Hallo und ein erfolgreiches neues Jahr allerseits. Wir verwenden seit gut drei Jahren den MCP1827S (im DDPAK Gehäuse) um von einer Eingangsspannung von nominell 5.7V auf 5V herunterzuregeln. Es handelt sich insgesamt um etwa 300 Platinen und seit wenigen Monaten gibt es bei neuen PCBs vermehrt Ausfälle dieses LDOs. Folgend ein paar Hintergrund-Informationen: Die Platine sitzt in einer elektro-magnetisch fordernden Umgebung (Frequenz Umrichter). Die 5V werden zur Versorgung einiger Gatter und Transceiver (RS485, LVDS, ...) benötigt. Das 5.7V Rail versorgt ein FPGA (natürlich noch über einen folgenden Step Down Converter). Beide Spannungsrails wurden mit optisch isolierten Probes vermessen und sehen recht gut aus. Der MCP1827S sollte laut DB nur bis 6V verwendet werden (Abs. Max. ist 6.5V); laut den Messungen (mit >100MHz Bandbreite) bleibt die Spannung stets unter 6V. -- Er sollte also nicht wegen Überspannung sterben. Am Ein- sowie am Ausgangsspin des LDO sitzt direkt jeweils ein 10uF 0805 MLCCs; --> Stabilitätsprobleme sollten somit eher nicht auftreten (auch in den Messungen war kein Schwingen o.ä. zu sehen). Der benötigte Strom ist eher gering (<250mA) und der LDO ist gut an eine große Massefläche angebunden, d.h. er wird im Betrieb nur wenige Grad wärmer als die Umgebung (ca. 40°C Umgebung). --> Auch die Temperatur darf kein Problem darstellen. Die PCBs werden bei einem großen Fertiger gelötet, ich kann mir nicht vorstellen, dass nur der LDO dort plötzlich wegen zB ESD vorgeschädigt wird. Das Bauteil sollte sogar kurzschlussfest sein (wir haben aber auf keiner Platine einen Kurzschluss gefunden) - mir fällt kein plausibler Zerstörungsmechanismus mehr ein. Beim Vergleich von schon lange funktionierenden Exemplaren mit frisch verstorbenen, ist aufgefallen, dass die anders aussehen - siehe Foto. Deswegen die Kernfrage: Sieht das recht Bauteil nach einer Fälschung aus? Link zum Datenblatt: https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/APID/ProductDocuments/DataSheets/MCP1827-Data-Sheet-DS20002001.pdf Danke vorab und viele Grüße, Thomas
:
Verschoben durch Moderator
Thomas B. schrieb: > Sieht das recht Bauteil nach einer Fälschung > aus? Nach einer plumpen. Woher habt ihr die Dinger?
H. H. schrieb: > Nach einer plumpen. Danke für die Einschätzung. H. H. schrieb: > Woher habt ihr die Dinger? In der BOM für den Fertiger ist Mouser als Lieferant vorgegeben. Aber, um sicher zu sein, frage ich dort nach der Weihnachtspause nochmals nach. Ich musste 30min warten (neuer Nutzer), damit ich antworten darf. Danke nochmals für die schnelle Rückmeldung ;)
Ansonsten mal Richi's Lab ansehen/ kontaktieren? Beitrag "Die/Chip-Bilder von Richi's Lab (analoge Bauteile)"
:
Bearbeitet durch User
Lu schrieb: > Ansonsten mal Richi's Lab ansehen/ kontaktieren? Thomas B. schrieb: > Wir verwenden .. > [..] > Es handelt sich insgesamt um etwa 300 Platinen .. Gewerblich, deshalb nur mit einer fetten Spende für Richard, als angemessene Bezahlung seiner Dienstleistung.
Das Forum hier ist schon genial für Entwickler oder Fehlersucher die nicht weiter kommen. Heute schon der 2. Beitrag von Leuten die das wohl eher nicht privat brauchen. Aber er hier hatte schon den richtigen Gedanken zur Ursache. Lu schrieb: > Ansonsten mal Richi's Lab ansehen/ kontaktieren? Hat sich doch schon erledigt, Ursache für den Ausfall schon gefunden, man könnte aber dazu vllt. mal eine DB von solchen Fällen aufbauen?
Kontaktiere doch mal Microchip. Die werden wohl am besten wissen, was sie selber (auftrags)fertigen und wie es gekennzeichnet ist. Außerdem dürften die auch ein besonderes Interesse daran haben, Inverkehrbringer von Fakes sich vorzunehmen. Eine international agierende Firma hat da sicherlich ein paar mehr Möglichkeiten, als ein kleiner Krauter in D
Gerald B. schrieb: > Kontaktiere doch mal Microchip. Die sagen dir: Kauf direkt bei uns oder unseren autorisierten Distributoren. Wenn dann doch Fälschungen auftauchen, dann sind die selbstverständlich interessiert. Ansonsten: Selbst schuld.
Thomas B. schrieb: > In der BOM für den Fertiger ist Mouser als Lieferant vorgegeben. > Aber, um sicher zu sein, frage ich dort nach der Weihnachtspause > nochmals nach. Was hälst Du davon, den Fertiger zu benennen?
H. H. schrieb: > Die sagen dir: Kauf direkt bei uns oder unseren autorisierten > Distributoren. > > Wenn dann doch Fälschungen auftauchen, dann sind die selbstverständlich > interessiert. TI/Texas Instrument interessiert das null. Denen ist so ziemlich alles egal von Fälschungen bis hin zu fehlern in der Dokumentation. FTDI hat mal Fälschungen bekämpft in dem per Treiberupdate die Chips gebrickt wurden. Ergebnis ist, dass Produkte solcher Firmen kategorisch nicht verwendet werden und TI sogar aus bestehenen Designs rausgeflogen ist. Distributoren können sehr selten auchmal problematische Bauteile liefern. Avnet hatte auch schonmal dogy components geliefert. Unklar ob fakes, recycled oder ähnliches (laut Hersteller nicht wie deren Produkte ausgeliefert werden). Vom Distributor gab es einen Refund ohne Erklärung oder weitere Hinweise. Auf der anderen Seite sind Firmen wie Microchip die im Support eigentlich fit sind. Gehe daher davon aus, dass die das Thema ernst nehmen. Zum Thema fakes: 1. Risiko einschätzen 2. bei wichtigen Bauteilen falls möglich direkt über den Hersteller beziehen 3. China broker vermeiden 4. mit dem Restrisiko von fakes leben
und wo war nun der Fehler ? Das hilft anderen nicht in die gleiche Falle zu tappen.
Andreas S. schrieb: > und wo war nun der Fehler ? > Das hilft anderen nicht in die gleiche Falle zu tappen. Der grundsätzliche Fehler war, überhaupt einen LDO zu verwenden. Eine hundsgemeine Si-Diode hätte auf 5,7 V angewendet, den selben Effekt. ☺
Ralf X. schrieb: > Was hälst Du davon, den Fertiger zu benennen? Dem TO empfehle ich hier keine Firmennamen (weder den Fertiger noch den Distributor) zu nennen, weil das in ungünstigen Fällen eine Klage wegen Geschäftsschädigung nach sich ziehen könnte. Die Firmen haben in der Regel immer einen gewieften Rechtsbeistand zur Hand, allein schon wegen der Mahnungsverfahren und sonstiger Geschäftsstreitigkeiten.
N. B. schrieb: > TI/Texas Instrument interessiert das null. Es ging nicht um Texas Instruments, sondern um Microchip. > Denen ist so ziemlich alles > egal von Fälschungen bis hin zu fehlern in der Dokumentation. Das glaube ich eher nicht, Watson. > FTDI hat mal Fälschungen bekämpft in dem per Treiberupdate die Chips > gebrickt wurden. Es ging auch nicht um FTDI. > Ergebnis ist, dass Produkte solcher Firmen kategorisch nicht verwendet > werden und TI sogar aus bestehenen Designs rausgeflogen ist. Und wieder vermengst du. Dieses Mal FTDI und TI. Wenn du nichts zum Thema beitragen kannst, warum schweigst du nicht?
Wenn das hohe Risiko besteht, dass die Fälschungen auf dem Markt den Ruf eines Herstellers oder Distributers gefährden, dann sind diese sehr interessiert an einer Aufklärung und Verfolgung.
Es gibt auch Fälle in denen auf dem Transportweg die Originale gegen Fakes ausgetauscht wurden. Derzeit ist das auch eine Methode um Exportbeschränkungen zu umgehen.
Axel S. schrieb: > Wenn du nichts zum Thema beitragen kannst, warum schweigst du nicht? Warum sollte er? Ist doch uC.net :-) Ich hab auch keine Ahnung, werde aber einfach mal mit dem Finger auf den Schuldigen zeigen: mit dem Finger auf den Schuldigen zeig
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.
