Guten Tag liebes Forum und ein frohes Neues! Zum Messen an einem PCB möchte ich gerne verdrillte Litzen verwenden, mit Jumper-Steckern (oder ähnlichem) am Ende (female). Bisher habe ich eine doppelte Stiftleiste genommen, an die Pins die beiden Litzen angelötet und dann mit Schrumpfschlau fixiert. Das funktioniert gut aber ist mühsam, jedes mal zu löten und zu Schrumpfen. Deshalb suche ich etwas besseres. Entweder Dupont-Stecker zum selbst Crimpen oder einfach Jumper-Kabel (mit Buchsen auf beiden oder einer Seite). Mir ist dabei wichtig: 1. Einigermaßen flexible Litzen, zum einen, weil ich sie verdrillen möchte, zum anderen weil es sonst so stark am PCB zerrt. Es dürfen gerne dünne Litzen sein, es wird keine nennenswerte Leistung übertragen. 2. Qualitative Stecker. Die Steckverbindung soll zuverlässig sein und möglichst keinen Leitungswiderstand hinzufügen. Falls ich eine Crimp-Zange kaufen muss, ist das kein Problem. Im Internet gibt es so viel, ich kann keine fundierte Entscheidung treffen. Preislich bin ich relativ flexibel, da es für die Arbeit ist. Dieser Beitrag ist leider etwas veraltet und die Links funktionieren teilweise nicht mehr: Beitrag "Vernünftige "Jumper Wires"" Hat jemand einen Tipp?
Natürlich musst du eine Crimpzange kaufen und GENAU DIE PASSENDEN Stecker dazu, am besten im Set, am besten mit einer Zange mit Ratsche. Kostet halt mehr als 10 Fertigpackungen Eisenstahtkabel. Das einzelne crimpen per Hand ist nicht so viel effektiver als Loten, aber die Leitung ist deutlich weniger knickempfindlich. Profis crimpen immer gleich 50 auf ein mal, inklusive abschneiden, per Maschine.
Frederic schrieb: > Entweder Dupont-Stecker zum selbst Crimpen oder einfach Jumper-Kabel > (mit Buchsen auf beiden oder einer Seite). ... oder vorgefertigte Leitungen zum Einschieben in Gehäuse? https://www.digikey.de/de/products/filter/br%C3%BCckendr%C3%A4hte-vorgecrimpte-leitungen/453
Michael B. schrieb: > Natürlich musst du eine Crimpzange kaufen und GENAU DIE PASSENDEN > Stecker dazu, am besten im Set, am besten mit einer Zange mit Ratsche. Alternative: PA-24 von Engineer. Braucht etwas Übung, da sie keine Ratsche hat, ist auch etwas umständlicher, da zweimal gecrimpt werden muss, aber genau deswegen auch deutlich flexibler. Die PA-24 hat zwei O-förmige Gesenke (für die Zugentlastung der "Dupont-Stecker", zwei Größen für verschiedene Querschnitte) und drei W-förmige Gesenke (für den elektrischen Kontakt von "Dupont"-Steckern, aber auch anderen, ebenfalls für verschiedene Querschnitte). Aufgrund dieser Kombinationen lassen sich damit auch sehr dünne Litzen mit dickerer Isolation verarbeiten. Als Quelle für bereits verdrillte Litze: Alte Patchkabel abmanteln und Schirm entfernen. Nur die Auswahl der Farben ist dann etwas eingeschränkt, blau, braun, grün und orange.
Michael B. schrieb: > Natürlich musst du eine Crimpzange kaufen und GENAU DIE PASSENDEN > Stecker dazu, Ähm, würde ich für den Hobbybereich lassen. Denn wenn es wirklich genau passend sein soll dann muss man alles aus einer Hand von einem Markenhersteller nehmen. Aber wenn man einen Markenhersteller nimmt, z.B. Harwin M20-Serie, dann kostet die genau passende Crimpzange ein Heidengeld. Z.B. die Z20-320 (https://www.digikey.de/de/products/detail/harwin-inc/Z20-320/3728141) gepflegte 600 Euro (incl. MwSt). Bei anderen Herstellern kann man auch mal 1000 Euro hinlegen. Also nimmt man im Hobbybereich nicht genau passende sondern nur halbwegs passenden Kombinationen aus generischen "Dupont" Kontakten und generischen Crimpzangen. Auch wenn die jemand in einem Set zusammengestellt hat. > am besten im Set, am besten mit einer Zange mit Ratsche. In solche Sets werden häufig Zangen mit Einsätzen wie SN-28B, SN-48B, SN-58B, SN-2549, etc. mit rein geworfen. Was gerade da ist. Passt schon irgend wie.
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Vielen Dank schon mal für die Antworten! Einen Punkt habe ich vergessen: Ich möchte explizit nicht, dass der Mantel schmilzt, sodass die Isolierung sich beim Löten nicht zurückzieht. > Das einzelne crimpen per Hand ist nicht so viel effektiver als Loten, > aber die Leitung ist deutlich weniger knickempfindlich. Ja, bin mir bewusst, dass das auch Arbeit macht. Aber das ist schon okay. > oder vorgefertigte Leitungen zum Einschieben in Gehäuse? > > https://www.digikey.de/de/products/filter/br%C3%BCckendr%C3%A4hte-vorgecrimpte-leitungen/453 Die Kabel im Link sehen eigentlich super aus, allerdings bin ich da schon wieder von der Menge (23k, selbst mit Filtern immer noch vierstellig) erschlagen. Auch, weil ich dann noch sicher passende Gehäuse aussuchen muss. Zur Dicke der Isolierung bzw. ob sie schmilzt ist leider auch nicht direkt ein Filter vorhanden. > Also nimmt man im Hobbybereich nicht genau passende sondern nur halbwegs > passenden Kombinationen aus generischen "Dupont" Kontakten und generischen > Crimpzangen. Auch wenn die jemand in einem Set zusammengestellt hat. Wie oben geschrieben, es geht um den Einsatz auf der Arbeit. Es sind allerdings nur Kabel zum Messen an Prototypen, es muss nicht perfekt sein, sondern vor allem praktisch. 600€ für eine Crimp-Zange wären zwar möglich, will ich aber nicht bei meinem Chef Argumentieren. *Was ich eigentlich suche, ist eine konkrete Empfehlung.* Vielleicht hat jemand explizit bei einem Produkt gute Erfahrungen gemacht? Davon würde ich mir dann mal ein paar bestellen und testen (und gerne hier zurückmelden). Wenn die Empfehlung nicht passt, dann ist das auch okay ;D Lieber so, als dass ich einfach auf gut Glück etwas bestelle.
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Frederic schrieb: > Guten Tag liebes Forum und ein frohes Neues! > > Zum Messen an einem PCB möchte ich gerne verdrillte Litzen verwenden, > mit Jumper-Steckern (oder ähnlichem) am Ende (female). Warum verdrillt? Liegt da HF drauf? Oder Pulse mit sub-ns steilen Flanken? Da reicht ein "verdrillen" nicht. Wie soll der Anwender die Orientierung des Steckers erkennen? > Entweder Dupont-Stecker zum selbst Crimpen oder einfach Jumper-Kabel > (mit Buchsen auf beiden oder einer Seite). > > Mir ist dabei wichtig: > 2. Qualitative Stecker. Die Steckverbindung soll zuverlässig sein und > möglichst keinen Leitungswiderstand hinzufügen. Dupont als Einzel- oder Doppelkontakt wird wohl nie wirklich zuverlässig sein. Informiere dich mal über die Anzahl der Steckzyklen, die der Hersteller für so etwas angibt. > Hat jemand einen Tipp? Wenn es um wirklich zuverlässig, und HF oder Pulsübertragung geht, benutze ich MMCX für Einzelsignale.
Frederic schrieb: > mit Jumper-Steckern (oder ähnlichem) am Ende (female). > Bisher habe ich eine doppelte Stiftleiste genommen Was denn nun? female oder Stifte?
Cartman E. schrieb: > Wenn es um wirklich zuverlässig, und HF oder Pulsübertragung geht, > benutze ich MMCX für Einzelsignale. Du hast recht, für HF/ Pulsübertragung ist vermutlich MMCX sinnvoll. Im aktuellen Fall geht es nicht um HF, sondern um (mehr oder weniger) statische Signale. > Dupont als Einzel- oder Doppelkontakt wird wohl nie wirklich > zuverlässig sein. Informiere dich mal über die Anzahl der Steckzyklen, > die der Hersteller für so etwas angibt. Aktuell überlege ich, ob ggf. Picoblade Stecker sinnvoll sind: https://www.digikey.de/de/products/detail/molex/0510470200/3262431 F. P. schrieb: > Was denn nun? female oder Stifte? Sorry, falsch formuliert. In dem Fall meinte ich Buchsenleisten, wo ich an die THT-Kontakte die Kabel gelötet habe.
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