Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verstärker für Funktionsgenerator bis 1 MHz


von Hagen (immergruen)


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Hallo ans Forum!

Ich möchte mit einem Funktionsgenerator eine Spule ansprechen. Mein 
Funktionsgenerator hpg1 kann bis 1 MHz. Ich möchte das gesamte Spektrum 
von 10 Hz bis 1 MHz überprüfen. Das Signal möchte ich verstärken.
Welche Arten von Verstärkern kann ich für so eine Aufgabe benutzen, 
insbesondere wenn ich mit der Rechteckfunktion arbeite?
Wie stark ich verstärken kann oder muss, weiß ich auch noch nicht genau. 
Vielleicht 10, 20 oder 50 Watt.
Kann mir jemand dabei helfen?

Vielen Dank und ein frohes neues Jahr.

LG Hagen

: Verschoben durch Moderator
von Wastl (hartundweichware)


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Hagen schrieb:
> Ich möchte mit einem Funktionsgenerator eine Spule ansprechen.

Wie soll das Ansprechen aussehen? Was willst du erreichen?
Bitte keine Salamischeiben.

Hagen schrieb:
> Welche Arten von Verstärkern kann ich für so eine Aufgabe benutzen

Welche Aufgabe? Bitte keine Salamischeiben.

Hagen schrieb:
> Wie stark ich verstärken kann oder muss, weiß ich auch noch nicht genau.

Das hängt wiederum von deiner Aufgabe ab. Bitte keine Salamischeiben.

von Helmut -. (dc3yc)


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Schreibe mal alle deine Anforderungen genau auf. Wird nicht einfach 
sein, 50W bei 1MHz Rechteck zu erzeugen. Vor allem, dass die Frequenzen 
später nicht abgestrahlt werden. Das darfst du nämlich nicht! Hoffe, du 
bist nicht immergruen hinter den Ohren.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hagen schrieb:
> Vielleicht 10, 20 oder 50 Watt.

Eine Spule braucht keine „Watt“. Eine ideale Spule ist verlustlos, und 
selbst real sollte sie keine so hohen Verluste haben, dass man sich 
damit einen Teewärmer bauen kann.

Also ja: keine Salamischeiben. Entweder beschreibst du dein Projekt 
komplett, dann kann man dir helfen, oder du betreibst Geheimniskrämerei, 
um deine ach so ganz tolle Idee niemandem als Geschäftsidee zu 
präsentieren, dann werden über kurz oder lang alle die Lust verlieren, 
dir die Details aus der Nase zu ziehen.

von Hagen (immergruen)


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Was bedeutet keine salamischeiben?
Bin ich aus Versehen im Fleischer-Forum gelandet?
Die Spule soll mit einem Rechtecksignal angesprochen werden. Sie ist 
Teil eines Trafos. Das heißt sie ist um einen Kern gewickelt.
An der Sekundärspule will ich messen, bei welcher Frequenz der 
Wirkungsgrad am höchsten ist.
Ich möchte dann verschiedene Spulen auf die Wirkungsgrade hin 
untersuchen.

von Thomas R. (singlefreiheit-01)


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Ich muß einen Tank bauen. Wie groß ich den bauen?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hagen schrieb:
> Ich möchte mit einem Funktionsgenerator eine Spule ansprechen.

Anscheinend willst Du alle Resonanzen einer Spule mit Eisenkern 
erfassen. Auch die Kombinationsresonanzen, für die auch das 
Taktverhältnis eine Rolle spielt.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Hagen schrieb:
> Funktionsgenerator hpg1

Also ein DDS-Generator von Velleman, Datenblatt von 2011:
http://www.velleman.co.uk/contents/en-uk/p371_hpg1.html
http://www.velleman.co.uk/manuals/hpg1d.pdf
output voltage: max. 8Vpp
1Hz to 1.000.000Hz
sine, square and triangle
output impedance: 50 ohms

Nach gründlicherer Suche auch ein Schaltplan:
https://cdn.velleman.eu/images/tmp/HPG1%20technical%20doc%20V1.pdf

für Rechteck und Dreieck sollte der Verstärker >3 MHz können, damit 
wenigstens die nächste Harmonische noch durchkommt.

von Nemopuk (nemopuk)


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Hagen schrieb:
> An der Sekundärspule will ich messen, bei welcher Frequenz der
> Wirkungsgrad am höchsten ist.

Offenbar ist dir nicht bewusst, dass ein Rechteck-Signal zusätzlich zur 
Grundfrequenz zahlreiche Oberwellen enthält. Also das Gegenteil von 
"einer" Frequenz.

Damit das Rechteck Signal nach der Verstärkung wenigstens einigermaßen 
rechteckig bleibt brauchst du mindestens 20 Mhz Bandbreite.

Hast du einen Plan, wie du die 50 Watt davon abhältst, eine Runde um den 
Globus zu machen?

Salami-Taktik ist das Schrittweise Nachreichen wichtiger Informationen. 
Wird hier gar nicht gerne gesehen, weil es massiv Zeit verschwendet und 
zu endlosen Diskussionen mit unnötigen oft falschen Annahmen führt, die 
wiederum oft zu Streit führen.

von Thomas R. (singlefreiheit-01)


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Ohne Last am Ausgang ist der Wirkungsgrad immer: 0%

von Hagen (immergruen)


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Also die Größen

Der Kern ist 30mm x 30mm im Schnitt. Die erste Spule ist 20mm breit und 
20 mm bewickelt mit 0,1mm2 drahtquerschnitt.
Im ersten Versuch ist die Sekundärspule baugleich mit der Primärspule, 
damit ich auch dort die Wirkungsgrade ablesen kann.
Dann will ich verschiedene Spulen testen und natürlich auch die 
Resonanzen erforschen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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https://www.ti.com/product/LMH6646
Der Ausgangstreiber hat einen Betriebsspannungsbereich von 2.5 V to 12 
V, das wäre die erste Maßnahme zur Erhöhung der Ausgangsspannung, z.B. 
mit einem geänderten Widerstand und 12V-Versorgung. Wenn das nicht 
ausreicht gibt es  Leistungs-Operationsverstärker, die allerdings den 
gesamten Frequenzbereich abdecken sollten.

von Michael B. (laberkopp)


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Hagen schrieb:
> Welche Arten von Verstärkern kann ich für so eine Aufgabe benutzen,
> insbesondere wenn ich mit der Rechteckfunktion arbeite?

Na ja, bei Spulen kommt es auf den Strom an, der erzeugt ja das 
Magnetfeld, und du brauchst eine hohe Spannung an der Spule um den Strom 
in der Spule schnell zu ändern.

Zudem sind 1MHz Mittelwelle und 50W wäre eine ordentliche Sendeleistung, 
zumal beim Rechteck zumindest 3 und 5 und 7 MHz dabei sind.

Hagen schrieb:
> Das heißt sie ist um einen Kern gewickelt.
> An der Sekundärspule will ich messen, bei welcher Frequenz der
> Wirkungsgrad am höchsten ist.
> Ich möchte dann verschiedene Spulen auf die Wirkungsgrade hin
> untersuchen.

Na ja, wenn du nur messen willst, dann brauchst du keine Wirkleistung 
überragen sondern nur die Verlustleistung im Leerlauf der Spule, keine 
50W.

Geeignete OpAmps sind OpAmp für Ausgang Funktionsgenerator: LT1206/1207 
(LT) AD811 (100mA 2500V/us) LM6181 (100mA 2000V/us) EL400 (50mA +/-6V 
430-1600V/us) BUF634 (250mA 2000V/us) SGM8301/2/4 (105mA 155V/us +/-6V).

Aber auch Gegentakt-Transistorendstufen, die müssen aber schnellere 
Transistoren verwenden als Audio-Endstufen so nutzen.

Achte auf die Freilaufdioden denn deine Spule ist eine induktive Last, 
es entsteht Blindstrom.

https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/application-notes/an47fa.pdf

https://dl6gl.de/media/files/dds-komplementaerendstufe.pdf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Nemopuk schrieb:
> Hast du einen Plan, wie du die 50 Watt davon abhältst, eine Runde um den
> Globus zu machen?

Er wird ja nichtmal einen Plan haben, wohin die 50 W überhaupt gehen. 
Schließen wir mal Lichtstrahlung, mechanische Energie, chemische Energie 
als mögliche Transformationsergebnisse aus, bleibt ja praktisch nur 
Abstrahlung (ick!) oder Wärme übrig, in die die elektrische Leistung 
gewandelt wird.

Klingt alles irgendwie komplett unausgegoren.

von Wastl (hartundweichware)


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Nemopuk schrieb:
> Offenbar ist dir nicht bewusst, dass ein Rechteck-Signal zusätzlich zur
> Grundfrequenz zahlreiche Oberwellen enthält.

Es enthält nach der Systemtheorie nicht "zahlreiche" Oberwellen,
sondern unendlich viele. Es ist abhängig von der Bandbreite des
realen Systems und der Betrachtungsweise des Signals (wie wenig
Pegel zählt noch als Beitrag zum ausgewerteten Spektrum).

Daher ist eine solche Aussage sehr unscharf:

Helmut -. schrieb:
> Wird nicht einfach
> sein, 50W bei 1MHz Rechteck zu erzeugen.

Bei solchen Gelegenheiten wage ich immer die Frage: wie "rechteckig"
soll denn das Rechtecksignal sein? Einfach von einem "Rechteck"
zu sprechen ist einfach nur wischi-waschi solange man die Bandbreite
nicht angibt bzw. berücksichtigt.

von Hagen (immergruen)


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Also erstmal vielen Dank für die Ansagen.
Bei meinem ersten Test war die Spannung an der Sekundärspule mit der 
Rechteckfunktion am höchsten. Deshalb  wollte ich die Rechteckfunktion 
weiter überprüfen, an neuen spulen.
Den verstärker wollte ich für die höheren Frequenzen verwenden, damit 
dann überhaupt noch Strom fließt.
Hatte auch darüber nachgedacht bei hohen Frequenzen mit Hochspannung zu 
arbeiten. Möglicherweise ist es besser mit Hochspannung zu arbeiten 
anstatt mit einem Verstärker.
Es gibt ja auch solche 15kV Platinen.  Könnte ich die hinter den hpg1 
hängen und damit die primäre Spule anregen?
Ja, das ist alles nicht ausgegoren. Deshalb habe ich mich auch an euch 
gewendet.
Es ist ein Experiment.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Wastl schrieb:
> Nemopuk schrieb:
>> Offenbar ist dir nicht bewusst, dass ein Rechteck-Signal zusätzlich zur
>> Grundfrequenz zahlreiche Oberwellen enthält.
>
> Es enthält nach der Systemtheorie nicht "zahlreiche" Oberwellen,
> sondern unendlich viele. Es ist abhängig von der Bandbreite des
> realen Systems und der Betrachtungsweise des Signals (wie wenig
> Pegel zählt noch als Beitrag zum ausgewerteten Spektrum).
>
> Daher ist eine solche Aussage sehr unscharf:
>
> Helmut -. schrieb:
>> Wird nicht einfach
>> sein, 50W bei 1MHz Rechteck zu erzeugen.
>
> Bei solchen Gelegenheiten wage ich immer die Frage: wie "rechteckig"
> soll denn das Rechtecksignal sein? Einfach von einem "Rechteck"
> zu sprechen ist einfach nur wischi-waschi solange man die Bandbreite
> nicht angibt bzw. berücksichtigt.

Wesentlich besser, als es der Generator kann:
- square wave rise/fall time: typ. 0.2µs

muss es wohl nicht sein.

von Michael B. (laberkopp)


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Hagen schrieb:
> das ist alles nicht ausgegoren

So sieht es aus.

Spulen kann man mit Sinus vermessen, man braucht kein Rechteck.

Man will aber wohl Sättigung vermessen und braucht dazu Strom.

Dann ein XY Oszilloskop um die Hysteresekurve und Beginn der Sättigung 
zu sehen.

Die meisten nutzen einen Funktionsgenerator mit 50 Ohm Ausgang dafür und 
eine RF Endstufe.

von Hagen (immergruen)


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Da ich keinen Sender bauen möchte und auch den Funk nicht stören will 
habe ich dazu noch eine Frage. Fungiert der Kern nicht als 
Magnetfeld-Absorber? Ich bin davon ausgegangen, daß 99% des Magnetfeldes 
im Kern verbleiben. Deshalb dachte ich, die Spule sendet nicht viel 
außerhalb des Kerns.
Wenn die Spule nur mit dem hpg1 betrieben wird, dann sendet sie doch 
nicht so stark,das sie radio oder Funk stört, oder?

von Hannes J. (pnuebergang)


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Hagen schrieb:
> Was bedeutet keine salamischeiben?
> Bin ich aus Versehen im Fleischer-Forum gelandet?

Jetzt stell dich nicht dumm. https://de.wikipedia.org/wiki/Salamitaktik

Du magst vielleicht denken dass dieses scheibchenweise Liefern von 
Informationen besonders schlau ist, aber es nerft, führt die Leute in 
die falsche Richtung und ist nur scheiße.

> Die Spule soll mit einem Rechtecksignal angesprochen werden.

Stellst du dich davor und redest auf sie ein? "Na Spule, heute schon was 
vor? Wie wär es mit uns beiden?" Meine Güte, willst du einen Strom, eine 
Spannung oder ein Feld durch sie durch schicken?

> Sie ist
> Teil eines Trafos.

SCHEISSE. Da haben wir dann das nächste Salamischeibchen. Es geht gar 
nicht um eine einfache Spule, sondern um die Windung eines 
Transformators.

Also, jetzt zeichnen einen anständigen Schaltplan (nicht irgend ein 
Kifferbildchen). Mit Angaben zum Trafo, Spannungen, etc.

> An der Sekundärspule will ich messen, bei welcher Frequenz der
> Wirkungsgrad am höchsten ist.

SCHEISSE. Noch eine Salamischeibe. Es geht nicht um eine Windung. Es 
geht um die Messung der Übertragungsfunktion (Bode Diagramm) eines 
Transformators.

Unter welchen Betriebsbedingungen (Eingangsbeschaltung, 
Ausgangsbeschaltung)? Und warum dann um himmelswille mit einem 
Rechtecksignal wenn du eine bestimmte Frequenz suchst?

von Frank O. (frank_o)


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Jörg W. schrieb:
> Klingt alles irgendwie komplett unausgegoren.

Vielleicht ist erstmal ein Buch lesen die bessere Option?

von Hagen (immergruen)


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Danke an alle, jetzt habe ich zumindest ein paar Vorschläge für passende 
Verstärker.

von Hagen (immergruen)


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Frank O. schrieb:
> Vielleicht ist erstmal ein Buch lesen die bessere Option?

Das Experiment ergab sich aus dem Studium verschiedener Physikbücher 
über Magnetfelder und elektrische Phänomene aus dem 18.,19.,und Anfang 
des 20. Jahrhunderts.
Ich bin mir durchaus bewusst, daß ich sehr viel nicht weiß, deshalb 
hatte ich gehofft, Profis könnten mir Rat geben
Mit Profis reden geht schneller als ein Buch lesen.
Und manchmal hält studieren auch vom probieren ab.

von Mani W. (e-doc)


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Wastl schrieb:
> Bitte keine Salamischeiben.

Hagen schrieb:
> Was bedeutet keine salamischeiben?
> Bin ich aus Versehen im Fleischer-Forum gelandet?

Troll bist Du nicht, wahrscheinlich Azubi...

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Hagen schrieb:
>Ich möchte dann verschiedene Spulen auf die Wirkungsgrade hin
>untersuchen.

Wirkungsgrad kannst du nur bei einen Trafo bestimmen.
Ein Trafo hat mindestens zwei Wicklungen. Der Wirkungsgrad
ist da Lastabhängig. Beginnt mit 0% Wirkungsgrad, wird
größer bis zu einen Maximum und sinkt dann wieder.

Eine Spule hat nur eine Wicklung. Da kannst du nur die
Güte bestimmen. Ist Induktiver Widerstand XL durch
ohmscher Widerstand R. Die Güte steigt mit zunehmender
Frequenz und sinkt irgendwann wieder wenn die
Verluste im Kern relevand werden.

Was willst du denn nun genau bestimmen?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hagen schrieb:
> Im ersten Versuch ist die Sekundärspule baugleich mit der Primärspule,
> damit ich auch dort die Wirkungsgrade ablesen kann.
> Dann will ich verschiedene Spulen testen und natürlich auch die
> Resonanzen erforschen.

Über das Kernmaterial hast Du noch nichts verraten.

OK, Spulen kann man selbst gewickelt haben aus diversen 
Drahtdurchmessern, Lackisoliert oder unisoliert mit Abstand zwischen den 
Windungen, versilbert oder auch nicht, als geflochtete Litzen, als 
Kupferband....
Ein weites Experimentierfeld, ich glaube, dafür reicht samt Messaufbau 
und Geräten dazu, Wickelmaschine ein halbes Zimmer nicht.


Hagen schrieb:
> Ich möchte das gesamte Spektrum
> von 10 Hz bis 1 MHz überprüfen.

Gute Idee. Das würde ich aber immer mit Sinussignalen machen, denn alles 
was nicht sinusförmig ist, enthält etliche Oberwellen, die sonstwelche 
nicht leicht erfassbaren Nebeneffekte mit sich bringen. Nur eine 
Messung,  der nur eine einzige Frequenz zugrunde liegt, ist 
aussagekräftig.

Hagen schrieb:
> Hatte auch darüber nachgedacht bei hohen Frequenzen mit Hochspannung zu
> arbeiten.

Tha, zwei mal "hoch" in einem Satz muß nicht bedeuten, daß der 
Experimentalaufbau dadurch einfacher wird, ganz im Gegenteil. Hohe 
Spannung sowie hohe Frequenz sind spezielle Disziplinen, die Fachwissen 
und geeiglete Materialauswahl erfordern. Hohe Genauigkeit wäre dabei die 
Krönung. Also besser nicht alles anstreben, was besonders "hoch" ist.
Aber: Versuch macht kluch.

Hochspannung fängt bei mir irgendwo bei 1000 Volt an.

Hagen schrieb:
> Fungiert der Kern nicht als
> Magnetfeld-Absorber? Ich bin davon ausgegangen, daß 99% des Magnetfeldes
> im Kern verbleiben.

Der Kern einer Spule ist in den allermeisten Fällen ein hochpermeables 
Material, das das Megnetfeld gut leiten kann. Im Gegensatz dazu ist ein 
Absorber für mein Verständnis eine Einrichtung zur Vernichtung 
irgendwelcher wie auch immmer gearteter Energie. Das willst Du mit 
Deinem Kern sicherlich nicht. Sondern der Kern soll die Feldlinien 
bündeln, damit sie nicht in die Umgebung gestreut werden.

einige Anregungen könnte man über eine solche Suchanfrage finden:
https://www.youtube.com/results?search_query=magnetischer+kreis
https://www.youtube.com/results?search_query=transformator+wirkungsgead
https://www.youtube.com/results?search_query=switchmode+converter
https://www.youtube.com/results?search_query=switchmode+converter+efficiency
https://www.youtube.com/watch?v=TDZVCli3bEs



mfg

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Ich rate einfach mal drauflos:
Der TE will in Wirklichkeit einen Teslatransformator o.ä. bauen, um 
damit irgendein Geschwurbel zu beweisen, dass "die da oben" und die 
Regierung bestreiten. Vielleicht sollen damit Globuli informatiert 
werden oder der Nachbarnshund, der immer in den Garten kackt, getötet 
werden. Oder es soll eine Abwehrwaffe gegen die Gehirnstrahlung der CIA 
werden. Oder so ähnlich.

von Silvester (syntro)


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Hagen schrieb:
> Hatte auch darüber nachgedacht bei hohen Frequenzen mit Hochspannung zu
> arbeiten.

Nimm eine Tonleiter, fall nicht vom Teslatrafo und beiß das Pferd.

von Rainer W. (rawi)


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Jörg W. schrieb:
> Eine Spule braucht keine „Watt“. Eine ideale Spule ist verlustlos, und
> selbst real sollte sie keine so hohen Verluste haben, dass man sich
> damit einen Teewärmer bauen kann.

Real gibt es keine idealen Spulen. Daher erübrigt sich eine Messung an 
idealen Spulen. Reale Spulen mit Spulenkern besitzen dagegen ein 
Sättigungsverhalten und da spielt der magnetische Fluss und damit die 
Leistung sehr wohl eine Rolle. Gerade bei der Messung der Eigenschaften 
kann es sehr sinnvoll sein, bis in den Sättigungsbereich zu gehen. Ohne 
"Watt" erfährt man nichts über ihn.

Hagen schrieb:
> An der Sekundärspule will ich messen, bei welcher Frequenz der
> Wirkungsgrad am höchsten ist.

Wenn es dir nur um die Frequenz ginge, bräuchtest du keine Leistung. ;-)

Beitrag #7989523 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Hagen schrieb:
>Das heißt sie ist um einen Kern gewickelt.
>An der Sekundärspule will ich messen, bei welcher Frequenz der
>Wirkungsgrad am höchsten ist.
>Ich möchte dann verschiedene Spulen auf die Wirkungsgrade hin
>untersuchen.

Was für ein Kern? Geschlossener magnetischer Kreis oder offen,
also Stabkern? Ferrit oder Eisenkern? Wenn das ein Trafo werden
soll, sollte es ein geschlossener magnetischer Kreis sein.
Bei Ferrit oder Pulverkern geben die Hersteller oft einen
Frequenzbereich an, wo dieser Kern die geringsten Verluste hat.
Soll der Kern Energie speichern, so ist zu beachten daß er
nicht in die magnetische Sättigung kommt. Er braucht dann
einen Luftspalt oder einen verteilten Luftspalt.
Mach mal ein Foto von der Spule die du untersuchen willst.

Wenn die Experimente im NF-Bereich bleiben, kannst du
einen normalen Musik-Audioverstärker benutzen. Schalte aber
einen Schutzwiderstand in Reihe, damit du ihn nicht überlastest
und kaputt machst.

Wirkungsgrad ermitteln bedeutet, abgegebene Leistung
durch zugeführte Leistung berechnen. Ist immer kleiner
als 1 , oder kleiner als 100%.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wirkungsgrad

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hagen schrieb:
> Das Experiment ergab sich aus dem Studium verschiedener Physikbücher...

Der Wirkungsgrad haengt auch noch von der Art der Last ab, z.B. ob und 
wie danach gleichgerichtet wird.

von No Y. (noy)


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Die Chinesen haben da schon was fertiges:

Juntek DPA-2698 oder DPA-1698

Gibt auch Bilder im EEVBLOG Forum..
https://www.eevblog.com/forum/testgear/juntek-dpa-2698-10mhz-signal-amplifier-digilent-analog-discovery/

von Rainer W. (rawi)


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Günter L. schrieb:
> Ist immer kleiner als 1 , oder kleiner als 100%

Wieso "oder"?
1 = 1/1 = 100/100 = 100 %
'%' stammt von "per cento", also "/100"
scnr

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hagen schrieb:
> Fungiert der Kern nicht als Magnetfeld-Absorber?

Erstmal nicht. Wenn er es macht, bist du jenseits dessen, wo man ihn 
normal betreiben will, und dann wird er tatsächlich auch warm.

Davor pumpt er sein Magnetfeld fleißig irgendwohin.  Bei Megahertz 
durchaus auch weiter weg.  Auch, wenn ein Ferritstab eher keine gute 
Sendeantenne ist, prinzipiell kann auch der senden.

von Hagen (immergruen)


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Hallo Leute,

Der Versuchsaufbau ist im pdf schematisch dargestellt. Die Spulen sind 
mit 0,1mm2 Kupferlackdraht gewickelt.
Der Versuch dient nicht dazu, Wirkungsgrade über 100% zu erreichen.  Es 
geht nicht einmal darum, einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen. Ich will 
lediglich sehen, unter welchen Bedingungen was für Wirkungsgrade 
erreicht werden.
Bisher habe ich noch gar keine Wirkungsgrade, da ich nur den Leerlauf 
gemessen habe.
Was wären denn gute Lasten, die man in diesem Aufbau verwenden könnte?

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Rainer W. schrieb:
>Wieso "oder"?

Weil man auf diese zwei Arten den Wirkungsgrad angeben kann.
1 = 100%

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hagen schrieb:
> Der Versuchsaufbau ist im pdf schematisch dargestellt.

Ein PNG wäre einfacher gewesen, das hätte jeder sofort gesehen.

Einen Strom- und einen Spannungsmesser parallel zu schalten, ist ein 
ziemlich sinnloses Unterfangen.  Du betreibst durch den Strommesser die 
Sekundärspule nahezu im Kurzschluss, d.h. sie kann so gut wie keine 
Leistung entnehmen (viel Strom aber keine Spannung).

Einen „Wirkungsgrad“ für einen Transformator, dessen Magnetfeld „durch 
die Luft“ geht, lohnt es sich nicht zu ermitteln.  Wenn du einen 
Transformator bauen willst, dann bau einen geschlossenen Magnetkreis.

von H. H. (hhinz)


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Troll oder Crank.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Troll oder Crank.

Ahnungslos

von H. H. (hhinz)


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Jörg W. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Troll oder Crank.
>
> Ahnungslos

Also ahnungsloser, trollender Crank.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Hagen schrieb:
>Was wären denn gute Lasten, die man in diesem Aufbau verwenden könnte?

Veränderliche Lasten, die man einstellen kann,
weil der Wirkungsgrad lastabhängig ist. Es gibt einen
Punkt wo der Wirkungsgrad dann maximal ist.
Bei niedrigen Frequenzen, einstellbare Draht-Leistungswiderstände.

von Andrew T. (marsufant)


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noch jemand Cola und Popcorn?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Jörg W. schrieb:
> Ahnungslos

Denke damit liegst Du richtig.

Jörg W. schrieb:
> einen geschlossenen Magnetkreis.

🫣: Beim Wickeln bin ich mit der Drahtrolle auch nicht durch den Ringkern 
gekommen. Also doch besser Stabkern. 😴

von Nemopuk (nemopuk)


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Dieter D. schrieb:
> Also doch besser Stabkern.

Wolltest du nicht auf einen möglichst hohen Wirkungsgrad kommen? So wird 
das nichts.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Dieter D. schrieb:
>🫣: Beim Wickeln bin ich mit der Drahtrolle auch nicht durch den Ringkern
>gekommen. Also doch besser Stabkern. 😴

Ich habe schon Ringkerne mit 2000 Windungen bewickelt.
Draht 10-fach genommen. Dann bis zur halben Länge durchgeschoben.
Dann die jeweiligen Enden 100 mal durchgefädelt. So sind
10 Wicklungen mit je 200 Windungen entstanden, die ich dann
alle in Reihe geschaltet habe.

von Hagen (immergruen)


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Günter L. schrieb:
> Veränderliche Lasten,

Danke, Günter, daß Du noch konstruktiv mit mir redest, obwohl ich so ein 
Vollpfosten bin.

Nemopuk schrieb:
> Wolltest du nicht auf einen möglichst hohen Wirkungsgrad kommen? So wird
> das nichts.

Ich habe noch soviel Kernmaterial, das ich den Kreis schließen kann. Als 
Viereck.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hagen schrieb:
> Ich habe noch soviel Kernmaterial, das ich den Kreis schließen kann. Als
> Viereck.

Aber ohne große Luftspalte an den Ecken, sonst ist der Wirkungsgrad 
gleich wieder im Eimer.

https://www.tridelta-weichferrite.de/media/37/download/Manifer-Werkstoffe%20f%C3%BCr%20Leistungsanwendungen.pdf?v=1&inline=1

Die Hermsdorfer geben 500 kHz als Arbeitsfrequenz an, nur mal so als 
Hausnummer.

von Hagen (immergruen)


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Günter L. schrieb:
> Bei niedrigen Frequenzen, einstellbare Draht-Leistungswiderstände.

Bis wieviel Hz sind niedrige Frequenzen ungefähr?


Muss ich dann bei hohen Frequenzen vor dem Widerstand gleichrichten?

von Hagen (immergruen)


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Oder kann man auch Frepuenzteiler benutzen?

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Hagen schrieb:
>Bis wieviel Hz sind niedrige Frequenzen ungefähr?

Wenn sich die parasitäre Induktivität des Drahtwiderstand
störend bemerkbar macht. Der Widerstandsdraht ist ja
auf ein Keramikkörper gewickelt, ist also auch eine Spule.
Der induktive Widerstand XL sollte wesentlich kleiner
sein als der ohmsche Widerstand des Drahtes.
Mußt die Induktivität des Drahtwiderstand messen,
und dann XL berechnen.

von H. H. (hhinz)


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Hagen schrieb:
> Oder kann man auch Frepuenzteiler benutzen?

Komische Tastatur.


Nimm doch ein Bolometer.

von Rainer W. (rawi)


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Jörg W. schrieb:
> Wenn du einen Transformator bauen willst, dann bau einen
> geschlossenen Magnetkreis.

So wie bei drahtlosen Ladegeräten?
https://www.youtube.com/watch?v=2Y0Fpo3fuB8

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Rainer W. schrieb:
>> Wenn du einen Transformator bauen willst, dann bau einen
>> geschlossenen Magnetkreis.
>
> So wie bei drahtlosen Ladegeräten?

Er wollte Wirkungsgrad haben.

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