nicht, ob über USB dann auch debuggen
möglich ist.
Ist bei EVAL Boards eigentlich immer so. Was meinst Du mit Debuggen? Ist halt ein on-board JTAG adapter, darüber kann man auch Debuggen. Wobei man FPGA Logik wohl eher vorher simuliert. Da kannst du nix anhalten und steppen, maximal mit Probes tracen und hinterher auswerten. Die CPU Cores lassen sich wie gewohnt über das JTAG debuggen. (Beim Polarfire z.B. per openocd/gdb)
Bei dem AXC3000 kann der FPGA direkt über JTAG konfiguriert werden, was sehr schnell geht, optional dann in den Config Flash. Beim Polarfire SoC muss ich immer flashen, das dauert einige Minuten.
Ich spiele seit ein paar Monaten mit verschiedenen Tang-Boards herum, intensiv mit dem Tang Primer 25K. Kann ich sehr empfehlen. Das FPGA ist groß genug für eine 32-bit CPU (picoRV32 belegt etwa 30% der Ressourcen). In die Tools muß man sich einarbeiten, wer Altera oder Xilinx kennt, wird keine Probleme haben. SW-Tools basieren auf Eclipse, was für mich neu war. Alle Tools kostenlos, ich benutze die Version, die man nicht einmal registrieren muß. Die Doc ist z.T. etwas sehr knapp, aber in hervorragendem Englisch geschrieben, vielleicht KI übersetzt.
Download des Bitstreams funktioniert problemlos über USB. Ich hatte keine unerklärlichen Abbrüche, die nach einem Neustart genauso unerklärlich wieder weg waren. Einfach mal ausprobieren, läuft wie a Lottche...
Beim EVAL Board sollte man nicht zu viel sparen. Am Ende ärgerst du dich
nur, wenn der FPGA zu klein ist oder viele Dinge fehlen und du händisch
dranpappen musst. Und wenn man dann mal was mit schnellen Schnittstellen
machen will ist dann schnell Schluss.
Über die Grösse des EP4CE6 habe ich mich ja schon ausgelassen.
Die ausgewählte Peripherie sollte aber auch nützlich sein.
PS/2-Interface, langsame ADCs/DACs, kleine CMOS-EEPROMs, etc.
würde ich nicht dazu zählen. Und sie sollte dann wenigstens per
Jumper trennbar mit dem FPGA verbunden sein.
Ich weiß, dass ich für die meisten Boards einen USB Blaster benötige.
Auf manchen Boards ist das JTAG-Interface gleich auf einen USB-Anschluss
geführt. Da weiß ich wieder nicht, ob über USB dann auch debuggen
möglich ist.
Ist bei EVAL Boards eigentlich immer so. Was meinst Du mit Debuggen? Ist
halt ein on-board JTAG adapter, darüber kann man auch Debuggen. Wobei
man FPGA Logik wohl eher vorher simuliert. Da kannst du nix anhalten und
steppen, maximal mit Probes tracen und hinterher auswerten.
Man kann schon zur Laufzeit, die Speicherinhalte des FPGA-internen
RAMs per JTAG auslesen und auch beschreiben. Was man mit dem JTAG
sonst noch anstellen kann, hat Altera auch recht gut dokumentiert.
Die Funktionen sind aber eben nicht äquivalent zu einem JTAG an
einem Controller.
Für Funktionen analog einem Logic Analyzer steht "Signal Tap" bereit.
Damit kann man Signale zur Laufzeit darstellen und analysieren.
Voraussetzung ist das Vorhandensein eines hinreichend grossen
Trace-Buffers. Daran mangelt es bei "kleinen" FPGAs natürlich besonders.
Es gibt auch noch die /Deluxe-Ausgabe/ des FX2LP basierten USB-Blasters,
bei der alle Datenleitungen des FX2LP plus Handshakesignale mit
FPGA-IOs belegt sind. Ein FPGA hat ja im allgemeinen genug IOs. ☺
Dann kann man sich mit dem Cypress GPIF-Tool eine Firmware erzeugen,
die mit USB2-HighSpeed Daten an einen Host liefern oder lesen kann.
Diese Firmware muss man dann von Hand/per Script mit der
Cypress-Konsole in den RAM des JTAG-Adapters laden und starten.
Das Installationsarchiv als ZIP, kann bei einem Quartus
schon einige zehn Gigabyte gross sein. Installiert wird es dann
noch etwas ☺ mehr.
Ich habe hier Quartus 13.0SP1 auf Win10 installiert und es belegt 9,5 GB.
Dafür habe ich bei Intel problemlos einen License Key bekommen und auch schon einige größere Projekte damit für den Cyclone IV gemacht.
Mit den "freien" Versionen, erhält man oft auch nur ein mit dem
JTAG-Adapter verdengeltes Syntheseergebnis, dass standalone nicht
lauffähig ist. Das reicht aber für Lehr- und Ausbildungszwecke oft.
Was meinst Du mit verdengelt?
Mein o.g. Quartus13 geht problemlos mit einem 3,- Euro USB Blaster Clone vom Ali. Also der, der meistens auch bei den Bundles dabei ist. Damit kann ich auch das Config-Flash flashen, sowohl über AS als auch JTAG.
Bei den aufgeführten Boards würde ich keinesfalls das mit dem EP1C3 nehmen. Das ist der uralte Cyclone 1, der noch nicht einmal Hardwaremultiplizierer hat. Und für den Preis von 30,- Euro für ein Board mit dem kleinsten Baustein mit 3K LEs viel zu teuer. Die Chips selber habe ich bei Ali schon für unter 1,- Euro /Stk. gesehen.
Auch von Cyclone II würde ich eher Abstand nehmen. Die sind mittlerweile auch eher selten und überteuert. Cyclone IV ist trotz des Alters immer noch interessant, weil die Teile bei Ali derzeit auch sehr günstig sind. Es kann sich auch um umgelabelte Cyclone III handeln, was ich bei Messungen herausgefunden habe.
Es ist letztlich aber auch egal, weil sich Cyclone III und IV funktional nicht unterscheiden. Da wurde wohl nur mal aus Kostengründen der Prozess umgestellt und dem Kind einen neuen Namen gegeben.
Jedenfalls sind die Bauteile sehr billig zu bekommen, wenn man mal was eigenes machen will.
Ein EP4CE15 im BGA256 kostet ca. 2,60 Euro und im BGA485 ca. 6,- Euro.
Da kann man schon einiges damit anstellen. Wenn man unbedingt TQFP144 will, geht es bis auf 22K LEs, was für die Gehäuseform extrem viel ist.
Habe mir den Schaltplan dazu angeschaut. Die Signale an den freien Stiftleisten sind nicht mit der Peripherie auf dem Board kombiniert.
Da hier ein EP4CE15 im BGA485 Gehäuse verbaut ist, sind genügend freie I/Os da. Anders bei einem im TQFP144 Gehäuse, wo maximal 80 oder 90 I/Os zur Verfügung stehen, wovon dann 90% an das RAM und die restliche Peripherie gehen.
Der Takt geht auf den Eingang CLK7 (GCLK5), welcher problemlos für PLL nutzbar ist.
Das ZIP-Archiv mit den Beispielprogrammen meldet sich aber leider als defektes Archiv (mal wieder typisch ;-).
Zu SDRAM und HDMI gibts aber eine Vielzahl von Projekten in Netz. Für Anfänger sowieso erstmal kein Thema.
Wenn ich Marci richtig verstanden habe, möchte er nicht in erster Linie einen Prozessor implementieren oder programmieren.
Nachteilig bei diesen ganzen "rundum sorglos" Boards finde ich dass es gerade für Einsteiger etwas gefährlich sein könnte, die I/Os an unbenutzter Peripherie richtig zu konfigurieren.
Das ist z.B. bei einer frischen Quartus 13 Installation der Fall.
Da ist standardmäßig die Option "set unused Pins to GND" angewählt.
Wenn man da vor dem ersten LED-Blinkversuch nicht die Option "unused Pins to tristate" auswählt, kann einem z.B. ein /OE an einem Speicherbaustein ganz schnell den Speicherbaustein und/oder die I/Os am FPGA himmeln.
Das passiert natürlich nicht bei den professionellen Boards, wo man sich ein Blinky-Projekt reinlädt und die I/Os dort schon vorkonfiguriert sind.
Daher waren mir anfangs Boards lieber, die nichts außer dem FPGA, der Stromversorgung und dem Konfigurationsspeicher enthalten.
Mich wundert, dass hier noch nicht das EBAZ4205 Board vorgeschlagen wurde, das aus alten Bitcoin Minern stammt. Günstiger geht kaum, insb. wenn man auch noch Linux drauf laufen lassen möchte.
Ja, du hast Recht, jetzt wo du es sagst! Peinlich, dass ich fast drauf reingefallen wäre. Ich habe mich ob der veralteten PS/2 Buchse auch gefragt, was das soll. Das Board sieht halt zu schnuckelig aus. ;-)
Dass es ein sehr kleiner FPGA ist hatte ich schon festgestellt. Das war mir jedoch im ersten Moment egal. Für nen Blinker oder ein UND-Gatter oder Zähler reicht es, dachte ich. Aber jetzt wurde mir schon der Mund wässrig gemacht, und ich will mehr.
Der Grund, warum ich beim Ali such(t)e ist, dass ich dort zuerst bei der Suche nach anderen Produkten auf die FPGA-Boards gestoßen bin. Inzwischen sehe ich ein, dass das von mir anvisierte Board definitiv nicht empfehlenswert ist. Im Prinzip ist es ja auch egal, welche Peripherie on board ist, kann man ja alles auch extern basteln und dann an die Leisten anschließen. Wie gesagt, basteln ist eigentlich kein Problem für mich.
Es gibt auch noch die Deluxe-Ausgabe des FX2LP basierten USB-Blasters,
bei der alle Datenleitungen des FX2LP plus Handshakesignale mit
FPGA-IOs belegt sind.
Ein Link wäre nett gewesen, aber Du hast ja im Prinzip schon geschrieben, wie das funktioniert.
Unter FZ2LP finde ich USB-Chips von Infineon/Cypress, die einen MCS51 Core und USB an board haben. Dann finde ich auf mc einen Thread zu einem "neuen" USB Blaster III:
OK OK, dann hätte ich schreiben sollen/wollen "NICHT Windows only"...
Ist doch wurst, welches GNU/Linux es ist (nebenbei: OpenSUSE, schon seit Jahrzehnten).
Ich schau mir jetzt nochmal die hier genannten Boards an und entscheide mich dann. Ich möchte jetzt verd... nochmal endlich bestellen. :-)
ich bin's nochmal. Eigentlich würde ich nach der Einarbeitung gerne ein eigenes Board mit FPGA designen. Aber ich bin schon seit fast 20 Jahren weg von der Elektronikentwicklung. Und FPGA mit den verschiedenen Spannungen, deren vorgeschriebene Einschaltreihenfolge etc. und vor allem BGA-Gehäuse machen das ganze sicher nicht einfach. Mal sehen... Jetzt schau ich mal, ob ich wenigstens ein Experimentierboard zum Laufen kriege.
Günstig ist das EBAZ4205 sicher, aber angesichts der Eingangsfrage wohl
eher mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Du hast Recht, die Zynq-Reihe scheint überaus interessant dank arm Hard Core. Aber wie ich schon schrieb, ist da die Lernkurve evtl. etwas zu steil. Später, falls ich am Thema FPGA dran bleibe, werde ich sicher auch mal ein solches Board besorgen.
Aber ich bin schon seit fast 20 Jahren
weg von der Elektronikentwicklung.
Nachtrag: Na ja, ich verfolge die Entwicklung, KiCAD etc., JLPCB, reflow-Ofen basteln oder kaufen, Lötstationen mit direkt beheizter Spitze etc. Aber mache halt nichts praktisches. Außer mal Peripherie auf Lochraster oder Breadboard für uC-Board aufbauen.
Es gibt auch noch die Deluxe-Ausgabe des FX2LP basierten USB-Blasters,
bei der alle Datenleitungen des FX2LP plus Handshakesignale mit
FPGA-IOs belegt sind.
Ein Link wäre nett gewesen, aber Du hast ja im Prinzip schon
geschrieben, wie das funktioniert.
Links gibt es dafür gar nicht. Rechts im Schaltungsauszug der FPGA.
Unter FZ2LP finde ich USB-Chips von Infineon/Cypress, die einen MCS51
Core und USB an board haben. Dann finde ich auf mc einen Thread zu einem
"neuen" USB Blaster III:
Das liegt nur daran, dass dem FX2LP auf "Mannaggeranweisung" der
Saft abgedreht wurde. Nicht etwa weil er schlecht gewesen wäre.
OK, das werde ich mir bei Gelegenheit auch mal anschauen. Vor allem, da
auch das FPGA-Buch ein Board mit GOWIN-FPGA verwendet.
Solche, an der Hardware "entlanglaufende" Bücher, kann man sich sparen.
Im konkreten Bedarfsfall, muss man dann sowieso die Doku des FPGA zu
Rate ziehen. Das viele Kleingedruckte fehlt in solchen Büchern.
OK OK, dann hätte ich schreiben sollen/wollen "NICHT Windows only"...
Ist doch wurst, welches GNU/Linux es ist (nebenbei: OpenSUSE, schon seit
Jahrzehnten).
Es geht nicht um die grundsätzliche Geschmacksrichtung dabei.
Es wird oft genug, auf eine konkrete Version Bezug genommen.
Ich schau mir jetzt nochmal die hier genannten Boards an und entscheide
mich dann. Ich möchte jetzt verd... nochmal endlich bestellen. :-)
Das Linux gibt es nicht. Und was die (alten) Synthesetools dann als
Linux vorschlagen, wird heute wohl niemand mehr installieren wollen
Stimmt. Aber die meisten Tools laufen auch unter nem aktuellen. Ich verwende hier gar was exotisches, Devuan Excalibur, (Sowas wie Debian trixie, nur ohne systemd, ja bin da etwas seltsam) und dort läuft sowohl das aktuellste Quartus (nebenbei bemerkt sogar auf meinem uralt notebook mit i3 / 8GB RAM) als auch Libero SoC. Und obwohl das Libero permanent mit nicht unterstützter Linux Version nervt hat sich der Microchip Support sogar zeitnah mit meinem Supportcall beschäftigt - mein VHDL bringt den Synplify Compiler zum Absturz :-D
Und FPGA mit den verschiedenen
Spannungen, deren vorgeschriebene Einschaltreihenfolge etc. und vor
allem BGA-Gehäuse machen das ganze sicher nicht einfach.
Ja, 3 Spannungen (Core, VCCA und VCCIO) sind etwas nervig, aber kein größeres Problem. Einschaltreihenfolge kenne ich keine, zumindest bei den Cyclones.
BGA ist pillepalle. Zur Not mit nem kleinen Tischofen oder einem Heissluftfön.
Aber muss ja auch nicht unbedingt BGA sein. TQFP gibt es ja auch. Das geht auch zur Not auf 2-lagiger PCB. Bei den kleinen BGA brauchst Du mindestens 4 Lagen, sonst eher 6.