Hallo, ich suche für einen Raum mit Fußbodenheizung ein neues Raumthermostat, bei dem ich über ein Zeitprogramm nachts die Temperatur raumspezifisch um 2-3°C absenken kann. Außerdem wäre es super, wenn es was vernetzbares a.k.a. "smartes" gibt. Vieles von dem "smarten", was ich bisher bei der Recherche gefunden habe, überzeugt mich nicht so sehr, da es entweder noch ein Hub für Zigbee benötigt oder zwar direkt WLAN hat, aber das ein oder laut Erfahrung der Nutzer andere Probleme hat (meist No-Name-Hersteller/Chinateile). Gerne würde ich vom Raumthermostat die Ist-Temperatur und die eingestellte Solltemperatur durch ein offenes Protokoll über HA aufzeichnen/messen (für die Isttemperatur) bzw. vorgeben (für die Solltemperatur) wollen. Kein Cloud-Scheiß. Mir ist bewusst, dass eine Fußbodenheizung eine grooooße Zeitkonstante hat und die Absenkung über Nacht energetisch nichts bringt. Mir geht es nur darum den Raum und sein Heizverhalten kennenzulernen und wenn möglich automatisiert einzugreifen - wegen dem Komfort. Meine Hoffnung ist, dass ich die Totzeit in Erfahrung bringe und gezielt dann nach der Absenkung rechtzeitig mit dem Heizen wieder anfange, so dass zur gewünschten Zeit der Raum vormittags seine Tagestemperatur wieder erreicht. Die Raumtemperatur abends runterzubringen lässt sich mit Stoßlüften erreichen, aber wenn erst beim Aufwachen morgens das Thermostat auf Tageswunschtemperatur zurückgestellt wird, verzögert sich das Aufheizen zu sehr, da mit energiesparender Vorlauftemperatur gearbeitet wird/auch weiterhin soll. Bei den smarten stößt man schnell auf das: Bosch Raumthermostat II 230V (https://www.bosch-smarthome.com/de/de/produkte/heizung/raumthermostat-fussbodenheizung/) Vorteil: - potentiell smart - sieht gut aus - kann glaube ich alles, was ich brauche Nachteil: - Smartheit braucht trotz Zigbee zusätzlichen Hub (Fritzbox der neusten Generation mit Zigbee reicht bei Bosch nicht aus?!?) - trotz aktuell günstigerem Preis noch 70€ kostet, was aber noch günstig im Vergleich zu den ganzen anderen ist. Bei den nicht smarten habe ich die hier im Auge: Eberle ATR 4800 (https://www.eberle.de/atr-4800) ~ 41€ und das hier Möhlenhoff Alpha Direct Control (RD 25203-60 oder RD 25203-61) ~ 54€(https://www.moehlenhoff.de/oem-alpha-direct-system) Sinnvoll erscheinen mir als optionale Features: -Changeover-Eingang für Heizen/Kühlen (Wärmepumpe) -Adaptiver Start um Sollwert beim gewünschten Start zu erreichen -ext. Fühlereingang Falls es kein geeignetes, günstiges smartes (Geheimtipp) gibt, nehme ich wohl eins von den oben genannten. Dachte Smarthome-fähige Raumthermostate wären heute schon günstiger zu bekommen. Auch um nur die Raumtemperatur/Raumfeuchte mitzutracken. Ich war auch kurz davor das mit nem Shelly Plus 1(PM) Gen 3 + Shelly Plus Addon + Temperatursensor selbst zusammenzubauen und extern ne Regelung zusammenzubauen, aber das mir zu viel Gebastel gerade und müsste ich dann in der vorhandenen UP-Dose auch noch verstecken mit ner Blende. Habt ihr n Tip?
Timo N. schrieb: > Mir ist bewusst, dass eine Fußbodenheizung eine grooooße Zeitkonstante > hat und die Absenkung über Nacht energetisch nichts bringt. So sieht es aus.. > Mir geht es nur darum den Raum und sein Heizverhalten kennenzulernen und > wenn möglich automatisiert einzugreifen - wegen dem Komfort. ..daher sehe ich nicht, wo da der Komfort sein soll. Und daher hab ich allen smarten Thermostatkrempel an den Heizkörpern mit dem Einbau einer Wärmepumpe wieder rausgeworfen. Verbraucht nur Batterien/Akkus und ist wegen der geringen Vorlauftemperatur obsolet. > Meine Hoffnung ist, dass ich die Totzeit in Erfahrung bringe und gezielt > dann nach der Absenkung rechtzeitig mit dem Heizen wieder anfange, so > dass zur gewünschten Zeit der Raum vormittags seine Tagestemperatur > wieder erreicht. Je besser die Hütte isoliert ist und je geringer die Vorlauftemperatur, desto unsinniger wird's, das über eine Nacht zu machen. Ich habe einen Vater, der das nach der Renovierung seiner Heizung auch noch nicht einsieht, aber nach einigen Wochen des Experimentierens konvergiert der Absenkzeitraum über Nacht allmählich gegen Null. Momentan ist er, glaube ich, bei 4 Stunden. > Die Raumtemperatur abends runterzubringen lässt sich mit Stoßlüften > erreichen, Glaubst Du vielleicht, ist aber nicht so: Mal angenommen ein 20m² Raum, also etwa 50m³ Luft, bei dem sich Luft mit 20°C duch Stoßlüften mit Luft von 0°C austauschen ließe, benötigt gerade mal 300Wh, um die Luft wieder auf 20°C zu bringen. Das entspricht etwa der Energie, die man benötigt, um 3 Liter Spaghettiwasser zum Kochen zu bringen. Maßgeblich am Wärmevelust sind Decke, Wände und Fenster. Tja, und wenn die Hütte halt nicht allzu alt ist.., aber das schrieb ich ja schon. > aber wenn erst beim Aufwachen morgens das Thermostat auf > Tageswunschtemperatur zurückgestellt wird, verzögert sich das Aufheizen > zu sehr, da mit energiesparender Vorlauftemperatur gearbeitet wird/auch > weiterhin soll. Hört sich an, als wären Fußbodenheizung und niedrige Vorlauftemperatur Neuland . Glaub mir, das zwanghafte Regeln wollen legt sich mit der Zeit.
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Timo N. schrieb: > ich suche für einen Raum mit Fußbodenheizung ein neues Raumthermostat, > bei dem ich über ein Zeitprogramm nachts die Temperatur raumspezifisch > um 2-3°C absenken kann. Außerdem wäre es super, wenn es was vernetzbares > a.k.a. "smartes" gibt. Wenn das Haus vernünftig gedämmt ist, wovon ich bei einer FBH mal ausgehe, wirst du es nicht schaffen, binnen weniger Stunden so große Temperatursprünge hin zu bekommen. Vor allem das Aufheizen dauert recht lange. Beispiel: Mein Haus, aktuelle Außentemperatur -5°C. Vorlauftemperatur soll: 33°C, ist 34,0°C Rücklauftemperatur 31,25°C. Raumtemperatur: zwischen 21 und 22,5°C, je nach Raum. Temperaturänderungen sind da nur mit sehr langen Zeiten möglich, 1°C mehr kann schonmal 12h dauern. Eine deutlich höhere VL Temperatur nützt da wenig, denn dann kann die Heizung die Energie nicht mehr an den Raum abgeben, was dann dazu führt, dass die Wärmepumpe mit Takten beginnt und extrem ineffizient arbeitet. Das habe ich experimentell ermittelt. Jetzt läuft sie ab +8°C Außentemperatur durch, aktuell mit 760W Stromaufnahme und einem COP von 2,9. Eine FBH funktioniert halt deutlich anders als Heizkörper. Absenken der Temperatur mal über Nacht und dann um 2-3°C ist einfach nicht möglich. Was ebenso nicht möglich ist, ist schnelles Aufheizen. Wenn morgens das Fenster zum Lüften geöffnet wird, es draußen frostig ist und man das schließen vergisst und erst 6h später nachholt, kann ich dir sagen, dass es 2 Tage dauert, die Raumtemperatur wieder zu erreichen. Das System ist extrem träge und das ist auch so gewollt. Achja, ich hab die Einzelraumregelung schon vor Jahren herausgeschmissen und jetzt, mit der Wärmepumpe den Abgleich nochmal angefangen. Dazu an jeden Vor- und Rücklauf einen DS18B20 montiert, welcher die Temperaturen ans Home Assistant meldet, dort sehe ich dann, wo ich noch nachbessern muss. Aktuell habe ich Speizungen von 2,3 bis 5,9°C je nach Raum.
Wenn du es "Smart" willst brauchst du doch nicht umbedingt Zeit gedöns am Gerät. Das könnte ja auch vom einer "Smart" zentrale kommen. Wenn es technisch möglich und so ist ich heize ich meine FBH am tage je nach wetter ein zwei grad mehr und nachts dafür weniger bis garnicht Pumpe auch aus. Am Fussboden selber merkt man kaum was. Aber an der Wärmepumpe. Diese ist am Tage wegen höherer außentemperatur effizienter. Ich bilde mir ein 5-10% damit einzusparen. Meine Vergleichs Messungen sind aber wegen ständig wechselndem wetter nicht wirklich aussagend.
S. M. schrieb: > Diese ist am Tage wegen höherer außentemperatur effizienter. > Ich bilde mir ein 5-10% damit einzusparen. Das kommt sehr drauf an, wie stark die Außentemperatur schwankt. Gestern war die Schwankung z.B. ca 3°C. Da bringt eine Absenkung Nachts und eine stärkere Aufheizung am Tag um 3°C genau gar nichts. Außerdem muss die Anlage mit höherer VL Temperatur arbeiten, um die verlorene Wärme wieder herzustellen und darüber hinaus zu heizen, was am Ende ebenfalls gegen eine Ersparnis spricht. Also ich denke, begründet kann man sparen wenn es sich um einzelne, sehr kalte Nächte handelt und es Tags drauf sehr sonnig und deutlich wärmer wird. Allerdings steigt der Wärmeverlust ja auch linear mit fallender Temperatur außen... Ergo lasse ich meine Anlage durchlaufen. Das erscheint mir am effizientesten.
Hallo, danke für die Antworten. Randbemerkung: Das Haus ist Anfang 90er. Bis auf Dach gar nicht isoliert. 2-fach WS-Verglasung. FBH wurde bei Bau wegen Komfort eingebaut und nicht wegen niedrigerer Vorlauftemperatur. Zeitkonstante ist aber trotzdem recht hoch. Zimmer ist nach Süden ausgerichtet und zu 80% Fensterfront mit entsprechendem hohem U-Wert von 1,3-1,5 W/m²K (im Vergleich zu Mauerwerk). Michael L. schrieb: > Glaubst Du vielleicht, ist aber nicht so: Mal angenommen ein 20m² Raum, > also etwa 50m³ Luft, bei dem sich Luft mit 20°C duch Stoßlüften mit Luft > von 0°C austauschen ließe, benötigt gerade mal 300Wh, um die Luft wieder > auf 20°C zu bringen. Das entspricht etwa der Energie, die man benötigt, > um 3 Liter Spaghettiwasser zum Kochen zu bringen. > > Maßgeblich am Wärmevelust sind Decke, Wände und Fenster. Tja, und wenn > die Hütte halt nicht allzu alt ist.., aber das schrieb ich ja schon. Ist mir klar, dass eigentlich die ganzen soliden Bauteile/Möbel die Wärme speichern bzw. wieder aufgewärmt werden müssen und die Raumluft keinen große spez. Wärmekapazität besitzt. Trotzdem ist der Effekt da, dass nach abendlichem Fenster auf und Heizung runter SCHNELL abgekühlt werden kann. Nur eben recht langsam aufgeheizt. Deshalb müsste die Heizung dann irgendwann in der Nacht wieder anfangen die Heizung einzuschalten, damit es morgens wieder etwas wärmer ist (muss nicht die Zieltemperatur komplett erreicht haben). Der Komfort ergibt sich, dass man nachts in dem Zimmer bei kühleren Temperaturen schlafen kann (was auch empfohlen wird). FBH und niedrige Vorlauftemperatur sind kein Neuland für mich. Die Vorlauftemperatur der WP weiter zu senken bringt zwar Effizienzgewinne, hat aber eben in solchen Situationen seine Nachteile. Das Zimmer verfügt zusätzlich noch eine Klimaanlage mit Heizfunktion. Leider sitzt die Klimaanlage aber ganz oben in der Dachschräge und dessen Temperatursensor ist deshalb gerade beim Heizen nicht sehr nützlich für eine Temperaturregelung, weil sich die von ihr produzierte warme Luft in der Dachschräge etwas staut. Deshalb wäre es geschickt, wenn man die Klimaanalage im Falle sehr niedriger morgendlicher Temperaturen mit Hilfe des neuen smarten Raumthermostat und dessen gemessener Raumtemperatur über HA automatisiert regeln könnte und die FBH beim wieder aufheizen unterstützen könnte. Mit Klimaanalage geht das Aufheizen ja über die Raumluft recht schnell. Neuere Raumthermostate sollen außerdem auch über PI-Regelung mittels PWM verfügen und für FBH besser geeignet sein als die alten mechanischen Zweipunktregler was die Regelgüte angeht. (Quelle: https://www.eibmarkt.com/isroot/eibmarkt/Files/Datenblatt/heizungs_klima_lueftungssteuerung_mit_eib.pdf) Bevor die Diskussion in Richtung Energieeffizienz abdriftet: Hier ist mir klar, dass die Nachtabsenkung sinnlos ist und nichts bringen wird. Es geht um den Schlafkomfort und um zu verhindern, dass das Fenster bei -8°C AT über die Nacht offen gelassen werden muss. Das Kippen des Fensters in der Nacht zu automatisieren wäre aufwendiger.
Timo N. schrieb: > Bevor die Diskussion in Richtung Energieeffizienz abdriftet: Hier ist > mir klar, dass die Nachtabsenkung sinnlos ist und nichts bringen wird. > Es geht um den Schlafkomfort und um zu verhindern, dass das Fenster bei > -8°C AT über die Nacht offen gelassen werden muss. Das Kippen des > Fensters in der Nacht zu automatisieren wäre aufwendiger. Diese Diskussion hab ich mit meiner Frau auch 2 Jahre lang geführt. Irgendwann hat sie dann akzeptiert, dass die Temperatur Tags und Nachts gleichermaßen warm ist. Seither kann sie auch durchschlafen. Es ist halt eine Gewöhnungssache, nicht mehr mit offenem Fenster sondern geschlossenem bei 22°C zu schlafen. Geht aber problemlos bei allen Familienmitgliedern seither. Gut die Kinder kennen es eh nicht anders.
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Christian B. schrieb: > Diese Diskussion hab ich mit meiner Frau auch 2 Jahre lang geführt. > Irgendwann hat sie dann akzeptiert, dass die Temperatur Tags und Nachts > gleichermaßen warm ist. Seither kann sie auch durchschlafen. Es ist halt > eine Gewöhnungssache, nicht mehr mit offenem Fenster sondern > geschlossenem bei 22°C zu schlafen. Geht aber problemlos bei allen > Familienmitgliedern seither. Gut die Kinder kennen es eh nicht anders. Möchte nicht wissen in wie vielen Ehen/Familien diese Diskussion geführt wird. Leider scheint die alternative und viel dynamischere Wärmequelle Klimaanlage von der betroffenen Person nicht für solche Probleme genutzt werden zu wollen. Wenn da argumentiert wird, wird alternativ die "fühlbare" Temperatur oder die gemessene Temperatur herangezogen - je nachdem welche für die Argumentation gerade passend ist. Und "früher" (vor der WP / mit Brennwert-Gasheizung) war es sowieso besser, obwohl da das gleiche Problem in dem betreffenden Raum auch schon bestanden hat und nur der Temperaturbedarf mit dem Alter gestiegen ist (18°C nachts, 23-24°C tags - unmöglich!). Eventuell nicht Anfang der 90igern, in denen nur ein normaler (kein Brennwert) verbaut war und die VL-Temperatur auf verschwenderischen 50°C stand. Weiß ich nicht mehr. Aber dort war die die Zimmeraufteilung sowieso eine andere. Ich kann jedoch verstehen und fühle mich auch selbst zu den Betroffenen, dass bei hohen Temperaturen/schlechter Luft zu schlafen dazu führt, dass man morgens mit schwerem Kopf aufwacht. Deshalb die Idee da noch etwas zu optimieren.
Christian B. schrieb: > Das kommt sehr drauf an, wie stark die Außentemperatur schwankt. Gestern > war die Schwankung z.B. ca 3°C. Da bringt eine Absenkung Nachts und eine > stärkere Aufheizung am Tag um 3°C genau gar nichts. Bei Fußbodenheizung ist es sogar eher kontraproduktiv, weil man mittags schon absenken müsste und nachts dann wieder stärker heizen. Dann läuft aber die LW-Wärmepumpe wegen der geringeren Lufttemperaturen mit einem schlechteren Wirkungsgrad. Auch bei Heizkörpern ist es mit Wärmepumpe nicht unbedingt sinnvoll, weil da morgens früh wieder hochgeheizt werden muss, also genau dann wenn normalerweise die Tagestiefsttemperatur herrscht.
Timo N. schrieb: > Bevor die Diskussion in Richtung Energieeffizienz abdriftet: Hier ist > mir klar, dass die Nachtabsenkung sinnlos ist und nichts bringen wird. > Es geht um den Schlafkomfort und um zu verhindern, dass das Fenster bei > -8°C AT über die Nacht offen gelassen werden muss. Das Kippen des > Fensters in der Nacht zu automatisieren wäre aufwendiger. Warum muss das Schlafzimmer tagsüber hochgeheizt werden? Bei uns hat es gleichmäßig eine niedrigere Temperatur. Wobei die real zu erzielende Temperaturdifferenz zum Rest der Wohnung davon abhängt wie gut gedämmt ist, je besser gedämmt, desto weniger Differenz. Und man muss natürlich aufpassen, dass man nirgends eine Temperatur bekommt, bei der man kondensierende Luftfeuchte erhält.
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Udo S. schrieb: > Warum muss das Schlafzimmer tagsüber hochgeheizt werden? Bei uns hat es Es wird als Schlaf- und Arbeits/Wohnzimmer genutzt. Die Anforderungen sind so gegeben. Daran kann nicht gerüttelt werden. Effizienz ist klar. Wobei preislich mit dynamischen Stromtarif es wirtschaftlich zukünftig eventuell sogar sinnvoller sein kann, dass nachts angefangen wird zu heizen, da in den frühen Abendstunden von 18-22 Uhr die höchsten Preise sowohl für die Netzkosten, als auch die Beschaffungskosten (Day-Ahead) zu erwarten sind und diese nachts rapide abfallen und am geringsten sind (im Winter). Aber lassen wir das draußen, da Nebendiskussion. Keine wirtschaftliche/ökologische Sinnhaftigkeit bitte. Ursprungsfrage: Kennt jemand so ein Raumthermostat mit den im ersten Beitrag genannten Anforderungen im Preisrahmen 50€. Erschwerend kommt noch hinzu: UP-Dosen haben nur ca. 42mm tiefe. Es geht also vermutlich nur was Aufputziges. Das Bosch Raumthermostat II 230V kommt scheinbar nicht ohne Bosch Smart Home Controller (Hub) aus, wenn man Zeitprogramme etc nutzen möchte, was ich auf jeden Fall brauche. Dann liegt man über 100€ für das Teil. Zu viel. Von Shelly direkt gibt's noch das "Shelly LinkedGo smartes Heizungsthermostat". Auch für ca. 77€. Sieht aber scheiße aus mit dem billigen Encoderdrehknopf aus gedrehtem Alu und der Minianzeige. Designtechnisch ein Fail. Die tado°-Teile sind noch teurer. Vielleicht sollte ich doch mit nem Shelly schalten und die Temperatur separat erfassen und per WLAN an HA schicken. Einfach mal zum Testen ob es was bringt.
Sowas hab ich hier auch eine Weile versucht (Neubau 2016, Kfw70, FBH) aber dann aufgegeben. Man kann auch bei 21 Grad gesund schlafen, dann halt nackig unter einer Gabzjahresdecke. Das ist in dem Bereich Psyche. Ab 23 oder 24 Grad sieht die Sache anders aus. Da man ja zwischen den Räumen keine nennenswerte Dämmung hat, wärmen sich die Räume einer Etage sowieso gegenseitig und es stellt sich nach ein paar Tagen ein Gleichgewicht ein.
Christian R. schrieb: > Da man ja zwischen den Räumen keine nennenswerte Dämmung hat, wärmen > sich die Räume einer Etage sowieso gegenseitig und es stellt sich nach > ein paar Tagen ein Gleichgewicht ein. genau so ist es. Unterschiede von 2 °C in einer Etage sind machbar, darüber geht es eigentlich nicht, jedenfalls nicht bei mir. Ist ja auch logisch, die Außenhülle ist gedämmt, damit heizen sich die Räume gegenseitig auf.
Timo N. schrieb: > Möchte nicht wissen in wie vielen Ehen/Familien diese Diskussion geführt > wird. Leider scheint die alternative und viel dynamischere Wärmequelle > Klimaanlage von der betroffenen Person nicht für solche Probleme genutzt > werden zu wollen. bei uns liegt das einfach daran, dass wir keine Klimaanlage(n) haben. Timo N. schrieb: > Wenn da argumentiert wird, wird alternativ die "fühlbare" Temperatur > oder die gemessene Temperatur herangezogen - je nachdem welche für die > Argumentation gerade passend ist. so habe ich nie argumentiert. Immer nur mit der technischen Notwendigkeit: Trägheit der FBH, Außendämmung der Gebäudehülle. Auf irgendwelche weichen Argumente wie gefühlte Temperatur hab ich mich dabei nicht eingelassen. Meine Frau macht üblicherweise, wenn sie ins Bett kommt, eine Stoßlüftung, das kühlt die Luft im Raum soweit ab, dass sie problemlos einschlafen kann. In seltenen Fällen macht sie das Nachts nochmal, wenn sie aufwacht und zu sehr schwitzt, weil ich ihr zu sehr auf die Pelle gerückt bin im Schlaf :) oder wenn sie etwas kränkelt.
Tag, von HomematicIP gibts Zentralen die man zum Heizkreisverteiler einbaut und dann Smart die Stellventile ansteuern können. Es gab auch einen Artikel in einer Heise Make bei der ein günstiges Thermostat mit neuer Platine ausgestattet und damit Smart gemacht wurde. Das Ziel des des Autors war das Gegenteil dessen, was du vorhast: bei PV-Überschuss die Raumzieltemperatur hochstellen. https://www.heise.de/ratgeber/Herkoemmliche-Raumthermostate-clever-ins-Smart-Home-integrieren-9653744.html https://github.com/Alex311089/Heizungsthermostat-Smart-Make Ist halt dann was zum selbst rumbasteln. Worauf ich an deiner Stelle aber bei so einem FBH-Thermostat wirklich wert legen würde: keine 2-Punkt Regelung sondern per (langsames) PWM.
Hallo nochmal, wie gesagt: Keine Außenwanddämmung! Zimmer hat fast ausschließlich Fensterfassade. Temperaturunterschied im gleichen Stockwerk von verschiedenen Zimmern von 18 bis 23°C bei geschlossenen Zimmertüren völlig normal. Christian R. schrieb: > Man kann auch bei 21 Grad gesund schlafen, dann > halt nackig unter einer Gabzjahresdecke. Das ist in dem Bereich Psyche. > Ab 23 oder 24 Grad sieht die Sache anders aus. Die Diskussion driftet aber immer wieder ab. Die max. 20°C sind halt gewünscht nachts und die 23°C tagsüber. Punkt. In der Realität wird das auch nicht immer erreicht, aber der Versuch jemanden von der zu hohen Tagestemperatur zu überzeugen wurde schon mehrfach unternommen und führt nur zu Streit. Auch wenn man mit einem neuen Raumthermostat das Ziel (18/23) nicht erreichen kann, wäre es doch schön wenigstens die halbe Strecke zu erreichen. D.h. vielleicht 20,5°C nachts und 22°C tagsüber. Zur jetzigen Situation wird sich auf jeden Fall eine leichte Verbesserung einstellen. Für die tiefere Temperatur nachts habe ich Verständnis, da ich nachts von hohen Temperaturen trotz Stoßlüften starke Kopfschmerzen bekomme. Das hat nichts mit Psyche zu tun. Es liegt dann auch nicht an nackig schlafen, da der Kopf nicht weiter seiner Kleider entledigt werden kann. Am Körper stört es meist weniger, ob es warm ist. Christian B. schrieb: > so habe ich nie argumentiert. Immer nur mit der technischen > Notwendigkeit: Trägheit der FBH, Außendämmung der Gebäudehülle. Auf > irgendwelche weichen Argumente wie gefühlte Temperatur hab ich mich > dabei nicht eingelassen. Alles durch. Es kommt eben darauf an, mit wem man redet und wie diese Person für technische Argumente zugänglich ist. Deshalb jemanden zu vergrämen ergibt noch weniger Sinn. Falls das bei dir kein Problem war, dann hast du Glück :) Matthias S. schrieb: > Tag, > > von HomematicIP gibts Zentralen die man zum Heizkreisverteiler einbaut > und dann Smart die Stellventile ansteuern können. Ja, HomematicIP habe ich auch gesehen. Es geht aber eigentlich nur um ein Zimmer erstmal. Eben weil mir klar ist, dass wirtschaftlich gesehen diese Smarthome-Dinger nichts bringen. Allein das Monitoring der verschiedenen Raumtemperaturen wäre interessant, aber dafür möchte ich keine 70€ pro Raum ausgeben. Das bekommt man mit ESPHome mit HA für 10€ mit nem genaueren Sensor als in Raumthermostaten verbaut ist auch hin. Dann Shelly als Aktor und der selbstgebaute Raumthermotat wäre quasi fertig. Aber dann keine Möglichkeit das individuell im Zimmer selbst einzustellen, sondern nur per Handy/PC. Nicht so optimal. Heise Make Aritkel hinter Paywall nicht gelesen, aber sicher interessant. (großer) Pufferspeicher bei uns wegen Effizienz aber nicht vorhanden. PV kann man im Winter aber quasi sowieso vergessen und bei Übergangstemperaturen gibts eh keine Probleme. Matthias S. schrieb: > Worauf ich an deiner Stelle aber bei so einem FBH-Thermostat wirklich > wert legen würde: keine 2-Punkt Regelung sondern per (langsames) PWM. Das würde mich auch interessieren, ob das in der Praxis einen großen Vorteil bringt. Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist. Verbaut sind aktuell diese Raumthermostate: Beitrag "Raumthermostat (mechanisch) Schaltplan / Funktion der Widerstände"
Timo N. schrieb: > Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit > entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist. Da du Zeitkonstanten im Stundenbereich hast ist eine 2 Punkt Regelung das schlechteste was du machen kannst. Du heizt volle Pulle bis die Wunschtemperatur erreicht ist. Der Boden ist jetzt aber maximal erwärmt und heizt noch Stunden weiter. Für sowas nimmt man wenigstens einen PI Regler mit entsprechend an die langen Zeitkonstanten angepassten Parametern. Besser eine Mehrgrößenregelung, die Aussentemperatur und ggf. auch Wind/Sonneneinstrahlung zusätzlich berücksichtigt.
Timo N. schrieb: > Falls das bei dir kein Problem war, > dann hast du Glück :) Mit Glück hat das nichts zu tun. Irgendwann hat meine Frau eingesehen, dass ich in diesen technischen Dingen recht habe und sie da nicht mehr widersprechen muss. Ich rede ihr dafür nicht in die Raumgestaltung rein, ausser wenn es zu absonderliche Züge annimmt. Praktisch wird es nur mit sehr viel Verlust möglich sein, mit einer FBH über den Tag 3°C Temperaturunterschied zu verwirklichen. Du musst dafür dann eine deutlich höhere Vorlauftemperatur fahren als normalerweise notwendig und ich kann dir aus eigener, leidvoller Erfahrung sagen, dass manche Wärmepumpen sehr zickig reagieren und schnell ins Takten verfallen, wenn sie die Wärmeenergie nicht los werden, die sie loswerden wollen. Ich habe den halben Dezember intensiv mit Optimierungen meiner Anlage verbracht. Das beschriebene Verhalten trat ein, als es die ersten Tage kälter wurde und die Umwälzpumpe zu niedrig eingestellt war. Dann begann die Heizung mit Vollgas, konnte die Wärme nicht loswerden und stoppte daraufhin direkt wieder. So wäre ich dann auch 10 Takte gekommen bei -5°C, bei einer Anlage, die ab 8°C Plus vorher durchlief, während die Räume tatsächlich auskühlten. Wärmepumpen sind da sehr emfpindlich, wenn die zuviel Spreizung zwischen vor- und Rücklauf sehen, laufen die amok. Vermutlich wirst du dein gewünschtes Verhalten nur durch einen Kamin erreichen können. Mit der FBH und einer Wärmepumpe würde ich sagen, es geht nicht. Timo N. schrieb: > Pufferspeicher bei uns wegen Effizienz aber nicht vorhanden Dieser Punkt macht dein Vorhaben umso schwieriger. Timo N. schrieb: > Das würde mich auch interessieren, ob das in der Praxis einen großen > Vorteil bringt. Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit > entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist. Die Idee dahinter ist, dass man die Ventile linear stellt und somit praktisch einen PID Regler bauen kann. Das PRoblem ist: Die allermeisten Ventile sind aber auf zu Teile. Selbst wenn man dort mechanisch langsam den Stift verfährt, so ist der relevante Bereich zwischen voll auf und voll zu nur auf wenige zehntel mm begrenzt, jedenfalls ist es bei mir so. Das braucht dann schon sehr gute Mechanik oder du musst die Ventile samt sitz komplett austauschen, gegen welche, die das können und die in deinen HKV passen. Udo S. schrieb: > Da du Zeitkonstanten im Stundenbereich hast ist eine 2 Punkt Regelung > das schlechteste was du machen kannst. > Du heizt volle Pulle bis die Wunschtemperatur erreicht ist. Der Boden > ist jetzt aber maximal erwärmt und heizt noch Stunden weiter. > Für sowas nimmt man wenigstens einen PI Regler mit entsprechend an die > langen Zeitkonstanten angepassten Parametern. Deshalb dreht man da am besten alles auf, macht den thermischen Abgleich und lässt den Wärmeerzeuger den Rest tun. Aber das Resultiert eben in relativ gleichmäßigen Raumtemperaturen, was hier ja ausdrücklich nicht gewünscht ist. Ich sag es nochmal: Mit einer FBH wird das nicht gehen. Und wenn du es doch hin bekommst, dann wird das auf keinen Fall effizient.
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Die PI-Regler habe ich eher so verstanden, dass sie mit PWM funktionieren und nicht über linear regulierbare Stellantriebe/Ventile. Die Stellantriebe sind hier jedenfalls handelsübliche thermische mit PTC Heizelement mit Auf/Zu. Entsprechend (weil thermisch) brauchen die auch 2-3 Minuten um überhaupt auf Änderungen zu reagieren. Ventilverstellweg ca. 4-5mm. Mit PWM macht der Regler bei z. b. 40% Stellgröße dann halt das Ventil 4min auf und 6min zu bei einer Zykluszeit von 10min. Denke mal die Totzeit von 2-3 Minuten ist sowohl beim Auffahren und Zufahren in etwa gleich lang, wäre dafür also irrelevant. Hydraulischer Abgleich wurde nach Einzelraumheizlastberechnung gemacht und Tacosetter eingebaut, damit man Durchfluss sehen und einstellen kann. Änderung (Vergrößerung) des Volumenstroms bringt wie zu erwarten war aber nichts für den Raum. Es wurde deshalb nicht schneller warm/Spreizung von Heizkreis des Raums war identisch zu den anderen (ca. 5K). Steile Temperaturgradienten würde man nur mit höherer VL-Temperatur erreichen, wozu ich auch keine Lust habe (Argumente hast du ja schon aufgeführt) Da Klimaanlage vorhanden ist, wäre eben die Einbindung dieser in ein Gesamtkonzept sinnvoll. Deshalb smartes Thermostat. Die solare Aufheizung durch die Fenster hat übrigens einen enormen Effekt, tritt aber meist erst zu spät ein.
Timo N. schrieb: > Das würde mich auch interessieren, ob das in der Praxis einen großen > Vorteil bringt. Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit > entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist. Ja. Wir haben die Thermostate die für das ESP-Projekt verwendet werden im Original daheim. Hysterese auf minimal 0,5K einstellbar. Zieltemperatur 21°C. FBH läuft, heizt Boden voll auf, bei 21,5°C schaltet das Thermostat ab, in der FBH ist aber deutlich wärmeres Wasser => FBH heizt ewig nach, da gingen dann bei mir auch schonmal plötzlich 23° in der Bude. Irgendwann kühlt der Boden ab, der Raum kühlt ab, bei 20,5°C schaltet das Thermostat ein heizt erstmal den Boden auf was ewig dauert, da hatte ich dann plötzlich auch mal 19,*irgendwas* Grad im Raum. War eine sehr unangenehme Spreizung. Dazu kommt, dass es Haushaltsmitglieder gibt, die diesen Schwankungen entgegnen, in dem sie immer am Thermostat rumdrehen und damit alles schlimmer machen. Haushaltsmitglieder die das Thermostat auch mal auf 25°C stellen, weil dann heizt der Raum natürlich schneller auf. Mit der PWM-Regelung ist zwar jetzt der Boden gefühlt deutlich kühler, die Raumtemperatur aber auch deutlich stabiler und angenehmer. Christian B. schrieb: > Die Idee dahinter ist, dass man die Ventile linear stellt und somit > praktisch einen PID Regler bauen kann. Das PRoblem ist: Die allermeisten > Ventile sind aber auf zu Teile. Selbst wenn man dort mechanisch langsam > den Stift verfährt, so ist der relevante Bereich zwischen voll auf und > voll zu nur auf wenige zehntel mm begrenzt, jedenfalls ist es bei mir > so. Das braucht dann schon sehr gute Mechanik oder du musst die Ventile > samt sitz komplett austauschen, gegen welche, die das können und die in > deinen HKV passen. Das stimmt nicht. Der Trick ist, dass man eine sehr lange Periode verwendet. Bei meinem Thermostat sind das 20min. Den Mittelwert bildet dann der Estrich.
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