Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EMS Fertigung: 95% Ausfallquote


von Wolfgang S. (wolfgangsch)


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Hallo,
wir fertigen noch ein älteres Board, mit einem ATMEGA32-16AU.
Im letzten Fertigungslos von 100 Stück gab es eine Ausfallquote von 95%, 
weil jedes mal der ADC nicht so tat wie er sollte. Der Rest 
funktionierte.

Ich bin gerade am klären, ob das ein Fehler von uns (Statik?) ist, oder 
ob das ganze Los von Atmels ICs ein Problem hat. Bevor ich mal einen 
manuell aufbaue und prüfe, dachte ich frage mal hier ....

Der Prozess an sich (hätte ich gesagt) ist definitiv im Griff, wir 
fertigen das Board schon seit über 10 Jahren.

Sind bei älteren ATMEGA32-16AU solche Fehler bekannt?


Danke + MfG
 Wolfgang

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Wolfgang S. schrieb:

> Sind bei älteren ATMEGA32-16AU solche Fehler bekannt?

Nein.

Ich würde mal auf einen Bestückungsfehler im Dunstkreis von AVCC/AREF 
tippen.

von Michael B. (laberkopp)


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Habt ihr die richtige Taktrate für die Auflösung oder läuft er 'out of 
bounds'. AVCC richtig verdrahtet.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Wolfgang S. schrieb:
> weil jedes mal der ADC nicht so tat wie er sollte.
Was erwartest du und was tut er denn stattdessen?

: Bearbeitet durch Moderator
von Gerd E. (robberknight)


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Was für ne Spannung, Takt und Oszillator-Art verwendet Ihr?

Zumindest bei den 328ern und 168ern hat Microchip ne Variante aufgelegt 
die den Full-Swing-Oszillator nicht mehr hatte (also war drauf, lief 
aber nicht mehr zuverlässig). Dann wollten sie eigentlich die 
ursprüngliche Version abkündigen, das ist denen aber wohl um die Ohren 
geflogen weil zu viele Kunden explizit noch nach den alten gefragt 
hatten. Dann haben sie einen Rückzieher gemacht und bieten jetzt beide 
an.

Ich weiß nicht ob das bei den 32ern auch so ist. Aber es könnte gut sein 
dass da aus Versehen die falschen bestückt wurden.

von Harald A. (embedded)


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Gibt einiges an "Kopien" vom ATMEGA32-16AU auf dem Markt. Gerade im 
Analogbereich haben die oft Schwächen. Kann man Fakes zu 100% 
ausschließen?

von Wolfgang S. (wolfgangsch)


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Lothar M. schrieb:
> Wolfgang S. schrieb:
>> weil jedes mal der ADC nicht so tat wie er sollte.
> Was erwartest du und was tut er denn stattdessen?

Hallo, Danke für Deine Zeit. Laut Testentwicklung, der ausgelesene 
digitale Wert ist immer die 1023 (0x03ff), aber die Eingangsspannung am 
AFD Eingang ist kleiner als die am AREF Eingang.

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Wolfgang S. schrieb:
> Hallo, Danke für Deine Zeit. Laut Testentwicklung, der ausgelesene
> digitale Wert ist immer die 1023 (0x03ff), aber die Eingangsspannung am
> AFD Eingang ist kleiner als die am AREF Eingang.

Das sollte sich jemand mit Elektro-Hintergrund anschauen. "kleiner als 
AREF" enthält 0 Information.

von Rainer W. (rawi)


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Wolfgang S. schrieb:
> Im letzten Fertigungslos von 100 Stück gab es eine Ausfallquote von 95%,
> weil jedes mal der ADC nicht so tat wie er sollte.

Das nenne ich eine aussagekräftige Fehlerbeschreibung. :-(

Wolfgang S. schrieb:
> Laut Testentwicklung, der ausgelesene digitale Wert ist immer
> die 1023 (0x03ff), aber die Eingangsspannung am AFD Eingang ist
> kleiner als die am AREF Eingang.

Welche Spannung wird an AREF gemessen?
Welche Spannung liegt an AVCC an?
Wie sind AVCC und AREF beschaltet?
Wie wird AREF genutzt, d.h. welche Einstellungen nutzt die Software für 
die Referenz?

> ... Eingangsspannung am AFD Eingang ...
Welcher soll das sein? "AFD" taucht im Datenblatt nicht auf.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Rainer W. schrieb:
> Welche Spannung wird an AREF gemessen?
> Welche Spannung liegt an AVCC an?
> Wie sind AVCC und AREF beschaltet?
> Wie wird AREF genutzt, d.h. welche Einstellungen nutzt die Software für
> die Referenz?

Antwort: die gleichen, die auf unzähligen identischen in den letzten 10 
Jahren gefertigten Boards einwandfrei funktioniert haben. Damit sollte 
das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.

Oliver

von Rainer W. (rawi)


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Oliver S. schrieb:
> Damit sollte
> das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.

Dann geh' ich mal Popcorn holen. Ohne irgendwelche Fakten lässt sich da 
vortrefflich drüber herum spekulieren.

von M.A. S. (mse2)


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Spielt Ihr die Software selber auf oder kauft Ihr geflashte Controller?

von Εrnst B. (ernst)


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Oliver S. schrieb:
> Antwort: die gleichen, die auf unzähligen identischen in den letzten 10
> Jahren gefertigten Boards einwandfrei funktioniert haben. Damit sollte
> das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.

Nö.
Wenn z.B. die bisher alle nur zufällig funktioniert haben, weil der AVR 
out-of-spec betrieben wurde, die damalige Silizium-Revision das aber 
mitgemacht hat, und die Neuen da eben weniger Reserve bieten...

Wenn du dich so zierst die Details herauszurücken, ist das schon etwas 
Verdächtig in die Richtung "Da wurde gepfuscht, du weißt dass da 
gepfuscht wurde, jetzt fliegt dir der Pfusch um die Ohren, und du suchst 
einen externen Schuldigen".

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Oliver S. schrieb:
> Antwort: die gleichen, die auf unzähligen identischen in den letzten 10
> Jahren gefertigten Boards einwandfrei funktioniert haben.
Ich habe schon mal nach einigen Jahren in Serie bei einem ADC ein 
Problem mit Spikes bekommen. Da hatten die Analogwerte dann bei jedem 
10. Wert große Ausreißer.

Vermeintliche Ursache: es wurde bei einem Fertigerwechsel lediglich ein 
anderer Elko verbaut. Eigentlich völlig unkritisch, allerdings hatte der 
einen etwas höheren ESR und konnte den Ripple vom schlechten 
Schaltregler nicht mehr ausreichend gut filtern.

Und die wirkliche Ursache des ganzen Übels? Das war das schlechte Layout 
des besagten Schaltreglers.

Daraufhin kam diese Seite zustande:
- 
https://www.lothar-miller.de/s9y/archives/46-EMV-Optimiertes-Schaltreglerlayout.html

> Damit sollte das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.
Langer Rede kurzer Sinn: auch wenn was schon viele Jahre "problemlos" 
und "unverändert" funktioniert hat, muss das nicht bedeuten, dass da 
nicht doch ein Fehler im Design ist...

von M.A. S. (mse2)


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Εrnst B. schrieb:
> ...du suchst einen externen Schuldigen".
Manchmal gibt es einen solchen. Bei uns hat mal ein Bestücker alle 
Widerstandswerte falsch bestückt. Das war noch leicht herauszufinden. 
Hätte er das mit Keramikkondensatoren gemacht, wäre es schwieriger 
gewesen.

von Oliver S. (oliverso)


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Lothar M. schrieb:
>> Damit sollte das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.
> Langer Rede kurzer Sinn: auch wenn was schon viele Jahre "problemlos"
> und "unverändert" funktioniert hat, muss das nicht bedeuten, dass da
> nicht doch ein Fehler im Design ist...

Das kann sein, aber sicher keiner in der Initialisierung, und wenn da 
keine Spezialhandstände dür die Beschaltung von ARef gemacht wurden, 
sind auch da die Möglichkeit für exotische Schaltungsfehler eher 
begrenzt.

Aber natürlich sollte der TO nachmessen, was da wirklich los ist.

Oliver

von Udo S. (urschmitt)


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Εrnst B. schrieb:
> Wenn du dich so zierst die Details herauszurücken, ist das schon etwas
> Verdächtig in die Richtung "Da wurde gepfuscht, du weißt dass da
> gepfuscht wurde, jetzt fliegt dir der Pfusch um die Ohren, und du suchst
> einen externen Schuldigen".

Der TO wollte erst mal nur wissen ob hier jemand Kenntnisse über Chargen 
oder Versionen des benutzten µC hat die Probleme mit dem ADC verursachen 
können.
Da er wohl in einer Firma arbeitet hat er die genauen Testdaten evtl. 
gar nicht vorliegen oder darf sie gar nicht hier veröffentlichen.

Also versuch dich mal zu mäßigen und erst dein Gehirn einzuschalten, ehe 
du hier so herumpöbelst.

von Udo S. (urschmitt)


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Wolfgang S. schrieb:
> Hallo,
> wir fertigen noch ein älteres Board, mit einem ATMEGA32-16AU.

Oliver S. schrieb:
> Antwort: die gleichen, die auf unzähligen identischen in den letzten 10
> Jahren gefertigten Boards einwandfrei funktioniert haben. Damit sollte
> das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.
>
> Oliver

Sind jetzt der TO Wolfgang und Oliver die selbe Person?

von Oliver S. (oliverso)


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Udo S. schrieb:
> Sind jetzt der TO Wolfgang und Oliver die selbe Person?

Nein.

Oliver

von Nemopuk (nemopuk)


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Oliver S. schrieb:
> die gleichen, die auf unzähligen identischen in den letzten 10 Jahren
> gefertigten Boards einwandfrei funktioniert haben. Damit sollte das
> Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.

So einfach ist das nicht. Wenn man sich nicht an die Vorgaben/Grenzwerte 
aus dem Datenblatt hält, dann funktioniert es mit Glück (oft auch 
Millionenfach) und dann irgendwann plötzlich nicht mehr. Denn man hat 
unbewusst auf eine Eigenschaft gesetzt, die der Hersteller nicht 
zugesichert hat und jetzt "plötzlich" nicht mehr liefert.

Keine Ahnung, ob das bei dir der Fall ist. Aber wenn man schon um Hilfe 
bittet, sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen und auf 
entsprechende Hilfsangebote eingehen.

Wenn du anders herum sicher bist, daß Microchip Schuld ist, und du 
keinen Bock auf eine technische Lösung hast dann verklage sie doch! Aber 
dann mit Hilfe eines Juristen. Wir können dir dabei nicht helfen.

: Bearbeitet durch User
von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Lothar M. schrieb:
> Vermeintliche Ursache: es wurde bei einem Fertigerwechsel lediglich ein
> anderer Elko verbaut.

Dann wäre es doch mal interessant herauszufinden was die defekten von 
den restlichen 5% funktionierenden Baugruppen und den seit 10 Jahren 
produzierten unterscheidet.

rhf

von Bruno V. (bruno_v)


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Oliver S. schrieb:
> Das kann sein, aber sicher keiner in der Initialisierung, und wenn da
> keine Spezialhandstände dür die Beschaltung von ARef gemacht wurden,
> sind auch da die Möglichkeit für exotische Schaltungsfehler eher
> begrenzt.

Normalerweise wird so lange "gebastelt" bis es läuft. Oder positiv 
formuliert: Solange es nicht läuft, wird probiert. Wenn beispielsweise 
ein Register beim Einschalten zufällig immer richtig steht, merkt man 
nicht, dass es nicht beschrieben wird. Im Datenblatt steht zwar ein "u" 
statt "0", aber bei x =f(Erfahrung) Registern wird man nachlässig.

Du glaubst gar nicht, wie massiv die sorgfältige Inbetriebnahme eines 
ICs (egal ob ADC oder µC) unterschätzt wird.

(Ein Standard-Beispiel ist Clock-Stretching beim I2C, was Bastler wie 
ich zu Anfang nicht auf dem Schirm haben. Und mit "Nops" erfolgreich 
beheben: An der SW kann es also nicht liegen)

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Wolfgang S. schrieb:
> Ich bin gerade am klären, ob das ein Fehler von uns (Statik?) ist, oder
> ob das ganze Los von Atmels ICs ein Problem hat. Bevor ich mal einen
> manuell aufbaue und prüfe, dachte ich frage mal hier ....

Aktuelle Controller sind sehr robust. Mit Statik hatte ich auch bei 
4-stell. Anzahl noch nie Probleme. Einen Fehler beim Hersteller zu 
vermuten, ist äußerst gewagt. Das übliche Gescheie hier von Fake oder 
nach Abblockkondensatoren interpretiere ich als Inkompetenz.

Du mußt den Fehler (welchen überhaupt?) an einer defekten Schaltung 
selber finden. Sofern die Bestückung richtig ist, könnte ich mir noch 
einen Quarz vorstellen, der nicht richtig schwingt - aber auch nur als 
sehr vage Vermutung.
Messen, messen, messen.

: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (pnuebergang)


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Wolfgang S. schrieb:
> Im letzten Fertigungslos von 100 Stück gab es eine Ausfallquote von 95%,
> weil jedes mal der ADC nicht so tat wie er sollte.

D.h. du hast 95 defekte Platinen vor dir liegen die alle den gleichen 
Fehler zeigen? Also genug Experimentiermaterial.

Na dann mal frisch ans Werk.

Von ein paar defekten Platinen die ATMegas auslöten und sie in einer 
Versuchsschaltung mit minimalen Peripheriebauteilen testen.

Von einer defekten Platine Bauteil um Bauteil auslöten, jedes einzelne 
Bauteil direkt nach dem Auslöten vermessen und katalogisieren.

Wenn alle Bauteile ausgelötet sind die Platine "durchklingeln". Ebenso 
eine der defekten, aber voll bestückten Platinen "durchklingeln".

Auch, wenn du ran kommst und die Bestückungsanlage noch gerüstet ist, 
selber direkt vor Ort in der Fertigung Feeder kontrollieren was wo 
geladen ist. Teilenummer, Date Code, Batch Number etc. von den Rollen, 
Stangen, Trays notieren und die Markings auf den Bauteilen ebenso 
abgleichen.

Selber ist wichtig, überlass das, wenn es irgend geht, nicht einem 
Hilfsarbeiter dritter Klasse dem das alles sowieso egal ist.

Ist die Anlage nicht mehr gerüstet wenigsten die ganzen schriftlichen 
Infos, was angeblich wo war, was der Einkauf oder wer auch immer 
beschafft hat, usw, einsammeln.

Auch nachbohren woher das Zeug stammt, wo es gekauft wurde.

Alles was du an Bauteile-Infos gefunden hast mit dem Soll-Zustand 
abgleichen. Hat jemand "mal eben schnell" ein Bauteil ersetzt oder 
geändert?

Von mehreren Platinen die Software auslesen und vergleichen (wenn keine 
Lock-Bits gesetzt sind). Bei ein paar der defekten Platinen die Software 
neu aufspielen und nochmal die Platinen testen.

Aus der Versionskontrolle sowohl das Binary, als auch die Sourcen der 
aktuellen Version ziehen. Zusätzlich ein weiteres Binary aus den Sourcen 
neu bauen und vergleichen. Ebenso mit den ausgelesenen Binaries 
vergleichen. Aus der Versionskontrolle die letzten Änderungen ziehen und 
kontrollieren warum, wann, was und wo geändert wurde.

Älteres Binary aus der Versionskontrolle ziehen und auf eine der 
defekten Platinen aufspielen. Dann Platine testen.

> Bevor ich mal einen
> manuell aufbaue und prüfe, dachte ich frage mal hier ....

Einen aufbauen? Die Frage ist doch nicht ob dein Handaufbau 
funktioniert, sondern warum 95% der gefertigten Platinen nicht 
funktionieren. Du hast 95 aufgebaue Platinen zur Untersuchung des 
Fehlers.

> Der Prozess an sich (hätte ich gesagt) ist definitiv im Griff, wir
> fertigen das Board schon seit über 10 Jahren.

Welches Personal ist neu?

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Oliver S. schrieb:
> Aber natürlich sollte der TO nachmessen, was da wirklich los ist.

Das waren meine Worte. Und damit irgendjemand hier versteht, was da 
gemessen wurde, wäre ein minimales Schaltungsumfeld und eine Info über 
ADC- und Referenzkonfiguration ausgesprochen hilfreich.

Udo S. schrieb:
> Da er wohl in einer Firma arbeitet hat er die genauen Testdaten evtl.
> gar nicht vorliegen oder darf sie gar nicht hier veröffentlichen.

Wenn die Firma da so zugeknöpft ist, kann sie sich auch selbst drum 
kümmern, was da los ist. Dafür gibt es externe Dienstleister, die man in 
solchen Fällen hinzuziehen kann - mit NDA.

: Bearbeitet durch User
von Maik .. (basteling)


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Da gibt es die tollsten Sachen. Ich hätte mal ein Projekt geerbt, da 
wurden Parametrier - Registerdaten eines ICs um ein Bit verschoben vom 
uC und dem darin implementierten Servicemenü seriell eingeschrieben. Der 
vorherige Entwickler hatte das dann wohl durch probieren zum laufen 
gebracht. Der Sofwerker war sich seiner Sache auch ganz sicher und das 
ganze hatte vorher in Serie ja auch schon funktioniert. Nur dass ich 
etwas EMV Filterei ergänzt und somit Phasenlagen und Pegel im zu 
parametrierenenden Analogteil dann nicht sinnvolle anpassen konnte. Bis 
ich da dann mal den seriellen Datenstrom angeschaut habe (ging ja 
vorher) hab ich als junger Ingenieur doch einige schlaflose Nächte 
gehabt...

Und die Leute,die hier immer nach viel Informationen schreien. Geht 
zurück in den Sandkasten.

Oft gibt es ja Branchenweite Erfahrungen, die aber niemand 
veröffentlicht, der nicht ausprobieren will, totgeklagt zu werden ...

von Wolfgang S. (wolfgangsch)


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Vielen Dank für die viele Antworten, leider schießt das teilweise mit 
viel Hass ins Kraut. Das will ich aber nicht.

Wir hier haben schon das geflügelte Wort, "wurdest Du heute schon 
beschimpft"? Gemeint ist, ob man schon im Microcontroller-Forum war ;)
Es muss wohl mal jemand in die Fertigung un direkt am Gerät selber 
messen.

Danke für Eure Zeit, ich habe ein paar Ideen mitgenommen.

Wenn ich rausgefunden haben woran es lag, werde ich berichten.

MfG
 Wolfgang

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Hannes J. schrieb:
> Von einer defekten Platine Bauteil um Bauteil auslöten, jedes einzelne
> Bauteil direkt nach dem Auslöten vermessen und katalogisieren.

Viel zu aufwendig!
Die betreffenden Spannungen messen, ob sie im erwarteten Rahmen liegen, 
und mit einem kleinen Testprogramm die Funkion oder besser das Verhalten 
des ADCs überprüfen.
Der Kopf muß rauchen nicht der Lötkolben ;-)

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Maik .. schrieb:
> ein Projekt geerbt, da wurden Parametrier - Registerdaten eines ICs um
> ein Bit verschoben vom uC und dem darin implementierten Servicemenü
> seriell eingeschrieben. Der vorherige Entwickler hatte das dann wohl
> durch probieren zum laufen gebracht.
Kenne ich: falschen SPI-Modus verwendet und "Glück gehabt", bis dann im 
Sommer die Sonne durchs Fenster prall auf die Steuerung fiel... ;-)

Maik .. schrieb:
> Oft gibt es ja Branchenweite Erfahrungen, die aber niemand
> veröffentlicht, der nicht ausprobieren will, totgeklagt zu werden ...
Es gibt von Tantalkondensatorherstellern ausführliche Tests, was bei 
welcher Spannung passiert, wenn man die Dinger verkehrt herum eingebaut 
hat. Die Ergebnisse dieser Test bekommt man aber nur, wenn man danach 
fragt und ein NDA unterzeichnet. Woher ich das weiß? Selbst 
herausgefunden, nachdem 1000 mit 1 verpolten Tantal produzierte 
Steuerungen weltweit verteilt nach und nach ausfielen (zum Glück in etwa 
nur das laut der besagten Tests zu erwartende 1% davon).

Wolfgang S. schrieb:
> Wenn ich rausgefunden haben woran es lag, werde ich berichten.
Bin gespannt.

von Uwe F. (knuddlzwerg)


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Wenn ihr die Ausrüstung dazu habt, dann würde ich den IC von einer 
funktionierenden Platine mit dem einer nicht funktionierenden Platine 
über Kreuz tauschen. Wenn tatsächlich ein IC defekt ist, sollte es so 
auffallen.

von M.A. S. (mse2)


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Uwe F. schrieb:
> Wenn ihr die Ausrüstung dazu habt, dann würde ich den IC von einer
> funktionierenden Platine mit dem einer nicht funktionierenden Platine
> über Kreuz tauschen. Wenn tatsächlich ein IC defekt ist, sollte es so
> auffallen.
Falls die Ursache nicht vorher durch einfachere Maßnahmen ermittelt 
wird, würde ich das auch machen.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Oliver S. schrieb:

> Das kann sein, aber sicher keiner in der Initialisierung, und wenn da
> keine Spezialhandstände dür die Beschaltung von ARef gemacht wurden,
> sind auch da die Möglichkeit für exotische Schaltungsfehler eher
> begrenzt.

Bestückungsfehler ist immer möglich. Typische Beschaltung für AVCC wäre 
z.B. ein LC- oder RC-Siebglied. Da muß bloß statt der Induktivität ein 
Widerstand oder statt eines 100Ohm-Längswiderstands ein 100kOhm bestückt 
worden sein und schon funktioniert das ganze Analog-Gerödel nicht mehr 
vernünftig.

Und sogar die Prozentzahl ließe sich so erklären: da wurde irgendwann in 
der Charge ein falsches Reel angespleißt. Sowas soll schonmal 
vorkommen...

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Wenn der ADC Zicken macht, die FW und Einstellungen über alle Zweifel 
erhaben ist, wäre es zweckdienlich zuerst die Spannungsreferenz an den 
suspekten Bords durch diverse Spannungsmessungen zu überprüfen. Falls 
der uC eine externe Referenz hat, diese natürlich auch überprüfen. Ich 
weiß, das sind alles alte Hüte, aber trotzdem will ich einige nützliche 
beachtenswerte Punkte hier aufbringen.

Bekanntlich sind die Möglichkeiten der Einstellungen entweder Avcc, 
2.56V intern, oder externe Vref. In jedem Fall müsste bei interner 
korrekter  Einstellung entweder Avcc, 2.56V am AREF-Pin anliegen. Falls 
keine Spannung anliegt, dann ist AREF auf externen Vref eingestellt. 
Falls extern eingestellt, dann messe, ob eine externe Referenz 
tatsächlich funktioniert und die gewünschte Spannung liefert. (Der Wert 
1023 wird natürlich oft dann angezeigt wenn VREF sich unter der ADC 
Eingangsspannung befindet oder ganz fehlt). Auch gegen Kurzschluss von 
AREF prüfen. Auch sollte dort immer ein Abblock-C mit geeigneten Wert 
angeschlossen sein.

Auch nicht vergessen zu überprüfen, ob AVCC überhaupt die korrekte 
gefilterte Betriebsspannung kriegt und ob die Drossel oder Widerstand 
von Vcc zu Avcc tut was sie sollen. Auch AVcc gebührt ein entsprechend 
bemessener Abblock-C.

Auch würde ich die LP und Lötqualität unter die Lupe nehmen. Manchmal 
gibt es auch hier Überraschungen.

Ich habe vor zwanzig Jahren viel mit diesen Käfern kommerziell 
gearbeitet und hatte niemals irgendwelche ADC Probleme.

Wenn das alles nichts hilft, mit Microchip Kundensupport Verbindung 
aufnehmen. Auch mit dem Lieferanten das Problem besprechen und Nachweis 
der Bezugsquelle und Weg verlangen. Ggf. Exemplare dem Hersteller zur 
Untersuchung zur Verfügung stellen.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Wir hier haben schon das geflügelte Wort, "wurdest Du heute schon
> beschimpft"? Gemeint ist, ob man schon im Microcontroller-Forum war ;)

* Nach Details wie Schaltung, config nachfragen ist IMHO völlig 
berechtigt.
* Hinweis, das eher der IC-Hersteller Chargen-Fehler kennt als eine 
willkürlich herausgepickte Stichprobe Anwender ist auch berechtigt.
* Hinweis das das Fehleranalyse eher der Job des TO ist der dafür Lohn 
erhält ist auch berechtigt.

Also den pauschalen Vorwurf der "Schimpferei" sollte man hier schon 
selbstbewusst entgegen treten.
Die Verteilung der "Mimosen" ist wohl auch regional sehr verschieden, 
was dem Einen 'geschimpft', das dem Anderen wohlmeinende "Schmäh".

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Ob S. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>
>> Das kann sein, aber sicher keiner in der Initialisierung, und wenn da
>> keine Spezialhandstände dür die Beschaltung von ARef gemacht wurden,
>> sind auch da die Möglichkeit für exotische Schaltungsfehler eher
>> begrenzt.
>
> Bestückungsfehler ist immer möglich.

Natürlich. Vielleicht wurde auch der falsche Test draufgeflasht. Jetzt 
ist halt der TO gefragt.

Wolfgang S. schrieb:
> Ich bin gerade am klären, ob das ein Fehler von uns (Statik?) ist

Die Datenlage scheint ja eh noch sehr dünn zu sein.

Oliver

von Gebhard R. (Firma: Raich Gerätebau & Entwicklung) (geb)


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Oliver S. schrieb:
> Wolfgang S. schrieb:
>> Ich bin gerade am klären, ob das ein Fehler von uns (Statik?) ist

Hmmm.. Statik? Ist der jetzt Bauingenieur oder Maschinenbauer? Oder soll 
es Statistik heißen? Fragen über Fragen.

von Maik .. (basteling)


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Wer weiß., vielleicht ist ja auch die eigentliche Platine der Übeltäter. 
Kurzschlüsse, Unterbrechungen..

Auch sowas ist möglich, wobei hier wahrscheinlich nicht relevant:
Ich hab da auch schon Serienplatinen auf den Tisch bekommen, bei dem der 
Einkauf den Lieferanten oder der den Herstellungsprozess geändert hatte. 
Das Lagen Stackup mit dem Prepegdicken hatte sich geändert, die 
Impedanzen der Leiterbahnen stimmten nicht mehr und dann waren Dinge 
nicht mehr abgleichbar.

Und da das ja schon 20 Jahre so funktionierte, wurde von dem 
Erstentwickler auch nicht an eine Mess- Teststruktur zur 
Wareneingangskontrolle auf dem Nutzen gedacht. So ne IPC 
Teststreifenleitung z.B. Bis es dann irgendwann knallte und der recht 
frische Absolvent und Funkamateur das dann aus der Fertigung 
hochgebracht bekam und Ursachenfindung betreiben dürfte. Auf Teeren und 
Federn der Übeltäter wurde verzichtet, da sonst mehrere Abteilungsleiter 
hätten beschichtet werden müssen.

Also - vielleicht einfach schlechte Leiterplatten? E- Test mit 
dabeigewesen?

Oder hat wer im CAD oder beim Platinenlieferanten irgendwas an den Daten 
gemacht?

Und an den Weltfremden ltg_boimler : davon, dass hier im Land noch was 
produziert und exportiert wird, profitierst Du bestimmt auch. Daher sind 
auch berufliche Tipps in diesem Forum mehr als Sinnvoll.

von Mi N. (msx)


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Gebhard R. schrieb:
> Hmmm.. Statik?

ESD nicht zu verwechseln mit LSD, AWG oder PKW.

von Gebhard R. (Firma: Raich Gerätebau & Entwicklung) (geb)


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Auf Elektrostatik bin ich jetzt gar nicht gekommen. Aber gut, nach 20 
Jahren SMD Fertigung und etlichen Millionen Bauteilen sind die Fälle, in 
denen ein einzelnes Bauteil einen ESD Schaden erlitten hat, an einer 
Hand abzuzählen, obwohl ich keine besonderen Maßnahmen getroffen habe 
(ok, habe keinen PVC Boden). Am ehesten werden noch diskrete Mosfets am 
gate beschädigt. In einer bestückten Schaltung müsste wohl direkt der 
Blitz einschlagen daß da was kaputt wird.

von Rolf (rolf22)


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Oliver S. schrieb:
> Antwort: die gleichen, die auf unzähligen identischen in den letzten 10
> Jahren gefertigten Boards einwandfrei funktioniert haben. Damit sollte
> das Thema ADC-Initialisierung und Beschaltung erledigt sein.

Du argumentierst wie meine Frau, die verkramt gern etwas. Wenn etwas im 
Schrank nicht zu finden ist und ich sage, wo wir mal nachsehen müssten, 
dann sagt sie sofort: "Dort müssen wir nicht nachsehen, da kann es nicht 
sein, weil ..."

Meine Antwort ist dann immer: "Wenn man an sämtlichen möglichen Orten 
erfolglos gesucht hat, dann hat man beim Suchen mindestens einmal etwas 
falsch gemacht."

Und nun rate mal, wo ich es am Ende finde. Meist dort, wo es gar nicht 
sein kann.  :-)

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Rolf schrieb:
> am Ende finde

Am Ende findet man es immer dort, wo man zuletzt sucht.

von Martin M. (capiman)


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Schon mal optisch, einen der 95% mit einem der 5% verglichen?
Vielleicht sieht man ja einen Unterschied?
Oder macht der Fertiger dies automatisch?

: Bearbeitet durch User
von Martin M. (capiman)


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Arduino F. schrieb:
> Am Ende findet man es immer dort, wo man zuletzt sucht.

Am Ende findet man es immer dort, wo es gelegen ist.

von Wolfgang S. (wolfgangsch)


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Das wird automatisch gemacht. Das nennt sich AOI.

von Rainer W. (rawi)


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Maik .. schrieb:
> ... Prepeg ...

Was für Zeugs?
Klingt ungeheuer schlau - aber fast getroffen ist auch vorbei.

von Maik .. (basteling)


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Rainer W. schrieb:
> Maik .. schrieb:
>> ... Prepeg ...
>
> Was für Zeugs?
> Klingt ungeheuer schlau - aber fast getroffen ist auch vorbei.

Wie heißen denn die Glasfasergewebeeinlagen in den mehrlagigen Patinen 
Deiner Meinung nach. Und wie sollte man es kurz und bündig besser 
benennen?
Oder willst Du nur stänkern. So ein leiser Verdacht...

von H. H. (hhinz)


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Maik .. schrieb:
> Rainer W. schrieb:
>> Maik .. schrieb:
>>> ... Prepeg ...
>>
>> Was für Zeugs?
>> Klingt ungeheuer schlau - aber fast getroffen ist auch vorbei.
>
> Wie heißen denn die Glasfasergewebeeinlagen in den mehrlagigen Patinen
> Deiner Meinung nach. Und wie sollte man es kurz und bündig besser
> benennen?
> Oder willst Du nur stänkern. So ein leiser Verdacht...

https://de.wikipedia.org/wiki/Prepreg

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Maik .. schrieb:
> Das Lagen Stackup mit dem Prepegdicken hatte sich geändert, die
> Impedanzen der Leiterbahnen stimmten nicht mehr und dann waren Dinge
> nicht mehr abgleichbar.

Und die Coredicken wurden dabei nicht verändert?

von Sebastian S. (amateur)


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Ich würde mal eine Messorgie empfehlen.
Sollte auch kein Problem sein, wenn man ein und dasselbe Board vor sich 
liegen hat, wovon eines Funktioniert und das andere nicht. Ich 
unterstelle hierbei natürlich, dass keiner am Source-Code 
"Verschlimmbesserungen" vorgenommen hat.
In einem Betrieb, in dem ein Mikrokontroller am Laufen gehalten wird, 
sollten sich wohl ein Messgerät und ein Oszilloskop auftreiben lassen.

Könnte natürlich auch zu einfach sein. Wie oft habe ich mir schon 
gewünscht, ein funktionierendes Board zum Vergleich zu haben.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> der ausgelesene  digitale Wert ist immer die 1023 (0x03ff)

Also sobald der Messplatz aufgebaut ist und auf dem Monitor Schalt- und 
Bestückplan sowie BOM verfügbar sind, wäre das der erste Ansatzpunkt.

Wie wird die b'11_1111_1111' letzlich übertragen? -> Scope an die 
Leitungen. Ist es irgendwo I2C ähnliches könnte der Pullup zu niedrig 
sein.
Wenn diese Verbindung OK ist, halt nachmessen was am ADU-In wirklich 
anliegt. Und im Datenblatt die Operating Conditions nachlesen und 
checken.

Vergleich mit einem "golden Sample" wurde schon oben vorgeschlagen. 
Vergleich optisch kann man auch anhand Fotos alter Stücke machen, da 
braucht es das Vergleichstück nicht physisch. Brille aufsetzten genügt 
meist, unterm Mikroskop sieht es gerne schlimmer aus als es ist. Und Die 
Beschriftungen überprüfen, da wird schonmal 10 statt 10k draufgepappt. 
Oder gleich R mit C vertauscht.

Typisch bei sowas sind Bestückfehler, bspw. Feeder falsch angemeldet, 
oder ein falscher Gurt o.ä. eingelegt. Oder garkein Feeder, oder 
leergelaufen. Grabstein wäre auch ne Möglichkeit, könnt halt überlagerte 
Paste sein.
Mal die Produktion fragen, wie sie ihre Prozessschritte überwacht haben, 
bspw. AOI oder nicht.

Das beim Waschen was abfällt, ist eher ungewöhnlich.

Die Verbindung Tester <-> DUT sollte man sich auch anschauen.
Falls die nicht passt produziert auch ein golden sample Fails.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Naja, das ist ein klassischer Serienfehler. Vorteil, man hat mehr als 
genug Exemplare mit dem Fehler, kann also nach Herzenslust messen und 
testen, ggf. auch zerstörend. ;-)

Ich hatte vor ein paar Wochen einen Fehler, daß seit langer Zeit ca. 30% 
Der Platinen durch den Endtest der Programmierung fielen. Erster 
Verdacht Lötfehler unter dem BGA-Gehäuse vom DSP, denn mit Drücken 
konnte man den Fehler manchmal beseitigen. 25 Stück beim Dienstleister 
röntgen lassen. Alles 1A! Hmmm. Kopf kratzen und Stirn runzeln. Dann die 
defekten Platinen an den Debugger hängen lassen (beim Kollegen, der das 
Ding beherrscht). Und siehe da, 1 Tag später die Diagnose. Ein 
Softwarefehler, bei dem eine alte, nicht deaktivierte Komponente den DSP 
mit Massen an Interrupts eines offenen IO-Pins lahmlegt! Komponenten 
deaktiviert, 100% Testabdeckung! Es gab dann zwar noch einen weiteren 
Bug, der wurde aber auch schnell gefunden.

Ergo. Man betreibe eine systematische Fehlersuche. Wenn ein ADC im 
Anschlag ist, kann man das schon relativ schnell in ein paar Stunden 
eingrenzen. Referenzspannung, Eingangsspannung, IO. Viel mehr kann es 
kaum sein. Oder halt Software. 8-0

von Maik .. (basteling)


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Andreas S. schrieb:
> Maik .. schrieb:
>> Das Lagen Stackup mit dem Prepegdicken hatte sich geändert, die
>> Impedanzen der Leiterbahnen stimmten nicht mehr und dann waren Dinge
>> nicht mehr abgleichbar.
>
> Und die Coredicken wurden dabei nicht verändert?

Die wurde auch geändert. War aber nicht primär ausschlaggebend. Da die 
mit HF Bauteilen bestückten Leiterbahnen auf der Oberseite liefen - und 
somit die Dicke des Prepegs zur Kupferbeschichtung auf der Corelage 
entscheidend für die Impedanz war. Die hatten beim Lieferantenwechsel 
drinnen alles geändert, Aber die Gesamtdicke - die stimmte noch. Die 
Augen wurden groß als die verschiedenen Dicken der Platineinnenlagen des 
alten und neuen Lieferanten zum Vergleich auf dem Tisch lagen.

 Nur so als Fallgrube, in die nicht jeder neu reinfallen soll. Ich war 
ja nur Verkünder der unschönen Katastrophe.

 In einem ähnlichen Fall bin ich auch schonmal mit einer versaubartelten 
QFN Lötung bei einem Serienanlauf fix in 10 Minuten zu meinem Zahnarzt 
gefahren. Danach waren dann mit Fahrzeit innerhalb einer Stunde die 
Folgen der falschen Lötpastenmaske (Falsches Bild /Lötpads und 
Soldeemask/ von der CAD Mitarbeiterin=Layouterin in die Datenbank 
eindigitalisiert) sofort sichtbar mit Folgen auf dem Tisch. Es passieren 
da schon die seltsamen Dinge..

von M.A. S. (mse2)


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Martin M. schrieb:
> Oder macht der Fertiger dies automatisch?

Wolfgang S. schrieb:
> Das wird automatisch gemacht. Das nennt sich AOI.
AOI, kenn' ich. Ich hatte über die Jahre von verschiedenen Bestückern 
schon
- SMD-LEDs, die kopfüber auf dem Board saßen,
- fehlenden Bauteile,
- versetzt oder schief sitzende Bauteile,
- über das Board verschmierte Lötpaste,
- und einige andere kreative Fehler mehr.
Sind alle durch die AOI gegangen. Eigentlich sollte es HAOI heißen, das 
H für halb. Denn automatisch wird nur ein optischer Vergleich zwischen 
aktuellem Board und einem Gutteil gemacht, Abweichungen erscheinen am 
Bildschirm und ob das durchgeht oder nicht wird von einem Menschen 
entschieden. Da wird wohl ab und zu etwas im Halbschlaf durchgewinkt.
Allerdings kommt dabei keine Fehlerrate von über 90% heraus.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Maik .. schrieb:
> Die hatten beim Lieferantenwechsel
> drinnen alles geändert, Aber die Gesamtdicke - die stimmte noch. Die
> Augen wurden groß als die verschiedenen Dicken der Platineinnenlagen des
> alten und neuen Lieferanten zum Vergleich auf dem Tisch lagen.

Den Einkäufer interessiert nur der nackte Einkaufspreis. Danach bemisst 
sich sein Quartalsbonus. Wenn die Qualität der Ware schlecht ist, kann 
man die Schuld immer noch auf andere Abteilungen schieben.

Ich habe auch den Fall erlebt, dass eine Baugruppe ewige Zeit problemlos 
gefertigt wurde und funktioniert. Ab einem bestimmten Fertigungslos gab 
es dann 100% Ausschuss, den sich niemand erklären konnte. Ich bekam 
solch eine Baugruppe auf den Tisch und stellte fest, dass etliche 
Bauteile fehlten.

Es stellte sich heraus, dass irgendeine Jung-Controller alle Produkte 
und Stückliste auf Einsparpotentiale hin überprüfte. Dabei bemerkte er, 
dass auf dieser Baugruppe mehrere gleiche Bauteile vorhanden waren. 
Daraufhin erstellte er eine Änderungsmitteilung an die Fertigung, dass 
solche Mehrfachbestückungen zu unterlassen wären. Natürlich unterschrieb 
er das nicht selbst, sondern suchte sich irgendeinen nicht involvierten 
Hardwareentwicklung, der die Änderungsmitteilung unterschreiben musste.

Trotz eines Fertigungloses, das komplett für die Tonne war, wurde der 
Controller belobigt und die Kosten einfach unserem Standort belastet, 
obwohl weder der Controller noch der Hardwareentwicklung zu uns 
gehörten. Der Hardwareentwickler redete sich damit raus, dass unsere 
Firmware eben so scheiße sei, wenn sie mit der minderbestückten 
Baugruppe nicht zurechtkäme.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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M.A. S. schrieb:
> AOI, kenn' ich. Ich hatte über die Jahre von verschiedenen Bestückern
> schon
> - SMD-LEDs, die kopfüber auf dem Board saßen,
> - fehlenden Bauteile,
> - versetzt oder schief sitzende Bauteile,
> - über das Board verschmierte Lötpaste,
> - und einige andere kreative Fehler mehr.

Oh, darunter war dann bestimmt auch ETB? Wobei die solch einen Pfusch 
auch alleine hinbekommen.

von H. H. (hhinz)


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Andreas S. schrieb:
> Es stellte sich heraus, dass irgendeine Jung-Controller alle Produkte
> und Stückliste auf Einsparpotentiale hin überprüfte. Dabei bemerkte er,
> dass auf dieser Baugruppe mehrere gleiche Bauteile vorhanden waren.
> Daraufhin erstellte er eine Änderungsmitteilung an die Fertigung, dass
> solche Mehrfachbestückungen zu unterlassen wären. Natürlich unterschrieb
> er das nicht selbst, sondern suchte sich irgendeinen nicht involvierten
> Hardwareentwicklung, der die Änderungsmitteilung unterschreiben musste.

Da muss ich spontan an Einräder mit Einzylindermotor in Einventiltechnik 
denken.

von Soul E. (soul_eye)


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H. H. schrieb:
> Da muss ich spontan an Einräder mit Einzylindermotor in Einventiltechnik
> denken.

Das erinnert mich an einen Ducati-Verkäufer in Dinslaken, der die 
Einzylinder konsequent als "Eintakter" bezeichnet hat.

von M.A. S. (mse2)


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Andreas S. schrieb:
> Oh, darunter war dann bestimmt auch ETB?
ETB kennen wir auch aber die beschriebenen Sachen haben andere 
verbrochen.
Wobei die besseren unter den Bestückern solche Fehler nur genau ein mal 
gemacht haben, die weniger guten lernen nicht so konsequent aus ihren 
Fehlern.

von M.A. S. (mse2)


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Maik .. schrieb:
> Also - vielleicht einfach schlechte Leiterplatten? E- Test mit
> dabeigewesen?
Dazu muss ich leider sagen: hatten wir auch schon und der E-Test hat uns 
hier nicht gerettet. Es war vereinzelt bei Multilayern mit Blind- und 
Burriedvias zu Wackelkontakten bei Durchkontaktierungen gekommen.
D.h. die LPs hatten den Test bestanden, der Fehler trat später nach dem 
Löten auf. Mechanischer Druck auf die LP konnte den Fehler manchmal 
temporär beseitigen. Heimtückisch, sowas.

von M.A. S. (mse2)


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Lange Rede von uns allen, kurzer Sinn:
Der Fehlermöglichkeiten gibt es viele. (Oder wie der Berliner sagt: der 
Anschiss lauert überall...)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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M.A. S. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Oh, darunter war dann bestimmt auch ETB?
> ETB kennen wir auch aber die beschriebenen Sachen haben andere
> verbrochen.
> Wobei die besseren unter den Bestückern solche Fehler nur genau ein mal
> gemacht haben, die weniger guten lernen nicht so konsequent aus ihren
> Fehlern.

ETB hatte u.a. mal seitlich abstrahlende LEDs verkehrt herum bestückt, 
obwohl im Bestückungsplan und Kennzeichnungsdruck sowohl die Kontur der 
LED und ein Pfeil für die Abstrahlrichtung enthalten war. Und 
STEP-Modelle gehörten auch noch zu den Fertigungsunterlagen. Außerdem 
war ETB damit beauftragt, das Gerät zu montieren, so dass sie auch das 
Gehäuse mit den Öffnungen für die LEDs vorliegen hatten. Trotzdem 
erkannte ETB die Reklamation meines Kunden nicht an, sondern der 
schmierige Vertriebler suchte nach immer weiteren Ausreden, warum die 
Fehlbestückung nicht deren Schuld sei.

Und als dann zumindest der Konsens erreicht wurde, dass das ganze 
Fertigungslos nachgearbeitet werden musste, kann der richtige Hammer: 
die Kunststoffklumpen, denen man ansehen konnte, dass sie früher wohl 
mal LEDs gewesen sein könnten, saßen jetzt zwar richtig herum, wurden 
aber offenbar mit einem Hammerlötkolben und Dachrinnenlot bearbeitet.

von M.A. S. (mse2)


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Andreas S. schrieb:
> M.A. S. schrieb:
>> Andreas S. schrieb:
>>> Oh, darunter war dann bestimmt auch ETB?
>> ETB kennen wir auch aber die beschriebenen Sachen haben andere
>> verbrochen.
>> Wobei die besseren unter den Bestückern solche Fehler nur genau ein mal
>> gemacht haben, die weniger guten lernen nicht so konsequent aus ihren
>> Fehlern.
>
> ETB hatte u.a. mal seitlich abstrahlende LEDs verkehrt herum bestückt,
> ...
Oh mann! In welchem Jahr war das? Unsere Zusammenarbeit mit denen ist 
schon länger her, damals sind so schlimme Dinge nicht passiert.

In meinem früheren Job habe ich bei einer sehr kleinen Firma, die auf 
dem selben Gelände untergebracht war, wie wir, sowohl die Leiterplatten 
fertigen lassen als auch die Bestückung durchführen lassen. Damals haben 
wir sehr kleine Serien von 10 bis 50 Stück bauen lassen. Bei der LP 
fertigung fanden sich kurze Leiterzüge an Stellen, an denen ich keine 
gezeichnet hatte und die zwei andere Leiterbahnen kurzschlossen.
Ich monierte dies, Antwort: Wenn das auf der LP ist, war es auch in der 
Gerberdaten. Meine Erwiderung darauf: 1. Nein. Und 2. sind diese Züge 
komischerweise (und zu meinem Glück!) nur auf 4 von 10 LPs. :)
Damit hatte sich jedes Argument der Gegenseite erübrigt...

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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M.A. S. schrieb:
> Oh mann! In welchem Jahr war das? Unsere Zusammenarbeit mit denen ist
> schon länger her, damals sind so schlimme Dinge nicht passiert.

Ich musste auch erst einmal die Korrespondenz heraussuchen. Das war im 
Jahr 2016, aber ähnlichen Pfusch gab es auch sonst immer wieder. Mein 
Kunde war damals nur bei ETB, weil er keinen anderen Bestücker kannte. 
Ich konnte durchsetzen, dass die weiteren von mir entwickelten 
Baugruppen bei anderen Fertigern (Paratus, ATP) hergestellt wurden, mit 
denen es nie derartige Probleme gab. Ein Riesenproblem war bei ETB, dass 
der Vertriebler nicht am Fertigungsstandort saß, aber sämtliche 
Kommunikation zunächst immer über ihn laufen musste; erst bei einer 
"Eskalation" gab es dann manchmal den direkten Kontakt zur Fertigung.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Maik .. schrieb:
> Das Lagen Stackup mit dem Prepegdicken hatte sich geändert, die
> Impedanzen der Leiterbahnen stimmten nicht mehr und dann waren Dinge
> nicht mehr abgleichbar.
>
> Auch sowas ist möglich, wobei hier wahrscheinlich nicht relevant:

Aber Du musst es trotzdem loswerden, obwohl klar ist, dass es für den 
ATMega  nicht zutreffen kann.

Andreas S. schrieb:
> Ich musste auch erst einmal die Korrespondenz heraussuchen.

... um hier noch mehr Palawer zu erzeugen, was mit dem Problem von 
Wolfgang S. (wolfgangsch) nichts zu tun hat?

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Ich musste auch erst einmal die Korrespondenz heraussuchen.
>
> ... um hier noch mehr Palawer zu erzeugen, was mit dem Problem von
> Wolfgang S. (wolfgangsch) nichts zu tun hat?

Wohl eher um die zwischendurch gestellte Frage mit dem gebotenen Willen 
zur Kooperation zu beantworten.

Abgesehen davon das selbst der TO wohl nicht recht weiss wo sein Problem 
liegt.

von Rainer W. (rawi)


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Bradward B. schrieb:
> Abgesehen davon das selbst der TO wohl nicht recht weiss wo sein Problem
> liegt.

Der scheint das gleich Problem wie der o.g. Vertriebler von ETB zu haben 
- er ist zu weit weg von den PCBAs.

von Ralf X. (ralf0815)


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Rainer W. schrieb:
> Bradward B. schrieb:
>> Abgesehen davon das selbst der TO wohl nicht recht weiss wo sein Problem
>> liegt.
>
> Der scheint das gleich Problem wie der o.g. Vertriebler von ETB zu haben
> - er ist zu weit weg von den PCBAs.

Oft können sich Menschen wie Bradward nicht einmal dazu durchringen, mit 
einfachsten verfügbaren Werkzeugen eindeutigen Mitteln zu bedienen, 
eindeutige Bezüge herzustellen.
Es geht sogar so weit, dass die sogar vorsätzlich solche Bezüge 
entfernen..
Es gibt überall dämliche Menschen.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Offtopic Start:
> Oft können sich Menschen wie Bradward nicht einmal dazu durchringen, mit
> Es gibt überall dämliche Menschen.

Danke, gleichfalls.
Offtopic Ende.

von Joachim M. (jmlaser)


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Hannes J. schrieb:
> Von ein paar defekten Platinen die ATMegas auslöten und sie in einer
> Versuchsschaltung mit minimalen Peripheriebauteilen testen.

Ja klar... ;-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser

Ein Test des ADC, notfalls mittels "Fremdeinspeisung" eines Testsignals, 
sollte in kurzer Zeit erledigt sein. Natürlich nachdem man überhaupt mal 
das Signal selbst und REF, VCCA und GND gemessen hat.
Ich selbst tippe auf fehlende VREF oder Falschbestückung der 
Eingangsbeschaltung. 1-2 Stunden Fehlersuche höchstens.

Ach, und 95% Ausschuss sind ein Glücksfall! Das ist leicht zu finden.
Das Problem ist ja fast zu 100% verbaut.
Eklig ist es dann, wenn es nur 30% sind.

Gruß

: Bearbeitet durch User
von Thomas H. (thomash2)


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Das mit dem Reworking ist bei deutschen Firmen wohl ein allgemeines 
Problem. Die kosten sind zu hoch.

Bei asiatischen Fertigern hatten wir die Probleme nie und die haben 
teilweise echt Kunststücke hingelegt. Der Output war überwiegend 
qualitativ besser als bei den Fertigern in Deutschland.. deren 
Auslastung ist halt auch entsprechend sodass sie genug Erfahrung sammeln 
können.
Hab selber schon so einiges in Asien gesehen von hoch moderner Fertigung 
(vollklimatisiert, mit klarer SOP, die Lötpaste wird am selben Tag nach 
der Öffnung entsorgt) bis zur Bretterbude mit veralteten Juki 
Bestückungsmaschinen wo ein religiöser Bibel-Virus auf den Maschinen 
lief.

Viele Hersteller in Deutschland sind am Kämpfen .. vor allem Aufgrund 
der gescheiterten Wirtschaftspolitik von ahnungslosen 
Möchtegern-Politikern in Europa (so sehe ich das wenn ich es mit den 
Rahmenbedingungen in Asien vergleiche). Deutsche Politiker kann man 
sowieso nicht mehr ernst nehmen auf der Weltbühne, die werden nur noch 
zum Geld verschenken eingeladen... und lustigerweise machen die das 
auch.

: Bearbeitet durch User
von Sandro A. (sandro_a)


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Ich hatte mit dem ATMEGA 4809 mal ähnliche Probleme
Und zwar muss man in dem Register den Prescaler vom ADC einstellen.

ADC0_CTRLC  =  ADC_PRESC_DIV8_gc;

Stellt man den zu schnell ein, dann geht es nicht richtig.
Ist im Datenblatt leider unzureichend dokumentiert.

Du musst den mindestens auf 8 einstellen.
Beim ATMEGA32-16AU weiss ich natürlich nicht, ob das ein Problem ist.
Vielleicht kannst du das ja mal versuchen.

Gruss

: Bearbeitet durch User
von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Sandro A. schrieb:
> Beim ATMEGA32-16AU weiss ich natürlich nicht,
Auch bei diesem kann/wird ein falsche eingestellter Vorteiler zu 
falschen Werten führen.

Aber wir dürfen die Einstellungen/ADCinitialisierung ja leider nicht 
sehen.

von Oliver S. (oliverso)


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Arduino F. schrieb im Beitrag
> Aber wir dürfen die Einstellungen/ADCinitialisierung ja leider nicht
> sehen.

Ein dauerhaftes 1023 wird man durch einen falschen Vorteiler kaum 
hinbekommen. Vor allem nicht, wenns schon jahrelang funktioniert hat.

Oliver

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Oliver S. schrieb:
> Ein dauerhaftes 1023 wird man durch einen falschen Vorteiler kaum
> hinbekommen. Vor allem nicht, wenns schon jahrelang funktioniert hat.

Doch, solche Probleme können "plötzlich" auftreten, wenn das 
Anschwingverhalten des externen Oszillators etwas anders aussieht wie 
zuvor. Und das ist chargenabhängig vom Quarz/Resonator, Microcontroller, 
Ziehkondensatoren, Mondphase, Luftfeuchtigkeit, Lötprofil, usw..

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Ach, und 95% Ausschuss sind ein Glücksfall! Das ist leicht zu finden.
> Das Problem ist ja fast zu 100% verbaut.

Zeitliche Verteilung/Abfolge der Testergebnisse (laufende Seriennummer) 
könnte auch Hinweise geben - sind bspw. die ersten 50 ‰ komplett gut und 
die folgenden 950 ‰ schlecht, wird wohl der Tester selbst "ausgestiegen" 
sein.

Manche Fertiger haben auch schon eine Testpause im Fertigungslauf 
angeboten. Also das erste Los kurz vor (Produktions-)Feierabend 
fertigen, dem Kunden zum nächtlichen Test die "Premiere-Stücke" die Hand 
drücken und am nächsten Tag aufbauend auf den  Erkenntnissen des Tests 
den Rest durchlaufen lassen.

Fun Fact: Im WWII schätzen die Amis anhand der Seriennummer 
aufgefundenem Kriegsgerät die Materialreserven der Wehrmacht ab:
* 
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/rechentrick-der-alliierten-wie-seriennummern-die-nazi-industrie-verrieten-a-728211.html

Also bitte nicht "Statistik" im Curriculum als angebliches 
"Langweilerfach" abwählen.

> Ich selbst tippe auf fehlende VREF oder Falschbestückung der
> Eingangsbeschaltung. 1-2 Stunden Fehlersuche höchstens.

Volle Zustimmung, aber nur wenn man nicht wie ein Blinder im falschen 
Topf herumstochert.

: Bearbeitet durch User
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