Forum: Haus & Smart Home Suche Raumthermostat (smart / mit Zeitprogramm) für FBH


von Timo N. (tnn85)


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Hallo,
ich suche für einen Raum mit Fußbodenheizung ein neues Raumthermostat, 
bei dem ich über ein Zeitprogramm nachts die Temperatur raumspezifisch 
um 2-3°C absenken kann. Außerdem wäre es super, wenn es was vernetzbares 
a.k.a. "smartes" gibt.

Vieles von dem "smarten", was ich bisher bei der Recherche gefunden 
habe, überzeugt mich nicht so sehr, da es entweder noch ein Hub für 
Zigbee benötigt oder zwar direkt WLAN hat, aber das ein oder laut 
Erfahrung der Nutzer andere Probleme hat (meist 
No-Name-Hersteller/Chinateile).
Gerne würde ich vom Raumthermostat die Ist-Temperatur und die 
eingestellte Solltemperatur durch ein offenes Protokoll über HA 
aufzeichnen/messen (für die Isttemperatur) bzw. vorgeben (für die 
Solltemperatur) wollen. Kein Cloud-Scheiß.

Mir ist bewusst, dass eine Fußbodenheizung eine grooooße Zeitkonstante 
hat und die Absenkung über Nacht energetisch nichts bringt.
Mir geht es nur darum den Raum und sein Heizverhalten kennenzulernen und 
wenn möglich automatisiert einzugreifen - wegen dem Komfort.
Meine Hoffnung ist, dass ich die Totzeit in Erfahrung bringe und gezielt 
dann nach der Absenkung rechtzeitig mit dem Heizen wieder anfange, so 
dass zur gewünschten Zeit der Raum vormittags seine Tagestemperatur 
wieder erreicht.
Die Raumtemperatur abends runterzubringen lässt sich mit Stoßlüften 
erreichen, aber wenn erst beim Aufwachen morgens das Thermostat auf 
Tageswunschtemperatur zurückgestellt wird, verzögert sich das Aufheizen 
zu sehr, da mit energiesparender Vorlauftemperatur gearbeitet wird/auch 
weiterhin soll.

Bei den smarten stößt man schnell auf das:
Bosch Raumthermostat II 230V 
(https://www.bosch-smarthome.com/de/de/produkte/heizung/raumthermostat-fussbodenheizung/)
Vorteil:
- potentiell smart
- sieht gut aus
- kann glaube ich alles, was ich brauche
Nachteil:
- Smartheit braucht trotz Zigbee zusätzlichen Hub (Fritzbox der neusten 
Generation mit Zigbee reicht bei Bosch nicht aus?!?)
- trotz aktuell günstigerem Preis noch 70€ kostet, was aber noch günstig 
im Vergleich zu den ganzen anderen ist.

Bei den nicht smarten habe ich die hier im Auge:
Eberle ATR 4800 (https://www.eberle.de/atr-4800)  ~ 41€
und das hier
Möhlenhoff Alpha Direct Control (RD 25203-60 oder RD 25203-61)   ~ 
54€(https://www.moehlenhoff.de/oem-alpha-direct-system)

Sinnvoll erscheinen mir als optionale Features:

-Changeover-Eingang für Heizen/Kühlen (Wärmepumpe)
-Adaptiver Start um Sollwert beim gewünschten Start zu erreichen
-ext. Fühlereingang


Falls es kein geeignetes, günstiges smartes (Geheimtipp) gibt, nehme ich 
wohl eins von den oben genannten. Dachte Smarthome-fähige 
Raumthermostate wären heute schon günstiger zu bekommen. Auch um nur die 
Raumtemperatur/Raumfeuchte mitzutracken.

Ich war auch kurz davor das mit nem Shelly Plus 1(PM) Gen 3  + Shelly 
Plus Addon + Temperatursensor selbst zusammenzubauen und extern ne 
Regelung zusammenzubauen, aber das mir zu viel Gebastel gerade und 
müsste ich dann in der vorhandenen UP-Dose auch noch verstecken mit ner 
Blende.

Habt ihr n Tip?

von Michael L. (nanu)


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Timo N. schrieb:
> Mir ist bewusst, dass eine Fußbodenheizung eine grooooße Zeitkonstante
> hat und die Absenkung über Nacht energetisch nichts bringt.

So sieht es aus..

> Mir geht es nur darum den Raum und sein Heizverhalten kennenzulernen und
> wenn möglich automatisiert einzugreifen - wegen dem Komfort.

..daher sehe ich nicht, wo da der Komfort sein soll.

Und daher hab ich allen smarten Thermostatkrempel an den Heizkörpern mit 
dem Einbau einer Wärmepumpe wieder rausgeworfen. Verbraucht nur 
Batterien/Akkus und ist wegen der geringen Vorlauftemperatur obsolet.

> Meine Hoffnung ist, dass ich die Totzeit in Erfahrung bringe und gezielt
> dann nach der Absenkung rechtzeitig mit dem Heizen wieder anfange, so
> dass zur gewünschten Zeit der Raum vormittags seine Tagestemperatur
> wieder erreicht.

Je besser die Hütte isoliert ist und je geringer die Vorlauftemperatur, 
desto unsinniger wird's, das über eine Nacht zu machen. Ich habe einen 
Vater, der das nach der Renovierung seiner Heizung auch noch nicht 
einsieht, aber nach einigen Wochen des Experimentierens konvergiert der 
Absenkzeitraum über Nacht allmählich gegen Null. Momentan ist er, glaube 
ich, bei 4 Stunden.

> Die Raumtemperatur abends runterzubringen lässt sich mit Stoßlüften
> erreichen,

Glaubst Du vielleicht, ist aber nicht so: Mal angenommen ein 20m² Raum, 
also etwa 50m³ Luft, bei dem sich Luft mit 20°C duch Stoßlüften mit Luft 
von 0°C austauschen ließe, benötigt gerade mal 300Wh, um die Luft wieder 
auf 20°C zu bringen. Das entspricht etwa der Energie, die man benötigt, 
um 3 Liter Spaghettiwasser zum Kochen zu bringen.

Maßgeblich am Wärmevelust sind Decke, Wände und Fenster. Tja, und wenn 
die Hütte halt nicht allzu alt ist.., aber das schrieb ich ja schon.

> aber wenn erst beim Aufwachen morgens das Thermostat auf
> Tageswunschtemperatur zurückgestellt wird, verzögert sich das Aufheizen
> zu sehr, da mit energiesparender Vorlauftemperatur gearbeitet wird/auch
> weiterhin soll.

Hört sich an, als wären Fußbodenheizung und niedrige Vorlauftemperatur 
Neuland . Glaub mir, das zwanghafte Regeln wollen legt sich mit der 
Zeit.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> ich suche für einen Raum mit Fußbodenheizung ein neues Raumthermostat,
> bei dem ich über ein Zeitprogramm nachts die Temperatur raumspezifisch
> um 2-3°C absenken kann. Außerdem wäre es super, wenn es was vernetzbares
> a.k.a. "smartes" gibt.

Wenn das Haus vernünftig gedämmt ist, wovon ich bei einer FBH mal 
ausgehe, wirst du es nicht schaffen, binnen weniger Stunden so große 
Temperatursprünge hin zu bekommen.
Vor allem das Aufheizen dauert recht lange.

Beispiel: Mein Haus, aktuelle Außentemperatur -5°C. Vorlauftemperatur 
soll: 33°C, ist 34,0°C Rücklauftemperatur 31,25°C. Raumtemperatur: 
zwischen 21 und 22,5°C, je nach Raum. Temperaturänderungen sind da nur 
mit sehr langen Zeiten möglich, 1°C mehr kann schonmal 12h dauern. Eine 
deutlich höhere VL Temperatur nützt da wenig, denn dann kann die Heizung 
die Energie nicht mehr an den Raum abgeben, was dann dazu führt, dass 
die Wärmepumpe mit Takten beginnt und extrem ineffizient arbeitet. Das 
habe ich experimentell ermittelt. Jetzt läuft sie ab +8°C 
Außentemperatur durch, aktuell mit 760W Stromaufnahme und einem COP von 
2,9.

Eine FBH funktioniert halt deutlich anders als Heizkörper. Absenken der 
Temperatur mal über Nacht und dann um 2-3°C ist einfach nicht möglich. 
Was ebenso nicht möglich ist, ist schnelles Aufheizen. Wenn morgens das 
Fenster zum Lüften geöffnet wird, es draußen frostig ist und man das 
schließen vergisst und erst 6h später nachholt, kann ich dir sagen, dass 
es 2 Tage dauert, die Raumtemperatur wieder zu erreichen. Das System ist 
extrem träge und das ist auch so gewollt.

Achja, ich hab die Einzelraumregelung schon vor Jahren herausgeschmissen 
und jetzt, mit der Wärmepumpe den Abgleich nochmal angefangen. Dazu an 
jeden Vor- und Rücklauf einen DS18B20 montiert, welcher die Temperaturen 
ans Home Assistant meldet, dort sehe ich dann, wo ich noch nachbessern 
muss. Aktuell habe ich Speizungen von 2,3 bis 5,9°C je nach Raum.

von S. M. (lichtmensch)


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Wenn du es "Smart" willst brauchst du doch nicht umbedingt Zeit gedöns 
am Gerät. Das könnte ja auch vom einer "Smart" zentrale kommen.

Wenn es technisch möglich und so ist ich heize ich meine FBH am tage je 
nach wetter ein zwei grad mehr und nachts dafür weniger bis garnicht 
Pumpe auch aus. Am Fussboden selber merkt man kaum was. Aber an der 
Wärmepumpe. Diese ist am Tage wegen höherer außentemperatur effizienter. 
Ich bilde mir ein 5-10% damit einzusparen. Meine Vergleichs Messungen 
sind aber wegen ständig wechselndem wetter nicht wirklich aussagend.

von Christian B. (luckyfu)


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S. M. schrieb:
> Diese ist am Tage wegen höherer außentemperatur effizienter.
> Ich bilde mir ein 5-10% damit einzusparen.

Das kommt sehr drauf an, wie stark die Außentemperatur schwankt. Gestern 
war die Schwankung z.B. ca 3°C. Da bringt eine Absenkung Nachts und eine 
stärkere Aufheizung am Tag um 3°C genau gar nichts. Außerdem muss die 
Anlage mit höherer VL Temperatur arbeiten, um die verlorene Wärme wieder 
herzustellen und darüber hinaus zu heizen, was am Ende ebenfalls gegen 
eine Ersparnis spricht. Also ich denke, begründet kann man sparen wenn 
es sich um einzelne, sehr kalte Nächte handelt und es Tags drauf sehr 
sonnig und deutlich wärmer wird. Allerdings steigt der Wärmeverlust ja 
auch linear mit fallender Temperatur außen... Ergo lasse ich meine 
Anlage durchlaufen. Das erscheint mir am effizientesten.

von Timo N. (tnn85)


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Hallo,

danke für die Antworten.

Randbemerkung:

Das Haus ist Anfang 90er. Bis auf Dach gar nicht isoliert. 2-fach 
WS-Verglasung. FBH wurde bei Bau wegen Komfort eingebaut und nicht wegen 
niedrigerer Vorlauftemperatur. Zeitkonstante ist aber trotzdem recht 
hoch. Zimmer ist nach Süden ausgerichtet und zu 80% Fensterfront mit 
entsprechendem hohem U-Wert von 1,3-1,5 W/m²K (im Vergleich zu 
Mauerwerk).

Michael L. schrieb:
> Glaubst Du vielleicht, ist aber nicht so: Mal angenommen ein 20m² Raum,
> also etwa 50m³ Luft, bei dem sich Luft mit 20°C duch Stoßlüften mit Luft
> von 0°C austauschen ließe, benötigt gerade mal 300Wh, um die Luft wieder
> auf 20°C zu bringen. Das entspricht etwa der Energie, die man benötigt,
> um 3 Liter Spaghettiwasser zum Kochen zu bringen.
>
> Maßgeblich am Wärmevelust sind Decke, Wände und Fenster. Tja, und wenn
> die Hütte halt nicht allzu alt ist.., aber das schrieb ich ja schon.

Ist mir klar, dass eigentlich die ganzen soliden Bauteile/Möbel die 
Wärme speichern bzw. wieder aufgewärmt werden müssen und die Raumluft 
keinen große spez. Wärmekapazität besitzt.
Trotzdem ist der Effekt da, dass nach abendlichem Fenster auf und 
Heizung runter SCHNELL abgekühlt werden kann. Nur eben recht langsam 
aufgeheizt.
Deshalb  müsste die Heizung dann irgendwann in der Nacht wieder anfangen 
die Heizung einzuschalten, damit es morgens wieder etwas wärmer ist 
(muss nicht die Zieltemperatur komplett erreicht haben).

Der Komfort ergibt sich, dass man nachts in dem Zimmer bei kühleren 
Temperaturen schlafen kann (was auch empfohlen wird).

FBH und niedrige Vorlauftemperatur sind kein Neuland für mich. Die 
Vorlauftemperatur der WP weiter zu senken bringt zwar Effizienzgewinne, 
hat aber eben in solchen Situationen seine Nachteile.

Das Zimmer verfügt zusätzlich noch eine Klimaanlage mit Heizfunktion. 
Leider sitzt die Klimaanlage aber ganz oben in der Dachschräge und 
dessen Temperatursensor ist deshalb gerade beim Heizen nicht sehr 
nützlich für eine Temperaturregelung, weil sich die von ihr produzierte 
warme Luft in der Dachschräge etwas staut. Deshalb wäre es geschickt, 
wenn man die Klimaanalage im Falle sehr niedriger morgendlicher 
Temperaturen mit Hilfe des neuen smarten Raumthermostat und dessen 
gemessener Raumtemperatur über HA automatisiert regeln könnte und die 
FBH beim wieder aufheizen unterstützen könnte.

Mit Klimaanalage geht das Aufheizen  ja über die Raumluft recht schnell.

Neuere Raumthermostate sollen außerdem auch über PI-Regelung mittels PWM 
verfügen und für FBH besser geeignet sein als die alten mechanischen 
Zweipunktregler was die Regelgüte angeht. (Quelle: 
https://www.eibmarkt.com/isroot/eibmarkt/Files/Datenblatt/heizungs_klima_lueftungssteuerung_mit_eib.pdf)

Bevor die Diskussion in Richtung Energieeffizienz abdriftet: Hier ist 
mir klar, dass die Nachtabsenkung sinnlos ist und nichts bringen wird. 
Es geht um den Schlafkomfort und um zu verhindern, dass das Fenster bei 
-8°C AT über die Nacht offen gelassen werden muss. Das Kippen des 
Fensters in der Nacht zu automatisieren wäre aufwendiger.

von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> Bevor die Diskussion in Richtung Energieeffizienz abdriftet: Hier ist
> mir klar, dass die Nachtabsenkung sinnlos ist und nichts bringen wird.
> Es geht um den Schlafkomfort und um zu verhindern, dass das Fenster bei
> -8°C AT über die Nacht offen gelassen werden muss. Das Kippen des
> Fensters in der Nacht zu automatisieren wäre aufwendiger.

Diese Diskussion hab ich mit meiner Frau auch 2 Jahre lang geführt. 
Irgendwann hat sie dann akzeptiert, dass die Temperatur Tags und Nachts 
gleichermaßen warm ist. Seither kann sie auch durchschlafen. Es ist halt 
eine Gewöhnungssache, nicht mehr mit offenem Fenster sondern 
geschlossenem bei 22°C zu schlafen. Geht aber problemlos bei allen 
Familienmitgliedern seither. Gut die Kinder kennen es eh nicht anders.

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Christian B. schrieb:
> Diese Diskussion hab ich mit meiner Frau auch 2 Jahre lang geführt.
> Irgendwann hat sie dann akzeptiert, dass die Temperatur Tags und Nachts
> gleichermaßen warm ist. Seither kann sie auch durchschlafen. Es ist halt
> eine Gewöhnungssache, nicht mehr mit offenem Fenster sondern
> geschlossenem bei 22°C zu schlafen. Geht aber problemlos bei allen
> Familienmitgliedern seither. Gut die Kinder kennen es eh nicht anders.

Möchte nicht wissen in wie vielen Ehen/Familien diese Diskussion geführt 
wird. Leider scheint die alternative und viel dynamischere Wärmequelle 
Klimaanlage von der betroffenen Person nicht für solche Probleme genutzt 
werden zu wollen.
Wenn da argumentiert wird,  wird alternativ die "fühlbare" Temperatur 
oder die gemessene Temperatur herangezogen - je nachdem welche für die 
Argumentation gerade passend ist. Und "früher" (vor der WP / mit 
Brennwert-Gasheizung) war es sowieso besser, obwohl da das gleiche 
Problem in dem betreffenden Raum auch schon bestanden hat und nur der 
Temperaturbedarf mit dem Alter gestiegen ist (18°C nachts, 23-24°C tags 
- unmöglich!). Eventuell nicht Anfang der 90igern, in denen nur ein 
normaler (kein Brennwert) verbaut war und die VL-Temperatur auf 
verschwenderischen 50°C stand. Weiß ich nicht mehr. Aber dort war die 
die Zimmeraufteilung sowieso eine andere.

Ich kann jedoch verstehen und fühle mich auch selbst zu den Betroffenen, 
dass bei hohen Temperaturen/schlechter Luft zu schlafen dazu führt, dass 
man morgens mit schwerem Kopf aufwacht. Deshalb die Idee da noch etwas 
zu optimieren.

von Udo S. (urschmitt)


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Christian B. schrieb:
> Das kommt sehr drauf an, wie stark die Außentemperatur schwankt. Gestern
> war die Schwankung z.B. ca 3°C. Da bringt eine Absenkung Nachts und eine
> stärkere Aufheizung am Tag um 3°C genau gar nichts.

Bei Fußbodenheizung ist es sogar eher kontraproduktiv, weil man mittags 
schon absenken müsste und nachts dann wieder stärker heizen. Dann läuft 
aber die LW-Wärmepumpe wegen der geringeren Lufttemperaturen mit einem 
schlechteren Wirkungsgrad.
Auch bei Heizkörpern ist es mit Wärmepumpe nicht unbedingt sinnvoll, 
weil da morgens früh wieder hochgeheizt werden muss, also genau dann 
wenn normalerweise die Tagestiefsttemperatur herrscht.

von Udo S. (urschmitt)


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Timo N. schrieb:
> Bevor die Diskussion in Richtung Energieeffizienz abdriftet: Hier ist
> mir klar, dass die Nachtabsenkung sinnlos ist und nichts bringen wird.
> Es geht um den Schlafkomfort und um zu verhindern, dass das Fenster bei
> -8°C AT über die Nacht offen gelassen werden muss. Das Kippen des
> Fensters in der Nacht zu automatisieren wäre aufwendiger.

Warum muss das Schlafzimmer tagsüber hochgeheizt werden? Bei uns hat es 
gleichmäßig eine niedrigere Temperatur. Wobei die real zu erzielende 
Temperaturdifferenz zum Rest der Wohnung davon abhängt wie gut gedämmt 
ist, je besser gedämmt, desto weniger Differenz.
Und man muss natürlich aufpassen, dass man nirgends eine Temperatur 
bekommt, bei der man kondensierende Luftfeuchte erhält.

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Udo S. schrieb:
> Warum muss das Schlafzimmer tagsüber hochgeheizt werden? Bei uns hat es

Es wird als Schlaf- und Arbeits/Wohnzimmer genutzt. Die Anforderungen 
sind so gegeben. Daran kann nicht gerüttelt werden.
Effizienz ist klar. Wobei preislich mit dynamischen Stromtarif es 
wirtschaftlich zukünftig eventuell sogar sinnvoller sein kann, dass 
nachts angefangen wird zu heizen, da in den frühen Abendstunden von 
18-22 Uhr die höchsten Preise sowohl für die Netzkosten, als auch die 
Beschaffungskosten (Day-Ahead) zu erwarten sind und diese nachts rapide 
abfallen und am geringsten sind (im Winter).

Aber lassen wir das draußen, da Nebendiskussion. Keine 
wirtschaftliche/ökologische Sinnhaftigkeit bitte.

Ursprungsfrage: Kennt jemand so ein Raumthermostat mit den im ersten 
Beitrag genannten Anforderungen im Preisrahmen 50€. Erschwerend kommt 
noch hinzu: UP-Dosen haben nur ca. 42mm tiefe. Es geht also vermutlich 
nur was Aufputziges.

Das Bosch Raumthermostat II 230V kommt scheinbar nicht ohne Bosch Smart 
Home Controller (Hub) aus, wenn man Zeitprogramme etc nutzen möchte, was 
ich auf jeden Fall brauche. Dann liegt man über 100€ für das Teil. Zu 
viel.

Von Shelly direkt gibt's noch das "Shelly LinkedGo smartes 
Heizungsthermostat". Auch für ca. 77€. Sieht aber scheiße aus mit dem 
billigen Encoderdrehknopf aus gedrehtem Alu und der Minianzeige. 
Designtechnisch ein Fail.

Die tado°-Teile sind noch teurer.

Vielleicht sollte ich doch mit nem Shelly schalten und die Temperatur 
separat erfassen und per WLAN an HA schicken. Einfach mal zum Testen ob 
es was bringt.

von Christian R. (supachris)


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Sowas hab ich hier auch eine Weile versucht (Neubau 2016, Kfw70, FBH) 
aber dann aufgegeben. Man kann auch bei 21 Grad gesund schlafen, dann 
halt nackig unter einer Gabzjahresdecke. Das ist in dem Bereich Psyche. 
Ab 23 oder 24 Grad sieht die Sache anders aus.
Da man ja zwischen den Räumen keine nennenswerte Dämmung hat, wärmen 
sich die Räume einer Etage sowieso gegenseitig und es stellt sich nach 
ein paar Tagen ein Gleichgewicht ein.

von Christian B. (luckyfu)


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Christian R. schrieb:
> Da man ja zwischen den Räumen keine nennenswerte Dämmung hat, wärmen
> sich die Räume einer Etage sowieso gegenseitig und es stellt sich nach
> ein paar Tagen ein Gleichgewicht ein.

genau so ist es. Unterschiede von 2 °C in einer Etage sind machbar, 
darüber geht es eigentlich nicht, jedenfalls nicht bei mir. Ist ja auch 
logisch, die Außenhülle ist gedämmt, damit heizen sich die Räume 
gegenseitig auf.

von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> Möchte nicht wissen in wie vielen Ehen/Familien diese Diskussion geführt
> wird. Leider scheint die alternative und viel dynamischere Wärmequelle
> Klimaanlage von der betroffenen Person nicht für solche Probleme genutzt
> werden zu wollen.

bei uns liegt das einfach daran, dass wir keine Klimaanlage(n) haben.

Timo N. schrieb:
> Wenn da argumentiert wird,  wird alternativ die "fühlbare" Temperatur
> oder die gemessene Temperatur herangezogen - je nachdem welche für die
> Argumentation gerade passend ist.

so habe ich nie argumentiert. Immer nur mit der technischen 
Notwendigkeit: Trägheit der FBH, Außendämmung der Gebäudehülle. Auf 
irgendwelche weichen Argumente wie gefühlte Temperatur hab ich mich 
dabei nicht eingelassen. Meine Frau macht üblicherweise, wenn sie ins 
Bett kommt, eine Stoßlüftung, das kühlt die Luft im Raum soweit ab, dass 
sie problemlos einschlafen kann. In seltenen Fällen macht sie das Nachts 
nochmal, wenn sie aufwacht und zu sehr schwitzt, weil ich ihr zu sehr 
auf die Pelle gerückt bin im Schlaf :) oder wenn sie etwas kränkelt.

von Matthias S. (da_user)


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Tag,

von HomematicIP gibts Zentralen die man zum Heizkreisverteiler einbaut 
und dann Smart die Stellventile ansteuern können.

Es gab auch einen Artikel in einer Heise Make bei der ein günstiges 
Thermostat mit neuer Platine ausgestattet und damit Smart gemacht wurde. 
Das Ziel des des Autors war das Gegenteil dessen, was du vorhast: bei 
PV-Überschuss die Raumzieltemperatur hochstellen.
https://www.heise.de/ratgeber/Herkoemmliche-Raumthermostate-clever-ins-Smart-Home-integrieren-9653744.html
https://github.com/Alex311089/Heizungsthermostat-Smart-Make

Ist halt dann was zum selbst rumbasteln.

Worauf ich an deiner Stelle aber bei so einem FBH-Thermostat wirklich 
wert legen würde: keine 2-Punkt Regelung sondern per (langsames) PWM.

von Timo N. (tnn85)


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Hallo nochmal,

wie gesagt: Keine Außenwanddämmung! Zimmer hat fast ausschließlich 
Fensterfassade. Temperaturunterschied im gleichen Stockwerk von 
verschiedenen Zimmern von 18 bis 23°C bei geschlossenen Zimmertüren 
völlig normal.

Christian R. schrieb:
> Man kann auch bei 21 Grad gesund schlafen, dann
> halt nackig unter einer Gabzjahresdecke. Das ist in dem Bereich Psyche.
> Ab 23 oder 24 Grad sieht die Sache anders aus.

Die Diskussion driftet aber immer wieder ab. Die max. 20°C sind halt 
gewünscht nachts und die 23°C tagsüber. Punkt.
In der Realität wird das auch nicht immer erreicht, aber der Versuch 
jemanden von der zu hohen Tagestemperatur zu überzeugen wurde schon 
mehrfach unternommen und führt nur zu Streit.
Auch wenn man mit einem neuen Raumthermostat das Ziel (18/23) nicht 
erreichen kann, wäre es doch schön wenigstens die halbe Strecke zu 
erreichen. D.h. vielleicht 20,5°C nachts und 22°C tagsüber. Zur jetzigen 
Situation wird sich auf jeden Fall eine leichte Verbesserung einstellen.
Für die tiefere Temperatur nachts habe ich Verständnis, da ich nachts 
von hohen Temperaturen trotz Stoßlüften starke Kopfschmerzen bekomme. 
Das hat nichts mit Psyche zu tun. Es liegt dann auch nicht an nackig 
schlafen, da der Kopf nicht weiter seiner Kleider entledigt werden kann. 
Am Körper stört es meist weniger, ob es warm ist.

Christian B. schrieb:
> so habe ich nie argumentiert. Immer nur mit der technischen
> Notwendigkeit: Trägheit der FBH, Außendämmung der Gebäudehülle. Auf
> irgendwelche weichen Argumente wie gefühlte Temperatur hab ich mich
> dabei nicht eingelassen.

Alles durch. Es kommt eben darauf an, mit wem man redet und wie diese 
Person für technische Argumente zugänglich ist. Deshalb jemanden zu 
vergrämen ergibt noch weniger Sinn. Falls das bei dir kein Problem war, 
dann hast du Glück :)

Matthias S. schrieb:
> Tag,
>
> von HomematicIP gibts Zentralen die man zum Heizkreisverteiler einbaut
> und dann Smart die Stellventile ansteuern können.

Ja, HomematicIP habe ich auch gesehen. Es geht aber eigentlich nur um 
ein Zimmer erstmal. Eben weil mir klar ist, dass wirtschaftlich gesehen 
diese Smarthome-Dinger nichts bringen. Allein das Monitoring der 
verschiedenen Raumtemperaturen wäre interessant, aber dafür möchte ich 
keine 70€ pro Raum ausgeben. Das bekommt man mit ESPHome mit HA für 10€ 
mit nem genaueren Sensor als in Raumthermostaten verbaut ist auch hin.
Dann Shelly als Aktor und der selbstgebaute Raumthermotat wäre quasi 
fertig.
Aber dann keine Möglichkeit das individuell im Zimmer selbst 
einzustellen, sondern nur per Handy/PC. Nicht so optimal.
Heise Make Aritkel hinter Paywall nicht gelesen, aber sicher 
interessant.
(großer) Pufferspeicher bei uns wegen Effizienz aber nicht vorhanden. PV 
kann man im Winter aber quasi sowieso vergessen und bei 
Übergangstemperaturen gibts eh keine Probleme.

Matthias S. schrieb:
> Worauf ich an deiner Stelle aber bei so einem FBH-Thermostat wirklich
> wert legen würde: keine 2-Punkt Regelung sondern per (langsames) PWM.

Das würde mich auch interessieren, ob das in der Praxis einen großen 
Vorteil bringt.  Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit 
entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist.

Verbaut sind aktuell diese Raumthermostate:
Beitrag "Raumthermostat (mechanisch) Schaltplan / Funktion der Widerstände"

von Udo S. (urschmitt)


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Timo N. schrieb:
> Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit
> entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist.

Da du Zeitkonstanten im Stundenbereich hast ist eine 2 Punkt Regelung 
das schlechteste was du machen kannst.
Du heizt volle Pulle bis die Wunschtemperatur erreicht ist. Der Boden 
ist jetzt aber maximal erwärmt und heizt noch Stunden weiter.
Für sowas nimmt man wenigstens einen PI Regler mit entsprechend an die 
langen Zeitkonstanten angepassten Parametern.
Besser eine Mehrgrößenregelung, die Aussentemperatur und ggf. auch 
Wind/Sonneneinstrahlung zusätzlich berücksichtigt.

von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> Falls das bei dir kein Problem war,
> dann hast du Glück :)

Mit Glück hat das nichts zu tun. Irgendwann hat meine Frau eingesehen, 
dass ich in diesen technischen Dingen recht habe und sie da nicht mehr 
widersprechen muss. Ich rede ihr dafür nicht in die Raumgestaltung rein, 
ausser wenn es zu absonderliche Züge annimmt. Praktisch wird es nur mit 
sehr viel Verlust möglich sein, mit einer FBH über den Tag 3°C 
Temperaturunterschied zu verwirklichen. Du musst dafür dann eine 
deutlich höhere Vorlauftemperatur fahren als normalerweise notwendig und 
ich kann dir aus eigener, leidvoller Erfahrung sagen, dass manche 
Wärmepumpen sehr zickig reagieren und schnell ins Takten verfallen, wenn 
sie die Wärmeenergie nicht los werden, die sie loswerden wollen. Ich 
habe den halben Dezember intensiv mit Optimierungen meiner Anlage 
verbracht. Das beschriebene Verhalten trat ein, als es die ersten Tage 
kälter wurde und die Umwälzpumpe zu niedrig eingestellt war. Dann begann 
die Heizung mit Vollgas, konnte die Wärme nicht loswerden und stoppte 
daraufhin direkt wieder. So wäre ich dann auch 10 Takte gekommen bei 
-5°C, bei einer Anlage, die ab 8°C Plus vorher durchlief, während die 
Räume tatsächlich auskühlten. Wärmepumpen sind da sehr emfpindlich, wenn 
die zuviel Spreizung zwischen vor- und Rücklauf sehen, laufen die amok. 
Vermutlich wirst du dein gewünschtes Verhalten nur durch einen Kamin 
erreichen können. Mit der FBH und einer Wärmepumpe würde ich sagen, es 
geht nicht.

Timo N. schrieb:
> Pufferspeicher bei uns wegen Effizienz aber nicht vorhanden
Dieser Punkt macht dein Vorhaben umso schwieriger.

Timo N. schrieb:
> Das würde mich auch interessieren, ob das in der Praxis einen großen
> Vorteil bringt.  Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit
> entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist.

Die Idee dahinter ist, dass man die Ventile linear stellt und somit 
praktisch einen PID Regler bauen kann. Das PRoblem ist: Die allermeisten 
Ventile sind aber auf zu Teile. Selbst wenn man dort mechanisch langsam 
den Stift verfährt, so ist der relevante Bereich zwischen voll auf und 
voll zu nur auf wenige zehntel mm begrenzt, jedenfalls ist es bei mir 
so. Das braucht dann schon sehr gute Mechanik oder du musst die Ventile 
samt sitz komplett austauschen, gegen welche, die das können und die in 
deinen HKV passen.

Udo S. schrieb:
> Da du Zeitkonstanten im Stundenbereich hast ist eine 2 Punkt Regelung
> das schlechteste was du machen kannst.
> Du heizt volle Pulle bis die Wunschtemperatur erreicht ist. Der Boden
> ist jetzt aber maximal erwärmt und heizt noch Stunden weiter.
> Für sowas nimmt man wenigstens einen PI Regler mit entsprechend an die
> langen Zeitkonstanten angepassten Parametern.

Deshalb dreht man da am besten alles auf, macht den thermischen Abgleich 
und lässt den Wärmeerzeuger den Rest tun. Aber das Resultiert eben in 
relativ gleichmäßigen Raumtemperaturen, was hier ja ausdrücklich nicht 
gewünscht ist.

Ich sag es nochmal: Mit einer FBH wird das nicht gehen. Und wenn du es 
doch hin bekommst, dann wird das auf keinen Fall effizient.

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Die PI-Regler habe ich eher so verstanden, dass sie mit PWM 
funktionieren und nicht über linear regulierbare Stellantriebe/Ventile.
Die Stellantriebe sind hier jedenfalls handelsübliche thermische mit PTC 
Heizelement mit Auf/Zu. Entsprechend (weil thermisch) brauchen die auch 
2-3 Minuten um überhaupt auf Änderungen zu reagieren. Ventilverstellweg 
ca. 4-5mm.

Mit PWM macht der Regler bei z. b. 40% Stellgröße dann halt das Ventil 
4min auf und 6min zu bei einer Zykluszeit von 10min. Denke mal die 
Totzeit von 2-3 Minuten ist sowohl beim Auffahren und Zufahren in etwa 
gleich lang, wäre dafür also irrelevant.

Hydraulischer Abgleich wurde nach Einzelraumheizlastberechnung gemacht 
und Tacosetter eingebaut, damit man Durchfluss sehen und einstellen 
kann. Änderung (Vergrößerung) des Volumenstroms bringt wie zu erwarten 
war aber nichts für den Raum. Es wurde deshalb nicht schneller 
warm/Spreizung von Heizkreis des Raums war identisch zu den anderen (ca. 
5K).

Steile Temperaturgradienten würde man nur mit höherer VL-Temperatur 
erreichen, wozu ich auch keine Lust habe (Argumente hast du ja schon 
aufgeführt) Da Klimaanlage vorhanden ist, wäre eben die Einbindung 
dieser in ein Gesamtkonzept sinnvoll. Deshalb smartes Thermostat. Die 
solare Aufheizung durch die Fenster hat übrigens einen enormen Effekt, 
tritt aber meist erst zu spät ein.

von Matthias S. (da_user)


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Timo N. schrieb:
> Das würde mich auch interessieren, ob das in der Praxis einen großen
> Vorteil bringt.  Eigentlich dachte ich, das 2-Punktregelung mit
> entsprechender vorhandener Hysterese bei FBH vollkommen ausreichend ist.

Ja.
Wir haben die Thermostate die für das ESP-Projekt verwendet werden im 
Original daheim. Hysterese auf minimal 0,5K einstellbar.
Zieltemperatur 21°C.
FBH läuft, heizt Boden voll auf, bei 21,5°C schaltet das Thermostat ab, 
in der FBH ist aber deutlich wärmeres Wasser => FBH heizt ewig nach, da 
gingen dann bei mir auch schonmal plötzlich 23° in der Bude. Irgendwann 
kühlt der Boden ab, der Raum kühlt ab, bei 20,5°C schaltet das 
Thermostat ein heizt erstmal den Boden auf was ewig dauert, da hatte ich 
dann plötzlich auch mal 19,*irgendwas* Grad im Raum. War eine sehr 
unangenehme Spreizung.
Dazu kommt, dass es Haushaltsmitglieder gibt, die diesen Schwankungen 
entgegnen, in dem sie immer am Thermostat rumdrehen und damit alles 
schlimmer machen. Haushaltsmitglieder die das Thermostat auch mal auf 
25°C stellen, weil dann heizt der Raum natürlich schneller auf.

Mit der PWM-Regelung ist zwar jetzt der Boden gefühlt deutlich kühler, 
die Raumtemperatur aber auch deutlich stabiler und angenehmer.

Christian B. schrieb:
> Die Idee dahinter ist, dass man die Ventile linear stellt und somit
> praktisch einen PID Regler bauen kann. Das PRoblem ist: Die allermeisten
> Ventile sind aber auf zu Teile. Selbst wenn man dort mechanisch langsam
> den Stift verfährt, so ist der relevante Bereich zwischen voll auf und
> voll zu nur auf wenige zehntel mm begrenzt, jedenfalls ist es bei mir
> so. Das braucht dann schon sehr gute Mechanik oder du musst die Ventile
> samt sitz komplett austauschen, gegen welche, die das können und die in
> deinen HKV passen.

Das stimmt nicht.
Der Trick ist, dass man eine sehr lange Periode verwendet. Bei meinem 
Thermostat sind das 20min. Den Mittelwert bildet dann der Estrich.

von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> Hydraulischer Abgleich wurde nach Einzelraumheizlastberechnung gemacht
> und Tacosetter eingebaut, damit man Durchfluss sehen und einstellen
> kann. Änderung (Vergrößerung) des Volumenstroms bringt wie zu erwarten
> war aber nichts für den Raum. Es wurde deshalb nicht schneller
> warm/Spreizung von Heizkreis des Raums war identisch zu den anderen (ca.
> 5K).

Das kann nicht sein. Je höher der Flow, desto geringer wird die 
Spreizung in einem Heizkreis und umgekehrt. Allerdings dauert die 
Änderung, je nach Länge der Rohre und Flowrate einige Minuten (1). Anbei 
siehst du die Temperaturverläufe meiner Heizungsanlage inkl der 
dazugehörigen Raumtemperaturen, so sie mit entsprechenden Messgeräten 
ausgerüstet sind.
Je höher die Flowrate (also je geringer die Spreizung) desto wärmer wird 
der Raum. Umgedreht ist es genauso, je geringer die Flowrate, desto 
höher die Spreizung und desto kälter ist der Raum. Das hängt natürlich 
auch von der gesamtflowgeschwindigkeit ab, Weshalb auch die Umwälzpumpe 
hier einen wichtigen Beitrag leistet. Stellt diese zu wenig Druck zur 
Verfügung, genügt die Wärmeenergie im Wasser nicht mehr, um die Räume 
warm zu halten -> sie kühlen aus. Ist der Druck zu hoch, vernichtest du 
unnötig Energie in der Pumpe. Deshalb versuche ich, diese so gering wie 
möglich einzustellen. Aktuell ist sie auf Stufe 2 von 3 bei konstanter 
Drehzahl gestellt.

Matthias S. schrieb:
> Das stimmt nicht.
> Der Trick ist, dass man eine sehr lange Periode verwendet. Bei meinem
> Thermostat sind das 20min. Den Mittelwert bildet dann der Estrich.

ok, dann lag ich hier falsch. Es gibt aber auch Ventile, die linear 
stellen können.

Aktuelle Aussentemperatur -5,1°C

(1): was ich vergessen habe: Die Heizungsanlage ist eine hydraulische 
Parallelschaltung. Wenn du an einem die Flowrate massiv änderst, hat das 
automatisch Auswirkungen auf die anderen Heizkreise. Du kannst dir 
vorstellen, dass das Einstellen von 20 Heizkreisen nicht in 2 Tagen 
erledigt ist. Tatsächlich habe ich da über einen Monat dran gebastelt, 
wenn man die Irrgänge wegen defekter Bauteile wegrechnet, ansonsten ist 
nochmal ein Monat mehr dafür drauf gegangen. Aber es lohnt sich. Bei 
-5°C hab ich nun, inkl. Warmwasser heute einen COP von 2,8. d.h. mit 
23kWh Strom habe ich 42kWh wärme aus der Umwelt ins Haus gepumpt, wo 
insgesamt 65,3kWh angekommen sind. Das Beheizen des Hauses hat mich 
somit heute 6,30Euro gekostet bis hierher. eine Gasheizung hätte bei 
11cent pro kWh und 90% Effizienz 6,53Euro gekostet. Wenn die Wärmepumpe 
schon bei Frost günstiger zu betreiben ist als die Gasheizung, wird das 
natürlich bei Milderen Temperaturen erst recht deutlich besser. Ich bin 
zufrieden.

: Bearbeitet durch User
von Jürgen F. (unterstrom)


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Hallo Timo,
nachdem dein Thread in Nebendiskussionen abgerutscht ist, mein Vorschlag 
zu smarten Thermostaten:
Ich habe in allen Zimmern den Meross MTS2000 eingebaut. Smart über WLAN, 
jeder Tag und Stunde einzeln programmierbar, ext. Sensor, eigene Meross 
App, in HomeKit integrierbar. Rücklesen des Temperaturverlaufes zu 
Regleroptimierung möglich (ich weiß, dass ich da mehr die Temperatur der 
Wand messe als die des Raumes :-), ca. 45€.
Wechselkontakt mit bestimmten Hardwarestand; ich habe vier Geräte mit 
Wechsler und zwei nur mit Schließer.
Mit einem offenem Protokoll kann er aber nicht dienen.

Tipp wäre noch ein KNX Taster, die haben meist einen Temperatursensor 
mit an Bord. Musst dann halt die Regelung in KNX bauen.

Jürgen

von Timo N. (tnn85)


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Christian B. schrieb:
> Das kann nicht sein. Je höher der Flow, desto geringer wird die
> Spreizung in einem Heizkreis und umgekehrt.

Ja, müsste so sein. Nur höherer Flow heißt nicht gleich mehr Wärme, da 
die Heizschlaufen im jeweiligen Zimmer es nicht hergeben.
Ich hätte vermutlich die VL/RL-Temperaturen des Heizkreises dieses 
Zimmers bei Änderung des Flows länger beobachten müssen oder die Messung 
war einfach nicht so genau, weil sich die Heizkreise im HKV des OG 
gegenseitig beeinflusst haben.

Christian B. schrieb:
> Anbei
> siehst du die Temperaturverläufe meiner Heizungsanlage inkl der
> dazugehörigen Raumtemperaturen, so sie mit entsprechenden Messgeräten
> ausgerüstet sind.

Stark, hast du da eine selbstgebaute Lösung verwendet oder was fertiges. 
Für jeden Heizkreis 2 Temperatursensoren DS18B20  oder PT100/PT1000?

Christian B. schrieb:
> Das hängt natürlich
> auch von der gesamtflowgeschwindigkeit ab, Weshalb auch die Umwälzpumpe
> hier einen wichtigen Beitrag leistet.

Also ich sehe im OG, dass auf aktueller Differenzdruckeinstellung der 
HK-Pumpe noch ein bestimmter Durchfluss erreicht wird. Auf jeden Fall 
der, der für das Erreichen der Laut Heizlastberechnung geforderten 
Durchflussraten gefordert wird.
Ich denke, dass ich die Pumpe noch etwas zurückdrehen werde, da bei 
voller Leistung da ca. 70-80W verbraten werden und selbst mit aktueller 
Leistung sie um die 50-60W braucht. Eventuell gar nicht notwendig.
50-60W über ca. 5500 Heizstunden = 330 kWh. Macht beim Gesamtverbraucht 
der WP unerwartet viel aus.

Christian B. schrieb:
> was ich vergessen habe: Die Heizungsanlage ist eine hydraulische
> Parallelschaltung. Wenn du an einem die Flowrate massiv änderst, hat das
> automatisch Auswirkungen auf die anderen Heizkreise.

Ah ja, das stimmt natürlich. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm.

Christian B. schrieb:
> Du kannst dir
> vorstellen, dass das Einstellen von 20 Heizkreisen nicht in 2 Tagen
> erledigt ist. Tatsächlich habe ich da über einen Monat dran gebastelt,
> wenn man die Irrgänge wegen defekter Bauteile wegrechnet, ansonsten ist
> nochmal ein Monat mehr dafür drauf gegangen.

Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn man sich einmal mit seiner Heizung 
beschäftigt, dann kommt man aus dem Loch nicht mehr raus und möchte 
immer weiter ins Detail gehen und alles verstehen.

Christian B. schrieb:
> Bei
> -5°C hab ich nun, inkl. Warmwasser heute einen COP von 2,8. d.h. mit
> 23kWh Strom habe ich 42kWh wärme aus der Umwelt ins Haus gepumpt, wo
> insgesamt 65,3kWh angekommen sind.

Wegen der fehlenden Dämmung steht hier eine eine von diesen ganz 
effizienten Teilen. . Bei -8.5°C heute in der Nacht hatte sie noch einen 
COP von 3,1.  3kW rein, 9,3kW raus. Allerdings ist das nur die reine 
Kompressorleistung und Momentaufnahme. Lüfter, Heizkreispumpe, 
Ladepumpe, Regelung mitgezählt, kommt noch mal ca. 100W drauf. Wobei 
dieser Anteil leistungsunabhängig ist und bei niedriger thermischer 
Leistung mehr ausmacht. Bis jetzt sind im Januar fast 1200 kWh 
verbraucht worden und 300 kWh bezogen worden. Mit Monatsarbeitszahl ca. 
4 für den kältesten Monat bis jetzt nicht schlecht.
Für diesen gesamten Winter aber September ca. 5.
Ich hab den Eindruck der Winter war einer der kältesten der vergangenen 
10 Jahre. Schlecht für den Vergleich mit der Gasheizung, die vorher drin 
war.

Bei gutem Dämmstandard lohnt sich natürlich eine Hocheffzienz-WP nicht. 
Jedenfalls noch nicht.

von Timo N. (tnn85)


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Jürgen F. schrieb:
> Ich habe in allen Zimmern den Meross MTS2000 eingebaut.

Hallo Jürgen,
danke für deinen Input. Die Meross hatte ich auch gesehen. Da hatte ich 
aber was mit WLAN-Problemen gelesen gerade mit Fritzbox (nicht tiefer 
reingelesen). Ist da was dran?

Wenn die aber kein offenes Protokoll hätten, dann lohnt sich das für 
mich nicht. Ich möchte das schon in meinem HA haben und die Werte auch 
aufzeichnen können. Nur mit Werteverlauf lassen sich Wert interpretieren 
und gut vergleichen. Das mache ich mit InfluxDB/Grafana.
Laut dieser HACS-Integration hier: https://github.com/krahabb/meross_lan
sollen die aber integrierbar sein und damit auch "offenes Protokoll" 
oder nicht?!?

Das hier müsste doch dann gehen:
https://www.amazon.de/Heizungsthermostat-Raumthermostat-Fu%C3%9Fbodenheizung-Intelligente-Wandthermostat/dp/B0DSJ5G6L3

oder muss es eins mit "Matter" sein?

KNX kommt mir nicht rein. ich finde das mit der Lizenz für ETS ne 
Frechheit.
Da bräuchte man noch nen Buskoppler und entsprechende Leitung. Alles 
nicht vorhanden.

von Jürgen F. (unterstrom)


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Hallo Timo,
>
> Da hatte ich
> aber was mit WLAN-Problemen gelesen gerade mit Fritzbox (nicht tiefer
> reingelesen). Ist da was dran?
Über die WLAN Probleme kann ich nicht klagen, alle 6 Geräte laufen seit 
zwei Jahren problemlos an der Fritzbox mit der Meross-App und auch mit 
Mac-Home.

> Wenn die aber kein offenes Protokoll hätten, dann lohnt sich das für
> mich nicht. Ich möchte das schon in meinem HA haben und die Werte auch
> aufzeichnen können. Nur mit Werteverlauf lassen sich Wert interpretieren
> und gut vergleichen. Das mache ich mit InfluxDB/Grafana.
> Laut dieser HACS-Integration hier: https://github.com/krahabb/meross_lan
> sollen die aber integrierbar sein und damit auch "offenes Protokoll"
> oder nicht?!?
Von einem offenen Protokoll weiß ich nichts. Da müsse es ja auch 
Dokumentation geben. Von dem Projekt „Meross LAN“ habe ich noch nichts 
gehört, auch nicht von einer MQTT Integration.

Der „Verlauf der Heizung“ sieht z.B. so aus:
Zum Bestimmen der Zeitkonstanten (Abkühlen/Aufheizen) reicht es.

> Das hier müsste doch dann gehen:
> 
https://www.amazon.de/Heizungsthermostat-Raumthermostat-Fu%C3%9Fbodenheizung-Intelligente-Wandthermostat/dp/B0DSJ5G6L3
Der MTS205B scheint ein Nachfolger zu meinen MTS200 zu sein. Sieht 
optisch jedenfalls gleich aus.

Jürgen

von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> Stark, hast du da eine selbstgebaute Lösung verwendet oder was fertiges.
> Für jeden Heizkreis 2 Temperatursensoren DS18B20  oder PT100/PT1000?

an jedem Heizkreis 2 DS18B20. Maximal 18 Stück pro Etage. ich kann 
sagen, 18 Stück gehen noch an einem ESP32 Portpin :)
Braucht halt nur in der Zuordnung viel Zeit. (Sensor anschließen, UIN 
auslesen, Sensor zuordnen, nächsten Sensor anschließen...)

Timo N. schrieb:
> Bis jetzt sind im Januar fast 1200 kWh
> verbraucht worden und 300 kWh bezogen worden. Mit Monatsarbeitszahl ca.
> 4 für den kältesten Monat bis jetzt nicht schlecht.

Das stimmt, ist aber dennoch sehr ordentlich. Bei mir ist der Gesamt COP 
im Januar nur wenig unter 3. Ich hab 492kWh Wärme benötigt und dafür 
168kWh Strom gebraucht, 324kWh kamen aus der Luft im Garten dazu. 
Insgesamt habe ich 255kWh aus dem Netz bezogen und 48kWh selbst 
produziert. Naja, einmal Autoladen sind halt schnell mal 50kWh...

Timo N. schrieb:
> Ich hab den Eindruck der Winter war einer der kältesten der vergangenen
> 10 Jahre. Schlecht für den Vergleich mit der Gasheizung, die vorher drin
> war.

Das ist definitiv so. Wir hatten zwischendrin mal 2 Nächte mit -20°C vor 
3 oder 4 Jahren, aber der letzte wirklich kalte Winter war 2010.

Timo N. schrieb:
> Bei gutem Dämmstandard lohnt sich natürlich eine Hocheffzienz-WP nicht.
> Jedenfalls noch nicht.

Why not? die braucht dann halt weniger Energie. Ist doch ideal.

von Timo N. (tnn85)


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Jürgen F. schrieb:
> problemlos an der Fritzbox mit der Meross-App und auch mit
> Mac-Home.

Hallo Jürgen,
vielen Dank für die Einblicke aus der App.
Meross scheint etwas Chinesisches zu sein und bei "App" geht es dann 
meist über eine Cloud (irgendwo). Das möchte ich weniger aus 
Datenschutz, als aus Nachhaltigkeitsgründen nicht. Nach 2-3 Jahren wird 
die App meist nicht mehr weiterentwickelt und nach 5-8 Jahren fliegt 
dann die App aus dem Appstore oder der Cloud-Dienst wird abgeschaltet.
Deshalb achte ich bei meinen Käufen mittlerweile stark darauf, dass es 
auch lokal funktioniert. Was aber bei diesem Thermostat gehen soll.

Jürgen F. schrieb:
> Von einem offenen Protokoll weiß ich nichts. Da müsse es ja auch
> Dokumentation geben.

Oft gibt es die nicht, aber über Reverse-Engineering wird von netten 
Menschen herausgefunden, dass Industrie-Standardprotokolle (MQTT, etc) 
verwendet werden und die entsprechenden Befehle entschlüsselt, um die 
Geräte auch anders anzusteuern/auszulesen. Kann auch hier der Fall sein.
Teilweise müssen aber auch HA-Integrationen auf den Cloud-Dienst des 
Herstellers setzen, wenn ein lokaler Zugriff nicht möglich ist.

Jürgen F. schrieb:
> Der MTS205B scheint ein Nachfolger zu meinen MTS200 zu sein. Sieht
> optisch jedenfalls gleich aus.

Die neuste Version scheint MTS215B mit Matter-Unterstützung zu sein. 
Dafür aber auch wieder etwas teurer.

Aus der Doku geht leider nicht hervor, wie dieses Thermostat regelt. 
Also ob es Zweipunkt-Regler verwendet oder einen PI-Regler mit PWM 
verwendet. Da keine Regler-Parameter vorgegeben werden können und die 
Anleitung sehr dürftig, denke ich Zweipunkt. Auch, weil man hier 
scheinbar eine Totzone programmieren kann.

Anleitung Meross MTS215B:
https://d386u2e9lj99mt.cloudfront.net/public/staticfile/1750322978443/453684.pdf

Christian B. schrieb:
> an jedem Heizkreis 2 DS18B20. Maximal 18 Stück pro Etage. ich kann
> sagen, 18 Stück gehen noch an einem ESP32 Portpin :)

Oha. So viele DS18B20s an einem ESP32. Wusste nicht, dass das geht.
Die DS18B20s haben halt "nur" eine Genauigkeit von +-0,5K bei 
Original-Maxim. Wenn es asiatische Abklatsche sind, dann wahrscheinlich 
eher darüber.
Dann kommt man halt schon in den Bereich, wo man sich fragt, ob es was 
bringt.

Christian B. schrieb:
> Das stimmt, ist aber dennoch sehr ordentlich.

Ja, ist halt kein EnEV-Haus. Fenster und Dach sind einigermaßen ok, aber 
der Energieverbrauch ist schon hoch.

Christian B. schrieb:
> Why not? die braucht dann halt weniger Energie. Ist doch ideal.

Naja weil die (Hocheffizienz-WPs) meist in höheren Leistungs-Stufen 
angeboten werden und damit teurer sind. Wenn dein Jahresenergieverbrauch 
(Heizen+WW) nur im Bereich von  10MWh_thermisch liegt, dann lohnt es 
sich möglicherweise nicht für die WP viel hinzulegen. Ist aber immer ne 
Einzelfallentscheidung.

von Matthias S. (da_user)


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Timo N. schrieb:
> Die DS18B20s haben halt "nur" eine Genauigkeit von +-0,5K bei
> Original-Maxim. Wenn es asiatische Abklatsche sind, dann wahrscheinlich
> eher darüber.

Zum Trend aufzeichnen und erkennen sollte es reichen.
Ggf. im Vorfeld miteinander abgleichen und die Werte erst korrigieren 
bevor sie gespeichert werden.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Timo N. schrieb:
> Oha. So viele DS18B20s an einem ESP32. Wusste nicht, dass das geht.
> Die DS18B20s haben halt "nur" eine Genauigkeit von +-0,5K bei
> Original-Maxim. Wenn es asiatische Abklatsche sind, dann wahrscheinlich
> eher darüber.
> Dann kommt man halt schon in den Bereich, wo man sich fragt, ob es was
> bringt.

Das spielt bei einer Heizung tatsächlich keine wirkliche Rolle. Auch 
nicht, dass ich sie außen angelegt habe, was natürlich das Messergebnis 
ebenfalls verfälscht. Und wie man an den Verläufen der VL temperaturen 
sieht, liegen die alle im Bereich +/- 0,2°C. Da ich am Ende auf plus 
minus 2°C an den Rückläufen eingestellt habe, passt das so schon. Die 
Wärmepumpe ist jedenfalls damit sehr zufrieden und belohnt mich mit COP 
Werten um die 3 bei leichtem Frost. Heute Nacht wird es spannend, da 
sollen es minus 12°C werden, mal sehen, ob sie das noch hin bekommt ohne 
Heizstab.

Was die Menge angeht: ich war mir auch nicht sicher, man liest so vieles 
Unterschiedliches, von 10-16 war alles dabei. Ich dachte mir dann: ich 
hab nur sehr kurze Kabel (max 50cm, die ich auch noch auf 30 reduzieren 
könnte) ich versuch es einfach. wäre es nicht gegangen, nunja, dann 
hätte ich halt einen 2. Pin nehmen müssen oder, wenn das auch nicht geht 
/aber der ESP32 sollte potent genug sein) einen 2., die kosten ja 
nichts.

von Wolle G. (wolleg)


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Christian B. schrieb:
> Ich dachte mir dann: ich
> hab nur sehr kurze Kabel (max 50cm, die ich auch noch auf 30 reduzieren
> könnte)
kurze Frage: Meinst Du die Kabellänge für den Anschluss der DS18B20 ?

von Christian B. (luckyfu)


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Wolle G. schrieb:
> kurze Frage: Meinst Du die Kabellänge für den Anschluss der DS18B20 ?

ja, natürlich. Da meine Heizkreisverteiler nicht so groß sind, reichen 
mir da 30cm Anschlussleitungen.

von Wolle G. (wolleg)


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Christian B. schrieb:
> ja, natürlich. Da meine Heizkreisverteiler nicht so groß sind, reichen
> mir da 30cm Anschlussleitungen.
Alles klar.
Bei meiner Frage dachte ich, dass Du die Leitungen extra kurz gehalten 
hast, um evtl. Übertragungsfehler zu vermeiden.
Bei uns in der Heizstation beträgt die Anschlusslänge von 8St. DS18B20
je 10m. (läuft zwischenzeitlich >15 Jahre störungsfrei, Abtastrate 8s, 
Speicherung der Messwerte für eine Auswertung auf SD-Karte)

von Timo N. (tnn85)


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Christian B. schrieb:
> Das spielt bei einer Heizung tatsächlich keine wirkliche Rolle.

Tatsächlich haben die original Maxim Dallas DS18B20 im Bereich 25-45°C 
laut Datenblatt eher nen Fehler von +0.1K bis -0.4K. Ist also nicht ganz 
so schlimm und ja, für nen Trend reichts.

Habt ihr die gekapselten genommen oder einfach die TO-92-Dinger mit 
Wärmeleitpaste an die Rohre geklemmt?

Ich sehe gerade, dass man bei den Shelly Plus Addon auch bis zu 5x 
DS18B20 anschließen kann. 10-12 wären zwar besser, für 
Heizkreisverteiler.  Aber mit nem Shelly 1 Gen3 + Shelly Plus Addon für 
zusammen um die 20€ und ein paar DS18B20 lässt sich dann in nem 
Heizkreisverteiler relativ easy ohne großen Aufwand nen 
Temperaturmonitoring von 2 1/2 Heizkreise bewerkstelligen. Sogar mit 
Schaltfunktion.

von Christian B. (luckyfu)


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Ich hab die gekapselten genommen. Ans Rohr angelegt, mit 3 Lagen Alu 
Folie umwickelt und mit einem Kabelbinder fixiert. Das reicht vollkommen 
aus.

Timo N. schrieb:
> Tatsächlich haben die original Maxim Dallas DS18B20 im Bereich 25-45°C
> laut Datenblatt eher nen Fehler von +0.1K bis -0.4K. Ist also nicht ganz
> so schlimm und ja, für nen Trend reichts.

Das könnte gut hin kommen, die Temperaturen unterscheiden sich bei mir 
nur in der Nachkommastelle. (man hat das im Sommer gesehen, wenn die 
Heizung aus ist. Möglicherweise mache ich nächsten Sommer mal eine 
Kompensation des Fehlers bei 23°C, wenn alles aus ist.) Aber eigentlich 
bin ich froh, endlich fertig zu sein mit der Anlage und werde sie nun 
einfach laufen lassen.

Wolle G. schrieb:
> Bei meiner Frage dachte ich, dass Du die Leitungen extra kurz gehalten
> hast, um evtl. Übertragungsfehler zu vermeiden.

Das war meine Intention, ja. Die Sensoren kamen mit 50cm Kabel. im EG 
Verteiler hab ich sie um 20cm gekürzt. Abtastfrequenz weiß ich gar 
nicht, aber ich frage die Sensorwerte nur einmal pro Minute ab. Das ist 
oft genug.

von Rüdiger B. (rbruns)


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Bei mir läuft die FBH um 4 Uhr los so das um 8 Uhr wieder 20 bis 21 Grad 
sind. Wenn die RL Temperatur den von der Aussentemperatur abgeleiteten 
Wert hat geht die Heizun aus und die Temperatur ist ab 21 Uhr wieder bei 
unter 20 Grad. Die FBH hat eine Masse von ca 5 Tonnen.

von Christian B. (luckyfu)


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Rüdiger B. schrieb:
> Bei mir läuft die FBH um 4 Uhr los so das um 8 Uhr wieder 20 bis 21 Grad
> sind.

wenn man mit Gas, Öl oder Pellets heizt, kann man das so machen. Mit 
einer Wärmepumpe würde ich das nicht tun. Da ist es normalerweise 
besser, durchzuheizen, da man so eine konstante, niedrigere VL 
Temperatur braucht, was signifikanten Einfluss auf den COP der 
Wärmepumpe hat. Hast du mal mit Verbrauchswerten geschaut, ob das mit 
der Nachtabsenkung besser ist oder schlechter?

von Timo N. (tnn85)


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Christian B. schrieb:
> Aber eigentlich
> bin ich froh, endlich fertig zu sein mit der Anlage und werde sie nun
> einfach laufen lassen.

Kann ich gut verstehen. Irgendwann ist Schluss mit optimieren.

Christian B. schrieb:
> wenn man mit Gas, Öl oder Pellets heizt, kann man das so machen. Mit
> einer Wärmepumpe würde ich das nicht tun. Da ist es normalerweise
> besser, durchzuheizen,

Bei uns ist es auch so, dass ich anfangs noch abends/nachts von 18 - 4 
Uhr oder so die WP im Absenkbetrieb hatte, mit 2K weniger. Das WW habe 
ich auch nur morgens von 6 bis 11 Uhr auf Normalbetrieb und sonst im 
Absenkbetrieb mit 7K weniger.
Das war aber keine gute Idee, weil morgens zum Aufheizen dann die WP 
nicht zur Verfügung steht und WW aufheizt, obwohl schon geduscht wurde.

Ich hab das Ganze so weit zurückgeschraubt, dass nur noch zwischen 
18-24Uhr Absenkbetrieb mit 1K weniger ist und einmal mittags (PV) und 
nachts um 2 Uhr WW erzeugt wird.  Der WW-Speicher ist groß genug, dass 
es für alle Personen reicht zu duschen.

Die 1K Unterschied Absenkung machen in in den 6h vermutlich nicht viel 
aus, aber sorgen dafür, dass in der Zeit (größter Stromverbrauch im 
öffentlichen Netz) weniger aus dem Netz bezogen wird und die WW etwas 
leiser ist. Das ist eher als Versuch um eventuell zukünftig mit Hilfe 
eines Batteriespeichers / dynamischen Netzpreisen und Strompreisen  die 
teure Phase abends zu überbrücken. Lohnt sich aber aktuell noch nicht so 
wirklich, da die Stromnebenkosten/Steuern den Preis noch zu teuer machen 
im Vergleich zum Neukundenpreis bei Tarifen mit festem Arbeitspreis. Da 
lohnt sich das mit dem Wirkungsgrad des Akkus einfach nicht.

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