Forum: HF, Funk und Felder Ausgangsübertrager HF Verstärker


von Ole W. (ole_w)


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Moin zusammen.

Ich bin im Elektor  3/95 auf diesen HF Verstärker für LW-KW gestoßen und 
versuche nun diesen im Detail zu verstehen. Die Funktion des Übertragers 
L4 ist mir nicht ganz klar. Augenscheinlich wird die Impedanz 
Primärseitig auf die Sekundärseite transformiert. Aber was nützt mir 
das? Könnte ich das Signal nicht ebenso an R4 kapazitiv auskoppeln? Oder 
wird dadurch versucht eine Masseschleife (die ich noch nicht sehe) 
aufzulösen.

Viele Grüße

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Ole W. schrieb:
> Oder wird dadurch versucht eine Masseschleife (die ich noch nicht sehe)
> aufzulösen.

Es wird keine Masseschleife aufgelöst, sondern es wird die komplette 
Versorgungsspannung über das Koaxkabel übertragen, deswegen der Aufwand 
mit dem Übertrager.

Ole W. schrieb:
> Könnte ich das Signal nicht ebenso an R4 kapazitiv auskoppeln?

Wenn der Verstärker eine eigenständige Versorgungsspannung hat, dann 
geht das, aber dann solltest du für L4 wenigstens eine Drossel vorsehen.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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L4 wirkt hier als Gleichtaktdrossel, entkoppelt den Kabelmantel vom 
E-Feld der Schleife. Eine Drossel alleine unterbände den HF-Transport

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ole W. schrieb:
> Augenscheinlich wird die Impedanz Primärseitig auf die Sekundärseite
> transformiert. Aber was nützt mir das?

Was er genau macht, erschließt sich erst, wenn man auch die Wickeldaten 
dazu sieht. Generell: du willst Leistung verstärken. Wenn man diese 
zwischen verschiedenen Impedanzen anpassen will, dann geht das zwar 
prinzipiell auch mit Widerstandsnetzwerken, aber diese verheizen ja 
wieder Leistung – die du gerade mühevoll verstärkt hast.

(Die anderen Argumente passen natürlich auch, galvanische Trennung etc.)

von Ole W. (ole_w)


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Vielen Dank schon einmal für die Erklärungen!

Der Trafo wird wie folgt gewickelt: 4 + 4 Wdg. mit 0,3 mm CuL, Bfilar 
gewickelt auf Ringkern G2-3FT16

Zum Ringekern gibt es leider keine große Infos zur Permeabilität und dem 
AL-Wert.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Dann ist es in der Tat nur ein Trenntrafo, keine Impedanz-Anpassung. Da 
passen die Argumente meiner Vorredner.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Ole W. schrieb:
>Die Funktion des Übertragers
>L4 ist mir nicht ganz klar.

Über das Koax-Kabel wird ja die HF und die
Gleichspannung für die Versorgung des Verstärkers
übertragen. Das muß ja beim Verstärker irgendwie
wieder getrennt werden. Manchmal wird mit den
Übertrager auch eine Impedanz transformiert, ist
aber in diesen Fall eine 1:1 Übertragung.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Ole W. schrieb:
> Zum Ringekern gibt es leider keine große Infos zur Permeabilität und dem
> AL-Wert.

Ein bisschen was wurde kürzlich hier auf µC gepostet. Aus der Diskussion 
erscheint folgendes wahrscheinlich:

Stephan schrieb:
>> - Hersteller: Micrometals
>> - Permeabilität: 4300
>> - Al-Wert: 3280 - 5500
>> - Frequenzbereich: 0,1 - 50 MHz
>>
>> Die Größe, falls von Interesse, habe ich eben mal nachgemessen:
>>
>> - Außendurchmesser: 17 mm
>> - Innendurchmesser: 9 mm
>> - Höhe: 7 mm

: Bearbeitet durch User
von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Nöö. Man beachte die Punkte an L4, die den Wicklungssinn anzeigen und 
kann erkennen, dass es hier für die Signalspannung keine 
transformatorische Wirkung gibt. Differentiell wird sie nur 
durchgereicht. In der angelsächsischen Lesart bezeichnet man das gerne 
als Balun, der den Übergang vom symmetrischen zum unsymmetrischen 
Schaltungsteil ermöglicht.

Die
Schaltungsteile sind dann durch die Längsinduktivität der L4 entkoppelt, 
wobei die frequenzabhängigen Eigenschaften des Ferrits eine erhebliche 
Rolle spielen

: Bearbeitet durch User
von Ole W. (ole_w)


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Super! Das erklärt schonmal das meiste. Danke dafür.

Die eigentliche Verstärkung des Antennensignals wird ja durch den FET 
realisiert. Wobei mir diese Art von FET'S mit zwei Gates neu sind. 
Welchen Zweck hat denn noch der Tranistor T2? Eine Kollektorschaltung 
hat ja eine Verstärkung von nahezu 1? Was übersehe ich hier?

Ich plane den Sender DDH47 bei 147,3 kHz zu empfangen.

Gruß

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ole W. schrieb:
> Die eigentliche Verstärkung des Antennensignals wird ja durch den FET
> realisiert. Wobei mir diese Art von FET'S mit zwei Gates neu sind.

Dualgate-FETs gibt es schon lange. Werden/wurden gern auch in Mischern 
eingesetzt. Hier nutzt man sich die Verstärkungseinstellmöglichkeit über 
das zweite Gate aus.

> Welchen Zweck hat denn noch der Tranistor T2? Eine Kollektorschaltung
> hat ja eine Verstärkung von nahezu 1? Was übersehe ich hier?

Sie hat eine *Spannungs*-Verstärkung von 1.  Leistung verstärkt sie 
trotzdem.

Ganz konkret übernimmt sie hier die Impedanzwandlung, die man für das 
Kabel braucht.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Diese Schaltung mit der transformatorischen Mitkopplung im Eingang ist 
besonders im VHF-Bereich üblich und gilt als rauscharm, ist aber in 
Bezug auf Selbsterregung nicht unkritisch; das nur vorab zur Warnung. 
Auch sind die Dual-Gate-Fets erst im >100-MHz-Bereich sehr rauscharm; 
bei niedrigen Frequenzen im kHz-Bereich schwindet der Vorteil.

Deren Steilheit ist nun so gering, dass sich mit der Kabelimpedanz als 
Last kaum Gain ergäbe, so dass man an R6 || (R5 + Drosseln) erst einmal 
Gain erreicht, um dann mit T2 als Emitterfolger - Innenwiderstand bei 
dem Strom wenige Ohm - die Anpassung ans Kabel (wahrscheinlich 50 bis 75 
Ω) 'erzwingt', indem man zu den wenigen Ω in Reihe AC-mäßig R3 || R4 
schaltet (der DC-Arbeitspunkt von T2 wird durch R3 allein definiert). 
Das Signal halbiert sich dadurch zwar, aber die Teilung ist praktisch 
frequenzunabhängig linear und das Kabel (halbwegs) reflektionsfrei 
angepasst.

Durch die Arbeitswiderstände im Drain von T1 nimmt das aus dem Feld 
ausgekoppelte Signal mit steigender Frequenz zu. Da aber die 'Schleife 
durch den Teil A von L1, zu dem der T1-Eingangswiderstand von ca. 1/S 
parallel liegt, praktisch kurzgeschlossen ist - der Innenwiderstand der 
Schleife ist induktiv, ca. 1 nH/mm bei dünnen Leitern - bedeutet das bei 
z.B. 1 m Schleifenumfang  ca. 1 µH und somit Abfall des induzierten 
Signals, was die Drosselkombination im Drain von T1 kompensieren soll.

----

Als Referenz wäre auch ein Artikel von DB1NV aus den 90ern 
empfehlenswert, erschienen im cqDL3/97, S.201 ff.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Es gibt eine Firma micrometals
https://www.micrometals.com/
Micrometals, Inc. 5615 E. La Palma Ave., Anaheim CA 92807 USA
(© 2023 Micrometals, Inc.)

"The company began more than 65 years ago by Dick Barden and he and his 
family still continue to oversee operations today."
Vor 65 Jahren wäre (auf 2023 bezogen) 1958. Ein gesegnetes Alter.

Aus Elektor war ich 1995 schon "drausgewachsen", habe  das Abo gekündigt 
und nur noch sporadisch Einzelhefte gekauft. 3/95 ist nicht darunter.

Die Elektorhefte gibt es kostenlos hier auf Holländisch als pdf:
https://www.elektormagazine.nl/magazine-archive/1995
aber bisher habe ich den Artikel nicht entdeckt.

Die Bildersuche hat noch  Fundstellen ergeben:
https://www.radiocollectie.nl/Schema%27s.htm
https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Ludger-Kreuz-Loop-Antenne/Loop.htm
https://www.radiomuseum.org/forum/richtige_ferritkerne_fuer_loop_antennenverstaerker.html?language_id=1
https://www.elektroda.pl/rtvforum/topic3490038.html
daraus die polnische Ausgabe Elektor 4/95:
https://archive.org/details/EE1095OCR/EE_04_95_OCR/page/n17/mode/2up

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Im ersten Link ist auch eine Abbildung der Platine mit Wickeldaten:
https://www.radiocollectie.nl/images/antennefoto2blad3.jpg
Und der Schaltplan wie oben
https://www.radiocollectie.nl/images/antennefoto1blad2.jpg

von Ole W. (ole_w)


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Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

Leider habe ich garkein Gefühl dafür, welche Eingangspegel an T1 ich zu 
erwarten habe. Meine Annahme läge irgendwo in den micro-Volts. Die 
Recherche hat gezeigt, dass die Loop Antenne eine Induktivität von 1-5uH 
mit sich bringt. Das ist ja eine nicht zu vernachlässigende Impedanz bei 
etwas höherer Frequenz, welche den Pegel noch weiter dämpfen würde. Kann 
das irgendwie kompensiert werden?

Gruß

von Daniel (daniel3)


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Ole W. schrieb:
> Ich bin im Elektor  3/95 auf diesen HF Verstärker für LW-KW gestoßen

Interessante Schaltung, Danke fürs Thema-Erstellen!


Christoph db1uq K. schrieb:
> Die Elektorhefte gibt es kostenlos hier auf Holländisch als pdf:
> https://www.elektormagazine.nl/magazine-archive/1995
> aber bisher habe ich den Artikel nicht entdeckt.

In der niederländischen Ausgabe ist die Schaltung im Heft 02-1995 auf 
Seite 38 unter "aktieve antenne voor 100 kHz ... 50 MHz" zu finden:
https://www.elektormagazine.nl/magazine/elektor-199502

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Ole W. schrieb:
> Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.
>
> Leider habe ich garkein Gefühl dafür, welche Eingangspegel an T1 ich zu
> erwarten habe. Meine Annahme läge irgendwo in den micro-Volts. Die
> Recherche hat gezeigt, dass die Loop Antenne eine Induktivität von 1-5uH
> mit sich bringt. Das ist ja eine nicht zu vernachlässigende Impedanz bei
> etwas höherer Frequenz, welche den Pegel noch weiter dämpfen würde. Kann
> das irgendwie kompensiert werden?
>
> Gruß

µV ist schon die richtige Größenordnung. Teilweise Kompensation findet 
durch Anheben des Frequenzganges mit L2 und L3 statt (s.o. 05.01.2026 
17:16, 3. Absatz)

: Bearbeitet durch User
von Ole W. (ole_w)


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Ich tue mich noch etwas schwer mit dem Dual Gate Mosfet. Für mich sieht 
das aus wie eine Mischung aus Basisschaltung/Common-Gate da das Gate DC 
mäßig kurzgeschlossen ist und einer Sourceschaltung aus. Welchen Sinn 
erreiche ich denn durch das einseitige Vorspannen von Gate 1?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ole W. schrieb:
> Welchen Sinn erreiche ich denn durch das einseitige Vorspannen von Gate
> 1?

In diesem Falle offenbar eine Verstärkungseinstellung.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Ole W. schrieb
>Welchen Zweck hat denn noch der Tranistor T2? Eine Kollektorschaltung
>hat ja eine Verstärkung von nahezu 1? Was übersehe ich hier?

Impedanzwandlung, Anpassung an das Koaxialkabel 50 Ohm.

von Daniel (daniel3)


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Ole W. schrieb:
> Ich tue mich noch etwas schwer mit dem Dual Gate Mosfet. Für mich sieht
> das aus wie eine Mischung aus Basisschaltung/Common-Gate da das Gate DC
> mäßig kurzgeschlossen ist und einer Sourceschaltung aus.

Das hat mich auch schon gewundert. Auch, dass die Masse an der Anzapfung 
angeschlossen ist.


Ole W. schrieb:
> Die Funktion des Übertragers
> L4 ist mir nicht ganz klar.

Die Miniwhip Antenne nutzt den gleichen bipolaren Transistor, aber ohne 
Übertrager:
https://www.dl4zao.de/_downloads/Miniwhip_reloaded.pdf
Vielleicht würde das hier auch funktionieren?!

von Daniel (daniel3)


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Günter L. schrieb:
>>Welchen Zweck hat denn noch der Tranistor T2? Eine Kollektorschaltung
>>hat ja eine Verstärkung von nahezu 1? Was übersehe ich hier?

Ich vermute, dass der recht starke Transistor die 50 Ohm sauber treiben 
soll. Ohne ihn würde nicht nur die Signalspannung einbrechen, sondern 
auch ungewünschte Intermodulationsprodukte entstehen.
Siehe "Intercept Point"
https://de.wikipedia.org/wiki/Intercept_Point
Auf Youtube gibt es auch ein paar gute Videos aus der Praxis dazu.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Der Eingangsübertrager bildet eine Norton*-Feedback-Anordnung, dadurch 
ist der Ground-Anschluss festgelegt. Ansonsten ist L4 kein Übertrager, 
sondern eine Mantelwellensperre (Wicklungssinn...). Auf deren ggf. 
zusätzliche Notwendigkeit verweist der im vorletzen Post zitierte 
Artikel am Ende seines Textes.

Da hier eine unabgestimmte im Kurzschluss betriebene Schleife vorliegt, 
ist der E-Feld-Einfluss relativ gering. Trotzdem ist es vorteilhaft, den 
E-Antenneneffekt gegen den Kablmantel so abzuschwächen. Beim Peilrahmen 
wird zum Ausschluss des E-Feldes die Schleife daher zusätzlich 
abgeschirmt.


* s.a. Peter Nortons Erläuterungen zu 'noiseless transformer feedback' 
an div. Stellen im Netz

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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Ole W. schrieb:
> Ich tue mich noch etwas schwer mit dem Dual Gate Mosfet. Für mich sieht
> das aus wie eine Mischung aus Basisschaltung/Common-Gate da das Gate DC
> mäßig kurzgeschlossen ist und einer Sourceschaltung aus. Welchen Sinn
> erreiche ich denn durch das einseitige Vorspannen von Gate 1?

-> Kaskode-Schaltung.
Erreicht höhere Grenzfrequenzen, weil D bzw C des unteren T am S bzw. E 
des oberen T spannungsmäßig "festgeklemmt" ist. Daher kaum Spannungshub 
dort, daher kaum Rückwirkung über die Miller-Kapazität Cdg bzw. Ccb zum 
Eingang.
Und man kann rel. einfach die Verstärkung einstellen (zumindest bei 
FET-Kaskode).

von Wulf D. (holler)


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Jens G. schrieb:
> -> Kaskode-Schaltung.

Das ist keine Kaskode.

von Jens G. (jensig)


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Wulf D. schrieb:
> Jens G. schrieb:
>> -> Kaskode-Schaltung.
>
> Das ist keine Kaskode.

Was sonst?

von Schorsch M. (schorschm)


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Wulf D. schrieb:
> Das ist keine Kaskode.

Ich sehe auch keine.
Das G2 dient nur der Arbeitspunkt- und Verstärkungseinstellung; somit 
auch der Arbeitspunkt des T2 festgelegt wird.

von Schorsch M. (schorschm)


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Jens G. schrieb:
> Was sonst?

Du weißt scheinbar garnicht was eine Kaskode ist!

von Jens G. (jensig)


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Schorsch M. schrieb:
> Jens G. schrieb:
>> Was sonst?
>
> Du weißt scheinbar garnicht was eine Kaskode ist!

Na dann erkläre mal ...
Selbst das hier rundum beliebte Wiki betrachtet den BF981 als Kaskode 
...

: Bearbeitet durch User
von Schorsch M. (schorschm)


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Jens G. schrieb:
> Selbst das hier rundum beliebte Wiki betrachtet den BF981 als Kaskode

Ein Verstärker (Transistor, Röhre) macht noch lange keine Kaskode, 
sondern die besondere Beschaltung zweier Verstärker macht eine.
Der T2 ist hier zwar ein gleichstrom-gekoppelter Emitterfolger, was noch 
lange keine Kaskode darstellt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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https://de.wikipedia.org/wiki/Kaskode

"Darstellung eines Dual-Gate-MOSFET BF981, der eine integrierte 
Kaskodenschaltung aus zwei MOSFETs ist."

von Wulf D. (holler)


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Ok, Jens bezieht sich nur auf T1, den BF981.
Der allein wird manchmal in dieser Beschaltung,
Gate 1 Signal in,
Gate 2 wechselspannungsmäßig auf Masse,
als Kaskode in einem Kanal bezeichnet.

von Schorsch M. (schorschm)


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Jörg W. schrieb:
> "Darstellung eines Dual-Gate-MOSFET BF981, der eine integrierte
> Kaskodenschaltung aus zwei MOSFETs ist."

Der Transistor mag als Kaskode bezeichnet werden, wird es aber erst 
durch eine besondere diesbezügliche Beschaltung, welche hier nicht 
vorgegeben ist.

von Jens G. (jensig)


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Schorsch M. schrieb:
> wird es aber erst
> durch eine besondere diesbezügliche Beschaltung,

Na dann zeige die doch mal ...

von Schorsch M. (schorschm)


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Nurso nebenbei: Es gab mal in den 60er Jahren einen bei Funkamateuren 
beliebten Röhrenempfänger für das 2m-Band, den Nogoton, alias 
Norddeutscher Rauschgenerator. Der hatte im Eingang eine klassische 
Kaskodenschaltung mit der Doppeltriode E88CC.

Seither weiß ich, wie Kaskoden funktionieren :-)

von Schorsch M. (schorschm)


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Jens G. schrieb:
> Na dann zeige die doch mal ...

Du bist doch schlau genug zu googeln, odder?

von Jens G. (jensig)


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Schorsch M. schrieb:
> Nurso nebenbei: Es gab mal in den 60er Jahren einen bei
> Funkamateuren
> beliebten Röhrenempfänger für das 2m-Band, den Nogoton, alias
> Norddeutscher Rauschgenerator. Der hatte im Eingang eine klassische
> Kaskodenschaltung mit der Doppeltriode E88CC.
>
> Seither weiß ich, wie Kaskoden funktionieren :-)

Schön. Nun zeigs mal, und zeige die wesentlichen Unterschiede zum BF981 
...

von Jens G. (jensig)


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Schorsch M. schrieb:
> Du bist doch schlau genug zu googeln, odder?

Das bin ich ...

von Jens G. (jensig)


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Wulf D. schrieb:
> Ok, Jens bezieht sich nur auf T1, den BF981.

Na eigentlich beziehe ich mich auf das, was Ole W. in Bezug auf einen 
DualGateMosfet meinte. War das falsch?

: Bearbeitet durch User
von Robert M. (r0bm)


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Günter R. schrieb:
> Der Eingangsübertrager bildet eine Norton*-Feedback-Anordnung, dadurch
> ist der Ground-Anschluss festgelegt. Ansonsten ist L4 kein Übertrager,
> sondern eine Mantelwellensperre (Wicklungssinn...). Auf deren ggf.
> zusätzliche Notwendigkeit verweist der im vorletzen Post zitierte
> Artikel am Ende seines Textes.

Es handelt sich um eine Zwischenbasischaltung nach Cantz, ein Mittelding 
aus einer Gate- und einer Sourceschaltung.

L4 arbeitet als ganz normaler, unsymmetrischer, invertierender 1:1 
Übertrager. Um eventuelle Störungen/Mantelwellen vom Verstärker bzw. 
Empfänger fernzuhalten, müsste am Ausgang ein zusätzlicher Strombalun 
vorgesehen werden.

Jens G. schrieb:
> Na eigentlich beziehe ich mich auf das, was Ole W. in Bezug auf einen
> DualGateMosfet meinte. War das falsch?

Nein, ist nicht falsch.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Robert M. schrieb:
> Günter R. schrieb:
>> Der Eingangsübertrager bildet eine Norton*-Feedback-Anordnung, dadurch
>> ist der Ground-Anschluss festgelegt. Ansonsten ist L4 kein Übertrager,
>> sondern eine Mantelwellensperre (Wicklungssinn...). Auf deren ggf.
>> zusätzliche Notwendigkeit verweist der im vorletzen Post zitierte
>> Artikel am Ende seines Textes.
>
> Es handelt sich um eine Zwischenbasischaltung nach Cantz, ein Mittelding
> aus einer Gate- und einer Sourceschaltung.

Tatsächlich, danke für den interessanten Hinweis. Die 
Zwischenbasisschaltung kennt man zwar als alter Röhrenadept, aber ich 
habe sie nie mit Cantz im Zusammenhang gebracht (die Transistoren wurden 
interessanter) Ich werde mal suchen, ob in den Peter-Norton-Arbeiten 
sich ein Verweis darauf finden lässt. Bei ihm ging es primär um noise.

>
> L4 arbeitet als ganz normaler, unsymmetrischer, invertierender 1:1
> Übertrager. Um eventuelle Störungen/Mantelwellen vom Verstärker bzw.
> Empfänger fernzuhalten, müsste am Ausgang ein zusätzlicher Strombalun
> vorgesehen werden.

DA bin ich nicht einverstanden: auf Grund des angegebenen Wickelsinnes 
ist es doch m.M.n. bereits ein sog. Strombalun... ich sehe da keinen 
Transformator für das differentielle Signal zwischen Innenleiter und 
Schirm.

Aber Frage andersherum: Wie sähe denn ein solcher zusätzlicher 
Strom-Balun hier aus im Vergleich zu einer vulgo Mantelwellensperre?

: Bearbeitet durch User
von Robert M. (r0bm)


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Günter R. schrieb:
> DA bin ich nicht einverstanden: auf Grund des angegebenen Wickelsinnes
> ist es doch bereits ein sog. Strombalun...

Ich sehe L4 als Spannungsunun. Die Schleife ist einseitig geerdet und, 
genau wie die Verstärkermasse auch, direkt mit dem Schirm des 
Koaxialkabels verbunden. Eventuelle Störungen/Mantelwellen auf der 
Außenseite des Schirms gelangen ungehindert in den Verstärker und 
letztendlich zum Empfänger.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Nun entspricht die Schaltung aber sehr direkt der Arbeit von Guanella im 
Bild (Quelle Brown-Boveri-Mitteilungen Sept. 1944, S.327). Ich finde es 
nur unglücklich, von Transformation zu reden, weil die hier bezüglich 
des Signalflusses nicht stattfindet. Eine Polaritätsumkehr gibt es auch 
nicht. Anderseits gebe ich zu, dass der Begriff der Mantelwellensperre, 
so wie ich ihn verwende, genaugenommen auch falsch verstanden werden 
kann, weil funktional eine Gleichtaktdrossel das ganz oder zum Teil 
miterledigt. Funktional ist nebenbei jeder Faraday-Transformator der 
klassische Un-Un.

I rest my case mit etwas OT: Zitat von DB1NV im Weinheimer 
Tagungsbericht von 2015/16 im Vortrag 'Breitbandtrafos und ihre 
Frequenzkompensation': "Transformatoren gelten unter Studenten als 
höchst suspekte Bauteile. Dabei ist die Sache garnicht kompliziert, wenn 
man es anwendungsbezogen betrachtet."

: Bearbeitet durch User
von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Ich antworte mir jetzt mal selbst, mea maxima culpa, ich habe die ganze 
Zeit offenbar nicht das Original des TE, sondern einen fast identischen 
Stromlauf aus der Zeit, aber einer anderen Zeitung betrachtet, in dem 
der Trafo eine andere Funktion hat. Wer lesen kann ist im Vorteil. Zu 
viel Papier auf dem Tisch, tumma leid und seht es mir bitte nach, dass 
ich soviel OT-Bandbreite erzeugt habe.

von Karl B. (gustav)


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Jens G. schrieb:
>> Seither weiß ich, wie Kaskoden funktionieren :-)
>
> Schön. Nun zeigs mal, und zeige die wesentlichen Unterschiede zum BF981

Bitteschöön..

von Arno R. (arnor)


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Karl B. schrieb:
> Bitteschöön..

Ahh, eine typische Gustav-Schaltung.

Q1 arbeitet als Source-Schaltung mit einer "Verstärkung" von etwa -10dB, 
also als Dämpfungsglied. Besser wäre es, R3 wegzulassen und das Signal 
an Source auszukoppeln, man hätte dann nur eine Dämpfung von ca. 3dB und 
einen kleineren Ausgangswiderstand (wie gezeigt ist es etwa 1k), wodurch 
man den Emitterfolger Q2 und R6...R8 einsparen könnte.

von Robert M. (r0bm)


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Günter R. schrieb:
> Nun entspricht die Schaltung aber sehr direkt der Arbeit von Guanella im
> Bild (Quelle Brown-Boveri-Mitteilungen Sept. 1944, S.327).

Auf den ersten Blick erscheint es so als ob L4 aus der Elektor-Schaltung 
u.a. auch die Funktion einer Gleichtaktdrossel erfüllt, was jedoch nicht 
der Fall ist. Anbei ein Bsp. einer solchen Drossel die bei Bedarf 
eingeschleift werden kann.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Danke und ja, s.o., da hatte ich mir selbst ein Bein gestellt. Im 
Gegensatz zu den Sendeantennen mit E-Feld ist KW-Empfang in der City 
"dank PLC, ChinaElectronics und Schaltnetzteilen" eigentlich nur noch 
mit H-Feld-Sonden möglich und sinnvoll. Im meinem Sammelordner gibt es 
eine verblüffend ähnliche, aber eben nur ähnliche Schaltung aus einer 
alten australischen Elektronikzeitung. Mist passiert, bekanntes 
Kommunikations-Problem zwischen dem zwischen den Ohren und der 
Tastatur...
Ich verwende meist die Aktivantenne von DB1NV, die enthält die 
entsprechende Vorkehrung.

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Arno R. schrieb:
> Ahh, eine typische Gustav-Schaltung.

Normalerweise diskutiere ich mit solchen Rotz-Kommentaren absondernden 
Usern nicht mehr.
Da aber auch andere Forenteilnehmer vielleicht gerne wüssten, was es mit 
der Schaltung auf sich hat:

Es ging um den Begriff "Kaskodenschaltung", alles andere davor ist nur 
"Zugabe".
Also Hauptaugenmerk auf die "Reihenschaltung" von Q2, Q3, Q4.
Wenn das keine Kaskodenschaltung ist, will ich Müller heißen.
Dass diese Schaltung "rauscht", nicht unbedingt ideal ist, habe ich 
selber herausgefunden.

Und, die Schaltung stammt von:
Copyright © Valve Electronics 2015 - 2026

ciao
gustav

von Jens G. (jensig)


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Karl B. schrieb:
> Also Hauptaugenmerk auf die "Reihenschaltung" von Q2, Q3, Q4.

Q2 kannste in der Aufzählung weglassen - der tut nix zur Sache.

> Wenn das keine Kaskodenschaltung ist, will ich Müller heißen.

Hat auch keiner was anderes behauptet. Jetzt musst Du nur noch erklären, 
was der große Unterschied zu einem Dual-Gate-Mosfet sein soll (abgesehen 
von uni-/bipolar), bzw. warum der keine Kaskode darstellen soll.

: Bearbeitet durch User
von Robert M. (r0bm)


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Günter R. schrieb:
> Ich verwende meist die Aktivantenne von DB1NV, die enthält die
> entsprechende Vorkehrung.

Die umschaltbare E/H-Aktivantenne nach DB1NV/DJ3VY mit der Kreuzloop?

Günter R. schrieb:
> Im meinem Sammelordner gibt es
> eine verblüffend ähnliche, aber eben nur ähnliche Schaltung aus einer
> alten australischen Elektronikzeitung.

Hört sich interessant an. Ist Erscheinungsmonat, Jahrgang und Name der 
Zeitschrift zufällig bekannt?

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Nein, leider uralt und nur von mir abgezeichnet, damals (vllt. Anfang 
80?)  hat man (also ich) auf sowas wie Dokumentation natürlich weniger 
Wert gelegt, weil Hobby. Steht in Zusammenhang mit 80-m-Peilung und 
Verzicht auf Abschirmung des (natürlich abgestimmten) Peilrahmens und 
dazu dem Patent von Potter mit der als Drossel gewickelten 
Speiseleitung. In unserem Ortsverband des Clubs war Fuchsjagd auch eine 
beliebte Aktivität, da damals Berlin-West noch relativ eingekesselt war 
in dem Sinne, dass man nicht mal eben 30 km in den Wald fahren konnte 
und auch die unlizensierten Newcomer mitmachen konnten. Mangelndes 
MINT-Interesse kannte man nicht. Peiler mit Ferritantennen waren 
unempfindlich und es kam die Idee auf, mit dem richtigen großen 
Drahtpeilrahmen zu arbeiten, der unabgeschirmt dann wegen E-Felds 
unzuverlässig war und so wurde die Speiseleleitung zum Empfänger dann 
eben  um den Ferritstab als Gleichtaktdrossel 'gezwungen'.

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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sri, Stromlauf vergessen...
Die Sperrwirkung der Speisedrossel konnt man nach dem Patent von Potter 
auch mit einem parallelschalteten C noch verbessern. Gurgels Bildersuche 
brachte leider auch nichts.

: Bearbeitet durch User
von Axel R. (axlr)


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wir haben bereits 26. Liegt der Plan schon 1 Jahr?

von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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nee, wieder mal lokaler time lag zwischen meinen Ohren ;-)

: Bearbeitet durch User
von Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite


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Wulf D. schrieb:
> Ok, Jens bezieht sich nur auf T1, den BF981.
> Der allein wird manchmal in dieser Beschaltung,
> Gate 1 Signal in,
> Gate 2 wechselspannungsmäßig auf Masse,
> als Kaskode in einem Kanal bezeichnet.

Im allerweitesten Sinne ist das auch in der Röhrentechnik bei der 
Einführung des Schirmgitters passiert. Später kamen dann die Hexoden.

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von Al (almond)


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Günter R. schrieb:
> Später kamen dann die Hexoden.

Und noch später kamen die HEXFET. Im allerweitesten Sinne.
Wie doch die Zeit vergeht.

: Bearbeitet durch User
von Dirk (dirki)


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Falls das von Interesse ist, von Elektor gibt es auch eine Breitbandloop 
ohne Übertrager in zwei Versionen:

https://www.mikrocontroller.net/attachment/552758/elektor.png
(ich glaube, die Schaltung findet man auch in dem Buch "300 
Schaltungen")

Und leicht abgeändert als Artikel aus Elektor 7/1981 (engl. Ausg.?):
https://www.elektormagazine.com/magazine/elektor-198099/44669
Soll von 100kHz bis 30MHz arbeiten.

: Bearbeitet durch User
von Al (almond)


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Elektor war schon immer groß darin, unerprobte und dysfunktionale 
Schaltungen zu veröffentlichen. Oft vollkommen befreit und losgelöst von 
der zu Grunde liegenden Antennenphysik.

Eine Loop, die nur dann als magnetic Loop mit Richtwirkung wirkt, wenn 
sie möglichst Erd-symmetrisch angekoppelt ist ohne Symmetrieübertrager 
an eine unsymmetrische Verstärkerstufe anzuschließen ist einfach Murks.

Immerhin hat die letzverlinkte Schaltung einen niederohmigen Eingang als 
Basisschaltung, die als Strom-Spannungswandler wirkt. Nur so wird eine 
Loop breitbandig mit flachem Frequenzgang. Die seltsame FET Schaltung 
vom Eingangsthread taugt jedenfalls noch weniger.

: Bearbeitet durch User
von Ole W. (ole_w)


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Al schrieb:
> Nur so wird eine
> Loop breitbandig mit flachem Frequenzgang. Die seltsame FET Schaltung
> vom Eingangsthread taugt jedenfalls noch weniger.

Da muss ich tatsächlich widersprechen.

In diesem Artikel:

https://www.radiomuseum.org/forum/richtige_ferritkerne_fuer_loop_antennenverstaerker.html?language_id=1

hat der Herr Bauer die Transformation der Eingangsimpedanz ausführlich 
aufgearbeitet. Definitiv lesenswert.

von Al (almond)


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Bauer führt darin einige der Gründe auf, warum die Elektor Schaltung 
untauglich oder zumindest suboptimal ist.

Eine gute Orientierung zum Sachverhalt "aktive magnetic Loop Antennen" 
bietet eine aktuelle Publikationen von Jörg Logeman, dem Entwickler von 
militärischen Aktivantennen von ehemals Telefunken/EADS in Ulm. Der 
kennt die Theorie und kennt die Praxis und erklärt die zum Verständnis 
der Funktion notwendigen Zusammenhänge.

https://www.darc.de/fileadmin/filemounts/distrikte/p/Distrikt_P/Dokumente/RTS2024_Aktive_Antennen_E_und_H_Feld_EMV_Referat.pdf

Theorie und Praxis von aktiven Loops ab Folie 40

Auch empfehlenswert die Dokumente von LZ1AQ und seiner Aktivloop. Das 
sind fundierte mit Messungen unterlegte Informationen.

https://active-antenna.eu/tech-docs/1_ActiveAA_DandS_11.pdf

Die LZ1AQ Schaltung ist sehr ähnlich und lehnt sich an die weiter oben 
von Robert erwähnte Aktivloop von Jirmann DB1NV/ Lass DJ3VY. Ein 
symmetrischer Gegentakt Transimpedanz-Verstärker in Basisschaltung, mit 
einer Eingangsimpedanz von wenigen Ohm, was eine Voraussetzung ist, 
damit eine Loop als "small magnetic loop" breitbandig mit flachem 
Frequenzgang empfängt.

Publikation: Dr. Jochen Jirmann, Michael Lass, „Aktiv empfangen mit 
neuen Ideen “, CQ-DL 2/1997

: Bearbeitet durch User
von Herbert Z. (herbertz)


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Ole W. schrieb:
> Ich plane den Sender DDH47 bei 147,3 kHz zu empfangen.

Der Ausgangs Übertrager sollte nach einer Faustregel etwa vier mal 
soviel XL auf der niedrigsten Rx Frequenz besitzen wie die Antenne 
Impendanz zb. 50 Ohm hat. Wären XL 200 Ohm. Der Mini - Ringkern Rechner 
macht dir das.

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