Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Türklinger verstärken ohne elektrischen Eingriff in Hausanlage


von Nick (gogol)


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Hallo,

zunächst einmal noch allen ein Gutes Neues Jahr.
Zu meinem Problem:  In einem Mehrfamilienhaus hat ein Mieter das 
Problem, dass der -ziemlich leise- Türsummer nicht gehört wird, wenn 
jemand in einem entfernten Raum Musik hört oder telefoniert. Der Summer 
ist in der Türsprechanlage eingebaut.
Nun gibt es zwar jede Menge Erweiterungen/Weiterleitungen, bei denen ein 
Sender parallel zu einem Summer in der Sprechanlage geklemmt wird. Genau 
dies ist hier jedoch nicht möglich. Der Vermieter hat in einer Anlage 
zum Mietvertrag jeglichen Eingriff in die Türsprechanlage verboten, weil 
es in der Vergangenheit zu Schäden/Ausfall gekommen sei. Erweiterungen 
dürfen nur durch den Elektroinstallationsbetrieb des Vermieters 
vorgenommen werden.

Nun verfolge ich zwei Ansätze, beiden gemein ist, dass ich den Summer 
(175Hz) mit einem Sensor detektieren möchte. Zwei Ansätze sind denkbar: 
Entweder die deutlich zu fühlende Vibration erkennen, oder aber die 
Audiofrequenz aufzunehmen. Sobald ich den Summer erkenne, habe ich zwei 
Ideen:
- Eine der eingangs genannten handelsüblichen Klingelweiterleiter zu 
verwenden, der nun jedoch nicht an die Sprechanlage, sondern an meinen 
Sensor angeschlossen wird.
- Das Signal mit einem 433MHz Sender an einen im Haushalt verfügbaren 
Raspberry (Medienserver) zu senden, der dann auf vielfältige Weise das 
erkannte Signal weiterleiten kann, ggf. auch über einen direkt 
angeschlossenen Summer.

Mein Problem liegt nun hauptsächlich in der Erkennung des Summers: Gibt 
es hierzu eventuell schon fertige Projekte/Module?
Zudem: Wie bekomme ich das Erkennen und Signalisieren möglichst 
energiesparend hin, da das Modul batteriebetrieben werden muss, weil 
keine Steckdose in der Nähe vorhanden ist.

Ich bin für alle Ideen und Hinweis dankbar.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Ich würde mal versuchen, ob man den Summer nicht mit einem "Tonabnehmer" 
magnetisch erfassen kann.
Mit ein bissel Glück induziert der genug, das man damit eine Schaltung 
aufwecken kann.

ELV hatte vor vielen Jahren sowas: ein Batteriesender mit einem 
Saugnapf-"Mikrofon" und der  Empfänger war eine nicht schaltende 
Schaltsteckdose aus dem FS20-Programm.
Also mehr oder weniger deren Standardkomponenten, nur der Sender war mit 
Abnehmer statt Taster, der Empfänger mit Tüdelü statt Relais.

von Rahul D. (rahul)


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Jens M. schrieb:
> eine nicht schaltende Schaltsteckdose
Wie darf man sich sowas denn vorstellen?

Jens M. schrieb:
> Saugnapf-"Mikrofon"

Gibt's die Dinger noch? Die waren doch zu Zeiten aktuell, als Telefone 
noch eine Wählscheibe (und eine elektromagnetisches Läutewerk) hatten.

Nick schrieb:
> mit einem Sensor detektieren möchte.
Der nächste "Klatschschalter"...

Vielleicht funktioniert das mit einem ausgedienten 
Kopfhörer-Schallgeber.
Der liefert einen Strom, wenn seine Membran bewegt wird.

von Nick (gogol)


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Jens M. schrieb:
> Ich würde mal versuchen, ob man den Summer nicht mit einem "Tonabnehmer"
> magnetisch erfassen kann.
> Mit ein bissel Glück induziert der genug, das man damit eine Schaltung
> aufwecken kann.
>
Danke für die Idee, hab mir das mal angesehen, siehe Bild anbei.
Da ich vermeiden möchte mit irgendetwas ins Gehäuse zu gehen sieht das 
suboptimal aus. Der Summer liegt unter dem Mikrofon des Hörers, so dass 
ich nur seitlich rechts oder links drankomme. Da die Feldlinien der 
Spule jedoch senkrecht in den Raum, sprich in den aufgelegten Hörer 
gehen, halte ich das für schwer umsetzbar.

von Wolf17 (wolf17)


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Vielleicht gibt es vom Sprechanlagenhersteller einen Zusatz für 
Gehörlose, der offiziell eingebaut werden kann.

Ich finde reichlich Schalldetektoren mit LM324, da liegt aber der 
Ruhestrom über 1mA.
Hier was mit 9V 0,5mA, statt den LEDs kann man einen Optokoppler, Relais 
oder Sendemodul anschließen.: 
https://www.luedeke-elektronic.de/Schalldetektor-LED-Lichtorgel-9V-Bausatz-Velleman-MK103.html
Das sollte auch mit 6V funktionieren. Mit 6 Monozellen (18Ah) sollte es 
einige Jahre laufen.
Eine Lösung mit Bandpass wird es nicht fertig geben, aber man kann die 
Schaltung, wenn nötig, ja entsprechend modifizieren. Zuerst würde ich es 
mit einem Tiefpass probieren, da reicht ein RC Glied nach C2.
https://www.luedeke-elektronic.de/shop/vellemann/mk103.pdf

von Schorsch M. (schorschm)


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Wie wäre es mit einem Glasbruchmelder, der reagiert auf Erschütterung, 
z.B. 
https://www.fensterversand.com/zubehoer/fenster-tuersicherung/glasbruchmelder.php

von Wolf17 (wolf17)


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An dem vorgeschlagenem Schalldetektor kann man statt dem 
Elektretmikrofon sicher auch eine Aufnehmerspule für den magnetischen 
Summer anschließen.
Dann kann man R1 weglassen und spart den Ruhestrom vom Elektretmikrofon.

: Bearbeitet durch User
von J. R. (yoc)


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Bekannte von mir nutzen ein Babyphon, um die Klingel auch im Keller zu 
hören.

von R. L. (roland123)


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Nick schrieb:
> Wie bekomme ich das Erkennen und Signalisieren möglichst
> energiesparend hin, da das Modul batteriebetrieben werden muss, weil
> keine Steckdose in der Nähe vorhanden ist.

der Summer ist doch sicher so laut, dass er an der nächsten Steckdose 
gut mit einem Mikrofon zu erkennen ist. Es ist dann eine Frage der 
Filtertechnik, wie man den Summer von anderen Geräuschen unterscheiden 
kann.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Nick schrieb:
>hab mir das mal angesehen, siehe Bild anbei.

Wenn das unten der Summer ist, mach einfach eine
einzige Windung um die Spule, also ein Draht einmal
durch fädeln. Damit hast du dann ein Wechselspannungssignal.
Es gibt dadurch ja keine elektrische Verbundung zu dem
Gerät. Das brauchst du dann nur mit einem NF-Verstärker
verstärken und gleichrichten. Du hast dann ein Schaltsignal,
mit dem du dann beliebige Sachen schalten kannst, Relais
oder Sonstwas.

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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Wolf17 schrieb:
> Das sollte auch mit 6V funktionieren. Mit 6 Monozellen (18Ah) sollte es
> einige Jahre laufen.

Das würde ja größer als die Sprechstelle.  Ich dachte eher an 1-3 AAA 
oder einen 9V Block. Einmal im Halbjahr wechseln wäre sicher kein 
Problem, allerdings müsste man dann eine LED o.ä. vorsehen, die beim 
fälligen Batteriewechsel so alle 5 Sekunden kurz aufleuchtet.

Da komme ich dann doch wieder gedanklich auf die Idee, das ganze 
induktiv zu erkennen.  Wenn man eine flache Spule, etwas größer im 
Durchmesser als der Summer, mit einer weissen Klebefolie auf das Gehäuse 
über dem Summer klebt, so dass der Hörer nach wie vor aufgelegt werden 
kann, könnte diese mit ein wenig Hühnerfutter einen schlafenden µC 
wecken, der dann den Rest besorgt.

Ein Ad-Hoc Experiment hat gezeigt, dass auf der unteren Position des 
Hörers bis zu 10mm Abstand sein können und der Hörer noch sauber 
aufliegt und nicht runterfällt.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Rahul D. schrieb:
> Wie darf man sich sowas denn vorstellen?

ELV hat eine Schaltsteckdose von denen benutzt, und die Elektronik 
leicht verändert.
Statt des Relais das die im Schukosteckergehäuse ebenfalls befindliche 
Steckdose schaltet wird ein Pieper aktiviert, und die Steckdose ist 
unter Dauerstrom und geht so nicht verloren wie bei einem 
Steckernetzteil.
Äußerlich bis auf den Aufdruck aber identisch mit eben einer 
"Funkschaltsteckdose".

Rahul D. schrieb:
> Gibt's die Dinger noch? Die waren doch zu Zeiten aktuell, als Telefone
> noch eine Wählscheibe

Joah, das Ding hatte ich bei jemandem verbaut, und da hatten wir noch 
keine Angst vor dem Jahr-2000-Problem. ;)
Dürfte so '95 oder '98 gewesen sein.

Rahul D. schrieb:
> Vielleicht funktioniert das mit einem ausgedienten
> Kopfhörer-Schallgeber.

Ich würde das eben per Spule machen, nicht mechanisch, also das 
Wechselfeld und nicht den Krach erkennen.
Vorteil hier auch, das der Ruhestrom der Spule 0 ist und der Pegel u.U. 
reicht, an einem µC einen Wakeup auszulösen.

Nick schrieb:
> Da die Feldlinien der
> Spule jedoch senkrecht in den Raum, sprich in den aufgelegten Hörer
> gehen, halte ich das für schwer umsetzbar.

Mit einer flachen Spule würde ich das dennoch probieren. Dünnes CuL und 
eben auf großen Durchmesser statt große Länge gewickelt. Quasi wie ein 
Qi-Ladepad oder ein Induktionskochfeld.
Oder: den Summer umsetzen. Das wäre dann ja kein elektrischer 
Eingriff... ;)

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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J. R. schrieb:
> Bekannte von mir nutzen ein Babyphon, um die Klingel auch im Keller zu
> hören.
Da hat man dann den Effekt, dass der Raum permanent abgehört wird. Der 
Frequenzbereich, bei dem ein Babyphone auslöst, liegt meiner Erfahrung 
auch deutlich über den 175 Hz. Zudem kann das dann immer nur eine Person 
in dem Raum mit dem Babyphone-Empänger hören, meine Lösung sollte das so 
verstärken, dass in allen vier Räumen der Wohnung das Signal zu hören 
ist.

R. L. schrieb:
> der Summer ist doch sicher so laut, dass er an der nächsten Steckdose
> gut mit einem Mikrofon zu erkennen ist. Es ist dann eine Frage der
> Filtertechnik, wie man den Summer von anderen Geräuschen unterscheiden
> kann.

Siehe Babyphone.  Wird aus meine Sicht dann zu aufwendig, da viele 
Hintergrundgeräusche ausgefiltert werden müssen.  Wenn man nah genug am 
Erzeuger ist, kann die Empfindlichkeit so gering sein, dass andere 
Geräusche in der Wohnung gar nicht erkannt werden.

Günter L. schrieb:
> Wenn das unten der Summer ist, mach einfach eine
> einzige Windung um die Spule, also ein Draht einmal
> durch fädeln. Damit hast du dann ein Wechselspannungssignal.
> Es gibt dadurch ja keine elektrische Verbundung zu dem
> Gerät. Das brauchst du dann nur mit einem NF-Verstärker
> verstärken und gleichrichten. Du hast dann ein Schaltsignal,
> mit dem du dann beliebige Sachen schalten kannst, Relais
> oder Sonstwas.

Dann gehe ich wieder das Problem ein, ins Gehäuse einzugreifen. Ich 
möchte hier jeglicher Diskussion aus dem Weg gehen, wenn der/die Falsche 
Kabel ins Gehäuse gehen sieht.
Daher meine abgewandelte Idee zuvor, die Spule aussen auf das Gehäuse zu 
kleben, dann ist erkennbar, dass man nicht ins Gehäuse geht.  Ich werde 
dazu mal ein paar Tests machen, muss mir dazu nur ein Oszi leihen.

Danke für die lebhafte Diskussion bisher!

von Rolf (rolf22)


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Wolf17 schrieb:
> Vielleicht gibt es vom Sprechanlagenhersteller einen Zusatz für
> Gehörlose, der offiziell eingebaut werden kann.

Nützt wenig, wenn es ohne Elektriker gemacht werden soll.

Ansonsten z. B. dieses:
https://www.str-elektronik.de/fileadmin/user_upload/Downloads_allgemein/Beide/Pool_Datenbl%C3%A4tter_Anleitungen_Schaltpl%C3%A4ne/alte_Bustechnik/STR_AM300.pdf

Das sind primitive Module: Das Summersignal wird stumpf gleichgerichtet 
und es gibt eine Potentialtrennung per Trafo oder Optokoppler.

von Rahul D. (rahul)


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Jens M. schrieb:
> Statt des Relais das die im Schukosteckergehäuse ebenfalls befindliche
> Steckdose schaltet wird ein Pieper aktiviert, und die Steckdose ist
> unter Dauerstrom und geht so nicht verloren wie bei einem
> Steckernetzteil.
> Äußerlich bis auf den Aufdruck aber identisch mit eben einer
> "Funkschaltsteckdose".

Ach, ne Durchgangssteckdose.("Nicht schaltende Schaltsteckdose" klingt 
doch etwas verwirrend ;))
Sowas habe ich auch als Gehäuse noch rumfliegen und eine 
Steckdosenleiste nach dem Prinzip inzwischen auch.

Jens M. schrieb:
> Dürfte so '95 oder '98 gewesen sein.
Das ist inzwischen doch auch 30 Jahre her...
Die Dinger sind aber verhältnismäßig groß.
Da könnte man über eine Piezo-Scheibe nachdenken.

von Nick (gogol)


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Jens M. schrieb:
[...]
>
> Ich würde das eben per Spule machen, nicht mechanisch, also das
> Wechselfeld und nicht den Krach erkennen.
> Vorteil hier auch, das der Ruhestrom der Spule 0 ist und der Pegel u.U.
> reicht, an einem µC einen Wakeup auszulösen.
>
[...]
>
> Mit einer flachen Spule würde ich das dennoch probieren. Dünnes CuL und
> eben auf großen Durchmesser statt große Länge gewickelt. Quasi wie ein
> Qi-Ladepad oder ein Induktionskochfeld.
> Oder: den Summer umsetzen. Das wäre dann ja kein elektrischer
> Eingriff... ;)

Ok, das bedeutet, dass die Spule auf Gehäusebreite erweitern kann, und 
damit mehr Empfindlichkeit bekomme?  Werde hierzu ein paar Versuche 
machen, wenn ich ein Oszi zur Hand habe.  Passt zu meiner Idee mit 
möglichst wenig Aufwand einen µC zu wecken.  Da muss man im Zweifel ein 
bischen Schutz vor zu hohen Spannungen vorsehen und die Spule könnte 
ggf. komplett passiv den µC wecken.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Rahul D. schrieb:
> Ach, ne Durchgangssteckdose.("Nicht schaltende Schaltsteckdose" klingt
> doch etwas verwirrend ;))

Nuja, es war eben eine FS20-Funksteckdose, die nur am Typenschild als 
eben genau keine Funksteckdose sondern Türklingelverlängerung erkennbar 
war.
Das typische Stecker/Steckdosengehäuse eben.

Rahul D. schrieb:
> Da könnte man über eine Piezo-Scheibe nachdenken.

Der Saugnapfmöppel war kein Mikrofon, nur eine Spule.
Wenn das funktioniert dürfte es wesentliche Vorteile ggü. eines 
Mikrofons haben.
Gedacht war das Gerät eigentlich für Telefone (noch mit echtem 
mechanischem Wecker), funktionierte aber auch an einer 
Rittal-Türsprechstelle mit ähnlichem Schnarrer wie die hier gefragte.

von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> enn man eine flache Spule, etwas größer im
> Durchmesser als der Summer, mit einer weissen Klebefolie auf das Gehäuse
> über dem Summer klebt, so dass der Hörer nach wie vor aufgelegt werden
> kann,

Das wäre auch mein erster Versuch.
ggf. die Spule zwischen Wand und Telefon klemmen. Dazu muss man nur die 
Befestigungsschrauben vorübergehend etwas lockern.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Nick schrieb:
> Ok, das bedeutet, dass die Spule auf Gehäusebreite erweitern kann, und
> damit mehr Empfindlichkeit bekomme?

Ich würde sagen wesentlich mehr Durchmesser wie das Original bringts 
nicht mehr.
Ich wollte eher drauf hinaus das übliche Relaisspulen ja einen langen 
Nagel haben und wenig Durchmesser, und du brauchst eine flache Scheibe, 
also "viel" Durchmesser und wenig Länge weil dein Aufkleber unter dem 
Hörer ja nur 1 oder 2 Millimeter dick sein kann.
Mit dünnem Draht sollte das aber gehen, Leistung brauchts ja nicht.
Und ich würde sogar sagen ein Multimeter reicht zum testen, wenn genug 
Spannung kommt evtl. sogar eine LED.
Bloß das Wickeln so einer Spule könnte nervig sein.
Aber evtl. geht's schon mit einer Transponderspule, z.B. 
https://www.ebay.de/itm/187894762828
Oder ähnlichem Zeug für RFID-Transponder.

von Rahul D. (rahul)


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Jens M. schrieb:
> Gedacht war das Gerät eigentlich für Telefone (noch mit echtem
> mechanischem Wecker), funktionierte aber auch an einer
> Rittal-Türsprechstelle mit ähnlichem Schnarrer wie die hier gefragte.

und Wählscheibe... so jung bin ich auch nicht mehr.

Jens M. schrieb:
> Saugnapfmöppel

Wie geschrieben: Die Dinger sind och ganz schön klobig (passend zum 
Wählscheibentelefon).

Die Piezo-Scheibe war auch nur so eine Idee - sie liefert ja eine 
Spannung bei mechanischer Belastung...

von Jens M. (schuchkleisser)


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Rahul D. schrieb:
> Die Piezo-Scheibe war auch nur so eine Idee - sie liefert ja eine
> Spannung bei mechanischer Belastung...

Ja, aber man muss sie biegen.
Einfach so auf's Gehäuse pappen macht gar nichts.
Und selbst als Mikrofon (dann ja eher Seismometer) geht's nur wenn eine 
gewisse Massenträgheit vorhanden ist: Mutter auf die Membran kleben und 
Piezosummergehäuse auf's Telefon. Die Vibration des 
Telefon&Summergehäuses ggü. der trägen Masse ergibt erstaunliche 
Spannungen...
Warnung: niemals eine Piezoscheibe zwischen den Fingern halten und 
dagegen schnipsen!

Rahul D. schrieb:
> Die Dinger sind och ganz schön klobig (passend zum
> Wählscheibentelefon).

Die Idee war: "Kucken se ma', dat is da nur draufgeschnupselt! Keine 
Klebe, keine Bohrung, nix".
Schön ist anders, aber ehrlich: wer von uns würde nicht einfach eben die 
beiden Strippen anzapfen, und sei es nur für ein kleines Relais...

: Bearbeitet durch User
von Rahul D. (rahul)


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Jens M. schrieb:
> aber ehrlich: wer von uns würde nicht einfach eben die
> beiden Strippen anzapfen

Ich kann das schon verstehen. Ich habe allerdings inzwischen auch keine 
Probleme mehr mit irgendwelchen Vermietern...

von Karl B. (gustav)


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Welches Fabrikat ist die Sprechanlage? Da kann es hübsche Überraschungen 
geben. Gerade in "Hochhäusern". Einige Beispiele:
Der Türdrücker kann nur so lange betätigt werden, bis überhaupt einmal 
"geklingelt" wurde, und die Sprechanlage ist nicht beliebig lange 
aufgeschaltet. Da hat auch oft nicht jede Wohnung eine eigene 
Verkabelung, sondern ist an einem Bussystem angeschlossen. Da was 
rumzufummeln, würde ich nicht machen.

Und Summer ist nicht gleich Summer. Oft irgendein Signalgeber Piezo etc. 
pp.

ciao
gustav

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Mit dem Summer vibriert auch das Gehäuse. Wenn Du das mit dem Finger 
spüren kannst, dann mach ein simples Körperschallmikro dran.

Einfach eine Piezscheibe mit einem Streifen Tesafilm ankleben.

https://www.elektronik-labor.de/Notizen/Koerperschall.html
https://www.elektronik-labor.de/Labortagebuch/Tagebuch1225.html#mic

von Jens M. (schuchkleisser)


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Karl B. schrieb:
> Da was
> rumzufummeln, würde ich nicht machen.
>
> Und Summer ist nicht gleich Summer. Oft irgendein Signalgeber Piezo etc.
> pp.

Du hast das Bild aber schon gesehen?
Simpelste Technik, der Summer ist ein Schnarrer, kein Bus, keine 
Elektronik im Telefon.
Der Mithörschutz besteht vmtl. nur aus dem Gabelschalter usw. usf.
Billigstes Zeug.
Gerade daher wundert mich das sich der Vermieter so anstellt. Das Ding 
kann bald nicht kaputt gehen weil nix drin ist.

von Wolf17 (wolf17)


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Nick schrieb:
> Spule aussen auf das Gehäuse zu kleben... Ich werde
> dazu mal ein paar Tests machen, muss mir dazu nur ein Oszi leihen.

Oszi ist unnötig, ein DVM mit ACV Bereich reicht.
Wie ist der Meßwert? Notfalls mit einem CMOS Invertergatter verstärken.

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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Udo S. schrieb:
>
> Das wäre auch mein erster Versuch.
> ggf. die Spule zwischen Wand und Telefon klemmen. Dazu muss man nur die
> Befestigungsschrauben vorübergehend etwas lockern.

Danke, die Idee ist natürlich noch weit besser!
Und unter dem gehäuse bin ich ja auch noch näher an der Spule!

Jens M. schrieb:
> Ich würde sagen wesentlich mehr Durchmesser wie das Original bringts
> nicht mehr.
[...]
> Mit dünnem Draht sollte das aber gehen, Leistung brauchts ja nicht.
> Und ich würde sogar sagen ein Multimeter reicht zum testen, wenn genug
> Spannung kommt evtl. sogar eine LED.
> Bloß das Wickeln so einer Spule könnte nervig sein.
> Aber evtl. geht's schon mit einer Transponderspule, z.B.
> https://www.ebay.de/itm/187894762828
> Oder ähnlichem Zeug für RFID-Transponder.

Ich hab jetzt mal auf die Schnelle 100 Wicklungen um eine Kaugummidose 
gewickelt. Vorher zwei O-Ringe draufgestülpt, dass der Bereich in dem 
man wickelt nicht verrutscht. Ging erstaunlich gut.

Damit bekomme ich laut Multimeter 40mV, werde das ganze jetzt noch wie 
von Udo S. vorgeschlagen unter das Gehäuse packen.

Vermutlich brauche ich aber deutlich mehr Wicklungen, da hat mein 
Drahtvorrat nicht gereicht.  Sieht im Multimeter jedoch prima aus: 0,00V 
im Stillstand und sofort 40 mV wenn der Summer ertönt.

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Nick schrieb:
> und sofort 40 mV wenn der Summer ertönt.

Wenn du jetzt noch einen kleinen Kondensator parallel zur Spule 
schaltest, dann hast du einen Parallelschwingkreis der im Resonanzfall 
bei 175 Hz sogar die Spannung noch deutlich erhöht.

Es ist halt nur fummelig den richtigen Kondensatorwert zu ermitteln, um 
den Parallelschwingkreis in Resonanz zu bringen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Sieht im Multimeter jedoch prima aus: 0,00V
> im Stillstand und sofort 40 mV wenn der Summer ertönt.

Simple Verstärkerschaltung mit zwei Transistoren und schon kann der 
Krach mit einer Endstufe richtig loslegen.

von Wolf17 (wolf17)


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Enrico E. schrieb:
> Wenn du jetzt noch einen kleinen Kondensator parallel zur Spule
> schaltest, dann hast du einen Parallelschwingkreis der im Resonanzfall
> bei 175 Hz sogar die Spannung noch deutlich erhöht.
Gute Idee, wenn da die Physik nicht wäre. Eine Spule n100 D50mm hat rund 
1mH.
Für 175Hz Resonanz braucht man einen 827µF Kondensator...
https://elektro.turanis.de/html/tools/calc_lc_resonance.html

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wolf17 schrieb:
> Für 175Hz Resonanz braucht man einen 827µF Kondensator...

Naja, 4700µF sind doch leicht zu bekommen. Dummerweise sind das Elkos 
und keine Bipolaren Kondensatoren. Mit zwei Ekos in Reihe und einem 
Schaltungstrick, wäre das hinzubekommen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Zuerst die Genauigkeit/Bandbreite der 175Hz messen, z.B. mit 
Soundeingang vom Laptop und Spektrum Software. Und dann eine 
Trägererkennung mit PLL wie z.B. NE567 oder 74HC4046 bauen.

von Holger R. (holgerr)


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Nick schrieb:
> Nun gibt es zwar jede Menge Erweiterungen/Weiterleitungen, bei denen ein
> Sender parallel zu einem Summer in der Sprechanlage geklemmt wird. Genau
> dies ist hier jedoch nicht möglich. Der Vermieter hat in einer Anlage
> zum Mietvertrag jeglichen Eingriff in die Türsprechanlage verboten, weil
> es in der Vergangenheit zu Schäden/Ausfall gekommen sei. Erweiterungen
> dürfen nur durch den Elektroinstallationsbetrieb des Vermieters
> vorgenommen werden.

Das hier ist kein Fall für einen Elektroniker, sondern für einen 
Rechtsanwalt. Auch schwer Hörgeschädigte oder taube Menschen haben einen 
Anspruch auf eine Klingel, die muß nicht zwangsläufig akustisch sein, 
eine Klingel könnte auch optisch sein oder per USB an ein Cochlear 
Implantat.

Eine Ex-Angestellte von mir hatte Rauchmelder mit optischen Alarm auf 
Kosten des Vermieters.

HolgerR

von R. L. (roland123)


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Holger R. schrieb:
> Das hier ist kein Fall für einen Elektroniker, sondern für einen
> Rechtsanwalt. Auch schwer Hörgeschädigte oder taube Menschen haben einen
> Anspruch auf eine Klingel,

aber sie haben keinen Rechtsanspruch darauf, etwas selbstgebasteltes an 
die Klingel anzuschließen.

Nick schrieb:
> Erweiterungen
> dürfen nur durch den Elektroinstallationsbetrieb des Vermieters
> vorgenommen werden.

wenn es der Fachmann macht, ist es für den Vermieter ja kein Problem

von Werner (kartoffel1968)


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Nick schrieb:
> Der Summer liegt unter dem Mikrofon des Hörers, so dass
> ich nur seitlich rechts oder links drankomme.

Eine Flache Spule zwischen Gehäuse und Wand würde doch gehen, oder?

von Harald K. (kirnbichler)


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Es ist erstaunlich, welcher Aufwand hier getrieben wird, um dem 
Vermieter das Beheben eines offensichtlichen Mangels an der Mietsache 
(zu leise Türklingel/Gegensprechanlage) zu ersparen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Harald K. schrieb:
> Es ist erstaunlich, welcher Aufwand hier getrieben wird, um dem
> Vermieter das Beheben eines offensichtlichen Mangels an der Mietsache
> (zu leise Türklingel/Gegensprechanlage) zu ersparen.

Feine Sache, wenn sämtliche Hausbewohner aufgeschreckt werden, wenn 
jemand bei der schwerhörigen Person sturmklingelt, nur diese selber 
dennoch nichts hört.
Soll dann der Vermieter einen Hausvibrator oder Erdbebensimulator 
einbauen?

von Udo S. (urschmitt)


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Harald K. schrieb:
> Es ist erstaunlich, welcher Aufwand hier getrieben wird, um dem
> Vermieter das Beheben eines offensichtlichen Mangels an der Mietsache
> (zu leise Türklingel/Gegensprechanlage) zu ersparen.

So ein Blödsinn. Der Vermieter will sich nur davor schützen dass 
irgendwelche Idioten an der Klingel rumpfuschen und Kurzschlüsse 
verursachen die ggf. die ganze Hausanlage lahmlegt.

Lese einfach den ersten Post bevor du so einen Unsinn behauptest:

Nick schrieb:
> Der Vermieter hat in einer Anlage
> zum Mietvertrag jeglichen Eingriff in die Türsprechanlage verboten, weil
> es in der Vergangenheit zu Schäden/Ausfall gekommen sei. Erweiterungen
> dürfen nur durch den Elektroinstallationsbetrieb des Vermieters
> vorgenommen werden.

von Harald K. (kirnbichler)


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Udo S. schrieb:
> So ein Blödsinn. Der Vermieter will sich nur davor schützen dass
> irgendwelche Idioten an der Klingel rumpfuschen und Kurzschlüsse
> verursachen die ggf. die ganze Hausanlage lahmlegt.

Kein Blödsinn.

Mit keinem Wort habe ich was davon geschrieben, daß man selbst an der 
Anlage rumfummeln soll -- der Vermieter hat dafür zu sorgen, daß die 
Anlage funktioniert.

Das tut sie aber nicht:

Nick schrieb:
> In einem Mehrfamilienhaus hat ein Mieter das
> Problem, dass der -ziemlich leise- Türsummer nicht gehört wird, wenn
> jemand in einem entfernten Raum Musik hört oder telefoniert.

Der Türsummer ist "ziemlich leise". Und damit erfüllt er seine 
bestimmungsgemäßt Aufgabe nicht.

Hier ist also der Vermieter dafür zuständig, dafür zu sorgen, daß eine 
Lautstärke erreicht wird, die von nicht über das Normalmaß hinausgehend 
hörbeeinträchtigten Menschen in der gesamten Wohnung wahrgenommen werden 
kann.




Ralf X. schrieb:
> Feine Sache, wenn sämtliche Hausbewohner aufgeschreckt werden, wenn
> jemand bei der schwerhörigen Person sturmklingelt, nur diese selber
> dennoch nichts hört.

Von schwerhörig war hier keine Rede. Das hast Du erfunden.

Und wenn es schwerhörige Bewohner gibt, dann hat der Vermieter die 
Möglichkeiten zu schaffen, daß auch diese selbstbestimmt in der Wohnung 
leben dürfen. Und das, ohne anderen Bewohnern zur Last zu werden.

Andernfalls müsste er hörbeeinträchtigte Mieter per Klausel im 
Mietvertrag von der Nutzung der Wohnung ausschließen.

Das übrigens bedeutet nicht, daß das Problem mit noch mehr Lautstärke 
gelöst werden muss; es gibt auch optische Signalisierungen.

Wie auch immer: Der Threadstarter hat NICHTS von Schwerhörigkeit 
geschrieben.

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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https://www.smarter-home.shop/zigbee-vibrationssensor

ZIgbee Virbationssendersensor und schon geht die Post ab. Kopplung über 
eine Zentrale oder anderweitig mit eim Blinklicht.

Sonser gibts beim Aliexpress natürlich günstiger!

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (igel1)


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Wenn Du sowieso einen Raspberry Pi für die Weiterleitung und 
Verarbeitung des Signals per 433MHz-Modul verwenden möchtest, so 
könntest Du auch eine Non-invasive Lösung probieren:

- Raspi mit Mikrofon ausstatten, das auf die Klingel lauscht
  - Den Audiostream vom Mikro einlesen (pyaudio)
    (ggf. noch einen Software-Bandpassfilter für 175Hz einbauen)
    - Den Stream per Machine Learning auswerten lassen
      (numpy, scipy, librosa)
       - Im Falle von Matching Dein 433MHz-Modul ansteuern.

... so die Theorie. Habe selbst aber keine Erfahrung in diesem Gebiet.
Es gibt hier aber bestimmt einige Forenmitglieder, die Dir dabei helfen 
könnten.

Ich gebe zu: das ist ziemlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen, hat 
aber den Vorteil, dass Du keinerlei Drähte zu Deinem Telefon führen 
musst.

Viele Grüße

Igel1


PS: stelle fest, dass ich nicht der erste Mensch auf der Welt mit dieser 
Idee bin, guckst Du z.B. hier:

- https://isl.iar.kit.edu/english/4074.php

- https://github.com/benjaminchodroff/alarmBeepDetect


PPS:  oder einfach mal nach "door bell detection" googlen - dazu gibt es 
schon eine Menge Ideen im Netz

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Harald K. schrieb:
> Nick schrieb:
>> In einem Mehrfamilienhaus hat ein Mieter das
>> Problem, dass der -ziemlich leise- Türsummer nicht gehört wird, wenn
>> jemand in einem entfernten Raum Musik hört oder telefoniert.
>
> Der Türsummer ist "ziemlich leise". Und damit erfüllt er seine
> bestimmungsgemäßt Aufgabe nicht.

sagt wer?

ist hier ein Richter anwesend oder hat jemand Grundsatzurteile zu 
Klingelpegel?

von Klaus F. (klaus27f)


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Joachim B. schrieb:
> Grundsatzurteile zu Klingelpegel?

Da GOOGLE neuerdings "KI" Antworten gibt, braucht man nur zu fragen :
  gibt es eine vorschrift zur lautstärke einer türklingel

Das kann jeder selbst machen des es interessiert,
daher brauche ich die durchaus vernünftige Antwort
hier nicht reinkopieren.

von Nick (gogol)


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Danke für weiter eingehende Vorschläge. Ich habe mittlerweile meine 
Spule testweise zwischen Wand und Sprechstellengehäuse geklemmt, die 
Spannungswerte waren dort gleich, wie bei der Spule auf dem Gehäuse.
Für den nächsten Versuch plane ich die Spule auch mal im Gehäuse auf 
Mitte des Summers zu positionieren. Auch will ich es mit einem kleineren 
Radius versuchen.

Wolf17 schrieb:
> Enrico E. schrieb:
>> Wenn du jetzt noch einen kleinen Kondensator parallel zur Spule
>> schaltest, dann hast du einen Parallelschwingkreis der im Resonanzfall
>> bei 175 Hz sogar die Spannung noch deutlich erhöht.
> Gute Idee, wenn da die Physik nicht wäre. Eine Spule n100 D50mm hat rund
> 1mH.
> Für 175Hz Resonanz braucht man einen 827µF Kondensator...
> https://elektro.turanis.de/html/tools/calc_lc_resonance.html

Danke für den Hinweis, da fehlen mir die Grundlagen.  Kannst Du mir ggf. 
auch eine Formel nennen, wie ich von Anzahl Wicklungen und Durchmesser 
auf die Induktivität komme? Ich will auf jeden Fall noch einen Versuch 
starten, bei dem die Spule enger um die Summerachse liegt.


Abdul K. schrieb:
> Zuerst die Genauigkeit/Bandbreite der 175Hz messen, z.B. mit
> Soundeingang vom Laptop und Spektrum Software. Und dann eine
> Trägererkennung mit PLL wie z.B. NE567 oder 74HC4046 bauen.

Das habe ich bereits mit Spectroid gemessen. Es ist wirkliche ein Peak 
zwischen 170Hz und 180Hz der bei 175Hz nochmals 40% weiter ausschlägt.

Sinnvollerweise sollte ich im Analogtechnik-Forum einen Thread 
aufmachen, bei dem es nur um die Erkennung/Aufbereitung des Signals 
geht, so dass ich einen noch zu bestimmenden µC wecken kann. Das hat in 
diesem Forum wohl nichts mehr verloren. Ich werde dies tun, sobald ich 
mit weiteren Spulen mehr Ergebnisse habe, muss aber warten bis 
bestellter Kuperlackdraht eintrifft.

Zm Thema akkustische Wahrnehmung des Summers nochmal der Hinweis: 
Mehrere Bewohner unterschiedlichen Alters in der recht großen Wohnung 
haben Probleme den Ton wahrzunehmen, wenn diese zwei Türen hinter der 
Sprechstelle telefonieren/Musik hören/etc. Das liegt u.A. sicher an der 
ungünstigen Frequenz. Das soll aber nicht Thema dieses Thread sein, hier 
geht es einfach darum, eine technische Lösung zu finden.

von Andreas S. (igel1)


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Stell doch bitte mal ein paar Audio-Samples der Türklingel hier ein - 
dann können wir weitersehen.

Ach ja: hast Du einen Raspberry Pi. Wenn ja: welchen?

Viele Grüße

Igel1

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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Andreas S. schrieb:
> Stell doch bitte mal ein paar Audio-Samples der Türklingel hier ein -
> dann können wir weitersehen.
>
> Ach ja: hast Du einen Raspberry Pi. Wenn ja: welchen?
>
> Viele Grüße
>
> Igel1

Hallo,

ein Raspi ist Overkill und passt auch nicht zum Ziel, das Ganze mit 
Batterie auf lange Zeit laufenzulassen.  Wenn ich Audio 
detektieren/filtern will braucht das enorm viel Energie, bei 1-5 mal 
Klingeln am Tag.
Die momentane Idee ist es, möglichst energiesparend das Summersignal zu 
erkennen und einen µC aufzuwecken, der dann entweder selber gleich eine 
lautere Klingel steuert, oder aber einen in der Wohnung vorhandenen (nur 
weit von der Spechstelle entfernten) Raspi 4 (Mediaserver) per 
Funksignal (433MHz, BLE, ...) triggert.  Wobei ich das KISS-Prinzip 
einhalten will, also vermutlich den µC gleich eine Klingel anzusteuern. 
Vermutlich werde ich eine handelsübliche Funkklingel wie z.B. 
https://www.amazon.de/dp/B08TWFVWX9 oder auch 
https://www.amazon.de/dp/B0C4KYJDNX so modifizieren, dass der µC einfach 
den Taster übernimmt.
Die zweite verlinkte Lösung würde ja sofort funktionieren dürfte man das 
selber anschliessen. Also muss nur ein Zwischenmodul rein, welches das 
Signal erkennt, ohne elektrisch an die Sprechanlage angeschlossen zu 
sein.

von Volker H. (volkerh) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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Ich hab nicht alle Beiträge gelesen, aber die gleiche Situation hatte 
ich bei der Wohnung meiner Mutter, ist >15 Jahre her.
Solche akustisch neben der vorhandenen Klingel batteriebetriebenen 
Sender und beliebig in der Wohnung platzierte Empfänger mit lauter 
akustischer und/ oder optischer Klingelbenachrichtigung gibt es immer 
noch, zB. 
https://www.amazon.de/BELL-219-TX-Geräusch-aktiver-Funk-Sender-Erweiterung/dp/B0DMQLJV2K/ref=asc_df_B0BNBXSDP7

von Harald K. (kirnbichler)


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Joachim B. schrieb:
> sagt wer?

Welche Aufgabe könnte eine Türklingel haben?

Komm, Du schaffst das!

von Björn W. (bwieck)


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Was genau ist eigentlich daran so Schwierig neben der Türklingel / 
Summer ein Mikrofon zu plazieren und dessen Signal verstärkt in einem 
anderen Raum wiederzugeben?
Ja, man muss dazu wohl Leitungen legen. Aber das sollte es doch Wert 
sein.

von H. H. (Gast)


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Harald K. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> sagt wer?
>
> Welche Aufgabe könnte eine Türklingel haben?
>
> Komm, Du schaffst das!

Sie muss gut klingen, an der Tür.

von H. H. (Gast)


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Solche Summer haben ein erhebliches magnetisches Streufeld.

Es gab mal Mithörverstärker für alte Analogtelefone, mit 
Saugnapfspule...

von Nick (gogol)


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Björn W. schrieb:
> Was genau ist eigentlich daran so Schwierig neben der Türklingel /
> Summer ein Mikrofon zu plazieren und dessen Signal verstärkt in einem
> anderen Raum wiederzugeben?
> Ja, man muss dazu wohl Leitungen legen. Aber das sollte es doch Wert
> sein.

Hatte ich beim Thema Babyphone schon beantwortet:
Stell Dir doch bitte mal vor, alle Geräusche/Gespräche aus einem Raum 
werden 24h in andere Räume verstärkt übertragen?

Und dann auch noch über Kabel? Durch mehrere Wände?
Bitte nicht!

von Wolf17 (wolf17)


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Nick schrieb:
> Formel nennen, wie ich von Anzahl Wicklungen und Durchmesser
> auf die Induktivität komme
Google?    https://wetec.vrok.de/rechner/cspule.htm

250Wdg 0,1mm werden 100mV liefern. Danach Verstärkerstufen aus Invertern 
(wie 74C04, CD4049, <1µA). Mit zwei Stufen je 3 Inverter (Bild 6) sollte 
der Spulenpegel zum MCU triggern reichen.
https://shrubbery.net/~heas/willem/PDF/NSC/AN/AN-88.pdf
Am besten wären ungepufferte Inverter.

: Bearbeitet durch User
von Georg M. (g_m)


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von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Nick schrieb:

> ein Raspi ist Overkill und passt auch nicht zum Ziel, das Ganze mit
> Batterie auf lange Zeit laufenzulassen.

Und eben dieses Ziel muss man einfach hinterfragen. Mag ja sein, dass 
direkt neben der Klingel keine Steckdose verfügbar ist. Aber 
GARANTIERT ist im gleichen Raum mindestens eine Steckdose verfügbar 
und keine 5m entfernt. Und so weit trägt der Schall der Klingel 
garantiert problemlos.

D.h.: dar ganze Aufwand für den Batteriebetrieb ist am Ende nur eins: 
sinnloses Rumgewichse. Egal, wie sparsam eine Batterielösung auch 
ausfallen mag: sie kommt auf Dauer teuerer als Netzbetrieb.

Nebenbei: Ja, ein ausgewachsener RasPi wäre natürlich Hardware-Overkill, 
das geht sehr viel sparsamer. Auch Hardware und Netz-Strom kosten 
schließlich Geld. Der RasPi hätte aber den Charme, dass man kaum was 
programmieren muß, um die Sache zum Laufen zu bekommen.

Da stellt sich die Frage, ob außer keine Ahnung von Hardware auch keine 
Ahnung vom Programmieren hast. Dann wäre diese Lösung für dich wirklich 
empfehlenswert...

von Manfred P. (pruckelfred)


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Nick schrieb:
> Ich habe mittlerweile meine
> Spule testweise zwischen Wand und Sprechstellengehäuse geklemmt, die
> Spannungswerte waren dort gleich, wie bei der Spule auf dem Gehäuse.

Du schriebst "laut Multimeter 40mV". Das ist mehr, als ein dynamisches 
Mikrofon liefert und lässt sich problemlos verstärken. Für die 
Weiterverarbeitung käme dann z.B. ein LM567 (Tonedecoder) in Betracht.

Nick schrieb:
>> Für 175Hz Resonanz braucht man einen 827µF Kondensator...
>> https://elektro.turanis.de/html/tools/calc_lc_resonance.html
> Danke für den Hinweis, da fehlen mir die Grundlagen.  Kannst Du mir ggf.
> auch eine Formel nennen, wie ich von Anzahl Wicklungen und Durchmesser
> auf die Induktivität komme?

Vergiss das, mit Deiner kleinen Spule und dem gigantisch großen 
Kondensator ergibt sich niemals ein funktionsfähiger Schwingkreis.

von H. H. (Gast)


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Nick schrieb:
> Vermutlich brauche ich aber deutlich mehr Wicklungen, da hat mein
> Drahtvorrat nicht gereicht.

Lass dir eine 50x50mm 8-Lagen-Platine als Spule anfertigen. Fünf Stück 
kosten keine 5€, incl Porto.

von Al. K. (alterknacker)


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Björn W. schrieb:
> Was genau ist eigentlich daran so Schwierig neben der Türklingel /
> Summer ein Mikrofon zu plazieren und dessen Signal verstärkt in einem
> anderen Raum wiederzugeben?

Das Provisorium läuft schon 6 Jahre bei mir.
Nur Mikro,Verstärker, Ansteuerung Funkklingel

Die normale Klingelanlage welche in den Wohnblöcken zu Tausenden 
installiert ist hat eben nur geringe Lautstärke.
Ich hatte diese mal direkt verstärkt damit ich sie in allen Räumen höre,
auch wenn die Türen geschlossen sind.

Nach einigen Tagen wieder abgebaut da alle im Blockeingang mithören 
musten.


MfG
ein 81 Jähriger

P.S.
Wenn die Standardmäßig eingebaute Klingelanlage nicht ausreicht darf der 
Mieter vom Fachpersonal auf eigene Kosten dies anpassen.
Für jeden Wunsch ist der Vermieter nicht finanziell zuständig, wie hier 
einige denken.

von Joachim B. (jar)


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Harald K. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> sagt wer?
>
> Welche Aufgabe könnte eine Türklingel haben?

muß ich dir deine eigene unsinnige Antwort erklären?
Alle Anderen haben es verstanden und du "Du reitest auf Mietmangel rum"

Harald K. schrieb:
> Der Türsummer ist "ziemlich leise". Und damit erfüllt er seine
> bestimmungsgemäßt Aufgabe nicht.
>
> Hier ist also der Vermieter dafür zuständig, dafür zu sorgen, daß eine
> Lautstärke erreicht wird, die von nicht über das Normalmaß hinausgehend
> hörbeeinträchtigten Menschen in der gesamten Wohnung wahrgenommen werden
> kann.

und kannst nicht mal belastbare Daten oder ein Grundsatzurteil nennen!

von Harald K. (kirnbichler)


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Joachim B. schrieb:
> und kannst nicht mal belastbare Daten oder ein Grundsatzurteil nennen!

Warum sollte ich ein Grundsatzurteil für etwas nennen, was eine 
Selbstverständlichkeit ist?

Lässt Du Dir von Deinem Vermieter alles bieten, und blechst brav auch 
noch Geld dafür?

Wenn die Klingel so leise ist, daß man sie in Teilen der Wohnung nicht 
hören kann, dann ist sie kaputt. Dazu braucht es keine Urteile, 
sondern einfach ein bisschen Verstand.

Denn --nochmal:-- Welche Aufgabe hat eine Türklingel?

Menschen, die noch des Denkens fähig sind, kommen von selbst drauf: Die 
ist dafür da, damit Besucher und andere um Einlass bitten können. Und 
damit das funktioniert, muss die in der Wohnung anwesende Person hören 
können, daß die Klingel betätigt wird.

Da explizit NICHT von einem Hörschaden ausgegangen wird (der 
Threadstarter hat nichts dazu geschrieben), ist also die vorhandene 
Klingel MANGELHAFT, KAPUTT oder einfach minderwertiger Müll. Und für 
das Beheben dieses Misstandes ist der Vermieter zuständig. Das muss man 
nicht selbst machen - ja, im vorliegenden Fall wird das ja sogar 
explizit verboten.

Du scheinst eine sehr merkwürdige Gesinnung und/oder Realitätsauffassung 
zu haben.

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (igel1)


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H. H. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Vermutlich brauche ich aber deutlich mehr Wicklungen, da hat mein
>> Drahtvorrat nicht gereicht.
>
> Lass dir eine 50x50mm 8-Lagen-Platine als Spule anfertigen. Fünf Stück
> kosten keine 5€, incl Porto.

Das klingt interessant, aber ich wüsste nicht, wie und wo ich so etwas 
anfertigen lassen könnte.  Könntest Du dazu noch ein paar Worte 
verlieren? (also bitte das Vorgehen skizzieren ... nur so 
interessehalber)

Viele Grüße

Igel1

von Joachim B. (jar)


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Harald K. schrieb:
> Warum sollte ich ein Grundsatzurteil für etwas nennen, was eine
> Selbstverständlichkeit ist?

sorry wieso sollte Klingel hören unter allen Unständen immer 
selbstverständlich sein?

selbst im Alter von 19 Jahren habe ich die Klingel nicht im Wohnzimmer 
hören können wenn meine Lautsprecher gerade ALLES gaben was sie können.
Mein jetziger Nachbar ist schwerhörig und eine Klingel die er IMMER hört 
wäre für Andere ein Mietmangel.

Harald K. schrieb:
> Menschen, die noch des Denkens fähig sind, kommen von selbst drauf: Die
> ist dafür da, damit Besucher und andere um Einlass bitten können.

Menschen die zu mir wollen können auch anrufen wenn ich ihre Klingelei 
nicht höre.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Harald K. schrieb:
> Lässt Du Dir von Deinem Vermieter alles bieten, und blechst brav auch
> noch Geld dafür?

Und du verlangst von jedem Vermieter ein technisches Gutachten, das 
bestätigt, dass die Klingel in der Wohnung laut genug ist?
Laut genug wofür? Hast du mal eine DIN oder ISO Norm oder was ähnliches 
das wenigstens eine Richtung vorgibt was genau laut genug sein soll?

Eins weiß ich, wenn du mein potentieller Mieter wärst, dann würde ich 
ziemlich sicher jemanden finden der für die Wohnung geeigneter wäre :-)

Diese Diskussion ist so abstrus dass sie lustig ist.

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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Manfred P. schrieb:

> Du schriebst "laut Multimeter 40mV". Das ist mehr, als ein dynamisches
> Mikrofon liefert und lässt sich problemlos verstärken. Für die
> Weiterverarbeitung käme dann z.B. ein LM567 (Tonedecoder) in Betracht.
>

Vielen Dank für diesen Tip! Das würde bedeuten, dass meine Spule hinter 
dem Gehäuse schon mal vollkommen ausreicht und ich hier nicht weiter 
experimentieren muss. Schön das es so was gleich als Baustein gibt!

OK, nach dem Überfliegen des Datenblattes 
(https://www.ti.com/lit/ds/snosbq4d/snosbq4d.pdf) ist meine Freude ein 
wenig getrübt.  Der LM567 benötigt wohl mindestens 4,75V, da reichen 
auch drei AAA Zellen nicht. Weiterhin genehmigt er sich einen Ruhestrom 
von 10mA, was wohl zu seiner Entwicklungszeit in den 70ern super war, 
aber wenig für eine Batterie/Akku-Lösung taugt.

von Karl B. (gustav)


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Ich hab das einfacher gelöst. Einfach einen Röhrengong angeschlossen, da 
wo vorher die Klingel bzw. Schnarre war. Der Essensdienst meinte, er 
hätte geklingelt. Ich hatte es aber nicht gehört. Hinterher stellte es 
sich raus, dass der Klingelknopf am Tableau mal Kontakt hatte, mal 
nicht. Also garkein Strom floss, der die Klingel hätte betätigen können. 
Je nachem wie schräg der Knopf gedrückt wurde. Offensichtlich muss man 
manchen Leuten noch eine Extralektion erteilen, wie man einen 
Klingelknopf richtig drückt.
Das ist der technologische Standard in DE heute. Da kann man zum Mars 
fliegen, aber einen Klingelknopf betätigen, das gibt schier unlösbare 
technische Probleme.

Aber hier sind Sprechanlage und Signal-/ Türöffnerkontakt-Einheit 
zusammengefasst.
Woher wüsste ich, ob der Klingeltrafo davor tatsächlich die für den 
Röhrengong nötigen 12V / 1A bringt?
Ich würde mir bei einem Bekannten, der einen Röhrengong hat, selbigen zu 
Testzwecken ausleihen. Zum Test Summer abklemmen und Röhrengäng 
anschließen. Wenn's nicht klappt, bekommt der Bekannte seinen Gong 
dankend zurück.

ciao
gustav

P.S.:Jetzt ist ein Klingelknopf mit LED-Hinterleuchtungsring dran. Die 
LED erlischt, wenn Kontakt "richtig" betätigt wurde.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Nick schrieb:
>>> Vermutlich brauche ich aber deutlich mehr Wicklungen, da hat mein
>>> Drahtvorrat nicht gereicht.
>>
>> Lass dir eine 50x50mm 8-Lagen-Platine als Spule anfertigen. Fünf Stück
>> kosten keine 5€, incl Porto.
>
> Das klingt interessant, aber ich wüsste nicht, wie und wo ich so etwas
> anfertigen lassen könnte.

z.B. bei JLCPCB. Andere verlangen dafür erheblich mehr.


> Könntest Du dazu noch ein paar Worte
> verlieren? (also bitte das Vorgehen skizzieren ... nur so
> interessehalber)

Man zeichnet das mit einem eCAD Programm, und schickt die 
Produktionsdaten dann per Upload zum Leiterplattenhersteller.

Die Platine kann man dann einfach hinter das Telefon klemmen.

von H. H. (Gast)


Angehängte Dateien:

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H. H. schrieb:
> Die Platine kann man dann einfach hinter das Telefon klemmen.

Anbei mal einlagig als Beispiel, ca. 100 Windungen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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H. H. schrieb:
> Anbei mal einlagig als Beispiel, ca. 100 Windungen.

Ui, das mal 4, 6 oder 8 könnte es bringen.
Wie hast du das gemacht? Gibt's da nen Assistenten?

von Klaus F. (klaus27f)


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Jens M. schrieb:
> Gibt's da nen Assistenten?

GOOGLE fragen !
   generate coil ring pcb layout "Kicad"

von H. H. (Gast)


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Klaus F. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Gibt's da nen Assistenten?
>
> GOOGLE fragen !
>    generate coil ring pcb layout "Kicad"

Kann eigentlich jedes einigermaßen aktuelle eCAD. Ich habs mit Eagle 7.7 
gemacht, passendes ULP hatte ich mir mal besorgt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Weiterhin genehmigt er sich einen Ruhestrom von 10mA,

Der betagte OPV TL061 braucht 200µA. Wenn dieser am Ausgang nur jeweils 
bei einer positiven Halbwelle einen Leistungstransistor durchschaltet, 
macht das ausreichend Krach. Der Klirrfaktor ist zwar dann enorm hoch, 
aber für diese Anwendung ist das egal.

Es gib moderne noch sparsamere OPV auch noch. Zum Beispiel MP8102 mit 
8µA.

von H. H. (Gast)


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Im S-Bahn-Zimmer ist wieder die Hölle los.

von Jens M. (schuchkleisser)


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H. H. schrieb:
> Ich habs mit Eagle 7.7
> gemacht, passendes ULP hatte ich mir mal besorgt.

Ah, danke, Eagle passt.

Dieter D. schrieb:
> Zum Beispiel MP8102 mit
> 8µA.

MCP6042
Unter 1µA und 1,5-6V Rail to Rail. Aber nur 14kHz GBW, aber irgendwas 
ist ja immer.

von H. H. (Gast)


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Jens M. schrieb:
> MCP6042
> Unter 1µA und 1,5-6V Rail to Rail. Aber nur 14kHz GBW, aber irgendwas
> ist ja immer.

Es geht ja nur um wirkliche Niederfrequenz. Der Summer wird bestimmt mit 
50Hz erregt, Eigenfrequenz muss natürlich höher sein.

von Frederic S. (frederics)


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Ich würde erstmal mit einem kleinen Mikrofonmodul, dass direkt an dass 
Gehäuse der Klingel geklebt ist und einem günstigen 433MHZ Sendemodul 
oder ESP (für WLAN oder Bluetooth) testen. Empfindlichkeit so 
einstellen, dass das Klingeln zuverlässig erkannt wird und dann Krach 
machen (Staubsaugen oder Brüllen) testen, ob es dann zu Fehlauslösungen 
kommt. Wenn das läuft Optimierung auf low Power.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Jens M. schrieb:
> MCP6042
> Unter 1µA und 1,5-6V Rail to Rail. Aber nur 14kHz GBW, aber irgendwas
> ist ja immer.

Wobei der TO sicherlich auch Unterstützung benötigen wird um die 
Schaltung mit einem OP zu entwerfen und zu dimensionieren. Sonst hat man 
den sparsamsten OPV und trotzdem noch über 1mA Stromverbrauch. Oder 
Nick, liege ich da verkehrt?

Für eine Verstärkung mit einem OPV wären die erreichten 40mV mit Signal 
und unter 5mV ohne Signal bereits ausreichend, soll hier schon mal 
erwähnt werden.

von H. H. (Gast)


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Der Dödel-Dieter aus der Psychiatrie halt wieder.

von Al. K. (alterknacker)


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H. H. schrieb:
> Der Dödel-Dieter aus der Psychiatrie halt wieder.

Du kennst dich also bestens aus.
MfG

ein 81 Jähriger

P.S.
Da wird ein Vorschlag für ein Beleuchtetes  Modellauto in der 
Vergangenheit angemacht,
wenn hier das Klingeln noch nicht mal Klar wird.

von Ralf X. (ralf0815)


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Karl B. schrieb:
> Aber hier sind Sprechanlage und Signal-/ Türöffnerkontakt-Einheit
> zusammengefasst.
> Woher wüsste ich, ob der Klingeltrafo davor tatsächlich die für den
> Röhrengong nötigen 12V / 1A bringt?
> Ich würde mir bei einem Bekannten, der einen Röhrengong hat, selbigen zu
> Testzwecken ausleihen. Zum Test Summer abklemmen und Röhrengäng
> anschließen. Wenn's nicht klappt, bekommt der Bekannte seinen Gong
> dankend zurück.

Damit zeigst Du bestens auf, warum der Vermieter/Verwalter es absolut 
untersagt, dass fremde Hornochsen an der Klingelanlage rumfummeln.
Auch wenn sie sich selber (irrtümlich) für tolle Elektroniker halten.

von Andreas S. (igel1)


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H. H. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> H. H. schrieb:

> Man zeichnet das mit einem eCAD Programm, und schickt die
> Produktionsdaten dann per Upload zum Leiterplattenhersteller.
>
> Die Platine kann man dann einfach hinter das Telefon klemmen.

Danke recht herzlich!
Und wie sähe das Platinenlayout aus?

Auf jeder Lage eine "Schnecke" mit z.B. 10 Leiterbahn-Umdrehungen 
aufbringen?
Und das innere und äußere Ende der Schnecke dann jeweils mit dem inneren 
/ äußeren Ende der Schnecke auf der nächsten Lage verbinden? 
(ausgenommen Top-/Bottom-Layer) wobei sich der Drehsinn der Schnecke von 
Lage zu Lage umkehrt, damit der Gesamt-Drehsinn der Spule gleich bleibt?

Viele Grüße

Igel1

von H. H. (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Auf jeder Lage eine "Schnecke" mit z.B. 10 Leiterbahn-Umdrehungen
> aufbringen?

Ein paar mehr auf jeden Fall.


> Und das innere und äußere Ende der Schnecke dann jeweils mit dem inneren
> / äußeren Ende der Schnecke auf der nächsten Lage verbinden?
> (ausgenommen Top-/Bottom-Layer) wobei sich der Drehsinn der Schnecke von
> Lage zu Lage umkehrt, damit der Gesamt-Drehsinn der Spule gleich bleibt?

So kann man das machen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> OK, nach dem Überfliegen des Datenblattes
> (https://www.ti.com/lit/ds/snosbq4d/snosbq4d.pdf) ist meine Freude ein
> wenig getrübt.  Der LM567 benötigt wohl mindestens 4,75V, da reichen
> auch drei AAA Zellen nicht. Weiterhin genehmigt er sich einen Ruhestrom
> von 10mA, was wohl zu seiner Entwicklungszeit in den 70ern super war,
> aber wenig für eine Batterie/Akku-Lösung taugt.

OK, ich helfe dir nochmal:
Addiere einfach 20J dazu und du bist beim LMC567 mit 2V und 300uA.

Mit dem Stichwort Tondekoder findet sich bestimmt eine Liste von 30 
passablen ICs.

Einen fetten Eingangsschwingkreis brauch man hier auch nicht!

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> OK, ich helfe dir nochmal:
> Addiere einfach 20J dazu und du bist beim LMC567 mit 2V und 300uA.
>
> Mit dem Stichwort Tondekoder findet sich bestimmt eine Liste von 30
> passablen ICs.
>
> Einen fetten Eingangsschwingkreis brauch man hier auch nicht!

Danke Dir, das sollte es sein.  Dann geht es mal ans Bestellen und 
ausprobieren!

von Andreas S. (igel1)


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H. H. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Auf jeder Lage eine "Schnecke" mit z.B. 10 Leiterbahn-Umdrehungen
>> aufbringen?
>
> Ein paar mehr auf jeden Fall.
>
>> Und das innere und äußere Ende der Schnecke dann jeweils mit dem inneren
>> / äußeren Ende der Schnecke auf der nächsten Lage verbinden?
>> (ausgenommen Top-/Bottom-Layer) wobei sich der Drehsinn der Schnecke von
>> Lage zu Lage umkehrt, damit der Gesamt-Drehsinn der Spule gleich bleibt?
>
> So kann man das machen.

Danke für Deine Einschätzung, H.H.

Viele Grüße

Igel1

von Andreas S. (igel1)


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Nick schrieb:
> Danke Dir, das sollte es sein.  Dann geht es mal ans Bestellen und
> ausprobieren!

Hälst Du uns auf dem Laufenden über Deine Fortschritte?
Würde mich interessieren ...

Welche IC's hast Du jetzt letztendlich bestellt?

Viele Grüße

Igel1

von Nick (gogol)


Angehängte Dateien:

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Hallo,

die LMC567CN sind mittlerweile hier eingetroffen. Um nicht andernorts an 
der Türklingel zu experimentieren, habe ich einen ESP32 als 
Signalgenerator programmiert 
(https://github.com/vdeschwb/esp32-signal-generator), damit kann ich ein 
175Hz Sinussignal erzeugen.  Über ein Poti als Spannungsteiler kann ich 
die 3,3V dann auch auf die 40-60mV reduzieren, die die obige Spule 
liefert.
Unter 
https://www.homemade-circuits.com/lm567-tone-decoder-ic-features-and/ 
habe ich eine Webseite zu dem IC gefunden, die hierzu gute Erklärungen 
liefert.
Mit dem dort enthaltenen Kalkulator 
(https://www.homemade-circuits.com/lm567-ic-calculator-tool/) habe ich 
mich für die anhängende Beschaltung entschieden.
Anstelle des 2N2907 habe ich einen BC557 genommen, der die LED auch 
schaltet.

Nun habe ich aber das Problem, das auch ohne angeschlossenes Sinussignal 
die LED dunkel leuchtet.  Das Eingangssignal auf 0V oder 5V zu legen 
bringt auch keine Besserung.

Ich habe mir daher nun ein Oszi besorgt, und konnte feststellen, dass 
auf dem Ausgang das anhängende Signal ausgegeben wird. Immer ein kurzer 
Sägezahnimpuls.

Ich bin momentan ratlos, an was das liegen kann.

Die Beschaltung des LMC256 wird von den 5V der Eingangsspannung des ESP 
versorgt. Auch der Versuch, die Schaltung ohne den ESP über ein eigenes 
5V Netzteil zu versorgen brachte das gleiche Ergebnis.

Ich bin um Anregungen dankbar.

Edit: Typo

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Der LM567 und der LMC567 unterscheiden sich bzgl der 
frequenzbestimmenden Bauteile.

von Rainer W. (rawi)


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Ralf X. schrieb:
> Feine Sache, wenn sämtliche Hausbewohner aufgeschreckt werden, wenn
> jemand bei der schwerhörigen Person sturmklingelt, nur diese selber
> dennoch nichts hört.

Das lässt sich vermeiden, indem die longitudinalen Dichteschwankungen in 
elektromagnetische Wellen im Bereich um 550 THz umgesetzt werden. Das 
würde die anderen Hausbewohner schonen.

von Nick (gogol)


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Danke für den Tip. Ich habe mir jetzt einmal das Datenblatt von TI 
(https://www.ti.com/lit/gpn/LMC567) heruntergeladen und mir insbesondere 
zwei Dinge angesehen:
- Die Beispielschaltung auf Seite 7
- Den Hinweis auf Seite 9:
> The LMC567 low power tone decoder can be operated at supply voltages of
> 2V to 9 V and at input frequencies ranging from 1 Hz up to 500 kHz.
>The LMC567 can be directly substituted in most LM567 applications with the
>following provisions:
>1. Oscillator timing capacitor Ct must be halved to double the oscillator
>frequency relative to the input frequency (see Oscillator).
>2. Filter capacitors C1 and C2 must be reduced by a factor of 8 to
> maintain the same filter time constants.
>3. The output current demanded of pin 8 must be limited to the specified 
>capability of the LMC567.

Ich habe hier nun einige Verständnisschwierigkeiten. Zunächst fallen mir 
die Symbole für Kondensatoren auf. Die bestehen aus einem Strich und 
einem Bogen also so: --)|-- Sind das dann Elkos oder normale 
Kondensatoren.  Für Elkos wären die Kapazitäten der Beispielschaltung 
recht gering.

Wenn ich die Beispielschaltung mit den Hinweisen auf meine Schaltung 
ansehe, stimmen hier die Werte nicht. Die beiden Kondensatoren an Pin 1 
und Pin 2 solllen auf 1/8 reduziert werden. In der Beispielschaltung 
sind diese jedoch 1/22 im Falle Pin 1 und 1/1000 im Falle Pin 2

Vermutlich sollte ich mich dann eher an der Beispielschaltung 
orientieren und für den Oszillator 100kΩ und 0,2µF anlegen. Das wären 
die Werte, die Formel 5 auf Seite 8 des Datenblattes ergeben.

Jetzt muss ich nur noch herausbekommen, ob ich Elkos oder normale Kerkos 
verwenden muss. Wie gesagt, das Symbol mit dem Bogen kannte ich bislang 
nicht.

Edit: Kommentarzeichen ergänzt. Die Vorschau ist leider abweichend vom 
veröffentlichten Beitrag

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> ob ich Elkos oder normale Kerkos
> verwenden muss.

Folie oder Keramik-NP0.

Bei so kleinen Kapazitäten sind Elkos sinnlos.

von Hans (ths23)


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Der Kondensatotor mit der gebogenen Elektrode soll einen Elko 
darstellen, wobei die gebogenen Elektrode der Minuspol ist.
Allerdings dürfte es in der Schaltung völlig wurscht sein, was für einen 
Kondensatortyp Du dort einsetzt. Ein ungepolter Keramik oder auch 
Kunstfolienkondensator wird genauso gut funktionieren.

Ansonsten ist das was Du suchst, früher unter der Rubrik Klatschschalter 
gelaufen, also ein Schalter der auf Geräusche reagiert. In Deinem Fall 
würde ich den auf die genannten 175Hz selektiv auslegen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Die Beschaltung des LMC256

Zwischen Pin 4 und Pin 7 fehlt schon mal ein Kondensator.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Das Eingangssignal auf 0V oder 5V zu legen
> bringt auch keine Besserung.

Das ist auch keine Überraschung. Wenn ich Eingangssignal kommend vom 
Raspi auf die 0V oder 5V höre ich auch nichts.

von Nick (gogol)


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So, ich habe nun die Schaltung mit den Werten aus dem Datenblatt des 
LMC567 und den von mir errechneten Werten für das Eingangssignal (20nF 
für C1 an Pin 6) und nach wie vor dem 100k-Poti mit 47k Vorwiderstand 
(Regelbereich dann 47k-147k) auf Lochraster anstelle des bisherigen 
Steckbrettes aufgebaut.

Nun wird die Eingangsfrequenz erkannt, wenn ich einen 3.3V Pegel auf den 
0,01µF Eingangskondensator gebe.  Gehe ich unter 2V, wird das Signal 
nicht mehr erkannt.  Gebe ich aber das auf 40mV reduzierte Signal 
(entsprechend dem zu erwartenden Wert aus der späteren Koppelspule) 
direkt auf den Eingang, ohne einen Koppelkondensator, funktioniert die 
Erkennung auch wie gewünscht.

Ich sollte meine Spule später auch ohne Koppelkondensator auf den 
Eingang legen können. Im Datenblatt steht dazu auf Seite 9:
>The input pin 3 is internally ground-referenced with a nominal 40-kΩ resistor.
>Signals which are already centered on 0 V may be directly coupled to pin 3;
>however, any DC potential must be isolated through a coupling capacitor.

Die Spule unter dem Summer fängt ja keine Gleichspannung ein, oder sehe 
ich das falsch?

Ich habe nun die Schaltung auch mit 3,3V betrieben, da dies den späteren 
Batteriebetrieb deutlich erleichtern wird, funktioniert auch.  Daher war 
der Hinweis auf diesen Chip von Abdul K. sehr hilfreich, nochmals danke 
für den Tip.

Jetzt steht ein Test mit Spule an der Türsprechanlage aus.

von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Die Spule unter dem Summer fängt ja keine Gleichspannung ein, oder sehe
> ich das falsch?

Passt schon.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Der Chip sollte aber mit einem ca. 35mVrms Signal zufrieden sein.

Mit steigendem Pegel erweitert sich die Erkennungsbandbreite.

Ich denke daher, du hast noch Probleme in deinem Aufbau! Poste mal ein 
Foto.


Die Aussage interne 0V am Eingang bereitet mir Kopfzerbrechen. 
Vielleicht ist diese Angabe im Datenblatt auch falsch. Ich habe aber 
keinen solchen Chip physisch zum Nachmessen da. Erwarten würde man eher 
halbe Versorgungsspannung oder 2-3 Vbe eines Referenztransistors. Das DB 
schweigt sich leider zum exakten internen Aufbau ziemlich aus.


Für den LM567 kann ich eine LTspice Simulation posten. Das Modell ist 
nicht von mir, scheint aber plausibel zu funktionieren.

Die Umdimensionierung von LM auf LMC ist ja bekannt.

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> Der Chip sollte aber mit einem ca. 35mVrms Signal zufrieden sein.

Ist er ja, wenn ich es direkt an den Eingang anlege.
Ggf. sind für so niedrige Pegel die 0,01µ für den Entkoppelkondensator 
nicht passend. Hier schweigt sich das Datenblatt -zumindest für meine 
Kenntnisse. auch aus, wie dieser Wert ggf. angepasst werden soll.

Da ich aber meine Spule direkt auf den Eingang legen kann, weil ich 
keinen Gleichstromanteil habe, passt das für mich.

Jetzt werde ich in den nächsten Tagen einen Vor-Ort Test mit Spule 
durchführen, wenn das dort auch so wie mit dem Signalgenerator klappt, 
geht es an die Anbindung der Funkklingel.

von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Ggf. sind für so niedrige Pegel die 0,01µ für den Entkoppelkondensator
> nicht passend.

Für so niedrige Frequenzen?

Kannst ja mal einen 1..10µF verwenden.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Am Eingang hast du einen normalen Hochpass bestehend aus dem 
Eingangswiderstand von 40kOhm und dem Koppelkondensator 10nF. 100nF 
wären passender.

Schlauerweise nimmt man, wenn möglich, überall die gleichen Werte... 
Weniger Lagerhaltungsaufwand, weniger Fehlermöglichkeiten, billigerer 
Einkauf.
Also Normierung auf wenige Standardwerte.

Hier wohl einfach die Krabbelkiste.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Falls du Gefallen an möglichen Verbesserungen suchst: Die CMOS-Varianten 
des 555 ziehen noch weniger Strom. Das bräuchte dann am Eingang ein paar 
mehr Windungen, damit der umschalten will. Ist nicht so 
frequenzselektiv.

2V 50uA:
https://www.aldinc.com/ald_anatimers.php

0,9V 87uA:
ZSCT1555 (als abgekündigter Restposten)

Das wäre dann Solarzellen-Betriebsniveau.

Viel Spaß, Idee schwirrte mir gerade so durch den Kopf!

von Nick (gogol)



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Hallo,

jetzt muss ich mich doch nochmal zum Thema Funktion melden. Nachdem die 
auf Lochraster aufgebaute Schaltung bei mir funktioniert hat, habe ich 
sie beiseitegelegt, bis ich diese vor Ort testen wollte. Habe davor 
nochmal getestet, und das Ding spinnt schon wieder.

Sobald ich einen Sinus mit 175HZ anlege, springt das Ausgangssignal in 
ungleichmäßigen Rechteckimpulsen hin und her. Dies bei einem Sinus > 
70Hz und  dann deutlich über die 175Hz hinaus. Habe bis zu 1kHz 
getestet. Unter 70 Hz bleibt der Ausgang High.

Ich habe in der Schaltung nun auch noch den Widerstand zwischen Pin 5 
und Pin 6 wie in der anhängenden Skizze durch eine Kombination zweier 
Festwerte mit dem Poti geändert, so dass ich über den gesamten Bereich 
des Potis einen Gesamtwiderstand von 89kΩ bis 117kΩ bekomme, um im 
rechnerischen Bereich von 100kΩ sauber justieren zu können.  Nur: Das 
bringt gar nichts, egal was ich einstelle, der Ausgang flattert.

Ich habe auf der Lochrasterplatine auch die Leiterbahnen gekürzt, um 
auszuschliessen, dass sich dort parasitäre Kapazitäten bilden. 
Allerdings sollte der Effekt wirklich zu vernachlässigen sein.

Die Platine habe ich bewusst größer gewählt, da dort dann die 
Schaltfunktion der Klingel und ggf. Spannungsregler etc. untergebracht 
werden können.  Vorerst im Laborbetrieb teste ich mit 5V für den LMC567 
und 40mV-3,3V für das Sinussignal.
Ich lege das Signal entweder über den Koppelkondensator oder direkt an.

Wie gewünscht hänge ich auch Bilder meines Aufbaus an.

von Karl B. (gustav)


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Bei mir waren es 99,99 % Lötfehler, wenn etwas partout nicht 
funktionieren wollte.
Oder so ganz gemeine, fast mikroskopisch kleine Tinwhiskers zwischen den 
Leiterbahnen. Dafür gibt es ein Extra-Kratzwerkzeug.

ciao
gustav

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Nick schrieb:
> Nur: Das
>bringt gar nichts, egal was ich einstelle, der Ausgang flattert.

Der Tondecoder erwartet warscheinlich eine saubere stabile
Frequenz. Der soll selektiv eine ganz bestimmte Frequenz
detektieren. Wenn der Summer nach dem Prinzip des
Wagnerschen-Hammer arbeitet, liefert der ein wildes
Frequenzgemisch. Der Aufwand mit dem Tondecoder ist
viel zu groß, ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Einfach wäre es, die Spannung, die die Aufnahmespule
liefert unselektiv zu verstärken und gleichzurichten,
und dann damit ein Relais zu schalten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wagnerscher_Hammer

von Nick (gogol)


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Günter L. schrieb:
> Der Tondecoder erwartet warscheinlich eine saubere stabile
> Frequenz. Der soll selektiv eine ganz bestimmte Frequenz
> detektieren.

Ich bin momentan -wie beschrieben- in der Testphase. Die 
Eingangsfrequenz ist sauber, da vom Signalgenerator erzeugt. ich hänge 
nochmals ein Bild an, das Eingang und Ausgang über zwei Kanäle zeigt.

Der Decoder macht momentan nicht, was er nach Datenblatt soll. Wie das 
mit dem echten Signal dann tut, werde ich sehen.  Zunächst macht es aber 
keinen Sinn, produktiv zu testen, wenn das unter Idealbedingungen schon 
mal nicht tut.

Ich habe jetzt nochmals alle Trennstege der Platine saubergekratzt und 
mit Isopropanol die Flussmittelrückstände weggewaschen, um Gustavs 
Hinweis auszuschliessen.

von Nemopuk (nemopuk)


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Du hast die absolute maximum ratings für "input voltage" überschritten.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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C2 und C3 nicht einfach aus der AppNote übernehmen, sondern für deinen 
Fall berechnen!

von Nemopuk (nemopuk)


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Nemopuk schrieb:
> Du hast die absolute maximum ratings für "input voltage" überschritten.

Ergänzung: versuche es mal mit 0,1 V statt 3 V.

von Wolf17 (wolf17)


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1) C4 10nF ergibt mit Ri 40k ein Tau=RC von 400µs. Das dämpft die 175Hz 
(5,7ms) unnötig. Schon hhinz hat min 1µF empfohlen. Nach der 
Versuchsphase ganz weglassen.

https://www.ti.com/product/de-de/LMC567
2) mit C2 1nF ergibt sich nach Fig.4 14% Bandbreite. Gemäß Fig.2 ist 
dann min 100mVrms Vi nötig. Mit C2 10µF könnte man das dritteln. 30mV 
Spulensignal sind zu wenig für eine sichere Funktion.

Entweder die Windungszahl der Empfängerspule erhöhen, oder einen 
Vorverstärker oder einen Eingangsübertrager verwenden.

C1 würde ich auf 220nF erhöhen, Tau 9ms stören die Funktion nicht, 
verbessern aber die Störfestigkeit.

Bitte mal den Schaltplan mit den aktuellen Werten versehen, da steht 
immer noch Ct 200pF.

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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Wow,  jede Menge produktiver Input!
Danke Nepomuk, hhinz und Wolf17.

Da ist Raum für weitere Versuche.
Insbesondere die Diagramm 2 und 4 verstehe ich nach wie vor nicht, da 
muss ich eine Nacht drüber schlafen.

Ich werde auf jeden Fall ein paar weitere Versuche mit den 
vorgeschlagenen Änderungen machen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Nochmals Danke!

von Nick (gogol)


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Wolf17 schrieb:
> Bitte mal den Schaltplan mit den aktuellen Werten versehen, da steht
> immer noch Ct 200pF.

Vielen Dank für den Hinweis, Schaltung gerade kontrolliert, der richtige 
20n ist drin. Da habe ich vergessen den Schaltplan nachzuziehen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Sind das wirklich 3Vpp am Eingang? Variiere mal den Pegel mit einem Poti 
am Eingang über einen weiten Bereich, damit du siehst wo die optimale 
Eingangsspannung liegt.

Und wie stabil sind diese 175Hz?



Du kannst auch messen, ob der Chip die richtige Vergleichsfrequenz 
erzeugt. Dazu darf am Eingang (außer Breitbandrauschen) nichts anliegen! 
An PIN 5 müssten dann 2*175Hz zu messen sein, als Rechteck.

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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Nick schrieb:
> Insbesondere die Diagramm 2 und 4 verstehe ich nach wie vor nicht

Für gegebene Fosz und C2 in Fig.4 links 350 x 0,001 = 0,35 suchen, nach 
rechts zur Kurve gehen, dort runter und unten Bandbreite 14% ablesen, 
ergibt 350 x 14% = 49Hz, also 175Hz +-25Hz

Fig.2 unten die ermittelte Bandbreite suchen, nach oben zur Kurve gehen, 
links die Empfindlichkeit ablesen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die Störunempfindlichkeit wird meistens besser, wenn vor dem Eingang ein 
Bandpass für den erwarteten Frequenzbereich gehängt würde.

Hier ein Beispiel einer Schaltung mit einem Transistor:

https://scienceprog.com/diy-simple-band-pass-filter/

Diese wäre auf Deine Frequenz auszulegen. Damit die Schaltung Deinen 
niedrigen Stromverbrauch nicht ruiniert, müßte alles viel hochohmiger 
ausgelegt werden.

Aber vielleicht genügt ein passives Bandpassfilter:

https://www.electronics-tutorials.ws/de/filtern/passiver-bandpassfilter.html

Dort ist auch ein Berechnungsbeispiel auf der verlinkten Seite.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Dieser 567 arbeitet bereits als 2-poliges Filter in Form einer PLL.

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> Du kannst auch messen, ob der Chip die richtige Vergleichsfrequenz
> erzeugt. Dazu darf am Eingang (außer Breitbandrauschen) nichts anliegen!
> An PIN 5 müssten dann 2*175Hz zu messen sein, als Rechteck.

Danke für diesen Hinweis, der deutet tatsächlich schon mal auf ein 
Problem hin.  Bei exakt eingestellten 100k Widerstand messe ich hier 
490Hz. Wenn ich nun mein Poti auf Null drehe, meine Brücke also 89k hat, 
komme ich nur runter auf 415Hz, nicht auf die zu erwartenden 350Hz.

Ich habe die umgestellte Formel 5 aus dem Datenblatt verwendet, um den 
Timing-Kondensator zu berechnen:
 und einen 20nF [203] verwendet.

Kann es sein, daß der Kondensator so stark abweicht? Nach der obigen 
Formel hätte der Kondensator gerade mal 14,5nF. Nach Aufdruck aber 
eindeutig 203.
Nochmals ausgelötet und mit einem Klon des 
Mikrocontroller-Transistortesters vermessen, der sagt: 20,4 nF.

Ich habe- wie von Wolf17 weiter oben vorgeschlagen- C1 mittlerweile auf 
220nF und C2 auf 10µF geändert.

von Nick (gogol)


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Noch eine andere Idee. Mein Chip ist der Markierung nach sicher nicht 
von TI. Hier eine Detailaufnahme. Wenn mir jemand den Hersteller nennen 
kann, vielleicht gibt es da ja Abweichungen im Datenblatt?

von Wolf17 (wolf17)


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von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Noch eine andere Idee. Mein Chip ist der Markierung nach sicher
> nicht
> von TI. Hier eine Detailaufnahme. Wenn mir jemand den Hersteller nennen
> kann, vielleicht gibt es da ja Abweichungen im Datenblatt?

National Semiconductor wurde 2011 von TI übernommen. Auf vielen aktuell 
hergestellten Chips wird noch immer das NS Logo verwendet.

von Nick (gogol)


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Nick schrieb:
> Ich habe- wie von Wolf17 weiter oben vorgeschlagen- C1 mittlerweile auf
> 220nF und C2 auf 10µF geändert.

Kann leider nicht mehr korrigieren.  Wolf17 hat tatsächlich 
vorgeschlagen C1 auf 220nF zu setzen, ich habe allerdings C3 (an Pin1) 
auf 220nF erhöht, weil ich das aus dem Kontext seines Kommentars so 
verstanden habe.  Eine Änderung von C1, dem frequenzbestimmenden 
Kondensator, kann ja nur erfolgen, wenn auch der Widerstandswert mit 
geändert wird.

Wolf17: Kannst Du hier bitte nochmals was dazu sagen? Meintest Du den C1 
oder den Kondensator an Pin1?

In einem Datenblatt zum NE567/der aber nur kompatible zum LM567 ist) 
fand ich folgenden Hinweis, der vermutlich ähnlich auch für den LMC567 
gilt:
> The value of C3 is generally non-critical. C3 sets the band edge
> of a low-pass filter which attenuates frequencies outside the
> detection band to eliminate spurious outputs. If C3 is too small,
> frequencies just outside the detection band will switch the output
> stage on and off at the beat frequency, or the output may pulse
> on and off during the turn-on transient. If C3 is too large, turn-on
> and turn-off of the output stage will be delayed until the voltage
> on C3 passes the threshold voltage.
> (Such delay may be desirable to avoid spurious outputs due to transient
> frequencies.) A typical minimum value for C3 is 2C2.

Das bedeutet, das die beiden Kondensatoren C2 und C3 für die 
Rechteck-Puls Ausgabe, die ich beobachte, verantwortlich sein können.

Da mein Chip die Kennzeichnung von National Semiconductor enthält, ist 
er wohl 1:1 mit dem TI kompatibel. Danke an Wolf17 und hhinz.
Das Datenblatt von NS ist ja noch mal viel dünner, als das von TI. Die 
fraglichen Formeln zur Bestimmung des Schwingkreises sind aber 
dieselben, also Sackgasse mit der Idee.
Ich bin also weiter am Suchen, warum bei mir die Oszillatorfrequenz so 
stark vom erwarteten Wert abweicht.

Edit: Typo

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Da mein Chip die Kennzeichnung von National Semiconductor enthält, ist
> er wohl 1:1 mit dem TI kompatibel.

Völlig identisch.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ja komisch, habe aber auch keinen zum Nachmessen da.

Aber erstmal egal, sorge eben dafür das der Oszillator langsamer läuft. 
Oder erhöhe am Eingang die Frequenz bis es paßt, zum Testen.

Ich finde diese grünen Kondis etwas suspekt.

So, dann schauen wir mal ob du einen IC-Sockel verwendet hast. Ah nein, 
dumm gelaufen. Jetzt hättest du den IC raushebeln können und einfach 
zwischen Pin 5 und 6 den effektiven Rt messen können. Nächstes mal bist 
du schlauer.

Warum nicht einfach einen zweiten 20,4nF parallel löten, dann sollte es 
doch wie gewünscht laufen.


Könnte natürlich auch ein Fehler im DB sein, aber dann würde man 
sicherlich mehr Hilfeschreie im Netz finden. hm
(Wenn die PLL als Quadratur-Mischer mit digitalem Oszillatorsignal 
läuft, hätte man die typische :4 Teilung für die 4 Phasen.
Die :2 Teilung hat man wohl gegenüber dem bipolaren LM567 ergänzt, damit 
man keinen Offset am Mischerausgang hat bei nicht genau 1:1 Taktsignal. 
Reine  Vermutung)

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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Nick schrieb:
> Wolf17: Kannst Du hier bitte nochmals was dazu sagen? Meintest Du den C1
> oder den Kondensator an Pin1?
Mein Fehler. Ich meinte den Kondensator an Pin 1 (Ich bezog mich auf das 
LMC567 Datenblatt, da ist C1 an Pin 1)

> Das bedeutet, das die beiden Kondensatoren C2 und C3 für die
> Rechteck-Puls Ausgabe, die ich beobachte, verantwortlich sein können.
Wenn die Eingangsspannung >1,5mV unter den Empfindlichkeitsschwellwert 
schwankt, könnten eigenartige Effekte auftreten. Also immer über dem 
Schwellwert oder deutlich darunter bleiben.

> Ich bin also weiter am Suchen, warum bei mir die Oszillatorfrequenz so
> stark vom erwarteten Wert abweicht.
Ist der Timingkondensator keramisch? Dann besser einen 22nF Folientyp 
verwenden.

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> So, dann schauen wir mal ob du einen IC-Sockel verwendet hast. Ah nein,
> dumm gelaufen. Jetzt hättest du den IC raushebeln können und einfach
> zwischen Pin 5 und 6 den effektiven Rt messen können. Nächstes mal bist
> du schlauer.

Ja, man lernt immer dazu.  Ich war zunächst überzeugt, es mit einem 
Verwandten des 555er zu tun zu haben, den man einfach einlötet und tut.
Attinys werden immer gesockelt, weil ich die zum Programmieren 
rausnehmen muss.
Da ich nun auch den Chip im Verdacht hatte, ggf. einen meiner Versuche 
mit Fehlverhalten zu bestrafen, habe ich ihn nun doch ausgelötet und 
einen Sockel eingelötet. Im Sockel messe ich nun 88,4kΩ-118,3kΩ, also 
nahe meinem rechnerischen Wert. Hab nun einen der vier Brüder des Chips 
eingesteckt, das Verhalten bleibt gleich. Auch der ausgelötete benimmt 
sich im Sockel gleich.
Ja, ich verspreche: Nächstes mal werden unbekannte ICs im ersten Board 
immer gesockelt.

Nun weiss ich eines: Sowohl der Widerstand als auch der Kondensator 
entsprechen den Werten aus der Rechnung, aber der Schwingkreis kümmert 
sich nicht darum.

Ich bekomme keinen zweiten Kondensator parallel eingelötet, war schon 
schwierig den Sockel zwischen die Kondensatore zu bringen. Ich hatte 
mich halt soweit an das Datenblatt gehalten, dass ich diese möglichst 
nahe an die Pins gebracht habe.  Ich werden nun für den nächsten Versuch 
die Widerstände ändern, um einen größeren Einstellbereich, vor allem 
weiter nach unten, zu bekommen.

von Nick (gogol)


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Wolf17 schrieb:
> Ist der Timingkondensator keramisch? Dann besser einen 22nF Folientyp
> verwenden.

Das ist einer von den grünen Folienkondensatoren. Da hab ich vor 
längerer Zeit mal ein Sortiment erstanden.

von Loco M. (loco)


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Nick schrieb:
> Ich bekomme keinen zweiten Kondensator parallel eingelötet, war schon
> schwierig den Sockel zwischen die Kondensatore zu bringen. Ich hatte
> mich halt soweit an das Datenblatt gehalten, dass ich diese möglichst
> nahe an die Pins gebracht habe.  Ich werden nun für den nächsten Versuch
> die Widerstände ändern, um einen größeren Einstellbereich, vor allem
> weiter nach unten, zu bekommen.

Für einen schnellen Test kannst du doch den Kondensator von unten 
parallel löten.

von Rainer W. (rawi)


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Nick schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Der Chip sollte aber mit einem ca. 35mVrms Signal zufrieden sein.
>
> Ist er ja, wenn ich es direkt an den Eingang anlege.

Mit ein bisschen Glück ist er das.
Im Datenblatt ist bei 5V Versorgung für das Eingangssignal eine Schwelle 
zwischen 17 und 45 mVrms, typisch 30 mVrms angegeben, kann also klappen, 
wenn dein Chipexemplar nicht zu sehr vom typischen Wert nach oben 
abweicht und die Temperatur dir keinen Streich spielt.

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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So, mittlerweile noch einige Versuche unternommen.
Mit meiner originalen Widerstandschaltung, 47k +100k Poti in Reihe, 
konnte ich den Schwingkreis auf 350Hz einstellen.
Jedoch nach wie vor die Rechteck-Pulse am Ausgang, sobald mehr als 
65-70Hz am Eingang anliegen. Diese ändern sich etwas im Tastverhältnis, 
wenn die Frequenz nach oben geht.

Jetzt habe ich mich mal nur auf den Schwingkreis konzentriert und das 
Ganze nochmal auf dem Steckbrett zusammengebaut. Ohne Eingangssignal 
auch hier 490Hz, wenn zuvor der Widerstand auf 100k eingestellt wurde.
Wenn ich die beiden Kondensatoren an Pin1 und Pin2 weglasse, schwingt 
das Ganze mit 550HZ. War nur mal ein Versuch, inwieweit diese auf den 
Oszillatorschwingkreis wirken.
Jedoch, egal ob ich meine initialen 0,001µ für Pin2 und 0,01µ für Pin2 
oder aber die Vorschläge 10µ an Pin2 und 220n an Pin1, oder auch 1µ and 
Pin2 bleibt der Oszillator bei 490Hz.

Jetzt ist mir, was die Kapazitäten betrifft, nur noch unklar, wie genau 
ich den Kondensator an Pin1 bestimmen kann.  Der an Pin 2 lässt sich, 
wie mir schön von Wolf17 erklärt, über die Diagramme 4 und 2 eingrenzen.

Für den Kondensator an Pin1 wird nur die Funktion in Kapitel 9.3.4 
erklärt, sowie die Tatsache, dass Pin 1 zusätzlich über einen Widerstand 
nach GND oder Vcc verbunden werden kann, umd die Eingangsempfindlichkeit 
zu erhöhen oder zu reduzieren.

Ein Hinweis aus dem Datenblatt zum NE567 
(https://www.uni-ulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/wwe/Datenblaetter/IC-mixed/NE567_tone_decoder.pdf) 
lässt mich hier noch an den Werten zweifeln. Dort wird, wie bereits 
zuvor zitiert, Folgendes beschrieben (C3 ist Pin 1, C2 ist Pin2):
> The value of C3 is generally non-critical. C3 sets the band edge
> of a low-pass filter which attenuates frequencies outside the
> detection band to eliminate spurious outputs. If C3 is too small,
> frequencies just outside the detection band will switch the output
> stage on and off at the beat frequency, or the output may pulse
> on and off during the turn-on transient. If C3 is too large, turn-on
> and turn-off of the output stage will be delayed until the voltage
> on C3 passes the threshold voltage.
> (Such delay may be desirable to avoid spurious outputs due to transient
> frequencies.) A typical minimum value for C3 is 2C2.
Der letzte Satz empfiehlt an Pin1 die doppelte Kapazität wie an Pin2 zu 
verwenden.  Da in zahlreichen Artikeln über den Ersatz des LM567/NE567 
durch einen LMC567 einfach nur Faktoren auf die Werte empfohlen werden, 
stelle ich mir hier die Frage, ob diese Regel dann nicht auch beim LMC 
gilt?

Ich bin jetzt allerdings mit meinem Latein ziemlich am Ende. Wenn jemand 
Lust hat, würde ich einen der Brüder meines Chips durchaus auch an einen 
Interessierten verschicken, wenn jemand sich das näher ansehen will.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Finde ich schon seltsam, vielleicht hilft wirklich ein frischer Blick 
auf die Sache. Du kannst mir ein Exemplar zusenden und ich schau's mir 
an. email findest du auf meiner Benutzerseite hier.

von Klaus F. (klaus27f)


Angehängte Dateien:

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Nick schrieb:
> Ich bin jetzt allerdings mit meinem Latein ziemlich am Ende.

Hmm, ja.
Den Chip gibt es ja schon "länger" (siehe Anhang).
Der sollte ja schon irgendwie funktionieren.

von Nemopuk (nemopuk)


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Klaus F. schrieb:
> Den Chip gibt es ja schon "länger" (siehe Anhang).
> Der sollte ja schon irgendwie funktionieren.

Tut er auch. Ich habe damit einen FM Empfänger für einen 
Infrarot-Kopfhörer gebaut.

von Nick (gogol)


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Danke für den Artikel.  Der behandelt allerdings den hier im Thread auch 
mehrfach erwähnten Vorläufer, den LM567, der mit 9V läuft.

Der LMC, der allerdings wohl auch schon seit vor der Jahrtausendwende 
existiert, läuft mit 2-9V.
Allerdings beziehen sich die allermeisten Seiten im Netz tatsächlich nur 
auf den LM567, der auch als NE567, SE567 und KA567 bekannt ist.
Da habe ich nun auch schon etliches gelesen, leider passen die Werte der 
Schaltungen nicht auf den LMC.

von Nemopuk (nemopuk)


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Hast du inzwischen die Eingangsspannung erheblich reduziert oder bist du 
immer noch bei 3Vpp?

von Nick (gogol)


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Nemopuk schrieb:
> Hast du inzwischen die Eingangsspannung erheblich reduziert oder bist du
> immer noch bei 3Vpp?

Ich bin momentan nur dabei, zu verstehen, warum der Schwingkreis sich 
nicht mit den Werten aus dem Datenblatt einstellen will.
Spannung , wenn ich den Ausgang untersuche, momentan 40mV, weil das der 
zu erwartende Wert für die eigentliche Anwendung ist.

Ich habe Abdul nun ein Exempalr geschickt, hoffentlich ist er schlauer!

von Nemopuk (nemopuk)


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Nick schrieb:
> Ich bin momentan nur dabei

Du hast meine Frage unklar beantwortet. Wo sind 40 mV? Am Ausgang?

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Die 40mV sind die Spulenspannung.

Der LM567 wurde 1972 von
Hans Camenzind für Signetics entwickelt. Wenn man in sein Buch 
reinschaut, sieht man wie der Baustein mit dem 555 verwandt ist, auch 
wenn sein Bauelementname dort seltsamerweise nicht erwähnt wird. Das 
Buch kann man noch free downloaden, Hans ist tot. Signetics ging später 
in National über und von dort ging es zu TI. TI scheint die Chips nur 
noch im Lager vorzuhalten, jedenfalls gibt es keinen vernünftigen 
Support mehr für den. Nach Simulationsmodellen braucht man gar nicht 
fragen. Der verbesserte Nachfolger in LinCMOS LMC567 gegenüber original 
bipolar kam ca. 1998 von National nach. Support gleiches Spiel. 
Nachfolger gibt es keinen, alles schwenkt zu digital und DSP um.
Spice-Modell gibt es handgedengelt in der LTspice-Group.

Der KA567 soll gegenüber dem LM567 abweichende externe Werte haben!

Viel mehr weiß ich dazu nicht.

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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Nemopuk schrieb:
> Wo sind 40 mV?
Nick schrieb:
> habe ich einen ESP32 als
> Signalgenerator programmiert, damit kann ich ein
> 175Hz Sinussignal erzeugen.  Über ein Poti als Spannungsteiler kann ich
> die 3,3V dann auch auf die 40-60mV reduzieren, die die obige Spule liefert.

Wobei mangels aktuellem Schaltplan unklar ist, welche Kondensatoren 
aktuell drin sind, also wo aktuell der Schwellwert gemäß LMC567 
Datenblatt Fig.2 liegt. Auch ist unklar, ob das Eingangssignal, das der 
ESP32 liefert, DC frei ist oder ob ein Koppelkondensator dämpft.

Vorschlag: mit Cpin1 220nF und Cpin2 10µF (Bandbreite 14Hz)
1) Interne Oszillatorfrequenz auf 350Hz einstellen, gemessen an Pin 5 
ÜBER EINEN 1:10 Tastkopf (selbst der wird mit seinen 10MΩ/13pF die 
Frequenz verfälschen. Ohne hochohmigen Tastkopf ist der Frequenzfehler 
zu groß)
2) 175Hz Sinussignal vom ESP-Generator ÜBER KOPPELKONDENSATOR an Pin 3 
einspeisen, Pegel und Frequenz DIREKT am Pin 3 mit Oszikanal 1 messen 
und auf 1Vss (=0,35Vrms) einstellen (das liegt sicher über dem 
Schwellwert)
3) Ausgang Pin 8 mit Oszikanal 2 überwachen, der sollte nur DC Pegel 
haben.
4) 175Hz Generatorfrequenz in 1Hz Stufen erhöhen, bis der Ausgang 
abschaltet.
5) Generatorsignal Ein/Ausschalten, reagiert der Ausgang Pin 8 
entsprechend?

Jetzt weiß man, ob die Schaltung grundsätzlich funktioniert, wenn nicht, 
den Fehler suchen!
DANN ERST das Eingangssignal verringern, um den Schwellwert zu 
ermitteln, über dem das Spulensignal liegen muss.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Angehängte Dateien:

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Der Hersteller wurde oben einmal genannt, hier eine Anleitung:
https://www.str-elektronik.de/fileadmin/user_upload/Downloads_allgemein/Beide/Pool_Datenbl%C3%A4tter_Anleitungen_Schaltpl%C3%A4ne/analoge_Gegensprechanlagen/STR_NH908_LZ.pdf
https://www.str-elektronik.de/downloads/schaltplaene-und-fehlersuche-mehrdrahtanlagen

Die Sprechstelle wird im Web noch öfters gezeigt:
https://preview.redd.it/gegensprechanlage-ersetzen-v0-zrbxtlwd8eqd1.jpg?width=1080&crop=smart&auto=webp&s=0ad3162a45563e8f31b234301ec85e147accd2b4
https://www.elektrikforen.de/threads/sprechanlage-defekt.25170/
https://www.gutefrage.net/frage/klingel-im-mehrfamilienhaus--abstellen
https://www.elt24.de/shop/STR-10652-Haustelefon-HT-2001-2-mit-Summer

So einen Saugnapf-Tonabnehmer habe ich auch noch irgendwo, aber die 
brauchen eigentlich einen Trafo im Telefonapparat, dessen magnetisches 
Wechselfeld sie aufnehmen können.
Der Summer dürfte etwas weniger Streufeld haben, aber es könnte 
funktionieren.

Ich meine der war von Monacor, der hier?
https://www.dynatech.de/monacor-ac-71-3-5mm-telefonadapter

Hier eine Seite aus dem Katalog von Radio-Rim München, 1977.
So ein Adapter ohne amtliche Postzulassung und fachlich genehmigter 
Einbau war natürlich allerstrengstens verboten!

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Ich bin also weiter am Suchen, warum bei mir die Oszillatorfrequenz so
> stark vom erwarteten Wert abweicht.

Es könnte am Kondensator liegen:

https://www.rutronik.com/de/article/keramikvielschicht-chipkondensatoren-kapazitaetsverlust-durch-dc-bias-bei-mlccs

"DC-Bias-Effekt
Am besten lässt sich der DC-Bias-Effekt im Labor demonstrieren. TDK 
nutzte für die Tests einen 3216 X7R 1µF Kondensator mit einer 
Nennspannung von 25V und verband ihn mit einem LCR-Meter. Das zeigte bei 
0V 1µF an. Legte man 25V an, war ein Kapazitätsabfall von über 40 
Prozent gegenüber den Nennkapazitätswerten zu erkennen."

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Setzen, an Ziel vorbei, Dieter!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Kann es sein, daß der Kondensator so stark abweicht?

Moeglich, Quelle hatte ich dort:

Dieter D. schrieb:
> Es könnte

Kleiner Kondensator bedeutet auch, dass sich Leckstroeme der Halbleiter 
staerker auswirken koennen.

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)



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Wolf17 schrieb:
>
> Wobei mangels aktuellem Schaltplan unklar ist, welche Kondensatoren
> aktuell drin sind, also wo aktuell der Schwellwert gemäß LMC567
> Datenblatt Fig.2 liegt. Auch ist unklar, ob das Eingangssignal, das der
> ESP32 liefert, DC frei ist oder ob ein Koppelkondensator dämpft.

Ich habe die letzten Versuche allesamt mit Deinem Vorschlag 10µ an Pin2 
und  220n and Pin1 unternommen.

>
> Vorschlag: mit Cpin1 220nF und Cpin2 10µF (Bandbreite 14Hz)
> 1) Interne Oszillatorfrequenz auf 350Hz einstellen, gemessen an Pin 5
> ÜBER EINEN 1:10 Tastkopf (selbst der wird mit seinen 10MΩ/13pF die
> Frequenz verfälschen. Ohne hochohmigen Tastkopf ist der Frequenzfehler
> zu groß)
Den Hinweis fand ich schlüssig, insbesondere da ich die Frequenzen auch 
mit dem DMM gemessen habe. Nach Studium des Handbuches zum (geliehenen) 
Oszi, stellte ich fest. dass dieses auf Kanal 1 auch die Signalfrequenz 
messe kann, so dass man diese nicht aus dem Signal errechnen muss. 
Klappt allerdings nur, wenn das Signal keinerlei Störimpulse hat. Wird 
später noch relevant.
Die gute Nachricht: Der Tastkopf hat keine Auswirkungen, die Frequenz 
bleibt bei 1:1 und 1:10 stabil, das DMM zeigt den identischen Wert an.
Habe zwei Oszi-Bilder dazu angehangen.

Die Frequenz des Oszillators läuft hier wie gewünscht mit 350Hz. 
Allerdings beträgt der Widerstand 148kΩ beträgt. Der Faktor in Gleichung 
5 wäre somit also 0,965 und nicht 2,8.  Dieses Rätsel bleibt also.


> 2) 175Hz Sinussignal vom ESP-Generator ÜBER KOPPELKONDENSATOR an Pin 3
> einspeisen, Pegel und Frequenz DIREKT am Pin 3 mit Oszikanal 1 messen
> und auf 1Vss (=0,35Vrms) einstellen (das liegt sicher über dem
> Schwellwert)

Meine ersten Versuche habe ich auf dem Steckbrett gemacht, eine sehr 
schlechte Idee. Siehe dazu die Bilder 1 und 2. Jede Menge Störungen, 
wenn man mit der Hand in die Nähe kommt, geht gar nichts mehr.

Also an die Lochstreifenplatine gegangen, da sind die Elemente weit 
direkter am Chip, keine Patchkabel. Aber auch hier sind die Signale 
nicht ganz sauber. Bild 3 zeigt das Ausgangssignal ohne Signal oder Oszi 
am Eingang.
Allerdings kann ich mit der Hand nahe an die Platine gehen, die Platine 
-nicht die Bauteile- berühren, und die Signale verschlechtern sich nicht 
weiter.
Sobald ich nun das Oszi an Pin3 hänge, produziert der Ausgang Rechtecke. 
Immer noch kein Eingangssignal angeschlossen. Siehe Bild 4.

Bild 5 zeigt dann den Ausgang, wenn ich das Eingangssignal an den 
Koppelkondensator anlege. Das Signal greife ich hier vor dem 
Koppelkondensator ab.
Die Rechteckfrequenz am Ausgang nimmt zu.
Bild 6 zeigt schliesslich das Signal, wie es nach dem Koppelkondensator 
an Pin3 ankommt, auch mit deutlichen Störungen überlagert.

Ich kann hier aufgrund der beschriebenen Probleme leider nicht mit den 
weiteren Schritten weitermachen, da der Ausgang so unstabil ist.

Kann es sein, dass ich hier eine Fälschung aufgesessen bin? Werden auch 
solch primitive Chips gefälscht? Der Lieferant der die Dinger bei der 
Bestellung über einen großen amerikanischen Webshop geliefert hat, kommt 
aus China ...

Ich werde jetzt mal warten, bis Abdul meinen Chip bekommt. Vielleicht 
ist das Problem ja doch aus der Gattung pebcak.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Meß mal die Eigenstromaufnahme der Schaltung ohne Last am Ausgang.

von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Kann es sein, dass ich hier eine Fälschung aufgesessen bin? Werden auch
> solch primitive Chips gefälscht? Der Lieferant der die Dinger bei der
> Bestellung über einen großen amerikanischen Webshop geliefert hat, kommt
> aus China ...

Oh weh! Zeig mal einen der Chips.

von Nemopuk (nemopuk)


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H. H. schrieb:
> Werden auch solch primitive Chips gefälscht?

Es wurde bereits mehrfach der Verdacht geäußert, dass manche Händler 
beliebige Bezeichnungen auf Chips und Transistoren drucken - was immer 
der Kunde gerade bestellt hat.

von Nick (gogol)


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von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> Meß mal die Eigenstromaufnahme der Schaltung ohne Last am Ausgang.

stabil 6,97mA

von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Oh weh! Zeig mal einen der Chips.
>
> Beitrag "Re: Türklinger verstärken ohne elektrischen Eingriff in
> Hausanlage"

Untaugliches Foto.

von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Meß mal die Eigenstromaufnahme der Schaltung ohne Last am Ausgang.
>
> stabil 6,97mA

Viel zu viel für einen LMC567.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Und was folgerst du draus?

Davon abgesehen, sollte es nach Justage der Oszillatorfrequenz 
funktionieren. Also ist irgendwo noch ein Fehler oder der Chip ist 
totaler Crap (gestörtes Chinahinterhofneudesign).

von Nemopuk (nemopuk)


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Nick schrieb:
>> Zeig mal einen der Chips.
> Beitrag "Re: Türklinger verstärken ohne elektrischen Eingriff in
> Hausanlage"

Da erkennt man doch kaum was.

von Nemopuk (nemopuk)


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>>>> Meß mal die Eigenstromaufnahme der Schaltung ohne Last am Ausgang.
>>> stabil 6,97mA
>> Viel zu viel für einen LMC567.

Abdul K. schrieb:
> Und was folgerst du draus?

Dass der Chip fake ist. Oder kaputt, weil Nick vorher eine 
Eingangsspannung weit über den "absolute maximum ratings" angelegt 
hatte.

Nick schrieb:
> Beide-Signale.bmp

Nemopuk schrieb:
> Du hast die absolute maximum ratings für "input voltage" überschritten.

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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input resistance:
LM567 20k
LMC567 40k

Könnte nur sein, daß man es ohne Versorgungsspannung nicht messen kann.
Probier's halt! (unter Diodendurchflussspannung bleiben)

Toleranz würde ich +-30% erwarten.

von Nick (gogol)


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Nemopuk schrieb:
>
> Dass der Chip fake ist. Oder kaputt, weil Nick vorher eine
> Eingangsspannung weit über den "absolute maximum ratings" angelegt
> hatte.
>
Wie weiter oben geschrieben, habe ich reine Oszillatorversuche mit zuvor 
noch nicht benutzten Chips gemacht, bei denen kein Eingangssignal 
angelegt wurde.
Da die Oszillatorfrequenz sich nicht nach der Formel des Datenblattes 
verhält, waren (und sind) Tests des Einganges aktuell auch nicht mehr 
weiter im Programm.

An Abdul ist auch ein noch unbeschalteter Chip rausgegangen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Der Abdul beschaltet den als LM567, nicht als LMC567.

Und Nick bestellt am besten gleich aus einer halbwegs vertrauensvollen 
Quelle LMC567. z.B. digikey Sammelbestellung hier.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Abdul K. schrieb:
> Der Abdul ...
... wird es auch schaffen ein besseres Bild von dem Chip zu machen, so 
dass eine optische Begutachtung möglich werden wird.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Ich kann hier aufgrund der beschriebenen Probleme leider nicht mit den
> weiteren Schritten weitermachen, da der Ausgang so unstabil ist.

Ohne vorherige Filterung kann ein PLL-Kreis auch auf einer Oberwelle 
einrasten und diese mit verfolgen. Das würde auch eine höhere 
Stromaufnahme nach sich ziehen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ja da hast du recht. Steht aber auch im DB.

von Wolf17 (wolf17)


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Nick schrieb:
> Bild 6 zeigt schliesslich das Signal, wie es nach dem Koppelkondensator
> an Pin3 ankommt, auch mit deutlichen Störungen überlagert.
Ich sehe da 100mVss, gefordert hatte ich 1000mVss, also den Pegel 
erhöhen, damit er zum Probieren SICHER über dem Schwellwert liegt!
10nF Koppelkondensator? Auf mindestens 100nF erhöhen! 10nF mit Ri40k ist 
ein 400Hz Hochpass, der 175Hz unnötig dämpft. Mir ist unklar, ob das 
Rauschen in Bild 6 nicht durch den Aufbau eingekoppelt wird (Oszi, 
Netzteil, Masseführung). Wird es besser, wenn nach den 100nF noch 10nF 
nach Masse geschalten werden?

Wolf17 schrieb:
> 2) 175Hz Sinussignal vom ESP-Generator ÜBER KOPPELKONDENSATOR an Pin 3
> einspeisen, Pegel und Frequenz DIREKT am Pin 3 mit Oszikanal 1 messen
> und auf 1Vss (=0,35Vrms) einstellen (das liegt sicher über dem
> Schwellwert)

von Wolf17 (wolf17)


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Nick schrieb:
> Die Frequenz des Oszillators läuft hier wie gewünscht mit 350Hz.
> Allerdings beträgt der Widerstand 148kΩ beträgt. Der Faktor in Gleichung
> 5 wäre somit also 0,965 und nicht 2,8.  Dieses Rätsel bleibt also.
Da habe ich einen Verdacht! Im Datenblatt wird ein Rt Trim verlangt.
Es handelt sich aber um einen VCO, der abhängig von der Spannung an Pin2 
schwingt.

Wie ist denn die Frequenz an Pin 5, wenn Pin 3 auf Masse gelegt wird? 
Passt dann die Formel? Die Stromquelle nach dem Phasendetektor sollte 
dann Null liefern, die Spannung an Pin 2 müsste konstant bei 2/3 Vs 
liegen.

Zum Abgleich schlage ich alternativ vor:
Anfangs Rt und Ct genau nach der Formel für 350Hz auswählen. Wegen der 
Toleranzen liegen jetzt die obere und untere Bandbreitenfrequenzgrenze 
noch etwas asymmetrisch. Zum Abgleich legt man 175Hz ausreichender 
Amplitude an den Eingang, überwacht den Ausgang und sucht mit Rt die 
beiden Einstellfrequenzgrenzen für Detektion. Dann auf die Mitte 
einstellen, damit die Grenzen symmetrisch liegen.

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ich denke, da muß dann Pos. 0 gewählt werden! Der VCO sollte dann genau 
auf der Mittenfrequenz laufen.


Nick schrieb:
> Ich habe die letzten Versuche allesamt mit Deinem Vorschlag 10µ an Pin2
> und  220n and Pin1 unternommen.

An Pin 2 sind das wohl 10n und keine 10u !

> Die Frequenz des Oszillators läuft hier wie gewünscht mit 350Hz.
> Allerdings beträgt der Widerstand 148kΩ beträgt. Der Faktor in Gleichung
> 5 wäre somit also 0,965 und nicht 2,8.  Dieses Rätsel bleibt also.

Wenn ich deine Bauelementewerte in die Formeln für die Chips einsetze:

LM567 (und NE567) 1,1 : 614Hz
LMC567 1,4 : 483Hz
KA567 1,0 : 676Hz

Nichts paßt!

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> Wenn ich deine Bauelementewerte in die Formeln für die Chips einsetze:
>
> LM567 (und NE567) 1,1 : 614Hz
> LMC567 1,4 : 483Hz
> KA567 1,0 : 676Hz
>
> Nichts paßt!

Ich habe gestern abend noch länger recherchiert. Mir kamen dann noch 
unter:

Ein NJM567, hier ist der Multiplikator im Divisor der Formel 1,07
siehe: https://www.mouser.com/datasheet/2/294/NJM567_E-49691.pdf

Ein BA1604, hier ist der Multiplikator eine 1.
siehe: 
https://www.mouser.com/datasheet/2/348/rohm_semiconductor_rohms30247-1-1692455.pdf

von Nick (gogol)


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Wolf17 schrieb:
> Da habe ich einen Verdacht! Im Datenblatt wird ein Rt Trim verlangt.
> Es handelt sich aber um einen VCO, der abhängig von der Spannung an Pin2
> schwingt.
>
> Wie ist denn die Frequenz an Pin 5, wenn Pin 3 auf Masse gelegt wird?
> Passt dann die Formel? Die Stromquelle nach dem Phasendetektor sollte
> dann Null liefern, die Spannung an Pin 2 müsste konstant bei 2/3 Vs
> liegen.

Hallo Wolf17,

da liegst Du richtig mit Deiner Vermutung, Pin3 auf Masse hat einen 
Einfluss auf die Frequenz. Jedoch leider auch zu wenig.

Pin 3 auf Masse, dann schwingt der Oszillator mit 350HZ, bei einem 
Widerstandswert von 140,2k.
Pin 3 dann wieder offen, die Frequenz geht auf 371Hz, R muss wieder auf 
148k reduziert werden, um auf 350Hz zu kommen.

Das ist allerdings ein Hinweis, der meine Ansicht nach in ein Datenblatt 
gehört.

Das Ergebnis aus der Messung mit Pin 3 auf Masse, ergibt eine 
Oszillatorformel, bei der die Frequenz lediglich der Kehrwert des 
Produktes von Widerstand und Kapazität ist. Dies wird in dem von mir 
oben entdeckten Datenblatt des BA1604 so angegeben.
Der läuft tatsächlich mit 4.75 bis 9V, sollte also mit meinen 5V laufen.
Nun habe ich meine Schaltung mit 3,3V versorgt, und nach ganz kurzem 
Anschwingen bleibt der Oszillator stehen.

Das ist für mich nun ein weiteres starkes Indiz für einen Fake-Chip, da 
der LMC ja ab 2V laufen sollte!

Beide von mir gestern Abend entdeckte Chips (NJM567 und BA1604) laufen 
mit 4,75-9V. Gggf. existieren noch ein paar andere Chips, die infrage 
kommen könnten.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Probier die Schaltung doch einfach abgeglichen auf 175Hz am Oszillator 
und 5V-Versorgung aus. Und bestell gleich echte LMC567 für deine 
"Serie".

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> Probier die Schaltung doch einfach abgeglichen auf 175Hz am Oszillator
> und 5V-Versorgung aus. Und bestell gleich echte LMC567 für deine
> "Serie".

Ich bin am Recherchieren, wo ich echte LMC herbekomme. Habe bereits den 
User Schorsch angeschrieben, der wohl regelmäßig digikey 
Sammelbestellungen organisiert, ob dort eine nächste Bestellung ansteht.

Ich kämpfe mich momentan durch die folgenden Datenblätter  LM567, NE567, 
BA1604, XR-567 und  NJM567. Mein Eindruck ist, dass keines der 
Datenblätter vollständig ist, teilweise sind diese widersprüchlich.

Jedes hat etwas andere Schwerpunkte, trotz angeblicher Kompatibilität, 
weichen die Formeln für die Oszillatorfrequenz z.B. voneinander ab.

Ich muss nur überlegen, ob es für mich sinnvoll ist, heruaszubekommen, 
was in meinem Chip steckt.  Da er nicht mit weniger als 5V läuft und 
einen doch hohen Stromverbrauch hat, kommt er für das Ziel eines 
batteriebetriebenen Klingelerkenners nicht infrage.

Für einen nächsten Versuch muss ich die bestimmenden Komponenten ohnehin 
neu berechnen.  Für den Oszillatorwiderstand z.B. empfehlen mehrere der 
Datenblätter nicht mehr als 20k. Der Hinweis, dass der Kondensator an 
Pin 1 mindestens doppelt so groß sein soll, wie der an Pins findet sich 
auch mehrfach.

Vermutlich werde ich nochmals eine eigene Platine aufbauen, werde mich 
aber zuvor noch mehr mit der Materie beschäftigen und versuchen 
herauszubekommen, durch welche Messungen ich ggf. herausbekommen kann, 
was genau ich da vor mir habe.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Mach ein gutes Bild von der Oberseite und eines von der Unterseite dazu. 
Hinz kennt sich mit Fälschungen aus. Richard kann dir den Chip auch 
dekappen, mußt ihn nur überzeugen den zeitnah ranzunehmen. Er hat viel 
zu tun.

Andererseits wird es einfach eine chinesische Kopie eines schnöden LM567 
mit falschen Branding sein. Ob der Faktor nun 1 oder 1,3 ist, ist doch 
eher egal. Poti rein, justieren, ferrrrtich.

Dein Ziel heißt aber LMC567 aus sicherer Quelle!

Vielleicht möchtet du verraten, wer dich betrogen hat?!

von Nick (gogol)


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Kann leider nicht mehr bearbeiten. Daher: Letzter Satz im vorletzten 
Absatz: statt Pins sollte dort Pin 2 stehen.

von Nick (gogol)


Angehängte Dateien:

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Abdul K. schrieb:
> Mach ein gutes Bild von der Oberseite und eines von der Unterseite dazu.
> Hinz kennt sich mit Fälschungen aus. Richard kann dir den Chip auch
> dekappen, mußt ihn nur überzeugen den zeitnah ranzunehmen. Er hat viel
> zu tun.

Hab jetzt doch mal die große Kamera mit Distanzring unterm Objektiv 
rangelassen.  Ist schon besser, als die Kamera vom Tablet.

von Nemopuk (nemopuk)


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Nick schrieb:
> Ist schon besser, als die Kamera vom Tablet.

Um Welten besser.

Jedenfalls sieht der Chip anders aus, als im Datenblatt dargestellt
https://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/National%20Semiconductor%20PDFs/LMC567.pdf

Die Ausbuchtung zwischen Pin 1 und 8 entspricht der "Option 2". Aber ich 
vermisse den Punkt an Pin 1.

Ich habe mal nach Fotos gegoogelt und bin auf 6 andere Bilder gestoßen - 
alles chinesische Händler. Jedes Bild stellt das Firmenlogo und den Font 
deutlich anders dar.

Original gibt es sie offenbar nur noch von TI, aber die haben ein völlig 
anderes Logo.

von Nick (gogol)


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Nemopuk schrieb:
> Ich habe mal nach Fotos gegoogelt und bin auf 6 andere Bilder gestoßen -
> alles chinesische Händler. Jedes Bild stellt das Firmenlogo und den Font
> deutlich anders dar.

Mich stört vor allem, dass die Oberfläche von der Struktur deutlich 
anders aussieht, als die Unterseite.
Ich habe extra zwei Chips in einer Aufnahme kombiniert, und den 
Umgedrehten auf zwei Geldstücken plus Papierunterlage auf die gleiche 
Höhe, wie den stehenden genommen. So sind die Lichtverhältnisse und die 
Schärfentiefe identisch. Die Oberfläche könnte in irgendeiner Art und 
Weise abgetragen worden sein.

von H. H. (hhinz)


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Nemopuk schrieb:
> Aber ich
> vermisse den Punkt an Pin 1.

Der auffälligste Punkt.

von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Die Oberfläche könnte in irgendeiner Art und
> Weise abgetragen worden sein.

So ist es.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Da steht extra hinter der Typangabe noch ein CN für China Noname.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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chinese nonfunctional vielleicht.

von Nick (gogol)


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Hallo,

da in diesem Thread relativ viel Fachwissen zu den LM/LMC567 Bausteinen 
zusammengekommen ist, habe ich begonnen einen Artikel im Wiki zu 
schreiben, in dem ich all diese Dinge zusammenfassen möchte.
Hier der Link: https://www.mikrocontroller.net/articles/Tondecoder_567

Ich werde am Montag noch ein paar Kondensatoren kaufen, da mir einige 
Werte fehlen, meinen Fake-Chip nach anderen Datenblättern, als dem 
LMC567 zu betreiben.  Sobald ich einen echten LMC567 in die Finger 
bekomme, werden ich natürlich auch die Resultate in den Artikel 
einarbeiten.

Wer weitere Hinweise/Ergänzungen hat, bitte gerne in den Artikel 
einbringen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Im Datenblatt steht zum Beispiel:

11 Power Supply Recommendations
The LM567C is designed to operate with a power supply up to 9 V. It is 
recommended to have a well regulated power supply.

Wegen dieser Angabe kann angenommen werden, dass die Frequenz des VCO 
durch die Versorgungsspannung beeinflusst wird. Die unterschiedlichen 
Schätzformeln für die Frequenz könnten damit zusammenhängen.


As the operating frequency of the device could be very high for some 
applications, the decoupling of power supply becomes critical, so is 
required to place a proper decoupling capacitor as close as possible to 
VCC pin.

Hoch ist die Frequenz bei Dir nicht, aber schädlich dürfte der ergänzte 
Kondensator eigentlich nicht sein.

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Kann man mal ausprobieren, von Pin 4 nach 7 direkt einen Kondi auf der 
Unterseite drauflöten. Bei HF-Schaltungen mach ich das gerne.

von Nick (gogol)


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Abdul K. schrieb:
> Kann man mal ausprobieren, von Pin 4 nach 7 direkt einen Kondi auf der
> Unterseite drauflöten. Bei HF-Schaltungen mach ich das gerne.

Habe seit dem Sockel einen 100n Kerko im Sockel genau über die beiden 
Pins. Mache ich sonst bei den Attinys.

von Axel R. (axlr)


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Tach,
vielleicht rastet die PLL auf 150Hz ein? (3.OW Netzbrumm)

von Nick (gogol)


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Axel R. schrieb:
> Tach,
> vielleicht rastet die PLL auf 150Hz ein? (3.OW Netzbrumm)

Aktueller Status:  Alles was ich bislang versucht habe, bezog sich auf 
das Datenblatt des LMC567. Wie ich aber in der Zwischenzeit erkannt 
habe, handelt es sich bei meinem Chip um eine Fälschung. Vermutlich ein 
LM567 kompatibler, der neu beschriftet wurde.

Also sind alle beschriebenen Probleme darauf zurückzuführen, dass der 
Chip komplett falsch beschaltet wurde.
Ich muss nun für weitere Tests die Beschaltung gemäß Datenblatt des 
LM567 ändern, erst dann sind weitere Messungen aussagekräftig.
Der Hauptunterschied in der Oszillatorfrequenz liegt darin, dass beim LM 
der Widerstand zwischen 2k und 20k liegen soll, während beim LMC der 
Wert bis in den MΩ Bereich gehen darf, vorausgesetzt der Kondensator 
bleibt über 100pF.
Weiterhin schwingt beim LM der Oszillator mit der Eingangsfrequenz, 
während dieser beim LMC mit der doppelten Frequenz schwingt.

Ich bin noch dabei, mir passende Kondensatoren zu besorgen, dann gibt es 
auch hier Updates.

von Axel R. (axlr)


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Nick schrieb:
> Also sind alle beschriebenen Probleme darauf zurückzuführen, dass der
> Chip komplett falsch beschaltet wurde.
> Ich muss nun für weitere Tests die Beschaltung gemäß Datenblatt des
> LM567 ändern, erst dann sind weitere Messungen aussagekräftig.
> Der Hauptunterschied in der Oszillatorfrequenz liegt darin, dass beim LM
> der Widerstand zwischen 2k und 20k liegen soll, während beim LMC der
> Wert bis in den MΩ Bereich gehen darf, vorausgesetzt der Kondensator
> bleibt über 100pF.
> Weiterhin schwingt beim LM der Oszillator mit der Eingangsfrequenz,
> während dieser beim LMC mit der doppelten Frequenz schwingt.
>
> Ich bin noch dabei, mir passende Kondensatoren zu besorgen, dann gibt es
> auch hier Updates.

Ja - weiss ich. Ich lese ja mit.
Bin schon gespannt

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Axel R. schrieb:
> Tach,
> vielleicht rastet die PLL auf 150Hz ein? (3.OW Netzbrumm)

Könnte man mal ne Batterieversorgung probieren.

von Nick (gogol)


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So, jetzt den Oszillatorschwingkreis mit einem 462,3nF Kondensator an 
Pin 6 und einem 10k-Poti mit 4,7k Reihenwiderstand bestückt.
Den Eingang, Pin3, aus Masse gelegt, dann schwingt der Oszillator stabil 
mit 175 Hz, wenn der Gesamtwiderstand zwischen Pin 5 und Pin 6 13,12kΩ 
beträgt.

Mit offenem Eingang schwingt der Oszillator bei unveränderten Werten mit 
182.2Hz.

Wenn ich mit den Werten nun rückrechne, komme ich auf einen Faktor von 
0,94 im Falle von 175 Hz, bzw auf 0,9 im Falle von 182,2Hz.

Da passt leider keines der gefundenen Datenblätter. Jetzt mal 
weitermachen, es geht um die beiden anderen Kondensatoren.  Hier habe 
ich mich an der angehangenen Grafik, die es so in mehreren der 
Datenblätter gibt, gehalten. Im Datenblatt des LM567 ist es das Diagramm 
7.7.

Rückgerechnet ergeben sich dann rechnerisch für den Wert 3333 19µF und 
für 6666 dann 38µF. Also einen 22µ und einen 47µ bestückt.

Test mit 100mV Pegel auf einen 1µ Koppelkondensator, funktioniert 
wunderbar.
Pegel auf 50mV heruntergedreht, das Signal wird dabei unsauber, das Oszi 
kann keine Frequenz mehr messen, aber der Chip regiert nach wie vor 
sauber, indem der Ausgang low geht, und sauber low bleibt, egal ob man 
mir der Hand drüber geht.  Also genau das, was ich will. Leider will ich 
das mit weniger als 5V :-(.

Aber man lernt ja dabei.

So nun geht es in den Datenblättern weiter. Beim LM567 und bei einigen 
der Derivaten, gibt es das Diagramm 7.5.

Wenn ich hier bei 10% Bandbreite einsteige, komme ich auf die im Anhang 
hier rot markierten Kurve, die den Wert 80 repräsentiert. Hier 
zurückgerechnet komme ich auf 457 nF, also 1/40 des zuvor ermittelten 
Wertes. Warum?


In Kapitel 9.4.1 findet sich eine weitere Formel, die einen Bezug 
zwischen Bandbreite, Eingangsspannung, Frequenz und Kapazität herstellt
Umgestellt gibt das:
Die Prozentzahl muss hier tatsächlich als 10 und nicht als 0,1 
eingegeben werden, da sonst der Wert ins astronomische steigt.

Mach ich hier etwas falsch? Ich bin ja zufrieden, dass ich mit den 
zunächst ermittelten Werten eine stabile Schaltung bekommen habe. Aber 
warum weichen die anderen Werte so stark ab?

Ein weitere Punkt, der mir beim Durchsehen der Datenblätter auffällt: 
In den Datenblättern zum LMC567 gibt es eigentlich keine saubere Angabe, 
wie der Kondensator an Pin 1 (meist C3 genannt) dimensioniert werden 
soll. Es gibt nur die Hinweise, wie eine LM567-Schaltung auf den LMC 
angepasst werden soll:
> 1. Oscillator timing capacitor Ct must be halved to double the oscillator
> frequency relative to the input frequency
Das ist auch nur sehr grob, da die LM-Varianten Faktoren von 1,1 auf den 
Divisor anwenden, der LMC jedoch den Faktor 1,4 (respektive 2,8, wenn 
verdoppelt)
> Filter capacitors C1 and C2 must be reduced by a factor of 8
> to maintain the same filter time constants.
Daraus lässt sich in jedem Fall ableiten, dass der Kondensator an Pin1 
mindestens doppelt so groß, als derjenige an Pin 2 sein soll. Das ist ja 
die Bemessung bei den LM-Varianten.

Kann hier jemand noch ein wenig Licht in die Sache bringen, ich würde 
den Artikel über die LM/LMC Bausteine gerne mit Fakten und nicht mit 
Vermutungen erweitern.

Edit: Formel korrigiert

: Bearbeitet durch User
von Nick (gogol)


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Zur Vollständigkeit hier der aktualisierte Schaltplan, wie die Schaltung 
mit unbekanntem Chip funktioniert. Habe nun alle Kondensatoren nach dem 
jeweiligen Pin benannt!

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Habe nun alle Kondensatoren nach dem
> jeweiligen Pin benannt!

C4 an Pin3...

von Nick (gogol)


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Danke Dir!
Also nochmal!

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Der Eingang Pin 3 hat zumindest beim bipolaren LM567 intern eine 
Biasspannung, der muß über einen Kondensator angesteuert werden!


C2 ist Teil eines Ausgangsfilters, dem ein Komparator mit fest 
eingestellter Referenzspannung folgt. C2 muß daher nach der 
"Tastfrequenz ein/aus" (Amplitudenmodulation) ausgelegt werden. Umso 
größer der Kondi ist, umso störunempfindlicher ist die Erkennung, aber 
umso langsamer muß der Postbote klingeln. Also länger drücken bzw. die 
Pause dazwischen größer sein. Hier ist halt ein Kompromiß zu machen.

von Andreas S. (igel1)


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Wie ich sehe/lese habt Ihr Euch auf die Trägerfrequenzerkennung mit dem 
LMC567 eingeschossen.

Trotzdem wollte ich mich denjenigen anschließen, die da fragten, warum 
so viel Aufwand betrieben wird, wenn die Spule eine ziemlich heftige 
40mV Wechselspannung mit ca. 175Hz liefert, wenn der Summer summt und 0V 
wenn der Summer nicht summt.

Warum die 40mV nicht schlicht um den Faktor 50 verstärken, gleichrichten 
und dann mit den verstärkten (Halbwellen) einen MC aufwecken lassen?

Stromsparende Verstärkerschaltungen gibt es ja viele - die o.g. 3-fach 
Verstärkung mit dem CMOS-Inverter ging ja bereits in diese Richtung.

Mit OpAmps sollte das auch möglich sein - siehe z.B. hier:
https://www.ti.com/lit/ta/sszt196/sszt196.pdf?ts=1772509577032

Ich würde sogar kühn annehmen, dass auch eine 1-2 Transistor-Schaltung 
das im sub-mA-Bereich hinbekommt.

Viele Grüße

Igel1

von Wolf17 (wolf17)


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Andreas S. schrieb:
> Warum die 40mV nicht schlicht um den Faktor 50 verstärken, gleichrichten
> und dann mit den verstärkten (Halbwellen) einen MC aufwecken lassen?
Angeregt durch diesen Vorschlag habe ich was auf Komparatorbasis 
gezeichnet.
Der Vorschlag kommt mit einfacher Versorgung aus und braucht typ. 5V 
0,11mA.

Den MCP6001 im SOT23 (1mm Raster) kann man auch mit dünnen Drähten auf 
einen DIP8 Sockel löten. Notfalls nimmt man den zweifachen MCP6002 im 
DIP8 (+0,1mA). Gibt es mit der 1N5817 alles zusammen für <1€ bei 
Reichelt.

Im Ruhezustand ist der OP mit 18mV vorgespannt, der OP Ausgang ist 0V 
(OP Offset <5mV). Wird die Spulenspannung höher positiv, geht der OP 
Ausgang auf V+. Durch die Schwelle ist einiges an Netzbrummen nicht 
störend. Über die Schottkydiode lädt der Ausgangskondensator in <1ms auf 
fast V+. Der 1k entkoppelt den OP vom 100nF. Nach Ausbleiben der 175Hz 
Pulse wird mit τ100ms entladen. Die Spulenspannung wird mit τ1ms von 
Störpeaks gereinigt.
Mit 220k statt 390k funktioniert es auch mit V+ 3,3V.

Mit einem MCP6042 (Reichelt 1,35) kann man theoretisch was mit 2µA 
Ruhestrom bauen, aber hochohmiges ist empfindlich. Am Ausgang ggf.: 10k 
10nF 10M, 5V Spannungsteiler mit 0,4µA: 10M 470k 2M7.

Prinzipiell könnte man die Spule auch an Masse legen, so funktioniert es 
aber auch mit einem OP ohne Rail to Rail Input und ohne phase reversal 
free.

von Nick (gogol)


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Andreas S. schrieb:
> Wie ich sehe/lese habt Ihr Euch auf die Trägerfrequenzerkennung mit dem
> LMC567 eingeschossen.
[...]
> Viele Grüße
>
> Igel1

Hallo Igel1, Hallo Wolf17,

klar, gibt es auch andere Möglichkeiten, vielleicht gehe ich auch später 
einen solchen Weg. Allerdings will ich jetzt zunächst mal den Baustein 
und die Datenblätter der Verwandschaft verstehen. Ich hab da jetzt 
etliches an Zeit reingesteckt, und möchte da einen vernünftigen 
Abschluss hinbekommen.
Seit mir klar ist, dass ich auf eine Fälschung reingefallen bin und ich 
im Bereich der LM567 kompatiblen probiere, geht es ja jetzt auch voran.

Wenn ich in absehbarer Zeit keinen LMC bekomme, werde ich mich 
vermutlich auch mit den Alternativen beschäftigen, daher auch immer her 
mit Ideen.

Gruß

  Gogol

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (igel1)


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Wolf17 schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Warum die 40mV nicht schlicht um den Faktor 50 verstärken, gleichrichten
>> und dann mit den verstärkten (Halbwellen) einen MC aufwecken lassen?
> Angeregt durch diesen Vorschlag habe ich was auf Komparatorbasis
> gezeichnet.
> Der Vorschlag kommt mit einfacher Versorgung aus und braucht typ. 5V
> 0,11mA.

Hallo Wolf17,

so schnell hört/sieht man sich wieder :-)   (mein Waschtrockner läuft 
übrigens immer noch problemlos, da hattest Du mir ja mit so vielen Tipps 
geholfen).

Zu Deiner Schaltung: die finde ich klasse - genau das mit der 
nachgeschalteten Diode + Kondensator hatte ich auch genau so im Sinn 
gehabt - witzig.  Sehr elegant auch, die Spule eben nicht gegen Massen 
zu schalten, sondern "vorzuspannen" und damit das rail-to-rail Problem 
zu umgehen.

Eigentlich sollte die Schaltung fast mit jedem beliebigen OpAmp 
funktionieren - braucht dann halt nur etwas mehr Strom, je nach OpAmp.

In der aktuellen Version schlägt sie den LMC567 etwa um den Faktor 5 in 
Sachen Stromverbrauch und müsste mehr als 2 Jahre mit 3 Mignon-Batterien 
laufen.

Mein einziger Verbesserungsvorschlag wäre, den 18k und den 100k 
Widerstand im Eingangsteiler durch einen 100k Trimmer zu ersetzen, 
dessen Mittelanzapfung zur Spule geht - damit kann man dann die 
Schaltung in Sachen "Empfindlichkeit" einjustieren.

Viele Grüße

Igel1

von Wolf17 (wolf17)


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Andreas S. schrieb:
> den 18k und den 100k
> Widerstand im Eingangsteiler durch einen 100k Trimmer zu ersetzen,
> dessen Mittelanzapfung zur Spule geht - damit kann man dann die
> Schaltung in Sachen "Empfindlichkeit" einjustieren.
Oder nur den 18k durch 10k fix +25k Trimmer ersetzen, dann bleibt man 
auch ohne rail to rail sicher von Masse weg.

Am Ausgang kann man einen low level N-Fet betreiben und damit die Masse 
des an V+ liegenden Funkmoduls schalten.
Möchte man unbedingt V+ zum Modul schalten, müsste es gehen, wenn man 
die Schaltung umkehrt und einen P-Fet für -3V Ug findet.

Welche Betriebsspannung braucht denn das Funkmodul?

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (igel1)


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Anbei ein Simulationsversuch von wolf17's Schaltung für LTspice.

Die Spule habe ich durch eine 40mV Sinusquelle ersetzt - wusste mir 
nicht anders zu helfen - auch wenn das die Spule nicht richtig 
simuliert.

Wolf's 18k Widerstand musste ich auf 2k reduzieren, damit die 40mV 
detektiert werden - 18k waren etwas zu viel des Guten.

Hoffe, ich habe um diese Zeit keine Fehler gemacht - ich sollte 
eigentlich schlafen statt simulieren :-)

Viele Grüße

Igel1

von Wolf17 (wolf17)


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Andreas S. schrieb:
> Wolf's 18k Widerstand musste ich auf 2k reduzieren
Sorry, der soll 1k8 nicht 18k sein. (Zum MCP6042 muss es heißen: 10M 47k 
2M2)
Über den Spannungsripple am Ausgangskondensator bin ich überrascht. Die 
Simulation scheint bei der 1N5817 mit 50µA Ir zu rechnen, vermessen 
hatte ich ein Exemplar mit 5µA bei 5V. Bitte mal mit BAT42, 1N4148 und 
1N4001 simulieren, womit das Minimum am höchsten ist. Oder mit 470nF und 
470k das Minimum erhöhen.

von Andreas S. (igel1)


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Wolf17 schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Wolf's 18k Widerstand musste ich auf 2k reduzieren
> Sorry, der soll 1k8 nicht 18k sein.

Alles gut - ich kann ja mitdenken :-)

> (Zum MCP6042 muss es heißen: 10M 47k
> 2M2)

Hmmm - verstehe nicht genau, was Du mit diesen 3 Widerstandswerten
meinst. Welche Widerstände sollten diese Werte annehmen?

> Über den Spannungsripple am Ausgangskondensator bin ich überrascht. Die
> Simulation scheint bei der 1N5817 mit 50µA Ir zu rechnen, vermessen
> hatte ich ein Exemplar mit 5µA bei 5V. Bitte mal mit BAT42, 1N4148 und
> 1N4001 simulieren, womit das Minimum am höchsten ist. Oder mit 470nF und
> 470k das Minimum erhöhen.

In der Tat - es war der hohe Sperrstrom, der 1N5817, der in der 
Simulation den Ripple erzeugte. Mit einer 1N4148 (die anderen Typen sind 
im Standard-LTspice nicht enthalten), ist der Ripple deutlich 
verkleinert (siehe Bild im Anhang). Ja, ja - so ist das immer: 
Simulation und Wirklichkeit differieren halt oftmals.

Ach ja und noch eins wollte ich eigentlich schon im vorigen Beitrag 
geschrieben haben, damit sich niemand wundert: in der Simulation lasse 
ich die 40mV Sinusspannung erst mit 10ms Verzögerung starten, damit man 
den Unterschied zwischen nicht-erregter und erregter Spule auch gut 
sieht (Erinnerung: V1 = 40mV simuliert ja die Spulenspannung).

Viele Grüße

Igel1

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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Andreas S. schrieb:
> Hmmm - verstehe nicht genau, was Du mit diesen 3 Widerstandswerten
> meinst. Welche Widerstände sollten diese Werte annehmen?
Der Teiler 390k 1k8 100k zieht bei 5V 10µA. Wenn man unbedingt mit eimem 
MCP6042 auf 2µA Gesamtaufnahme kommen möchte, muss der Teiler 
hochohmiger werden. Da 10M noch gut erhältlich ist, habe ich 10M 47k 2M2 
für 0,4µA Teilerstrom vorgeschlagen.

Schade, dass kein BAT42 Modell greifbar ist. Bei einer eigentlich 
schlechteren BAT46 habe ich gerade 0,05µA/5V gemessen.
Aber auch mit der 1N4148 sollte es bei V+ 3,3V noch mit einem low level 
N-FET reichen das Funkmodul einzuschalten.

Leider meldet der TO nicht welche Betriebsspannung das vorgesehene 
Funkmodul hat.

von Nick (gogol)


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So, eine 5V-Lösung funktioniert!
Wie eingangs schon erwähnt, habe ich als Remote-Klingel sowas besorgt: 
https://www.amazon.de/dp/B08TWFVWX9.  Ich dachte erst, der batterielose 
Taster sei irgendwas piezomäßiges, aber nein: Es handelt sich um einen 
kleinen Generator bei dem gegen eine kräftige Feder ein Magnet in eine 
Spule gedrückt wird, und durch die Feder wieder in die Ausgangslage 
zurückgedrückt wird.  Die Spannung der Spule geht auf eine Platine mit 
abgeschliffenem Chip. Am Oszi ist zu sehen, dass beim Drücken ein 
positive Puls von ca. 5msec und einem Peak von 3,9V, beim Loslassen dann 
der negative Peak erscheint
.
Der Sender funktioniert nur bei der positiven Flanke. Wenn man den 
Taster drückt und gedrückt hält, um nach 5 sec oder länger loszulassen, 
löst die negative Flanke nichts aus.

Hab dann ein wenig mit einem Attiny85 probiert und festgestellt, dass 
auch nichts ausgelöst wird, wenn der Puls länger als 15msec ansteht. 
Sicher ausgelöst wird die Klingel, wenn bei 5V ein Puls von 4msec Länge 
und bei 3V ein Puls von 6msec abgesetzt wird.
Der Empfänger reagiert aber erst nach ca. 700msec auf den nächsten Puls.

Also ein kleines Programm geschrieben, dass auf dem Attiny läuft. Der 
Standardzustand ist schlafen, wenn er vom LMC geweckt wird, wacht er auf 
und bleibt wach, solange innerhalb von 3 sec weitere Tastendrücke 
folgen.  Die Tastendrücke werden bis maximal 8 gezählt und zeitverzögert 
wiedergegeben, so dass der Empfänger auf auch Mehrfachläuten reagiert.

Da muss noch ein wenig Feintuning betrieben werden, aber die Sache tut.
Am Taster muss ein Spuleneingang von der Elektronik abgelötet werden, 
der gleichzeitige Betrieb vom Attiny getriggert mit Spule klappt nicht, 
da die Induktivität den Puls schluckt, ggf. auch den Attiny-Pin 
überlastet.

So, jetzt muss noch vor Ort getestet werden.  Sollte ich vor Ort die 
Spule unter dem Buzzer der Sprechstelle mit ca. 10m Klingeldraht 
verlängern kann, könnte die 5V-Lösung dauerhaft werden.  Der 
Klingeldraht kann unter Fußleisten und um eine Türzarge herum gelegt 
werden, so daß die Elektronik dann in Steckdosennähe deponiert werden 
kann, ohne dickere Kabel verlegen zu müssen.

Im Laborversuch mit Signalgenerator tut es. Das Signal ist allerdings 
etwas mehr verrauscht. Habe nun aber noch eine Spule mit ca. dreifacher 
Windungszahl gewickelt, damit müsste ich noch einen höheren Pegel 
bekommen.

Anbei aktueller Schaltplan mit Attiny85 sowie das darauf laufende 
Programm.
Wurde mit https://github.com/damellis/attiny als Board programmiert, und 
läuft mit internen 1MHz.

von Georg M. (g_m)


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Wolf17 schrieb:
> Angeregt durch diesen Vorschlag habe ich was auf Komparatorbasis
> gezeichnet.

Das ist übrigens der Fall, in dem externe Komponenten doch benötigt 
werden. Der Analogkomparator gehört zwar zur Standardausstattung von 
Mikrocontrollern, sein Stromverbrauch ist jedoch recht hoch.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/599575/AVR_ATtiny402_Peripherals_Power_Consumption.png

Zum Vergleich:
TLV7031
• supply voltage: 1.6V to 6.5V
• quiescent supply current: 0.35µA
• propagation delay: 3µs
• rail-to-rail common-mode input voltage
• internal hysteresis
• push-pull output

D.h., der Batteriestromverbrauch durch die Widerstände drumherum ist 
höher als durch den Komparator selbst.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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LTC-Boutiqueteil würde Jörg sagen. Mouser will dafür lockere €5,50 .

Bei der Komparator-Lösung ist es die Frage, ob Fehlalarme auftreten. Da 
könnte der Tiny etwas filternd helfen.

von Nick (gogol)


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Nemopuk schrieb:
> Du hast die absolute maximum ratings für "input voltage" überschritten.

Hallo Nepomuk,

kannst Du mir bitte eine Quelle nennen, wonach ich beim LMC nicht auch 
Spannungen bis zur  Betriebsspannung an den Eingang anlegen kann?
Ich habe hier nämlich nichts im Datenblatt gefunden.
Das Kapitel 7.1 "Absolute Maximum Ratings" nennt z.B. einen Minimum-Wert 
von 2V, aber keinen Maximalwert.
Dem widerspricht dann das Diagramm 2, welches Bandbreite vs. Input 
Signal Level zeigt, bei dem die Eingangsspannung ab ca. 30mV erkannt 
wird, und bei 14% Bandbreite nach oben offen ist. Das Diagramm geht bis 
300mV, es gibt aber keinen Hinweis, dass das nicht auch bis zu 5V oder 
mehr gehen könnte.

Das wird durch Kapitel 9.4.1 "Operation as LM567" gestützt, in dem auf 
die Werte eingegangen wird, die verändert werden müssen, wenn man einen 
LMC anstelle eines LM einsetzt.  Hätte der LMC eine strikte Begrenzung 
der Spannung beim Eingangssignal, müsste dies ja hier auch erwähnt 
werden.

Aber wie gesagt, bin nicht vom Fach, lese mich nur ein und habe jetzt 
einen Wiki-Artikel erstellt.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Da muß man in den DBn von TI suchen:
LM567:
0V < Vin < Vcc+0.5V
LMC:
-10V < Vin < Vcc+0.5V
Dagegen steht da noch unter maximum rating "min. 2Vpp" . Ich denke, da 
müßte "max." stehen.

Generell: Diese 0.5V sind die sichere Grenze für ein noch Sperren beider 
Schutzdioden gegen GND und Vcc, die die allermeisten IC-Pins inne haben. 
Außer es ist anders für einzelne spezielle Pins beschrieben.


----
Diese -10V, was soll man daraus folgern wenn sie als Arbeitspunkt dann 
zusätzlich 0V beschreiben? Am Eingang ein JFET oder depletion-MOSFET?

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